Kommentare - Raketenangriff auf Flughafen Kabul

30. August 2021 - 08:21 Uhr

Kurz vor dem Ende der Luftbrücke ist der Flughafen in Kabul mit Raketen beschossen worden. Sie richteten nach US-Angaben keinen Schaden an. Der Evakuierungseinsatz sei dadurch nicht unterbrochen worden.

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Kommentare

Die Taliban finden das Auto?

Die Taliban finden das Auto? Dann waren die das nicht selbst? Kaum u glauben. Und sprengstoffbeladene Autos zu sprengen und sich dann über Opfer zu wundern, ist abenteuerlich.
Ich kann dieses Land nicht verstehen. Und will es auch gar nicht mehr. Permanent ist irgendwer mit irgendwem im Krieg. Das hat mit Religion gar nichts zu tun. Wir sind da völlig machtlos.

Raketen & Luftschläge

Die Abschusseinrichtung erinnert ein wenig an die Qassam Raketen der Hamas. Die flache Flugbahn der Raketen dürfte dazu beigetragen haben, dass nennenswerte Schäden ausblieben.

"CNN hatte berichtet, dass neun Mitglieder einer Familie, darunter sechs Kinder, getötet worden seien."
> Gestern war es noch ein Kind. Heute ist es schon eine ganze Familie.

"Wir wären zutiefst traurig über jeden möglichen Verlust von unschuldigen Menschenleben." (US-Militärsprecher)
> Das ist schlichtweg gelogen. Wer sich auf einen asymetrischen Krieg einlässt und Luftschläge für ein geeignetes Mittel der Terrorbekämpfung hält, der nimmt die zahlreichen zivilen Opfer bereitwillig in Kauf. (Man stelle sich einmal vor, dass der Anschlag in Berlin mit einer Kampfdrohne verhindert worden wäre...)

Rausgehen, nur noch rausgehen, alles andere fordert mehr Opfer

Die Taliban, wahrscheinlich auch der IS, sind in den Besitz eines Großteils der Waffen gelangt, die die reguläre afghanische Armee zur Verteidigung ihres Landes erhalten hatte.
Was kann man da noch machen?

Nichts mehr. Rausgehen, einfach nur noch rausgehen. Es ist nichts und neimand mehr zu retten, durch jede Verlängerunges wird es nur noch mehr Opfer geben, schuldige und unschuldige.

TS-Meldung von gestern: "Macron fordert sichere Zone" Gute Idee. Ich frage mich nur, von wem er diese Zone fordern will?

Da kann man doch nur sagen: Träum weiter.
Das könnte nur der afghanische Staat samt Armee leisten, aber der Staat ist ohne politische, ohne legitime Regierung: Präsident abgehauen, Armee zerstreut.

Jetzt regiert der Mob, der jahrzehntelang auf seine Stunde gewartet hat.

Langfristig können diplomatische Verhandlungen helfen, auch Angebote über wirtschaftliche Zusammenarbeit. Aber ich vermute mal, da gibt es andere, die näher dran sind und ihre Interessen konsequenter vertreten

US oder NATO?

"Wir haben Kenntnis von Berichten über zivile Opfer", erklärte ein Sprecher der US-Armee. CNN hatte berichtet, dass neun Mitglieder einer Familie, darunter sechs Kinder, getötet worden seien."

Ich erwarte eine Stellungsnahme ob das sich um eine rein amerikanische Aktion oder um eine NATO Mission gehandelt hat.
Oder anders, unterstützt die NATO diese Vorgehensweise, und sieht Sie diese Aktion generell als erforderlich, wünschenswert und angemessen?

08:28 von Bender Rodriguez

"Permanent ist irgendwer mit irgendwem im Krieg. Das hat mit Religion gar nichts zu tun. "

Mit was hat es denn zu tun? Die eine fanatische Miliz (Taliban) hat kaum gesiegt, schon kommt die nächste, noch fanatischere, um die Ecke und will auch an die Macht um ihre Auslegung der gleichen Religion zu manifestieren.

Wer jetzt nicht draußen ist, kann nur noch hoffen

So wie ich es von einem afghanischen Freund verstanden habe, gibt es noch die Möglichkeit, per Bus (die fahren noch) in Richtung pakistanische Grenze zu kommen.
Es wäre auch noch eine Möglichkeit für hiesige westliche Diplomaten und vernetzte Afghanistan-Kenner, der Taliban-Führung für gefährdete Personen Lösegeld anzubieten, allerdings könnte es passieren, dass diese Personen durch solche Angebote erst in den Fokus gelangen und so noch mehr gefährdet würden.
Zudem sind die möglichen Ansprechpartner zur Zeit kaum greif- und ansprechbar.
Wer bis jetzt nicht ausreisen konnte, kann nur noch abwarten und hoffen. Auch hoffen, nicht in die Hände des tobenden Mobs oder des IS zu gelangen, sondern sich in den Schutz der Taliban begeben zu können, um über Verhandlungen frei zu kommen.
Mehr ist nicht drin.

um 08:40 von Nachfragerin

"Wir wären zutiefst traurig über jeden möglichen Verlust von unschuldigen Menschenleben." (US-Militärsprecher)
> Das ist schlichtweg gelogen. Wer sich auf einen asymetrischen Krieg einlässt und Luftschläge für ein geeignetes Mittel der Terrorbekämpfung hält, der nimmt die zahlreichen zivilen Opfer bereitwillig in Kauf. (Man stelle sich einmal vor, dass der Anschlag in Berlin mit einer Kampfdrohne verhindert worden wäre...)
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Beim letzten Anschlag waren es 180 Tote. Ich nehme an das der Drohnenangriff viele Menschenleben gerettet hat.
Da die Terroristen die Zivil Bevölkerung als Schutzschirm missbrauchen, wird es auch immer zivile Opfer geben.

Raketenangriff auf Flughafen Kabul

"Ein weiterer Anschlag konnte am Wochenende nach US-Darstellung dadurch verhindert werden, dass ein bereits mit Sprengstoff beladenes Auto in Kabul bei einem US-Drohnenangriff zerstört wurde."

Erstaunlich.
Der Geheimdienst findet DIESES Auto unter Abertausenden, erkennt aber vorher - wie angeblich alle anderen Geheimdienste - die wahre Stärke der Taliban nicht.
Oder hatte man sie längst erkannt und damit die Sinnlosigkeit des 2 Jahrzehnte dauernden NATO-Einsatzes realisiert?
Wie gut, dass ich es nicht weiß.

Bender Rodriguez und Nachfragerin

Ich frage mich immer wieder warum man einen Bericht nicht sorgfältig liest wenn man einen Kommentar schreibt.
Es geht hier nur um den Raketenangriff. Sie beide kommentieren allerdings einen Bericht vom vorigen Tag, der unter dem aktuellen noch zu lesen ist. Dieser wurde bereits gestern ausführlich diskutiert.

Endlich Waffenexporte verbieten und Abrüstung betreiben

Das Mindeste, was Deutschland zur Gewaltreduzierung beitragen kann, ist, dass es ein striktes Verbot des Exportes von Waffen aller Art für dt. Firmen ins gesamte Ausland gibt.
Ich wäre auch dafür, wenn sich eine große Mehrheit von Ländern verpflichten würden, eine maximale Abrüstung zu betreiben.

Gerade Deutschland mit seiner immer noch nicht zu begreifenden beschämenden Vergangenheit sollte diese beiden Ziele streng verfolgen.

Anschläge in Kabul

Lieber Bender Rodriguez, Sie schreiben um 08:28 Uhr :"Ich kann dieses Land nicht verstehen. Und will es auch gar nicht mehr. Permanent ist irgendwer mit irgendwem im Krieg. Das hat mit Religion gar nichts zu tun. Wir sind da völlig machtlos."

Ja, da haben Sie absolut recht !
Es istauch zwecklos, sich um Verständnis zu bemühen !
Warum ?
==>Die Orientalen stehen dem Begriff der
westlichen Demokratie
mit dem gleichen Unverständnis gegenüber, ...wie wir der orientalischen Denkweise……
Das bedeutet, Wir sollten den Orientalen nicht unsere Form von Demokratie gewaltsam aufzwingen . Wir sollten einfach akzeptieren : Orientalen -->denken->anders.
Basta !

08:28 von Bender Rodriguez

Ich kann dieses Land nicht verstehen. Und will es auch gar nicht mehr. Permanent ist irgendwer mit irgendwem im Krieg. Das hat mit Religion gar nichts zu tun. Wir sind da völlig machtlos.
#
Das sehe ich auch so,denn mit Religion kann das doch wirklich nichts mehr zu tun haben. Es ist immer im Kriegs ähnlichen Zustand teils auch weil sich unterschiedliche Stammes Fürsten nicht einig sind.Es trifft auch immer unschuldige Menschen.

@ Bender Rodriguez

"Die Taliban finden das Auto? Die Taliban finden das Auto? Dann waren die das nicht selbst? Kaum u glauben." Am 30. August 2021 um 08:28 von Bender Rodriguez

*

Da haben Sie einiges verpasst. Der IS ist seit Jahren in Afghanistan aktiv.

Die Taliban haben jetzt alle Gefängnisse aufgemacht, wodurch auch verurteilte, tickende Zeitbomben des IS entlaufen sind.

Sowohl der IS als auch die Taliban rekrutieren auch Kinder - soll heißen, auch 12-jährige werden ihren Eltern abgekauft und zum Kampf gezwungen. Auch als Selbstmordattentäter.

Wir müssen uns da raushalten.

Wir müssen uns da raushalten. Die Afghanen müssen sich entscheiden, ob sie so leben wollen, oder ob es nicht besser wäre, in ein Nachbarland, mit Regierung und Wirtschaft, zu emigrieren.

@ sonnenbogen

Zitat: "Ich erwarte eine Stellungsnahme ob das sich um eine rein amerikanische Aktion oder um eine NATO Mission gehandelt hat.
Oder anders, unterstützt die NATO diese Vorgehensweise, und sieht Sie diese Aktion generell als erforderlich, wünschenswert und angemessen?"
#
Sie erwarten eine Stellungnahme? Sie erwarten die? Interessant. Wer sind Sie denn?
Ersteinmal: Jeder Tote ist einer zu viel!
Zweitens: In einem Glaubens- Partisanenkrieg können sie nur zwischen Teufel und Belzebub wählen. So hart es klingt, sie müssen abwägen ... und das sehr, sehr schnell.
Wieviel Opfer bringt der Einsatz einer Bombe, eines Raketenwerfers, wie hoch schätzen Sie die Opferzahl bei einem Eingreifen?
Und jetzt sie: Wieviel Opfer hätten denn die Raketen am Flughafen gefordert? 10, 100, 500? Sie wissen das?? Sie könnten das entscheiden ... aus Deutschland? Sie fordern was?
Sie verhöhnen die Opfer und die, die sie verhindern wollen/müssen.

Wir werden das nie verstehen können, ...

... wie sich erwachsene Menschen Tag ein Tag aus gegenseitig töten können. Die Menschen dort haben allerdings in großen Teilen auch nie ein zivilisiertes Leben, wie wir es kennen, erlebt.

Die jahrelangen Maßnahmen insbesondere der USA waren richtig, denn es hat ja zumindest besser funktioniert als davor. Dass man aber die "Kinder" dort (a.k.a. die Verantwortlichen aber auch die Machthungrigen des Landes"), die ihre Handlungen angeblich mit ihrem Glauben rechtfertigen, nicht ewig an die Hand nehmen kann, war auch klar.

Man muss sich halt nun überlegen, welche Maßnahmen man weiter ergreift oder ob man diese Menschen mit ihren "tödlichen Sandkastenspielen" künftig alleine lässt.

Der Eigenschutz ist in jedem Fall aktuell richtig ... und ein mit Sprengstoff geladenes Auto vorab zu sprengen, fordert mit Sicherheit weniger Opfer, als eine Explosion in Flughafennähe zuzulassen.

08:40, Nachfragerin

>>Wer sich auf einen asymetrischen Krieg einlässt und Luftschläge für ein geeignetes Mittel der Terrorbekämpfung hält, der nimmt die zahlreichen zivilen Opfer bereitwillig in Kauf. (Man stelle sich einmal vor, dass der Anschlag in Berlin mit einer Kampfdrohne verhindert worden wäre...)<<

Sie meinen, man sollte sich bei der Terrorbekämpfung in Kabul die Polizeiarbeit in Berlin zum Vorbild nehmen?

Sie wissen aber schon, daß die Situation in Berlin eine andere ist? Unter anderem befindet die Stadt sich nicht im Kriegszustand. Auch das viel zitierte rotgrüne Chaos ist überschaubar.

Wird auch Zeit

das die Aktion dort zu Ende geht, mit Toten auf allen Seiten, wird nicht unbedingt irgend etwas besser.
Und wenn ich mir Zahlen ansehe, von denen Herr Maas spricht, komme ich etwas ins Grübeln. Was Er wo abmacht und welches Geld fließt, werden wir wohl nicht erfahren, vermute ich jetzt mal.
Am Ende spielt das auch keine Rolle, nach 20 Jahren sollte man wirklich mal Nachdenken, oder will man Fehler immer wieder machen.

...ttestEineMeinung #Schwere Entscheidung

Ein Fahrzeug beschiessen, das mit einer unbekannten Menge Sprengstoff durch Wohngebiete fährt und dafür unter Zeitdruck den richtigen Platz finden um möglichst wenig zivile Opfer zu riskieren?

Oder warten, bis es die Menschenmenge um den Kabuler Flughafen erreicht?

Auch wenn ich vermutlich eine ähnliche Entscheidung getroffen hätte - irgendwie habe ich das Gefühl das bessere Ende erwischt zu haben.

Als jemand, der weder die Entscheidung auf dem Gewissen hat, noch irgendeinem Risiko ausgesetzt war, die direkten Folgen dieser Entscheidung zu erleben.

@8:40 von Nachfragerin

„ "Wir wären zutiefst traurig über jeden möglichen Verlust von unschuldigen Menschenleben." (US-Militärsprecher)
> Das ist schlichtweg gelogen.“

Woher wollen Sie das denn wissen? Verfügen Sie über die Gabe der Telepathie?

Ich kann doch einen Militärschlag für zwingend erforderlich halten (darüber lässt sich natürlich trefflich streiten) und dabei billigend in Kauf nehmen, dass es zu zivilen Opfern kommt (darüber lässt sich noch trefflicher streiten) und gleichzeitig traurig darüber sein, wenn es dann tatsächlich zivile Opfer gibt.

Zumindest lässt das Spektrum an Phantasie, über welches ich verfüge, diese Möglichkeit zu.

raketenangriff-auf-flughafen-kabul

Hallooo, lieber Sonnenbogen, Sie schreiben um 09:35 Uhr, Zitat :"Ich erwarte eine Stellungsnahme ob das sich um eine rein amerikanische Aktion oder um eine NATO Mission gehandelt hat.
Oder anders, unterstützt die NATO diese Vorgehensweise, und sieht Sie diese Aktion generell als erforderlich, wünschenswert und angemessen?" Zitat-Ende
Meine Frage : -->Von wem erwarten Sie denn eine Stellungnahme ? Von den USA ?
Amerikaner sehen die sechs toten Kinder einfach nur als "Kollateral-Schaden" an.
Ich behaupte, es ist Mord! Also sinnlos .
Ami go home ! Your presence is deadly !

@9:35 von sonnenbogen

„Ich erwarte eine Stellungsnahme ob das sich um eine rein amerikanische Aktion oder um eine NATO Mission gehandelt hat.“

Ich möchte Sie nicht enttäuschen, aber ich befürchte, dass weder Nato noch das US-Militär die Bedeutung Ihrer Person so hoch einschätzen, dass sie Ihrer ultimativen Forderung Folge leisten werden.

Sehr bedauerlich.

Nur Probleme hinterlassen

@ 08:28 von Bender Rodriguez
Die Taliban finden das Auto, weil der Anschlag wie schon der Letzte vom IS ausging und die Taliban derzeit versuchen sich als "gemäßigt" zu präsentieren, damit sie die Macht im Land mit Billigung des Westens behalten können.
@ 09:34 von draufguckerin
Wenn man im TV derzeit sieht was das für "Waffen" sind, ist davon auszugehen, dass die US Armee und auch die Bundeswehr die ANA mit Ausrüstung ausgestattet hat und die Taliban nun 10x besser ausgerüstet sind als vor 2001 mit z.T. Made in Germany.
Allerdings bin ich beim Thema "rausgehen nur noch rausgehen" anderer Meinung. Nur die identifizierten Ortskräfte zu evakuieren ist deutlich zu kurz gedacht. Keiner denkt an Putzfrauen, Arbeiter, Übersetzer, Fahrer etc. Wir reden hier vermutlich nicht von 10.000 Ortskräften die als Kollaborateure nun verfolgt werden sondern von 100.000+ deren Familien.
Rausgehen und diese Menschen im Stich lassen wäre schäbig und grenzt an indirekten Mord.

09:34 von draufguckerin

Jetzt regiert der Mob, der jahrzehntelang auf seine Stunde gewartet hat.
-------

das glaube ich jetzt weniger

jetzt streiten sich diverse Gruppen
Taliban, IS, Al-Qaida etc. um die Macht und Vorherrschaft
am besten nicht einmischen ....

Es ist gut, dass es keine

Es ist gut, dass es keine Opfer gab und die letzten Chancen zur Evakuierung von Menschen weiter genutzt werden. Natürlich ist der Abzug morgen noch einmal eine Achillesferse, die möglicherweise von miteinander streitenden Taliban oder dem IS-Ableger für weitere Anschläge genutzt wird.
Und es ist gut, dass es parallel zum Abzug weitere diplomatische Bemühungen gibt, um auch danach Menschen aus dem Land zu holen, genau wie die Taliban-Abhängigkeit von ausländischen Initiativen genutzt wird, für die im Land verbleibenden Menschen deren Situation zu verbessern.
Ich habe allergrößten Respekt vor den Engagierten der NGO's wie auch der diplomatischen Verhandlungsdelegationen, die meist abseits der Scheinwerfer ihre schwierige und gefährliche Arbeit tun.

Tremiro

Das ist völlig egal, da alles zusammen hängt. Glaubst du der Taliban lässt sich einfach so bombardieren, ohne zu reagieren?
Für jeden Drohnenangriff wird es Vergeltung geben.
Irgendwann auch mal außerhalb Afghanistans.

10:03 von Margitt.

dass es ein striktes Verbot des Exportes von Waffen aller Art für dt. Firmen ins gesamte Ausland gibt.
----------

wäre wünschenswert
täte auch zur Glaubwürdigkeit beitragen
aber sie kennen ja die dummen Sprüche
"wenn nicht wir liefern, dann andere"
stimmt aber dann haben andere blutige Hände
und ein schlechtes Gewissen (falls sie ein Gewissen haben)

@ Bender Rodriguz

Zitat: "Ich kann dieses Land nicht verstehen. Und will es auch gar nicht mehr. Permanent ist irgendwer mit irgendwem im Krieg. Das hat mit Religion gar nichts zu tun. Wir sind da völlig machtlos."
#
Da stimme ich Ihnen zu ... es hat den Eindruck, als ergeben sich die Afghanen in ihr Schicksal ... "einfach so".
Jetzt bomben sie unter ihren Glaubensbrüdern ... IS gegen Taliban, gegen die Bürger, bald gegen Hilfsorganisationen welche die Taliban nicht schützen können.
Und das soll alles im Namen des "friedlichchen, menschenfreundlichen" Islam stattfinden?
Das muss, nein kann ich nicht mehr verstehen, geschweige denn nachvollziehen. Da brechen Fehden aus, die ihren Ursprung in Zeiten des Propheten haben ... in moderner Fassung halt.
Das ist in weiten Teilen organisierter Mord und Terror.
Alle Nichtafghanen sollten das Land so schnell wie möglich verlassen ... alle.

@09:52 von hesta15

"Beim letzten Anschlag waren es 180 Tote. Ich nehme an das der Drohnenangriff viele Menschenleben gerettet hat.
Da die Terroristen die Zivil Bevölkerung als Schutzschirm missbrauchen, wird es auch immer zivile Opfer geben."

Diese billige "Schutzschirm"-Propagandakopie können Sie sich wirklich sparen. Meinen Sie so IS Leute gesellen sich permanent zu irgendwelchen Familien weil die USA dann keine Drohnenanschläge auf sie durchführt – wie immer unvorhergesehen aus heiterem Himmel.
Die USA lassen sich von nichts und niemanden davon abhalten ihre Ziele per Drohne zu erledigen. Für die zivilen Opfer tragen allein sie Verantwortung.

08:28 von Bender Rodriguez

"Kaum u glauben. Und sprengstoffbeladene Autos zu sprengen und sich dann über Opfer zu wundern, ist abenteuerlich."
*
Leider kam es durch das mit Sprengstoff beladenen, von der Drohne getroffene Fahrzeug zu 16 tödlichen Opfern!
Nicht auszudenken, wie viel Opfer, Tote und Verletzte es gegeben hätte, wenn die Terroristen ihr Ziel ereicht hätten und das mit Sprengstoff geladene Fahrzeug erst in der großen Menschenmenge am Flughafen explodiert wäre!

10:03 von Margitt

>>Das Mindeste, was Deutschland zur Gewaltreduzierung beitragen kann, ist, dass es ein striktes Verbot des Exportes von Waffen aller Art für dt. Firmen ins gesamte Ausland gibt.<<

Nein, das wäre zum wirtschaftlichen Schaden für Deutschland und ca. jedem 10-12. Arbeitslplatz.

Davon ganz abgesehen: wer Gewalt anwenden möchte, wird immer irgendeinen Gegenstand finden, um seinen Gegner....

>>Ich wäre auch dafür, wenn sich eine große Mehrheit von Ländern verpflichten würden, eine maximale Abrüstung zu betreiben. <<

Ja, davon träume ich auch - wirklich!

Ob mehr Bildung, Bildung, Bildung hilft?

Ich hege da auch meine Zweifel.

Immerhin sind es oft Politiker, die militärische Einsätze (Afghanistan, Mail usw) beschließen, und da kann man - bis auf Ausnahmen- wirklich nicht sagen, dass sie ungebildet sind.

Die Schäden sehen wir....

10:35 von Erich78

Rausgehen und diese Menschen im Stich lassen wäre schäbig und grenzt an indirekten Mord.
--------

stimmt
ich betrachte das auch als schäbig
weshalb ich gegen derartige Einmischungen bin
weil die Situation war absehbar
und gut für unsere Glaubwürdigkeit und das Ansehen in der Welt
(das uns doch so wichtig ist) ist es auch nicht

09:35 von sonnenbogen... komisch was,...

Ich finde ihre Fragen völlig nebensächlich und die Antworten darauf wären es noch mehr. Wer einen Asymmetrischen Krieg anzettelt, und seien Zivilbevölkerung nicht angemessen schützt, der trägt die Schuld an solchen Vorkommnissen ganz alleine. Damit ist die Sache auch schon völlig und ganz und gar erledigt.
(Ein asymmetrischer Krieg ist entweder ein (legitimer) Volkskrieg, oder die schlichte Vergewaltigung eines Volkes durch irgend eine Clique, die dann illegitim Kämpft und eben nicht Partei, sondern eine kriminelle Vereinigung ist.)

UN-Sicherheitszone

"Heute wollen UN-Generalsekretär António Guterres und die Vertreter der ständigen Sicherheitsrats-Mitglieder über eine mögliche UN-Sicherheitszone in Kabul sprechen. Frankreich und Großbritannien wollen das im UN-Sicherheitsrat durchsetzen."

Einer UN-Sicherheitszone - die bekanntlich auch der Unterstützung Russlands und Chinas bedürfte, von "durchsetzen" kann also nicht so recht die Rede sein - wünschte ich allen nur erdenklichen Erfolg wünschte.
Sagen wir mal unangenehm stößt mir auf, dass der Nato bzw. einigen ihrer Mitglieder - die mehr und mehr dazu übergegangen ist, sich selbst für Kriege zu mandatieren, wenn alles "verfahren" ist, die UN-Sicherheitsrat einfallt.

09:34 von draufguckerin //

09:34 von draufguckerin

// TS-Meldung von gestern: "Macron fordert sichere Zone" Gute Idee. Ich frage mich nur, von wem er diese Zone fordern will?//

Steht auch im Artikel : eine UN - Sicherheitszone.
Die Idee finde ich auch nicht verkehrt.

09:35, sonnenbogen

>>"Wir haben Kenntnis von Berichten über zivile Opfer", erklärte ein Sprecher der US-Armee. CNN hatte berichtet, dass neun Mitglieder einer Familie, darunter sechs Kinder, getötet worden seien."

Ich erwarte eine Stellungsnahme ob das sich um eine rein amerikanische Aktion oder um eine NATO Mission gehandelt hat.
Oder anders, unterstützt die NATO diese Vorgehensweise, und sieht Sie diese Aktion generell als erforderlich, wünschenswert und angemessen?<<

Wie hätten Sie denn, wären Sie zuständig gewesen, den mit Sprengstoff beladenen Wagen unschädlich gemacht?

09:43, Bobinho

>>08:28 von Bender Rodriguez
"Permanent ist irgendwer mit irgendwem im Krieg. Das hat mit Religion gar nichts zu tun. "

Mit was hat es denn zu tun? Die eine fanatische Miliz (Taliban) hat kaum gesiegt, schon kommt die nächste, noch fanatischere, um die Ecke und will auch an die Macht um ihre Auslegung der gleichen Religion zu manifestieren.<<

Allein diese Tatsache müsste Ihnen doch zu denken geben.

Glauben Sie denn wirklich, es ginge hier um Koranexegese?

09:35 von sonnenbogen Sie

09:35 von sonnenbogen

Sie können - wie so oft - fordern, was Sie wollen.
Vielleicht wäre aber auch mal eine Überlegung Wert, was denn passiert wäre, wenn die Raketen auf dem Flughafen eingeschlagen wären ?
Mein gesunder Menschenverstand sagt mir dazu : wenn man angegriffen wird, darf man sich auch verteidigen. Wobei natürlich jedes Opfer eines zu viel ist, besonders Kinder. Aber im Krieg ....

09:47 von draufguckerin

>>>...per Bus (die fahren noch) in Richtung pakistanische Grenze zu kommen.<<<

Wie Sie richtig schreiben - Richtung pakistanische Grenzübergänge. Dort ist für die meisten Schluss. Ein Pulverfass. Menschenmassen und Kontrolle durch die Taliban. Sehr schwierige Situation.
In Pakistan leben übrigens schon zwischen 4 und 5 Millionen afghanische Flüchtlinge. Hat bisher die Welt nicht grossartig interessiert. Hilfe dabei gab's so gut wie keine. Wie auch im Iran.
Jetzt, vor lauter Angst "5 Millionen afghanische Flüchtlinge kommen zu uns" [Seehofer], jetzt gerät diese Situation ins Blickfeld.

09:47 von

09:47 von draufguckerin

Selbst wenn die Busse noch fahren : wie kommen die Menschen denn über die Grenze?
Ich habe in allen Berichten gehört, das die Taliban wie auch die Pakistani kaum jemanden " rüber lassen ".

Zusammenarbeit statt der Verfolgung eigener Interessen täte Not

„Die letzten Stunden eines Einsatzes gelten als besonders gefährlich, weil die Sicherheitsmaßnahmen durch die geringere Anzahl von Soldaten löchriger werden. >> Zudem werden auch bodengestützte Aufklärungs- und Verteidigungssysteme irgendwann abgeschaltet und verladen“

Wie wäre es damit, sich vor deren Abschaltung und Verladung mit den betreffenden Kollegen abzusprechen: „Heute wollen UN-Generalsekretär Guterres und die Vertreter der ständigen Sicherheitsrats-Mitglieder über eine mögliche UN-Sicherheitszone in Kabul sprechen. Frankreich und Großbritannien wollen das im UN-Sicherheitsrat durchsetzen. "Unser Resolutionsentwurf zielt darauf ab, eine Sicherheitszone in Kabul zu definieren, die eine Fortsetzung der humanitären Operationen ermöglicht", sagte der französische Präsident Macron“?

09:43 von Bobinho

In allererster Linie geht es um Macht. Und dann um Macht. Und dann um Macht.

Erst wenn die Macht gefestigt ist, kann das Programm durchgezogen werden. Erst dann kommt weiteres.
Bei der Wahl zwischen Pest (Taliban) und Cholera (IS), wäre die Pest - so schlimm es ist - vermutlich noch das kleinere Übel.
Wer seltsamerweise nirgendwo thematisiert wird - AlQaida.

10:23 von

10:23 von Egleichhmalf

//Zumindest lässt das Spektrum an Phantasie, über welches ich verfüge, diese Möglichkeit zu.//

Ich nenne das schlicht " gesunden Menschenverstand ".

10:21 von fathaland slim

Hier wieder eine meiner wirklich ungern geäußerten Zustimmung.

10:20 von LifeGoesOn

>>>...nicht ewig an die Hand nehmen kann, war auch klar.<<<

Nur zum besseren Verständnis für mich: deshalb (siehe oben), zieht die US-Armee samt Verbündeten ab?

10:41 von

10:41 von SinnUndVerstand

Ihrem Kommentar schließe ich mich an.

um 11:02 von Olivia59

Diese billige "Schutzschirm"-Propagandakopie können Sie sich wirklich sparen. Meinen Sie so IS Leute gesellen sich permanent zu irgendwelchen Familien weil die USA dann keine Drohnenanschläge auf sie durchführt – wie immer unvorhergesehen aus heiterem Himmel.
Die USA lassen sich von nichts und niemanden davon abhalten ihre Ziele per Drohne zu erledigen. Für die zivilen Opfer tragen allein sie Verantwortung.
-------------------
Sie gehören auch zu den Leuten, die vor der Wahrheit die Augen verschließen.

10:17 von Bender Rodriguez

"Wir müssen uns da raushalten. Die Afghanen müssen sich entscheiden, ob sie so leben wollen, oder ob es nicht besser wäre, in ein Nachbarland, mit Regierung und Wirtschaft, zu emigrieren.
*
Afghanistan hatte sich mehrheitlich durch Wahlen für Frieden entschieden!
Schon vergessen?
Durch Terroristen aus Afghanistan und Pakistan, auch durch den Abzug der Alliierten, konnte kein Frieden einkehren!
Aus Afghanistan zu flüchten ist kaum möglich!

10:54, H. Hummel

>>Und das soll alles im Namen des "friedlichchen, menschenfreundlichen" Islam stattfinden?
Das muss, nein kann ich nicht mehr verstehen, geschweige denn nachvollziehen. Da brechen Fehden aus, die ihren Ursprung in Zeiten des Propheten haben ... in moderner Fassung halt.<<

Beschäftigen Sie sich doch bitte mit der Geschichte Afghanistans. Dann erkennen Sie, daß diese Fehden sehr wenig mit dem Propheten und seinen Zeiten und sehr viel mit Kolonialismus zu tun haben.

Der Wikipediaartikel über afghanische Geschichte ist für den Anfang gut und ziemlich detailliert.

09:43 von Bobinho

<< 08:28 von Bender Rodriguez

"Permanent ist irgendwer mit irgendwem im Krieg. Das hat mit Religion gar nichts zu tun. "

Mit was hat es denn zu tun? Die eine fanatische Miliz (Taliban) hat kaum gesiegt, schon kommt die nächste, noch fanatischere, um die Ecke und will auch an die Macht um ihre Auslegung der gleichen Religion zu manifestieren.<<

,.,.,

Nein, es geht natürlich NICHT um die Religion, sondern um die Möglichkeit, Gewalt auszuüben.

Die Religion wird darum extra manipuliert - denn würde sie nicht manipuliert, würde sie nicht als Mittel für Gewalt taugen.

Auch das Christentum wurde einst ähnlich manipuliert, damit man Gewalt an Bürgern ausüben konnte.

Über dieses Thema wurde hier im Forum aber schon ausgiebig diskutiert.

11:02 von Olivia59 Haben Sie

11:02 von Olivia59

Haben Sie eigentlich den Artikel gelesen, den Sie hier versuchen zu kommentieren ?

Ich möchte hier jetzt nicht anfangen, daraus zu kopieren - versuchen Sie es noch mal mit selber lesen und verstehen.
Dann verstehen Sie - möglicher Weise - auch den Kommentar von @09:52 von hesta15.

Am 30. August 2021 um 10:19 von H. Hummel

"Und jetzt sie: Wieviel Opfer hätten denn die Raketen am Flughafen gefordert? 10, 100, 500? Sie wissen das?? Sie könnten das entscheiden ... aus Deutschland? Sie fordern was?
Sie verhöhnen die Opfer und die, die sie verhindern wollen/müssen."

Sie vergessen das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgericht zur Zeit des Sommermärchens, was festgestellt hat, das selbst falls ein Flugzeug gekidnappt würde, und auf ein vollbesetztes Stadion zufliegt, es nicht von der Bundeswehr abgeschossen werden darf.... also möchten Sie mit Ihrem Beitrag unser Bundesverfassungsgericht verhöhnen?

10:52, Bender Rodriguez

>>Tremiro
Das ist völlig egal, da alles zusammen hängt. Glaubst du der Taliban lässt sich einfach so bombardieren, ohne zu reagieren?
Für jeden Drohnenangriff wird es Vergeltung geben.
Irgendwann auch mal außerhalb Afghanistans.<<

Sie haben aber schon mitbekommen, daß es nicht „der Taliban“ ist, der hier bombardiert wurde, sondern daß „der Taliban“ in den hier diskutierten Fällen sogar mit „den Amis“ zusammenarbeitet?

@Margitt, 10.03h

Sie scheinen immer noch nicht begriffen zu haben, dass in den meisten Krisengebieten, ob Afrika oder Asien, von den Terroristen überwiegend russische und chinesische Waffen benutzt werden.
Beutewaffen, wie sie jetzt die Taliban haben, mal ausgenommen.
Und das sind nicht, wie von einschlägig bekannten Usern gern behauptet wird, Lizenzherstellungen.
Russland ist nicht umsonst der zweitgrößte Waffenexporteur.

What possibly could go wrong?!

Zitat: "Kurz vor dem Ende der Luftbrücke ist der Flughafen in Kabul mit Raketen beschossen worden. Sie richteten nach US-Angaben keinen Schaden an. "

Kann mir jemand einmal seriös erklären, wie es sein kann, dass die USA hochmoderne Waffen und Kriegsgerät in Afghanistan zurückgelassen haben, welches jetzt in die Hände der Taliban gefallen sind?

Zwischen 2002 und 2017 haben die USA das afghanische Militär mit Waffen und Ausrüstung im Wert von geschätzten 28 Milliarden Dollar ausgerüstet, schreibt Reuters. Darunter befanden sich mindestens 600.000 Infanteriewaffen, 160.000 Kommunikationsgeräte und 16.000 Nachtsichtgeräte.

Was könnte da nur schief gehen, wenn man Steinzeit-Islamisten solch ein Waffen-Repertoire anheim fallen lässt?!

Q:

"https://www.stern.de/politik/ausland/taliban-kaempfer-posieren-mit-ausr…"

10:11 von ONYEALI

<< Es istauch zwecklos, sich um Verständnis zu bemühen !
Warum ?
==>Die Orientalen stehen dem Begriff der
westlichen Demokratie
mit dem gleichen Unverständnis gegenüber, ...wie wir der orientalischen Denkweise……
Das bedeutet, Wir sollten den Orientalen nicht unsere Form von Demokratie gewaltsam aufzwingen . Wir sollten einfach akzeptieren : Orientalen -->denken->anders.
Basta ! <<

,.,.,

Tut mir Leid, wenn ich das so deutlich sagen muss:

Ihre "Basta"-Ansicht ist im Kern nationalistisch, im Prinzip sogar faschistoid.

Und außerdem lügen Sie: es wurde mitnichten die Demokratie "gewaltsam aufgezwungen". Es wurde nicht einmal versucht.

Ich nehme an, dass Sie das auch genau wissen, aber mit der Unwahrheit einen bestimmten Zweck verfolgen.

@ONYEALI Zitat: "Die

@ONYEALI
Zitat:
"Die Orientalen stehen dem Begriff der
westlichen Demokratie
mit dem gleichen Unverständnis gegenüber, ...wie wir der orientalischen Denkweise……
Das bedeutet, Wir sollten den Orientalen nicht unsere Form von Demokratie gewaltsam aufzwingen . Wir sollten einfach akzeptieren : Orientalen -->denken->anders.
Basta !"

Was soll denn ein "Orientale" auch von der Demokratie (westlicher Prägung) halten - wenn diese (die USA) 1953 eine Demokratie (die im Iran) durch eien vom Geheimdienst inszenierten Putsch (Operation "Ajax") beseitigen lässt und durch eine Diktatur (Schah-Regime) ersetzt?
ich z.B. als "Nicht-Orientale" lerne daraus das demokratischen Regierungen (allen voran die USA) die Regierungsform in Ländern völlig egal sind Hauptsache diese "sind folgsam"...
..ist man nicht folgsam (aka abhängig) dann gibt es einen "Regierungswechsel".
Ich denke mal das ein "Orientale" auch solche Rückschlüsse aus der (eigenen) Geschichte (Koloniealzeit) ziehen kann.

Afghanistan ist und bleibt ein 'failed state'

Was war das Ziel der Mission in Afghanistan? Den islamischen Terrorismus wird man nicht militärisch bekämpfen können.
Ich sehe nicht ein, warum wir das Leben und Gesundheit deutscher Soldaten - von den Kosten ganz zu schweigen - in einem 'failed state' wie Afghanistan oder Mali riskieren und opfern sollen.

Dass das Ziel der Mission der Friedenssicherung in Afghanistan genauso gescheitert ist, wie diese Mission in Mali scheitern wird, ist vorgezeichnet und hängt auch damit zusammen, dass man in naiv-gutmenschlicher Sicht der Dinge die Fakten der kulturellen Vorprägung und Sozialisation (Islam) der Menschen in diesen Ländern mal wieder nicht zur Kenntnis nehmen möchte.

Das ist aber der Dreh- und Angelpunkt und ist die Ursache dafür, dass die Afghanistan-Mission im Großen und Ganzen gescheitert ist!

11:13, Duzfreund

>>09:35 von sonnenbogen... komisch was,...
Ich finde ihre Fragen völlig nebensächlich und die Antworten darauf wären es noch mehr. Wer einen Asymmetrischen Krieg anzettelt, und seien Zivilbevölkerung nicht angemessen schützt, der trägt die Schuld an solchen Vorkommnissen ganz alleine. Damit ist die Sache auch schon völlig und ganz und gar erledigt.
(Ein asymmetrischer Krieg ist entweder ein (legitimer) Volkskrieg, oder die schlichte Vergewaltigung eines Volkes durch irgend eine Clique, die dann illegitim Kämpft und eben nicht Partei, sondern eine kriminelle Vereinigung ist.)<<

Wer hat denn Ihrer Meinung nach diesen asymmetrischen Krieg in Afghanistan angezettelt, und wann?

Bevor Sie diese Frage beantworten, empfehle ich allerdings, sich mit der Geschichte des Landstriches, wo heute der angebliche Nationalstaat Afghanistan liegt, zu beschäftigen. Und zwar mindestens seit Anfang des 19. Jahrhunderts.

Wenn Sie das getan haben, dann bin ich auf Ihre Antwort auf meine Frage gespannt.

11:22 von fathaland slim

"Allein diese Tatsache müsste Ihnen doch zu denken geben.

Glauben Sie denn wirklich, es ginge hier um Koranexegese?"

Für einige anscheinend schon.

11:29, MargaretaK.

>>Wer seltsamerweise nirgendwo thematisiert wird - AlQaida.<<

Die sind ja auch in den letzten zehn Jahren so gut wie gar nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten.

10:24 von ONYEALI

"Amerikaner sehen die sechs toten Kinder einfach nur als "Kollateral-Schaden" an."

,.,.,

Bei solch einer platten Denkweise bleibt mir die Spucke weg.

Woher kommt so ein plumpes Verallgemeinerungs-Denken?
Wie entsteht so etwas?

Wir leben in einer Demokratie, wo differenzierte Wahrnehmung das A & O ist, und trotzdem entwickelt man wieder diese Primitivität, die zu so viel Unheil geführt hat.

11:29 von MargaretaK.

"In allererster Linie geht es um Macht. Und dann um Macht. Und dann um Macht.

Erst wenn die Macht gefestigt ist, kann das Programm durchgezogen werden. Erst dann kommt weiteres."

Für was wollen denn die Taliban die Macht? Was wollen Sie denn erreichen, wenn Sie die Macht haben? Ich denke Sie wollen ein Kalifat errichten in dem ihre Auslegung der Sharia gilt.

10:38 von Sisyphos3

«jetzt streiten sich diverse Gruppen
Taliban, IS, Al-Qaida etc. um die Macht und Vorherrschaft
am besten nicht einmischen ....»

Genau. Erst mal untereinander zerschlagen lassen.
Mag sein ein Jahr, oder drei Jahre, evtl. auch fünf Jahre.

Mal sehen, wer übrig bleibt. Dann erinnert man sich wieder an das Land Afghanistan. Und schaut mal vorsichtig nach, was davon noch so steht außer den Gebirgen.

Aber was sagen tut man nur dann, wenn man dazu ausdrücklich aufgefordert wird. Wie immer … nur nicht einmischen … das Teufelszeug Einmischung. Besser isses schon, Terrorismus uneingemischt wüten zu lassen.

UN-Sicherheitszone?

Zitat: "Heute wollen UN-Generalsekretär António Guterres und die Vertreter der ständigen Sicherheitsrats-Mitglieder über eine mögliche UN-Sicherheitszone in Kabul sprechen."

UN-Sicherheitszone?

Darf ich hier kurz erinnern:

1. um einen sicheren Abzug von Zivilisten zu gewährleisten, hätte man nur die eherne Militär-Regel einhalten müssen, dass das Militär zuletzt geht, Zivilisten zuerst.

2. eine "militärische Schutzzone" hatten die USA zusammen mit ihren deutschen Wasserträgern der BW die letzten 20 Jahre. Mit welchem Ergebnis?!

3. Evakuierungsflüge von wem? Eines ist klar: nur ein Bruchteil der bisher ausgeflogenen Personen sind "Ortsrkäfte"™, wie die BILD herausfand. Hier will man Wähler wieder einen Bären aufbinden.

Q:

"https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/bittere-zahlen-kaum…"

Fatahland

Glauben Sie denn wirklich, es ginge hier um Koranexegese?"

Deshalb wäre es ja angebracht, dass die Afghanen Afghanistan verlassen und den Vollspinnern überlassen.
Wenn sich Taliban und is bombardieren und dabei von Al-Qaida belauscht oder ausgebucht werden, ist mir das völlig egal.
Irgendwo werden wir die handvoll schon sicher unterbringen

@08:28 von Bender Rodriguez

>> Ich kann dieses Land nicht verstehen

Also, es gibt:
* NATO-Truppen (noch)
* Taliban
* Warlords
* IS
* AlKaida

Und alle 5 Gruppen sind untereinander verfeindet. Ist doch ganz einfach. -.-

11:42 von fathaland slim

Beschäftigen Sie sich doch bitte mit der Geschichte Afghanistans.

Wenn sie Afghanistan als Gebiet meinen, dann haben sie Recht. Einen Staat Afghanistan hat es nie gegeben. Hätte sich Alexander der Große die Mühe gemacht, dieses Gebiet zu unterwerfen, wäre er nie bis nach Indien gekommen.

Zitat: "Jetzt bomben sie

Zitat:
"Jetzt bomben sie unter ihren Glaubensbrüdern ... IS gegen Taliban, gegen die Bürger, bald gegen Hilfsorganisationen welche die Taliban nicht schützen können.
Und das soll alles im Namen des "friedlichchen, menschenfreundlichen" Islam stattfinden?"

Nun - das findet seit mindestens 20 wenn nicht sogar seit 30 Jahren in Afghanistan statt -> nämlich zw. Schiitien und Sunniten
z.T. sind es "Stammesfehden" - die Völker in Afghanistan haben unterschiedliche Islamische Ausrichtungen
z.T. sind es aber auch reine Terroranschläge (bevorzugt) sunnitischer Fanatiker - für die sind die Schiiten als Ketzer schlimmer als Ungläubige (wie Christen)

11:42 von fathaland slim

"Beschäftigen Sie sich doch bitte mit der Geschichte Afghanistans. Dann erkennen Sie, daß diese Fehden sehr wenig mit dem Propheten und seinen Zeiten und sehr viel mit Kolonialismus zu tun haben."

Also ich habe den Artikel auch gelesen und da steht ziemlich viel drinnen über alle möglichen Völker die dort gelebt und sich gegenseitig bekriegt haben. Aber die einfache Antwort auf komplexe Themen ist: "Kolonialismus!"

Davidw

Wieso soll man aus Afghanistan nicht rauskommen können? Die Taliban sind ja auch reingekommen.
Und hätten sich die Afghanen wirklich für irgendwas entschieden, wäre ihre Armee nicht so auseinander gefallen. AFGHANISTAN wird doch von den Afghanen aufgegeben. Nicht vom Westen.
Da kann man absolut nichts mehr machen, ausser zu flüchten

10:11, ONYEALI

>>==>Die Orientalen stehen dem Begriff der
westlichen Demokratie
mit dem gleichen Unverständnis gegenüber, ...wie wir der orientalischen Denkweise……
Das bedeutet, Wir sollten den Orientalen nicht unsere Form von Demokratie gewaltsam aufzwingen . Wir sollten einfach akzeptieren : Orientalen -->denken->anders.
Basta !<<

Wenn ich Ihre Zeilen lese, dann drängt sich mir der Eindruck auf, daß Sie „Orientalen“ für eine andere Menschenart halten.

Aber haben Sie denn schon einmal Bücher gelesen, die von afghanischen Schriftstellern, ja die gibt es, geschrieben wurden? Ich erkenne in den Gedanken in diesen Büchern keinen großen Unterschied zu meinen.

Für den Anfang empfehle ich das Buch „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini, und wenn Sie etwas tiefer in die afghanische Literaturszene eintauchen wollen, finden Sie hier eine unvollständige Liste der Schriftsteller des Landes:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_afghanischer_Schriftsteller

um 10:54 von H. Hummel

""Jetzt bomben sie unter ihren Glaubensbrüdern ... IS gegen Taliban, gegen die Bürger, bald gegen Hilfsorganisationen welche die Taliban nicht schützen können.
Das muss, nein kann ich nicht mehr verstehen, geschweige denn nachvollziehen. Da brechen Fehden aus, die ihren Ursprung in Zeiten des Propheten haben ... in moderner Fassung halt.""

Diese Fehden gab es in Europa auch, ums 18.-19. Jahrhundert, alles und jeder gegen jeden, da sind jetzt die Afghanen.
Die Besatzer haben das in Gebieten nur unterdrückt, nicht ausgelöscht.
Die Europäer sollten akzeptieren, das es Menschen gibt denen die westlichen Werte nichts bedeuten.
Versuchen wir mit Truppen und Waffengewalt unsere "Werte" unter den Afghanen, oder anderen Völkern zu etablieren, sind wir keinen Deut besser wie die Taliban.
Die Taliban sind auch überzeugt, ihre "Werte" sind das beste das den Afghanen passieren kann.

um 11:46 von sonnenbogen

Sie vergessen das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgericht zur Zeit des Sommermärchens, was festgestellt hat, das selbst falls ein Flugzeug gekidnappt würde, und auf ein vollbesetztes Stadion zufliegt, es nicht von der Bundeswehr abgeschossen werden darf.... also möchten Sie mit Ihrem Beitrag unser Bundesverfassungsgericht verhöhnen?
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Es waren US Streitkräfte verantwortlich für den Drohneneinsatz. Was hat das mit einer Verhöhnung des BVG zu tun.

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