Kommentare - EU-Kommission: Ein Werkzeugkasten für Europas Energiepreise

13. Oktober 2021 - 11:03 Uhr

Unter den steigenden Energiepreisen hat ganz Europa zu leiden. Die EU-Kommission will deshalb heute ihre Maßnahmen präsentieren, um vor allem ärmere Familien zu entlasten. Einigen Staaten liegt nicht an einer Brüsseler Lösung. Von Jakob Mayr.

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Kommentare

Vorbildwirkung...

Was Deutschland betrifft brauchen wir nur ein Werkzeug dafür: CO2 Umlage! Wenn sich nur die anderen EU Staaten mal ein Beispiel daran nehmen würden. Aber nein- die überlegen ernsthaft, wie sie ihre Bürger entlasten könnten. Wie soll man denn da zu einer einheitlichen Linie kommen?

ein Trauerspiel

Es wird wieder viel zu spät reagiert.

"Langfristig werden sich Verbraucher aber wohl mit tendenziell steigenden Preisen für Benzin, Gas oder Strom anfreunden müssen."

Und dieser Satz lässt mich vermuten, dass hier auch kein echtes Interesse der Regierenden dahinter steht dies zu ändern. Eher Wasser auf die Mühlen der Grünen.

Die Ratschläge fürs Energiesparen sind doch fast Hohn, als ob nicht schon jeder spart wo es geht. Vor der LED war die Energiesparlampe, wo bitte ist da noch Einsparpotential ...

"In vielen Haushalten sind niedrigere Heiz- oder Stromkosten auch durch Investitionen möglich"
Greif einem Armen Mann in die Tasche, genau auf diesen Rat einer Investition hat der gewartet.

CO2-Preiserhöhung aussetzen!

Ganz Europa sorgt sich, wie die Bürger vor explodierenden Energiepreisen geschützt werden kann, und die Bundesregierung hält an der künstlichen zusätzlichen Verteuerung zum 1. Januar fest...

Die Erhöhung der CO2-Abgabe gehört ausgesetzt, bis sich die Märkte wieder beruhigt haben!

Ein Werkzeugkasten für Europas Energiepreise

Das ist doch alles gut für Klima und Umwelt. Ihr habt das doch jahrelang so gewählt.

Also jetzt bitte nicht jammern.

Die "Reichen" und Alimntierten könen so weiter machen wie bisher und haben weniher Staus und können alleine fliegen, die Arbeitnehmer und Rentner laufen jetzt mehr und nehmen Wolldecken und Pullover.

Die Erhöhung der CO2-Abgabe gehört ausgesetzt,

von M. Höffling @
Dann hätten die Bürger anders wählen müssen. Mit Ampel oder jamika wird es keien besserung für Leistungsbereite Bürge rund Renter geben.

Bleibt nur die schwache Hoffung auf eine gut sichere konservatiev Regierung mit der FDP.

@M. Höffling

"Die Erhöhung der CO2-Abgabe gehört ausgesetzt, bis sich die Märkte wieder beruhigt haben!"

Es gibt eigentlich nur einen Markt der etwas verrückt spielt, der sogenannte Spot-Markt.

An dem kann man überschüssige Mengen an Gas erwerben.

Wichtiger wäre es aber langfristige Verträge mit Gaslieferanten mit Kapazitäten einzugehen.
Leider sind da unsere guten Freunde (USA und Katar) nicht dabei, denn jene haben kaum noch Kapazitäten.

Über bleiben dann so Staaten wie Russland, oder der Iran.

Auch das E-Auto wird beim Preis für Gas oder Öl kaum was ändern. Es wird sogar eher das Gegenteil bewirken.
Derzeit wird Gas gerne verstromt, siehe hier:
"https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/news/2021/nettostrom…"

"Nicht zumutbar"

"Ungarns Regierungschef Viktor Orban macht den EU-Emissionshandel mitverantwortlich. "Das ist eine sehr schlechte Rechnung, und jetzt müssen die Menschen in der EU einen Extrapreis zahlen, wenn dieser dumme Plan nicht zurückgezogen wird", sagt er.
Auch Polen nutzt die Energiepreisdebatte, um Europas nachhaltigen Umbau grundsätzlich in Frage zu stellen. Warschaus Argument sinngemäß: Energie ist teuer genug; wir können unseren Bürgern nicht auch noch zusätzliche Belastungen für den Klimaschutz zumuten"

Aha. Bleibt nur noch die Frage, wie "teuer" Energie angesichts dieser Einstellungen noch werden soll. Jedenfalls für die, die dann noch willens und in der Lage sein werden, sie zu bezahlen.

Die IEA hat es für jeden ...

mal etwas verdeutlicht. Und die Probleme sogar leicht identifizierbar dargestellt.
Link:
"https://www.iea.org/commentaries/a-long-term-view-of-natural-gas-securi…"

Man beachte dort bitte das nette Balkendiagramm.
Der graue Bereich ist der nicht gesicherte Bereich der Versorgung.

Wir bemerken, dass die Versorgung aus Russland sehr stabil bleibt, aber halt auch nicht ansteigt, da man sich hier auf langfristige Verträge beruft. Eine extra-Versorgung über den Spotmarkt wäre wohl aber auch weiterhin möglich.

Die sinkenden Faktoren sind aber die folgenden:
EU-28 wird im laufe von 8 Jahren knapp die Hälfte seiner Liefermenge verlieren, bei der Versorgung aus Norwegen sieht es ähnlich aus.
Dies führt allein zu einem Defizit von 94bcm, was in etwa 2/3 der russischen Gaslieferungen ausmacht.

Es gibt auch globale Einflüsse, siehe hier
"https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-09-27/europe-s-energy-cris…"

11:13 von Seebaer1

Mit den Billigst CO₂ Zertifikaten,
mit der sich die Industrie bis über die Halskrause eindecken konnte, hat sich die eigentliche gute Idee in eine absolut stumpfe Waffe gegen den Klimaschutz entwickelt!
Diese Billigst Zertifikate müssten zurückgezogen und zurückgezahlt werden und durch neue wirkungsvolle CO₂ Zertifikate ersetzt werden!
Es sind in der EU, wie im Artikel beschrieben, nur einige Länder
die die neuen Wege aus dem Klimaschutz nicht mitgehen wollen.
Es braucht in der EU aber nicht überall Einstimmigkeit, es kann auch durch Mehrheit entschieden werden!
Ob es bei den CO₂ so ist, weiß ich leider im Moment noch nicht!

Mal nachdenken

Wer gleichzeitig aus Atom und Kohle aussteigt, muss sich doch über steigende Preise nicht wundern!
Der krankhafte Zwang zur E-Mobilität wird uns zum Blackout führen. Das Ganze macht doch ernst Sinn, wenn wir einen Überschuss an erneuerbare Energie haben.
Bis dahin muss der Mangel verwaltet werden und das lässt nun mal die Preise steigen.

Übrigens liefert Russland genau die Menge, die DEU bestellt hat. Kritik an Putins Russland ist unangebracht. Preistreiber sind vielmehr die OPEC-Staaten. Hat da schon mal jemand an Sanktionen gedacht, die mancher gegen Russland fordert?

Das von DEU verfolgte Ziel, das Weltklima zu retten, ist zudem völlig überzogen.
Sicher müssen Lösungen her; doch nicht im Alleingang. DEU kann das Klima nicht retten.

@werner1955 um 11:34

"Bleibt nur die schwache Hoffung auf eine gut sichere konservatiev Regierung mit der FDP."

Es ist egal welche Regierung das Steuer in der Hand hat.

Solange der politische Diskurs bedeutet eine Feindschaft mit Russland oder dem Iran aufrecht zu erhalten, wird es keine Besserung des Gaspreises geben.
Auch die derzeitige Konfrontation mit China bewirkt eher das Gegenteil.

Verlierer dieser Situation sind jene die ihr ganzen Leben lang hart, aber unterbezahlt gelitten haben. Verursacht durch konservative Regierungen, unterstützt und befeuert von der FDP.

Die anderen europäischen Länder

sorgen sich wegen der weiter steigenden Energiepreise. Sie sollten sich einfach nur ein Beispiel an Deutschland nehmen, hier sind die Menschen glücklich über höhere Preise und können nicht genug bekommen. Haben doch gerade die Parteien bei den Wahlen, die sich für steigen Energiepreise einsetzen gut abgeschnitten.

Ratschläge?

Nun, die Regierungen und die hochspezialisierten Politiker müssen von ihrer Schrebergartenpolitik weg.
Dieses engstirnige Denken passt einfach nicht zu den Anforderungen der Zukunft.
Diese warnenden Rufe das es für 'den kleinen Mann' teurer wird, das kennen wir aber, ich kann keine Strategie erkennen wie dem Entgegengewirkt wird.
Wenn die Kosten für den Bürger steigen, was unvermeidlich ist, sollte man darüber nachdenken wo man Kosten einsparen kann. Unsinnig aufgeblähte Bürokratie, Millionen an Beraterkosten obwohl fähige Köpfe im Staatsdienst vorhanden sind, unterschiedliche IT-Systeme die eine Kommunikation fast unmöglich machen. und, und ...
Was bleibt ist 'wie verteilen wir die zusätzlichen Kosten', ansonsten ist das Denkportfolio leer.
Alles was von den gestandenen Politikern in Verantwortung kommt ist "... damit konnte niemand rechnen". Viel zu späte UND falsche Reaktionen prägen unsere Regierung. Und was planen wir? Neuanfang mit alten verbrauchten Köpfen.

Auch hier ist die EU nicht

Auch hier ist die EU nicht auf einer Linie, weil die einzelnen Mitgliedsstaaten unterschiedlich agieren.
Frankreich wird weiter versuchen, sich von fossilen Energien unabhängig zu machen und die Atomkraft modernisieren - sie sind dann in der CO2-Bilanz deutlich besser wie wir, wenn sie ca. 70% Atomenergie nutzen. Selbst die Grünen in FRA sind da deutlich anders eingestellt wie hier in D. Andere Länder ziehen da nach …
Man kann es drehen und wenden wie man will: D ist in der Atomenergie mit seiner Einstellung dazu isoliert. Natürlich gibt es Probleme mit der Atomenergie und der Entsorgung des Materials - aber auch da geht die technologische Entwicklung weiter. Ich persönlich finde den französischen Weg zielführender als den Weg, den wir hier gehen. Und ich bin gespannt, welche Schlüsse die Ampelregierung - davon ausgehend, dass sie kommt - darauf reagieren wird.

um vor allem ärmere Familien zu entlasten.

Eigentlich dachte ich,
der Sinn von hohen Energiepreisen wäre, den (unmündigen) Bürger zu zwingen Energie zu sparen,
weil er das ja offensichtlich nicht "freiwillig" macht, bestraft zumindest maßgeregelt werden muß.
Was hat es dann für einen Sinn eine Gruppe auszunehmen,
keinen Anreiz zum Sparen geben, weitermachen können wie bisher ?

Der Staat verdient mit...

...und er braucht dringend Geld.
19 % Mehrwertsteuer, Energiesteuer, CO2-Bepreisung und Erdölbevorratungsabgabe sind Hauptbestandteil des Benzinpreises (ungefähr 66 % des Gesamtpreises?).
Von jeder Preissteigerung profitiert vor allem der Staat.
Super- Plus kostet heute über 1,90 €- wo soll das enden?
Scheinheilig eiern Politiker herum, zeigen sich mitleidsvoll und erklären den Weltmarkt für verantwortlich. Das stimmt aber nur zu einem Teil von ca. 30%.
Die Frage, was ein Liter Diesel kostet beantwortete unser zukünfiger Kanzler (wahrscheinlich) und noch Finanzminister Scholz: „Ich gehe nicht selbst tanken“ ... "Und ich habe ja auch ein ganz ordentliches Einkommen, deshalb gehöre ich nicht zu den Leuten, die ganz genau bei jedem Preis hingucken. Da könnte ich Ihnen auch nicht viele Preise konkret sagen.“
"https://www.merkur.de/politik/olaf-scholz-spd-benzin-preis-tanken-lasch…"

EU-Kommission: Ein Werkzeugkasten für Europas Energiepreise...

Die EU will die 6 Millionen ärmsten Haushalte mit einer einmaligen Zahlung von 100 Euro unterstützen. Ob das reichen wird ? Der Vorsitzende des Bundesverbandes VZBV, Klaus Müller spricht von Energiepreisen des Grauens. Es können bis zu 87 Prozent mehr für das Gas werden.
Was könnten die Ursachen sein ? Da ist einmal die vermehrte Nachfrage, auch in asiatischen Ländern. Aber vielleicht auch eine verfehlte Energiepolitik ? Das man von langfristigen Lieferverträgen abgegangen ist, zugunsten des Handels an Energiebörsen......

11:20 von Giselbert

als ob nicht schon jeder spart wo es geht.
---------------

also ich habe ganz und gar nicht den Eindruck wir sind sehr weit beim Sparen.
In meiner Jugendzeit war das Wohnzimmer auf 18 ° geheizt,
das Schlafzimmer überhaupt nicht.
Wie groß waren die Wohnungen in den 50ern, wie groß heute ?
Bekanntermaßen hat ne große Wohnung auch mehr Heizbedarf
Und wenn hier wieder einer glaubt ich will zurück in die Vergangenheit
das schrieb ich nicht, nur über Einsparpotential das vorhanden wäre

Herr Macron hat ja vor

Herr Macron hat ja vor wenigen Tagen seine Pläne vorgelegt über die Energiestrategie für Frankreich bis zum Jahr 2030. U. a. werden in FR einige neue und moderne AKW gebaut. Diese werden auch durch die deutschen Steuerzahler mitfinanziert. Der billige Atomstrom wird teuer nach DE verkauft wenn hier nichts mehr geht.
Das er die Deutsche Industrie in seiner Rede eingeladen hat nach FR zu gehen um Arbeitsplätze zu schaffen konnte man auch hören.
Der Druckwasserreaktor in Flamanville der im Jahr 2012 fertig gestellt sein sollte, scheint auch nicht mehr auf der Liste von Herrn Macron zu stehen.
Er sieht halt die Probleme bei einem Nachbarland das Windräder alleine nicht die Lösung ist.

Je mehr der grüne Wandel vorankomme ....

desto weniger sei Europa von fossilen Brennstoffen abhängig.
......

das mag ja stimmen
nur sind alternative Energieträger preisgünstiger
und wo kommen die Steuereinnahmen dann her,
wenn der Staat nicht mehr 70 % auf Benzin aufschlagen kann, um seine Finanzlöcher zu stopfen

Weis gar nicht warum alle

Weis gar nicht warum alle jetzt jammern, wir alle wollten doch das die Regierung was für den Klimaschutz tut und genau das hat sie getan, die Abgaben erhöht was Energie teuer macht. Dazu noch die Zocker an der Börse und das Ergebnis sieht man jetzt. Übrigens haben wir eine CO2 Bepreisung seid Anfang des Jahres, aber irgendwie fällt mir grad nichts ein was mit dem Geld bis jetzt zum Wohle unsrer Umwelt getan wurde. Vielleicht kann mir da ja mal einer auf die Sprünge helfen. Kann sich ja jeder mal anschauen in Deutschland zum Beispiel sind ca. 60% des Energiepreises Steuern und Abgaben, die mit jeder Preissteigerung (Mehrwertsteuer) mit steigen. Ist doch ein einträgliches Geschäft für den Staat.

@Giselbert um 11:20

>> "In vielen Haushalten sind niedrigere Heiz- oder Stromkosten auch durch Investitionen möglich"
Greif einem Armen Mann in die Tasche, genau auf diesen Rat einer Investition hat der gewartet. <<

Natürlich sind durch Investitionen, die aber viel Geld kosten (Dämmung, Heizung, ggf. PV-Anlage auf dem Dach mit Stromspeicher), Lösungen machbar, die Energie auch einsparen. Aber wer macht das? Das machen Menschen, die ein eigenes Haus haben und dazu noch das nötige „Kleingeld“ - das ist sicher nicht schlecht angelegtes Geld.
Als Vermieter würde ich das jedoch nicht machen! Und warum: Im Nachhinein kann man sich dann mit den Mietern herumschlagen, die eine erforderliche Mieterhöhung nicht akzeptieren wollen und sowieso Vermieter als „Immobilienhaie“ ansehen. Und wer weiß, was SPD und die Grünen noch für „Pfeile im Köcher“ haben, die sie auf Vermieter abschießen - wie schon manch anderer gepostet hat, hoffe ich da auf die FDP, die dem einseitigen Mieterschutz Einhalt gebietet.

Tja ...

Reichtum ist schon oft genug ein Freibrief für jegliche Energieverschwendung. Und damit meine ich nicht nur Bezos & Co's Raketentourismus.

Soll es soweit kommen:
Während andere sich den Wochenendausflug, die warme Stube und den Urlaubsflug nicht mehr leisten können, gönnen sich Wohlhabende den x-ten Urlaubsflug.

Europas Energiepreise

Solange Energiepreise und damit die Preise fast aller anderer Waren weiter steigen oder zusätzlich "künstlich" auch noch weiter verteuert werden, leiden weniger betuchte Staatsbürger - vor allem in D - zunehmend darunter.
Alle Bemühungen, den Klimaschutz durch diese Maßnahmen voran zu bringen, sind jedoch nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein, solange wir es nicht schaffen, Russland, die USA, Japan, Indien und vor allem CHINA dazu zu bringen, den CO2-Ausstoß ebenso massiv zu verringern.
Vielleicht sollten unsere Verantwortlichen mal Don Quijote befragen, der ja reichlich Erfahrung in seinem sinnlosen Kampf gegen Windmühlen hat. ;-)

Vielen Dank an Herrn Altmaier

Vielen Dank an Herrn Altmaier und seine Buddies für die Verhinderung des Ausbaus von EEG.

Eine echte politische Glanzleistung.Man musste ja auch unbedingt den Anteil an Energie aus fossilen Energieträger konservieren.

Und der Rest regelt der Markt. Unsere Energiekonzerne sind eben keine Samariter.
Für die sind sogar höhere Strompreise vorteilhaft:

- Gewinnmarge in Prozent
-> je höher der Preis, desto mehr Gewinn pro kWh.
-weniger Verbrauch von Kunden = weniger Abnutzung der eigenen Infrastruktur.

Je stellt euch mal vor die wären verstaatlicht. Welch Graus! Keine krass hohen Energiekosten wie jetzt zu erwarten,weil der Energieversorger das Ziel eines günstigen Preises für den Kunden hat und nicht maximaler Gewinn & Dividendenausschüttung.

@ M. Höffling, um 11:22

“Die Erhöhung der CO2-Abgabe gehört ausgesetzt, bis sich die Märkte wieder beruhigt haben.“

Das klingt absolut vernünftig.

Wenn das Klima dann auch solange die Luft anhielte, wär's wohl noch vernünftiger.
Aber frieren ist auch keine zufriedenstellende Lösung.

Atomkraft nein danke?

Im März 2011 kollabierte der Atomreaktor im fernen Fukushima. Aber auch nur, weil ein Erdbeben unter dem Meer eine 11 m hohe Flutwelle auslöste und das Kernkraftwerk unter Wasser setzte. Und was tut unsere Bundeskanzlerin? In aller Eile (und zur großen Freude der linken Parteien) setzte sie wenige Wochen später im Bundestag die Abschaltung aller Kernkraftwerke in Deutschland spätestens bis Ende 2022 durch. Als wenn Kernkraftwerke mitten in Deutschland (und damit die sichersten auf der Welt) von einer 11 m hohen Flutwelle getroffen werden könnten. Die brutal hohen Energiepreise von heute lassen grüßen.

Was mir den Pelz aber mach mich nicht nass.

Na dann entlasten wir mal schön mit Geld, das wir nicht haben.

Es ist an der Zeit umzudenken: weg von der Konsum-Wegwerf- Luxus- Raubbau-wirtschaft.

Beschränkung und Verzicht wären Optionen - das ist aber sehr, sehr unpolulär und von vielen schlicht nicht gewünscht, denn das hätte ein gewisses Potenzial Geldquellen weniger stark sprudeln zu lassen. 'Die Reichen' würden dann weniger schnell noch reicher werden.

11:34 von werner1955: Hoffnug FDP

"Bleibt nur die schwache Hoffung auf eine gut sichere konservatiev Regierung mit der FDP."

Wie sollte diese Regierung denn aussehen? Es gibt keine konservative Mehrheit im Bundestag.

Die FDP hat sich übrigens schon vor der Wahl zur CO2 Steuer geäußert und diese abgelehnt. Die FDP wollte (wie eigentlich immer), dass "der Markt" den CO2-Preis regelt.

Immerhin war die FDP so ehrlich und hat gleich dazu gesagt, dass, wenn der Markt das regelt, der Preis für eine Tonne CO2 kurzfristig auf 60 Euro steigen würde und sich dann bei 80 Euro pro Tonne einpendeln würde.

Wäre sicher besser für die Gegner der Ampel und der 25 Euro CO2 Steuer.

Energie sparen

Auf das nahe liegende kommt mal wieder keiner: Energie sparen.

Aus meiner Praxis als Energieberater:

- Stoßlüftung statt Kipplüftung
- Raumtemperatur anpassen: 1 Grad weniger spart 6%
- Duschen statt Badewanne
- Nachtabsenkung der Raumtemperatur um 3-4 Grad
- nicht alle Räume beheizen
- Thermostatventile einbauen (lassen)

Verursacht durch

von Shantuma @
SPD/Grüne 2010, Zeitarbeit, Minijobs hohe Sozialversicherungen und Besteuererung der Renten.

>>>aber unterbezahlt
Wir hatten und haben nie ein Lohnproblem sondern haben und hatten immer ein Abgabenproblem und Alimntierungsproblem fgür EU, Euro, Banken und 2015.

Und sollten gute Gewerkschaften so wie die GDL mal gerechte Löhn durchsetzten wollen, steht unser Land am Abgrund.

Politik will von ihr verursachte Probleme lösen ...

Zitat: "Unter den steigenden Energiepreisen hat ganz Europa zu leiden. Die EU-Kommission will deshalb heute ihre Maßnahmen präsentieren, um vor allem ärmere Familien zu entlasten. Einigen Staaten liegt nicht an einer Brüsseler Lösung."

Großartig.

Eine wenn nicht sozialistisch-kommunistisch, doch dann auf jeden Fall zentralistische Kommission will planwirtschaftlich auf Probleme reagieren/lösen, die sie selber über die Geldpolitik (d.h. gigantische Geldmengenausweitung durch die EZB) und Energiepolitik (künstliche Verteuerung von Strom und Energie) zuerst verursacht hat.

Was kann da nur schief gehen!

In der Geschichte der Menschheit hat es doch immer prima geklappt, wenn Politbüros sich angeschickt hat, planwirtschaftlich auf die von ihnen selber verursachten Probleme zu reagieren.

Das wird super!

@Sisyphos3, 12:02

"Eigentlich dachte ich,
der Sinn von hohen Energiepreisen wäre, den (unmündigen) Bürger zu zwingen Energie zu sparen,
weil er das ja offensichtlich nicht "freiwillig" macht, bestraft zumindest maßgeregelt werden muß"

Und das Ihrer Meinung nach aus reinem Sadismus?

Ungarn und Polen?

Schauen wir doch lieber auf uns selbst. Die deutsche Debatte im Kürz: Wohnen ist teuer, Nebenkosten sind immer teurer, es sind also die Vermieter schuld. Die Idee, ein Teil des Energiekosten auf die Vermieter abzuwälzen war schon auf dem Tisch. Die Frage muss jedoch immer sein, warum? Warum ist der Strom so teuer in Deutschland? Warum ist das Bauen so teuer? etc. und noch ein Gedanke, wenn die Lieferanten wie Russland sehen, dass wir Energie künstlich verteuern, dann sind sie schlau genug selbst für hohe Preise zu sorgen...

12:03 von bolligru

Spritpreise ?
kümmern sie die, mich nicht !
Seitdem ich ein Auto fahre, tanke ich für 5 Euro
(ok früher für 5 DM)

Terminmarkt??

Wie verhandelt der Versorger, von dem ich meinen Strom und mein Gas beziehe, eigentlich den Preis, den er an seinen Lieferanten bezahlt?
Wie sehen die Lieferketten aus?
Und wie werden die jeweiligen Preise ermittelt?
Terminmarkt?
Börse?
Das scheint ja ein weites, dunkles Feld zu sein. Da muss Transparenz rein.
Meine Vermutung: da macht irgendwer jetzt einen Riesenreibach.
Das Geld versickert doch nicht.
Den Energiepreis den Terminmärkten zu überlassen, halte ich für absolut gefährlich. Passt aber zum Privatisierungsethos der EU. Das Motto war und ist in Brüssel "Privat vor Staat" . Der muss sich dann um die Bürger kümmern, die den Preis nicht mehr zahlen können.
Meine Vermutung:
wir erleben gerade das Scheitern des europäischen Marktmodells.

Schuld?

Wer kam auf die Idee für Strom und Gas extra noch Börsen aufmachen zu müssen?
Wer wollte unbedingt mit diesen zusätzlichen Einnahmen das große Geld machen?
Wer hat dafür gesorgt, dass über russische Gasleitungen nur 50% Gas durchgelassen werden dürfen?
Wer hat dafür gesorgt, dass keine sehr langen und zuverlässigen Gasverträge mehr möglich sind?
Liebe TS: Diese Fragen sollten Sie nachgehen und beantworten.

Davor, dass der schonungslose...

...Umgang mit der Natur zukünftige Generationen teuer zu stehen kommt, wird von manchen seit mindestens fünfzig Jahren gewarnt. Viele hat's bis gestern nicht interessiert.

Tja, dumm gelaufen: Inzwischen ist es bereits soweit. War wohl nix mit "nach mir die Sintflut".

Peak Oil

Steigende Energiepreise wären auch ohne den Umbau der Energieversorgung gekommen. Der Zugriff auf die verbleibenden Lagerstädten von Erdöl und Erdgas bei einem gewachsenen Energiehunger wird schwieriger und teurer.
Insofern ist die Umstellung auf regenerative Energien die Lösung und nicht das Problem.

Die Lösung kann es auch nicht sein, fossile Energien für alle wieder etwas günstiger zu machen, sondern die ärmsten Haushalte zu unterstützen.

Milchmädchenrechnung

>"In vielen Haushalten sind niedrigere Heiz- oder Stromkosten auch durch Investitionen möglich"<

Ja, das erzählt man uns, verschweigt aber, dass es Jahrzehnte dauern kann bis die Inverstionen sich rechnen Jahrzehnte, nach denen man wieder von vorne anfangen muss. Ganz zu schweigen von den Menschen, die es sich schlicht nicht leisten können, mal eben Zehntausende von Euros auszugeben.

Werkzeugkasten? Hä? Energie

Werkzeugkasten? Hä?
Energie wird nur durch falsche Politik teuer.
Durch sinnbefreite Stillegungen von Krafterken und Subventionen von Alternativer Erzeugung. Und ohne Sonne und Wind brauch ich ein teures Kraftwerk. Dazu noch ein hirnloses EEG und 90% Steuern.
Da machen si h einige legal die Taschen voll. Und der Staat hat das so eingefädelt.

11:22 von M. Höffling

Die Erhöhung der CO2-Abgabe gehört ausgesetzt, bis sich die Märkte wieder beruhigt haben!
--------------

und die Steuerausfälle ?
was ja wohl der hauptsächliche Grund sein wird und nicht die Energieeinsparung ?

@11:59 von Wolf1905: Atomenergie

Wie kürzlich in einem Interview mit einem Autor des "World Nuclear Industry Status Report" auf WDR 5 zu hören war, ist die Atomenergie weltweit ein Auslaufmodell.

- Das Durchschnittsalter der Reaktoren liegt weltweit bei 30 Jahren.
- Nur 10% der in den letzten Jahren stillgelegten Reaktoren werden durch Neubauten ersetzt. 50 Stilllegungen - 5 Neubauten
- Atomenergie ist die unwirtschaftlichste Form der Energieerzeugung. Für einen investierten Euro bekommt man bei erneuerbaren Energien wesentlich mehr Energie als bei Atomkraft. Daher finden sich auch keine privaten Investoren für AKWs.
- Die Bauzeiten und Kosten von AKWs steigen immer weiter an (siehe Flameville, Hinkley Point C usw.)
- Atommüll bleibt ein ungelöstes Problem. Es gibt weltweit nur einen Reaktor der Atommüll nutzen kann (BN-800 in Russland).
- Die technologisch neuen AKWs (Flüssigsalz, Thorium usw.) nennt der Autor "Powerpoint-Reaktoren", weil es sie nur in Powerpoint-Präsentationen gibt.

Selbstverschuldete Abhängigkeit

Der Abschied vom Öl und Gas ist schwer. Die Öl- und Gasindustrie will nichts anderes, als dass Europa die Energiewende aufgibt. Dass die OPEC die Fördermenge kaum erhöht, obwohl der Bedarf steigt, zeigt, dass man die Länder, die vom Öl loskommen wollen, noch jahrelang ordentlich auspressen will. Der Strombedarf wird zur Zeit noch nicht einmal zu 50 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt. Bei der Wärmeerzeugung ist der Wert noch deutlich niedriger. Auch beim Gas wird Putin kräftig zulangen und sich vor Lachen den Bauch halten, weil wir Nord Stream 2 abgeschlossen haben.
Die Energie- und Umweltpolitik der letzten 20 Jahre war und ist wirklich ruinös. Man hat die Energiewende bis zum äußerten Zeitpunkt verschleppt. Jetzt bezahlen wir den Preis dafür!

12:50 von MichaelKiel

In meiner Wohnung ist grademal die Hälfte der Zimmer beheizt um Energie zu sparen.
--

wäre das üblich, sprich der Standard in allen Haushalten,
vermute dann hätten wir erheblich weniger Probleme

@Herr Macron hat ja vor wenigen Tagen 12:13 von tagesschlau2012

"U. a. werden in FR einige neue und moderne AKW gebaut. "

Auf so einen Kommentar habe ich eigentlich nur noch gewartet.
Die Kernkraft ist ja auch
a) so billig ( für die steuergepamperten Konzerne )
b) so toll sicher
https://historyofyesterday.com/chernobyls-blown-up-reactor-4-just-woke-…
'Chernobyl’s Blown Up Reactor 4 Just Woke Up
Scientists don’t understand why…'
kurz: https://is.gd/7qdJii
Nach 35 Jahren Ruhe wieder aufgewacht und die Radioaktivität steigt.
Wissenschaftler rätseln warum.

Und nicht zu vergessen
c) so entsorgungsfreundlich
1000x netter als aller Plastikmüll in den Weltmeeren ;-)

Unwichtig für Deutschland

In Deutschland ist das alles nicht so schlimm, weil es langfristige Verträge gibt.
Das stimmt. Während es in den meisten anderen EU-Staaten sonst günstige Energiepreise gibt, sind sie in Deutschland schon immer mit am höchsten, damit die Regierung über hohe Steuereinnahmen fabulieren kann. Deshalb sind höhere Preise nun ein Schock in anderen Staaten - in Deutschland sind sie normal.
Und deshalb muss man in Deutschland auch nichts tun, auch wenn Prognosen von bald 37 Cent sprechen beim Strom.
Aber das ist der herrschenden Elite doch egal. Sie haben entweder Beamtengehälter, die alles abfedern, lassen sich vom Steuerzahler subventionieren oder beziehen sehr hohe Gehälter, so dass 50 oder 100 Euro im Monat nicht auffallen.
Der ärmere Teil der Bevölkerung ist ohnehin unwichtig, da er keine Lobby hat. Geringverdiener sind selber schuld, Alleinerziehende sowieso und Rentner sind prinzipiell verzichtbar.
Das war und ist die Botschaft der Regierung seit vielen Jahren.
Weiter so.

@ 12:39 von grübelgrübel

"- Stoßlüftung statt Kipplüftung
- Raumtemperatur anpassen: 1 Grad weniger spart 6%
- Duschen statt Badewanne
- Nachtabsenkung der Raumtemperatur um 3-4 Grad
- nicht alle Räume beheizen
- Thermostatventile einbauen (lassen)"

Das ist doch alles nicht mehr neu und wird von vielen umgesetzt!

Oder wie viele Male wollen sie noch um 1 Grad absenken bis die Raumtemperatur bei gemütlichen 10°C liegt ...

Wenn die Seele im Winter nach einem warmen Bad schreit?

Irgendwo sind Grenzen, nur noch malochen, im Winter im dunkeln raus/rein und dann in der Winterjacke auf dem Sofa.
Es reicht schon wenn manche Firmen die Heizung so runterdrehen, dass die Leute mit klammen Fingern am PC sitzen müssen, dann sollte man sich wenigstens daheim aufwärmen dürfen!

11:34 von werner1955

>>Dann hätten die Bürger anders wählen müssen. Mit Ampel oder jamika wird es keien besserung für Leistungsbereite Bürge rund Renter geben.<<

Mit was für einer Regierung würde es denn eine "besserung für Leistungsbereite Bürge rund Renter" geben?

12:40 von werner1955

>>>... und Besteuererung der Renten...<<<

Warum schreiben Sie das immer wieder so? Und unterschlagen ständig - Zitat "die Aufwendungen für die Altersvorsorge verringern die Steuerbelastung während Ihrer Berufsjahre."
Nennt sich "nachgelagerte Besteuerung".

Beim von Ihnen genannten "Alimentierungsproblem" handelt es sich worum?

12:39 von grübelgrübel

>>>Auf das nahe liegende kommt mal wieder keiner: Energie sparen.<<<

Alle Vorschläge Ihres Energieberaters praktiziere ich bereits. Und zwar schon einige Jahre. Das einzige was ich noch machen könnte, ich sitze Abends im Dunkeln.
Trotzdem wird's finanziell bei mir allmählich eng. Arbeitslosengeld, Minijob und Mini-Witwenrente passen sich den Preisen (Energie, Sprit, Lebenshaltung usw.) leider einfach nicht an. :(

@ 12:39 von grübelgrübel

Und weiter:
- Fahrgemeinschaften
- sparsame Kleinwagen mit Basismotorisierung, statt sportlicher SUVs, wenn schon Verbrenner.
- sparsame Fahrweise

Benzin und Diesel waren am hiesigen Umgang damit bisher spottbillig.

@12:10 von Sisyphos3

"Giselbert >>als ob nicht schon jeder spart wo es geht.<<

also ich habe ganz und gar nicht den Eindruck wir sind sehr weit beim Sparen.
In meiner Jugendzeit war das Wohnzimmer auf 18 ° geheizt,
das Schlafzimmer überhaupt nicht.
Wie groß waren die Wohnungen in den 50ern, wie groß heute ?
Bekanntermaßen hat ne große Wohnung auch mehr Heizbedarf
Und wenn hier wieder einer glaubt ich will zurück in die Vergangenheit
das schrieb ich nicht, nur über Einsparpotential das vorhanden wäre"

Ist halt die Frage ob man die Bedingungen der Nachkriegszeit heute noch als akzeptable Lebensbedingungen ansehen würde oder wir uns dann zumindest den Status 3. Welt-Land zuschreiben müssten.

11:13, Seebaer1

>>Vorbildwirkung...
Was Deutschland betrifft brauchen wir nur ein Werkzeug dafür: CO2 Umlage! Wenn sich nur die anderen EU Staaten mal ein Beispiel daran nehmen würden. Aber nein- die überlegen ernsthaft, wie sie ihre Bürger entlasten könnten. Wie soll man denn da zu einer einheitlichen Linie kommen?<<

Die CO2-Steuer gibt es weltweit. In der EU ist sie in Schweden am höchsten.

Näheres hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Steuer

Hohe Energiepreise

Wissen wir: alle sollen sparen. Wissen wir auch: wer keine bezahlbaren Alternativen bieten kann, der verhöhnt die Leute. Das Geldsäckel allein ist nicht ausschlaggebend, was das kostet. Die Leute sparen in der Regel überall. Und müssen sich wirklich verschaukelt vorkommen, wenn sie nun noch den erhobenen Zeigefinger der Politik und Moralaposteln der grünen Liga sehen: "Ihr müsst sparen". Okay. Heizung ganz aus. Bude wird dann kalt. Feuchtigkeit im Raum droht mit Schimmelecken. Bei manchen Wohnungen eh schon mit gemietet. Und die Kosten steigen weiter. Da ist es nicht mit 100 Euro Zuschuss im Jahr getan. Unsere moderne Welt geht in diesen Zeiten den Bach runter, weil die Existenz bedroht wird: Wärme, Dach überm Kopf und Geld zum Leben. Brüssel palavert, die Mitglieder machen eh, was sie wollen. Aber alle wissen, dass die Kostenspirale auch gezielt angezogen wird. Denn da wollen viele mitverdienen. Diese pseudosoziale Welt wird kälter für den wirklich Bedürftigen.

Es ist schon

etwas witzig, alle die langfristige Verträge haben, haben auch keine Probleme, nur die Zocker haben sich verrechnet.
Man kann Gasverträge machen, die viele Jahre gelten, haben die sicher vergessen.

Nächstes Problem wird Aluminium und einige andere Rohstoffe.

Besonders schön sind die Spartipps, Großmutter kann das Gas nicht mehr bezahlen, also muss sie das Haus dämmen, eine Neue Heizung einbauen, die Fenster erneuern, das spart Heizkosten.
Nur hat Großmutter die 30 Euro im Monat für den Mehrpreis von Gas nicht, vielleicht erklärt mal jemand wo die 120 000 für die Umbauten herkommen sollen ;-).
Das ist wie die Tägliche Werbung, 10 Euro geschenkt, wenn sie für 120 kaufen, aber nur 30 in der Tasche haben.
Bei Gas weiß ich es nicht, aber beim Benzin habe ich gerade mal die Nachbarländer abgefragt, geht für Super, von 1,28 bis 1,34 in drei Ländern. Wenn ich vom Berg runter fahre, kann ich schnell eins davon erreichen ;-), und gleich noch paar andere Sachen mitbringen, aller 2 Monate ;-).

@12:56 von Carlos12

"Peak Oil -
Steigende Energiepreise wären auch ohne den Umbau der Energieversorgung gekommen. Der Zugriff auf die verbleibenden Lagerstädten von Erdöl und Erdgas bei einem gewachsenen Energiehunger wird schwieriger und teurer.
Insofern ist die Umstellung auf regenerative Energien die Lösung und nicht das Problem."

Das Peak-Oil Szenario ist ein 70 jahre alter Angstmacher der sich noch nie realisiert hatte. Die letzten 5-8 Jahre hatten wir Ölpreise, die die Förderung für einige Produzenten unrentabel machten und Russland in Schwierigkeiten brachte. Es sieht vielmehr danach aus, als das der behauptete sinkende Gasbedarf wegen Zuwachs erneuerbarer Energie dazu führte, dass keine adäquaten Lieferverträge abgeschlossen wurden. Nordstream 2 wird doch noch immer für überflüssig gehalten – dabei führt ein Überangebot immer zu weniger Abhängigkeit und sinkenden Preisen.

11:59, Wolf1905

>>Frankreich wird weiter versuchen, sich von fossilen Energien unabhängig zu machen und die Atomkraft modernisieren<<

In Frankreich ist genau ein Reaktor im Bau, in Flamanville. Und das seit vielen Jahren. Die Inbetriebnahme wird immer wieder verschoben, der Preis explodiert.

Ansonsten sind alle französischen Reaktoren nah an der Altersgrenze.

Nix da mit Modernisierung.

>>Man kann es drehen und wenden wie man will: D ist in der Atomenergie mit seiner Einstellung dazu isoliert.<<

Weltweit werden ganz erheblich mehr Reaktoren stillgelegt, als neue gebaut werden.

@GeMe um 13:35

>> Wie kürzlich in einem Interview mit einem Autor des "World Nuclear Industry Status Report" auf WDR 5 zu hören war, ist die Atomenergie weltweit ein Auslaufmodell.

- Das Durchschnittsalter der Reaktoren liegt weltweit bei 30 Jahren.
- Nur 10% der in den letzten Jahren stillgelegten Reaktoren werden durch Neubauten ersetzt. 50 Stilllegungen - 5 Neubauten <<

Welcher Autor war das?
Aber Sie schreiben ja selbst: mehr Stilllegungen, aber auch Neubauten - und diese Neubauten werden nicht nur für ein paar Jährchen gebaut.
Sie haben recht, wenn Sie auf die Entsorgung der Brennstäbe verweisen - aber wissen Sie, was technologisch noch alles kommt?
Die Franzosen haben eine deutlich größere Expertise als wir bei Atomkraft - warum glauben Sie setzen sie auch weiterhin darauf?
Wollen Sie unsere Landschaften mit Windrädern und PV-Anlagen verbaut haben, die aber bei schlechten Wetterverhältnissen nichts bringen?
Ich finde den französischen Weg überzeugender v. a. bzgl. einer CO2 Begrenzung.

12:33, Louis2013

>>Im März 2011 kollabierte der Atomreaktor im fernen Fukushima. Aber auch nur, weil ein Erdbeben unter dem Meer eine 11 m hohe Flutwelle auslöste und das Kernkraftwerk unter Wasser setzte. Und was tut unsere Bundeskanzlerin? In aller Eile (und zur großen Freude der linken Parteien) setzte sie wenige Wochen später im Bundestag die Abschaltung aller Kernkraftwerke in Deutschland spätestens bis Ende 2022 durch.<<

Nachdem sie sechs Jahre vorher durchgesetzt hatte, aus dem von der Schröderregierung beschlossenen Atomausstieg auszusteigen.

>>Als wenn Kernkraftwerke mitten in Deutschland (und damit die sichersten auf der Welt) von einer 11 m hohen Flutwelle getroffen werden könnten.<<

Sicherlich.

Andere Gründe für einen GAU kann es ja nicht geben.

Three Mile Island: 11 Meter hohe Flutwelle.

Tschernobyl: 11 Meter hohe Flutwelle...

@MargaretaK. um 14:03

"Alle Vorschläge Ihres Energieberaters praktiziere ich bereits. Und zwar schon einige Jahre. Das einzige was ich noch machen könnte, ich sitze Abends im Dunkeln."

Dies ist halt das Problem der abgekoppelten Gesellschaft die meint alles besser wissen.

Ein großer Teil der Gesellschaft kann sich weder die neuen Energiepreise noch den Umbau der vorhandenen Technik leisten.

Bei Gutverdienern scheint dies alles kein Problem zu sein, aber bei allem darunter ...

Ich hoffe schlicht das die nächste Bundesregierung, am besten noch diese, den Hartz4-Satz entsprechend anpasst und nicht bei einer ca 1% Erhöhung es belässt.

@fathaland slim um 14:15

>> In Frankreich ist genau ein Reaktor im Bau, in Flamanville. Und das seit vielen Jahren. Die Inbetriebnahme wird immer wieder verschoben, der Preis explodiert. <<
-> Macron klang gestern anders - Sie haben es bestimmt den Medien entnommen.

>> Weltweit werden ganz erheblich mehr Reaktoren stillgelegt, als neue gebaut werden. <<
-> das ist bestimmt richtig, aber Sie schreiben es ja auch: es werden auch neue gebaut, und nicht nur für ein paar Jahre. Dass weniger gebaut als stillgelegt werden, befürworte ich ja auch. Diese Länder, die weiterhin auf Atomkraft bauen (sind meistens Länder, die auch eine Atommacht darstellen - wir sind es nicht), sehen darin Vorteile in Bezug zum Klimaschutz bzgl. CO2-Begrenzung. Ich meine eben, D sollte auch den Weg wählen wie FRA. Wenn ich mir nur die ehrgeizigen Ziele bzgl. E-Autos, E-Ladesäulen etc. anschaue, frage ich mich, wie das vernünftig zu stemmen ist - eine Herkulesaufgabe!

@Wolf1905 um 14:18

Atomenergie hat weitere Nachteile, welche auch die regenerativen Energiequellen so nicht ausgleichen können.

Und zwar geht um darum Spitzen auszugleichen.
Dies kann die Kernenergie sehr schlecht, da die Reaktoren Zeit brauchen um hoch zu fahren und auch Zeit brauchen um runter zu fahren.
Das Problem ist hier ganz klar die Speicherung, sowohl als Puffer als auch als genereller Speicher.

Und hier teilen sich die regenerativen Quellen und die Kernenergie die Problematik.

Ohne entsprechendes Speichersystem sind beide nicht so praktikabel wie Gasverstromung.

@Am 13. Oktober 2021 um 14:18 von Wolf1905

> Ich finde den französischen Weg überzeugender v. a. bzgl. einer CO2 Begrenzung. <

In diesem Zshg möchte ich darauf hinweisen, dass ein explodiertes/geschmolzenes Atomkraftwerk eine wirklich schlimme Sache ist, die Konsequenzen jedoch lokal auf wenige Hundert km begrenzt bleiben. Eine zertörte Atmosphäre ist globler Natur und trifft alle (höheren Lebensformen).

>>Aber Sie schreiben ja

>>Aber Sie schreiben ja selbst: mehr Stilllegungen, aber auch Neubauten - und diese Neubauten werden nicht nur für ein paar Jährchen gebaut.<<

Sie werden vor allem nicht in ein paar Jährchen gebaut. Sämtliche im Bau befindlichen Reaktoren liegen weit hinter dem Zeitplan. Einige sind mittlerweile Bauruinen.

Wenn mehr Reaktoren stillgelegt als neu gebaut werden, dann heißt das, daß immer weniger Reaktoren Strom produzieren. Was heißt, daß die Atomenergie sich weltweit auf dem Rückzug befindet.

Das können Sie drehen und wenden wie Sie wollen, es ist wie es ist.

Rohstoffmangel und Preise

Schon 1975 lernten Pennäler, dass die Aluminiumvorkommen begrenzt sind. Dass etwa 2010 der Vorrat aufgebraucht ist. Bis heute habe ich davon wenig gemerkt. Im Gegenteil: Verschwendung und Diskussion wiederholen sich. Die drohende Rohstoffverknappung wird jedes Jahr wie eine Litanei bemüht, ohne dass man wirklich Greifbares sehen kann, wo Wirtschaft und Staaten sparen und Alternativen suchen. Es wird langsam zur Mär, die niemand mehr glaubt. Denn stets auf hohem Niveau zu warnen, kommt scheinbar bei Herstellern, Staaten und Endverbrauchern nicht wirklich an. Auch Seltene Erden verpuffen im Verprassen der Handy-Maniacs. Jedes Jahr was Neues. Der hohe Verbrauch ist der Motor unseres extensiven Lebensstandards. Und statt sich als selbstgefälliger Umweltschützer zu präsentieren, der im privaten Leben auch nicht zurückstecken will, handeln wir besser als Puristen: Einsparen und Verbrauch senken. Das gilt auch für die Drittstaaten, die ihren Verbrauch fröhlich fortsetzen.

14:29, Wolf1905 @fathaland slim um 14:15

>>@fathaland slim um 14:15
>> In Frankreich ist genau ein Reaktor im Bau, in Flamanville. Und das seit vielen Jahren. Die Inbetriebnahme wird immer wieder verschoben, der Preis explodiert. <<
-> Macron klang gestern anders - Sie haben es bestimmt den Medien entnommen<<

Solcherart Absichtserklärungen gibt es immer wieder. In 99% der Fälle bleiben es Absichtserklärungen. Der Neubau von Reaktoren ist auch in Frankreich viel zu teuer.

Am 13. Oktober 2021 um 14:15 von fathaland slim

" Weltweit werden ganz erheblich mehr Reaktoren stillgelegt, als neue gebaut werden. "
Das mag so sein, ich will jetzt Zahlen nicht erst suchen, es gibt neue kleine die sich lohnen würden, auch noch Entsorgungs freundlich sind.
Fakt ist aber, es werden viele Gaskraftwerke gebaut, zumindest für die Übergangszeit der nächsten 30 Jahre, und wenn ich das richtig gelesen habe, auch bei uns.
Als Ausgleich zum schnellen hoch und runter fahren.
Und auch die EU hat letzte Woche die A-Energie wieder auf dem Schirm, ob das schon beschlossen ist, weiß ich jetzt nicht.
Also wird Geld auch wieder in die Richtung gehen, Fakt ist, wir hätten erst aus der Kohle aussteigen müssen, und dann aus dem A.
Einige haben eben nicht von Ende her gedacht, wie immer behauptet wurde ;-).
Und viele andere Probleme kommen auch noch auf uns zu, teure Energie macht eins, sie verringert die Kaufkraft, was schlecht für den Binnenkonsum ist.
Und teure Energie schlägt sich auf alle Produkte nieder, also eine Schraube.

14:25 von fathaland slim, Louis2013

"Louis2013 >>Als wenn Kernkraftwerke mitten in Deutschland (und damit die sichersten auf der Welt) von einer 11 m hohen Flutwelle getroffen werden könnten.<<

Sicherlich.
Andere Gründe für einen GAU kann es ja nicht geben.
Three Mile Island: 11 Meter hohe Flutwelle.
Tschernobyl: 11 Meter hohe Flutwelle..."

Selbst wenn Fukushima unvermeidlich gewesen sein sollte waren für mich die Details der Katastrophe sehr erhellend. Man checkte erst garnicht, dass draussen alles überflutet ist. Musste dann irgendwo Autobatterien ausbauen, Messinstrumente versagten wegen Hitze, so dass man nicht einmal den wichtigsten Wert, nämlich den Füllstand ablesen konnte und man hatte keine Ahnung, dass der Zusatz-Kühltank nicht in Betrieb war. Menschen und ihre Technik sind fehlbar – was man sich in dieser Materie nicht leisten kann.

Wenn ich mir anschaue wie

Wenn ich mir anschaue wie sich der Benzin oder Stormpreis zusammensetzt dann muss ich feststellen das es vor allem der Staat ist der diesen sehr teuer macht.
Benzin: 63% bekommt der Staat.
Strom: 75% sind Steuern, Abgaben und Umlagen und Netzentgelte.

Wenn man entlasten will könnte man hier als erstes anfangen. Da es aber, wie im Artikel geschrieben, politisch gewollt ist die Preise anzuziehen würde ich nicht allzuviel von der Regierung erwarten wenn es um Entlastungen geht.

um 14:35 von SirTaki

>>
Schon 1975 lernten Pennäler, dass die Aluminiumvorkommen begrenzt sind. Dass etwa 2010 der Vorrat aufgebraucht ist. Bis heute habe ich davon wenig gemerkt. Im Gegenteil: Verschwendung und Diskussion wiederholen sich.
<<

Wir gehen aber doch gemeinsam davon aus, dass die Bauxit-Vorräte (das Erz für Alu) nicht unbegrenzt vorhanden sind ?

Das Bewusstsein für Endlichkeit gilt als eines der Entwicklungskennzeichen des modernen Menschen. Insofern muss man sich bei einigen Verschwendern schon größere Sorgen machen.

@fathaland slim um 14:32

>> Sie werden vor allem nicht in ein paar Jährchen gebaut. Sämtliche im Bau befindlichen Reaktoren liegen weit hinter dem Zeitplan. Einige sind mittlerweile Bauruinen. <<
-> stimmt; ich denke aber in D würden wir keine Bauruine herstellen. Probleme würde ich in der Bauzeit sehe, wenn ich an all die Demos denke, die dann kommen würden.

>> Wenn mehr Reaktoren stillgelegt als neu gebaut werden, dann heißt das, daß immer weniger Reaktoren Strom produzieren. Was heißt, daß die Atomenergie sich weltweit auf dem Rückzug befindet. <<
-> auch richtig; richtig ist aber auch, dass neue gebaut werden.

>> Das können Sie drehen und wenden wie Sie wollen, es ist wie es ist. <<
-> aber sicher: „es ist wie es ist“! Da können wir beiden drehen und wenden, wie wir wollen …

14:46, johnl

>>Wenn ich mir anschaue wie sich der Benzin oder Stormpreis zusammensetzt dann muss ich feststellen das es vor allem der Staat ist der diesen sehr teuer macht.
Benzin: 63% bekommt der Staat.
Strom: 75% sind Steuern, Abgaben und Umlagen und Netzentgelte.

Wenn man entlasten will könnte man hier als erstes anfangen.<<

Ja sicher.

Dummerweise muss das Geld dann anderswo hergeholt werden.

Also neue Steuern.

@Giselbert, 11:20

Die Energiekosten wurden im Wahlkampf kaum thematisiert, geschweige denn hinterfragt. Es ist aber grundsätzlich gut, dass sich die EU dieser Sache annimmt.

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