Kommentare - Vor Treffen der Fraktionsspitzen: In der Union rumort es

10. Oktober 2021 - 08:10 Uhr

Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU wollen heute das Ergebnis der Bundestagswahl analysieren. Im Vorfeld wird die Kritik aus den eigenen Reihen immer deutlicher. Es gibt sogar die Forderung nach einem Rücktritt des gesamten Präsidiums.

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Kommentare

Bosbach im Interview mit Jan Fleischhauer

„Nichts gegen künstliche Intelligenz. Aber etwas mehr natürlich Intelligenz würde dem Land (Berlin) auch nichts schaden.“

Wolfgang Bosbach, CDU

Berlin ist das beste Beispiel für einen „failed state“. Oder wie Fleischhauer das schon mal so treffend formuliert hat: Berlin ist das „Venezuela Deutschlands“.

Und für diejenigen, die nicht wissen was damit gemeint ist: es geht um die Dysfunktionalität, die man dort ständig unter Beweis stellt.

RRG schafft Chaos und lässt sich immer wieder wählen. Die Wähler hoffen offenbar, dass diese Parteien die Probleme lösen. Dabei werden diese ja nur gewählt so lange die Probleme existieren.

Daher werden die Probleme nie gelöst werden.

Ein Teufelskreis, vor allem dank der Inkompetenz und des Unverständnisses für funktionierende Märkte.

Um so verwunderlicher, dass der Wähler uns im Bund offenbar nun was ganz ähnliches beschert hat…

Droht uns nun im Bund „Berlin 2.0“?

Ein Sündenbock wird gesucht

Laschet, Söder, CDU oder CSU!
Was ist mit der Haupttäterin?
Frau Merkel hat doch die CDU/CSU in den Keller gefahren, durch ihre Fehlentscheidungen, Machtgier und am Sessel klebenbleiben.
Ist Sie schon Ausgewandert.
Die CDU und CSU hat Mitschuld an der Misere, Sie hat nichts gegen Frau Merkel unternommen.
Sie wurden bei der letzten Wahl, und jetzt, zu Recht abgestraft, die Hälfte der Wähler verloren.
Die Wähler sind schuld, sie wollen jemand Anderes in der Regierung.
Die Wähler haben nicht erkannt wie toll ihr gearbeitet habt. Als Beispiel ein Herr Andreas Scheuer, das leuchtende Vorbild für Fachkompetenz schlechthin.
Ich bin auch Schuld. Ich habe in der Kirche eine Kerze angezündet, und gehofft das ihr verliert.

CDU

Merkel hat die CDU das Land und die EU gestaltet.
Die "Affenliebe" ihr gegenüber habe ich nie verstanden. Nun müssen die Neuen die Scherben wegräumen. Die Ampel ist nicht zu beneiden.

@Joao Adelante, 08.56h

Stimmt.
A. Merkel ist nicht gegen Laschet, sondern hat mit ihm den schwächsten Parteivorsitzenden und somit Kandidaten installiert, um die Fäden in der Hand zu behalten.
Sie wusste genau, mit F. Merz hätte sie sich schwer zurücknehmen müssen.

CDU-Präsidium muss zurücktreten

Der Abgeordnete, welcher den Rücktritt des CDU-Präsidiums fordert, hat Recht. Leute wie Schäuble, Bouffier, Klöckner und Günther bringen die Partei nicht voran und haben der Partei geschadet, weil sie sich für den falschen Kanzlerkandidaten entschieden haben.

Die Kritik an Söder ist nicht nachzuvollziehen. Seine Analyse bezüglich der Ursachen, die zu dem Wahlergebnis geführt haben, sind zutreffend und er spricht nur Klartext. Herr Laschet eiert dagegen nur rum.

@09:35 covid-strategie <|> Ein Abwehrreflex gegen neues Denken

"Schauen Sie einfach mal in die Wirtschaft. Wer lenkt und führt mittlere und große Unternehmen? Dafür gibt es ja einen Grund."

Ihre Sicht auf die Wirtschaft ist etwas verstaubt. Es gibt eine sehr lebendige Szene von vielen Start-ups, die von jungen Menschen geführt werden, die mit neuem Denken erfolgreich sind.

Ich zitiere einen früheren Kommentar von mir:

Die Beschwörung von "Lebenserfahrung" ist oft eine Abwehr gegen junge Menschen die Althergebrachtes und Komfortzonen, in denen sich die "Lebenserfahrenen" eingerichtet haben, infrage stellen.

Lebenserfahrung ist ein Teil von guten Entscheidungen, in der Politik wie in sonstigen Lebensbereichen. Aber eben nur ein Teil.

Menschen, die Lebenserfahrung nur als Aufsummierung von Lebensjahren interpretieren, gehen am Wesentlichen vorbei. Lebenserfahrung ist nur wertvoll, wenn Menschen in der Lage sind, sie intelligent zu reflektieren, aus ihr zu lernen und aus dem Gelernten gute Entscheidungen abzuleiten.

Wie peinlich muss es für die

Wie peinlich muss es für die Union sein, wenn ausgerechnet der grüne Vorsitzende Robert Habeck Laschet und die Union in Schutz nimmt und die Häme im Umgang kritisiert. Dieser respektvolle Politikstil, bei aller Kontroverse in politischen Fragen menschlich anständig und fair miteinander umzugehen, prägt in der Post-Unions-Zeit hoffentlich Umgang und Atmosphäre. Übrigens hat Habeck das nicht erst heute im DLF sondern schon im April ähnlich formuliert.

@Krid01, 09.07hh

Welches menschenverachtende Geschwätz 2015 von Söder meinen Sie.
Ich kann mich an dergleichen nicht erinnern.

@ 09:34 Freiheit-brauch...Söder - Teil des Problems

„ Die Popularität der Kanzlerin hat verdeckt, dass konservative Wähler die CDU nicht mehr als ihre Heimat angesehen haben. Der Markenkern ging verloren und sie haben sich zurückgezogen.“

Söder hat diese Popularität als „Taxi“ für sich benutzt.

„ Wer jetzt die Schuld bei Söder sucht, der einfach nur unbequeme Wahrheiten offen ausspricht, der will nicht analysieren, sondern die Wahrheiten nicht sehen. Das kann dann nur noch mehr schief gehen.“

Söder ist Teil des Problems, nicht der Lösung. Die unbequeme Wahrheit traut sich bei der Union noch fast niemand direkt auszusprechen: Merkel hat die CDU „entkernt“. Sie hat die CDU sozialdemokratisiert und die SPD dadurch nach links gedrückt.

Würde Söder ein ehrliches Spiel spielen, hätte er Merkel weiter massiv kritisiert, so wie es vor 3 Jahren ja noch war. Die Kritik damals war ja richtig.

Aber ein Populist hängt sein Fähnchen in den Wind. Das war auch immer die Strategie von Angela Merkel.

um 09:35 von covid-strategie

Ich wollte eigentlich nicht mehr antworten.
Aber ich finde es nicht gut, wie sie sich drehen und wenden.
Ich habe die Bedeutung von Erfahrung mit keinem Wort abgestritten.
Aber eins scheinen Sie eingesehen zu haben, Pauschalierungen sind nie förderlich. Andererseits sprechen ihre Formulierungen dafür, dass Sie von ihrer Pauschalierung nur die jungen Menschen ausschließen, die ihrer Meinung sind.

09:35 von covid-strategie

… Schauen Sie einfach mal in die Wirtschaft. Wer lenkt und führt mittlere und große Unternehmen? Dafür gibt es ja einen Grund.
Erfahrung!

Bei rund 20.000 Unternehmensinsolvenzen im Jahr in Deutschland gibt es offenbar immer noch reichlich Wirtschaftsführer, die trotz ihrer großen Erfahrung irgendetwas falsch gemacht haben.

Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Startups mit fast noch jugendlichen Gründern, die zwar nicht über die berühmte covid-strategie-Lebenserfahrung, dafür aber über gute Ideen und Möglichkeiten zu deren Finanzierung verfügen.

Mit Verlaub, aber Ihr generelles Jugend-Bashing ist Ausdruck überheblicher Alte-Herren-Denkweise und schon lange überholt.

@ 09:43 Emil67- Umverteilung nach unten!

„ Und was ist mit denen die dadurch immer ärmer wurden?

Umverteilung von unten nach oben?!“

Wir haben letzte Jahr die unglaubliche Summe von 1,2 Billionen für soziales ausgegeben. Das ist 1/3 der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes.

„ 1,2 Billionen Euro an Sozialausgaben, aber in den Schulen regnet es durch die Decke und Polizisten müssen sich Teile ihrer Uniform selbst kaufen, weil angeblich kein Geld für angemessene Ausstattung da ist. Wenn Sie mich fragen, ist es höchste Zeit, den Sachwaltern des Sozialen die Mittel zu kürzen, statt ihnen immer mehr zu geben.“

Jan Fleischhauer

Reich wird man nicht durch Umverteilung von unten nach oben. Das ist Unsinn.

Reich wird man durch Leistung und durch Unternehmertum

Dass es zu viele prekäre Jobs gibt, das ist unstrittig und das muss behoben werden.

Das hat aber nichts mit einer vermeintlichen Umverteilung von unten nach oben zu tun. Die gibt es schlicht nicht. Man umverteilt von der Mitte an die prekär Beschäftigten.

@ schnitzundschnitz um 9Uhr, "gegen alle Vernunft"

"Schon als Laschet sich zum CDU-Chef wählen ließ, war klar, dass er niemals ins Kanzleramt einzieht. Während der ersten Corona-Welle demontierte er sich dann systematisch selbst. ... Und dann gegen alle Vernunft Kanzlerkandidat der Union! ... "Es lag nicht an der Person Laschet." Doch, lag es!"
Weshalb Laschet zum Kanzlerkandidaten gemacht wurde, darüber können wir nur spekulieren. Ohne über das Wahlgremium der CDU herziehen zu wollen: Mich würden auch die Gründe interessieren.
Ich vermute: Aufgrund positiver WählerInnenumfragen vor den Wahlen war sich die CDU/CSU zu sicher, zu gewinnen.
Im letzten Jahr hatte sich herausgestellt: Söder hat eine klare Agenda, er ist stark, aber auch kompromissfähig und will politisch wirksam sein.
Laschet hat als MP in NRW vor allem durch Wankelmütigkeit "geglänzt". Natürlich ist NRW auch viel schwieriger zu regieren. Aber ich vermute, dass Lobbyistenund Lobbyhörige einen schwachen Kanzler durchsetzen wollten, mit dem sie "schlittenfahren" konnten.

@ 09:46 harry_up- Spahn ein Hoffnungsträger..?!?

„ Söder schlägt immer heftiger um sich und sorgt dafür, dass der Dreck noch tiefer wird, Merz kann ich immer noch nicht einordnen, Spahn halte ich nicht für einen Hoffnungsträger.
Brinkmann scheint mir noch am stärksten geerdet.“

Spahn hat zwar Ambitionen, aber abgesehen vom Alter ist er ganz sicher kein Hoffnungsträger. Dafür hat er zu viel verbrannte Erde hinterlassen während der Pandemie.

Nein. Spahn hat fertig. Er sollte sich an anderen ein Beispiel nehmen und Platz machen für einen echten Neuanfang.

Ein Mann, der so viel gespalten, oft genug die Unwahrheit gesagt hat und massiv Grund- und Menschenrechte außer Kraft gesetzt hat, der sollte schon aus Respekt vor unserem Grundgesetz und unserer Demokratie seinen Hut nehmen.

Gleiches empfehle ich auch Söder, Kretschmann, Tschentscher & Co.

Zu Merz: der wäre von Anfang an der richtige Mann gewesen. Er ist zumindest einer, der die CDU wieder stark machen könnte.

10:21 von DerVaihinger

… A. Merkel hat in der Tat ein Machwort gesprochen.
Allerdings mal wieder an der falschen Stelle.
Sie hat mit aller Macht verhindert, dass F. Merz Parteivorsitzender wurde.
Damit begann der Abstieg.
Alles andere ist nur eine Folge dieser Entscheidung.

Es tut mir leid, aber heutzutage ist ein „alter weißer Mann“, der mit 66 Jahren Parteivorsitzender wird, sehr weit aus der Zeit gefallen. Auch bei einer konservativen Partei.

@AufgeklärteWelt, 10:07 Uhr - Merkels Politik war verlässlich

Frau Merkel hat Ihre Politik am Wohl der Bürger ausgerichtet. Eine Verfehlung und möglicherweise strafbewehrte Handlung, wie sie Herrn Kurz vorgeworfen wird, wäre für sie undenkbar gewesen. Sie hat -wenn es im Sinne der Bürger war - sicherlich auch Ideen anderer Parteien übernommen, Und genau das hat sie ausgezeichnet. Weg von dem starren links/rechts denken. Es waren gute Jahre unter ihrer Kanzlerschaft und ihre Beliebtheitswerte sprechen für sich. Aber nun müssen neue Herausforderungen gemeistert werden. Ich wünsche der neuen Bundesregierung, egal wie sie sich zusammensetzt, Kraft und eine glückliche Hand. Es geht vorrangig um unser Land und nicht um Parteiparolen.

Ständige Wiederholung macht es nicht richtiger

"Am 10. Oktober 2021 um 10:05 von draufguckerin
Regierungsverantwortung der SPD mit 1,6 Prozent Mehrheit"

Die Legitimation wird aber bei anderen Zahlen - und das die Umfragen Hand und Fuß haben, hat das Wahlergebnis bewiesen - sehr viel deutlicher:

Mehr als 2/3 der Wähler (um die 70%!!) hätten bei der Direktwahl Scholz gewählt, Laschet war zum Schluß nicht mal mehr zweistellig!
Darüber hinaus haben sich deutlich über 50% der Wähler für eine SPD-geführte Regierung ausgesprochen.

Dies sind eigentlich Traumwerte, die es meiner Ansicht nach zu respektieren gilt, Jamaika ist also absolut KEINE Option, selbst wenn Laschet ausgetauscht würde.
Wenn die Ampelverhandlungen scheitern sollten, dann wäre die nächstliegende Option eine GroKo unter Führung der SPD.

Hoffen wir, dass Die Grünen und besonders die FDP nicht Bedingungen abzupressen versuchen, die zukunftsfähiges Handeln untergraben, oder gar eine GroKo erzwingen.

In der Union rumort es...

Die CDU sollte hier ehrlich zu sich selber sein. Frau Merkel und ihre Politik der letzten Jahre gingen so nicht mehr weiter. Ein äußers schwacher Kanzlerkandidat hat das Ruder auch nicht mehr herumreißen können...
An einer Erneuerung, und damit meine ich eine Auswechslung der gesamten Alten Garde der CDU wird wohl kein Weg mehr vorbeiführen. Eine Neuausrichtung und Erneuerung der Partei ist mehr als nötig. Die CDU muß die zu erwartenden vier Jahre Opposition nutzen um bereit für die nächsten Wahlen zu sein. Denn so wie es in Moment aussieht, steht eine zu erwartende neue Regierung aus Rot/Grün/Gelb auf sehr wackeligen Beinen...

@ Adeo60 10:26

Kommen Sie mir bitte nicht mit Rating Agenturen. Ich halte von diesen nicht viel , weil Sie eine zu große Macht haben . Und Sie vergessen die Spekulanten, die mit Staatanleihen handeln .

Am 10. Oktober 2021 um 10:22 von R. B.

" TS: >>Der CDU-Abgeordnete Christian von Stetten legte allen Mitglieder des Parteipräsidiums den Rücktritt nahe. ... das Präsidium könne einen Kanzlerkandidaten "gegen alle Umfragewerte, gegen die Schwesterpartei, gegen die Bundestagsfraktion und gegen die Parteibasis" durchsetzen - wenn dieser die Wahlen nicht gewinnt, habe aber "nicht nur der Kanzlerkandidat, sondern das gesamte Parteipräsidium ein Akzeptanzproblem und muss seine Ämter zur Verfügung stellen."<< "

Und genau das stimmt ja, gegen jede Vernunft und Notwendigkeit wurde das genau so gemacht.
Bleibt die Frage warum eigentlich, der Herr aus dem NRW hat bei allen Gegenreaktionen hervorgerufen, man ist wissend ins Desaster gestartet.
Die CDU hat nur noch eine Chance, falls die Ampel scheitert, nur mit welchen Köpfen will sie dann antreten.
Passiert das nicht, ist sie für viele Jahre weg, aus dem Loch kommt sie nicht gleich raus.

@ Aufgeklärte Welt um 10.07 Uhr "Merkel-Minister-Geschöpfe"

"Merkel hat die CDU zu ihrem Machterhalt mißbraucht und beliebig gedreht und gewendet, was der Partei mehr als recht gewesen zu sein schien. Jetzt zahlt sie den Preis für Beliebigkeit. Die Zeit einer Reihe äußerst mittelmäßiger Merkel-Minister-Geschöpfe (AKK, Altmaier, ...) geht damit ihrem Ende zu."
Sehen Sie das so? Ich nehme die Stellungnahmen Europas, die Stimmen asylsuchender Flüchtlinge, sogar die Stimmen der politischen Kontrahenten wie Putin ganz anders wahr: aus ihnen sprich Hochachtung.
Frau Merkel hatte in ihrer Regierungszeit mit sehr vielen globalen Problemen zu kämpfen und musste diese mit den vorhandenen Mitteln managen. Was Sie "mittelmäßige Merkel-Geschöpfe" nennen, sind Menschen, die bis zur persönlichen und gesundheitlichen Selbstaufgabe mitgearbeitet haben.
Ich bin nicht sicher, ob die zukünftige Regierung mit ihrer parteiprogrammatisch vorgegebenen Diversität das leisten können wird. Ich hoffe es zu unser aller Bestem.

@ 10:21 MRomTRom- gute Analyse

„ Die Union hat einen Großteil ihrer Wähler nicht nach rechts verloren, sondern an SPD, FDP und Grüne.“

Das trifft es genau.

Die „Aufspaltung“ der CDU fand schon vor 6 Jahren statt und fand ihren Höhepunkt in der Wahl 2017. Seither gibt es die AfD als rechts konservative „Union“ und die „Rest-CDU“.

Und diese „Rest-CDU“ zerlegt sich nun auch noch. Was weniger an Armin Laschet liegt, als an Merkel, Söder & Co. Laschet war der falsche Mann um diesen Abstieg aufzuhalten. Verursacht hat er ihn nicht.

Würde die CDU sich einer Koalition mit der AfD öffnen, würde sie die AfD dadurch hoffähig machen und als Folge davon wohl nochmals massiv Wähler an die AfD verlieren, die sich jetzt noch davon abschrecken lassen.

Keine einfache Situation für die CDU. Merkel hat „ganze Arbeit geleistet“…

„ Die Öffnung der CDU für neue Schichten, die sich im Zuge des gesellschaftlichen Umbruchs der vergangenen Jahrzehnte gebildet haben, war richtig“..?!?

das hat offenbar nicht funktioniert.

@Dr. Cat, 10:24 Uhr

Ich bin durchaus der Ansicht, dass die Union -als (Noch-)Volkspartei die verschiedenen Felder wie Wirtschaft, Soziales, Gesundheit, Sicherheit, Klimaschutz u.a. recht gut abdeckt. Gerade bei Letzterem wird es aber m.E, ganz entscheidend darauf ankommen, das noch recht schnell internationale Allianzen geschmiedet werden, Ich habe neulich einen Bericht über die Elektromüllverbrennung in Namibia gesehen. Es blutet einem das Herz, wenn giftige Stoffe in die Atmosphhäre geblasen, die Menschen und der Erdboden vergiftet werden. Unser Elektromüll wird massenhaft nach Namibia gekarrt - das kann so nicht weitergehen. Dies und vieles mehr sind die Probleme, denen wir uns stellen müssen. Schnellstmöglich! Tempo 130 ist da nur eine kleine Fussnote,

Klarer Regierungsauftrag

@ draufguckerin:
1,6 Prozent mehr - ist natürlich echt klasse. Unsere demokratischen Spielregeln gebieten es, dieser Partei die Regierungsbildung zu übergeben.

62% der Befragten im Deutschland-Trend wollen eine Bundesregierung unter Führung der SPD und nur 18% eine unter Führung der Union. Da wird es dann schon klarer. Laschet hat ja selbst unter Unionsanhängern in dieser Befragung keine Mehrheit. Also Strich drunter.

@Corona Obermayer um 10:15

>Hätte Angela Merkel noch vier Jahre drangehängt, hätte die Union selbstverständlich den Regierungsauftrag bekommen. Daran gibt es doch keine ernsthaften Zweifel.<

nein, den gibt es wohl nicht, und mit einer Kandidatin AKK hätte es wahrscheinlich ein ähnliches Ergebnis als "Merkel-Gedenk-Wahl" gegeben, nur konnte die schon der inneren Dynamik der Partei nicht standhalten.

Das Schwarze Peter-Spiel jetzt dreht sich aber darum herrauszusreichen das man ja eigentlich gewonnen hätte wenn nicht....also so ähnlich wie Weidel die Niederlage in "Eigentlich gewonnen aber" umzumünzen.
Das Funktioniert nicht. Mit einem Merz oder Söder währe die Niederlage wahrscheinlich auch gekommen, genau wie mit einem Spahn oder Rötgen.
Es gibt Versäumnisse und diese bewegen zu ganz normalen Regierungswechseln.
So ist das in Demokratien, und da zu fragen "wer ist Schuld an Demokratie" ist schon ein bisschen ... auf gut Österreichisch würde man heute sagen "Kurz-sichtig", wen sie mir diesen Bonmot verzeihen.

@ 10:21 DerVaihinger - ins Schwarze getroffen

„ A. Merkel hat in der Tat ein Machwort gesprochen.
Allerdings mal wieder an der falschen Stelle.
Sie hat mit aller Macht verhindert, dass F. Merz Parteivorsitzender wurde.
Damit begann der Abstieg.
Alles andere ist nur eine Folge dieser Entscheidung.“

Kurz, prägnant und genau richtig.

Man könnte höchstens noch ergänzen, dass Angela Merkel auch schon davor oftmals Fehlentscheidungen getroffen hatte. Aber dass Sie das genauso sehen, entnehme ich Ihrer Formulierung „…mal wieder…“.

@ DerVaihinger

A. Merkel ist nicht gegen Laschet, sondern hat mit ihm den schwächsten Parteivorsitzenden und somit Kandidaten installiert, um die Fäden in der Hand zu behalten.

Das ist ja ganz daneben.
Angela Merkel hat alle Fäden abgegeben und sie hat Armin Laschet nicht installiert. Sie hat ihn loyal unterstützt, aber das ist guter Stil und diese Lady ist sehr pflichtbewusst.

@ 09:50 von baumgart67

Was die Einschätzung der politischen Lebensleistung von Kanzlerin Merkel betrifft, stimme ich Ihnen zu, auch wenn ich inhaltlich manche ihrer Richtungen und Entscheidungen nicht geteilt habe.
Aber halten Sie Herrn Linnemann wirklich für jemanden, der die cdu in eine Zukunft führen kann? Er repräsentiert eher neoliberales gestriges Mittelmaß und würde m.E. die Marginalisierung der cdu eher zementieren.

10:28 von covid-strategie

… Berlin ist das beste Beispiel für einen „failed state“. Oder wie Fleischhauer das schon mal so treffend formuliert hat: Berlin ist das „Venezuela Deutschlands“. …

Und für diejenigen, die nicht wissen was damit gemeint ist: es geht um die Dysfunktionalität, die man dort ständig unter Beweis stellt.
RRG schafft Chaos und lässt sich immer wieder wählen. …

Ein Teufelskreis, vor allem dank der Inkompetenz und des Unverständnisses für funktionierende Märkte. …

Ganz erstaunlich, wo doch Berlin praktisch ausschließlich von Erwachsenen mit großer Lebenserfahrung regiert wird.

Ein leuchtendes Beispiel für die geistige Überlegenheit älterer Frauen und Männer.

Sehr schön dargestellt @covid-strategie

@ DerVaihinger

Sie wusste genau, mit F. Merz hätte sie sich schwer zurücknehmen müssen.

Lassen Sie sich nicht von seinem Erfolg im Investmentsektor oder von seiner Rhetorik täuschen. Gegen Angela Merkel ist Merz ein Leichtgewicht, der in den Augen der breiten Parteibasis nie eine Chance gegen Merkel hatte.

um 09:44 von covid-strategie

"Sie verletzen mich damit auch nicht. Denn mit diesem Spruch ist ein ganz anderes „Alter“ gemeint.

Eher das jenseits der 70… da tritt diese „Torheit“ offen zu Tage. Man nennt das auch mal Uneinsichtigkeit oder Beratungsresistenz."

Ich darf darauf hinweisen, dass ich zu der nunmehr ergänzend diffamierten Gruppe gehöre.
Mir scheint, dass gerade sie kaum in der Lage sind, sich mit Kritik sachlich auseinaderzusetzen. Wer spricht da von Beratungresistenz und Uneinsichtigkeit?

09:43 von Adeo60

"Wachtstum ist nicht "out", sondern die Grundlage für Wohlstand..."

Ja, es ist noch nicht leicht zu verdauen, das dieses Paradigma sich als fuer die heutige Zeit, nachdem "es" ausgewachsten ist, nun falsch ist. Aber in ein oder zwei Generationen wird es die Mehrheit verstanden haben.

"Die EU ist (...) ein Segen, nur müsste sie innerlich stärker werden und nach außen gefestigter auftreten."

Korrekt.

"Im übrigen sehe ich die Angst vor einem immer stärker um sich greifenden (Rechts-)Extremismus als durchaus realistisch und keineswegs als billige Ausrede."

Auch korrekt. Da ist gar kein Widerspruch zu meinem Beitrag. Ich meinte es anders.

@Kritikstar um 10:31

" Leute wie Schäuble, Bouffier, Klöckner und Günther "

Amtierende Ministerpräsidenten sind so etwas wie natürliche Mitglieder in den Präsidien ihrer Parteien, nach Rücktritt wären sie per Drehtür dann sofort wieder auf ihren Posten.
Das ganze ist nichts als die Schaumschlägerei einer Seilschaft innerhalb der Partei die ihrerseits um mehr Einfluss ringt.
Ob derlei Kämpfe öffentlich auszutragen nicht der Partei mehr schadet, um der eignen Kariere willen als alles das man da so anprangert, ob berechtigt oder nur um des Schadens der inneren Konkurrenz Willen sei mal dahin gestellt, darüber kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein.

Ich sehe es mit Gelassenheit, stehe der Partei und politischen Richtung aber auch nicht nahe

@ 10:33 Alexa d'Auteuil - Start-ups und weiteres..

„ Ihre Sicht auf die Wirtschaft ist etwas verstaubt. Es gibt eine sehr lebendige Szene von vielen Start-ups, die von jungen Menschen geführt werden, die mit neuem Denken erfolgreich sind.“

Einige hier wissen, dass ich beruflich mit „Start-ups“ zu tun habe. Auf Seiten der Finanzierenden. Das bekannteste Unternehmen war sicher die BioNTech.

Ich weiß ganz gut was funktioniert und vor allen wieso.

Es geht um das richtige Zusammenspiel von innovativen Ideen und der Erfahrung von Entscheidern. Und auch um aktive Lenkung durch diese.

Nicht selten werden die Gründer als CEO abgesetzt und sie bekommen einen erfahrenen Älteren vor die Nase gesetzt.

Jugend forscht allein führt eher selten zum Erfolg in der Wirtschaft.

Ist in der Politik ganz ähnlich.

@draufguckerin

Söder hat bisher bei jeder Wahl krass verloren. Und eine Umfrage unter Unions Anhängern soll was genau Aussagen? Söder wäre im Wahlkampf ein Opfer gewesen - kein Gegner.
Weil dann hätten dicke Backen mit vielen Sprechblasen einfach nicht mehr gereicht. Und Substanz ist leider keine zu erkennen.
Bierzelt und Dorfkirche ist Söder s Welt.

@ 10:35 von DerVaihinger

Der Erinnerung kann man nachhelfen: Söder imitierte die afd u.a. durch den zynischen menschenverachtenden Begriff 'Asyltourismus' und stellte als bayrischer Finanzminister das Grundrecht auf Asyl in Frage (ZEIT, 3.10.2015) - um nur mal zwei Punkte herauszugreifen.

9:50 von sonnenbogen

"Tja, wer ist denn extrem, die Partei die die Bundeswehr nur im Verteidigungsfall einsetzen will, oder das andere Extrem, das die Nato neu überdenken möchte und abrüsten will, ... oder die Weltpolizisten und -verbesserer der demokratischen"Mitte"?"

Das Problem ist, das extrem zu einem Konsensus im Sinne des "Nein, bloss das nicht" geworden ist, anstelle die Konsezuenz darin zu verstehen, welche angesichts der Klimakatastrophe mit Sicherheit linke Positionen verlangt und Rechte ablehnen muss. Darueberhinaus verstehe ich Ihre Anspielungen nicht, oder sie sind irrelevant.

Konservativer Markenkern?

@ Freiheit-brauch...:

Die Popularität der Kanzlerin hat verdeckt, dass konservative Wähler die CDU nicht mehr als ihre Heimat angesehen haben. Der Markenkern ging verloren und sie haben sich zurückgezogen.

Das käme einer Mehrheit der Deutschen nicht ungelegen. Wenn sich die Union mehr ihrem "konservativen Markenkern" zuwendet (was immer das sein möge), dann wird mehr Platz für die bald regierende Mehrheit von sozial-liberal-ökologischen Ansätzen sein. Die Mitte wäre dann wieder stabil unter Führung der SPD. Das Ampelbündnis könnte dann mit einer langen Phase rechnen, in der es tonangebend ist.

@ 10:30 sosprach- Schreibfehler?!

„ Merkel hat die CDU das Land und die EU gestaltet.
Die "Affenliebe" ihr gegenüber habe ich nie verstanden. Nun müssen die Neuen die Scherben wegräumen. Die Ampel ist nicht zu beneiden“

Sollte es nicht „gespalten“ heißen, anstatt „gestaltet“…?!?

09:43 von Adeo60

>>Wachtstum ist nicht "out", sondern die Grundlage für Wohlstand, gelebte soziale Verantwortung, staatliches Handeln und insbesondere auch für den klimaschutz.<<

Wachstum ist längst mehr als "out". Der Kapitalismus - so viel Spaß er auch mir gelegentlich bereitet - und seine bürgerlichen Politiker, einschließlich der Grünen mit ihren Vorstellungen von Grünem Wachstum, finden keine Antwort und keine angemessene Haltung vor den Anforderungen der Zukunft. Als Erste verlieren die traditionellen bürgerlichen Parteien an Glaubwürdigkeit und Zuspruch, während an den Rändern die Menschen nach Orientierung und Hilfe suchen. Dieser Prozess ist nicht mehr aufzuhalten, nur wenn wir unser Wirtschaftssystem und unser politisches System, die Grundlagen unseres Lebens, grundlegend ändern. Die Kontroversen in der CDU und zwischen dieser und der CSU sind nur Symptome der Orientierungslosigkeit und einer gewissen Kapitulation vor den dominierenden "Sachzwängen", denen diese Parteien zu dienen haben.

re covid-strategie 10:36 / Der Weg nach unten

"Söder ist Teil des Problems, nicht der Lösung."

Es tut mir leid, aber sie verschließen Ihre Augen vor der Wirklichkeit. Ihre Sicht der Dinge ist die von den Leuten, die das Debakel der CDU herbeigeführt haben.
Sie wollen nicht sehen, dass die Union mit Söder so deutlich gewonnen hätte, wie sie mit Laschet verloren haben. Die Umfragen waren eindeutig.

Wenn sich diese ewigen Rechtfertigungen mit immer neuen faulen Ausreden durchsetzen, dann führt das nicht zu einer guten Analyse und zu einer guten Neuaufstellung, sondern nur zu einem weiteren Weg nach unten.

@ covid-strategie

Reich wird man durch Leistung und durch Unternehmertum

... und durch Lobbyismus. Der große Sozialdemokrat Bruno Kreisky hat einmal gesagt, in Österreich sei noch kein Politiker auf legale Art reich geworden.

Die Zeiten

Für die große Volkspartei CDU sind Vergangenheit. Sie befindet sich weiter im Singflug längst von der SPD ueberfluegelt .

@Forfuture Zitat: "Die Union

@Forfuture
Zitat:
"Die Union muss wieder zum Volksvertreter werden
Die deutsche Politik und ganz besonders die konservativen Parteien, haben einfach zu sehr auf ihre guten Kontakte zum Kapital gesetzt und den Bezug zu denen verloren, die sie eigentlich vertreten."

Ähn - also es ist die Basis-DNA einer konservativen Partei Politik ausschliesslich für das "Kapital" zu machen - das ist seit mehr als 150 Jahren auch hier in D-Land so.
Warum aber grosse Teile der Bevölkerung glauben das diese Politik auch ihnen (den "Habenichtsen") zu gute käme...
..nun - ich nenne es geschickte Propaganda
zu der gehören mehrere Narrative wie
- geht es dem Kaiptal gut geht s auch euch als "Arbeiter" gut
- achtung die bösen Roten wollen euch euer "Häuschen" wegnehmen
usw. usf.
dazu beherrscht das "Kapital" den privaten Medienmarkt (Zeitungen, Radio, TV-Sender)
und
kann im Lade beliebige Stimmungen in breiten Bevölkerungsschichten erzeugen
die Zeitung mit den vier Grossbuchstaben ist ja nur ein Beispiel

@Gerhard Tabery um 09:57

Ich gebe ihnen Recht: Umfrage-Wähler sind keine Real-Wähler
Die Leute sagen was sie lesen wollen und die Agenturen machen sich einen Reim drauf.
S.N.A.F.U.

Wahrscheinlich hätte es, trotz "fehlender Wechselstimmung" eine Abwahl dr Union gegeben; dafür braucht es schließlich nicht den Willen zur Revolution, oder überschäumenden Volkszorn. Gerade wenn der Amtsinhaber nicht mehr antritt ist Demokratie manchmal einfach nur Demokratie.

@ 10:26 draufguckerin- eine Grundsatzfrage: was ist richtig?

„ Allerdings sprechen sämtliche Befragungen vor den Wahlen gegen Ihre Bewertung des Geschehens.
Ende August war noch die Mehrzahl der CDU-Wähler für Söder. Erhebungen bezüglich der Wählerwanderungen (nach der Wahl) zeigen, dass ein erheblicher Teil ehemaliger CDU-Wähler sich dann gegen Laschet und für Scholz entschieden hat.“

Die Grundsatzfrage: ist das richtig, was die aktuelle Mehrheit der Wähler für richtig hält? Oder ist das richtig, was auch funktioniert?

In der Wirtschaft entscheidet man sich gewöhnlich für das was funktioniert. Sonst geht man pleite.

In der Politik entscheidet man sich immer öfter für die aktuelle Stimmungslage, die zudem noch massiv durch die Medien in die eine oder andere Richtung manipuliert wurde…

Ist das dann Demokratie..?

@ covid-strategie um 11:04

" die AfD als rechts konservative „Union“ ."

Nicht rechts konservativ sondern Rechtsradikale...ja, bei führender Mitgliedschaft gerichtsfester Faschisten dar man das schon beim Namen nennen,

und ich glaube die Union würde sich eine Vereinnahmung hier verbitten.

Neu Am 10. Oktober 2021 um 09:57 von Gerhard Tabery

Lieber Herr Tabery,
Sie schrieben:
>>
[…]
Wahr ist, dass die Grünen laut Umfragen im Mai 2021 auf 26 % und beim Wahlergebnis auf nur 14,8% kamen.

Also haben die Grünen die Hälfte Ihrer potenziellen Wähler verloren!
Das nenn ich einen Stimmverlust.
Das hat jemand so richtig versemmelt.
[…]
<<
Ihre Ausführungen und Schlussfolgerungen bewegen sich auf einem ähnlichen Vergleichs-Niveau wie das von Alice Weidel in der „Elefantenrunde“, in der sie Stimmenverluste der afD damit schönrechnete, indem sie Stimmen für bspw. Die Basis oder die Freien Wähler etc. als eigentliche afD-Stimmen deklarierte!
Sie vergleichen jetzt Prognosen aus dem Mai d.J. mit realen Wahlergebnissen; das ist -wohlmeinend ausgedrückt - ein klassischer „Äpfel-Birnen-Vergleich“.
Mit derartig inkompatiblen Vergleichsgegenständen, kann jedes Wahlergebnis ins Gegenteil fabuliert werden.
LG

@ Rudolf238

Was ist mit der Haupttäterin?
Frau Merkel hat doch die CDU/CSU in den Keller gefahren, durch ihre Fehlentscheidungen, Machtgier und am Sessel klebenbleiben.

Ja, falscher gehts glaube ich nicht mehr. Sie hat das Pensionsalter erreicht und hat ihren Rückzug lange angekündigt. Das zum Thema Sessel kleben.

Angela Merkel hat vier Bundestagswahlen gewonnen, eine fast mit absoluter Mehrheit. Sie hat nicht mehr kandidiert und damit auch nichts verloren oder in den Keller gefahren.

Frau Merkel genießt in ganz Europa und darüber hinaus größten Respekt. Ausschlaggebend dafür war nicht nur ihr politisches Gespür bei Konflikten und Krisen. Ausschlaggebend war auch ihre bedingungslose Loyalität und Ehrlichkeit.

10:53 von covid-strategie

@ 09:46 harry_up- Spahn ein Hoffnungsträger..?!?

„ Söder schlägt immer heftiger um sich und sorgt dafür, dass der Dreck noch tiefer wird, Merz kann ich immer noch nicht einordnen, Spahn halte ich nicht für einen Hoffnungsträger.
Brinkmann scheint mir noch am stärksten geerdet.“

Spahn hat zwar Ambitionen, aber abgesehen vom Alter ist er ganz sicher kein Hoffnungsträger. Dafür hat er zu viel verbrannte Erde hinterlassen während der Pandemie. …

Es ist kein Zeichen von besonderer Lebenserfahrung oder praktischer Intelligenz, wenn man Dingen widerspricht, die niemand gesagt hat. Das ergibt sich sehr deutlich aus dem Zitat.

Herr Merz

nehmen Sie zur Kenntnis, das Ihr AUFDRÄNGEN als möglicher Kanzlerkandidat bei mir Übelkeit und Unwohlsein ausgelöst hat. Jemand wie Sie brauchen wir nicht im Staatsdienst. Packen Sie sich an die eigene Nase, anstatt anderen wie die CSU die Schuld zu geben. Das Desaster hat die Altherren in der CDU selbst verursacht.

Ich habe noch nie erlebt, daß

Ich habe noch nie erlebt, daß sich in Zeiten mauer Konjunkturaussichten und diffusen Zukunftängsten die ,,Konservativen " nicht gegenseitig vom schmaler werdenden Kuchen kicken und eher noch nen kleinen Braunen nehmen als ihre steife Sahne zu verlassen.

Laschet spaltet ohne eine Spur von Bewußtsein oder Lerneffekt eine Masse, die keinen Kern hat und nur in der Außenspannung einer Hoffnung auf Wach$tum forever überdehnt eiernd Fassung mimt, aber rasch in Richtung AfDP ausbeult, wenn die Bedingungen für Wohlstand und Weiter - so spürbar schlechter werden und Luxusverarmung oder Tempolimit drohen. Hoffe, daß nur in diesem Forum eine solche Schlagseite in Richtung von Aggressivität gegen progressive Politik, die nicht nur die sog. Mitte der Wohlstandsverteidiger gegen Menschlichkeit und glückliche Zukunft für Alle hätschelt, herrscht. Da die Wahl in dieser Hinsicht ein ziemlich klares Veto gegen die Verwaltung von Kälte gesprochen hat, dürfte das aber nicht repräsentiv sein zum Glück.

@Ausdruck überheblicher Alte-Herren-Denkweise 10:41 Thomas D.

zu @@9:35
"Mit Verlaub, aber Ihr generelles Jugend-Bashing ist Ausdruck
überheblicher Alte-Herren-Denkweise und schon lange überholt."

Wenn es nur das wäre.
Sie geben IMHO diesem Multiaccount und 'Krümeltheoretiker' zu viel Beachtung.
- Die Krümel der Reichen reichen - für alle anderen 90%

Im übrigen ist der 'Vorzeigestartup' Herr Lindner (FDP)
gleich mit dem ersten Versuch gescheitert.
Und hat logischerweise die Politik entdeckt,
wie auch der Herr Kurz,
da ist es deutlich bequemer ohne Krümel. ;-)

AKK und Altmaier

Warum lassen sich die Herrschaften denn überhaupt aufstellen, wenn sie nach der verlorenen Wahl dann zurück ziehen??

@ Adeo60 um 10:57

"Frau Merkel hat Ihre Politik am Wohl der Bürger ausgerichtet. Eine Verfehlung und möglicherweise strafbewehrte Handlung, wie sie Herrn Kurz vorgeworfen wird, wäre für sie undenkbar gewesen."

Nun, zugegeben; sie ist in der Union ziemlich die einzige bei der ich erstmal nicht von Selbstbereicherung Vorteilsnahme etc ausgehe sonder der ich abnehme das sie es wirklich wirklich alles so gemacht hat wie sie es für das aus ihrer Sicht, also Ideologie, für das "Machbar beste" hielt.
Das sie dabei in den Frühen Jahren mit der Zerschlagung der PV Industrie und dem versuchten Wiedereinstieg in den Nuklearstrom entsetzliche, unglaublich Teure Fehler gemacht hat die uns jetzt noch viel mehr kosten werden ...Lehrjahre einer Kanzlerin.
Ach so, die Windenergiebrange stirbt jetzt...tja, man lernt nie aus nichtwahr.

Der Tod der CDU @ 11:04 von covid-strategie

>>> Würde die CDU sich einer Koalition mit der AfD öffnen, würde sie die AfD dadurch hoffähig machen und als Folge davon wohl nochmals massiv Wähler an die AfD verlieren, die sich jetzt noch davon abschrecken lassen. >>>

Definitiv nicht! Oder halten Sie CDU WählerInnen für Anti Demokraten?
Ich nicht und (nicht rechts gesinnte) CDU WählerInnen sind die Überzahl!

Wobei, mit einer rechtsextremen Partei zu "Schmusen" wäre das endgültige AUS für die CDU!

Und Ihre AfD macht sich mit nichts mehr "salonfähig" dazu hat der überstrarke "rechte Flügel" seine rechte Pöbelei schon viel zu viel überzogen!
Wird Höcke eventuell mal Parteivorsitzender, gibt es keine Chance mehr sich mit Taschenspieler Tricks vor Wahlen als "demokratisch" zu verkaufen!

Am 10. Oktober 2021 um 10:15 von Corona Obermayer

Der Abstieg begann nicht mit dem Kanzlerkandidaten, sondern extrem als aufgedeckt wurde wie sich CDU Politiker schamlos in Coronazeiten bereicherten.
Das kindergartengetue von Laschet und Söder war nur noch die Fortsetzung

11:04 von covid-strategie | Analyse aus der AfD-Perspektive

Das ist leider keine gute Analyse.

'Die „Aufspaltung“ der CDU fand schon vor 6 Jahren statt und fand ihren Höhepunkt in der Wahl 2017. Seither gibt es die AfD als rechts konservative „Union“ und die „Rest-CDU“.

Die AfD speist ihre Wählerschaft aus dem Pool von Wählern mit einem manifest rechtsradikalen Weltbild, das die Demoskopen und politischen Analysten schon seit längerem identifiziert haben. Viele von denen kamen aus dem früheren Nichtwählerbereich.

In der äußeren Schale sind die 'Protest- und Denkzettelwähler', die bei der AfD ein Ventil zum Ablassen von momentaner Wut, Frust und schlechter Laune suchten. Die wandern mittelfristig zwischen den Parteien, wie in Nachwahlanalysen gesehen.

Die Einstufung der AfD als 'konservative Union' folgt Ihren oft gezeigten Sympathien für die AfD, hat aber nix mit der Realität zu tun. Es ist keine covid-strategie sondern eine 'Selbstverharmlosungsstrategie' um an die Union anzudocken, ausschließlich zum Nutzen für die AfD.

Eine Vereinigung täte Not, Zusammenschluss von CDU und CSU

Hallo Adelante,
die CDU und die CSU werden sich nie zusammenschließen, denn sie ziehen doch nur Vorteile aus diesem Konstrukt.
Wenn es um Gelder für Parteien, Zeit für Werbung oder Platz bei Diskussionsrunden geht, dann sind es zwei Parteien und jede will ihr Kontingent an Geld und Zeit.
Wenn es aber um Posten geht, z.B. in Ausschüssen oder bei der Bundestagspräsidentenwahl, dann sind sie eine Gemeinschaft und die Stimmen werden zusammengezählt.
CDU und CSU haben solches Geschacher schon betrieben, lange bevor es die ÖVP gab.

Trotzdem allen einen schönen Restsonntag.

"Wähler jenseits der politischen Extreme "

Zitat: "Die CDU müsse nun deutlich machen, dass sie ein Angebot für alle Wählerinnen und Wähler jenseits der politischen Extreme habe"

Ist immer putzig, dass die CDU immer den Nimbus an den Tag legt, dass Positionen, die sich außerhalb der CDU finden, natüüüüürlich nur ein "Angebot an die politische Extreme" sein kann.

Mit diesem mentalen "Trick" erreicht man, dass die Schuld dafür, dass immer weniger Bürger eine einstmals verdienstvolle, konservative Partei wie die CDU wählen, nicht innerhalb der CDU und schon gar nicht am politischen Angebot der CDU zu verorten sei, sondern das muss natüüüüürlich damit zusammenhängen, dass die Bürger wahlweise zu dumm, d.h. "abgehängt" sind oder natürlich "rechte Orks" seien, die dann angeblich "extremen" Parteien auf den Leim gehen.

Fragt man nach, welche angeblich "extremen" Positionen diese Partei(en) dann angeblich vertreten, kommt da nichts.

Genialer "Trick", der aber verhindert, dass eine echte interne Reflektion stattfindet.

11:17 von logig

um 09:44 von covid-strategie
"Sie verletzen mich damit auch nicht. Denn mit diesem Spruch ist ein ganz anderes „Alter“ gemeint.

Eher das jenseits der 70… da tritt diese „Torheit“ offen zu Tage. Man nennt das auch mal Uneinsichtigkeit oder Beratungsresistenz."

Ich darf darauf hinweisen, dass ich zu der nunmehr ergänzend diffamierten Gruppe gehöre.
Mir scheint, dass gerade sie kaum in der Lage sind, sich mit Kritik sachlich auseinaderzusetzen. Wer spricht da von Beratungresistenz und Uneinsichtigkeit?

Volltreffer!

Und versenkt.

08:34 von Forfuture

< Die deutsche Politik und ganz besonders die konservativen Parteien, haben einfach zu sehr auf ihre guten Kontakte zum Kapital gesetzt und den Bezug zu denen verloren, die sie eigentlich vertreten. >

Nur auf die konservativen Parteien trifft das zu.
Die Union ist ganz besonders zu nennen. Sie macht schon immer Politik zugunsten der Spitzenverdiener, Großunternehmer und Vermögenden.
Das wird sich auch nicht ändern, weil die Politiker, die in in eine der Unionsparteien eingetreten sind, wegen dieser Unions-Politik dies taten.
Die Interessen der Volksmehrheit werden auch bereits durch die 3 Parteien links der Mitte vertreten. Die Union will daran nichts ändern.

< Wir brauchen Parteien, die sozial- und umweltverträgliches Leben deutlich über Profitmaximierung stellt.
Dafür muss der Staat steuernd und unterstützend eingreifen.
Wir müssen das Kapital überzeugen, gemeinsam einen lebenswerten Planeten zu erhalten. >

Diese Parteien gibt es bereits:
Das sind die 3 Parteien links der Mitte.

10:29 Rudolf238

"Machtgier und am Sessel kleben, ist sie schon ausgewandert........."

Nein sie ist in Sachen Imagepflege auf Abschhiedstour.
Also dem was sie sich (Imagepflege) ausgiebig und die meiste Zeit bisher gewidmet hat.
Dafür war die CDU/CSU eine sichere Plattform, weil bekannt als Kanzlerwahlverein.

11:19 von covid-strategie

Einige hier wissen, dass ich beruflich mit „Start-ups“ zu tun habe. Auf Seiten der Finanzierenden. Das bekannteste Unternehmen war sicher die BioNTech.

Nein.

Einige wissen, dass Sie das immer wieder behaupten. Sonst nichts.

@ Adeo60 11:05

Gut , es ist Ihre Ansicht auf die Union . Es ist auch nicht meine politische Richtung. Das mit Namibia ist doch schon ein alter Hut . Meiner Meinung müsste bei einer Allianz auch die Kapitalflüsse sehr stark an die Leine genommenen werden und auch eine neue Definition von Wirtschaft und Wachstum entwickelt werden unter Berücksichtigung des Klima und Naturschutzes . Aber da sehe ich leider schwarz .

"... und jedem Anfang

wohnt ein Zauber inne... "
Bei der CDU sehe ich noch keinen Anfang.
Eher, um in der literarischen Welt zu bleiben:
Unordnung und spätes Leid...

09:07 von Forfuture: Die Union ist "festgelegt" auf Superreiche

< Sehr viele der Unionsmitglieder sind aufgestiegen, weil sie Vertreter einer kapitalstarken Lobby sind und nicht, weil sie so gute Arbeit geleistet hätten >
Genau: Diese Vertreter der kapitalstarken Lobby sind auch genau aus diesem Grund in der CDU oder CSU aktiv, sie sind also bewußt aus diesem Grund in eine der beiden Parteien eingetreten.
DAS führt dazu, dass ein Richtungswechsel der Partei so gut wie ausgeschlossen ist. Denn diese Politiker-Lobbyisten wollen keine Politik für den sog. kleinen Mann, sie wollen die Interessen der Großindustrie u. der Wirtschaft vertreten wissen.
Die Union ist also festgelegt auf ihr "Klientel".

< aber es gibt, oder gab doch auch viele Wähler aus der Arbeiterschaft, die die Union wählen, oder gewählt haben - warum auch immer. >
Der Wahlkampf der Union mit der durch unwahre Behauptungen irrationalen Schürung von Ängsten vor den "Linken" u. der Verbreitung eines Weltuntergangsszenario bei RRG führt dazu, dass viele dann doch die Union wählen.

Besonders Friedrich Merz

Besonders Friedrich Merz stänkert da wieder mal herum.

Politik ändern!

Mehr als eine personelle Erneuerung tut die inhaltliche Erneuerung bei der CDU not. Wenn mit anderem Personal weitergemerkelt wird, kommt die CDU nicht auf die Beine.

Die CDU muss sich rückbesinnen auf ihre früheren bürgerlichen Werte und wieder Politik mit gesundem Menschenverstand machen für die hiesige Bevölkerung.

@ covid-strategie

Würde die CDU sich einer Koalition mit der AfD öffnen, würde ...

... sie sich in die Arme der Klima- und Corona-Leugner begeben und massiv Unterstützung von vernünftig und reflektiert denkenden konservativen Menschen verlieren. Die Führung würde die Partei dann entkernen. Das wäre das unausweichliche Ende der Volkspartei Union.

11:09 von covid-strategie

"genau richtig."

Was bringt Sie nur immer auf die seltsame Idee, dass Ihre subjektiven Meinungen objektive Tatsachen beschreiben würden?

Die CDU hat kein

Die CDU hat kein Personal-Problem, die CDU hat ein strukturelles Problem.

Korruption, Lobbyismus, Vetternwirtschaft, Selbstbereicherung und moralische Verkommenheit. In keiner Partei ist dies so stark ausgeprägt und wird mitgliederubergreifend geduldet bzw. belohnt (siehe zB. Augustus-Amthor: Mitglieder:Listenplatz 1 / Wahlkreis Platz 3 - >er so: "Danke für die Wahl in den Bundestag")

Das ist in der CDU/CSU systematisch so tief verwurzelt, dass die sauberen Mitglieder lieber ne eigene Partei gründen sollten.*

Merkel hat es iwi geschafft sich davon zu distanzieren und separat als Person wahrgenommen zu werden, obwohl die per Personeninstallationen (vdL /Berateraffäre) oder Bankerparties im Kanzleramt nicht ganz frei davon ist.
Und dann dazu noch ohne Zeichen von politischem Gestaltungswille "Sie kennen mich" und Bob-the-Builder-Niveau "Wir schaffen das" Wahlen bestritten & Politik betrieben.

* Die AfD stellt für Werte-Union-Mitglieder dar, nicht für Ur-CDU-Wertevertreter

@ SinnUndVerstand

Mir ist ehrlich gesagt außer Linnemann und Günther niemand eingefallen, ich persönlich würde Günther vorziehen. Vielleicht haben Sie ja noch Vorschläge, wer die CDU wieder flott machen könnte und einen echten Neuanfang darstellen könnte.

08:34 Forfuture

„Die Union hat aber den völlig falschen Schluss daraus gezogen und meint nun man müsse das rechte Spektrum bedienen um…“

Wo hätte die Union „das rechte Spektrum“ bedient? Bitte Beispiele.

Meines Erachtens bedient die CDU das linke Spektrum; siehe Wegfall der Wehrpflicht, Homoehe, Ausstieg aus der Kernenergie und Kohlestromerzeugung, Masseneinwanderung etc..

Darstellung: