Kommentare - Sachsen-Anhalt: Wahl im Land der Überraschungen

06. Juni 2021 - 10:26 Uhr

Viel hängt bei der Wahl in Sachsen-Anhalt davon ab, welche Parteien ihre Wähler heute am besten mobilisieren. Welche Themen könnten dabei entscheiden? Und wie werden die Landesregierung und der Ministerpräsident beurteilt? Eine Analyse von Jörg Schönenborn.

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Kommentare

>>Nur auf den ersten Blick

>>Nur auf den ersten Blick ist überraschend, dass Soziale Sicherheit (31 Prozent) und Wirtschaft und Arbeit (25 Prozent) dennoch als die wahlentscheidenden Themen genannt werden. Tatsächlich aber sehen die Befragten die Wirtschaftslage ihres Bundeslandes deutlich skeptischer als die eigene ganz persönliche Situation. Hinzu kommt nach der Pandemie die Sorge, dass auch der eigene mühsam erworbene Wohlstand gefährdet sein könnte.<<

Das könnte mitunter ein Grund sein, warum es für die cdu eng wird.
Ist es doch im Bund die Regierung aus cdu/csu/spd gewesen, die mit ihren Lockdowns die Wirtschaft und vieles zerstörte, was sich Menschen in jahrelanger, mühevoller Arbeit aufgebaut haben!

Ich lasse mich überraschen.

Prognosen: Mehr als Hälfte der Wähler wählt rechts der Mitte!

Lt. Prognosen:
Mehr als die Hälfte der Wähler wählt (wieder) Parteien rechts der Mitte:
CDU, FDP und AfD würden lt. Prognosen zusammen 60 % bekommen!
Für mich ist das alarmierend und erschreckend.
Diese 3 Parteien machen Politik für die Spitzenverdiener und Vermögenden.
Dass Sachsen-Anhalt jedoch so viele Großverdiener und Reiche hat -ca. 60 % also, glaube ich nicht!

Daher frage ich, wieso unter den sozial Schwächeren es Wähler gibt, die Parteien wählen, von deren Politik sie überwiegend Nachteile haben?
Wie kann das sein?
Mangelt es an der Aufklärung und Information?

Ich hoffe nur, dass die Wähler in der Wahlkabine nochmals nachdenken und die Prognosen Lügen strafen.

@ 08:16 von frosthorn

"Wanderwitz hat recht
In einem Land, wo Wähler kein Problem damit haben, heute der Linken und morgen der AfD ihre Stimme zu geben, ist alle Hoffnung auf politische Vernunft verloren."

Das scheint mir sehr fragwürdig, einem großen Bevölkerungsteil die politische Vernunft abzusprechen.
Ich sehe dies eher als eine positive Art des flexiblen Agierens. Erkennen und Handeln ist die Devise und nicht das Abwarten. Warum soll man immer wieder die gleichen Parteien wählen, wenn nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden, eine gute Erkenntnis.

Der Michel und Diederich Hessling

Nicht nur im Land der ominösen Abkürzung ein Dreamteam.

Wenn schon ein Ministerpräsident der beliebteren Art wie Haseloff
ganz offen Macchiavelli huldigt,
OT: In der Politik kommt es nicht auf Charakter an.
was soll sich der Wähler da denken?

Denkzettel eben. Und da guckt man dann auch nicht so genau hin.

Zukunftsweisende Wahl

Wahlen werden vor allem danach entschieden, ob die Wähler mit ihrer persönlichen, insbesondere wirtschaftlichen Situation zufrieden sind. Dies scheint in Sachsen Anhalt der Fall zu sein. Man kann nur hoffen, dass die Wähler eine Wahlentscheidung treffen, welche die wirtschaftliche Entwicklung von Sachsen Anhalt positiv beeinflusst. Die Wahlentscheidung, gleich wie die ausfällt, gilt es selbstverständlich zu respektieren.

09:24 von Corona

09:24 von Corona Obermayer
09:27 von Corona Obermayer

Auch hier vollste Zustimmung.

Wahl in Sachsen-Anhalt

Für mich kein Wunder, 30Jahre Verteufelung der Gedanken nach sozialer Gerechtigkeit und eines Lebens ohne hemmungslose Ausbeutung und Förderung des neoliberalen konservativen und grünen Profit-Dogmas fördern halt solche politische Landschaft. Einfach gesagt: Wahlen ändern nichts ansonsten wären sie verboten. MfG

Der Frust im Wohlstand

Gegenüber der SED-Zeit geht es den Menschen in Sachsen-Anhalt wirtschaftlich um Lichtjahre besser und die Perspektive ist nüchtern betrachtet wirklich gut. Trotzdem macht sich bei vielen darin ein Frust breit, der zum Kreuzchen bei den Rechten führt. Zwei Striche - kost ja nix.
Leider machen wir Sachsen-Anhaltiner uns mit dieser Haltung die Demokratie und die Gemeinschaft kaputt.

Die AfD wird vom Verfassungsschutz zu Recht beobachtet ...

Erschreckend ist, dass in Sachsen-Anhalt gerade die AfD so viele Stimmen bei den letzten Wahlen und in den Prognosen für diese Wahl bekommen hat bzw. bekommen könnte:
Zur Erinnerung:
Die AfD wird vom Verfassungsschutz zu Recht beobachtet ... und sie wäre womöglich schon verboten, wenn man nicht Hr. Maaßen als Präsident des Verfassungsschutzes eingesetzt hätte. Er war dies von 2012 bis 2018 auf Initiative des CSU-Politikers Friedrich.
Da hatte man den Bock zum Gärtner gemacht.
Und da auf dieser hohen Ebene nichts ohne Absicht geschieht, ist das mehr als kritisch zu sehen.
Maaßen hat in seiner Amtszeit die AfD sogar beraten, wie man 2018 dann erfuhr. Das sagt schon alles darüber, dass die AfD in seiner Amtszeit eine "Schonbehandlung" erfahren durfte.
Wenn nun also die AfD noch nicht verboten ist, so allein schon deshalb, weil man die 6 Jahre Amtszeit von Hr. Maaßen nicht sooo schnell aufholen kann beim Verfassungsschutz.
Der muss bald handeln, um glaubwürdig zu bleiben.

09:19 von Blitzgescheit

Für Sie und andere mag die AfD die einzig wählbare Partei sein. Sie listen Themen auf, die für Sie und einen Teil der Bevölkerung eine große Rolle spielen.

Für viele Menschen stehen allerdings Themen im Vordergrund wie:

- bessere Ausstattung des Bildungssystems;
- adäquate Bezahlung jeglicher Arbeit;
- Erhalt eines auskömmlichen Rentenniveaus,
- bessere Bedingungen in der Pflege;
- Verbesserung der Infrastruktur (ÖPNV in ländlichen Regionen, Anbindung an Internet und Mobilfunkempfang in allen Regionen);
- medizinische Versorgung auf dem Land;
- Gemeinwohlökonomie;
- Nachhaltigkeit und Schutz der natürlichen Ressourcen;
- Sicherheit im Straßenverkehr und sehr vieles mehr.

Falls darunter auch Themen der AfD sind, frage ich mich, warum Sie diese nicht aufzählen.

Die Verwendung des Begriffs „grünlinkisiert“ stellt für mich keine sachliche Diskussionsebene dar, für die Sie doch immer werben. Vllt mögen Sie Ihre eigenen Maßstäbe einmal überprüfen.

Art und Weise, wie die Demokratie in der Bundesrepublik

47 Prozent (+6) zeigen sich jetzt "zufrieden mit der Art und Weise, wie die Demokratie in der Bundesrepublik funktioniert".

In höchstens 2 anderen EU-Staaten ist die Gewaltenteilung so schwach entwickelt, wie in der zu Machtkonzentrationen neigenden Bundesrepublik Deutschland. Daher ist Kritik an der Art und Weise, wie die Demokratie in der Bundesrepublik funktioniert, angebracht.

Ein hohes Ergebnis heute für die AfD wäre gut für die Demokratie. Denn diese kann ohne starke Opposition nicht gut funktionieren.

Die Wahl ist auch deswegen wichtig...

... Da die Wählerschaft zeigen kann, dass eine Landesregierung ohne SPD, FDP, CDU, möglich ist.

Die AfD ist gar nicht zu wählen.

Veränderung ist in Sachsen-Anhalt und in D angezeigt.

Eine Weiter So Groko (+FDP) ist keine Veränderung, sondern nur die Bestandssicherung von Begünstigten und Lobbyisten-Clans, und für alle Mitmacher/innen die hoffen dass sie nach der Wahl zum vg Kreis gehören werden.
Und das ist keine Veränderung in Sachsen-Anhalt oder in D.

@ 09:19 von Blitzgescheit (vorheriges Thema)

Die AfD ist gar nicht zu wählen, zumal es auf dem Wahlzettel mehr Parteien im Angebot sind als CDU, SPD, FDP, AfD.

Genau diese vg Parteien sind nicht zu wählen.

Grund:
Keine Veränderungen in der Politik möglich.

@Am 06. Juni 2021 um 10:10 von Zufriedener Optimist

Zitat: "@ 09:19 von Blitzgescheit Die einzig unwählbare Partei
oder glauben Sie der Verfassungsschutz überwacht die Rechtsaußen aus „Jux und Dollerei“?"

Nein. Natürlich nicht nur aus "Jux und Dollerei". Wir sind doch nicht im Fasching.

Schon eher aus dem Grund, weil man sich eines unliebsamen Konkurrenten entledigen möchte.

Lesen Sie doch einmal das bisherige Gutachen des VS über die AfD durch. Das bestätigt meine Sicht der Dinge.

Thema Pandemie

Bei der Landtagswahl spielt die Pandemie eine große Rolle. Obwohl die Landesregierung nichts dafür kann, wird ihr viel Schlechtes angekreidet. Dabei hat sie eine vernünftige und kluge Politik gemacht und schon mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten hat schon mindestens eine Impfung.

@Am 06. Juni 2021 um 10:27 von gman

Zitat: "Lucke ist mit der Parteigründung Alfa aber gescheitert.
Lucke:
Die AfD ist überhaupt keine seriöse Partei mehr. Sie ist nach rechts abgedriftet, habe keine wissenschaftliche Expertise mehr und sei ein Sammelbecken von Verschwörungstheoretikern. Deshalb sei eine Alternative dringend nötig. Laut Lucke wurden neben ihm weitere vier ehemalige AfD-Europaabgeordnete Mitglied der neuen Partei."

Ach, der Prof. Lucke, den ich persönlich kenne und immer noch sehr schätze.

In dem Zitat von Lucke kann ich nur Vorwürfe / Behauptungen rauslesen, aber keine konkreten Belege: inwiefern und konkret soll ein Prof. Meuthen/Dr. Weidel keine "wissenschaftliche Expertise" bseitzen.
Welche "Verschwörungstheoretiker" verbreiten konkret welche "Verschwörungstheorien".

Solange das nicht klar benannt wird, kann ich damit leider wenig anfangen.

Am 06. Juni 2021 um 10:10 von Zufriedener Optimist

Zitat: "Hören Sie Herrn Höcke & Co zu, dann wissen Sie was diese von Demokratie halten."

Ja. Höre ich.

Ich weiß, was großartige Demokraten wie Höche von der Demokratie halten. Sehr viel, im Gegensatz zu Spaßmacher von der CDU, wie Hr. Wanderwitz.

Was ist jetzt Ihr konkretes Sachargument?

@ Gieselbert

Warum soll man immer wieder die gleichen Parteien wählen, wenn nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden, eine gute Erkenntnis.

Dann bin ich mal guter Hoffnung, dass viele, die vor 5 Jahren AFD gewählt haben, diesen Fehler jetzt nicht mehr wiederholen.

10:43 von Giselbert

Das scheint mir sehr fragwürdig, einem großen Bevölkerungsteil die politische Vernunft abzusprechen.
Ich sehe dies eher als eine positive Art des flexiblen Agierens. Erkennen und Handeln ist die Devise und nicht das Abwarten. Warum soll man immer wieder die gleichen Parteien wählen, wenn nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden, eine gute Erkenntnis.

Bitte seien Sie doch so nett und erklären mal kurz, welche die in Sachsen-Anhalt gewünschten Ergebnisse sind, die die AfD zu liefern Ihrer Meinung nach imstande ist.

Und ich wäre besonders dankbar, wenn Sie das möglichst konkret machen könnten.

Herzlichen Dank im Voraus.

Wahl im Land der Überraschungen...

Elf Landtagswahlen gab es seit der Bundestagswahl 2017 - jeweils zehnmal erlitten Union und SPD teils deutliche Verluste. Wenn es den beiden Parteien in Sachsen-Anhalt gelingen würde, ihre Ergebnisse von 2016 zu halten, wäre dies gemessen an den anderen Ländern bereits ein Erfolg.

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Ergebnisse halten ?
Wenn das schon ein Erfolg ihrer Ansprüche sein soll, dann haben beide Parteien wohl was grundlegendes falsch gemacht in der Gunst der Wähler...

40 statt 30 Jahre

@ PMK
Wahl in Sachsen-Anhalt. Für mich kein Wunder, 30Jahre Verteufelung der Gedanken nach sozialer Gerechtigkeit und eines Lebens ohne hemmungslose Ausbeutung

30? Das waren sogar etwas mehr als 40 Jahre. Die Älteren unter uns werden sich vermutlich noch daran erinnern, dass der Zusammenbruch beim Vierzigsten schon deutlich zu riechen war. Und kurze Zeit später sind die Mauern und Fesseln dann ja auch gefallen.

Auf Kommentar antworten...

Am 06. Juni 2021 um 10:33 von morgentau19

Das könnte mitunter ein Grund sein, warum es für die cdu eng wird...

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Das denke ich auch !
Und das wird wohl auch bei der Bundestagswahl so sein. Der eigene mühsam erworbene Wohlstand wird immer mehr gefährdet. Das kann eine Wahl entscheiden. Nutznießer werden dann die Parteien sein die den einzelnen ansprechen. Und das wäre dann keine Überraschung...

um 10:58 von Vielfalt.

"In höchstens 2 anderen EU-Staaten ist die Gewaltenteilung so schwach entwickelt, wie in der zu Machtkonzentrationen neigenden Bundesrepublik Deutschland."

In Wirklichkeit ist es natürlich genau umgekehrt. Nach wie vor ist das System der Bundesrepublik Deutschland das beste demokratische System, das es weltweit gibt, und Gewaltenteilung wird großgeschrieben.

Aber die Anhänger der AfD sind darauf angewiesen, solche falschen Behauptungen aufzustellen, weil sie mit der Wahrheit auf einen Schlag die Hälfte ihrer Wähler verlieren würden.
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um 10:43 von Giselbert @ 08:16 von frosthorn

,,...Ich sehe dies eher als eine positive Art des flexiblen Agierens. Erkennen und Handeln ist die Devise und nicht das Abwarten. Warum soll man immer wieder die gleichen Parteien wählen, wenn nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden, eine gute Erkenntnis."

Man kann im Katalog auch das schöne Mädchen von Seite 1 wählen. Ob das mehr über die Wähler sagt oder die Wahl...

Wie zur Genüge erörtert, hat diese Partei, die Ihnen verspricht, Größe, Respekt in der Wirtschaftswelt und teure Wichtichkeit in der Welt wieder zu erlangen, keine Ausländer mehr ins Land zu lassen und so die Reinheit deutschen Blutes zu fördern, bislang nichts beigetragen zu einer Form von gemeinsamer Vision für ein Zusammenleben von Menschen, die einfach weltoffen, wertschätzend und unvoreingenommen menschlich miteinander umgehen wollen, anstatt Egoismus, Deutschtümelei und Hass auf alles Fremde zu schüren.

Wie User @frosthorn in gemessen knapper Umschreibung im Vorgängerthread sagte.
"Kindlicher Trotz"

@ Blitzgescheit

Einzig wählbare Partei in D

In einigen Ländern Osteuropas ist das ja schon so. Und das möchte ich auf keinen Fall hier in Deutschland. Also Wahlen, die letztlich im Sinne und im Auftrag von dominierenden rechspopulistischen Machthabern manipuliert werden.

11:26 von Thomas D. Oh je,

11:26 von Thomas D.

Oh je, damit überfordern Sie ihn/ sie/ es Giselbert aber bestimmt.
Aber interessieren würde mich die Antwort auch. ;-)))

@ 10:54 von Kaneel

"Für viele Menschen stehen allerdings Themen im Vordergrund wie:
.... "

Die AfD ist längst keine Einthemenpartei mehr und viele Themen werden mittlerweile positiv von ihr besetzt.

"- bessere Ausstattung des Bildungssystems;
- adäquate Bezahlung jeglicher Arbeit;
- Erhalt eines auskömmlichen Rentenniveaus,
- bessere Bedingungen in der Pflege;
- Verbesserung der Infrastruktur (ÖPNV in ländlichen Regionen, Anbindung an Internet und Mobilfunkempfang in allen Regionen);
- medizinische Versorgung auf dem Land;
..."

Was sie da aufzählen sind im Grunde Themen, bei denen die Altparteien bisher versagt haben. Warum sollen die dies auf einmal besser hinbekommen.
Wenn ich nur mal die medizinische Versorgung rausgreife, ein Krankenhaus nach dem anderen wird geschlossen, auch in meiner Stadt.

@Kaneel Viele der Dinge die

@Kaneel Viele der Dinge die sie aufzählen werden den meisten Menschen wichtig sein, das Problem daran ist aber das die Rot/grüne Regierung 5 Jahre Zeit hatte diese dinge anzupacken und die Schwarz/Rote 16 Jahre. Passiert ist leider eher das Gegenteil als eine Verbesserung und nun sind einige Menschen halt der Meinung " Es wird Zeit mal andere ranzulassen" Kann man es denen verdenken?

Sachsen-Anhalt geht es relativ gut

Wenn es trotzdem die Chance gibt, dass eine rechtspopulistische Protestpartei wie die AfD Ergebnisse über 20 % erzielt, dann weil es einen Teil der Bevölkerung gibt, der unterschwellige Ängste hat oder generell vom Bedürfnis angetrieben wird, der 'Obrigkeit' Denkzettel auszustellen. Wofür auch immer.

Für konkrete Verbesserungen in den wesentlichen Politikfeldern steht der Verein nicht, das 'Programm' ist selbstverharmlosende Auslegware ohne Bedeutung für ihre Wähler.

Was würde die AfD in S-A verändern, um die Einwohner besser zu stellen ? Da gähnt die große Leere.

Zu 10:46 von artist22 "Charakterlosigkeit"

Wenn schon ein Ministerpräsident der beliebteren Art wie Haseloff
ganz offen Macchiavelli huldigt,
OT: In der Politik kommt es nicht auf Charakter an.
was soll sich der Wähler da denken?
Denkzettel eben. Und da guckt man dann auch nicht so genau hin.

Es ist nicht in Ordnung den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt so zu verunglimpfen.
Er ist nicht nur beliebt, sondern regiert und vertritt sein Land sehr Wohl im Sinne des geleisteten Amtseids.
Er ist einer von den Guten unter den Ministerpräsident/innen.

Er huldigt ganz sicher nicht jedem Mittel jenseits von Recht und Moral. Das ist mehr als ungehörig und beschreibt nicht diesen MP.

Selbst Machiavelli hat den unterstellten Machiavellismus offensichtlich nicht wirklich vertreten.
Reiner Haseloff ganz sicher nicht!

@ Der Freundliche. 11:27

"Ergebnisse halten ?
Wenn das schon ein Erfolg ihrer Ansprüche sein soll, dann haben beide Parteien wohl was grundlegendes falsch gemacht in der Gunst der Wähler..."

Ich denke, sowohl den Verantwortlichen bei CDU als auch bei der SPD ist bewußt, dass es - leider- Wähler*Innen geben wird, welche ihren Frust über die Corona-Pandemie dort abladen werden. Obwohl niemend wissen kann, wie andere Parteien dies gemanagt hätten. Von daher wäre eine Erreichung der Wahlziele von 2016 tatsächlich als Erfolg zu werten.

Wahl im Land der Überraschungen

dann lassen wir uns mal überraschen
auch hinsichtlich der Tatsache, wie lange die Etablierten glauben 20 ... 25 % der Wählerstimmen noch ignorieren zu können

@Vielfalt, 10:58 Uhr - Eine funktionierende Demokratie

Ich finde nicht, dass es in Deutschland eine Machtkonzentration gibt, demokratischen Grundprinzipien widerspricht. Eine Vielzahl von Parteien konkurrieren um den Wählerauftrag zu einer Regierungsbildung. Die Kanzlerin hat bei weitem nicht den hohen Machtanspruch wie beispielsweise der französische Präsident. Zudem verfügt Deutschland über eine sehr kritische Presselandschaft, Presse- und Meinungsfreiheit haben zu Recht einen hohen Stellenwert. Der Föderalismus ist ein weiteres Instrument, dass einer Machtkonzentration entgegenwirkt. Freilich hat sich dieser in der Corona-Krise bisweilen als Hemmschuh erwiesen. Die Kakophonie der MPs führte zur Bundesnotbremse, die sich dann ja auch positiv auf die Corona-Bekämpfung ausgewirkt hat. Kurzum: Deutschland ist ein funktionierender Rechtsstaat und eine funktionierende Demokratie, sehr zum Leidwesen extremistischer Strömungen von rechts und links.

10:58 von Vielfalt.| Eine demokratieferne Partei ist nicht gut

'Ein hohes Ergebnis heute für die AfD wäre gut für die Demokratie. Denn diese kann ohne starke Opposition nicht gut funktionieren.'

Eine demokratieferne Partei wie die AfD ist nicht gut für die Demokratie.

'In höchstens 2 anderen EU-Staaten ist die Gewaltenteilung so schwach entwickelt, wie in der zu Machtkonzentrationen neigenden Bundesrepublik Deutschland.'

Das ist belegloser Behautungskram.
In welchen EU-Staaten ist die Gewaltenteilung besser entwickelt und wodurch ist sie das ?

Bitte nicht mit neuen beleglosen Behauptungen antworten, sondern konkret werden. Ob da dann was kommt?

@ Blitzgescheit

Egal wie die Wahl heute ausgeht:

Ihnen wird man keinesfalls auch nur den geringsten Vorwurf machen können, sollte die AfD nicht die Stimmen erhalten, die Sie für angebracht oder verdient halten.

So wie Sie sich hier für Ihre Partei ins Zeug legen - auch wenn man als “Nichtgläubiger“ nur über Ihre Argumentationsweise den Kopf schütteln kann:

“Ich weiß, was großartige Demokraten wie Höche...“

Ich gehe, und wisch mir die Lachtränen ab...

@ 0_Panik

Genau diese vg Parteien sind nicht zu wählen.

Falsch. Demokratie bedeutet, dass alle Parteien wählbar sind. Demokraten setzen sich dafür ein, dass auch Undemokraten eine faire Wahlchance haben. Auch wenn das umgekehrt nicht gilt. Wir kennen ja alle das Beispiel aus der deutschen Geschichte.

Die AFD ist wählbar, ich bitte allerdings jeden darum, die nicht zu wählen.

@morgentau19, 10:33 Uhr

Die Bundesregierung hat mit vergleichsweise moderaten Eingriffen den Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgenommen und die wirtschaftlichen Ressourcen - dank einer sparsamen Haushaltspolitik - genutzt, um die Wirtschaft in Gang zu halten. Vor allem hat die Regierung dem Leben und der Gesundheit der Bürger die höchste Priorität eingeräumt. Und genau dies erwarte ich auch von verantwortungsvoll handelnden Politikern. Einzig die AFD hat sich gegen die Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie gestellt. Aktuell zieht der AFD-Chef in Sachsen Anhalt sogar die Wirksamkeit der Impfungen in Zweifel. Und wenn Sie sich unsere Wirtschaft anschauen: Diese ist vergleichsweise gut die Pandemie gekommen. Die Auftragsbücher sind bereits gut gefüllt, die Arbeitsplätze blieben dank Kurzarbeitergeld meist erhalten. Keine schlechte Bilanz, wie ich finde.

@10:39 von Margitt.

„Diese 3 Parteien machen Politik für die Spitzenverdiener und Vermögenden
… Daher frage ich, wieso unter den sozial Schwächeren es Wähler gibt, die Parteien wählen, von deren Politik sie überwiegend Nachteile haben?
Wie kann das sein?
Mangelt es an der Aufklärung und Information?“

Vielleicht einfach deshalb, weil diese Wähler nicht Ihrer Meinung sind?
Zwar präsentieren Sie Ihre Überzeugung, als sei es eine eherne Wahrheit, der sich ein halbwegs vernünftiger Mensch doch nicht verschließen könne, aber woher nehmen Sie die Sicherheit, dass es wirklich so ist?
Mir erscheint Ihre Aussage (bitte beachten Sie meine vorsichtige Ausdrucksweise!) doch ein wenig in Richtung Hybris zu tendieren.

Zu 11:20 von Blitzgescheit "wissenschaftliche Expertise" +X

@Am 06. Juni 2021 um 10:27 von gman
Ach, der Prof. Lucke, den ich persönlich kenne und immer noch sehr schätze.
In dem Zitat von Lucke kann ich nur Vorwürfe / Behauptungen rauslesen, aber keine konkreten Belege: inwiefern und konkret soll ein Prof. Meuthen/Dr. Weidel keine "wissenschaftliche Expertise" bseitzen.
Welche "Verschwörungstheoretiker" verbreiten konkret welche "Verschwörungstheorien".
--
Solange das nicht klar benannt wird, kann ich damit leider wenig anfangen.

Es ist müßig, Ihnen die offensichtlichen und zunehmenden Verschwörungstheoretiker in der heutigen AfD zu benennen.

Prof. Meuthen und Dr. Weidel werde ich nicht die "wissenschaftliche Expertise" absprechen. Insbesondere die Veröffentlichungen und Expertisen von Frau Dr. Weidel, die den € und die sogenannte Eurorettung, Mogelei von GR in den €, Brechen der Kriterien und Verträgen von Beginn an etc. betreffen, halte ich für sehr wissenschaftlich.
Beide haben noch andere Facetten und sind nicht die ganze AfD!

@Giselbert, 10:43 Uhr

Niemand spricht der ostdeutschen Bevölkerung die Vernunft ab. Aber der User frosthorn hat natürlich Recht: Wenn der Wähler zwischen extrem linken und rechten Parteien hin- und herspringt, dann ist dies nur schwer nachvollziehbar. Auch wenn ein hoher AFD-Funktionär jahrelang verdeckte Geldzahlungen über die SED erhalten hat, fragt man sich unweigerlich, ob hier nicht eine Beliebigkeit in der politischen Arbeit die Folge ist. Nach meinem Demokratieverständnis passt das alles nicht so recht zusammen. Ich teile aber durchaus Ihre Meinung, dass der Wähler durchaus seine Wahlentscheidung von der politischen Arbeit abhängig machen und sich nicht ins Schlepptau einer Partei nehmen sollte. Die Wahlentscheidung sollte immer frei von ideologischen Vorgaben sein und der eigenen Überzeugung folgen.

@Frosthorn und @ Giselbert: Interpretation d. Wählerverhaltens

<< Wanderwitz hat recht
In einem Land, wo Wähler kein Problem damit haben, heute der Linken und morgen der AfD ihre Stimme zu geben, ist alle Hoffnung auf politische Vernunft verloren >>
Diesem Zitat von "Frosthorn" (?) kann ich auch nur zustimmen.
Dieses Wählerverhalten, heute die Linken zu wählen und morgen die AfD, zeigt überdeutlich, dass diese Wähler nicht in der Demokratie angekommen sind.
Sie scheinen vielmehr Systeme zu bevorzugen, bei denen eine "starke Lenkung von oben", analog einer Diktatur, zu erwarten ist.

Ob aber Wanderwitz Recht behält, wenn er sagt, dass sich das erst nach dem Tod dieser Wähler ändert, glaube ich nicht.
Denn diese Einstellung geben diese Bürger an ihr Umfeld (Kinder, Freunde, etc) weiter.

Höcke's 'Nähe zum Nationalsozialismus' ist AfD-verbrieft

Die AfD hat den Flügel zur Auflösung gedrängt, weil Meuthen diese Formation selbst als extremistisch eingestuft hat. Der Flügel ist zwar aufgelöst, existiert aber als Phantom lebendig weiter.

Höcke ist und bleibt der Exponent der Rechtsextremen in der AfD und hält die Ideologie der Flügelianer aufrecht.
Seine 'Nähe zum Nationalsozialismus' ist keine bösartige Erfindung der politischen Gegner, sondern der Befund eines Gutachtens, das den AfD Bundesvorstand zum vergeblichen Ausschlussversuch Höcke's aus der Partei veranlasst hat.

Nur ist die Verwurzelung von Höcke und des Flügels in der AfD stärker als die des Bundesvorstands. Will heißen, der bleibt eine bestimmende Kraft in der AfD.

Höcke's 'Nähe' zur AfD in S-A ist nicht nur regional gegeben.

@ Am 06. Juni 2021 um 11:10 von Blitzgescheit

(...)

Drehen Sie da mal nicht wieder einiges in ihre gewünschte Richtung?!

Denn die Grundlage dafür ist das umfangreiche Gutachten (1000 Seiten stark) der Verfassungsschutzbehörde des Landes!

Beim Landesparteitag in Dessau Ende September vergangenen Jahres wurde der Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider in den AfD-Landesvorstand gewählt. Er gilt als Vertreter des äußersten rechten Randes.
Tillschneider, Höcke, Kalbitz gelten als tonangebende Figuren des "Flügel" innerhalb der AfD, der im vergangenen Jahr vom Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft wurde.

Noch einmal für Sie: "Gesichert rechtsextremistisch!"

@Am 06. Juni 2021 um 11:54 von Corona Obermayer

Zitat: "Einzig wählbare Partei in D

In einigen Ländern Osteuropas ist das ja schon so. Und das möchte ich auf keinen Fall hier in Deutschland."

Wieso, weshalb, warum?

Zitat: "Also Wahlen, die letztlich im Sinne und im Auftrag von dominierenden rechspopulistischen Machthabern manipuliert werden."

Welche "dominierenden rechtspopulistischen Machthaber" sollen denn welche Wahlen konkret womit und wodurch manipuliert haben?

Sind Sie da sicher? Oder verbreiten Sie hier wilde Verschwörungstheorien ... neeeeeiinn!!

12:01 von Sisyphos3 | Opfermythos bringt nix

'auch hinsichtlich der Tatsache, wie lange die Etablierten glauben 20 ... 25 % der Wählerstimmen noch ignorieren zu können .

Wieso und wodurch ignorieren die Etablierten diese Wählerstimmen ? Ist das wieder der typische Opfermythos, ohne den der Rechtspopulismus nicht auskommt oder gibt es dafür einen konkreten Anhalt, an dem man das festmachen kann ?

@Am 06. Juni 2021 um 10:37 von hhgoten

Zitat: "Zwischen Blitzgescheit und Saudumm passt manchmal nur ein AfD Plakat.
Immerhin Worterfindungen."

Was konkret ist Ihr Sachargument?

Mit kraftmeierischen Hasskommentaren wie dem Ihrigen kann ich leider nichts anfangen.

@Margitt um 10:39 Uhr

"Mehr als die Hälfte der Wähler wählt ... rechts der Mitte:
CDU, FDP und AfD würden ... zusammen 60 % bekommen!
... Diese 3 Parteien machen Politik für die Spitzenverdiener und Vermögenden.
Dass Sachsen-Anhalt jedoch so viele Großverdiener und Reiche hat -ca. 60 % also, glaube ich nicht!"

Ja, Sachsen-Anhalts Bürger sind die ärmsten in der Bundesrepublik, das ist korrekt.
Sie vergessen jedoch die Nichtwähler, die mit fast 50% die prozentual mit Abstand größte Gruppe auch im Vergleich zu allen anderen 15 Bundesländern sind. Bei den Nichtwählern ist die Armut zu Hause. Sie haben sich von der Politik abgewandt, denn sie sehen, dass diese ach so toll funktionierende freiheitliche und rechtsstaatliche Demokratie ihnen bisher nur Sorgen und niedrigen sozialen Stand einbrachte.

@Kanell, 10:54 Uhr

Volle Zustimmung. Ergänzend zu Ihre Antwort an Blitzgescheit: Der Kaugummi "Flüchtlinge" ist längst gelutscht. Bei der krampfhaften Suche nach neuen Themen hat die AFD nun die Corona-Schutzmaßnahmen als Bedrohung auserkoren. Leider ist es nicht gekommen, wie erhofft. Unser Land hat die Corona-Krise recht gut gemeistert und auch die Wirtschaft zeigt sich gut gerüstet. Die CDU hat in der Regierungszeit vor allem die Wähler der Bürgerlichen Mitte angesprochen. Einen Bereich der Gesellschaft, der vor allem von Bürgern besetzt ist, die es durch Fleiß und Kompetenz zu etwas gebracht haben. Und selbstverständlich wurde auch der Sozialstaat weiter ausgebaut für diejenigen, die in Not geraten sind. Das ist nicht "grün-linksversifft" oder wie auch immer die Etikettierung der AFD lautet, sondern eine grundsolide verantwortungsvolle Politik. Was wir in D auf keinen Fall brauchen, sind links- und rechtsextremistische Parteien.

Gegner der Demokraetie

In meinen Augen sind Menschen wie Bernd Höcke Gegner von demokratischen Wahlen. Er sähe die AFD viel lieber uneingeschränkt an der Macht in Deutschland. Vielleicht nach russischem Vorbild.

11:54 von Corona

11:54 von Corona Obermayer

Zustimmung auf ganzer Linie.

Die " Gefahren ", die da folgen können sind auch nicht zu verachten - siehe Polen und Ungarn.

@11:49 von MartinBlank

"""Nach wie vor ist das System der Bundesrepublik Deutschland das beste demokratische System, das es weltweit gibt, und Gewaltenteilung wird großgeschrieben."""

Normalerweise würde ich hier aufgrund einer gelungenen Satire gratulieren, aber ich weiß Sie glauben es wirklich. Das ist das Ergebnis germanozentrierten Denkens. Erst wenn man über den bundesrepublikanischen Tellerrand schaut, sieht man wie viel moderner und freiheitlicher Staaten mit AfD-änhlichen Regierungsparteien sind.

der Überraschungen ?

Wen sollte es den Überraschen wenn demokratische Wähler nicht die Politiker wählen die Sie Ausgrenzen, Bevormunden oder über steuern, Gebürgen usw. ausbeuten.

Mich nicht.

@ Vielfalt, um 10:58

Heute ist Landtagswahl, keine Bundestagswahl.

Aber es stimmt: Opposition muss in einer Demokratie nicht nur vorhanden, sondern auch vernehmbar sein.
Wobei ich in aller Bescheidenheit mir die AfD immer nur - wenn überhaupt - in dieser Rolle wünsche.
Lieber jedoch andere Parteien.

@ Sisyphos

... wie lange die Etablierten glauben 20 ... 25 % der Wählerstimmen noch ignorieren zu können

Stimmen für eine konkurrierende Partei versucht man vor der Wahl an sich zu binden, nach der Wahl darf man sie dann ja wohl ignorieren. Alles andere wäre ja Quatsch.

wählt rechts der Mitte!

von Margitt. @
Gut so.
Wer die Geschichte und der links Regierungen des "unrechtsstaats" der DDR nicht vergessen hat macht das auch.

@Blitzgescheit, 11:10 Uhr

Wenn man sich völlig wertfrei die Reden einiger AFD-Funktionäre anhört muss man nicht die Expertise des Verfassungsschutzes bemühen, um zu erkennen, dass diese politische Gesinnung verfassungsfeindlich, aber dabei oft genug auch menschenverachtend ist. Der "Flügel" hat sich zwischenzeitlich leider als beherrschende Kraft in der AFD durchgesetzt. Wenn nun auch der AFD Vorsitzende von Sachen Anhalt von Deutschland als einer (angehenden) Diktatur spricht bzw. sich nicht von solchen Äußerungen distanziert, dann kann man sich lebhaft vorstellen, in welche Richtung die AFD tendiert.

vielen darin ein Frust breit?

Corona Obermayer @
Logisch.
Die Sorge vor zuständen wie in Thüringen, Senat in Berlin oder vor RRG Regierungen sind die Ursachen dafür.

Kein Mitleid

@ Sisyphos3:
auch hinsichtlich der Tatsache, wie lange die Etablierten glauben 20 ... 25 % der Wählerstimmen noch ignorieren zu können

Schade, dass Sie sich ignoriert fühlen. Wie wäre es, die AFD würde ein wenig umgänglicher werden und nicht so pauschal negativ? Ansonsten müssen Sie mit dem Ignorieren wohl noch länger leben.

@Sisyphos3, 12:01

dann lassen wir uns mal überraschen
auch hinsichtlich der Tatsache, wie lange die Etablierten glauben 20 ... 25 % der Wählerstimmen noch ignorieren zu können

Ach wissen Sie. "Ignorieren" tut das wohl kaum jemand. Sich bestimmten Stimmen nicht zu beugen, das ist theoretisch möglich, so lange der Anteil dieser Stimmen 50% nicht erreicht. Da ist also noch viel Luft.
Die krude Argumentation, dass "der Wählerwille" eigentlich darin bestünde, dass die 20..25% regieren, und die 75..80% deren Erfüllungsgehilfen zu sein hätten, die kenne ich auch aus meiner Heimat Bremen. Auch hier wird von einigen behauptet, die Regierungsmehrheit (jawohl, Mehrheit) hätte eigentlich gar kein Mandat, sondern der Wähler habe klar entschieden, dass die Opposition regiert. Verstanden habe ich das nie.

@ 11:49 von melancholeriker

"keine Ausländer mehr ins Land zu lassen"

Lesen Sie mal das Programm, davon ist keine Rede, nur unterscheidet man zwischen illegalen Migranten und tatsächlichen Flüchtlingen. Und man spricht von einer geordneten Migration, indem man z.B. benötigte Fachkräfte auswählt.

" und so die Reinheit deutschen Blutes zu fördern,"
Pure Diffamierung mit Begriffen aus der Nazizeit, dies hat überhaupt nichts mit der AfD zu tun. Im Gegenteil, man schätzt die Ausländer und weiß, dass viele für ein positives Miteinander beitragen.

"bislang nichts beigetragen zu einer Form von gemeinsamer Vision ... "
Was nicht verwunderlich ist, als Oppositionspartei die zusätzlich noch ausgegrenzt wird!

eine vernünftige und kluge Politik,

Corona Obermayer @
wenn sie das so shen ist das ja ok.
Aber sehr viele sehen das anders als Sie. Ich auch.
Und auch das ist Ihr demokratische Recht.

@Charakterlosigkeit in der Politik 11:59 gman

zu meinem Haseloff-Zitat @@10:46

Wollen Sie wirklich hier ein Germanistikseminar aufmachen?
Ich bzw. Haseloff hat eine allgemeine Zuordnung getroffen.

Sie haben es persönlich gemacht und mir
das von Ihnen benutzte Wort unterschoben.
Wenn Sie das so sehen, sollten sie selbst in sich gehen.

Andererseits ist es für Wähler sehr wohl ein Kriterium,
ob man solche Vertreter wählen will, die offensichtlich Umfragewerte vor persönliche Eignung stellen.

Jeder kann da wählen. Was ich da denke, ist sekundär.

@Blitzgescheit, 11:22 Uhr

Stimmt es Sie denn überhaupt nicht nachdenklich, dass Herr Höcke durch Gerichsbeschluss als "Nazi" bezeichnet werden darf und dass der gesamte AFD-Landesverband vom Verfassungsschutz unter Beobachtung gestellt wurde...? Es wäre längst an der Zeit, einen Kurswechsel hin zu demokratischen Strukturen vorzunehmen. Stattdessen steuert die AFD schnurstracks in die rechtsextremistische Ecke. Für viele, auch für mich, ist sie in großen Teilen bereits dort angekommen. Schade, wirklich schade, denn es gibt unter der Wählerschaft sicherlich auch noch eine gut bürgerliche Klientel.

10:39 von Margitt. | Rechts der Mitte ist zu ungenau

'Mehr als die Hälfte der Wähler wählt (wieder) Parteien rechts der Mitte:
CDU, FDP und AfD würden lt. Prognosen zusammen 60 % bekommen!'

Diese drei Parteien können Sie nicht in einen Topf werfen.
CDU und FDP sind bürgerliche Parteien, von mir aus rechts der Mitte. Die AfD steht am rechten Rand.

Es kommt aber noch etwas anderes dazu.

Die AfD wird im Osten entweder als Protestpartei gewählt um Dampf abzulassen. Dieser Teil der Wähler hat das Gefühl, dass den Etablierten nur durch die Wahl von Extremen eine verbraten wird, weil das so schön in den Medien Lärm macht.

Aber es kommt was anderes dazu. Die AfD im Osten ist mitnichten wirtschaftsliberal, eher das Gegenteil. Kalbitz hat sehr bewusst den Begriff 'nationaler Sozialismus' (klingt harmloser als Nationalsozialismus) in die Diskussion gebracht, weil soziale Themen für die Wähler im Osten wichtig sind. Nur, dass diese Spielart eben rein für 'Bio-Deutsche' (?) angewendet würde und nix mit Freiheit am Hut hat

@ artist22

Wenn schon ein Ministerpräsident der beliebteren Art wie Haseloff
ganz offen Macchiavelli huldigt,
OT: In der Politik kommt es nicht auf Charakter an.

Er huldigt nicht und das Zitat haben Sie aus dem Zusammenhang gerissen. So wie Sie es mit allen Mitteln verstehen wollen, hat er es gar nicht gesagt.
Sie sind ja nicht verpflichtet, diesen Politiker zu wählen, Sie sollten sich aber bitte dennoch intellektuell redlich mit ihm auseinandersetzen.

Wenig Ausagekraft

Im Rest des Landes ist die Entscheidung nicht zwischen Union und AfD, die eher eine untergeordnete Rolle spielt ausserhalb des "Landes der Unausgeschlafenen da zu früh aufgestandenen", sondern Zwischen den dort Marginalen Grünen und Union.

Wenn es eine Wahl gibt in diesem Land die sich als Stimmungsbarometer überhaupt gar nicht eignet dann diese.

Die CDU wird lernen müssen

Die CDU wird lernen müssen mit der AfD zusammen zu arbeiten, sonst wird diese Partei als Splittergruppe enden, da sie in den letzten 16 Jahren nichts getan hat, was diesem Land als Fortschritt gedient hätte, noch hat Merkel und ihre Partei irgendwelche Visionen, außer die eigenen Taschen zu füllen, was in erster Linie mal nicht für Merkel gilt, aber für die erbämlichen Durchschnitts-CDU/CSU´ler . Auch ein Söder gehört für mich dazu.

@Sisyphos3, 12:01 Uhr

Die Frage könnte man aber auch anders stellen: Wie lange wird es noch dauern, bis die AFD erkennt, dass sie sich auf die etablierten Parteien zubewegen muss, um Akzeptanz zu erhalten. Ich sage für meine Person ganz klar, dass ich eine Partei. die bereit ist mit Rechts- oder Linksextremisten zu paktieren, niemals wählen würde. Es liegt also an der AFD, ob sie sich von der NDP, der Identitären Bewegung, Reichsbürgern und gewaltbereiten Gruppen zweifelsfrei abgrenzt oder sich weiter in deren Richtung bewegt. Eine Partei rechts der CDU könnte durchaus eine Zukunft haben, dann aber nur mit demokratischen Wurzel und Verzicht auf Hass- und Hetze.

@12:18 von Adeo60

"Auch wenn ein hoher AFD-Funktionär jahrelang verdeckte Geldzahlungen über die SED erhalten hat..." Können Sie das mal erläutern ? Meines Wissens gibt es die SED seit 1989 nicht mehr und die AfD erst seit 2013. Das ist doch reine Verschwörungstheorie. Oder soll die SED als AfD wieder auferstanden ein ?

Sich selbst das Wasser abgraben?

@ Giselbert:
Die AfD ist längst keine Einthemenpartei mehr und viele Themen werden mittlerweile positiv von ihr besetzt.
"- bessere Ausstattung des Bildungssystems;

Vorsicht und bitte mal nachdenken. Das fordert die AFD zwar. Irgend was muss man ja fordern. Aber unter uns, eine bessere Ausstattung des Bildungssystems kann ja nicht im Sinne der AFD sein.

12:08 von Corona

12:08 von Corona Obermayer

Jaaaa !

@ Blitzgescheit...

Was konkret ist Ihr Sachargument?

Die Frage nach dem "Sachargument" kommt bei Ihnen auch immer erst, wenn die AFD bloßgestellt wird.

@Margitt. - Desinteresse und Desinformation

10:39 von Margitt.:
"Daher frage ich, wieso unter den sozial Schwächeren es Wähler gibt, die Parteien wählen, von deren Politik sie überwiegend Nachteile haben? Wie kann das sein? Mangelt es an der Aufklärung und Information?"

Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Eine entfernte Bekannte gab mir dann indirekt eine Antwort: Sie wählte CDU, weil sie Frau Merkel sympathisch findet. Andere wählen nach dem schönsten Wahlplakat und wieder andere orientieren sich an den Schuldzuweisungen der AfD oder BILD-Zeitung.

Da politische Themen bei den meisten Bürgern auf Desinteresse stoßen, ist es einfach, ihnen eine fremde Meinung einzupflanzen. Davon profitierten die Parteien rechts der Mitte. Also wird sich daran auch nichts ändern.

@Am 06. Juni 2021 um 12:15 von gman

Zitat:" Es ist müßig, Ihnen die offensichtlichen und zunehmenden Verschwörungstheoretiker in der heutigen AfD zu benennen."

Wenn die Verschwörungstheorien der AfD so "offensichtlich" seien, müsste es Ihnen ja ein Leichtes zu sein, diese zu benennen und zu widerlegen.

Vage und ohne Belege von etwas zu schwadronieren, wie Sie das machen, machen gerade ... nun ... Verschwörungstheoretiker.

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