Taliban bejubeln US-Abzug: Freudenschüsse und Verzweiflung

Kommentare

Nun ja

Nun hat sich Herr Biden sein eigenes Saigon geschaffen. Das Ende dieser traurigen Präsidentschaft

US-Außenminister Blinken

US-Außenminister Blinken betont die Verpflichtung für alle an Humanität orientierten Staaten gegenüber denen, deren Leben unter dem Taliban von Gewalt und Tod bedroht ist: "Unsere Verpflichtung ihnen gegenüber hat keine Frist." Und der luxemburgische Außenminister Asselborn findet wohltuend klare Worte, wenn er sagt: "Ich hoffe, dass es Widerstand gibt gegen Herrn Kurz aus Österreich und Herrn Jansa aus Slowenien, die sich beide klar und definitiv im Einklang mit Orban, Salvini und Le Pen befinden. Sie alle lehnen eine direkte menschliche Solidarität in diesem extrem dramatischen Moment mit dem gefolterten Volk in Afghanistan ab. Sie verlieren damit die Qualität, ein Europäer zu sein. Dagegen muss die Mehrheit der Mitgliedstaaten für die Werte der Europäischen Union stehen." (tinyurl.com/27nyp4cf)
Gerade Kurz in Österreich führt wieder in beschämender Weise vor, wie unmenschliche Flüchtlingspolitik aussieht. Es ist eine Schande, dass die österreichischen Grünen das decken.

Siegesfeiern, Freudenschüsse und Verzweiflung

Die Taliban feiern den Abzug der letzten US-Flugzeuge aus Afghanistan.
Für Zehntausende im Land ist die Stimmung jedoch getrübt:
Sie bleiben zurück, in Angst vor den neuen Machthabern.
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des einen Freud des anderen Leid

wobei wie muß man mit "Zehntausenden" interpretieren
bei nem 40 Millionen Volk ist das ja nicht gerade viel
gerade mal im Promillebereich

"Für viele Menschen im Land ist die Stimmung jedoch getrübt"

Dieser Satz passt auch nach einer Bundestagswahl in Deutschland. So ist es, wenn jemand an die Macht kommt, der nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.

Von dem abgesehen glaube ich, dass die Afghanen nicht über die islamische, glaubensorientierte Führungsrichtung betrübt sind, sondern über die wegfallenden finanziellen Hilfen und den damit verbundenen wirtschaftlichen Einbruch, was sich letztlich auf jeden Einzelnen auswirken wird.

Die Amis lassen Kram

Die Amis lassen Kram zurück?
Nichts würde ich dort lassen. Alles was fährt oder fliegt, hätte ich nach Tadschikistan oder Pakistan bewegt.
Und der Rest würde verpackt und mitgenommen. Da sieht man mal wieder, was für Amateure die Amis sind. Entmilitarisiert? Das bauen die doch einfach wieder zusammen. Die können das noch, weil dort Kram ewig halten muss und nicht wie bei uns nach 3minuten ersetzt werden kann.

Es war kein Abzug

es war ein panischer Rueckzug.

Die radikalen Taliban feiern einen Sieg sondersgleichen. Sie haben nicht nur die USA in die Knie gezwungen, sondern die halbe westliche Welt gleich mit.

Die Taliban sind staerker und nun international anerkannt. Dank der Amis weiss man jetzt auch, dass man auf ca mehreren Trillionen Dollar seltener Erden sitzt.

China, Russland, Tuerkei stehen bereits Schlange.

Die Taliban brauchen keine gesellschaftlichen Veraenderungen mit so viel Kohle. Es wird ein zweites Saudi Arabien. Bald werden viele dort arbeiten und deren Regeln respektieren.

Abzug?

Wohl kaum…eine Armee die abzieht oder sich zurückzieht hinterlässt nicht dem Gegner nicht mehr als 100.000 Handfeuerwaffen und drei C130 Transportflugzeuge.
Und jeder der Selbstachtung hat verhandelt nicht mit Terroristen-oder „framt“ sie

Differenzierung

Differenzierung bitte!
Zunächst muß sauber unterschieden werden, wer für die Truppen und wer für humanitäre Organisation gearbeitet hat. Auch die Taliban werden diesen Unterschied sehen.
Keineswegs sind sie so rückständig und dumm, die Vorteile für das Land, die humanitäre Organisationen bringen, nicht sehen zu können oder wollen. Ausdrücklich wurden beispielsweise Hilfsorganisationen gebeten, im Land zu bleiben. Mitgliedern dieser Organisationen und deren Helfern droht aus meiner Sicht keine Gefahr, zumindest nicht mehr als dem Rest der Bevölkerung. Deshalb ist es auch nicht plausibel, ALLE, die in irgendeiner Form für ausländische Organisationen tätig waren, unbedingt nach Deutschland holen zu müssen und darauf läuft es im Endeffekt hinaus, außer der Spezialisten, für die die USA eine Verwendung bei sich sieht. Die anderen EU- Länder werden wieder einmal den "schlanken Fuß" machen und so gut wie keinen aufnehmen. Österreich macht es vor...

In groben Schätzungen wollen

In groben Schätzungen wollen "nur" 500000 Leute Afghanistan verlassen. Das sind recht wenige bei 40mio. Dann gehe ich davon aus, dass der Rest mit den Taliban einverstanden ist?
Warum suchen die sich ausgerechnet Afghanistan aus? Die könnten auch Iran oder Pakistan erobern. Machen sie aber nicht. Warum wohl?

09:24, Giselbert

>>"Für viele Menschen im Land ist die Stimmung jedoch getrübt"
Dieser Satz passt auch nach einer Bundestagswahl in Deutschland. So ist es, wenn jemand an die Macht kommt, der nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.<<

Ja, das ist total vergleichbar.

Ich fasse es nicht.

OhneSinnundVerstand

"Gerade Kurz in Österreich führt wieder in beschämender Weise vor, wie unmenschliche Flüchtlingspolitik aussieht. Es ist eine Schande, dass die österreichischen Grünen das decken"

Was hat Österreich mit den Flüchtlingen zu tun?
Welches Gesetz verpflichtet dazu, Flüchtlinge aufzunehmen?
Wie sehen die Genfer Konventionen zum Thema Asyl aus?
Alle pochen auf Gesetze. Dann müssen die mal benannt werden.

Und 2/3 der Flüchtlinge sollten nach USA kommen. Die haben den Krieg ohne Begründung angefangen.

@Sternenkind, 09:15

Nun ja, Biden hat leider einige Altlasten seines Amtsvorgängers Trump geerbt. Dieser war es, der den inhaftierten Talibanchef Mullah Baradar aus pakistanischer Haft befreien ließ, mit ihm auf Augenhöhe verhandelte und ihm den Abzug aller Truppen aus Afghanistan zusicherte. Ein Glücksfall für die Taliban und eine schwere Hypothek für Afghanistan. Nein, Biden macht grds. einen guten Job. Er hat die Wirtschaft wieder angekurbelt, das Land ein Stück weit versöhnt, den Klimaschutz erneuert, den Kampf gegen Corona erfolgreich aufgenommen und ein gutes Verhältnis zu seinen NATO-Partnern aufgebaut. Gut, dass die kurze Ära Trump zu Ende ist.

09:21 von SinnUndVerstand

"Sie verlieren damit die Qualität, ein Europäer zu sein. Dagegen muss die Mehrheit der Mitgliedstaaten für die Werte der Europäischen Union stehen."

Die Mehrheit der Mitgliedsstaaten steht nicht dafür, da sie kaum jemanden aufnehmen. Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowenien etc. Die sind davon gar nicht betroffen, weil keiner zu ihnen will.

@09:15 von Sternenkind

>> Nun hat sich Herr Biden sein eigenes
>> Saigon geschaffen. Das Ende dieser
>> traurigen Präsidentschaft

Sie meinten wohl eher:
"Nun hat sich Herr Trump sein eigenes Saigon geschaffen. Das Ende dieser traurigen Präsidentschaft"? oO

Es ist eine primäre Aufgabe

Es ist eine primäre Aufgabe internationaler Bemühungen, für Wege zu sorgen, auf denen an Leib und Leben bedrohte und Willkür ausgesetzte Frauen wie Männer und ihre Familien Afghanistan verlassen können. Und natürlich müssen die europäischen Staaten und die USA, Canada, Australien etc ihren Beitrag an Aufnahme und Schutz dieser Menschen leisten. Da reicht es nicht, wohlfeil zu fordern, die Geflüchteten in Nachbarländern unterzubringen: Pakistan z.B. beherbergt mittlerweile etwa 3 Millionen aus Afghanistan geflohener Menschen und verweist aus guten Gründen und mit Recht darauf, dass die sog. reichen Industrienationen ihren Beitrag bei der Aufnahme leisten müssen.
Der UNHCR veröffentlicht eine beschämende Zahl zur weltweiten Situation von 82,4 Millionen Menschen auf der Flucht - soviel wie nie zuvor: Die am wenigsten entwickelten Länder haben 27 Prozent aller Flüchtlinge aufgenommen.

Ganz einfach: Wir stehen in der Pflicht, wenn Humanität nicht zum Lippenbekenntnis verkommen soll.

09:21 von SinnUndVerstand

"Dagegen muss die Mehrheit der Mitgliedstaaten für die Werte der Europäischen Union stehen."
Ich bin mir nicht sicher, daß diese Gruppe am Ende tatsächlich die Mehrheit stellt.
Es bleibt auch die Frage, ob eine "Verpflichtung zur Humanität" ausschließlich durch eine unbegrenzte Aufnahme beantwortet werden kann und ob nicht vielleicht die AufnahmeFÄHIGKEIT eines Landes Berücksichtigung finden muß.
Ex- Bundespräsident Gauck: "Unser Herz ist weit, doch unsere Möglichkeiten sind endlich"
Am Ende wird die Aufnahme viel Geld kosten und die meisten anderen EU- Länder werden sich wieder einmal nicht beteiligen. Die möglichen sozialen Folgen "sind auch nicht ohne".
Realitätssinn scheint heutzutage Seltenheitswert zu gewinnen.

Für die Afhanen waren die

Für die Afhanen waren die Deutschen, Amerikaner und all die anderen nur Besatzer, die viel Geld mitbrachten und solche Projekte bezahlten wie Moscheen, Genderforschung und Lebensunterhalt für zehntausende Arbeitssuchende.
Nun, da sie weg sind, fehlt das pünktlich gezahlte dt. Gehalt. Aber Herr Mass will ja weiter Unsummen verschwenden um westl. Werte zu vermitteln, die nicht mal im eigenen Land funktionieren.

09:21 von

09:21 von SinnUndVerstand

Danke, Sie haben mal wieder die richtigen Worte gefunden.
Ich warte ja auf unsere " Strategen ", die ja auch noch ihren Senf dazu geben werden.
Eines sollte aber wirklich jedem klar sein, nämlich das niemand den Taliban trauen sollte.
Und das immer noch viel zu viele Menschen in Gefahr sind.

@ 09:24 von Sisyphos3

Wie zynisch und gefühlskalt muss man eigentlich sein, Zehntausende an Leib und Leben bedrohter Menschen als rechnerischen "Promillbereich" abzutun?
Entsetzlich.

Hohes Ross

Fuer kurze Zeit sind sie mal auf dem hohen Ross, aber nur fuer sich selber. Erstens haben sie den IS als Gegner, die Wirtschaft liegt brach, sie sind - wie es scheint - pleite, bzw. ihr Opfer (Afghanistan) ist es, und die Bevoelkerung ist gegen sie. (D.h nicht, dass die Bevoelkerung eine Schnitte haette, s.a. Belarus, Myanmar). Ausserdem ist der Geist der Menschheit gegen sie, denn Musik zu verbieten, das gab's selbst in der Steinzeit nicht. Massenmoerder Anas Hakkani wird sich nun bestimmt aendern (Ironie). "Gute Diplomatische Beziehungen" zu wollen ist zwar nur in der Angst begruendet, weiterhin als Terroristenbande gejagd zu werden (was gut ist), aber garnicht mal so in den Wind geredet; schliesslich hat der Westen gerne gute Beziehungen zu so manchem Staat, der definitiv unterdrueckt, (aber m.M.n. ist das kein Fall von Doppelmoral, wie so gerne gesagt, sondern die aetzende Saeure des Kapitalismus).

@ 09:24 von Giselbert

Sie vergleichen die Machtübernahme der Taliban mit einer freien Wahl bei uns?
Da blenden Sie aber wirklich viele Aspekte aus. Wer kann wissen, wie sich Afghanen entschieden hätten, wenn sie die Wahl gehabt hätten?

09:24 von Giselbert

Von dem abgesehen glaube ich, dass die Afghanen nicht über die islamische, glaubensorientierte Führungsrichtung betrübt sind,
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so in der Art
jetzt sind wenigstens die "Ungläubigen" weg ...

es darf gerätselt werden

09:24 von Giselbert // Von

09:24 von Giselbert

// Von dem abgesehen glaube ich, dass die Afghanen nicht über die islamische, glaubensorientierte Führungsrichtung betrübt sind, sondern über die wegfallenden finanziellen Hilfen und den damit verbundenen wirtschaftlichen Einbruch, was sich letztlich auf jeden Einzelnen auswirken wird.//

Und woher nehmen Sie das ? Gibt es da seriöse Belege oder ist das Eingebung oder
" Bauchgefühl " ?
In vielen TV Berichten haben Afghanen jedenfalls etwas anderes gesagt.

09:24 von Giselbert | Machtergreifung u. Wahlergebnis dasselbe ?

'Dieser Satz passt auch nach einer Bundestagswahl in Deutschland. So ist es, wenn jemand an die Macht kommt, der nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.'

Das soll vermutlich ein verunglückter Witz sein.
Sie setzen tatäschlich die gewaltsame Machtübername der Taliban gleich mit dem Ausgang einer demokratischen Wahl ? Da wundert mich nichts mehr.

09:15 von Sternenkind

"Nun hat sich Herr Biden sein eigenes Saigon geschaffen. Das Ende dieser traurigen Präsidentschaft"

Was soll der ewige Bleodsinn (ich habe nicht drauf geachtet, von wem alles, ich sags einfach jetzt bei dieser Gelegenheit) mit dem Vergleich zu Saigon/Vietnam in gefuehlt jeder zweiten Diskussion zum Abzug der USA? Total geschichtsverfaelschend. Komplett daneben.

@ 09:15 von Sternenkind

Warum Ende? Wenn zweifelhafte Entscheidungen das Ende des US-Präsidenten bedeuten würden, hätte Trump nur Stunden regiert, oder auch nur Minuten.
Im nächsten Jahr redet da niemand mehr von, die Amerikaner haben auch kein längeres Gedächtnis als z.B. die Deutschen. Da zählen immer nur die letzten 8 Wochen vor der Wahl.

@ 09:24 von Giselbert

Sie wollen die Übernahme der Macht in Afghanistan durch die Taliban, die bereits 1996-2001 ihre willkürliche Schreckensherrschaft mit zehntausenden grausam Ermordeter bis hin zum Verbot von Kultur und Musik mit dem demokratischen Wechsel nach der Bundestagswahl vergleichen?
Ich fasse es nicht.

@09:32 von Bender Rodriguez

Nun, dass sie das glauben, dokumentiert nur, dass Sie nicht wirklich wissen, wovon sie reden, aber sie bezeichnen die US-Streitkräfte als Amateure.

@09:34 von bolligru

>> Mitgliedern dieser [Hilfs-]Organisationen
>> und deren Helfern droht aus meiner Sicht
>> keine Gefahr

Ähh, von den Taliban kam das Angebot. Es gibt aber immer noch Warlords, IS und AlKaida. =(

Am 31. August 2021 um 09:21 von SinnUndVerstand

" Gerade Kurz in Österreich führt wieder in beschämender Weise vor, wie unmenschliche Flüchtlingspolitik aussieht. Es ist eine Schande, dass die österreichischen Grünen das decken. "

Das sind ja nicht nur die Länder die Sie aufzählen, gab einige Artikel der letzten Tage zu lesen, welche Länder schnell die Grenzen dicht machen, und wo sich Menschen zwischen den Grenzen befinden.
Da gibt schon Ärger wenn nur wenige unter 100 kommen, dafür hat man dann Verständnis, gilt nicht für jedes Land das selbe Maß.

Fathi

"Ich fasse es nicht"

Es stimmt aber.
Die Mehrheit will dann etwas anderes.

Am 31. August 2021 um 09:34 von skydiver-sr

Wohl kaum…eine Armee die abzieht oder sich zurückzieht hinterlässt nicht dem Gegner nicht mehr als 100.000 Handfeuerwaffen und drei C130 Transportflugzeuge.
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Dazu kommen noch unmengen von schweren Waffen, Hubschrauber und tausende Fahrzeuge, die der afgh. Armee zur Verfügung gestellt wurden und die dann den Taliban gegen Geld kampflos übergeben wurden.

09:35 von Bender Rodriguez

"In groben Schätzungen wollen "nur" 500000 Leute Afghanistan verlassen."
Auch darüber gibt es seit langem Berichte, daß diese Zahl wohl etwas zu niedrig ist.
Wer will schon gern in einem Land leben, das keinerlei Chancen zum Aufstieg bietet, während ein Leben im "Westen" dagegen ungleich vorteilhafter ist?
Die Bevölkerung hat sich nämlich von 21.196.873 Menschen in 2001 auf heute 40.392.662 fast verdoppelt, 1990 waren es noch 12.142.825. Quelle:(https://countrymeters.info/de/Afghanistan) ("Youth- bulge")

@09:43 von Bender Rodriguez

>> Welches Gesetz verpflichtet dazu,
>> Flüchtlinge aufzunehmen?

Art. 14 UN-Menschenrechtscharta. -.-

09:15 von Sternenkind

>>Nun hat sich Herr Biden sein eigenes Saigon geschaffen.<<

Sie wissen selbst dass Herr Trump den USA diese Suppe eingebrockt hat.

@ Sisyphos3, um 09:24

"des einen Freud, des anderen Leid
wobei wie muss man mit "Zehntausenden" interpretieren
bei nem 40 Millionen Volk ist das ja nicht gerade viel
gerade mal im Promillebreich"

Ich versuche zu "interpretieren", was Sie relativieren möchten:

Das ist 10-, 20-, oder 30tausend mal ein einzelner Mensch, gewiss so wertvoll und am Leben hängend wie Sie.
Sie möchten nicht zufällig einer von denen im Promillebereich sein, oder seh ich das verkehrt?

Was sind Sie doch zuweilen unfassbar geschmacklos...

09:43 von Bobinho

Die sind davon gar nicht betroffen, weil keiner zu ihnen will.
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sie meinen also es geht nicht um Sicherheit
sondern erstrangig sich was "raussuchen" zu können

@saschamaus75, 09:44

Ich vermute auch, dass Sternenkind eigentlich Trump meinte, als sie von einer traurigen Präsidentschaft sprach. Alles andere wäre Geschichtsklitterung.

@09:43 von Adeo60

>> Gut, dass die kurze Ära Trump zu Ende ist.

Ich befürchte nur, daß wir in ca. 3½ Jahren leider sagen müssen: "ER ist wieder da" =(

09:46 von ich1961

Eines sollte aber wirklich jedem klar sein, nämlich das niemand den Taliban trauen sollte
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trauen ??
ist uns zu trauen wenn wir nicht mal für unsere Ortskräfte Verantwortung übernehmen ?

Die andere Seite der Medaille

"Für viele Menschen im Land ist die Stimmung jedoch bedrückend: Sie bleiben zurück, in Angst vor den neuen Machthabern."

Glauben Sie nicht auch, daß viele Afghanen sich freuen, daß die Besatzer endlich verschwunden sind, die für die Drohnenmorde von mehreren Tausend unschuldiger Zivilisten und die rabiaten Zwangsdurchsuchungen der Hauser verdächtiger Afghanen, die nicht mit der US-Armee kollaborierten, verantwortlich sind?

Selbstbestimmung und Recht auf Leben

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist ein Grundrecht des Völkerrechts. Die US Verfassung und das GG schützen das Grundrecht auf Leben.

Die USA hat der Afghanischen Einsatz, die Taliban haben Bin Laden nicht unmittelbar nach dem 11. Sebtember ausgeliefert sondern sich auf ein muslimisches Gastrecht berufen, über 2000 Menschenleben von US Soldaten gekostet. Die Bundesregierung muss sich für den Tod von 53 Bundeswehrsoldaten rechtfertigen. Schlussendlich muss in einer Demokratie der Wähler den Sinn und den Nutzen des „Militäreinsatz“ bewerten.

Ein Rückzug der teuerer wird als das Bleiben

Dieser Rückzug geht auf die Fehlleistung von zwei Präsidenten zurück.

<> Zuerst verhandelt die Trump-Regierung ohne Einbeziehung afghanischen Regierung, befreit den Top-Taliban Abdul Ghani Baradar und 5000 Taliban-Kämpfer ohne nennenswerte Gegenleistungen und Zusagen bzgl. eines geordneten Abzugs.

<> Dann übernimmt die Biden-Regierung unbesehen ein kaputtes Abkommen, an dessen wenige Verpflichtungen sich die Taliban nie gehalten haben, ohne neu zu verhandeln und zieht sich dann auch noch vor dem verhandelten Datum vorzeitig zurück.

Der Rückzug wird teurer als das Bleiben.

Der internationale Terrorismus bekommt wieder eine Rückzugsbasis.
Flüchtlingsströme müssen außerhalb des Landes versorgt werden.

Das macht keinen Sinn.

"Pakistan z.B. beherbergt

"Pakistan z.B. beherbergt mittlerweile etwa 3 Millionen aus Afghanistan geflohener Menschen und verweist aus guten Gründen und mit Recht darauf, dass die sog. reichen Industrienationen ihren Beitrag bei der Aufnahme leisten müssen."

Die Regierung von Pakistan hat schon immer weggesehen wenn es um die Unterstützung für sog. "Gotteskrieger" ging. Sie haben den Bürgerkrieg in Afghanistan erheblich mitgeschürt. Vor allem der Geheimdienst ISI spielte eine unrühmliche Rolle.

Am 31. August 2021 um 09:43 von Bobinho

Die Mehrheit der Mitgliedsstaaten steht nicht dafür, da sie kaum jemanden aufnehmen. ... Die sind davon gar nicht betroffen, weil keiner zu ihnen will.
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Völlig richtig!
Die Nettozahler sind schon größtenteils negativ eingestellt.
Österreich ist raus.
Niederlande will auch nicht.
Frankreich ziert sich.
Italien, nee lieber nicht.
Schweden hat mit einer Kriminalitätswelle von unfassbaren Ausmaß zu kämpfen.
Vielleicht will ja da arme Bulgarien.
Die EU-Kommision will übrigens 5 Mill. Afghanen unterbringen.

Taliban bejubeln US-Abzug

"Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid verkündete, Kabul bleibe ein sicherer Ort."

Ist Kabul denn Afghanistan???
Wenn man den Meldungen verschiedener Organisationen glauben darf, sind in ländlichen Gebieten schon viele Mädchen und Frauen vergewaltigt und getötet, Helfer gefoltert und hingerichtet worden.
Die USA haben nun den wohl "traurigsten" Einsatz der westlichen "Wohltäter" abgeschlossen.

09:43 von Bender Rodriguez

interessante Fragen,
aber Hauptsache man zwingt seine Mitmenschen zu was

"auf Gesetze pochen" natürlich nur auf die, welche einem zusagen

09:44 von SinnUndVerstand

"Der UNHCR veröffentlicht eine beschämende Zahl zur weltweiten Situation von 82,4 Millionen Menschen auf der Flucht - soviel wie nie zuvor: Die am wenigsten entwickelten Länder haben 27 Prozent aller Flüchtlinge aufgenommen."

Kleine Ergaenzung: Die Beschaemung liegt in den Ursachen, welche so lange so intensiv gefoerdert (oder behindert, je nach Standpunkt) wurden, bis der Planet von einer Voelkerwanderung, bestehend aus Fluechtlingen, dominiert wird. Das ist doch logisch. Leider ist man sehr eifrig darin, "soziale Folgen" dieser Wanderungen zu beschwoeren anstelle die "sozialen Ursachen" zu aendern - wozu es aber nun eh zu spaet ist. Stattdessen muss man (ich und wer noch?) die Menschen ertragen, die das implizit ignorieren und lieber Zaeune bauen. Es ist zum ... davon laufen!

@Roidriguez, 09:43 Uhr

Sorry, aber die USA haben in Afghanistan doch keinen "Krieg" geführt. Sie haben - zusammen mit ihren Verbündeten - versucht, humanitäre Hilfe zu leisten. Unter ihrer Führung konnte die Wirtschaft langsam aufgebaut, Wasserversorgung, Landwirtschaft und andere Grundbedürfnisse entwickelt werden. Die Kinder konnten endlich wieder Schulen besuchen, Frauen ihre häusliche Isolation verlassen. Vor allem wurde verhindert, dass Trainingslager für Terroristen fortgeführt wurden. Und Sie sprechen von einem "Krieg", der noch dazu ohne Begründung geführt worden sein soll...?

Ich warte auf eine

Ich warte auf eine Schlagzeile über die Milliarden Militärmaterial, dass die USA zurückgelassen haben. Kampfflugzeuge, -Nachsichtgeräte usw.

Sind ja nur die Taliban.

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