Kommentare

Was Springers US-Geschäft mit dem Fall Reichelt zu tun hat

merkwürdige Frage !

weil Amis eben ein besonderes Verhältnis haben,
wenn es um Sex geht, vor allem mit "Abhängigen"

11:53, Sisyphos3

>>Was Springers US-Geschäft mit dem Fall Reichelt zu tun hat
merkwürdige Frage !

weil Amis eben ein besonderes Verhältnis haben,
wenn es um Sex geht, vor allem mit "Abhängigen"<<

Haben Amis das?

Was denn für eins?

Alle Amis?

Oder nur manche?

Was Springers US-Geschäft mit dem Fall Reichelt zu tun hat...

Und das ist ja das Groteske: Damit sich der Springer-Verlag in den USA ausdehnen, expandieren kann, musste er den BILD-Chefredakteur fallen lassen. Also, wenn der Expansionswunsch nicht gewesen wäre, hätte der Mann bleiben können. Nach bundesdeutschen Maßstäben allein hätte er "weiter machen können".

In USA würde ich

In USA würde ich ausschließlich mit einer kleinen GmbH auftreten. Nie mit meiner ganzen Firma. Sobald die Morgenluft wittern, wird abgezockt. Monsanto, Volkswagen, etc.

@Nach bundesdeutschen Maßstäben allein 12:32 Bernd Kevesligeti

" hätte er "weiter machen können".

Das ist schlicht falsch und das wisssen sie.
Nicht tagesschau gestern abend gesehen?

Die Lügen des 'er hat mächtige Feinde' Reichelt,
sind nicht nur US-bekannt.

Trotz der 'Eingriffe' in die Pressefreiheit des 'KonkurrenzVerlegers' Ippen.
Einfach mal Frankfuter Rundschau lesen.

wir verdanken dem investigativen Journalismus ...

der NYT Aufklärung über die Vorgänge bei Bild. In Deutschland wurde eine entsprechende Recherchearbeit unterdrückt. Im deutschen Medienklüngel hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus. Wiederum ein Armutszeugnis für die deutsche Presselandschaft.

@Sisyphos3, 11:53

Welche tiefere Bedeutung hat es, dass Sie das Wort Abhängige in Anführungszeichen setzen? Ich kann mir mehrere Antworten vorstellen, aber ich vermag mich für keine zu entscheiden. Ausschließen würde ich lediglich, dass Sie damit gar nichts besonderes ausdrücken wollten.

Motivanalyse

Wenn ein neuer Wettbewerber in den Markt drängt, haben die Platzhirsche alles Interesse der Welt, ihm das Leben schwer zu machen. Wenn ihm die Eigenheiten der Unternehmenskultur im neuen Umfeld noch nicht vertraut sind, fällt das umso leichter. Und irgend etwas findet sich fast immer. („Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie…“) Die „sexual harassment“-Thematik ist in USA schon lange wesentlich heikler als bei uns, publizistisch wie juristisch. Was auch immer der Auslöser der Affaire war, die Frage nach den Nutznießern lohnt auch hier.

rer Truman Welt

Klingt zunächst irgendwie interessant, ist das ganze aber nicht wirklich!

Wäre eine Berichterstattung vor diesem Hintergrund, über die Besitz- und Eigentumsverhältnisse der Print- sowie Fernsehmedien nicht wesentlich bedeutsamer als das jetzt im diesen Artikel Berichtete?

@Bender Rodriguez um 12:47

>> In USA würde ich ausschließlich mit einer kleinen GmbH auftreten. Nie mit meiner ganzen Firma. Sobald die Morgenluft wittern, wird abgezockt. Monsanto, Volkswagen, etc. <<

Eine GmbH ist eine ganze Firma. Es geht hier nicht um „Morgenluft schnuppern“, sondern um Vergehen von Mitarbeitern einer Firma, die auch in den USA an der Börse gelistet ist und die dem amerikanischen Recht unterliegen.
Manchmal denke ich mir, es wäre besser, wenn in der EU ebenfalls solche strengen Gesetze gelten würden wie in den USA - das wäre dann auf Augenhöhe und man hätte nicht immer das Gefühl, die Amerikaner würden aus Konkurrenzgründen die Strafen für ausländische Firmen teilweise so drakonisch erlassen.

@ Bender Rodriguez

In USA würde ich ausschließlich mit einer kleinen GmbH auftreten. Nie mit meiner ganzen Firma.

Nein, würden Sie nicht. Ihre typisch deutsche Strategie klappt dort nicht. Halbherziges Herausmogeln wird in den USA nicht akzeptiert. Die Regeln dort lassen an Klarheit nichts zu wünschen übrig.

Ganz ehrlich, mir wird übel:

"Das Berliner Medienhaus Axel Springer ist dafür [um PR zur Förderung seines Wachstums zu machen] unter die Filmschaffenden gegangen: Es hat einen gut 30-minütigen Clip ins Netz gestellt. Schauspieler lassen den 1985 verstorbenen Verlagsgründer Axel Cäsar Springer auferstehen. Mit dem ebenfalls verstorbenen "Spiegel"-Gründer Rudolf Augstein verlässt er das Paradies, in dem sie sonst in zwei Strandkörben am Meer sitzen, und schaut, was aus seinem Verlag geworden ist - und aus dieser Welt"

Um zum eigentlichen Thema zu kommen ("Was Springers US-Geschäft mit dem Fall Reichelt zu tun hat"): "[Der] Springer-Konzern (...) [trifft] auf die Kultur der USA. >> (...) dort kann es mitunter für Konzerne und ihre Verantwortlichen teuer werden, wenn sie Machtmissbrauch dulden. Die "New York Times" interessierte sich deshalb besonders für die Kultur bei "Bild".

Man befürchtet bei Springer offenbar, dass dieses Interesse bzw. dessen Folgen sich negativ auf das angestrebte "Wachstum" auswirken könnte.

Das ist eine Welt,...

...die mir doch sehr fremd ist.

Und da ich mich schon immer von der marktschreierischen Aufmachung der BILD Zeitung abgestoßen fühlte, hätte ich bis heute noch das erste Exemplar zu kaufen.

Wenn ich das hier so frei sagen darf.

@ Bernd Kevesligeti

Also, wenn der Expansionswunsch nicht gewesen wäre, hätte der Mann bleiben können. Nach bundesdeutschen Maßstäben allein hätte er "weiter machen können".

Für mich ein klarer Vorteil eines konsequent kapitalistischen Wirtschaftssystems der USA: klare und ehrliche Regeln. Eine sozialistische Wirtschaft (und die vielfältigen Zwischenformen) laufen in dieser Hinsich mehr auf Korruption und Vetternwirtschaft hinaus.

@ Sisyphos3

... weil Amis eben ein besonderes Verhältnis haben, wenn es um Sex geht, vor allem mit "Abhängigen"

Nein, haben sie eigentlich nicht. Das Verhältnis zum Sex ist ganz ähnlich wie in Europa. Siehe z.B. Julian Assange in Schweden.
Die Amerikaner können auch vergeben. Bill Clinton hat man seine Eskapade mit dem Praktikanten Mädchen im Oval Office verziehen. Er hat sich ehrlich entschuldigt und genießt immer noch großen Respekt im Land.

@ 11:53 von Sisyphos3

„ weil Amis eben ein besonderes Verhältnis haben,
wenn es um Sex geht, vor allem mit "Abhängigen"“

Ich verrate Ihnen, dass in diesem Fall gut ist, dass die „Amis“ da empfindlich sind. Ist für jede andere Firma auch empfehlenswert mit Vorgesetzten, die sexuelle Beziehungen mit Untergebenen eingehen, kritisch zu sein. Insbesondere mit solchen, die das zu ihrem Lebensprinzip gemacht haben. Das gibt nämlich auch gerne böses Blut unter den KollegInnen.

@ AufgeklärteWelt

wir verdanken dem investigativen Journalismus ... der NYT Aufklärung über die Vorgänge bei Bild. In Deutschland wurde eine entsprechende Recherchearbeit unterdrückt.

Nein, das ist genau falsch. Die Recherchearbeit wurde in Deutschland geleistet (allerdings nicht vom Springer Verlag). Solche Fakenews, wie Sie sie hier verbreiten wollen, sind sehr ärgerlich.

von artist22 13:04

Das sieht aber sehr danach aus, daß der Erwerb des Politico dafür entscheidend ist, daß der Ikarus gehen musste. Im Artikel heißt es, daß man in den USA darauf gespannt ist, was die Springer AG ist. Und Reichelt, war ja schon vor einiger Zeit mal beurlaubt, konnte aber dann wieder kommen.

@ AufgeklärteWelt

Im deutschen Medienklüngel hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus. Wiederum ein Armutszeugnis für die deutsche Presselandschaft.

Dick aufgetragen und sachlich völlig falsch.

@ purpleblues

Die „sexual harassment“-Thematik ist in USA schon lange wesentlich heikler als bei uns, publizistisch wie juristisch. Was auch immer der Auslöser der Affaire war, die Frage nach den Nutznießern lohnt auch hier.

Nein, Sie wollen hier lediglich ablenken von den wirklichen sexuellen Verfehlungen und dem Machtmissbrauch eines leitenden Redakteurs.

@AufgeklärteWelt

"Am 20. Oktober 2021 um 13:13 von AufgeklärteWelt
wir verdanken dem investigativen Journalismus ...
der NYT Aufklärung über die Vorgänge bei Bild. In Deutschland wurde eine entsprechende Recherchearbeit unterdrückt. Im deutschen Medienklüngel hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus. Wiederum ein Armutszeugnis für die deutsche Presselandschaft."

Offenbar sind Sie sich nicht bewußt, daß Sie sich selbst ad absurdum führen. Was passiert ist, ist folgendes: Ippen investigativ hat über Reichelt recherchiert, Dirk Ippen hat gesagt: Njet, erscheint nicht. Das Reporterteam war sauer, weil sich Ippen nicht an die Trennung von Verlag und Redaktion hielt, machte die Ablehnung öffentlich und darüber berichteten und berichten zahlreiche Medien, auch das Medium, zu dessen Bericht Sie soeben einen Kommentar verfaßt haben. Und daraus schließen Sie was? Die Krähe.

Daß in einem Verlag eine solche Einmischung geschehen ist, veranlasst Sie die gesamte deutsche Medienlandschaft zu verdammen? Absurd.

um 13:13 von AufgeklärteWelt

wir verdanken dem investigativen Journalismus der NYT Aufklärung über die Vorgänge bei Bild. In Deutschland wurde eine entsprechende Recherchearbeit unterdrückt. Im deutschen Medienklüngel hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus. Wiederum ein Armutszeugnis für die deutsche Presselandschaft.

Ihnen ist entgangen, dass der Spiegel Teile der Recherche veröffentlich hat? Und das obwohl das Rechercheteam keine Freigabe vom Ippenverlag hatte. Damit drohen dem Team persönliche Konsequenzen. Ich zitiere sie:“ Im deutschen Medienklüngel hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus.“…

13:13, AufgeklärteWelt

>>wir verdanken dem investigativen Journalismus ...
der NYT Aufklärung über die Vorgänge bei Bild. In Deutschland wurde eine entsprechende Recherchearbeit unterdrückt. Im deutschen Medienklüngel hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus. Wiederum ein Armutszeugnis für die deutsche Presselandschaft.<<

Die Recherchearbeit wurde nicht unterdrückt, wohl aber deren Veröffentlichung. Durch Herrn Ippen. Der damit dem Ansehen der deutschen Privatmedien einen Bärendienst erwiesen hat.

Die New York Times bezieht sich auf die Arbeit des deutschen Rechercheteams.

11:53 von Sisyphos3

weil Amis eben ein besonderes Verhältnis haben,
wenn es um Sex geht, vor allem mit "Abhängigen"

Sex und Geld,
regiert die Welt.

Aber: Allen voran das Geld.

@13:40 von Wolfgang Wodrag

Halbherziges Herausmogeln wird in den USA nicht akzeptiert. Die Regeln dort lassen an Klarheit nichts zu wünschen übrig.

Das sah man schon in dieser Diesel-Affäre.

Nachdem in Deutschland jetzt

Nachdem in Deutschland jetzt der "Linksrutsch" stattfindet, wird die Nachfrage nach Springer-Erzeugnissen natürlich massiv einbrechen. Daher muss sich das Unternehmen nach einem neuen Markt umsehen.

In Amerika haben sie wahrscheinlich die besten Chancen, Kunden für ihre Art des Journalismus zu finden.

13:25 von purpleblues

>>>Was auch immer der Auslöser der Affaire war, die Frage nach den Nutznießern lohnt auch hier.<<<

"Was" - ich würde eher sagen WER - der Auslöser war, ist bekannt. Es waren die Frauen, die bei BILD (was mich nicht überrascht) mit dem Problem Reichelt kein Gehör fanden. Die haben sich wohl an jemanden von ausserhalb gewandt.
Sie meinen, diese Frauen sind am Ende die Nutznießer dieser Affäre?
Ich finde es äußerst bedauerlich (aber nicht verwunderlich), dass bei BILD und sicher auch andernorts Frauen nach dem Gebrauch entsorgt werden.

Gibt es in diesem Fall

Gibt es in diesem Fall eigentlich mittlerweile irgendwelche handfesten Fakten? Man liest irgendwie immer nur, dass er dies und das getan haben soll.

13:25 von purpleblues Sie

13:25 von purpleblues

Sie haben schon mitbekommen, das es in Deutschland auch bekannt geworden ist ? Von einer Investigativ-Recherche der Ippen Gruppe?
Außerdem dieses (aus dem Artikel):

**Springer ließ bereits im Frühjahr Vorwürfe gegen den bisherigen "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt prüfen. Beauftragt wurde eine renommierte große Anwaltskanzlei - Standard in internationalen Konzernen. Reichelt bekam aber eine zweite Chance. **

Es war also durchaus bekannt, das da was schief läuft!

13:59 von Wolfgang Wodrag Das

13:59 von Wolfgang Wodrag

Das haben Sie aber sehr moderat ausgedrückt.
;-)

Ich musste schon einige Male hin und her überlegen, was ich schreibe.

@Wolfgang Wodrag

Man sollte sich von den „Verfehlungen und dem Machtmissbrauch eines leitenden Redakteurs“ nicht davon ablenken lassen, darüber hinaus nach weiteren Motiven zu suchen.

von Wolfgang Wodarg 13:46

Das hat schon was, in dem Zusammenhang den Kapitalismus zu hypen. Was wäre denn wenn der Springer-Verlag nicht auf Expansion dort aus gewesen wäre ?
Seine Absetzung hat eher etwas mit der Befürchtung von Nachteilen für den Verlag zu tun.
Da setzen Sie ja ausgerechnet Julian Reichelt mit "Sozialismus" gleich....

14:23 von fathaland slim

wahrscheinlich hat ippen noch rechtzeitig begriffen, daß viele menschen ihm das als böses revanchefoul angelastet hätten. schliesslich ist er eigentümer des linken blättchen "Frankfurter Rundschau"

Die Zeiten ändern sich...

Früher war Antikommunismus für bestimmte männliche Kreise das Wesentliche.
Heute ist das wesentliche Kriterium, keinen shitstorm zu verursachen.
Die Angst vor dem Klassenfeind ist ersetzt durch die Angst vor dem öffentlichen Ausschluss aus der Gruppe.

@ rareri, um 14:24

re @ 11:53 von Sisyphos3

Geld regiert die Welt.

Haben Sie nicht noch paar solcher Weisheiten aus Omas Sprüchesammlung?

Z. B. “Undank ist der Welt Lohn“, oder “Wer einmal lügt...“
Passt auch immer.

@Karl Maria Jose

"
Am 20. Oktober 2021 um 14:43 von Karl Maria Jose...
14:23 von fathaland slim

wahrscheinlich hat ippen noch rechtzeitig begriffen, daß viele menschen ihm das als böses revanchefoul angelastet hätten. schliesslich ist er eigentümer des linken blättchen "Frankfurter Rundschau"

Ippen ist auch Eigentümer des rechten Blättchens TZ München.

Karl Maria Jose... (Nachtrag)

Am 20. Oktober 2021 um 14:43 von Karl Maria Jose...
14:23 von fathaland slim

wahrscheinlich hat ippen noch rechtzeitig begriffen, daß viele menschen ihm das als böses revanchefoul angelastet hätten. schliesslich ist er eigentümer des linken blättchen "Frankfurter Rundschau"

Achja, der Münchener Merkur gehört auch Ippen. Wenn der für Sie auch links sein sollte, dann weiß man, wo Sie stehen.

14:43, Karl Maria Jose...

>>14:23 von fathaland slim
wahrscheinlich hat ippen noch rechtzeitig begriffen, daß viele menschen ihm das als böses revanchefoul angelastet hätten. schliesslich ist er eigentümer des linken blättchen "Frankfurter Rundschau"<<

Was auch immer Herrn Ippens Motivation gewesen sein mag, sein Tun ist auf jeden Fall ein Affront gegen die Pressefreiheit.

Da kann er noch so viele „linke Blättchen“ verlegen.

Verächtlichmachung der Demokratie durch Döpfner

Bild-Chef Matthias Döpfner über Reichelt:

„Er ist halt wirklich der letzte und einzige Journalist in Deutschland der noch mutig gegen den neuen DDR Obrigkeitsstaat aufbegehrt. Fast alle anderen sind zu Propaganda Assistenten geworden.“

Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Döpfner ist Vorsitzender des BDZV. Bei einem solchen Satz muß sich der BDZV fragen lassen, ob man sich noch länger von einem Mann vertreten läßt, der unsere Demokratie als DDR Obrigkeitsstaat verächtlich macht.

@Das sieht aber sehr danach aus, 14:00 Bernd Kevesligeti

" daß der Erwerb des Politico dafür entscheidend ist,
daß der Ikarus gehen musste."

Nein sieht es nicht, und ist es nicht.
Lesen sie bitte schön die Frankfruter Rundschau zum Thema,
Hatte ich vorhin schon erwähnt.

Der Politico Kauf hatte nur für etwas mehr 'Publicity' dieses 'MeToo' Skandals gesorgt.

Und J.Reichelt als 'Ikarus' zu bezeichen,
halte ich für übliche Verharmlosung von Querfrontlern u.ä.

Reichelt wäre heute noch auf seinem Posten ...

Würde Axel-Springer nicht nach Politico greifen wollen, davon bin ich überzeugt.

Was für eine "Affäre"

Also da gibt es einen leitenden Mitarbeiter eines großen Medienunternehmens, der gerne junge, ihm unterstellte Mitarbeiterinnen anbaggert und mit der Masche auch "Erfolg" hat der einen oder anderen Mitarbeiterin.

Das wird üblicherweise nicht gerne gesehen, kommt aber immer wieder vor und wer es übertreibt bekommt schon mal Ärger.

Herr Reichelt hatte schon mal Ärger, war schon mal wegen Verstoß gegen Compliance-Regeln beurlaubt und hat daraus anscheinend wenig gelernt. So weit, so schmuddelig.

Aber was aus "Sex, Drugs und vermutlich auch Rock´n Roll"-Geschichte wurde, ist schon erstaunlich. Ein Verleger, der nun als Oberzensor seiner Redaktion bekannt ist, die ehrwürdige NYT berichtet darüber, wir werden in die Nähe der DDR gerückt (warum habe ich noch nicht verstanden) usw.

Und das alles, weil ein Silberrücken Praktikanten begrabscht und Koks schnupft? Erstaunlich und filmreif.

@purpleblues

"Am 20. Oktober 2021 um 13:25 von purpleblues
Motivanalyse

Wenn ein neuer Wettbewerber in den Markt drängt, haben die Platzhirsche alles Interesse der Welt, ihm das Leben schwer zu machen. Wenn ihm die Eigenheiten der Unternehmenskultur im neuen Umfeld noch nicht vertraut sind, fällt das umso leichter. Und irgend etwas findet sich fast immer. („Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie…“) Die „sexual harassment“-Thematik ist in USA schon lange wesentlich heikler als bei uns, publizistisch wie juristisch. Was auch immer der Auslöser der Affaire war, die Frage nach den Nutznießern lohnt auch hier."

Des Verschwörungsschwurblers liebste Frage: "Qui bono". Hauptsache, mal nebulös geraunt.

von artist22 15:05

Ja, wenn Sie das nicht sehen wollen ? Die Vorwürfe gegen Julian Reichelt laufen doch schon länger, entlassen wurde er aber nicht. Und wäre er auch nicht, wenn nicht daß Problem in den USA entstanden wäre. Und Ikarus war einer, der beim Höhenflug der Sonne zu Nahe kam und dann abstürzte.
Was das mit Querfront zu tun haben soll ? Reichelt ist strammer Transatlantiker....

15:14 von Möbius

so isses. und döpfner will wohl noch in die USA einreisen wollen, ohne gleich verhaftet und für 100 jahre weggesperrt zu werden

@Anderes1961

Niemand kann sich aussuchen, wer alles die gleichen Fragen stellt.

Weitere Fehltritte Döpfners zu erwarten

Döpfner als neuer Milliadär ist die eigentlich interessante Figur (wer kriegt schon mal eben 1,2 Mrd übermacht?) "Friede (Springer) sei mit ihm" hieß die Devise der Witwe.

Geschenkt. Auch, dass Reichelt wg. Springers US-Businessstrategie geschasst wurde, ist nun längst bekannt.

US-Unternehmenskultur ist nicht erst seit "Me-too" anders. Man erinnere an den gefeuerten rechten FoxNews Boss Roger Ailes. Bei dem ging es bekanntlich um Vergewaltigung und nicht "nur" um Karriere-Sex-"Ablegen"-Next-please.

Döpfner ist unter US-Beobachtung. Er hat sich beim Machtstreben auf dem US-Markt schlechte Presse geholt, als er einen Personaldeal mit Politico und Nochkonkurrent Axios vergeigt hat, der in der Branche aufhören ließ.

Vllt. alles eine Nummer zu groß für den Neumilliadär.

Zu Döpfners fragwürdiger Rolle im dt. Verlagswesen schreibt Branchenkenner Lückerath im Medienportal dwdl:

"https://www.dwdl.de/meinungen/84972/bdzvpraesident_haelt_deutschland_fuer_neuen_autoritaeren_ddrstaat"

Ippens "schlechter Stil"?

Schön, dass man sich (fast) darüber einig ist, dass der Verleger Ippen verwerflich gehandelt hat, als er die Veröffentlichung der Recherchen verhinderte. Aber kaum jemandem scheint bekannt zu sein, dass er damit auch gegen geltendes Recht verstoßen hat, denn die Trennung zwichen Verlag und Redaktion ist m.W. bei uns gesetzlich geregelt.
@Anderes1961, Sie müssten dazu eigentlich näheres wissen, deshalb meine Bitte an Sie, uns hier mal aufzuklären.
(Übrigens, nix für ungut, es heißt "cui bono"). Dativ statt Nominativ.

15:16, dr.bashir

>>Herr Reichelt hatte schon mal Ärger, war schon mal wegen Verstoß gegen Compliance-Regeln beurlaubt und hat daraus anscheinend wenig gelernt. So weit, so schmuddelig.

Aber was aus "Sex, Drugs und vermutlich auch Rock´n Roll"-Geschichte wurde, ist schon erstaunlich. Ein Verleger, der nun als Oberzensor seiner Redaktion bekannt ist, die ehrwürdige NYT berichtet darüber, wir werden in die Nähe der DDR gerückt (warum habe ich noch nicht verstanden) usw.<<

Und genau das ist der eigentliche Skandal. Es ist bezeichnend, daß dies gegenüber der albernen Sexgeschichte komplett ins Hintertreffen gerät.

>>Und das alles, weil ein Silberrücken Praktikanten begrabscht und Koks schnupft? Erstaunlich und filmreif.<<

Das kann man wohl sagen. Hollywoodstoff.

Julian Reichelt's Missbrauchsregiment bei BILD

Reichelt war nicht nur nach Maßstäben der Corporate Governance Regeln der US-Konzerne ein Problem, sondern nach allen Regeln menschlichen Anstands.

Er hat nach den Recherche-Ergebnissen seine Machtstellung bei BILD missbraucht, um ein Regiment zu führen, das weibliche Mitarbeiterinnen zur "sexuellen Verfügungsmasse" degradiert hat. Er war in jedem Fall untragbar.

15:14 von Möbius

"Reichelt wäre heute noch auf seinem Posten ...
würde Axel-Springer nicht nach Politico greifen wollen, davon bin ich überzeugt".

Kleine Ergänzung zu Ihrer korrekten Einschätzung, was R. angeht:

Springers Einstieg bei Politico wurde bereits im August 2021 verkündet.

Springer will aber noch mehr vom US-Markt und dabei verhebt sich Döpfner zurzeit gerade.

Daher die Aufmerksamkeit in den Staaten in Sachen Führungs(un)kultur daheim im deutschen Markt.

Ob Herr Reichelt nicht genau

Ob Herr Reichelt nicht genau die Unternehmenskultur weitergeführt hat, die sowieso schon seit Anbeginn der Blödzeitung dort völlig normal war, kann ich nicht sagen und dazu sollte vielleicht Günter Wallraff befragt werden, der schon vor ca 40 Jahren undercover dort gearbeitet hat, als das Frauenbild von Chefredakteuren noch gar nicht von öffentlichem Interesse war. Aber schon das, was er damals berichtet hat, war schlimm genug.
Völlig ungehindert Hetzpropaganda für die Rechten macht die Blödzeitung seit der 1. Ausgabe und das wird sich nicht dadurch ändern, dass nun ein Chefredakteur rausgeworfen wurde. Sicherlich mit einer guten Abfindung.
Und zur Unterstützung der nächsten Campagne von Donald Trump wird es bei irgendeinem Springerblättchen immer reichen. Ob hier oder da ist völlig egal.

Wem ist er auf den Schlips getreten?

Wer aufmerksam in den letzten Wochen die BILD gelesen hat, hat gemerkt, das sich die Windrichtung in den Kommentaren, insbesondere die des Herrn Reichelt, geändert hat. Er hat sich mit Schwergewichten in Politik und bestimmten Medien angelegt. Und wer Dreck sucht, der findet auch welchen. Ich konnte den Reichelt zwar noch nie leiden, aber auch für ihn gilt die Unschuldsvermutung und konkrete Beweise oder Aussagen Betroffener habe ich noch nicht vernommen.

Krokodilstränen statt Mitgefühl mit den Opfern

Wo bleibt das Mitleid mit den Opfern von Reichelt's subtilen Methoden des "Sex Harvesting". Mit der Frau, die aufgrund des Drucks, unter den sie gestellt wurde, psychologische Hilfe brauchte?

Wenn nur die Berichte der New York Times dazu geführt haben, dass diese dubiosen Praktiken nun zu Konsequenzen führen, dann kann ich mir nur wünschen, dass noch mehr deutsche Unternehmen mit problematischen Führungsstrukturen auf den US-Markt gehen und sich den hier geltenden Governance-Regeln stellen müssen.

@Was das mit Querfront zu tun haben soll ? 15:21 Bernd Keveslige

zu @@mir 15:05

Ich meinte eigentlich Sie, aber das wissen Sie sicher.
Denn ihre weitere Verharmlosung
"Reichelt ist strammer Transatlantiker...."
passt punktgenau da hinein.

Ich hätte da nochmehr Zitate von Ihnen, aber das gehört jetzt nicht zum Thema hierher.

@15:47 von KarlderKühne

"Und wer Dreck sucht, der findet auch welchen. Ich konnte den Reichelt zwar noch nie leiden, aber auch für ihn gilt die Unschuldsvermutung und konkrete Beweise oder Aussagen Betroffener habe ich noch nicht vernommen."

Ja, unser Interesse an schmutzigen Details wurde noch nicht gestillt. Bzgl. der Unschuldsvermutung gehe ich mal davon aus, dass der Springer-Verlag die Regel auch kennt und Reichelt schon einmal beurlaubt hatte und jetzt von seinen Aufgaben entbunden hat. Da haben die wohl mehr Infos als wir, denn sonst verlieren die einen teuren Prozess vor dem Arbeitsgericht.

Ich gehe mal davon aus, dass sowohl der Verlag als auch Herr Reichelt juristisch beraten werden.

@frosthorn

"
Am 20. Oktober 2021 um 15:32 von frosthorn
Ippens "schlechter Stil"?

[...] Aber kaum jemandem scheint bekannt zu sein, dass er damit auch gegen geltendes Recht verstoßen hat, denn die Trennung zwichen Verlag und Redaktion ist m.W. bei uns gesetzlich geregelt.
@Anderes1961, Sie müssten dazu eigentlich näheres wissen, deshalb meine Bitte an Sie, uns hier mal aufzuklären.
(Übrigens, nix für ungut, es heißt "cui bono"). Dativ statt Nominativ."

Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Eine gesetzliche Regelung gibt es bzgl. Werbung. Wie das bei Meinung aussieht, da erwischen Sie mich auf dem falschen Fuß. Ich bin kein Jurist. Aber es wurde immer auch bei Meinung so gehandhabt. Es gab Versuche seitens der Verleger sich einzumischen, das scheiterte aber jedes Mal daran, daß andere darüber berichteten. Unrühmliches Beispiel Walterpeter Twer vom Mittelrhein-Verlag, der das immer wieder versuchte. Ich persönlich habe das nie erlebt.

P.S.: Danke für die Korrektur, bin kein Lateiner. :-)

@frosthorn

"
Am 20. Oktober 2021 um 15:32 von frosthorn
Ippens "schlechter Stil"?

Schön, dass man sich (fast) darüber einig ist, dass der Verleger Ippen verwerflich gehandelt hat, als er die Veröffentlichung der Recherchen verhinderte. Aber kaum jemandem scheint bekannt zu sein, dass er damit auch gegen geltendes Recht verstoßen hat, denn die Trennung zwichen Verlag und Redaktion ist m.W. bei uns gesetzlich geregelt.
@Anderes1961, Sie müssten dazu eigentlich näheres wissen, deshalb meine Bitte an Sie, uns hier mal aufzuklären.
(Übrigens, nix für ungut, es heißt "cui bono"). Dativ statt Nominativ."

So, habe mich auf die Schnelle mal schlau gemacht. Was die innere Pressefreiheit angeht (so nennt man das), gibt es tatsächlich keine gesetzliche Regelung (die gilt nur für Werbung). Es war und ist aber ungeschriebenes Gesetz, daß dies auch für Meinung gilt. Näheres hierzu:

"https://www.grin.com/document/14938"

@ 15:47 von KarlderKühne <|> Kavaliersdelikt ?

"Und wer Dreck sucht, der findet auch welchen. "

Das klingt wie eine Generalamnestie für alle, welche die Regeln professionellen Benehmens und zwischenmenschlichen Umgangs verletzen. Da man bei allen etwas findet, kann man es getrost unter den Teppich der Verschwiegenheit kehren.

Nennt man das in DE noch immer "Kavaliersdelikt" ?
Wo bin ich hier gelandet ?

@Weitere Fehltritte Döpfners zu erwarten 15:30 esgehtauchanders

In der Tat. Ich schrieb hier schon im Vorgängerfaden vergeblich,
dass der eigentliche Skandal nicht mal J.R. ist,
sondern der neue Käufer von Politico.

Der sehr wohl weiss, wer die Ex-Eigner waren.
- Hat fefe dankenswerterweise publiziert

Allein das wäre für einen Amerikaner u.a. interessant,
ob Politico nun wieder in 'fast vergessene Fahrwasser' laufen soll ;-)

@Alexa d‘Auteuil: ein Täter und viele Opfer ?

Machen Sie es sich nicht ein wenig zu einfach ?

In den USA ist das schon so ausgeufert das Männer am Arbeitsplatz schon Angst haben wegen eines Kompliments für ihre Kollegin angezeigt zu werden.

Sie wissen - hoffentlich - das manche Frauen die rigorose Sexualmoral und erzieherische Rechtsprechung in USA dazu genutzt haben um für sich zT exorbitante Entschädigungszahlungen in sechs- bis siebenstelliger Summe von früheren Arbeitgeber wegen angeblich erlittener „seelischer Qualen“ zu erstreiten ?

Zitat: "Und wer Dreck sucht,

Zitat:
"Und wer Dreck sucht, der findet auch welchen."

ja sicherlich - man muss ja auch sehr tief graben und suchen bei BILD
der Dreck liegt dort KILOMETER hoch und ist MEILENWEIT zu riechen
--
Zitat:
"aber auch für ihn gilt die Unschuldsvermutung und konkrete Beweise oder Aussagen Betroffener habe ich noch nicht vernommen."

Sie kommen ein paar Monate zu spät - die eigene interne Kommission hat ihn auf grund der bereits Anfang des Jahres VORLIEGENDEN Beweise schuldig gesprochen und beurlaubt!
--
aber wer es nicht sehen will der sieht es auch nicht
*sarkasmus*

15:47 von KarlderKühne

" Er hat sich mit Schwergewichten in Politik und bestimmten Medien angelegt."

Jetzt stricken Sie aber fleißig mit an einer Opferrolle und dunklen Mächten, die ihm Böses wollten. Reichelt ruft Sie vielleicht noch an und bietet Ihnen eine Story an, wie seinerzeit dem Portier, der sich im gegenüber mal als BLÖD-Fan outete und gleich eingespannt wurde.

Wissen Sie in der Branche wird viel geschwätzt. Ich halte mich zurück aus Selbstrespekt für meinen Beruf :-)

Nur eins ist klar. Kaum jemand in dem Metier war sowas von "Überzeugungstäter" wie J.R.

Er wurde zuletzt zum Anti-Coronapolitik-Besessenen.

Ich halte ihm zu Gute, dass er AfD-Leuten in seinem Blatt nie eine Bühne geboten hat.

Allerdings hat er "wie die AfD" gesprochen.

Warum keine Bühne? Weil er sauer war, dass die AfD der BLÖD den Rang streitig gemacht hat als Organ der Niedertracht. Er wollte bestimmen, wer "Volkes Stimme" ist im Land.

@16:10 von Alexa d'Auteuil

"Da man bei allen etwas findet, kann man es getrost unter den Teppich der Verschwiegenheit kehren."

Es ist ja wohl noch nicht mal klar, was unter den Teppich gekehrt werden soll. Wenn sie diesbezüglich harte Fakten haben (bitte mit Quellen), wäre ich sehr dankbar.

von artist22 15:53

"Reichelt ist strammer Transatlantiker".

Wieso soll das eine Verharmlosung sein ?
Und gerade erst Sebastian Kurz, nun Julian Reichelt. Wird es etwa düster am Horizont der Hallodris und Hetzer ? Wohl kaum. Der neue bei BILD wurde bereits auf den Schild gehoben: Johannes Boie, bislang Chefredakteur von Welt am Sonntag. Noch steht Springers Sonne hoch am Firmament.
Ergänzend dazu ein Literaturhinweis: Günter Wallraff "Der Aufmacher", Kiepenheuer & Witsch. Garantiert nicht Querfront.

Hallo Alexa d'Auteuil,

Genau wie sie, ist für mich sexuelle Belästigung/Nötigung kein "Kavaliersdelikt". Jedoch habe ich bisher diesbezüglich noch keine Anschuldigung einer Betroffenen gegenüber Reichelt vernommen. Sie?
Auch verwundert es mich immer wieder, das oft Jahre später Betroffene sich äußern, warum nicht unmittelbar nach Geschehen? Wenn man oder frau Angst vor Konsequenzen hat, dann muß wohl etwas "Faul" in unserem Rechtssystem sein.

@MargaretaK., 14:28

"Ich finde es äußerst bedauerlich (aber nicht verwunderlich), dass bei BILD und sicher auch andernorts Frauen nach dem Gebrauch entsorgt werden"

Die Artikel im "Spiegel" zum Thema Reichelt legen jedenfalls die Vermutung nahe, dass ein solcher Umgang mit Frauen bei BILD zur Unternehmenskultur gehört. Schon der vom Frühjahr: spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bild-chefredakteur-julian-reichelt-und-die-internen-ermittlungen-voegeln-foerdern-feuern-a-456152ee-eff8-4d8f-9b47-1284b4c36c09

Aber wenn's nur das wäre. Nach meiner Auffassung betreibt die "Bild"-Zeitung gegen Geld Aufwiegelei (auf gut Deutsch gesagt: Hetze) um die Gesellschaft zu spalten und so gleichzeitig die Machtinteressen einer ganz offensichtlich "rechtskonservativen" Klientel zu "bedienen". Und ist daher schon wegen ihrer enormen "Reichweite" ein gefährliches Manipulations- bzw. Machtinstrument in Händen der Feinde einer offenen, demokratischen Gesellschaft, in der Gleichberechtigung und Zusammenhalt oberstes Prinzip sind.

@KarlderKühne Zitat: "Genau

@KarlderKühne
Zitat:
"Genau wie sie, ist für mich sexuelle Belästigung/Nötigung kein "Kavaliersdelikt". Jedoch habe ich bisher diesbezüglich noch keine Anschuldigung einer Betroffenen gegenüber Reichelt vernommen. Sie?
Auch verwundert es mich immer wieder, das oft Jahre später Betroffene sich äußern, warum nicht unmittelbar nach Geschehen? Wenn man oder frau Angst vor Konsequenzen hat, dann muß wohl etwas "Faul" in unserem Rechtssystem sein."

Sie wollen also das die betroffenen Frauen sich Ihnen gegenüber offenbahren - wenn diese das nicht tun dann sind die Anschuldigungen aus Ihrer Sicht substanzlos?
Habe ich das jetzt richtig vernommen - Sie sind hier der oberste Richter von Deutschland??
Hä?
--

Springer Verlag

Die Springermogule und die elitäre Journaille finden in den USA sicherlich ihren Meister mit ihren teils recht suspekten Methoden und Unternehmenskulturauswüchsen. Was da ein deutscher Journalist aufdeckte, ist eine Seite- was dann noch hochkommt und aufgedeckt wird, kann man vermuten und spekulieren. Mir sind Fakten und Beweise mehr wert, denn Springer ist zwar umstritten. Aber hat genauso seine guten Seiten wie seine schwarzen Schafe. Auch ein Günter Wallraff hatte Interesse daran, seinen Stoff im Untergrund inkognito zu sammeln und Cash damit zu machen. Aus reiner Menschenliebe tut der das auch nicht. So ist Vorsicht geboten, bei allem was investigativ daherkommt. Nicht alles, was da so glänzt, ist auch golden- Inhalte und Rückschlüsse sollten sich an Tatsachen und Dokumentationen orientieren. Wallraff und seine Kollegen im Springer Verlag werden wir bestimmt kritisch begleiten müssen. Und sollten nicht ohne Prüfung alles abkaufen und für bare Münze nehmen.

@realitychecker

"m 20. Oktober 2021 um 16:16 von realitychecker
15:47 von KarlderKühne

" Er hat sich mit Schwergewichten in Politik und bestimmten Medien angelegt."

Jetzt stricken Sie aber fleißig mit an einer Opferrolle und dunklen Mächten, die ihm Böses wollten. Reichelt ruft Sie vielleicht noch an und bietet Ihnen eine Story an, wie seinerzeit dem Portier, der sich im gegenüber mal als BLÖD-Fan outete und gleich eingespannt wurde."

Der User strickt nur den Pullover weiter, der bereits seit Montag von Querschwurblern und Rechten gestrickt wird. Die arbeiten bereits fleißig am Bild von J.R. als Märtyrer und Held. Boris Reitschuster hat Herrn Reichelt am Montag bereits ein Stellenangebot unterbreitet. Und auf Pi-News findet man auch einen ziemlich geschmacklosen Artikel, der am Heldenepos Reichelts strickt, ebenso wie viele andere "alternative" Medien.

Der eigentliche Skandal ist aber für mich die Äußerung von Matthias Döpfner, die ich hier bereits gepostet habe.

15:53, artist22

>>@Was das mit Querfront zu tun haben soll ? 15:21 Bernd Keveslige
zu @@mir 15:05

Ich meinte eigentlich Sie, aber das wissen Sie sicher.
Denn ihre weitere Verharmlosung
"Reichelt ist strammer Transatlantiker...."
passt punktgenau da hinein.

Ich hätte da nochmehr Zitate von Ihnen, aber das gehört jetzt nicht zum Thema hierher.<<

Verharmlosung?

Es ist einfach nur Schlagwortgeklingel.

16:14, Möbius

>>Sie wissen - hoffentlich - das manche Frauen die rigorose Sexualmoral und erzieherische Rechtsprechung in USA dazu genutzt haben um für sich zT exorbitante Entschädigungszahlungen in sechs- bis siebenstelliger Summe von früheren Arbeitgeber wegen angeblich erlittener „seelischer Qualen“ zu erstreiten ?<<

Es haben sich in den USA auch schon McDonalds-Kunden Schadenersatz erstritten, weil der Kaffee zu heiß war und sie sich verbrühten.

@Nettie

"Aber wenn's nur das wäre. Nach meiner Auffassung betreibt die "Bild"-Zeitung gegen Geld Aufwiegelei (auf gut Deutsch gesagt: Hetze) um die Gesellschaft zu spalten und so gleichzeitig die Machtinteressen einer ganz offensichtlich "rechtskonservativen" Klientel zu "bedienen". Und ist daher schon wegen ihrer enormen "Reichweite" ein gefährliches Manipulations- bzw. Machtinstrument in Händen der Feinde einer offenen, demokratischen Gesellschaft, in der Gleichberechtigung und Zusammenhalt oberstes Prinzip sind."

Das ist kein Alleinstellungsmerkmal der Bild, sondern fast alle Springer-Medien tun das. So zum Beispiel auch die Welt, die den Journalisten Rainer Meyer, über den Ulf Pochardt immer wieder seine schützende Hand hält, hinter einer Bezahlschranke als "Don Alfonso" mit spalterischer Hetze Brände legen läßt, um dann den Brand, den man selbst gelegt hat, auf der frei zugänglichen Seite wieder selbst zu löschen. So erweitert man seine potentielle Leserschaft in alle Richtungen.

Gibt es Strafanzeigen der Betroffenen?

Meines Wissens nicht.

Ich sage jetzt nicht: die Frauen seien selber schuld.

Ich darf aber eine der Betroffenen zitieren, die meinte das die Damenwelt sich auf diese Art der „Kultur“ eingestellt habe.

Daraus schließe ich, dass es den Betroffenen Frauen deren Nähe Herr Reichelt begehrte durchaus freigestanden hätte „Nein“ zu sagen - zum Sex UND zur Beförderung!

Alles andere sind unternehmerische Entscheidungen im Zusammenhang mit dem geplanten USA Geschäft.

16:24, Bernd Kevesligeti

>>von artist22 15:53
"Reichelt ist strammer Transatlantiker".

Wieso soll das eine Verharmlosung sein ?
Und gerade erst Sebastian Kurz, nun Julian Reichelt. Wird es etwa düster am Horizont der Hallodris und Hetzer ? Wohl kaum. Der neue bei BILD wurde bereits auf den Schild gehoben: Johannes Boie, bislang Chefredakteur von Welt am Sonntag. Noch steht Springers Sonne hoch am Firmament.
Ergänzend dazu ein Literaturhinweis: Günter Wallraff "Der Aufmacher", Kiepenheuer & Witsch. Garantiert nicht Querfront.<<

Das ist alles richtig.

Trotzdem ist der Querfrontverdacht bei Ihnen begründet. Bezweifelten Sie doch im Flüchtlingsthread kurz vor Schließung, so daß ich nicht mehr antworten konnte, daß Lukaschenko die Flüchtlinge an die polnische Grenze karren würde und unterstellten, die begäben sich freiwillig dort hin. Für einen Linken, als den Sie sich ja sehen, schon höchst merkwürdig.

15:50 von Alexa d'Auteuil

Wo bleibt das Mitleid mit den Opfern von Reichelt's subtilen Methoden des "Sex Harvesting". Mit der Frau, die aufgrund des Drucks, unter den sie gestellt wurde, psychologische Hilfe brauchte?

Genau sowas ist zu erwarten gewesen. Das hatte ich vorhin schon in einem Beitrag zu erwähnen versucht, der kam aber nicht durch.
Jedenfalls kann man hier so ganz empört und mitfühlend mal auf die Bremse treten: Es gab keine Opfer, es gab nichts strafrechtlich relevantes. Es ist bezeichnend für die heutige Zeit, aus allem und jedem einen Skandal zu machen und Leute vorzuverurteilen, weil man mal irgendwas von irgendwem gehört hat.
Auch so Leuten wie Springer-Angestellten sollte man zumindest so fair gegenüber sein, ihnen keine Verbrechen unterzujubeln.
In dieser Sache geht es um Kohle, wie immer. Und um Springer in den USA. Nichts weiter.

Kein Whatsboutism:

Nicht lange her, da musste ein renommiertes Fachjournal „Nature Communications“ auf öffentlichen Druck hin eine Veröffentlichung zurückweisen.

Sie war nicht falsch, unethisch etc.

Das Problem war: die Autoren belegten das junge Frauen in der Wissenschaft statistisch gehäuft durch in der Hierarchie höher stehende männliche Professoren protegiert werden. Eine Binsenweisheit, aber sauber recherchiert.

Das Ergebnis war ein ungeheurer shitstorm, weil die Schlussfolgerungen der Arbeit den feministischen Idealvorstellungen unserer Epoche widersprechen. Enttäuschenderweise ist der Verlag eingeknickt...

16:55, SirTaki

>>Auch ein Günter Wallraff hatte Interesse daran, seinen Stoff im Untergrund inkognito zu sammeln und Cash damit zu machen. Aus reiner Menschenliebe tut der das auch nicht.<<

Günter Wallraff tat das, um Geld zu machen?

Eine lächerlichere Behauptung habe ich selten gehört. Sie haben sich ganz offensichtlich überhaupt nicht mit ihm beschäftigt.

16:58, Anderes1961

>>Der eigentliche Skandal ist aber für mich die Äußerung von Matthias Döpfner, die ich hier bereits gepostet habe.<<

So ist es.

Eine absolut unglaubliche, völlig unverzeihliche Äußerung für den Chef eines der größten Medienkonzerne Deutschlands.

16:58 von Anderes1961

Der eigentliche Skandal ist aber für mich die Äußerung von Matthias Döpfner, die ich hier bereits gepostet habe.

Für mich ist der eigentliche Skandal hier diese Art `Lynchmob´. Das einzige, was in der Geschichte ansatzweise skandalös ist, ist Ippen und dessen Ansage an sein Investigativ-Team. Und selbst das ist kein Skandal, sondern nur ungewöhnlich und nicht Usus.
Dass die Rechten natürlich auf der Seite der Bild sind, dürfte niemanden wundern. Und die Einstellung der Mitarbeiter zu manchen Dingen dort eigentlich auch nicht. Und wer dort anfängt, weiß oder sollte wissen, worauf er sich einlässt.
Dass es gegen Springer geht, ist grundsätzlich sehr zu begrüßen. Es kommt aber doch auch hier auf die Art und Weise an. Da gäbe es inhaltlich mehr als genug, ohne dass man Kinkerlitzchen zu Skandalen aufbauscht.

16:58 von Anderes1961 @realitychecker

"Der eigentliche Skandal ist aber für mich die Äußerung von Matthias Döpfner, die ich hier bereits gepostet habe."

Da habe ich bestimmt einen Ihrer vielen guten Beiträge in diesem Forum übersehen.

Ich vermute Sie beziehen sich auf Döpfners abenteuerlichen Satz R. wäre sowas wie "the last man standing gegen DDR 2.0 im Lande"

War bezeichnend für das politische Urteilsvermögen des Herren & hatte fast (Foren-) "Boten"-Charakter.

Vielleicht sollten wir mal bei Döpfner anfragen wieviele Mauertote Helmut Schmidt/Kohl/Schröder/Merkel auf dem Gewissen haben und ob er die tagesschau auch als "aktuelle Kamera" ansieht.

Die Eloge auf R. war unterirdisch. Der BDZV sollte sich nach einem neuen Vorsitzenden umsehen.

Zum Glück siecht BILD Live (im TV) vor sich hin. Erste Zahlen waren katastrophal trotz Wahlgetöse mit erneutem SMS-Vorlesen im Studio direkt geleakt aus internen CDU-Runden.

Wenn da die Werbebuchungen ausbleiben, geht das Reichelt/Strunz-Baby bald baden.

"Markt-Cancel-Culture"

Am 20. Oktober 2021 um 13:22 von frosthorn

@Sisyphos3, 11:53

Welche tiefere Bedeutung hat es, dass Sie das Wort Abhängige in Anführungszeichen setzen? Ich kann mir mehrere Antworten vorstellen, aber ich vermag mich für keine zu entscheiden. Ausschließen würde ich lediglich, dass Sie damit gar nichts besonderes ausdrücken wollten.
___
Nun, z.B. Mitarbeiter bzw. abhängig Beschäftigte, Minderjährige, Schutzbefohlene.
Solche Menschen würden mir vorschweben und ich denke, das gilt auch für Foristen @ Sisyphos.

Am 20. Oktober 2021 um 13:40

Am 20. Oktober 2021 um 13:40 von Wolfgang Wodrag
@ Bender Rodriguez
In USA würde ich ausschließlich mit einer kleinen GmbH auftreten. Nie mit meiner ganzen Firma.

Nein, würden Sie nicht. Ihre typisch deutsche Strategie klappt dort nicht. Halbherziges Herausmogeln wird in den USA nicht akzeptiert. Die Regeln dort lassen an Klarheit nichts zu wünschen übrig."

Ach so. Deshalb haben sie VW Exekution, ihre big for aber nicht angefasst.

Und gegen roundup erst, nachdem Bayer es gekauft hat.
.
Sehr klar.
.
Deshalb nur den Importeur schicken.

Bild Zeitung?

Peinlich und überflüssig...
Und doch von vielen Bundesbürgern heiss geliebt...eine Art Symbiose?
Ganz gewiss...

@Möbius

"
Am 20. Oktober 2021 um 17:13 von Möbius
Gibt es Strafanzeigen der Betroffenen?

Meines Wissens nicht.

Ich sage jetzt nicht: die Frauen seien selber schuld.

Ich darf aber eine der Betroffenen zitieren, die meinte das die Damenwelt sich auf diese Art der „Kultur“ eingestellt habe.

Daraus schließe ich, dass es den Betroffenen Frauen deren Nähe Herr Reichelt begehrte durchaus freigestanden hätte „Nein“ zu sagen - zum Sex UND zur Beförderung!

Alles andere sind unternehmerische Entscheidungen im Zusammenhang mit dem geplanten USA Geschäft."

Doch, Sie sagen genau das: die Frauen sind selber schuld, ungewollt oder gewollt lasse ich mal offen.

Kommt Ihnen nicht die Idee, daß "sich einstellen" und gut heißen zweierlei Dinge sind? "Einstellen" kann man sich auch in der Hinsicht, daß man weiß, was einen erwartet und sich dementsprechend wehrt.

Daß Menschen, die sexuell belästigt werden, sich oft sehr spät zu Wort melden, z. B. aus Scham, die Idee kommt Ihnen wohl auch nicht?

@ 17:13 von Möbius

„ Gibt es Strafanzeigen der Betroffenen?“

Nein, weil es hier auch nicht um sexuelle Belästigung, Nötigung oder Vergewaltigung geht. Überall, wo ich bisher gelesen habe, ist von „einvernehmlichem Sex“ die Rede. Deswegen ist Ihr implizierter Vorwurf gegen die Frauen hier sinnlos.

Es gibt in großen Firmen Compliance-Richtlinien gegen die hier offensichtlich mehrfach verstoßen wurde.

17:30, Silverfuxx

>>Das einzige, was in der Geschichte ansatzweise skandalös ist, ist Ippen und dessen Ansage an sein Investigativ-Team. Und selbst das ist kein Skandal, sondern nur ungewöhnlich und nicht Usus.<<

Ungewöhnlich also.

Nun gut.

Aber daß Döpfner die Bundesrepublik als Neuauflage der DDR bezeichnet, ist für Sie in Ordnung?

@artist22 & @fathaland slim

Ihr beide wisst, dass ich die Querfront für ein Phantom halte. Ich bin in meinem ganzen Leben noch keinem einzigen Querfrontler begegnet i.d.S., dass jemand linken und rechten Theorien gleichermaßen anhängt oder sogar zwischen den beiden Enden des - ebenfalls nicht existierenden - Hufeisens baumelt. Natürlich habe ich dennoch jede Menge Opportunisten kennengelernt sowie politisch desorientierte, die sich für links halten, ohne zu wissen, wovon sie reden.
Zu letzteren zähle ich den Foristen, dem Ihr beide geantwortet habt. Aber eine politische Bewegung, die mehrere solche Menschen zusammenfasst, sehe ich nirgendwo.

@Silverfuxx

"
Am 20. Oktober 2021 um 17:30 von Silverfuxx
16:58 von Anderes1961

Der eigentliche Skandal ist aber für mich die Äußerung von Matthias Döpfner, die ich hier bereits gepostet habe.

Für mich ist der eigentliche Skandal hier diese Art `Lynchmob´. Das einzige, was in der Geschichte ansatzweise skandalös ist, ist Ippen und dessen Ansage an sein Investigativ-Team. Und selbst das ist kein Skandal, sondern nur ungewöhnlich und nicht Usus."

Ich halte Ihnen zugute, daß Sie sich anscheinend nicht der Tragweite bewußt sind, die Döpfners Äußerung als Springer-Chef und als BDZV-Vorsitzender hat. Ein Vorsitzender einer nicht unbedeutenden Interessenvertretung demontiert unsere Demokratie mit einem unsäglichen DDR-Vergleich. Finden Sie das etwa nicht skandalös?

@Gregory Bodendorfer

"Am 20. Oktober 2021 um 17:45 von Gregory Bodendorfer
Bild Zeitung?

Peinlich und überflüssig...
Und doch von vielen Bundesbürgern heiss geliebt...eine Art Symbiose?
Ganz gewiss..."

Naja, viele ist relativ. Immerhin mögen round about 78 Millionen Bundesbürger dieses Blatt nicht und viele davon würden es nicht mal zum Fischeinwickeln nehmen, so wie ich.

16:34 von KarlderKühne

>>>Auch verwundert es ..., das oft Jahre später Betroffene sich äußern, warum nicht unmittelbar nach Geschehen? Wenn man oder frau Angst vor Konsequenzen hat, dan ....<<<

Wer sagt denn, dass Betroffene sich "oft erst Jahre später" melden?
Hier scheinen es etliche Frauen gewesen zu sein, die sich gemeldet haben. Dass sie das nicht öffentlich gemacht haben kann ich verstehen. Herr R. war nach 14 Tagen wieder an seinem Arbeitsplatz. Das bedeutet für mich, dass den Frauen erneut nicht geglaubt wurde. Herr R. hat so die Gelegenheit bekommen, weiter übergriffig zu sein. Ich bin überzeugt, dass sein Vorgesetzter (Döpfner) genau Bescheid wusste. Allerdings war das Geschäft wichtiger, Frauen sind austauschbar. Wenn nicht freiwillig, dann wurde es mit Druck und Geld versucht.
Was die Konsequenzen betrifft: Vergewaltigung kommt meist nicht zur Anzeige, aus Scham und weil die Frauen davon ausgehen, dass der Vorfall nicht geglaubt wird. Womit sie häufig leider recht haben.

Ab weingasi 1

Da haben Sie glaub ich den user frosthorn falsch verstanden. Er weiß bestimmt auch, wer die Abhängigen sind. Aber er fragte, warum sisiphus das Wort in Anführungszeichen gesetzt hat. Wundert mich nämlich auch. Meint er denn dass diese Mitarbeiter gar nicht von Herr Reichelt abhängig sind. So kommt mir das vor.

Döpfners „Entgleisung“ mit DDR Vergleich

Da muss man ja vorsichtig sein, das ist vermintes Gelände, denn bei „DDR“ (übrigens war ausgerechnet die BILD jahrzehntelang das einzige bundesdeutsche Medium das die DDR als „Gänsefüsschenland“ tituliert hat ...) denken viele gleich an Bautzen und Schiessbefehl, sozusagen „vermintes Gelände“ im engeren Wortsinn.

Es gab eine Vorstellung von Journalismus in der DDR die davon ausging man müsse einen „Klassenstandpunkt“ vertreten. Ich hatte hier schon einmal bei der Debatte um Jan-Josef Liefers die Originalzitate des für Medien zuständigen SED Gremiums versucht vergeblich zu posten...

Auch Liefers wurde übrigens der DDR Vergleich als „Entgleisung“ unterstellt.

Döpfner, Reichelt und mindestens einige Journalisten der Welt meinen offenbar, das sich viele Journalisten heutzutage einem Standpunkt annähern, der einem absoluten Wahrheitsanspruch gleichkomme - was im Widerspruch zu einer pluralistischen Meinungsvielfalt stünde. Nicht mehr und nicht weniger.

15:21 von Bernd Kevesligeti

«Reichelt ist strammer Transatlantiker....»

"Transatlantiker" ist der Kampfbegriff Heiße Luft der Ideologen für alle solche Menschen, die die USA nicht für alles in der Welt in den Sack stecken wollen, um den Sack dann mit dem Knüppel zu verprügeln.

"Strammer Transatlantiker" ist der gleiche Begrif der Verpeilten in der Steigerungsform.

Mr. Reichelt ist eine schreckliche Type von Pseudo-Journalist.

Haben Sie nicht mehr auf der Pfanne, als den Herrn mit Parolen vom Strammen Max und Transatlantiker zu verpflastern, ist das fürchterlich oberflächlich und langweilig.

16:51 von Nettie

>>>Nach meiner Auffassung betreibt die "Bild"-Zeitung gegen Geld Aufwiegelei (auf gut Deutsch gesagt: Hetze) um die Gesellschaft zu spalten und so gleichzeitig die Machtinteressen einer ganz offensichtlich "rechtskonservativen" Klientel zu "bedienen". <<<

Über die Schlagzeile bin ich bei diesem Schmierenblatt noch nicht hinausgekommen. Die hat mir völlig gereicht. Sie haben mit Ihrer Auffassung meiner Meinung nach völlig Recht
Interessant finde ich, dass sich die Bild-Zeitung nun über etwas beklagt, womit sie selbst anderen gegenüber nie ein Problem hatte - Rufmord, Lügen, Unterstellungen, Geschichten raus hauen um jeden Preis. Wieso beansprucht und erwartet diese "Boulevard"Zeitung für sich Fairness?

Doepfner

Ich wusste gar nicht, dass Herr Doepfner Vorsitzender des Verlegerverbands ist. Ausgerechnet der Springer-Chef? Hätte ich nicht gedacht.
Und klar: diese Aussage von ihm kann so nicht hingenommen werden. Zumindest die Verleger sollten ihn abwählen.

von fathaland slim 17:18

Mit dem Schlagwort Querfront, da haben Sie es ja schon lange. Dabei ging es bei dem von Ihnen erwähnten Beitrag um Reisefreiheit und um Sperranlagen. Die von welchen Ländern errichtet wurden ?

@dr.bashir 17:54: aber warum dann öffentlich ?

Ja, richtig. Speziell in den USA gilt: bei „Ausnutzung“ des Abhängigkeitsverhältnis droht dem Angestellten die Kündigung. Stimmt.

In Deutschland gehen die Unternehmen nicht so rigoros gegen leitende Angestellte vor. Der Höhepunkt war ein Allianz Manager der in der Kantine auf einen Schokokuss in der Vitrine deutete zur farbigen (also POC) Bedienung sagte er hätte gerne einen „Negerkuss“. Ergebnis: fristlose Kündigung !

Aber: diese Fälle werden meist diskret gelöst. Warum also in diesem Fall dieser öffentliche Aufriss ?

18:09, frosthorn

>>@artist22 & @fathaland slim
Ihr beide wisst, dass ich die Querfront für ein Phantom halte. Ich bin in meinem ganzen Leben noch keinem einzigen Querfrontler begegnet i.d.S., dass jemand linken und rechten Theorien gleichermaßen anhängt<<

Wer sich als links bezeichnet, aber Putins, Lukaschenkos und Assads Partei ergreift, ist ein Querfrontler.

Dann gibt es noch die Querfrontler von rechts, den so genannten Flügel.

Beide Fraktionen gehen im Kreml ein und aus.

Mit Alexander Dugin sollten Sie sich auch mal ein wenig beschäftigen.

@Anderes1961 17:54: es mag Ihnen fremd vorkommen ...

... aber es gibt einen Haufen Beschäftigte in Deutschland, die nicht gutheißen was ihre Firma tut, aber sie kündigen nicht und sie nehmen das Geld... zB Angestellte im Rüstungssektor.

Es mag Ihnen evtl zuwider sein, aber sexuelle Beziehungen am Arbeitsplatz sind in Deutschland sehr häufig. Ich habe jetzt keine Statistiken parat, aber ein erheblicher Teil der Paare haben sich „im Job“ kennengelernt.

Es ist mir auch aus all den Presseberichten nicht klar geworden inwiefern Reichelt seine Macht „missbraucht“ haben soll indem er berufliches und privates nicht trennte. Der Verlag selbst sagt ja, dass das eigentliche Problem gewesen sei das Reichelt die „Unwahrheit“ gesagt hätte, was ich etwas albern finde.

Privilegien checken

Das ist ein Spruch, den ich öfter mal gehört habe und nach einiger verwirrter Suche fand ich dieses Männerprivileg überall in unserer Gesellschaft. Wir nehmen es nur nicht wirklich wahr. Wir, weil es in der öffentlichen Kommunikation gar nicht vorkommt. Die Betroffenen merken es schon, aber vergessen es auch im Normalzustand unserer Gesellschaft wieder wenn sie sich angepasst haben.
An diesem Punkt fällt selbst einvernehmlicher Sex unter dem MeToo Hashtag. Selbst wenn sich die Frau anbiedern wollte um nach oben zu kommen, so ist es doch ganz allein die Schuld von Herrn Reichelt, denn er hat die Macht in diesem Verhältnis. Wenn er sie dann wirklich auf Grund der Nähe befördert haben sollte, so ist das Machtmissbrauch und benachteiligt andere Personen im Unternehmen. Ob er nun selbst diese Macht missbraucht hat oder seine Macht hat missbrauchen lassen ist da völlig egal.

In den USA sind viele sensibilisiert, aber hierzulande hängen wir da noch hinterher.

@Nettie - 16:51

"Nach meiner Auffassung betreibt die "Bild"-Zeitung gegen Geld Aufwiegelei (auf gut Deutsch gesagt: Hetze) um die Gesellschaft zu spalten und so gleichzeitig die Machtinteressen einer ganz offensichtlich "rechtskonservativen" Klientel zu "bedienen". Und ist daher schon wegen ihrer enormen "Reichweite" ein gefährliches Manipulations- bzw. Machtinstrument in Händen der Feinde einer offenen, demokratischen Gesellschaft, in der Gleichberechtigung und Zusammenhalt oberstes Prinzip sind."

Höchst bedenklich ist für mich, dass diese fatale Medienkultur "Desinformation als Geschäftsmodell" sich nicht nur auf die Printmedien bezieht sondern in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, etc. "Erfolge" feiert.

Die Ladung von Mark Zuckerberg vor den US-Kongress kam nicht von ungefähr, wenn die unmöglichsten Fakes auf diesen Plattformen nur deshalb interessant sind, weil damit genügend Clicks und Werbe-Einnahmen erzielt werden.

Lukrative Irreführung im Gewand von Meinungsfreiheit.

18:09 von frosthorn @artist22 & @fathaland slim

Hinsichtlich der "QF"-Thematik geht es meiner Ansicht nach nicht um ein "nach außen sich bekennen" ... etwa zu "zwei Lagern".

Querfront beinhaltet meist autoritaär-grundierte Narrative, die letztlich Rechtsaußenideologien befördern. Der plump-bornierte Antiamerikanismus ist stets das beste Beispiel.

Der ist faktisch jedoch anti-aufklärerisch, er hasst die liberale Moderne, die maßgeblich in den USA geprägt wurde und die liberale Demokratie beinhaltet

Ich vermute stets, dass viele, die sich als irgendwie "links" begreifen aber derartige Reflexe in Forenbeiträgen abliefern sich gar nicht bewusst sind, welchen rechtsautoritären Mist sie dauernd absondern. Sie schaden auf jedem Fall linker Politik.

Leser wie Fathaland oder ich könnten sicher stundenlang kritische Dinge zur US-Gesellschaft aufzählen.

Nichtsdestotrotz, so geht es mir zumindest, ist stets Differenzierungsvermögen erforderlich, um zu einem Gesamturteil zu gelangen.

QF ist genau dazu nicht in der Lage.

Was Springers US-Geschäft mit dem Fall Reichelt zu tun hat..-..

Schon im Jahre 2015 erwarb der Springer-Konzern 88 Prozent des Business-Insider für 442 Millionen Dollar. Und letztes Jahr den Wirtschafts-Newsletter Morning Brew.
Eine Ironie ist, daß diese Zukäufe wohl zum Teil finanziert wurden von den einfachen BILD-Lesern (Arbeiter, Arbeitslose).

18:09 von frosthorn

«Ihr beide wisst, dass ich die Querfront für ein Phantom für ein Phantom halte.»

Ich mag den Begriff auch nicht und verwende ihn nicht.

«Natürlich habe ich dennoch jede Menge Opportunisten kennengelernt sowie politisch desorientierte, die sich für links halten, ohne zu wissen, wovon sie reden.»

Dennoch verbindet der Begriff in richtigem Sinn die Extremisten beier Seiten. Wann immer nur möglich, gegen Demokratie palavern, und gleichzeitig Despotentum huldigen. Dem ist nur alleine deswegen immer zu huldigen, weil es irgendwas Beliebiges, aber nur ja nicht "Der Westen" ist.

Auch ohne Querfront gehören diese Pappkameraden zu den Demokratiegefährdern oder Demoratiefeinden im Mäntelchen von Verniedlichung oder Ideologie.

"Querfrontig" ist es dann auch einerlei, ob Mr. Döpfner die BRD von heute mit der DDR von einst gleichsetzt. Oder ob "Transatlantiker" immer nur als Schmähwort eingesetzt wird, weil mehr Phantasie längst verstorben ist.

Demokratie = schlecht und Despotie = gut.

@ purpleblues

Man sollte sich von den „Verfehlungen und dem Machtmissbrauch eines leitenden Redakteurs“ nicht davon ablenken lassen, darüber hinaus nach weiteren Motiven zu suchen.

Nein, das, was Sie hier zu konstruieren versuchen, irgendwelche ominösen Dinge im Hintergrund, das ist pure Ablenkung.

18:30, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 17:18
Mit dem Schlagwort Querfront, da haben Sie es ja schon lange.<<

Das ist richtig.

>>Dabei ging es bei dem von Ihnen erwähnten Beitrag um Reisefreiheit und um Sperranlagen. Die von welchen Ländern errichtet wurden ?<<

Von den an Belarus grenzenden EU-Staaten.

Das Wort „Reisefreiheit“ ist im vorliegenden Zusammenhang eine ähnliche Monstrosität wie diese Sperranlagen.

@ Möbius

Es mag Ihnen evtl zuwider sein, aber sexuelle Beziehungen am Arbeitsplatz sind in Deutschland sehr häufig. Ich habe jetzt keine Statistiken parat, aber ein erheblicher Teil der Paare haben sich „im Job“ kennengelernt.

Es ist mir ehrlich gesagt auch zuwider.
Sie haben eine eher unbedarfte Art, die "Besetzungscouch" oder die "Beförderungscouch" schönzureden.

18:41, Möbius

Sie legen sich ja mächtig für Herrn Reichelt ins Zeug.

18:23, MargaretaK

>>Interessant finde ich, dass sich die Bild-Zeitung nun über etwas beklagt, womit sie selbst anderen gegenüber nie ein Problem hatte - Rufmord, Lügen, Unterstellungen, Geschichten raus hauen um jeden Preis. Wieso beansprucht und erwartet diese "Boulevard"Zeitung für sich Fairness?<<

Weil sie ein durch und durch verlogenes Blatt ist.

Wenn mir die Anstalt diese Einschätzung erlaubt.

von fathaland slim 18:36

Mit Boris Kargalitzky sollten Sie sich mal ein wenig beschäftigen.
Außerdem, was ist jemand der sich als "Linker" bezeichnet aber immer auf der Regime-change-Seite zu finden ist ?

@Möbius

"Döpfner, Reichelt und mindestens einige Journalisten der Welt meinen offenbar, das sich viele Journalisten heutzutage einem Standpunkt annähern, der einem absoluten Wahrheitsanspruch gleichkomme - was im Widerspruch zu einer pluralistischen Meinungsvielfalt stünde. Nicht mehr und nicht weniger."

Nein. Das tun sie nicht meinen. Sie meinen es, wie sie es gesagt haben. Döpfner, Reichelt und die anderen. Auch wenn es an der Verlagskonzentration durchaus was zu bemäkeln gibt, aber wir haben nach wie vor Meinungsvielfalt in Deutschland. Und so wie Reichelt es bei Bild-TV machte, und Döpfner als "Verteidigung" von Reichelt, bedienen sich beide genau des Vokabulars, daß man von AfD und Querschwurblern kennt. Und genau so war es auch gemeint.

Es war kein Mausausrutscher oder "Mißverständnis." An Döpfners Äußerung gibt es nichts mißzuverstehen. Und ich finde es auch skandalös, daß sich der Bund deutscher Zeitungsverleger zu Döpfners Äußerung noch nicht zu Wort gemeldet hat und sich verkriecht

@Wanderfalke, 18:47

"Lukrative Irreführung im Gewand von Meinungsfreiheit"

Treffend auf den Punkt gebracht. Und wenn man noch bedenkt, welchen Zwecken diese Irreführung dient, kann einen nur noch das kalte Grauen packen.
Oder besser nicht: Angst und Kälte lähmen.

Verleugnung, Whataboutism und kein Interesse

Der Chef-Redakteur von Ippen Digital, Markus Knall:

"Zahlreiche Frauen haben sich im Zuge der Recherche zum Fall Julian Reichelt an unsere Redaktion gewandt und den Mut gefasst, uns ihre Geschichte zu erzählen. Wir haben zugesagt, unter Wahrung der Anonymität, über ihre persönlichen Schicksale zu berichten. Dieses Versprechen konnten wir nicht einlösen. Das bedauere ich zutiefst. "

Der Respekt vor den betroffenen Frauen würde es - auch in diesem Forum - gebieten, sich ihre Geschichte anzuhören.
Stattdessen wird in den üblichen Defense Mode geschaltet. Dann werden entweder deren charakterliche Integrität und die persönliche Glaubwürdigkeit infrage gestellt oder über Whataboutisms der Blick auf Fälle gelenkt wird, in denen dargelegt wird, dass hier der "bitch factor" und pekuniäre Interessen das Hauptmotiv sein könnten.

Das erinnert an die klassische "BILD-Methode", in der die Headline - vorsorglich in Fragezeichen gesetzt - unbelegte Behauptungen transportiert.

von schabernack 18:18

Zuerst mal springen Sie ja auf den Begriff nun ganz erheblich an. Und Julian Reichelt bezeichnet sich ja selber als Transatlantiker oder Atlantiker.
Ob es nun strammer Max tun würde ? Stramm sind Springer-Medien schon immer gewesen. Aber wenn das oberflächlich und langweilig ist, dann müssen Sie besseres reichen: Gestern auf BILD.de: Hoeneß wütet gegen Veganer-DAS sagen Promis....

18:48, realitychecker

>>Leser wie Fathaland oder ich könnten sicher stundenlang kritische Dinge zur US-Gesellschaft aufzählen.

Nichtsdestotrotz, so geht es mir zumindest, ist stets Differenzierungsvermögen erforderlich, um zu einem Gesamturteil zu gelangen.<<

Ich kommuniziere gerade via SMS mit einem Freund aus Detroit zu diesem Thema. Aus der Inner City. Zufällig schrieb er mich gerade an, nach Monaten wieder mal. Übrigens auch zum Thema Vonovia/Deutsche Wohnen. Erzähl mir noch mal einer, die Amis könnten nicht über ihren Horizont blicken. Mein Kumpel kriegt übrigens immer Schwierigkeiten mit dem Metalldetektor, wenn er am Flughafen eincheckt. Wegen Kugeln, die er sich vor vielen Jahren in seiner beschaulichen Heimatstadt eingefangen hat.

Mittlerweile ist er siebzig. Ein Überlebender.

Ja, ich kann viel erzählen.

@Anderes1961: Meinungsvielfalt vs Pressekonzentration

Da bin ich überhaupt nicht ihrer Meinung.

Ich sehe das fast jedes Medium dieselbe Reuters oder dpa Meldung bringt - wortgleich.

Ich sehe das auch redaktionelle Artikel verschiedener Medien sich seltsam gleichen.

Und ich sehe den „Sog“ der Mehrheitsmeinung, dem sich viele Journalisten offenbar nur schwer entziehen können.

Wirklich UNABHÄNGIGEN Journalismus, der sich nicht in „Sprachregelungen“ und Floskeln ergeht in Deutschland habe ich die letzten Jahre vom Handelsblatt und vom Heise Verlag gesehen. Und - oh Wunder ! - von der BILD.

19:01, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 18:36
Mit Boris Kargalitzky sollten Sie sich mal ein wenig beschäftigen.<<

Boris Kagarlitzki. Ich finde den toll.

>>Außerdem, was ist jemand der sich als "Linker" bezeichnet aber immer auf der Regime-change-Seite zu finden ist ?<<

Wenn sich Menschen gegen Diktatoren und autoritäre Strukturen erheben, dann bin ich immer auf ihrer Seite. Das sollte für einen jeden Linken selbstverständlich sein.

19:10 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Aber wenn das oberflächlich und langweilig ist, dann müssen Sie besseres reichen: Gestern auf BILD.de: Hoeneß wütet gegen Veganer-DAS sagen Promis....»

Ich lese nie BILD, auch nicht in der Version .de.

Eigentlich ist mir auch egal, was Metzgermeister Hoeneß gegen Veganer sagt. Was allerdings nun Promis dem entgegnen, ist ganz sicher mehr interessant als Transatlantiker in Endlosschleife.

Was ist geschehen ? Wer es wissen will, findet es heraus

Ich frage mich, wie "Unwissen" über das, was Reichelt vorgeworfen wird, mit seiner vorauseilenden Verteidigung kompatibel sein soll.

"Laut Spiegel sei Reichelt „häufig nach demselben Muster“ vorgegangen. Erst habe er sie für ihre Arbeit gelobt und ihnen dann verantwortungsvolle Aufgaben anvertraut oder in Positionen eingesetzt, für die sie nicht geeignet waren."

"Dabei seien viele der Frauen auch mit Reichelt ins Bett gestiegen – allerdings seien das immer einvernehmliche Verhältnisse gewesen. Trotzdem habe eine der Frauen so sehr unter der Situation gelitten, dass sie in psychiatrische Behandlung ging. Vor allem der Vorwurf der Kollegen, die hätte den Job nur wegen ihrer Beziehung zu Reichelt bekommen, habe der Frau zu schaffen gemacht."

Quelle: www.swr3.de/aktuell/nachrichten/bild-reichelt-rauswurf-100.html

Ich habe mir vorgenommen, meine tiefe Verachtung über solche Praktiken im Zaum zu halten und nicht in meinen
Kommentar einfließen zu lassen.

19:10, Bernd Kevesligeti

Auch ich bin Transatlantiker.

Lesen Sie dazu meinen Kommentar um 19:28.

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