Kommentare - Nach Unwettern: Bund plant Hunderte Millionen an Soforthilfe

20. Juli 2021 - 13:54 Uhr

Der Schaden durch die Hochwasserkatastrophe geht in die Milliardenhöhe. Der Bund will voraussichtlich morgen erste Soforthilfen über 400 Millionen Euro beschließen. Auch Bayern plant schnelle Unterstützung im eigenen Land.

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Kommentare

Ist das eigentlich auch typisch deutsch?

Da stehen viele Menschen buchstäblich vor dem Nichts und wir streiten hier darüber, dass die vielleicht den Steuerzahler zu viel Geld kosten.

Einfach spenden. Kann man sogar von der Steuer absetzen.

Kriterien einführen

Meiner Meinung nach Bedarf es differenzierende Kriterien auch um ein Zeichen zu setzen, was zukünftige Katastrophen angeht. Dies unter dem Vorbehalt, dass eine anthropogene Klimaveränderung ein Faktor ist. Wie könnte zB ein Kriterium lauten? Keine bzw finanziell reduzierte Hilfe für Garagenwiederaufbau abhängig von der Fahrzeugklasse. Viele Eigentumshäuser besitzen Garagen. Meist handelt es sich um Garagen für SUV. Derartige Fahrzeuge tragen aber erheblich zu der CO2 Emission bei.

@16:52 von Sisyphos3 16:47 von Anna-Elisabeth

//...und was tut man wenn man zusammen mit einer Stromleitung/Zählerkasten im Wasser steht ?
Die Gefahren sind vielschichtig//

Eben. Deshalb ist es ja wichtig, dass man sich damit befasst. Ich hätte zum Beispiel an die Gefahr mit dem Wasser im Keller überhaupt nicht gedacht. Man läuft vielleicht schnell dorthin, um irgendwelche Sachen ins Trockene zu schaffen und sitzt dann plötzlich in der Falle. Und wie schnell die Wassermassen zunehmen können, hätten sich sicher viele Menschen vorher nicht vorstellen können. Sicher gibt es noch viele Dinge mehr, die man vorher wissen sollte.
(Ich denke, die Beschaffung von Klopapier gehört nicht dazu.)

um 16:49 von Sisyphos3

>>
16:40 von Klärungsbedarf

Die Gemeinschaft hat ja auch beschlossen den Klimawandel nicht zu verhindern, weil das ja zu teuer gewesen wäre, ist also Verantwortlich.
.
dann erklären sie mir mal bitte wie unsere Gesellschaft den Klimawandel verhindern kann
Sie kann bestenfalls ihren Beitrag leisten
Eben als einziger von 100 Brandstiftern der den Wald nicht anzündet
<<

War nicht von mir, sondern ein Zitat. Aber Brandstifter ist ja nie gut, auch, wenn man nur einer von mehreren ist. Ich teile aber die Meinung, dass die Gesellschaft als Ganzes bis heute nicht zu einem wirklich verantwortungsvollen Handeln bereit ist.
Nehmen wir das Auto: Wo ist denn der Elektro-Zweisitzer plus 1 Sack Kartoffeln (das alte 2CV-Modell) ohne jeden Schnickschnack ? Was würde der kosten ? 5 bis 8 T€ ?

16:12 von Möbius

Sie sind doch, nach Ihren Worten, Wissenschaftler und gewohnt, pragmatisch, vernünftig, logisch zu denken.

Warum wurde nicht evakuiert ?

Wo genau, welche/r Ort/e hätte evakuiert werden müssen? Alle? Alle, wo es möglicherweise gefährlich werden könnte? Was, wenn irgendwo unnötig evakuiert wurde, weil der Landrat Angst um seine Bevölkerung hatte und dafür dort, wo es dringend notwendig war, nicht evakuiert werden konnte? Wie würden Sie dann reagieren?

Den Italienern traue ich weit mehr zu in punkto Bevölkerungsschutz, falls der Vesuv doch mal wieder ausbrechen sollte.

Der Unterschied zwischen einem Vulkan, der doch relativ stationär ist und zig Bächen und Flüssen, von denen niemand weiß ob sie jetzt oder nachher oder morgen oder überhaupt nicht über die Ufer treten, ist Ihnen nicht geläufig?

Es ist billig, als Couch-Potato hier den Macher zu geben.

16:54 von Anna-Elisabeth

«Ist das eigentlich auch typisch deutsch?
Da stehen viele Menschen buchstäblich vor dem Nichts und wir streiten hier darüber, dass die vielleicht den Steuerzahler zu viel Geld kosten.»

Tja … all zu häufig hatte man so was Verheerendes an Naturkatastrophe hierzulande ja noch nicht.

15:05 von Der Lenz: Elementarschäden

< Oder glauben sie die Versicherung wird Zahlenfür etwas das in den Policen so nicht vorgesehen ist?
Und das auch noch bei Hoffnungsloser Unterversicherung?
Wo sind eigentlich ihre Unterlagen?... >

In meiner Police sind Elementarschäden versichert. In der Erläuterung der Elementarschäden sind u. a. auch Starkregen, Rückstau, Hochwasser, Hagel, Sturm, Erdrutsch enthalten.
Wieso also sollten die Gebäudeversicherungen, bei denen auch Elementarschäden mitversichert sind, nicht leisten müssen?s

Wer aber die Elementarschäden nicht mitversichert hat, weil es ihm zu teuer war, wird von seiner Versicherung nichts bekommen. Versicherungen sind da knallhart.

17:00 von Anna-Elisabeth

ich denke so wirklich damit beschäftigt hat sich kein Mensch

@17:02 von schabernack 16:54 von Anna-Elisabeth

//«Ist das eigentlich auch typisch deutsch?
Da stehen viele Menschen buchstäblich vor dem Nichts und wir streiten hier darüber, dass die vielleicht den Steuerzahler zu viel Geld kosten.»

Tja … all zu häufig hatte man so was Verheerendes an Naturkatastrophe hierzulande ja noch nicht.//

Wollen Sie damit andeuten, dass wir empathischer wären, wenn wir nur oft genug von solchen Katastrophen heimgesucht worden wären?
Aber kann schon sein, dass wir das auch wieder intensiv lernen müssen.

17:03 von Margitt.

… In meiner Police sind Elementarschäden versichert. In der Erläuterung der Elementarschäden sind u. a. auch Starkregen, Rückstau, Hochwasser, Hagel, Sturm, Erdrutsch enthalten. …

Rückstau? Sicher?

Wenn ja, dann haben Sie Glück und ganz offensichtlich ein überaus geringes Schadensrisiko.

17:00 von Anna-Elisabeth

«Die Gefahren sind vielschichtig.»

«Eben. Deshalb ist es ja wichtig, dass man sich damit befasst … Ich hätte zum Beispiel an die Gefahr mit dem Wasser im Keller überhaupt nicht gedacht … Sicher gibt es noch viele Dinge mehr, die man vorher wissen sollte.»

Deutschland ist ein unerfahrenes Land, was Naturkatastrophen und Verhalten dazu angeht. Nur wenn man sich bisher aus eigener Initiative damit befasste, konnte man was erfahren und lernen. Präsent und abrufbar ohne weiteres Nachdenken in weiteren Bevölkerungskreisen ist dieses Wissen aber nicht.

In Japan gehen Kinder ab Schulklasse 1 einmal jährlich ins "Earthquake Education Center" der Berufsfeuerwehr. Da lernen sie die wichtigsten Verhaltensregeln, was man machen soll, wenn. Und was man auf gar keinen Fall tun darf.

Erklärt an der größten Gefahr Erdbeben, aber auch übertragbar auf Schadensereignisse durch Wasserfluten. Man bekommt dort auch beigebracht, wie man mit dem "3 Days Survival Kit" inkl. Akku-Kurbelradio umgeht.

@Thomas D. - 15:09

"In etlichen Risikogebieten oder bei bereits vorgefallenen Schadensereignissen werden Elementarversicherungen gar nicht mehr angeboten oder sind extrem teuer."
Bei nahezu 100%iger Schadenswahrscheinlichkeit aber auch verständlich. Wie sollen Millionenschäden von Prämien die "einige hundert Euro im Jahr, die sich viele mit Häuschen einfach nicht leisten können (um 14:54 von th711)" kosten, bezahlt werden?

Sofothilfen

Solange der Staat zu Soforthilfen in der Lage ist, sind sie ein Gebot der Solidarität.
Es ist bedrückend, wie viele Foristen hier kaltherzig diese Anfangshilfe verweigern wollen.
Bei immer wieder sich wiederholenden Katastrophen wird dies dem Staat immer schwerer fallen. Versicherbar werden solche Schäden dann nicht mehr sein. Kurzfristig ist es notwendig, alle mögliche Vorkehrungen zu treffen, schäden in Zukunft zu begrenzen. Langfristig ist das wohl kaum mölich möglich.
Daher müssen wir und insbesondere die Verantwortlichen umdenken und massive Maßnahmen zur Begrenzung des Temperaturanstieges angehen und akzeptieren

Re : Margitt !

Es gibt aber leider auch Versicherungen, die lehnen die Elementarschäden grundsätzlich ab, oder schließen sie aus, weil sie wissen, was dies kosten kann. Da Versicherungen grundsätzlich nach dem Prinzip "Gewinnmaximierung" arbeiten, sollte von der Politik die Versicherungsbranche zu solchen Angeboten gezwungen werden. Auch so schon werden die Gutachter der Versicherungen ziemlich klein rechnen, um Geld zu sparen, für all die Aktionäre.
Klar, wer gar keine Versicherung hat, weil keine, warum auch immer, der sollte nur das Notwendigste kriegen, was er/sie für einige Tage braucht, sonst ist halt Eigeninitiative gefragt.

@Möbius, 16:08

"Was ich fordere, ist eine staatlich vorgeschriebene Pflichtversicherung für alle. Dann müssten auch die Hamburger für Starkregenschäden im Allgäu zahlen und die Bayern für Sturmflutschäden an der Küste. Das wäre fair und solidarisch. Und die Versicherer dürften Risikokandidaten nicht mehr abweisen.
Dann könnte man auch die Prämien niedrig halten!
Der Haken: die Versicherungslobby wird dagegen Sturm laufen. Denn es würde bedeuten das viel höhere Schadensregulierungen als bisher ausgezahlt werden müssten!
>> Ich bin da pessimistisch ob ein solches Bürger- und Verbraucherfreundliches Gesetz möglich ist."
--
Ich bin grundsätzlich pessismistisch, dass sich die Folgen des Klimawandels ausgerechnet mit seiner Hauptursache - einem Zahlungsmittel, das zugleich "Wertaufbewahrungs-" und Machtinstrument ist - werden lösen lassen.

20. Juli 2021 um 16:28 von Adeo60

4 Tage!
Da ist genügend Vorlaufzeit für Vieles.
Ich kann verstehen, dass man nicht andauernd hin und her wandern möchte wenn ein Starkregenereignis ansteht, aber das ist ja genau das Problem. Entweder man sichert dieses Risiko ab oder man wandert zur Sicherheit hin und her. Alles andere ist Eingehen des Risikos und dann darf man sich auch nicht beschweren wenn man sich verzockt.
Wegen solcher Fehlentscheidungen verweigere ich noch lange keine Nothilfe, falls man das daraus lesen will.
Es hätten mehr Menschen überleben können. Das ist der Kernpunkt beim Vorwurf des Systemversagens und den Teile ich.

@Oldtimer - 15:33

"Mir sind verschiedene alleinstehende Rentner bekannt die für ihre kleine alte Hütte nie das Geld für die hohen Beiträge aufbringen können."
Wer in einem Haus lebt, für das eine Elementarschadensversicherung eigentlich unverzichtbar ist, und sich diese nicht leisten kann, lebt über seine Verhältnisse - so hart das auch klingen mag. Der Mieter, in dessen Betriebskostenabrechnung die ganz selbstverständlich auftaucht, muss auch ausziehen, wenn ihm die Miete dadurch zu hoch ist.

Versicherungen und Steuergeld

Das Elektronenmikroskop im Keller in der Uni war zu meiner Studienzeit auch nicht versichert. Es wäre zu teuer gewesen.
Es also nicht unüblich so zu handeln.

*

Mag sein, dass die Betroffenen ( weshalb auch immer) nicht die entsprechende Versicherung hatten, aber Steuern haben sie bezahlt. Warum also der Aufriss, wenn sie von Steuergeldern etwas bekommen?

Systemversagen

wird da nicht etwas zu viel verlangt ?
wenn in Japan irgend eine Flut kommt und das geschieht recht häufig
dann gibt es immer Tote obgleich die Organisation wirklich professionell ist
man sollte einfach akzeptieren dass man nicht alles im Griff haben kann

Re : Thomas D. !

Ach, die so furchtbar armen Versicherungen werden wieder heftig gebeutelt, müssen wieder soooooo viel von ihrem Ersparten an die Menschen in den Gebieten auszahlen. Danach werden sie wieder einmal auf dem Zahnfleisch herkommen, und gerade noch irgend wie die Kurve kriegen.
Deshalb erhöhen sie ja die Preise für die Elementarschäden so hoch, dass die Leute besser aufpassen, oder keine Häuser mehr ans Wasser bauen, oder wegziehen. Sonst flüchten all die Aktionäre zu anderen besseren Möglichkeiten, wo viel mehr rüber kommt.
Ach die soooooooooooo armen Versicherungen<<<<<< wenn ich mal Zeit habe, werde ich sie bedauern und heftig mitweinen, wenn das Große Jammern einsetzt !

17:29 von Totengräber

alles schön und gut
aber was wollen sie in so nem Fall sagen "Pech gehabt"
das geht nicht wenn ein Nichtkrankenversicherter vor der Klinik steht
das geht nicht wenn einer 50 Jahre im Sofa lag und dann Rente braucht

17:14 von Anna-Elisabeth / @schabernack

«Wollen Sie damit andeuten, dass wir empathischer wären, wenn wir nur oft genug von solchen Katastrophen heimgesucht worden wären?
Aber kann schon sein, dass wir das auch wieder intensiv lernen müssen.»

An Empathie und Hilfsbereitschaft für die Betroffenen vor Ort herrscht nicht der geringste Mangel. Abertausende von Freiwilligen fahren ungebeten an Desasterorte, und helfen, ohne Gegenleistung zu erwarten. Kinder spenden Teile ihres Spielzeugs, damit auch flutgeschädigte unbekannte andere Kinder was zum Spielen haben.

Das alles ist ganz großartig, und kann besser gar nicht sein.

Was Deutschland fehlt, ist nationale Erfahrung im Umgang mit Schäden nach Naturkatastrophen. Gar kein Mangel, den man kritisieren kann. Es war ja wunderbar, dass man bisher solche Erfahrungen hierzulande nur sehr selten in größeren Zeitabständen machen musste.

Notwendig ist ein Nationaler Konsens zur Frage, wie die Gesellschaft so was nun und künftig finanzieren soll. Es ist erst der Anfang von mehr …

17:22 von Totengräber

@Thomas D. - 15:09
"In etlichen Risikogebieten oder bei bereits vorgefallenen Schadensereignissen werden Elementarversicherungen gar nicht mehr angeboten oder sind extrem teuer."

Bei nahezu 100%iger Schadenswahrscheinlichkeit aber auch verständlich. Wie sollen Millionenschäden von Prämien die "einige hundert Euro im Jahr, die sich viele mit Häuschen einfach nicht leisten können (um 14:54 von th711)" kosten, bezahlt werden?

Klar, keine Frage. Wenn ich einen Luxussportwagen versichere, bei dem ein Parkplatzrempler schon einen Schaden von € 20.000,- bedeutet, muss ich mit sehr hohen Prämien rechnen.

Es sind nun mal die Sachversicherer, die sehr genau wissen, wo genau es welche Risiken gibt.

Und ja, Versicherungen müssen nun mal zusehen, dass das Prämienaufkommen dauerhaft höher ist als die Schadensregulierungen.

Egoismus

Die Reaktionen der Vielen, die im Katastrophengebiet spontan geholfen haben, zeigt, dass der bei manchen im Forum durchschimmernde Egoismus keineswegs eine allgemeine Eigenschaft ist.
Vielleicht wird immer Menschen klar, dass eine auf Egoismus und Konkurrenz aufgebaute Wirtschaftsordnung nicht unsere Ordnung sein sollte. Sie ist es im Augenblick aber.

17:32 von Sisyphos3

«Systemversagen … wird da nicht etwas zu viel verlangt ?
wenn in Japan irgend eine Flut kommt und das geschieht recht häufig
dann gibt es immer Tote obgleich die Organisation wirklich professionell ist
man sollte einfach akzeptieren dass man nicht alles im Griff haben kann.»

Die ganz grundlegend wichtige Erkenntnis.
Deren Wichtigkeit man gar nicht überschätzen kann.

Re : Nettie !

Die Versicherungslobby wird auch deshalb Sturm laufen, weil im Grunde alle Versicherungen nur noch nach dem Motto arbeiten, viel Geld rein, wenig raus, außer an Aktionäre. Es ist doch bekannt, wie die Versicherungen im Zahlen sind, da werden Minimalbeträge angeboten, obwohl jeder Depp sieht, dass der volle Betrag zu zahlen wäre. Da aber die meisten Kunden nicht viel Geld haben, sitzen die Versicherungen immer am längeren Hebel, und den nutzen sie schamlos und skrupellos aus, ohne einen Funken Moral.
Da ist es vollkommen gleichgültig, ob dies eine Person trifft, die extrem durch ein Unglück verletzt wurde, und nun ständige Hilfe benötigt, oder einem Schaden am Auto oder Haus. Alle Versicherungen sind skrupellose Firmen, die auf dem Rücken ihrer Kunden Milliarden verdienen, wenn sie nicht endlich mal gebremst werden.

@ Sisyphos3

"Systemversagen wird da nicht etwas zu viel verlangt ?" Am 20. Juli 2021 um 17:32 von Sisyphos3

*

Finde ich nicht.
Wenn etwas durch Baumaßnahmen verhindert werden kann, diese aber in diesem reichen Land nicht durchgeführt werden, dann hat das System versagt. Wozu soll der ganze Zaster denn gut sein, wenn nicht um sein Leben zu verbessern?

In Sachsen selbst sagte man, man habe aus den letzten 3 Überschwemmungen gelernt, aus- und umgebaut und sei jetzt deshalb mit einem blauen Auge davongekommen.

Irgendwas kann man immer verbessern.

17:33 von Traumfahrer

Re : Thomas D. !

Ach, die so furchtbar armen Versicherungen werden wieder heftig gebeutelt, müssen wieder soooooo viel von ihrem Ersparten an die Menschen in den Gebieten auszahlen. Danach werden sie wieder einmal auf dem Zahnfleisch herkommen, und gerade noch irgend wie die Kurve kriegen.
Deshalb erhöhen sie ja die Preise für die Elementarschäden so hoch, dass die Leute besser aufpassen, oder keine Häuser mehr ans Wasser bauen, oder wegziehen. Sonst flüchten all die Aktionäre zu anderen besseren Möglichkeiten, wo viel mehr rüber kommt.
Ach die soooooooooooo armen Versicherungen<<<<<< wenn ich mal Zeit habe, werde ich sie bedauern und heftig mitweinen, wenn das Große Jammern einsetzt !

Ich habe nichts geschrieben, was eine derartig kindische Reaktion rechtfertigt. Sie verwechseln mich, wie es scheint.

@Tada - 17:30

"Warum also der Aufriss, wenn sie von Steuergeldern etwas bekommen?"
Weil "Steuern zahlen" keinen Schadensersatzanspruch für (un-)versicherbare Risiken begründet?

@Sisyphos 3 - 17:34

"das geht nicht wenn einer 50 Jahre im Sofa lag und dann Rente braucht"
Welche Rente, von welchen Rentenanwartschaften, soll der denn kriegen? Richtig: KEINE
"das geht nicht wenn ein Nichtkrankenversicherter vor der Klinik steht"
Der wird behandelt und kriegt anschließend eine Rechnung. Nennt sich dann Selbstzahler.
Sie scheinen gar nicht zu ahnen, was so alles geht!

Verständlichkeit

Meine Beiträge und die Kritik an einzelnen Forenmitgliedern wurden von diesen sehr übel genommen. Auch hinsichtlich der Einzelfragen, wie der nach Soforthilfe, bin ich gern zu Erläuterungen bereit.
Ich bin aber nicht bereit, begründete Kritik zurückzunehmen und erwarte von Foristen schon, dass sie destruktive Diskussionsweisen unterlassen.

@17:36 von schabernack 17:14 von Anna-Elisabeth

//An Empathie und Hilfsbereitschaft für die Betroffenen vor Ort herrscht nicht der geringste Mangel. Abertausende von Freiwilligen fahren ungebeten an Desasterorte, und helfen, ohne Gegenleistung zu erwarten. Kinder spenden Teile ihres Spielzeugs, damit auch flutgeschädigte unbekannte andere Kinder was zum Spielen haben.//

Das weiß ich, es wurde ja mehrfach darüber berichtet. Und ja, das ist sehr gut. Ich bezog mich auf einige Kommentare hier im Forum. Man muss ja nicht selbst vor Ort oder gar betroffen sein, um mitzufühlen. Ich weiß, dass Sie das tun.

//Notwendig ist ein Nationaler Konsens zur Frage, wie die Gesellschaft so was nun und künftig finanzieren soll. Es ist erst der Anfang von mehr …//

Ich behaupte einfach mal, dass es auch künftig nicht ohne Spenden aus der Bevölkerung zu stemmen sein wird.

Am 20. Juli 2021 um 14:17 von draufguckerin

Bisher dachte ich immer, die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht und auch die Gebäudeversicherung gegen Feuer, Wasser und Elementarschäden sei Pflicht. Man zahlt regelmäßig Versicherungsbeiträge und unterstützt damit die Solidargemeinschaft, um im Notfall auch deren Hilfe in Anspruch nehmen zu können.
__
Je nachdem wo Sie Ihr Haus haben, klammern die Versicherungen gewisse Schäden aus. Je nach Schadenswahrscheinlichkeit können Sie dagegen garnicht versichern bzw. nur zu utopischen Beiträgen. Sollten Sie zufällig ein Haus neben einer Feuerwerksfabrik bewohnen, werden Sie kaum eine Feuerversicherung finden. Dem entsprechend ist es auch bei Hochwasser. Wie das bei Elementarversicherungen genau aussieht, weiss ich nicht. Grundsätzlich haben Sie natürlich recht. Ein Eigentümer ist m.W. verpflichtet eine Gebäudevers. abzuschliessen.

@Totengräber

"@Tada - 17:30"Warum also der Aufriss, wenn sie von Steuergeldern etwas bekommen?"
Weil "Steuern zahlen" keinen Schadensersatzanspruch für (un-)versicherbare Risiken begründet?" Am 20. Juli 2021 um 17:45 von Totengräber

*

In diesem Fall hier: doch!
Denn das wurde jetzt für diesen Fall von der Politik so beschlossen und fertig.
So läuft das mit den Steuergeldern.

@14:41 von Margitt

Zitat: "Dass die Steuerzahler für die Unversicherten aufkommen sollen, ist für mich nicht logisch."

Nun, dies war etwas anderes als einfach nur ein besonders starker Regen. Bei uns in Opladen ist der bisherige Höchstpegel der Wupper von 2,10m am 14.7. auf 3,70m angestiegen. Die Wassermassen haben Gebiete überflutet, denen bisher ein Hochwasserrisiko von 0 bescheinigt worden war. Ich schätze (sehr grob), dass am 14.7. mindestens die 10-fache Menge Wasser die Wupper hinunterfloss als jemals zuvor.

Das hat neue Qualitäten, denn jetzt wird man sogar Bebauungspläne umschreiben müssen. Ein Weiter-so und Zurück-zu-vorher kann es gar nicht geben.

Es gab genügend Warnungen der Experten und Klimaforscher. Die Gesellschaft insgesamt trägt Schuld an deren Ignorierung, zur Gefahrenabwehr aber auch langfristig. Eine große Mitschuld tragen zudem alle Klimakrisenleugner und Verharmloser, die uns auch hier im Forum ihren leugnenden Blödsinn erzählen, es werde schon alles nicht so schlimm.

Am 20. Juli 2021 um 14:41 von Margitt.

Richtig: Ich sehe es auch als Fehler, wenn man sein Hausgrundstück nicht versichert.
Es muss einen Unterschied zwischen denjenigen geben, die sich versichert haben und denjenigen, die sich die Versicherungsprämien ersparen wollten.
Dass die Steuerzahler für die Unversicherten aufkommen sollen, ist für mich nicht logisch.
__
Eigentlich MUSS man als Eigentümer eine Wohngebäudevers. haben. Je nach Lage/Gefahr/Wahrscheinlichkeit klammern die Versicherungen aber Schäden aus. Meistens Hochwasser. Sie haben mitunter die Möglichkeit bei Neuabschluss zu horrenden Beiträgen Hochwasserschäden zu versichern aber beim ersten Schadensfall fliegen Sie 'raus.
Tun Sie jetzt bitte nicht so, als hätten die Leute aus Geiz keine Hochwasserversicherung, sondern informieren Sie sich erst, bevor Sie derartiges vermuten. Sie tun den Betroffenen unrecht aber gemütlich vom Sofa aus lässt es sich gut mutmaßen.

Am 20. Juli 2021 um 14:54 von th711

Wie in einem Post gefordert Pflichtversicherungen einzuführen: wissen Sie eigentlich wie teuer die Versicherung gegen Elementarschäden überhaupt ist? Einige hundert Euro im Jahr. Das können sich viele mit Häuschen einfach nicht leisten!
Absurd so etwas zu fordern.
__
Als Hauseigentümer hat man eine Gebäudeversicherung. Die Crux ist, dass je nach Lage, Hochwasser eben NICHT versichert werden kann.

17:50 von Anna-Elisabeth / @schabernack

«//Notwendig ist ein Nationaler Konsens zur Frage, wie die Gesellschaft so was nun und künftig finanzieren soll. Es ist erst der Anfang von mehr …//»

«Ich behaupte einfach mal, dass es auch künftig nicht ohne Spenden aus der Bevölkerung zu stemmen sein wird.»

Stelle ich mich sofort mit Megaphone neben Sie.
Und unterstütze Sie bei Behauptung oder Annahme.

Ohne Engagement der Bürger über das verpflichtende Maß hinaus kann jeder Staat nur wenig. Erst recht nur wenig in Ausnahmefällen wie diesem.

Am 20. Juli 2021 um 15:12 von zomil

Privathäuser gehören nicht mit Steuermitteln finanziert um sie dann ggfs später zu vererben oder zu verkaufen
__
Das wird auch nicht passieren. Man kann aber vllt sehr günstige Kredite über die Bank für Wiederaufbau vergeben. Möglicherweise sogar zum 0-Zins. Nie war geld so billig, wie jetzt. Aber mit dem Problem müssen sich Leute beschäftigen, die was davon verstehen.

@17:42 von logig

//Vielleicht wird immer Menschen klar, dass eine auf Egoismus und Konkurrenz aufgebaute Wirtschaftsordnung nicht unsere Ordnung sein sollte. Sie ist es im Augenblick aber.//

Sie wird es auch bleiben und der Graben zwischen Arm und Reich wird tiefer werden. Auch im Kapitalismus gibt es Kipppunkte. Den ersten haben wir längst überschritten und es gibt keinen Weg zurück.

17:59 von weingasi1

«Als Hauseigentümer hat man eine Gebäudeversicherung. Die Crux ist, dass je nach Lage, Hochwasser eben NICHT versichert werden kann.»

Es würde eine andere Art der Kalkulation für Versicherer bedeuten, machte es der Staat Versicherern zur Pficht, Elementarschäden für jeden zu versichern, der so was auch versichern will. Egal, an welchem Ort das Wohneigentum auch steht.

Im 4-Teufelsland der Naturkatastrophen Japan sind Versicherer verpflichtet, das so zu tun. Nur gegen Vulkanausbruch kann man sich nicht versichern.

Erdbebenversicherung ist immer steuerlich gefördert bis zu einem Maximalbetrag. Bis zu 75% der Versicherungsprämie unter der Grenze kann man von der Steuer absetzen. Je mehr Quadratmeter, und je mehr Wohneinheiten das Gebäude hat, desto höher der Prozentsatz. 40% sind das Minimum.

Bei Wasserschäden ist es prinzipiell ähnlich.
Aber mit geringeren Prozentsätzen von mind. 10%.

Horst Seehofer sagte was von: "Vorbild Japan".
Meinte aber wohl eher Katastrophenwarnungen.

an Totengräber um 17:45

"Weil "Steuern zahlen" keinen Schadensersatzanspruch für (un-)versicherbare Risiken begründet?"

Es geht um Nothilfe, keineswegs um Schadenersatz. Diese sollte jeder als Mensch und Bürger dieses Staates erhalten.
Auch Ihnen glaube ich nicht, das sie einen Schadenersatzanspruch mit einer Nothilfe verwechseln. Tut mir leid.

@16:45 von Sisyphos3

>> Da wäre es doch wirklich von Vorteil jeder
>> muß ne Pflicht Versicherung abschließen
>> ob es dann gerechter läuft glaube ich nicht
>> aber es wird dann auf alle Schultern
>> verteilt für jeden ist die Versicherung dann
>> erschwinglich

Da haben Sie Recht. Mich wundert nur, daß nicht sofort von rechts der obligatorische Aufschrei: 'Das ist ja Sozialismus!!!' kommt. -.-

Am 20. Juli 2021 um 15:20 von schabernack

14:15 von Margitt.
«Weiterhin sollte man die Häuser neben Flüssen nicht wieder aufbauen. Das ist rausgeworfenes Geld. Das nächste Hochwasser kommt bestimmt.»

Man könnte die Kleinstädte Bad Neuenahr / Ahrweiler und Bad Münstereifel komplett aufgeben, und das alles unbesiedelt lassen. Nicht-Direkt-Betroffene müssten dann auch wegziehen, da die Fluten Infrastruktur, Innenstädte, Geschäfte auch platt gemacht haben.

Unterspülte Bahngleise und Autobahn-Teilstücke setzt man auch nicht wieder instand, sondern verlegt sie dort hin, wo es nicht regnet. So hat man fast alle zukünftigen mögl. Probleme auf einen Streich gelöst.
__
Danke, Schabernack!
Manchmal bin ich fassungslos ob der Vorschläge und Überlegungen, die so manche Leute anstellen. Als ob die Mehrheit der Bürger nicht von 12-Mittag denken könnte.
Am besten, wir machen aus den gesamten Hochwassergebieten, die wir haben solche "lost places" die kann man dann vllt noch als Filmkulissen brauchen.

Anna-Elisabeth um 18:23

//Vielleicht wird immer Menschen klar, dass eine auf Egoismus und Konkurrenz aufgebaute Wirtschaftsordnung nicht unsere Ordnung sein sollte. Sie ist es im Augenblick aber.//

"Sie wird es auch bleiben und der Graben zwischen Arm und Reich wird tiefer werden. Auch im Kapitalismus gibt es Kipppunkte. Den ersten haben wir längst überschritten und es gibt keinen Weg zurück."

Ich bin da nicht so pessimistisch wie Sie. Es scheint mir noch kein Kippunkt überschritten. Einen Weg zur Stabilisierung der Demokratien gibt es schon. Es scheint spät, aber wohl nicht zu spät. Die Argumente der Warner gewinen zunehmend an Gewicht und Gehör. Wichtig ist zunächsr einmal, denen, die noch immer die unsäglichen Wirtschaftstheorien des Egoismus und der Konkurrenz vertreten, eine Abfuhr zu erteilen. Diese Konkurenztheorien gehören in der Evolutionstheorie und auch in der Ökologie der Vergangenheit an. Dies sollte bald möglichst auch in der Wirtschaftstheorie so sein.

Am 20. Juli 2021 um 15:37 von frankyboyonline

Meine Hilfsbereitschaft hat schon stark nachgelassen ...
__
Hoffentlich hat sich die "starke Hilfe", die schon vorbei ist, sich nicht auf Besserwisserei beschränkt.

Am 20. Juli 2021 um 15:49 von 0_Panik

Hoffentlich bleibt das viele Geld...

... Nicht in der Reparatur der Anlagen der Deutschen Bahn AG kleben.

Oder nur in der Autobahn-Reparatur oder so...
__
Die Milliarden, von denen gesprochen wurde, sind für die Instandsetzung der Infrastruktur. U.a. eben auch für Bahngleise, Kanalisation, Stromtrassen und, und und.
Die Schäden, die privat entstanden sind, werden vllt zumindest teilweise von Versicherungen ersetzt (so vorhanden )oder die Betroffenen erhalten zinsgünstige Kredite.
Bei Privatautos zahlt Versicherun (vollkasko) oder eben niemand.

@18:44 von logig Anna-Elisabeth um 18:23

Danke für Ihre Antwort.

//Ich bin da nicht so pessimistisch wie Sie.//

Das freut mich für Sie - ganz ehrlich.
Zum Thema Klimawandel und Reiche sollten Sie sich anhören, was Georg Schramm beim Politischen Aschermittwoch 2020 ab ungefähr Minute 20:45 Uhr erzählt.
(noch auf YT verfügbar)
Vergessen Sie aber anschließend das Weiteratmen nicht.

Steuergelder

Habe jetzt nur den ersten Teil der Kommentare gelesen und bin erschüttert ob der vielen Beiträge, die fordern keine Steuergelder. Jeder Euro meiner Steuern ist bei solch einer Katastrophe von mir gerne gegeben, jeden Euro für Rüstung nicht.
Wer ist schon gegen alles menschenmögliche versichert? Ausser den hiesigen Foristen?

Vermutlich spenden diese Menschen auch nicht, wenn die Flutopfer selbst Schuld sind.

15:37 von frankyboyonline

«Und Bad Neuenahr ist Reiche-Leute-Gegend; wer hat, dem wird gegeben, die Ärmsten gehen wieder leer aus.»

In Bad Neuenahr wohnen nur Millionäre. Sogar die Supermarktkassiererin verprasst ihr tagsüber sinnlos verdientes Vermögen in der Nacht in der Spielbank.

Verprasste … die Spielbank hat es ja auch verrissen.
Nun weiß die Kassiererin gar nicht mehr, wohin mit dem ganzen Zaster.

«Meine Hilfsbereitschaft hat schon stark nachgelassen ...»

Kondition und Kraftausdauer sind genau so Mangelware wie klares Denken.

Am 20. Juli 2021 um 16:58 von kommtdaher

Meiner Meinung nach Bedarf es differenzierende Kriterien auch um ein Zeichen zu setzen, was zukünftige Katastrophen angeht. Dies unter dem Vorbehalt, dass eine anthropogene Klimaveränderung ein Faktor ist. Wie könnte zB ein Kriterium lauten? Keine bzw finanziell reduzierte Hilfe für Garagenwiederaufbau abhängig von der Fahrzeugklasse. Viele Eigentumshäuser besitzen Garagen. Meist handelt es sich um Garagen für SUV. Derartige Fahrzeuge tragen aber erheblich zu der CO2 Emission bei.
__
Ich bin schier sprachlos, ob der kruden Vorschläge und Überlegungen, die hier angestellt werden.
Da haben Menschen buchstäblich ALLES verloren, und Sie machen sich Gedanken, wie die finanziell reduzierte Hilfe im Fall von Garagen aussieht, in denen SUVs geparkt wurden ?
Diese Überlegung ist an Unverhältnismäßigkeit und Unfug einfach nicht mehr zu toppen !

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