Kommentare - Laschet bei Junger Union: "Nichts lässt sich schönreden"

16. Oktober 2021 - 12:33 Uhr

Das Ergebnis sei bitter: Beim "Deutschlandtag" der Jungen Union hat CDU-Chef Laschet die alleinige Verantwortung für die Wahlschlappe übernommen. Über eine Mitgliederbefragung zur Wahl eines neuen Vorsitzenden äußerte er sich skeptisch.

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Kommentare

Lieber spät als nie!

Er spricht aus Erfahrung, denn er hat bis zuletzt versucht, alles schön zu reden. Was er vergessen hat: die Union sollte langsam den "Roten Socken" und die "Gefahr von Links" in den Mülleimer der Geschichte schmeißen!
.
Die Ampel macht erfolgreich vor, dass moderne Politik nicht aus Beschimpfung aller "Gegner", sondern aus Darlegung erforderlicher Ziele und Maßnahmen besteht.
.
Jungs, lasst euch Zeit! Betonköpfe aufzuweichen dauert halt.

Wer der neue

Wer der neue CDU-Vorsitzende wird, bespricht Armin Laschet lieber mit dem Bischof als mit der CDU-Parteibasis.

Laschets Angstschweiß war deutlich zu sehen

Laschet nimmt die komplette Schuld auf sich

und bettelte regelgerecht , das kein einziger aus der CDU in NRW umfällt,
damit nicht auch noch sein Nachfolger
Hendrik Wüst als Ministerpräsident durchfällt.

das haben weiland auch schon die Jusos versucht

die Partei wirklich zu erneuern, indem man die Seeheimer entmachtet und die alten Seilschaften kappt. Aber die Parteispitze war klüger und hat den Angriff abgewehrt. Alle Agenda-Architekten und alle militär-affinen Transatlantiker blieben an den Schaltstellen der Partei, mit der Wahl von Borjans und Eskens wurden Gallionsfiguren installiert, die aber nix zu gestalten hatten. "Nikolaus ist Groko aus" durfte gerufen werden, aber eben nur gerufen, die Umsetzung hat man erfolgreich vehindert.

Und was die Jusos nicht geschafft haben, wird auch der jungen Union nicht gelingen. In CDU/CSU sitzen altgediente Machtspitzen, die Erfahrung darin haben, zu bleiben, wo sie sind. Die haben gar kein Interesse an einer neuen Art Politik.

Ich gestehe allerdings, im Gegensatz zur SPD ist es mir bei der Union egal, wer eine Neuausrichtung verhindert.

rer Truman Welt

Zunächst: einer der sicher als einen solchen "Sanierungsfall" zu qualifizierenden ist Friedrich Merz selbst. Er hat quasi überall versagt und riskiert immer noch die große Lippe. Wann sieht er endlich ein, dass er nirgendwo wirklich gebraucht wird. Seine inhaltliche Politik findet auf einen Bierdeckel Platz.
Wenn die CDU diese Gelegenheit jetzt nicht nutzt, sich von all diesen personellen "Altlasten" endgültig zu trennen, erreicht sie bei der nächsten Bundestagswahl keine 20% mehr, daß halte ich für sicher.
Erneuerung beginnt nur mit neuen Köpfen!

Rücktritt

>>>Den Wahlkampf, die Kampagne, habe ich zu verantworten und sonst niemand<<<
Dann sollte er auch die Verantwortung übernehmen und endlich zurücktreten.

Der Verlierer Laschet scheint

Der Verlierer Laschet scheint zu denen zu gehören, die mit Anstand und Augenmaß die Situation beurteilen. Friedrich Merz, Tilman Kuban und Markus Söder dagegen scheinen die Zeichen der Zeit nicht verstanden zu haben, präsentieren sich wahlweise als Retter trotz eigener Fehler, als Nachtreter oder als Feixer.
Das wird dauern, bis die Union wieder ein ernstzunehmender Player auf der politischen Bühne ist.

12:38 von DeHahn: Der Wahlerfolg d. Union: Verhinderung von RGR

< Was er vergessen hat: die Union sollte langsam den "Roten Socken" und die "Gefahr von Links" in den Mülleimer der Geschichte schmeißen! >

Nun, die Union hat damit die bestmögliche Koalition verhindert: Rot-Grün-Rot.

Durch das irrationale Angstschüren vor den "Roten Socken" u. der "Gefahr von Links" mit unwahren Behauptungen während des Wahlkampfes hat man einen großen Teil der Unentschlossenen davon abgehalten, die Grünen oder die Linken zu wählen.
Dementsprechend blieben diese beiden Parteien deutlich hinter den Umfragewerten zurück u. auch die SPD hat wohl weniger Stimmen bekommen.
Das zusammen hat Rot-Grün-Rot verhindert u. wir bekommen, wenn es zur Ampel käme, eine andere Version einer GroKo, also eine Koalition die nur eingeschränkt handlungsfähig sein wird.
Denn die FDP, deren Programm konträr zu dem der von SPD und Grünen ist, wird immer der Bremsklotz in dieser Koalition sein.
Sozial- u. Klimapolitik wird nur in oberflächlicher Art u. Weise erfolgen können.
Sehr schade!

...nichts...

...nichts lässt sich schönreden...was für ein Satz!
Meine Frage, wie kann eine Partei und ihre Vorsitzende so viele Handwerkliche Fehler machen? Warum wurde ihr Blind hinterher gerannt. Das nennt man: "am Volk vorbeiregiert"
Was wir brauchen, das sind Politiker und Abgeordnete die wissen was das "Volk" denkt.
Und hier sehe ich auch für die neue Regierung schwarz. Viele Abgeordnete und keine Entscheidungen und Politiker kleiner Partein die um jeden Preis an die Macht wollen. Nur nicht zum Wohle des Volkes.

Erstaunlich ist das schon

" Das Ergebnis sei bitter: Beim Deutschlandtag der Jungen Union hat CDU-Chef Laschet die alleinige Verantwortung für die Wahlschlappe übernommen. Über eine Mitgliederbefragung zur Wahl eines neuen Vorsitzenden äußerte er sich skeptisch. "

Das Er davon wenig hält ist klar, ist aber eben schief gegangen, als Er von den Köpfen durchgedrückt wurde, gegen den Willen der Basis, die hatte andere auf dem Schirm.

" aber wir haben ein gutes Programm gehabt, wir haben Positionen gehabt, für die wir auch weiter stehen."

Welches Programm, alles sehr vage angerissen, viele Probleme gar nicht dabei.

Man kann alles schön reden, kennen wir auch von allen Parteien, aber das hilft am Ende nicht, in 4 Jahren gibt es wieder eine Chance, die Frage ist welches Programm mit welcher Führungsfigur, und da sieht es ohne Basis schlecht aus.

@ frusthorn

das haben weiland auch schon die Jusos versucht die Partei wirklich zu erneuern, indem man die Seeheimer entmachtet und die alten Seilschaften kappt.

Mit Kappen, Kaltstellen und Entmachten führt man keine Partei. Der Seeheimer Kreis ist ein traditioneller Teil der SPD und Teil der Identität der Partei. Wie wäre es mit einer sachlichen und partnerschaftlichen (genossenschaftlichen) Auseinandersetzung?

@ frosthorn

blieben an den Schaltstellen der Partei, mit der Wahl von Borjans und Eskens wurden Gallionsfiguren installiert, die aber nix zu gestalten hatten.

Ja, daran merkt man nur, dass Sie die SPD gar nicht kennen und nicht verstehen.
Sorry, eben habe ich Ihren Forennamen falsch geschrieben und das war keine Absicht.

Installieren von Nachfolgern

,Beschreibungen we gut vernetzt als positive Charakter, Ablehnung von Mitbestimmung der Basis etc...das zeugt alles nicht davon, das man grundlegend neu anfangen will.
Alleine ein Blick auf die Mitgliederzahlen, nebenbei bei fast allen Parteien, sollte doch aufschreckenwenn sie seit 20Jahren nur nach unten zeigen. Vielleicht eben auch deshalb, weil nicht wenige sagen..ja ich würde, habe aber eh keine Chance bei dem Filz und Vernetzung und Steigbügelhalter für ne Handvoll altgedienter will man nicht sein.

Die Union wird eine kleine Partei bleiben bei ihrem Klientel

Wenn eine Partei seit Jahren bzw. Jahrzehnten nur Politik für ein bestimmtes überschaubares Klientel (Spitzenverdiener, Großunternehmer, Vermögende) macht, so darf sie sich nicht wundern, wenn sie nur von diesem Klientel noch gewählt wird.
Die Zeiten sind vorbei, in denen die CDU auch von Wählern gewählt wurde, die nichts von ihrer Politik haben.
Denn auf das Schüren von Ängsten vor den "Roten Socken" und dem Linksruck fallen nicht mehr sooo viele Wähler wie früher herein.
Vielleicht liegt das daran, dass sich die Wähler durch eine größere Präsenz der Medien (Internet, div. Fernsehsender) mehr informieren können als in den 1960-iger Jahren?
Vielleicht sind die Wähler auch kritischer geworden u. haben die dreisten Wahlkampfreden der Union durchschaut?

Wenn also die Union nur das Personal austauscht und ihr Klientel nicht ändert, wird sich nicht viel für die Union ändern.

@Wolfgang Wodrag, 13:21

Ich diskutiere das gerne mit Ihnen, allerdings erst, wenn Sie meinen Benutzernamen nicht verballhornen und mir damit zeigen, dass Sie mich ernst nehmen.

Armin

lass gut sein und schmeiß endlich die Flinte ins Korn. Als Karnevalsprinz ab 11.11. 11:11 bist da ja wieder in deinem Metier .

Das ist zwar

ein edler Zug von Laschet.
#
Das Ergebnis sei bitter: Beim Deutschlandtag der Jungen Union hat CDU-Chef Laschet die alleinige Verantwortung für die Wahlschlappe übernommen.
#
Doch Laschet hat m.M. nicht alleine für die Wahlschlappe schuld.Die ewig gestrige CDU war es.Ohne Zukunft Programm und weiter so,das hat Wähler Stimmen gekostet.

Am 16. Oktober 2021 um 13:25 von Margitt.

" Denn auf das Schüren von Ängsten vor den "Roten Socken" und dem Linksruck fallen nicht mehr sooo viele Wähler wie früher herein. "

Wenn das so wäre wie sie schreiben, dann hätte die Linke aber mehr als 4,9 Prozent erreicht, sie ist aber nur durch einen Passus noch drin.
Also Ihre These ist nicht ganz richtig.

Der auch sehr fraglich ist, für 3 Mandate die ihr zustehen, hat sie 39 Sitze erhalten, die 3 hätte ich verstanden, und der Bundestag wäre auch kleiner als 700 Personen.
Es muss wirklich mal dringend was geändert werden, so das es wieder 598 Personen sind.
Das beutet aber nicht, das ich Links nicht bei einigen Positionen sehr gut finde.
Nur das ich nicht falsch verstanden werde, es geht rein um das Prinzip.

Das Ärgerliche ist, dass es vorhersehbar war

Viele haben das dann auch eingetretene Ergebnis bei der Bundestagswahl ja schon im April kommen sehen, als Laschet gegen den Wunsch von Mitgliedern und Wählern von der alten CDU-Garde durchgedrückt worden war.

Dazu musste man kein Hellseher sein. Laschet trägt natürlich seinen Teil der Verantwortung daran, weil er es unbedingt werden wollte, obwohl Söder wesentlich besser gesetzt war.
Es kam wie es kommen musste.

Aber Laschet war es nicht alleine, auch Merkel

Wenn Laschet seine Einsicht von vornherein gehabt hätte, wäre es anders gelaufen. Ich habe im April schon beschrieben, wie ich die Reaktion der CDU-Führung auf den damals voraussichtlichen Wahlausgang am Wahlabend vermutet habe.

Allerdings tut sich die Union keinen Gefallen, wenn sie ihre Erneuerung nur auf die Ablösung von Laschet ausrichtet. Die Wahlergebnisse der CDU sind in den letzten Jahren schon unter Angela Merkel deutlich zurückgegangen. Sie hat der CDU den Markenkern genommen und viele Konservative, die sich heimatlos fühlten, sind dann in die Wahlenthaltung gegangen.

Re : Alter Brummbär !

Das meine ich auch ! Dann sollen neue und jüngere Kollegen/innen eine frischen Wind in die Partei bringen, und er sollte sich nicht nur raus halten, sondern die gesamte Basis entscheiden lassen !
Das wär gelebte Demokratie, nicht ein Gemauschel unter dem alten Mantel !

Armin hat

grosses geleistet.... es wäre Zeit das Konrad Adenauer Haus umzubenennen, schliesslich steht er ja für den Neuanfang der CDU.

Laschet bei Junger Union: "Nichts lässt sich schönreden"...

Obwohl er doch ein Schönredner ist. Aber wichtiger ist doch, was macht er in Zukunft ? Da er zugesagt hat, als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen zurückzutreten, hat er dann nur noch sein Bundestagsmandat. Und da wird es doch interessant: Wo wird er später auftauchen ? In einem Aufsichtsrat oder besser noch als Arbeitsdirektor ?

13:45 von wenigfahrer

< Wenn das so wäre wie sie schreiben, dann hätte die Linke aber mehr als 4,9 Prozent erreicht, sie ist aber nur durch einen Passus noch drin.
Also Ihre These ist nicht ganz richtig. >

Die Linken ist von 6 % (Umfragewert vor den Wahlen) auf 4,9 % abgesackt wegen diese Angstschürens vor Rot-Grün-Rot.

Man muss bei der Betrachtung der Parteien Rot-Grün-Rot immer die Zahlen von allen 3 Parteien zusammen betrachten, denn viele Wähler wählen taktisch:
Vor den Wahlen hätte es nach den Umfragen noch gut für Rot-Grün-Rot gereicht.
Aber nach diesem hetzerischen Wahlkampf der Union haben die Grünen und die Linken zuviel verloren und die Union hat leicht aufgeholt.

Eine Verkleinerung des Bundestages fände ich auch richtig.
Man sollte die Wahlkreise vergrößern, so dass es weniger potentielle Abgeordnete gibt.

Politikwechsel!

Vom riesigen rosaroten Elefanten im Raum spricht niemand nämlich der abwegigen inhaltlichen Ausrichtung, die der CDU von ihrer langjährigen großen Vorsitzenden aufgezwungen wurde. Man will die Dame, die noch viel Macht hat, nicht verärgern. Sonst hieße es, so wie bei vielen vorher, Ende der Karriere. Was nicht benannt werden soll, ist, dass eine vierte rotgrüne Partei nicht gebraucht wird.

Ergo ist ein Politikwechsel hin zu den bürgerlich-konservativen Werten von früher das, was jetzt dringend zu erfolgen hat.

13:05 von SinnUndVerstand

Der Verlierer Laschet scheint zu denen zu gehören, die mit Anstand und Augenmaß die Situation beurteilen.

Ja, so wie bei den Flutopfern in Erststadt mit viel Humor.

Was Laschet hier abzieht, ist nichts anderes als ein letztes Aufbäumen auf der Selbstmitleidsschiene.

Naja

jetzt haben sie es also gemeinsam geschafft, dass Laschet alle Schuld auf sich nimmt. Sehr praktisch, braucht man doch nun nach anderen Schuldigen nicht mehr suchen und die entsprechenden Kandidaten können weitermachen wie bisher. Immerhin haben sie ein Stück weit begriffen, dass auch Söder seinen Teil dazu beigetragen hat.

13:54 von Freiheit-brauch... | Die Schlussfolgerung ist falsch

'Allerdings tut sich die Union keinen Gefallen, wenn sie ihre Erneuerung nur auf die Ablösung von Laschet ausrichtet. '

Das ist ja wohl klar. Es sieht auch nicht danach aus, also ob die Union sich nur durch die Ablösung des Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten erneuern wollte. Es wird hier gerade eine Rundumerneuerung von Personal und Programm diskutiert.

'Die Wahlergebnisse der CDU sind in den letzten Jahren schon unter Angela Merkel deutlich zurückgegangen. Sie hat der CDU den Markenkern genommen und viele Konservative, die sich heimatlos fühlten, sind dann in die Wahlenthaltung gegangen.'

In fast allen Ihren Posts geht es darum, dass die CDU verloren hat, weil sie nicht genügend konservativ war.

Die Realität sagt etwas anderes. Nach der Wählerwanderungsbilanz von Infratest hat die Union
- nur 1,1 Millionen an die Nichtwähler verloren
- aber fast 2 Millionen an die SPD
- 1,05 Millionen an die Grünen
- 1,32 Millionen an die FDP

Also an die Mitte.

14:07 von Bernd Kevesligeti

Und da wird es doch interessant: Wo wird er später auftauchen ? In einem Aufsichtsrat oder besser noch als Arbeitsdirektor ?

Da bin ich Ihrer Meinung! Mit Bundeskanzler war wohl (wahrscheinlich) nix.

Warum CDU?

Ja, das sieht nicht gut aus.
Es geht abwärts.
Schlimmer: die CDU hat enorme Identitätsprobleme.
Bei den Erstwählern schaffte die Union nur 10 %. Das lag mit Sicherheit nicht an der Jungen Union.
Das hat auch nichts mit Bequemlichkeit zu tun. Friedrich Merz hatte gestern den Küchenpsychologen gegeben und die obskure Diagnose "Denkfaulheit" gestellt.
Das ist lustig, impliziert es doch, dass das Schlamassel durch eifriges Nachdenken hätte vermieden können können.
Die Antwort ist einfacher. Es fehlen die Narrative. Warum CDU wählen? Wo ist ihre Kernkompetenz? Zwei entscheidende Fragen.
Die Antworten dazu hängen primär nicht von der Identität des oder der Vorsitzenden ab.

Bewerbungsrede

Ich habe mir die Rede live angehört und muss sagen, er hat das schon gut gemacht. So langsam fragt man sich, ob es in der Union jemand besser machen würde als er. Das war schon fast eine Bewerbungsrede, um Parteivorsitzender zu bleiben!

Nichts läßt sich schönreden

Also Herr Laschet , wenn sich n i c h t s
schönreden läßt , heißt das im Gegensatz ja ,
dass ohnehin nichts mehr da wäre .....
Wenn das Ihre Meinung ist na dann ....

@Am 16. Oktober 2021 um 13:11 von Margitt.

"Durch das irrationale Angstschüren vor den "Roten Socken" u. der "Gefahr von Links" mit unwahren Behauptungen während des Wahlkampfes hat man einen großen Teil der Unentschlossenen davon abgehalten, die Grünen oder die Linken zu wählen."

So sehr ich ihr Bedauern über das Nichtzustandekommen von RRG teile, so denke ich, dass diese Parteien es sich selbst zuzuschreiben haben, insbesondere die Grünen haben ziemlichen Mist verbockt.
Dass die Rote-Socken-Kampagne irgendwen abgehalten hat, halte ich für eine Legende, die sich die Linken gerne erzählen, um ihr schlechtes Ergebnis noch hemmungsloser beweinen zu können. Und offen gesagt, finde ich das ziemlich billig.

14:02 von sonnenbogen

Armin hat grosses geleistet.... es wäre Zeit das Konrad Adenauer Haus umzubenennen,

Ich geh mal davon aus, dass Sie dies als einen Witz meinen.

Adenauer hab ich selbst noch als Kind miterlebt. Armin-Laschet-Haus: Hahahaha ... Dann noch besser Otto-Waalkes-Haus mit vielen Ottifanten in der Eingangshalle.

12:59 von frosthorn

"... mit der Wahl von Borjans und Eskens wurden Gallionsfiguren installiert, die aber nix zu gestalten hatten ..."

So sehe ich das auch,
bei CDU/CSU ist es mir auch egal.

Andererseits könnten die jungen Leute (JU) wirklich mal verantwortungs- und selbstbewusst den "alten" zeigen, was sie für junge / die Menschen in Deutschland erreichen möchten.

Es wird ja höchste Zeit, dass ein Herr Altmaier endlich geht und Schäuble sich zurückzieht.

Laschet und Ziemiak sind nur peinlich,
das sollte nun jeder begriffen haben, wie auch, dass Söder ein machtgieriges Schlitzohr ist.

Bei Söder habe ich allerdings zum großen Teil sein Engagement in der Coronazeit geschätzt.

Ansonsten kann ich auch den herbeigeredenen Linksschwenk der CDU (CSU) nicht erkennen.

Am 16. Oktober 2021 um 14:07 von Margitt.

" Man muss bei der Betrachtung der Parteien Rot-Grün-Rot immer die Zahlen von allen 3 Parteien zusammen betrachten, denn viele Wähler wählen taktisch:
Vor den Wahlen hätte es nach den Umfragen noch gut für Rot-Grün-Rot gereicht. "

Das die SPD eher Rot ist, das ist schon klar.
Das die Grünen immer in den letzten Jahren in Umfragen stärker sind als das Wahlergebnis, hat sich auch diesmal wieder bestätigt.
Hab ich vor Wochen schon geschrieben.
Und Rot ist bei Grün nicht so viel, weil es eine ganz andere Klientel ist, eher die Gruppe, die etwas mehr hat.
Das erklärt aber den Zuspruch zur FDP nicht, auch nicht bei den jüngeren Wählern.
Wird natürlich die Wählergruppe jetzt auf 16 Jahre geändert, das ist 9-10 Klasse in der Schule, dann wird das anders, weil man wohl behütet die Beine unter den Tisch zu Hause stecken kann ;-)).
Das Leben dann erst später zuschlägt, ich war auch mal jünger ;-), und kann mich an einige Ideen aus der Jugend erinnern.

@SinnUndVerstand um 13:05

>> Der Verlierer Laschet scheint zu denen zu gehören, die mit Anstand und Augenmaß die Situation beurteilen. <<
-> stimme ich zu!

>> Das wird dauern, bis die Union wieder ein ernstzunehmender Player auf der politischen Bühne ist.<<
-> die politischen Gegebenheiten sind teilweise sehr kurzlebig. Wenn sich die CDU in den nächsten Monaten programmatisch und personell erneuert, sieht für sie die Welt wieder anders aus - will sagen, sie wird dann eine Zukunft haben.
Es kommt drauf an, was die Ampelregierung (die m. E. kommt) zustande bekommt (bzgl. den Themen Klima, Digitalisierung, Energie, etc., aber auch außenpolitisch). Wer weiß schon, welche neue Krisen in nächster Zeit auf uns zukommen und wie die Bevölkerung dann die Reaktion unserer Regierung bewertet? Kann niemand absehen. Ich hoffe natürlich auf eine „gute Hand“ unserer neuen Regierung zum Wohle unseres Volkes; wenn das alles positiv läuft, kann sie auch wiedergewählt werden - aber das ist „Zukunftsmusik“.

Umbruch

Die CDU braucht einen grundlegenden Umbruch verbunden mit einer vollständigen personellen Erneuerung .
Die unter Merkel zuletzt zum reinen Abnickverein gewordene CDU muss sich jetzt mit Basisdemokratie und einem eindeutigen Kurs wieder in die Erfolgsspur bringen .
Wichtig ist vor allem wieder einen konservativen Markenkern zu entwickeln und dazu auch mit Überzeugung zu stehen .
Ein Anbiedern an den links-grünen Mainstream hat ja wie erlebt zu noch größerem Misserfolg geführt .
Konservative Themen und Einstellungen werden vermutlich in 4 Jahren wenn die "progressive" Politik ihre Wirkung entfaltet hat umso nötiger sein und auch wieder ihre Wähler finden .

Ein Prozess

Es wir noch ein langer Neuanfangsprozess werden mit etlichen Kurven, Abbiegungen, Umkehr und Weiterfahrt.
Derzeit findet ein Schönreden und sich verbal in alle Richtungen äußern statt, ein Trösten und Verarbeiten der Situation.
Zeit ist jetzt genug sich nun komplett zu transformieren.
Es gibt zu viel, was im Argen liegt, zu viele noch, die keine Veränderungen wollen.
Wenn die neue Ampel-Regierung einen guten Job macht - und dies auf ihre begonnene neue Art- wird viel Zeit sein, bis die CDU überhaupt wieder zeitgemäß aufgestellt werden wird.
Vernunft, Respekt, Frauen, Junge, es wird ein deutlicher Prozess, der keinen Stein auf dem andern lassen kann. Aber nur so wird es überhaupt eine Chance geben wieder mal zu regieren. Die Zeiten wandeln sich stetig weiter und ein Zurück wird es nie wieder geben.

14:17 von baumgart67

Ich habe mir die Rede live angehört und muss sagen, er hat das schon gut gemacht. ... Das war schon fast eine Bewerbungsrede, um Parteivorsitzender zu bleiben!

In Erftstadt hat Laschet auch gut geredet, aber hinter den Kulissen spielte sich was anderes ab. Laschet ist ein Ammenmärchenerzähler und könnte sich bei der Augsburger Puppenkiste als Parteivorsitzender bewerben mit Kater Mikesch als sein Vertreter.

Der Aussagewert von Laschet`s Reden ist meiner Auffassung nach gleich Null.

14:23 von John Koenig

Die CDU braucht einen grundlegenden Umbruch verbunden mit einer vollständigen personellen Erneuerung .

Mit Friedrich Merz als Parteivorsitzenden. Dann kann die CDU/CSU gleich für die nächsten 8 Jahre die Oppositionsbank buchen.

Am 16. Oktober 2021 um 14:22 von Leipzigerin59

" Ansonsten kann ich auch den herbeigeredenen Linksschwenk der CDU (CSU) nicht erkennen. "

Das sehe ich nicht so, was sind Konservative Positionen der CDU gewesen, was ist davon heute noch übrig, konservative Positionen der alten CDU sind heute schon rechts.
Also was sollten neue konservative Positionen den heute sein, kann ich mir ehrlich nicht vorstellen, was das sein soll.
Die Mitte bis Links ist voll, ganz links wird sie nicht wollen, und rechts geht nichts.
Also wo will die CDU hin, wo ist Platz für sie, ich sehe da nichts mehr, so gesehen, eine Partei zu viel.

14:22 von Leipzigerin59

dann wirds euch altlinken/innen hier aber noch schwindlich werden. die JusoS haben doch jetzt gar gefordert, daß die lehrer geduzt werden sollen. und hier herrscht bei einigen högste erregung, wenn man sie duzt

re 14:14 von MRomTRom / Beim Kern bleiben

"Also an die Mitte."

Ich kenne die Argumentation. Der von Laschet als sein Nachfolger in NRW ausgesuchte Hendrik Wüst hat solche Zahlen schon am Wahlabend getwittert. Sie sind bestimmt richtig, aber man kann auch daraus für die CDU die falschen Schlüsse ziehen.
Ja, die CDU hat stark an die Parteien links von sich verloren.
Aber sie kann sich deswegen ja nicht programmatisch aufgeben. Eine konservative Partei sollte zuerstmal zu ihrem Kern stehen, auch wenn das Stimmen kostet. Erst dann kann sie sich überlegen, wie sie mehr Wähler davon überzeugt.
Andersherum wird es ja nicht besser, das haben die Wahlergebnisse vom 26. September gezeigt.

14:16 von Sparpaket

< Die Antwort ist einfacher. Es fehlen die Narrative. Warum CDU wählen? Wo ist ihre Kernkompetenz? Zwei entscheidende Fragen.
Die Antworten dazu hängen primär nicht von der Identität des oder der Vorsitzenden ab. >

Warum die CDU wählen?
Würde die CDU das der Wählerschaft genauer erklären, so würde sie weniger Stimmen bekommen. Die CDU vertritt nur die Spitzenverdiener, Großunternehmer u. Vermögenden.
Merkel hat nicht umsonst auf ein Wahlprogramm verzichtet u. gesagt: Sie kennen mich.
Hätte sie ins Wahlprogramm geschrieben, was die CDU tun will, nämlich Politik zugunsten der Superreichen zu machen, hätte Merkels Wiederwahl auch schon gewackelt.

Bei der letzten Wahl hat man (erneut) in den Wahlkampfreden den Schwerpunkt auf den "ach so schrecklichen" politischen Gegner gelegt und Ängste vor den "Roten Socken" geschürt.
Hätte man auf das eigene Wahlprogramm nämlich genauer festgelegt, so hätte man weniger Wählerstimmen bekommen.
Mit dem Angstschüren hat man gute Erfahrungen gemacht.

14:07 von Margitt.

"(...) nach diesem hetzerischen Wahlkampf der Union haben die Grünen und die Linken zuviel verloren und die Union hat leicht aufgeholt."

So ist es. Und was die CDU unter Erneuerung versteht, ist, in sowas geschickter zu werden. Was soll ein Dinosaurier aus dem Kapitalozaen sonst auch tun, wenn er ueberleben will? Nun, da wir in der Praeapokalyse leben, die uns diese Saurier eingebrockt haben.

14:14 von MRomTRom

In fast allen Ihren Posts geht es darum, dass die CDU verloren hat, weil sie nicht genügend konservativ war.

Die CDU hat verloren, weil sie Laschet als Spitzenkandidaten aufstellte. Einen Mann, der im Volk als auch in vielen Teilen der CDU unbeliebt war. Und bei der CSU in Bayern entstand eine Sogwirkung, da die CSU auch Einbußen hinnehmen musste, weil wer die CSU wählt, wählt Laschet. Mit Söder, den man im Grunde mit Laschet in einen Sack stecken kann, wäre die Wahl garantiert anders verlaufen. Scholz hat schlichtweg Glück gehabt.

@Margitt. um 14:07

>> Die Linke ist von 6 % (Umfragewert vor den Wahlen) auf 4,9 % abgesackt wegen diese Angstschürens vor Rot-Grün-Rot.<<
-> die Union und die FDP haben vor RGR gewarnt, ja - dürfen sie das nicht?
Außerdem sind Umfrageergebnisse keine Wahlergebnisse - da sind immer Differenzen drin.

>> Man muss bei der Betrachtung der Parteien Rot-Grün-Rot immer die Zahlen von allen 3 Parteien zusammen betrachten, denn viele Wähler wählen taktisch:
Vor den Wahlen hätte es nach den Umfragen noch gut für Rot-Grün-Rot gereicht.
Aber nach diesem hetzerischen Wahlkampf der Union haben die Grünen und die Linken zuviel verloren und die Union hat leicht aufgeholt. <<
-> wie lange wollen Sie noch dem Wahlergebnis nachweinen, weil ihre „Favoriten-Koalition“ RGR nicht zustande kommt?
Wenn jeder hier so jammern würde, weil seine „Wunschkoalition“ nicht zustande kommt …
Geben Sie der Ampel halt eine Chance!

14:17 von baumgart67

wer soll es denn besser machen? etwa die immer genannten um röttgen, oder gar cuban oder amthor? die fdp hat wenigstens ein paar junge köpfe herangebildet. bei der cdu ist mir niemand junges bekannt, ausser vielleicht simone thomallas kind

Am 16. Oktober 2021 um 14:23 von John Koenig

" Konservative Themen und Einstellungen werden vermutlich in 4 Jahren wenn die "progressive" Politik ihre Wirkung entfaltet hat umso nötiger sein und auch wieder ihre Wähler finden . "

Welche sollten das denn sein, wüsste keine einzige mit der man hausieren gehen könnte, ohne das man mit einem Rechtsruck zerrissen wird.
Das wird nicht funktionieren, nicht nach 16 Jahren Änderung.

14:22 von wenigfahrer

"Wird natürlich die Wählergruppe jetzt auf 16 Jahre geändert, das ist 9-10 Klasse in der Schule, dann wird das anders, weil man wohl behütet die Beine unter den Tisch zu Hause stecken kann ;-)).
Das Leben dann erst später zuschlägt, ich war auch mal jünger ;-), und kann mich an einige Ideen aus der Jugend erinnern."

,.,.,

Bei dem einen oder anderen mag das so sein - das ist eine Typen- und Charakterfrage.

Mein Denken hingegen hat sich seit der Schulzeit nicht besonders stark geändert, und das ist jetzt auch schon zig Jahre her.

Ob ich meine Beine unter den Tisch des Elternhauses gestreckt habe oder meine Brötchen selber verdient habe, hatte rein gar nichts damit zu tun, wie ich mir eine funktionierende Gesellschaft oder Menschheit wünschte und mitbauen wollte.

14:22 von wenigfahrer

< Das erklärt aber den Zuspruch zur FDP nicht, auch nicht bei den jüngeren Wählern. >
Bei den älteren Wählern sind wohl viele von der CDU zur FDP gegangen.
Bei den jüngeren Wählern halte ich es für wahrscheinlich, dass der Wahlkampf und die Selbstdarstellung von Lindner das mitbewirkt haben.
Auch das junge Alter von Lindner dürfte bei den jüngeren Wählern noch eine Rolle spielen, wie auch bei den Grünen, bei denen Baerbock und Habeck auch noch jung sind (im Vergleich zu Laschet und Scholz allemal).

Dass viele Jüngere die Grünen wählten, ist eigentlich klar, siehe "Fridays for Future".

@Freiheit-braucht..., 13:54 Uhr

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die CDU/CSU mit einer Kanzlerkandidatin Merkel die BT-Wahl mit deutlichem Vorsprung gewonnen hätte. Anders als Laschet verfügt sie bei den Bürgern über die höchsten Beliebtheitswerte. Aber bei aller Kritik an Herrn Laschet muss ich ihm attestieren, dass er seine Fehler nun (endlich) mit brutaler Offenheit eingestanden hat. Die CDU verfügt über genügend kluge Köpfe, um sich in spätestens vier Jahren auf eine erneute Regierungsverantwortzung vorzubereiten. Aber natürlich wünsche ich zunächst einmal der Ampel-Koalition eine glückliche Hand bei der Regierungsarbeit, denn entscheidend ist nicht die parteipolitische Verortung, sondern das, was unserem Land und seinen Bürgern nützt. Die Ampel hat in diesem sinne eine faire Chance verdient.

14:34 von Wolf1905

> Die Linke ist von 6 % (Umfragewert vor den Wahlen) auf 4,9 % abgesackt wegen diese Angstschürens vor Rot-Grün-Rot.<<
-> die Union und die FDP haben vor RGR gewarnt, ja - dürfen sie das nicht? >/

Warnen ist natürlich o.k.
Aber mit unwahren Behauptungen eine regelrechte Weltuntergangsstimmung zu erzeugen, wenn RGR käme, ist m. E. schmutzig, unseriös und alles andere als "christlich". Es gibt nun mal Wähler, die sehr leicht in Panik zu bringen sind, wenn sie hören, es wird alles teurer werden. Ob das dann fundierte Behauptungen sind, können viele Wähler nicht einordnen. Aus Angst vor der Zukunft mit weniger Geld in der Tasche wählen sie dann wieder eine dieser "christlichen" Parteien.

< -> wie lange wollen Sie noch dem Wahlergebnis nachweinen, weil ihre „Favoriten-Koalition“ RGR nicht zustande kommt? >
Ich werde für mich meine Konsequenzen ziehen u. nicht mehr für die Zukunft der Kinder von anderen einen Mehraufwand und -kosten haben.
<- Umweltpolitik wollen die Deutschen nicht.

14:30 von Karl Maria Jose...

"dann wirds euch altlinken/innen hier aber noch schwindlich werden. die JusoS haben doch jetzt gar gefordert, daß die lehrer geduzt werden sollen. und hier herrscht bei einigen högste erregung, wenn man sie duzt"

Daran kannste sehen, dass diese Linken, die Du meinst, viel vergessen haben. Die Jungunionisten werden sie auch noch links überholen.

12:59 von frosthorn

«… mit der Wahl von Borjans & Eskens wurden Gallionsfiguren installiert, die aber nix zu gestalten hatten. "Nikolaus ist Groko aus" durfte gerufen werden, aber eben nur gerufen, die Umsetzung hat man erfolgreich vehindert.»

"Nikolaus ist GroKo aus" war auch ein selten dämlicher Slogan auf Reim- und Inhaltsniveau wie der Kalauer:

«Alle Kinder stehen vor dem brennenden Haus.
Nur nicht Klaus … der schaut raus.»

Mega übel wäre es der SPD bekommen, hätte sie zu Nikolaus die GroKo aufgekündigt. Nicht im Traum bestünde nun 2021 eine reale Chance, dass der nächste Kanzler Olaf Scholz von der SPD wird.

Nach Nikolaus GroKo aus wäre die SPD in den gleichen Sumpf von Irrungen geplumpst, in dem nun die CDU paddelt. Querelen um Personen und Programmatik inklusive. Wahrscheinlich noch schlimmer als bei der CDU zur aktuellen Zeit.

GroKo Aus hätte gar nichts und dreimal gar nichts gekonnt.
Das hätte nur Zuverlässigkeit der SPD unterminiert.
Es dauert sehr lange, bis man sich davon erholt.

"Nichts lässt sich schönreden"

Zitat: "Auch die Spitzen von CDU und CSU hätten "keine gute Figur abgegeben". Die Analyse lautet: "Wir haben aus eigener Schwäche verloren, nicht wegen der Stärke der anderen."

Schön, dass man bei der CDU "nichts schönreden will".

Dann möchte ich mal eine ehrliche Analyse, warum Hr. Laschet oder sonst wer in der CDU glaubt, dass eine einstmals verdienstvolle konseravtiv-bürgerliche Partei auf 24 % abgesackt ist.

Am 16. Oktober 2021 um 14:38 von Sausevind

" Mein Denken hingegen hat sich seit der Schulzeit nicht besonders stark geändert, und das ist jetzt auch schon zig Jahre her. "

Mag so sein bei Ihnen, da ich aber über 70 bin, war das zu meiner Zeit vielleicht anders.
Ich bedenke heute auf Grund von Erlebnissen und Erfahrungen und falschen Entscheidungen, die wohl jeder mal trifft.
Viele Dinge ganz anders, als damals in dem Alter, kann ja nur von mir ausgehen.
Und da ich vor der Rente lange Jahre in einem Gym gearbeitet habe, weiß ich in etwa wie die Jugend so in der Regel tickt ;-), durch den täglich Kontakt und Gesprächen.
Es gibt viele Gute und auch reale, aber auch einen großen Teil andere, hängt auch etwas vom Elternhaus ab.

16 Jahre Angela Merkel

Auch das scheint etwas zu sein, was erst jetzt auffällt bzw. gesagt wird. Als Angela Merkel noch Bundeskanzlerin war, hat das weder von unseren Medien noch aus der CDU klar gesagt. Über unser Land hat sich eine lähmende Decke des Stillstandes und der "Alternativlosigkeit" gelegt, mit mehr offenen Baustellen alser ledigten Problemen. Es ging um Machterhalt, nicht um Aufbruch. Das erinnert mich verdammt an unseren Bundestrainer Löw, WM in den Sand gesetzt, EM vergeigt, aber Kritik an ihm kam wirklich erst auf, als er weg war.
Ist doch im nachhinen irgendwie doof, wenn gewisse Personen in diesem Lande sankrosankt sind, oder?
Und wieviele Jahre hing der SPD Hartz-IV wie ein Klotz am Bein, die sozial ungerechtetste, die Bürger am meisten in Elend stürzende, aber zugleich marktkonformste Reform der Nachkriegsgeschichte? 10 Jahre? Also, liebe CDU, wartet mal schön, aber leider haben viele Leute ein kurzes Gedächtnis (damit bin ich leider nicht "gesegnet"...

Am 16. Oktober 2021 um 14:38 von Margitt

Die großeAnzahl von jung und erst Wählern durfte bei der FDP eher dem geschuldet sein, das Herr Lindner speziell in diesen Jahr alle Zeit gegen ein Lockdown geqwettert hat und alle einschränkende Massnahmen der Regierung kritisiert hat.
Nein, nicht auf die Idee kommen zu unterstellen er sei ein Leugnet, das ist er nicht und das habe ich auch nicht gesagt. Nur das er damit populistische den"Nerv" speziell vieler junger Wähler getroffen hat.
Interessant diesbezüglich..einfache Bürger mit gleicher Meinung wurden hier sonst wie tituliert, gleiche Foristen sehen in ihn jetzt so eine Art Bewahrer der Demokratie gegen links..

re 14:46 von Adeo60 / Schleichender Niedergang

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass die CDU/CSU mit einer Kanzlerkandidatin Merkel die BT-Wahl mit deutlichem Vorsprung gewonnen hätte."

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Union mit Merkel auch Stimmen verloren hätte. Vielleicht wäre sie knapp stärkste Partei geblieben. Aber sie wäre damit geschwächt in eine neue Koalition gegangen und hätte wieder weniger an CDU-Programmatik durchsetzen können und die CDU nochmehr Markenkern verloren. Das hätte die Misere nur verlängert und es wären viele Landtagswahlen verloren gegangen.
Ich will aber wie Sie auch, dass es unserem Land gut geht und hoffe, dass das so kommt. Jetzt muss halt die FDP was leisten.

13:28 @ frosthorn - verballhornt

Was erwarten Sie?
Wer hier mit inflationären Nicknamen,
mit befremdlichen und verballhornten Namen echter Personen in Einem auftritt,
von dem kann man nichts anderes erwarten als das er dies auch mit anderen Namen macht.

Ein-Satz-Kommentare von teils schlichter Sinnhaftigkeit und Belanglosigkeit werden
Sie doch hoffentlich (sicher) nicht zum Anlass nehmen, mit solchen Foristen zu diskutieren -
es wäre schade um Ihre Zeit.

Am 16. Oktober 2021 um 12:51 von FakeNews-Checker

Wer der neue CDU-Vorsitzende wird, bespricht Armin Laschet lieber mit dem Bischof als mit der CDU-Parteibasis.
__
Aufgrund Ihres posts habe ich den Bericht nochmals aufmerksam gelesen aber dazu nichts gefunden. Woher nehmen Sie dieses Wissen ?

@14:38 von Sausewind

„Mein Denken hingegen hat sich seit der Schulzeit nicht besonders stark geändert, und das ist jetzt auch schon zig Jahre her.“

Das ist bei mir ganz anders: Ich habe seit meiner Jugend unglaublich viel dazugelernt und dabei auch sehr viele neue Erkenntnisse gewonnen (geht mir im Grunde immer noch so), was selbstverständlich auch mein Denken und Handeln sehr beeinflusst hat - und es immer noch tut.
Andererseits mag es sein, dass es Menschen gibt, die seit ihrer Jugend entweder nichts dazugelernt haben oder diesen Zugewinn - aus welchen Gründen auch immer - ignorieren.

@FakeNews-Checker

Sind Sie nicht 60 Jahre zu spät dran mit dieser Bemerkung oder gilt sie auch für manche protestantischen Politiker?

um 14:36 von wenigfahrer

"Welche sollten das denn sein,....."
Da sind die Konservativen seit Jahrzehnten am Konservieren und da sollen im Keller keine Konserven sein, die langsam durchrosten oder dicke Backen kriegen?
Nach Jahren des Energiesparens durch Mikado, könnte man doch mal runtergehen und nachschauen, ob sich etwas findet, was sich mit etwas Euphemismus, als bahnbrechend verkaufen lässt.

@wenigfahrer

„ Das erklärt aber den Zuspruch zur FDP nicht, auch nicht bei den jüngeren Wählern.“

Das Zauberwort für die jüngeren Wähler heißt Digitalisierung und ein Stück weit sicher auch Bildung. Hinzu kommt Corona und der Wille nach Freiheit, auch da kam die FDP der Jugend viel weiter entgegen als die anderen Parteien.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die FDP das auch begriffen hat, bei ihrem Schrei nach Herabsetzung des Wahlalters, denn wenn die Themen mal vom Tisch sind und das sind sie bei der Digitalisierung und Corona irgendwann, dann sieht es vielleicht ganz anders aus.

Nicht nur Laschet

CDU-Chef Laschet hat die alleinige Verantwortung für die Wahlschlappe übernommen?
Frau Merkel hat die CDU dahingeführt wo sie jetzt ist, mit freundlicher Unterstützung der CDU/CSU.
Sie hatte 18 Jahre den Parteivorsitz, bis 2018.
Frau Merkel hat die CDU in den Abgrund geführt, versteckt sich jetzt hinter Herrn Laschet, oder ist irgendwie abgetaucht.

Am 16. Oktober 2021 um 13:01 von Meinung zu unse...

Zunächst: einer der sicher als einen solchen "Sanierungsfall" zu qualifizierenden ist Friedrich Merz selbst. Er hat quasi überall versagt und riskiert immer noch die große Lippe. Wann sieht er endlich ein, dass er nirgendwo wirklich gebraucht wird. Seine inhaltliche Politik findet auf einen Bierdeckel Platz.
__
Sie hätten die Union doch weder mit den alten noch mit neuen Köpfen gewählt. Es geht darum die Wähler zurück zu holen, die sie teils wg. des Personals, teils aber auch wg. einer Politik, die sich kaum noch von der der SPD unterschied, verloren hat. Insofern hat Herr Merz sehr wohl auch Zustimmung. Ob er für eine Repräsentation geeignet ist, lasse ich mal dahin gestellt. Ist z.Zt. aber auch unwichtig.
Die Union sollte abwarten, wie sich die neue Regierung, so sie denn kommt, schlägt und aus einer starken Opposition heraus sich erneuern. Da hat sie jetzt erst einmal ca. 2 Jahre (vllt. sogar länger ) Zeit. Vieles findet sich von selbst.

14:30 von Karl Maria Jose... Duzen

... geschieht im gegenseitigen Einvernehmen.

Weenn das jemand nicht wünscht, sollte dies respektiert werden.

Ich möchte Dich / SIe sehen, wenn Dich / Sie jemand völlig fremdes auf der Straße mit
"DU" vollquatscht.

Diese Unsitte gibt es mittlerweile auch schon.

Ich habe kein Problem mit dem Duzen, wenn ich gefragt werde und ich es passend finde.

Doch eben respektvoll!
Das hat weder etwas mit Links, Mitte, Rechts
zu tun. Denn sonst sind es eher die sogenannten Bürgerlichen und Konservativen, die auf die Siezen-Etikette achten und diese fordern.

Junge

Nun, eigentlich ist es mir ziemlich egal, ob und wie sich die Union neu aufstellt.
Mir fällt bloß auf, dass keine Frauen genannt werden, wenn es um Neuorientierung geht.
Ich habe mir gestern das Interview mit Wiebke Winter in den tt angesehen. Erfrischend, muss ich sagen. Nach vorne schauend, mit positiver Grundeinstellung, aufgeschlossen den Problemen gegenüber, die die jungen Menschen bedrücken, locker und offen. Kein Vergleich zu den steifen Amthors und Kubans...
Aber, wie man hier vor kurzem lesen konnte in diesem Forum: die hat ja noch nie gearbeitet...viel zu unerfahren...

Und wahrscheinlich ist sie in Wirklichkeit "linksgrün" kommt dann wohl als nächstes.

@Sachse64, 15:05

Den Deutschen geht es so schlecht nicht. Die Wirtschaft hat sich in der Pandemie als erstaunlich robust erwiesen, die Arbeitslosigkeit ist gering, die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch. Auch das Gesundheitssystem hat sich - trotz mancher Schwachstellen - im internationalen Vergleich bewährt. Und nicht zu vergessen: Unser Land hat eine große internationale Reputation. Frau Merkel wird weltweit mit Ehrungen überhäuft. Die CDU hat die Wahl letztlich nicht wegen ihrer Programmatik, sondern wegen ihres Kandidaten verloren - und das auf den letzten Metern, nachdem sie zuvor wie der sichere Sieger ausgesehen hatte. Ich hoffe, die neue Regierung ist den Herausforderungen gewachsen. Man kann es den drei Partnern nur wünschen. Und die CDU wird sich, da bin ich mir sicher, in der Opposition neu formieren. Vielleicht trägt dies auch mit dazu bei, dass die AFD von der politischen Bühne verschwindet. Mit ihrer Hetze gegen Frau Merkel und gegen die CDU hat sie sich das eigene Grab geschaufelt.

Am 16. Oktober 2021 um 13:21 von Wolfgang Wodrag

@ frusthorn

das haben weiland auch schon die Jusos versucht die Partei wirklich zu erneuern, indem man die Seeheimer entmachtet und die alten Seilschaften kappt.

Mit Kappen, Kaltstellen und Entmachten führt man keine Partei. Der Seeheimer Kreis ist ein traditioneller Teil der SPD und Teil der Identität der Partei. Wie wäre es mit einer sachlichen und partnerschaftlichen (genossenschaftlichen) Auseinandersetzung
__
Vielen Dank für diese Einschätzung. Der Forist @Frosthorn übersieht bei seiner Einschätzung, dass die SPD auch viele Wählerstimmen WEGEN und nicht TROTZ des Seeheimer Kreises generiert.
Wenn z.B. die Linke, was ja von einigen bedauert wird, mehr Stimmen geholt hätte, dann wäre nämlich die SPD HINTER der Union geblieben. Nur diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die SPD stärkste Kraft geworden ist. Bitte mal nachrechnen, für diejenigen, die beklagen, dass die Linke ein paar Stimmen zuwenig bekommen hat. Die wären nämlich zu 99% von der SPD gekommen und nicht von der Unio

@ Adeo60 14:46

Also ich bezweifle das die CDU mit deutlichen Vorsprung gewonnen hätte , wenn Frau Merkel weitergemacht hätte. Und ob die Partei wirklich kluge Köpfe hat , das wird sich zeigen.

Kann man Laschet die alleinige Schuld geben?

TS: "Nichts lässt sich schönreden", sagte Laschet in Münster. "Den Wahlkampf, die Kampagne, habe ich zu verantworten und sonst niemand."
Schönzureden gibt es da tatsächlich nichts.
Die alleinige Schuld aber auf sich zu nehmen und so die Empathielosigkeit und Falschheit Söders und letztendlich dessen Verrat an ihn selbst wegzuwischen halte ich für nicht geboten.
Ebensowenig das Verschweigen der mangelnden Rückendeckung durch seine eigene Partei.
Bei jedem Interview eines CDU-Abgeordneten zur Person Laschet konnte man sehr deutlich das Rumdrucksen um Unterstützung für Laschet raushören.
Auch wenn ich Laschet für wenig fähig gehalten habe Kanzler zu werden, hätte ich es doch für recht und billig gehalten, ruhig auch andere mit ins Schuld-Boot zu nehmen.

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