Kommentare - Afghanistan: Die Hoffnung für die Ortskräfte schwindet

17. August 2021 - 12:32 Uhr

Fallschirmjäger der Bundeswehr sollen die verbliebenen Deutschen und Ortskräfte in Kabul zum Flughafen bringen, damit sie ausgeflogen werden können. Doch die Taliban wollen Afghanen nicht mehr aus dem Land lassen.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

@weingasi1 13:24

Peter Scholl-Latour hat viele Kenntnisse und Erfahrungen gesammelt. Ich schätze ihn auch auf eine Weise. Manchmal schoss er aber mit recht einseitigen Feindbildern und Vereinfachungen auch übers Ziel hinaus. Trotzdem, seine Kritik war begründet und seine Einschätzung hatte was für sich. Dennoch teile ich nicht Ihre Meinung, dass man nichts erreicht hat. Die Zeit der beruhigten Lage durch militärische Schutztruppen hat natürlich auch Auswirkungen auf Afghanen gehabt. Sie lebten endlich ohne Furcht vor Terror der Taliban im Alltag. Die Anschläge waren da eher ein kleineres Übel. Moderne fortschrittliche Freiheit und Gesellschaft haben Afghanen hautnah erfahren. Ob das reicht, sich gegen neue Knechtung zu wehren, ist spannend. Das muss aus dem Innern der Bevölkerung kommen, wenn es erkämpft werden soll. Wir sind nur Zaungäste. Der Rückzug der Streitkräfte ist geschehen. Ich denke, wir hätten die Taliban auch in 100 Jahren kaum aufhalten können, die Macht an sich zu reißen.

@ Sisyphos3, um 12:52

“...und was für ne Organisation / Aufwand
einen Airbus A400M mit 7 Leuten zu besetzen wenn 150 reingehen“

Und wenn man bisschen gequetscht hätte, wären auch 200 reingegangen...

Sie sollten doch gelesen haben, warum das so war, fühlen Sie sich besser, das zum hundertsten Mal zu wiederholen?

@ 13:26 von Grayhawk

Zitat: „ Ich finde es unerträglich…..
…..das die Minister der Regierung Merkel trotz erwiesener Unfähigkeit (Außen, Verteidigung, Verkehr) auf ihren Sesseln sitzen bleiben dürfen. In privatwirtschaftlichen Unternehmen wären sie im hohen Bogen rausgeflogen. Und solche Leute sollen wir in 6 Wochen wieder wählen? Unvorstellbar.“

In privatwirtschaftlichen Unternehmen könnten sie sogar finanziell haftbar gemacht werden, für das, was sie angerichtet haben. In anderen Ländern (siehe Afghanistan), muss die Regierung (vor allen anderen wohlgemerkt) sogar ins Ausland fliehen, wenn sie es an allen Stellen verbockt haben und die Sicherheitskräfte (Polizei / Militär) nicht (mehr) hinter ihnen stehen!

Die Hoffnung der Ortskräfte

schwindet das sie noch mitgenommen werden.
Tja da hat wieder einmal die, von dem Großteil der User hier, deutsche Regierung versagt.
Sicher wurde nicht alles nach Wünschen vieler Betroffenen und Schreiberlingen richtig gemacht. Aber denke mir das es als erstes wichtig ist die Deutschen und deren Angehörigen in Sicherheit zu bringen.
Wenn man gestern im Fernsehen gesehen hat was auf dem Flugplatz und Landebahn geboten war, muss man den Kopf schütteln. Warum hat man diese Menschen, welche wohl Ortkräfte waren nicht in die Flieger gepackt und ausgeflogen?
Zum Schluss stellt sich für mich die Frage, ob all die User die unsere jetzige Regierung als " Versager" hinstellt alles perfekt gemacht hätten? Mit Sicherheit oder?
Danke für die Veröffentlichung.

Sieben

Eigentlich gibt es ja keine Note schlechter als Sechs, aber ich finde Merkel hat sich die Sieben verdient, redlich. Während die USA mit einem Flug fast 700 rausholen, schaffen wir Sieben.
Als ich jung war haben wir Sieben Menschen in einen Golf bekommen. Sieben. Ich schäme mich, Deutscher zu sein.

13:21 von schabernack

Pakistan ist seit ihrer Entstehung das idelogische und logistische Homeland der Taliban.
---

keine Frage !

wobei die gelegentlich auch hier so ihre Unterstützer suchen und finden

@ 12:50 von rjbhome

Aus unserem Blickwinkel konnte niemand darmit rechnen, dass 60.000 schlecht bewaffnete Taliban 300.000 modern bewaffnete Streitkäfte einfach überrennen. Das Problem ist die (fehlende) Motivation der Streitkräfte, die immer noch nicht verstanden haben, dass sie für ihr Land kämpfen müssen. Das konnte niemand ahnen - wie bei einer Demokratie ohne Demokraten ist auch ein Staat ohne eine Bevölkerung, die für ihn eintritt, zum Untergang geweiht. Die Taliban kämpfen nicht für Afghanistan, sondern für ihre Art zu leben, die Erhaltung patriarchalischer Strukturer, krimineller Aktivitäten (Korruption, Rauschgift), mit denen sie sich bereichern, usw., kurz für ihren eigenen, sofort erkennbaren Vorteil. Das ist motivierend. Vielleicht muss Afghanistan wie der Iran erst durch ein noch tieferes Tal des Leidens gehen, bis irgendwann die Bevölkerung genug hat (wie in der DDR), aber das Beispiel Iran und Kuba zeigen, dass genügend brutale Diktaturen sehr lange aushalten können.

Es besteht noch Hoffnung für die Ortskräfte

Bis jetzt haben die Taliban sich unerwarteterweise bemüht, die Umgestaltung des Staates möglichst konfliktarm zu gestalten. Wenn sie zu dem Schluss kommen, dass es besser ist, Menschen, die nicht in dem von Ihnen beabsichtigten System leben wollen, abreisen zu lassen als sich mit nach ihrer Auffassung störenden Menschen später auseinandersetzen zu müssen, ändern sie vielleicht noch ihre Meinung, die Ausreise ausreisewilliger Ortskräfte zu verbieten. Unterstützend könnte man den Taliban diese Sichtweise über die vorhandenen Kontaktkanäle ja auch mal vorschlagen.

Ortskräfte und Hilfs Organisationen

Eben diese haben die BR gewarnt, dass es hier ein Disaster geben wird, aber diese wurden ignoriert und übergangen, das zeigt das Bild der Polititiker, die abgehoben ohne jegliche Ausbildung zu Ihrem Fach entscheiden!
Wenn es dann um Verantwortung geht, alles von sich weisen!

@Tada, 13:30 Uhr

Ich bin sicher und halte es auch für unabdingbar, dass die Vorgänge lückenlos aufgeklärt werden. Für parteipolitische Spielchen sollte kein Platz sein.

Am 17. August 2021 um 13:26 von Sisyphos3

13:10 von Shuusui

Überspitzt formuliert war wohl AKKs größte Sorge mit den Taliban, wie man "Taliban" politisch korrekt gendert.
----

und was bewegte ihre Vorgängerin
Uniformen für schwangere Soldatinnen
__
Wenn DAS nicht DIE Themen sind, die unsere Streitkräfte bewegen sollen und müssen, dann braucht man sich ja nicht mehr wundern, wenn da nix klappt ;)

@Naturfreund 064 um 13:09

>Bei den Vietnamesen bestand untereinander noch eine Gesellschaft mit gegenseitigen Respekt.<

Ach ja?

Wissen sie noch wer die "Boat People" waren und warum sie flohen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Boatpeople

Sicher, Umerziehungslager mit Folter sind möglicherweise ein wenig "Gesitteter" als einfach eine Marodierende Soldateska,

Aber für den einzelnen Betroffenen ?

13:06, Sisyphos3

>>12:54 von fathaland slim
Die Rolle Pakistans bei der momentanen Entwicklung gehört dringend aufgearbeitet.
-----

nur das von Pakistan ?<<

Pakistan spielte und spielt, wenn es um die Taliban geht, eine ganz entscheidende, wenn nicht sogar die entscheidende Rolle.

Der US-Verbündete Pakistan.

13:28 von Sausevind

"...weil die Taliban nur diese 7 reingelassen haben."
Schaut man sich die Bilder der Zustände auf dem Flugplatz an, so muß man zu einem anderen Schluß kommen. Tausende junge Männer wollen das Land verlassen und belagern sogar das Rollfeld. Da ist die Landung eines Flugzeugs kaum möglich und sollte es doch gelingen, so drängen Unzählige auf dieses Fluzeug zu so daß so schnell wie möglich gestartet werden muß, egal wie viele bereits aufgenommen wurden.
Es bleibt die Frage nach den Beweggründen dieser jungen Männer und ich wage zu bezweifeln, daß alle "Mitarbeiter" der eingesetzten Truppen waren.

13:32 von frosthorn

Ihnen ein Dorn im Auge ist
-

ein Dorn im Auge ?

jetzt übertreiben sie mal nicht
die müssen ja mit der Situation, die sich daraus ergibt, klar kommen

13:07, Margitt.

>>Rücktritte?<<

Was würde dadurch besser?

Zack und Türchen zu

Nun kann die Taliban den Hilfskräften zeigen wem sie da geholfen haben! Abschreckung für Nachahmer! Und nochmals das mit den 7! Zeitfenster ist Zeitfenster! Der Ferienflieger wartet auch nicht auf dem der im Stau steht! Kamen die Leute nicht an, hatten sie keine Geduld mehr?Wer weiß! Sollen 500 andere warten weil 147 wer weiß wo stecken? Wenn die Chinesen und Russen es jetzt richtig machen, ist der Westen raus aus Afghanistan!Also steckt die Entwicklungshilfe ins Glasfasernetz! Da sind wir Entwicklungsland.

Am 17. August 2021 um 13:22 von Lusil

"7 Personen mit einer Maschine auszufliegen, wenn der Ami 640 in einem Flugzeug ausfliegt, muß nicht weiter kommentiert werden. AKK hat sich zu dieser Glanzleistung nicht öffentlich geäußert."

Wissen die auch warum in der US Maschine 640 Personen waren und in der deutschen nur
7.
AKK hat sich übrigens geäußert im Morgenmagazin.
Wurde alles inzwischen erklärt und begründet.

@ iforkanzlerin

es wirkt eher, als seien viele zuschauer gekommen, um sich die sache entspannt anzusehen, was die fehlenden frauen erklären würde.

Frauen dürfen in der neuen Gesellschaftsordnung Afghanistans nicht mehr in der Öffentlichkeit auf Bildern gezeigt werden. Viele Läden in Kabul haben ihre Werbung im vorauseilenden Gehorsam längst angepasst.

12:52 von Sisyphos3

«und was für ne Organisation / Aufwand
einen Airbus A400M mit 7 Leuten zu besetzen wenn 150 reingehen.»

Sie hätten das selbstverständlich mal wieder besser gekonnt, einfach mehr Counter zur Passagierabfertigung am Flughafen geöffnet, und Stewardessen im Flieger hätte es auch gegeben, die Tomatensaft servieren.

Alles wird viel besser gemanagt von den Tastaturhelden der Besserwisserei.

Peinlich hoch drei

was wir uns dort leisten.

Die Welt retten wollen, aber nicht mal den eigenen Kram gebacken bekommen.

"13:26 von Sisyphos3

" 13:26 von Sisyphos3 zu
13:10 von Shuusui
Überspitzt formuliert war wohl AKKs größte Sorge mit den Taliban, wie man "Taliban" politisch korrekt gendert."

"und was bewegte ihre Vorgängerin
Uniformen für schwangere Soldatinnen"

Man fragt sich stets beim Drüberscrollen über solche abgrundtief schäbigen "Kommentare" aus der ganz rechten Parallelgesellschaft, was alles geht bei den bestehenden Forenrichtlinien?!

Was haben derartige Äußerungen mit dem Thema des ts-Berichts noch zu tun?

Die Fehler der verzögerten Evakuierung gehören in sachlicher Form analysiert und aufgearbeitet. Natürlich hat Rechtsaußen da nichts mit am Hut.

Nur Häme.

Gestern hat einer der beiden (sich sicher als "wohlanständig" definierenden) Herren gar erhofft, viele Flüchtlinge (die Leib und Leben riskieren würden über 6000km Fluchtweg) würden sicher "seiner" AfD zu einem besseren Wahlergebnis verhelfen.

Die Einblicke in das Seelenleben deutscher Rechtsextremer und Islamhasser sind stets sehr aufschlussreich.

13:32 von melancholeriker

Knifflige Frage...

----
ich weiß nicht

wenn hunderte verzweifelte Menschen auf dem Rollfeld und im Flughafengebäude rumspringen
und man nimmt gerade mal 7 mit
da komme sogar ich ins Grübeln !

Am 17. August 2021 um 13:05

Am 17. August 2021 um 13:05 von Sisyphos3
zugegeben die Strafen waren vergleichsweise "human" Gefängnis kein Auspeitschen oder Steinigen
--------
Genau das ist dieses " moderne Besserversteher" Denken, in dem nicht nur die Bundesregierung gefangen ist.
"Westliche Werte" manche höchst fragwürdig sollen einem mittelalterlich in Religion, Justiz und Lebensweise geprägten Land übergestülpt werden.
Tja, das ist ja wohl krachend schief gegangen.
Aber diese Politikerinnen werden keine Verantwortung für ihr betreuendes Denken übernehmen.

13:10, Shuusui

>>Überspitzt formuliert war wohl AKKs größte Sorge mit den Taliban, wie man "Taliban" politisch korrekt gendert.<<

Ach du liebe Güte.

Mehr fällt mir zu einer solchen "Überspitzung" nicht ein.

13:11 von Adeo60

es ist nur noch unbegreiflich, daß sie immer noch ihr weihrauchkännchen über die unseglich unfähige merkelregierung schwenken. was glauben sie denn, wie man jetzt, wo die taliban da sind, die leute rausholen soll. man hat es doch schon vorher verschlafen, als die botschaftsherrschaften ausgeflogen wurden. akk erzählte gestern gar was von einem robusten mandat, was unsere truppen nun dorthin bringen. dabei konnten wir uns doch früher schon nicht verteidigen. aber wir haben denen wenigstens die deutsche mülltrennung vermittelt und die braune tonne dort eingeführtf

Nach dem glanzvollen

Nach dem glanzvollen Abschneiden von Frau AKK und Heiko Maas in Afghanistan wäre es doch wirklich an der Zeit für einen Platz an der Sonne. Vielleicht einfach mal bei Uschi v.d. L nachfragen - einer Aufnahme als Mitglieder der Europäischen Kommission sollte doch auch diesen gescheiterten Politikern nicht verwehrt werden. Nehmt doch einfach den Andi S. und den Jens S. noch mit. Es bleibt nur zu hoffen, dass möglichst wenige Mitglieder der abwartenden Regierung Merkel nach der Wahl noch ihre Ämter behalten. Diese Regierung hat nicht nur unserem Land geschadet, auch mit den ausländischen Nachbarn hat man sich vielfach zerstritten. 20 Jahre Afghanistan mit vielen traumatisierten und 59 toten deutschen Soldaten sprechen für sich. Was bleibt ist nur wieder eine erneute Flüchtlingswelle, die von Merkel bereits angekündigt wurde. Na dann, hoffentlich nicht weiter so.

Zum 1. Mal in meinem Leben

schäme ich mich in Grund und Boden, ein Bürger dieses Landes zu sein. Es ist eine solche Schande, wie unsere Regierung im Fall Afghanistans gehandelt hat, dass mir die Worte fehlen.

An Apathie, Blauäugigkeit, fehlende Entscheidungskraft und den Hang, möglichst blass und unauffällig zu bleiben, hat man sich ja im Laufe der Jahre gewöhnen müssen, aber dieses verwerfliche Fehlverhalten, das durch absolut gar nichts zu entschuldigen ist, ist wirklich die Kirsche auf der Sahne.

Keine der etablierten Parteien wird meine Stimmen bei der anstehenden BTW bekommen. Es ist höchste Zeit für eine neue Ära, die im Sinne der Menschen, der Natur und des Planeten handelt und das goldene Kalb endlich schlachtet.

@Lusil 13:22 Totalversagen

Maas ist nicht gerade ein Paradebeispiel guter Außenpolitik. AKK nun zu verunglimpfen, halte ich für wenig zielführend. Und ob da Beleidigungen gegen Erdogan laufen- ein Thema für sich. Erdogan hält sich mit seinem Vokabular auch nicht hinterm Busch. Die Taliban haben abgewartet, das ist richtig. Die waren auch eifrig dabei, den eigenen Staat zu unterwandern. Oder ihre Anhänger kostenlos beim Feind ausbilden zu lassen. Das weiß jeder General, der im fremden Land Leute militärisch ausbildet. Da wird nicht in den Kopf gesehen, was der eigentlich für ein Typ ist. Da wird ausgebildet. Und es ist eine menschliche Tragödie, das ist doch richtig, was Steinmeier bewertet. Jeder Bewohner Afghanistans, der Taliban nicht will, ist Opfer dieser Übernahme, die noch zeigen wird, was die so in Petto haben. Vergessen wir nicht Menschenrechte, die überall geschätzt und geschützt werden sollen. Wer sich da nicht schert, grenzt und schottet sich von den UN usw. ab. Ist auch kein guter Weg.

13:20 von Putin-Bewunderer

<< @ Erna Müller

"Die Bundeswehr war hauptsächlich in Masar-i-Scharif und hatte den Ortskräften die Ausreise nach Deutschland versprochen. Ein Großteil davon hat es nie nach Kabul geschafft. Wieso spricht darüber niemand?"

Die Taliban haben zugesagt, dass diesen Menschen nichts geschieht. <<

.-.-.

Die Taliban haben kürzlich auch zugesagt, dass sie in dem Staat, den sie jetzt errichten werden, die MENSCHENRECHTE einhalten werden.

Und schon brechen sie das Menschenrecht, indem sie die Afghanen nicht ausreisen lassen.

Zum2.ten mal

Ortskräfte

Leider darf ich hier nicht schreiben was ich denke, sonst sofort" Roter Balken."
Nur soviel:
Maas, Karrenbauer.
Was haben beide jemals geleistet? Absolute Nieten, von Anfang an. Nur Emporkömmlinge in ihren Parteien. Loser.
Jetzt sind KSK-Soldaten wieder recht?
Diese rechtsradikale Truppe?
Den Beamten und Diplomaten den Hintern retten?
Ok.
Die Ortskräfte bleiben sowieso zurück.
Konsequenzen??? Garantiert keine!

Am 17. August 2021 um 13:07

Am 17. August 2021 um 13:07 von falsa demonstratio
Am 17. August 2021 um 12:52 von Sisyphos3
Die Taliban haben angekündigt,dass Afghanen das Land nicht verlassen sollen.
Zitat: sollen oder dürfen ? ---- könnte man mal konkreter werden !

Sie haben vollkommen Recht. Es ist unerträglich welch schludriger Verwaltungssprache sich diese Taliban bedienen.
-------
Vielleicht ein Übersetzungsfehler...
Hätte gegendert werden müssen.
Diese westl. Denkweise in die Steinzeit überhaupt erst katapultieren, irre!

13:30 von Tada

"Nun, auch die US- Geheimdienste haben die Situation in Afghanistan falsch eingeschätzt."
Zunehmend hört man, daß sowohl die Geheimdienste als auch die Regierungen sehr wohl informiert waren, ja, daß es Geheimabkommen zur Machübernahme mit den Talian gab.
Ich habe auch deshalb meine Zweifel, weil alles so schnell und reibungslos ablief, praktisch ohne Widerstand durch die die afghanische Regierung und den regulären afghanischen Truppen. Es ist leicht jetzt den "Sündenbock" dort zu sehen.

Hat es denn bisher...

...durch die Taliban größere Racheakte gegeben ? Bisher konnte ich nicht erfahren, ob die Taliban tatsächlich "Ortskräfte" und deren Familien sämtlich töten. Wenn nun an die ausreisewilligen Landsleute appelliert wird , doch im Land zu bleiben und auch Beamte nichts befürchten müssen und an ihre Arbeitsplätze zurückkehren sollen, dann ist das für mich der Beweis, daß die Taliban dort ein funktionierendes Staatswesen aufbauen wollen - und auch müssen . Der Neustart wird sicherlich etwas holprig werden, doch Flucht ist eigentlich keine gute Lösung , was auch für die Botschaften gilt.

13:28 von Putin-Bewunderer

Im deutschen Strafrecht war selbst im 19. Jahrhundert die Auspeitschung oder Steinigung von Verurteilten nicht vorgesehen.
---

also Prügeln ab 1849 in Preussen und 1871 im ganzen Reich

@ jjbhome, um 12:50

Ich hoffe, die Red. sieht es mir nach, wenn ich Ihren Kommentar für recht besserwisserisch bezeichne.

Sie, ebenso wie schätzungsweise 99,9 % der hier Kommentierenden - mich ausdrücklich eingeschlossen - dürften die dortigen Verhältnisse nur aus Fernsehen, Zeitungen u.a. Berichten kennen.

Was man aber pausenlos liest, müsste eigentlich von intimen Kennern der Sachlage stammen, und die würden mit Superlativen und Absolutismen sehr wahrscheinlich sparsamer umgehen.

Und wenn Biden die Taliban davor gewarnt hat, den abziehenden Amerikanern Schaden zuzufügen, ist das weit von dem entfernt, was Sie über großflächige Bombardierungen schreiben.
Oder habe ich da etwas nicht mitbekommen - dann bitte ich um einen entsprechenden Hinweis.

@ Sisyphos3

und was für ne Organisation / Aufwand einen Airbus A400M mit 7 Leuten zu besetzen wenn 150 reingehen

Am Flughafen herrscht totales Chaos, es waren nicht mehr als 7 Menschen zum Ausfliegen in geifbarer Nähe, die anderen haben den Weg zur Maschine durch das Chaos nicht geschafft und sie hatte nur einen Slot von 30 Minuten um wieder zu starten.
Selbstgerechtigkeit ist da glaube ich nicht angesagt.

13:12, Der Lenz

>>um 12:54 von fathaland slim
>Die Rolle Pakistans bei der momentanen Entwicklung gehört dringend aufgearbeitet.<

Nicht nur Pakistans.
Die Taliban als Söldnerarmee wird aus vielen Quellen finanziert.
Dazu gehören Staaten genau wie Einzelpersonen denen der "sieg des Islam über den Westen", wofür ja auch der Afghanische Sieg über die SU stand (Ja, für die war auch die SU "der Westen"), noch wichtiger ist als Jetzt wirklich dort Einfluss zu haben.<<

Der Islam wird als Chiffre für die Befreiung vom Kolonialismus unter reaktionären Vorzeichen benutzt. Eine Fahne, hinter der sich diejenigen versammeln, für die Vorgestrigkeit wichtiger Bestandteil der Identität ist.

Russland war ebenso Kolonialmacht wie die "westlichen" Länder. Gerade in Afghanistan hat man das schon vor 200 Jahren erfahren.

Es stört mich ein wenig, daß bei der Diskussion die Zeit vor dem sowjetischen Einmarsch komplett ausgeblendet wird. Sie ist aber wichtig, um zu verstehen, was gerade passiert.

Nachbarn der Afghanen

Pakistan und andere Nachbarn sind bevölkerungsmäßig explodierend. Armut und Bildungsdefizite sind die eine, Wirtschaft mit teilweise überalterten Strukturen und Systemen vorzeitlicher Landwirtschaft gehören genauso dazu wie die fatale Schieflage im Arbeits- und Industriebereich. Drogenhandel flutet die Welt, sorgt dort für Devisen, in der Welt für neue gesundheitliche Tsunamis durch Suchtgefahr mit allen Folgen und zudem für die Entstehung neuer krimineller Kartelle, Machtkämpfe um Markt und Einfluss. Da mischen so viele Länder, "Eliten", Clans und Sippen mit. Über allem prunkt Islamismus, dem man kaum erfassen und seine Konturen erkennen kann. Von allem ist was dabei. Ein System militärischer Bedrohung, Stammesfehden, Untergrundkampf und Anschläge. Diese Mixtur ist ein Hexenkessel, der zu explodieren droht. Das Chaos und die Ungewissheit zur "geregelten" oder regelbaren Zukunft einer modernen Gesellschaft- das Rezept muss noch gefunden werden. Ich halte es für unwahrscheinlich.

13:38 von fathaland slim

Ich zitierte aus einem Artikel von zeit.de und habe dies auch kenntlich gemacht.

@ Margitt.

Das Versagen u. die Unfähigkeit dieser Regierung setzt sich fort

Das meiste, was Sie ihr vorwerfen, ist aber nicht gerechtfertigt. Man muss nicht in eine Kerbe hauen, nur weil gerade jeder da rein haut.

Am 17. August 2021 um 13:20 von Putin-Be

Die Taliban haben zugesagt, dass diesen Menschen nichts geschieht
----------
Und Merkel hat zugesagt, daß es keine Migrantenkrise wie 2015 geben wird.
Glauben Sie diesen Mitteilungen?

@f'land slim - Gestern gab's einen Doku-Mehrteiler zu

Afghanistan, aus dem ich nur das Fazit ziehen konnte: man muss ganz von vorne anfangen und fragen, was denn die Afghanen in der Mehrzahl wollen.

Es sieht so aus, als ob nur Minderheiten ausländische Kräfte seit Jahren ins Land bitten, während die Mehrheit einfach einen islamischen Staat auf Basis des Schariarechts will. Sie haben (auch die Menschenrechtsaktivisten) die Mujaheddin als Befreiungshelden gesehen, nur natürlich deren monströsen Terror-Ableger, die Taliban, abgelehnt. Also durchaus eine strikt islamische Gesellschaft, die nicht für internationale Interessen lebt. Insofern konnten es weder die Russen noch der Westen, schon gar nicht die CIA, den Afghanen Recht machen. Sie geraten immer wieder in die Mühlen zwischen ausländischen "Rettern" und inländischen Widerständlern oder Terroristen. Das erklärt vielleicht auch, weshalb die mit Milliarden ausgestattete afghn. Armee nicht gegen T. kämpft, sondern abhaut.
Man sollte sie in Ruhe lassen; ist halt ihr Hindukusch, Herr Struck

Unterschied Taliban vs. die "Guten" aus dem Westen

Der Unterschied ist, dass die Taliban klar und transparent zeigen welchen Irrsinn sie vertreten während der Westen in Schlips und Anzug rumfaselt und die Männer, Frauen und Kinder welche geholfen haben und beschützt werden sollten nun im Hintergrund abschlachten lassen. Moralisch gibt es gar keinen Unterschied.
Würden die Menschen in Afghanistan einen finanziellen Wert haben so wie Öl oder Gold, was wären die alle schnell ausgeflogen werden. Ich schäme mich einfach nur für die Barbarei der beteiligten Nationen und für die Verlogenheit sowieso.

Oje ...

20 Jahre Fehleinschätzungen vom Anfang bis zur zu späten Evakuierung. Dies entgegen so manchem guten Rat von Spezialisten und mangelndem Rückhalt bei der D Bevölkerung.

Im Handelsblatt heißt es, dass dies den AfD-Wahlkampf beflügeln wird. Und hier muss man auch der AfD zugute halten, dass sie immer gegen eine Verlängerung des Einsatzes gestimmt hat.

@Margitt @Grayhawk

"< Ich finde es unerträglich…..
…..das die Minister der Regierung Merkel trotz erwiesener Unfähigkeit (Außen, Verteidigung, Verkehr) auf ihren Sesseln sitzen bleiben dürfen. In privatwirtschaftlichen Unternehmen wären sie im hohen Bogen rausgeflogen >
Ich ergänze noch die von Ihnen begonnene Liste der unfähigen Minister um folgende Resorts:
Gesundheit
Wirtschaft
Landwirtschaft
Inneres

Viele bleiben danach dann nicht mehr übrig.
Merkel hat bei der letzten Ministerernennung wohl gewürfelt oder ausgelost."

Wenn ich so drüber nachdenke, fallen mir eigentlich nur Heil und Scholz ein, die ich von den aktuellen Leuten gerne wieder in der Regierung sehen würde. Wenn jetzt noch der Außenminister die angemessene Konsequenz aus seinem Versagen ziehen würde, dann würde mir die Wahl im September wohl ziemlich leicht fallen.

Ortskräfte

einmal ehr erleben wir was es bedeutet wenn die Regierung alles aussitzt und was dann für Ergebnisse dabei heraus kommen. bei der Finanzkrise hat jetzt der Steuerzahler die Zeche zuzahlen, hier bei Afghanistan bezahlen die Ortskräfte wahrscheinlich mit Ihren Leben und das nur weil man angeblich es nicht vorhersehen konnte.
für mich eine Lüge , denn man hat ja noch nicht einmal auf die Botschaft gehört. wurde gerade im TV gebracht.

@ Margitt, um 13:38

re @ weingasi1, um 13:30

Ganz unabhängig von Ihren Meinungsverschiedenheiten, und ebenfalls o. T., nur meine verwunderte Frage, was denn “jmd. in den Senkel stellen“ bedeutet?

13:38 von fathaland slim

Vor 80 Jahren waren die Strafen bei uns ähnlich grausam wie heute unter den Taliban.
-

sagen wir mal in einer kurzen Episode,
"Fliegenschieß" nannte das einer und erntete nen Shitstorm

Zitat : "Die Taliban sind eine reaktionäre, faschistische Organisation."
wollen wir mal den Begriff "Faschistisch" nicht überstrapazieren
es genügt ja vollkommen die als kriminell zu bezeichnen

Was ist an dem Begriff

" sollen " nicht klar, das bedeutet nichts anderes als, keiner darf das Land verlassen, außer Ausländer.
Punkt zwei, hatte mich schon gewundert am ersten Tag, das die Taliban nicht gleich den Flughafen von außen gesichert haben.
Am Tag zwei, ist ihnen dann ein Licht aufgegangen, Regierungsgebäude und Flughafen sind Schlüsselpositionen.
Es gab also für nicht Ausländer nur ein Zeitfenster von 24 Stunden, das ist schlimm für die Afghanen, war aber absehbar, die 1900 die vorher raus sind, hatten großes Glück gehabt.
Wer das alles verbockt hat, werden wir schon noch erfahren, es wird jetzt schwierig werden noch etwas zu bewegen, vielleicht mit Geld, dafür sind sie sicher empfänglich.
Mich würde mal interessieren, ob die Meldung mit dem Geld und der geflohenen Regierung wahr ist, ob an der Meldung was dran ist.

13:15, Tarek94

>>LINKE Politiker nennt "Ortskräfte" "Kollaborateure"?
Der Hamburger Bijan T., Politiker der LINKE, nennt die Ortskräfte "Kollaborateure" und zeigt Verständnis für eine eventuelle Verurteilung durch die Taliban:

"Andererseits muss man aber auch sagen, dass in vielen Ländern der Welt noch heute die Todesstrafe auf Landesverrat gilt und es daher auch völlig nachvollziehbar wäre, wenn die Kollaborateure nach einem ordentlichen Gerichtsverfahren von den Taliban bestraft würden."

Quelle: https://archive.is/2TT25<&lt;

Ja, es gibt manche Linke, für die die Taliban, da sie sich antikolonialistisch gebärden, eine Befreiungsbewegung sind.

Solche Irrwege sind in meinem politischen Lager leider nicht selten. Es sind aber Außenseitermeinungen.

Ganz besonders habe ich mich in diesem Zusammenhang über Judith Butler geärgert, die den Islamismus vor zwanzig Jahren mal als progressive, weil "antiwestliche" Bewegung gedeutet hat. Ich nehme an, sie sieht das mittlerweile ein wenig anders.

13:42 von fathaland slim

Was würde dadurch besser?

----

die Macht der Symbolik ?
sonst fällt mir nichts ein

13:24 von weingasi1

Überlasst Afghanistan den Afghanen, meinte er und er hatte, wie sich spätestens jetzt zeigt recht. Auch wenn es Demokraten schmerzt, wie z.B. Frauen dort behandelt werden, so lässt sich Demokratie weder im- noch exportieren. Ich hoffe, wir haben aus dem Desaster "Afghanistan" gelernt und halten uns zukünftig mit unserem Engagement zurück
#
Ja, da hatte Scholl-Latour recht,leider für die Frauen sehr,sehr schade.

@13:05 von falsa demonstratio

"Dann wäre Ihnen der erste Satz nicht entgangen: " Fallschirmjäger der Bundeswehr sollen die verbliebenen Deutschen und Ortskräfte in Kabul zum Flughafen bringen. Bei Letzteren könnte das schwierig werden"

Ein solcher Einsatz ist praktisch unmöglich. Die Bundeswehr hat gar nicht Technik (Hubschrauber, Panzerfahrzeuge etc.) und nicht die Mannschaftsstärke vor Ort, die einen solchen (Kampf-)Einsatz möglich machen würde. Ich bleibe bei meinem Urteil: diese sogenannte Rettungsaktion ist ein Spektakel fürs deutsche Publikum, ein Ablenkungsmanöver von den Verantwortlichen durch die Verantwortlichen.

@Ich habe schon lange gemerkt, dass 13:32 von frosthorn

"Bevölkerungswachstum
- vor allem, wenn es anderswo in der Welt stattfindet -
Ihnen ein Dorn im Auge ist."
zu @@Sisyphos3 13:15

Ist halt bei manchen 'umwolkten' Kommentatoren ein Dauerthema.
Es dauert mich nur noch ;-)

@12:54 von fathaland slim

"Floskeln wie „Einmischung des Westens“ ... "Die Geschichte Afghanistans ist eine Geschichte der Einmischung, und zwar von allen Seiten. Ohne diese Einmischung gäbe es dieses immer schon, seit Jahrhunderten, dysfunktionale Staatsgebilde gar nicht."

Was möchten Sie denn damit sagen? Soll dies ein Plädoyer für Einmischung aus Gewohnheit sein? Das Gebiet wäre auch ohne diese Einmischungs-Historie diverser Mächte von Menschen besiedelt gewesen, womöglich friedlicher.
Für den Einfluss des Westens übernehmen wir Verantwortung. Ob andere Mächte dort ohne europäisches Einwirken mehr oder weniger Unheil angerichtet hätten ist hypothetisch und irrelevant.

13:44 von schabernack

Sie hätten das selbstverständlich mal wieder besser gekonnt,
-----

definitiv aber schneller
die hätte ich zusammen mit den Soldaten außer Landes gebracht
vor Wochen schon

ihre Beitrag entnehme ich es ist für sie
alles in allem ganz gut gelaufen
polemik aus

Habe mir nochmal die Dokumentation

gestern abend über Afghanistan der letzten 40 - 50 jahren angesehen und komme zu dem Schluß, es sind die afghanischen Männer das größte Problem.
Seit 40 - 50 Jahren hatten diese schon mehrere Möglichkeiten sei es unter Sowjetherrschaft oder jetzt unter dem ISAF Einsatz ihr Land zu reformieren insbesondere in Sachen Frauenrechte.
Offensichtlich sind aber Frauenrechte und Demokratie nicht die besonders herauragende Ziele der Männer bei den einen sowieso nicht und die anderen warten darauf, dass Fremde ihnen die Kohlen aus dem Feuer holen. Ich denke bei allem Mitgefühl das jetzt den armen Afghanenen entgegengebracht wird sollte man nur Familien mit Kindern und Frauen/Mädchen als Flüchtlinge aufnehmen. Die Männer sollten nicht fliehen sondern endlich anfangen die Geschicke ihres Landes selber in die Hand zu nehmen und bestimmen. Mein Verdacht ist aber, dass die meisten Männer aus wirtschaftliche Gründen fliehen nicht wegen Demokratie und Frauenrechte.

Das ganze ist einfach nur

Das ganze ist einfach nur beachämend. 20 Jahre hat man sich auf die Helfer in Afghanistan verlassen. Jetzt wo es umgekehrt ist werden die Helfer enttäuscht. Was ich aber besonders traurig finde ist das jetzt keiner die Verantwortung für das Desaster übernehmen will, ja sogar die Schuld aufs Afghanische Militär abwälzen will. Warum soll sich ein junger Mensch sich für eine Regierung erschießen lassen die längst mit einen Hubschrauber voller Geld über alle Berge ist. Afghanistan war von Anfang an ein Fehler. Mit den Billionen Dollar die dieser Krieg gekostet hat hätte man sicher jedem Afghanen ein Haus bauen können und eine Ausbildung bezahlen.

13:53 von Giselbert

Und hier muss man auch der AfD zugute halten,
dass sie immer gegen eine Verlängerung des Einsatzes gestimmt hat.
----

was zeigt dass die gelegentlich auch "richtig" liegen

13:16, SirTaki

>>Was uns die Geschichte des Landes lehrt, ist ein weißes Blatt Papier.<<

Sie mag für Sie ein weißes Blatt Papier sein, was dann den Rest Ihres Kommentars erklären würde.

Bitte beschäftigen Sie sich mit der Geschichte Afghanistans, dann ist sie auch kein weißes Blatt Papier mehr für Sie, und Sie müssen nicht mehr zu Vorurteilen und wohlfeilen Floskeln Zuflucht nehmen.

@13:11 von Adeo60

"Dem Bericht der TS ist nichts derartiges zu entnehmen." Wenn die Berichterstattung zu einer Farce diese nicht als Farce entlarvt, dann läuft sie Gefahr, selber zur Farce zu werden. Die Informationen zum Verbleib der Helfer sind bekannt (panisches Verlassen der Safe-Häuser in Kabul, vermutlich Herumirren durch Kabul), die Informationen zum Absperrung der Flughafens durch die Taliban entnehmen sie der Berichterstattung der internationalen News-Netzwerke. Es wundert stark, wie in Deutschland über diese Rettungsaktion berichtet wird. Ich empfinde dies nicht als sachlich angemessen.

Witz

Warum darf ein dt. Airbus A400M nur 7 Passagiere mitnehmen.
Weil Maas nicht auf mehr vorbereitet ist.

13:44 von Susi1960

Die Welt retten wollen, aber nicht mal den eigenen Kram gebacken bekommen.
---

schön wäre wenn die Erkenntnis in der breiten Masse zum Tragen käme

@fathaland slim @Margitt

">>Rücktritte?<<

Was würde dadurch besser?"

Einiges. Finde ich. Es muss einfach Konsquenzen geben für ein derartiges Versagen. Ich kann keine Partei wählen, die mir dann später wieder den gleichen Außenminister präsentiert. Die andere Regierungspartei kann ich sowieso nicht wählen, selbst wenn die alle zurücktreten würden.
Ich kann mich an Zeiten erinnern, da wurde schon für viel weniger zurückgetreten.
Oder wofür ist eigentlich Frau Giffey zurückgetreten?

@harry_up

Ganz unabhängig von Ihren Meinungsverschiedenheiten, und ebenfalls o. T., nur meine verwunderte Frage, was denn “jmd. in den Senkel stellen“ bedeutet?

Wer "in den Senkel", also unter das Senklot oder auch Senkblei, gestellt wird, der kann aus einer schiefen Haltung aufgerichtet werden. "Jemandem den Kopf zurecht rücken" beschreibt es wohl ähnlich.

dazu fällt einem nix mehr ein

Bei dieser lt. Wehrbeauftragten a.D. " wir verwalten uns zu Tode" Langsamkeit, Inkompetenz etc.

Minister haben Fürsorgepflichten für die Beamten. Diesen ist im Falle der Deutschen Botschaft der Minister nicht nachgekommen... in diesem Land wird soviel angezeigt und verklagt...
das ist ein massives Dienstvergehen... ein Rücktritt reicht nicht...
Eine Anzeige beim und Ermittlungen des Generalbundesanwaltes sind das mindeste, da wir ja eine unabhängige Justiz haben.....

Das alles ist Unsinn?

Ja genau denn:

Der Staat,
(wie man hier wiedereinmal glasklar sehen kann)
löst keine Probleme, er ist das Problem.

R.Reagan, 1980
Rede zur Inauguration des amerikanischen Präsidenten

Wie war wie war Präsident Biden.

@Am 17. August 2021 um 13:42 von fathaland slim

">>Rücktritte?<<

Was würde dadurch besser?"
Wenn Politiker konsequent für ihr Versagen die Konsequenzen ziehen müssten, dann hätten wir schon lange keine so inkompetenten Politiker wie Merkel, Maas, AKK, Scheuer usw. mehr. Das würde schon etwas ändern. Aber solange Menschen wie sie, trotz denkbar größtem Versagen seitens der Politik, noch immer keinen Rücktritt fordern, solange haben wir uns nichts besseres verdient als inkompetente Politiker.

Die Ortskräfte waren nicht

Die Ortskräfte waren nicht gezwungen, mit den „Besatzern“ zu kooperieren. Dazu gibt es ja anscheinend keinen großartigen Widerstand gegen die Taliban. Jeder wehrfähige afghanische Flüchtling hat seinem Land den Rücken gekehrt. Eine Résistance hätte es heute so viel leichter, sich zu organisieren, als im besetzten Frankreich im WWII

@alex.o, 13:26 (@um 13:09 von Naturfreund 064)

"Bei den Taliban sind Vergewaltigungen, Folterungen und solche Dinge gang und gäbe.
Bei den Vietnamesen bestand untereinander noch eine Gesellschaft mit gegenseitigen Respekt"
-
"Sicherlich gibt es beim Vergleich der Vietcong und Taliban erhebliche Unterschiede. Der bei den Vietnamesen bestehende Respekt hat nach 1975 sicherlich dazu beigetragen die Folgen (...) für die Bevölkerung etwas abzumildern. Auch war Vietnam zu keiner Zeit "Brutstätte" für internationalen Terror.
Trotzdem sind (...) Vergleiche mit Saigon 1975 sicherlich angebracht. Vietnamesen, welche mit den Amerikanern zusammengearbeitet haben, mussten nach der Niederlage ebenfalls um ihr Leben fürchten. Nicht umsonst kam es im April 75 zu den verzweifelten Szenen in der US-Botschaft in Saigon (...)"

Anzumerken wäre hier vielleicht noch, dass Vietnam - anders als Afghanistan - nicht jahrhundertelang Spielball der Mächtigen in der "Weltpolitik" bei der Durchsetzung ihrer Interessen war (siehe den Beitrag von @fathaland slim)

Blauäugigkeit

Der Rheinländer Laschet überlegt, wie er die Ortskräfte aus Afghanistan rausbekommt. Eine Geschichte für den Karneval, wenn es nicht so traurig wäre. Dem Westen ist es nie um Menschenrechte in Afghanistan gegangen. In blinder Gefolgschaft zu den USA, die sich einen Dreck um andere Staaten kümmern, nachdem diese zerbombt wurden und notdürftig wieder aufgebaut. Wieviele Ermordete durch die Drohnenangriffe hat Obama zu verantworten? Man sollte glücklich sein, dass die NATO - Okkupanten das Land verlassen haben! Der Pragmatismus Russlands und Chinas sind hingegen wohltuend und gute wirtschaftliche Beziehungen werden den Afghanen Frieden und Prosperität bringen! Es bleibt zu hoffen, dass die Taliban ihre Chancen nutzen und begreifen! Bis jetzt ist es eine friedliche Revolution!

@ Sisyphos3 um 13:54

>wollen wir mal den Begriff "Faschistisch" nicht überstrapazieren
es genügt ja vollkommen die als kriminell zu bezeichnen<

Das birgt Verwechselungsgefahr mit "normaler Kriminalität" wie Mafia, Hell's Angels, Corona-Maskenhandelskorruption oder VW/Daimler/BMW/Bosch-Dieselbeschisskartell.

Aber Faschismus ist die Spezielle Form der Kriminalität bei der es um die erbeuten eines Staates durch Raubüberfall geht (zumindest laut Mussolini, dem Erfinder der auf dieses Konzept sogar Stolz war).
Und das ist genau die Vorliegende Form.

13:39 von Nordbraut

<< @Sausevind
"Im Artikel steht, warum:
weil die Taliban nur diese 7 reingelassen haben.

Lesen scheint eine hohe Kunst zu sein, die offenbar schon länger verloren geht."

Der letzte Satz stimmt ganz offenbar.
Ich habe im gleichen Artikel gelesen, dass die Amerikaner nur 7 reingelassen haben. Ist aber auch verflixt schwierig, dieses Lesen... ;) <<

.-.-.

Ich habe noch mal nachgelesen:
AUSDRÜCKLICH steht da weder das eine noch das andere.

Mit Sicherheit steht da, dass nur 7 REINGELASSEN wurden.
Ich habe das auf die Taliban bezogen. Tue ich im Grunde auch jetzt noch.

Biden hat recht,

Biden hat recht, Nationbuilding war kein objective. Lediglich eine Interpretation des Brunnenbohr-Fanclubs im Bundestag. Vielleicht gibt die Situation mal den Parlamentariern etwas zu denken, wenn sie Soldaten in Einsätze schicken. Mir scheint, da besteht eine „Mir egal, die MinisterIN sagt, die machen das schon. Was gibt es eigentlich heute in der Kantine? Können wir die Absgimmung schnell hinter uns bringen?“-Geisteshaltung. Das soll mal jemand den Ortskräften erzählen.

Die Hälfte der Afghanen ist

Die Hälfte der Afghanen ist unter 20. Sollen die doch den Alten mal sagen, was sie in zwanzig Jahren erlebt haben und was sie daraus von den Taliban halten.

Darstellung: