Kommentare - Treffen Putins mit Biden: "Für einen Tango braucht man zwei"

16. Juni 2021 - 08:04 Uhr

Das Verhältnis zwischen Russland und den USA ist schlecht wie lange nicht - entsprechend gering sind in Moskau die Erwartungen an das heutige Treffen von Putin und Biden. Dennoch ist die Begegnung auch für den Kreml wichtig. Von C. Nagel.

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Dann lasst sie erst mal tanzen.

Ich halte wenig von den überbordenden Spekulationen im Vorfeld (was - wie - evtl. sein könnte ...). Sollen sie sich erst mal treffen, dann wissen wir es konkret und dann ist es auch ein Bericht wert.

rer Truman Welt

Der persönliche Kontakt, das persönliche Gespräch ist kein Garant für eine Verbesserung der Beziehungen, jedoch imner eine notwendige Voraussetzung!

Die Einmischung in die US-Wahlen ist widerlegt: Mueller-Bericht.

Biden hat offensichtlich kaum Argumente. Der Einfluss durch Cambridge Analytica hingegen über Facebook ist gut belegt.

Interessant wäre es natürlich zu wissen, ob die USA an ihren aggressiven Drohgebärden festhalten, z.B. Kriegsschiffe in das Schwarze Meer zu senden, die ja dann auch direkt gegen Russland gerichtet sein könnten.
Und die Unterstützung für den rechtsradikalen Ausländerfeind Nawalny? Ich weiß nicht, wie man in US-Gerichten reagiert, wenn sich ein Angeklagter (oder auch Zeuge) so daneben benimmt, eine Richterin sexistisch beleidigt etc.

Das wird wohl eher ein

Das wird wohl eher ein Tango für Putins Rottweiler werden.

Vorsicht ggü. den amerikanischen Absichten!

Ich bin wahrlich kein Freund der russischen Politik oder dieses Systems der Unterdrückung! Aber was die amerikanische Administration macht und äußert (Biden über Putin: ein Mörder!) ist leider kontraproduktiv und im Kern „America first“: die EU mit Annäherung an Russland (deren wichtiger westlicher Teil mit Moskau zu Europa gehört!) zu unterbinden, das eigene militärische Aufrüsten als wirtschaftlichen Faktor forcieren, alle Hackerangriffe auf Russland (oder China) zuzuordnen, etc. Mit solch einer Politik treibt man die Annäherungen zwischen Russland und China nur noch weiter voran! Für D ist das sehr nachteilig, gerade in wirtschaftlicher Hinsicht. Mit Russland als verlässlichen Partner in wirtschaftlicher Hinsicht könnte D auch ein wenig die Abhängigkeit von China verkleinern.
Die USA - egal wer dort am Ruder ist - halten den Druck auf Russland immer hoch, um ihre hohen Militärausgaben zu rechtfertigen. Russland ist ja auch in der amerikanischen Bevölkerung das Sinnbild alles Bösen.

Die Simmung ist schlecht? Und

Die Simmung ist schlecht? Und wie immer ist nur Russland Schuld?
Diese Stereotypen nerven dermaßen. Die USA machen gar nichts, für bessere Stimmung.
Ganz im Gegenteil. Gegen alle Absprachen dehnen sie die NATO bis nach Russland aus. Aber selber wurde schlimm geheult, als die Russen völlig legitim in Kuba Raketen aufbauten. Da kann man nicht argumentieren die Ukraine will ja in die Nato.
Kuba wollte auch , dass die Russen da waren.
Genau der gleiche Vorgang.

"Für einen Tango braucht man zwei"

Und für einen Dialog ein Mindestmaß an Ehrlichkeit. Dies zu „Mit Propaganda gemeint sind unter anderem die Vorwürfe, Russland habe sich in US-Wahlen eingemischt und attackiere das Land mit Hilfe von Hackern.
>> Lächerlich seien diese Anschuldigungen, hatte Putin unlängst auf dem Petersburger Wirtschaftsforum betont“ und zur Behauptung des russischen Außenministers Lawrow dazu: „Es seien Versuche, neue Konflikte zu schaffen. Vorwände, um weitere Sanktionen zu verhängen“.

nicht nur zum Tango gehören Zwei !

Liebe Redaktion : ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, Euer Bild über Rußland,oder sollte ich lieber sagen : den Kremel, scheint in Stein gemeißelt und ist dabei derart undifferenziert und einseitig, das ich es im Grunde bereits aufgegeben habe, etwas anderes als Rußland-Bashing zu erwarten. Die Zeiten eines Klaus Bednarz, Gerd Ruge oder Fritz Pleitgen scheinen bei der ARD endgültig aus und vorbei zu sein. Selbst in Zeiten des kalten Krieges und eisernen Vorhanges waren diese Reporter um eine Berichterstattung bemüht, die mir gerade heute tiefsten Respekt und Hochachtung abverlangt. Genau dies fehlt heute gänzlich und damit verschenkt ihr sowohl Glaubwürdigkeit als auch das Gefühl, nicht nur einer puren primitiven Propaganda zu folgen. Egal,ob und was in Moskau heute geschehen wird, für das nicht erreichen falscher Erwartungen werden in Gänze die Russen von Euch verantwortlich gemacht werden. Wetten ???

Biden: Putin ist ein

Biden: Putin ist ein Mörder.
Vielleicht hat er ein paar Befehle zur Liquidation gegeben. Bestimmt sogar.
Diese wurden auch von Trump, Obama, Bush jr, BillyBoy, Bush Sr, Reagan, usw usw gegeben.
Er sollte das also nicht zu laut und überheblich sagen.

"Für einen Tango braucht man zwei"

Würdet ihr mit jemanden Tango tanzen, der euch als Mörder bezeichnet?
Es sind zwar nur verbale Entgleisungen, trotzdem machen sie viel kaputt.
Aber schön, das überhaupt noch geredet wird.

Gipfel

Ich denke, das man die Welt pragmatisch sehen sollte. Mir gefällt es auch nicht das Putin Langzeitdiktator geworden ist. Wenn man aber Lösungen bei der Reduzierung der teuren Rüstung und beim Klimaschutz haben will braucht man die Großmächte Russland und China.
Reden ist immer besser als Schießen.

08:29 von krittkritt - Die Einmischung...

"Die Einmischung in die US-Wahlen ist widerlegt: Mueller-Bericht."

Wie so häufig verbreiten Sie mal wieder Unwahrheiten. Der Mueller Bericht sagt hierzu überhaupt nichts aus! Also nochmals lesen!

Und ob Nawalny ein "rechtsradikaler" ist kann ich nicht sagen. Sollte dies so sein, dann unterscheidet er sich allerdings auch nicht wesentlich von Putin, der ja gerne die Rechtsradikalen aus ganz Europa hofiert und unterstützt.
Aber auch das wird Sie vermutlich nicht interessieren und Sie davon abhalten weiterhin die Propaganda ihres "geliebten" Diktators zu verbreiten....

Treffen Putins mit Biden: "Für einen Tango braucht man zwei"

Das ist ein wahrer Satz.
Immerhin scheint Joe Biden verlässliche Arbeitsbeziehungen anzustreben. Dazu passt auch, daß im Januar bei seinem Amtsantritt ein Rüstungsbegrenzungsvertrag mit Russland um fünf Jahre verlängert wurde (New-Start-Vertrag).

Als Metapher passt auch ein früheres Treffen von Biden als Vizepräsident mit Putin: Biden sagte, "Sie haben keine Seele". Putin sagte, "dann verstehen wir und ja".

re 08:43 Bender Rodriguez. Genau gleich?

>>Da kann man nicht argumentieren die Ukraine will ja in die Nato.
Kuba wollte auch , dass die Russen da waren.
Genau der gleiche Vorgang.<<

Genau dies zählt zu diesen "Stereotypen". Ständig Dinge gleich setzen und so tun, als hätte man sie "verglichen".

Natürlich kann man Raketenstationierungen in Kuba und den NATO-Beitritt souveräner Staaten miteinander "vergleichen". Aber man kann es auch mal lassen!

Hallo Amadeus-x,

warum dieser beleidigende Ton?
Und ob Russland nun den US-Wahlkampf von vor einigen Jahren beeinflußt hat oder nicht, wen juckts. Alle Geheimdienste dieser Welt haben schmutzige Finger.

08:45 von

08:45 von SchwarzbierWaldi

Was sollen denn bitte diese Vorwürfe an
" die Redaktion " ?
Die Tagesschau ( samt aller Mitarbeiter ) tut genau das, wofür sie da ist : sie berichtet !
Die Reporter von heute sind also für Sie nicht vergleichbar mit den " Alten " - was für ein Wunder. Es sind andere Menschen, die eine andere Ausdrucksweise und möglicherweise auch eine andere Weltanschauung haben.
Aber das " die Russlandtreuen " jetzt wieder aus der Ecke kriechen und klagen, war klar. Bloß´keine Wahrheiten über Herrn P. und sein Land verbreiten. Es könnten ja einige glauben.
Es ist nun einmal nicht alles " Gold was glänzt ".
In die eine - wie auch in die andere Richtung.
Aber einen autoritär Regierenden mit einem Heiligenschein versehen, geht für mich gar nicht - egal wie er/sie/ es auch immer heißt.

re 08:29 krittkritt: Argumente

>>Die Einmischung in die US-Wahlen ist widerlegt: Mueller-Bericht.
Biden hat offensichtlich kaum Argumente.<<

Sorry, aber genau dort - im Mueller-Bericht - sind die "Argumente" Bidens auf hunderten Seiten minutiös hinterlegt!

Das wurde hier allerdings auch schon "hundertemal" vorgetragen.

08:29, krittkritt

>>Die Einmischung in die US-Wahlen ist widerlegt: Mueller-Bericht.<<

Nichts ist widerlegt. Das wurde Ihnen immer wieder lang und breit erklärt.

>>Und die Unterstützung für den rechtsradikalen Ausländerfeind Nawalny?<<

Seine angebliche Rechtsradikalität und Ausländerfeindlichkeit ist lediglich in der Auslandspropaganda des Kremls ein Thema. Im Lande selbst spricht da niemand drüber, weil die Behauptung auf Zitaten beruht, die erstens viele Jahre alt sind und sich zweitens völlig im Rahmen der Mainstreammeinungen in der russischen Gesellschaft bewegen. So schlimm das auch ist.

re 09:17 KarlderKühne: Jucken

>>Und ob Russland nun den US-Wahlkampf von vor einigen Jahren beeinflußt hat oder nicht, wen juckts.<<

Mich! Nur mal so zum Beispiel.

>>Alle Geheimdienste dieser Welt haben schmutzige Finger.<<

Und jeder Mensch seine dunklen Seiten. Deshalb sind aber noch lange nicht alle Menschen gleich!

Schwarzbier

Waldi 8:45
Diese Kritik möchte ich unterschreiben.
Genau das meinte ich mit stereotyp.

08:36, Wolf1905

>>Mit Russland als verlässlichen Partner in wirtschaftlicher Hinsicht könnte D auch ein wenig die Abhängigkeit von China verkleinern.<<

Wie denn das?

09:06 von Amadeus-x Danke für

09:06 von Amadeus-x

Danke für die Antwort, die ich mir seit einiger Zeit lieber spare.
Herr Nawalny ist laut Wikipedia früher rechtsradikal gewesen, hat aber seine Einstellung geändert - wieweit das zutrifft kann ich aber nicht einschätzen.
Ein gewisses Maß an " Vaterlandestreue "
( abseits der AfD ) sollte aber doch jeder haben - oder ?

Fast schon belustigend,...

...wie sich unsere bekannten freundlichen Kommentatoren wieder ins Zeug legen.

Natürlich muss Russland jetzt den "Nicht-viel-Erwartenden" spielen, und zugegebenermaßen hat Lawrow das auch hervorragend formuliert.

Nein, ich nehme Putin seinen unschuldigen Augenaufschlag trotzdem nicht ab; es mag bei den Gesprächen nicht viel rauskommen, doch wird man sicher bald wieder "vertrauensfördernde Maßnahmen" treffen und die Botschaften wieder bevölkern.

re 09:00 KarlderKühne: Verbalitäten

>>Würdet ihr mit jemanden Tango tanzen, der euch als Mörder bezeichnet?
Es sind zwar nur verbale Entgleisungen, trotzdem machen sie viel kaputt.
Aber schön, das überhaupt noch geredet wird.<<

Ja, und ich würde sogar so weit gehen, dass ich auch mit einem "Mörder" reden würde. Und wenn ich als "Mörder" bezeichnet würde, würde ich erst Recht ein Gespräch suchen.

08:45, SchwarzbierWaldi

>>Liebe Redaktion : ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, Euer Bild über Rußland,oder sollte ich lieber sagen : den Kremel, scheint in Stein gemeißelt und ist dabei derart undifferenziert und einseitig, das ich es im Grunde bereits aufgegeben habe, etwas anderes als Rußland-Bashing zu erwarten.<<

So lesen Sie also den Artikel, den wir hier kommentieren.

Interessant.

Hallo teachers voice,

Nö, alle Menschen sind nicht gleich, einige sind gleicher!
Die USA hören ihre Bündnispartner ab, die Dänen helfen ein wenig. Die einen töten mit Drohnen, die anderen mit Gift usw.
Und ein James Bond hat die Lizenz zum Töten und alle klatschen. Oh, was für eine schöne Welt!

Teachers voice

Natürlich kann man Raketenstationierungen in Kuba und den NATO-Beitritt souveräner Staaten miteinander "vergleichen". Aber man kann es auch mal lassen!"
Nein, kann man nicht.
Und auch wenn Polen Ukraine etc souverän sind (wir sind es nicht), war die Absprache in den 2+4 Gesprächen anders.
Wer zieht also die Stimmung runter? Russland? UsA hat ganz doll Angst vor Raketen in Kuba gehabt und fast den 3. Weltkrieg begonnen. Dagegen ist Putin doch heute harmlos. .

@ Amadeus-x. 09:06

Reaktion auf Post von @ krittkritt:"Aber auch das wird Sie vermutlich nicht interessieren und Sie davon abhalten weiterhin die Propaganda ihres "geliebten" Diktators zu verbreiten...."

Ich habe mir den Post von @ krittkritt nochmals durchgelesen, kann jedoch nichts finden, was darauf schliessen lässt, dass der Forist Propaganda seines" geliebten Diktators", wie Sie es formulieren, verbreitet hat. Es soll Menschen geben, da zähle auch ich mich dazu, welche versuchen, die Argumente beider Seiten neutral zu beurteilen. Es ist mir schon öfter hier in verschiedenen Diskussionen aufgefallen, dass Foristen, welche sich nicht bedingungslos auf die USA-Seite stellen, sofort als Putinfans diskreditiert werden, oder - noch schlimmer - gleich in die rechte Ecke gestellt werden. Bist du nicht meiner Meinung, bist du mein Feind? Wer glaubt, die politische und wirtschaftliche Situation weltweit ist nur schwarz oder weiß, hat vieles nicht verstanden.

Immerhin ein Lichtblick

Nein, nicht dass sich beide treffen, denn ich teile die Sicht Russlands, dass bei dem Treffen wohl kaum was bewegt wird. Biden ist nicht seit gestern in die US Außenpolitik verstrickt, also hat er auch Anteil am heutigen Verhältnis.

Die Hackerg und Desinformationsbeschuldigungen sind weiterhin dürftig. Gerade das Ding mit den Wahlen ist lächerlich!
Ein paar tausend Dollar werden bei einem Wahlkampf der zig Millionen verschlingt.
Kein rational denkender Mensch nennt dies entscheidend.

Auch die Anschuldigungen bezüglich RT sind gelinde gesagt schwach.
Vielleicht sollten die deutschen Kollegen mal wieder etwas bissiger werden und dem Neutralitätsgebot folgen. Ist nur so eine Idee.

Ich wünsche den beiden in Genf gutes Wetter für schöne Bilder.

09:23 von teachers voice Ich

09:23 von teachers voice

Ich schließe mich Ihrem Kommentar an!

Und nur, weil " alle Geheimdienste " schmutzige Finger haben, ist das noch nicht legal.
Ich möchte bitte auch nicht mit einem Mörder in eine Ecke gestellt werden - bloß weil ich auch ein Mensch bin.

Hallo teachers voice,

es gibt in diplomatischen Kreisen Etikette, an die sollte sich auch ein amerikanischer Präsident halten. Und wie gesagt, ob ich nun mit Drohnen oder Gift töte - Mord ist Mord.

09:06 von Amadeus-x

Zitat:
"Wie so häufig verbreiten Sie mal wieder Unwahrheiten. Der Mueller Bericht sagt hierzu überhaupt nichts aus! Also nochmals lesen!"

Genau da liegt Ihr Denkfehler.
Der Bericht sagt hierzu überhaupt nichts aus!
Also hat er keine Beweise gefunden, die eine russische Manipulation der Wahlen auch nur andeutungsweise bestaetigen.
Seine Aufgabe war naemlich nicht die Verfehlungen einzelner Mitglieder der Trump Administration zu finden. Das war nur "Nebeneffekt". Seine Aufgabe war die russischen Manipulationen zu beweisen. Haette er etwas gefunden, waere es im Bericht gestanden.

Ich nehme an, auch Sie wissen:
Ohne Beweise gilt man als unschuldig - auch wenn es in diesem Falle sehr Vielen nicht gefaellt.

Zum eigentlichen Thema:

Herr Putin sollte Herrn Biden mal daran erinnern, wer nur ein paar Tage bevor er ihn als Moerder bezeichnet hat, einen Bombenangriff auf eine ahnungslose iranische Einheit befohlen hat, die nichts direkt mit den Attacken auf amerikanische Soldaten zu tun hatte

re 08:48 Bender Rodriguez: Befehle

>>Biden: Putin ist ein Mörder.
Vielleicht hat er ein paar Befehle zur Liquidation gegeben. Bestimmt sogar.<<

Na, dann hätten wir doch mal eine Basis für eine kritische Auseinandersetzung mit der Person Putin!

>>Diese wurden auch von Trump, Obama, Bush jr, BillyBoy, Bush Sr, Reagan, usw usw gegeben.<<

Und schon ist die Basis wieder verlassen! Wollen Sie hier wirklich die kontroversen politischen Diskussionen über die Personen und Politiken der obigen und usw. usw. usw. Präsidenten aufgreifen? Oder doch nur eine aktuelle Diskussion über einen aktuellen Präsidenten vernebeln?

@ Opa Klaus, um 09:30

Schön, dass Sie User @krittkritt gegen die Vermutung in Schutz nehmen, man könnte ihn in die rechte Ecke stellen.

Hat er sich nicht selber dorthin begeben, wie er mehrfach betonte?
Aber deswegen muss man ja noch längst kein Putin-Freund sein...

09:30, Opa Klaus

>>@ Amadeus-x. 09:06
Reaktion auf Post von @ krittkritt:"Aber auch das wird Sie vermutlich nicht interessieren und Sie davon abhalten weiterhin die Propaganda ihres "geliebten" Diktators zu verbreiten...."

Ich habe mir den Post von @ krittkritt nochmals durchgelesen, kann jedoch nichts finden, was darauf schliessen lässt, dass der Forist Propaganda seines" geliebten Diktators", wie Sie es formulieren, verbreitet hat.<<

Verzeihung, lieber Opa Klaus, aber der angesprochene Forist transportiert hier nun wirklich immer die Kremlpropaganda eins zu eins ins Forum.

>> Es soll Menschen geben, da zähle auch ich mich dazu, welche versuchen, die Argumente beider Seiten neutral zu beurteilen.<<

Dann sind Sie wirklich gut. Ich kann überhaupt nicht neutral sein, gebe mir aber Mühe, jedes Argument zu würdigen. Viele kenne ich allerdings schon lange und lese sie immer wieder.

@Wolf1905 - zu "Russland als verlässlicher Partner"

Schön wäre das, aber am Beispiel des Umgangs Putins mit der Ukraine bzgl der Erdgasleitungen wird deutlich, dass es ihm nicht in erster Linie um eine verlässliche Partnerschaft mit Deutschland geht. NordStream2 dient v.a. dem Austrocknen der Ukraine und dem Hegemonialanspruch in der Region.
Es geht im Verhältnis zu Russland weniger um die USA, sondern im berechtigte Sorgen der unmittelbaren Nachbarländer Russlands: Polen, Lettland, Estland, Litauen, Ukraine. Spricht man mit Bürgern jener Länder, wird nachvollziehbar, warum diese sich gerne an die USA als Schutzmacht hängen. Zu oft sind sie in der Geschichte Opfer blutiger russischer Großmachtinteressen geworden. Das sind tief in den Genen sitzende Erfahrungen, die mit den Befindlichkeiten der amerikanischen Bevölkerung nichts zu tun haben.

re 09:34 KarlderKühne: Mord ist Mord?

>>Hallo teachers voice,
es gibt in diplomatischen Kreisen Etikette, an die sollte sich auch ein amerikanischer Präsident halten.<<

Ja - die Etiquette! Und die besagen, dass man einen Mord nicht Mord nennen darf?

>>Und wie gesagt, ob ich nun mit Drohnen oder Gift töte - Mord ist Mord.<<

Sehen Sie, jetzt tun Sie es doch auch! Aber ob es wirklich ein Mord ist, muss man immer im Einzelfall entscheiden. Mit Etiquette hat das nichts zu tun!

09:30, Opa Klaus

>> Es ist mir schon öfter hier in verschiedenen Diskussionen aufgefallen, dass Foristen, welche sich nicht bedingungslos auf die USA-Seite stellen, sofort als Putinfans diskreditiert werden, oder - noch schlimmer - gleich in die rechte Ecke gestellt werden. <<

Es ist mir hier schon öfter passiert, daß ich als US-hörig u.ä. bezeichnet wurde, weil ich das System Putin kritisiere. Was mich aber nicht davon abhalten wird, es weiterhin zu tun. Und einen rechten Putinfan werde ich weiterhin einen rechten Putinfan nennen. Ich weiß nicht, ob Sie das nicht mitbekommen haben, aber Putin ist ein Held der deutschen Rechten. Sehr schön zu sehen auf Transparenten bei Pegida in Dresden, "Putin hilf!"

@fathaland slim um 09:26

Ich dachte im Hinblick auf unsere Absatzmärkte (v. a. Automobilindustrie): nach China wird ja sehr viel exportiert (ja, natürlich auch sehr viel importiert), und wenn dies mit Russland auch ermöglicht wird (kein Wirtschaftsembargo mehr), könnten wir davon auch profitieren.
Klar, Thema Menschenrechte ist immer ein Punkt, der gerade in Russland und China ein Thema ist; aber ich bin eher der Meinung, dass man die beiden Themen nicht miteinander koppeln sollte. Warum? Die Vergangenheit zeigt, dass man da bei Russland und China auf Granit beißt und wir letztendlich unsere wirtschaftliche Stellung (und den daraus generierten Wohlstand für uns, von dem die meisten in D profitieren; auch die ärmeren Mitbürger, weil unser Staat daran auch verdient und mehr Geld zum Verteilen hat) verlieren… ist halt meine Meinung dazu.

Wenn ich mir

Biden ansehe, und was er so seit Obama von sich gegeben hat, wird es mit der RF und Entspannung nichts.
Die USA machen das was sie immer machen, egal wie der Präsident heißt, schon der Vorsatz mit dem Biden hin fährt, er will Putin zurecht rücken, Sinngemäß.
Aus der Perspektive kann ein Verständigung oder Entspannung nicht funktionieren.
Ich hab gestern mal in einem Artikel gelesen, wie der Kauf von Energieträgern sich die letzten Jahre entwickelt hat, zwischen USA und der RF.
Manche Dinge sind schon interessant, besonders wenn es für die USA vorteilhaft ist.
Fakt ist, das Treffen wird nicht viel bewegen.

Warum

ist amerikanische Seite so sehr gegen die gemeinsame Pressekonferenz beiden Präsidenten? Nachhinein kann man immer behaupten wie cool und abgebrüht Biden in Vergleich gegen Putin war. Eine gemeinsame PK hätte zumindest einen kleinen Einblick verschafft wer von den beiden politisch und geistig fitter ist.

09:46, Wolf1905

>>@fathaland slim um 09:26
Ich dachte im Hinblick auf unsere Absatzmärkte (v. a. Automobilindustrie): nach China wird ja sehr viel exportiert (ja, natürlich auch sehr viel importiert), und wenn dies mit Russland auch ermöglicht wird (kein Wirtschaftsembargo mehr), könnten wir davon auch profitieren.<<

Es gibt kein Wirtschaftsembargo gegen Russland. Unter anderem beziehen wir mehr als ein Drittel unseres Erdöls und Erdgases dort her. Und als Absatzmarkt kann Russland China für uns nicht ersetzen. Warum auch? Es würde unsere Handelsbilanz mit China noch unausgeglichener machen.

>>Klar, Thema Menschenrechte ist immer ein Punkt, der gerade in Russland und China ein Thema ist; aber ich bin eher der Meinung, dass man die beiden Themen nicht miteinander koppeln sollte.<<

Man muss sie immer und immer wieder ansprechen.

09:36 von Juergen Ich muss

09:36 von Juergen

Ich muss zugeben, das ich mich bisher
- außerhalb der Berichterstattung - nicht mit dem Bericht befasst habe. Daher habe ich jetzt folgendes gefunden:

**Die Detailfülle, die Muellers Ermittler zusammengetragen haben, ist in der Tat überwältigend. Es zeigt sich, dass die Affäre und Muellers Blick darauf weit komplexer ist, als Trump und sein Justizminister William Barr zuletzt weismachen wollten, und dass Mueller den Präsidenten längst nicht für so unschuldig hält, wie der sich darstellt. Zugleich wird deutlich, wie schwierig die Ermittlungen für Mueller waren, auch weil Trump-Vertraute oft logen, Beweismittel löschten oder die Aussage verweigerten.**

Quelle:
"https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-was-robert-mueller-…"

Für einen Tango braucht man zwei

Und man braucht da auch einen Spiegel in dem man schauen kann, damit man den richtigen Schritt macht. Z.B. hätten beide genug Einfluss, viele Kriege zu beenden, wenn man da mal wollte. So gibt es wieder nur Palaver mit Friedenspfeife und wenn sie sich trennen ändert sich kaum was, wo doch mehr gehen könnte. Ich bin gespannt wie das noch endet.

@krittkritt, 08:29 Uhr

Beide Seiten sollten nicht nur militärisch, sondern auch verbal abrüsten. Freilich müssen auch die Knackpunkte der Zusammenarbeit angesprochen werden. Nicht nur die USA, auch Deutschland wird (im Vorfeld der BT-Wahl) immer wieder von russischen Hacker-Angriffen bedroht. Trump hat vieles schöngeredet oder ignoriert, wenn es zu seinem Vorteil war. Sogar den eigenen Geheimdienst hat er dabei diskreditiert - entgegen seinem Credo von "America First". Putin muss klar sein, dass diese Unterwürfigkeit mit Biden nicht zu machen ist.

@ harry-up. 09:39

"Hat er sich nicht selber dorthin begeben, wie er mehrfach betonte?
Aber deswegen muss man ja noch längst kein Putin-Freund sein..."

Möglicherweise habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt. Die politische Positionierung des Foristen @krittkritt ist mir wohl bekannt.

Ich wollte nur allgemein darauf hinweisen, dass ich es bedenklich finde, in Schubladendenken zu verfallen. Auch mir ist es schon passiert, dass ich als Putinversteher und Diktaturenfan diffamiert wurde, nur weil ich ein wirtschaftliches Zusammenwirken zwischen Russland, China und DE als zielführend beschrieben habe.

Trumps Erbe

Die USA brauchen einen Gegenspieler, um in die Gänge zu kommen und ihre Politik zu verkaufen. Wenn man sich hinter ihrem Rücken in Stellung bringen kann, haben sie ihre Weltpolizei-Funktion wieder. Das kostet Geld (NATO-Beiträge, Geschäftsmodelle im internationalen Handel) und macht auch abhängig. In diesem Geflecht bewegen sich die Länder weltweit seit Jahrzehnten. Der Kalte Krieg ist beendet, die Spannungen und Konflikte aber mit Russland sind in anderen Ebenen fortgesetzt und dauerhaft. Putin ist Machtpolitiker, der jedes Vakuum um sein Land nutzt. Krim und Ukraine sind nur zwei Beispiele. Die USA haben wohl begriffen, dass ihr Rückzug Putin neue Möglichkeiten eröffnete, die Hegemonie wiederzubeleben. Die EU aber geht hoffentlich ihren Weg und bleibt Partner beider Großmächte. Wir leben in Nachbarschaft zu Russland. Und die Atomwaffenabwehr und Krisenherde mit dem alten Ostblock sind den meisten von uns wohl im Gedächtnis geblieben. Die EU muss verhandeln und mitbestimmen.

@ 08:29 von krittkritt

Es ist interessant, unter welchem Wortschwall Sie die Krim-Annexion und die kriegerischen Aktionen in der Ostukraine sowie die staatlich in Auftrag gegebene Vergiftung eines Oppositionellen durch Putin verschleiern wollen.
Und was die politische Ausrichtung Nawalnys angeht: ja, er ist ein rechter Nationalist mit rassistischen Ausfälligkeiten. So sehr ich ihn politisch bekämpfen würde, so sehr verteidige ich die freie Meinungsäußerungen und verurteile Mordanschlag und staatliche Willkür bei seiner Inhaftierung.
Da ist im übrigen das beredte Schweigen der afd höchst interessant, die Nawalny politisch ja durchaus nahe steht aber Putins fütternde Hand nicht beißen will.

Treffen Putins mit Biden: "Für einen Tango braucht man zwei"

Es geht doch jetzt bei dem Treffen um verlässliche Beziehungen zwischen den Staaten. Vielleicht auch um die Möglichkeit wieder in die aufgekündigten Rüstungsbegrenzungsabkommen hinein zu kommen.

Was manche hochmütige hier erwarten ist aber illusorisch, wenn man sich die Parteienlandschaft und Stimmungen in Russland anguckt: Es wird auch nach der Amtszeit von Putin keine neuen Jelzins, Gaidars oder Kossyrews geben.

@ 08:29 von krittkritt

"Die Einmischung in die US-Wahlen ist widerlegt: Mueller-Bericht. Biden hat offensichtlich kaum Argumente. Der Einfluss durch Cambridge Analytica hingegen über Facebook ist gut belegt."

Wie der Whistleblower Christopher Wylie, der maßgeblich an der Manipulierung der US-Wahl durch Cambridge Analytica beteiligt war, in seinem Buch 'Mindf\*ck: Wie die Demokratie durch Social Media untergraben wird' schreibt, waren neben Bennon als Auftraggeber, die Mercers als Finanzmittelgeber auch russische Protagonisten am "setting" der verbreiteten Fake-News und Themen u.a. über Facebook beteiligt.

@ aber Putin ist ein Held der deutschen Rechten. 8:45 von fs

zu @@9:30 Opa Klaus

Nur der Deutschen? Der europäischen!
Seine Anhänger der FPÖ, Front nationale usw. sind doch legendär.
Ich glaube, ich muss hier nicht die vielen Links zu seinen Treffen
(Wien bei einer OligarchenHochzeit mit einer Österreicherin)
sowie seine diversen Kundschafter in Paris, Prag und Budapest
hier ausbreiten.

Ich komme bei Gelegenheit darauf zurück.

09:53 von fathaland slim

Man muss sie immer und immer wieder ansprechen.
.
irgendwann wird das ermüdend !
Also mich würde das mit der Zeit nerven,
wenn mir mein Gegenüber immer erklärt,
was ich anders, mehr noch "richtig" machen muß
Mein Vorschlag,
wenn ich mit den Zuständen dort nicht einverstanden bin,
schränke ich meine Kontakte eben weitestgehend ein
In meiner Jugendzeit war es ja populär Südafrika wegen seiner Apartheitspolitik zu boykottieren
also ich plane keinen Urlaub in China und bin bemüht
(so weit möglich) keine Waren "Made in China" zu kaufen
Denke so was ist weniger spektakulär als "staatliche Handelsbeschränkungen"
aber um so wirksamer und ein Potential zur Eskalation ist nicht gegeben

@ 08:43 von Bender Rodriguez

"[...] Gegen alle Absprachen dehnen sie die NATO bis nach Russland aus. Aber selber wurde schlimm geheult, als die Russen völlig legitim in Kuba Raketen aufbauten.[...]"

Das wäre gewiss ein "schiefer" Vergleich, wenn Steffen Seibert, unseren charismatischen Regierungssprecher, zu Ihrer Gegenüberstellung hören würde ...

Was die Ukraine angeht, würde mich 'mal interessieren, wie sich wohl Washington und seine europäischen Vasallen verhalten würden, gäbe es in Mexiko eine von Moskau orchestrierte orangene oder sonst 'was für eine farbige Revolution. Kuba 1962 lässt grüßen ...

Die USA müssen die eigene Rolle auch objektiver sehen.

@10:05 von Adeo60
Sie hatten in der Ukraine nichts gegen den Sturz der demokratischen, auch nach OSZE-Beobachtern, gewählten Regierung.
Sie haben schon vorher einen Wahlverlierer, Jazenjuk (6,96% gegen Janukowitsch), als künftigen MP benannt (Telefonat Vicoria Nuland). etc.
Auch in Syrien hat Russland - völkerrechtskonform - erst 2015 eingegriffen, vorher haben nur US-Verbündete bombardiert. Ein christlicher Bischof aus Aleppo hat Russland sogar für das Eingreifen gegen den IS gedankt.
Ob Biden tatsächlich so Vieles anders machen wird, bleibt abzuwarten. Immerhin hätte ich ihm einige der sinnvollen Änderungen (Klima, Iran, Israel) nicht zugetraut.

Putin

…ist Biden in jeder Form weit überlegen-physisch und intellektuell.
Deshalb gibt es auch keine gemeinsame PK

Für einen Tango wird es wohl nicht reichen,

denn wir stecken in einem Systemwettbewerb, autoritäre Regierungsform gegen rechtstaatliche Demokratie. Die Autoritären haben in der jüngsten Vergangenheit die Koexistenzidee zwischen den Regierungsformen aufgegeben, sie wollen der autoritären Regierungsform die Vormachtstellung verschaffen. Es wäre schon ein Fortschritt, wenn die unterschiedlichen Regierungsformen wieder zur Koexistenz zurückkehren würden. Doch ob eine Diskussion zu diesem Thema zustande kommt ist unwahrscheinlich. Wie bei so vielen Problemen beißt man sich an den Phänomenen fest anstatt das Kernproblem des Dissenses zu bearbeiten. Dabei wäre die Entschärfung des Kernproblems soviel nützlicher für beide Seiten und damit für eine gute Zukunft der gesamten Menschheit.

@09:17 von KarlderKühne

"Und ob Russland nun den US-Wahlkampf von vor einigen Jahren beeinflußt hat oder nicht, wen juckts."

Es juckt mich schon, wenn andere Staaten subtil über die Social Media Einfluss auf Wahlen nehmen, durch die Verbreitung von Falschnachrichten oder Halbwahrheiten Stimmung machen und ggf. die entscheidenden Stimmen befördern, die unsere Freiheiten bedrohen.
Am 6.1.2021 standen die USA kurz vor einem Putsch, von Menschen, die fest davon überzeugt sind, dass eine Wahl, vor der dem Präsidenten gesagt wurde, er benötige 66 Mio. Stimmen zum Gewinnen, nach der Wahl dann aber mit 74 Mio. Stimmen dennoch 7 Mio. Stimmen weniger hatte und seit dem ununterbrochen von einer "gestohlenen Wahl" redet.
Und es gibt genügend Trump-treue Vasallen, die in den Bundesstaaten dafür Sorge tragen (wollen), dass durch "verbesserte" Wahlbedingungen die Reps. wieder vorne liegen, auch wenn sie die Mehrheit der Bevölkerung nicht gewinnen können.

@ 08:45 von SchwarzbierWaldi

"[...] Die Zeiten eines Klaus Bednarz, Gerd Ruge oder Fritz Pleitgen scheinen bei der ARD endgültig aus und vorbei zu sein. Selbst in Zeiten des kalten Krieges und eisernen Vorhanges waren diese Reporter um eine Berichterstattung bemüht, die mir gerade heute tiefsten Respekt und Hochachtung abverlangt. Genau dies fehlt heute gänzlich und damit verschenkt ihr sowohl Glaubwürdigkeit als auch das Gefühl, nicht nur einer puren primitiven Propaganda zu folgen.[...]"

Bewundernswert, Ihr Kommentar, eine Insel im Meer der Propaganda.
Nicht zu vergessen die Weisheit eines Hans-Jochim Friedrichs:
"Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört."

@Bender Rodriguez: Nicht die USA dehnen die NATO aus.

Die russischen Nachbarländer suchen Schutz. Empfehlung: mal das Gespräch mit Letten oder Polen suchen. Deren Angst vor Russland sitzt tief. Das ist keine Paranoia, sondern historische Erfahrung, kombiniert mit objektiver Beobachtung russischer Realpolitik:

https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-baltikum-wird-sowjetisch-100.html

https://www.welt.de/politik/ausland/article165489905/Die-Gefahr-die-von…

https://www.freiheit.org/de/deutschland/russland-benennt-luftwaffenregi…

Das Budapester Memorandum wurde nie ratifiziert.

@10:17 von Carlos12
Wie z.B. schon die US-Botschaft in Minsk feststellte.
Es wurde außerdem ständig gerade von auch von den USA gebrochen.
In Punkt 3. ist z.B. wirtschaftliche Einmischung untersagt.

Wirtschaft

Sie können hier Vergleiche anstellen soviel Sie wollen.
Es geht letztlich nur um eins, Wirtschaft.

@SinnUndVerstand um 10:12

Die Krim, sowie die Ostukraine kann man als Sezession in Folge eines vom Ausland finanzierten Putsch ansehen. Aber ich gebe zu es ist ein Streitthema.

Die Vergiftung von Nawalny ist mehr als rätselhaft, leider kooperiert Deutschland hier nicht mit den russischen Behörden. Die OPCW gibt Russland auch keine Daten und verweist auf Deutschland.
Im Hotelzimmer haben die russischen Behörden keine belastenden Beweise gefunden. Diese wurden entweder entfernt, bzw erst in einem Flugzeug gefunden.

Auch die Genesung Nawalnys war recht schnell, zu schnell sagen da einige Experten. Und anstatt sich zu erholen produziert man einen CGI-Film von einem im Bau befindlichen Hotelkomplex, welcher dann Putin zugeschrieben wird. Naja.

Aber hey, immerhin ist die AfD, welche ich nicht und wohl niemals wählen würde, nicht so rechtsradikal, wie die rechtsradikalen in der Ukraine, die wir lieben, schätzen und auch gerne mit Waffen versorgen würden.

Sinn und Verstand sind da deutlich fehl am Platz.

10:24 von Crosterland

Was die Ukraine angeht,
.
das kann ich ihnen sagen
wenn sie hier entsprechende Threads lesen
"das kann man nicht vergleichen"
"man würde relativieren"
entsprechend eben der politischen Einstellung der Menschen
Ideologien statt Sachlichkeit

Überheblichkeit

Die Welt krank an der amerikanischen Überheblichkeit. Sie selbst haben sich zu den Guten erklärt, sind es aber eindeutig nicht man wenn die Geschichte seit 1945 betrachtet. Vom Atombombenabwurf auf Zivilisten und Regimewechsel oder deren Versuche bis zum Irakkrieg, Drohnenmorde und diverse weltweite Abhörskandale. Die USA machen das in höchster Präzision was sie den Russen unbewiesen vorwerfen und beansprochen die Führung der Welt. Diese Zeiten sind eindeutig vorbei!

die USA

Sollte mit Putin über dessen mögliche Nachfolger diskutieren.

In unserem eigenen Interesse hätte die EU damals Putin (beim 1. Amtsantritt) mit offenen Armen empfangen und sich nicht wie ein großer Satellitenstaat der USA verhalten sollen.
Stattdessen mussten wieder Feinbilder geschaffen werden. Denn nachdem Zerfall der UDSSR gabs da ein Problem...

10:31 von sikgrueblerxyz

Es wäre schon ein Fortschritt, wenn die unterschiedlichen Regierungsformen
wieder zur Koexistenz zurückkehren würden.
.
würde es nicht schon genügen wenn man bei "demokratisch" gewählten Regierungen,
in seinen Nachbarsstaaten sich darauf einigen könnte ?

10:46 von der.andere

Die Welt krank an der amerikanischen Überheblichkeit.
.
sagen wir mal an der typisch westlichen Überlegenheit
für einige ist das Kolonialzeitalter eben noch nicht vorbei

CSU-Scharnagl "Krim ´54 völkerrechtswidrig zur Ukraine"

@10:12 von SinnUndVerstand
Es braucht keinen Wortschwall. Der stalinvertraute, ukrainischstämmige sowjetische Machthaber Chruschtschow "schenkte" gegen jedes Recht der Sowjetunion und Russlands die Krim seiner Heimat.
In der Sezessionsverfassung der Ukraine von 1992 hatte die Krim zahlreiche Sonderrechte, darunter auch das Recht zur Sezession. Das war in der späteren 2014 gültigen Verfassung insofern gesehen eingeschränkt, dass eine Abstimmung in der ganzen Ukraine stattfinden müsste. Eine legale Regierung war nach dem Maidan aber nicht mehr vorhanden.
Zur AfD: Der traue ich in keiner Weise. Meiner Meinung nach versucht sie, einfach Themen zu finden, mit denen sie bei Wählern punkten kann. Putin selbst hat nie große Sympathien für Rechtsradikale erkennen lassen. Er spricht sich für Juden, für Minderheiten aus. Im Gegensatz zu Nawalny. Dass vorwiegend rechtsaußen Parteien nach Russland fahren, sagt eher mehr über den anderen aus.

Was will man als normaler

Was will man als normaler Erdenbürger schon erwarten, wenn sich zwei der drei größten Hütchenspielernationen zu einem Plausch treffen…
Eigentlich haben wir längst wieder Verhältnisse, wie zu Kalten Kriegszeiten, sind also wieder darauf angewießen, dass unter uns 7 bis 8 Milliarden Menschen eine Handvoll von selbstbegeisterten Pimpfen nicht plötzlich überdreht und uns mittels von unserem Geld entwickelter und gebauter Killertechnik, Menschen und Erde ins Nichts katapultiert. Das ist der Stand im uns so erwartungsfroh geschilderten 21. Jahrhundert. Also im Westen wie im Osten und weltweit nichts Neues. Immer noch drangsalieren und bedrohen uns einige Despoten und immer noch bestimmen die mit ihren Cliquen das Wohl und Wehe aller Menschen. Unfassbar! Es liest sich die Sache jedes mal wie ein Endzeitroman, aber es ist alles wahr. Wie lange läßt sich die Menschheit noch wie riesige Schafherden aufeinander zutreiben, oder schlachten? Alles irre, Menschen und Situationen.

10:31 von StepHerm Ich kann

10:31 von StepHerm

Ich kann Ihnen nur zustimmen.
Man denke an " unsere " Wahlen - was würden die Relativierer wohl sagen, wenn sowas in erhöhtem Maße hier passiert ( das es passiert ist wohl klar )?

@ 09:06 von Amadeus-x

[...] Aber auch das wird Sie vermutlich nicht interessieren und Sie davon abhalten weiterhin die Propaganda ihres "geliebten" Diktators zu verbreiten....[...]

Wenn man sachlich nicht mehr weiter weiß, wird man persönlich, nicht wahr Amadeus-x?

Im Beitrag von @krittkritt 08:29 Uhr vermag ich trotz wiederholtem Studiums nicht zu erkennen, dass dieser Putin liebt, hofiert oder sonst wie verehrt.

Und was Putin angeht, glaube ich, ohne diesen Mann persönlich zu kennen: Wäre an seiner Stelle ein russischer George W. Bush oder Donald Trump, bräuchten wir uns über das Klima dieser Welt keine Gedanken mehr machen ...

@ 10:45 von Shantuma

Sie haben die offizielle Regierungsversion zu Nawalnys Vergiftung gut drauf und schweigen interessanterweise zu den internationalen Ergebnissen und Einschätzungen der Vergiftung genau wie zu seiner Inhaftierung.
Und dann schreiben Sie: "Wir" lieben die Rechtsradikalen in der Ukraine und würden sie gerne mit Waffen versorgen? Wer sollen diese Rechtsradikalen sein? Und wer ist denn da "wir"?
Das ist nun wirklich ohne Sinn und Verstand.

Offiziell wird das Ergebnis dürr sein

Außer das die Botschafter wieder zurückkehren, erwarte ich keine offiziellen Vereinbarungen.

Im weiteren Zeitverlauf werden allerdings die inoffiziellen Vereinbarungen spürbar werden. Zum Teil geht es um abzusteckende „claims“ zB in Syrien oder Libyen. Nord Stream II wird wohl ein Teil einer „Paketlösung“ mit dem Ukraine Konflikt werden. Irgendwer muss ja schließlich die maroden Leitungen durch die Ukraine bezahlen - und die USA werden es nicht sein.

Im Weltraum versuchen die USA gerade, ihre Abhängigkeit von Russland in der bemannten Raumfahrt abzuschütteln. Umgekehrt plant Russland eine eigene Raumstation.

Biden wird auch versuchen, das russische Verhältnis zu China auszuloten und evtl einen Keil zwischen die beiden Verbündeten zu treiben. Ich erwarte hier ein Entgegenkommen Bidens beim Thema Sanktionen (Ölbohrausrüstung) und Handelskonzessionen um Russland nicht noch weiter in die chinesischen Arme zu treiben. Hier deutet sich auch ein baldiges Ende der Sanktionen an.

@ 10:23 von Sisyphos3

Das Ansprechen von Menschenrechten ist für Sie ermüdend? Wie zynisch muss das klingen in den Ohren all derer, die unter systematischen Menschenrechtsverletzungen leiden, inhaftiert sind, gefoltert und oft genug getötet werden.

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