Kommentare - EU-Kommission: Ein Werkzeugkasten für Europas Energiepreise

13. Oktober 2021 - 11:03 Uhr

Unter den steigenden Energiepreisen hat ganz Europa zu leiden. Die EU-Kommission will deshalb heute ihre Maßnahmen präsentieren, um vor allem ärmere Familien zu entlasten. Einigen Staaten liegt nicht an einer Brüsseler Lösung. Von Jakob Mayr.

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Kommentare

14:38, wenigfahrer

>>Und auch die EU hat letzte Woche die A-Energie wieder auf dem Schirm, ob das schon beschlossen ist, weiß ich jetzt nicht.<<

Zwischen dem Beschluss, ein Kernkraftwerk zu planen und der Fertigstellung des Baues liegen mindestens dreißig Jahre.

Das wird uns bei den aktuellen Problemen gewiss entscheidend weiterbringen.

Es wurden auch keinerlei konkrete Planungen beschlossen.

@12:39 von grübelgrübel Energie sparen

Stoßlüftung statt Kipplüftung
- Raumtemperatur anpassen: 1 Grad weniger spart 6%
- Duschen statt Badewanne
- Nachtabsenkung der Raumtemperatur um 3-4 Grad
- nicht alle Räume beheizen
- Thermostatventile einbauen (lassen)

Das alles dürfen Sie machen. Für das Land wäre eine Aufklärungskampagne durchaus sinnvoll. Am Ende darf jeder machen, wie er will!

Indien und China

Diese beiden Länder haben auch intensive Probleme. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die Versorgung zusammengebrochen ist. Indien bekommt keine Kohle ran und in China sind mehrere Kohlegruben überschwemmt.
Der Klimawandel wird unsere zentrale Energieversorgung stärker bedrohen als erwartet, da es die Produktionsstätten angreift. Das Ahrtal sollte doch für uns ein guter Hinweis darauf sein wie unsere produzierende Wirtschaft auch von der Güte der Umgebung abhängig ist.
Es ist im letzten Jahr auch nicht so viel passiert, dass unsere Energie auf Grün umstellt so das man den Fehler dort suchen muss. Der liegt eher in den Förderländern, die sich mit entsprechend begleiteter Polemik die Energiewende bekämpfen.

Mir wurde gesagt, dass sich der Kampf gegen den Klimawandel erst lohnt wenn es wirtschaftlich teurer wird ihn nicht zu bekämpfen. War wohl auch eine Lüge wie sich zeigt.

@12:13 von tagesschlau2012

>> Der billige Atomstrom

Ähh, Atomstrom ist so ziemlich die teuerste Energieart, die es gibt. Billig wirkt es nur durch die Subventionen. -.-

um 14:03 von MargaretaK.

12:39 von grübelgrübel
>>>Auf das nahe liegende kommt mal wieder keiner: Energie sparen.<<<

>>Alle Vorschläge Ihres Energieberaters praktiziere ich bereits. Und zwar schon einige Jahre. Das einzige was ich noch machen könnte, ich sitze Abends im Dunkeln.
Trotzdem wird's finanziell bei mir allmählich eng. Arbeitslosengeld, Minijob und Mini-Witwenrente passen sich den Preisen (Energie, Sprit, Lebenshaltung usw.) leider einfach nicht an. :(<<

Ich habe hunderte Energieberatungen in Mietswohnungen und Einfamilienhäusern durchgeführt. Meine vorgeschlagenen Maßnahmen waren bewusst welche, die jeder sofort umsetzen kann. Sehr häufig habe ich erlebt, dass kaum ein Bewusstsein für die eigenen Möglichkeiten Energie zu sparen vorhanden war. Ausnahmen bestätigen die Regel. Das Einsparpotential liegt bei ca. 15% ohne nennenswerte Komforteinbußen.
Bauliche Maßnahmen bringen natürlich einen größeren Effekt kosten aber…

@klärungsbedarf 14:47

Selbst wenn die Bauxitvorräte zu Ende gehen, dann gewinnt man das Al eben aus Gesteinen etwa Basalt (Austreiben des Al als AlCl3 durch Carbochlorierung). Aluminium wird immer genug zur Verfügung stehen, das Problem ist der hohe Energieaufwand der Herstellung. Im Falle des AlCl3 wäre die Schmelzelektrolyse sogar CO2 neutral (bis auf die Elt-Energie) da dort ein Teil des eingesetzten Chlors zurückgewonnen wird.

@um 14:46 von johnl

"der Staat ist der diesen sehr teuer macht.
Benzin: 63% bekommt der Staat.
Strom: 75% sind Steuern, Abgaben und Umlagen und Netzentgelte."

Eine Entlastung der Bürger durch den Staat ist politisch nicht gewollt. Belastung der Bürger ist das Ziel. Schauen Sie doch einfach auf die Solardächer, egal was der Bürger macht, wird er durch den Staat belangt. MvSt auf die Anlage, auf dem Strom beim Verkauf und auf den Strom beim Verbrauch.

Anders bei den Stromkonzernen, die bekommen den billigen Strom und verkaufen den teuer. Ein Blick in die Niederlande lohnt, dort wird der Strom aus der PV einfach +-verrechnet. kein Weg für Deutschland, weil hier der Bürger fair behandelt worden wäre. Aber, vielleicht können unsere Grünen es besser, auch, wenn ich es nicht glaube.

Ökologischer Umbau

Ich bin gerade in einer Energiesanierung meines Hauses und wollte auch möglichst weg von den fossilen Energieträgern.
Aber Pellets waren bei der Lage des Hauses nicht lieferbar (überhaupt was ist bei Pellets umweltfreundlich?), für eine Wärmepumpe wurde der Standort von Energieberater + Architekt als nicht geeignet eingestuft.
Photovoltaik hat bei uns das Problem, dass unser Haushalt viel zu wenig Strom verbraucht um eine PV-Investition in absehbarer Zeit rentabel zu machen (die Dachfläche ist auch relativ gering wenn ich nicht auf alle Dachfenster verzichten und im Dunkeln sitzen will).
Letztendlich bin ich dann bei einer Gas-Hybridheizung gelandet da es für Solarthermie immerhin noch staatliche Förderung gibt.

@  14:03 von Olivia59

Viel schlimmer finde ich, er sagt seid zufrieden mit dem allgemeinen Fortschritt. Der für jeden gültig ist, egal wie reich. Das Prinzip was leiste ich mit meiner Arbeit, und bin ich in der Lage Geld für mich Einkommen zu erwirtschaften, das arbeitet ja nicht, versucht ihr Vorredner damit zu negieren. Also gäbe es das gar nicht. Ist sprachlich immer derselbe Trick.

@14:47 von Wolf1905

>> Wenn mehr Reaktoren stillgelegt als neu gebaut werden, dann heißt das, daß immer weniger Reaktoren Strom produzieren. Was heißt, daß die Atomenergie sich weltweit auf dem Rückzug befindet. <<
-> auch richtig; richtig ist aber auch, dass neue gebaut werden.

Auf der ganzen Welt befinden sich insgesamt 35 Reaktoren im Bau. Auf ältesten Baustellen wurden 1986 mit dem Bau begonnen.
Die Anzahl der Neubauten nimmt aber ab. 2020 wurden 4 Neubauten begonnen, davon 3 in China, 1 in der Türkei. 2021 waren es (bisher) auch 4, davon 3 in China, 1 in der Türkei.

um 15:09 von jochjoch60

@12:39 von grübelgrübel Energie sparen
Stoßlüftung statt Kipplüftung
- Raumtemperatur anpassen: 1 Grad weniger spart 6%
- Duschen statt Badewanne
- Nachtabsenkung der Raumtemperatur um 3-4 Grad
- nicht alle Räume beheizen
- Thermostatventile einbauen (lassen)

>>Das alles dürfen Sie machen. Für das Land wäre eine Aufklärungskampagne durchaus sinnvoll. Am Ende darf jeder machen, wie er will!<<

Es ist nicht so, dass nichts gemacht wird. Bei Neuvermietung und Verkauf einer Wohnung/Haus muss ein Energieausweis vorgelegt werden. Wenn man den ignoriert, muss man sich später nicht wundern.

Es gibt sinnvolle Energieeinsparverordnungen bereits ab 1995. Förderungen durch die BAFA und die KFW.

Messen und Infoveranstaltungen Landauf- und ab.

Was soll denn eine

Was soll denn eine Nachtabsenkung?
Die habe ich als erstes ausgeschaltet. Gerade abends und nachts, wenn man sich nicht bewegt, ist das unsinnig. Tagsüber bin ich nicht da, da macht das Sinn. Frieren in meinen 4 Wänden ist keine Option.

Und was sehen wir noch? Der Verbrauch sinkt jedes Jahr. Das wird eben mit höherenPreisen und Steuern ausgeglichen.
Sonst würde man ja auf Geld verzichten müssen.

Warum jetzt der PropellerStrom teurer ist, als früher aus einem AKW , muss man mal begründen.

ökologischer Umbau ohne soziale Abfederung

wird ebenfalls in einer Katastrophe für die Menschen enden.
Wenn man sieht wie die CO2-Abgabe in den nächsten Jahren steigen soll, dann frage ich mich wie die ärmeren Schichten die Heizkosten zusätzlich zu den schon gestiegenen Mieten bezahlen sollen. Nicht jeder hat so viel Geld und ein eigenes Haus um selbst Strom zu erzeugen und kann sich auch kein E-Auto leisten.
Ich befürchte dass sich der ökologische Wandel nur die sehr Wohlhabenden leisten können, während die Ärmeren auf der Strecke bleiben werden.
Ob unsere Gesellschaft dann auch die darauf folgenden politischen Verwerfungen aushalten wird?

Wozu Steuergelder verwenden,?!

Andere wie ich haben für teures Geld eine Wärmepumpe angeschafft. Dafür gab es kaum 10% Zuschuss von der Bafa.

Jetzt Milliarden an Steuergeld zu nutzen um die künstlich geschaffene Energie Knappheit zu bekämpfen ist doch schizophren.

Und es zeigt wie ineffektiv und unfähig der Staat ist, dass es immer wieder zu solchen Zuständen kommt.

Nadine Schön (MdB) bei Gabor Steingart

„ Zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Thomas Heilmann und anderen hat sie das Buch „Neustaat“ verfasst, das insbesondere eine Reform der Staatlichkeit beschreibt. Dort analysiert sie, dass der Staat in eine Komplexitätsfalle geraten sei und der Volkswirtschaft in diesem Zustand keinen wirklichen Dienst mehr erweisen könne. Deutschland bezahle mit einem Rückstand gegenüber den anderen Wirtschaftsblöcken, der dramatisch sei: Im Bereich der Plattformunternehmen seien 64 Prozent aus den USA, 31 Prozent aus Asien und lediglich ein sehr kleiner Teil aus Europa.“

Dies ist auch der Grund für die aktuelle Energie Krise.

Diese Dysfunktionalität…

einfach herrlich hier wieder

sind thermostatventile nicht schon lange pflicht? und meine stadtwerke haben vorausschauend, wie sie nun mal sind, die tarife umgestellt. da die örtlichen energieverkäufer ahnen, daß ich dem geschwätz der politik folge und sparen will, haben sie einfach den grundpreis drastisch erhöht und den erbraucherpreis etwas gesenkt. so brauchen sie nicht die vielen verdienten köpfe der politik aus ihren führungsetagen entlassen. ok, wird die ARD nicht so gerne hören, weil ja selbst betroffen

13. Oktober 2021 um 15:24 von Advocatus Diabo...

überhaupt was ist bei Pellets umweltfreundlich?

Theoretisch sind die Klimaneutral, weil sie aus Holz sind. Da sie aus Holzabfällen erzeugt werden können könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Das Problem ist wie immer Masse. Zu viele Pelletheizungen erzeugen übermäßige Nachfrage und dann werden Bäume für Pellets gerodet was dem ursprünglichen Plan mit den Pellets widerspricht.

Gute Idee um aus Überschuss Energie zu erzeugen. Schlechte Idee in der Umsetzung (bei den Holzhäusern ist es ähnlich oder den Papiertüten).

Wenn es nicht so traurig wäre ...

...müsste ich lachen!

Ein „Werkzeugkasten“ von Preissenkungsinstrumenten die den Nationalstaaten jetzt zur Verfügung stünden ? Als wenn die das nicht selber wüssten.

Es fehlt jetzt nur noch das die Bundesregierung im Winter das Tragen warmer Pullover in der Wohnung empfiehlt ...

Die ganze EU Energiepolitik ist - weil rein ideologisch und geopolitisch aufgeladen - ein einziger Murks. Die Verbraucher und die heimische Industrie dürfen es jetzt ausbaden.

Ich kann gut verstehen warum der Taiwanesische Chipgigant TMSC zwar in USA eine Fabrik bauen will, aber nicht in der EU.

Nicht nur die deutschen Grünen, auch die EU Kommission, glauben mit ihrer antirussischen Politik etwas gutes für die Welt zu bewirken. Doch ich fürchte, derlei ideologische Verblendung wird die EU-Bürger noch sehr teuer zu stehen kommen!

15:39 von Karl Maria Jose...

>>und meine stadtwerke haben vorausschauend, wie sie nun mal sind, die tarife umgestellt. da die örtlichen energieverkäufer ahnen, daß ich dem geschwätz der politik folge und sparen will, haben sie einfach den grundpreis drastisch erhöht und den erbraucherpreis etwas gesenkt. so brauchen sie nicht die vielen verdienten köpfe der politik aus ihren führungsetagen entlassen. ok, wird die ARD nicht so gerne hören, weil ja selbst betroffen<<

Wie? Die ARD sitzt mit den verdienten Köpfen der Politik in den Führungsetagen Ihrer Stadtwerke?
Das ist natürlich ein Skandal, wenn ich das hier so offen sagen darf.

Warum bestellt die EU nicht zusätzlich Gas in Russland?

Die auch im Einspieler erwähnten Vorwürfe in Richtung Moskau sind reine Polemik. Auch die Kanzlerin stellte klar, dass Russland exakt die vereinbarten Mengen liefert.

Es könnte evtl mehr geliefert werden. Dann müsste aber natürlich zuerst mal auch mehr bestellt werden!

Das dann Russland evtl auch höhere Preise durchsetzen könnte ist ja durchaus gewollt, denn den USA oder Katar gönnt man das ja auch ...

Das man, wie auch immer wieder behauptet, von Erdgas weg kommen will, bezweifle ich sehr. Denn Erdgas bildet auch die Grundlage für die Herstellung von Wasserstoff. Und der spielt ja eine große Rolle beim Umbau der energieintensiven Industrien zu einem „grünen“ Wirtschaften.

Ich vermute dass zukünftig eher noch MEHR Erdgas benötigt werden wird, aber evtl nicht zum Heizen oder der Stromerzeugung!

15:29 von Bender Rodriguez

>>Warum jetzt der PropellerStrom teurer ist, als früher aus einem AKW , muss man mal begründen.<<

Weil der Atomstrom im Gegensatz zum "Propellerstrom" mit gigantischen Summen subventioniert wird. Und das schon seit über 60 Jahren

@ 15:26 von grübelgrübel

"Es ist nicht so, dass nichts gemacht wird. Bei Neuvermietung und Verkauf einer Wohnung/Haus muss ein Energieausweis vorgelegt werden. Wenn man den ignoriert, muss man sich später nicht wundern."

Blanke Theorie, wer kann schon zwischen Mietwohnungen aufgrund von Energieausweisen wählen?
Eben, die meisten sind froh überhaupt mal eine Wohnung zu bekommen.
Bei den explodierten Immobilienpreisen sieht es beim Kauf nicht anders aus.

@15:25 von Peter G.

"@ 14:03 von Olivia59
Viel schlimmer finde ich, er sagt seid zufrieden mit dem allgemeinen Fortschritt. Der für jeden gültig ist, egal wie reich. Das Prinzip was leiste ich mit meiner Arbeit, und bin ich in der Lage Geld für mich Einkommen zu erwirtschaften, das arbeitet ja nicht, versucht ihr Vorredner damit zu negieren. Also gäbe es das gar nicht. Ist sprachlich immer derselbe Trick."

Ich kann das nicht unbedingt schlimm finden. Die 2 Betrachtungsmöglichkeiten, die nur selten diskutiert sind, sind folgende...
Die 40% die sowieso in Altersarmut gehen und sparen müssen wo sie können, sind wegen der Globalisierung einfach nicht produktiv genug um mehr zu verdienen, was als Globalisierungskritik AfD-anschlussfähig macht, oder die Armut ist die Folge einer Umverteilung von unten nach oben, was linke Parteien auf den Plan ruft. Die Wahrheit könnte aber auch in der Mitte liegen.

um 14:18 von Wolf1905

>>
Wollen Sie unsere Landschaften mit Windrädern und PV-Anlagen verbaut haben, die aber bei schlechten Wetterverhältnissen nichts bringen?
<<

Meiner Meinung nach sind das Sentimentalitäten. Städter sehen Windräder eh kaum. Und was ist an einem Wolkenkratzer eigentlich schön als an einem Windrad. Auf dem Lande muss man sicher einiges mit Geld regeln. Aber das hat man in Gebieten mit Tagebau ja schon lange Zeit gemacht. Was ist an einem erahnbaren Offshore-Park eigentlich schlimmer als an viel näher vorbei fahrenden Schiffen ? Was früher an der Ruhr hässlicher, ungesunder Arbeitsplatz war, ist heute Zechen-Museum.
Und wer darauf verweist, dass Windräder wegen Flaute still stehen können, der sollte nicht vergessen, dass den Atomkraftwerken in der Zukunft das Kühlwasser fehlen könnte. Wäre ja nicht das erste mal.

Tremiro

"Weil der Atomstrom im Gegensatz zum "Propellerstrom" mit gigantischen Summen subventioniert wird. "

Dann sollte man den PropellerStrom halt auch subventionieren. Sonst gibt's überhaupt keine Vergleichsgrundlage.

AKW_neubauten in Europa

Aktuell befinden sichin Europa 3 AKW im Bau.

Flamanville in Frankreich:

Baubeginn: 2007

Geplante Fertigstellung: 2012

Dauert aber noch bis mindestens 2023

Prognostizierte Kosten: 3,3 Mrd. €

Bisher ausgegeben: 19,1 Mrd €

Olkiluoto Finnland:

Baubeginn: 2005

Geplante Fertigstellung: 2009

Dauert aber noch bis mindestens Ende 2022

Prognostizierte Kosten: 3,2 Mrd. €

Bisher ausgegeben: 8,4 Mrd € (kommt aber noch was drauf.

Hinkley Point C 1 und C2 Großbritannien:

Baubeginn: 2018/19

Geplante Fertigstellung: 2026

Prognostizierte Kosten: 19 Mrd. € (für beide)

Das ganze wird aber vermutlich mindestens 28,9 Mrd. € kosten, die EU-Komission geht aber von einem Kapitalbedarf con 40,1 Mrd. € aus.

Die Investoren ließen sich für 35 Jahre eine Einspeisevergütung von 92,5 Pfund/MWh plus jährlichem Inflationsausgleich garantieren. (mittlerweile läge der Preis schon bei deutlich über 100 Euro/MWh).

Kernkraft lohnt sich ... für einige wenige, es braucht aber Geduld.

Gruß, zopf.

um 15:17 von spax-plywood

>>
Selbst wenn die Bauxitvorräte zu Ende gehen, dann gewinnt man das Al eben aus Gesteinen etwa Basalt (Austreiben des Al als AlCl3 durch Carbochlorierung). Aluminium wird immer genug zur Verfügung stehen, das Problem ist der hohe Energieaufwand der Herstellung. Im Falle des AlCl3 wäre die Schmelzelektrolyse sogar CO2 neutral (bis auf die Elt-Energie) da dort ein Teil des eingesetzten Chlors zurückgewonnen wird.
<<

Endlich bleibt der Vorrat trotzdem. Sie wissen ja, dass Albert Einstein die Unendlichkeit nur dem Universum und der menschlichen Dummheit zugesprochen hat, mit entsprechenden Zweifeln in Bezug auf das Universum.

um 15:52 von Giselbert

@ 15:26 von grübelgrübel
"Es ist nicht so, dass nichts gemacht wird. Bei Neuvermietung und Verkauf einer Wohnung/Haus muss ein Energieausweis vorgelegt werden. Wenn man den ignoriert, muss man sich später nicht wundern."

>>Blanke Theorie, wer kann schon zwischen Mietwohnungen aufgrund von Energieausweisen wählen?
Eben, die meisten sind froh überhaupt mal eine Wohnung zu bekommen.
Bei den explodierten Immobilienpreisen sieht es beim Kauf nicht anders aus.<<

Ich schrieb doch, dass man sich später aber nicht wundern muss. Also besser keinen Energieausweis?

Bei uns auf dem Land gibt es genügend bezahlbaren Wohnraum.

um 15:42 von IckeDette

13. Oktober 2021 um 15:24 von Advocatus Diabo...
überhaupt was ist bei Pellets umweltfreundlich?

>>Theoretisch sind die Klimaneutral, weil sie aus Holz sind. Da sie aus Holzabfällen erzeugt werden können könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Das Problem ist wie immer Masse. Zu viele Pelletheizungen erzeugen übermäßige Nachfrage und dann werden Bäume für Pellets gerodet was dem ursprünglichen Plan mit den Pellets widerspricht.
Gute Idee um aus Überschuss Energie zu erzeugen. Schlechte Idee in der Umsetzung (bei den Holzhäusern ist es ähnlich oder den Papiertüten).<<

Derzeit ist soviel Holz vorhanden, dass die Forstbetriebe nicht wissen wohin damit. Der Borkenkäfer leistet ganze Arbeit. Übrigens auch ein Ergebnis des menschengemachen Klimawandels.

@  15:52 von Olivia59

Naja, AFD oder sehr linke Parteien zu wählen ist ja nur die Reaktion auf die Ungerechtigkeit. Wenn es radikale Linke Parteien werden, und ich meine jetzt im Sinne von Sozialismus beziehungsweise Kommunismus, echtem, ist es genauso gefährlich wie rechte Parteien die radikal sind. Trotz einer aktuellen Machtlosigkeit die Ungerechtigkeit deutlich zu reduzieren, muss stets das Ziel etwas zu ändern, gesehen werden. So anstrengt das emotional auch ist. Und Details muss man besprechen, niemand hat da die absolute Wahrheit. Das man aber aus diesem Extremen der Ungerechtigkeit heraus muss, und zwar bald, kann nicht bezweifelt werden.

15:29 von Bender Rodriguez

«Warum jetzt der PropellerStrom teurer ist, als früher aus einem AKW , muss man mal begründen.»

Wäre der Propellerstrom auch so exorbitant vom Staat subventioniert wie der Atomstrom, bekäme jeder Verbraucher pro 1 KWh verbrauchter Propellerstrom mind. 0,99 € gut geschrieben auf dem Stromkonto.

@ 15:50 Möbius - vom Erdgas wegkommen ?!

„ Das man, wie auch immer wieder behauptet, von Erdgas weg kommen will, bezweifle ich sehr. Denn Erdgas bildet auch die Grundlage für die Herstellung von Wasserstoff. Und der spielt ja eine große Rolle beim Umbau der energieintensiven Industrien zu einem „grünen“ Wirtschaften.“

Erdgas ist die Brückentechnologie für die nächsten Jahrzehnte, da man ja die Atomkraftwerke unnötiger Weise alle für teures Geld früher stilllegt.

Wer soll das behauptet haben, dass man vom Erdgas wegkommen will..?!

Ohne Erdgas und solang wir keine funktionierende Speichertechnologie haben, wird man Erdgas massiv ausbauen müssen.

16:07 @ grübelgrübel

"... Derzeit ist soviel Holz vorhanden, dass die Forstbetriebe nicht wissen wohin damit.  ..."

Dann können Sie sicher erklären,
wieso Holzpreise massivgedtiegen sind - Angebot, Nachfrage,
die Baubranche ausgebremst wird auf Grund von Holzmangel,
Man nicht mal mehr eine Holzurne bekommt , ...

um 16:09 von schabernack

>>
Wäre der Propellerstrom auch so exorbitant vom Staat subventioniert wie der Atomstrom, bekäme jeder Verbraucher pro 1 KWh verbrauchter Propellerstrom mind. 0,99 € gut geschrieben auf dem Stromkonto.
<<

Wenn ich mir Dauer und Kosten des Rückbaus des AKW Lubmin so ansehe, dann haben AKWs doch immerhin einen nicht zu unterschätzenden Langfristeffekt am Arbeitsmarkt.

Am 13. Oktober 2021 um 11:50 von Augustus Cäsar

Die anderen europäischen Länder

sorgen sich wegen der weiter steigenden Energiepreise. Sie sollten sich einfach nur ein Beispiel an Deutschland nehmen, hier sind die Menschen glücklich über höhere Preise und können nicht genug bekommen. Haben doch gerade die Parteien bei den Wahlen, die sich für steigen Energiepreise einsetzen gut abgeschnitten.
__
Man könnte tatsächlich zu dieser Ansicht gelangen.
Was mich wundert ist, dass die sonst so eifrigen Linken-Vertreter sich so stikum verhalten. Deren Klientel dürfte doch von den Preissteigerungen auch stark betroffen sein, oder ?

@ 16:07 grübelgrübel- nicht immer der Klimawandel

„ Derzeit ist soviel Holz vorhanden, dass die Forstbetriebe nicht wissen wohin damit. Der Borkenkäfer leistet ganze Arbeit. Übrigens auch ein Ergebnis des menschengemachen Klimawandels.“

Es ist eine Folge von Monokulturen. Wir haben kaum echte Wälder hier in Deutschland.

Ein altes Sprichwort sagt: willst Du deinen Wald vernichten, pflanze Fichten!

Darum geht’s. Der Klimawandel ist oft nur vorgeschoben. Auch im Ahrtal ist die Katastrophe vielschichtig. Man hat viel von dem Schutz, der in den letzten 200 Jahren erbaut wurde, wegen angeblichem Umweltschutz rückgebaut.

Die Folgen sind bekannt. Und der Katastrophenschutz kommt nur um sich bei den freiwilligen Helfern zu erkundigen, wie man in so einem Fall am besten hilft…

@16:07 von Peter G.

"Naja, AFD oder sehr linke Parteien zu wählen ist ja nur die Reaktion auf die Ungerechtigkeit. Wenn es radikale Linke Parteien werden, und ich meine jetzt im Sinne von Sozialismus beziehungsweise Kommunismus, echtem, ist es genauso gefährlich wie rechte Parteien die radikal sind. Trotz einer aktuellen Machtlosigkeit die Ungerechtigkeit deutlich zu reduzieren, muss stets das Ziel etwas zu ändern, gesehen werden. So anstrengt das emotional auch ist. Und Details muss man besprechen, niemand hat da die absolute Wahrheit. Das man aber aus diesem Extremen der Ungerechtigkeit heraus muss, und zwar bald, kann nicht bezweifelt werden."

Sehe ich ganz genauso. Armut und Altersarmut oder die sich öffnende Schere arm/reich als Allgemeinwissen zu behandeln, über das es sich kaum noch lohnt zu sprechen, führt bestimmt nicht zu den notwendigen Handlungen.
Diese Pflasterpolitik, Einkommensschwachen Energiegutscheine zu verpassen ist ein Witz.

Am 13. Oktober 2021 um 16:09 von schabernack

15:29 von Bender Rodriguez

«Warum jetzt der PropellerStrom teurer ist, als früher aus einem AKW , muss man mal begründen.»

Wäre der Propellerstrom auch so exorbitant vom Staat subventioniert wie der Atomstrom, bekäme jeder Verbraucher pro 1 KWh verbrauchter Propellerstrom mind. 0,99 € gut geschrieben auf dem Stromkonto.
__
Wenn das so ist, was hindert denn den Staat daran, nun den "Propeller-Strom" für den Verbraucher zu subventionieren ?

Vielleicht ist die Deindustrialisierung ja gewollt

Eigentlich logisch: bis ins 19. Jahrhundert spielte der 1. Sektor (Landwirtschaft und Bergbau) die zentrale Rolle, im 20. Jahrhundert der 2. Sektor (Industrie) und im 21. Jahrhundert der 3. Sektor (Handel und Dienstleistungssektor).

Wie sieht dann die Zukunft aus ?

Produziert (egal ob schmutzig oder nicht) wird in China, Gewinne fließen zum Teil in die Taschen deutscher Aktionäre. Die deutsche „workforce“ arbeitet nur noch mit immateriellen Gütern und digital (außer im sozialen Bereich). Es gibt neue Berufsbilder mit deren Bezeichnungen man selbst heute kaum etwas anfangen kann, wie einen hypothetischen „Human Capability Manager“ ...

Ja. Dann brauchen wir keine AKW. Und Strom aus Sonne und Wind reichen aus. Und Erdgas und Erdöl brauchen wir dann auch nicht mehr. Aber auch keine Ingenieure oder Naturwissenschaftler mehr und keine Patente ... ist das wirklich gewollt ?

13. Oktober 2021 um 16:07 von grübelgrübel

Derzeit ist soviel Holz vorhanden, dass die Forstbetriebe nicht wissen wohin damit. Der Borkenkäfer leistet ganze Arbeit. Übrigens auch ein Ergebnis des menschengemachen Klimawandels.

Das Holz verzweifelt gerade an den Sägewerken sonst wäre der Holzpreis für verarbeitetes Holz auch geringer.
Und ja. Der Borkenkäfer ist aber ein doppelter Fehler. Der hat nämlich auch so seine bevorzugten Holzarten und kann sich in Mischwälder nicht so schadhaft verhalten wie in Monokulturen.

@zopf

"Flamanville in Frankreich:

Baubeginn: 2007

Geplante Fertigstellung: 2012

Dauert aber noch bis mindestens 2023

Prognostizierte Kosten: 3,3 Mrd. €

Bisher ausgegeben: 19,1 Mrd €"

Und weitere 2 Beispiele.
Da kann man doch mal sehen, wie rasend schnell und preiswert der BER fertig war...

@ 16:09 von schabernack- Atomstrom billig

„ Wäre der Propellerstrom auch so exorbitant vom Staat subventioniert wie der Atomstrom, bekäme jeder Verbraucher pro 1 KWh verbrauchter Propellerstrom mind. 0,99 € gut geschrieben auf dem Stromkonto.“

Abgeschriebene Atomkraftwerke produzieren fast für umsonst. Und das Problem mit dem Atommüll ist ja sowieso da. Die bestehenden AKWs noch 20-30 Jahre weiter zu betreiben wäre günstiger und vor allem CO2-freundlicher, als alles andere was wir derzeit machen.

Die Abschaltung war Ideologie. Und solche Entscheidungen fallen einem immer früher oder später auf die Füße.

16:19 von Klärungsbedarf

Wenn ich mir Dauer und Kosten des Rückbaus des AKW Lubmin so ansehe, dann haben AKWs doch immerhin einen nicht zu unterschätzenden Langfristeffekt am Arbeitsmarkt.»

Das ist so, und in Lubmin baut man schon fast 30 Jahre zurück.
Wann das fertig sein soll … keine Ahnung.

Am 13. Oktober 2021 um 16:25 von harpdart

"Flamanville in Frankreich:

Baubeginn: 2007

Geplante Fertigstellung: 2012

Dauert aber noch bis mindestens 2023

Prognostizierte Kosten: 3,3 Mrd. €

Bisher ausgegeben: 19,1 Mrd €"

Und weitere 2 Beispiele.
Da kann man doch mal sehen, wie rasend schnell und preiswert der BER fertig war...
__
Wenn Flamanville in DE läge, wäre man frühestens in den 30er Jahren damit durch aber wir dürfen ja keins mehr.

@covid strategie

"Die Abschaltung war Ideologie. Und solche Entscheidungen fallen einem immer früher oder später auf die Füße."

Aha, Ideologie also.
Früher oder später gibt's den nächsten GAU.
Und früher oder später löst ein Zwischenlager eine nukleare Katastrophe aus.

Was wenn die Kernfusion kommt ?

Lehnt Deutschland das dann auch als „nukleare“ Technologie zur Energieerzeugung ab?

Im Moment importiert Deutschland noch enorme Mengen Erdöl (40% davon aus Russland), welches dann zu Kunststoffen, synthetischen Fasern, Arzneimitteln verarbeitet wird - aber in erster Linie zu Treibstoffen für Flugzeuge, Schiffe, LKW, Autos und Motorräder.

Man sollte sich das gut überlegen ob und wie man auf fossile Rohstoffe verzichten will und um welchen Preis.

Wovon lebt der Durchschnittsdeutsche im Jahr 2050? Von Softwareentwicklung ? Kaum, können die Asiaten billiger. Von Beratungsleistungen? Kaum, ohne Praxis. Na, ja aber Friseur und Altenpfleger sind wenigstens krisensicher...

Derweil bauen China und die USA auf dem Mond Rohstoffe ab, während der Deutsche sich beim Joint entspannt in seine Sartre Lektüre vertieft und vom bedingungslosen Grundeinkommen lebt ...

16:31, weingasi1

>>Am 13. Oktober 2021 um 16:25 von harpdart
"Flamanville in Frankreich:

Baubeginn: 2007

Geplante Fertigstellung: 2012

Dauert aber noch bis mindestens 2023

Prognostizierte Kosten: 3,3 Mrd. €

Bisher ausgegeben: 19,1 Mrd €"

Und weitere 2 Beispiele.
Da kann man doch mal sehen, wie rasend schnell und preiswert der BER fertig war...
__
Wenn Flamanville in DE läge, wäre man frühestens in den 30er Jahren damit durch aber wir dürfen ja keins mehr.<<

Machen Sie Deutschland ruhig schlecht.

Aber glauben Sie denn, daß Flamanville in zwei Jahren ans Netz geht?

Ich nicht.

@M. Höfling

nicht ausgesetzt, sondern abgeschafft!

Am 13. Oktober 2021 um 15:52 von Klärungsbedarf

Und wer darauf verweist, dass Windräder wegen Flaute still stehen können, der sollte nicht vergessen, dass den Atomkraftwerken in der Zukunft das Kühlwasser fehlen könnte. Wäre ja nicht das erste mal.
__
Wann fehlte denn bei uns Kühlwasser für die betriebenen AKW's ?

um 16:17 von Leipzigerin59

16:07 @ grübelgrübel
"... Derzeit ist soviel Holz vorhanden, dass die Forstbetriebe nicht wissen wohin damit. ..."
>>Dann können Sie sicher erklären,
wieso Holzpreise massivgedtiegen sind - Angebot, Nachfrage,
die Baubranche ausgebremst wird auf Grund von Holzmangel,
Man nicht mal mehr eine Holzurne bekommt , ...<<

Bauholz ist kein Grundmaterial für Pellets. Googeln sie mal „künstliche Holzverknappung“.

@ 16:26 von covid-strategie

Zitat: "Die bestehenden AKWs noch 20-30 Jahre weiter zu betreiben wäre günstiger und vor allem CO2-freundlicher, als alles andere was wir derzeit machen."

20 - 30 Jahre ?

Hey, das ist der Zeitraum, in dem es seit Beginn der Kernfission irgendwo auf der Welt zu einer Kernschmelze gekommen ist.

OK, Deutschland war noch nicht dabei, aber was nicht ist ...

Gruß, zopf.

EU Energiepreise

Wenn Brüssel nicht gemeinsam mit seinen Handelspartnern schafft, eine auskömmliche Energieversorgung zu managen und auch Preise durch entsprechende Maßnahmen abfedert, dann werden wir wohl teilweise im Dunklen sitzen und drei Wolldeckeh mehr auflegen müssen. Junge Menschen in meinem Umfeld und alte Nachbarn mit schmaler Rente haben richtig Angst, wie in Zukunft alles bezahlt werden soll. Was ich bemängele, sind nicht die Tatsachen, denen wir ins Auge blicken müssen. Es ist der mediale und reißerische Umgang mit diesem Thema. Wenn man sachliche Artikel zu diesem Drama liest, dann erscheinen manche Darstellungen in einem nüchternen, deutlich weniger emotional geladenem, belastetem Licht. Und das ist, so mein Eindruck, der springende Punkt, warum Angst Sorgen ersetzt. Kühler Kopf, klare Politik und Leitlinien sind das einzige Konzept, um die Menschen mitzunehmen. Panik aber ist, wie meistens, überzogene Reaktion. Und bestärkt nur die Urängste der Menschen und ihren Zweifel an Politik.

um 16:25 von IckeDette

13. Oktober 2021 um 16:07 von grübelgrübel
Derzeit ist soviel Holz vorhanden, dass die Forstbetriebe nicht wissen wohin damit. Der Borkenkäfer leistet ganze Arbeit. Übrigens auch ein Ergebnis des menschengemachen Klimawandels.
>>Das Holz verzweifelt gerade an den Sägewerken sonst wäre der Holzpreis für verarbeitetes Holz auch geringer.
Und ja. Der Borkenkäfer ist aber ein doppelter Fehler. Der hat nämlich auch so seine bevorzugten Holzarten und kann sich in Mischwälder nicht so schadhaft verhalten wie in Monokulturen.<<

Gibt es irgendeinen Zweifel daran, dass die vergangenen viel zu trockenen Jahre dem Borkenkäfer massiv entgegen gekommen sind? Monokulturen kommen allerdings erschwerend hinzu. Ist auch menschengemacht.

16:24 von weingasi1 / @schabernack

« Wenn das so ist, was hindert denn den Staat daran, nun den "Propeller-Strom" für den Verbraucher zu subventionieren ?»

Das könnte der Staat theoretisch tun, es wäre aber auch aus Sicht der Volkswirtschaft Geldverschwendung wie bei den AKW. Rechnete man bei denen alle langfristigen Kosten mit ein (die nie auf Stromrechnungen auftauchen), ist Strom aus AKW noch teurer als ohnehin schon.

Das wird alles aus Steuermitteln beglichen, was letztlich auch alle Steuerzahler berappen müssen. Rechte Tasche linke Tasche ohne dass es irgendwo konkret auf einer Rechnung steht.

Der Atomstrom in Frankreich ist auch hoch subventioniert, weil AKW schon immer Französische Staatspräferenz war, seit man AKW bauen kann. Was das eine neue AKW im Bau in Frankreich kostet, wurde weiter oben schon zahlifiziert.

Für so irre Summen könnte man als Staat selbstverständlich auch Propellerstom oder Spiegelstom aus Photovoltaik ganz anders bspw. mit einer deutlich geringeren EEG-Umlage "bepreisen".

13. Oktober 2021 um 16:43 von weingasi1

Wann fehlte denn bei uns Kühlwasser für die betriebenen AKW's ?

Immer wenn die Flüsse zu heiß waren mussten die AKWs gedrosselt werden. Das hatte aber den Hintergrund, dass die Fische im Fluss überleben sollen, weil die ab einer gewissen Temperatur (<28°C) nicht mehr genügend Sauerstoff führen um die Tiere am Leben zu erhalten. AKWs funktionierren auch noch wenn die Flüsse 80°C heiß sind.
Eines der Kernprobleme des Klimaumbruches ist übrigens zu viel Energie in der Atmosphäre. Das löst ein AKW nicht, sondern verschärft es.

@covid-strategie : die Abkehr vom Atom war ein Fehler

Es ist dadurch schon so viel wertvolles Know-How in Deutschland unwiederbringlich verloren gegangen!

Dabei gibt es heute sehr sichere und effiziente Atomkraftwerke. Und das Beste: es ist eine „grüne“ Technologie, frei von CO2 Emissionen !

In 10 Jahren, da bin ich sicher, wird man dem Herrgott danken nicht auf die Nord Stream II Pipeline aus ideologischen Gründen verzichtet zu haben! Denn Erdgas wird immer wichtiger, und sei es nur als Wasserstoffquelle ( CH4 + CO2 —> 2 CO + 2 H2 ). Damit kann man gleichzeitig einen Teil des CO2 loswerden!

um 16:43 von weingasi1

>>
Wann fehlte denn bei uns Kühlwasser für die betriebenen AKW's ?
<<

Schon jetzt müssen AKWs regelmäßig gedrosselt werden, weil das erwärmte Kühlwasser die Flüsse zu stark aufheizt. Die meiste von einem AKW erzeugte Energie ist nämlich Wärmeenergie, ein deutlich geringerer Teil ist Strom. Wenn Flüsse praktisch ganz trocken fallen, dann sieht es entsprechend düster mit AKWs aus. Aber dann auch nicht nur mit denen. Hatten wir aber schon, wenn Sie mal an das Rhein-Niedrigwasser zurück denken.

13. Oktober 2021 um 16:48 von grübelgrübel

Gibt es irgendeinen Zweifel daran, dass die vergangenen viel zu trockenen Jahre dem Borkenkäfer massiv entgegen gekommen sind?

Nö, aber ich bin Berliner und wir hatten mal sehr viele Kastanien. Diese Bäume waren zielgerichtet gewählt, weil sie flache Wurzeln hatten und Schatten spendeten. Man sieht sie sehr oft auf Brauereihöfen (Pilsener Brauart), weil damals noch der Winterschnee in den Tiefkeller geschippt wurde damit man auch im Sommer brauen kann. Diese Bäume hatten also damals schon eine Wetterfunktion und jetzt sterben sie aus wegen Trockenheit und Miniermotte.
Der Wandel zeigt sich leider überall inzwischen.

Am 13. Oktober 2021 um 15:31 von Advocatus Diabo..

Ich befürchte dass sich der ökologische Wandel nur die sehr Wohlhabenden leisten können, während die Ärmeren auf der Strecke bleiben werden.
Ob unsere Gesellschaft dann auch die darauf folgenden politischen Verwerfungen aushalten wird?
__
Diesen Einwand habe ich schon des öfteren vorgebracht. Leider wurde ich ausser "muss man halt mal 'nen Pullover im Wohnzimmer anziehen, von den Propagandisten des Umweltschutzes, allenfalls noch geäussert, dass es später NOCH teurer sei.
Einen Ansatz zur Problemlösung konnte ich bis dato nicht erkennen. Deshalb auch mein post hinsichtlich der Linken.

@ 16:43 von weingasi1

Zitat: "Wann fehlte denn bei uns Kühlwasser für die betriebenen AKW's ?"

Das passiert sowohl bei uns, als auch bei unseren europäischen Nachbarn fast jedes Jahr.

Bei der Deutschen Welle gibt es einen Einblick: "Wie kühlen heiße Länder ihre Kernkraftwerke".

Gruß, zopf.

Am 13. Oktober 2021 um 17:01 von Klärungsbedarf

Schon jetzt müssen AKWs regelmäßig gedrosselt werden, weil das erwärmte Kühlwasser die Flüsse zu stark aufheizt.
__
Ja, dann drosselt man sie. Und ?
__
Hatten wir aber schon, wenn Sie mal an das Rhein-Niedrigwasser zurück denken.
__
Welches AKW war das denn wann schuld ?

Atomkraft ist keine Zukunft

Wir haben bis heute nicht geschafft, die Entsorgung ohne Gefahren, mit einer adäquaten Aufarbeitung und sicherer Ablage zu entwickeln. Die großen Bauruinen stillgelegter Atomkraftwerke dokumentieren das wie die, bei denen wir fast einen Super Gau erlebten. Tschernobyl und Fukushima sind nicht vergessen. Und wenn ich hier lese, man könne das als CO2 freien Energielieferanten schätzen, dann erkenne ich allenfalls Ignoranz oder Unkenntnis. Es mag eine Zeit geben, dass wir diese Energiequelle nutzen und beherrschen können. Derzeit ist sie obsolet. Verstrahlte Regionen, Strahlungsschäden und Durchseuchung gibt es genug. Dieses auszublenden, ist schon ein Stück Naivität und Weltfremdheit.

17:03, weingasi1

>>Am 13. Oktober 2021 um 15:31 von Advocatus Diabo..
Ich befürchte dass sich der ökologische Wandel nur die sehr Wohlhabenden leisten können, während die Ärmeren auf der Strecke bleiben werden.
Ob unsere Gesellschaft dann auch die darauf folgenden politischen Verwerfungen aushalten wird?
__
Diesen Einwand habe ich schon des öfteren vorgebracht. Leider wurde ich ausser "muss man halt mal 'nen Pullover im Wohnzimmer anziehen, von den Propagandisten des Umweltschutzes, allenfalls noch geäussert, dass es später NOCH teurer sei.
Einen Ansatz zur Problemlösung konnte ich bis dato nicht erkennen. Deshalb auch mein post hinsichtlich der Linken.<<

Die Ärmeren bleiben nur dann auf der Strecke, wenn man an die Selbstregulierungskraft des Marktes setzt.

Natürlich müssen Arme bei den Energiekosten entlastet werden. Eine warme Wohnung halte ich für Menschenrecht.

Und ja, ohne Energiewende wird es für die gesamte Menschheit, egal ob arm oder reich, sehr, sehr teuer.

Das bitte ich zu bedenken.

Am 13. Oktober 2021 um 11:46 von davidw.

Diese Billigst Zertifikate müssten zurückgezogen und zurückgezahlt werden und durch neue wirkungsvolle CO₂ Zertifikate ersetzt werden!
Es sind in der EU, wie im Artikel beschrieben, nur einige Länder
die die neuen Wege aus dem Klimaschutz nicht mitgehen wollen.
Es braucht in der EU aber nicht überall Einstimmigkeit, es kann auch durch Mehrheit entschieden werden!
Ob es bei den CO₂ so ist, weiß ich leider im Moment noch nicht!
__
Diejenigen, für die das wichtig ist, werden das schon wissen. Die werden nämlich in Zukunft DORT produzieren. Die sind doch nicht blöd.
Vllt sollte der unabhängige Verbraucher sich überlegen, in Zukunft dort seine Zelte aufzuschlagen. Vllt löst das einen ganz anderen Flüchtlingsstrom aus. ;)

Was bin ich gerührt!

Man fordert einen Baukasten für Europa. Wie soll das gehen mit all den unterschiedlichen Interessen und technischen Ausstattungen?

@ 16:40 von Möbius

Zitat: "Was wenn die Kernfusion kommt ?

Lehnt Deutschland das dann auch als „nukleare“ Technologie zur Energieerzeugung ab?"

Da Deutschland sowohl am Forschungsprojekt ITER in Cadarache zum Tokamak-Reaktor beteiligt ist und darüber hinaus in Greifswald mit dem Wendelstein 7-X eigenständig an einem Fusionsreaktor nach dem Stellarator-Prinzip bastelt, würde ich mir da keine Sorgen machen.

Auch Gegner der Kernfission wie ich, würden jubeln wenn Erfolge in greifbarer Nähe lägen.

Aber immerhin machen beide Fortschritte.

Gruß, zopf.

@17:13 von fathaland slim

"Die Ärmeren bleiben nur dann auf der Strecke, wenn man an die Selbstregulierungskraft des Marktes setzt."

Ohne Selbstregulierungskraft des Marktes sind wir dann alle arm, dann wäre es okay, oder?

17:07, weingasi1

>>Am 13. Oktober 2021 um 17:01 von Klärungsbedarf
Schon jetzt müssen AKWs regelmäßig gedrosselt werden, weil das erwärmte Kühlwasser die Flüsse zu stark aufheizt.
__
Ja, dann drosselt man sie. Und ?<<

Weniger Strom.
__
Hatten wir aber schon, wenn Sie mal an das Rhein-Niedrigwasser zurück denken.
__
Welches AKW war das denn wann schuld ?<<

Keins.

Aber:

Kein Kühlwasser, kein Kernkraftwerk.

17:03 von weingasi1 // 15:31 von Advocatus Diabo..

Ob unsere Gesellschaft dann auch die darauf folgenden politischen Verwerfungen aushalten wird?

Es wird an so vielen Ecken Geld in die "Wirtschaft" gesteckt. Da kann man doch mal die ärmeren Haushalte in den Blick nehmen und denen neuere Energiesysteme spenden auf Steuergeldbasis. Denn das Geld geht an Unternehmen, die zahlen Steuern und machen Umsätze. Dabei werden Arbeitsplätze für längere Zeit gesichert. Die Arbeitnehmer zahlen auch Steuern und machen Einkäufe bei Unternehmen, die Wiederum auch Steuern zahlen und Umsätze dadurch generieren Arbeitnehmer beschäftigen.
Armen zu helfen kann also Wirtschaftsfördernd sein und Wachstum bringen. Wie viel das am Ende wirklich kostet ist nur ein Bruchteil der Investition und kann für den Staat unterm Strich sogar Gewinn bedeuten. Viele Unternehmen werden heutzutage genau so/deswegen gefördert, also wäre das keine so große Umstellung. Aber das scheint ja noch geheim zu sein, dass es heute so läuft.

Am 13. Oktober 2021 um 16:44 von Oppenheim

"Wenn Brüssel nicht gemeinsam mit seinen Handelspartnern schafft, eine auskömmliche Energieversorgung zu managen und auch Preise durch entsprechende Maßnahmen abfedert, dann werden wir wohl teilweise im Dunklen sitzen und drei Wolldeckeh mehr auflegen müssen. Junge Menschen in meinem Umfeld und alte Nachbarn mit schmaler Rente haben richtig Angst, wie in Zukunft alles bezahlt werden soll."
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Also ich finde diese Vorstellung schon recht gruselig.
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" Panik aber ist, wie meistens, überzogene Reaktion. Und bestärkt nur die Urängste der Menschen und ihren Zweifel an Politik."
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Finde ich jetzt ziemlich widersprüchlich.

@ 17:07 von weingasi1

Das hatten wir nicht "schon einmal", das kommt fast jedes Jahr bei vielen AKW vor.

Und nein, die AKW sind nicht in dem Sinn schuld, aber sie müßen eben gedrosselt oder im schlimmsten Fall runtergefahren werden.

Jedesmal liefern sie dann deutlich weniger, oder gar keinen Strom mehr, die achso zuverläßigen Kraftwerke.

Und Hitzeperioden werden immer häufiger.

Gruß, zopf.

16:56 von Möbius

«Dabei gibt es heute sehr sichere und effiziente Atomkraftwerke.
Und das Beste: es ist eine „grüne“ Technologie, frei von CO2 Emissionen !»

Und das Allerbeste: bei den neuen guten AKW wird das Uran brennstabfertig in Blumentöpfen auf dem Kraftwerksgelände gezüchtet. Nur noch rüber tragen ins AKW und paletti.

Das einzige Problem:
Es gibt zu wenige Gärtner, die wissen, wie man Uran züchtet.

@Klärungsbedarf, 17:01 (re 16:43 von weingasi1)

"Schon jetzt müssen AKWs regelmäßig gedrosselt werden, weil das erwärmte Kühlwasser die Flüsse zu stark aufheizt (...) >> Wenn Flüsse praktisch ganz trocken fallen, dann sieht es entsprechend düster mit AKWs aus. Aber dann auch nicht nur mit denen. Hatten wir aber schon, wenn (...)"

Dazu hier ein Ausschnitt eines Artikels vom 07.10. aus dem Stern (stern.de/gesundheit/h2o--darum-ist-wasser-das-kostbarste-gut-der-erde-30806974.html):
„Wasser fällt in Massen. Oder Wasser fehlt in Massen. Und zusehends gerät das gesunde Maß aus dem Lot (...)
Während NRW und Rheinland-Pfalz versanken, litten simultan viele andere Regionen Deutschlands und auf der ganzen Welt unter Dürre und Trockenheit.
>> Der Colorado River schwindet, er speist den Lake Mead, den gigantischen Stausee bei Las Vegas, Lebensader für mehr als 20 Millionen US-Bürger, dessen Level dem historischen Tiefststand entgegendümpelt.
>> In Südamerika vertrocknet der Paraná-Fluss und lähmt Paraguay, Argentinien und Brasilien, in (...)"

Kohle machen !?

Irgendwer verdient sich da wieder dumm und dusselig. Arumentativ geschuetzt wird das mit absichtlich verqueren oder daher geplapperten oder dummen Statements, ala die Energiewende ist schuld, man kann wegen dem Klimaschutz die Buerger nicht nicht mehr belasten, der Umweltschutz ist schuld und was sonst noch platt daherkommt. Man hat den Eindruck, manche lieben den Dreck. Immerhin ist die EU Kommision aber auf dem richtigen Weg: "Je mehr der grüne Wandel vorankomme, desto weniger sei Europa von fossilen Brennstoffen abhängig." Sprich, weniger abhaengig von den Ressourcenausbeutern und dem davon profitierenden Markt, wobei letzterer auch noch unter Kontrolle gebracht werden muss, aber dringend. Verblueffend auch, das die Politik an die Armen denkt, das hoert man von keinem Energieerzeuger: "Brüssel will ärmere Haushalte entlasten". Ich nehmen an, das wird auf eine Schlacht zwischen Industrie/Wirtschaft und Teilen der Politik hinauslaufen. Darauf habe ich schon lange gewartet.

Am 13. Oktober 2021 um 17:13 von fathaland slim

Die Ärmeren bleiben nur dann auf der Strecke, wenn man an die Selbstregulierungskraft des Marktes setzt.

Natürlich müssen Arme bei den Energiekosten entlastet werden. Eine warme Wohnung halte ich für Menschenrecht.
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Das wird für die sozial Schwachen, für die Sie ja an sich ein grosses Herz haben (ist ja auch nicht verkehrt )trotzdem kein Null-Summen-Spiel. Ob und wie das überhaupt statthaft ist, da Unterschiede zu machen, kann ich nicht beurteilen. Jetzt aber auch noch innerhalb der EU unterschiedlich vorzugehen, halte ich für für ganz fragwürdig.

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