Kommentare - Baerbock und Habeck: Es ist kompliziert

01. Oktober 2021 - 07:59 Uhr

Lange Zeit dominierte bei der Grünen-Spitze Harmonie. Doch der Wahlkampf hat auch Spuren bei Baerbock und Habeck hinterlassen. Ihre Rollen scheinen sich gerade zu verschieben. Nur Teil eines Plans? Von Nina Barth.

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Kommentare

Gespensterdiskussion

Die Grünen sind doch schon lange eine ganz normale Partei mit den üblichen Mechanismen. Wenn jemand wie Frau Baerbock nicht den erhofften Erfolg hatte und, wie sie auch selbst sagt, das auch an eigenen Fehlern liegt, dann wird man und frau in Parteien üblicherweise ein wenig oder mehr zurechtgestutzt. Ähnlich wie mit Laschet in der CDU will man natürlich im Moment noch nicht die große Abrechnung, aber allzu viel Lob auch von Parteifreunden können weder Laschet noch Baerbock erwarten.

Und Habeck? Ähnlich wie bei der Union hätten sich auch bei den Grünen ein Teil einen anderen Kanzlerkandidaten gewünscht. Immerhin hat Habeck es geschafft, sich mit beleidigten Sticheleien zurückzuhalten. Zusätzlich ist er erfahren in Koalitionsverhandlungen, gerade mit der FDP.

Und Vizekanzler? Das ist echt nicht wichtig, zumal es ja den Begriff eigentlich gar nicht gibt. Wir hatten noch nie eine 3-er-Koalition. Vermutlich gibt es demnächst einen 1. und 2. Stellvertreter. Damit sich alle gut fühlen.

Baerbock und Habeck

TS: "Überraschend ist vielleicht vielmehr, wie lange Baerbock und Habeck es geschafft haben, zumindest nach außen hin das harmonische Bild aufrecht zu erhalten."
Zum Einen beruht diese Feststellung auf Vermutungen. Wie sehr die beiden sich unter 4 Augen beharken, weiß keiner.
Zum Anderen - und dass ist viel entscheidender - beweisen Baerbock und Habeck deutlich mehr Größe als Söder, dessen Verhalten nur den Schluss zulässt, dass er Laschet nicht auf den Kanzlersessel sitzen sehen will.
Ein eigennütziges Spiel Söders.

Keiner weiß es - aber jeder hat eine andere „Vermutung“ -

wenn er nicht mit Diffamierungen (oder gleich mit FakeNews) um sich schmeißt

„Keiner weiß, wie ein Vier-Augen-Gespräch zwischen den beiden Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck abläuft. Aber die Vermutung liegt nahe, nicht mehr ganz so harmonisch wie noch vor ein oder zwei Jahren. Das ist nicht überraschend, die harten Wahlkampfwochen, die Fehler der Kanzlerkandidatin Baerbock und die Fakenews, denen die Grünen ausgesetzt waren, haben ihre Spuren hinterlassen“

Warum sollte die Arbeit an einem (gemeinsamen) und infame Angriffe auf Mitstreiter nicht auch zusammenschweißen, (und sei sie noch so hart)? Ohne faire Zusammenarbeit ist dieses Ziel nicht zu erreichen.

Baerbock und Habeck sind ein

Baerbock und Habeck sind ein kooperatives Duo, das Verantwortung übernimmt und eine klare gemeinsame Strategie auch für die Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen entwickelt hat und vertritt. Der Bericht ist überflüssig wie sonst was, denn die Frage, wer an welcher Position die grüne Politik in einer neuen Regierung vertritt, steht überhaupt noch nicht an.

RE: dr.bashir um 08:32 - Gespensterdiskussion

Wohl eher eine "Gespensteranalyse" von Frau Barth.
Sie stellt Fragen, die sie nicht beantworten kann und mit Spekulationen zu erklären versucht. Mehr mag ich zu dem Artikle nicht sagen.

Was wir wissen ist, dass es bei den GRÜNEN zu Indiskretionen gekommen ist, die von interessierter Seite kamen. Ob aus dem Lager von Frau Baerbock, dem linken Lager oder von sonstwoher, auch das wieder nur Mutmaßungen, diesmal von mir.

Ich kann bei dem Vorsitzendengespann keinen Riss erkennen. Die führen jetzt gemeinsam die Sondierungen und Koalitionsverhandlungen für die GRÜNEN, wie es sich für eine Doppelspitze gebührt.

Gruß Hador

Auch die Grünen sind keine

Auch die Grünen sind keine Über-Menschen, aber deren Politkultur lässt die Hoffnung zu, dass sie nicht anständiger mit ihren allzumenschlichen Regungen wie z.B Enttäuschungen umgehen als bei andern Parteien. Politiker müssen Lust auf Macht (=Machen Können) haben, sonst wird das nichts im Haifischbecken. Entscheidend wie selbstreflektiert und -kritisch die Menschen bleiben und da haben B & H meinerseits noch die besten Vss.

Spekulationsjournalismus

Früher hätte spätestens der Chefredakteur gesagt: Hast du für deinen Artikel irgendwelche Belege? Heute darf man als RedakteurIn offensichtlich munter drauflos spekulieren, ob wie hier bei den Grünen oder vorher bei der CDU ist egal. das Ganze wird dann als Meldung oden noch besser als nalyse verkauft. Kaffeesatzlesen kann ich auch allein, das erwarte ich schon gar nicht von der Tagesschau. Aber zwei unbelegte Vermutungen als Basis für einen Artikel zu verwenden ist kein Journalismus, sondern Klatsch und Tratsch.

Letztlich eine Diskussion wie in der Union

Am Ende hat Baerbock nicht das Kanzleramt gewonnen, und somit kommt zwangsläufig die Diskussion auf, ob Habeck der erfolgreichere Kandidat gewesen wäre. Also wie bei Laschet/Söder. Und in beiden Fällen war der im April verkündete Kandidat durchaus nicht unumstritten. Bei der Union hat die CDU aber nunmal - als größere Partei - traditionell das Vorschlagsrecht, und welcher CDU-Vorsitzende möchte sich die Blöße geben, hier zurückzustecken? (Ja, gab es schon ...) Bei den Grünen kam eigentlich nur eine Frau in Frage. Beide personellen Entscheidungen gingen am Ende nicht auf. Und somit haben beide - in unterschiedlichem Umfang - den Makel des Verlierers.

Wobei man natürlich die Frage stellen darf, wie realistisch die Vorstellung war, die Grünen würden stärkste Partei werden und könnten Kanzler oder Kanzlerin stellen ...

Das kleinste Problem

Wer Vizekanzler von den Grünen wird. Denn wenn Jamaika durch Parteitagsbeschluss unmöglich wird und die FDP doch lieber mit der Union als der SPD regiert, dann wird es niemand von den Grünen ...

Die CDU ist unberechenbar in ihrer Flexibilität. Sie ist keine Programmpartei und zudem inhaltlich entkernt. Laschet und seine Partei stehen mit dem Rücken zur Wand. Gut möglich das man FDP und Grünen Dinge verspricht die Scholz ihnen nicht geben kann.

Das die Grünen aber in eine Jamaika Koalition eintreten, kann ich mir im Moment nicht vorstellen.

Ich bin froh, die Linke gewählt zu haben. Denn wenn es keine Ampel gibt und keine Minderheitsregierung mit der Linken, dann habe ich wenigstens damit nichts mehr zu tun. Ich kann mir nur schwer vorstellen wie die FDP zur Sozialliberalität der 1970er zurückfinden sollen ...

Harmonie

Also, bisher hat die Harmonie doch angehalten. Das war doch wichtig. Ob dass immer und ewig so bleibt, ist unwahrscheinlich. Die Wahl ist gelaufen und je nachdem, was die Verhandlungen bringen werden, muss jede Partei dafür dann die eigene Orientierung neu vornehmen und entsprechend reagieren. Da jetzt schon mit Vermutungen Unruhe reinzubringen ist überflüssig.
Freuen wir uns doch einfach darüber, dass es mal eine Partei schafft, sich nicht selbst auseinander zu nehmen mit Machtkämpfen und Intrigen.

Die Grünen und die Union kann man nicht vergleichen

Der Artikel beschäftigt sich zu 80 % mit Vermutungen.

Die Grünen sind von Anfang an viele geübter in Machtteilungen und sollen sie deswegen behalten.
Ich kann aber Doppelspitzen nichts abgewinnen. Eine Führungsperson, egal ob Mann oder Frau, wird gewählt und trifft klare Entscheidungen. Dazu kommen dann die erweiterten Führungsgremien wie Vorstand und Präsidium.

Bei der SPD wirkt die Doppelspitze seltsam und bei der Union passt sie schon mal gar nicht. Ich hoffe nur, dort kommt man nicht auch noch auf diese Idee, wenn Laschet abgetreten ist.

Nettes Gedankenspiel

aber mehr auch nicht. Zunächst müssen wir mal schauen, wen Grüne und FDP als Kanzler zulassen. Danach kann man schauen wer diesen dann als Vize vertritt.

Falls es Scholz wird, würde ich aber dann doch Herrn Habeck bevorzugen. Alleine schon damit das väterlich-gönnerhafte Getue aus den Triell-Veranstaltungen ein ende hat.

@Peter Meffert 09:00

Ihren Kommentar stimme ich zu. Dieser Artikel hat keinen Informations"mehr"wert. Spekulationen gehören nicht zu einem seriösen Medium, wie es die Tagesschau sein sollte.

Die Grünen sind eine Partei geworden

Wenn ich das mal zusammennehme, was ich da lese, dann bleibt übrig: die Grünen sind eine normale Partei geworden und sie werden von Menschen gefühlt bei denen es menschelt. Vermutlich.

„Deutschland: alles ist drin!“

Ja, auch ein Kanzler Laschet!

Ich habe irgendwie das Gefühl das SPD und FDP nicht so richtig zueinander finden werden - trotz der Ampel in RLP.

Die Grünen können da nur noch fasziniert zuschauen.

Mir fällt irgendwie gerade überhaupt kein Politikfeld ein in dem es eine nicht-leere Schnittmenge gäbe zwischen FDP und SPD.

Grüne und FDP können schon irgendeinen Deal miteinander machen, Kretschmann wird da schon Vorschläge generieren. Ich kaufe den Grünen ihre Sozialpolitik nicht ab, denn das ist längst nicht mehr deren Klientel.

Die RLP Ampel ist bedeutungslos. Denn auf Landesebene geht es fast nur um Posten. Deutschland ist viel weniger föderal als zB die USA, eher ähnelt die Verwaltungsstruktur der Russlands. Die Eigenständigkeit der Bundesländer ist weit geringer als die der Länder im Kaiserreich. Landesverfassungen zB sind mehr Folklore als echte Grundrechtsentwürfe. Landesregierungen dienen als „mittlere Managementebene“ um ein 80 Millionen Volk leichter regierbar zu machen.

@ Parsec

Zitat: "Überraschend ist vielleicht vielmehr, wie lange Baerbock und Habeck es geschafft haben, zumindest nach außen hin das harmonische Bild aufrecht zu erhalten."
#
Wer sehen wollte hat gesehen: Die kleinen Spitzen gegen Baerbock, dass demonstrative Schweigen ... echt gemeinte Unterstützung sieht anders aus.
Nach Durchsetzung der Frauenquote war der Friede nur noch Makulatur. Das Baerbocks dilettantisch agierendes Wahlkampfteam bei der "Kriesenbewältigung" zwischen leugnen und Drohen hin und her sprang, dürfte Habeck bei seinen Auftritten geprägt haben. Nicht mehr als nötig und so wenig wie möglich zur Kandidatin ... hat geklappt. ER ist weitgehend unbeschadet aus dem Wahlkampf gekommen.
Baerbock und Laschet ... beide haben nicht geliefert. Weil sie nicht "Kandidaten der Masse" waren. Beiden hat man ihre Rolle nicht abgenommen. Der Versuch, die 2. Garnitur zur ersten zu machen ist, wer hätte das gedacht, krachend gescheitert.
Grün ist nur noch Kanzlermacher, nix Kanzler.

Am 01. Oktober 2021 um 08:52 von SinnUndVerstand

Baerbock und Habeck sind ein kooperatives Duo, das Verantwortung übernimmt und eine klare gemeinsame Strategie auch für die Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen entwickelt hat und vertritt. Der Bericht ist überflüssig wie sonst was, denn die Frage, wer an welcher Position die grüne Politik in einer neuen Regierung vertritt, steht überhaupt noch nicht an.
__
Könnte es eventuell möglich sein, dass Sie JEDEN Bericht, der auch nur ansatzweise Kritik gegenüber Ihrer preferierten Partei beinhaltet, als überflüssig erachten ?
Im übrigen wissen doch Sie, wie jeder andere einigermaßen interessierte Mensch auch, dass die Personalfragen diejenigen sind, die am meisten nachgefragt werden.
Dass dort ebenso Neid, Konkurrenzdenken und Machtstreben zu Hause sind wie in jeder anderen Partei, müsste eigentlich jedem, der nicht völlig verklärt ist von den schönen und friedlichen Bildern, die gerne als Hintergrund genommen werden, klar sein.

09:06 von Freiheit-brauch... | Vorliebe für starken Chef ?

'Eine Führungsperson, egal ob Mann oder Frau, wird gewählt und trifft klare Entscheidungen. Dazu kommen dann die erweiterten Führungsgremien wie Vorstand und Präsidium.'

Ihre Vorliebe für einen 'starken Chef' und bei CDU/CSU für Söder haben Sie ja hinreichend wiederholt zum Besten gegeben in den letzten Monaten.

Nicht jede Partei ist so hierarchisch aufgebaut wie die CSU. Die Grünen halt nicht, weil sie von Anfang an basisdemokratisch und auf Ausgleich Mann/Frau bedacht aufgestellt waren.

Ich mag auch lieber klare Entscheidungsstrukturen, aber wenn es im Tandem funktioniert, dann ist doch auch gut.

Steht die Ampel auf Rot, Grün oder Gelb?

Wenn alle drei Farben leuchten, was bedeutet das laut StVO ? Das die Lichtzeichenanlage kaputt ist ?

Die SPD wird es schon aus programmatischen Gründen nicht schaffen sich so zu verbiegen wie die Union es zum Zweck des Machterhalts kann.

Und was sollte das auch für ein Bild sein: „die Ampel steht auf Rot!“. „Grünes Licht“ für die Ampel (Parteitag) nützt aber auch nichts, ohne Gelbphase. Und Ampeln die „gelb blinken“ sind außer Betrieb. Ich bin schon auf die ganzen Metaphern gespannt in den nächsten Wochen ...

Der Artikel ist sehr spekulativ: "könnte, wäre, gut möglich,

dass...."
Da spekuliere ich auch mal ein bisschen:
Die Wahl von Frau Baerbock zur Kanzlerkandidatin war offensichtlich ideologisch geprägt: wir sind grün, fortschrittich und feministisch - also muss es von 2 Optionen die weibliche sein. Solche Kriterien orientieren sich aber nicht an der Person bzw. dem Potential des/der jeweiligen Kandidat*in.

Dieses Proporz-Getue hängt mir als Frau daher langsam zum Halse heraus. Es zieht sich durch alle gesellschaftlichen Bereiche, wird drolligerweise medial gerne von Männern gefordert/gefördert, die sich als Frauenversteher verstehen, und schadet mehr, als es nützt.

Diese Haltung: "ja sicher, IHR könnt das auch" ist dümmlich. Ja, selbstverständlich: die Landeschefinnen Dreyer und Schwesig beweisen es, und auch Frau Merkel war als Krisenkanzlerin ein Gewinn (innenpolitisch eher weniger); dabei hatte sie lange widerwärtige Häme zu ertragen: von Männern UND Frauen.
Kurz: Mann zu sein, reicht alleine nicht für Kanzler, Frau zu sein, auch nicht.

Kaffesatzleserei

Wäre ich jetzt auf der Bild.de-Seite würde ich nichts anderes erwarten. Aber das hier ist die Tagesschau. Ein Text voller Vermutungen und Klatsch. Kein einzigen sicheren Anhaltspunkt. Wozu dann die Arbeit.?

Re : SinnUndVerstand !

Ja es sollte grundsätzlich nicht so viel spekuliert werden, egal in welchem Bereich. Lasst die Leute mal ihren Job machen, wartet darauf, was sie zu vermelden haben, und zieht dann vielleicht ein paar Schlüsse. Oder fragt dann höflich, wie sich die Damen und Herren das so vorstellen und bewirken wollen.
Alles andere ist unseriös !

Keine Probleme, das kann nicht sein

Interessant, wie aus einer selbst genannten Vermutung ein ganzer Artikel zu möglicherweise bestehenden Problemen gesponnen wird. Der Eingangssatz wird einfach nur immer weiter ausgesponnen und am Ende sollen scheinbar Zweifel an der Zusammenarbeit hängen bleiben - ohne Belege... Woran erinnert mich das bloß?

@ Möbius

Kanzler Laschet ??

Sorry, möglich ist das, aber das ist letzten Endes auch nicht das wahre. Wobei um gerecht zu sein: Scholz und Laschet (Söder) haben aus verschieden Gründen eigentlich nichts mehr im Kanzleramt zu suchen. Beide haben mit gutem Grund einen Personenwahlkampf geführt, weil der Rest der eigenen Partei eher noch mehr Wähler abgeschreckt hätte. Scholz hat in der Vergangenheit gezeigt, wie schlecht die von Ihm geführten Ministerien arbeiten, Laschet wie ungeschickt man wirklich jeden Fettnapf mitnimmt. CDU und SPD haben gemeinsam in den letzten Jahren Ihren Anspruch als Volksparteien verspielt.

Eigentlich müsste das Kanzleramt von Baerbock und Lindner eingenommen werden. Das wäre ja auch zumindest möglich, leider nur sehr wenig wahrscheinlich...

09:17 von Möbius | Richtig und falsch vermengt

'Ja, auch ein Kanzler Laschet!

Sehe ich auch so und habe schon mehrfach darauf hingeweisen, dass 'Kretsch' von BaWü sich eindeutig für Jamaika positioniert. Er ist ein erfolgreicher und populärer Ministerpräsident und hat bei den Grünen Gewicht. Wenn er das für einen Kanzler Laschet in die Waagschale wirft, dann kann es den noch geben. Schwach und deswegen nachgiebiger als eine selbstbewusster Scholz es wäre.

'Die Eigenständigkeit der Bundesländer ist weit geringer als die der Länder im Kaiserreich.'

Kann man nicht vergleichen. Damals gab es neben dem Kaiser in den Territorien noch Königreiche und Herzogtümer und andere aristokratische Herrschaftsgebiete.

Der Föderalismus in Deutschland ist ganz okay, mit viel Eigenständigkeit im Kultusbereich, bei Polizei, Gesundheitsbereich, eigener Finanz- und Wirtschaftspolitik.

Re : Mustermännchen !

Ich denke, es war zum großen Teil auch ein echt unseriöser und schmutziger Wahlkampf, öfters unter der Gürtellinie. Überall, und vor allem bei Frau Baerbock wurde das Haar in der Suppe gesucht, wurde alles auf die berühmte Goldwaage gelegt, nur bei den anderen ging man etwas gesitteter zu Werke. Denn auch die anderen, egal ob Laschet, Scholz oder Söder, wie auch bei den Linken, haben alle nie immer ein reines Gewissen, was aber letztendlich jede Person für sich selbst klären muss.
Leider aber ist inzwischen ein unmögliche, eher amerikanische Art, hier eingekehrt, die das kleinste Detail zerlegen will, es fehlt nur noch das Sexleben der "Oberen".
Klar, all diejenigen die antreten, sollten dies ehrlich und anständig tun, Vertrauen erzeugen und überzeugen mit guten Ideen und Innovationen, wie auch einer Kompetenz, die die Menschen mitnimmt.

um 08:32 von dr.bashir

>>
Und Vizekanzler? Das ist echt nicht wichtig, zumal es ja den Begriff eigentlich gar nicht gibt. Wir hatten noch nie eine 3-er-Koalition. Vermutlich gibt es demnächst einen 1. und 2. Stellvertreter. Damit sich alle gut fühlen.
<<

Geschichtsvergessen ? Schon die erste Bundesregierung unter Adenauer war eine Viererkoalition, wie auch alle Koalitionen mit CDU/CSU-Beteiligung (mindestens) Dreierkoalitionen waren.

Was die Beiden

miteinander besprechen geht doch keinen was an. Ich meine Beide haben sich im Wahlkampf gut geschlagen,wenn es auch Fehler gab.Aber wo kommen denn keine Fehler vor?

ß

Genau das ist das Bewundernswerte

Der Inhalt und Ablauf eines Vier-Augen- und Ohrengesprächs bleibt auch dort, hoffentlich bleibt das auch so, bis es Zeit zum Reden ist(Memoiren).
Allein dafür eine volle Portion Hochachtung.
Der Vorteil eines funktionierenden Teams ist, daß jeder dort eingesetzt wird, wo seine Stärken liegen, das steigert die Effizienz und reduziert die Belastung.
Wenn die beiden das auch noch hinkriegen, kann es nur besser werden.
Außerdem ist der "Plan", Soldaten aus dem Feuer zunehmen und durch ausgeruhte Kräfte zu ersetzen, anstatt sie zu verheizen, uralt und sinnvoll.
Von der kritischen Wechselphase sollte der Gegner nichts mitkriegen(siehe Anfang).
Bis jetzt sind beide ein Pluspunkt der Grünen und schaffen es hoffenlich auch es zu bleiben, auch wenn sich erste Heckenschützen aus der eigenen Partei schon lautstark in die Büsche werfen.
Angesichts der Mikrofonanzahl und Fragenqualität wäre manche meiner Antworten nicht nur "patzig", sondern ein "echtes Brett", hochkant und mit "Schmackes".

Am 01. Oktober 2021 um 09:04 von Mustermännchen

Bei den Grünen kam eigentlich nur eine Frau in Frage.
__
Wieso eigentlich ? Wäre nicht mit Frau Merkel soeben eine Frau nach 16 Jahren in dieser Position zurückgetreten, hätte ich das verstehen können, aber so ? Vllt sollte man auch bei den Grünen nicht alles der Geschlechter"Gerechtigkeit" unterordnen (siehe auch das Debakel im Saarland), sondern auch andere Parameter beachten.
In beiden Fällen, Laschet bei der CDU (aus machtpolitischen) und Baerbock bei den Grünen (aus ideologischen )Gründen gegen den Kandidaten entschieden, der die besseren Chancen hatte. Da muss man sich jetzt nicht wundern, dass es 1. genau so gekommen ist, dass nämlich der Kandidat abschmierte und 2. der Unterlegene jetzt nicht gerade amused ist. Da ist neben der Enttäuschung wegen der Partei, mit Sicherheit bei beiden auch ein gewisses Quentchen Schadenfreude dabei.

ich bin es leid

solche Artikel zu lesen. Ich soll hier als Meldung von Tatsachen schlucken, was eine Redakteurin sich zusammenspekuliert.
Und schon lange bin ich es leid, dass die Tagesschau, wie eben andere Medien auch, Frau Baerbock (und natürlich auch anderen) angebliche "Fehler" nachweist, die man selbst erst zu solchen deklariert hat, und sie anklagt, damit nicht umgehen zu können.
Die Zerlegung Baerbocks durch ihre Gegner während des Wahlkampfs war weit unterhalb jeder gefühlten Gürtellinie, sexistisch, sensationslüstern, kurz widerwärtig. Und dann kommt man noch im Nachhinein mt der Behauptung, die Grünen hätten bei der "Verarbeitung" dieser Fehler versagt.
Ständig schwingt hier der Vorwurf mit, dass man nicht den wackren weißen Ritter Habeck ins Rennen geschickt habe, den Sympathieträger, der souverän alle niederträchtigen Angriffe auf die Grünen pariert hätte (auch die der TS selbst), sondern das schwache Frauchen, das angeblich mit dieser Aufgabe von vornherein überfordert gewesen sei.

Ich schließe mich den Kommentaren an,...

...in denen sich deren Verfasser unzufrieden über den Artikel äußern.

Ein Artikel, der von Vermutungen lebt, die niemand bestätigen oder als unzutreffend widerlegen kann, ist unter dem Niveau, das man gemeinhin aus der Feder der Autoren gewohnt ist.

@ Kokolores2017

Ich finde Ihren Kommentar sehr gut, auch die genannten Frauen, die erfolgreiche Politikerinnen sind, zeigen eindrucksvoll, dass es auf Fähigkeiten ankommen sollte und nicht auf das Geschlecht. Es ist sogar kontraproduktiv, wenn eine Frau nur aufgrund ihres Geschlechts einen Posten bekommt, aber nicht erfolgreich ist, sagen dann viele nachher: Klar, war ja auch eine Frau. Es kommen jetzt durch eine offene Gesellschaft und gute Ausbildung immer mehr Frauen in führende Positionen und überzeugen durch Leistung und zeigen ihr Können. Eine Quote hilft da eher nicht.

Am 01. Oktober 2021 um 09:04 von Möbius

Ich bin froh, die Linke gewählt zu haben. Denn wenn es keine Ampel gibt und keine Minderheitsregierung mit der Linken, dann habe ich wenigstens damit nichts mehr zu tun. Ich kann mir nur schwer vorstellen wie die FDP zur Sozialliberalität der 1970er zurückfinden sollen ...
__
Stimmt, jetzt haben Sie glücklicherweise nichts mehr damit zu tun.
Dass irgendeine Partei zu ihrer Politik von vor 50 Jahren zurückfinden soll, wäre allerdings ein völlig sinnloses und dummes Unterfangen in Anbetracht der Tatsache, was sich seit dem alles geändert hat.

@ 09:20 von weingasi1

Es steht Ihnen frei, über meinen Kommentar zu einem überflüssigen hochspekulativen Artikel Ihrerseits zu spekulieren. Fakt bleibt, dass der Artikel leider keine substantiellen Inhalte hat. Und Fakt bleibt, dass Baerbock/Habeck das funktionierendste Duo in der deutschen Politiklandschaft bilden, auch wenn Ihnen das nicht gefallen mag.
Wie wäre es, wenn Sie mal inhaltlich Stellung dazu beziehen, dass die beiden grünen Parteivorsitzenden einen sinnvollen Fahrplan für die anstehenden Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen erstellt haben?

@weingasi1 u.a.

Die Behauptung, A. Baerbock wäre nur wegen ihres Geschlechts zur Kanzlerkandidatin der Grünen geworden, ist für sich schon Sexismus pur. Ist Euch das eigentlich klar?

Am 01. Oktober 2021 um 09:06 von Freiheit-brauch...

Ich kann aber Doppelspitzen nichts abgewinnen. Eine Führungsperson, egal ob Mann oder Frau, wird gewählt und trifft klare Entscheidungen. Dazu kommen dann die erweiterten Führungsgremien wie Vorstand und Präsidium.
__
Stimmt. So sollte es sein. Irgendjemand muss zum Schluss bei Uneinigkeit, soll es ja geben, zumindest in allen Institutionen, die ich kenne, das letzte Wort haben. Ich weiss ohnehin nicht, warum diese "Doppel"-Dinger eingeführt wurden, denn letzten Endes kann es doch nur eine Richtung geben, die entweder hierhin, oder entgegengesetzt führt.
Diese Doppelspitzen sind immer nichts halbes und nichts ganzes, imho.

Baerbock und Habeck: Es ist kompliziert....

Jemand schrieb hier "die Grünen sind schon lange eine normale Partei". Das ist so. Wenn persönliche Gegensätze mehr Gewicht haben, als daß Verhalten der grünen Partei, da wo sie schon mitregiert: Autobahnausbau in einer Großstadt (A66,A661). Notfalls auch auf Kosten von Wäldern: Fechenheimer Wald, Dannenröder-und Kelsterbacher Wald. Oder das Flüssiggasterminal in Brunsbüttel. Wer war dabei ?

@Freiheit-brauch..., 09:06

„Eine Führungsperson, egal ob Mann oder Frau, wird gewählt und trifft klare Entscheidungen“

Ich halte es grundsätzlich für falsch und deshalb illegitim, irgendeiner Einzelperson das Recht „zuzugestehen“, in politischen Angelegenheiten „klare Entscheidungen“ zu treffen, die konkrete Auswirkungen auf die Lebenschancen anderer haben. Nicht nur deshalb, weil das allen demokratischen Prinzipien widerspricht, sondern vor allem deshalb, weil kein Mensch allein - egal wie kompetent er oder sie nach demokratischen bzw. objektiven Kriterien, also aufgrund seiner/ihrer allgemeinen diesbezüglichen Anerkennung in der globalen Bevölkerung) auch tatsächlich sein mag - oder, m.E. weit schlimmer, wie „mächtig“ - in der Lage ist, allein zu beurteilen was richtig und was falsch ist.

Demokratie bzw. Freiheit beruht auf der faktischen Möglichkeit jedes Einzelnen, dies selbst herauszufinden und dementsprechend zu handeln. Also seine eigenen(!) Erkenntnisse nach den Prinzipien der Demokratie einzubringen.

@Am 01. Oktober 2021 um 09:40 von harry_up

>>Ich schließe mich den Kommentaren an,...

...in denen sich deren Verfasser unzufrieden über den Artikel äußern.

Ein Artikel, der von Vermutungen lebt, die niemand bestätigen oder als unzutreffend widerlegen kann, ist unter dem Niveau, das man gemeinhin aus der Feder der Autoren gewohnt ist.<<

Ebenso möchte ich mich diesem Kommentar, wie allen anderen Verfassern, die unzufrieden mit diesem Artikel sind, anschliessen.

Dieser Artikel ist auf einem spekulativen Niveau unterwegs, ohne wirklichen Informationsgehalt.

Für mich liest es sich so, als wenn die Journalistin heute noch einen Artikel zum Nachgang der BTW mit Inhalt "Habeck & Baerbock" schreiben sollte und dann einfach mal so spekuliert. Ein äußerst unnötiger Artikel.

Wie wahr! @09:38 von frosthorn

>>> Die Zerlegung Baerbocks durch ihre Gegner während des Wahlkampfs war weit unterhalb jeder gefühlten Gürtellinie, sexistisch, sensationslüstern, kurz widerwärtig. Und dann kommt man noch im Nachhinein mt der Behauptung, die Grünen hätten bei der "Verarbeitung" dieser Fehler versagt. >>>

Sehr richtig!

>>> Ständig schwingt hier der Vorwurf mit, dass man nicht den wackren weißen Ritter Habeck ins Rennen geschickt habe, den Sympathieträger, der souverän alle niederträchtigen Angriffe auf die Grünen pariert hätte (auch die der TS selbst), sondern das schwache Frauchen, das angeblich mit dieser Aufgabe von vornherein überfordert gewesen sei. >>>

Das ist mir auch oft genug aufgefallen!
Fr Baerbock hat und hatte was zu sagen! Sachlicher und nachvollziehbarer als ihre Kontrahenten! Thematisiert wurde dies jedoch kaum!

Bernd Kevesligeti

auf Kosten der Wälder
...........

so lange der Anteil der Wälder im Land steigt
ist es reiner Populismus das als Thema zu bringen

Baerbock und Habeck: Es ist kompliziert

Wenn es auch kompliziert scheint, beide Vorsitzenden sind clever genug eventuelle Meinungsverschiedenheiten für sich zu behalten, eine Selbstzerfleischung wie sie die CDU/CSU gerade vollzieht würde eine Regierungsbeteiligung in weite Ferne rücken.

@ 09:48 von weingasi1

Sie haben offensichtlich ein bestimmtes eingeengtes Führungsverständnis a la "auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt's einen, der die Dinge regelt." Wenn es denn je funktioniert haben sollte, ist jedenfalls jetzt deutlich, dass es einen anderen kooperativen teamorientierten Stil braucht. Den verkörpern Baerbock und Habeck, und zwar funktionierend und erfolgreich, im Unterschied und zum Ärger von Laschet/Söder, Chrupalla/Meuthen und auch zur One-Man-Lindner-Partei.

Mutig

War Annalena Baerbock der Rammbock mit Achsenbruch? Nein.
War sie das das Sturmgeschütz, leider mit Ladehemmung?
Nein.
Sie war vor allem eines: mutig.
Diese Eigenschaft wird nicht verloren gegangen sein. Und vielleicht braucht sie die ja noch.
Wenn es darum geht,
ein Ampel-Verhandlungsergebnis mit Ja oder Nein zu bewerten.
Robert Habeck steht genauso wie der grüne Ministerpräsident aus Baden-Württemberg für eine Nähe zur CDU.
Das hat er bisher zwar nicht so laut gesagt, aber in der Vergangenheit erfolgreich in Schleswig-Holstein praktiziert.
Es bleibt spannend.

@ Frosthorn

Die Grünen haben ein Frauenstatut, dass bei neutraler Betrachtung äußerst sexistisch ist. Das mag man gut finden oder nicht, aber bleibt eine Tatsache.

Am 01. Oktober 2021 um 09:38 von frosthorn

Ständig schwingt hier der Vorwurf mit, dass man nicht den wackren weißen Ritter Habeck ins Rennen geschickt habe, den Sympathieträger, der souverän alle niederträchtigen Angriffe auf die Grünen pariert hätte (auch die der TS selbst), sondern das schwache Frauchen, das angeblich mit dieser Aufgabe von vornherein überfordert gewesen sei.
__
Wenn man die Attribute "wacker und weiss" weglässt, könnte man ja durchaus zu dieser Meinung kommen. Es ist ja auch durchaus nicht ehrenrührig, wenn man dem oftmals zitierten "Haifischbecken" eben nicht gewachsen ist. Das hat jetzt weder etwas mit "Frau"-Sein, noch etwas mit "Grün"-Sein zu tun, sondern nur etwas mit dem eigenen
Charakter. Für dieses Haifischbecken braucht es eben u.a. auch eine gewisse Robustheit, die Frau Baerbock offenbar nicht besitzt.

ABAERBOCK - warum immer nur auf die Fehler zeigen

Was mich am meisten an all diesen Diskussionen um Annalena Baerbock stört, ist wie stark die Fake-und Hass-Verbreitung hier Einfluss nimmt und m. M. n. viel zu stark von Inhalten und Fakten ablenkt.

Wie groß sind denn die Fehler, die Frau Baerbock da gemacht hat? Verglichen, daran was viele Ihrer Politikerkolleg:innen aus den verschiedensten Parteien gemacht haben, machen oder immer noch vershleiern. … Ich habe eine eigene Meinung dazu. Was ich mir aber wirklich wünsche, ist, dass jeder der seine Meinung dazu öffentlich kundtut, dies auf Basis von Fakten tut. …

Genauso kann ich dieses Argument mit der fehlenden Regierungserfahrung nicht mehr hören. Was hat uns denn die so große Regierungserfahrung unserer „alten“ Politiker bisher genützt. Immer wieder werden neue innovative Ansätze schon im Keim erstickt, es wird in immer gleichen Schienen gedacht.

>> ich habe noch mehr zu sagen<<

@ 09:35 von Klärungsbedarf

"Geschichtsvergessen ? Schon die erste Bundesregierung unter Adenauer war eine Viererkoalition, wie auch alle Koalitionen mit CDU/CSU-Beteiligung (mindestens) Dreierkoalitionen waren"

Sorry, aber über die erste Bundesregierung unter Adenauer weiß ich nichts und die Union möchte mal als Einheit und mal als 2 getrennte Parteien wahrgenommen werden, gerade wie es am besten passt.

Ist tatsächlich wurscht, wie die Verhältnisse in den 50-er Jahren des letzten Jahrhundert waren. Jetzt geht es um eine Koalition aus 3 wirklich unterschiedlichen Parteien. Die CSU hat, obwohl eigene Partei, noch nie den ehrenvollen Posten eines "Vizekanzlers" beansprucht. Ich könnte mir vorstellen, dass das jetzt bei Grünen und FDP durchaus anders wird. Ich glaube schlichtweg nicht, dass Lindner einfach sagt, ich lasse den Titel den Grünen, weil die ein paar Prozent mehr haben. Da wird sich schon ein Titel finden. Extra Gehalt gibt es für den Posten ja sowieso nicht, keine besondere Planstelle nötig.

Spekulation statt Transparenz

"Zusammenspekuliert" - das kennzeichnet die Situation richtig. Aber Spekulation sind ja auch alle Meinungsäußerungen hier. Macht das dann überhaupt Sinn ? Nun, es sind Ersatzhandlungen des frustrierten Volkes, dem schon klar ist (hoffentlich) daß das Lieblingswort der Demokratie -"Transparenz" - genau hier schlicht beiseite geschoben wird. Denn in dem Interessenabgleich der Parteien untereinander werden ja die entscheidenden Weichen gestellt und eigentlich sollten wir jedes einzelne Argument öffentlich zur Kenntnis nehmen können.
Daß das nun ums Verrecken nicht geschieht zeigt eine, ja vielleicht sogar DIE Grenze des demokratischen Idealbildes auf. Das sollten sich alle diejenigen vor Augen führen, die dieses Bild für das einzig sinnvolle halten

09:42 von weingasi1 @ Möbius | Da haben Sie beide recht

'Ich kann mir nur schwer vorstellen wie die FDP zur Sozialliberalität der 1970er zurückfinden sollen ... '

Was der User Möbius hier anspricht, ist nicht eine Politik von vor 50 Jahren, sondern die wenig vorhandene Offenheit der FDP für eine sozialliberale Synthese zwischen Sozialdemokratie und Liberalismus, die in anderen Ländern, wie etwa in denen Skandinaviens, sehr aktuell und modern ausgeprägt ist.

'Dass irgendeine Partei zu ihrer Politik von vor 50 Jahren zurückfinden soll, wäre allerdings ein völlig sinnloses und dummes Unterfangen in Anbetracht der Tatsache, was sich seit dem alles geändert hat. '

So wie die AfD propagiert, sie wäre gerne wie die CDU der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Das ist allerdings ein rückwärts gerichtetes 'völlig sinnloses und dummes Unterfangen', wie Sie richtigerweise sagen.

um 10:11 von dr.bashir

>>
Ist tatsächlich wurscht, wie die Verhältnisse in den 50-er Jahren des letzten Jahrhundert waren. Jetzt geht es um eine Koalition aus 3 wirklich unterschiedlichen Parteien. Die CSU hat, obwohl eigene Partei, noch nie den ehrenvollen Posten eines "Vizekanzlers" beansprucht.
<<

So wurscht ist das nun auch nicht. Denn nicht selten waren die Unterschiede innerhalb der Union größer als die zwischen einem der beiden und einem weiteren Koalitionspartner. Aktuell ist die CSU innerhalb der Fraktionsgemeinschaft gestärkt. Und die CSU hat sogar den Posten eines Kanzlers beansprucht, denn hätte z.B. Kandidat Steuber die Wahl gewonnen, dann wäre er mit Sicherheit auch Kanzler geworden.

09:37 von weingasi1

Wir können sowohl bei den Grünen als auch bei der CDSU nur spekulieren wie sich der Wahlkampf bzw. die Wahl entwickelt hätte, wäre jeweils ein anderer Kandidat angetreten. Für so richtig sinnvoll halte ich das derzeit nicht.

Ich habe Frau Baerbock das Amt durchaus zugetraut. Wie jemand dieses tatsächlich ausfüllt, sieht man immer erst hinterher. Sie hatten ihr die Kompetenz allein deshalb abgesprochen, da diese sich dahingehend geäußert hatte, gelegentlich(!) trotz Amt ihren Kindern Priorität einräumen zu wollen.

In Finnland ist bzw. war es sogar möglich, dass die weiblichen Kabinettsmitglieder Elternzeit genommen haben. Ob männliche auch, weiß ich nicht. Gestern sah ich eine Reportage über eine Bürgermeisterin (auch ein 24/7 Job) mit Kindern und einem Partner, der sie unterstützt. Geht offensichtlich.

Wieso denken 'wir' in Deutschland so ausschließlich und unflexibel?

@weingasi1 10:10

"Es ist ja auch durchaus nicht ehrenrührig, wenn man dem oftmals zitierten "Haifischbecken" eben nicht gewachsen ist. Das hat jetzt weder etwas mit "Frau"-Sein, noch etwas mit "Grün"-Sein zu tun, sondern nur etwas mit dem eigenen
Charakter."

Volle Zustimmung!

"Für dieses Haifischbecken braucht es eben u.a. auch eine gewisse Robustheit, die Frau Baerbock offenbar nicht besitzt."

Da bin ich mir gar nicht mal so sicher.
Die Robustheit würde ich ihr gar nicht absprechen wollen. Sie hat sich einfach ein paar kleinere Schnitzer zum falschen Zeitpunkt erlaubt. Und diese kleineren Schnitzer wurden ihr von uns Wählern aus mir unerfindlichen Gründen stärker angelastet als die größeren Schnitzer der Konkurrenten.
Dass sich bspw. Laschet Prüfungsnoten für seine Studenten ausgedacht hat, war überhaupt kein Thema mehr.

Wahlergebnis: Deutschland will keine grüne Politik

Das Wahlergebnis zeigt klar, dass den Deutschen Umwelt- u. Klimaschutz vollkommen unwichtig sind.
Die Grünen werden also keine große Rolle vorerst mehr spielen - auch nicht mit einer Regierungsbeteiligung. Da kann nur minimale Klimapolitik dabei heraus kommen.
Nur eine Koalition aus Rot-Rot-Grün hätte eine maximale Umwelt- u. Klimapolitik ermöglicht.
Denn den 3 Parteien rechts der Mitte (CDU, FDP u. AfD) ist Klima- u. Umweltschutz unwichtig. Diesen Parteien ist es wichtiger, zulasten von Umwelt, Klima u. Natur die Großunternehmen zu fördern.
Mein Beispiel dazu: Großspende von BMW (690000 €) im Jahr 2013 an die CDU. Folge war, dass Deutschland die Senkung der Abgaswerte in der EU verhinderte.

Vielleicht muss es noch etliche schlimme Hochwasser wie das Hochwasser im Ahrtal geben, damit die Deutschen dann vielleicht aufwachen?
Ich war für Umwelt- u. Klimaschutz. Da dies aber nur möglich ist, wenn viele mitmachen, werde ich künftig "zurückrudern" u. so egoistisch wie die anderen Wähler.

von Sisyphos3 10:04

Ist es nicht Populismus, den weiteren Ausbau von Autobahnen zu rechtfertigen ? Bündnisse wie "Wald statt Asphalt" und das Aktionsbündnis keine A49 berichten außerdem von Gefahren für das Trinkwasser (Grundwasser). Das sollte zumindest für eine "ökologische" Partei unannehmbar sein.

Am 01. Oktober 2021 um 09:48 von frosthorn

Die Behauptung, A. Baerbock wäre nur wegen ihres Geschlechts zur Kanzlerkandidatin der Grünen geworden, ist für sich schon Sexismus pur. Ist Euch das eigentlich klar?
__
Ich weiss nicht, wer mit "Euch" gemeint ist, aber mir als Frau geht dieses ständige "Sexismus"-Angeprangere entschieden zu weit. Wenn ich mich in meinem Umfeld sexistisch beleidigt oder diskriminiert fühle, dann weiss ich mir zu helfen. Ich brauche dieses ständige Getue wirklich nicht. Und im Falle von Frau Baerbock halte ich es wirklich für den ausschlaggebenden Grund, weshalb man sie und nicht Herrn Habeck als KK nominiert hat.

@jadawin 1974

"Die Grünen haben ein Frauenstatut, dass bei neutraler Betrachtung äußerst sexistisch ist. Das mag man gut finden oder nicht, aber bleibt eine Tatsache."

Haben die Grünen ein Frauenstatut?
Was ist sexistisch daran, wenn Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen die gleichen Rechte wie Männern garantiert werden sollen?
Ist das GG auch sexistisch, wenn geschrieben steht, dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt werden darf?
Ist Frau Weidel auch nur Quotenfrau und Quotenlesbe, die in Wirklichkeit vollkommen ungeeignet ist?
Es nervt zunehmend, dass inzwischen fast jede Frau, die in eine hervorgehobene Position gewählt wird, sich gegen den Vorwurf verteidigen muss, sie sei nur aufgrund ihres Geschlechts dahingekommen.

Das bequeme "Führerprinzip"

scheint über Jahrtausende tief verwurzelt, hat man doch je nach Bedarf einen "Heiland" oder "Judas" zur Hand.
Auch die griechische Götterwelt war kompliziert, zumal der "Chef" meist mit anderem, als Blitze schleudern, beschäftigt war.
Als Diskussionebene für widerstreitende Interessen aber unterhaltsam.
Monokulti ist monoton, vorallem wenn der Schwarze Peter schon feststeht.

@ S A N D R A

Ich stelle hier keine starken Fake- oder Hass Verbreitung fest, Kritik an sich ist keine persönliche Herabwürdigung von Frau Baerbock. Damit muss eine Politikerin mit Führungsanspruch aber leben können.

Aber richtig ist leider auch, dass Frau Baerbock im Wahlkampf Fehler gemacht hat und der Umgang damit nichts besser gemacht hat. Und dass hat den Grünen nun mal im Wahlkampf sehr geschadet.

Laschet wurde viel mehr angegriffen, und auch teilweise sehr unter der Gürtellienie. Dagegen wurde Scholz geradezu mit Samthandschuhen angefasst, seine z.T. sehr schweren Fehler bei CUM EX oder Wirecard wurden kaum behandelt, weil angeblich zu schwer zu erklären.

@ 09:48 von frosthorn

„Die Behauptung, A. Baerbock wäre nur wegen ihres Geschlechts zur Kanzlerkandidatin der Grünen geworden, ist für sich schon Sexismus pur. Ist Euch das eigentlich klar?“

Bei allem Respekt - nach der damals hochgelobten Entscheidung der beiden antwortet Habeck höchst selbst auf die Frage eines Journalisten auf der Presekonferenz, warum bei gleicher Eignung beide Kandidaten einvernehmlich zu dem Schluss gekommen sind, daß Frau Baerbock die Rolle der Kanzlerkandidatin übernehmen wird, kurz mit dem Begriff „Emanzipation“ (sic!). Dies läßt allerdings keinen anderen Schluß zu.

Dies ist ebenso wenig sexistisch wie dieser ganze Artikel hier wirklich erhellend ist.

Re : weingasi1 !

Die "Doppelspitzen" haben schon einen gewissen Sinn, denn da kann Reibung entstehen, die zu mehr Ideen und Innovationen führen können. Und wenn da beide Geschlechter miteinander harmonieren, zeigt es auch eine klare Gerechtigkeit, die leider in D noch mangelhaft ist, weil in zu vielen Bereichen die Männer dominieren, und glauben, sie sind das Wahre. Da kommt zu oft das männliche Gehabe und Geprotze zum Vorschein, die bei leider so manchen Politiker jeden Tag zu sehen ist. Dies habe ich bei so gut wie keiner Frau bisher wahr genommen, sondern die versuchen mit Argumenten zu punkten.

10:10 von weingasi1

Für dieses Haifischbecken braucht es eben u.a. auch eine gewisse Robustheit, die Frau Baerbock offenbar nicht besitzt.

Woran wollen Sie das erkannt haben? Dass Frau Baerbock trotz all der durchaus selbst verschuldeten Stolperfallen und in Anbetracht all des Gegenwinds, der ihr entgegenschlug, sich nicht hat unterkriegen lassen, zeugt doch gerade für ein erhebliches Maß an Stärke. Hat sie an irgendeiner Stelle gejammert oder sich gar zurück gezogen? Nein, genau das hat sie nicht.

Gewählt habe ich die Grünen nicht, aber das kann bzw. sollte man doch anerkennen. Genauso wie die geräuschlose Kandidatenkür.

Da müssen die Medien m.E. kein Problem herbei schreiben. Aber täten sie es nicht, liefen sie Gefahr unterstellt zu bekommen die Grünen mit Samthandschuhen anzufassen. Alles nicht so einfach.

@frosthorn Zitat: "@weingasi1

@frosthorn
Zitat:
"@weingasi1 u.a.
Die Behauptung, A. Baerbock wäre nur wegen ihres Geschlechts zur Kanzlerkandidatin der Grünen geworden, ist für sich schon Sexismus pur. Ist Euch das eigentlich klar?"

und man beachte - er kommt (angeblich) von einer weiblichen Userin
schon möglich - denn gerade im konservativen Bereich sind gerade Frauen die grössten Gegner einer tatsächlichen Gleichberechtigung und fallen meistens dadurch auf das sie die Männer in Sachen Sexismus (gegen ihr eigenes Geschlecht) oft übertreffen!
--
Ansonsten ist dieser Tagesschau-Artikel lediglich das Spiegelbild eines immer mehr in den dumpfen Boulevard abrutschenden "Journalismus"

@Klärungsbedarf 10:24

"Denn nicht selten waren die Unterschiede innerhalb der Union größer als die zwischen einem der beiden und einem weiteren Koalitionspartner."

Da ist wirklich viel dran.
Deutschland wäre schon bei vielen wichtigen Dingen deutlich weiter, wenn die CSU die Gesetze nicht verwässert oder ausgebremst hätte.

Wenn ich mir überlege, wie schwer die Herren Seehofer und Söder Frau Merkel das Leben gemacht haben und wie oft sie sich von denen düpieren lassen musste (und hat düpieren lassen) ...

Auch angesichts dessen verwundert es mich immer wieder, wie Frau Merkel als führungsstark gelten kann.

@Hummel

um 09:19 von H. Hummel"
"@ Parsec
Zitat: "Überraschend ist vielleicht vielmehr, wie lange Baerbock und Habeck es geschafft haben, zumindest nach außen hin das harmonische Bild aufrecht zu erhalten."
#
Wer sehen wollte hat gesehen: Die kleinen Spitzen gegen Baerbock, dass demonstrative Schweigen ... echt gemeinte Unterstützung sieht anders aus."
.
Diese / ähnliche Beobachtung wird der Treiber des hier etwas gescholtenen Berichtes gewesen sein.
Ob es wie im TS-Bericht "überraschend" zu werten ist, dass Baerbock und Habeck nach aussen hin ein harmonisches Bild abgeben, sehe ich nicht so. Das harmonische Bild nach aussen hin gehört einfach taktisch zu den Sondierungsgesprächen dazu, weshalb die Union nicht nur Laschet wegen nun kein ernst zu nehmender Gesprächspartner (mehr) ist. Da hat Söder auch einen nicht unerheblichen wenn nicht sogar den größten Anteil dran.

Professioneller Umgang mit Wahlergebnis

Vorneweg, ich reibe mir gerade mal die Augen. Schon ein paar Dutzend Kommentare zu dem ts-Bericht und es diskutieren tatsächlich mal (bis auf eine Ausnahme) Demokraten, die inhaltlich am Thema interessiert sind. Widerspruch und kontroverse Meinungen sind dabei immer willkommen.

So kann ein Forum aussehen, wenn Destruktivität, Trollen und Mehrfach-Forennamen von einer Person mal nicht dabei sind.

Baerbock und Habeck gehen in der Tat weitgehend professionell mit der Lage um, wenn man die CDU zum Maßstab dafür nimmt, wie es nicht (!) laufen sollte vor und nach einer Wahl, bei der underperformed wurde.

Die zweite Reihe mit Göring-Eckert, Trittin, Hofreiter ist bis jetzt auch an Bord.

Realistisch und mit Rückhalt in der Wahlbevölkerung ist die Ampel.

Auf den Feldern Stärkung bürgerlicher Freiheitsrechte sind Grüne (linksliberal) & FDP (rechtsliberal) weitgehend einig. Auch bei der Außenpolitik gibt es viele Schnittmengen: Stärkung liberaler Rechtsstaaten gegen autoritäre Systeme.

@weingasi 1

"Und im Falle von Frau Baerbock halte ich es wirklich für den ausschlaggebenden Grund, weshalb man sie und nicht Herrn Habeck als KK nominiert hat."

Sie kennen Frau Baerbock und Herrn Habeck so gut, Sie kennen das Innenleben der Grünen so gut und Sie wissen genau, wie es zur Kandidatur von Frau Baerbock gekommen ist?
Oder womit können Sie Ihre Vermutung begründen?
Auch wenn Sie "als Frau" es äußern, es ist frauendiskriminierend.

08:54 von Hador Goldscheitel

Stimme sowohl Ihrem Begriff der „Gespensteranalyse“ als auch dem der „Gespensterdiskussion“ von dr.bashir zu.
Vielen Dank für die nette Rückmeldung kürzlich!

Herzliche Grüße,
Kaneel

@ Harpdart

Was daran sexistisch ist ??? Ganz einfach: Die systematische Bevorzugung aufgrund des Geschlechts, was gleichzeitig die Benachteiligung des anderen (meinetwegen auch der anderen) Geschlechts darstellt. Übrigens hilft ein Blick ins Internet, dort können sie nachlesen dass die Grünen ein solches Statut haben und was dort geregelt wird.

Gleiche Rechte sind etwas anderes, da wäre das Geschlecht ja egal. Das steht übrigens auch so im Grundgesetz. Dort steht nirgends das eine Position nach Geschlecht vergeben werden muss wie bei den Grünen im Frauenstatut.

Meines Wissen gibt es keine Quotenregelung bei der AfD, interessiert mich da aber nicht wirklich. Ich frage mich auch, was dieses Beispiel soll...

Keine Analyse, sondern Vermutungen

Die Analyse beruht meine Wahrnehmung nach fast ausschließlich auf Vermutungen und nicht auf konkreten Fakten. Auf tagesschau.de wünsche ich mir etwas deutlich anderes, nämlich sachlich gut recherchierte und begründete Texte und kein "Lesen in der Glaskugel".

Zitat: "Genauso kann ich

Zitat:
"Genauso kann ich dieses Argument mit der fehlenden Regierungserfahrung nicht mehr hören. Was hat uns denn die so große Regierungserfahrung unserer „alten“ Politiker bisher genützt. Immer wieder werden neue innovative Ansätze schon im Keim erstickt, es wird in immer gleichen Schienen gedacht. "
Nehmen wir mal den CDU-Kandidaten Herrn Laschet
seines Zeichens Chef der Regierung in NRW und wenn ich mich richtig erinnere den Chef der "Kohle-Kommission"
Was hatte man da ausgehandelt - einen Ausstieg im Jahr 2038 und hat es als tollen Erfolg verkauft.
Nur komisch - die WIRTSCHAFTLICH erschiessbaren Braunkohlevorkommen sind ebenfalls 2038 erschöpft.
Tja - das kann ja nur ein Zufall gewesen sein - dahinter Absicht zu vermuten ist eine böse und niederträchtige Unterstellung.
--
die sogenannte erfolgreiche Regierungsarbeit ist weitestgehend nur Stillstand - ich schaue mir nur unser schulisches Bildungssystem an und bekomme das nackte Grauen - gerade wenn ich 50 Jahren zurück schaue

10:13 von David Séchard

Zitat:"Für mich liest es sich so, als wenn die Journalistin heute noch einen Artikel zum Nachgang der BTW mit Inhalt "Habeck & Baerbock" schreiben sollte und dann einfach mal so spekuliert."

So sehe ich das auch!

10:49 von Jadawin1974: Angriffe auf Baerbock, Scholz, Laschet

Ich stimme Sandra zu, wenn sie schreibt, dass die Fehlerchen von Baerbock unwesentlich sind.
Leider hat der politiche Gegner diese aber so stark "aufgebauscht", dass man glauben könnte, Baerbock ist eine Verbrecherin.
Bei den möglichen Fehlern von Scholz weiß keiner Genaueres. Das ist sein Vorteil im Wahlkampf gewesen.

<< Laschet wurde viel mehr angegriffen, und auch teilweise sehr unter der Gürtellienie.>>
Kamen die Angriffe auf Laschet nicht ausschließlich aus den eigenen Reihen?
Was aber Laschet schwer anzukreiden ist, ist, dass er wie auch Söder u. Merkel, das Angstschüren für Rot-Grün-Rot mit unwahren Behauptungen auf die Spitze getrieben haben, was zur Folge hatte, dass viele der Unentschlossenen dann doch nicht die Grünen oder die Linken wählten u. deren Ergebnisse hinter den Erwartungen daher zurück blieben.
Lügen im Wahlkampf sollten daher immer abgestraft werden können z .B. mit sehr hohen Geldstrafen, so dass sich ein Politiker 10 x überlebt, ob er Lügen in Reden platziert

Boulevard-Journalismus

Um 10:59 von Miauzi:
"Ansonsten ist dieser Tagesschau-Artikel lediglich das Spiegelbild eines immer mehr in den dumpfen Boulevard abrutschenden "Journalismus" "
Stimme ich zu.
In Talkshows ist dies gut zu sehen. Da wird versucht, irgendwelche Informationen aus den Teilnehmenden zu quetschen, dem Anschein nach nur, um sie in Verlegenheit zu bringen.
Was soll die Frage nach "Wären Sie der bessere Kanzlerkandidat gewesen?",
"Warum sagen Sie nicht einfach, Sie haben die Wahl verloren?",
"Sie finden das Ergebnis nur ärgerlich?",
"Warum schließen Sie eine Koalition mit den Linken nicht aus?".

Darstellung: