Streik im Güterverkehr hat begonnen

Kommentare

Eine kleine privilegierte Gruppe

nimmt ein gebeuteltes Land in Geiselhaft.
Unverantwortlich von der GDL!
Während Corona keine Kurzarbeit für die Herrn u Damen Lokführer, sichere Arbeitsplätze dank Steuermilliarden.
Wohldem, der bei einem solchen erpressbaren Unternehmen arbeitet.
Zum Schaden des Landes!

als 1. den Güterverkehr bestreiken,

damit in den Überflutungsgebieten die dringende benötigten Materialien nicht ankommen.
Soviel zur Hilfsbereitschaft, wenn es um den eigenen Vorteil geht.
Wenn ich hier in die vorbeifahrenden Personenzüge schaue, sind diese nur zu höchstes 3-5 % besetzt.
Diese kann man bestimmt durch Busverkehr oder Flixtrain ersetzen.

Könnte der nicht Bundeskanzler?

So viele wahre Worte von Herrn Weselsky bei seiner Pressekonferenz.
Der Vorstand bereichert sich, obwohl er miese Zahlen zu verantworten hat und die kleinen Malocher sollen zahlen.
Die GDL sollte zur Bundestagswahl antreten.
Ich würde sie wählen, wenn Herr Weselsky dann Bundeskanzler wird.
Zumindest Chef vom Gewerkschaftsbund sollte möglich sein.
Damit auch die anderen Gewerkschaften zur Abwechslung mal wieder für ihre Arbeitnehmer kämpfen und nicht gegen sie.

Das wurde aber auch Zeit!

Ist ja auch sonst nichts los in Deutschland. Schließlich ist Corona auch einem Abnutzungsprozess unterworfen. Und die Wahlen? Gehen dieses Jahr völlig in anderen Scharmützeln unter ... hoffentlich geht jemand hin.
Tarifstreitmäßig schein D nur noch aus den Lokführer zu bestehen ... einer gutbezahlten "elitären Kaste" mit Arbeitsplatzgarantie.
Die Arbeitnehmer im Zeitvertrag und viele andere "überbezahlte" Arbeitnehmer sind sicher auf ihrer Seite ... wie Urlauber und viele sonstige Verkehrsumsteiger.
Also: VIELEN DANK, HERR WESELSKY!
**
Jeder möchte sich seine ironischen Stellen selbst kennzeichnen, vielen Dank.

Streik bei der Deutschen Bahn ab Dienstagabend....

Für die Bahnkunden gibt es keine richtige Zeit für Streiks, egal ob am Wochenende oder an Werktagen.
Für das Bahnpersonal ist die vom Bahnvorstand angestrebte Nullrunde für 2021 ein Tritt vors Schienbein. Für die Jahre 2022 und 2023 sollten es je 0,75 Prozent sein, 1,5 Prozent in zwei Jahren (bei welcher Preissteigerung ?). Der Bahnvorstand genehmigt sich übrigens 10 Prozent mehr Vergütung bis 2023, von 900.000 Euro im Jahr auf 990.000 Euro. Außerdem wurde großzügig die Betriebsrente für Lokführer gestrichen (143 Euro im Monat). Die EVG stimmte hier zu. Vielleicht gibt es jetzt Übertritte. Nun wird öfters die Tariffähigkeit der GDL bestritten. Nach der Webseite der Gewerkschaft hat sie aber mit etlichen Eisenbahnunternehmen bereits erfolgreich Tarifverträge abgeschlossen. So mit der Vlexx GmbHder Netimero-Gruppe,Transdev Hannover,Transdev Mitteldeutschland und Regio Ost,Nordwestbahn GmbH,Abellio-Gruppe.

Finde ich richtig.

Tarifvertragsverhandlungen ohne das Recht zu streiken wären kollektives Betteln.

UNVERANTWORTLICH

Durch Zugausfälle werden beengte Verhältnisse im öffentl. Nah- und Fernverkehr entstehen ,die gerade jetzt mit Sicherheit ein höheres Infektionsgeschehen nach sich ziehen werden,die mitunter auch zu schweren Krankheitsverläufen führen werden. Einmal mehr stellt die Bahn als auch deren Mitarbeiter unter Beweis ,dass dieses Unternehmen als eines der kundenunfreundlichsten Unternehmen überhaupt auf dem deutschen Markt agiert.

so wird's nix mit dem Klimaschutz

Also hier müsste es andere Möglichkeiten der Verhandlung geben.
Die Bahn muss ein verlässliches Verkehrsmittel werden. Es kann nicht sein, dass diejenigen die der Umwelt zuliebe mit der Bahn fahren oder täglich pendeln durch solche Aktionen ausgebremst werden.

Meist ist es schon umständlich und teuer genug mit der Bahn zu fahren, bei solchen Aktionen überlegt es sich so mancher, wieder ganz aufs Auto umzusteigen. Oder muss sich gar ein Auto kaufen, um solche Aktionen auszugleichen.

Auch produzieren solche Streiks zusätzlich Verkehr und Staus auf den Straßen.

Das Streikrecht ist ein hohes

Das Streikrecht ist ein hohes Gut in unserem Tarifsystem. Das ist sie eine Seite.
Herr Weselsky und seine GDL führen parallel einen Wettbewerb mit der EVG. Das ist die andere Seite. Und da wird tatsächlich "tariffremd" ein Teil der Auseinandersetzung auf dem Rücken der Bahnfahrenden ausgetragen. Nach dem Wechsel der EVG'ler Hansen und Westphal auf lukrative Bahn-Unternehmensposten, was viele Gewerkschafter als unanständig und Verrat ansahen, versucht sich Weselsky mit übertriebenen Aktionen in Stellung zu bringen. Auf Dauer geht das für Herrn Weselsky nach hinten los. Auch die GDL braucht letztlich eine verlässliche Bahn, die auch das Ansehen der Kunden braucht.

@ nie wieder spd, heute...

Ich frag mich schon den ganzen Vormittag beim Lesen Ihrer Kommentare, was heute eigentlich in Sie gefahren ist.

Man ist ja mittlerweile Einiges von Ihnen gewohnt, aber dass Sie den Blödsinn mit Weselsky als Kanzler noch toppen können würden, hab ich nicht für möglich gehalten.

Kommt supergut !

Da ereifert man sich gestern noch darüber, dass in Anbetracht des Klimawandels immer noch zuviel Individualverkehr stattfindet. Davon abgesehen, dass die hier so häufig gescholtene "Politik" die DB seeehr stark unterstützt wegen der Einbussen von Corona, was natürlich bei anderen Unternehmen (z.B. der Lufthansa) grösste Proteststürme auslöste, obwohl es sich bei dieser um ein Darlehen handelt, muss es den Bürgern, die vllt u.a. aus Umweltgründen überlegen, öfter mal das Auto stehen zu lassen, wie Hohn vorkommen, dass in einer Situation, wie sie im Moment herrscht, ein geltungssüchtiges A....h, wie Weselsky, der die ohnehin schon privilegierte Gruppe der Lokführer (im Vergleich zum anderen Bahnpersonal )nun zum Streik aufruft. Hoffentlich werden bald weitere Privatbahnen einen Dienst versehen, zu dem die Teil-Staatsbediensteten offenbar keine Lust mehr haben. Die Corona-Hilfen für die Bahn sollten sofort eingestellt werden. Hier sind es nämlich keine Kredite.

Jeder, der hier die Lokführer...

...als "kleine privilegierte Gruppe mit sicherem Arbeitsplatz" beschreibt:

Die Bahn sucht solche Leute! Also flugs bewerben, umschulen und dazugehören!

Ist ebenso wenig geistreich, nicht wahr?

@ 12:35 von Rainer Bros

"UNVERANTWORTLICH
Durch Zugausfälle werden beengte Verhältnisse im öffentl. Nah- und Fernverkehr entstehen ,die gerade jetzt mit Sicherheit ein höheres Infektionsgeschehen nach sich ziehen werden,die mitunter auch zu schweren Krankheitsverläufen führen werden. ..."

Volle Zustimmung zu Ihrem Beitrag. Ohne Rücksicht auf Verluste, hier hätte man sicherlich eine Übergangslösung finden können, bis zumindest die Coronapandemie wieder besser im Griff ist. Gerade auch noch in Zeiten der Urlaubsrückkehrer ...

@ um 12:42 von harry_up

Naja, ich gebe mir Mühe.
Aber trotzdem Dankeschön.
Nichtsdestoweniger hatte Herr Weselsky mit jedem Wort recht, dass er während seiner Pressekonferenz gesprochen hat.
Leider wurde hier nur ein kurzer Filmauschnitt präsentiert und außer der Kernaussage leider nicht die Hintergründe, die Herr Weselsky halbwegs ausführlich zu Gehör gebracht hat.
Ironie: Nicht ohne auf die Verantwortung der Presse hinzuweisen, diese Hintergründe zu recherchieren.
Und zu berichten, möchte ich hinzufügen.

@ um 12:46 von harry_up

Richtig!
Und, ganz wichtig, in die GDL eintreten.

Es geht hier überhaupt nicht

Es geht hier überhaupt nicht um den Tarifvertrag, es geht einzig um einen Machtkampf zwischen GDL und EVG. Die GDL als kleinere der beiden Gewerkschaften muss in vielen Unternehmen der Bahn wegen des Tarifeinheitsgesetzes zurückstecken und darum eskaliert Weselsky hier den Machtkampf auf maximale Stufe. Es ist letztlich sein eigenes Ego, für das er kämpft.

Dass er auf den Bahnkunden regelrecht schei*t kennt man ja schon seit langem, hier zerstört er aber auch Vertrauen in das Unternehmen Bahn, die letztlich ein wichtiger Baustein in der Verkehrswende ist.

Man darf nicht vergessen, dass die Lokführer auf hohem Niveau leiden. Keine Einbußen während Corona, letztlich eine lebenslange Arbeitsplatzgarantie, gute Bezahlung, ...
Es ist ein Schlag ins Gesicht aller, die wirtschaftlich enorm unter der Corona-Krise leiden.

Streikrecht

Im Gegensatz zu Managern die über Lohnerhöhungen quasi selbst entscheiden können, haben Arbeitnehmer manchmal keine andere Wahl als zu streiken.
Bevor man davon spricht dass streiken unverantwortlich wäre sollte jeder selbst mal nachdenken ob er/sie für seine Arbeit nicht angemessen entlohnt werden möchte.
Über die Kurzfristigkeit mit der die Streiks im Personenverkehr jetzt beginnen sollen (ab morgen) darüber kann man zu Recht streiten; hatte die Lokführergewerkschaft doch zuvor angekündigt dass sie den Fahrgästen zuvor eine angemessene Zeit für Umplanungen/-buchungen gewähren wollte. Dass man dann nicht mal 24 Stunden Zeit dafür hat, finde ich auch nicht ok

@ weingasi1, um 12:45

Ihr Protest im Sinne des Umweltschutzes wirkt angesichts der sich in anderen Kommentaren überschlagenden Verharmlosungen der Inzidenzen fast schon grotesk.
Ja, und sobald die Lokführer streiken, zählen sie zur "privilegierten Gruppe".

Aber so isses: Manches lernt man erst zu schätzen, wenn man's mal nicht (mehr) hat. :-)

Der Streik war übrigens seit Wochen abzusehen. Wenn man die Verhandlungen verfolgt hat.

Tröstet Sie auch nich...

@physio4u

Volle Zustimmung!
Bei solchen Streiks wird die Allgemeinheit erpresst.
Zudem wollen wir doch zum Schutze unserer Umwelt gerade, dass die Menschen mehr auf die Bahn umsteigen. Und nun das!
Lokführer haben gutbezahlte Jobs, krisensicher und sauber.

@11:41 von erstaunter bürger

"damit in den Überflutungsgebieten die dringende benötigten Materialien nicht ankommen"
Auch ich bin ein erstaunter Bürger, nämlich wie in Gebieten wo alles überflutet ist, Häuser, Strassen und Gleise weggerissen oder unterspült sind, noch Züge fahren können - erstaunt mich in der Tat sehr.

@SinnUndVerstand, 12:42

"Das Streikrecht ist ein hohes Gut in unserem Tarifsystem. Das ist sie eine Seite.
Herr Weselsky und seine GDL führen parallel einen Wettbewerb mit der EVG. Das ist die andere Seite. Und da wird tatsächlich "tariffremd" ein Teil der Auseinandersetzung auf dem Rücken der Bahnfahrenden ausgetragen. Nach dem Wechsel der EVG'ler Hansen und Westphal auf lukrative Bahn-Unternehmensposten, was viele Gewerkschafter als unanständig und Verrat ansahen, versucht sich Weselsky mit übertriebenen Aktionen in Stellung zu bringen. Auf Dauer geht das für Herrn Weselsky nach hinten los. Auch die GDL braucht letztlich eine verlässliche Bahn, die auch das Ansehen der Kunden braucht"

In der Mitte Ihres Kommentars haben Sie ganz nebenbei auch den Hinweis auf den Kern des Problems versteckt: Er liegt in dem Wörtchen "lukrativ".

12:53 von Advocatus Diabo...

Im Gegensatz zu Managern die über Lohnerhöhungen quasi selbst entscheiden können
---------------

... ach ?
können die das

Machtkampf

Es scheint auch ein kleiner Machtkampf zwischen den beiden Gewerkschaften zu sein?
Das dieser Streik genau zur Hauptreisezeit statt findet, ist meines Erachtens nach ein Unding. Auch wenn das Streikrecht ein hohes Gut ist, die leidtragenden sind die Pendler, Urlauber und alle die etwas fürs Klima tun wollen.
Da setze ich mich lieber in unseren achtender und fahre mit dem ins Wochenende. Schön übers Land und ohne Stau.

@12:35 von Rainer Bros

"Durch Zugausfälle werden beengte Verhältnisse im öffentl. Nah- und Fernverkehr entstehen ,die mit Sicherheit ein höheres Infektionsgeschehen nach sich ziehen werden"
Es steht den Arbeitgebern frei, wo möglich, weiterhin Home Office für ihre Mitarbeiter anzubieten. In den Einkaufsmärkten geht es wesentlich beengter zu - hier sprach noch nie jemand von Infektionsrisiken. Dieses Argument jetzt für den Bahnstreik heranzuziehen, erscheint mir doch recht dürftig.
PS zum Thema "unverantwortlich": Möchten Sie nicht auch anständig bezahlt werden?
PPS: Die meisten Leute haben seit Corona weniger Geld in der Tasche als vorher

Klar....

Logo ist man für Streik, denn jeder Streik bringt etwas ein. Und jene, die das jetzt kritisieren, sollten sich vielleicht mal selbst fragen, ob sie auch für weniger arbeiten würden, wenn sie mehr bekommen könnten.
.
Zur Erinnerung, die allermeisten sind in diesem Land Arbeitnehmer, die ihre Arbeitskraft so teuer wie möglich verkaufen müssen.
.
Wir vergessen das oft, bei 10 Millionen im Niedriglohnbereich.
Wer meint, dass der Mindestlohn auch im ist, kann ja gerne auf den Rest verzichten.
.
Aber macht natürlich niemand.

Weselsky müsste zahlen

Die betroffenen Bahnkunden müssten die GDL mit Herrn Weselsky für den entstandenen Schaden in Haftung nehmen!

Die Bahn trägt keine Schuld; es ist der Machtkampf eines Mannes an der Spitze einer kleinen Gewerkschaft, die sich immer wieder auf Kosten der Allgemeinheit bereichern will.

Steuergelder

Zumindest im Nahverkehr ist es doch so, daß die Bahn bezuschusst wird? Also zahlen wir Teile der Gehaltserhöhung aus Steuergeldern, oder??

@11:41 von physio4u: Land in Geiselhaft

"Eine kleine privilegierte Gruppe nimmt ein gebeuteltes Land in Geiselhaft. Unverantwortlich von der GDL!"

Jeder Streik nimmt irgenwen in "Geiselhaft". Wenn die Müllabfuhr streikt oder die Pflegekräft im Krankenhaus, dann ist das nicht anders.

Selbst wenn das Personal im Einzelhandel streikt, ist es so.

Man wollte die Bahn unbedingt privatisieren. Also wurden aus Beamten, die kein Streikrecht haben, Angestellte.

Dass diese für mehr Lohn im Notfall auch streiken, ist dann eben so. Die Forderung der Gewerkschaft 1,4% für dieses Jahr und 1,8% im nächsten Jahr sowei eine Einmalzahlung von 600 Euro ist ja nicht überzogen. Die Bahn hat 1,5% ab 01.01.2022 und 1,7% ab 01.03.2023 geboten.

Ich habe völliges Verständnis für die GDL.

@12:37 von Giselbert

"Auch produzieren solche Streiks zusätzlich Verkehr und Staus auf den Straßen"
Wenn ich sehe wie (ohne Streiks) ganzjährig die Strassen von LKW´s vollgestopft sind weil Güter nicht nur Deutschland - sondern aufgrund der Globalisierung durch die ganze Welt gekarrt werden, dann frage ich mich ob es der richtige Ansatz ist Streiks zu verdammen - oder ob man dann (im Sinne auf Klimaschutz) nicht besser die Globalisierung kritisch hinterfragen müsste.
Aber dann müsste man ja vom eigenen Wohlstand und der eigenen Bequemlichkeit Abstriche machen.

@ 12:56 von Nettie

Verstecken wollte ich das Wort gar nicht. Es ist ja nicht nur bei der EVG sondern bis weit in den Bereich der Politik hinein ein Thema, dass "lukrative Angebote" schnell zum Wechsel von Positionen und Interessen führen können.
Und andere halten es für lukrativ, die eigene Hausmacht als Hardliner zu festigen.

Gemischte Gefühle

Auf der einen Seite gönne ich den einfachen Bahnmitarbeitern jede Erhöhung gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Preisentwicklungen.
Auf der anderen Seite kontraproduktiv in der derzeitigen Situation.
Es zeigt sich einmal mehr das es den Gewerkschaftsbossen mehr um die eigene Profilierung und Tasche geht.
Ein Umdenken im Arbeitskampf wäre schon seit vielen Jahren notwendig um nicht die Preisspirale immer weiter zu schrauben.
Wenn man dann weiter denkt, an den grünen Plänen mehr und mehr auf die Schiene, am besten gar kein Individualverkehr (außer natürlich Staatskarosse) kann ein schon Angst um Deutschland werden, wenn dann so eine kleine Gruppe die Möglichkeit hat alles lahm zu legen.
Arbeitskampf ja, aber gegen über Nordende Bezüge der Vorstände und Gewinnbeteiligung statt permanenten Lohnerhöhungen...das macht Sinn und schraubt nicht an der Preisspirale. Aber so lange Gewerkschaftsbosse in Vorständen sitzen ..unwahrscheinlich

Unrichtiges Narrativ

Ein vermeintlicher Konkurrenzkampf zwischen GDL und EVG spielt hier keine Rolle.
Die Tarifvertragsverhandlungen werden zwischen den Tarifvertragsparteien geschlossen, das sind die Deutsche Bahn und die GDL.
Wer möchte, dass Lokführer nicht mehr streiken dürfen, weil sie systemrelevant seien, muss sich für eine Verbeamtung einsetzen.
Arbeitnehmer zu sein, aber kein Streikrecht bei Tarifvertragsverhandlungen zu haben, geht nicht.
Möglich wäre theoretisch ein vorläufiges Verfahren vor der Arbeitsgerichtsbarkeit, mit dem Ziel, die Unverhältnismäßigkeit der Streikmaßnahmen feststellen zu lassen und diese konkrete Streikmaßnahmen gerichtlich beenden zu lassen.
Ein solcher vorläufiger Unterlassungsanspruch wird von der Bahn auch gerichtlich geltend gemacht werden.
Es wird spannend...

@erstaunter bürger - 11:41

"als 1. den Güterverkehr bestreiken,
damit in den Überflutungsgebieten die dringende benötigten Materialien nicht ankommen."

Klar, mal abgesehen vom Zustand der Gleise in den kritischen Gebieten wären hier Güterzüge das umständlichste Transportmittel der Wahl.

"Soviel zur Hilfsbereitschaft, wenn es um den eigenen Vorteil geht.
Wenn ich hier in die vorbeifahrenden Personenzüge schaue, sind diese nur zu höchstes 3-5 % besetzt.
Diese kann man bestimmt durch Busverkehr oder Flixtrain ersetzen."

Logo, und Loks fahren kann zur Not jeder der mal eine Modelleisenbahn bedient hat - also, kein langes Federnlesen, schmeißt die Blutsauger einfach raus - gelle?

GDL - Streik

Wenn ich hier schreibe was ich über Weselsky denke,werde ich mit Sicherheit gesperrt! Wie erkläre ich es nun unseren beiden Kindern (6),dass der Urlaub ausfallen wird,weil eine kleine Gewerkschaft die Züge stehen lassen wird? Ein in seinem Auftreten arroganter Mensch es schafft,für seinen Geltungsdrang tausende Reisende/Pendler vor Probleme zu stellen? Ich höre auf zu schreiben,sonst schreibe ich etwas,was....ach egal! - Ich könnte brüllen vor Wut auf diesen Mann!!

@13:02 von Fuchs123

"Also zahlen wir Teile der Gehaltserhöhung aus Steuergeldern, oder??"
Ja da haben Sie Recht. Übrigens zahlen wir die ganzen Diäten der sehr zahlreichen Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie der Gehälter und Renten der Regierung, usw auch aus unseren Steuergeldern ebenfalls aus unseren Steuergeldern.
Verursacht das Ihnen keine Probleme?

@Streikrecht 12:53 von Advocatus Diabo...

Es geht nun mal nicht ohne,
auch wenn die versammelten Lobbyphones das anders sehen wollen.

Selbst die Erde streikt schon, um diese aktuelle Sottise zur Aufhellung mal beizutragen.

Tarife

Wenn ich so schaue, bei unseren Nachbarn in der Schweiz verdienen Lokführer zwischen 5 und 6 T. CH. Streiks seit Jahren Fehlanzeige, pünktlich sind die auch. Gute Verbindungen und der größte Teil des Schwerverkehrs ist auf der Schiene.
So geht das liebe Deutsche Bahn

Die Bahn

ist auch ziemlich witzig, wir haben so um die 4 Prozent Inflation, dann dieses Angebot.
" Deutsche Bahn hatte der GDL zuletzt Lohnerhöhungen in zwei Schritten angeboten: 1,5 Prozent zum 1. Januar 2022 und 1,7 Prozent zum 1. März 2023, bei einer Laufzeit bis Ende Juni 2024."

Und das wissend, das es sich durch Anhebung des CO2 Preises weiter verteuern wird.
Aber ich kann Bahn sowieso nicht nutzen, müsste ja erst mal zum Bahnhof kommen.
Und dann fehlt auch wieder Vergleich was die Prozente bedeuten, steht ja kein Lohn im Artikel, jetziger und dann der Neue.
Ich gehe davon aus, das die anderen Gewerkschaften, IG Metall und so, nachziehen werden.
Die meisten Teile der Industrie, sind ja weiter gelaufen, waren ja nicht alle durch den Virus behindert.

@ Fuchs123, um 13:02

“Also Zahlen wir Teile der Gehaltserhöhung aus Steuergeldern, oder?“

Nee, nee, die Lokführer werden ausschließlich von den Ticketgeldern der Bahnreisenden bezahlt.

Die Steuern werden für Reparaturen an Gleisen, Signalen und Rollmaterial eingesetzt.

Schlaue Frage - schlaue Antwort...

@ 13:03 von Advocatus Diabo...

"Wenn ich sehe wie (ohne Streiks) ganzjährig die Strassen von LKW´s vollgestopft sind weil Güter nicht nur Deutschland - sondern aufgrund der Globalisierung durch die ganze Welt gekarrt werden,"

Da rennen Sie bei mir offene Türen ein, auch ich finde diesen Trend kontraproduktiv und er sollte kritisch hinterfragt werden!

"dann frage ich mich ob es der richtige Ansatz ist Streiks zu verdammen ..."

Ich verdamme die Streiks nicht per se, sondern fordere diejenigen auf (die dafür bezahlt werden = Regierung) in diesem sensiblen Bereich nach anderen Möglichkeiten zu suchen, auch ohne Streiks eine gerechte Entlohnung zu finden.

Dreiste Forderungen

Ich gönne prinzipiell jedem Menschen angemessene Gehaltssteigerungen. Solche Forderungen wie die der GDL und von Herrn Weselsky sind einfach nur dreist in diesen Zeiten. Die DB hatte durch Corona in 2020 und bisher in 2021 Milliardenverluste, die zu behebenden Hochwasserschäden gehen ebenfalls in die Milliarden... Der Güterverkehr schreibt seit Jahren rote Zahlen - der Streik wird (leider) dazu führen, dass noch mehr Güterverkehr auf die Straße verlagert wird.

Nun ist es aber nicht so, dass die Lokomotivführer oder Zugbegleiter besonders unter Corona gelitten hätten. Viele Züge fuhren zwar nicht, "Homeoffice" ist bei diesem Beruf nicht möglich (außer an der Spielzeug-Eisenbahn). Anders als andere Branchen hat die Bahn aber kein Personal entlassen, die Zugführer waren m.W. nicht wie viele andere ohne Aufzahlung in Kurzarbeit --- Nein. Sie hatten, de facto, voll bezahlte FREIZEIT. Dafür nun auch noch eine Corona-Prämie zu fordern, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.

@Hansi2015 - 13:01

"Die betroffenen Bahnkunden müssten die GDL mit Herrn Weselsky für den entstandenen Schaden in Haftung nehmen!"

Das wär gut - gleiches gelte dann schließlich für Andi Scheuer (Diesel-Gate, PKW-Maut), Olaf Scholz (Wirecard), BER und weitere kostspielige Kapriolen zulasten der Steuerzahler.

"Die Bahn trägt keine Schuld; es ist der Machtkampf eines Mannes an der Spitze einer kleinen Gewerkschaft, die sich immer wieder auf Kosten der Allgemeinheit bereichern will."

Schlecht informiert.
Herr Weselsky macht gar nichts, wenn seine Mitglieder nicht mehrheitlich für einen Streik stimmen - nennt sich Urabstimmung und erfüllt ein demokratisches Grundprinzip.

Sie und all die anderen Verzweifelten können sich ja für Streikverbote einsetzen. Macht sich demokratisch prima, wenn Querdenker und Neo-Nazis demonstrieren können während Arbeitskämpfe zum "Schutz der Bevölkerung" verboten würden.

@12:51 von Supergrobi: Gute Bezahlung

"Man darf nicht vergessen, dass die Lokführer auf hohem Niveau leiden. Keine Einbußen während Corona, letztlich eine lebenslange Arbeitsplatzgarantie, gute Bezahlung, ..."

Ein Lokführer kann maximal 45.000 Euro im Jahr verdienen. Das sind 3750,- Euro Brutto im Monat. Zulagen wie Weihnachtsgeld usw. sind da schon eingerechnet.

Für einen Job ohne feste Arbeitszeiten mit Feiertags- und Wochenenddiensten und ggf. Übernachtungen irgendwo in Deutschland ist das ein geradezu fürstliches Gehalt.
Und die 3750,- Euro sind das Ende, nicht der Anfang des möglichen Verdienstes.

Das ist Super!

Ich wünschte mir, dass die Berufe der Gesundheitspflege auch so eine mutige Entscheidung treffen würden und in 3 Wochen einen Bundesweiten Streik beginnen gegen die Arbeitsbedingungen in Deutschland!
Doch leider musste ich damals mit ansehen, wie die Pflegeberufe in die KLUNKER-Gewerkschaft - die ÖTV - eingebunden wurden und damit gemeinsam mit den MÜLLMÄNNERN!! in einer Gewerkschaft um ihr "Ansehen" und "Anerkennung" kämpfen mussten.
Eine fatale Entscheidung damals, hätten wir heute eine starke PFLEGE-GEWERKSCHAFT wäre dies anders. Dafür hätte ich 1975 alles gegeben als ich in den Pflegeberuf eingestiegen bin. Nun gehe ich bald in Rente und noch immer fehlt die Anerkennung des Pflegeberufes - im Gegensatz zu den Lokführern, die wesentlich MEHR verdienen, darum sollten sie STREIKEN bis zum geht nicht mehr!

Die GDL überzieht !

Dieser kufri Flächenstreik ist überzogen, unverantwortlich und trifft die Falschen.
Ist eine Unverschämheit zigtausende Reisende in Geiselhaft zu nehmen, nur um Partikularinteressen durchsetzen zu wollen und das eigene Ego zu stärken.
Arrogantes Verhalten der GDL!

@Sparpaket 13:04

Doch hat es, die Bahn darf nur noch mit der größten Gewerkschaft einen Tarifvertrag schließen (Tarifeinheitsgesetz) und das ist Stand jetzt nicht die GDL sondern die EVG. Weselsky versucht, über solche Aktionen der EVG Mitglieder zugunsten der GDL abzuwerben, um seine Macht zu erhalten.

@13:02 von GeMe

So ist das. Ich habe mich als Pendler auch immer furchtbar geflucht, wenn der ÖPNV der Stadt (Bus und Straßenbahn) bestreikt wurde, musste mir dann aber eingestehen, dass es nun mal so ist. War immer nur ungerecht, dass ich vom Verkehrsunternehmen nie die Tage, die ich meine Dauerkarte nicht nutzen konnte, erstattet bekommen habe.

„Man wollte die Bahn unbedingt privatisieren. Also wurden aus Beamten, die kein Streikrecht haben, Angestellte“

Genau da liegt dann die Krux, was man aber vorher wusste. Und ehrlich gesagt, zieh ich ja schon den Hut vor Herrn Weselski, der zieht das wenigstens durch.

Ein Hoch auf den Individualverkehr

ein besseres (zusätzliches) Argument gegen den ÖPNV gibt es nicht. Virenrisiko in den Zügen, schlechter Service, schlechter Zustand des Fuhrparks der nur in nicht ausreichender Zahl verfügbar ist, Zugausfälle und der ständige Machtkampf des Lok-Napoleons Weselsky mit den Rest der Welt. Und eine Ministerin, die innerdeutsche Flüge zu Gunsten der Bahn abschaffen will. Ich Lachsschinken schlapp.

Am 10. August 2021 um 13:07 von Advocatus Diabo...

" "Also zahlen wir Teile der Gehaltserhöhung aus Steuergeldern, oder??"
Ja da haben Sie Recht. Übrigens zahlen wir die ganzen Diäten der sehr zahlreichen Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie der Gehälter und Renten der Regierung, usw auch aus unseren Steuergeldern ebenfalls aus unseren Steuergeldern.
Verursacht das Ihnen keine Probleme? "

Wie es aussieht nicht, interessant war auch gestern, ein Artikel im Focus
" Studie der Deutschen BankUmverteilung von Arm nach Grün: Vom Elektroauto profitieren vor allem Reiche "

Sollten einige mal lesen, damit hat auch niemand ein Problem, warum sollten dann ausgerechnet die Lokführer auf irgend etwas verzichten.

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