Kommentare - Erzwungene Landung in Minsk: "Unverschämt und illegal"

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@Charlys Vater - Lukaschenko handelt im eigenen Interesse

12:06 von Charlys Vater:
"Was ihn nicht davon abhält sich in Putin Macht zu Sonnen, und die Stimmung anzuheizen."

Würden Sie behaupten, dass sich die EU in der Macht der USA sonnt, wenn sie Sanktionen verhängt? Ich interpretiere solche Schritte als Versuch, dem mächtigen Verbündeten zu gefallen.

Im vorliegenden Fall dürfte es aber kaum im Interesse Russlands sein, dass sich Lukaschenko mit so einer Aktion bloßstellt. An Putins Stelle wäre ich genervt, in diese Sache hineingezogen zu werden.

RyanAir und Pilot schuld?

Keine Ahnung, wie man auf sowas kommen kann. Schuld ist nur Weißrussland.
Der Pilot hatte keine Wahl, und die Fluggesellschaften stellen ihre Reiserouten nicht nach möglicher politischer Gesinnung ihrer Passagiere zusammen.
Überflüge über Weißrussland sind völlig normal. Aber in nächster Zeit hoffe ich dann auch, dass nicht "der Falsche" mit an Bord sitzt.

Die weißrussische Regierung wies alle Vorwürfe von sich...

Dann sind also doch alle Passagiere, die in Athen gestartet sind, am Ende in Vilnius angekommen? Gut, das klang nämlich zuerst so, als ob Weißrussland die "Gelegenheit" genutzt hat, bei der Notlandung eine unliebsame Person aus dem Flugzeug gefischt und dabehalten zu haben. Das wäre natürlich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Aber wenn alle Menschen schließlich in Vilnius angekommen sind, dann kann die weißrussische Regierung die Vorwürfe natürlich zurecht zurückweisen.

@Nachfragerin 11:08

">>Europa ,wie immer ,nicht gleicher Meihnung, wird die Flugrouten etwas abändern.<<

Das werden die Fluggesellschaften schon selbst entscheiden müssen."

Nicht wirklich.
Wenn offizielle EU-Stellen den belarusischen Luftraum für unsicher erklären, wird zukünftig keine Versicherung mehr zahlen, wenn etwas passiert.
Und dieses Risiko wird den Fluggesellschaften zu groß sein.

Eine offizielle Erklärung der Unsicherheit dürfte also tatsächlich einer offiziellen Änderung der Flugrouten gleichzusetzen sein.

@Charlys Vater um 12:00

"Pilot zu weich?"
Lesen Sie den Kommentar um 12:03 von Gerd Hansen, dann wissen Sie Bescheid, warum der Pilot die Anweisung zur Landung in Minsk zu befolgen hatte.

Belarus !

Als erste Reaktion würde ich die Eishockeymannschaft von Belarus vom WM- Turnier in Riga entfernen, die Bahnrad- EM in Minsk streichen, alle Fluglinien anweisen, den belarussischen Luftraum zu umfliegen, und alle belarussischen Flugzeuge verbieten den europäischen Luftraum zu benutzen.
Dann jeglicher Zahlungsverkehr für Belarus sperren, sowie alle Grenzen zu Belarus schließen, dann geht nichts mehr rein und raus. Außerdem alle Diplomaten von Belarus aus der EU ausweisen, und nur jeweils eine kleine Notbesatzung zulassen, wegen Visa- Angelegenheiten.
Zudem müssten ALLE belarussischen Firmen, die international Waren verkaufen, massiv sanktioniert werden, damit vielen die Kohle ausgeht. Denn nur so merken viele in dem Land, was ihnen ihr Führer ein gebrockt hat.
Dann wird der noch starke Rückhalt bröckeln.

Nur finanzielle Sanktionen tun weh!

Mögliche Sanktionen wären Überflugverbote von Belarus, aber auch Entzug der bestehenden Landerechte der staatlichen Belavia Belarusian Airlines auf allen EU- Flughäfen wie in Genf, Nur-Sultan (bis 2019 Astana), Kiew, Tel Aviv, Amsterdam und London, Berlin Brandenburg, Frankfurt am Main, Hannover, Wien und München. Das hätte doch Wirkung!

re 11:11 krittkritt: Pardon

>>Fake-News von10:57 von teachers voice
RT hat gestern sofort berichtet<<

Pardon, Sie haben Recht! Und ich hatte die Meldungen nicht weit genug hinunter gescrollt.

Es wurde sogar Frau Tichanowskaya zitiert - Respekt!

Die Meldung ist allerdings bereits ziemlich alt...

@fathaland slim - Nicht vergleichbar?

12:09 von fathaland slim:
"Sie sehen schon, die Fälle sind absolut nicht vergleichbar."
> Zwei Flugzeuge werden von zwei Regierungen zur Landung gezwungen, um zwei regierungskritische Personen festnehmen zu können.

Bitte erklären Sie mir, inwiefern diese zwei nahezu identischen Fälle "absolut nicht vergleichbar" sein sollten.

"Frankreich und Spanien haben sich dann auch sofort entschuldigt."
> Spanien hat erst das Überflugrecht verweigert und dann von Österreich verlangt, die Maschine des bolivianischen Präsidenten durchsuchen zu dürfen. Wenn Sie das als Entschuldigung durchgehen lassen, sollte es auch die angebliche Bombe tun, nach der Herr Lukaschenko hat suchen lassen.

Alle Beteiligten wussten sehr genau, was sie taten.

10:41 von Klausewitz

EU und NATO sollten unverzüglich in Weißrußland einmarschieren und einen Regimchange durchsetzen.
#
Dann gibt es Krieg und das will keiner.

Landung in Minsk unverschämt und illegal?

Das ist richtig?
Aber-
Die Reaktion der EU der Aufschrei und der Ruf nach Sanktionen halte ich für überspannt!
Denn es ist hier niemand ums Leben gekommen oder gar verletzt worden.
Man sollte auch in Hinsicht auf die ohnehin angespannten Beziehungen auch zu Russland nicht weiter den Konflikt anheizen.
Von daher, lassen Sie die Sanktionen weg. Das wäre der Situation eher angemessen!

@karlheinzfaltermeier

09:51 von karlheinzfaltermeier:
"Wo ist die weltweite Solidarität der Fluggesellschaften Belarus nicht mehr anzufliegen? Wo ist das Landeverbot und die Sperrung des Luftraums für weissrussische Fluzeuge?"

Was Sie fordern, würde nicht Lukaschenko treffen, sondern irgendwelche anderen Menschen. Das schadet vielen und hilft niemandem.

12:25, krittkritt

>>Opposition - Lukaschenko-Anhänger keineswegs so eindeutig.
@12:06 von Charlys Vater,@Möbius
Die Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch meinte:
Vor allem Lukaschenko-Anhänger fürchten, "dass nach Lukaschenko das russische Kapital kommt, dass Fabriken und Unternehmen billig aufgekauft und die Kolchosen aufgelöst werden. Sie haben Angst vor Russland, vor diesem russischen Modell des Kapitalismus." (zit. nach Südd.Zeitung 8.4.21)<<

Ja, die Literaturnobelpreisträgerin Svetlana Alexijewitsch. Auch sie von Lukaschenko als Staatsfeindin betrachtet.

Ich möchte die Gelegenheit ergreifen, noch einmal eins ihrer Bücher zu empfehlen:

„Second Hand Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus“

Wer die Entwicklungen in der ehemaligen UdSSR etwas besser verstehen will, sollte es lesen.

Leider hatte es "der Westen" viel dreister vorgemacht...

Aufmerksame Beobachter bekamen ein Dejavu:
Am 24. Mai 2021 um 09:52 von Bernd Kevesligeti...
"Da war doch mal was. So im Jahre 2013 mit dem Flugzeug des damaligen bolivianischen Präsidenten Morales. Der musste in Wien landen und das Flugzeug wurde durchsucht, ob sich Edward Snowden in ihm befand."
***
Ein Treppenwitz: eine der ersten sich über die auch aus meiner Sicht klare Verletzung internationaler Regeln entrüstenden Regierungen war die Österreichische - zusammen mit Berlin! Zwei die Fahne der Demokratie leider nur sehr selektiv schwenkende Regierungen. Immer nur wenn´s transatlantisch opportun erscheint. Sonst wird bei Menschenrechtsverletzungen bis hin zu Kriegsverbrechen inzwischen gern einmal weggesehen (Ich denke da nicht zuletzt an das Wüten in Gaza...)!

Luftpiraten an Bord

Wenn ich es richtig verstanden habe, waren in Athen schon KGB-Agenten an Bord gegangen, haben kurz vor der litauischen Grenze an Bord das Vorhandensein einer Bombe behauptet, die Besatzung genötigt einen Notruf abzusetzen (beides eine Straftat), in dessen Folge dann ein weißrussische Militärmaschine dem Piloten das Recht nahm, auf dem nächsterreichbaren Flughafen, dem Zielflughafen Vilnius, eine Notlandung durchzuführen, sondern zwang die Maschine zu dem deutlich weiter entfernten Flughafen Minsk umzukehren. Hier wurde seitens Weißrussland so viele Vorschriften des Luftverkehrs verletzt, dass eine sofortige Sperre des weißrussischen Luftraums für den international Flugverkehr völlig angemessen ist. Damit entgehen vor allem Weißrussland die Überflugsgebühren. Wo sind die KGB-Agenten geblieben? Gegen sie müsste ein Internationaler Haftbefehl wegen Luftpiraterie ausgestellt weren.

Bei allem Respekt - aber Ihr Vorschlag wäre ein Kriegsgrund!

Am 24. Mai 2021 um 10:00 von Taeler
erzwungenen Flugzeug-Landung
"... Ich meine es brächte mehr, die Botschafter und sein Gefolge von Belarus hier in der EU zu verhaften und gleichzeitig die EU-Botschafter aus Belarus abzuziehen."
Vorweg: Das Handeln der Regierung in Minsk ist auch aus meiner Sicht ein klarer Verstoß gegen internationale Regeln (Übrigens fast so schwerwiegend einzuordnen, wie die seinerzeit in Wien erzwungene Zwischenlandung der Bolivianischen Präsidentenmaschine auf der Suche nach Snowden - oder sehen Sie das anders?).
Aber: Ihr Vorschlag, akkreditierte Diplomaten zu verhaften, könnte schlimmste Folgen haben - sogar als Kriegsgrund gelten. Wollen sie das wirklich?

re nachfragerin: Genervt

>>An Putins Stelle wäre ich genervt, in diese Sache hineingezogen zu werden.<<

Die Situation ist aber nun einmal so, dass „Putin“ - d.h. die RF - in schlicht alles „hineingezogen“ wird, was Lukaschenko macht. Das Verhältnis RF - Belarus ist eben nicht mit einer Partnerschaft wie zwischen EU und USA vergleichbar, auch nicht mit einer asymmetrischen „Partnerschaft“, wie Sie immer wieder betonen.
Lukaschenko ist wie Assad ein Diktator von Putins Gnaden! Und das ist nicht polemisch gemeint und auch nicht übertrieben.

Es ist ja richtig, dass Putin weder mit Assad noch mit Lukaschenko „kann“. Darum geht es aber nicht: Sie dienen als Stellvertreter im Kampf gegen demokratische Öffnungen in diesen Staaten. Und für seine Stellvertreter muss man nun einmal die Verantwortung übernehmen. Wer sonst?

@ Charlys Vater, um 12:00

“Ich bin der Meinung der Pilot hat sich unnötigerweise zur Landung nötigen lassen.“

Nun sind Sie wahrscheinlich kein Pilot, und ich bin auch keiner.

Im Gegensatz zu Ihnen kann ich mich aber vielleicht besser in den Piloten hinein versetzen, der immerhin für etliche Menschen und die Maschine die Verantwortung trägt.
Und dem ein Kampfjet unmissverständlich zeigte, was zu tun ist.
Und der nicht wissen konnte, was an der Sprengstoffwarnung stimmt.

Im Nachhinein sind wir alle schlauer.

die Willigen

Der Versuch einen Unterschied zwischen dem aktuellen Fall und jenem von Morales/Snowden zu konstruieren schiebt die Piraterie, denn um eine solche handelt es sich in beiden Fällen, auf die politische Schiene um Gute und Böse zu sortieren. Wenn die eigene Macht ausreicht einen solchen Gewaltakt von seinen Vasallen ausführen zu lassen, sagt das viel über die aus die willig waren, aber sich heute anmaßen, bei den EU-Beratungen mit am Tisch sitzen, um medienwirksam über die Konsequenzen aus dem aktuellen Fall zu beraten.

10:06 von SanVito

Statt die übliche Phalanx der Whataboutism aufzufahren, könnten Sie doch mal zum Bericht selbst Stellung nehmen, oder? Wie finden Sie denn die von Lukaschenka selbst angeordnete Umleitung eines zivilen Passagierflugzeuges, um einen Oppositionellen aus der Maschine zu zerren, dem nun die Todesstrafe droht, weil er offen über die Missstände in Belarus berichtet hat?

@DrBeyer - Es liegt an den Fluggesellschaften.

"Das werden die Fluggesellschaften schon selbst entscheiden müssen."

12:29 von DrBeyer:
"Nicht wirklich. Wenn offizielle EU-Stellen den belarusischen Luftraum für unsicher erklären, wird zukünftig keine Versicherung mehr zahlen, wenn etwas passiert. Und dieses Risiko wird den Fluggesellschaften zu groß sein."
> Was Sie als Widerspruch geplant haben, bestätigt meine Aussage: Die Entscheidung liegt letztendlich bei den Fluggesellschaften.

"Eine offizielle Erklärung der Unsicherheit dürfte also tatsächlich einer offiziellen Änderung der Flugrouten gleichzusetzen sein."
> Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass diese "offiziellen EU-Stellen" einen außerhalb der EU liegenden Luftraum defacto sperren?

Ich glaube nicht, dass eine unplanmäßige Zwischenlandung bei den Fluggesellschaften ein großes Umdenken lostritt.

@hbacc (09:56)

Vielleicht bekäme man sogar mal Moskau mit ins Boot - ach nein, die muss man ja weiter sanktionieren, sonst könnten ja die Feinde ausgehen. So viel Ehr.
Bei Minsk muss man nicht mal Beweise zusammenklittern.

____

Moskau ins Boot bekommen? Ihnen ist offenbar die politisch Lage nicht klar: Weißrussland ist ein Vasall Moskaus, und alles, was die machen, geschieht mit Putins Duldung, wenn nicht sogar auf dessen Anordnung. Wieso sollte man also von Moskau Hilfe erwarten in einer Sache, die von Moskau ausdrücklich begrüßt wird?

@ 10:53 von Schlafzopf

Sie wollen also, dass eine Fluggesellschaft keine mutigen Oppositionellen, die einem Diktator die Maske von der Fratze ziehen, mehr befördert? Das kann nicht Ihr Ernst sein.

@ 11:27 von IBELIN

"Befindet sich ein Flugzeug nachdem die Ueberflugrechte gewaehrt wurden in einem internationalen Bereich, aehnlich wie auf See, oder bleibt das nationaler Luftraum?" Das gilt nur für Militärschiffe und -flugzeuge. Kommerzielle Schiffe und Flugzeuge im Hoheitsgebiet eines Staates unterstehen völlig dessen Jurisdiktion. D.h. ein Staat darf einen kommerziellen Flieger über seinem Hoheitsgebiet zur Landung zwingen. Allerdings verstößt dies gegen internationale Verträge zum Flugverkehr, wenn es dafür keine zwingenden Gründe gibt. Das Vorhandensein einer Bombe war keine Gefahr für Weißrussland sondern nur für das Flugzeug. Das Flugzeug auf den deutlich weiter entfernten Flughafen Minsk umzuleiten, statt planmäßig nach Vilnius fliegen zu lassen, erhöhte grundlos die Gefahr. So etwas würde ein Staat, der nicht irgendwelche vertragswidrigen Hintergedanken hat, niemals tun. Das lässt sich auch nicht mit Strafverfolgung begründen, denn dafür wären ggf. Griechenland oder Litauen zuständig.

@ 12:44 von Doktor Alban

"Zwei die Fahne der Demokratie leider nur sehr selektiv schwenkende Regierungen." Wer schwenkt denn weniger selektiv? Die palästinensiche Regierung, die seit 15 Jahren nicht mehr wählen lässt, weil sie Angst vor dem Ergebnis hat? Putins gelenkte Demokratie? Gar Weißrussland? Wer ist denn der weiße Ritter in strahlender Rüstung, der nie einen Fehler macht? Es gibt zwischen weiß und schwarz eine ganze Menge Grauschattierungen. Und die können einen gewaltigen Unterschied für die Bürger machen. Nur sehen deutsche Bürger häufig nur den leichten Grauschleier, statt das tiefdunkel anderer, weniger glücklicher Länder. Das was Weißrussland hier macht, ist jedenfalls tiefdunkel. Ein großer Teil der Foristen hier hat sich schon Äußerungen geleistet, die wohl in Weißrussland zu einer langjährigen Haftstrafe führen würden, hier aber von der Tagesschau sogar freiwillig veröffentlicht werden.

@zöpfchen (10:06)

Der böse Russe - das Feindbild muß auch unbedingt erhalten bleiben! Aber jetzt wissen wir wer nach Ihrer Meinung der Schuldige ist.
Wie war das denn damals, als die erzwungene Landung durch die Amis in Wien stattfand, weil die USA vermuteten (!) Edward Snowdon sei im Flugzeug?
Und das Wort illegal ist die Heuchlei in sich. Was machen die Amerikaner seit Jahrzehnten mit mißliebigen Staaten weltweit : Kriege, Attentate, Chaos, etc. Alles legal?

____

Wie war das mit Whataboutismen? Dass der "böse Russe" als Feindbild erhalten bleibt, liegt einzig und allein an dem Mafioso Putin, der sein Land fest im Griff hat. Und die erzwungene Landung damals in Wien hat sehr wohl für Empörung gesorgt. Wichtiger Unterschied: Snowdon war nicht an Bord, daher kam es auch zu keiner Verschleppung, was im übrigen ein Verbrechen ist.
Also ein ganz schwacher Versuch, die wichtigen und richtigen Sanktionen gegen Russland als Willkür darzustellen und dieses Verbrechen zu verharmlosen.

12:41, Nachfragerin @fathaland slim

>>Bitte erklären Sie mir, inwiefern diese zwei nahezu identischen Fälle "absolut nicht vergleichbar" sein sollten.<<

Im einen Fall handelte es sich um einen Linienflug, im anderen um das Flugzeug eines Staatspräsidenten.

Im einen Fall wurde eine angebliche Bombendrohung als Begründung angeführt, im anderen gab es keine offizielle Begründung.

Im einen Fall wurde der Flieger mittels Abfangjägern zur Landung gezwungen, im anderen entschied sich der Staatspräsident selbst zur Landung in Österreich. Die Maschine hätte ebensogut nach Moskau zurückfliegen können, wo sie ja herkam.

>>Spanien hat erst das Überflugrecht verweigert und dann von Österreich verlangt, die Maschine des bolivianischen Präsidenten durchsuchen zu dürfen. Wenn Sie das als Entschuldigung durchgehen lassen, sollte es auch die angebliche Bombe tun, nach der Herr Lukaschenko hat suchen lassen.<<

Die Maschine wurde von den österreichischen Behörden durchsucht. Nach Morales‘ Zustimmung.

...alles hängt mit allem zusammen

@10.34 von Nachfragerin
Das Handlungsmuster der totalitären Staaten Russland und Belarus ist doch stets gleich...die Schergen setzen ihre Friedhofsruhe mit aller Brutalität durch...jetzt auch noch wird der weißrussischer Blogger aus einem internationalen Überflug per Piraterie gekidnappt...wer da noch irgendwelche Samthandschuhe im Umgang mit solchen Diktatoren predigt, provoziert die nächsten Verletzungen internationaler Spielregeln. Das Spiel "Biedermann und Brandstifter" im Wechsel oder gleichzeitig beeindruckt hier niemanden mehr.

Eine Lüge, die alle demokratischen Staaten provozieren soll?

"Die Behörden hätten völlig legal auf eine Bombendrohung reagiert, erklärte das [belarus. ; Anm. Kommentator] Außenministerium"

Offensichtlicher und dreister kann doch kein Mensch bzw. keine Regierung der Welt lügen! Der Oppositionelle Roman Protasewitsch war also rein zufällig an Bord der Maschine, und konnte so ganz leicht verschleppt werden (und wird vielleicht jetzt schon gefoltert, äh... umgangssprachlich belarussisch "verhört").
Da Lukaschenko und sein Regime/Gefolge kaum so dumm sein können, dass alle anständigen, vernunftbegabten und rechtsstaatlich humanistischen Länder diesen Schwachsinn (von der Bombendrohung) glauben können, handelt es sich um eine riesen Provokation! Will er etwa Krieg mit Europa und den USA anzetteln?

@0_Panik (10:14)

Wieso musste Ryan Air in den Luftraum v. Belarus
Rayn Air hätte auch den Luftraum umfliegen können.
Und das kann grundsätzlich so gehandhabt werden, wenn sich herausstellt, dass solche Diktatoren zu den hier vorgefallenen Methoden greifen.
Wird auf diese Weise defensiv gehandelt, reduzieren sich die Konflikte.

____

Der Hauptgrund dürfte sein, dass man bei Ryan Air keine Glaskugel hat, mit der man das hätte vorhersehen können. Der direkte Anflug geht nun einmal über weißrussisches Gebiet, und da Weißrussland kein Kriegsgebiet ist, gab es bisher keinen Grund, den Luftraum zu umfliegen. Nach dieser Aktion wird man das aber ganz sicher macher.

@heribix (10:09)

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen, da war doch mal was mit der EU und Evo Morales. Für alle die gleich wieder von relativieren sprechen, darum geht's überhaupt nicht. Es geht darum das wir uns langsam Standards angewöhnen sollten was wir verurteilen und was nicht. So wie es im Moment gehandhabt wird ,das die Verurteilung zweier ähnlicher Vorfälle je nach Freund feind Schema unterschiedlich ausfällt macht uns nur unglaubwürdig, zumindest in meinen Augen. Wie heißt es so schön " Wer unschuldig ist werfe den ersten Stein.
___

Entschuldigung, dass ich ein wichtiges Detail nicht mitbekommen habe, aber wer wurde damals eigentlich verschleppt? Ansonsten finde ich Ihren Whataboutism zur Verharmlosung dessen was passiert ist, zynisch und deplatziert.

12:44, Doktor Alban

>>Ein Treppenwitz: eine der ersten sich über die auch aus meiner Sicht klare Verletzung internationaler Regeln entrüstenden Regierungen war die Österreichische - zusammen mit Berlin! Zwei die Fahne der Demokratie leider nur sehr selektiv schwenkende Regierungen. Immer nur wenn´s transatlantisch opportun erscheint.<<

Ja, die Transatlantikerverschwörung.

Sie wissen aber, daß Österreich nicht einmal NATO-Mitglied ist?

>>(Ich denke da nicht zuletzt an das Wüten in Gaza...)!<<

Ja, das hat in dem Zusammenhang, um den es hier geht, natürlich gerade noch gefehlt,

um 12:31 von Traumfahrer

"...., damit vielen die Kohle ausgeht."
Davon dürften einige blauäugige Amateure betroffen sein, die jetzt fieberhaft nach Bypass-Lösungen suchen, welche von Profi(e)s im Bereich "Geschäfte in sanktionsgefährdeten Gebieten" von vornherein eingeplant werden, einschließlich der zusätzlichen Kosten.
Da gebe ich mich keinen Illusionen hin, auch die Forderung nach Aufhebung wird kommen, um die alten Profitraten wiederherzustellen, von beiden Seiten der Geschäftsbeziehungen, interessant wird alleinig, wer den Strohmann macht.

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