Kommentare

Was soll die Aufregung?

Dieser - nur in der Eklatanz der Dreistigkeit in der Vorgehensweise außergewöhnliche - „Vorfall“ ist doch nur ein weiteres Beispiel für die Funktionsweise der „Weltpolitik“.

Jeder Bürger, der ernsthaft glaubt, dass deren Anführer jemals auf ihr „Recht“ verzichten werden, über sein Schicksal bzw. das der Weltgemeinschaft zu bestimmen, ist einfach grenzenlos naiv. Und wer das nicht glaubt, aber trotzdem die Auffassung vertritt, die immer gravierenderen Auswirkungen dieses Umstands gehörten nun mal zur Realpolitik und seien deshalb von jedem „einsichtigen“ Bürger als unabänderlich hinzunehmen, begeht Verrat an seinen Mitbürgern (also der der Weltgemeinschaft) - und sich selbst.

Das gehört sanktioniert

sowas geht garnicht, zumindest, wenn die Bombendrohung nur vorgeschoben war um einen unliebsamen Kritiker abzufangen.
Das ist Piraterie.
Da sollten deutliche Sanktionrn erfolgen vergleichbar mit denen nach der erzwungen Landung der Madcine von Evo Morsles in Wien oder nach den Piratenangriffen und Kaperung von iranischen Tankern auf hoher See durch US Kriegsschiffe.

Verantwortliche sitzen in Moskau

Die EU sollte schleunigst erkennen, dass Weißrussland nur ein Vasall Moskau‘s ist. So gesehen ist diese Aktion eine Fortsetzung des Vorgehens gegen nawalny. Russland wird, weil Putin angesichts seines fortgeschrittenen Alters meint „seinen Laden“ nur noch mit roher Gewalt zusammen halten zu können., immer gefährlicher. Auch „spontane“ militärische Aktionen an der baltischen Nato Grenze kann man nicht ausschließen. .

Leider ist zu erwarten, dass auch die EU ...

.. selbst gegen solche Akte der internationalen Piraterie in keinster Weise so vorgehen wird, wie es dieser terroristischen Aktion angemessen wäre.
Ein Rückruf der Botschafter, die Einstellung der Handelsbeziehungen und ein Einreiseverbot Belaruschischer Minister und Politiker wären DIE Antworten an Lukaschenko und alle die mit dem Gedanken spielen, es ihm gleichzutun.
Wenn jetzt keine massiven Zeichen gesetzt werden, sehe ich größte Probleme auf die Baltischen Staaten und die Ukraine zukommen.

Es wird sich......

wieder einmal zeigen, daß Frechheit siegt und die EU sich wie immer auf Phrasen beschränken muss. Druck kann die EU nur ausüben, wenn sich eine Regierung in die wirtschaftliche Abhängigkeit begeben hat. Wenn eine Regierung unter dem Schutz von Putin steht wird "der Westen" kuschen. Wo ist die weltweite Solidarität der Fluggesellschaften Belarus nicht mehr anzufliegen? Wo ist das Landeverbot und die Sperrung des Luftraums für weissrussische Fluzeuge?

Erzwungene Landung in Minsk: "Unverschämt und illegal"...

Des weiteren wird Entsetzen geäußert.
Nur, von welchen Regierungen ? Sind da vielleicht auch die USA und Österreich dabei ? Da war doch mal was. So im Jahre 2013 mit dem Flugzeug des damaligen bolivianischen Präsidenten Morales. Der musste in Wien landen und das Flugzeug wurde durchsucht, ob sich Edward Snowden in ihm befand.
Das zeigt auch auf welchen Fingerzeig Österreich und andere Länder handelten, die den Überflug verweigerten.
Was bedeutet denn jetzt unverschämt und dreist ?

Die Antwort

von der EU wird sehr Hart sein. Der Pilot der MIG 19 wird nicht erlaubt in die EU einzureisen. Damit ist der Fall für Brüssel geklärt. Herr Putin ,der die Hand über Weißrussland hält, ist natürlich Ahnungslos.
Europa ,wie immer ,nicht gleicher Meihnung, wird die Flugrouten etwas abändern.

Nichts anderes als ein Akt der Luftpiraterie.

Eine vorgeschobene Bombendrohung als Grund für einen gefährlichen Eingriff in den internationalen Luftverkehr anzugeben, glaubt diesem Staatsterroristen wohl kaum jemand.
Lamentieren und halbherzige Sanktionen der westlichen Demokratien rufen bei Herrn Lukaschenko nur ein müdes Lächeln hervor und würden diese wieder mal als Papiertiger diskreditieren.
Sanktionen, wie der belarussischen Luftfahrt Landungen und Überflüge im Bereich der EU zu verbieten wären als sofortiger 1. Schritt dringend erforderlich. Gegen alle an diesem Akt beteiligten einen internationalen Haftbefehl beantragen der 2.
Sämtliche Vermögenswerte der dortigen Nomenklatura komplett einzufrieren wären ein weiterer Schritt.
Bei anderen Maßnahmen hätte Lukaschenko Rückdeckung durch seinen Unterstützer im Kremel.

Vorschlag

Wie wäre es denn damit: Keine Überfluggenehmigung für Flugzeuge Weißrusslands.
Die sonst übliche Sanktionitis ist sinnlos und führt besten(?)falls zur Verhärtung, zur Blockade jeden Gesprächskanals usw. Aber Gespräche anzubieten, wenn der gekaperte Herr ausreisen darf, könnte zielführender sein.
Vielleicht bekäme man sogar mal Moskau mit ins Boot - ach nein, die muss man ja weiter sanktionieren, sonst könnten ja die Feinde ausgehen. So viel Ehr.
Bei Minsk muss man nicht mal Beweise zusammenklittern.

Überschrift verharmlosend

Die Überschrift ist gänzlich unpassend.
Es handelt sich um ein Verbrechen, eine Form von Staatsterrorismus.
Hätte man die EU Maschine abgeschossen, wenn sie nicht beigedreht hätte?
Es ist ein kriegerischer Akt und als solcher klar zu benennen.
Es sind viele NATO Staaten direkt betroffen.
Irland, Polen, Griechenland, Litauen, aber auch alle anderen.

Es hilft nur die klare Forderung an Russland zur Distanzierung und danach, seinen Einfluss maximal einzusetzen für die Freilassung des gekidnappten Bloggers und seines Freundes.

Bis dahin totale Wirtschaftsblockade!

UN-Sicherheitsrat ist einzuschalten!

Die freie Welt darf mitten in Europa einem solchen Treiben nicht mehr länger zusehen. Totale Isolation und Russland in die Mitverantwortung nehmen!

So etwas geht gar nicht.

Man muss diese Vorgehensweise aufs Schärfste verurteilen und natürlich muss es Konsequenzen nach sich ziehen.

Aber ich stelle mir gerade vor, wenn z.B. Edward Snowden von Mexico nach Kanada fliegen sollte. Nur ein Gedankenspiel.

erzwungenen Flugzeug-Landung

Was soll die gespielte Aufregung der Regierung? Was bringt eine Sanktion gegen Weiß-Russland?
Ich meine es brächte mehr, die Botschafter und sein Gefolge von Belarus hier in der EU zu verhaften und gleichzeitig die EU-Botschafter aus Belarus abzuziehen. Ebenfalls müssten sämtliche Bürger von Belarus innerhalb von kurzer Zeit die EU verlassen.

zöpfchen

Der böse Russe - das Feindbild muß auch unbedingt erhalten bleiben! Aber jetzt wissen wir wer nach Ihrer Meinung der Schuldige ist.
Wie war das denn damals, als die erzwungene Landung durch die Amis in Wien stattfand, weil die USA vermuteten (!) Edward Snowdon sei im Flugzeug?
Und das Wort illegal ist die Heuchlei in sich. Was machen die Amerikaner seit Jahrzehnten mit mißliebigen Staaten weltweit : Kriege, Attentate, Chaos, etc. Alles legal?

09:51 von

09:51 von karlheinzfaltermeier
Es wird sich......
wieder einmal zeigen, daß Frechheit siegt und die EU sich wie immer auf Phrasen beschränken muss. Wo ist die weltweite Solidarität der Fluggesellschaften Belarus nicht mehr anzufliegen? Wo ist das Landeverbot und die Sperrung des Luftraums für Flugzeuge aus Belarus?
Ich stimme "karlheizfaltermeier" seiner Ausführungen voll und ganz zu.

So wie gestern einmal erwähnt wurde

gibt es durchaus Möglichkeiten,welche auch wirksam sein könnten.
Da wurde die Möglichkeit erwähnt,Belarus vom internationalen Zahlungsverkehr auszuschließen.
Der Vorschlag wurde von der belarusischen Opposition vorgebracht.
Könnte mir vorstellen,dass dies tatsächlich schmerzen würde und auch Putin könnte da nicht mehr viel machen.

Es wird zu keinen Sanktionen kommen

Zumindest keinen wirtschaftlichen. Und ansonsten ist das Land ja schon isoliert. Was soll da noch geschehen, es aus dem Europarat werfen?

Über den weißrussischen Erdölpipeline Hub der „Druschba“ Pipeline fließen täglich (!) bis zu 2.5 Mio Barrel Öl nach Polen, Deutschland, Slowakei, Ungarn und Ukraine.

Das ist weit bedeutender als die 55 Mrd cbm Gas die durch die North Stream Pipeline fließen sollen (übrigens an Lukaschenkos Diktatur vorbei !).

Hier im Forum wird auch wieder versucht die Diskussion zu „färben“: es wird ohne Beleg behauptet, dass „Russland“ dahinterstecken müsse - schließlich seien die Länder ja verbündet.

Tatsächlich aber sind die Beziehungen zwischen Moskau und Minsk nicht so innig, wie manche hier glauben machen wollen.

Wer im Glashaus sitzt sollte

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen, da war doch mal was mit der EU und Evo Morales. Für alle die gleich wieder von relativieren sprechen, darum geht's überhaupt nicht. Es geht darum das wir uns langsam Standards angewöhnen sollten was wir verurteilen und was nicht. So wie es im Moment gehandhabt wird ,das die Verurteilung zweier ähnlicher Vorfälle je nach Freund feind Schema unterschiedlich ausfällt macht uns nur unglaubwürdig, zumindest in meinen Augen. Wie heißt es so schön " Wer unschuldig ist werfe den ersten Stein.

Abbruch

aller Beziehungen, Überflugverbot sämtlicher Flugzeuge, die aus diesem Land kommen, die Grenzen für Belarus schließen.
Die Begründung, unter Sanktionen würde nur das Volk leiden, zieht nicht mehr. Das Volk in Belarus leidet auch auch ohne unser Zutun.
Wenn es das eigene Volk nicht schafft, diesen wahnsinnigen Luftpiraten zu stoppen, wer sonst?

Wieso musste Ryan Air in den Luftraum v. Belarus

Rayn Air hätte auch den Luftraum umfliegen können.

Und das kann grundsätzlich so gehandhabt werden, wenn sich herausstellt, dass solche Diktatoren zu den hier vorgefallenen Methoden greifen.

Wird auf diese Weise defensiv gehandelt, reduzieren sich die Konflikte.

@ BeNiMa, um 09:57

Ihre Maximalforderungen klingen fast so wie die der etwas still gewordenen Userin Demokratieschue...
Es wird sich sehr bald zeigen, dass es außer hörbarem Naserümpfen, Protestnoten, x Versammlungen usw. für Lukaschenko keine nennenswerten Konsequenzen geben wird.
Und da er sich der - natürlich indirekten - Unterstützung durch Moskau sicher sein kann, wartet er in aller Ruhe ab.

Die derzeitige berechtigte(!) Aufregung wird sich bald legen, denn da gibt es ja noch Corona...

ALLE 27 EU Staaten?

Es ist schon etwas verwunderlich das die EU erst jetzt über Sanktionen gegen Belarus nachdenkt. In der Vergangenheit hat es ja nur ein paar halbseidene Sanktionen gegen Personen gegeben.
Allerdings, Herr EU-Ratschef Charles Michel trommelt die Mitglieder zusammen um etwas zu diskutieren weil, handeln kann er nicht. Erstens weil Ungarn sich sperren und zweitens weil Herr Erdogan ganz tüchtig mit ihm schimpfen wird.
Was in Belarus passiert ist entsetzlich aber so wie Deutschland und die EU bis jetzt reagieren, das ist viel entsetzlicher.

re 10:06 SanVito: Schuldige?

>>zöpfchen
Der böse Russe - das Feindbild muß auch unbedingt erhalten bleiben! Aber jetzt wissen wir wer nach Ihrer Meinung der Schuldige ist.<<

Also wirklich - das ist doch wirklich jedem sonnenklar! Oder wollen Sie andeuten, dass es wieder so eine „false-flag-action“ des CIA war, um NS2 zu verhindern?

Dabei fällt mir auf - diese Variante ist noch gar nicht eröffnet gewesen.

@ hbacc

Zitat: "Aber Gespräche anzubieten, wenn der gekaperte Herr ausreisen darf, könnte zielführender sein."
#
Mit Worten ist weder Lukaschenko noch Putin beizukommen, das sollte sich mittlerweile bis zum letzten herumgesprochen haben.
Harte, und hier wirklich harte, Sanktionen ... verbunden mit einem Gesprächsangebot sind eine angemessene Antwort mit Blick auf die Zukunft.

Kann die EU "Härte"?

Es ist sonnenklar, dass es sich bei dieser Tat um eine Luftpiraterie handelt.
Leider werden wohl die so vollmündig angekündigten "Sanktionen" wie schon so häufig derart weichgespült sein, dass sie niemanden ernsthaft interessieren.
Die Sperrung des europäischen Luftraums für weissrussische Flugzeuge, Einstellung aller (!) Warenlieferungen nach Belarus und Einfrieren aller Vermögen von Lukaschenkos Parteigängern wären mehr als angemessen.
Aber da man nicht noch mehr Ärger mit Russland haben will, wird es wohl bei symbolischen Maßnahmen bleiben. Die in sich zertrittene EU ist weit entfernt davon, eine ernstzunehmende politische Rolle in der Welt zu spielen.

Na dann

bin ich einmal gespannt was bei den Beratungen der EU heraus kommt.
Es kann nicht sein, dass ein irisches Flugzeug in einem innereuropäischen Flug zur Ladung gezwungen wird.
Selbst wenn eine Bombe an Bord gewesen sein sollte, hätte der Flug bis zum Ziel fortgesetzt werden können.
Letztendlich wird es die weißrussische Regierung wenig stören was die EU beschließt. Ob Putin seine Hände im Spiel hatte wird wohl keiner beweisen können, nur mutmaßen.
Auf anderen Seite, haben wir doch selbst genug andere Probleme oder?

09:44 von rjbhome

>>,,,zumindest, wenn die Bombendrohung nur vorgeschoben war um einen unliebsamen Kritiker abzufangen.<<

Auch ohne Bombendrohung geht es mal garnicht auf diese Weise einen Kritiker festzusetzen.

>>... Piratenangriffen und Kaperung von iranischen Tankern auf hoher See durch US Kriegsschiffe.<<

Da hat es Sanktionen gegen die US Marine gegeben? Ich denke da ist mal ein bißchen eine Faust in der Tasche gemacht worden.

der Werte, sondern eine der Glaubwürdigkeit von deren Vertretern (also jedes Einzelnen, nicht nur politischer Institutionen wie der EU).

Die Ausführungen und Formulierungen im Kommentar „EU und Lukaschenko - Zeit für wirksame Sanktionen“ von Eckart Aretz (tagesschau.de/kommentar/belarus-protasewitsch-101.html) sind - meiner Meinung nach - an Klarheit und Prägnanz jedenfalls nicht zu übertreffen.

Doppelmoral

Ich finde dieses Vorgehen ebenfalls verwerflich und es sollte Konsequenzen haben. Allerdings finde ich diese Aufregung zeugt von einer ausgeprägten Doppelmoral: Wenn die USA einen Edward Snowden oder anderen Personen abfangen möchte, dann sind alle Mittel gerechtfertigt, nur andere Länder dürfen so nicht agieren. Das ist ähnlich wie die Aussage: "Abhören unter Freunden gehört sich nicht", aber selber besitzt man Anteile an einer Verschlüsselungsfirma um über Hintertüren andere Staaten abzuhören.

Ziemlich geschickt, ne Bombendrohung

Ich bin mir sicher , dass Herr Lukaschenko sich an die gesetzlichen Bestimmungen seines Landes hielt. Ist doch geschickt eine Bombendrohung an zu führen.
Mit solchen Aktionen schindet man in seinem eigenen Land mächtig Eindruck. Ein Zeichen an alle Gegner seiner Politik (Diktatur): "Ich kriege euch alle , egal wie !"
Die bisherigen Sanktionen der EU scheinen keinen Einfluß auf seine Handlungsweise zu haben. Ob eine politische Lösung überhaupt Erfolg haben kann , stelle ich in Zweifel. Da müssen sich die Damen und Herren der EU schon auf eine andere Gangart einstellen.
Manche im Forum führen die NATO ins Feld. Die haben da gar nichts mit zu tun. Jegliche Äußerung wäre kontraproduktiv , Handlungen katastrophal. Wenn sich die große Entrüstung gelegt hat und die Realpolitik wieder Einzug hält bin ich mal gespannt , wie geschickt sich die EU-Sonnenscheinpolitiker*innen in Hagel und Sturm schlagen. Wohlgemerkt : Geschickt !

Immer einmischen?

Wir sollten bzw. unsere Politiker und Presse sollten nicht immer meinen die einzige Wahrheit und Gerechtigkeit zu vertreten, jeder Umbruch in Systemen oder Länder braucht seine Zeit sonst wird er eventuell sehr blutig und ungerecht sein.

@ Walter2929

Zitat: "...Erstens weil Ungarn sich sperren und zweitens weil Herr Erdogan ganz tüchtig mit ihm schimpfen wird."
#
Natürlich wäre es ein starkes Zeichen, wenn die EU in Gänze antworten würde ... muss sie aber nicht. Dann sanktionieren die "willigen" Staaten eben nach Absprache als einzelne, dass ist immer noch unbenommen.
Und Erdogan? Ist nicht die EU, nicht mal ein Teil davon.

Die üblichen Sätze verlieren ihre Wirkung

Wenn die EU immer nur mit den gleichen Sätzen reagiert, wie z.B. "Wir verurteilen aufs Schärfste...", aber keine ernsthaften Konsequenzen erfolgen, wird sie irgendwann nicht mehr ernst genommen. Und die Taten, die folgen, werden immer dreister... gestern das beste Beispiel.
Die üblichen Phrasen verlieren ihre Wirkung.

Es wird nichts passieren...

auch wenn der Aufschrei groß ist und der Vorfall wieder einmal zum Nachdenken anregen „könnte“. Die Staatengemeinschaften sind und bleiben zahnlose Tiger, da sich, aufgrund zahlreicher Interessen, keiner an jedweder Form von Staatsterrorismus heranwagen wird. Der junge Mann wird leider, wie viele andere Oppositionelle auch, in einem Gefängnis verschwinden und wenn er Glück hat, es irgendwie überleben. Luftraum sperren, Grenzen schließen alle Gelder des Staates Weltweit einfrieren und ggf. handelnde Personen nach der Einreise in der „freien“ Welt verhaften und einsperren würde am Ende auch nicht helfen. Das wissen die Despoten dieser Welt und dementsprechend handeln sie... leider.

re 10:14 0_Panik: Konfliktreduktion

>>Und das kann grundsätzlich so gehandhabt werden, wenn sich herausstellt, dass solche Diktatoren zu den hier vorgefallenen Methoden greifen.

Wird auf diese Weise defensiv gehandelt, reduzieren sich die Konflikte.<<

Ja sicher! Und dann könnten doch auch mal die Oppositionellen in Belarus aufhören, gegen ihre Strohpuppe zu demonstrieren. Oder gar in Blogs ihre Meinung zu sagen. Das würde auch die Konflikte sehr reduzieren. Allerdings nur die der Strohpuppen.

@zöpfchen - Wie kommen Sie auf Nawalny?

09:47 von zöpfchen:
"So gesehen ist diese Aktion eine Fortsetzung des Vorgehens gegen nawalny."

Was hat der weißrussische Blogger mit Nawalny zu tun?

Vermutlich genauso viel wie mit Frau Galizia, Herrn Assange und den vielen anderen Bloggern und Journalisten, die es gewagt haben, sich mit den Mächtigen anzulegen.

Es sollte auch für Ryanair konsequenzen geben

Man darf sich von soetwas nicht einfach ködern lassen. Die müssen gewusst haben, wen sie befördern, und hätte damit rechnen müssen, dass es eine Falle ist. Zudem war der Flughafen in Minsk weiter entfernt als der Zielflughafen. Grund genug, stattdessen dort nach der "Bombe" zu suchen.

alle oder keinen

Eine von vielen Ereignissen die sich die Weltgemeinschaft gefallen lässt, jetzt von einem kleinen unbedeutenden Staat, davor schon von den USA (Maduro/Snowden) praktiziert. Bei dem Ruf nach Sanktionen und Verurteilung bitte für alle Staaten gleich, oder keinen. Ansonsten haftet einer Verurteilung die politische Opportunität an, es soll doch um die Sache gehen - oder?

Es wird hier jetzt natürlich in jedem zweiten

Kommentar über Snowden und Assange geredet.

Zwei Menschen, mit denen ich solidarisch bin und immer war.

Nun ist es aber so, daß Snowden militärische Staatsgeheimnisse verraten und Assange sie verbreitet hat.

Roman Protasewitsch hat hingegen nichts anderes getan, als in einem Blog seine Regierung zu kritisieren.

Viele Foristen tun hier im Forum tagaus, tagein nichts anderes.

Ich möchte bitten, dies bei der ganzen Relativiererei hier nicht zu vergessen.

Am 24. Mai 2021 um 09:44 von rjbhome

Zitat:
"...sowas geht garnicht, zumindest, wenn die Bombendrohung nur vorgeschoben war um einen unliebsamen Kritiker abzufangen..."

Woher haben Sie die Informationen, dass die Bombendrohung nur vorgeschoben war?

Glauben ist nicht Wissen !

10:14 von 0_Panik

Wieso musste Ryan Air in den Luftraum v. Belarus
Rayn Air hätte auch den Luftraum umfliegen können.
.
wie meinen sie das ?
da fliegt jedes Flugzeug drüber wenn es von Griechenland nicht nach Südafrika will

10:18 von Walter2929

>>Allerdings, Herr EU-Ratschef Charles Michel trommelt die Mitglieder zusammen um etwas zu diskutieren weil, handeln kann er nicht. Erstens weil Ungarn sich sperren und zweitens weil Herr Erdogan ganz tüchtig mit ihm schimpfen wird.
<<

Ungarn wird sich sperren, ist von auszugehen. Allein um der EU irgendwie, irgendwo eins auszuwischen. Aber was hat Erdogan jetzt damit zu tun? Der driftet doch psychisch gesehen immer weiter von der EU ab...

Zuerst war ich sehr empört...

... denn das geht gar nicht. Soll man jetzt Weißrussland generell umfliegen? Anders sanktionieren? Wird vermutlich nichts bewirken...

Dann ist mir der Vorfall eingefallen, als 2013 Evo Morales' Maschine in Wien zwischenlanden musste, weil man Snowden an Bord vermutete.

Das macht Lukaschenkos Vorgehen nicht besser, aber es ist nur ein Beispiel für Doppelmoral. Der Westen bedient sich ähnlicher Mittel, wenn es ihm nutzt. Siehe auch Khaled El-Masri. Die Konsequenzen sind dann aber überschaubar, es machen ja unsere "Freunde".

10:41, Klausewitz

>>EU und NATO sollten unverzüglich in Weißrußland einmarschieren und einen Regimchange durchsetzen<<

Wenn Sie meinen.

Es wird aber schon daran scheitern, daß die EU nichts hat, womit sie marschieren könnte.

@Many - Die Putin-Verschwörung

09:55 von Many:
"Die Antwort von der EU wird sehr Hart sein. Der Pilot der MIG 19 wird nicht erlaubt in die EU einzureisen. Damit ist der Fall für Brüssel geklärt."
> Ja. So eine Alibi-Handlung erscheint auch mir realistisch.

"Herr Putin ,der die Hand über Weißrussland hält, ist natürlich Ahnungslos."
> Davon ist auszugehen. Putins Interesse gilt jenen Abläufen, die Russland direkt oder indirket betreffen. Die für ihn und Russland völlig belanglosen Entscheidung anderer Regierungen werden ihn nicht interessieren. Warum auch?

"Europa ,wie immer ,nicht gleicher Meihnung, wird die Flugrouten etwas abändern."
> Das werden die Fluggesellschaften schon selbst entscheiden müssen.

10:53, Schlafzopf

>>Es sollte auch für Ryanair konsequenzen geben
Man darf sich von soetwas nicht einfach ködern lassen. Die müssen gewusst haben, wen sie befördern, und hätte damit rechnen müssen, dass es eine Falle ist.<<

Ich bin ja nun wirklich kein Freund von Ryanair. Aber glauben Sie wirklich, daß dem Personal dieser unfreundlichen Airline der Name Roman Protasewitsch irgend etwas gesagt hat?

Mir war er jedenfalls bis gestern unbekannt.

Fake-News von10:57 von teachers voice

RT hat gestern sofort berichtet.

Unfassbar

Ich bin absolut gegen Gewalt, aber in diesem Fall müssen ALLE Mittel eingesetzt werden um Roman Protasewitsch dort herauszuholen (wenn er überhaupt noch lebt - vermutlich wird er aber erstmal ausgiebig gefoltert).
Hier muss sich nun die internationale Gemeinschaft beweisen indem ein Sonderkommando geschickt wird wie bei Saddam Hussein.
Natürlich müssen ebenfalls alle anderen Maßnahmen umgehend ergriffen werden wie Überflugverbot, Einreseverbot aller Regierungsmitglieder von Belarus in alle anderen Länder, Einfrieren allen Vermögens, notfalls Abbruch der Beziehungen mit Russland, Stop von Nord Stream 2.
Wir dürfen so etwas im Herzen Europas keinesfalls zulassen und müssen Diktatur und Folter mit ALLEN Mitteln bekämpfen.

Diese Aktion ist ein Spiegel

... dessen, was Europa gerade an machtpolitischer Bedeutung und Geschlossenheit in der Welt darstellt. Da hilft es auch nicht einen jüngst bunten Reigen in Rotterdam abzuhalten, bei dem scheinbar der Kandidat des offensichtlich abtrünnigen Brexit-Staats jeweils NULL Punkte, sowohl von der Jury als auch dem gesamten europäischen Publikums als Ohrfeige erhält um hierbei zumindest medial Geschlossenheit zu symbolisieren. Europäische Geschlossenheit sieht für mich anders aus und könnte im Fall der dreisten Entführung eines Verkehrsflugzeugs im Europäischen Luftraum einfach mal nachhaltig demonstriert werden. Wann sollen wir jemals ernstgenommen werden wenn jetzt so etwas halbherzig geahndet würde?

10:34, Nachfragerin

>>Was hat der weißrussische Blogger mit Nawalny zu tun?

Vermutlich genauso viel wie mit Frau Galizia, Herrn Assange und den vielen anderen Bloggern und Journalisten, die es gewagt haben, sich mit den Mächtigen anzulegen.<<

Ja sicher.

Dieser Akt weißrussischen Staatstertorismusses war überhaupt nichts besonderes. So etwas ist komplett üblich, wenn es um Menschen geht, die ihre Meinung sagen. Und der Fall mit dem iranischen Tanker im Mittelmeer ist natürlich ebenfalls total vergleichbar.

Gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen...

Bitte liebe EU Abgeordnete

Bitte liebe EU Abgeordnete zeigt Rückgrat und schottet Weißrussland ab,auch wenn die Bevölkerung darunter leiden wird.Die Menschen dort werden es ertragen denn Sie warten auf ein Zeichen der demokratischen Länder.

@ Bernd Kevesligeti 09:52

Kann mich noch gut erinnern als auf Druck der USA eine Maschine über Österreich zur Landung gezwungen wurde da man darin Snowden vermutete.

Oppositionelle in Belarus und Russland sind aus westlicher Sicht Freiheitskämpfer, Snowden dagegen eine Gefahr der Demokratie.

11:03 von Postquestioner

Woher haben Sie die Informationen, dass die Bombendrohung nur vorgeschoben war?
.
weiß man´s ....
andererseits , im Nachhinein betrachtet
ein merkwürdiger Zufall, dass gerade in dem Vogel ein Dissident sitzt

11:04 von Affen mit Waffen

Dann ist mir der Vorfall eingefallen, als 2013 Evo Morales' Maschine in Wien zwischenlanden musste, weil man Snowden an Bord vermutete.

Das macht Lukaschenkos Vorgehen nicht besser, aber es ist nur ein Beispiel für Doppelmoral.
.
aber sie lesen ja hier in den Threads
die große Gruppe der Allesversteher
die für alles Verständnis habenden
man darf nicht "Relativieren"

11:02, der.andere

Eine von vielen Ereignissen die sich die Weltgemeinschaft gefallen lässt, jetzt von einem kleinen unbedeutenden Staat, davor schon von den USA (Maduro/Snowden) praktiziert.<<

Morales/Snowden.

Gestern schrieb hier jemand Morales/Assange...

Im übrigen sind die beiden Fälle natürlich nicht vergleichbar. Wie jeder weiß, der sich damit beschäftigt hat. Der verwechselt dann auch keine lateinamerikanischen Präsidenten.

10:07 von Möbius

... Tatsächlich aber sind die Beziehungen zwischen Moskau und Minsk nicht so innig, wie manche hier glauben machen wollen.

Sie haben Insider-Wissen? Also Informationen, die auf den üblichen, frei zugänglichen Kanälen nicht zu sehen sind?

Dann nur zu, raus damit.

Frage

Wie ist der Luftraum geregelt. Befindet sich ein Flugzeug nachdem die Ueberflugrechte gewaehrt wurden in einem internationalen Bereich, aehnlich wie auf See, oder bleibt das nationaler Luftraum?

Ich denke fuer die rechtliche Wuerdigung ist die Frage wichtig.

Wenn es nationaler Luftraum bliebe, dann sollte man kuenftig den Luftraum von Diktaturen meiden.

Zu teachers voice um 10.57

Ich stimme Ihnen zu. Ich koennte mir vorstellen, dass die Piratenaktion von BR die RF ueberrascht hat. Die Beobachtung durch den Minsker KGB war sicherlich bekannt. Aber die Massnahmen zur Zwangslandung ? Ich weiss nicht... vllt. die Hardliner im Kreml. Jedenfalls zeigt das Vorgehen von Herrn L. auch eine ziemliche Verzweiflung ueber seine nicht zuletzt mediale Isoliertheit. Diese Hoheit bekomnt er auch und gerade mit dieser Aktion nicht mehr zurueck. Uebrig bleibt die Sicherung eines vllt. kurzfristigen Machterhalts i. S.v. noch ein paar wenigen Jahren. Auch aus Diktatorensicht ist das nicht klug. Aber wer kann von jemandem, der mit seinem Sohn in Kampfuniform mit einer Kalashnikov posiert, auch noch viel Kluges erwarten, jedenfalls im Sinne einer mittel- und laengerfristigen strategischen Ausrichtung fuer sein Land.

"Weltweit".

Nach der erzwungenen Flugzeug-Landung in Minsk haben Regierungen weltweit ihr Entsetzen geäußert.

Wenn ich nichts überlesen habe, heißt "weltweit" EU, USA und NATO.

Das wirtschaftlich eng verflochtene, etwa 1/4 der Erdlandmasse bedeckende westliche Bündnis eben.

Wie "weltweit" das Entsetzen da erst bei Morales war...

11:11, Michi1110

>>Hier muss sich nun die internationale Gemeinschaft beweisen indem ein Sonderkommando geschickt wird wie bei Saddam Hussein.<<

Sonderkommando? Saddam Hussein? Wovon reden Sie?

>>Natürlich müssen ebenfalls alle anderen Maßnahmen umgehend ergriffen werden wie Überflugverbot, Einreseverbot aller Regierungsmitglieder von Belarus in alle anderen Länder, Einfrieren allen Vermögens, notfalls Abbruch der Beziehungen mit Russland, Stop von Nord Stream 2.<<

Sie wissen aber schon, daß Belarus und Russland zwei verschiedene Länder sind?

Ich könnte mir allerdings vorstellen, daß keine Fluggesellschaft Belarus mehr überfliegen wird.

11:10 von fathaland slim

genau das ist zu vermuten
so bekannt ist der ja sicherlich nicht, dass der "VIP Status hätte"
die Flugbesatzung da auf irgendwelche Verbindungen gekommen wäre,
der Bombendrohung wegen ein Kidnapping veranstalten

Lukaschenko spielt mit dem Feuer

Was, wenn die Piloten statt zu gehorchen um Hilfe gefunkt hätten und die bekanntermaßen gut motivierten Litauer militärisch eingegriffen hätten ?
So beginnen Kriege.
Bleibt zu hoffen, das er damit den Bogen überspannt hat und Putin ihn jetzt doch fallen lässt wie eine heiße Kartoffel.

11:21, hofer andreas

>>Oppositionelle in Belarus und Russland sind aus westlicher Sicht Freiheitskämpfer, Snowden dagegen eine Gefahr der Demokratie<<

Wenn Sie meinen.

Ich sehe das fundamental anders.

Erzwungene Landung in Minsk

ich teile ebenfalls die Meinung das dieses ein Staatsterorisstischer Akt ist, sollte sich das bewahrheiten das eine angebliche Bombe an Bord nur ein Vorwand war.
Dieses kommt in meinen Augen einem Kriegsangriff gegen die EU gleich und sollte auch so diskutiert werden!

Pilot zu weich ?

Hat der Pilot wirklich richtig gehandelt als er sich "Zur Landung zwingen" ließ ?

Was wäre passiert wenn er einfach weiter geflogen wäre ?
Ich denke von Landesgrenze zu Landesgrenze sind es nur wenige Flugminuten, und er hätte nur ein paar Minuten weiterfliegen müssen.

Was wäre passiert wenn die Weißrussen den Flieger tatsächlich abgeschossen hätten ?
Oder war alles nur ein großer Bluff, man weiß es nicht.

Ich bin der Meinung der Pilot hat sich unnötigerweise zur Landung nötigen lassen.

Staatsterrorismus

das war klar Staatsterrorismus und wenn jetzt keine harte Antwort durch die Weltgemeinschaft kommt , zeigt es doch nur auf wie unmächtig die Politiker in ihren Handeln sind. denn man kann nicht immer auf auf Völkerrecht und Menschenrecht verweisen jedoch wenn es darauf ankommt den Schw. einziehen und die Interessen der Konzerne erfüllen.
hier gibt es nur eine klare Antwort volle Sanktionen und wenn möglich internationalen Haftbefehl gegen den Machthaber erwirken.

Flugrouten

"Europa ,wie immer ,nicht gleicher Meihnung, wird die Flugrouten etwas abändern."
Vermutlich war Herrn Protasewitsch nicht klar wie dicht man ihm auf den Fersen ist, sonst hätte er das von sich aus getan.
Spätestens seit Jamal Khashoggi sollte jedem Regimekritiker die Verlässlichkeit internationaler Standards bekannt sein, der Dreck unter meinem kleinen Fingernagel ist mehr wert.
Die Gefährdung außerhalb des Hoheitsgebietes in dem man fadenscheinig zur Fahndung ausgeschrieben ist, ist noch immer ungesund hoch.
Selbst wenn Weißrussland die nächsten Monate nur über Moskau angeflogen, geschweige denn überflogen wird, wird das nichts ändern, Geld findet wie Wasser auch seinen Weg.

Mal abgesehen davon,

daß ich gestern Abend irrtümlicherweise Assange statt Snowden schrieb...

Viele hier haben ( wie die meisten ) keine Ahnung von Luftfahrt & Co.

Ja, wie die Maps von Flightradar24 etc zeigen wäre Vilnius "näher dran" gewesen.

Allerdings hat ein Pilot den Anweisungen der Flugsicherung Folge zu leisten, ansonsten würde es häufiger mal scheppern. ( Davon abgesehen, daß er nach der Landung seine Lizenz im Prinzip abgeben kann... ).

Schöne Grüße von einem, der seit über 30 Jahren als Fluglotse arbeitet.

P.S.:

Diejenigen, die hier "Konsequenzen" für Mitglieder der Regierung Lukanschenko fordern : Artikel lesen...
Die ( über 60 ) haben schon, räusper, massive Einschränkungen in "Rest-Europa".

Von Äußerungen wie "sofort einmarschieren" wollen wir lieber gar nicht reden...

Sonnt sich in Putins Schatten

@von Möbius
"Tatsächlich aber sind die Beziehungen zwischen Moskau und Minsk nicht so innig, wie manche hier glauben machen wollen."

Was ihn nicht davon abhält sich in Putin Macht zu Sonnen, und die Stimmung anzuheizen.

Ja es kommt ihm sogar extrem gelegen wenn die EU und Putin möglich entgegengesetzte Positionen haben.
Denn das erhält seine Macht, seinen Wohlstand, und seine "Präsidentschaft."

11:27 von IBELIN

Wenn es nationaler Luftraum bliebe, dann sollte man kuenftig den Luftraum von Diktaturen meiden.
.
dann wird es knapp mit den Optionen irgend wohin zu fliegen

von hofer andreas 11:21

Wenn ein Whistleblower/Insider, der bestimmte Taten offenlegte eine Gefahr für die Demokratie ist, dann ist daß ein Armutszeugnis.

11:35, rossundreiter

>>Wie "weltweit" das Entsetzen da erst bei Morales war...<<

Ja, war es.

Denn der Maschine des Präsidenten eines Landes die Überflugrechte zu verweigern, das ist ein ungeheurer diplomatischer Affront. Da waren sich alle Diplomaten weltweit einig. Frankreich und Spanien haben sich dann auch sofort entschuldigt. „Soll nicht wieder vorkommen...“

Sie sehen schon, die Fälle sind absolut nicht vergleichbar.

Hätte der Pilot die Anweisung ignorieren können?

Das Flugzeug war ganz knapp vor dem Luftraum Litauens und Vilnius viel näher als Minsk. Was wäre passiert?

11:03 von fathaland slim

Wahre Worte. Ich schließe mich ihrer Aussage zu 100% an.

@ 24. Mai 2021 um 11:03 von

@ 24. Mai 2021 um 11:03 von fathaland slim
„Es wird hier jetzt natürlich in jedem zweiten
Kommentar über Snowden und Assange geredet.

Zwei Menschen, mit denen ich solidarisch bin und immer war.

Nun ist es aber so, daß Snowden militärische Staatsgeheimnisse verraten und Assange sie verbreitet hat.

Roman Protasewitsch hat hingegen nichts anderes getan, als in einem Blog seine Regierung zu kritisieren.

Viele Foristen tun hier im Forum tagaus, tagein nichts anderes.

Ich möchte bitten, dies bei der ganzen Relativiererei hier nicht zu vergessen.“

Dass wir mal der gleichen Meinung sind!

Opposition - Lukaschenko-Anhänger keineswegs so eindeutig.

@12:06 von Charlys Vater,@Möbius
Die Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch meinte:
Vor allem Lukaschenko-Anhänger fürchten, "dass nach Lukaschenko das russische Kapital kommt, dass Fabriken und Unternehmen billig aufgekauft und die Kolchosen aufgelöst werden. Sie haben Angst vor Russland, vor diesem russischen Modell des Kapitalismus." (zit. nach Südd.Zeitung 8.4.21)

@Charlys Vater - Lukaschenko handelt im eigenen Interesse

12:06 von Charlys Vater:
"Was ihn nicht davon abhält sich in Putin Macht zu Sonnen, und die Stimmung anzuheizen."

Würden Sie behaupten, dass sich die EU in der Macht der USA sonnt, wenn sie Sanktionen verhängt? Ich interpretiere solche Schritte als Versuch, dem mächtigen Verbündeten zu gefallen.

Im vorliegenden Fall dürfte es aber kaum im Interesse Russlands sein, dass sich Lukaschenko mit so einer Aktion bloßstellt. An Putins Stelle wäre ich genervt, in diese Sache hineingezogen zu werden.

RyanAir und Pilot schuld?

Keine Ahnung, wie man auf sowas kommen kann. Schuld ist nur Weißrussland.
Der Pilot hatte keine Wahl, und die Fluggesellschaften stellen ihre Reiserouten nicht nach möglicher politischer Gesinnung ihrer Passagiere zusammen.
Überflüge über Weißrussland sind völlig normal. Aber in nächster Zeit hoffe ich dann auch, dass nicht "der Falsche" mit an Bord sitzt.

Dann sind also doch alle Passagiere, die in Athen gestartet sind, am Ende in Vilnius angekommen? Gut, das klang nämlich zuerst so, als ob Weißrussland die "Gelegenheit" genutzt hat, bei der Notlandung eine unliebsame Person aus dem Flugzeug gefischt und dabehalten zu haben. Das wäre natürlich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Aber wenn alle Menschen schließlich in Vilnius angekommen sind, dann kann die weißrussische Regierung die Vorwürfe natürlich zurecht zurückweisen.

@Nachfragerin 11:08

">>Europa ,wie immer ,nicht gleicher Meihnung, wird die Flugrouten etwas abändern.<<

Das werden die Fluggesellschaften schon selbst entscheiden müssen."

Nicht wirklich.
Wenn offizielle EU-Stellen den belarusischen Luftraum für unsicher erklären, wird zukünftig keine Versicherung mehr zahlen, wenn etwas passiert.
Und dieses Risiko wird den Fluggesellschaften zu groß sein.

Eine offizielle Erklärung der Unsicherheit dürfte also tatsächlich einer offiziellen Änderung der Flugrouten gleichzusetzen sein.

@Charlys Vater um 12:00

"Pilot zu weich?"
Lesen Sie den Kommentar um 12:03 von Gerd Hansen, dann wissen Sie Bescheid, warum der Pilot die Anweisung zur Landung in Minsk zu befolgen hatte.

Belarus !

Als erste Reaktion würde ich die Eishockeymannschaft von Belarus vom WM- Turnier in Riga entfernen, die Bahnrad- EM in Minsk streichen, alle Fluglinien anweisen, den belarussischen Luftraum zu umfliegen, und alle belarussischen Flugzeuge verbieten den europäischen Luftraum zu benutzen.
Dann jeglicher Zahlungsverkehr für Belarus sperren, sowie alle Grenzen zu Belarus schließen, dann geht nichts mehr rein und raus. Außerdem alle Diplomaten von Belarus aus der EU ausweisen, und nur jeweils eine kleine Notbesatzung zulassen, wegen Visa- Angelegenheiten.
Zudem müssten ALLE belarussischen Firmen, die international Waren verkaufen, massiv sanktioniert werden, damit vielen die Kohle ausgeht. Denn nur so merken viele in dem Land, was ihnen ihr Führer ein gebrockt hat.
Dann wird der noch starke Rückhalt bröckeln.

Nur finanzielle Sanktionen tun weh!

Mögliche Sanktionen wären Überflugverbote von Belarus, aber auch Entzug der bestehenden Landerechte der staatlichen Belavia Belarusian Airlines auf allen EU- Flughäfen wie in Genf, Nur-Sultan (bis 2019 Astana), Kiew, Tel Aviv, Amsterdam und London, Berlin Brandenburg, Frankfurt am Main, Hannover, Wien und München. Das hätte doch Wirkung!

re 11:11 krittkritt: Pardon

>>Fake-News von10:57 von teachers voice
RT hat gestern sofort berichtet<<

Pardon, Sie haben Recht! Und ich hatte die Meldungen nicht weit genug hinunter gescrollt.

Es wurde sogar Frau Tichanowskaya zitiert - Respekt!

Die Meldung ist allerdings bereits ziemlich alt...

@fathaland slim - Nicht vergleichbar?

12:09 von fathaland slim:
"Sie sehen schon, die Fälle sind absolut nicht vergleichbar."
> Zwei Flugzeuge werden von zwei Regierungen zur Landung gezwungen, um zwei regierungskritische Personen festnehmen zu können.

Bitte erklären Sie mir, inwiefern diese zwei nahezu identischen Fälle "absolut nicht vergleichbar" sein sollten.

"Frankreich und Spanien haben sich dann auch sofort entschuldigt."
> Spanien hat erst das Überflugrecht verweigert und dann von Österreich verlangt, die Maschine des bolivianischen Präsidenten durchsuchen zu dürfen. Wenn Sie das als Entschuldigung durchgehen lassen, sollte es auch die angebliche Bombe tun, nach der Herr Lukaschenko hat suchen lassen.

Alle Beteiligten wussten sehr genau, was sie taten.

10:41 von Klausewitz

EU und NATO sollten unverzüglich in Weißrußland einmarschieren und einen Regimchange durchsetzen.
#
Dann gibt es Krieg und das will keiner.

Landung in Minsk unverschämt und illegal?

Das ist richtig?
Aber-
Die Reaktion der EU der Aufschrei und der Ruf nach Sanktionen halte ich für überspannt!
Denn es ist hier niemand ums Leben gekommen oder gar verletzt worden.
Man sollte auch in Hinsicht auf die ohnehin angespannten Beziehungen auch zu Russland nicht weiter den Konflikt anheizen.
Von daher, lassen Sie die Sanktionen weg. Das wäre der Situation eher angemessen!

@karlheinzfaltermeier

09:51 von karlheinzfaltermeier:
"Wo ist die weltweite Solidarität der Fluggesellschaften Belarus nicht mehr anzufliegen? Wo ist das Landeverbot und die Sperrung des Luftraums für weissrussische Fluzeuge?"

Was Sie fordern, würde nicht Lukaschenko treffen, sondern irgendwelche anderen Menschen. Das schadet vielen und hilft niemandem.

12:25, krittkritt

>>Opposition - Lukaschenko-Anhänger keineswegs so eindeutig.
@12:06 von Charlys Vater,@Möbius
Die Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch meinte:
Vor allem Lukaschenko-Anhänger fürchten, "dass nach Lukaschenko das russische Kapital kommt, dass Fabriken und Unternehmen billig aufgekauft und die Kolchosen aufgelöst werden. Sie haben Angst vor Russland, vor diesem russischen Modell des Kapitalismus." (zit. nach Südd.Zeitung 8.4.21)<<

Ja, die Literaturnobelpreisträgerin Svetlana Alexijewitsch. Auch sie von Lukaschenko als Staatsfeindin betrachtet.

Ich möchte die Gelegenheit ergreifen, noch einmal eins ihrer Bücher zu empfehlen:

„Second Hand Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus“

Wer die Entwicklungen in der ehemaligen UdSSR etwas besser verstehen will, sollte es lesen.

Leider hatte es "der Westen" viel dreister vorgemacht...

Aufmerksame Beobachter bekamen ein Dejavu:
Am 24. Mai 2021 um 09:52 von Bernd Kevesligeti...
"Da war doch mal was. So im Jahre 2013 mit dem Flugzeug des damaligen bolivianischen Präsidenten Morales. Der musste in Wien landen und das Flugzeug wurde durchsucht, ob sich Edward Snowden in ihm befand."
***
Ein Treppenwitz: eine der ersten sich über die auch aus meiner Sicht klare Verletzung internationaler Regeln entrüstenden Regierungen war die Österreichische - zusammen mit Berlin! Zwei die Fahne der Demokratie leider nur sehr selektiv schwenkende Regierungen. Immer nur wenn´s transatlantisch opportun erscheint. Sonst wird bei Menschenrechtsverletzungen bis hin zu Kriegsverbrechen inzwischen gern einmal weggesehen (Ich denke da nicht zuletzt an das Wüten in Gaza...)!

12:19, zöpfchen @ 11:03, fathaland slim

>>Dass wir mal der gleichen Meinung sind!<<

Fast ist es mir peinlich.

Luftpiraten an Bord

Wenn ich es richtig verstanden habe, waren in Athen schon KGB-Agenten an Bord gegangen, haben kurz vor der litauischen Grenze an Bord das Vorhandensein einer Bombe behauptet, die Besatzung genötigt einen Notruf abzusetzen (beides eine Straftat), in dessen Folge dann ein weißrussische Militärmaschine dem Piloten das Recht nahm, auf dem nächsterreichbaren Flughafen, dem Zielflughafen Vilnius, eine Notlandung durchzuführen, sondern zwang die Maschine zu dem deutlich weiter entfernten Flughafen Minsk umzukehren. Hier wurde seitens Weißrussland so viele Vorschriften des Luftverkehrs verletzt, dass eine sofortige Sperre des weißrussischen Luftraums für den international Flugverkehr völlig angemessen ist. Damit entgehen vor allem Weißrussland die Überflugsgebühren. Wo sind die KGB-Agenten geblieben? Gegen sie müsste ein Internationaler Haftbefehl wegen Luftpiraterie ausgestellt weren.

Bei allem Respekt - aber Ihr Vorschlag wäre ein Kriegsgrund!

Am 24. Mai 2021 um 10:00 von Taeler
erzwungenen Flugzeug-Landung
"... Ich meine es brächte mehr, die Botschafter und sein Gefolge von Belarus hier in der EU zu verhaften und gleichzeitig die EU-Botschafter aus Belarus abzuziehen."
Vorweg: Das Handeln der Regierung in Minsk ist auch aus meiner Sicht ein klarer Verstoß gegen internationale Regeln (Übrigens fast so schwerwiegend einzuordnen, wie die seinerzeit in Wien erzwungene Zwischenlandung der Bolivianischen Präsidentenmaschine auf der Suche nach Snowden - oder sehen Sie das anders?).
Aber: Ihr Vorschlag, akkreditierte Diplomaten zu verhaften, könnte schlimmste Folgen haben - sogar als Kriegsgrund gelten. Wollen sie das wirklich?

re nachfragerin: Genervt

>>An Putins Stelle wäre ich genervt, in diese Sache hineingezogen zu werden.<<

Die Situation ist aber nun einmal so, dass „Putin“ - d.h. die RF - in schlicht alles „hineingezogen“ wird, was Lukaschenko macht. Das Verhältnis RF - Belarus ist eben nicht mit einer Partnerschaft wie zwischen EU und USA vergleichbar, auch nicht mit einer asymmetrischen „Partnerschaft“, wie Sie immer wieder betonen.
Lukaschenko ist wie Assad ein Diktator von Putins Gnaden! Und das ist nicht polemisch gemeint und auch nicht übertrieben.

Es ist ja richtig, dass Putin weder mit Assad noch mit Lukaschenko „kann“. Darum geht es aber nicht: Sie dienen als Stellvertreter im Kampf gegen demokratische Öffnungen in diesen Staaten. Und für seine Stellvertreter muss man nun einmal die Verantwortung übernehmen. Wer sonst?

@ Charlys Vater, um 12:00

“Ich bin der Meinung der Pilot hat sich unnötigerweise zur Landung nötigen lassen.“

Nun sind Sie wahrscheinlich kein Pilot, und ich bin auch keiner.

Im Gegensatz zu Ihnen kann ich mich aber vielleicht besser in den Piloten hinein versetzen, der immerhin für etliche Menschen und die Maschine die Verantwortung trägt.
Und dem ein Kampfjet unmissverständlich zeigte, was zu tun ist.
Und der nicht wissen konnte, was an der Sprengstoffwarnung stimmt.

Im Nachhinein sind wir alle schlauer.

die Willigen

Der Versuch einen Unterschied zwischen dem aktuellen Fall und jenem von Morales/Snowden zu konstruieren schiebt die Piraterie, denn um eine solche handelt es sich in beiden Fällen, auf die politische Schiene um Gute und Böse zu sortieren. Wenn die eigene Macht ausreicht einen solchen Gewaltakt von seinen Vasallen ausführen zu lassen, sagt das viel über die aus die willig waren, aber sich heute anmaßen, bei den EU-Beratungen mit am Tisch sitzen, um medienwirksam über die Konsequenzen aus dem aktuellen Fall zu beraten.

10:06 von SanVito

Statt die übliche Phalanx der Whataboutism aufzufahren, könnten Sie doch mal zum Bericht selbst Stellung nehmen, oder? Wie finden Sie denn die von Lukaschenka selbst angeordnete Umleitung eines zivilen Passagierflugzeuges, um einen Oppositionellen aus der Maschine zu zerren, dem nun die Todesstrafe droht, weil er offen über die Missstände in Belarus berichtet hat?

@DrBeyer - Es liegt an den Fluggesellschaften.

"Das werden die Fluggesellschaften schon selbst entscheiden müssen."

12:29 von DrBeyer:
"Nicht wirklich. Wenn offizielle EU-Stellen den belarusischen Luftraum für unsicher erklären, wird zukünftig keine Versicherung mehr zahlen, wenn etwas passiert. Und dieses Risiko wird den Fluggesellschaften zu groß sein."
> Was Sie als Widerspruch geplant haben, bestätigt meine Aussage: Die Entscheidung liegt letztendlich bei den Fluggesellschaften.

"Eine offizielle Erklärung der Unsicherheit dürfte also tatsächlich einer offiziellen Änderung der Flugrouten gleichzusetzen sein."
> Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass diese "offiziellen EU-Stellen" einen außerhalb der EU liegenden Luftraum defacto sperren?

Ich glaube nicht, dass eine unplanmäßige Zwischenlandung bei den Fluggesellschaften ein großes Umdenken lostritt.

@hbacc (09:56)

Vielleicht bekäme man sogar mal Moskau mit ins Boot - ach nein, die muss man ja weiter sanktionieren, sonst könnten ja die Feinde ausgehen. So viel Ehr.
Bei Minsk muss man nicht mal Beweise zusammenklittern.

____

Moskau ins Boot bekommen? Ihnen ist offenbar die politisch Lage nicht klar: Weißrussland ist ein Vasall Moskaus, und alles, was die machen, geschieht mit Putins Duldung, wenn nicht sogar auf dessen Anordnung. Wieso sollte man also von Moskau Hilfe erwarten in einer Sache, die von Moskau ausdrücklich begrüßt wird?

@ 10:53 von Schlafzopf

Sie wollen also, dass eine Fluggesellschaft keine mutigen Oppositionellen, die einem Diktator die Maske von der Fratze ziehen, mehr befördert? Das kann nicht Ihr Ernst sein.

@ 11:27 von IBELIN

"Befindet sich ein Flugzeug nachdem die Ueberflugrechte gewaehrt wurden in einem internationalen Bereich, aehnlich wie auf See, oder bleibt das nationaler Luftraum?" Das gilt nur für Militärschiffe und -flugzeuge. Kommerzielle Schiffe und Flugzeuge im Hoheitsgebiet eines Staates unterstehen völlig dessen Jurisdiktion. D.h. ein Staat darf einen kommerziellen Flieger über seinem Hoheitsgebiet zur Landung zwingen. Allerdings verstößt dies gegen internationale Verträge zum Flugverkehr, wenn es dafür keine zwingenden Gründe gibt. Das Vorhandensein einer Bombe war keine Gefahr für Weißrussland sondern nur für das Flugzeug. Das Flugzeug auf den deutlich weiter entfernten Flughafen Minsk umzuleiten, statt planmäßig nach Vilnius fliegen zu lassen, erhöhte grundlos die Gefahr. So etwas würde ein Staat, der nicht irgendwelche vertragswidrigen Hintergedanken hat, niemals tun. Das lässt sich auch nicht mit Strafverfolgung begründen, denn dafür wären ggf. Griechenland oder Litauen zuständig.

@ 12:44 von Doktor Alban

"Zwei die Fahne der Demokratie leider nur sehr selektiv schwenkende Regierungen." Wer schwenkt denn weniger selektiv? Die palästinensiche Regierung, die seit 15 Jahren nicht mehr wählen lässt, weil sie Angst vor dem Ergebnis hat? Putins gelenkte Demokratie? Gar Weißrussland? Wer ist denn der weiße Ritter in strahlender Rüstung, der nie einen Fehler macht? Es gibt zwischen weiß und schwarz eine ganze Menge Grauschattierungen. Und die können einen gewaltigen Unterschied für die Bürger machen. Nur sehen deutsche Bürger häufig nur den leichten Grauschleier, statt das tiefdunkel anderer, weniger glücklicher Länder. Das was Weißrussland hier macht, ist jedenfalls tiefdunkel. Ein großer Teil der Foristen hier hat sich schon Äußerungen geleistet, die wohl in Weißrussland zu einer langjährigen Haftstrafe führen würden, hier aber von der Tagesschau sogar freiwillig veröffentlicht werden.

@zöpfchen (10:06)

Der böse Russe - das Feindbild muß auch unbedingt erhalten bleiben! Aber jetzt wissen wir wer nach Ihrer Meinung der Schuldige ist.
Wie war das denn damals, als die erzwungene Landung durch die Amis in Wien stattfand, weil die USA vermuteten (!) Edward Snowdon sei im Flugzeug?
Und das Wort illegal ist die Heuchlei in sich. Was machen die Amerikaner seit Jahrzehnten mit mißliebigen Staaten weltweit : Kriege, Attentate, Chaos, etc. Alles legal?

____

Wie war das mit Whataboutismen? Dass der "böse Russe" als Feindbild erhalten bleibt, liegt einzig und allein an dem Mafioso Putin, der sein Land fest im Griff hat. Und die erzwungene Landung damals in Wien hat sehr wohl für Empörung gesorgt. Wichtiger Unterschied: Snowdon war nicht an Bord, daher kam es auch zu keiner Verschleppung, was im übrigen ein Verbrechen ist.
Also ein ganz schwacher Versuch, die wichtigen und richtigen Sanktionen gegen Russland als Willkür darzustellen und dieses Verbrechen zu verharmlosen.

12:41, Nachfragerin @fathaland slim

>>Bitte erklären Sie mir, inwiefern diese zwei nahezu identischen Fälle "absolut nicht vergleichbar" sein sollten.<<

Im einen Fall handelte es sich um einen Linienflug, im anderen um das Flugzeug eines Staatspräsidenten.

Im einen Fall wurde eine angebliche Bombendrohung als Begründung angeführt, im anderen gab es keine offizielle Begründung.

Im einen Fall wurde der Flieger mittels Abfangjägern zur Landung gezwungen, im anderen entschied sich der Staatspräsident selbst zur Landung in Österreich. Die Maschine hätte ebensogut nach Moskau zurückfliegen können, wo sie ja herkam.

>>Spanien hat erst das Überflugrecht verweigert und dann von Österreich verlangt, die Maschine des bolivianischen Präsidenten durchsuchen zu dürfen. Wenn Sie das als Entschuldigung durchgehen lassen, sollte es auch die angebliche Bombe tun, nach der Herr Lukaschenko hat suchen lassen.<<

Die Maschine wurde von den österreichischen Behörden durchsucht. Nach Morales‘ Zustimmung.

...alles hängt mit allem zusammen

@10.34 von Nachfragerin
Das Handlungsmuster der totalitären Staaten Russland und Belarus ist doch stets gleich...die Schergen setzen ihre Friedhofsruhe mit aller Brutalität durch...jetzt auch noch wird der weißrussischer Blogger aus einem internationalen Überflug per Piraterie gekidnappt...wer da noch irgendwelche Samthandschuhe im Umgang mit solchen Diktatoren predigt, provoziert die nächsten Verletzungen internationaler Spielregeln. Das Spiel "Biedermann und Brandstifter" im Wechsel oder gleichzeitig beeindruckt hier niemanden mehr.

Eine Lüge, die alle demokratischen Staaten provozieren soll?

"Die Behörden hätten völlig legal auf eine Bombendrohung reagiert, erklärte das [belarus. ; Anm. Kommentator] Außenministerium"

Offensichtlicher und dreister kann doch kein Mensch bzw. keine Regierung der Welt lügen! Der Oppositionelle Roman Protasewitsch war also rein zufällig an Bord der Maschine, und konnte so ganz leicht verschleppt werden (und wird vielleicht jetzt schon gefoltert, äh... umgangssprachlich belarussisch "verhört").
Da Lukaschenko und sein Regime/Gefolge kaum so dumm sein können, dass alle anständigen, vernunftbegabten und rechtsstaatlich humanistischen Länder diesen Schwachsinn (von der Bombendrohung) glauben können, handelt es sich um eine riesen Provokation! Will er etwa Krieg mit Europa und den USA anzetteln?

@0_Panik (10:14)

Wieso musste Ryan Air in den Luftraum v. Belarus
Rayn Air hätte auch den Luftraum umfliegen können.
Und das kann grundsätzlich so gehandhabt werden, wenn sich herausstellt, dass solche Diktatoren zu den hier vorgefallenen Methoden greifen.
Wird auf diese Weise defensiv gehandelt, reduzieren sich die Konflikte.

____

Der Hauptgrund dürfte sein, dass man bei Ryan Air keine Glaskugel hat, mit der man das hätte vorhersehen können. Der direkte Anflug geht nun einmal über weißrussisches Gebiet, und da Weißrussland kein Kriegsgebiet ist, gab es bisher keinen Grund, den Luftraum zu umfliegen. Nach dieser Aktion wird man das aber ganz sicher macher.

@heribix (10:09)

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen, da war doch mal was mit der EU und Evo Morales. Für alle die gleich wieder von relativieren sprechen, darum geht's überhaupt nicht. Es geht darum das wir uns langsam Standards angewöhnen sollten was wir verurteilen und was nicht. So wie es im Moment gehandhabt wird ,das die Verurteilung zweier ähnlicher Vorfälle je nach Freund feind Schema unterschiedlich ausfällt macht uns nur unglaubwürdig, zumindest in meinen Augen. Wie heißt es so schön " Wer unschuldig ist werfe den ersten Stein.
___

Entschuldigung, dass ich ein wichtiges Detail nicht mitbekommen habe, aber wer wurde damals eigentlich verschleppt? Ansonsten finde ich Ihren Whataboutism zur Verharmlosung dessen was passiert ist, zynisch und deplatziert.

12:44, Doktor Alban

>>Ein Treppenwitz: eine der ersten sich über die auch aus meiner Sicht klare Verletzung internationaler Regeln entrüstenden Regierungen war die Österreichische - zusammen mit Berlin! Zwei die Fahne der Demokratie leider nur sehr selektiv schwenkende Regierungen. Immer nur wenn´s transatlantisch opportun erscheint.<<

Ja, die Transatlantikerverschwörung.

Sie wissen aber, daß Österreich nicht einmal NATO-Mitglied ist?

>>(Ich denke da nicht zuletzt an das Wüten in Gaza...)!<<

Ja, das hat in dem Zusammenhang, um den es hier geht, natürlich gerade noch gefehlt,

um 12:31 von Traumfahrer

"...., damit vielen die Kohle ausgeht."
Davon dürften einige blauäugige Amateure betroffen sein, die jetzt fieberhaft nach Bypass-Lösungen suchen, welche von Profi(e)s im Bereich "Geschäfte in sanktionsgefährdeten Gebieten" von vornherein eingeplant werden, einschließlich der zusätzlichen Kosten.
Da gebe ich mich keinen Illusionen hin, auch die Forderung nach Aufhebung wird kommen, um die alten Profitraten wiederherzustellen, von beiden Seiten der Geschäftsbeziehungen, interessant wird alleinig, wer den Strohmann macht.

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