Mehr als eine Million Tote durch Naturkatastrophen

23. Juli 2021 - 09:19 Uhr

Dürren, Fluten und Stürme treffen jede Region der Erde - und sie fordern viele Opfer. In den vergangenen rund 50 Jahren starben nach Angaben der Weltwetterorganisation mehr als eine Million Menschen durch Naturkatastrophen.

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Kommentare

1mio in 50 Jahren sind knapp

1mio in 50 Jahren sind knapp 55 am Tag. Das drückt ja nicht annähernd aus, wie schlimm es wirklich ist.
Die Zahlen lassen das eher harmlos erscheinen.

Mehr als eine Million Tote durch Naturkatastrophen....

Die in der Zukunft noch gehäufter auftreten werden. Wenn nicht dem Klimawandel entgegengewirkt und der CO2-Ausstoss verringert wird.
Aber danach sieht es nicht aus. Der Amazonas wird für die Fleisch-und Sojaproduktion gerade brandgerodet.
Sogar befördert durch Freihandelsabkommen wie Mercosur, daß mehr Exporte ermöglicht.

Welch' Ignoranz

Hey, wir als Weltwetterorganisation sind wichtig.....

nein, Erdbeben, Asteroide, Krankheiten sind unwichtig.....

oder anders ausgedrückt, lassen wir den Klimawandel laufen, dann sterben alle 50 Jahre 1 Millionen .....
Vielleicht sollten wir die abschreiben und lieber in Arzneimittelforschung investieren... da geht es um wesentlich mehr Menschenleben.... HIV, etwa 13m, Corona ....

Zitat

"Keine Region der Erde bleibt verschont"

Und genauso müssen wenn, dann auch alle Regionen der Erde was tun. Es reicht nicht, wenn wir uns hier in Deutschland einschränken müssen "fürs Klima" und z. B. in Asien wird fröhlich weitergemacht wie bisher bzw. noch ausgebaut. Gut, manche werden jetzt sagen, wir in Europa müssen Vorbild sein, doch diese Sichtweise finde ich reichlich naiv. China wird sich doch höchstens freuen, weitere Absatzmärkte zu erschließen wenn europäische Produkte aufgrund der ganzen Klimaschutzmaßnahmen zu teuer geworden sind.

Tsunami 2004

Allein beim Tsunami 2004 kamen 230.000 Menschen ums Leben. Die kann ich in der Ausschlüsselung gar nicht finden.
Wie ist das zu erklären?

Es gibt ein ganz einfaches

Es gibt ein ganz einfaches Mittel CO2 Neutral zu werden. Pflanzt Bäume.
Pro Jahr bindet eine Buche etwa 12,5 kg CO2.
Wenn man mehr Förster in die Wälder schicken würde, könnten diese den Baumbestand kontrollieren und erfassen und auch geeignete Maßnahmen einleiten.
Es wäre ganz einfach, vielleicht zu einfach.

@ Sebastian15

Zitat: "Und genauso müssen wenn, dann auch alle Regionen der Erde was tun. Es reicht nicht, wenn wir uns hier in Deutschland einschränken müssen "fürs Klima" und z. B. in Asien wird fröhlich weitergemacht wie bisher bzw. noch ausgebaut."
#
Das ist nur ein Problem. Selbst eine sofortige Klimaneutralität wäre zunächst nicht zu merken. Zu allem gehört auch die Ehrlichkeit zu sagen, dass richtig (!) positive Auswirkungen vielleicht (!) unsere Urenkel bemerken dürften ... vielleicht. Erstmal geht es weiter bergab wie bisher, dann käme (vielleicht) eine Phase des Stillstandes bis es nach und nach besser werden könnte (!). Aber nur dann, wenn das Klima das macht, was Modelle zzt. Vorhersagen. Darüber wird aber kaum ein Wort verloren.
Ein Klimaforscher sagte einmal, es ist wie mit einem Auto: Für eine Beule brauch ich Sekunden ... die Beseitigung dauert viele Stunden.
Wir werden uns also ersteinmal auch auf viele Jahrzehnte mit unserem jetzigen, persönlichen Schutz befassen müssen.

Peter169

Der Tsunami hatte nichts mit Wetter oder Klima zu tun. Das wird es sein

Mehr als eine Million Tote in 50 Jahren

Sensationsmeldung pur !

was will man damit erreichen ?
das sind genau 20.000 im Jahr
klingt das dann immer noch so spektakulär ?
vor allem wenn man bedenkt dass 150 Mill Menschen / jährlich aus anderen Gründen sterben

ohnehin glaube ich dass die Zahlen überhaupt nicht stimmen
die sind viel zu niedrig angesetzt
Peter169 sprach es ja an, der Tsunami 2004 damals mit 230.000 Opfer
oder das Erdbeben in Haiti mit 350.000 Toten
und bestimmt suchen wieder einige ganz besonders Schlaue nach nem Zusammenhang zum Klimawandel
sollte die Erde von nem Meteoriten getroffen werden

09:41 von Bernd Kevesligeti

"Mehr als eine Million Tote durch Naturkatastrophen....

Die in der Zukunft noch gehäufter auftreten werden. Wenn nicht dem Klimawandel entgegengewirkt und der CO2-Ausstoss verringert wird."

Ach ja? vielleicht wird es ja auch besser nicht schlechter?

Vom Karlsruher Institut für Technologie:

„Die absolute Zahl der jährlichen Toten durch Naturkatastrophen ist über die Jahre hinweg leicht gesunken – in Relation zum Bevölkerungswachstum sogar deutlich. Derzeit liegt sie bei etwa 50.000“, erläutert Daniell. „Auf den gesamten Zeitraum gesehen, also zwischen 1900 und 2015, starb die Hälfte von ihnen durch Flutkatastrophen. Dank besserer Vorbereitung und Analysen nimmt dieser Anteil aber ab. Seit 1960 haben Erdbeben mit 40 Prozent den größten Anteil.“

Tja ...

die Natur nimmt nimmt keine Rücksicht auf den Menschen.
Egal ob Parasiten, Krankheiten oder eben Wetterkapriolen.

Wir können uns nur bestmöglich darauf einstellen. In Hochwassergebieten ohne Keller oder gar auf Stelzen bauen, in Erdbebengebieten erdbebensicher bauen, in Hurikangebieten hurikansicher bauen, Dürregebiete bewässern oder besser ganz unbewohnt lassen ...

Interessante Zahlen, anderer Zeitraum

Karlsruher Institut für Technologie:

"Die Zahl der Toten durch Erdbeben zwischen 1900 und 2015 liegt nach Daniells Daten bei 2,32 Millionen (Schwankungsbereich: 2,18 bis 2,63 Millionen). Die meisten von ihnen – 59 Prozent – starben durch zerstörte Backsteingebäude, 28 Prozent durch sekundäre Effekte wie Tsunamis und Erdrutsche. Durch Vulkanausbrüche starben im gleichen Zeitraum 98.000 Menschen (Schwankungsbereich: 83.000 bis 107.000)."

Klimawandel ist ein Faktor

Klimawandel ist aber nicht der einzige Grund für Naturkatastrophen und Naturgewalten. Der Vulkanausbruch auf Island vor einigen Jahren hat wie die Tsunamiwelle in Japan gezeigt, dass solche Gewalten existieren. Nur im menschlichen Gehirn sind diese stets vorhandenen Risiken und Gefahren noch nicht angekommen. Das Fiasko im Süden nach der Flutkatastrophe konnte man nicht mal im Kaffeesatz lesend erahnen. Solche Dinge passieren. Und wir leben weder in einem Computermodell noch in einem Minibiotop, in dem sich alles exakt vorausberechnen lässt- das meiste sind Annahmen und Hochrechnungen. Besser wäre, sich die geschichtlichen Katastrophen vorzunehmen, als der Mensch noch ein Klecks in der Erdgeschichte war. Auch da kamen und gingen Menschen durch Naturgewalten. Nur den Klimawandel zu bemühen, ist einäugig und nicht überzeugend oder alles erklärend.

@Sebastian15, 09:57

Natürlich werden globale Partnerschaften in Sachen Klimaschutz geschmiedet werden müssen. Genau das hat ja Kanzlerin Merkel in ihrer Amtszeit versucht und zu Recht beklagt sie, dass man damit schneller hätte vorankommen müssen. Deutschland allein kann es nicht schaffen - und genau deshalb ist die EU so wichtig: Als wirtschaftliche Größe, damit sich die europäischen Staaten, insbesondere Deutschland gegen USA und China behaupten können, aber eben auch als Vorkämpfer gegen den Klimawandel. Dessen dramatische Entwicklung wird von allen Parteien gesehen, ausgenommen lediglich der AFD.

Ob die Zahl "mehr als eine Mio" wirklich stimmt?

In 50 Jahren nur eine Mio Tote weltweit durch Naturkatastrophen?
Nein, das glaube ich nicht.

Wieviele Hungertote gibt es, die in den letzten 50 Jahren wegen der Dürren sterben mussten?
Das dürften doch weit mehr als 1 Mio Menschen allein bereits sein.

@sonnenbogen

"
Am 23. Juli 2021 um 09:51 von sonnenbogen
Welch' Ignoranz

Hey, wir als Weltwetterorganisation sind wichtig.....

nein, Erdbeben, Asteroide, Krankheiten sind unwichtig.....

oder anders ausgedrückt, lassen wir den Klimawandel laufen, dann sterben alle 50 Jahre 1 Millionen .....
Vielleicht sollten wir die abschreiben und lieber in Arzneimittelforschung investieren... da geht es um wesentlich mehr Menschenleben.... HIV, etwa 13m, Corona ...."

Eine solche Milchmädchenrechnung kann man nur aufstellen, wenn man den anthropogenen Klimawandel leugnet. Falsch. Lassen wir den Klimawandel laufen, sterben in nicht allzuferner Zeit 8 Milliarden Menschen.

@tagesschlau2012

Am 23. Juli 2021 um 10:10 von tagesschlau2012
Es gibt ein ganz einfaches

Es gibt ein ganz einfaches Mittel CO2 Neutral zu werden. Pflanzt Bäume.
Pro Jahr bindet eine Buche etwa 12,5 kg CO2.
Wenn man mehr Förster in die Wälder schicken würde, könnten diese den Baumbestand kontrollieren und erfassen und auch geeignete Maßnahmen einleiten.
Es wäre ganz einfach, vielleicht zu einfach.

Ja, es ist einfach. Aber die Idee haben Sie nicht erfunden und es entbindet uns auch nicht von der Verpflichtung, weniger CO2 in die Luft zu blasen. Wenn nämlich der Kipppunkt erreicht ist, würde es Ihnen nichts nutzen, selbst wenn Sie die ganze Erde mit Bäumen zupflanzen würden. Mal abgesehen davon, daß es auch den Bäumen dann viel zu heiß wäre.

Außerdem dauert es viel zu lange, bis die Aufforstung sich aufs Klima auwirken würde. Das wurde bereits untersucht. Die Zeit haben wir gar nicht mehr. Damit hätte man vor 50 Jahren anfangen müssen.

Nichts destotrotz kann man natürlich Wälder aufforsten.

09:57 von Sebastian15

und z. B. in Asien wird fröhlich weitergemacht wie bisher bzw. noch ausgebaut.
-----

und genau der Umstand schein bei einigen hier nicht angekommen zu sein
es nützt wenig wenn einer 100 Tonnen CO2 einspart
während der andere 2.000 Tonnen mehr erzeugt
und das Verhältnis ist wahrscheinlich noch erheblich ungünstiger

Zu meinem Beitrag von 10:30

In einen Blog der Uni Lübeck heißt es:
Zitat: "Die europäische Wirtschaft soll bis 2050, also in 30 Jahren klimaneutral werden. Darauf haben sich die EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet.1 Klimaneutralität beinhaltet eine hoffnungsvolle Vision, dass die Gesellschaft, die Wirtschaft, das Leben überhaupt aufhört, klimaschädlich zu sein."
Und:
"Netto-Null Emissionen kann also keineswegs klimaneutral sein, weil die Schäden weiter wirksam bleiben, die mit dem dann erreichten Niveau der Klimaerhitzung in Kauf genommen wurden."
Sowie:
"Wir müssen also daraufhin wirken, dass Klimaschäden wieder rückgängig gemacht werden. Die Städte, Länder, Firmen, die Wirtschaft, die EU, die Weltgesellschaft müssen deshalb auf Netto-Minus Emissionen kommen, damit sich Klimaneutralität einstellen kann."

Lippenbekenntnisse

Aktuelle Umfrage bei TS:
Über 80% halten mehr Umweltschutz für wichtig / sehr wichtig
Gleichzeitig: 19%Grüne / 30%CDU, 19%FDP
Finde den Widerspruch.

Jeder sollte bei sich anfangen was zu ändern!
Konsum/Nahrung/Fahrzeugwahl/Reisen/Wegwerfprodukte
Klar sind das alles Einschränkungen und Verzicht (Buhuu), aber die Einschränkungen und Verzichte werden um ein vielfaches dramatischer und auch teurer, wenn nix passiert.

Auch wenn.....

es zynisch oder menschenverachtend klingen mag, vielleicht sind diese Zahlen nur deswegen so dramatisch, weil sie unterstellen, daß sie zu vermeiden wären? Ich bin sicher, daß es schon vor hunderten Jahren Dürren, Erdbeben oder Überflutungen gab, nur hat damals die Opfer niemand gezählt und heute sind sie bestenfalls im Gedächtnis von Historikern oder Geologen. Wer denkt noch an die Millionen von Verhungerten in Irland oder Maos China? Es sit letztlich alles eine Frage der Perspektive und der maßlosen Selbstüberschätzung!

Was sind dies für Zahlen ?

Wie schon einige meiner Vorredner schrieben....nicht viel in diesem Zeitraum....
Mich würde interessieren wieviele Menschen in diesem Zeitraum verhungert sind....

Bei ideologisch Verblendeten stoßen Warnungen auf taube Ohren

„Stürme, Dürren, Überschwemmungen und extreme Temperaturen haben in den vergangenen Jahrzehnten weltweit mehr als eine Million Menschen das Leben gekostet. Das geht aus den Daten der Weltwetterorganisation hervor, die zu den UN gehört. Naturkatastrophen dieser Art würden durch den Klimawandel verursacht und verstärkt, warnte der Generalsekretär.
Starkregenfälle wie jüngst (...) häuften sich und zeigten, dass keine Region der Erde verschont bleiben werde. Auch die zurückliegenden Hitzewellen in (...) seien klar auf den Klimawandel zurückzuführen. "Episoden mit schwerem Regen sind immer öfter Anzeichen des Klimawandels". "Während die Atmosphäre wärmer wird, hält sie mehr Feuchtigkeit, was bedeutet, dass (...)"

Die Kapitalismusjünger werden allen noch so schlüssigen Erklärungen zum Trotz aufgrund ideologischer Verblendung wohl nicht in der Lage sein zu begreifen, dass diese akute Bedrohung der Menschheit im Prinzip vor allem eine Ursache hat: Die Funktion des Geldes als Machtinstrument.

Statistik ist echt klasse!

Mit einer Statistik kann man alles beweisen wie man es will.
.
Wenn man also in 50 Jahren 1 Mio Tote durch Naturkathastrophen berechnet, dann ist das echt "schlau", denn das hört sich verdammt wenig an. Allerdings sind ja nur die Toten erfasst, die direkt durch Blitzschlag, Hochwasser, Tornado etc. getötet wurden. Es gibt aber auch im gleichen Zeitraum Millionen von Verhungerten (hat irgendwie auch mit dem "Klima" zu tun), Tote durch kriegerische Handlungen sowie Tote die auf der Flucht verrecken.
.
Hab schon verstanden: alles halb so wild, oder?

RE: Peter169 um 10:01

***Allein beim Tsunami 2004 kamen 230.000 Menschen ums Leben. Die kann ich in der Ausschlüsselung gar nicht finden.
Wie ist das zu erklären?***

Ganz einfach.
Tsunamis sind geologischer Natur, da sie durch Seebeben ausgelöst werden. Während Dürren, Hochwasser (meistens) und Stürme ihren Grund im Wetter haben, also der Meteorologie.
Die Weltwetterorganisation wird wohl hauptsächlich die Opfer gezählt haben, die aufgrund von Wetterphänomenen gestorben sind.

Gruß Hador

@sonnenbogen - Naturgesetze sind wohl zu hoch

Weltklima abschreiben ...und lieber in Arzneimittelforschung investieren

Gegen die 3 Grundelemente helfen weder Pillen noch Spritzen.

Die Komplexität des Weltklima liegt weit aus höher,
denn gerade nach zerstörter Natur oder menschlicher Infrastruktur enstehen neue Mutationen von Viren und Lebewesen.

Wenn z.B im Abwasser / Schlamm des Ahrtals
ein neues Virus entsteht , so könnte es sogar
eine neue Welt Pandemie erzeugen

Naturgesetze und Wissenschaft sind ja für Populisten nur ......

Wenn die Menge an Todesopfern

Wenn die Menge an Todesopfern eine Änderung bewirken könnte, gäbe es schon lange keine Kriege mehr.
Es sterben täglich 50.000 Kinder an vermeidbaren Krankheiten.
Seit Jahrzehnten.
Solange eine Wertschöpfungskette bestehen bleibt oder eingerichtet werden kann, versuchen uns Politiker das doch noch als wirtschaftlicher Fortschritt zu verkaufen.
So funktionieren Alten - und Pflegeheime, so funktionieren Krankenhäuser, so funktionieren Krieg und Vertreibung und der internationale Drogenhandel.
Alles nur Wertschöpfungsketten.
Und das ist eben asozial nicht nur gegen Menschen, sondern gegen die ganze Welt.

RE: Sisyphos3 um 10:33

***ohnehin glaube ich dass die Zahlen überhaupt nicht stimmen
die sind viel zu niedrig angesetzt
Peter169 sprach es ja an, der Tsunami 2004 damals mit 230.000 Opfer
oder das Erdbeben in Haiti mit 350.000 Toten***

Wie Sie schon schrieben, ... Erdbeben !

Erdbeben haben aber nichts mit Wetterphänomenen gemein.

Gruß Hador

@tagesschlau2012 10:10

Also für eine Tankfüllung zu 50 Litern gut 10 Buchen pflanzen. Und mehr wird im Jahr nicht getankt. Vielleicht doch zu einfach?

10:10 von tagesschlau2012

überschlagen würde das 60 Milliarden Bäume bedeuten zusätzlich zu den bereits 90 Mrd vorhandenen
also statt 32 % Waldfläche dann eben 53 %

Zitat : " Es wäre ganz einfach, vielleicht zu einfach."
am allereinfachsten wäre man "macht nichts"
indem man dafür sorgt dafür dass Wald nicht abgeholzt wird
allein 1.200 qkm im Jahr in Brasilien

@Giselbert

"
Am 23. Juli 2021 um 10:36 von Giselbert
Tja ...

die Natur nimmt nimmt keine Rücksicht auf den Menschen.
Egal ob Parasiten, Krankheiten oder eben Wetterkapriolen.

Wir können uns nur bestmöglich darauf einstellen. In Hochwassergebieten ohne Keller oder gar auf Stelzen bauen, in Erdbebengebieten erdbebensicher bauen, in Hurikangebieten hurikansicher bauen, Dürregebiete bewässern oder besser ganz unbewohnt lassen ..."

Ja, prima Idee. Wenn wir den Klimawandel laufen lassen und uns bestmöglich darauf einstellen, werden die Dürregebiete auf dieser Erde ganz von selbst unbewohnt. Nur das dann die ganze Erde Dürregebiet sein wird. Häuser ohne Keller oder gar auf Stelzen brauchen wir dann auch nicht mehr. Und die Erde kann beben, wie sie will, es stört niemanden mehr.

@Giselbert

"Am 23. Juli 2021 um 10:36 von Giselbert
Tja ...

die Natur nimmt nimmt keine Rücksicht auf den Menschen.
Egal ob Parasiten, Krankheiten oder eben Wetterkapriolen. [...]"

Aha. Deswegen sollten wir also keine Rücksicht mehr nehmen auf die Natur? Oder was soll dieser Satz?

@SirTaki

"[...] Besser wäre, sich die geschichtlichen Katastrophen vorzunehmen, als der Mensch noch ein Klecks in der Erdgeschichte war. Auch da kamen und gingen Menschen durch Naturgewalten. Nur den Klimawandel zu bemühen, ist einäugig und nicht überzeugend oder alles erklärend."

Doch. Es ist alles erklärend und sogar zweiäugig. Selbstverständlich wurden die Einflüsse natürlicher Ursachen untersucht. Bei diesen natürlichen Ursachen reden wir von Schwankungen von ca. 0,1 bis 0,2 Kelvin pro 1000 bis 2000 Jahren, egal welche Ursachen.

Seit der Mensch aber massiv fossile Energieträger verheizt, stieg die Durchschnittstemperatur um über 1 Grad. D.h. eine Zunahme der Veränderungen von über 1000 Prozent in 150 Jahren, einem Zeitraum der nicht mal ein Wimpernschlag in der Erdgeschichte ist.

Nur vier mal in der Erdgeschichte gab es ähnlich dramatische Klimaänderungen, und selbst die liefen langsamer ab. Jedes mal starben dabei 90 Prozent der Lebewesen aus.

von Bobinho 10:33

Ach ja, es wird besser ?
In den letzten Jahren häufen sich Naturkatastrophen, Stürme, Hitzewellen wie in Westkanada oder Hochwasser. Bedingt durch den Klimawandel.
Und da wollen welche noch mehr Wälder abholzen oder abbrennen ? Und noch mehr CO2 produzieren ?

rer Truman Welt

Bei allem Respekt, aber wir sollten es einmal relationaler betrachten: besagte eine Million Menschen in 50 Jahren machen 0,125 Promille der heutigen Erdbevölkerung aus. Das sind im Durchschnitt 20.000 Menschen im Jahr. In Deutschland sterben so viele Menschen in weniger als einem Quartal eines Jahres.
Ich würde meinen, die Natur soweit zu bändigen, daß es in 50 Jahren "nur" so wenige Opfer und nicht wesentlich mehr waren, ist als eine Meisterleistung des Homosapiens zu werten. Allerdings möchte ich hinzufügen, daß für eine weitere Million Todesopfer durch zukünftige Naturkatastrophen keine 50 Jahre mehr ins Land gehen werden müssen, sondern wesentlich weniger!

10:33 von Sisyphos3

«ohnehin glaube ich dass die Zahlen überhaupt nicht stimmen
die sind viel zu niedrig angesetzt
Peter169 sprach es ja an, der Tsunami 2004 damals mit 230.000 Opfer
oder das Erdbeben in Haiti mit 350.000 Toten.»

Erdbeben (plus evtl. darauf folgende Tsunamis) haben nichts mit Wetterextremen zu tun. Deswegen sind die beiden oben nicht mit gerechnet, und die 22.000 Toten bei Fukushima auch nicht.

@Giselbert, 10:36 Uhr

Natürlich müssen wir die Bebauungspläne noch stärker auf die Gefahr von Naturkatastrophen ausrichten, auch die Bauweise muss - wie Sie richtig feststellen - angepasst werden. Zugleich muss aber auch der Kampf gegen den Klimawandel, den niemand mehr ernsthaft leugnen dürfte, kraftvoll angepackt werden. Die EU wäre hierfür prädestiniert und sollte konsequent internationale Bündnisse anstreben. Die Chance, das zweifellos vorhandene Wissen schließlich auch global nutzbar zu machen, würde auch wirtschaftliche Spielräume eröffnen. Ich hoffe, dass auch die AFD endlich ihre Blockadehaltung aufgibt

@Sisyphos3

"
Am 23. Juli 2021 um 10:57 von Sisyphos3
09:57 von Sebastian15

und z. B. in Asien wird fröhlich weitergemacht wie bisher bzw. noch ausgebaut.
-----

und genau der Umstand schein bei einigen hier nicht angekommen zu sein
es nützt wenig wenn einer 100 Tonnen CO2 einspart
während der andere 2.000 Tonnen mehr erzeugt
und das Verhältnis ist wahrscheinlich noch erheblich ungünstiger"

Doch, der Umstand ist angekommen. Er ist sogar vertraglich festgehalten.

Im Pariser Klimaschutzabkommen wurde als Kompromiß vereinbart, daß Entwicklungs- und Schwellenländer mehr Zeit bekommen für die CO2-Reduzierung. Sozusagen als Ausgleich dafür, daß die Industrieländer bereits 150 Jahre Vorsprung haben in Sachen Atmosphärenverschmutzung. China gehörte damals noch zu den Schwellenländern.

Nun kann man sich streiten, ob dieser Kompromiß gut war. Nichtsdestotrotz haben auch diese Länder einen Ausstiegsplan, der dauert halt nur länger.

@Sisyphos3, 10:57 Uhr

Richtig - und genau deshalb braucht es globale Allianzen, die damit sogar ihre Wirtschaftskraft stärken könnten, denn der Klimawandel wird ein beherrschendes Thema der nächsten Jahrzehnte sein. Wer jetzt auf innovative Entwicklungen aufspringt, wird zu den Marktführern in diesem Bereich werden.

11:35 von Bernd Kevesligeti

"Ach ja, es wird besser ?
In den letzten Jahren häufen sich Naturkatastrophen, Stürme, Hitzewellen wie in Westkanada oder Hochwasser. Bedingt durch den Klimawandel."

Ich bezog mich auf die Toten durch Naturkatastrophen. Und ja es werden immer weniger, obwohl es mehr Menschen gibt. Ist das eine Verbesserung oder eine Verschlechterung?

@Margitt:"Wieviele Hungertote

@Margitt:"Wieviele Hungertote gibt es, die in den letzten 50 Jahren wegen der Dürren sterben mussten?" Vieles lässt sich nicht genau verifizieren, aber 3,1 Millionen Kinder unter 5 Jahren sterben jährlich durch Hunger das heißt alle 10 Sekunden stirbt ein Kind. Ca 28 Millionen Menschen starben seid 45 durch Kriege. Allein diese beeindruckenden Zahlen zeigen das es sicher mehr sind als 1 Million.

re 09:41 Bernd Kevesliget: Da und dort!

>>Mehr als eine Million Tote durch Naturkatastrophen....
Die in der Zukunft noch gehäufter auftreten werden. Wenn nicht dem Klimawandel entgegengewirkt und der CO2-Ausstoss verringert wird.
Aber danach sieht es nicht aus. Der Amazonas wird für die Fleisch-und Sojaproduktion gerade brandgerodet.
Sogar befördert durch Freihandelsabkommen wie Mercosur, daß mehr Exporte ermöglicht<<

Ich teile Ihre Analyse zum Amazonas und auch Ihre Kritik an Mercosur.

Was ich bei Ihnen als profunder Kenner Russlands vermisse, ist die Thematisierung der aktuellen Brandkatastrophen in den Weiten der sibirischen Taiga. Und ich meine das nicht einmal politisch außer das es mich empört, dass man über diese riesigen Probleme so wenig erfährt. Warum wird nicht aus diesem Anlass eine internationale Konferenz von Russland initiiert, in der Sibirien UND Amazonas UND Kalifornien und und und als die großen aktuellen globalen Probleme gemeinsam (!) angegangen werden?

@11:11 von Hador Goldscheitel

"Die Weltwetterorganisation wird wohl hauptsächlich die Opfer gezählt haben, die aufgrund von Wetterphänomenen gestorben sind"

Interessante Vermutung, kann sein. Aber dann wäre die Überschrift trotzdem falsch und missverständlich, denn schließlich sind Erbeben, Vulkanausbrüche usw. auch "Naturkatastrophen". Dann wären es 1 Mio., die durch Unwetter gestorben sind in 50 Jahren und auch das erscheint mir wenig. Da sterben ja deutlich mehr im Straßenverkehr oder durch Schießereien (weltweit).

Insgesamt wird die Zahl der Toten durch Naturkatastrophen natürlich zunehmen, weil die Zahl der Menschen zunimmt und diese gezwungenermaßen auch mehr als früher in gefährlichen Gebieten siedeln, wie Flussdeltas, steile Hänge usw. Selbst wenn die Zahl und die Heftigkeit der Unwetter gleich bliebe.

Und wie viele sterben an menschengemachten Katastrophen?

Naturkatastrophen sind beschränkt beeinflussbar. Die Folgen auch.

Man könnte einiges vermeiden. Z.B. (Bio-)Zuchtgarnelen, die dort gezüchtet werden, wo vorher mal tropische Mangrovenwälder die Küste geschützt haben.

Die Mangrovenwälder gehen übrigens auch für Hotels drauf und wir wundern uns wenn ein Tsunami so viel zerstört.

Unser Urlaub und unser Essen sind da also durchaus mit an Katastrophen beteiligt.

Wie viele aber an menschengemachten Katastrophen sterben, es interessiert keinen.

Waffen , Abgase und Industrie"erzeugnisse" und Ackergifte, Reserve-Antibiotika in der Tiermast, Nikotin, Alkohol, Verkehr, etc. verursachen Tote.

Alleine die mehr als 20.000 Toten jedes Jahr wegen multiresistenten Keimen in Krankenhäusern in Deutschland interessieren niemand (Frau Klöckner könnte ja mal wegen der Reserve-Antibiotika in der Tiermast tätig werden).

Wer immer noch "weiter so" ruft, der hat nicht verstanden, dass genau das nie ging. Da hilft auch kein "man wird schon was erfinden".

Million ?

Logisch. Weil wir immer mehr Menschen werden.
Im 1900 Jahrhundert gab es fast die gleiche Flutwelle an der Ahr und weniger tote.

Da man genau so nah und wieder noch mehr Menschen dort gewohnt haben ist die hohe Anzahl der Schäden nicht dem Klima sonderm dem Siedlungsverhalten der Bürger zuzurechnen.

11:35 von Bernd Kevesligeti

"von Bobinho 10:33

Ach ja, es wird besser ?
In den letzten Jahren häufen sich Naturkatastrophen, Stürme, Hitzewellen wie in Westkanada oder Hochwasser. "

1931 starben bei Hochwasser in China alleine 2,3 Millionen Menschen. Quelle: Karlsruher Institut für Technik.

RE: Bernd Kevesligeti um 11:35

***In den letzten Jahren häufen sich Naturkatastrophen, Stürme, Hitzewellen wie in Westkanada oder Hochwasser. Bedingt durch den Klimawandel.
Und da wollen welche noch mehr Wälder abholzen oder abbrennen ?***

Warum sollte nicht mehr Holz geschlagen werden, um als Bauholz CO2 langfristig
zu binden ? Danach kann ja wieder aufgeforstet werden.

Dagegen setzt jeder Waldbrand massenhaft CO2 frei, ungenutzt !

Gruß Hador

@ 10:10 von tagesschlau2012

>>Es gibt ein ganz einfaches Mittel CO2 Neutral zu werden. Pflanzt Bäume.
Pro Jahr bindet eine Buche etwa 12,5 kg CO2.<<
Bäume pflanzen finde ich gut, habe selber schon welche gepflanzt.
Das Dumme ist nur, dass es nicht mal ansatzweise reicht, um den menschengemachten Klimawandel zu bekämpfen.

Bäume wachsen nämlich von alleine und dort wo die Flächen geeignet sind stehen schon Wälder,... bzw. standen welche.
Die Menschheit hat Wälder in großem Maße gerodet und ist noch dabei.

Ja, es ist viel zu einfach gedacht.

@ 11:27 von Anderes1961

"Am 23. Juli 2021 um 10:36 von Giselbert
Tja ...

die Natur nimmt nimmt keine Rücksicht auf den Menschen.
Egal ob Parasiten, Krankheiten oder eben Wetterkapriolen. [...]"

@ 11:27 von Anderes1961
"Aha. Deswegen sollten wir also keine Rücksicht mehr nehmen auf die Natur? Oder was soll dieser Satz?"

Sie lesen da was raus, was ich nicht geschrieben habe!

Was gibt es da falsch zu verstehen? Die Natur nimmt keine Rücksicht auf den Menschen, dies impliziert doch nicht den Umkehrschluss, dass der Mensch keine Rücksicht auf die Natur nehmen soll!
Natürlich sollte er Rücksicht nehmen, wenn dies hilft Auswirkungen zu dämpfen.

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