China will Sprache Mandarin stark fördern

01. Dezember 2021 - 15:23 Uhr

Bis 2025 sollen 85 Prozent der chinesischen Bürger Mandarin sprechen. Dies sei notwendig, um die Erfordernisse der modernen Wirtschaft zu erfüllen, argumentiert die Regierung. Sie geht damit aggressiv gegen Minderheitensprachen vor.

Artikel auf tagesschau.de

Kommentare

Eine Sprache ist doch völlig

Eine Sprache ist doch völlig ok. Die anderen sprachen kann man doch trotzdem weiter pflegen.
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Oder wo wird bei uns sorbisch, friesisch, plattdeutsch, bayrisch usw gelehrt?.
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Nicht bei jeder Aktion muss man immer gleich an Unterdrückung denken.

„China setzt auf sprachliche Konformität“

Und damit auf Konflikt:

„Dies sei notwendig, um die Erfordernisse der modernen Wirtschaft zu erfüllen, argumentiert die Regierung. Sie geht damit aggressiv gegen Minderheitensprachen vor“

Und unter „Minderheiten“ dürften nach dem Verständnis (und damit der „Maßgabe“) der chinesischen Machthaber wohl alle Menschen fallen, die nicht die in ihrem „Hoheitsgebiet“ „geltende“ Sprache Mandarin beherrschen. Und damit nicht die „Erfordernisse der modernen Wirtschaft zu erfüllen“.

Wo ist das Problem?

Heute kommt man mit Hochdeutsch hier in Bayern gut weiter, weil vor Jahrzehnten verstärkt wert darauf gelegt wurde, dass sie auch an den Schulen gesprochen und damit erlernt wurde. Ich habe den Eindruck, dass hier jetzt sogar mehr als 85% der Biobayern Hochdeutsch sprechen können und sich problemlos mit Bürgern aus anderen Landesteilen verständigen könn(t)en.

Deshalb wurde hier aber keineswegs das Bayrisch mit seinem tollen Wortwitz unterdrückt und damit verlernt. Es hilft ungemein, wenn ich nicht mit Plattdeutsch im Bay. Wald mit der dort heimischen Mundart Verständigung suchen muss, sondern dass wir eine gemeinsame Sprache haben.

Ich denke, ähnlich verhält es sich mit Mandarin. Es wird offenbar angestrebt, dass weitgehend jeder Bürger sich auf Mandarin verständigen kann, auch aus Landesteilen mit anderen Sprachen.

Ein aggressives Vorgehen gegen Minderheitensprachen kann ich deshalb nicht erkennen. Von allgemeinen Verboten wurde jedenfalls nichts berichtet.

Ihr Kommentar ist in

Ihr Kommentar ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Zuerst einmal sind die Minderheitensprachen innerhalb der VRC nicht ansatzweise mit Ihren Beispielen vergleichbar. Bayrisch, Platt etc. sind Varietäten des Deutschen. Mongolisch, Tibetisch, Uigurisch sind völlig andere Sprachen als das Chinesische, mit eigenständigen Kulturen, die ohne eine Pflege der Sprache aussterben werden. Dies nennt sich kultureller Genozid.
Des weiteren handelt es sich bei den Minderheiten in China um eigenständige Völker, die tlw. völkerrechtswidrig von China annektiert wurden. Die Situation ist nicht ansatzweise mit Ihren Beispielen vergleichbar.
Wenn Sie unbedingt Vergleiche ziehen wollen, stellen Sie sich vor, Deutschland würde von einem Land Ihrer Wahl zwangsweise einverleibt, die Ausübung der eigenen Kultur & Religion stünde unter Strafe, die Kinder würden in der Schule nicht mehr in Deutsch unterrichtet und wären so nicht mehr in der Lage, Deutsch zu lesen und schriftl. Kulturgut zu verstehen.

Totalitäre Staaten

... sind wegen fehlender demokratischer Kontrolle leider ganz oft auf dem Weg, Minderheiten zu unterdrücken. So soll ein scheinbar homogener und starker Staat generiert werden.

@ Bender Rodriguez

Nicht bei jeder Aktion muss man immer gleich an Unterdrückung denken.

Mag sein, hier geht es allerdings offensichtlich um massive Unterdrückung von Minderheiten. Oder wollen Sie hier nur beschwichtigen?

Die beiden Wege

Ein Staat muß in der Lage sein, die Kräfte seiner Bürger zu bündeln. Dazu gehört eine gemeinsame Sprache. So sind schon vor Jahrtausenden Kulturreiche entstanden - deren Leistungen wir heute bestaunen. Die chinesische Staatsführung hat diese Ziele vor Augen - ob wir das nun gut finden oder nicht. Erst die Zukunft wird zeigen, welcher Weg erfolgreicher ist : der unserer neoliberalen Individualität oder jener der gesellschaftlichen Bündelung der Kräfte.

Kerstin P

Diese Völker können ihre Kultur doxh weiter ausleben. Ob das nun eine eigene Sprache oder "nur" Dialekt usw, ist völlig egal.
Wichtig ist, dass man sich in einem Land mit einer Sprache unterhalten kann.
Bei uns ist das halt Hochdeutsch. Da beschwert sich auch niemand. Aber wenn China Russland oder der Iran irgendwas machen, wird sofort gebellt. Pawlov lässt grüßen.
Würde dort stehen "China setzt auf regionalitöt" würde man hier schimpfen, sie untersagen Integration.

stark fördern

Also das was die westlichen Länder mit englisch und Ihren Anglizismen teilweise auch machen.

China ist ein eigenes System

Mal den Kommunismus ausgeklammert, das Misstrauen gegen alles, was chinesischen Ursprungs ist, beiseite genommen- erleben wir in Peking eine Politik der Vereinheitlichung in einem wesentlichen Bereich: eine Sprache, die überall gesprochen und verstanden werden kann, damit auch im hintersten Winkel des Riesenlandes verstanden wird, was in Peking und anderen Zentren gesagt wird. Wir haben global betrachtet unsere Sprachen gewählt, in denen man Handel, Kommunikation und Verständigung betreibt. Das wird als Selbstverständlichkeit der Moderne gesehen. In China geht es ähnlich zu, so dass man die Bemühungen nachvollziehen kann. Die Methodik und Vorgehensweise das umzusetzen, das ist dann der Punkt, den man kritisch betrachten sollte. Unterdrückung und Gewalt als Instrumente sind dann in der Tat abzulehnen. Aber China hat hier sein eigenes System, das auf Machtzentrale der Partei und der einzigen wahren Regierung in Peking fußt. Damit wird dann alles begründet.

16:19 von Bender Rodriguez

"Diese Völker können ihre Kultur doxh weiter ausleben."

Kriegen Sie eigentlich nichts mit? Noch nichts von den Umerziehungslagern fuer Uiguren gehoert?

@ na ihr

@ na ihr Sofahelden
Zitat:
"Totalitäre Staaten
... sind wegen fehlender demokratischer Kontrolle leider ganz oft auf dem Weg, Minderheiten zu unterdrücken. So soll ein scheinbar homogener und starker Staat generiert werden."

Nun wenn ich z.B. Richtung USA oder Kanada oder Australien schaue - sehe ich zunächst demokratische Staaten die alle sehr stolz auf ihre Gewaltenteilung sind.
Nur schaue ich in deren Vergangenheit oder gar in die Gegenwart finde ich unzählbare Beispiele von Minderheiten-Unterdrückung.
Nehme ich Kanada (oder Australien) und schaue mir die Wegnahme der Kinder der "Ureinwohner" an und den Versuch sie im Sinne westlicher "Kultur und Werte" zu erziehen.
--
nein - wir ind en Demokratien sind nicht automatisch die Guten - wir haben derart viel Dreck an den Händen das wir beim Kritisieren des chinesischen Vorgehens uns vor "Automatismen" wie oben zitiert hüten sollten um nicht in Doppelzüngigkeit zu verfallen!!

16:04 von Kristin P

Sorbisch ist im östlichen Teil Deutschlands doch auch verdrängt worden und steht nicht auf dem Lehrplan. Das ist kein kultureller Genozid wenn dafür gesorgt wird, dass die Amtssprache eines Landes auch von der Bevölkerung gesprochen wird.

16:04 von Kristin P

>>...Wenn Sie unbedingt Vergleiche ziehen wollen, stellen Sie sich vor, Deutschland würde von einem Land Ihrer Wahl zwangsweise einverleibt, die Ausübung der eigenen Kultur & Religion stünde unter Strafe, die Kinder würden in der Schule nicht mehr in Deutsch unterrichtet und wären so nicht mehr in der Lage, Deutsch zu lesen und schriftl. Kulturgut zu verstehen.<<

Ich behaupte keineswegs, dass in China alles in Butter ist, im Gegenteil. Aber man kann auch Probleme ohne ersichtlichen Hintergrund konstruieren. Von zwangsweise einverleibten Landesteilen in denen die Ausübung der eigenen Kultur und Religion unter Strafe stünde und Kinder in der Schule außerhalb des Unterrichts nicht mehr in ihrer Sprache kommunizieren könnten war im Artikel nicht die Rede. Das haben Sie schlicht hinzuerfunden damit es in Ihr Bild passt.

Diese Probleme gibt es, aber nicht im Zusammenhang mit Mandarin als gemeinsamer Sprache für alle Chinesen. Ihr Vergleich ist nicht zulässig, da ohne Grundlage.

@ 16:29 von das ding

Was verstehen Sie unter Kultur? Parallelgesechaft, Armut und Terroranschläge?

MSG

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In dem text lese ich jedenfalls nichts von irgendwelchen Verboten. Weder von Sprachen Traditionen oder sonstwas.
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Ostfriesich, Jodeln oder Schuplatteln gehört bei uns auch nicht zum Lehrplan..
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Und von Ausländern erwarten wir auch , dass diese Deutsch lernen.
.

Damit tun sie den Minderheiten einen großen Gefallen

Damit tun sie den Minderheiten einen großen Gefallen.
Viele werden mich jetzt voraussichtlich für diese Aussage angreifen.
Ich habe von 1997 bis 2018 in Taiwan gelebt, wo gegen die Taiwanesisch sprechende Bevölkerung zu derzeit noch sehr diskriminiert wurde. Meine Frau Taiwanerin leidet noch heute, weil sie in der Schule für Taiwanesisch sprechen bestraft wurde.
Aber immerhin kann sie sich heute in der Taiwanesischen chinesischen Gesellschaft durchsetzen und ihre Rechte erzwingen, weil sie halt Chinesisch so gut spricht und schreibt.
Das fängt beim Telefonieren an und geht dann beim E-Mail-Verkehr so weiter.
Einen großen Teil der Demokratisierung in Taiwan ist, glaube ich, der Tatsache geschuldet, dass alle fast perfekt Chinesisch sprechen.

Dasding 16:29

Geht es hier um Uiguren?
Es geht um eine einheitliche Sprache.
.
Die Uiguren werden auch nicht unterdrückt weil sie Uiguren sind, sondern weil sie als Separatisten gelten.
.
Auch nicht besser, aber ein völlig anderer Ansatz.

bitte bedenken

@ Nettie:Am 01. Dezember 2021 um 16:02 von Nettie
„China setzt auf sprachliche Konformität“

Und damit auf Konflikt:

Ich wüste nicht dass es in Deutschland konflikte gibt, weil an unseren Schulen Deutsch gelehrt wird.

Alle reghinalen Sparachen/Dialekte werden weiterhin gesprochen.

Englich ist eine Werltsprache, international.
Was ist daran so schlimm wenn die Grundsprache eine ist die alle Chinesen verstehen?
Ein Konrad Duden hatte dieses Problem verstanden.
Einige anderen nicht.

Psst...

Alarmstufe 255 555 0 RGB. China beschaeftigt Schwadronen von Drohnen.. also folgsame inlaendische Menschen, mit dem Auftrag, das Image von China weltweit im Internet "aufzufrischen". Die investieren maechtig in sowas. Das TS Forum ist eindeutig mit im Fokus.

Mal ein Faktum nebenbei, das offensichtlich unterschaetzt wird. Wir Demokratien haben eine politisch wache Zivilgesellschaft. In China gibt es das nicht, weil nicht gewollt von der Partei. Der Unterschied ist das Zuenglein an der Waage.

16:36 von guerillero

"Was verstehen Sie unter Kultur?"

Im Duden nachschlagen.

"aggressiv"

Was ist daran falsch, wenn in einem Land möglichst alle Bürger eine Sprache sprechen? In so einem Artikel muss natürlich das Bemühen der Regierung als "aggressiv" bezeichnet werden, es geht ja schließlich um China, wo dann gleich die Vermutung angehangen wird, dass dies zur Beeinträchtigung der anderen Sprachen führen wird. Das Feindbild muss halt stimmen!

bedenke

@ Kristrin P
"Wenn Sie unbedingt Vergleiche ziehen wollen, stellen Sie sich vor, Deutschland würde von einem Land Ihrer Wahl zwangsweise einverleibt, die Ausübung der eigenen Kultur & Religion stünde unter Strafe,..."

Sie wissen schon, dass die EU dies aber in anderen Ländern unterstützt.

Sie wissen scheinbar auch nicht, wie viele Dialekte in China gesprochen werden. Durch die Abschottungspolitik Chinas haben diese Dialekte bis heute etabliert.
Und diese sind nicht so wie in Deutschland.
Jemand der aus dem Süden kommt kann sich nicht immer mit denen aus anderen Regionen verständigen.
Zumal es hierbei um eine Hauptsprache geht und nicht um die Muttersprache der Ethnien.
Wir verbieten in Deutschland anderen Minderheiten ja auch nicht ihre Heimatsprache. Aber etwas deutsch sollten sie schon können um sich mitteilen zu können,
z.B auf Behörden oder beim Arzt.

@Oppenheim Zitat: "China ist

@Oppenheim
Zitat:
"China ist ein eigenes System
Mal den Kommunismus ausgeklammert, das Misstrauen gegen alles, was chinesischen Ursprungs ist, beiseite genommen- erleben wir in Peking eine Politik der Vereinheitlichung in einem wesentlichen Bereich: eine Sprache, die überall gesprochen und verstanden werden kann, damit auch im hintersten Winkel des Riesenlandes verstanden wird, was in Peking und anderen Zentren gesagt wird."

das passierte bereits vor mehr als 2000 jahren als die "Chi" aus dem Westen Chinas die anderen 6 Reiche eroberten und die Ära der "streitenden Reiche" beendeten.
Anschliessend wurde vom 1. Kaiser eine einheitliche Sprache durchgedrückt und so entstand das was man heute "Han-Chinesen" nennt.
Ursprünglich waren Sprache und Kultur dieser 7 Reiche weiter auseinander als wir es hier in Europa jemals hatten bzw. haben.
--
Sprachliche und kulturelle Minderheiten gibt es in China seit 2000 Jahren

16:14 von Mustafa Schulz-Gülen

>>@ Bender Rodriguez

Nicht bei jeder Aktion muss man immer gleich an Unterdrückung denken.

Mag sein, hier geht es allerdings offensichtlich um massive Unterdrückung von Minderheiten. Oder wollen Sie hier nur beschwichtigen?<<

Ich habe mir den Artikel nochmals durchgelesen. Konkret war da von Protesten in der Inneren Mongolei zu lesen, weil dort Mandarin als Schulsprache eingeführt wurde. Von mehr Beispielen konkreter "Unterdrückung" habe ich nichts gefunden. Das Sie offenbar sogar von massiver Unterdrückung von Minderheiten im Zusammenhang mit Mandarin Kenntnis zu haben scheinen, bitte ich um Informationen.

Ansonsten könnte ich annehmen, dass Sie gerade Ihrer generellen Aversion gegen China frönten.

@werner1955, 16:22

„[Mandarin] stark fördern
Also das was die westlichen Länder mit englisch und Ihren Anglizismen teilweise auch machen“

Was Grund genug sein sollte (für die gesamte Weltgemeinschaft), sich Gedanken darüber zu machen, wie sich solche (hier: Sprach-) „Barrieren“ bei der Gestaltung ihrer Politik überwinden lassen. Das sollte im IT-Zeitalter ja eigentlich kein Problem mehr sein. Jedenfalls von den heute gegebenen (oder vielmehr: erarbeiteten) technischen Möglichkeiten her.

Ich frage mich

was ein Staat macht, wenn er nicht wenigstens eine Amtssprache hat, wo ist das Problem in der Schule zwei Sprachen zu lernen, gibt es in anderen Ländern auch.
Problematisch wäre es nur, wenn nur noch eine Sprache gelehrt würde.
Bei uns werden ja auch mehr als die Muttersprache angeboten, was sich sogar immer stärker im täglichen Sprachgebrauch vermischt, aber bei Dokumenten und so weiter, gilt Deutsch als Amtssprache.
Übrigens haben wir auch Gegenden wo man anders spricht, aber auch Deutsch lernt, selbst die Ortsschilder und so weiter, sind Zweisprachig, man pflegt aber seine eigene.

Dialekten und standardisierte sprachen

Schauen wir mal Deutschland wieviel Dialekten es gibt? 100-500? Schlimmer in der Schweiz... Zurituch un berntuch sie schaffen sich nicht zu verständigen. Es gibt aber hoch deutsch, und Deutschland und Schweiz, ist hoch deutsch Standard unterich. Wie so soll es in China nicht so sein? Hauptfach Mandarin, zweitefach Dialekt, die Schweiz hat es bewiesen Dialekten sterben nicht... Über minoritaet Unterdruck, wie ist es mit North East dialekt(haerbin-和bei-Beijing und shanghai eşe Dialekt, Guangzhou diakekt, Mongolia Dialekt, Sichuan... Etc.... Es geht nicht um unterdrücken. Europäer sehen immer nur negativ aber hoch deutsch haben sie in deren eigene and gepusht. So versuch mal ehrlich zu sein. Wenn es in Europa nur ein Hoch Sprache gäbe wäre es mich schoen? Haha bald wird die EU es entscheiden

16:40 von Bender Rodriguez

"Die Uiguren werden auch nicht unterdrückt weil sie Uiguren sind, sondern weil sie als Separatisten gelten."

2 fakten: a) Die KPCh ist zu pragmatisch um Rassisten zu sein. b) Seperatisieren (sich trennen, lossagen) von dem totalitaeren Regime ist eine gute Sache. Ich unterstuetze sowas.

@ Bender Rodriguez

"Eine Sprache ist doch völlig ok."
Das ist reine Theorie. In der Praxis wird damit Politik gemacht. Bis vor kurzem war es in der Türkei noch verboten (!), wenn Kinder in der Schule Kurdisch sprachen. In Mussolinis Italien durften die Südtiroler nicht Deutsch sprechen, und die Schulkinder durften nicht Deutsch lernen. Das geschah dann heimlich!! Dass die Uiguren und die Tibeter unterdrückt werden, ist doch schon lange bekannt. Das sind Einheimische, keine Zuwanderer!! Bei uns dagegen sorgt man sich rührend um die nationalen Identitäten von Zuwanderern aus fernen Ländern und tut so, als sei es unzumutbar, wenn Zuwanderer nach einer Weile Deutsch sprechen und wenn ihre Kinder von vornherein mit Deutsch als erster Sprache aufwachsen.

"Minderheitensprachen wie das

"Minderheitensprachen wie das Tibetische, die mongolische und die uigurischen Sprache könnten zurückgedrängt werden"

*

Die eigenen Sprachen können die Tibeter, Mongolen und Uiguren auf eigenen Schulen, Hochschulen und Universitäten unterrichten.
Soweit vorhanden - oder nicht.

Eher nicht.

Wer als Minderheit keinen Wert auf die Bildung der eigenen Minderheit wert legte, weil z.B. die Klöster eine Theokratie gelebt haben und gerne das Volk dumm gehalten haben, dann ist das halt so.

Ob die Normalbürger unter den Minderheiten (vor allem Frauen) jetzt traurig sind, weil sie eine weitere Sprache lernen mit der ihnen in ganz China mehr oder weniger die Türen offen stehen bezweifle ich. Immerhin bietet China so etwas Bildung für alle.

Vor allem Frauen können sich so besser nach einem Mann in ganz China umsehen.

Zitat: "Mal ein Faktum

Zitat:
"Mal ein Faktum nebenbei, das offensichtlich unterschaetzt wird. Wir Demokratien haben eine politisch wache Zivilgesellschaft."

die sich selbst mit ihren "Leer"-Denker-Demos in Zeiten einer Pandemie ad absurdum führt
und
wo war diese wache Zivilgesellschaft z.B. in Australien als man den "Eingeborenen" die Kinder weg nahm und diese in Heime zwecks Erziehung zu "guten Christenmenschen" stecke
--
bevor man hier die pauschalen dicken Keulen auspackt bitte erst den Dreck vor der eigenen Tür beseitigen
*sarkasmus*

@ Bender Rodriguez

"Die Uiguren werden auch nicht unterdrückt weil sie Uiguren sind, sondern weil sie als Separatisten gelten."
Jaja, analog bei den Kurden in der Türkei. Auch die drei baltischen Staaten wurden zu Sowjetzeiten als "Separatisten" bezeichnet, heute sind sie selbständige Staaten. Als in Deutschland noch der Kaiser regierte, fand man kein Polen auf irgendeiner Landkarte. Ein kleiner Teil war deutsch, der Hauptteil aber russisch. Später haben polnische "Separatisten" dann einen polnischen Nationalstaat aufgebaut, der noch heute existiert. In der KuK Monarchie galten bis 1914 die Ungarn, die Serben und andere als "Separatisten", heute sind sie selbständige Staaten.
Allein das Wort "Separatisten" hat einen sehr schillernden Klang. Es ist ein sprachliches Machtinstrument der Politik, was Ihnen offenbar entgangen ist. Gegenüber Herrn Xi & Konsorten in Peking ist keine Naivität angebracht.

Amtssprache ansich ok

Eine Einfuehrung einer Amtsprache kann konform mit der Erhaltung einer Kultur gehen, die in sich eine andere Sprache pflegt. klare Sache.

Aber es geht um China, dessen Innen und Aussenpolitik fuer uns hier ebenso glasklar offen liegt und zwar schon so lange und faktenreich, das ich mich verwundert frage, wie man da noch an was Gutes glauben kann. Oder warum.

16:43 von das ding

>>Psst... Alarmstufe 255 555 0 RGB. China beschaeftigt Schwadronen von Drohnen.. also folgsame inlaendische Menschen, mit dem Auftrag, das Image von China weltweit im Internet "aufzufrischen". Die investieren maechtig in sowas. Das TS Forum ist eindeutig mit im Fokus.
Mal ein Faktum nebenbei, das offensichtlich unterschaetzt wird. Wir Demokratien haben eine politisch wache Zivilgesellschaft. In China gibt es das nicht, weil nicht gewollt von der Partei. Der Unterschied ist das Zuenglein an der Waage.<<

Daschjanding. Wenn Sie da man mal nicht schon zu viel von Ihrem Verschwörungswissen verraten haben . Aber ich kann schweigen, ich sag nix.

Zurück zum Thema: Eine Amtssprache in einem Land die möglichst jeder Bürger beherrschen sollte ist für mich nicht exotisch oder eine Unterdrückungsmaßnahme. Da hat sich die chinesische Führung schon ganz andere Dinger erlaubt. Dass in diesem Zusammenhang andere Sprachen verboten wurden, ist in diesem Zusammenhang jedenfalls nicht publik geworden.

Vielfalt oder Einheit?

Wir in Deutschland bemühen uns, dem Untergang vieler alten Sprachen GEGENzusteuern.

Seit längerer Zeit wird das Plattdeutsche wieder an Schulen gelehrt, damit die Sprache nicht verloren geht.

Das hat Erfolg.

Das Sorbische im Spreewald (liegt in Brandenburg) wird als eigenständige Sprache aufgefasst.

In Belgien finden wir ZWEI Sprachen vor.

Menschen dazu zu zwingen - wie offenbar jetzt in China -, eine fremde Sprache als ihre eigene zu übernehmen, ist barbarisch.

Und mittelalterlich.

Wir leben in einer anderen Zeit, wo wir viele Kulturen, die schon fast untergegangen sind,
verzweifelt versuchen wiederzubeleben.

So zum Beispiel viele indianische Dialekte samt ihrer Kulturen.

Denn Sprache ist immer Ausdruck einer Kultur.
Wer Menschen zwingt, als Hauptsprache eine andere Sprache zu übernehmen, will deren Kultur zerstören.

Vergleichbar mit dem Versuch, Religionen auszurotten.

"China setzt auf sprachliche

"China setzt auf sprachliche Konformität"

Welch harmlose Überschrift für kulturellen Genozid.

Wenn man Menschen beherrschen

Wenn man Menschen beherrschen will, nimmt man ihnen ihre Identität. Dazu gehört die Sprache, die Geschichte, die Gebräuche, die Kultur insgesamt ... alles, was die Identität ausmacht. Nicht zuletzt deshalb gab es Bücherverbrennungen durch die Nazis, oder z.B. die Zerstörung historischer Kulturdenkmale durch den IS.
Es gibt viele Länder, in denen es eine oder ein paar Amtssprachen gibt. Das kann notwendig sein und ist ok, solange die anderen Sprachen nicht unterdrückt/verboten werden. In der Türkei war es z.B. lange Zeit den Kurden verboten, ihre Sprache zu sprechen. Ob es noch das Sprechverbot der kurdischen Sprache in der Türkei gibt, weiß ich momentan nicht.
Ein Sprach- und Sprechverbot ist ein Denkverbot.

Die neue Doktrin in China.

Die Eliminierung der Regionalsprachen und damit Kultur und Geschichte in den einzelnen Gebieten Chinas ist bedauernswert. China besteht nicht nur aus einer Mandarin-Kultur und Geschichte sondern im Gegenteil, das Land ist geprägt von einer höchst unterschiedliche regionale Kultur Entwicklung über Jahrhunderte hinweg.
Wie es aussieht versucht die neue kommunistische China Doktrin eine Vereinheitlichung auf allen Gebieten.

@Bender Rodriguez um 15.33 Uhr, Warum verteidigen Sie das?

"Nicht bei jeder Aktion muss man immer gleich an Unterdrückung denken." Doch. Wenn die betroffenen Menschen selbst gegen das Aufzwingen einer anderen Sprache protestieren, dann empfinden sie das doch als Unterdrückung oder?

"Die Bevorzugung von Mandarin gegenüber anderen Sprachen führte etwa im vergangenen Jahr zu Protesten in der Inneren Mongolei, als die mongolische Sprache als Unterrichtssprache durch Mandarin ersetzt wurde. "zit TS
So sieht's aus.

An alle Verständnisvollen

An alle Verdtändnisvollen:

Was ist falsch daran, europaweit ausschließlich die Weltsprache Englisch zu sprechen? Ein Europa, ein Sprachraum, sowas schweißt zusammen. So sind in der Vergangenheit große Nationen geschmiedet worden. Der Staat (=Brüssel) könnte die Kräfte des ganzen Kontinents bündeln und Europa zu wahrer Größe reifen lassen...

Das Verwenden von leicht abgewandelten Zitaten der Verständnisvollen könnte noch eine ganze Weile fortgesetzt werden.

Wem oben beschriebenes Szenario eines einheitlichen, englischsprachigen europäischen Sprachraums wirklich gefällt, möge gerne verständnisvoll bleiben...

15:33 von Bender Rodriguez

Eine Sprache ist doch völlig ok.
Die anderen sprachen kann man doch trotzdem weiter pflegen.
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Ja wenn das immer so leicht wäre !
Schauen sie sich die Türkei an,
da leben Kurden in Gebieten, die nur von Kurden besiedelt sind.
Vielleicht!! kommen die sich unterdrückt vor, wenn sie türkisch lernen müssen.
Um bei China zu bleiben warum soll ein Tibeter chinesisch lernen .
Weil die Chinesen sein Land eroberten,
zuerst verliert er seine Nationalstaatlichkeit jetzt noch seine Kultur.
Selbstverständlich ist es erstrebenswert für eine Nation, wenn die Sprache gleich ist.
In Indien ist es englisch statt 7 ... 8 Sprachen und hundert Dialekten
Ebenso auf den Philippinen, Tagalog ist die Hauptsprache
und in jeder Provinz wird ne andere (gar mehrere) Sprachen verwendet

Wie sieht es in der Schweiz aus, gibt es da Zwang oder ist deutsch, franz., italienisch, und räteromanisch nicht gleichberechtigt?

@Bender, 15.33 Uhr - Unterricht in Minderheitensprachen

"Oder wo wird bei uns sorbisch, friesisch, plattdeutsch, bayrisch usw gelehrt?"

In der Lausitz, in Nord- und Ostfriesland, weiteren Gegenden Niedersachsens, in Ober- und Niederbayern. Außerdem Dänisch in Schleswig. Leider kein Letzebuergisch im Raum Bitburg / Trier, denn das kommt verdammt nah an die dortigen Dialekte ran und könnte deren weiteren Bestand sichern und beleben.

sinnvoll

Man spricht nicht umsonst von Sprachbarrieren. Eine gemeinsame Sprache erleichtert erheblich das Miteinander (beruflich wie privat) und fördert ein Zusammengehörigkeitsgefühl.

China hat das Potenzial einer gemeinsamen Sprache erkannt und setzt dies um, ich finde es gut.

Zitat: "Als in Deutschland

Zitat:
"Als in Deutschland noch der Kaiser regierte, fand man kein Polen auf irgendeiner Landkarte. Ein kleiner Teil war deutsch, der Hauptteil aber russisch."

was mal wieder historischer Unsinn ist...
..es mag zwar der Ostteil inkl. Warschau Russisch aka Zarenreich gewesen sein - der deutlich grössere Teil des Terretoriums war aber "deutsch" -> die Königreiche Preussen und Österreich
--
und bitte was hat das jetzt damit zu tun das in der Inneren Mongolei als Hauptsprache an Schulen jetzt "Mandarin" unterrichtet wird??

17:04 von Miauzi

"die sich selbst mit ihren "Leer"-Denker-Demos in Zeiten einer Pandemie ad absurdum führt
und
wo war diese wache Zivilgesellschaft z.B. in Australien als man den "Eingeborenen" die Kinder weg nahm und diese in Heime zwecks Erziehung zu "guten Christenmenschen" stecke"

Erwarten Sie das Paradies auf Erden? Dann sehen sie nicht das Gute, was so nah liegt, und koennen es daher auch nicht leben oder wuerdigen oder gar dafuer kaempfen. Und wenn sie das schlechte nicht ertragen koennen, dann das erst recht nicht.

So ist das Leben. Vielgestaltig und wiederspruechlich.

Das versucht die KPcH auszumerzen. Das ist deren ... Libido, koennte man sagen. Nix Kommunismus, nicht mal Kapitalismus. Pragmatisch darauf bezogen wie Roboter. Wuenschen sie dem also weiterhin Erfolg. Wenn Sie die Erwaehnung einer "Zivilgesellschaft" als verbale Keule sehen, sind Sie ganz auf Linie.

Noch mal zur Klarstellung...

...Ziel der chinesischen Führung ist NICHT, Mandarin als lingua franca zur Überwindung von Sprachbarrieren zusätzlich zur Muttersprache durchzusetzen (ähnlich dem Englischen als Weltverkehrssprache).
Vielmehr geht es darum, dass der größte Teil der Bevölkerung mit Mandarin als EINZIGER Sprache aufwächst. Das ist nichts anderes als eine weitere Kulturrevolution.

16:37 von Bender Rodriguez

Und von Ausländern erwarten wir auch , dass diese Deutsch lernen
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ist das vergleichbar ?
Sorben, Friesen sind doch keine zugewanderten Ausländer
Da wäre es doch zielführender, dass "Gastarbeiter" in der 2ten/3ten Generation,
wenn sie hier leben wollen, deutsch nicht in der Schule erst lernen

16:17 von Esche999

wie macht es dann die Schweiz ?

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