Klimagipfel in Glasgow: Schulze warnt vor zu hohen Erwartungen

Kommentare

keine spontane Weltrettung

"Diese Endzeitdebatte, wonach die Welt unterginge, wenn wir uns jetzt nicht alle sofort in unser stilles Kämmerlein begeben, uns nicht mehr bewegen und nichts mehr essen - ich übertreibe hier mal absichtlich - führt nicht zum Ziel"- besser kann man es nicht ausdrücken.
Realismus ist auch in dieser Frage angesagt und die saubere Unterscheidung zwischen dem, was wünschenswert und dem was realistisch umsetzbar ist.
Niemand mit einem halbwegs funktionierenden Verstand glaubt heute noch, daß die gesetzen Zielmarken der CO2 Reduzierung erreichbar sind. Das würde Verzicht in den USA und China vorraussetzen, denn diese zwei Staaten sind Hauptverursacher der CO2- Produktion, produzieren mehr als die Hälfte weltweit und beide können ohne Wachstum der eigenen Bevölkerung nicht den gleichen Wohlstand garantieren. Wir Deutschen sollten uns hüten, allzu lauthals, besserwisserisch und altklug aufzutreten. Das ging in der Geschichte nicht immer gut, begründet auch die Unbeliebtheit in manchen Staaten.

Der Kommentar von Frau

Der Kommentar von Frau Schulze ist völlig überflüssig und zielt in die falsche Richtung. Wir haben ein relativ enges Zeitfenster, um eine wirklich effektive und nachhaltige Klimapolitik global umzusetzen. Was soll da diese merkwürdige Bremsung schon vor dem Start des Treffens, dazu noch mit der Übernahme des meist polemisch abwertenden Begriffs "spontane Weltrettung"?
Schlechter Start der Noch-Umweltministerin.

"Klimagipfel in Glasgow: Schulze warnt vor zu hohen Erwartungen"

Das hat die Frau Schulze aber sehr vornehm ausgedrückt.

Ich gehe einen Schritt weiter in Richtung Realität und warne davor, überhaupt irgendwelche Erwartungen an irgendeinen Klimagipfel zu richten.

Bislang waren alle "Klimagipfel" nichts als Messer-und-Gabel-Veranstaltungen mit vielen schönen Sonntagsreden und blumigen Erklärungen. Vereinbart wurde dann schon sehr viel weniger und umgesetzt davon wurde bislang so gut wie nichts.

Es ist einfach grotesk: Von der Einhaltung bereits vereinbarter Ziele sind wir weiter entfernt denn je, aber es werden immer unrealistischere Erwartungen an solche "Klimagipfel" gerichtet, als ob ab einem Stichtag in naher Zukunft die Klimaneutralität für alle kostenlos vom Himmel fiele und sich alle Probleme in Luft auflösten.

Man sollte das Klima zumindest soweit schonen, dass man solche Treffen per Videokonferenz abhält. Ihre Urlaubserinnerungen können die Teilnehmer ja gerne per Instagram und Facebook austauschen statt im persönlichen Smalltalk.

Die Umweltministerin warnt

Die Umweltministerin warnt davor, zuviel zu Erwarten. Toll!
Ich warne davor überhaupt etwas zu erwarten, denn wer nichts erwartet kann auch nicht entäuscht werden.
Russland und China erscheinen garnicht erst, und die beiden Staatschefs haben ja auch klar ihre Ziele genannt.
Dieses gesetzte 1,5C Ziel kann man getroßt in die Tonne stecken. Da können wir in D machen was wir wollen. Das wird nichts, solange nicht alle Staaten mit dabei sind.
Und wenn ich höre das Deutschland eine Vorreiterrolle übernehmen sollte, dann frage ich mich zu welchem Preis?
Und die wichtigere Frage ist doch auch, wer bezahlt den Preis?
Die Politiker werden es nicht sein, da bin ich mir schon Mal sicher.

leere Worte!

"dafür ist die Herausforderung zu komplex"

Die Minsterin hat recht, das Problem ist Komplex. Die Herausforderung aber ist eindeutig. Die "Komplexität" darf nicht zum Alibie werden, für Handlungsunfähigkeit.

"Das ist ein Langstreckenlauf."

Glaubt sie wiklich, dass Zeit für das, was sie Langstreckenlauf nennt, bleibt. In absehbarer Zeit ist der Weg in die Klimakatastophe nicht mehr abzuwenden.
Die Regierenden sollten nicht mehr länger den Kopf in den Sand stecken und bei vielen den Eindruck erwecken, das letztlich ein "Weiterso" realisierbar ist.

"Diese Endzeitdebatte, wonach die Welt unterginge, wenn wir uns jetzt nicht alle sofort in unser stilles Kämmerlein begeben, uns nicht mehr bewegen und nichts mehr essen - ich übertreibe hier mal absichtlich - führt nicht zum Ziel"

Das ist unpassender Zynismus, der am Problem meilenweit vorbeigeht.

Ich hoffe, dass die Einsicht bei der Verantwortlichen größer ist als es den Anschein hat.

Erwartungen an den Klimagipfel

Eigentlich ganz einfach.
Beschließen was notwendig ist.
Konsequente Umsetzung des beschlossenen.

Donna Quijote

Frau Schulze at her best:
Die "spontane Weltrettung zu erwarten" sei "ein Fehler"...
"Endzeitdebatte"...
"Stilles Kämmerlein" oder Weltuntergang....
Ja geht's noch?
Ich kenne niemanden, der jetzt die sofortige Weltrettung verlangt.
Und die Einordnung von klimapolitischen Diskursen als Endzeitdebatte ist eine Karikatur der Wirklichkeit.
Und niemand, bitteschön, niemand, hat die Parole ausgegeben, die da lautet : "Ab in dein Zimmer und drin geblieben."

Frau Schulze teilt kräftig aus gegen DiskursteilnehmerInnen, die es gar nicht gibt.

um 10:00 von SinnUndVerstand

"Der Kommentar von Frau Schulze ist völlig überflüssig "

Da stimme ich ihnen zu. Nur würde ich es schärfer formulieren:
Er war kontraproduktiv - das heißt schädlich.

um 10:00 von SinnUndVerstand

Der Kommentar von Frau
Der Kommentar von Frau Schulze ist völlig überflüssig und zielt in die falsche Richtung. Wir haben ein relativ enges Zeitfenster, um eine wirklich effektive und nachhaltige Klimapolitik global umzusetzen. Was soll da diese merkwürdige Bremsung schon vor dem Start des Treffens, dazu noch mit der Übernahme des meist polemisch abwertenden Begriffs "spontane Weltrettung"?
Schlechter Start der Noch-Umweltministerin.
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Frau Schulze sieht realistisch, was Weltweit möglich ist.

Klima-Lockdown

Ein bischen Klimaschutz reicht nicht!
Ich bin nach wie vor für einen Klima-Lockdown. Flughäfen, Tankstellen, Fabriken, ... nahezu schließen. Dann überlegen wie es weiter geht. Wenn es einen Plan gibt, wie wir ausreichend Klimaschutz durchführen, können wir dem entsprechend loslegen.

Vorbildrolle, Vorreiter... Haben wir schon gemacht!

Deutschland solle eine Vorbildrolle einnehmen... Die EU solle Vorreiter sein...

Dazu ein paar Fakten, Quelle BP Review of World Energy 2021:
Reduzierung des CO2-Ausstoßes in Deutschland seit 1990: 40%
Reduzierung in der gesamten EU seit 1990: gut 32%
Reduzierung in den USA seit 1990: knapp 11%
China: Steigerung seit 1990 um 320%

Innerhalb der EU ist Deutschland zwar mittlerweile nicht mehr Spitzen-Klimaschützer, aber gutes Mittelfeld. Die EU ist weltweit bereits Vorbild und Vorreiter. Die USA ziehen immerhin zaghaft nach. Und China will angekündigterweise seine Emissionen bis 2030 noch weiter steigern. Und das, obwohl dort der pro-Kopf-CO2-Ausstoß bereits so hoch ist, wie in der EU.

Ich bin es Leid, dass wir hier zahlen, zahlen, zahlen sollen, während der größte Verschmutzer weiter steigern will und andere bei weitem nicht da sind, wo wir seit fast zwei Jahrzehnten schon sind. Und ich bin es Leid, dass unsere bisherigen Leistungen weder hier noch weltweit irgendwie anerkannt werden.

@ bolligru

Niemand mit einem halbwegs funktionierenden Verstand glaubt heute noch, daß die gesetzen Zielmarken der CO2 Reduzierung erreichbar sind.

Hinter dieser pessimistischen Sicht steckt meiner Überzeugung nach eine tief Verunsicherung. Aber mit dem Kopf im Sand wurden noch keine Probleme gelöst. Wir müssen etwas tun, wir müssen fundamental umdenken und umsteuert. Und es wird auch leider weh tun, wir werden verzichten müssen.

Frau Schulze

hat hier ganz neue Töne, ist man gar nicht mehr gewohnt solche Aussagen.
" "Diese Endzeitdebatte, wonach die Welt unterginge, wenn wir uns jetzt nicht alle sofort in unser stilles Kämmerlein begeben, uns nicht mehr bewegen und nichts mehr essen - ich übertreibe hier mal absichtlich - führt nicht zum Ziel"

Bei Lanz dieser Tage hatte ich da ein anders Gefühl, wahr aber nicht Frau Schulze.
Sie geht mit relativ realistischen Gedanken heran, denn alles über was jetzt gesprochen wird, muss ja auch gebaut und installiert werden, und das geht nicht von Heute auf Morgen, wie das bei einigen immer klingt.
Entscheidend ist das der Bürger auch die nötigen Mittel haben muss, um die Dinge die Ihn betreffen, auch umstellen kann. Nicht jeder kann ein teures E-Auto kaufen, oder sein Haus komplett dämmen, Windmühlen müssen erst gebaut werden, und Stromleitungen erst gezogen.
Mal sehen wie dann die Ergebnisse aussehen.

Wir sollten kein Wunder

Wir sollten kein Wunder erwarten. Da hat sie Recht. Eher sollten wir noch warten und sehen, was am Ende der Konferenz herauskommt. Inzwischen können wir weiter Autofahren, konsumieren, täglich Duschen und leben wie gewohnt. Die Politik bekommt es ja scheinbar seit Kyoto 1992 nicht hin, dass ich mich ändere in meinem (Konsum)verhalten. Was kann ich (meine Familie bleibt außen vor - will ja kein Zoff) schon zur spontanen Klimarettung beitragen? Ich verfolge lieber seit Jahren die Äußerungen der Konferenzteilnehmer und schüttelte nur den Kopf, dass sie es immer noch nicht hinbekommen haben, dass ich weniger Autofahre. Das wäre dann wirklich ein Wunder mit oder ohne Konferenz.

@ bolligru

Das würde Verzicht in den USA und China vorraussetzen, denn diese zwei Staaten sind Hauptverursacher der CO2- Produktion ...

Es ist doch offenkundiger Quatsch, die CO₂-Produktion pro Land zu rechnen. Dabei würde ja immer rauskommen, dass sich die Menschen in Liechtenstein locker zurücklehnen können. In Wirklichkeit ist jeder Mensch aufgerufen, seinen Beitrag zu leisten.

Frau Schulze

Nein, eine sofortige Weltrettung erwartet keiner.
Aber endlich nicht nur Ankündigungen, sondern tatsächlich Entscheidungen über sofort umzusetzende, wirksame Maßnahmen.

Es nutzt halt nichts, wenn in den letzten Wochen zB Russland und Australien erklären, sie wollen bis 2050 oder 2060 klimaneutral werden. Mal eben kurz vor der Konferenz so tun als ob man etwas tun würde.
Nein, das reicht nicht.
Aber gut, wenn die Umweltministerin schon vorher dermaßen auf die Bremse tritt, dann weiß sie wohl schon, dass bei dem Treffen nichts entscheidendes passieren wird.

10:00 von CaptainGreybeard

Ich gehe einen Schritt weiter in Richtung Realität und warne davor, überhaupt irgendwelche Erwartungen an irgendeinen Klimagipfel zu richten.

Diese Gipfel sind vielmehr eine Farce auf der Weltbühne der hohen Politik. Warum China eigentlich dabei ist, frage ich mich, wo es doch jedes Jahr neue Kohlekraftwerke in den Boden stampft.

10:18 von Naturfreund 064

Konsequente Umsetzung des beschlossenen.

Und wenn der Sprit 3 €/Liter kostet, wird gejammert.

10:00 von SinnUndVerstand

Mit der neuen Regierung erwarte ich auch eine Politik der leisen Töne- in der Sache bestimmt, klar und zielorientiert, beharrlich, aber nicht besserwisserisch. Scholz, Habeck u.a. fallen glücklicherweise nicht durch laute Töne auf.
Bescheidenheit schließt Bestimmtheit in der Sache nicht aus.
Dabei muß Realitätssinn maßgeblich sein. Frau Schulze zeigt diesen Realitätssinn. Sie wird wissen, daß das kleine Deutschland nicht entscheidend ist und auch, daß es auf China und die USA ankommt. Besonders China aber setzt auf starkes Wirtschaftswachstum und auch auf den Ausbau der Kohlekraft, um die dazu notwendige Energie zu gewinnen und China baut sogar in Afrika neue Kohlekraftwerke.
"Wir haben ein relativ enges Zeitfenster, um eine wirklich effektive und nachhaltige Klimapolitik global umzusetzen."- Wer ist "wir"? Die Menschheit im großen Ganzen will Wirtschaftswachstum. Sollen wir Deutschen die Menschheit belehren, mit erhobenem Zeigefinger und durch Verzicht glänzen? Bescheidenheit bitte!

@ Mischa007

Das wird nichts, solange nicht alle Staaten mit dabei sind.
Und wenn ich höre das Deutschland eine Vorreiterrolle übernehmen sollte, dann frage ich mich zu welchem Preis?

Starke Schultern sollen mehr, schwache weniger tragen. Es ist schade, dass man Ihnen hier Nachhilfe in elementarer Solidarität geben muss.

10:00 von SinnUndVerstand

Schlechter Start der Noch-Umweltministerin.

Nee, schlechter Abgang der Noch-Umweltministerin.

Endlich Klimagipfel... aber bitte raus aus Urgroßväter!

Endlich ist die nächste Chance für globale Realität ...Gegenwart... geworden. Auch mein Kopfschütteln über Russland und China bezüglich des Eklats bei der kürzlichen Antarktis- Kommission ist mit enttäuschtem Zorn in meinen Gesichtszügen bekundet. Aber... noch immer besteht eine bodenständige Hoffnung auf Integration der beiden Flegelära- Aufmüpfig- Staaten..: Russland und China. Könnte auch ich mich in deren klimatische Diskussionen mit einbringen...dann würde ich jenen zwei gutgelaunt zu bedenken geben: dass beide Staaten sofort selbst mit engagiert wären wenn es um eine globale Bestandsnot von Wodka ... und Kugelschreiber ginge!! Nun im Gleichnis geht es dennoch auch darum. Ohne nette global gemeinsame Währungsreformen... vergeht Leben auf Basis "Antarktis" ebenso wie auf Basis Bedarf von Wodka und Kulis! Grund: Erdenleben ...global ausgelebt! Die Menschheit erfand Zahlungsmittel in Vielfalt. Nun... muss mehr produziert werden. Mega Jobs stehen an! Mut bitte Leute!!
Frau D. Brauer

@ M. Höffling

Innerhalb der EU ist Deutschland zwar mittlerweile nicht mehr Spitzen-Klimaschützer, aber gutes Mittelfeld.

Jedenfalls nichts, womit man irgendwie zufrieden sein könnte. Unser Anspruch muss ein anderer sein. Auf!

das nenne ich mal Arbeitseifer und Optimismus

Vorm Arbeitsbeginn warne ich schon mal prophylaktisch "vor überhöhten Erwartungen".

"Die sich selbst erfüllende Prophezeiung" nennen Psychologen so etwas.

Ich würde sagen, es genügt wenn man nach der Veranstaltung jammert und nicht schon vorher beginnt.

Die Dame hat vollkommen Recht

Ich meine man sollte beschließen, was machbar und realistisch und bezahlbar ist; Aufwand und Nutzen müssen in einem vernünftigen Verhältnis stehen; und dann schauen, wie man sich auf veränderte Bedingungen einstellt.

In England wird wohl jetzt Wein angebaut... der soll gar nicht schlecht sein, ist nur ein Beispiel.

Davon abgesehen bin ich der Meinung, dass diese Veranstaltung auch per Video Konferenz hätte stattfinden können. Es sind ja doch ein ganzer Schwung Flieger unterwegs, teilweise sehr dünn besetzt, Unterkünfte, Schutz der Teilnehmer, der ganze Aufriss.

Allen anderen wird erzählt man soll sich einschränken, um das mal so zu formulieren, aber das gilt wohl nicht für alle Menschen.

@ um 10:25 von Pessimist001

"Klima-Lockdown
Ein bischen Klimaschutz reicht nicht!
Ich bin nach wie vor für einen Klima-Lockdown. Flughäfen, Tankstellen, Fabriken, ... nahezu schließen. Dann überlegen wie es weiter geht. Wenn es einen Plan gibt, wie wir ausreichend Klimaschutz durchführen, können wir dem entsprechend loslegen."

Diesen Vorschlag würde ich mal China, Indien, den USA, Russland usw. unterbreiten.
Kann mir vorstellen, dass diese Staaten ihn sofort umsetzen würden. :-))))

Was wäre die Alternative?

Man könnte auch das Scheitern der Menschheit erklären und wir bereiten uns auf ein möglichst angenehmes ENDE vor.

Noch haben wir eine Chance. Warum nutzen wir sie nicht?

Ich bin ein wenig

Ich bin ein wenig verwirrt.
Warum "spontane Weltrettung" für Probleme, die wir seit Anfang der 70er Jahre kennen?

Da hat Frau Schulze die falsche Ausdrucksweise gewählt. Der Gedanke dahinter ist mir ja noch klar.

Hat sich die Politik denn mal die Frage gestellt, wie es kommen konnte, dass man von "Klimakatastrophe verhindern" zu "Klimaerwärmung einschränken" kam?
Weil, spontan, nichts getan wurde.
Die Ziele sind doch längst verringert worden und es geschieht immer noch nichts.

Re : hesta15 !

Das ist wohl das Haupt- Problem, die sture Eigensinnigkeit, die große Gier nach immer noch mehr Kohle, sprich Geld, und alles immer und überall.
Sicher es wird wieder viel versprochen, nur nichts davon gehalten, vor allem von den großen Ländern wie USA, China, Russland und CO, wie auch Polen mehr als deutlich zeigt und sagt, wir fördern weiter die Kohle, statt endlich mal um zu denken, und andere Alternativen zu suchen. Immer geht das Wirtschaftliche vor, in allen Bereichen, und viele Menschen leiden darunter, werden ausgebeutet und benutzt. Nur das interessiert die Großen nie wirklich, trotz großer Versprechungen.
Wenn ich lese, dass Bolsonaro die Amazonas- Abholzung bis 2026 komplett einstellen will, kriege ich ne Wut. Wenn er wirklich wollte, würde eine Anweisung genügen, die Armee geschickt, um es durch zu setzen, und jeden Brandstifter ins Gefängnis werfen. So ist es leider in allen Ländern, es fehlt der wirkliche Wille, tatsächlich was Richtiges zu tun !

Am 30. Oktober 2021 um 09:42 von bolligru

"Diese Endzeitdebatte, wonach die Welt unterginge, wenn wir uns jetzt nicht alle sofort in unser stilles Kämmerlein begeben, uns nicht mehr bewegen und nichts mehr essen - ich übertreibe hier mal absichtlich - führt nicht zum Ziel"- besser kann man es nicht ausdrücken.
Realismus ist auch in dieser Frage angesagt und die saubere Unterscheidung zwischen dem, was wünschenswert und dem was realistisch umsetzbar ist.
___
Eigentlich drücken Sie genau das aus, was mir seit Monaten, seit diese Debatten tagtäglicher Begleiter sind, durch den Kopf geht.
Ich fürchte, mit diesem "Absolutismus", der von DE teilweise betrieben wird, wird man bei vielen eine Art "Trotzreaktion" hervorrufen. Vllt sogar vergleichbar mit der Trotzreaktion, die teilweise die Impfdebatte begleitet. Die meisten wollen nämlich NICHT, wie hier oft suggeriert wird, die Vorreiterrolle spielen, sondern lassen den Vortritt lieber den Ländern, bei denen es RICHTIG was bringt. Denen kann man sich dann gerne anschliessen.

um 10:24 von hesta15

"Frau Schulze sieht realistisch, was Weltweit möglich ist."

Ein seltsamer Realismus.
Ihre Aufgabe wäre es, diesem De­fä­tis­mus entgegen zutreten.
Im übrigen trifft dies nicht die berechtigter Weise massive Kritik, die im Forum geäußert wird.

Zukunftsorientierung

Wenn wir denn alle genau wissen oder zu wissen glauben, was da auf die Menschheit zukommt, so erwarte ich einen Plan, wie in der sicher kommenden Lage zu handeln ist oder zumindest eine Vorstellung, wie es dann weitergehen könnte. Da hat Frau Schulze vollkommen Recht, daß es absolut nichts bringen wird, "wenn wir uns jetzt ... alle sofort in unser stilles Kämmerlein begeben, uns nicht mehr bewegen und nichts mehr essen". Insbesondere bringt es so gut wie gar nichts, wenn alle Deutschen jetzt sich massiv einschränken um so "Vorbild" zu sein, "Musterschüler". Der Rest der Welt wird uns bestenfalls belächeln. "Moralweltmeister" ist kein Ehrentitel.
Wir schalten unsere hochprofitablen Kohlekraftwerke ab um die Welt zu retten, sogar unser direkter Nachbar Polen baut neu Kohlekraftwerke und sogar ein neues Kohlebergwerk und bei uns wird der Strom unbezahlbar.

Der Welt wäre ohne diesen

Der Welt wäre ohne diesen Gipfel Tourismus mehr geholfen. So fahren und fliegen 100tausende Menschen nach Schottland, verbrauchen dazu unnötig Energie und am Ende kommt nichts bei raus. Das kann man einfacher haben.
Klimagipfel Rio, Paris.... was ist seitdem passiert?
Nur immer mehr heiße Luft.

Es muss gewollt sein

"Klimakonferenzen funktionieren nicht nach dem Prinzip 'Alles oder Nichts'. Das ist ein Langstreckenlauf, bei dem jede Etappe ihre Bedeutung hat. Glasgow wird nicht Paris 2.0", so die SPD-Politikerin weiter.
#
Es geht nicht um Alles oder Nichts,das ist mir schon klar.Aber es muss Druck gemacht werden damit es schneller geht. Beim Klima ist es bereits 5 vor 12 .

Am 30. Oktober 2021 um 10:25 von Pessimist001

Wenn es einen Plan gibt, wie wir ausreichend Klimaschutz durchführen, können wir dem entsprechend loslegen.
__
Da bin ich ja mal gespannt, wie Sie diesen "Plan" anderen Ländern, vor allem aber deren Staatschefs schmackhaft machen.
Als "Einzelkämpfer" bringt es nämlich nichts, ausser, dass sich andere Volkswirtschaften freuen, dass wir unsere, also eine Konkurrenz, schon mal versenken.

Am 30. Oktober 2021 um 10:37 von kommtdaher

Inzwischen können wir weiter Autofahren, konsumieren, täglich Duschen und leben wie gewohnt.
___
Das letztere sollte bei den meisten eine Selbstverständlich sein. Für das erstere gibt es bei vielen auch keine Alternative.
Ich hab's da eher mit der FDP und setze vor allem auf die Wissenschaft. Dahin sollte ganz gezielt Geld zur Verfügung gestellt werden, denn ohne weitere, wichtige Erkenntnisse aus dieser wird es ohnehin bei einem global gesehen, ziemlich unkoordinierten und sinnlosen Gewurschtel bleiben.

um 10:34 von wenigfahrer

Das
Entscheidende ist, dass wir einsehen, dass es notwendig ist, den ökologischen Fußabdruck schnellst möglich zu senken. Und das, was dazu möglich ist unverzüglich einzuleiten.

Einiges von dem, was sie und anscheined auch z.B. die Grünen für zielführend halten, ist grob kontraproduktiv.

Ich und sicher viele andere, die sich redlich bemühen, fühlen sich durch die unsäglche Polemik der Ministerin, die sie zitieren, verletzt.

@SinnUndVerstand um 10:00

>> Der Kommentar von Frau Schulze ist völlig überflüssig und zielt in die falsche Richtung. Wir haben ein relativ enges Zeitfenster, um eine wirklich effektive und nachhaltige Klimapolitik global umzusetzen…. <<

Die Umweltministerin sieht dies völlig realistisch, und wenn demnächst eine von den Grünen Umweltministerin werden sollte, werden Sie auch solche Äußerungen hören - denn dann ist man nicht mehr Opposition und kann auf die Art „Wünsch Dir was“ fungieren, sondern muss die Realitäten, wie sie global nun mal sind, zur Kenntnis nehmen.

Was soll auch so eine Äußerung wie „relativ enges Zeitfenster“? Die Erde besteht seit Jahrmillionen (oder noch mehr), und was ist denn bei Ihnen mit „enges Zeitfenster“ gemeint?
Es wird auch in der Klimapolitik vorangehen, aber jeder weiß, es wird nicht so schnell gehen wie es sich die Grünen vorstellen (oder wie sie es ihrer Wählerschaft immer vorgaukeln, dass sie es forcieren könnten); bald sind die Grünen in der Realpolitik angelangt!

@ rareri

Und wenn der Sprit 3 €/Liter kostet, wird gejammert.

Gejammert wird immer. Trotzdem wird immer noch unglaublich viel unnötig rumgekutscht. In GB kostet die Packung Zigaretten umgerechnet über 12 Euro. Und? Das Leben geht weiter.

10:46 von rareri

"Warum China eigentlich dabei ist, frage ich mich, wo es doch jedes Jahr neue Kohlekraftwerke in den Boden stampft." In China sind 1300 Kohlekraftwerke im Bau oder in der Planung, während bei uns 45 hochprofitable Kohlekraftwerke stillgelegt werden, um die Welt zu retten.
Die Erkenntnis: "Ohne China geht es nicht!" stimmt zweifellos, denn China und die USA produzieren schon jetzt mehr als die Hälfte des CO2. Da dem so ist könnte man meinen: "Es wird SICHER so kommen!"
Was schlußfolgern wir? Noch mehr Verzicht, noch höhere Strompreise, Energiepreise, so daß am Ende auch die letzten Reste unsere Produktion nach China abwandert? Will das die Bevölkerung?

Am 30. Oktober 2021 um 10:00 von SinnUndVerstand

Der Kommentar von Frau Schulze ist völlig überflüssig und zielt in die falsche Richtung. Wir haben ein relativ enges Zeitfenster, um eine wirklich effektive und nachhaltige Klimapolitik global umzusetzen. Was soll da diese merkwürdige Bremsung schon vor dem Start des Treffens, dazu noch mit der Übernahme des meist polemisch abwertenden Begriffs "spontane Weltrettung"?
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Dass Ihnen solche Aussagen nicht gefallen, liegt auf der Hand. Dennoch sind sie, wie ich finde, recht realistisch. Wer ist eigentlich mal wieder "wir" im Zusammenhang mit dem Zeitfenster ?
Man muss auch kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass es nach dem Gipfel wieder von den "Gretchens" dieser Welt heissen wird "zu spät, zuwenig Substanz, zuwenig Mitmacher, zuwenig alles ".
Oder glauben Sie tatsächlich, dass da Substanzielles (im Sinne der Aktivisten) bei 'rumkommen wird ?

@ 10:48 von rareri

Schlechter Start in die Glasgow-Konferenz und schlechter Abgang aus dem Umweltministerium: so könnte man die Auslassungen von Schulze werten.
Statt auf das "stille-Kämmerlein"-Gefasel, mit dem sie wissentlich oder unwissentlich die Klimaleugnerfraktion imitiert, sollte man auf die ernstzunehmenden Beiträge hören wie den des Direktors des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, Ottmar Edenhofer: "Wir steuern nicht auf 2,7 Grad zu, sondern auf vier Grad, und damit auf eine nicht mehr zu beherrschende Erderwärmung."

Keine "spontane Weltrettung" in Sicht

Man muß schon verdammt naiv sein, zu glauben es tut sich entscheidendes.

Die Industrienationen, die gigantische Mengen CO2 produzieren, sind zu langsam das zu senken.

Dazu kommt dass die weltweit größten Produzenten dieses, statt zu senken, weiter steigern.
China ist für 30 % des Austoßes verantwortlich hat die letzten 30 Jahre seinen Anteil gar vervierfacht.
Ebenso das Bevölkerungswachstum, auch wenn hier einige glauben das ist vernachlässigbar
Im vergleich zu 1980 leben dort jetzt 1.4 Mrd statt 900 Mill
Dazu kommen noch die übliche Vorurteile und die Schwarz/ Weiß Sicht
Pro Kopf erzeugen die Schweiz und Frankreich 5 Tonnen klimarelevante Gase, Tendenz fallend ,
China hingegen 8 Tonnen - Tendenz steigend

Warum schaut man nicht auf den tatsächlichen CO2 Anteil?

Trotz des Industrie Shutdowns im Frühjahr 2020 in China stieg weltweit der CO2 Anteil in der Atmosphäre auf 412,5 ppm (Parts per Million, das sind 0,04 %).

Und 2021 hat sich der Anstieg sogar noch beschleunigt.

Die Bemühungen zur Begrenzung des CO2 Ausstoßes in Deutschland werden vorhersehbar wirkungslos bleiben. Bleibt dann nur die „Vorbildfunktion“.

Was nützt es, wenn in Deutschland nur noch emissionsfreie Autos unterwegs sind, wenn der Stahl dafür in China durch Verbrennung von Koks hergestellt wird ?

Ich bezweifle das Deutschland selbst jemals CO2 neutral werden kann. Außer alle produzieren nur noch immaterielle Güter und für die nur Ökostrom verwendet wird. Möglich ist das. Dann entsteht das CO2 halt woanders und landet dann auch in unserer Luft ..

Besser wäre es, CO2 Reduktion „biologisch“ durch weltweite Pflanzungen mit schnellwachsenden Pflanzen zu erreichen:

Das Optimum liegt zwischen 1000 und 1500 ppm. Also:CO2 verdichten, oder abfangen und in Gewächshäuser leiten.

Zitat: "Wir haben ein relativ

Zitat:
"Wir haben ein relativ enges Zeitfenster, um eine wirklich effektive und nachhaltige Klimapolitik global umzusetzen. "

aus meiner Sicht haben wir das vor 20 Jahren gehabt - aber damals hatte es nur die "grünen Spinner" interessiert
heute?
heute ist der "Zug" längst abgefahren

das Dauer-Mantra des Kapitalismus ist "Wachstum" - er ist in seiner innersten Struktur so gestrickt.
Gebe er das Wachstum auf - selbst wenn es "grünes" Wachstum wäre - würde er sich selbst abschaffen!
Davon ist mal nicht auszugehen.
und ohne Aufgabe des Wachstums keine nachhaltiger Umgang mit dieser Welt oder gar das Erreichen von Klimazielen.

10:52 von pemiku

"Diesen Vorschlag würde ich mal China, Indien, den USA, Russland usw. unterbreiten."

Immer die andern.
Immer die selbe Leier.

@09:42 von bolligru

>> was wünschenswert

Sie haben immer noch nicht verstanden? oO

Es geht nicht um "wünschenswert", es geht um ÜBERlebensnotwendig! -.-

Zitat: "Wir müssen etwas tun,

Zitat:
"Wir müssen etwas tun, wir müssen fundamental umdenken und umsteuert. Und es wird auch leider weh tun, wir werden verzichten müssen."

wer sind wir?
Zählt auch dazu z.B. die Familie Quandt oder die Familie binSaud (die regiert das Land SaudiArabien im Alleingang)
also die kaum 1000 Familien denen faktisch der grösste Teil des Vermögen der Welt gehört?
denn ansonsten versucht aus Sicht der monetären Verhältnisse (und die bilden die wahre Macht ab) der Schwanz mit dem Hund zu wedeln.
*sarkasmus*

Am 30. Oktober 2021 um 10:52 von Lyn

"Ich meine man sollte beschließen, was machbar und realistisch und bezahlbar ist;"

Tempolimit?

"Davon abgesehen bin ich der Meinung, dass diese Veranstaltung auch per Video Konferenz hätte stattfinden können. Es sind ja doch ein ganzer Schwung Flieger unterwegs, teilweise sehr dünn besetzt, Unterkünfte, Schutz der Teilnehmer, der ganze Aufriss.

Allen anderen wird erzählt man soll sich einschränken, um das mal so zu formulieren, aber das gilt wohl nicht für alle Menschen."

Putin und Xi zeigen hier wahre Grösse, man muss nicht immer auf die Fotos!!!

Am 30. Oktober 2021 um 10:47 von rareri

"Und wenn der Sprit 3 €/Liter kostet, wird gejammert."
Wenn das Ganze einzig nur eine Frage der Kosten ist,werden wir eben weiter machen wie bisher,mir allen sich absehbaren Folgen.
Dass der Sprit jetzt 3 € kosten soll wird dort auch nicht beschlossen und habe ich auch nicht geschrieben.
Die Lösung kann nur in neuen Verkehrskonzepten bestehen.

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