Kommentare - Klimagipfel in Glasgow: Schulze warnt vor zu hohen Erwartungen

Kommentare

@Lyn um 10.52 Uhr

„Ich meine man sollte beschließen, was machbar und realistisch und bezahlbar ist.“

Ich meine, man sollte beschließen, was notwendig ist.

Denn die Frage, was bezahlbar ist, wird mal wieder jeder für sich selbst entscheiden wollen. Naturkatastrophen, die immer extremer daherkommen (siehe Ahrtal), werden sicher wieder nicht in die Rechnung aufgenommen.

@ bolligru, um 11:11

“Wir schalten unsere hochprofitablen Kohlekraftwerke ab um die Welt zu retten...“

Man muss diesen Satz nicht zweimal lesen, um seine vollkommene Unsinnigkeit zu erkennen.

Ein bisschen Technik, und

Ein bisschen Technik, und dann zurück zu Agrarnationen. Ich habe ein Problem mit dieser Dekadenz, durch den Konsumwahnsinn (Dinge sollen ja kaputt gehen, damit die Firmen nicht pleite gehen) und der Arbeitsgesellschaft (Mobilität und PKWS sind auch ein Klimasünder) erst ein Problem zu schaffen, und dann alles mit Windkraft zuzuplastern. Das Energieproblem ist für mich ein Zeichen, das etwas anderes, vorgelagertes nicht funktioniert.

In einer Agrargesellschaft würde auch nicht jeder arbeiten müssen und vieles fällt weg. Man kann eben nicht alles haben, Naturgesetz. Wir sollten uns aussuchen, was wir wichtiger finden: Zeit für uns? Oder die 20 Jahre Rente und ein Leben in der Illusion von Geldwerten.

So dann können die Mitschreiber das mal ablehnen. Ist klar.

Ehrlichere Debatte

Wenn mehr Menschen mitmachen sollen, dann bedarf es vor allem auch einer ehrlicheren Debatte. Derzeit sieht es doch so aus, dass die offensichtliche Klimaerwärmung ausschließlich auf den CO2-Ausstoß geschoben wird und gleichzeitig die deutsche Bevölkerung massiv in moralische und finanzielle Verantwortung genommen wird.

Richtig wäre dagegen die Lasten gleichmäßig zu verteilen und vor allem auch die weiteren Ursachen des Klamawandels klar zu benennen und zu bekämpfen: Da wären an erster Stelle das hohe Bevölkerungswachstum in der Welt, die massive Bodenversiegelung weltweit, die Rodung der Regenwälder für landwirtschaftliche Flächen oder auch die Folgen der Internationalisierung aka Globalisierung.

Zitat: "Was schlußfolgern

Zitat:
"Was schlußfolgern wir? Noch mehr Verzicht, noch höhere Strompreise, Energiepreise, so daß am Ende auch die letzten Reste unsere Produktion nach China abwandert? Will das die Bevölkerung?"

ich schlussfolgere aus Ihrem Beitrag das Sie ziemlich viel hier zusammen rühren
um daraus zu schlussfolgern das "wir" hier nix zu machen brauchen
--
warum baut China neue Kohlekraftwerke?
weil ihre alten auseinander fallen und ersetzt werden müssen!
und neue Kraftwerkstechnik kommt da auch rein - sprich die sind letztlich genau so effizient wie "unsere" hier
--
warum stellen wir hier 25% unseres eigenen Roh-Aluminiums selbst her?
das wird mit ca. 1 Mrd subventioniert - davon ca. 750 Mio für die Stromkosten
ich meine man könnte auch sämtliche Produkte wieder selbst komplett d.h. aus dem Erz als Ausgangsstoff herstellen.
und dann auch die kompletten Umweltkosten wieder selbst hier haben - wie Kokereien für den Stahl.

@Mustafa Schulz-Gülen, 11:27 (re @ rareri)

„Und wenn der Sprit 3 €/Liter kostet, wird gejammert.“

„Gejammert wird immer. Trotzdem wird immer noch unglaublich viel unnötig rumgekutscht. In GB kostet die Packung Zigaretten umgerechnet über 12 Euro. Und? Das Leben geht weiter.“

Offensichtlich. Wenn ich mich recht erinnere, kostete eine Packung Zigaretten in Irland schon 2012 an die 15 Euro (die Kippen waren übrigens hinter der Ladenkasse in einem blickdichten Schrank verstaut und wurden auf Nachfrage herausgegeben). Da ich das vorher nicht wusste, bin ich noch nie so „haushälterisch“ („sparsam“) beim „Verbrauch“ der von zuhause mitgebrachten vorgegangen.

Re : wenigfahrer !

Ja es müssen etliche Dinge passieren, um noch was zu erreichen. Nur leider liegt es nicht nur an den Menschen, sondern zu oft am politischen Willen, der Gier, und zu wenig Einsicht von den wichtigsten Akteuren dieser Welt.
Ja sie haben recht, die E-Autos sind zu teuer, das Lade-Netz fehlt, viele Häuser sind noch nicht isoliert, zu wenige Windräder und Stromleitungen sind gebaut, die digitale Infrastruktur ist in D recht schwach, weil zum einen zu wenig investiert wurde, zum anderen viele Menschen gewisse Dinge nicht einsehen wollen, protestieren und klagen, statt selbst endlich zu kapieren, dass sich alle bewegen müssen.
Und leider gibt es Länder, die den Ernst der Lage völlig verkennen, und deutlich und klar ganz andere Prioritäten setzen, nämlich Wachstum bis zum Erbrechen und Kohle scheffeln bis zum Ersticken daran !

@ Bender Rodriguez, um 11:11

“Der Welt wäre ohne diesen Gipfel Tourismus mehr geholfen. So fahren und fliegen 100tausende Menschen nach Schottland, verbrauchen dabei unnötig Energie und am Ende kommt nichts dabei raus.“

So ganz teile ich das nicht, was Sie da behaupten.

Ok., wenn 100tausende in Urlaub fliegen, kommen die wenigstens erholt und gebräunt wieder, das ist schon was anderes.
“100tausende“, die zum Gipfel reisen... hätte ich jetzt nicht gedacht. Woher haben Sie diese Zahl? Selber geschätzt?

Einfacher geht's natürlich immer.
Da würde ich als nächstliegende Möglichkeit nennen:
Daheim bleiben und nix tun.

Aber Sie denken vielleicht an Videokonferenzen. Die sind aber noch unverbindlicher als das Gespräch von Angesicht zu Angesicht.

Leiden

werden natürlich die, die am wenigsten zu dem Desaster beitragen. Dass sie aus ihren unterentwickelten Ländern flüchten, bekämpfen wir mit Beifall für Mauerbauer. Applaus. Und auf jeden Fall ohne AKW (weil ja die Aufarbeitung so teuer ist).
Kommt eigentlich irgendein Entscheider mal auf die Idee fortschrittliche Industrie irgendwo in Afrika anzusiedeln oder womöglich Sanktionen gegen Syrien aufzuweichen? Da und auch dort könnte man vielleicht tatsächlich mit Solar eine Menge machen. Findet sich vielleicht eine Insel oder eine arme Küste mit viel Wind für viele Windräder und ein Kabel?
Die Malediven gingen trotzdem unter aber vielleicht langsamer und nicht unbedingt perspektivlos.
FDP habe ich wirklich nicht gewählt wegen ihres Schutzes für Reiche und Superreiche, aber ohne moderne Technologie nicht nur hier wird es schlimm.

@weingasi1

"Man muss auch kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass es nach dem Gipfel wieder von den "Gretchens" dieser Welt heissen wird "zu spät, zuwenig Substanz, zuwenig Mitmacher, zuwenig alles ".

Welch Aussage!
Für Sie sind die Klimawissenschaftler also "Gretchens?"
Danke für die Offenheit.

@logig um 11:22

"Das Entscheidende ist, dass wir einsehen, dass es notwendig ist, den ökologischen Fußabdruck schnellst möglich zu senken. Und das, was dazu möglich ist unverzüglich einzuleiten."

Dann sollten Sie und auch andere auf genau solche Weltveranstaltungen verzichten.
Die bisherigen Weltklimakonferenzen haben außer warmer Luft nichts produziert.

Wenn Sie eine Transformation verlangen dann schauen Sie besser Richtung Großaktionäre, ich nennen Ihnen mal ein paar; BlackRock, Vanguard, State Street und Fidelity.

Dort hat man auch schon den "grünen" Kapitalismus ausgerufen, siehe diese Aussage von BlackRock-Chef Fink:
>>Er setze sich zwar „für die Umwelt ein“, aber „als Investor“ sei es „allerdings meine Verantwortung, die Erträge meiner Kunden zu maximieren.“<< (FAZ im Sommer 2021).

D.h. dort im Weltklimatreffen, treffen sich die falschen Leute. Dort sollten keine Staatschefs oder Umweltminister sich treffen sondern Multimillionäre. Die können was ändern.
Geld regiert die Welt!

Re : kommtdaher !

Im Grunde sollten wir alle endlich begreifen, dass jede Person einen kleinen Teil beitragen kann. Weniger Auto fahren, eher mit der Tram, wenn möglich, Einkäufe besser und umsichtiger planen, auf einige Reisen in ferne Länder verzichten, und noch einiges mehr.
Aber es sollten auch die Regierungen allesamt endlich ZUSAMMEN einen Plan fassen und umsetzen, der vieles bewegt, neue Innovationen bringt, neue Wege geht, weniger Gewinne erzielt, denn diese Sucht und Gier nach immer mehr ist einer der Hauptfaktoren für die ganze wirtschaftliche Globalisierung und diese zu oft riesige Verschwendung von so vielen Ressourcen!
Für was müssen die Autos immer schwerer, größer und schneller werden, mit immer mehr Schick Schnack, warum immer größere Schiffe, die noch mehr Waren und Güter hin und her kutschieren, während an vielen Teilen der Erde Menschen leiden, verhungern, durch Konflikte, die völlig bescheuert sind, zu Tode kommen ???? Und s könnte ich weitere Fragen stellen !!

Große Keule kommt noch

Also es ist schon alles sehr amüsant. Alle reden vom Klimawandel - aber keiner will wirklich was ändern. Wir scheitern mit Kleinstigkeiten, wie dem Tempolimit, weil es da so ein groteskes Verständnis von Freiheit gibt.
Da stellt sich die Frage, wie es wohl sein wird, wenn es wirklich wirklich ernst wird.
.
Blöderweise ist es nunmehr nicht eine Frage von Jahrzehnten, da unsere scheidende und beklatschte Regierungsheldin in den letzten 16 Jahren dieses Land einfach in keinem wirklichen Punkt weitergebracht hat, bis wir merken werden, dass die Autoindustrie mit ein paar Elektroautos, die in Asien besser produziert werden, diese Gesellschaft nicht retten werden.
.
Aber wir rasen noch immer umher - was solls. Kostet der Liter auch 1,70 - warum was ändern?
.
Und wehe - irgendwer versucht hier noch regulierend einzugreifen, dass sind dann Verbotsparteien und Spassbremsen.
.
Mal gucken wie es weitergehen wird. Am Ende ... wird gejammert - wegen einer Flut, Ernteausfällen, Flüchtlingen..

@Möbius 11:32

"Ich bezweifle das Deutschland selbst jemals CO2 neutral werden kann."

Das ist ein ganz offensichtlich vorgeschobenes "Argument", weil Sie keine Lust auf die einschneidenden Veränderungen haben.
Eine unumstößliche Tatsache ist, dass Deutschland, genau wie der Rest der Welt, innerhalb der nächsten wenigen Jahrzehnte CO2-neutral werden MUSS.
Es gibt nur eine einzige Alternative: Eine Katastrophe für die Menschheit, mit der verglichen selbst der Zweite Weltkrieg, so katastrophal er war, doch deutlich verliert.

Und nein, das ist kein Panikmodus, keine Angstmacherei, sondern allersimpelste faktengedeckte Realität.

Aus den verschiedensten Gruenden

werden sowohl die Industrielaender wie auch die Schwellenlaender nocht viel machen koennen.

Die Wurzel des Uebels sind eingefahrene Wirtschaftsweisen, die man auf die Schnelle sicher nicht umstellen kann, ohne Verarmung zu erzeugen. Ich erinnere daran, dass man noch vor 40 Jahren Dinge propagiert und gefoerdert hat, die man jetzt ablehnt.

So war die gesamte Globalisierung der Wirtschaft kontraproduktiv . Genutzt hat sie eh nur den Vermoegenden.

Zitat: "Das Optimum liegt

Zitat:
"Das Optimum liegt zwischen 1000 und 1500 ppm. Also:CO2 verdichten, oder abfangen und in Gewächshäuser leiten."

wie stellen Sie sich dass denn vor?
Soll z.B. der Schornstein/Schlott des Fernwärme-Heizkraftwerkes in ein Gewächshaus geleitet werden damit die Pflanzen dort das CO2 heraus-"filtern"?
Echt jetzt?

11:22 von logig

Ich und sicher viele andere, die sich redlich bemühen, fühlen sich durch die unsäglche Polemik der Ministerin, die sie zitieren, verletzt.///

Sie bemühen sich, also redlich. Was verstehen Sie darunter?
Ich bemühe mich auch redlich. Mache trotzdem vieles falsch. Beispiele?
Internet verbraucht CO2. Der Fernseher läuft auch. Da ich der einzige Fußballfan in der Familie bin, läuft ab 13.00 Uhr der 2. Fernseher. Ich könnte noch mehr aufzählen. Alles kleine Beispiele. Aber wie viele Menschen, handeln ebenso? Ich wette, Sie finden bei Ihnen ähnliches. Wollen Sie oder ich, auf diese Kleinigkeiten verzichten?

Re : Möbius !

Wenn D was erreichen will, sollte D auf alle großen Länder und Player massiv einwirken, damit da jeweils erkannt wird, wie wichtig es ist, endlich zu handeln.
Aber selbst sollte D auch endlich die eigenen Ziele tatsächlich verwirklichen, um ein Vielfaches schneller agieren, sämtliche Verfahren massiv beschleunigen, und von Oben den Menschen klar machen, dass dies so sein MUSS. Nur wenn die Menschen erkennen, dass jeder sein Teil dazu beitragen muss und kann, durch deutlich mehr Demuth und einigem Verzicht auf so Manches, kann D ein Vorbild werden, und dann auch an die anderen Forderungen stellen.
Es müssen alle auf ihre Weise etwas Federn lassen, auch all die Verweigerer und Leugner, die ja alle aus bestimmten Ecken stammen !

@weingasi1 11:28

"Wer ist eigentlich mal wieder "wir" im Zusammenhang mit dem Zeitfenster?"

Die gesamte Menschheit.
Mehr Zeit haben wir als Menschheit nicht mehr.
Ist eigentlich inzwischen verhältnismäßig offen kommuniziert worden, dachte ich.

"Oder glauben Sie tatsächlich, dass da Substanzielles (im Sinne der Aktivisten) bei 'rumkommen wird?"

Sie sind einem SEHR großen Irrtum aufgesessen: dass das, was "im Sinne der Aktivisten" ist, nur in deren eigenem Sinne wäre (zumindest klingt es so).
In Wirklichkeit ist aber das, was "im Sinne der Aktivisten" ist, genau das, was die GESAMTE Menschheit benötigt.

Disclaimer: Das ist nicht meine persönliche "Meinung", sondern das ist das übereinstimmende Ergebnis der Forschung zehntausender Wissenschaftler weltweit.

@Wolf1905 11:25

"Was soll auch so eine Äußerung wie „relativ enges Zeitfenster“? Die Erde besteht seit Jahrmillionen (oder noch mehr), und was ist denn bei Ihnen mit „enges Zeitfenster“ gemeint?"

Eines oder zwei Jahrzehnte, wenn ich mich richtig erinnere.
Hängt damit zusammen, wie schnell wir den CO2-Ausstoß senken. Je langsamer wir ihn senken, um so kürzer ist das Zeitfenster.

In Wirklichkeit handelt es sich auch nicht um ein Zeitfenster, sondern eher um ein CO2-Budget, das die Menschheit noch hat. Das ist nicht sehr groß.

@ 11:32 von Möbius

„ Besser wäre es, CO2 Reduktion „biologisch“ durch weltweite Pflanzungen mit schnellwachsenden Pflanzen zu erreichen“

Hilft nur wenig. Die Pflanzen binden das CO2 nur so lange sie leben. Sobald die Pflanzen absterben, umfallen und vor allem verrotten wird das CO2 wieder frei.

Wir müssten damit das machen, was vor Millionen Jahren von alleine passiert ist - die Pflanzen und damit den Kohlenstoff aus dem Kreislauf entfernen.

Unser Problem ist, dass wir Kohlenstoff, der in Millionen Jahren verbuddelt war als Öl, Gas oder Kohle in 150 Jahren wieder freisetzen.

Und was im Kreislauf ist, ist im Kreislauf. Auch ein Baum lebt nicht ewig und wenn er nicht unter der Erde zu Kohle wird, dann wird er zu CO2.

@ Möbius, um 11:32

Die Vorschläge in den beiden letzten Abschnitten Ihres Kommentars scheinen nicht realisierbar.

“Weltweite Pflanzungen mit schnell wachsenden Pflanzen“ - das ist angesichts des zu erwartenden Klimawandels samt seiner Begleiterscheinungen (Dürren, Stürme, Überschwemmungen...) recht aussichtslos.

Und CO2-Begasung von Gewächshäusern betreibt man ja bereits seit Jahrzehnten, wenn auch nur in geringem Ausmaß.

Aber um eine spürbare Reduktion der CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu erreichen, müsste man den nicht mit schnell wachsenden Pflanzen versehenen Flächenanteil der Erde mit Gewächshäusern zupflastern. :-)

Und: Beliebig hoch darf der CO2-Anteil darin ja auch nicht sein, wie Sie ja andeuten.

China: 2050 neutral.

@09:49 von CaptainGreybeard
Wenn ich das richtig verstanden habe, will China bis 2030 noch wachsen, also den Energieverbrauch erhöhen, und dann bis 2050 klimaneutral werden. Wie brachial sie vorgehen, haben sie gezeigt, indem sie in einigen Regionen zeitweise, für Stunden, einfach den Strom abgeschaltet haben.
So richtig wirklich einschneidende Maßnahmen kann ich mir bei uns nicht vorstellen

11:28 von weingasi1 Wann

11:28 von weingasi1

Wann würden Sie denn anfangen zu handeln? Wenn Köln einen Nordseestrand hat?
Oder wenn die ersten Südseeinseln "absaufen"(das wird nicht mehr lange dauern)?

Es ist mir ziemlich egal, was andere denken. Es muss - und zwar weltweit und möglichst zeitnah - gehandelt werden.
Ich hätte gerne, das die Kinder und Kindeskinder meiner Enkeltochter auch noch ein Leben auf dieser Erde haben. Wir haben nämlich "nur die eine"!
Es ist doch so einfach, bei sich selber und im kleinen, anzufangen.
Wir haben hier die Forschungsergebnisse und die Warnungen der Experten - das ist noch nicht überall angekommen. Also muss
jemand voran gehen und den Beweis antreten, das man etwas tun kann.

@weingasi1 11:09

"Ich fürchte, mit diesem "Absolutismus", der von DE teilweise betrieben wird, wird man bei vielen eine Art "Trotzreaktion" hervorrufen."

Ist kein Absolutismus, sondern Realismus.

"Die meisten wollen nämlich NICHT, wie hier oft suggeriert wird, die Vorreiterrolle spielen, sondern lassen den Vortritt lieber den Ländern, bei denen es RICHTIG was bringt."

Leider haben anscheinend auch Sie noch nicht verstanden, dass die gesamte Menschheit CO2-neutral werden muss. Die Länder mit dem größeren Industriesektor und dem größeren Wohlstand haben es da natürlich etwas schwerer und müssen vorangehen. Oh, das trifft beides auf Deutschland zu? Na, dann sollten wir uns endlich hinsetzen und richtig anfangen!

Leider verschließen auch Sie Ihre Augen vor dem, was kommen wird, wenn wir jetzt nicht mit aller Kraft loslegen.
Dabei ist es so klar zu sehen.

@ Mustafa Schulz-Gülen um 11:27 Uhr

"In GB kostet die Packung Zigaretten umgerechnet über 12 Euro. Und? Das Leben geht weiter."

GB hat sich auch den Wahnsinn eines Brexits geleistet, und jetzt kommt das dicke Ende mit hohem Tempo auf sie zu.

Acuh nicht ohne Grund laufen dort die AKW erstmal weiter, wären bei uns die Energiepreise laufen...

GB würde ich also nicht eben als Vorbild nehmen. Die Briten waren immer etwas eigen und nicht immer erfolgreich.....

Alles kann, nichts muss.

Aktuell 9 Mrd. Menschen werden sich darauf einrichten müssen.
Die Herausforderung wächst mit Generation zu Generation.
Wieso sich verrückt machen für Menschen, die man nie kennen lernen wird?

Zur Wahrheit gehört aber auch

dass allein auf Solar - und Windenergie zu setzen, falsche Weg ist. Sonne und Wind stehen neunmal nie bedarfsgerecht zur Verfügung und das Speicherproblem praktisch unlösbar. Vom Fehlen der notwendigen Flächen für diese Anlagen ganz zu schweigen. Spätestens nach dem ersten Black-Out wird man Deutschland wegen seines Sonderweges nicht mehr ernst nehmen. Nicht ohne Grund setzen unsere Nachbarn verstärkt auf Kernenergie und wir sollten das ebenso tun, anstatt diese praktisch CO2 neutrale Energie weiter als Teufelszeug zu betrachten. Die technische Entwicklung ist hier noch nicht am Ende, Stichwort Dual Fluid Reaktor.

@Möbius - CO2 aus der Atmosphäre binden?

11:32 von Möbius:
"Warum schaut man nicht auf den tatsächlichen CO2 Anteil?"
> Bei einer unverfälschten Betrachtungsweise würden die westlichen Nationen als Klimasünder dieses Planeten dastehen. Solange Wachstum und Bequemlichkeit an erster Stelle stehen, wird sich daran auch nichts ändern.

"Besser wäre es, CO2 Reduktion ,biologisch' durch weltweite Pflanzungen mit schnellwachsenden Pflanzen zu erreichen."
> Algen dürften in Sachen Wachstum an erster Stelle stehen. Trotzdem glaube ich nicht, dass der derzeitige CO2-Ausstoß mit Pflanzprogrammen kompensiert werden könnte.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt definitiv im Verzicht auf fossile Brennstoffen. Und vielleicht setzt sich ja auch mal eine klimafreundliche Alternative zu Beton durch...

11:30 von SinnUndVerstand

..sollte man auf die ernstzunehmenden Beiträge hören wie den des Direktors des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, Ottmar Edenhofer: "Wir steuern nicht auf 2,7 Grad zu, sondern auf vier Grad, und damit auf eine nicht mehr zu beherrschende Erderwärmung."

Sagen wir mal so: Ein Normalbürger kann überhaupt nicht beurteilen, ob sich da Klima so verändert, wie es von den "seriösen" Klimaforschern dargestellt wird. Selbst bei den Wissenschaftlern gibt es unterschiedliche Darstellungen, wobei sie immer auf computergesteuerte Klimamodelle zurückgreifen. (Im übrigen verhält es sich bei der Corona-Debatte ähnlich; auch hier gibt es bei den Virologen unterschiedliche Auffassungen im Hinblick auf eine Ansteckung).

Meine Großeltern sagten oftmals, dass die Winter zu ihrer Kinderzeit strenger waren; ich habe mir darüber keine großen Gedanken gemacht; hab's halt einfach angehört. Und die heutige Generation wird mit der Welt ebenso zurecht kommen, so wie er sie nach Geburt vorfindet.

@Es geht nicht um "wünschenswert", 11:37 saschamaus75

"es geht um ÜBERlebensnotwendig!"
zu @@9:42 bolligru

Das kann man nur unterstreichen, und ich bin kein Freund von 'Daueralarmismus'.
Auch so eine Framing-Vokabel der 'Nach mir die Sintflut'-Vertreter

Nur mal so als 'Spielzeug' diesen LInk.
Suchen sie mal in Europa ein Land, das unter +4°C bleibt, wenn es so weitergeht:
- ausser Irland und UK ;-)

https://berkeleyearth.org/policy-insights/

11:37 von saschamaus75

"es geht um ÜBERlebensnotwendig!"
Beruhigen Sie sich erst einmal, bevor Sie sich aufregen!
Wenn Sie dieser Meinung sind, dann sollten Sie einmal einen Brief an den chinesischen Staatschef schreiben. Hier entscheidet sich die Zukunft des CO2 Ausstoßes.
Ich persönlich glaube NICHT, daß der Weltuntergang unmittelbar bevorsteht und die Welt wird auch nicht mit einem "big bang" enden, nein, so hat alles begonnen, vor 13 Milliarden Jahren.
Ich hoffe doch sehr, daß Sie jetzt nicht auch der Meinung sind, Deutschland solle "Vorreiter" sein, ein strahlendes Vorbild. Es wird nichts ändern außer daß die Energiekosten bei uns noch weiter in die Höhe gehen und schon jetzt haben wir den höchsten Strompreis- vermutlich weltweit. Alles hängt von China und den USA ab und die wollen produzieren, um die Welt mit Gütern zu versorgen und Güterproduktion erfordert Energieeinsatz. Da aber der Preis im Konkurenzkampf entscheidet, wird man auf billige Energie nicht verzichten.

Zitat: "Die Lösung kann nur

Zitat:
"Die Lösung kann nur in neuen Verkehrskonzepten bestehen."

wie wäre es mal mit -> ÖPNV
das hat schon vor 100 Jahren funktioniert - da wurden in den Ballungszentren Mio. Menschen von denen zur Arbeit und zurück gebracht
selbst auf dem "flachen" Land gab es Bahnstrecken und Buslinien zu hauf
--
also sind die "neuen" Konzepte letztlich die "alten" -> aus der Zeit vor dem "Massenauflauf" des Automobils
was letztlich eine gesellschaftliche Sackgasse ist
denn eigentlich möchten die meisten Menschen bequem reisen bzw. ihre täglichen Wege erledigen - wenn das ohne Auto geht braucht man die 2 Tonnen Blech und Kunststoff gar nicht selbst zu besitzen
bis auf die wenigen Auto-Narren - für die ein Auto ihr "fetisch" aka Hobby/Zeitvertreib ist
ja warum denn nicht - wenn Autobesitz nicht zum Zwang wird um überhaupt ausreichend mobil zu sein
--
übrigens - ich komme vom "platten" Land
als Kind gab es da noch einen ÖPNV

um 12:01 von Emil67

"Wie soll die aussehen?"

Dazu ist genug gesagt! Man muss nur zuhören und das tun, was man tun kann. Was soll dies resignative "Wenn andere". Wenn nicht die Gutwilligen, wer dann?
Wie wollen sie mit ihrer resignativen Haltung, die Katastriophen stemmen? I

Wer aufgibt, der hat schon verloren.
Fassen sie Mut!

....zu hohe Erwartungen...

Schauen wir doch mal nach Deutschland. Die neue BR möcht Klimaschutz über höhere Preise. Das wiederum nur in Deutschland.
Also wenn man wirklich Klimaschutz möchte, dann geht das nur über den Umbau der Wirtschaft.
Das sind die Gegensätze, woran Klimaschutz scheitern wird. Ich kann doch nicht diejenigen Abzocken, deren Öko Fingerabdruck jetzt schon gering ist und die, deren Öko Fingerabdruck sehr groß ist, so weitermachen lassen.
So rettet man kein Klima.

@Miauzi, 11.47 Uhr - Pro-Kopf-Emissionen und "Einheitsbonus"

"und ich bin es Leid das hier wieder Volksverdummung betrieben wird.
Warum wohl ist bei uns der CO2-Ausstoss gesunken?
...
Also geht das Sinken im wesentlichen auf das Schliessen der Industrie im Osten nach der Vereinigung...
UND auf die massive Umverlagerung der Produktion nach China und Indien
die haben jetzt UNSERE Produkte in ihrer Klimabilanz
-
Und absolute Zahlen sagen immer noch nix über den tatsächlichen Pro-Kopf-Ausstoss aus-> das liegen "wir" Deutschen immer noch ganz weit vorne!"

Es stand und steht jedem Land frei, ein viertel seiner Industrie schlagartig stillzulegen und jahrzehnte lang dafür zu zahlen, so wie es hier gelaufen ist. Diese Emissionsreduzierung ist uns NICHT in den Schoß gefallen. Und dass die Emissionsberechnung nach Land geht, wo emittiert wird, ist allgemeiner Konsens. Da können Sie nicht "Rosinenpickerei" betreiben, nur um sich schlechter fühlen zu dürfen.

Und hier der Pro-Kopf-Ausstoß 2020 nach Ländern:
D: 7,3 t
China: 7,1 t
Russland: 9,9 t
USA: 13,4 t

Am 30. Oktober 2021 um 11:47 von Miauzi

und ich bin es Leid das hier wieder Volksverdummung betrieben wird.
Warum wohl ist bei uns der CO2-Ausstoss gesunken?
Der Flottenverbrauch unserer PKW ist nämlich z.B. NICHT gesunken!
Also geht das Sinken im wesentlichen auf das Schliessen der Industrie im Osten nach der Vereinigung (Treuhand)
___
Seit 2000 ist der co2-Ausstoss der privaten Haushalte um 14% gesunken. Das hat wohl mit der Industrie im Osten garnichts zu tun.
___
UND
auf die massive Umverlagerung der Produktion nach China und Indien
die haben jetzt UNSERE Produkte in ihrer Klimabilanz
__
Vermutlich hat DE sie mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen bzw. ihnen ein Angebot gemacht, was sie nicht ablehnen konnten.
__
Und absolute Zahlen sagen immer noch nix über den tatsächlichen Pro-Kopf-Ausstoss aus -> das liegen "wir" Deutschen immer noch ganz weit vorne!
__
Dennoch ist festzuhalten, dass er in DE weiter sinkt und andernorts weiter steigt und insofern die ganze Chose so nicht wirklich etwas bringt. Auch wenn es Sie ärgert

@ Mustafa Schulz-Gülen. 11:52

"Das finde ich auch. Das Leben hat auch ohne SUV und ohne jährlichen Flug ins Urlaubsparadies einen Sinn. Wir können einzeln untergehen oder gemeinsam überleben."

Na schön. Welche globalen Maßnahmen sollten Ihrer Meinung nach ergriffen werden, um diese Problematik in den Griff zu bekommen. Unter Einbezug aller Mitverantwortlichen Industriestaaten. Ich bin da ganz ehrlich auf einen konstruktiven Lödungsansatz gespannt. Aber bitte kommen Sie jetzt nicht mit dem Argument wir Deutschen müssen vorangehen, dann werden die Anderen schon folgen. Es geht hier wie gesagt um globale Ansätze. Ich bin neugierig.

10:51 von Mustafa Schulz-Gülen @ M. Höffling

Jedenfalls nichts, womit man irgendwie zufrieden sein könnte. Unser Anspruch muss ein anderer sein. Auf!
---------------

haben sie den Beitrag gelesen?
verstanden sicherlich nicht !
Was ist besser,
was gegen den Klimawandel zu tun
und sei es nur mit mäßigem interesse ?
oder so Handeln dass der Klimawandel sich auch noch extrem beschleunigt ?

um 11:28 von weingasi1

Ihre Meinungsäußerung werte ich als einen Versuch das Ganze zu zerreden.
Vieleicht bleiben sie nicht so diffus und äußern klar ein fassbare Meinung, mit der man sich auseinandersetzen kann.

11:49 von logig

"Mir ist unklar, was sie eigendlich erreichen wollen."
Ich versuche lediglich, die Fakten zu sortieren und daraus zu schlußfolgern.
Um es abzukürzen: Falls die Menschheit nicht grundlegend umdenkt und daran glaube ich nicht, entscheidet sich alles in China. Wir werden immer mehr Menschen und die 8 Milliardenmarke wird bald überschritten sein. Auch im hintersten Winkel der Erde wünschen sich die Menschen ein wenig "Luxus", am liebsten ein eigenes Haus mit fließendem Wasser und Strom, dazu einen kleinen PKW oder besser einen großen PKW, selbstverständlich dazu auch alle Annehmlichkeiten des Lebens wie das smartphone- der Traum vom Paradies auf Erden und der ist so alt wie die Menschheit- mindestens aber ein Leben wie in Europa oder den USA. Wenn nun die Deutschen verzichten sollen, dann ändert das gar nichts daran.
Ja, es gibt auch Menschen, die wie die "Altvorderen" leben wollen. Aber das ist die Ausnahme. Ich möchte das nicht, denn ein solches Leben ist mühsam.

@HansSilberblick, 12.16 Uhr - Faktencheck

Danke für den Link. Dort werden im wesentlichen zwei Faktoren betrachtet, um die Gewichtung von China beim Klimawandel zu bewerten:

Der Pro-Kopf-Ausstoß: Deutschland 7,3 t, China 7,1 t im Jahr 2020. Hat sich praktisch angeglichen. Die Zahlen im Artikel dürften ein oder zwei Jahre älter sein.

Die historischen Emissionen: Das ist keine zukunftsweisende Betrachtungsweise. Wenn ich weiß, dass auf dem Nachbargrundstück in den 60ern literweise Altöl in den Boden gesickert ist, ist das kein Grund, dass ich meins heute nach einem Ölwechsel in den Garten kippe.

Wichtig ist stattdessen ein Blick auf die Zukunftspläne: Wenn China schon heute etwa den Pro-Kopf-Ausstoß hat wie wir, und dabei ankündigt, diesen bis 2030 noch weiter steigern zu wollen, während wir uns bemühen, ihn zu senken, ist das ein verheerendes Signal. Man fragt sich dadurch um so eher, "ob der ganze Aufwand lohnt".

Am 30. Oktober 2021 um 11:36 von logig

10:52 von pemiku

"Diesen Vorschlag würde ich mal China, Indien, den USA, Russland usw. unterbreiten."

Immer die andern.
Immer die selbe Leier.
___
Ja, klar. Genauso, wie immer die gleiche Leier von den Hobbyasketen geleiert wird. Ohne die Hauptemittenten bringt's nun mal (fast) nix. Dass dies auch immer wieder "geleiert" wird, ändert nichts daran, dass der Vorhalt richtig ist. Im übrigen habe ich immer so das Gefühl, dass diejenigen, die ständig den Verzicht anmahnen, ohnehin diejenigen sind, die es eh nicht so mit dem Konsum, mit Lifestyle, mit Genuss haben. Ob aus Ideologie oder aus finanziellen Erwägungen.
Da lässt sich natürlich gut anderen den Verzicht aufoktroyieren. Das wird aber nicht funktionieren. Deshalb Wissenschaft fördern, dann wird das schon.

Am 30. Oktober 2021 um 10:55 von Mustafa Schulz-Gülen

Hinter dieser pessimistischen Sicht steckt meiner Überzeugung nach eine tief Verunsicherung. Aber mit dem Kopf im Sand wurden noch keine Probleme gelöst. Wir müssen etwas tun, wir müssen fundamental umdenken und umsteuert. Und es wird auch leider weh tun, wir werden verzichten müssen.
___
Nein, dahinter steckt Realismus. Diese ständigen "worst-case-Unkenrufe" nutzen sich irgendwann ab. Ausserdem frage ich auch hier wieder, für wen genau Sie sprechen ? Bitte nicht für mich und nicht in meinem Namen.
Wenn Sie Masochist sind, bitte. Ich bin es nicht und viele, viele andere auch nicht.
DE besteht eben nicht nur aus FFF-Anhängern.

,,...Die Menschheit im großen

,,...Die Menschheit im großen Ganzen will Wirtschaftswachstum."

Nein, das wollen Sie. Und die anderen Profiteure des Wachstums-Irrtums samt der Sintflutsurfer, die bald im Sand liegen werden.

,,Sollen wir Deutschen die Menschheit belehren, mit erhobenem Zeigefinger und durch Verzicht glänzen? Bescheidenheit bitte!"

Weiter oben sah ich schon mal Ihren Zeigefinger, der auf die Belehrer zeigen will. Oberlehrerhafter geht es eigentlich kaum. Das hier, also die Klimakatastrophe, ist ausnahmsweise leider kein 'Roland Emmerich mit dem azurblauen Tsunami - Film', sondern Realität. Wer soll denn mit der "Kur" beginnen, wenn nicht die Besonnenen, Vernünftigen und Nichtkorrupten unter denen, die nicht so dumm sind, mit dem Hintern zum vergoldeten Astende exakt an der Stelle zu sägen, wo auch noch die Hand liegt. Diese Titanic - Diskussion, wie man den Eisberg noch ideologisch ausschlachten könnte, hätte man selbst in besseren Endzeitfilmen nicht zugespitzter zeigen können.

Am 30. Oktober 2021 um 10:23 von Sparpaket

Ich kenne niemanden, der jetzt die sofortige Weltrettung verlangt.
Und die Einordnung von klimapolitischen Diskursen als Endzeitdebatte ist eine Karikatur der Wirklichkeit.
Und niemand, bitteschön, niemand, hat die Parole ausgegeben, die da lautet : "Ab in dein Zimmer und drin geblieben."
___
Wie der nachfolgende Beitrag eines anderen Foristen zeigt, ist dieser zumindest nicht weit davon entfernt.
__

Ein bischen Klimaschutz reicht nicht!
Ich bin nach wie vor für einen Klima-Lockdown. Flughäfen, Tankstellen, Fabriken, ... nahezu schließen. Dann überlegen wie es weiter geht. Wenn es einen Plan gibt, wie wir ausreichend Klimaschutz durchführen, können wir dem entsprechend loslegen.
__
Derweil sich DE dann selbst abwürgt, fassen sich dann andere ob soviel Defätismus an den Kopf, der sich bei mir soeben schüttelt.

Zitat: "Aber um eine spürbare

Zitat:
"Aber um eine spürbare Reduktion der CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu erreichen, müsste man den nicht mit schnell wachsenden Pflanzen versehenen Flächenanteil der Erde mit Gewächshäusern zupflastern. :-)"

das Gewächshaus haben wir doch schon - nennt sich Planet Erde
und das obere Glasdach ist die Tropopause - das Geiet in dem sich auch die UV-Licht absorbierende Ozon-Schicht befindet
dieses und nur dieses CO2 - ca. 10-3 km hoch - ist für den Treibhauseffekt (neben dem Methan) verantwortlich
und ist das da oben wo man es nicht mit "Technik" oder "Biologie" weg bekommt!
--
was wir heute zurückhalten wird sich erst in 15-20 Jahren dort oeben auswirken
aber solche Zusammenhänge sind entweder für die meisten zu hoch
oder
sie werden bewusst ignoriert damit man weiter sein Leben führen kann wie bisher

@comet 13:47

"Zur Wahrheit gehört aber auch, dass allein auf Solar - und Windenergie zu setzen, falsche Weg ist."

Das macht ja auch niemand. Biomasse und Wasserkraft wird auch benutzt.

"Sonne und Wind stehen neunmal nie bedarfsgerecht zur Verfügung und das Speicherproblem praktisch unlösbar."

Das ist einfach nicht wahr.
Selbstverständlich ist das Speicherproblem lösbar. Man muss es nur wollen und nicht, wie Sie, den Kopf in den Sand stecken.

"Nicht ohne Grund setzen unsere Nachbarn verstärkt auf Kernenergie"

Das ist auch einfach nur falsch.
Leugnung der Realität.

Am 30. Oktober 2021 um 13:08 von DrBeyer

Leider verschließen auch Sie Ihre Augen vor dem, was kommen wird, wenn wir jetzt nicht mit aller Kraft loslegen.
Dabei ist es so klar zu sehen.
___
Ja, so glaubt halt jeder im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein und es am besten zu wissen.
___
Die Länder mit dem größeren Industriesektor haben es da natürlich etwas schwerer und müssen vorangehen. Oh, das trifft beides auf Deutschland zu? Na, dann sollten Na, dann sollten wir uns endlich hinsetzen und richtig anfangen!
__
Genau. Zusammen und zum gleichen Zeitpunkt, wie die, auf welche diese Beschreibung auch zutrifft.
___
Leider verschließen auch Sie Ihre Augen vor dem, was kommen wird, wenn wir jetzt nicht mit aller Kraft loslegen.
Dabei ist es so klar zu sehen.
__
Nun, im Gegensatz zu Ihnen glaube ich eben nicht an das Gruselszenario und viele andere Länder wohl auch nicht, die dann wesentlich gefährdeter wären als DE z.B. AUS. Die sind aber relaxed. Auch hier die Frage : wer ist "WIR" ?

@ ich1961. 13:08

"Es ist mir ziemlich egal, was andere denken. Es muss - und zwar weltweit und möglichst zeitnah - gehandelt werden."

Da bin ich ganz bei Ihnen. Sehen Sie, ich bin Pragmatiker und auch bereit mich einer vernünftigen und sachbezogenen Diskussion zu stellen. Bisher konnte ich hier im Forum immer nur lesen" wir müssen uns sofort einschränken ". Kein Forist konnte bisher ein Konzept darlegen, wie diese globale Problematik unter Einbeziehung aller beteiligten Protagonisten gelöst werden könnte. Ich bin da für jeden konstruktiven Lösungsansatz offen. Nur mit "wir müssen den Anfang machen, dann werden die Anderen schon folgen" wird man der Problematik nicht gerecht. Es geht um die Rettung der Mutter Erde. Globale Probleme müssen global gelöst werden. Ach ja ich weiß, jetzt bin ich ein Ignorant und Verweigerer in den Augen so mancher Foristen. Halte ich aber aus, da ich einfach nur Realist bin.

@Knorlo 14:11

"Die neue BR möcht Klimaschutz über höhere Preise. Das wiederum nur in Deutschland."

Das ist nicht wahr.

"Ich kann doch nicht diejenigen Abzocken, deren Öko Fingerabdruck jetzt schon gering ist und die, deren Öko Fingerabdruck sehr groß ist, so weitermachen lassen."

Nein, das sollte man wirklich nicht tun.
Ich weiß, dass die Grünen das auch nicht machen wollen. Bei den anderen Ampelfarben bin ich mir da nicht so sicher.

@Opa Klaus 14:17

"Es geht hier wie gesagt um globale Ansätze. Ich bin neugierig."

Das ist ganz einfach und lässt sich in einem Satz sagen:

Alle Länder dieser Welt müssen innerhalb von zwei bis drei Jahrzehnten auf Netto-Null kommen.

Ist dieser Ansatz global genug?
Und fragen Sie jetzt bitte nicht, wie das geschehen soll. Dazu wurde oft genug ausgeführt, dass die Technologien alle vorhanden sind und es lediglich am Willen mangelt.

Bei einigen Kommentaren hier

Bei einigen Kommentaren hier fällt mir der alte Spruch ein: "Wer etwas ändern will, sucht Wege. Wer nichts ändern will, sucht Ausreden."

@14:07 von bolligru

>> und die Welt wird auch nicht mit einem
>> "big bang" enden

Richtig, es wird einfach nur Jahr für Jahr immer ein klein bisschen schlimmer werden.
Und in ca. 30-40 Jahren wird die Gesamtsituation so schlecht sein, daß weltweit(!) keine Nahrungsmittelproduktion mehr möglich sein wird. -.-

Frau Schulze

Frau Schulze hat genau die Einstellung zum Klimaschutz, die mich davon abhält, auch nur noch den geringsten Handschlag für den Umweltschutz zu tun!

14:07 von bolligru Was muss

14:07 von bolligru

Was muss denn passieren, damit Sie "an den Weltuntergang" ( das tue ich auch nicht - zumindest nicht so schnell, aber das Zeitfenster zur Rettung wird immer kleiner) glauben?
Seit ca. 40 Jahren werden "wir" von Wissenschaftlern gewarnt und es werden Handlungen angemahnt. Das was bisher passiert ist, reicht bei weitem nicht, um "uns" zu retten!
Und - verdammt nochmal - "wir" sind nicht alleine auf "unserem " Planeten! Es geht nicht um User bolligru, ich61 oder wen auch immer.
Es geht um nicht weniger als das überleben "der Menschheit".

China

Der Pro-Kopf-Ausstoß an Co2 ist immer noch geringer als der von D und weniger als die Hälfte der USA. Und wenn man einrechnet, dass China als verlängerte Werkbank unserer Wirtschaft dient (Konsumenten-Prinzip) dann sehen D und die USA noch älter aus. Googlen hilft. Deutsche Welle Faktencheck, Bundeszentrale für politische Bildung. (etwas älterer Beitrag)

14:11 von Knorlo Haben Sie

14:11 von Knorlo

Haben Sie mal "Ihren ökologischen Fußabdruck" berechnet?
Ich war bei dem Ergebnis negativ überrascht.

@M. Höffling 14:26

"Man fragt sich dadurch um so eher, "ob der ganze Aufwand lohnt"."

Ja, der ganze Aufwand lohnt sich, da jedes Zehntelgrad entscheidend ist.

Und außerdem darf man die Hoffnung nicht aufgeben, dass auch bei Herrn Xi zumindest in dieser Frage irgendwann die Vernunft siegt und die Erkenntnis kommt, dass das, was er da momentan macht, auch China unfassbar viel Geld kostet.

@ weingasi1 11.28

Wem gefallen schon Aussagen wie "spontane Weltrettung", die völlig "dusselig" sind und das von einer Umweltministerin?
"Wer ist eigentlich mal wieder 'wir' im Zusammenhang mit dem Zeitfenster?"
Wer ist eigentlich mal wieder 'man' im Zusammenhangn mit Hellseher? Und es gibt immer wieder Menschen, die von sich behaupten, es käme ihnen nie in den Sinn, über Andere abfällig zu reden. "Gretchens dieser Welt" ist also wertschätzend!
Und überhaupt: Nichtstun, aussitzen und über andere urteilen, die es anders machen, ist wirklich "nett", besonders aber sinnvoll und klug!

Am 30. Oktober 2021 um 13:08 von ich1961

Es ist doch so einfach, bei sich selber und im kleinen, anzufangen.
Wir haben hier die Forschungsergebnisse und die Warnungen der Experten - das ist noch nicht überall angekommen. Also muss
jemand voran gehen und den Beweis antreten, das man etwas tun kann.
____
Eben. Deshalb die Frage : Warum DE ?
Und jetzt bitte nicht wieder auf "unsere Geschichte" abzielen !
Der Verzicht würde für nichts Zählbares geleistet. Und dazu bin ich als Vortänzer eben nicht bereit. Und die Forschungsergebnisse haben eben nicht nur "wir hier", sondern die sind überall einsehbar. Nur scheinen sich die wenigsten derart ins Zeug legen zu wollen und so lange das der Fall ist, reisse ich mir im übertragenen Sinne "kein Bein aus" und kasteie mich sinnlos.

@ bolligru 10.47 und Sisyphos3 12.14

"Sollen wir Deutschen die Menschheit belehren,"
nein, sollen wir nicht, müssen wir nicht. Wie kommen Sie darauf?

"zumindest würde das zu unserem Naturell passen unserem Klischee in der Welt entsprechen"
Kann sein, dass es zu Ihrem Naturell passt, zu meinem nicht.

Ich verstehe nicht, ...

... warum Frau Schulze den Klimawandelleugnern eine solche Steilvorlage gibt. Denn das, was sie da gesagt hat, klingt schon sehr nach "Ist doch alles nicht so schlimm."
Indem sie alle, die sich für eine schnelle Energiewende einsetzen, diffamiert und ihnen "Endzeitdebatten" unterstellt (die erwiesenermaßen auch noch berechtigt sind), stellt sie sich ganz in die Tradition der Energiewendebremser Gabriel und Altmaier.

Außerdem stellt sie sich damit abseits von allen Fakten.

Ich hatte bisher eine bessere Meinung von ihr, aber damit hat sie sich vollkommen disqualifiziert.

Womit ich natürlich nicht gesagt haben will, dass sie nicht recht hat, wenn sie sagt, dass man von solchen Konferenzen keine Spontanheilung erwarten dürfe. Das ist natürlich richtig, aber dass sie außerdem verharmlost, ist einfach nur unverantwortlich.

13:07 von krittkritt

„Wie brachial sie vorgehen, haben sie gezeigt, indem sie in einigen Regionen zeitweise, für Stunden, einfach den Strom abgeschaltet haben.“
Vielleicht sollte das bei uns diesen Winter auch mal gemacht werden. Dann begreift unsere Politik hoffentlich noch wie blödsinnig der Ausstieg aus der sauberen Atomenergie war und nimmt ihn vielleicht noch rechtzeitig zurück. Ansonsten brauchen wir keine brachialen stromabschaltungen, dunkel wird es von ganz alleine, wenn die Kohlekraftwerke vom Netz sind.

@harry_up, dr.bashir: CO2 muss gebunden werden

Am effektivsten sind schnellwachsende aber langlebige Bäume, die das CO2 in Form von Holz binden.

Tatsächlich ist das auf lange Sicht ein Nullsummenspiel: bei der Verrottung geben die Pflanzen das gebundene CO2 wieder frei ...

Die Lösung besteht also darin, das CO2 entweder chemisch zu binden (was allerdings bislang ziemlich teuer ist), oder eben das Holz am Verrotten zu hindern.

Und dann wäre da auch noch die Kernkraft ... :-)

@ Bolligru 14:24

"Auch im hintersten Winkel der Erde wünschen sich die Menschen ein wenig "Luxus", am liebsten ein eigenes Haus mit fließendem Wasser und Strom, dazu einen kleinen PKW oder besser einen großen PKW, selbstverständlich dazu auch alle Annehmlichkeiten des Lebens wie das smartphone- der Traum vom Paradies auf Erden und der ist so alt wie die Menschheit- mindestens aber ein Leben wie in Europa oder den USA."

So ist es. Obwohl sich erfreulicherweise Joe Biden wieder des Klimaschutzes annimt, wird er die Bevölkerung in den USA kaum dazu bewegen können, weniger Auto sondern mehr Fahrrad zu fahren auf Reisen oder Barbecue zu verzichten. Es ist legitim, dass sich jedes Individuum ein einigermassen annehmliches Leben wünscht.

Diese Einschätzung kann man auch Realismus nennen.

Zitat: "Der Pro-Kopf-Ausstoß:

Zitat:
"Der Pro-Kopf-Ausstoß: Deutschland 7,3 t, China 7,1 t im Jahr 2020. Hat sich praktisch angeglichen. Die Zahlen im Artikel dürften ein oder zwei Jahre älter sein."

die Frage stellt sich doch ob dieser Ausstoss durch den Warenverkehr von China nach D-Land bereinigt ist
wenn nicht - dann verzerrt diese Statistik das Bild
denn solange nahezu alle energie-intensiven Produkte bzw. Rohstoff/Halbzeuge in China gefertigt werden - quasi die Werkbank der Welt - können wir uns hier nur schiebar entspannt zurück lehnen
--
wurde na nicht mal vor 2-3 Wochen in der Tagesschau ein Bericht von der Auto-Industrie gebracht der das Alu für ihre Produktion ausgeht -> weil das Magnesium - welches zu 80% in China produziert wird - ausgeht
--
wer mit den Finger auf China zeigt - bei dem zeigen 4 Finger immer noch auf einen selbst
*sarkasmus*

Hofreiter: "Es geht jetzt

Hofreiter: "Es geht jetzt darum, rasch ins Handeln zu kommen und geeignete Maßnahmen für mehr Klimaschutz auf den Weg zu bringen", sagte Hofreiter der "Heilbronner Stimme". Dabei müsse Deutschland eine Vorbildrolle einnehmen."

Warum muss gerade Deutschland eine Vorbildrolle einnehmen?
Reduzierung des CO2-Ausstoßes in Deutschland seit 1990: 40%
Reduzierung in der gesamten EU seit 1990: gut 32%
Reduzierung in den USA seit 1990: knapp 11%
China: Steigerung seit 1990 um 320%

Klein Land, außer D, schließt gleichzeitig Kohle- und Kernkraftwerke. Für Frankreich sind z.B.die 70% Atomstrom ein Ausdruck eines nationalen Selbstverständnisses - man fordert von Brüssel sogar noch finanzielle Unterstützung dafür. Perspektive: Wir werden Strom, auch Kohle- und Atomstrom einkaufen müssen. Unsere Energiepreise gehören ohnehin schon zu den Höchsten der Welt, CO2-Steuer sei dank. Die Musterschüler-Rolle der Deutschen kann auch schnell in eine Trotzreaktion münden, siehe Impfkampagne.

Am 30. Oktober 2021 um 12:38 von harpdart

Welch Aussage!
Für Sie sind die Klimawissenschaftler also "Gretchens?"
Danke für die Offenheit.
___
Ich meinte weniger die Wissenschaftler, auch diese zeigen unterschiedliche Möglichkeiten der Herangehensweise auf, sondern eher die Klimaaktivisten und Verzichteinforderer, die Nichtautofahrer, Konsumkritiker, Veganismusprediger, Seltenduscher, Wachstumsabwürger usw.

Am 30. Oktober 2021 um 11:10 von logig

Ein seltsamer Realismus.
Ihre Aufgabe wäre es, diesem De­fä­tis­mus entgegen zutreten.
Im übrigen trifft dies nicht die berechtigter Weise massive Kritik, die im Forum geäußert wird.
__
Nein, dieses Forum ist nicht der Nabel der Welt und es spiegelt auch nicht im Entferntesten die Meinung der meisten Bürger in DE wider. Bei einer Umfrage, die wahrheitsgemäß beantwortet werden müsste, wären wohl die allerwenigsten zu einem wirklich Verzicht, egal in welcher Form bereit. Bzw. würde ich sofort aufs Autofahren verzichten aber nur, weil ich ohnehin nicht fahre. Ich würde auch auf Erdbeeren im Dezember verzichten, weil ich eine (Ganzjahres-)Allergie habe. Aber sonst ?

@ bolligru 10.47

"Die Menschheit im großen Ganzen will Wirtschaftswachstum."
Menschen wollen zuerst einmal überleben. Viele von ihnen sind verdammt zu sterben durch ein Wirtschaftswachstum, das gnadenlos zuschlägt - nicht daran gemessen, was zum Wohl aller Menschen ist. Wenige profitieren (noch), andere verlieren immer mehr. Diese machen sich auf den Weg um zu überleben und werden dann, von denen, die zu einem großen Teil für ihre Not verantwortlich sind, abgewiesen und geraten dort, wo sie auf Hilfe gehofft haben, erneut in Lebensgefahr gebracht.
Dieses Wirtschaftswachstum tötet, Humanität, Verantwortung, Solidarität bleiben auf der Strecke.

4:54 von Opa Klaus Ein

4:54 von Opa Klaus

Ein Konzept kann ich auch nicht vorlegen. Ich habe auch zu wenig Ahnung von dem ganzen Thema, um das (alleine) zu können. Das betrifft einfach zu viele "Branchen" und Wissensgebiete - da müssen andere ran.

Ich wünsche erstmal einen schönen Samstagnachmittag.

Darstellung: