Kommentare - Afghanistan: Die Hoffnung für die Ortskräfte schwindet

17. August 2021 - 12:32 Uhr

Fallschirmjäger der Bundeswehr sollen die verbliebenen Deutschen und Ortskräfte in Kabul zum Flughafen bringen, damit sie ausgeflogen werden können. Doch die Taliban wollen Afghanen nicht mehr aus dem Land lassen.

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Kommentare

@ 12:54 von fathaland slim

"Ohne diese Einmischung gäbe es dieses immer schon, seit Jahrhunderten, dysfunktionale Staatsgebilde gar nicht."

Da keiner die Uhr zurückdrehen kann, nach dem Motto: was wäre wenn, bleibt Ihre Aussage eine reine Spekulation.

Wer glaubt uns noch?

So wie wir - genauer gesagt unsere Regierung - unsere afghanischen Ortskräfte schutzlos zurück lassen ... Das spricht sich rum.
Dann nimmt kein Hund mehr ein Stück Brot von uns.

13:20, Zweispruch @12:54 von fathaland slim

>>Die Situation in Afghanistan ist so viel komplexer als „die wollen alle die Scharia und damit auch die Taliban“ und „wenn die Afghanen nicht kämpfen wollen haben sie Pech gehabt“ garniert mit einem misstrauischen Seitenblick „aber nicht dass da jetzt wieder Flüchtlinge kommen“.<<

So ist es. Deswegen meine Bitte/Anregung, sich mit der Geschichte des Landes zu beschäftigen. Was aber schon Abwehrreflexe hervorruft, da dann vielleicht liebgewordene Vorurteile revidiert werden müssten.

>>Mich macht das Ende dieser 20-jährigen NATO Mission, das so absehbar wie unausweichlich und bitter ist, nur noch traurig.<<

Mich macht es traurig und hilflos wütend.

>>Hoffentlich sind die Industriestaaten dieses Mal wenigstens in der Lage den internationalen Flüchtlingslagern nicht wieder Gelder zu reduzieren, sondern sie angemessen zu erhöhen.<<

Leider fehlt mir da der Glaube. Aus Erfahrung.

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Sehr geehrte User,

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Es grüßt
Die Moderation

@ Sisyphos3, zum x-ten Mal...

re @ 13:32 von melancholeriker

“...und man nimmt gerade mal 7 mit
da komme sogar ich ins Grübeln“

Und wenn Sie diesen Schmarrn jetzt zum hundertsten Mal wiederholen bringen Sie auch den letzten Kommentar hier ins Grübeln.

13:54, Sisyphos3 13:38 von fathaland slim

>>Zitat : "Die Taliban sind eine reaktionäre, faschistische Organisation."
wollen wir mal den Begriff "Faschistisch" nicht überstrapazieren
es genügt ja vollkommen die als kriminell zu bezeichnen<<

Die Taliban erfüllen jede mir bekannte Definition von Faschismus.

....wie immer...

Schon wieder zeigt uns dieses Negativbeispiel wie es um unsere BR steht.
Die einfachsten Dinge funktionieren nicht mehr. Wie soll man für die nächste BW Vertrauen aufbauen?

13:50 von Günter Schollatur

alles kann man erklären ...

auch weshalb man mit der Evakuierung nicht schon vor Wochen begann

13:40 von Sisyphos3

«wobei die [Taliban] gelegentlich auch hier so ihre Unterstützer suchen und finden.»

Die Taliban haben nie außerhalb der Region Afghanistan und den Nachbarländern Unterstützer gesucht. Sie sind eine lokale Faschistentruppe.

Sollten sie den Gedanken haben, ihr faschistisches Wüten nun nach der Machtübernahme in Kabul über Afghanistan hinaus auszuweiten, werden auch China und Russland als Afghanistan nächst gelegene Großmächte den Irren sehr schnell zeigen, wo der Hammer hängt.

Die Taliban können Afghanistan terrorisieren. Außerhalb von Afghanistan sind sie die armen Würstchen der geistigen Umnachtung, die sie real auch in Afghanistan sind.

Ausnahme ist lediglich das Grenzland Wasiristan von Pakistan zu Afghanistan. Und schon der Regierung in Pakistan ist das nicht nur einhellig angenehm und begrüßenswert. Aber das ist eben die undurchsichtige Rolle, die Pakistan in dem ganzen fundamentalistischen Faschistenterror unrühmlich spielt.

@wenigfahrer um 13:54

> hatte mich schon gewundert am ersten Tag, das die Taliban nicht gleich den Flughafen von außen gesichert haben.
Am Tag zwei, ist ihnen dann ein Licht aufgegangen, Regierungsgebäude und Flughafen sind Schlüsselpositionen.<

Ah geh...die machen das doch nicht zum ersten mal. Die wussten von vornherein worauf es ankommt: nämlich die Aufgescheuchten Hühner noch Bilder ihrer, ungestörten, Flucht drehen zu lassen.
Keine Heldengeschichten von erbittertem Widerstand und Rettungen unter Feuer, sondern einfach beschämende Bilder wie sie ihre Schutzbefohlenen im Stich lassen.

Und vor allem keine Bilder mit denen jemand schnelle Millitärschläge propagieren könnte

Wahrscheinlich gab es sogar absprachen über Zeitfenster
wie gesagt:
Die machen das ja nicht zum ersten mal.

Die Ortskräfte können sich ja

Die Ortskräfte können sich ja im neuen Regierungsapparat etablieren. Die Entwicklung hat doch einen unverkennbaren Vorteil. Die geldgebenden Nationen können nun direkt den Geldhahn zudrehen, wenn das Geld durch die Taliban veruntreut wird. Das war bei der Regierung Ghani aus Speichellecken und Opportunismus und sich bloß nicht unbeliebt machen ja nicht möglich, wie es scheint.

@13:07 von falsa demonstratio, Sisyphos3

">>Sisyphos3: "Die Taliban haben angekündigt, dass Afghanen das Land nicht verlassen sollen."
-------
Zitat: sollen oder dürfen ? ---- könnte man mal konkreter werden !<<

Sie haben vollkommen Recht. Es ist unerträglich welch schludriger Verwaltungssprache sich diese Taliban bedienen."

Eine relevantere Frage gibt es in Bezug auf die Evakuierung ja im Moment kaum. Ob die Taliban dies dulden oder dagegen vorgehen werden.
Auch alle anderen Flüchtenden interessiert, ob sie dies unter Lebensgefahr tun.

13:52, Kristof Szymanski

>>Unterschied Taliban vs. die "Guten" aus dem Westen
Der Unterschied ist, dass die Taliban klar und transparent zeigen welchen Irrsinn sie vertreten während der Westen in Schlips und Anzug rumfaselt und die Männer, Frauen und Kinder welche geholfen haben und beschützt werden sollten nun im Hintergrund abschlachten lassen. Moralisch gibt es gar keinen Unterschied.<<

Und wieder fällt mir hier nur "Ach du liebe Güte!" ein.

Ich erkenne einen zumindest geringfügigen Unterschied zwischen einem Leben in Deutschland und einem Leben in Afghanistan unter den Taliban.

13:22 von Lusil

7 Personen mit einer Maschine auszufliegen, wenn der Ami 640 in einem Flugzeug ausfliegt, muß nicht weiter kommentiert werden. AKK hat sich zu dieser Glanzleistung nicht öffentlich geäußert. Nichts dazugelernt in all den Jahren.
#
Da bin ich ganz bei Ihnen.Nur 7 Personen in eine Flieger wo 160 reingehen ? Da sollte unsere Verteidigung Ministerin noch nachfragen wieso das geschehen konnte. ? Besser gleich die Verantwortung dafür übernehmen.

13:39 von SirTaki

<<@weingasi1 13:24

Dennoch teile ich nicht Ihre Meinung, dass man nichts erreicht hat. Die Zeit der beruhigten Lage durch militärische Schutztruppen hat natürlich auch Auswirkungen auf Afghanen gehabt. Sie lebten endlich ohne Furcht vor Terror der Taliban im Alltag. Die Anschläge waren da eher ein kleineres Übel. Moderne fortschrittliche Freiheit und Gesellschaft haben Afghanen hautnah erfahren. Ob das reicht, sich gegen neue Knechtung zu wehren, ist spannend. Das muss aus dem Innern der Bevölkerung kommen, wenn es erkämpft werden soll. Wir sind nur Zaungäste. Der Rückzug der Streitkräfte ist geschehen. Ich denke, wir hätten die Taliban auch in 100 Jahren kaum aufhalten können, die Macht an sich zu reißen.<<

.-.-.

Ich empfinde obige Überlegungen als sehr wohltuend und aufbauend, SirTaki.

Vor allem Ihr letzter Satz gibt mir zu denken und kann der Selbstanklage und der Fremdanklage den Giftzahn ziehen.

13:55 von schiebaer45

"Ja, da hatte Scholl-Latour recht,leider für die Frauen sehr,sehr schade."
Die Lage ist kompliziert und es gilt auch:
Frauen erziehen ihre Kinder, auch die Jungen und diese oft zu dem, was viele dann beklagen.
Das Problem ist ein gesamtgesellschaftliches.

@13:15 von Der Lenz

„Die BW hat sich bei Nacht und Nebel rausgeschlichen weil sie solche Szenarien schon fürchtete als sie ihre Koffer packten“

Das ist Unsinn und zeigt völlige Unkenntnis der Situation vor Ort sowie der Einsatzgrundsätze. Der Schutz eigener Kräfte hat „immer“ Vorrang und ohne bestimmte Fähigkeiten, die die BW nicht hat, wäre ein Verbleiben zum Himmelfahrtskommando geworden. Man kann sich nur wundern, wer jetzt alles besser weiß. Im Übrigen ist kein Politiker wirklich Fachmann/-frau, dafür gibt es in den Ministerien entsprechend MA die zuarbeiten und Entscheidungen vorbereiten.

13:40 von Kessl

" Sieben

Eigentlich gibt es ja keine Note schlechter als Sechs, aber ich finde Merkel hat sich die Sieben verdient, redlich. Während die USA mit einem Flug fast 700 rausholen, schaffen wir Sieben.
Als ich jung war haben wir Sieben Menschen in einen Golf bekommen. Sieben. Ich schäme mich, Deutscher zu sein."

,.,.

Sie schämen sich wegen Ihrer Leseschwäche?
Oder wegen ihres unkritischen Nachplapperns anderer unreflektierter Beiträge?

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen!

Am 17. August 2021 um 13:26 von Grayhawk

Ich finde es unerträglich…..

…..das die Minister der Regierung Merkel trotz erwiesener Unfähigkeit (Außen, Verteidigung, Verkehr) auf ihren Sesseln sitzen bleiben dürfen. In privatwirtschaftlichen Unternehmen wären sie im hohen Bogen rausgeflogen. Und solche Leute sollen wir in 6 Wochen wieder wählen? Unvorstellbar.

Ach, da würde ich mir keine grauen Haare wegen wachsen lassen. Die gefühlte Unfähigkeit, Träg- und Behäbigkeit zeichnet alle Politiker, gleich welcher Couleur aus. Je nach Preferenz nimmt man das nur unterschiedlich wahr. Daran wird sich vermutlich nie etwas ändern. Was den Vergleich mit der Privatwirtschaft anbelangt, braucht man nicht einmal die Politik vergleichen. Der Behördenwahnsinn reicht dafür vollkommen aus. Dabin ich völlig bei Ihnen. Deshalb gibt es vermutlich für den klitzekleinsten Vorgang ein Handbuch und die entsprechenden Formulare. Da ist nicht mit "mal eben" oder "kurz und knapp". Ist alles geregelt. Von A-Z.

13:57, Olivia59 @12:54 von fathaland slim

>>"Floskeln wie „Einmischung des Westens“ ... "Die Geschichte Afghanistans ist eine Geschichte der Einmischung, und zwar von allen Seiten. Ohne diese Einmischung gäbe es dieses immer schon, seit Jahrhunderten, dysfunktionale Staatsgebilde gar nicht."

Was möchten Sie denn damit sagen? Soll dies ein Plädoyer für Einmischung aus Gewohnheit sein?<<

Unsinn.

>>Das Gebiet wäre auch ohne diese Einmischungs-Historie diverser Mächte von Menschen besiedelt gewesen, womöglich friedlicher.
Für den Einfluss des Westens übernehmen wir Verantwortung. Ob andere Mächte dort ohne europäisches Einwirken mehr oder weniger Unheil angerichtet hätten ist hypothetisch und irrelevant.<<

Die menschliche Geschichte ist eine Geschichte der Einmischung. Immer und überall. Der nationalidentitäre Ansatz, der letztendlich in der Hoffnung kumuliert, man könne die Welt mit Zäunen überziehen, dann würde sie friedlicher, ist ein reaktionär ideologischer und mit der historischen Wirklichkeit nicht kompatibel.

14:04 von VivaLaResistance

Kleine Ergänzung:
WER hat eigentlich WEM geholfen?
Hieß es nicht immer, die Truppen seien vor Ort, um der Bevölkerung zu helfen?

" 13:28 von

" 13:28 von Putin-Bewunderer

Im deutschen Strafrecht war selbst im 19. Jahrhundert die Auspeitschung oder Steinigung von Verurteilten nicht vorgesehen."
---
Sisyphos3
"so Prügeln ab 1849 in Preussen und 1871 im ganzen Reich"

aus Wikipedia:
"...setzte Preußen mit der Einführung des Allgemeinen Landrechts 1794 nach Pennsylvania (1786) und Österreich (1787) die Todesstrafe auf eine Gefängnisstrafe und Verbannung herab"

@ jukep, um 13:59

Ah wie toll:

Sie gucken sich sich einen Filmbericht über Afghanistan und seine Männer an und erkennen das Kernproblem:

Die Jungs sind weder willens noch haben sie scheinbar Lust, ihr Land zu reformieren, den Frauen zu ihren Rechten zu verhelfen und die Demokratie auf die Reihe zu kriegen.

Das gehört natürlich bestraft, nicht durch die Taliban, sondern dadurch, dass man ihre Frauen und Kinder ausreisen lässt.

Die Welt kann doch so einfach sein.
Und wenn Sie's nicht ist:
Egal, dann machen wir sie so.

13:59 von jukep

Offensichtlich sind aber Frauenrechte und Demokratie nicht die besonders herauragende Ziele der Männer
---

wahrscheinlich stehen die in der Agenda nicht weit vorn

andererseits als die Kommunisten vor 50 Jahren dran waren
und jeden einsperrten der betete
(heute wird eingesperrt wer nicht betet)
liefen die Frauen unverschleiert rum (man war an Persien unter dem Schah erinnert)
mal sehen wie die Taliban damit zurecht kommen
damals hatte die kurze Episode der "westlichen Freiheit" davor sicher auch für Ärger gesorgt
das wird jetzt nicht viel anders sein, wo einige doch "Morgenluft" geschnuppert haben
das eine oder andere westliche schätzen zumindest nicht generell ablehnen

13:59 von jukep

Die Männer haben alle eine Mutter, meist auch Schwestern, Töchter...
Es sind die Frauen, die die Männer erziehen zu dem, was sie werden. Es ist also kein Problem der Männer, sondern eines urater Vorstellungen und Strukturen und Frauen sind ein Teil davon.

@ 14:04 von Kessl

"so inkompetenten Politiker wie Merkel" Wenn man weiß, wie sehr wir im Ausland um Merkel beneidet werden, wo niemand versteht, warum wir sie gehen lassen, dann müssen die Politiker im Ausland ja geradezu grottenschlecht sein. Vielleicht besitzen Sie nicht die Kompetenz, um die Kompetenz von Frau Dr. Merkel zu beurteilen? Diese Welt ist sehr kompliziert, wie ich als Mathematiker immer wieder feststellen muss und manchmal ist sie nicht zu verstehen, ohne umfangreiches Wissen und sehr viel Gehirnschmalz reinzustecken. Diese schöne Erde befindet sich an vielen Stellen in einer Situation, wo es keine einfachen und leider noch nicht einmal zufriedenstellend zielführende Lösungen gibt. Man muss oft improvisieren und es holpert oft. Uns geht es einfach zu gut, um das noch zu verstehen.

14:13 von Sisyphos3 13:50 von Günter Schollatur

alles kann man erklären ...

auch weshalb man mit der Evakuierung nicht schon vor Wochen begann
----------

keine Angst da werden unsere Politiker sicherlich nen Grund präsentieren !

14:04, Kessl

>>@Am 17. August 2021 um 13:42 von fathaland slim
">>Rücktritte?<<

Was würde dadurch besser?"
Wenn Politiker konsequent für ihr Versagen die Konsequenzen ziehen müssten, dann hätten wir schon lange keine so inkompetenten Politiker wie Merkel, Maas, AKK, Scheuer usw. mehr. Das würde schon etwas ändern. Aber solange Menschen wie sie, trotz denkbar größtem Versagen seitens der Politik, noch immer keinen Rücktritt fordern, solange haben wir uns nichts besseres verdient als inkompetente Politiker.<<

Wenn Sie mich meinen, dann sollten Sie "Sie" groß schreiben. Ihr Satz ist nämlich mißverständlich.

Denkbar größtes Versagen?

Dann fehlt es Ihnen ganz offensichtlich an Phantasie.

So oft, wie hier Rücktritte gefordert werden, hätten wir ziemlich rasch gar keine Politiker mehr.

Politiker werden bei uns gewählt. Bringen Sie sich ein und machen Sie es besser!

Am 17. August 2021 um 14:07 von Thomas67

Dem Westen ist es nie um Menschenrechte in Afghanistan gegangen. In blinder Gefolgschaft zu den USA,
__
Schonmal was von der NATO gehört ? Das ist so ein Verein, wo einer dem anderen helfen tut, wenn der das möchte. Wenn man das nicht tut, kann man da auch nicht mitmachen. Könnte eigentlich jeder wissen.
Im übrigen, ist das, was Sie hier glauben von sich geben zu müssen, einfach nur ääähhh, bull...t

Am 17. August 2021 um 13:56 von AufgeklärteWelt

Zitat: Ich bleibe bei meinem Urteil: diese sogenannte Rettungsaktion ist ein Spektakel fürs deutsche Publikum, ein Ablenkungsmanöver von den Verantwortlichen durch die Verantwortlichen.

Können Sie das irgendwie sachlich begründen?

Bei TS wird berichtet, es sei eine zweite Bundeswehrmaschine zur Evakuierung gelandet.

13:47 von Sausevind

"Die Taliban haben kürzlich auch zugesagt, dass sie in dem Staat, den sie jetzt errichten werden, die MENSCHENRECHTE einhalten werden.

Und schon brechen sie das Menschenrecht, indem sie die Afghanen nicht ausreisen lassen."

Ja genau das ist es. Ein Menschenrecht. Vor kurzem wurde hier in einer Diskussion von vielen abgestritten, dass das Verlassen des Landes (und auch die Rückkehr) ein Menschenrecht sei.

@Sausevind

"Der letzte Satz stimmt ganz offenbar.
Ich habe im gleichen Artikel gelesen, dass die Amerikaner nur 7 reingelassen haben. Ist aber auch verflixt schwierig, dieses Lesen... ;) <<

.-.-.

Ich habe noch mal nachgelesen:
AUSDRÜCKLICH steht da weder das eine noch das andere.

Mit Sicherheit steht da, dass nur 7 REINGELASSEN wurden.
Ich habe das auf die Taliban bezogen. Tue ich im Grunde auch jetzt noch."

Ja, das war mir auch aufgefallen. Ich habe auch bewusst nicht gesagt, dass Sie nicht lesen können. Sondern nur, dass ich etwas anderes herauslese als Sie. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem.
Mein Kommentar, den Sie vermutlich (und verständlicherweise) als Angriff gedeutet haben, war gar nicht so gemeint. Aber Sie haben sich schon sehr weit aus dem Fenster gelehnt mit Ihrem offensichtlichen Angriff auf @Sisyphos.

14:14 von Olivia59

Sie haben vollkommen Recht. Es ist unerträglich welch schludriger Verwaltungssprache sich diese Taliban bedienen."
----

damit meinte ich eher unsere Berichterstattung !

und wenn diese Aussage "sollen / dürfen" nicht relevant ist
dann wüsste ich nicht was denn sonst relevant sein soll
oder muß ich ihnen jetzt die Bedeutung erklären ??

Wodurch wird denn die Sharia begründet?

Zitat: "Wir werden keinen Cent mehr nach Afghanistan geben, wenn die Taliban komplett übernommen haben, die Scharia einführen und dieses Land ein Kalifat wird. "

Da Hr. Maas so überrascht tut, muss ich doch einmal fragen. Wodurch ist denn diese "Sharia" begründet. Mit dem Islam kann es ja nichts zu tun haben. Schließlich - so habe ich gelernt - haben die Taliban und andere Islamisten damit nichts zu tun.

Die Ergebnisse vom Pew Research Institute mögen über diese Frage Überlegenswertes beitragen: lt. der bislang umfangreichsten Longitudinalstudie zu diesem Thema mit 38.000 Einzelinterviews hat das Pew Research Institute bereits 2013 festgestellt, dass 99 % der Menschen in Afghanistan die Sharia befürworten.

Wieso hat man solche Erkenntnisse nicht berücksichtigt. Ich dachte, man hört sonst immer auf "die" Wissenschaft?

Wieso ist man so überrascht?

Q:

"https://www.pewforum.org/2013/04/30/the-worlds-muslims-religion-politic…"

12:52 von Sisyphos3 ... wenn man ein bisschen...

religiösen Geist geatmet hat, dann weiß man das es sich mit dem Sollen so verhält, wie mit den Geboten - da steht auch immer "Du sollst....", das ist für jeden betroffenen also eine (heilige) Pflicht, dem Sollen zu folgen.
Wenn man so will, ist das durchaus konkret und jeder, den deutsche Soldaten an die Hand mit durch die Kontrolle nehmen wollen, schreit nahezu nach schlimmeren.

14:16 von bolligru 13:55 von schiebaer45

Frauen erziehen ihre Kinder, auch die Jungen und diese oft zu dem, was viele dann beklagen.
Das Problem ist ein gesamtgesellschaftliches.
#
Ich denke eher die Frauen müssen im Sinne ihrer Männer die Kinder erziehen.Wenn die Jungen dann die Koran Schule besuchen wird die Erziehung noch weiter den Jungen vorgeschrieben.

13:58 von Sisyphos3 / @schabernack, 13:44

«ihre Beitrag entnehme ich es ist für sie
alles in allem ganz gut gelaufen
polemik aus.»

Das verwundert gar nicht. Sie sind der ungekrönte Kaiser vom Absichtlich-Missverstehen-Wollen.

Diesen sinnfreien Schalter: "Polemik EIN - AUS" können Sie auch abmontieren und verschrotten. Stilmittel wie Polemik ergeben sich aus gesagten oder geschriebenen Zusammenhängen, oder sie sind inexistent. Selbst erklärte Polemik gibt es per Definition schon nicht.

14:09, Giselbert

>>@ 12:54 von fathaland slim
"Ohne diese Einmischung gäbe es dieses immer schon, seit Jahrhunderten, dysfunktionale Staatsgebilde gar nicht."

Da keiner die Uhr zurückdrehen kann, nach dem Motto: was wäre wenn, bleibt Ihre Aussage eine reine Spekulation.<<

Das ist keine Spekulation, sondern eine völlig unbestreitbare historische Tatsache.

Der zentralistische Nationalstaat Afghanistan wurde von Kolonialmächten geschaffen. Es gab ihn vorher nicht. Und es gibt ihn eigentlich immer noch nicht wirklich. Eine Schimäre.

14:15 von fathaland slim

Ich erkenne einen zumindest geringfügigen Unterschied zwischen einem Leben in Deutschland und einem Leben in Afghanistan unter den Taliban.
------

ein überzeugter Taliban tut sich aktuell in Afghanistan nicht schwer
- mutmaße ich mal

ebenso wenig wie sich nicht jeder DDR Bürger an Stacheldraht und Mauer gestört hat ...

13:12 von Der Lenz ..gut wenn man seine Feinde...

kennt, oder zu was sollte das gut sein? Ein Befreiungskrieg ist noch nie und nimmer etwas illegitimes gewesen, auch wenn er gegen Westeuropäische Besatzer geführt wurde. Was soll also der moralische Unterton in vielen Beiträgen.

Über die Aufnahme von Ortskräften kann man reden

Zitat: "Nach dem holprigen Start der Evakuierungsmission der Bundeswehr sollen in den kommenden Tagen noch zahlreiche deutsche Staatsangehörige und afghanische Ortskräfte aus Afghanistan ausgeflogen werden"

Über die Aufnahme von Ortskräften lässt sich im Einzelfall reden, für die restlichen Flüchtlinge gilt: Flüchtlinge heimat- und kulturnah unterbringen.

Wenn die Afghanen in einem Land leben wollen, dass von einer bestimmten steinzeitlichen Religion ... Pardon ... durch eine Fehlinterpretation dieser Religion geprägt ist, die - wie wir alle ja wissen - "friedlich, modern und fortschrittlich ist", dann sollen Afghanen dies tun. Meinen Segen dazu hätten sie.

Was ich jedoch nicht mag und ablehne, ist, dass wir die Folgen und Produkte dieser steinzeitlichen Fehlinterpretation dieser "friedlichen, modernen und fortschrittlichen" Religion dann auszubaden haben.

Da soll man dann einen anderen Dummen finden, bitteschön!

14:16 von bolligru 13:55 von schiebaer45

Die Lage ist kompliziert und es gilt auch:
Frauen erziehen ihre Kinder, auch die Jungen und diese oft zu dem, was viele dann beklagen.

----
auch das wird gelegentlich übersehen
Kinder werden auch von ihren Müttern erzogen

um 14:04 von Kessl.....leider anzweifelbar

Zitat""">>Rücktritte?<<

Was würde dadurch besser?"
Wenn Politiker konsequent für ihr Versagen die Konsequenzen ziehen müssten, dann hätten wir schon lange keine so inkompetenten Politiker wie Merkel, Maas, AKK, Scheuer usw. mehr. Das würde schon etwas ändern. Aber solange Menschen wie sie, trotz denkbar größtem Versagen seitens der Politik, noch immer keinen Rücktritt fordern, solange haben wir uns nichts besseres verdient als inkompetente Politiker.""
Leider kann ich ihre Meinung nicht teilen. Die
Verbesserungsmöglichkeit liegt nicht in der Angst vor Rücktritts/Entlassungsgefahr sonderen im geeigneten Besetzungsverfahren eines wahrscheinlich Richtigen.

@13:56 von AufgeklärteWelt

„Ein solcher Einsatz ist praktisch unmöglich. Die Bundeswehr hat gar nicht Technik (Hubschrauber, Panzerfahrzeuge etc.) und nicht die Mannschaftsstärke vor Ort, die einen solchen (Kampf-)Einsatz möglich machen würde. Ich bleibe bei meinem Urteil: diese sogenannte Rettungsaktion ist ein Spektakel fürs deutsche Publikum, ein Ablenkungsmanöver von den Verantwortlichen durch die Verantwortlichen.“

Soso, Sie kennen die Einzelheiten des Auftrages und welche Kampfunterstützung z. Vfg. steht ? Gehen Sie mal davon aus, dass unsere Fallschirmjäger ihren Auftrag erfüllen werden. Der Versuch einer Lagebeurteilung vom heimischen Schreibtisch hier in D macht wirklich kein Sinn.

@14:20 von fathaland slim

">>Olivia: Das Gebiet wäre auch ohne diese Einmischungs-Historie diverser Mächte von Menschen besiedelt gewesen, womöglich friedlicher.
Für den Einfluss des Westens übernehmen wir Verantwortung. Ob andere Mächte dort ohne europäisches Einwirken mehr oder weniger Unheil angerichtet hätten ist hypothetisch und irrelevant.<<

Die menschliche Geschichte ist eine Geschichte der Einmischung. Immer und überall. Der nationalidentitäre Ansatz, der letztendlich in der Hoffnung kumuliert, man könne die Welt mit Zäunen überziehen, dann würde sie friedlicher, ist ein reaktionär ideologischer und mit der historischen Wirklichkeit nicht kompatibel."

Eine wirklich spektakuläre Relativierung. Sollten wir also auch weltweit Militärbasen errichten um von diesem deutschen Nationalstaatsdenken wegzukommen?

" Die Anwesenheit der

"
Die Anwesenheit der Fallschirmjäger in Kabul könnte in Kämpfen mit den Taliban enden.
"

Genau deswegen werden die doch dahin geschickt.

Genau deswegen ist die BW überhaupt vor 20 Jahren nach Afghanistan gegangen.

Wer sich irgendwo gewaltsam Zutritt verschafft, muss sich nicht wundern auf gewaltsamen Widerstand zu stoßen bis zu dem Moment, bis man auch wirklich gegangen ist.

Und wenn die Taliban so ticken würden wie die NATO, dürfte man sich auf min. 6,5 tausend Jahre Taliban-Kontrolle (natürlich inkl. heimische Kollabolateure) in den NATO-Staaten einstellen.

vgl.:
Kalkulation:
(Jahre an Besatzung) /
(Anzahl der toten Zivilisten Kriegsgrund) *
(Anzahl der toten Zivilisten in Afghanistan)

Am 17. August 2021 um 13:45 von Sisyphos3

Zitat: wenn hunderte verzweifelte Menschen auf dem Rollfeld und im Flughafengebäude rumspringen und man nimmt gerade mal 7 mit
da komme sogar ich ins Grübeln !

Alle Achtung!

Ich freue mich über Ihre geistige Wendung, was die Aufnahme von Flüchtlingen betrifft.

@ 13:09 ich1961 & 12:54 fathaland slim

Ja, es ist wohltuend, dass neben übelsten menschenverachtenden Kommentaren der blitz... und stern...Bekannten hier noch differenzierte und humane Kommentare zu lesen sind.
Heute Vormittag war ein Tiefpunkt an übelsten Kommentaren, verschärft dadurch, dass blitzschnell mindestens 7 alte Kommentare per copy&paste zum x-ten mal auftauchten.
Wenn die Moderation dem nicht zeitnah einen Riegel vorschiebt, werde ich mich hier wohl verabschieden.

13:53 Nordbraut

"Ich ergänze noch......"

Danke bin ganz bei ihnen.

auch in Sachen Außenminister das aber ganz unabhäng von der jetzigen Situation sondern von Angang an er kann es nicht, hat es nie gekonnt und wird es nie können inclusive seinem ganzen Habitus.

14:27 von Bobinho 13:47 von Sausevind

Ja genau das ist es. Ein Menschenrecht. Vor kurzem wurde hier in einer Diskussion von vielen abgestritten, dass das Verlassen des Landes (und auch die Rückkehr) ein Menschenrecht sei
----

ich will mal unser Land unsere Regierung sehen,

wenn von heute auf morgen alle jungen gesunden arbeitsfähigen Menschen auswandern ....

Na da bin ich mal gespannt

Na da bin ich mal gespannt wie sich unsere Fallschirmjäger da durchkämpfen mit den Zivilisten dabei.
Noch spannender wir zu sehen sein, wer von unseren Politikern die Verantwortung übernimmt und zurücktritt.

Deutschland hat an seinen

Deutschland hat an seinen afghanischen Mitarbeitern Verrat begangen. Wahrscheinlich werden diese dafür mit dem Leben oder ihrer Unversehrtheit bezahlen müssen.

13:51, bolligru

>>13:38 von fathaland slim
Ich zitierte aus einem Artikel von zeit.de und habe dies auch kenntlich gemacht.<<

Und ich antwortete nicht Ihnen, sondern dem User Sisyphos3, der Ihr Zitat um 13:05 zitierte. Meine Antwort bezog sich nicht auf dieses Zitat, sondern auf das, was besagter User dazu schrieb.

@ comet um 14:18

>„Die BW hat sich bei Nacht und Nebel rausgeschlichen weil sie solche Szenarien schon fürchtete als sie ihre Koffer packten“

Das ist Unsinn und zeigt völlige Unkenntnis der Situation vor Ort sowie der Einsatzgrundsätze. <

Wovon reden sie?
Das die BW ohne Vorankündigung weg war wurde sogar ganz offen genauso kommuniziert: Vom Ministerium gegenüber den Medien wurde nie ein Heel daraus gemacht: da gibt es nichts wegzuschwurbeln mit "Unsins" Behauptungen. Ihren Twist können sie sich für Später aufheben wenn die menschen die Nachrichten der letzten Woche vergessen haben.
Ja, es war zum Schutz der Truppen, und genau das habe ich geschrieben, weil schon zu diesem Zeitpunkt befürchtet wurde das der Aufbruch (zum damaligen Zeitpunkt) unter direkten Militärischen Druck der Taliban geraten könnte, also exakt das Szenario das jetzt, Wochen später auch eingetreten ist.

Fachmann oder nicht; unsere Politiker sind auch nicht dämlicher als der Bevölkerungsdurchschnitt und haben entsprechend geplant

@ 14:28 von Sisyphos3

">>14:14 von Olivia59
Sie haben vollkommen Recht. Es ist unerträglich welch schludriger Verwaltungssprache sich diese Taliban bedienen.<<
----

damit meinte ich eher unsere Berichterstattung !

und wenn diese Aussage "sollen / dürfen" nicht relevant ist
dann wüsste ich nicht was denn sonst relevant sein soll
oder muß ich ihnen jetzt die Bedeutung erklären ??"

Der Text kam nicht von mir. Sehe das wie Sie.

@fathaland slim 12:54, @Giselbert 14:09

"Wer sich mit der Geschichte des Gebietes, das heute Afghanistan genannt wird, beschäftigt (Wikipedia reicht für den Anfang), der lernt, daß hier schon vor 200 Jahren die Kolonialmächte Großbritannien und Russland in Konkurrenz zueinander standen. . .
Eigentlich hat sich seitdem wenig geändert."

"Da keiner die Uhr zurückdrehen kann, nach dem Motto: was wäre wenn, bleibt Ihre Aussage eine reine Spekulation."

Ich möchte Giselbert zu 50% zustimmen, wer es (als Volk) verpennt, verpasst bzw. nicht den Mut aufbringt, selber mal (z.B. Aufklärung) eine zivilisiertere und menschlichere Gesellschaft aufzubauen, endet - wie in den letzten Jahrzehnten oft gesehen - als sogenannter "failed state".
Allerdings, wer die "ortsübliche" Kultur (hier: Islam) durch Kolonialisierung und brutaler Unterdrückung in der Vergangenheit so dermassen zerstört, kann auch nicht mit viel zivilisierter Weiterentwicklung rechnen. @Giselbert, erleben Sie mal einen furchtbaren Alptraum - Sie werden ihn nie wieder los.

Ist mir da etwas entgangen?

Wurden die Ortskräfte zu etwas gezwungen?
Hatten diese einen Vertrag der die Eingliederung in D vorgesehen hat?
Anscheinend waren unsere Streitkräfte dort nur wegen einer Minderheit, wenn das Land so schnell wieder Talibanisiert werden konnte?
Wer bestimmt bei uns wer Experte ist und wer nicht?!
Und vieles mehr.

Am 17. August 2021 um 14:28 von Sisyphos3

14:14 von Olivia59

Sie haben vollkommen Recht. Es ist unerträglich welch schludriger Verwaltungssprache sich diese Taliban bedienen."

Zitat: damit meinte ich eher unsere Berichterstattung ! und wenn diese Aussage "sollen / dürfen" nicht relevant ist dann wüsste ich nicht was denn sonst relevant sein soll oder muß ich ihnen jetzt die Bedeutung erklären ??

Auf die Erklärung wäre ich gespannt.

Nach deutschem Verwaltungsrecht, das sich aber wahrscheinlich die Taliban nicht zueigen machen, heißt sollen müssen.

@ 13:23 von Bobinho

Sie werden die ständigen und oft nur schwer zu ertragenden Relativierungen des Users nicht stoppen. Anders gesagt: Das ist eine Sisyphosarbeit, bei der Sie immer wieder von vorn anfangen könnten.

14:29 von Duzfreund

gewisse Unterschiede glaube ich schon zu erkenne
du sollst nach hause kommen
hört sich anders an als du musst nach hause kommen

aber hier im Thread ist man ja recht locker nimmt es nicht so ganz genau mit den Feinheiten der Sprache

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User, die Meldung wurde angeregt und ausgiebig diskutiert. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Die Kommentarfunktion wird nun - wie angekündigt - geschlossen. Viele Grüße Die Moderation
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