Ihre Meinung zu: Rücktritt von Kurz: Opposition sieht "machtpolitischen Schachzug"

10. Oktober 2021 - 8:21 Uhr

Die Grünen in Österreich wollen nach dem Rücktritt von Kanzler Kurz das Regierungsbündnis fortsetzen. Kurz bleibt ÖVP-Chef und übernimmt zudem die Fraktionsführung. Die Opposition kritisiert das als "machtpolitischen Schachzug".

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3
Durchschnitt: 3 (8 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Dieser machtpolitische

Dieser machtpolitische Schachzug zeigt zweierlei:
Kurz will die Fäden in der Hand behalten und setzt einen hörigen Vasallen ins Kanzleramt, der garantiert, dass Kurz nun als Parteivorsitzender, Fraktionsvorsitzender und Kanzlerflüsterer seine Macht eher festigt als abgibt.
Und die övp gibt es als eigenständige Partei längst nicht mehr; sie ist verkümmert zur 'Liste Kurz' und folgt in erschreckend kritikloser Abhängigkeit.
Man darf gespannt sein, ob Bundespräsident Van der Bellen, Parlament und österreichische Grüne das tatsächlich mitmachen.

Illusion

Wenn Kurz und die ÖVP glauben, dass der Teil-Rückzug auch nur im Ansatz funktionieren wird, dann wird sie die Realität eines Besseren belehren.

Auch Kurz wird früher oder später klar werden, dass jetzt over isch.

Aber scheinbar funktionieren die Rücktrittsbremsen besser als die Mietpreisbremsen…

Zumindest im ersten Moment, wenn das verliebt Sein ins Amt noch größer ist als der Realitätssinn. Aber wer will es ihm verübeln, kennen wir doch alle. So ein Entzugserlebnis ist nicht schön….

Das ist ja super-aalglatt

Hat mich das aber gerührt, wie der Herr Kurz sein Land liebt und aus Fürsorge in eine Position wechselt, wo er Immunität genießt, die erst aufgehoben werden muss, bevor die Untersuchung weitergehen kann. Und wer von uns - ist doch gaaanz menschlich - weil er in Brast war, hat nicht jemanden schon mal ein Oarschloch genannt. Das kann selbst einem so tadellosen Edelrecken wie dem Herrn Kurz mal in einer internen Message unterlaufen. Da sollten wir einfach etwas nachsichtiger sein und uns an die eigene Nase fassen, oder?

Es ist erstaunlich,

das die EU noch kein offiziellen Kommentar abgeliefert hat und die EU Gelder für Österreich eingefroren hat, es geht schliesslich um Korruptionsvorwürfe...

Der rechtspopulistische Hoffnungsträger

... steht jetzt in zweiter Reihe, aber schon wieder in den Startlöchern. Wenn er sich da nicht mal verrechnet.

08:58, sonnenbogen

>>Es ist erstaunlich,
das die EU noch kein offiziellen Kommentar abgeliefert hat und die EU Gelder für Österreich eingefroren hat, es geht schliesslich um Korruptionsvorwürfe...<<

Österreich ist EU-Nettozahler. Und die Korruptionsvorwürfe betreffen keine EU-Gelder. So wie etwa bei Herrn Babis in Tschechien, wo aber auch nichts eingefroren wurde.

Debatte der Moralheuchler

Kurz tritt zurück, weil es so gefordert wurde. Dann ist es auch nicht recht.
Weil man einen Angriffspunkt und Aufregerthema zur eigenen Profilierung verliert.
Bisher hat er Stimmen für die ÖVP gebracht. Ein Zugpferd entgültig aufs Altenteil zu schicken wo keiner weiß wie die Ermittlungen oder ein Prozess ausgeht?

Hochzeit für Moralapostel, die nur einen Gott und Heiligen als Kanzler akzeptieren. Guter beliebter Regierungschef reicht nicht.
Solche, die sich als die nächsten unfehlbaren Heiligen präsentieren gibt es reichlich.

@ um 09:00 von Joao Adelante

„ .. steht jetzt in zweiter Reihe, aber schon wieder in den Startlöchern.“
Warum auch nicht?
In der BRD hätte so jemand gute Chancen Bundestagspräsident zu werden.
Korruption und Lobbyismus waren auch bei uns noch nie ein Grund für das Ende einer politischen Karriere.

Es ist interessant

dass viele Kommentatoren in diesem und anderen Artikeln auf Kurz einprügeln, als wären sie froh darüber, dass ein Despot vom Schlage Putin's oder Assad's endlich zur Strecke gebracht wurde.

Ich habe bereits in anderen Beiträgen darauf hingewiesen, dass der Großteil der Österreicher mit seiner Politik absolut zufrieden war. Und auch wenn sein Verhalten unter juristischen Gesichtspunkten falsch war, so verdienen seine Politik, auch seine Kritik an mancher Brüsseler Entscheidung, Respekt. So sehe ich es, und so sehen es auch viele seiner Landsleute.

Dies zu „Als ÖVP-Chef hat Kurz weitreichende Befugnisse: Er kann das Regierungsteam, die Kandidatenlisten bei Parlamentswahlen sowie die politische Linie der ÖVP allein bestimmen“.

sonnenbogen

Ist das Ihr Ernst? Sie erwarten Sanktionen gegen Österreich, weil angeblich, meinetwegen auch tatsächlich, Gelder für Vorteil bringende Berichterstattungen ausgegeben wurden, während Polen, Ungarn und Rumänien in Teilen ihre Rechtsstaatlichkeit opfern und die Pressefreiheit sukzessive beschneiden und sie gleichzeitig als größte Nettoempfänger Brüsseler Gelder erhalten?

Die Rechtsauffassung mancher Foristen erstaunt mich immer wieder.

Mal sehen

Es ist nicht das erstes Mal, dass Herr Kurz seinen Amt nieder liegen muss. Seine Politik kommt grundsätzlich nicht so gut in allgemeinen europäischen mainstream. Deswegen werden nach alle Möglichkeiten gesucht um ihn einfach wegzuschaffen.

@nie wieder spd

"In der BRD hätte so jemand gute Chancen Bundestagspräsident zu werden."

Oder wechselt in das EU-Parlament. Da hatten dann doch recht viele wieder was zu tun.
Und in dem Fall sollten hier alle mal das endgültige Urteil abwarten.
In anderen Fällen wird auch immer gerne auf die Unschuldsvermutung hingewiesen. Liegt aber wahrscheinlich an der Parteizugehörigkeit in dem Fall.

@ Garfield215

Ich habe bereits in anderen Beiträgen darauf hingewiesen, dass der Großteil der Österreicher mit seiner Politik absolut zufrieden war.

Das hört sich ja schon fast ein wenig verzweifelt an.
Leider schützt die Zufriedenhei der Bevölkerung Politiker nicht davor, sich in korrupter und illegaler Weise weitere Zustimmung anzueignen. Wenn der Betreffende schuldig ist, muss ihn eine Staatsanwaltschaft und ein Gericht aus dem Verkehr ziehen, egal wie zufrieden seine Fans waren.

Re : nie wieder spd !

Leider ist in vielen Ländern so eine korruptes Agieren der Oberen immer wieder zu beobachten. Und viele fallen nicht nach unten, sondern irgend wie nach Oben.
Das ganze Geschwafel von wegen zum Wohle des Volkes ist pure Heuchelei.
Nur sehr selten erlebt man echte Charisma, und Konsequenz, wenn was schief gelaufen ist, oder Mist gebaut wurde. Irgend wie versuchen zu viele in diesen Kreisen an ihren Posten und Positionen kleben zu bleiben, statt Größe und Verantwortung zu zeigen. Leider eine rein menschliche Untugend !

09:18, Garfield215

>>Ich habe bereits in anderen Beiträgen darauf hingewiesen, dass der Großteil der Österreicher mit seiner Politik absolut zufrieden war. Und auch wenn sein Verhalten unter juristischen Gesichtspunkten falsch war, so verdienen seine Politik, auch seine Kritik an mancher Brüsseler Entscheidung, Respekt. So sehe ich es, und so sehen es auch viele seiner Landsleute.<<

Mit anderen Worten:

Ideologisch stimmen Sie mit seiner Linie überein, und da ist es dann nicht so wichtig, ob er korrupt ist.

Österreich

Jetzt kommt es tatsächlich auf das Land als Ganzes an. Schafft es dieses kleine und von der Natur so gesegnete Land, sich auf sich selbst zu besinnen und mit sich ins Reine zu kommen? Oder lässt es sich genau wie die USA oder England oder oder oder... von einem billigen Provinzschauspieler weiter einreden, dass die Farbe „braun“ eigentlich „blau“ wäre.

Konkret: Es wird viel davon abhängen, ob die populismushörigen Boulevardmedien es schaffen werden, sich vom Problem hin zu einer Problemlösung zu entwickeln.

Ich bin da nur wenig optimistisch. Und der Blick in die erwähnten Vorbilder macht mich noch ein wenig pessimistischer.

Kurz: Kurz ist genauso wenig Ö. wie ein Trump USA und ein Johnson GB und ein Orban Ungarn. Was bisher in der Breite fehlt, ist das gefestigte Selbstvertrauen, sich in einer liberalen Welt behaupten zu können.

Er hat gemacht

was verlangt wurde, ein Schachzug ist es sicher, aber Schachzüge sind in der Politik nicht neu, genau wie Schattenhaushalte und andere Tricks.
Zumindest bleibt Politikrichtung so wie sie ist, bei nächsten Wahl kann sie ja denn abgewählt werden vom Volk.
So etwas soll ja hin und wieder vorkommen.

Absteigender Ast

Die Zustimmungswerte von Kurz sinken rapide. Und ich frage mich, was noch alles rauskommt.

09:16, Marcus2

>>Debatte der Moralheuchler
Kurz tritt zurück, weil es so gefordert wurde. Dann ist es auch nicht recht.
Weil man einen Angriffspunkt und Aufregerthema zur eigenen Profilierung verliert.
Bisher hat er Stimmen für die ÖVP gebracht. Ein Zugpferd entgültig aufs Altenteil zu schicken wo keiner weiß wie die Ermittlungen oder ein Prozess ausgeht?

Hochzeit für Moralapostel, die nur einen Gott und Heiligen als Kanzler akzeptieren. Guter beliebter Regierungschef reicht nicht.
Solche, die sich als die nächsten unfehlbaren Heiligen präsentieren gibt es reichlich<<

Moralheuchler. Gott. Heilige. Unfehlbar.

Wie wäre es denn einfach mal mit Integrität?

Oder ist die nicht so wichtig, Hauptsache die Richtung stimmt?

Verwirrend

Kurz war eine Hoffnung selbst für konservative Wähler in Deutschland. Das ist jetzt ein Schlag, was da kam.

Ich finde diese Geschichte nur noch verwirrend.
Entweder Kurz war unschuldig, dann bleibt er im Amt.
Oder er hat Schuld auf sich geladen, dann muss er sich zurückziehen und die Sache mit guten Anwälten vor Gericht klären.

Aber zurücktreten und die Macht trotzdem irgendwie behalten beschädigt das Ansehen der Politik. Und vor allem auch das der Österreichischen Volkspartei ÖVP.

Wieso geht das heute nicht mehr so glatt und sauber wie früher ? Integrität und Anstand sind konservative Werte.

re 09:16 Marcus2: Moralheuchler

>>Kurz tritt zurück, weil es so gefordert wurde.<<

Nein, dann wäre er zurückgetreten worden! Es war also seine Entscheidung.

>>Dann ist es auch nicht recht.<<

Worauf beziehen Sie sich hier? Wem „ist es auch nicht recht?“

>>Hochzeit für Moralapostel, die nur einen Gott und Heiligen als Kanzler akzeptieren. Guter beliebter Regierungschef reicht nicht.
Solche, die sich als die nächsten unfehlbaren Heiligen präsentieren gibt es reichlich.<<

Ich denke, Sie verdrehen da etwas! Kurz himself war es, der keinen „Gott und Heiligen“ neben sich akzeptiert hatte. Weil es aus seiner Sicht keine Adäquaten gibt. Und da befindet er sich international in einer illustren Gesellschaft.

Mit den „Moralaposteln“ liegen Sie durchaus richtig, sie müssen nur Ihr Fernglas mal richtig herum vor Ihre Augen halten.

@Garfield215 um 09.18 Uhr

"Es ist interessant
dass viele Kommentatoren in diesem und anderen Artikeln auf Kurz einprügeln, als wären sie froh darüber, dass ein Despot vom Schlage Putin's oder Assad's endlich zur Strecke gebracht wurde."

Ist ja auch so.

09:18, Garfield215

>>Ich habe bereits in anderen Beiträgen darauf hingewiesen, dass der Großteil der Österreicher mit seiner Politik absolut zufrieden war.<<

Dann hätte er es doch gar nicht nötig gehabt, Umfragen fälschen zu lassen.

09:17, nie wieder spd

>>In der BRD hätte so jemand gute Chancen Bundestagspräsident zu werden.<<

In Österreich wird er Fraktionsvorsitzender.

@Marcuse2

Debatte der Moralheuchler. Kurz tritt zurück, weil es so gefordert wurde. Dann ist es auch nicht recht.

Kurz gesagt: Der Moralheuchler ist in meinen Augen der gescheiterte Politiker, der sich sonst so sehr bemüht, sich das Saubermann-Image zu verleihen.

Es gilt die Unschuldsvermutung

Auch für einen Kanzler Kurz. Er übernimmt aber Verantwortung für sein Amt, indem er zurück tritt.

Ich sehe daher nicht was er falsch gemacht hätte. Es ist ja zu vermuten, dass hinter der ganzen Aktion ein Komplott steht.

Vermutlich wird am Ende keine Verurteilung von Kurz stehen. Dann kann er wieder für das Kanzleramt kandidieren.

Alles richtig gemacht Herr Kurz.

Dass die Opposition enttäuscht ist, das ist doch klar…

Herr Kurz

Da gab es endlich mal jemanden der jung ist und Politik macht ! So habe ich das gesehen.
Schade , dass es so kam ! Aber wir, in Deutschland ,haben keinen der in dieser Form vernünftig auftritt !

@ sonnenbogen, 08:58

Auch wenn Sie Ihren Kommentar nicht ernst meinen, zum Lachen reicht er dennnoch nicht.
Das ist eine Angelegenheit, die österreich-intern zu lösen ist.

Von Kurz ist das clever gedacht, ob er damit auf Dauer durchkommt, muss schlicht abgewartet werden.

@ nie wieder spd

Korruption und Lobbyismus waren auch bei uns noch nie ein Grund für das Ende einer politischen Karriere.

Wenn man nett ist, nennt man das eine Ablenkung. Ist man es nicht, kennzeichnet man solche Beiträge klar als Whataboutism. Ihnen geht es ja gar nicht um Österreich und die Interessen der Bürger an Transparenz.

Jeder hat seine Follower

"Ich habe bereits in anderen Beiträgen darauf hingewiesen, dass der Großteil der Österreicher mit seiner Politik absolut zufrieden war. " @Garfield215
.
Das ist ja gerade das erstaunliche, dass Boris Johnson, Bolsonaro, Trump, Kadzsynski, Orban etc. so "wahnsinnig" beliebt sind. Warum nur?

Nun ja

Jedenfalls hatten Österreichs Staatsanwaltschaft und Polizei das Kanzleramt durchsucht – klingt so ähnlich wie die Durchsuchung des Finanzministeriums von Olaf Scholz, aber Sebastian Kurz trat nun als Kanzler zurück.

@ Artruss

Seine Politik kommt grundsätzlich nicht so gut in allgemeinen europäischen mainstream. Deswegen werden nach alle Möglichkeiten gesucht um ihn einfach wegzuschaffen.

Das tun am Ende die Österreicher, wenn alles auf dem Tisch liegt.

@garfield, 09.18h

Ich bin häufig in Österreich und habe viele Kontakte dort.
Ich kann mich Ihrem Beitrag nur anschließen.
DAs Kurz den Grünen und Linken mit seiner restriktiven Migrationspolitik schon immer ein Dorn im Auge war, ist bekannt.

#von Sonnenbogen 8.58

Sie wissen aber schon, Österreich ist einer der sieben Nettozahler. Glauben Sie die zahlen noch, wenn da was eingefroren wird?

@09:30 von Artruss

Sie und andere verwechseln da etwas: Kurz hat seinen Niedergang selbst zu verantworten, seine Verfehlungen anderen anzulasten und sich als Opfer zu stilisieren, ist allerdings bei rechten und rechtspopulistischen Parteien gang und gäbe.
Die Zusammenhänge sind indes eher anders: Wer eine inhumane Flüchtlingspolitik propagiert, geht eben auch mit politischen Gegnern - und seien sie in den eigenen Reihen verortet - in der entsprechenden Haltung um. Das zeigen die Chat-und sms-Dokumentationen in aller brutalen Klarheit, und das kann auch ein antrainiertes perfektes Knigge-Gehabe auf Dauer nicht verdecken.

Es wäre ein grosser Verlust..

Es wäre ein grosser Verlust für Österreich und ganz Europa wenn Herr Kurz zurückgetreten würde.

Strippenzieher

Kurz wird nach dem Vorbild seiner populistischen Glaubensbrüder in Ungarn, Polen usw. aus den Hintergrund versuchen, seine Politik fortzusetzen. Man sollte nicht dem Irrtum unterliegen, dass sich Demagogen seines Kalibers von schmutzigen Fehltritten dieser Art bremsen lassen. Zumal es diesem Herrn offensichtlich an Einsicht und Eingeständnis ihres schäbigen Handels fehlt. Tu felix Austria solltest Dich nicht mit dem vordergründigen Manöver von S. Kurz zufriedengeben. Tretet ihm weiterhin kräftig auf die Füsse, verleidet ihm jegliche Lust daran, seine üblen Machenschaften und die seiner Gefolgschaft weiter zu verfolgen!

um 08:58 von sonnenbogen

>>“…das die EU noch kein offiziellen Kommentar abgeliefert hat und die EU Gelder für Österreich eingefroren hat, es geht schliesslich um Korruptionsvorwürfe...“<<

Wie Sie schon richtigerweise sagen „Vorwürfe“, nicht mehr.

Es geht um die Republik Österreich, nicht um 'House of Kurz'

Sebastian Kurz hat nach der Ibiza-Affäre und dem Korruptionsgeflecht rund um die FPÖ und ihren Ex-Vorsitzenden Strache einiges richtig gemacht.

Er hat nicht nur Strache geschasst, obwohl FPÖ-Kickl ihm einen Deal angeboten hatte, sondern gleich ganz mit dem blau-braunen Augiasstall aufgeräumt. Allerdings nur was die FPÖ angeht.

Sein eigenes 'House of Kurz' wird in den Chat Protokollen deutlich und das hat es in sich. Sich jetzt auf den Posten des ÖVP-Chefs und Fraktionsvorsitzenden zu retten, hat einen seltsamen 'Geruch'. Die ÖVP wird das nur solange mitmachen, wie die Wahlergebnisse nicht einbrechen.

09:35, teachers voice

>>Konkret: Es wird viel davon abhängen, ob die populismushörigen Boulevardmedien es schaffen werden, sich vom Problem hin zu einer Problemlösung zu entwickeln.<<

Sehr unglücklich formuliert.

Boulevardmedien sind nicht populismushörig, sondern Populismus ist ihr Geschäftsmodell. Weswegen sie immer Teil des Problems und nicht Teil der Lösung sind.

10:01 von Peter Kock

"Da gab es endlich mal jemanden der jung ist und Politik macht ! So habe ich das gesehen.
Schade , dass es so kam ! Aber wir, in Deutschland ,haben keinen der in dieser Form vernünftig auftritt !"

Jung und vernünftiges Auftreten und auch noch Politik macht - und sonst, warum erwähnen Sie die wesentlichen Aspekte des Politikerlebens von Sebastian Kurz nicht? Meinen Sie mit "in dieser Form vernünftig Auftritt", seine gut vorbereiteten, einstudierten, langsam und deutlich vorgetragenen Reden, fast ohne Wiener Dialekt, so wie Schüler der Mittelstufe bei uns Gedichte aufsagen sollen? Davon könnten wir in Deutschland sofort mindestens hundert Tausend haben, sogar viel jüngere.

10:23, eine_anmerkung.

>>Es wäre ein grosser Verlust für Österreich und ganz Europa wenn Herr Kurz zurückgetreten würde.<<

Er ist doch schon zurückgetreten.

Was das beide Augen zudrücken seiner Anhänger betrifft, so überrascht es mich doch ein wenig, wie moralisch flexibel sich das rechte Spektrum wieder einmal offenbart. Der Zweck scheint die Mittel zu heiligen. Gesetzestreue und Integrität? Unwichtig, Hauptsache die Richtung stimmt.

@ 10:05 von Sternenkind

Nun ja, wenn man die Bestechungen und den Missbrauch von Steuergeldern durch Kurz verharmlosen will, zieht man eine Parallele zu Untersuchungen im deutschen Finanzministerium, die der Untersuchung von Verdachtsfällen von 4 Kölner Beamter diente.

Journalismus als Glanzleistung...

Mit Fragen kontern, kein Stichwortgeber, Plattitüden benennen und nicht locker lassen:
Das Interview des ORF-ZIB2 mit Kurz eine absolute Glanzleistung. Deshalb sind/waren sie auch eifrig dabei diese Bastion zu schleifen.

10:23 von eine_anmerkung. | Er ist es schon

'Es wäre ein grosser Verlust für Österreich und ganz Europa wenn Herr Kurz zurückgetreten würde.'

Er ist schon zurückgetreten. Mal eine Hallo wach einwerfen und die Sicht wird klarer ;-)

10:25, eine_anmerkung. @08:58 von sonnenbogen

>>Wie Sie schon richtigerweise sagen „Vorwürfe“, nicht mehr.<<

Staatsanwaltschaftliche Ernittlungsergebnisse.

Kennen Sie die Belege für

Kennen Sie die Belege für diese Vorwürfe wirklich nicht? Erstaunlich. Oder ist Ihnen das Vorgehen im System Kurz und die offensichtliche respektlose beleidigende Ausdrucksweise, die der 'Musterschwiegersohn' an den Tag legt, letztlich egal, weil Sie eine Galionsfigur im Kampf für inhumane restriktive und im übrigen für Europa und seine Werte beschämende Flüchtlingspolitik zu verlieren drohen? Bei letzterem kann ich Sie 'beruhigen': Kurz' Platzhalter auf dem Kanzlerstuhl ist da genauso unmenschlich und unbarmherzig, vielleicht sogar bürokratisch perfektioniert.

Unterschiedliche Wahrnehmung

Einige Foristen beschimpfen diejenigen, die es wagen, Kurz zu kritisieren, als Heuchler und Moralapostel. So viel zunächst zu fairer Debattenfähigkeit.

Ein Wort der Warnung: Die Attribute "Heuchler" und "Moralapostel" lassen sich auf besagte Foristen zurückspiegeln.

Nur ein Beispiel aus den (öffentlich zugänglichen) Quellen: Sebastian Kurz hat als Regierungsmitglied ein Programm für Nachmittagsbetreuung von Kindern iHv 1,5 Milliarden Euro untergraben und letztendlich verhindert.
Ich persönlich wusste bisher nicht, dass die Nachmittagsbetreuung von Kindern und Jugendlichen zum Aufgabenbereich des österreichischen Außenministers gehören.

Aber Kinder und Jugendliche sind den Foristen, die uns als Heuchler un Moralapostel beschimpfen, recht herzlich egal. Denn eine Sache finden sie gut: Die Grenzen bleiben zu. Nicht wahr?

Dazu sollten diese Foristen stehen. Ist dann zwar recht anrüchig, aber egal. Alles andere wäre heuchlerische Moralapostelei.

10:04 von DeHahn

>>Das ist ja gerade das erstaunliche, dass Boris Johnson, Bolsonaro, Trump, Kadzsynski, Orban etc. so "wahnsinnig" beliebt sind. Warum nur?<<

Weil solche Politiker die Interessen und das Gemüt dieser Menschen kennen und das schlechte Gewissen, das damit einhergehen kann. Denen wird "wahnsinnig" gut mit solchen Spitzenpolitikern hinweggeholfen.

Kanzler Schallenberg muss stabile Verhältnisse schaffen

Der neue Kanzler Schallenberg muss jetzt zeigen, ob er nur eine Marionette am Strippenzug von Kurz ist, oder ob er den Anspruch hat, das Amt des Bundeskanzlers seinem Amtseid entsprechend selbständig auszufüllen.

Sein Vize Kogler hat schon das Signal gegeben, dass die türkis-grüne Koalition weiter regiert. Österreich braucht in diesen Zeiten eine handlungsfähige Regierung und stabile Verhältnisse und kein Tollhaus.

10:16, DerVaihinger

>>DAs Kurz den Grünen und Linken mit seiner restriktiven Migrationspolitik schon immer ein Dorn im Auge war, ist bekannt.<<

Sebastian Kurz ist ein Rechter, der keinerlei Berührungsängste hat, was das rechtsextreme Milieu betrifft.

So jemand ist einem jeden echten Linken natürlich ein Dorn im Auge.

Seine Migrationspolitik ist lediglich Symbolpolitik auf dem Rücken der Schwachen und Wehrlosen, die seine Klientel verzückt. Familien auseinanderreißen und Menschen in Käfige zu sperren, so weit geht er allerdings nicht. Das würde seinem Image der Wohlerzogenheit widersprechen. Das Rüpeltum überlässt er anderen.

@10:23 von eine_anmerkung.

Haben Sie es nicht mitbekommen? Kurz ist bereits zurückgetreten; der Konjunktiv ist Geschichte. Allerdings steht zu befürchten, dass er letztlich durch die Installation eines hörigen Intimus-Beamten und die Übernahme des Fraktionsvorsitzes sowie den Verbleib als Parteiführer seine Macht eher stabilisiert. Das ist beunruhigend für alle Österreicher und Europäer, die Demokratie mit untadeliger und transparenter Haltung verbinden.

10:05, Sternenkind

>>Nun ja
Jedenfalls hatten Österreichs Staatsanwaltschaft und Polizei das Kanzleramt durchsucht – klingt so ähnlich wie die Durchsuchung des Finanzministeriums von Olaf Scholz, aber Sebastian Kurz trat nun als Kanzler zurück.<<

Nun ja. Die Durchsuchung, von der sie reden, hatte absolut nichts mit der Person Olaf Scholz zu tun.

Das ist im Fall Kurz ein ganz klein wenig anders.

@Marcus2

"Am 10. Oktober 2021 um 09:16 von Marcus2
Debatte der Moralheuchler

[...] Bisher hat er Stimmen für die ÖVP gebracht. Ein Zugpferd entgültig aufs Altenteil zu schicken wo keiner weiß wie die Ermittlungen oder ein Prozess ausgeht?

Hochzeit für Moralapostel, die nur einen Gott und Heiligen als Kanzler akzeptieren. Guter beliebter Regierungschef reicht nicht.
Solche, die sich als die nächsten unfehlbaren Heiligen präsentieren gibt es reichlich."

Zunächst mal, Fraktionsvorsitz ist kein Altenteil. Kurz wechselt nur den Stuhl, sonst passiert weiter nix.

Zweitens ist es interessant zu beobachten, wie Anhänger von Rechtspopulisten, die sich gerne als Law-and-Order-Fraktion darstellen, Kritikern eines Law-and-Order-Mannes gerne mal vorwerfen, "Moralapostel" zu sein, wenn ein Law-and-Order-Mann dabei ertappt wurde, eben nicht Law-and-Order-mäßig zu handeln.
Zusammenfassung: Betrügen ist also okay, solange der Mann beliebt ist. Wird er beim betrügen erwischt, sind die Gegner Moralapostel.

10:22 von SinnUndVerstand

sie schrieben: Verfehlungen anderen anzulasten und sich als Opfer zu stilisieren, ist allerdings bei rechten und rechtspopulistischen Parteien gang und gäbe.

Brauchen sie nicht so weit gehen. Schauen sie sich doch nur mal die Grünen im Saarland an.
Bestechung, Korruption, Vetternwirtschaft usw, Hauen und Stechen wohin man sieht.

@ um 09:56 von fathaland slim

„>>In der BRD hätte so jemand gute Chancen Bundestagspräsident zu werden.<<
In Österreich wird er Fraktionsvorsitzender.“
Bundestagspräsident ist doch auch eher ein Versorgungsposten für die „Honoratioren“ der Parteien.
Fraktionschef kann eher ein Sprungbrett sein für höhere Weihen.
Und wenn ein bisschen Gras über die Sache gewachsen ist wird Kurz sicher danach streben.
Es sei denn, die Wirtschaft kauft in da heraus.
Er hat sich ja bisher alle Mühe gegeben diese so zu befriedigen, wie sie es von „konservativen“ Politikern hier und dort gewöhnt ist.

Die Chat-Protokolle zeigen ein verheerendes Bild

Die Chats zwischen T. Schmid und S. Kurz sind ja keine Erfindung von irgendjemand, sondern Realität. Teil der Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft, die einsehbar sind.

Sie zeigen ein verheerendes Bild von Komplizenschaft, von Filz mit Sponsoren, die Zugriff auf Medien hatten und den Mißbrauch von Steuermitteln für parteipolitische Zwecke.

Das muss restlos aufgekört werden. Solange gilt die Unschuldsvermutung. Dann wird über Strafen entschieden.

um 10:17 von Paco

>>“Sie wissen aber schon, Österreich ist einer der sieben Nettozahler. Glauben Sie die zahlen noch, wenn da was eingefroren wird?“<<

Manchmal ist es wirklich besser einen Schritt weiterzudenken.

10:04, DeHahn

>>Das ist ja gerade das erstaunliche, dass Boris Johnson, Bolsonaro, Trump, Kadzsynski, Orban etc. so "wahnsinnig" beliebt sind. Warum nur?<<

Populismus und populär gehen auf denselben Wortstamm zurück. Volkstribunen. Starke Männer, die auf Regeln pfeifen. Autoritär geprägte Seelen fühlen sich da gut aufgehoben.

Garfield215

um 09:18 von Garfield215:
"Ich habe bereits in anderen Beiträgen darauf hingewiesen, dass der Großteil der Österreicher mit seiner Politik absolut zufrieden war. "
Irgend ein Großteil der Russen ist auch mit Putins Politik zufrieden. Und was heißt das jetzt?
Als einfacher Frist hört sich ein "ich habe bereits in anderen Beiträgen darauf hingewiesen" doch ziemlich anmaßend an, wenn sie die Korruptionsvorwürfe gg Kurz mit der Zufriedenheit der österr. Bürger glauben egalisieten zu können.
Dann erlaube ich mir zu sagen, dass die österr. Bürger Korruption für gut heißen.

@ eine_anmerkung, um 10:23

Ich darf anmerken:
Er i s t zurückgetreten.

Aber Sie sollten vielleicht begründend ergänzen, weshalb Sie seinen Rücktritt als einen großen Verlust für Europa halten.

um 10:04 von DeHahn

>>“Das ist ja gerade das erstaunliche, dass Boris Johnson, Bolsonaro, Trump, Kadzsynski, Orban etc. so "wahnsinnig" beliebt sind. Warum nur?“<<

Sie wissen ja, die einen sagen so, die anderen sagen so….

@10:16 von DerVaihinger

Sie schreiben wirklich wahre Worte. Auch meine viele österreichischen Verwandten und Bekannte sind der Auffassung, dass die derzeitig Migrationspolitik Österreichs unbedingt fortgesetzt werden muss und Kurz ist dafür ein Garant. Das ist natürlich der Opposition ein Dorn im Auge...

10:01 von covid-strategie

«Es gilt die Unschuldsvermutung.»

Die Unschuldsvermutung gilt vor Gericht.
Im Parlament gilt die Vermutung vom Halbseidenen Gemaggel.

@Joao Adelante

"
Am 10. Oktober 2021 um 09:00 von Joao Adelante
Der rechtspopulistische Hoffnungsträger

... steht jetzt in zweiter Reihe, aber schon wieder in den Startlöchern. Wenn er sich da nicht mal verrechnet."

Zweite Reihe? Eher nicht. Wahrscheinlicher ist, daß es Kurz egal ist, wer unter ihm Kanzler ist. Die Fäden hat er immer noch in der Hand. Noch.

@eine_anmerkung

"
Am 10. Oktober 2021 um 10:23 von eine_anmerkung.
Es wäre ein grosser Verlust..

Es wäre ein grosser Verlust für Österreich und ganz Europa wenn Herr Kurz zurückgetreten würde."

Dann heulen Sie mal los und betrauern den großen Verlust. Kurz ist zurückgetreten. Noch nicht gelesen?

@Sternekind um 10:05 Uhr

"Jedenfalls hatten Österreichs Staatsanwaltschaft und Polizei das Kanzleramt durchsucht – klingt so ähnlich wie die Durchsuchung des Finanzministeriums von Olaf Scholz, aber Sebastian Kurz trat nun als Kanzler zurück."

Ich bin weit entfernt davon, Olaf Scholz als Säulenheiligen hinzustellen. Aber Ihr Vergleich hinkt gewaltig!
In Deutschland geht es um eine dem Finanzministerium nachgeordnete Behörde, für die Scholz die Rechtsaufsicht hatte. Bedeutet, dass er dieser Behörde nicht vorschreiben konnte, wie sie etwas zu tun hatte. Das ist der Unterschied zwischen Rechts- und Fachaufsicht. Darüber hinaus gab es in diesem Fall eine Diskrepanz zwischen den öffentlich kolportierten Gründen einer Durchsuchung und den tatsächlichen Gründen.

Bei Sebastian Kurz ging es darum, dass öffentliche Gelder aus Ressorts zweckentfremdet worden waren, für die er sogar als Minister weder eine Fach- noch eine Rechtsaufsicht hatte. Ob er persönlich verantwortlich ist, wird ermittelt.

09:16 von Marcus2

"Hochzeit für Moralapostel, die nur einen Gott und Heiligen als Kanzler akzeptieren."

Seltsam. Ich dachte immer, zwischen "kriminell" und "heilig" gibt es noch so etwas wie zum Beispiel "anständig". Das würde vollauf genügen.

@Absteigender Ast 9:37 von Joao Adalante

"Die Zustimmungswerte von Kurz sinken rapide.
Und ich frage mich, was noch alles rauskommt."

Ich gebe euch mein Ehrenwort: Einiges
Einiges wird noch auftauchen
aus den Tiefen des WorldWideWeb

09:18 von Garfield215

"Und auch wenn sein Verhalten unter juristischen Gesichtspunkten falsch war, so verdienen seine Politik, auch seine Kritik an mancher Brüsseler Entscheidung, Respekt."

Ja gut, dann können wir uns das mit den Gesetzen ja sparen.

Der kommt wieder

Kurz ist ein Stehauf Maennchin ,der gibt so schnell nicht auf.

@um 10:22 von SinnUndVerstand

Die Zusammenhänge sind indes eher anders: Wer eine inhumane Flüchtlingspolitik propagiert, geht eben auch mit politischen Gegnern - und seien sie in den eigenen Reihen verortet - in der entsprechenden Haltung um.

Abgesehen davon dass man darüber diskutieren kann was humane/inhumane Flüchtlingspolitik sein soll ist das ein mehr als lächerlicher Vergleich. Die österreichischen Roten outsourcen einfach die Drecksarbeit an eine israelische PR Agentur und bezahlen sie dafür fürstlich. Hat auch nichts mit Haltung zu tun.

09:30 von Artruss

"Seine Politik kommt grundsätzlich nicht so gut in allgemeinen europäischen mainstream. Deswegen werden nach alle Möglichkeiten gesucht um ihn einfach wegzuschaffen."

Soso, es wird nach Möglichkeiten gesucht. Bleiben Sie doch bitte nicht im ominösen Passiv, sondern nennen Sie Ross und Reiter. Wer hat die österreichische Staatsanwalt dazu gebracht, Ermittlungen aufzunehmen?

Ich kenne die östereichischen Gesetze nicht.

Hat er jemanden bestochen oder Geld oder andere Vorteile angenommen ist es sicherlich auch dort strafbar.
Allerdings fehlt mir dazu eine konkrete Aussage , wo doch alle Dokument offen sind.
Was ich aber viel wichtiger finde.
1.Dokumente sind ein sichtbar in D. wurde erstmal ein Rechtsanwalt kommen und weitere Veröffentlichungen verbieten
2. eine Grüne Partei welche sogar mit rechts Koalition eingehen würde. Da ist dann nichts mehr mit Umweltschutz, Hauptsache Regierung
3. äußerst dumm Steuergelder zum "Wahlkampf " zu nutzen, wenn es gegen das ostereichische Gesetz ist. Man muss doch nur entsprechende deutsche Gesetze zur Parteienfinanzierung umsetzen, schon ist es legal.
4. Industrie u Wirtschaft sind zu Frieden. Logisch wurde doch gerade ein Gesetz verabschiedet was bei genauer Betrachtung "peanuts" für kleine Bürger und große Einsparung für gut betuchte bedeutet.
Erschreckend für mich mit Abstand das d. Parteien eine Koalition mit Rechts nicht ausschließen.

@10:16 von DerVaihinger

Interessant: Ich wohne nahe der österreichischen Grenze und bin auch immer wieder dort. Die Österreicher, mit denen ich spreche, sind seit langem entsetzt über das System, das Kurz in der övp installiert hat, und sagen, dass Strache die 'Methode Ibiza' letztlich auch von Kurz gelernt hat.

@10:05 von Sternenkind

„Jedenfalls hatten Österreichs Staatsanwaltschaft und Polizei das Kanzleramt durchsucht – klingt so ähnlich wie die Durchsuchung des Finanzministeriums von Olaf Scholz, aber Sebastian Kurz trat nun als Kanzler zurück.“

Da habe ich eine gute Nachricht für Sie: Herr Scholz wird in Kürze seinen Posten als Finanzminister aufgeben.

es bleibt ein Schachzug

um sich seinen Hintern zu decken. Die Rechtspopulisten in der EU und gerade in Österreich stehen in Einstimmigkeit zu den anderen Despoten in der EU. Die Justiz in Österreich als eine der letzten Hürden bringt sich in Stellung. Wenn man sich inhaltlich mit den Vorwürfen beschäftigt ist es schon ein dolles Ding. Dass gegen Herr Kurz bereits eine Untersuchung wegen Falschaussauge im Untersuchungsausschuss vorliegt kommt ja on Top noch oben drauf. Gegen seine Buddies wird auch schon ermittelt.

10:01 von covid-strategie

"Es ist ja zu vermuten, dass hinter der ganzen Aktion ein Komplott steht."

Huhuhu! Ja, es ist wirklich schrecklich, wie "man" dem armen unschuldigen Bubi mitspielt.

10:01 von Peter Kock

Ich würde Ihren letzten Satz anders formulieren: In Deutschland haben wir zum Glück keinen, der in dieser Form auftritt.

@Garfield215

Am 10. Oktober 2021 um 09:18 von Garfield215
Es ist interessant
dass viele Kommentatoren in diesem und anderen Artikeln auf Kurz einprügeln, als wären sie froh darüber, dass ein Despot vom Schlage Putin's oder Assad's endlich zur Strecke gebracht wurde.

Ich habe bereits in anderen Beiträgen darauf hingewiesen, dass der Großteil der Österreicher mit seiner Politik absolut zufrieden war. Und auch wenn sein Verhalten unter juristischen Gesichtspunkten falsch war, so verdienen seine Politik, auch seine Kritik an mancher Brüsseler Entscheidung, Respekt. So sehe ich es, und so sehen es auch viele seiner Landsleute.

———

Unabhängig davon, ob Sie mit Ihrer Einschätzung recht haben oder nicht, was ist denn Ihre Meinung zum „Rücktritt“? Ungerechtfertigt? Unnötig? Überfällig? Konsequent?

Darf Zufriedenheit mit einem Politiker dazu führen, dass dieser einen demokratischen Rechtsstaat hintergeht? Oder sollte so jemand dafür genauso geradestehen müssen wie alle anderen?

In meinem Beitrag von 10:59

In meinem Beitrag von 10:59 vergaß ich den Hinweis, auf wen ich mich beziehe. Es ist eine Antwort auf 10:25 eine_anmerkung.

10:05 von Sternenkind

"klingt so ähnlich wie die Durchsuchung des Finanzministeriums von Olaf Scholz".

Aber nur für Ohren wie Ihre.

Erstens gab es im deutschen Finanzministerium keine Durchsuchung und zweitens ging es bei der Anfrage der Staatsanwaltschaft nicht um Olaf Scholz, sondern um unbekannte Dritte.

@Sternenkind (10:05):

>>Jedenfalls hatten Österreichs Staatsanwaltschaft und Polizei das Kanzleramt durchsucht – klingt so ähnlich wie die Durchsuchung des Finanzministeriums von Olaf Scholz, aber Sebastian Kurz trat nun als Kanzler zurück.<<

Wenn man sämtliche Details außen vor lässt und sich nur damit begnügt, dass in der entsprechenden Behörde eine Durchsuchung stattgefunden hat, mag das recht ähnlich klingen.

In Österreich haben die Vorwürfe allerdings einen direkten Bezug zu Sebastian Kurz, während bei der Durchsuchung des Finanzministeriums Mitarbeiter der FIU das Ziel waren und die Vorwürfe keine rechtswidrige Handlungen zum Vorteil von Olaf Scholz beinhalteten.
Die Kritik an Zeitpunkt und Umständen der Durchsuchungen im Finanzministerium unterschlagen Sie übrigens ebenfalls.

10:23 von eine_anmerkung

Nicht doch. Es wäre nur ein Verlust für die AfD und die übrigen Rechtsaußen in Europa.

@Vaddern

Das ist ja wohl nicht Ihr Ernst, Herrn Kurz in eine Reihe mit Putin und Assad zu stehlen.

@fathaland slim
Was ist Ihnen lieber, ein Saubermann, der sich in der Rolle als Kanzler, der die Geschicke eines Landes bestimmt, als Versager herausstellt, oder ein Mann oder eine Frau, der/die vielleicht nicht den geraden Weg einschlägt, aber im Sinne und zum Wohle der Menschen agiert. Zumindest des überwiegenden Teils, denn allen kann man es nicht rechtmachen.

Voll arisch

"Aber wir, in Deutschland ,haben keinen der in dieser Form vernünftig auftritt !" @Peter Kock
.
Rank, schlank, blauäugig, edel gekleidet und mit geglättetem Haar an den Manschetten zupfend, dazu so ein patriotischer Ton, nun verstehe ich, warum der Herr Laschet scheitern musste. Wie nur konnte sich Frau Merkel so lange halten? Verstehe Ihr Raisonnement!

@Sternenkind

Am 10. Oktober 2021 um 10:05 von Sternenkind
Nun ja
Jedenfalls hatten Österreichs Staatsanwaltschaft und Polizei das Kanzleramt durchsucht – klingt so ähnlich wie die Durchsuchung des Finanzministeriums von Olaf Scholz, aber Sebastian Kurz trat nun als Kanzler zurück.

———

Genau, beides das Gleiche. Nicht, weil es ansatzweise das Gleiche ist, sondern, weil differenzieren so unheimlich schwer ist. Und wenn man sich dazu noch weder mit Gesetzen noch anderen Dingen auskennt, schier unmöglich. Durchsuchung ist gleich Durchsuchung. Was auch sonst? Großes Kino.

Ein gutes Beispiel wie man Menschen in einer Blase sehr einfach einnehmen und von faktenfreien Vorwürfen überzeugen kann.

um 11:09 von harry_up

>>“Aber Sie sollten vielleicht begründend ergänzen, weshalb Sie seinen Rücktritt als einen großen Verlust für Europa halten.“<<

…. oder vielleicht doch eher zurückgetreten worden?

@Am 10. Oktober 2021 um 11:08 von MRomTRom

Zitat: "Sie zeigen ein verheerendes Bild von Komplizenschaft, von Filz mit Sponsoren, die Zugriff auf Medien hatten und den Mißbrauch von Steuermitteln für parteipolitische Zwecke.

Das muss restlos aufgekört werden. Solange gilt die Unschuldsvermutung. Dann wird über Strafen entschieden."

Newsflash!

Die Ostmark bzw. Österreich ist nicht ans Reich angeschlossen.

Insofern anempfehle ich, den Österreichern den Fall Kurz so zu behandeln und "restlos aufzuklären", wie sie es für richtig halten.

Ständig hört man doch sonst das Geschwafel/Verschwörungstheorie, dass man sich eine Einmischung von außen (Russland) verbitte.

Parteien rechts der Mitte und Korruption

Es gibt eine auffällige Häufung von korruptionsbereiten Politikern, die den Parteien rechts der Mitte angehören:
In Österreich sind es die FPÖ-Politiker Strache, Gudenus (beide bekannt aus der "Ibiza"-Affäre) u. jetzt ÖVP-Politiker Kurz.

In Deutschland gibt es etliche Korruptionsfälle bzw. Fälle mit hohem Korruptionsverdacht, wie bei der Maskenaffäre.
Darin sind einige CDU- u. CSU-Politiker verwickelt wie Nüßlein, Löbel, Hauptmann, Korte, Sauter, aber auch Namen wie Spahn und Laschet werden genannt (s. Wikipedia).
Aber auch in die Aserbaidschan-Affäre waren etliche CDU-CSU-Politiker involviert: Löbel, Fischer, Hauptmann, Hahn, Ludwig, Wanderwitz, etc.
Das sind nun nur Affären aus der letzten Zeit. Zuvor gab es auch etliche Korruptionsaffären wie die Berater-Affäre um von der Leyen, wie die Affäre um Amthor, usw.
Es gibt also diese auffällige Häufung von Korruptions- u. Lobbyismusfällen bei den Parteien rechts der Mitte.

Aber offenbar stören sich deren Wähler nicht daran.

um 11:17 von Anderes1961

>>“Es wäre ein grosser Verlust für Österreich und ganz Europa wenn Herr Kurz zurückgetreten würde."

Dann heulen Sie mal los und betrauern den großen Verlust. Kurz ist zurückgetreten. Noch nicht gelesen?“<<

… ich frage mich was sein wird wenn sich die Vorwürfe als unbegründet herausstellen sollten? Die Möglichkeit besteht doch auch?

re 10:04 DeHahn: Follower

>>Das ist ja gerade das erstaunliche, dass Boris Johnson, Bolsonaro, Trump, Kadzsynski, Orban etc. so "wahnsinnig" beliebt sind. Warum nur?<<

Die Antwort ist so simpel, dass man ihr wieder nicht trauen mag.
Es ist aber so:
Diese „Herren“ sind (nur) bei denen so „wahnsinnig“ beliebt, deren Instinkte sie treffen und bedienen. Und diese sind aber dann zutiefst davon überzeugt, dass „eigentlich“, „wenn wir mal ehrlich sind“, „im Grunde“ „alle“ diesen „Herrn“ toll finden.

Literarische Vorlage: Des Kaisers neue Kleider.

11:11, Gogolo

>>@10:16 von DerVaihinger
Sie schreiben wirklich wahre Worte. Auch meine viele österreichischen Verwandten und Bekannte sind der Auffassung, dass die derzeitig Migrationspolitik Österreichs unbedingt fortgesetzt werden muss und Kurz ist dafür ein Garant.<<

Meine zahlreichen österreichischen Bekannten (mit Verwandten kann ich leider nicht aufwarten) sehen das hingegen völlig anders.

Es gibt eben Österreicher, die lieben Jörg Haider oder Sebastian Kurz. Andere hingegen fühlen sich eher Alfred Polgar, Helmut Qualtinger oder Georg Kreisler verbunden.

Es kommt immer und überall darauf an, in was für Kreisen man sich bewegt.

So geht das!

Das Vokabular der Gegner von Kurz einfach ungefiltert übernehmen und gleich in dick in der Überschrift platzieren, während die Aussagen von Kurz möglichst auf das Nötigste reduziert werden. Edward Bernays wäre stolz auf die Journalistenden :)

@ 11:06 von Mass Effect

Das Verhalten einiger Grüner im Saarland war skandalös und hat zu den bekannten Folgen für die Bundestagswahl geführt. Was ich nicht erkenne ist, dass die Grünen sich da als Opfer stilisiert haben und das Geschehen anderen angelastet haben. Soviel Fairness und Differenzierungsvermögen sollte man schon aufbringen können.

„Die mächtigen Länderchefs der ÖVP begrüßten den Schritt. Tirols Ministerpräsident Platter sagte, Kurz habe gemeinsam mit den Landeschefs entschieden, "einen Schritt zur Seite zu treten, bis die gegen ihn erhobenen Vorwürfe geklärt seien." >> Auch die Industrie zeigte sich zufrieden. Es sei wichtig, das Ansehen Österreichs in der Welt und das internationale Vertrauen in den Standort zu wahren, so die Industriellenvereinigung“

Es geht also letztlich um die Wirtschaft - was angesichts der Tatsache, dass die in jedermanns Leben eine zentrale Rolle spielt, da von ihrem Funktionieren jedermanns Chancen im Leben abhängen nachvollziehbar ist. Deren (der Wirtschaft) aktuelle „Funktionsmechanismen“ werden in diesem Beitrag der Sendereihe „quer“ ebenso unterhaltsam wie (im Sinne der Demokratie: leider) treffend zusammengefasst:
br.de/mediathek/video/madame-zoras-zukunftsaussichten-ein-hamster-als-broker-av:615f5854f18a620007c884d4

Humor hilft bekanntlich wegen seiner befreienden Wirkung immer.

re 10:45 fathaland slim: Boulevard

>>09:35, teachers voice
>>Konkret: Es wird viel davon abhängen, ob die populismushörigen Boulevardmedien es schaffen werden, sich vom Problem hin zu einer Problemlösung zu entwickeln.<<

Sehr unglücklich formuliert.

Boulevardmedien sind nicht populismushörig, sondern Populismus ist ihr Geschäftsmodell. Weswegen sie immer Teil des Problems und nicht Teil der Lösung sind.<<

Akzeptiert, aber wir müssen immer und überall den Boulevard als Faktor der gesellschaftlichen Meinungsbildung akzeptieren. Und das bedeutet, dass keine politische Richtung ganz auf „Populismus“ verzichten kann - wenn man nicht den genannten, sozusagen „professionellen“ Populisten das Feld überlassen will.

Zu hoffen bleibt

Das seine "Prätorianer" und "Familie" jetzt, wo sie selber Macht schnuppern den in den Chats so schön erkennbaren Charakterzügen folgend handeln.

Dagegen wäre dann das derzeitige Schauspiel in der Union von echter Loyalität und mitmenschlichem Anstand geprägt.

Nicht das mir sein Vorgänger Politisch nahegestanden hätte, aber diese Bande ist unterirdisch.

10:23 von eine_anmerkung.

«Es wäre ein grosser Verlust für Österreich und ganz Europa wenn Herr Kurz zurückgetreten würde.»

Es gibt keine Zeitform "wäre" und "würde" für in der Vergangenheit bereits Geschehenes. Die entsprechende korrekte Zeitform Imperfekt lautet: "hätte hätte Fahrradkette".

Wäre der Kurze ein guter Kanzler gewesen.
Hätte er das Halbseidene gar nicht nötig gehabt.
So geht das mit der Zeitform Irrealis.

08:58, sonnenbogen

>>Es ist erstaunlich,
das die EU noch kein offiziellen Kommentar abgeliefert hat und die EU Gelder für Österreich eingefroren hat, es geht schliesslich um Korruptionsvorwürfe...<<

Sie dürfen Ihre ideologischen Freunde doch nicht so überfordern. Sie wissen ja, wie ironieresistent die sind. Zumindest sollten Sie das jetzt wissen, nachdem Sie die Antworten derjenigen, die Ihnen eigentlich politisch nahestehen, gelesen haben.

@ 11:02 von fathaland slim

Ganz stimmt das nicht: Im politischen Geschäft auf der sichtbaren Bühne überlässt Kurz das Rüpeltum anderen; in den Chat- und sms-Nachrichten, die österreichische Medien dokumentiert haben, zeigt sich die ganze Rüpelhaftigkeit, die unter dem politischen Knigge-Deckmantel versteckt werden soll.

@schabernack

"Am 10. Oktober 2021 um 11:14 von schabernack
10:01 von covid-strategie

«Es gilt die Unschuldsvermutung.»

Die Unschuldsvermutung gilt vor Gericht.
Im Parlament gilt die Vermutung vom Halbseidenen Gemaggel."

Das österreichische Recht erlaubt ja quasi auch der Öffentlichkeit einen tiefen Einblick in die Ermittlungsakten zu nehmen mit Hilfe der Presse. Und nach dem was bisher veröffentlicht wurde, gilt bei Sebastian Kurz wohl eher die Schuldvermutung.

Aber das ist meine ganz persönliche Einschätzung, keine Tatsachenbehauptung. Vor Gericht gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Rücktritt von Kurz: Opposition sieht "machtpolitischen Schachzug

Wie bei sehr vielen Politikern, keine Tendenz wirklich Verantwortung zu übernehmen und an der Macht zu hängen.

11:22, Mauersegler

>>09:16 von Marcus2
"Hochzeit für Moralapostel, die nur einen Gott und Heiligen als Kanzler akzeptieren."

Seltsam. Ich dachte immer, zwischen "kriminell" und "heilig" gibt es noch so etwas wie zum Beispiel "anständig". Das würde vollauf genügen.<<

Sie wissen doch, heilig sind nur ganz, ganz wenige. Und da es zwischen heilig und kriminell ja offensichtlich nichts gibt...

Rücktritt

Sicherlich ist ein solcher "Rücktritt" nur ein angetäuschter. Partei und Fraktion führt er dann an und bleibt somit weiterhin der mächtige Mann der ÖVP.
Rücktritt aus der gesamten Politik wäre glaubwürdig und eigentlich unbedingt erforderlich. Und falls irgendwann erwiesen wäre, dass alle Vorwürfe unbegründet wären, ja dann könnte er erneut antreten. Kann ich mir jedoch nicht vorstellen.

PS. Erstaunlich, wie viele Foristen Verwandte und Bekannte in Österreich haben ;-)

@Mauersegler

"
Am 10. Oktober 2021 um 11:22 von Mauersegler
09:16 von Marcus2

"Hochzeit für Moralapostel, die nur einen Gott und Heiligen als Kanzler akzeptieren."

Seltsam. Ich dachte immer, zwischen "kriminell" und "heilig" gibt es noch so etwas wie zum Beispiel "anständig". Das würde vollauf genügen."

Solche differenzierte Betrachtungsweisen sind Unmoralaposteln fremd.

@parsec

An alle, die glauben, dass Politik, von der Kommunal- bis zur Staatspolitik, frei von Korruption ist, die übrigens nicht immer zwangsläufig pekuniärer Natur sein muss... Geben und Nehmen ist so alt wie die Menschheit, und die Politik ist davon nicht ausgenommen. Wer also die Qualität des Wirkens eines Menschen unmittelbar an der Reinheit seines Weges misst, befindet sich in einer Traumwelt.

Ich bin überzeugt, kaum ein Weg eines Machtmenschen, in der Wirtschaft wie in der Politik, hält den höchsten moralischen Massstäben stand.

Der Unterschied zwischen grundsätzlichen und 'taktischen' Werten

Die Vorgänge rund um die gekauften Umfragen und den Missbrauch von Steuergeldern und Staatsmacht in Österreich sind unapptitlich. Für alle Bürger, egal ob für Anhänger oder Gegner von Kurz. Das wünscht sich niemand nur so aus Daffke.

Verwunderlich finde ich immer wieder, mit welchem Maß von den Leuten gemessen wird. Viele, die mit ihrer Abneigung gegen 'die Politiker allgemein', die Korruption, das Establishment, die grün-linken, den Mainstream, die Medien und haste-nicht-gesehen ihre populistischen Präferenzen begründen, sehen darüber hinweg, wenn es die 'eigene Seite' betrifft.

Das ist 'menschelnd' aber nicht rational. Entweder man hat grundsätzliche Werte oder sie sind nur parteitaktisch, dann aber nicht mehr 'von Wert'.

Kurz hin oder her, er steht nicht über dem Gesetz sondern muss die gleichen Maßstäbe an sich anlegen lassen, wie Herr Jedermann (nicht nur in Salzburg).

Kurz gesagt

Auf Kurz oder Lang geht er vollständig. Mit einer hübschen Millionen-Abfindung eher heute als morgen.

@Gogolo

"
Am 10. Oktober 2021 um 11:11 von Gogolo
@10:16 von DerVaihinger

Sie schreiben wirklich wahre Worte. Auch meine viele österreichischen Verwandten und Bekannte sind der Auffassung, dass die derzeitig Migrationspolitik Österreichs unbedingt fortgesetzt werden muss und Kurz ist dafür ein Garant. Das ist natürlich der Opposition ein Dorn im Auge..."

Klar. Solange es gegen Flüchtlinge geht, ist jedes Mittel recht, nicht wahr? Menschen, die das kritisieren sind ja bloß Moralapostel. Was kümmert schon das bisschen Betrügereien, die bei Kurz als Vorwurf im Raum stehen. Hauptsache gegen Flüchtlinge.

@Mauersegler um 11:22

"09:16 von Marcus2
"Hochzeit für Moralapostel, die nur einen Gott und Heiligen als Kanzler akzeptieren."

Seltsam. Ich dachte immer, zwischen "kriminell" und "heilig" gibt es noch so etwas wie zum Beispiel "anständig". Das würde vollauf genügen."

Wie sagt man in Österreich ?

"Der Anstand wird nie zu Kurz kommen."
Nomen est Omen.

Am 10. Oktober 2021 um 08:32 von SinnUndVerstand

Dieser machtpolitische Schachzug zeigt zweierlei:
Kurz will die Fäden in der Hand behalten und setzt einen hörigen Vasallen ins Kanzleramt, der garantiert, dass Kurz nun als Parteivorsitzender, Fraktionsvorsitzender und Kanzlerflüsterer seine Macht eher festigt als abgibt.
__
Grundsätzlich ist das statthaft.
Herr Kurz hat seine Schuld bestritten und angekündigt, dies auch beweisen zu wollen und zu können.
Soweit mir bekannt ist, ist auch Österreich ein Rechtstaat. Das bedeutet u.a. dass jemand erst dann als schuldig gilt, wenn ein Gericht dies festgestellt hat. Ansonsten gilt die Unschuldsvermutung und ich finde, sie sollte auch in Foren gelten. Bis auf weiteres!

@ 11:14 von schabernack

... oder wie ich vor einigen Tagen schrieb:
Juristisch gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Aber politisch gibt es so etwas wie die 'Unmutsverschuldung', und da sind die staatsanwaltlichen Ermittlungsergebnisse sowie die Chat- und sms-Dokumentationen eindeutig.

@ harry_up um 11:09

"@ eine_anmerkung, um 10:23
Ich darf anmerken:
Er i s t zurückgetreten.

Aber Sie sollten vielleicht begründend ergänzen, weshalb Sie seinen Rücktritt als einen großen Verlust für Europa halten."

Ich weiss ja nicht was der Herr gemeint hast iaber ich sag mal: in Anbetracht der Vergleichsmöglichkeit mit einem Kurz hätte man sich auch einen Laschet schöntrinken können.
Damit wäre er für Nichtösterreicher "zufriedenheitssteigernd" gewesen.

Der kommt wieder...

Der Prozess (wenn es denn überhaupt einen gibt, in dem Kurz angeklagt wird) wird ausgehen wie das Hornberger Schießen: viel Lärm, aber kein greifbares Ergebnis. Und wenn Kurz nicht verurteilt wird, ist er - schwupps - ganz plötzlich wieder Kanzler, weil sein Platzhalter den Stuhl freiwillig für ihn räumt.

Er wird jetzt allerdings in der Wahl seiner Kommunikationsmittel etwas vorsichtiger sein ;-)

@artist22

"
Am 10. Oktober 2021 um 11:22 von artist22
@Absteigender Ast 9:37 von Joao Adalante

"Die Zustimmungswerte von Kurz sinken rapide.
Und ich frage mich, was noch alles rauskommt."

Ich gebe euch mein Ehrenwort: Einiges
Einiges wird noch auftauchen
aus den Tiefen des WorldWideWeb"

Das denke ich auch. Auf den "Falter" kann man sich verlassen. :-)

Wie wird man Politiker?

Ohne eine begrenzte Neigung zum Betrug kann man auch in der Politik nichts erreichen.
Meine Professoren haben gesagt:
Ihr könnt ruhig „schummeln“, ihr dürft Euch nur nicht erwischen lassen.

Nun ja

Was soll ich sagen: er mag zwar korrupt sein, aber ich bin ein Fan von ihm. Somit für mich alles in Ordnung was er macht.

Diese Moralapostel (also alle die keine Fans von ihm sind) sollen sich mal nicht so anstellen.

Und überhaupt: woanders und hier und da ist ja auch dies und das, und da spricht keiner drüber! Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!!!

@SinnUndVerstand

"
Am 10. Oktober 2021 um 11:27 von SinnUndVerstand
@10:16 von DerVaihinger

Interessant: Ich wohne nahe der österreichischen Grenze und bin auch immer wieder dort. Die Österreicher, mit denen ich spreche, sind seit langem entsetzt über das System, das Kurz in der övp installiert hat, und sagen, dass Strache die 'Methode Ibiza' letztlich auch von Kurz gelernt hat."

Es ist das System Kanzlerwahlverein, so wie bei Trump und den Republikanern. Die Frage ist, war Kurz das Vorbild für Trump oder Trump das Vorbild für Kurz?

Kurz hat die ÖVP in einen persönlichen Wahlverein umgebaut, dessen Schicksal auf Gedeih und Verderb mit Kurz verbunden ist. Ehrlicherweise hätte Kurz die Partei in ÖKP (Österreichische Kurz Partei) umbenennen müssen. Fällt Kurz entgültig, fällt auch die ÖVP ins Nirwana.

Am 10. Oktober 2021 um 09:17 von nie wieder spd

„ .. steht jetzt in zweiter Reihe, aber schon wieder in den Startlöchern.“
Warum auch nicht?
In der BRD hätte so jemand gute Chancen Bundestagspräsident zu werden.
Korruption und Lobbyismus waren auch bei uns noch nie ein Grund für das Ende einer politischen Karriere.
__
Lobbyismus ist im Gegensatz zu Korruption nicht strafbar. Wenn Sie solche Behauptungen hinsichtlich Korruption aufstellen, belegen Sie sie bitte. Wenn Sie das nicht können, dann einfach mal S....e Halten.
Übrigens Lobbyisten sind nicht anderes als "Interessenvertreter". Die gibt es für jede Partei.

@Garfield215

"
Am 10. Oktober 2021 um 11:41 von Garfield215
@Vaddern

Das ist ja wohl nicht Ihr Ernst, Herrn Kurz in eine Reihe mit Putin und Assad zu stehlen.

@fathaland slim
Was ist Ihnen lieber, ein Saubermann, der sich in der Rolle als Kanzler, der die Geschicke eines Landes bestimmt, als Versager herausstellt, oder ein Mann oder eine Frau, der/die vielleicht nicht den geraden Weg einschlägt, aber im Sinne und zum Wohle der Menschen agiert. Zumindest des überwiegenden Teils, denn allen kann man es nicht rechtmachen."

Ja, ist schon schwierig, mit differenzierter Betrachtungsweise. Liegt nicht jedem. Zwischen Ihren beiden Scheinalternativen liegt noch eine ganze Menge dazwischen. Zum Beispiel ein Saubermann in der Rolle als Kanzler, der die Geschicke eines Landes bestimmt und der sich als fähig herausstellt. Kommt Ihnen nicht in den Sinn?

Gerader Weg zum Wohle der Menschheit? Betrügereien sind also zum Wohle der Menschheit? Wieder was gelernt.

11:24, Mauersegler

>>09:18 von Garfield215
"Und auch wenn sein Verhalten unter juristischen Gesichtspunkten falsch war, so verdienen seine Politik, auch seine Kritik an mancher Brüsseler Entscheidung, Respekt."

Ja gut, dann können wir uns das mit den Gesetzen ja sparen.<<

Sie wissen doch, daß ein starker Führer selbstverständlich über dem Gesetz steht.

11:46 von Blitzgescheit

"Ständig hört man doch sonst das Geschwafel/Verschwörungstheorie, dass man sich eine Einmischung von außen (Russland) verbitte."

Ach, Sie meinen, die deutsche Regierung lanciert über ihre Medien in Österreich Falschmeldungen über Herrn Kurz?

Interessant, darüber wüsste ich gern mehr.

Ich finde es sehr schade…

Ich finde es sehr schade das hier nur eine Seite von Herrn Kurz gepostet werden darf.

11:41, Garfield215

>>@fathaland slim
Was ist Ihnen lieber, ein Saubermann, der sich in der Rolle als Kanzler, der die Geschicke eines Landes bestimmt, als Versager herausstellt, oder ein Mann oder eine Frau, der/die vielleicht nicht den geraden Weg einschlägt, aber im Sinne und zum Wohle der Menschen agiert. Zumindest des überwiegenden Teils, denn allen kann man es nicht rechtmachen.<<

Natürlich.

Ein echter Führer steht über dem Gesetz, und der Zweck heiligt die Mittel.

@Garfield215 um 11.41 Uhr

„Das ist ja wohl nicht Ihr Ernst, Herrn Kurz in eine Reihe mit Putin und Assad zu stellen.“

Doch.
Es war schließlich Ihre Initiation, von mir stammt die passende Aufstellung ja nicht.

Zur Erklärung.
Ich nehme nur die Diskussionskultur der rechtspopulistischen Foristen hier auf.
Ein klares, undifferenziertes Statement.
Und Sie können sich daran abarbeiten.

Und noch einmal zurück zur Aussage.
Wer kann mir denn beweisen, dass Herr Kurz, als Populist, nicht genauso agieren würde wie Putin, wenn er denn bereits die Macht hätte?
Momentan liegt er noch auf einer Linie mit Babis, Orban oder Kaczynski.

9.15 fathaland slim - Einfrieren von Eurogelder

"So wie etwa bei Herrn Babis in Tschechien, wo aber auch nichts eingefroren wurde".

Das ist ja das Problem der EU. Sie hat noch nie langfristig Eurogelder wegen Korruption eingezogen. Auch wenn in einer vielzahl von EU Staaten Namen und Höhen von korrupten Politiker bekannt sind. Anscheinend scheint da die EU selber handlungsunfähig zu sein.

@Margitt. um 11:49

"Es gibt also diese auffällige Häufung von Korruptions- u. Lobbyismusfällen bei den Parteien rechts der Mitte.

Aber offenbar stören sich deren Wähler nicht daran."

Ja, ein interessantes Phänomen zu dem es verschiedenen Theorien gibt.
Da ist mal die Unschuldsvermutung: Das die Wähler es wirklich im guten Glauben wählen, und an diesem Festhalten, komme was wolle, was sie quasi zur Prädestinierten "Wählerklientel" für Kriminelle macht.
Die Pessimismusannahme: Das sich zum prinzipiellen Fortschritspessimismus und Kulturpessimismus der ja dem Konservativen Weltbild inhärent ist ein Pessimismus betreffs Personalauswahl gesellt "Sind doch eh alle gleich Korrupt, einer wird er Andere"
Die Mittäter Theorie: Das Prinzip Räuberbande; man stellt gerade den Korruptesten und böswilligsten an die Spitze um an der "Beute" die dieser "aussen" macht zu Partizipieren (Söders Appell CSU im Bund zu wählen wegen der Verkehrsministeriums-Milliarden für Bayern sprach diese Klientel an)

Harte Zeiten…

…für Konservatismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.

Was Herr Kurz seit Jahren in Österreich veranstaltet, ist gefährlich für die Demokratie. Der Wolf im Schafspelz. Die Akzeptanz, die er hierbei erfährt, ist das eigentliche Problem. Das Demokratieverständnis vieler Menschen ist zu wenig ausgeprägt und fundiert. Sonst hätten Figuren wie Kurz, Orban, Erdogan…keine Chance. Da gilt es anzusetzen, denn beste Beispiele gibt es genügend in unserer jüngeren Geschichte. Da muss man gar nicht allzu abstrakt in längst vergangene Zeiten schauen.

Es ist viel zu wenig. Der

Es ist viel zu wenig. Der Skandal ist so gross, dass Kurz als Politiker nicht mehr tragbar ist. Die Massenmedien haben uns seit der Anzeige (im Mai gegen Kurz ) kaum was berichtet und auch nicht in den letzten Wochen, - plötzlich kommt da ein Rücktritt und erst damit der Skandal vor Augen. Das wirft auch ein seltsames Licht auf die Medien, die evtl. hier kein proeuropäisches Land in die Krise führen wollen, aber bei Polen und Ungarn ist man dagegen so kritisch... (nicht missverstehen, es ist überall wirklich grotesk).

300 000 (!) Chatnachrichten

und alles was die Ermittler bisher gegen Kurz vorgebracht haben, ist eine Nachricht, in der er sich erfreut über eine Meinungsumfrage zeigt. Frage mich, welcher Politiker in Ö oder D noch weniger strafrechtlich Relevantes zu verantworten hat.

was auch immer

Ein beeindruckendes Feuerwerk an kritischen teils sachlichen teils anmaßenden Charakteranalysen, Behauptungen, Weissagungen. Ich bin beeindruckt.
Wenn aber hierzulande künftige Kanzlerkandidaten an kaum glaubhafter Amnesie leiden, kann man die Stecknadel fallen hören. Nein, nicht vor Spannung sondern angesichts der herrschenden Schlaftrunkenheit.
Was Kurz auch immer macht und tut, ich verweise mal auf den Besen vor der eigenen Haustür.

@Dimitri29 um 11.52 Uhr

Sie treffen da einen Nerv, vielleicht anders als gedacht.
Ich möchte daran erinnern, dass es sich hier ja gerade darum handelt, dass ein Klientel sich durch die Journaille nach oben hat schreiben lassen ... und dafür auch noch die Allgemeinheit hat zahlen lassen.

Welche Journalisten sind Ihnen denn lieber?

Kurz geht und bei uns kommt Scholz,

obwohl Scholz wohl ebenfalls Durchsuchungen im Ministerium hinnehmen musste und dieser keinesfalls an Rücktritt dachte....im Gegenteil....er will Bundeskanzler werden.
Das zeigt, wie moralisch unterschiedlich man in Österreich und Dt vorgeht.
Bei uns bleiben Strippenzieher und Mitwisser, Täter und Korrupte im Amt....in Österreich müssen sie gehen.
Was sagt das über unser Land aus?

11:46 von Blitzgescheit | Die Ostmark und die Gauleiter ?

'Die Ostmark bzw. Österreich ist nicht (mehr) ans Reich angeschlossen.'

Das tut Ihren Volksgenossen bestimmt heute noch weh, wie so manche von deren Aussagen nahe legen.

'Insofern anempfehle ich, den Österreichern den Fall Kurz so zu behandeln und "restlos aufzuklären", wie sie es für richtig halten.

Sie ANempfehlen ? Was für eine Sprachverschwurbelung. :-)

Zur Sache: hier in diesem Forum sind wir uns alle bewusst, dass wir kommentieren und Meinungen austauschen. Sie halt nicht, aber das ist nicht so wichtig.

Die Österreicher machen das schon richtig. Schließlich gibt es trotz aller Anfechtungen dort noch immer einen Rechtsstaat und eine gut arbeitende Staatsanwaltschaft.

um 11:56 von schabernack

>>“Es gibt keine Zeitform "wäre" und "würde" für in der Vergangenheit bereits Geschehenes. Die entsprechende korrekte Zeitform Imperfekt lautet: "hätte hätte Fahrradkette".“<<

Nun das war jetzt mal wieder lustig.

@ 11:41 von Garfield215

Sie wollen allen Ernstes die Ermittlungserkenntnisse, die jetzt schon auf dem Tisch liegen, als "vielleicht nicht den geraden Weg" bagatellisieren, und schieben dann noch hinterher, dass man auf auf krummen Wegen "im Sinne und zum Wohle der Menschen agiert"? Fragen Sie mal all diejenigen, die in Österreich mit den Themen und vor allem mit den Menschen im Bereich der Flüchtlingsarbeit befasst sind, wie sehr Kurz "zum Wohl der Menschen" agiert. Oder um Kurz selbst sprechen zu lassen: "Es wird nicht ohne hässliche Bilder gehen." (13.01.2016; Die Welt)

Warum der Herr Kurz so beliebt ist

1. Aussehen
2. Strikt gegen Migranten
3. EU-kritisch mit Spagat
4. zu Orban etc.
Ansonsten kann ich außer diesem Show-Gehabe keine besonderen politischen Leistungen erkennen.

@Dimitri29

"
Am 10. Oktober 2021 um 11:52 von Dimitri29
So geht das!

Das Vokabular der Gegner von Kurz einfach ungefiltert übernehmen und gleich in dick in der Überschrift platzieren, während die Aussagen von Kurz möglichst auf das Nötigste reduziert werden. Edward Bernays wäre stolz auf die Journalistenden :)"

Kurz hat, wenn die Vorwürfe stimmen, lange genug Jubelarien auf sich schreiben lassen, ziemlich sicher hat er von Edward Bernays sehr viel gelernt. Betrachten Sie es also als ausgleichende Gerechtigkeit. Könnte es sein, daß es Ihnen nicht gefällt, wenn Gegner von Kurz auch mal zu Wort kommen?

10:59 @ A-H

"Unterschiedliche Wahrnehmung
Einige Foristen beschimpfen diejenigen, die es wagen, Kurz zu kritisieren, als Heuchler und Moralapostel. So viel zunächst zu fairer Debattenfähigkeit."

So kann man es lesen. Auch wenn es eher auf andere Politiker bezogen war und Foristen sich bisher nicht als mögliche Nachfolger von Kurz zu erkennen gaben.

"Aber Kinder und Jugendliche sind den Foristen, die uns als Heuchler un Moralapostel beschimpfen, recht herzlich egal."

Was Kurz gemacht hat gefällt ihnen nicht. Der Schluß daraus auf meine Einstellungen bezgl. Kindern ist falsch.

11:05 @ Anderes1961

"Zusammenfassung: Betrügen ist also okay, solange der Mann beliebt ist. Wird er beim betrügen erwischt, sind die Gegner Moralapostel."

Ich habe nichts dagegen dass Kurz wenn er betrogen hat verurteilt wird.

09:48 @ fathaland slim

"Oder ist die nicht so wichtig, Hauptsache die Richtung stimmt?

Ich muß Kurz und seine Richtung nicht verurteilen auch wenn es nicht meine ist. So ist Demokratie.

@09:48 von fathaland slim

"Marcus2 >>Hochzeit für Moralapostel, die nur einen Gott und Heiligen als Kanzler akzeptieren. Guter beliebter Regierungschef reicht nicht.
Solche, die sich als die nächsten unfehlbaren Heiligen präsentieren gibt es reichlich<<

Moralheuchler. Gott. Heilige. Unfehlbar.
Wie wäre es denn einfach mal mit Integrität?
Oder ist die nicht so wichtig, Hauptsache die Richtung stimmt?"

Das dort fast jede Partei bereit dazu wäre mit der FPÖ zu regieren wiegt für mich fast schwerer. Ansonsten hat user Marcus2 vielleicht recht. Ich kenne Österreich gut genug um zu sagen, das diese politischen Schmierenkomödien und die öffentlich-mediale Begleitung dazu dort quasi Traditionsgut sind, was man am Ende missen könnte wenn Integrität Einzug halten sollte.

09:17 von nie wieder spd

>>In der BRD hätte so jemand gute Chancen Bundestagspräsident zu werden.
Korruption und Lobbyismus waren auch bei uns noch nie ein Grund für das Ende einer politischen Karriere.<<

Welchem deutschen Bundespräsidenten werfen Sie denn konkret Korruption vor. Oder war das "nur" ganz allgemeines Polikerbashing?

09:30 von Artruss

>>Seine Politik kommt grundsätzlich nicht so gut in allgemeinen europäischen mainstream. Deswegen werden nach alle Möglichkeiten gesucht um ihn einfach wegzuschaffen.<<

Sie müssen sich schon besser informieren. Gegen Herrn Kurz ermittelt die österreische Staatsanwaltschaft weil er in Österreich offensichtlich in korrupte Machenschaften verwickelt ist. Das hat mit der EU nichts zu tun.
Ihre Dolchstoßlegende ist also völlig fehl am Platz.

@ um 11:49 von Margitt

„Parteien Rechts der Mitte und Korruption“
Sie haben völlig recht.
Gar nicht auszudenken, wenn es Frau VdL u/o Herrn Scheuer nicht gelungen wäre, ihre Handys zu löschen, bevor die Untersuchungsausschüsse darauf zugreifen konnten.
Es wäre ja schön, wenn Frau Merkel nun ihre Handys zur Verfügung stellen müsste, nur um einfach mal zu kontrollieren, welche Dinge darauf zu finden sind. Aber wahrscheinlich ist sie pfiffiger und hat schon längst alles Brenzlige gelöscht.

10:23 von eine_anmerkung

>>Es wäre ein grosser Verlust für Österreich und ganz Europa wenn Herr Kurz zurückgetreten würde.<<

Warum? Fürchten Sie Österreich und Europa wären dann weniger korrupt?

12:06, Garfield215

>>@parsec
An alle, die glauben, dass Politik, von der Kommunal- bis zur Staatspolitik, frei von Korruption ist, die übrigens nicht immer zwangsläufig pekuniärer Natur sein muss... Geben und Nehmen ist so alt wie die Menschheit, und die Politik ist davon nicht ausgenommen. Wer also die Qualität des Wirkens eines Menschen unmittelbar an der Reinheit seines Weges misst, befindet sich in einer Traumwelt.

Ich bin überzeugt, kaum ein Weg eines Machtmenschen, in der Wirtschaft wie in der Politik, hält den höchsten moralischen Massstäben stand.<<

Ein Plädoyer für das Tolerieren von Korruption und Unmoral. Und zwar mit der Begründung, daß beides ja sowieso gang und gäbe sei. Anständiges Verhalten? Eine Traumwelt.

Das ist schon ziemlich entlarvend.

@ FakeNews-Checker

Auf Kurz oder Lang geht er vollständig. Mit einer hübschen Millionen-Abfindung eher heute als morgen.

Eine Abfindung ist bei einem Ausscheiden aus einer Regierung nicht vorgesehen, bei einem unehrenhaften schon gar nicht.

Am 10. Oktober 2021 um 10:46 von Edelfräulein Marylin

Meinen Sie mit "in dieser Form vernünftig Auftritt", seine gut vorbereiteten, einstudierten, langsam und deutlich vorgetragenen Reden, fast ohne Wiener Dialekt, so wie Schüler der Mittelstufe bei uns Gedichte aufsagen sollen? Davon könnten wir in Deutschland sofort mindestens hundert Tausend haben, sogar viel jüngere.
__
Dann finden offenbar nur sehr sehr wenige dieser Talente den Weg in die Politik. Wenn ich manchmal, weil das Thema interessant ist, Debatten im BT anschaue, ertrage ich das meist nur ganz kurz, weil ich mir das Gestammel und die grausame Rhetorik nicht antun kann. Da wirken ein Herr Kurz z.B.
aber auch ein Herr Lindner oder eine Frau Wagenknecht oder früher Herr Westerwelle geradezu wohltuend.

@ Gogolo

Auch meine viele österreichischen Verwandten und Bekannte sind der Auffassung, dass die derzeitig Migrationspolitik Österreichs unbedingt fortgesetzt werden muss

Indem man sich an Minderheiten abarbeitet, haben Populisten noch zu allen Zeiten versucht, für sich zu profitieren.

@Garfield215

"An alle, die glauben, dass Politik, von der Kommunal- bis zur Staatspolitik, frei von Korruption ist, die übrigens nicht immer zwangsläufig pekuniärer Natur sein muss... Geben und Nehmen ist so alt wie die Menschheit, und die Politik ist davon nicht ausgenommen. Wer also die Qualität des Wirkens eines Menschen unmittelbar an der Reinheit seines Weges misst, befindet sich in einer Traumwelt.

Ich bin überzeugt, kaum ein Weg eines Machtmenschen, in der Wirtschaft wie in der Politik, hält den höchsten moralischen Massstäben stand."

Gratuliere, die Absolution schlechthin. Wenn alle korrupt sind, dann darf ich das auch...

Aber Sie liegen schief, es soll tatsächlich Menschen in Politik, Wirtschaft usw geben, die anders sind. Wirklich, die gibt es!

@fathaland slim - 10:50

"Was das beide Augen zudrücken seiner Anhänger betrifft, so überrascht es mich doch ein wenig, wie moralisch flexibel sich das rechte Spektrum wieder einmal offenbart. Der Zweck scheint die Mittel zu heiligen. Gesetzestreue und Integrität? Unwichtig, Hauptsache die Richtung stimmt."

Die gleiche Nummer wie bei dem Strache-Skandal.

Was ein Minister der amtierenden Regierung da dealen wollte, interessierte die wackere Fan-Gemeinde überhaupt nicht.
Die "Unverschämtheit" lag einzig darin, wie dieser Populist demaskiert wurde.

@ Garfield215

Ich bin überzeugt, kaum ein Weg eines Machtmenschen, in der Wirtschaft wie in der Politik, hält den höchsten moralischen Massstäben stand.

Ich brauche kein Geschwurbel. Korruption verstößt gegen das Gesetz. Und da steht Beliebtheit beim Volk und meinetwegen "in der Heimat" so weit ich weiß nicht als strafbefreiender Umstand.
Wozu also die Ablenkerei?

@kaum ein Weg eines Machtmenschen 12:06 von parsec

" in der Wirtschaft wie in der Politik, hält den höchsten moralischen Massstäben stand."
zu @@parsec

Immer wenn ich derartige Geschichtsklitterung, oder sollte man es
'moralischen Offenbarungseid' nennen,
lesen muss, schwillt mir bald der Kamm.

Es gibt genügend Gegenbeispiele für diese machiavellistischen Ausreden.

Ich nenne nur mal kurz 3 Beipiele aus verschiedenen 'Welten'.
Castro, Mandela, Havel
Alles mal Präsidenten/Machthaber ihrer Staaten.
Es ist nicht bekannt, dass deren Nachkommen irgendwelche
nennenswerte Reichtümer 'leistungslos' geerbt hätten.

Der eine war sogar mal Revolutionär, der andere gar 'Terrorist', und der dritte nur 'Dissident'.

Also bevor man empathielose Plattitüden loslässt, einfach mal 'Wikipedia schauen' ..

@ Anderes1961

Das ist ja wohl nicht Ihr Ernst, Herrn Kurz in eine Reihe mit Putin und Assad zu stehlen.

Der Großmeister und die beiden Lehrlinge?

12:32, eine_anmerkung.

>>Ich finde es sehr schade…
Ich finde es sehr schade das hier nur eine Seite von Herrn Kurz gepostet werden darf.<<

Inwiefern?

Ich lese hier viele Kommentare, die Herrn Kurz sehr loben.

"[...] Es gibt eben

"[...] Es gibt eben Österreicher, die lieben Jörg Haider oder Sebastian Kurz. Andere hingegen fühlen sich eher Alfred Polgar, Helmut Qualtinger oder Georg Kreisler verbunden.

Es kommt immer und überall darauf an, in was für Kreisen man sich bewegt."

Dazu fällt mir ein passender Song ein von Georg Kreisler; Bundeskanzler.

"Und was sagen die Partei'n –
Darf er weiter Kanzler sein?
Alles and′re spielt sich ein!
Er brüllt nicht auf und er verflucht nicht seinen Gott
Und seine Ohnmacht!
Es ist kein Hass in seinem Wort und keine Scham in seinem Ton –
Nur leiser Hohn!
Bundeskanzler Hinz
Oder Bundeskanzler Kunz
Oder Bundeskanzler austauschbar
Spielen weiter ihre Rollen
Schöpfen weiter aus dem Vollen –
Bis wir′s selber nicht mehr wollen!"

12:56, Marcus2

>>09:48 @ fathaland slim

"Oder ist die nicht so wichtig, Hauptsache die Richtung stimmt?

Ich muß Kurz und seine Richtung nicht verurteilen auch wenn es nicht meine ist. So ist Demokratie.<<

Ich hatte aber ganz was anderes geschrieben.

@ yolo um 12:46

"obwohl Scholz wohl ebenfalls Durchsuchungen im Ministerium hinnehmen musste und dieser keinesfalls an Rücktritt dachte....im Gegenteil....er will Bundeskanzler werden.
Das zeigt, wie moralisch unterschiedlich man in Österreich und Dt vorgeht.
Bei uns bleiben Strippenzieher und Mitwisser, Täter und Korrupte im Amt....in Österreich müssen sie gehen.
Was sagt das über unser Land aus?"

Erst einmal das eben nicht gegen die Person Scholz ermittelt wurde, was zwar möglicherweise nur an dessen Medienkompetenz: eben nichts strafrechtlich relevantes Schriftlich zu dokumentieren, liegt, aber erstens gilt in Abwesenheit solcher Beweise und damit Ermittlungen auf Grund solcher die Unschuldsvermutung, und zweitens ist es doch eher erfreulich das Jemand der einen International relevanten Posten bekleidet nicht so Naiv ist jedem der sich Zugriff verschaffen kann, also jedem relevanten Geheimdienst dieses Planeten, einen derartigen Blick zwischen seine Ohren zu gewähren.

12:46 von yolo

"obwohl Scholz wohl ebenfalls Durchsuchungen im Ministerium hinnehmen musste"

Ich wiederhole es gern: Das Ministerium wurde nicht durchsucht, man hat sich nur ein paar Daten geben lassen. Und es ging nicht um den Minister, sondern um unbekannte Dritte.

Jetzt klar?

Am 10. Oktober 2021 um 12:00 von harpdart

PS. Erstaunlich, wie viele Foristen Verwandte und Bekannte in Österreich haben ;-)
__
Ob das eventuell daran liegen könnte, dass unser Nachbarland ist, unmittelbar an eines der grössten unserer Bundesländer grenzt, zudem unser beliebtestes Urlaubsland ist ?
Wir verbringen seit Jahrzehnten unseren Wintersporturlaub dort und sind (zumindest mein Mann) auch verwandschaftlich dort verbandelt. Finde ich jetzt nicht sehr bemerkenswert.
__
Rücktritt aus der gesamten Politik wäre glaubwürdig und eigentlich unbedingt erforderlich.
__
Warum ? Er behauptet unschuldig zu sein und das auch beweisen zu können. So lange kein Gericht ihn schuldig befunden hat, muss er als unschuldig gelten. Würden Sie bei jedem anderen auch einfordern. Wenn man das anders handhaben möchte, muss man entsprechende Gesetze erlassen.

12:55 von DeHahn

"Warum der Herr Kurz so beliebt ist"

Vielleicht müsste man im Lichte der neueren Erkenntnisse das Verb "ist" durch "scheint" ersetzen.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: