Kommentare

Der Bürger kennt

... die Soforthilfen des Bundes.
Monatelang mussten die Unternehmen (meist Einzelunternehmer) auf die Soforthilfen des Bundes wegen den erzwungenen Corona-Unternehmensschließungen warten. Oft bis heute noch vergeblich.
Ach, und "in Planung" befinden die sich jetzt und nennen sich Soforthilfen.
Man kann nur mit dem Kopf schütteln über die Untätigkeit von Regierungen und Regierungsbehörden die Bevölkerung rechtzeitig zu warnen oder das Wasser der Stauseen um das Katastrophengebiet herum abzulassen.
"Monumentales Systemversagen in Deutschland" nannte es Hannah Cloke, Professorin für Hydrologie. Den Regierungen (u.a. NRW mit ihren Laschet und Reul an der Spitze der Versager) lagen spätestens 4 Tage vor Ausbruch des Starkregens die annähernden Gefahrengebiete vor.
Herrschende Politik und deren Behörden waren gewarnt,
nur kein Bürger in den Gefahrengebieten.
Ich könnte heulen ob des unnötigen Leides und vieler unnötiger Tote. So schlimm hätte es nicht kommen müssen.

Auch wenn alle Steuerzahler die Schäden der Katastrophe bezahlen müssen, sollte man eine Aufarbeitung der Ursachen machen, um wenigstens künftige derartige Katastrophen zu verhindern.
Wenn ich lese, dass man 4 Tage vor der Katastrophe schon wußte, dass es hohe Schäden geben wird:
Wieso hat man die Menschen nicht vernünftig gewarnt?
Noch lange nicht jeder Bürger nutzt ein Smartphone u. von denen die eines haben, haben es viele nicht täglich eingeschaltet.
Noch viel seltener haben dann die Smartphone-Nutzer "Warn-Apps" - ich wußte bis vorgestern nicht, dass es das überhaupt gibt. Bei uns sind Smartphones nicht sehr interessant, weil man hier (BW) keine Internetverbindung damit bekommt.

Wieso wurde nicht von der Polizei u. der Feuerwehr aus dem fahrenden Auto mit Lautsprechern gewarnt? DAS hätte viel mehr Menschen erreicht, als Warnungen über "Apps".

Weiterhin sollte man die Häuser neben Flüssen nicht wieder aufbauen. Das ist rausgeworfenes Geld. Das nächste Hochwasser kommt bestimmt.

keine Versicherung, trotzdem Schadenersatz

Finanzielle Hilfen sind natürlich erfreulich. Obwohl ich mich immer wieder frage, wieso es HauseigentümerInnen gibt, die ihr Haus- und Grundstück nicht versichern. Bisher dachte ich immer, die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht und auch die Gebäudeversicherung gegen Feuer, Wasser und Elementarschäden sei Pflicht. Man zahlt regelmäßig Versicherungsbeiträge und unterstützt damit die Solidargemeinschaft, um im Notfall auch deren Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Dass man sein Haus- und Grundstück nicht versichert, empfinde ich als Fehler. Und es ist auch unsolidarisch gegenüber der Allgemeinheit, wenn man dann für seinen Schaden die Hilfen der Allgemeinheit, die Hilfen der SteuerzahlerInnen in Anspruch nehmen will.

Geld alleine hilft nicht beim Fachkräftenotstand

Wo sollen die ganzen Fachkräfte herkommen
um zumindest das nötigste zu reparieren ?

Richtig: Ich sehe es auch als Fehler, wenn man sein Hausgrundstück nicht versichert.
Es muss einen Unterschied zwischen denjenigen geben, die sich versichert haben und denjenigen, die sich die Versicherungsprämien ersparen wollten.
Dass die Steuerzahler für die Unversicherten aufkommen sollen, ist für mich nicht logisch.

14:15 von Margitt.

Ich kann mich hier nur anschliessen, trifft ziemlich genau meine Meinung. Danke dafür.

um 14.15 Uhr von Margitt, Zustimmung

Ihre Stellungnahmen zumThema Impfen und Corona teile ich überhaupt nicht. Aber diesem Posting stimme ich voll und ganz zu.

Es ist schon ein großer

Es ist schon ein großer Unterschied ob man an einem Fluß wie Rhein, Main, Mosel, Necker oder so wohnt, oder an kleinen Flüsschen wie die Ahr oder Bächen. Ein großer Fluß bringt schlimmstenfalls ein Hochwasser, daß dann Keller oder Stockwerke überflutet. Das geht alles ganz langsam.
Anders als die kleinen Flüsschen. Hier gibt es keine Kapazität um Starkregen aufzufangen es kommt zu ganz ganz raschen Überflutungen wie hier in den Unglücksgebieten. Hier sieht es ja jetzt aus wie nach einem Krieg.
Die Behörden haben nicht vorgewarnt und die Leute wurden überrascht. Das finde ich schlimm.
Wie in einem Post gefordert Pflichtversicherungen einzuführen: wissen Sie eigentlich wie teuer die Versicherung gegen Elementarschäden überhaupt ist? Einige hundert Euro im Jahr. Das können sich viele mit Häuschen einfach nicht leisten!
Absurd so etwas zu fordern.
Und: ich bin gespannt wann wirklich Gelder vom Bund fließen werden. Ich meine zu den privaten Haushalten, nicht die zu öffentlichen.

Hunderte Millionen? Tausende

Hunderte Millionen?
Tausende Millionen wären eher angebracht. Die Spendierwut der Kanzlerin ist legendär. Dann sollten bei uns auch in Milliarden gedacht werden können.

um 14:41 von Margitt.

>Es muss einen Unterschied zwischen denjenigen geben, die sich versichert haben und denjenigen, die sich die Versicherungsprämien ersparen wollten.<

Wieso?
Für bei wird der Staat aufkommen.
Oder glauben sie die Versicherung wird Zahlenfür etwas das in den Policen so nicht vorgesehen ist?
Und das auch noch bei Hoffnungsloser Unterversicherung?
Wo sind eigentlich ihre Unterlagen?...

14:44 von Locker werden Ich

14:44 von Locker werden

Ich habe den Artikel aus dem Link gelesen.

****Damit ist die neue Referenzkurve auch für die Einordnung des aktuellen Klimawandels von Bedeutung. Denn der Vergleich der heutigen Veränderungen mit denen der Vergangenheit macht es unter anderem leichter, natürliche von anthropogenen Effekten abzugrenzen. „Wir wissen, dass die Erde auch schon früher warme Klimaphasen durchlebt hat, aber diese wurden durch extreme Ereignisse hervorgerufen und unterschieden sich radikal von unserer modernen Welt“, sagt Koautorin Anna Joy Drury vom University College London.**
Ein anderer Artikel sagt :
**Es wird schlimmer: Geht der Klimawandel so weiter, werden katastrophale Starkregen wie letzte Woche bald deutlich häufiger vorkommen. Aktuellen Klimaprognosen zufolge könnten langsam ziehende Starkregen-Tiefs in Europa bis Ende des Jahrhunderts um das 14-Fache zunehmen. **

"https://www.scinexx.de/news/geowissen/extreme-starkregen-werden-mehr/"

Soforthilfen.

... wobei ich sowieso nicht verstehe, warum diese Leute nun auf einmal "Soforthilfen" erhalten sollen, die über das alltäglich absolut Notwendige hinausgeht.

Andere unschuldig in Not Geratene erhalten auch Hartz Vier.

Das ist die Antwort auf Armut (J. Spahn).

Aber da es wohl sowieso nur leere Sprüche sind, ist es ja eigentlich egal und am Ende doch wieder gerecht.

Dies zu "Die Pläne sehen zudem vor, dass sich der Bund auch zu 50% an Aufbaumaßnahmen der Länder beteiligt, sobald (...)"

Und zu "Die Hilfen sollen über die betroffenen Bundesländer abgewickelt werden, da diese genau wüssten, in welchen Regionen und Sektoren die Unterstützung am dringendsten benötigt werde":

Das trifft auch auf eine zentrale Steuerung zu. Dazu der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: "In (...) wüssten die Krisenmanager vor Ort besser, wie gewarnt werden sollte“

Die wissen generell besser, was vor Ort zu tun ist, NACHDEM sie gewarnt wurden. Wieso allerdings für das Warnen nicht der Bund zuständig sein sollte, ist angesichts dieser Umstände nicht ersichtlich: „Tage vor der Katastrophe gab es eindeutige Unwettermeldungen, jedoch haben sie weder die Menschen erreicht noch zu Vorkehrungen vor Ort geführt".

"Bündelung" der Verantwortung führt nicht nur zu mehr Übersichtlichkeit, sie kann dann auch nicht mehr hin- und hergeschoben werden.

Soforthilfen

Natürlich sollen Steuergelder zur Behebung der Schäden an der Infrastruktur, so denn in staatlicher Verantwortung, verwendet werden. Dass Privatpersonen, so leid mir deren Verlust an Habe oder gar Angehörigen natürlich auch tut, Steuergeld erhalten sollen, das kein Darlehen ist, darf meiner Meinung nach nicht sein.

14:17 von draufguckerin

… Obwohl ich mich immer wieder frage, wieso es HauseigentümerInnen gibt, die ihr Haus- und Grundstück nicht versichern. …

Das ist häufig nicht eine Frage des Wollens.

In etlichen Risikogebieten oder bei bereits vorgefallenen Schadensereignissen werden Elementarversicherungen gar nicht mehr angeboten oder sind extrem teuer.

Hilfe danach

Hilfe, und diese möglichst schnell, muss sein. Trotzdem werden Tausende, Privatleute und Firmen, auf hohen Kosten sitzenbleiben.
Konsequenter Klimaschutz, genügend Vorbereitung der Verwaltungen und Klimaanpassungsmaßnahmen hätte viele Kosten und vor allem viel Leid erspart.
Aber es galten ja "Entfesselungsgesetze", die die Begrenzungen von übermäßiger Versiegelung (z.B. in NRW) aufgehoben und Bauen großflächiger Gewerbegebiete beschleunigt haben. Dafür wurde schützende Infrastruktur eingespart und Verwaltungen zusammengestrichen, so dass offensichtlich keiner mehr so richtig zuständig ist.
Nachsorge muss sein, aber Vorsorge hätte einiges davon erspart.

@ Margitt um 14.15 Uhr, P.S.

Wie gesagt, Ihre Meinung teile ich. Einzig die Überschrift " schuldig oder nicht" würde ich so nicht formulieren, denn von Schuld zu sprechen, finde ich in diesem Fall nicht angebracht.
Es war und ist ein Unglück. Ein Unglück kann jeden treffen.
Wirklich schlimm finde ich, dass der WDR die ganze Nacht Dudelfunk aus der Konserve gesendet hat.
Die faulen Ausreden " Wir haben doch stündlich den Wetterbericht gesendet" - ich kann's nicht mehr hören.

Wieviele Menschen hätten sich und andere retten können, wenn es dringende Durchsagen zu der herannahenden Katastrophe gegeben hätte?

@wolf 666 - Es wurde schon vor Jahren gewarnt

Spätestens seit dem Elbehochwasser waren wir in Deutschland
vor diesen Wetterereignissen vorgewarnt.

Auch unser Pro Kopf CO2 Ausstoß muß schnellstens gesenkt werden.

Das erkennen sie schon an den Wetterwechseln, lange Trockenperioden gefolgt von langen Nassperioden aufgrund des fehlenden globalen Luftströme.

Klima,Corona Leugner interessiert das nicht,
ebenso wie die Wasserstandsmeldungen,Wetter,als auch Sirenensignale.

Ich bin dagegen das

Ich bin dagegen das Privathäuser aus Steuermitteln wieder aufgebaut werden.
Wer sich nicht versichert hat und sich ein Neubau oder eine Sanierung nicht leisten kann muss halt in eine Mietwohnung wie Millionen andere auch.
Es gibt auch eine Eigenverantwortung bzw. ein Lebensrisiko.
Für die Infrastruktur gilt dies natürlich nicht.

Es wurde auch genügend gewarnt, jedoch hatte es die Bevölkerung nicht ernst genommen.
Niemand hat aus dem Erdgeschoss Kostbarkeiten in die erste oder zweite Etage ggfs. beim Nachbarn
verstaut.

Privathäuser gehören nicht mit Steuermitteln finanziert um sie dann ggfs später zu vererben oder zu verkaufen.

So Leid mir die Betroffenen tun.

@ 14:14 von wolf 666

Bevor man die heutigen Politiker angreift, sollte man sich die Frage stellen, warum haben wir keine Sirenen mehr? Warum gibt es überhaupt nur noch einen rudimentären Zivilschutz? Ganz einfach: Nach dem Ende des Warschauer Paktes war offensichtlich in vielen Köpfen jede Gefahr eines Krieges entfallen. Man sah die Sirenen als Symbol der Kriegsvorbereitung (dass die Dinger auch im Katastrophenfall wichtig sind, wurde völlig ignoriert) und man hat als erste Sparmaßnahme den ganzen Zivilschutz auf 10% runtergefahren - und damit auch den gesamten Katastrophenschutz. Schutzkleidung und Gesichtsmasken - das ist doch Kriegsvorbereitung, das brauchen wir nicht. Redundante Systeme - wozu? Das augenscheinlichste sind aber die Sirenen: Wie soll man sonst eine Bevölkerung nachts aus dem Schlaf reißen? Und genau das fehlte, zusammen mit einem neuen Sirenensignal: Sofort aufwachen, Radio anschalten oder auf Lautsprecherdurchsagen hören. Und die Sirenen so dicht, dass jeder wach wird.

14:15 von Margitt.

«Wieso wurde nicht von der Polizei u. der Feuerwehr aus dem fahrenden Auto mit Lautsprechern gewarnt? DAS hätte viel mehr Menschen erreicht, als Warnungen über "Apps".»

Durch frühere Warnungen hätte man sehr vermutlich einige Menschenleben retten können. Man hätte aber auch nicht vorher gewusst, wo die Fluten besonders verheerend zuschlagen werden.

«Weiterhin sollte man die Häuser neben Flüssen nicht wieder aufbauen. Das ist rausgeworfenes Geld. Das nächste Hochwasser kommt bestimmt.»

Man könnte die Kleinstädte Bad Neuenahr / Ahrweiler und Bad Münstereifel komplett aufgeben, und das alles unbesiedelt lassen. Nicht-Direkt-Betroffene müssten dann auch wegziehen, da die Fluten Infrastruktur, Innenstädte, Geschäfte auch platt gemacht haben.

Unterspülte Bahngleise und Autobahn-Teilstücke setzt man auch nicht wieder instand, sondern verlegt sie dort hin, wo es nicht regnet. So hat man fast alle zukünftigen mögl. Probleme auf einen Streich gelöst.

Man muss halt nur wissen wie.

@15:05 von Der Lenz

"Oder glauben sie die Versicherung wird Zahlenfür etwas das in den Policen so nicht vorgesehen ist?"

Na ja, wer den Schadensfall nicht versichert hat, der bekommt natürlich nichts. Aber die, die so eine Versicherung haben, schon. Und die anderen haben sich über Jahre die Beiträge gespart und wollen jetzt trotzdem Geld. Finde ich auch merkwürdig.

Wenn es irgendwo richtig hagelt und die Autos zerdellt, dann bekommen die mit Vollkasko den Schaden bezahlt und die anderen fahren mit den Dellen rum.

Und ein paar hundert Euro Versicherungsprämie sind nicht so teuer. Da gibt es Leute, die zahlen mehr für ihre Vollkasko. Teures Auto und Fahrer unter 25 (Kind nutzt das Auto). Dafür ist ja auch Geld da.

Also Unterstützung soll schon sein. Man will ja auch nicht, dass die Menschen obdachlos sind. Aber alles hat Grenzen.

Gemeinsam schaffen wir das

Auch mir versagt die Stimme mit Blick auf das schlimme Leid, mit dem die Menschen in den Überschwemmungsgebieten zu kämpfen haben. Und ich freue mich, dass die Politik schnell gehandelt und Soforthilfen beschlossen hat, die sicherlich auch rasch fließen werden. In Ihrem Kommentar findet sich oft, ja etwas zu oft der Begriff "Versager". Natürlich waren starke Regenfälle vorhergesagt, auch die Bürger wussten das. Freilich hat niemand eine derartige Welle auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen - weder die Experten, noch der einfache Bürger. Da ist es dann sehr einfach von einem "Systemversagen" zu schwadronieren und die Not der Menschen parteipolitisch zu nutzen. Man wird die Vorgänge kritisch aufarbeiten müssen und sicherlich sind auch Fehler passiert - in einer solchen Ausnahmesituation auch nachvollziehbar. Umso schöner, dass Menschen in der Not zusammenstehen und anpacken. Auch der Besuch von Kanzlerin Merkel war warmherzig und kraftvoll. Wir brauchen Macher, keine Nörgler.

15:09 von Thomas D.

werden Elementarversicherungen gar nicht mehr angeboten oder sind extrem teuer.

Absolut korrekt. Und wenn die Versicherung richtig blechen musste, dann sind danach aber schnell draußen. Und bei anderen Versicherungen will man sie dann auch nicht haben.

@draufguckerin, 14:17 Uhr

Ich kann Ihre Gedanken absolut nachvollziehen. Da gibt es Hauseigentümer, die jährlich hohe Versicherungspolicen bezahlen, um abgesichert zu sein. Andere bauen "auf gut Glück". Allen soll aber geholfen werden. Vorsorge hat immer auch etwas mit Verantwortung zu tun, wie wir gerade auch in der Corona-Pandemie sehen können. "Sin now, pay later" ist so ein Sprichwort, das für viele Lebenslagen passt. Auch die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für bestimmte Berufszweige eigentlich unverzichtbar. Schlägt dann das Schicksal wider Erwarten erbarmungslos zu, schimpfen alle auf die Politik, weil diese zu wenig Unterstützung leiste. Keine Frage, den Opfern der Flutkatastrophe muss geholfen werden. Bei der Aufarbeitung müssen aber auch persönliche Versäumnisse angesprochen werden.

Hunderte Millionen Soforthilfe vom Bund

Wer schon länger Erfahrungen dieser Art kennenlernen "durfte" , wird den coolen Sprüchen mit der Soforthilfe , völlig unbürokratisch und ganz schnell, eh nicht glauben ! Das hat die Politik immer so formuliert und meist ist nichts gekommen außer die eigene Soforthilfe mit Besen und Schaufel. Bist Du Gottes Sohn , so hilf Dir selbst, und die Politik setzt voll auf das Vergessen !

Elementarschäden

Einige Kommentierende hier sind der Ansicht, man könne sich komplett versichern. Elemenrarschadenversicherungen sind sehr teuer und sinnvoll. Aber es werden nur die Schäden von dem von oben kommenden Wasser behoben. Da wird es sicher viele juristische Auseinandersetzungen geben, wie viel Schaden tatsächlich Elemtarschäden sind und was aus nicht-versicherbarem Rückstau resultiert.

1. zu den nicht versicherten.

Der Neid den man in ein paar Beiträgen hier lesen kann ist einfach nur beschämend. Mir sind verschiedene alleinstehende Rentner bekannt die für ihre kleine alte Hütte nie das Geld für die hohen Beiträge aufbringen können.

@Rodriguez, 15:00 Uhr -Schwäbische Hausfrau

Wie kommen Sie zu der Behauptung, die Kanzlerin sei "spendierwütig". Eigentlich haftet ihr ja mehr das Attribut der "schwäbischen Hausfrau" an, die durchaus sparsam wirtschaftet. Dieser Sparhaushalt hat ja auch dafür gesorgt, dass während der Pandemie zusätzliche Mittel verfügbar waren, so z.B. das Kurzarbeitergeld, welches Millionen von Arbeitsplätzen und damit auch Unternehmen gerettet hat. Im übrigen begrüße ich es, dass die Politik den in Not geratenen Menschen Hilfe verspricht.

Hunderte Millionen Soforthilfe ? Bei diesem gigantischen Ausmaß

....für Menschen, die in große Not gekommen sind, oft ihr ganzes Hab und Gut verloren haben, und nichts dafür konnten.

Wenn ich an die vielen Milliarden denke, die Menschen bekommen, die sich selbst in große Not gebracht haben, stelle ich fest, dass die Politik ihre Prioritäten gesetzt haben.

Schlechte Planung vom Bund, sage ich.

Ich sehe vor allem die Gefahr, ..

.. dass das Geld ziellos mit dem Füllhorn ausgeschüttet und verschwendet wird. Nicht j Haus und j Ort verdient Wiederaufbau. Auf der Homepage von Schuld/Ahr steht, man habe den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" gewonnen. Da war die Natur aber anderer Meinung. Egal wie alt der Ort ist, Luftbilder sagen mir, dass ein Rückhaltebecken dort besser wäre. Das Ahrtal ist kurz und steil, ca 5m Gefälle je km Länge. Und Svenja Schulze ruft "Tempo 130" und will den inkompetenten unkooperativen Kommunen Geld in den Rachen werfen. Niedersachsen gibt vier zusammengeschlossenen Landkreisen 28 Mio im Jahr, die das Wassermanagement gemeinsam angehen. So ist's richtig. Und Bad Neuenahr ist Reiche-Leute-Gegend; wer hat, dem wird gegeben, die Ärmsten gehen wieder leer aus.

Meine Hilfsbereitschaft hat schon stark nachgelassen ...

Alle Politniks sagen "Kein Wahlkampf jetzt" und tun es dann doch.

@rossundreiter, 15:09 Uhr

Sie haben Recht, wenn Sie die Politiker an ihren Taten messen. Anders als Sie bin ich mir aber sicher, dass die Hilfszusagen der Kanzlerin eben keine "leeren Sprüche " sind. Melden Sie sich doch einfach wieder, wenn Ihre Mutmaßung zutreffen sollte. Dann würde auch ich Ihre Kritik nachhaltig teilen.

15:21 von Adeo60

"Freilich hat niemand eine derartige Welle auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen - weder die Experten, noch der einfache Bürger. Da ist es dann sehr einfach von einem "Systemversagen" zu schwadronieren und die Not der Menschen parteipolitisch zu nutzen."

Das ist so nicht richtig!
Aus dem Tagesspiegel:
Hannah Cloke, Professorin für Hydrologie an der britischen Universität Reading und eine der Entwicklerinnen des Europäischen Hochwasser-Warnsystems. Ihr Urteil in der „Sunday Times“: „Monumentales Systemversagen“ ist der Grund für eine der tödlichsten Naturkatastrophen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg. „Die Tatsache, dass Menschen nicht evakuiert wurden oder die Warnungen nicht erhalten haben, legen nahe, dass etwas schiefgegangen ist.“

15:21 von Adeo60

>>In Ihrem Kommentar findet sich oft, ja etwas zu oft der Begriff "Versager". Natürlich waren starke Regenfälle vorhergesagt, auch die Bürger wussten das. Freilich hat niemand eine derartige Welle auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen - weder die Experten, noch der einfache Bürger. Da ist es dann sehr einfach von einem "Systemversagen" zu schwadronieren und die Not der Menschen parteipolitisch zu nutzen. Man wird die Vorgänge kritisch aufarbeiten müssen und sicherlich sind auch Fehler passiert - in einer solchen Ausnahmesituation auch nachvollziehbar. <<

Es gab frühzeitige, exakte Warnungen, die zwingend hätten befolgt werden müssen.

Hier haben Behörden versagt!

Das Personal wird für Ausnahmesituationen geschult und bezahlt, dass sie ihren Dienst für die Sicherheit der Bürger sorgen, dass solche Unglücke mit vielfachen Toten nicht geschehen.

Eine Warnung, eine gezielte Evakuierung und kein Mensch hätte sein Leben lassen müssen!

Wir brauchen Macher, da stimme ich mit überein.

Wo sind sie geblieben?

Es ist schlimm das auch hier im Forum von vielen es als selbstverständlich angesehen wird das alle Bürger im Besitz eines Handy mit Internetzugang sind. Wo sind die Sirenen geblieben, die hat jeder gehört.

20. Juli 2021 um 15:21 von Adeo60

Freilich hat niemand eine derartige Welle auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen - weder die Experten, noch der einfache Bürger.

Es ist durchaus nachvollziehbar von Systemversagen zu sprechen. 4 Tage!

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/hochwasser-flutbehoerde-europa-101.html

@Barbarossa 2, 15:21

Sie haben neulich in einem ganz anderen Zusammenhang (Vorsorge) die Bedeutung der eigenen Immobilie hervorgehoben. Und Sie haben Recht. Ein Eigenheim steht letztlich ein Stück weit auch für die persönliche Lebensleistung. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, weshalb man in gefährdeten Regionen baut und nach Katastrophen immer wieder neu aufbaut, was erkennbar ein weiteres Mal zerstört wird. Und das Ganze dann meist ohne eine bezahlbare Versicherungsprämie. Ja, es wird wohl die emotionale Bindung, aber auch der finanzielle Verlust sein, der einem radikalen Umdenken entgegensteht. Leider aber schafft man dadurch ein Fass ohne Boden.

15:35 von morgentau19

… Wenn ich an die vielen Milliarden denke, die Menschen bekommen, die sich selbst in große Not gebracht haben, stelle ich fest, dass die Politik ihre Prioritäten gesetzt haben. …

Welche Menschen, die selbstverschuldet in große Not geraten sind, erhalten denn die vielen Milliarden?

15:06 von ich1961

Das ist genau das was ich sage. Wo ist da jetzt das Problem das Klima verändert sich.

"Wir wissen, dass die Erde auch schon früher warme Klimaphasen durchlebt hat, aber diese wurden durch extreme Ereignisse hervorgerufen und unterschieden sich radikal von unserer modernen Welt"(aus dem Artikel)

Wo ist der Unterschied?
Dem Wetter (Klima) ist es völlig egal ob die Natur oder der Mensch eingreift. Wenn wir jetzt aufhören CO2 zu emittieren werden wir trotzdem weiter Klimaveränderungen zu verzeichnen haben. Was ist daran nicht zu verstehen?

Das solche Ereignisse zunehmen werden, sage ich schon seit Jahren
Trotzdem ist der Klimawandel nicht alleine schuld an solchen Wetterlagen und schon gar nicht daran, dass der Katastrophenschutz einen schlechten Job gemacht hat.
Es gab mehr als genug Zeit den GAU zu verhindern.
Es hätten Menschen überleben können wenn sie gewarnt worden wären.

Jetzt schnell...

... Schnelles Internet in Schulen und Gebäuden, und zwar zuerst dort wo derzeit die Infrastruktur zerstört ist.

Die Mobilfunk-Netzbetreiber müssen jetzt schnell die Sendemasten mit Notstromaggregaten oder zumindest mit Notbatterie-Stromversorgung ausgestattet. Und zwar zuerst dort wo die Sende Anlagen eh zerstört sind.
Dann klappt das auch in der Zukunft besser mit dem Notruf...

@ 15:12 von zomil

„ Es wurde auch genügend gewarnt, jedoch hatte es die Bevölkerung nicht ernst genommen.
Niemand hat aus dem Erdgeschoss Kostbarkeiten in die erste oder zweite Etage ggfs. beim Nachbarn
verstaut.“

Andere Frage dazu was hätten die Menschen denn ihrer Meinung nach tun sollen, deren Häuser von den Fluten komplett zerstört wurden, auf den Anhänger packen und das Haus wegfahren.

Wir reden hier nicht über etwas alltägliches, sondern über eine Naturkatastrophe, wo wir Menschen helfen.

Genau dafür sind wir eine Solidargemeinschaft.

Ich habe eine ganze Menge Orte der Welt bereist, wo diese Art der Hilfe selbstverständlich ist, da finde ich ihre Sicht an der Stelle leider einfach nur traurig.

Soforthilfe? Gut! Erhoffen Hiesige und braucht die Welt!

Gut das die überlebensbezogene Gegenwart nun auch live von Frau Merkel und O. Scholz und sogar von den Grünen miterlebt wird. Zumal begonnen von Fahrzeugtypen bis hin zur Bevölkerung eher Eigeninteressen im Berliner Parlament alles eigenengagierte koordinieren lies. Hoffentlich wird die Klugheit dort fester mit einziehen. Und... hoffentlich unterlassen Computern mit SMS - Versand scheinheilige Unwetterwarnungen zu übertragen. Jenes könnte zwar gehobene Einkommens- Handynutzer interessieren. Aber viele aus der Bevölkerung haben sich längst im Alltag ohne Handy- Verblendung im Sonnenlicht "ohne" umgesehen und ihre Mitmenschen Neu entdeckt. Kluges Engagement bei Warnungen sollte endlich wieder Menschengemacht sein! Spezielle Tonsirenen wären allseits klüger als für SMS die kaum bemerkt werden Steuern zu zocken. Auch ich hoffe mit Neuem Optimismus darauf das nun politisch endlich überall zu Dürregebieten in der Welt Trinkwasser- Aufbereiter gesandt werden um zu Bewässern.
Frau D. Brauer

Hoffentlich bleibt das viele Geld...

... Nicht in der Reparatur der Anlagen der Deutschen Bahn AG kleben.

Oder nur in der Autobahn-Reparatur oder so...

@heathersfan, 15:40 Uhr

Wenn Sie nicht halbwegs genau wissen, wo und wann eine solche Naturkatastrophe zuschlägt, werden Sie schwerlich Menschen in großem Stil evakuieren können. Auch die Bürger waren informiert. Solche Informationen über Starkregen erreichen uns aber mehrfach im Jahr. Dass es zu einer derart epochalen Katastrophe kommen würde, war letztlich nicht vorhersehbar.

Unser Katastrophenschutz ist eine Katastrophe

Den eingesetzten Wasserrettungszügen fehlen kleine geländegängige Fahreuge und stabile Boote, Feuerwehren und Hilfsorganisationen können nicht kommunizieren weil der supertolle Digitalfunk nicht funktioniert und Kradmelder eingesetzt werden müssen... die es aber nicht mehr gibt Bundeswehr??? Schweres Gerät ... auch Fahrzeuge wie LKWs dürfen nicht bewegt werden, weil die Fahrerlaubnis fehlt... und für Einsatzfahrten die Genehmigungen fehlten. Wasseaufbereitungsanlagen schicken wir in die weite Welt und das THW hat nichts für den schnellen Einsatz... Unterstützungspersonal fehlt, vlt? weil es keine Wehrpflicht oder sozialen Jahre mehr gibt... ????
Stromgeneratoren??? Mangelware! Alles das neben nicht mehr funktionierenden bzw nicht mehr vorhandenen Sirenen um auch in der Nacht um 3:00 Uhr zu warnen... wer hört da schon Radio????

15:12 von zomil

… Es wurde auch genügend gewarnt, jedoch hatte es die Bevölkerung nicht ernst genommen.
Niemand hat aus dem Erdgeschoss Kostbarkeiten in die erste oder zweite Etage ggfs. beim Nachbarn
verstaut. …

Sie wollen sagen, die Betroffenen seien selbst schuld?

Vielleicht sollten wir im

Vielleicht sollten wir im Forum einig werden, ob private Leute ihre Häuser auf Staatskosten wieder aufgebaut bekommen sollen. Also was ich so hier lese, wohl eher nicht. Im Gegensatz zu dem was Laschet erfahren hat:
„ 14.06 Uhr: Wie können die Menschen nun helfen? Sachspenden seien genügend vorhanden, sagt Laschet. Jetzt werde Solidarität auch mit Geldspenden benötigt. Er berichtet beispielhaft von einer Familie, die er getroffen habe, die nun 250.000 Euro spenden wolle.“
Das ist vielleicht etwas viel. Andererseits:
Es muss auch mal klar werden daß solche apokalyptischen Ereignisse neu sind. Bisher gab es „nur“ Überschwemmungen, vielleicht auch mal eiergroße Hagelkörner. Daß ganze Häuser verschwinden, nein, das gab es noch nicht. Ich bin froh, nicht an so einem kleinen Flüßchen zu wohnen umgeben von Bergen.
Und wie soll das n Zukunft werden, wenn das noch öfters passiert?
Wir haben unser Klima über ca. 150 Jahre verändert zum Schlechteren, wie lange dauert die „Klimagenesung“??

@ 15:21 von Adeo60

Seit zig Jahren und Jahrzehnten wird von Bürger/innen auf den Hochwasserschutz / Überflutungsschutz in Richtung Politik hingewiesen.

Das hier Flutkatastrophen passieren ist längst bekannt.

Was ist in D in der Vergangenheit passiert?

Fast nichts

Wer hat versagt?

Die Politik und die Verwaltung.

Grund :
Die Finanzierung hat für die Projekte Hochwasserschutz / Überflutungsschutz zu keinem Zeitpunkt wirklich bestanden - bis dato nicht -.

Es gibt keine Zusagen aus der Politik das nun Hochwasserschutz / Überflutungsschutz bundesweit in Angriff genommen wird.
So sieht Versagen aus.

20. Juli 2021 um 15:49 von 0_Panik

Hoffentlich bleibt das viele Geld...
... Nicht in der Reparatur der Anlagen der Deutschen Bahn AG kleben.

An dem Punkt kann ich schon mal sagen keine Panik. Andreas Scheuer hat sofort agiert und angekündigt die Bahn weiter gegenüber dem Auto zu benachteiligen bzw die Bahn auf CO2 Neutralität umzustellen ohne irgendetwas mit den Autos zu planen.
Bei den Autobahnen sieht es wahrscheinlich anders aus.

Warnungen

gab es schon. Aber mit den Folgen hat niemand gerechnet, auch nicht die Fachleute.
Und was wäre wohl das angebrachte Verhalten der Bewohner?
Hier waren auch bis Mittwoch noch über 100 Liter angesagt. Also hätten viele räumen und am besten vorübergehend ausziehen müssen. Geworden sind es dann vielleicht 7 Liter. Also alles wieder zurück.

Bei"normalem" Hochwasser mag es Lösungen geben, bei solchen Extremen ist man ebenso machtlos wie etwa bei Erdbeben.

Moin Forist draufguckerin

Auch ich habe ihre Überdenkung gelesen. Aber es gibt da einen Unterschied zu allen Pflichtversicherungen.. bei Hausbesitzern. Elementarschäden ... sind suuuper Zockerversicherungen als teures Extra gewesen. Nicht die Spur von billigem: gehört zum Standard. Viele hätten zudem nie gedacht dass ihnen im beschaulichen Örtchen plötzlich der Regenhimmel auf den Kopf fallen würde. Und noch weniger... das Regentropfen deren Mitmenschen das Leben kosten würde. Und viel Interesse an Elementarversicherungen haben Versicherungen nun vermutlich überhaupt nicht mehr. Gewinnbankrott ... will keine Versicherung gehen. Beim Wetterdienst wird eh schon im eventuellen bis nächste Woche die nächsten Regenfronten im Notgebiet nicht ausgeschlossen.- Ich rege immer wieder überall gerne die Überdenkung an: dass es zu global gemeinsamen Währungsreformen kommen sollte um alles Leben- und unseren gemeinsamen Heimatplaneten an sich weiterhin finanzieren zu können.
Es gilt viel zu finanzieren...
Frau D. Brauer

Wir haben das. Ist garnicht teuer, wenn man nicht an einem Gewässer wohnt. Und sie schützt sogar gegen Vulkanausbruch ...

Das Dumme ist nur: Versicherer lehnen grundsätzlich zu hohe Risiken ab, oder die Prämien sind exorbitant.

Vermutlich werden die Versicherer die Schadenseintrittwahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen für Starkregenereignisse jetzt gerade neu berechnen.

Was ich fordere, ist eine staatlich vorgeschriebene Pflichtversicherung für alle. Dann müssten auch die Hamburger für Starkregenschäden im Allgäu zahlen und die Bayern für Sturmflutschäden an der Küste. Das wäre fair und solidarisch. Und die Versicherer dürften Risikokandidaten nicht mehr abweisen.

Dann könnte man auch die Prämien niedrig halten!

Der Haken: die Versicherungslobby wird dagegen Sturm laufen. Denn es würde bedeuten das viel höhere Schadensregulierungen als bisher ausgezahlt werden müssten!

Ich bin da pessimistisch ob ein solches Bürger- und Verbraucherfreundliches Gesetz möglich ist.

um 15:21 von Barbarossa 2

>>
werden Elementarversicherungen gar nicht mehr angeboten oder sind extrem teuer.

Absolut korrekt. Und wenn die Versicherung richtig blechen musste, dann sind danach aber schnell draußen. Und bei anderen Versicherungen will man sie dann auch nicht haben.
<<

Und wenn Versicherungen nicht mehr versichern wollen, dann sollte auch die Gemeinschaft kein Geld dafür aufwenden, den offensichtlich gefahrgeneigten Zustand wieder herzustellen. Das ist sicher extrem schmerzhaft für Betroffene, aber es dient ja auch ihrem eigenen Schutz.
Auch die Bahn darf nicht einfach wieder aufbauen. Wo die Dämme unterspült wurden, muss man eben Aufstelzen. Ist sicher teuer, aber weniger teuer als in Abständen immer wieder alles zu sanieren.

Wenn die Behörden 4 Tage vorher alles gewusst haben

Was ist in diesen 4 Tagen denn passiert ? Die wenigsten waren gewarnt.

Warum wurde nicht evakuiert ?

Den Italienern traue ich weit mehr zu in punkto Bevölkerungsschutz, falls der Vesuv doch mal wieder ausbrechen sollte.

um 15:32 von Nordbraut

>>
Aber es werden nur die Schäden von dem von oben kommenden Wasser behoben.
<<

Falsch. Ich habe selbst gegen Ostsee-Hochwasser eine Versicherung abgeschlossen.

@15:09 von rossundreiter

//... wobei ich sowieso nicht verstehe, warum diese Leute nun auf einmal "Soforthilfen" erhalten sollen, die über das alltäglich absolut Notwendige hinausgeht.

Andere unschuldig in Not Geratene erhalten auch Hartz Vier.//

Keine Bange, niemand wird alles ersetzt bekommen, was er verloren hat - vor allem die Menschen nicht, die er in dieser Katastrophe verloren hat.
Es geht doch zunächst vor allem um Hilfe zur Selbsthilfe.
Dass wir alle für die Wiederherstellung der Infrastruktur aufkommen müssen, ist doch selbstverständlich.
Und nicht vergessen: Schon Morgen kann es uns selbst treffen.

Nach..

meiner Meinung ist zwar Soforthilfen in Millionen Höhe zweckmäßig. Aber der Aufbau wird in die Milliarden gehen Ganze Straßen Züge weg Gleisanlagen und Bahnhöfe kaputt.. Orte bis zu 80 Prozent zerstört. Gas Wasseranschlüssse nicht vorhanden. Stromkabel zerrissen. Mobilfunk nicht vorhanden Es muss jetzt sehr schnell gehen diese Menschen wieder ein Dach über den Kopf zu bekommen.

um 15:59 von 0_Panik

ich habe kein Problem damit, dass die Hilfen vor allem in die Infrastruktur gehen, denn da gehören sie in, weil die allen nützen. Hingegen sehe ich keinen Bedarf, reichen Leuten das sorglos abgestellte teure Drittfahrzeug zu ersetzen.

Grundbetrag für alle, um die Grundfunktionen wiederherzustellen. Wer Luxus-Residenzen besitzt, kann den Schaden auch selbst tragen und muss eben Vorsorge treffen.

Und wie ich schon schrieb, ist geschlossene Umsiedlung auch eine vernünftige Option. Ist freilich nicht sehr populär.

20. Juli 2021 um 15:55 von th711

Vielleicht sollten wir im Forum einig werden, ob private Leute ihre Häuser auf Staatskosten wieder aufgebaut bekommen sollen
Nö, müssen wir nicht. Zum Glück ist dieses Forum nicht entscheidend für die deutsche Gesetzgebung, sondern zur privaten Meinungsbildung.
Ich bin da zum Beispiel sehr zwiegespalten, was unter anderem an den Versicherungsgesellschaften selbst liegt. Seien wir gespannt wie viele Berichte es über Winkelzüge der Versicherungen geben wird um Auszahlung zu vermeiden und wie oft die Versicherungsgesellschaften dann versuchen die Staatshilfe als eigene Prämie den Betroffenen anzubieten.
Und natürlich ist es unfair, wenn der Versicherte genauso da steht wie der Unversicherte.
Jemand, der unversichert in Not geraten ist, hat sich verzockt und würde beim Pokern vom Tisch fliegen. Überteuerte Preise oder gar Gebietsausschluss von der Versicherung sollte ein Warnsignal sein. Diese Leute brauchen aber auch jetzt Hilfe.

@IckeDette, 15:43 Uhr

Wenn dieser Vorfall ein "Systemversagen" begründen soll, dann müssten in regelmäßigen Abständen in den verschiedensten Regionen von Deutschland großflächige Evakuierungen - prophylaktisch - durchgeführt und die Bürger überzeugt werden, ihre Häuser zu verlassen. Ich bleibe dabei - eine Katastrophe dieses Ausmaßes war nicht lokalisierbar und auch nicht vorhersehbar. Meldungen über Starkregen und schwere Unwetterwarnungen gehören doch fast zum Alltag. Im übrigen wüßte ich nicht, welche konkreten Maßnahmen in der Kürze der Zeit noch hätten veranlasst werden können.

um 15:21 von dr.bashir

>Na ja, wer den Schadensfall nicht versichert hat, der bekommt natürlich nichts.<

Ich glaube "Unvorhersehbar Große Sturzfluten die das Grundstück unter dem haus wegspülen nach Klimawandelbeddingten Starkregenereignissen" sind so in keiner einzigen Police enthalten...

Es sind halt die Kosten des Klimawandels.
Und die kann nur die Gemeinschaft zahlen.

Die Gemeinschaft hat ja auch beschlossen den Klimawandel nicht zu verhindern, weil das ja zu teuer gewesen wäre, ist also Verantwortlich.
Ja auch die die anders gewählt haben, so ist das in der Demokratie.

16:12 von Möbius

«Den Italienern traue ich weit mehr zu in punkto Bevölkerungsschutz, falls der Vesuv doch mal wieder ausbrechen sollte.»

Vulkane wie der Vesuv sind auch stationär und ortsfest, und tauchen nicht eines nachts irgendwo auf, wo man sie gar nicht vermutet und erwartet hätte.

Katastrophenschutz in Deutschland

Dazu empfehle ich allen hier das Interview mit Katastrophenschutz-Chef Arnim Schuster im ZDF-heute-journal.

"https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ueberschwemmungen-extremwetter-katastrophenschutz-100.html"

16:08 von Möbius

Vermutlich werden die Versicherer die Schadenseintrittwahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen für Starkregenereignisse jetzt gerade neu berechnen.
-

haben sie ein Problem damit ?
wenn ich nen Smart Vollkasko versichere ist der Preis auch anders als bei ner S Klasse

um 16:30 von Der Lenz

>>
Es sind halt die Kosten des Klimawandels.
Und die kann nur die Gemeinschaft zahlen.

Die Gemeinschaft hat ja auch beschlossen den Klimawandel nicht zu verhindern, weil das ja zu teuer gewesen wäre, ist also Verantwortlich.
Ja auch die die anders gewählt haben, so ist das in der Demokratie.
<<

Ich habe gerade im TV die Bilder aus Bad Münstereifel gesehen. Diese Häuserschlucht, durch die die Erft fließt, wieder herzustellen wie sie war, wäre m.E. Irrsinn. Man muss doch durchaus in der Zukunft auch mal von 300 oder 400 l/m² in 24 Stunden ausgehen. Wo soll das Wasser denn alternativ hin ? An der Nordsee setzt doch auch niemand sein Wohnhaus vor den Deich.

Und zur Haftung. Wo kam das

Und zur Haftung. Wo kam das Wasser denn her? Immer irgendwie von einem nachbargrundstück. Die Versicherungen werden also empfehlen, fas Geld dort zu holen. Gretchenfrage ist nun, wem gehört das Land aussenrum?

Adeo

"Wie kommen Sie zu der Behauptung, die Kanzlerin sei "spendierwütig". Eigentlich haftet ihr ja mehr das Attribut der "schwäbischen Hausfrau" an, die durchau"

Dafür ist sie nunmal bekannt. Ein wenig gugeln hilft.

16:08 von Möbius

«Vermutlich werden die Versicherer die Schadenseintrittwahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen für Starkregenereignisse jetzt gerade neu berechnen.»

Selbstverständlich werden sie das tun. Die Alternative für Versicherer ist den Laden freiwillig zusperren mit dem Tatto auf der Stirn: "Loser".

wer hat denn damals die Gebäudeversicherung angeschafft
wo Elementarschäden versichert waren

und wenn ich mir ne KFZ Versicherungen so anschaue
die sich weigern Leute die grundsätzlich 2 Unfälle/Jahr bauen nicht mehr versichern
Weil eben denen das Risiko zu hoch - Geld verdienen ist ja wohl nichts verwerfliches
Da wäre es doch wirklich von Vorteil jeder muß ne Pflicht Versicherung abschließen
ob es dann gerechter läuft glaube ich nicht
aber es wird dann auf alle Schultern verteilt für jeden ist die Versicherung dann erschwinglich

@16:28 von Adeo60 @IckeDette, 15:43 Uhr

//Wenn dieser Vorfall ein "Systemversagen" begründen soll, dann müssten in regelmäßigen Abständen in den verschiedensten Regionen von Deutschland großflächige Evakuierungen - prophylaktisch - durchgeführt und die Bürger überzeugt werden, ihre Häuser zu verlassen.//

Dennoch gibt es großen Bedarf an Verbesserungen. Sehen Sie sich dazu einfach das Interview, dass ich gerade weiter oben erwähnt habe, an. Wie vor der Pandemie, gab es auch hier Erkenntnisse und Pläne, die einfach nicht ernst genommen wurden. Ob nun Pandemien oder Unwetterereignisse: Es gibt immer Möglichkeiten, sich besser vorzubereiten. Immer erst den Ernstfall abwarten, kann jedenfalls nicht die richtige Strategie sein.

Aber auch jeder einzelne Bürger sollte sich mit dem Thema befassen.
Herr Schuster erwähnte z.B., dass man keinesfalls in einen Keller gehen sollte, in dem das Wasser schon einen halben Meter hoch steht, weil auch ein sehr starker Mann dann nicht mehr in der Lage wäre, eine rettende Tür zu öffnen.

16:40 von Klärungsbedarf

Die Gemeinschaft hat ja auch beschlossen den Klimawandel nicht zu verhindern, weil das ja zu teuer gewesen wäre, ist also Verantwortlich.
.
dann erklären sie mir mal bitte wie unsere Gesellschaft den Klimawandel verhindern kann
Sie kann bestenfalls ihren Beitrag leisten
Eben als einziger von 100 Brandstiftern der den Wald nicht anzündet

Noch 2 Programmhinweise

Auf tagesschau24 lief Sa Abend die Doku "Starkregen . die unterschätzte Gefahr" zur Lage in Niedersachsen, und sie Sendung Quarks hatte auch eine Folge zum Thema. Zumindest die Doku ist noch in der Mediathek verfügbar.

um 16:28 von Adeo60

>>
Ich bleibe dabei - eine Katastrophe dieses Ausmaßes war nicht lokalisierbar und auch nicht vorhersehbar. Meldungen über Starkregen und schwere Unwetterwarnungen gehören doch fast zum Alltag.
<<

Sie verschließen die Augen vor den Realitäten. Die Wassermengen hatten wir doch kurz davor schon in Brandenburg und MV. Wie kann man denn glauben, dass RP und NRW für alle Zeiten davor verschont bleiben ? Ich bin überzeugt, man hätte das sogar vorher simulieren können. Man kennt doch die Entwässerungswege des Landes. Man kennt das Maß der Versiegelung. Man kennt die Aufnahmefähigkeit der Böden. Was nicht von den Böden aufgenommen wird, das fließt oberirdisch ab. Beispiel 200 l/m², davon werden 50 % von den Böden aufgenommen. Dann sorgt ein km² für 1.000x1.000x100 l Wasser, also 100.000.000l.

16:41 von Bender Rodriguez

«Und zur Haftung. Wo kam das Wasser denn her? Immer irgendwie von einem nachbargrundstück. Die Versicherungen werden also empfehlen, fas Geld dort zu holen.»

Und der Nachbar wird empfehlen, sich an Petrus den Regengott zu wenden.
Dem Nachbar hat man des ganze Wasser ja auch aufgenötigt.
Ohne dass der so viel Wasser bestellt hatte.

16:47 von Anna-Elisabeth

und was tut man wenn man zusammen mit einer Stromleitung/Zählerkasten im Wasser steht ?
Die Gefahren sind vielschichtig

Ist das eigentlich auch typisch deutsch?

Da stehen viele Menschen buchstäblich vor dem Nichts und wir streiten hier darüber, dass die vielleicht den Steuerzahler zu viel Geld kosten.

Einfach spenden. Kann man sogar von der Steuer absetzen.

Kriterien einführen

Meiner Meinung nach Bedarf es differenzierende Kriterien auch um ein Zeichen zu setzen, was zukünftige Katastrophen angeht. Dies unter dem Vorbehalt, dass eine anthropogene Klimaveränderung ein Faktor ist. Wie könnte zB ein Kriterium lauten? Keine bzw finanziell reduzierte Hilfe für Garagenwiederaufbau abhängig von der Fahrzeugklasse. Viele Eigentumshäuser besitzen Garagen. Meist handelt es sich um Garagen für SUV. Derartige Fahrzeuge tragen aber erheblich zu der CO2 Emission bei.

@16:52 von Sisyphos3 16:47 von Anna-Elisabeth

//...und was tut man wenn man zusammen mit einer Stromleitung/Zählerkasten im Wasser steht ?
Die Gefahren sind vielschichtig//

Eben. Deshalb ist es ja wichtig, dass man sich damit befasst. Ich hätte zum Beispiel an die Gefahr mit dem Wasser im Keller überhaupt nicht gedacht. Man läuft vielleicht schnell dorthin, um irgendwelche Sachen ins Trockene zu schaffen und sitzt dann plötzlich in der Falle. Und wie schnell die Wassermassen zunehmen können, hätten sich sicher viele Menschen vorher nicht vorstellen können. Sicher gibt es noch viele Dinge mehr, die man vorher wissen sollte.
(Ich denke, die Beschaffung von Klopapier gehört nicht dazu.)

um 16:49 von Sisyphos3

>>
16:40 von Klärungsbedarf

Die Gemeinschaft hat ja auch beschlossen den Klimawandel nicht zu verhindern, weil das ja zu teuer gewesen wäre, ist also Verantwortlich.
.
dann erklären sie mir mal bitte wie unsere Gesellschaft den Klimawandel verhindern kann
Sie kann bestenfalls ihren Beitrag leisten
Eben als einziger von 100 Brandstiftern der den Wald nicht anzündet
<<

War nicht von mir, sondern ein Zitat. Aber Brandstifter ist ja nie gut, auch, wenn man nur einer von mehreren ist. Ich teile aber die Meinung, dass die Gesellschaft als Ganzes bis heute nicht zu einem wirklich verantwortungsvollen Handeln bereit ist.
Nehmen wir das Auto: Wo ist denn der Elektro-Zweisitzer plus 1 Sack Kartoffeln (das alte 2CV-Modell) ohne jeden Schnickschnack ? Was würde der kosten ? 5 bis 8 T€ ?

16:12 von Möbius

Sie sind doch, nach Ihren Worten, Wissenschaftler und gewohnt, pragmatisch, vernünftig, logisch zu denken.

Warum wurde nicht evakuiert ?

Wo genau, welche/r Ort/e hätte evakuiert werden müssen? Alle? Alle, wo es möglicherweise gefährlich werden könnte? Was, wenn irgendwo unnötig evakuiert wurde, weil der Landrat Angst um seine Bevölkerung hatte und dafür dort, wo es dringend notwendig war, nicht evakuiert werden konnte? Wie würden Sie dann reagieren?

Den Italienern traue ich weit mehr zu in punkto Bevölkerungsschutz, falls der Vesuv doch mal wieder ausbrechen sollte.

Der Unterschied zwischen einem Vulkan, der doch relativ stationär ist und zig Bächen und Flüssen, von denen niemand weiß ob sie jetzt oder nachher oder morgen oder überhaupt nicht über die Ufer treten, ist Ihnen nicht geläufig?

Es ist billig, als Couch-Potato hier den Macher zu geben.

16:54 von Anna-Elisabeth

«Ist das eigentlich auch typisch deutsch?
Da stehen viele Menschen buchstäblich vor dem Nichts und wir streiten hier darüber, dass die vielleicht den Steuerzahler zu viel Geld kosten.»

Tja … all zu häufig hatte man so was Verheerendes an Naturkatastrophe hierzulande ja noch nicht.

15:05 von Der Lenz: Elementarschäden

< Oder glauben sie die Versicherung wird Zahlenfür etwas das in den Policen so nicht vorgesehen ist?
Und das auch noch bei Hoffnungsloser Unterversicherung?
Wo sind eigentlich ihre Unterlagen?... >

In meiner Police sind Elementarschäden versichert. In der Erläuterung der Elementarschäden sind u. a. auch Starkregen, Rückstau, Hochwasser, Hagel, Sturm, Erdrutsch enthalten.
Wieso also sollten die Gebäudeversicherungen, bei denen auch Elementarschäden mitversichert sind, nicht leisten müssen?s

Wer aber die Elementarschäden nicht mitversichert hat, weil es ihm zu teuer war, wird von seiner Versicherung nichts bekommen. Versicherungen sind da knallhart.

17:00 von Anna-Elisabeth

ich denke so wirklich damit beschäftigt hat sich kein Mensch

@17:02 von schabernack 16:54 von Anna-Elisabeth

//«Ist das eigentlich auch typisch deutsch?
Da stehen viele Menschen buchstäblich vor dem Nichts und wir streiten hier darüber, dass die vielleicht den Steuerzahler zu viel Geld kosten.»

Tja … all zu häufig hatte man so was Verheerendes an Naturkatastrophe hierzulande ja noch nicht.//

Wollen Sie damit andeuten, dass wir empathischer wären, wenn wir nur oft genug von solchen Katastrophen heimgesucht worden wären?
Aber kann schon sein, dass wir das auch wieder intensiv lernen müssen.

17:03 von Margitt.

… In meiner Police sind Elementarschäden versichert. In der Erläuterung der Elementarschäden sind u. a. auch Starkregen, Rückstau, Hochwasser, Hagel, Sturm, Erdrutsch enthalten. …

Rückstau? Sicher?

Wenn ja, dann haben Sie Glück und ganz offensichtlich ein überaus geringes Schadensrisiko.

17:00 von Anna-Elisabeth

«Die Gefahren sind vielschichtig.»

«Eben. Deshalb ist es ja wichtig, dass man sich damit befasst … Ich hätte zum Beispiel an die Gefahr mit dem Wasser im Keller überhaupt nicht gedacht … Sicher gibt es noch viele Dinge mehr, die man vorher wissen sollte.»

Deutschland ist ein unerfahrenes Land, was Naturkatastrophen und Verhalten dazu angeht. Nur wenn man sich bisher aus eigener Initiative damit befasste, konnte man was erfahren und lernen. Präsent und abrufbar ohne weiteres Nachdenken in weiteren Bevölkerungskreisen ist dieses Wissen aber nicht.

In Japan gehen Kinder ab Schulklasse 1 einmal jährlich ins "Earthquake Education Center" der Berufsfeuerwehr. Da lernen sie die wichtigsten Verhaltensregeln, was man machen soll, wenn. Und was man auf gar keinen Fall tun darf.

Erklärt an der größten Gefahr Erdbeben, aber auch übertragbar auf Schadensereignisse durch Wasserfluten. Man bekommt dort auch beigebracht, wie man mit dem "3 Days Survival Kit" inkl. Akku-Kurbelradio umgeht.

@Thomas D. - 15:09

"In etlichen Risikogebieten oder bei bereits vorgefallenen Schadensereignissen werden Elementarversicherungen gar nicht mehr angeboten oder sind extrem teuer."
Bei nahezu 100%iger Schadenswahrscheinlichkeit aber auch verständlich. Wie sollen Millionenschäden von Prämien die "einige hundert Euro im Jahr, die sich viele mit Häuschen einfach nicht leisten können (um 14:54 von th711)" kosten, bezahlt werden?

Sofothilfen

Solange der Staat zu Soforthilfen in der Lage ist, sind sie ein Gebot der Solidarität.
Es ist bedrückend, wie viele Foristen hier kaltherzig diese Anfangshilfe verweigern wollen.
Bei immer wieder sich wiederholenden Katastrophen wird dies dem Staat immer schwerer fallen. Versicherbar werden solche Schäden dann nicht mehr sein. Kurzfristig ist es notwendig, alle mögliche Vorkehrungen zu treffen, schäden in Zukunft zu begrenzen. Langfristig ist das wohl kaum mölich möglich.
Daher müssen wir und insbesondere die Verantwortlichen umdenken und massive Maßnahmen zur Begrenzung des Temperaturanstieges angehen und akzeptieren

Re : Margitt !

Es gibt aber leider auch Versicherungen, die lehnen die Elementarschäden grundsätzlich ab, oder schließen sie aus, weil sie wissen, was dies kosten kann. Da Versicherungen grundsätzlich nach dem Prinzip "Gewinnmaximierung" arbeiten, sollte von der Politik die Versicherungsbranche zu solchen Angeboten gezwungen werden. Auch so schon werden die Gutachter der Versicherungen ziemlich klein rechnen, um Geld zu sparen, für all die Aktionäre.
Klar, wer gar keine Versicherung hat, weil keine, warum auch immer, der sollte nur das Notwendigste kriegen, was er/sie für einige Tage braucht, sonst ist halt Eigeninitiative gefragt.

@Möbius, 16:08

"Was ich fordere, ist eine staatlich vorgeschriebene Pflichtversicherung für alle. Dann müssten auch die Hamburger für Starkregenschäden im Allgäu zahlen und die Bayern für Sturmflutschäden an der Küste. Das wäre fair und solidarisch. Und die Versicherer dürften Risikokandidaten nicht mehr abweisen.
Dann könnte man auch die Prämien niedrig halten!
Der Haken: die Versicherungslobby wird dagegen Sturm laufen. Denn es würde bedeuten das viel höhere Schadensregulierungen als bisher ausgezahlt werden müssten!
>> Ich bin da pessimistisch ob ein solches Bürger- und Verbraucherfreundliches Gesetz möglich ist."
--
Ich bin grundsätzlich pessismistisch, dass sich die Folgen des Klimawandels ausgerechnet mit seiner Hauptursache - einem Zahlungsmittel, das zugleich "Wertaufbewahrungs-" und Machtinstrument ist - werden lösen lassen.

20. Juli 2021 um 16:28 von Adeo60

4 Tage!
Da ist genügend Vorlaufzeit für Vieles.
Ich kann verstehen, dass man nicht andauernd hin und her wandern möchte wenn ein Starkregenereignis ansteht, aber das ist ja genau das Problem. Entweder man sichert dieses Risiko ab oder man wandert zur Sicherheit hin und her. Alles andere ist Eingehen des Risikos und dann darf man sich auch nicht beschweren wenn man sich verzockt.
Wegen solcher Fehlentscheidungen verweigere ich noch lange keine Nothilfe, falls man das daraus lesen will.
Es hätten mehr Menschen überleben können. Das ist der Kernpunkt beim Vorwurf des Systemversagens und den Teile ich.

@Oldtimer - 15:33

"Mir sind verschiedene alleinstehende Rentner bekannt die für ihre kleine alte Hütte nie das Geld für die hohen Beiträge aufbringen können."
Wer in einem Haus lebt, für das eine Elementarschadensversicherung eigentlich unverzichtbar ist, und sich diese nicht leisten kann, lebt über seine Verhältnisse - so hart das auch klingen mag. Der Mieter, in dessen Betriebskostenabrechnung die ganz selbstverständlich auftaucht, muss auch ausziehen, wenn ihm die Miete dadurch zu hoch ist.

Versicherungen und Steuergeld

Das Elektronenmikroskop im Keller in der Uni war zu meiner Studienzeit auch nicht versichert. Es wäre zu teuer gewesen.
Es also nicht unüblich so zu handeln.

*

Mag sein, dass die Betroffenen ( weshalb auch immer) nicht die entsprechende Versicherung hatten, aber Steuern haben sie bezahlt. Warum also der Aufriss, wenn sie von Steuergeldern etwas bekommen?

Systemversagen

wird da nicht etwas zu viel verlangt ?
wenn in Japan irgend eine Flut kommt und das geschieht recht häufig
dann gibt es immer Tote obgleich die Organisation wirklich professionell ist
man sollte einfach akzeptieren dass man nicht alles im Griff haben kann

Re : Thomas D. !

Ach, die so furchtbar armen Versicherungen werden wieder heftig gebeutelt, müssen wieder soooooo viel von ihrem Ersparten an die Menschen in den Gebieten auszahlen. Danach werden sie wieder einmal auf dem Zahnfleisch herkommen, und gerade noch irgend wie die Kurve kriegen.
Deshalb erhöhen sie ja die Preise für die Elementarschäden so hoch, dass die Leute besser aufpassen, oder keine Häuser mehr ans Wasser bauen, oder wegziehen. Sonst flüchten all die Aktionäre zu anderen besseren Möglichkeiten, wo viel mehr rüber kommt.
Ach die soooooooooooo armen Versicherungen<<<<<< wenn ich mal Zeit habe, werde ich sie bedauern und heftig mitweinen, wenn das Große Jammern einsetzt !

17:29 von Totengräber

alles schön und gut
aber was wollen sie in so nem Fall sagen "Pech gehabt"
das geht nicht wenn ein Nichtkrankenversicherter vor der Klinik steht
das geht nicht wenn einer 50 Jahre im Sofa lag und dann Rente braucht

17:14 von Anna-Elisabeth / @schabernack

«Wollen Sie damit andeuten, dass wir empathischer wären, wenn wir nur oft genug von solchen Katastrophen heimgesucht worden wären?
Aber kann schon sein, dass wir das auch wieder intensiv lernen müssen.»

An Empathie und Hilfsbereitschaft für die Betroffenen vor Ort herrscht nicht der geringste Mangel. Abertausende von Freiwilligen fahren ungebeten an Desasterorte, und helfen, ohne Gegenleistung zu erwarten. Kinder spenden Teile ihres Spielzeugs, damit auch flutgeschädigte unbekannte andere Kinder was zum Spielen haben.

Das alles ist ganz großartig, und kann besser gar nicht sein.

Was Deutschland fehlt, ist nationale Erfahrung im Umgang mit Schäden nach Naturkatastrophen. Gar kein Mangel, den man kritisieren kann. Es war ja wunderbar, dass man bisher solche Erfahrungen hierzulande nur sehr selten in größeren Zeitabständen machen musste.

Notwendig ist ein Nationaler Konsens zur Frage, wie die Gesellschaft so was nun und künftig finanzieren soll. Es ist erst der Anfang von mehr …

17:22 von Totengräber

@Thomas D. - 15:09
"In etlichen Risikogebieten oder bei bereits vorgefallenen Schadensereignissen werden Elementarversicherungen gar nicht mehr angeboten oder sind extrem teuer."

Bei nahezu 100%iger Schadenswahrscheinlichkeit aber auch verständlich. Wie sollen Millionenschäden von Prämien die "einige hundert Euro im Jahr, die sich viele mit Häuschen einfach nicht leisten können (um 14:54 von th711)" kosten, bezahlt werden?

Klar, keine Frage. Wenn ich einen Luxussportwagen versichere, bei dem ein Parkplatzrempler schon einen Schaden von € 20.000,- bedeutet, muss ich mit sehr hohen Prämien rechnen.

Es sind nun mal die Sachversicherer, die sehr genau wissen, wo genau es welche Risiken gibt.

Und ja, Versicherungen müssen nun mal zusehen, dass das Prämienaufkommen dauerhaft höher ist als die Schadensregulierungen.

Egoismus

Die Reaktionen der Vielen, die im Katastrophengebiet spontan geholfen haben, zeigt, dass der bei manchen im Forum durchschimmernde Egoismus keineswegs eine allgemeine Eigenschaft ist.
Vielleicht wird immer Menschen klar, dass eine auf Egoismus und Konkurrenz aufgebaute Wirtschaftsordnung nicht unsere Ordnung sein sollte. Sie ist es im Augenblick aber.

17:32 von Sisyphos3

«Systemversagen … wird da nicht etwas zu viel verlangt ?
wenn in Japan irgend eine Flut kommt und das geschieht recht häufig
dann gibt es immer Tote obgleich die Organisation wirklich professionell ist
man sollte einfach akzeptieren dass man nicht alles im Griff haben kann.»

Die ganz grundlegend wichtige Erkenntnis.
Deren Wichtigkeit man gar nicht überschätzen kann.

Re : Nettie !

Die Versicherungslobby wird auch deshalb Sturm laufen, weil im Grunde alle Versicherungen nur noch nach dem Motto arbeiten, viel Geld rein, wenig raus, außer an Aktionäre. Es ist doch bekannt, wie die Versicherungen im Zahlen sind, da werden Minimalbeträge angeboten, obwohl jeder Depp sieht, dass der volle Betrag zu zahlen wäre. Da aber die meisten Kunden nicht viel Geld haben, sitzen die Versicherungen immer am längeren Hebel, und den nutzen sie schamlos und skrupellos aus, ohne einen Funken Moral.
Da ist es vollkommen gleichgültig, ob dies eine Person trifft, die extrem durch ein Unglück verletzt wurde, und nun ständige Hilfe benötigt, oder einem Schaden am Auto oder Haus. Alle Versicherungen sind skrupellose Firmen, die auf dem Rücken ihrer Kunden Milliarden verdienen, wenn sie nicht endlich mal gebremst werden.

@ Sisyphos3

"Systemversagen wird da nicht etwas zu viel verlangt ?" Am 20. Juli 2021 um 17:32 von Sisyphos3

*

Finde ich nicht.
Wenn etwas durch Baumaßnahmen verhindert werden kann, diese aber in diesem reichen Land nicht durchgeführt werden, dann hat das System versagt. Wozu soll der ganze Zaster denn gut sein, wenn nicht um sein Leben zu verbessern?

In Sachsen selbst sagte man, man habe aus den letzten 3 Überschwemmungen gelernt, aus- und umgebaut und sei jetzt deshalb mit einem blauen Auge davongekommen.

Irgendwas kann man immer verbessern.

17:33 von Traumfahrer

Re : Thomas D. !

Ach, die so furchtbar armen Versicherungen werden wieder heftig gebeutelt, müssen wieder soooooo viel von ihrem Ersparten an die Menschen in den Gebieten auszahlen. Danach werden sie wieder einmal auf dem Zahnfleisch herkommen, und gerade noch irgend wie die Kurve kriegen.
Deshalb erhöhen sie ja die Preise für die Elementarschäden so hoch, dass die Leute besser aufpassen, oder keine Häuser mehr ans Wasser bauen, oder wegziehen. Sonst flüchten all die Aktionäre zu anderen besseren Möglichkeiten, wo viel mehr rüber kommt.
Ach die soooooooooooo armen Versicherungen<<<<<< wenn ich mal Zeit habe, werde ich sie bedauern und heftig mitweinen, wenn das Große Jammern einsetzt !

Ich habe nichts geschrieben, was eine derartig kindische Reaktion rechtfertigt. Sie verwechseln mich, wie es scheint.

@Tada - 17:30

"Warum also der Aufriss, wenn sie von Steuergeldern etwas bekommen?"
Weil "Steuern zahlen" keinen Schadensersatzanspruch für (un-)versicherbare Risiken begründet?

@Sisyphos 3 - 17:34

"das geht nicht wenn einer 50 Jahre im Sofa lag und dann Rente braucht"
Welche Rente, von welchen Rentenanwartschaften, soll der denn kriegen? Richtig: KEINE
"das geht nicht wenn ein Nichtkrankenversicherter vor der Klinik steht"
Der wird behandelt und kriegt anschließend eine Rechnung. Nennt sich dann Selbstzahler.
Sie scheinen gar nicht zu ahnen, was so alles geht!

Verständlichkeit

Meine Beiträge und die Kritik an einzelnen Forenmitgliedern wurden von diesen sehr übel genommen. Auch hinsichtlich der Einzelfragen, wie der nach Soforthilfe, bin ich gern zu Erläuterungen bereit.
Ich bin aber nicht bereit, begründete Kritik zurückzunehmen und erwarte von Foristen schon, dass sie destruktive Diskussionsweisen unterlassen.

@17:36 von schabernack 17:14 von Anna-Elisabeth

//An Empathie und Hilfsbereitschaft für die Betroffenen vor Ort herrscht nicht der geringste Mangel. Abertausende von Freiwilligen fahren ungebeten an Desasterorte, und helfen, ohne Gegenleistung zu erwarten. Kinder spenden Teile ihres Spielzeugs, damit auch flutgeschädigte unbekannte andere Kinder was zum Spielen haben.//

Das weiß ich, es wurde ja mehrfach darüber berichtet. Und ja, das ist sehr gut. Ich bezog mich auf einige Kommentare hier im Forum. Man muss ja nicht selbst vor Ort oder gar betroffen sein, um mitzufühlen. Ich weiß, dass Sie das tun.

//Notwendig ist ein Nationaler Konsens zur Frage, wie die Gesellschaft so was nun und künftig finanzieren soll. Es ist erst der Anfang von mehr …//

Ich behaupte einfach mal, dass es auch künftig nicht ohne Spenden aus der Bevölkerung zu stemmen sein wird.

Am 20. Juli 2021 um 14:17 von draufguckerin

Bisher dachte ich immer, die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht und auch die Gebäudeversicherung gegen Feuer, Wasser und Elementarschäden sei Pflicht. Man zahlt regelmäßig Versicherungsbeiträge und unterstützt damit die Solidargemeinschaft, um im Notfall auch deren Hilfe in Anspruch nehmen zu können.
__
Je nachdem wo Sie Ihr Haus haben, klammern die Versicherungen gewisse Schäden aus. Je nach Schadenswahrscheinlichkeit können Sie dagegen garnicht versichern bzw. nur zu utopischen Beiträgen. Sollten Sie zufällig ein Haus neben einer Feuerwerksfabrik bewohnen, werden Sie kaum eine Feuerversicherung finden. Dem entsprechend ist es auch bei Hochwasser. Wie das bei Elementarversicherungen genau aussieht, weiss ich nicht. Grundsätzlich haben Sie natürlich recht. Ein Eigentümer ist m.W. verpflichtet eine Gebäudevers. abzuschliessen.

@Totengräber

"@Tada - 17:30"Warum also der Aufriss, wenn sie von Steuergeldern etwas bekommen?"
Weil "Steuern zahlen" keinen Schadensersatzanspruch für (un-)versicherbare Risiken begründet?" Am 20. Juli 2021 um 17:45 von Totengräber

*

In diesem Fall hier: doch!
Denn das wurde jetzt für diesen Fall von der Politik so beschlossen und fertig.
So läuft das mit den Steuergeldern.

@14:41 von Margitt

Zitat: "Dass die Steuerzahler für die Unversicherten aufkommen sollen, ist für mich nicht logisch."

Nun, dies war etwas anderes als einfach nur ein besonders starker Regen. Bei uns in Opladen ist der bisherige Höchstpegel der Wupper von 2,10m am 14.7. auf 3,70m angestiegen. Die Wassermassen haben Gebiete überflutet, denen bisher ein Hochwasserrisiko von 0 bescheinigt worden war. Ich schätze (sehr grob), dass am 14.7. mindestens die 10-fache Menge Wasser die Wupper hinunterfloss als jemals zuvor.

Das hat neue Qualitäten, denn jetzt wird man sogar Bebauungspläne umschreiben müssen. Ein Weiter-so und Zurück-zu-vorher kann es gar nicht geben.

Es gab genügend Warnungen der Experten und Klimaforscher. Die Gesellschaft insgesamt trägt Schuld an deren Ignorierung, zur Gefahrenabwehr aber auch langfristig. Eine große Mitschuld tragen zudem alle Klimakrisenleugner und Verharmloser, die uns auch hier im Forum ihren leugnenden Blödsinn erzählen, es werde schon alles nicht so schlimm.

@17:04 von Sisyphos3 17:00 von Anna-Elisabeth

//ich denke so wirklich damit beschäftigt hat sich kein Mensch//

Stimmt. Ich auch nicht.
Sollten wir jetzt aber tun.

Am 20. Juli 2021 um 14:41 von Margitt.

Richtig: Ich sehe es auch als Fehler, wenn man sein Hausgrundstück nicht versichert.
Es muss einen Unterschied zwischen denjenigen geben, die sich versichert haben und denjenigen, die sich die Versicherungsprämien ersparen wollten.
Dass die Steuerzahler für die Unversicherten aufkommen sollen, ist für mich nicht logisch.
__
Eigentlich MUSS man als Eigentümer eine Wohngebäudevers. haben. Je nach Lage/Gefahr/Wahrscheinlichkeit klammern die Versicherungen aber Schäden aus. Meistens Hochwasser. Sie haben mitunter die Möglichkeit bei Neuabschluss zu horrenden Beiträgen Hochwasserschäden zu versichern aber beim ersten Schadensfall fliegen Sie 'raus.
Tun Sie jetzt bitte nicht so, als hätten die Leute aus Geiz keine Hochwasserversicherung, sondern informieren Sie sich erst, bevor Sie derartiges vermuten. Sie tun den Betroffenen unrecht aber gemütlich vom Sofa aus lässt es sich gut mutmaßen.

Am 20. Juli 2021 um 14:54 von th711

Wie in einem Post gefordert Pflichtversicherungen einzuführen: wissen Sie eigentlich wie teuer die Versicherung gegen Elementarschäden überhaupt ist? Einige hundert Euro im Jahr. Das können sich viele mit Häuschen einfach nicht leisten!
Absurd so etwas zu fordern.
__
Als Hauseigentümer hat man eine Gebäudeversicherung. Die Crux ist, dass je nach Lage, Hochwasser eben NICHT versichert werden kann.

17:50 von Anna-Elisabeth / @schabernack

«//Notwendig ist ein Nationaler Konsens zur Frage, wie die Gesellschaft so was nun und künftig finanzieren soll. Es ist erst der Anfang von mehr …//»

«Ich behaupte einfach mal, dass es auch künftig nicht ohne Spenden aus der Bevölkerung zu stemmen sein wird.»

Stelle ich mich sofort mit Megaphone neben Sie.
Und unterstütze Sie bei Behauptung oder Annahme.

Ohne Engagement der Bürger über das verpflichtende Maß hinaus kann jeder Staat nur wenig. Erst recht nur wenig in Ausnahmefällen wie diesem.

Am 20. Juli 2021 um 15:12 von zomil

Privathäuser gehören nicht mit Steuermitteln finanziert um sie dann ggfs später zu vererben oder zu verkaufen
__
Das wird auch nicht passieren. Man kann aber vllt sehr günstige Kredite über die Bank für Wiederaufbau vergeben. Möglicherweise sogar zum 0-Zins. Nie war geld so billig, wie jetzt. Aber mit dem Problem müssen sich Leute beschäftigen, die was davon verstehen.

@17:42 von logig

//Vielleicht wird immer Menschen klar, dass eine auf Egoismus und Konkurrenz aufgebaute Wirtschaftsordnung nicht unsere Ordnung sein sollte. Sie ist es im Augenblick aber.//

Sie wird es auch bleiben und der Graben zwischen Arm und Reich wird tiefer werden. Auch im Kapitalismus gibt es Kipppunkte. Den ersten haben wir längst überschritten und es gibt keinen Weg zurück.

17:59 von weingasi1

«Als Hauseigentümer hat man eine Gebäudeversicherung. Die Crux ist, dass je nach Lage, Hochwasser eben NICHT versichert werden kann.»

Es würde eine andere Art der Kalkulation für Versicherer bedeuten, machte es der Staat Versicherern zur Pficht, Elementarschäden für jeden zu versichern, der so was auch versichern will. Egal, an welchem Ort das Wohneigentum auch steht.

Im 4-Teufelsland der Naturkatastrophen Japan sind Versicherer verpflichtet, das so zu tun. Nur gegen Vulkanausbruch kann man sich nicht versichern.

Erdbebenversicherung ist immer steuerlich gefördert bis zu einem Maximalbetrag. Bis zu 75% der Versicherungsprämie unter der Grenze kann man von der Steuer absetzen. Je mehr Quadratmeter, und je mehr Wohneinheiten das Gebäude hat, desto höher der Prozentsatz. 40% sind das Minimum.

Bei Wasserschäden ist es prinzipiell ähnlich.
Aber mit geringeren Prozentsätzen von mind. 10%.

Horst Seehofer sagte was von: "Vorbild Japan".
Meinte aber wohl eher Katastrophenwarnungen.

an Totengräber um 17:45

"Weil "Steuern zahlen" keinen Schadensersatzanspruch für (un-)versicherbare Risiken begründet?"

Es geht um Nothilfe, keineswegs um Schadenersatz. Diese sollte jeder als Mensch und Bürger dieses Staates erhalten.
Auch Ihnen glaube ich nicht, das sie einen Schadenersatzanspruch mit einer Nothilfe verwechseln. Tut mir leid.

@16:45 von Sisyphos3

>> Da wäre es doch wirklich von Vorteil jeder
>> muß ne Pflicht Versicherung abschließen
>> ob es dann gerechter läuft glaube ich nicht
>> aber es wird dann auf alle Schultern
>> verteilt für jeden ist die Versicherung dann
>> erschwinglich

Da haben Sie Recht. Mich wundert nur, daß nicht sofort von rechts der obligatorische Aufschrei: 'Das ist ja Sozialismus!!!' kommt. -.-

Am 20. Juli 2021 um 15:20 von schabernack

14:15 von Margitt.
«Weiterhin sollte man die Häuser neben Flüssen nicht wieder aufbauen. Das ist rausgeworfenes Geld. Das nächste Hochwasser kommt bestimmt.»

Man könnte die Kleinstädte Bad Neuenahr / Ahrweiler und Bad Münstereifel komplett aufgeben, und das alles unbesiedelt lassen. Nicht-Direkt-Betroffene müssten dann auch wegziehen, da die Fluten Infrastruktur, Innenstädte, Geschäfte auch platt gemacht haben.

Unterspülte Bahngleise und Autobahn-Teilstücke setzt man auch nicht wieder instand, sondern verlegt sie dort hin, wo es nicht regnet. So hat man fast alle zukünftigen mögl. Probleme auf einen Streich gelöst.
__
Danke, Schabernack!
Manchmal bin ich fassungslos ob der Vorschläge und Überlegungen, die so manche Leute anstellen. Als ob die Mehrheit der Bürger nicht von 12-Mittag denken könnte.
Am besten, wir machen aus den gesamten Hochwassergebieten, die wir haben solche "lost places" die kann man dann vllt noch als Filmkulissen brauchen.

Anna-Elisabeth um 18:23

//Vielleicht wird immer Menschen klar, dass eine auf Egoismus und Konkurrenz aufgebaute Wirtschaftsordnung nicht unsere Ordnung sein sollte. Sie ist es im Augenblick aber.//

"Sie wird es auch bleiben und der Graben zwischen Arm und Reich wird tiefer werden. Auch im Kapitalismus gibt es Kipppunkte. Den ersten haben wir längst überschritten und es gibt keinen Weg zurück."

Ich bin da nicht so pessimistisch wie Sie. Es scheint mir noch kein Kippunkt überschritten. Einen Weg zur Stabilisierung der Demokratien gibt es schon. Es scheint spät, aber wohl nicht zu spät. Die Argumente der Warner gewinen zunehmend an Gewicht und Gehör. Wichtig ist zunächsr einmal, denen, die noch immer die unsäglichen Wirtschaftstheorien des Egoismus und der Konkurrenz vertreten, eine Abfuhr zu erteilen. Diese Konkurenztheorien gehören in der Evolutionstheorie und auch in der Ökologie der Vergangenheit an. Dies sollte bald möglichst auch in der Wirtschaftstheorie so sein.

Am 20. Juli 2021 um 15:37 von frankyboyonline

Meine Hilfsbereitschaft hat schon stark nachgelassen ...
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Hoffentlich hat sich die "starke Hilfe", die schon vorbei ist, sich nicht auf Besserwisserei beschränkt.

Am 20. Juli 2021 um 15:49 von 0_Panik

Hoffentlich bleibt das viele Geld...

... Nicht in der Reparatur der Anlagen der Deutschen Bahn AG kleben.

Oder nur in der Autobahn-Reparatur oder so...
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Die Milliarden, von denen gesprochen wurde, sind für die Instandsetzung der Infrastruktur. U.a. eben auch für Bahngleise, Kanalisation, Stromtrassen und, und und.
Die Schäden, die privat entstanden sind, werden vllt zumindest teilweise von Versicherungen ersetzt (so vorhanden )oder die Betroffenen erhalten zinsgünstige Kredite.
Bei Privatautos zahlt Versicherun (vollkasko) oder eben niemand.

@18:44 von logig Anna-Elisabeth um 18:23

Danke für Ihre Antwort.

//Ich bin da nicht so pessimistisch wie Sie.//

Das freut mich für Sie - ganz ehrlich.
Zum Thema Klimawandel und Reiche sollten Sie sich anhören, was Georg Schramm beim Politischen Aschermittwoch 2020 ab ungefähr Minute 20:45 Uhr erzählt.
(noch auf YT verfügbar)
Vergessen Sie aber anschließend das Weiteratmen nicht.

Steuergelder

Habe jetzt nur den ersten Teil der Kommentare gelesen und bin erschüttert ob der vielen Beiträge, die fordern keine Steuergelder. Jeder Euro meiner Steuern ist bei solch einer Katastrophe von mir gerne gegeben, jeden Euro für Rüstung nicht.
Wer ist schon gegen alles menschenmögliche versichert? Ausser den hiesigen Foristen?

Vermutlich spenden diese Menschen auch nicht, wenn die Flutopfer selbst Schuld sind.

15:37 von frankyboyonline

«Und Bad Neuenahr ist Reiche-Leute-Gegend; wer hat, dem wird gegeben, die Ärmsten gehen wieder leer aus.»

In Bad Neuenahr wohnen nur Millionäre. Sogar die Supermarktkassiererin verprasst ihr tagsüber sinnlos verdientes Vermögen in der Nacht in der Spielbank.

Verprasste … die Spielbank hat es ja auch verrissen.
Nun weiß die Kassiererin gar nicht mehr, wohin mit dem ganzen Zaster.

«Meine Hilfsbereitschaft hat schon stark nachgelassen ...»

Kondition und Kraftausdauer sind genau so Mangelware wie klares Denken.

Am 20. Juli 2021 um 16:58 von kommtdaher

Meiner Meinung nach Bedarf es differenzierende Kriterien auch um ein Zeichen zu setzen, was zukünftige Katastrophen angeht. Dies unter dem Vorbehalt, dass eine anthropogene Klimaveränderung ein Faktor ist. Wie könnte zB ein Kriterium lauten? Keine bzw finanziell reduzierte Hilfe für Garagenwiederaufbau abhängig von der Fahrzeugklasse. Viele Eigentumshäuser besitzen Garagen. Meist handelt es sich um Garagen für SUV. Derartige Fahrzeuge tragen aber erheblich zu der CO2 Emission bei.
__
Ich bin schier sprachlos, ob der kruden Vorschläge und Überlegungen, die hier angestellt werden.
Da haben Menschen buchstäblich ALLES verloren, und Sie machen sich Gedanken, wie die finanziell reduzierte Hilfe im Fall von Garagen aussieht, in denen SUVs geparkt wurden ?
Diese Überlegung ist an Unverhältnismäßigkeit und Unfug einfach nicht mehr zu toppen !

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