Sozialverband: Mitte der Gesellschaft rutscht in Armut ab

11. Mai 2021 - 13:25 Uhr

Jobverlust, Gehaltseinbußen durch Kurzarbeitergeld oder fehlende Aufträge bei Selbstständigen - die Corona-Krise verstärkt das Armutsrisiko. Soziale Organisationen fordern die Bundesregierung auf, gegenzusteuern.

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Kommentare

„Die Corona-Krise verstärkt das Armutsrisiko“

Gleichzeitig machen „Anleger“ an den Börsen - also diejenigen, die über das dafür nötige „Kleingeld“ verfügen - während (und gerade wegen) der Corona-Krise Bombengewinne.

„Soziale Organisationen fordern die Bundesregierung auf, gegenzusteuern“

„Erst kommt das Fressen, dann die Moral“. Und Geld ist in unserem derzeitigen globalen Wirtschaftssystem Macht. Und damit ein entscheidender Vorteil im Kampf ums „Fressen“. Soviel zu deren Aussichten darauf, dass ihre Forderungen nicht nur gehört, sondern auch umgesetzt werden.

4 Jahre war ich ehrenamtlich an einer Tafel

da macht man sich die verschiedensten Gedanken
angefangen
wer dort hauptsächlich arbeitet und wer dort Kunde ist,
an was das wohl liegen mag !
Ein nach Arbeit suchender Hartz4ler hat doch nicht weniger Zeit zur Verfügung als ein Rentner

solche Berichte kann es noch hunderte geben

und am besten, wie heute, gleich noch flankiert von Meldungen über Einkommensmillionäre, die sich an der Krise den Platinüberzug für die bereits goldene Nase verdienen. Und nebenbei noch Staatshilfen beantragen und bekommen, während andere mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen.
Dass die Ungleichverteilung in jedem, aber auch wirklich jedem Jahr zunimmt, wer wüsste das nicht. Aber das System, dem diese Entwicklung nun mal innewohnt, wird nicht in Frage gestellt. Nicht einmal von denen, die in der Ausbutungskette ganz unten stehen.
Nein, es ist das Land, in dem "wir gut und gerne leben".

Es kann in Deutschland gar nicht genug Verbände geben

Auf so eine Idee muß man erst mal kommen, daß da wer verarmt, wenn Andere immer reicher werden. Na wenigstens ist der Sozialverband selber nicht von Armut bedroht.

Soziale Ungleichheit !

Nicht nur durch die Pandemie zeigt sich die soziale Ungleichheit, sondern schon zuvor.
Mindestens 10 Millionen Menschen verdienen deutlich weniger als der Durchschnitt. Das dürfte so nicht sein, wird aber von der Regierung nicht wirklich gebremst.
In der Pandemie sind leider sehr viele Nebenjobs, natürlich alle in den untersten Lohngruppen weg gefallen, viele Hilfen werden nur verzögert und zu schwach bezahlt.
Und die Wohlhabenden und Reichen werden noch reicher, auch durch Gesetze, die dies ihnen möglich machen. Es gibt immer mehr Tarifflucht, damit so manche Firma, bzw. der Chef noch mehr verdient.
Was mir unverständlich ist, wieso kriegt ein Vorstand einer Versicherung über sieben Millionen im Jahr, während eine Krankenschwester maximal ein 25. Teil davon im Jahr erhält, obwohl sie Tag und Nachts für kranke Menschen arbeitet ???
Da ist ein riesiges Missverhältnis, denn dieser Vorstand leistet sicher nie so viel Arbeit, dass so ein Gehalt rechtfertigt.

Wie wäre es, wenn ...

.. die verantwortlichen Politiker im Bundestag auf ihre "Löhne" für einen Monat verzichten würden als ERSTES ZEICHEN der "Bemühung" dagegen zu steuern?

Wie wäre es, wenn.
... die Großverdiener der Firma BioN-Tech 10% Ihres "Gewinnes" für die nächsten 6 Monate abgeben würden für die "Verlierer der Krise"?

Und last not least ...
Wie wäre es, wenn alle Politiker, ihre zusätzlichen Einnahmen (sprich Schmiergelder) freiwillig abgeben würden?(Wer glaubt, dann sich Herr Spahn eine Villa von 1,5 Millionen, von der Hand in den Mund gespart hat?)

Hatz4 Sparwolf-Tipp

Wem das Bio-Brot beim Bio-Bäcker zu teuer ist, der kann stattdessen bei Aldi Sahnekirschmangoerdbeertorte für 1,99 Euro kaufen. Die Quandts & Klattens mußten sowas auch von der Pieke auf schon zum Frühstück essen, um aus der Armut herauszukommen.

Das ist/war doch abzusehen

In Deutschland leben momentan so 83 Mio. Menschen. Zieht man Beamte, Selbstständige etc. ab, so bleiben nur noch circa. 15 Mio. die in einem sozialsversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis den Landen Bundesrepublik schwerpunktmäßig am Laufen halten, Tendenz fallend. D.h. immer weniger steuerzahlenden Erwerbstätigen stehen immer mehr Leistungsempfänger gegenüber. Wie lange geht das noch gut? Wir Deutschen zahlen jetzt schon im EU-Vergleich nach Belgien die höchsten Abgaben. Aber es wird noch dicker kommen wenn die Grünen kommen. Hohe Öckoabgaben, Bürgergeld etc. werden die Belastungen weiter in die Höhe treiben.

13:47 von Traumfahrer

"Was mir unverständlich ist, wieso kriegt ein Vorstand einer Versicherung über sieben Millionen im Jahr, während eine Krankenschwester maximal ein 25. Teil davon im Jahr erhält, obwohl sie Tag und Nachts für kranke Menschen arbeitet ???"

Bei 1/25tel von 7 Mio. wäre Krankenschwester sicherlich ein Traumberuf für viele, das sind schlappe 280.000 im Jahr.

Leistungs- und Anstrengungsgesellschaft fehlt

Das hängt eng damit zusammen, dass der Grundsatz "Wer sich anstrengt, wird es zu etwas bringen" nicht mehr funktioniert. Sich anstrengen und etwas leisten reicht nicht mehr!

Vielmehr braucht es ein gutes Netzwerk. Gut bezahlte Jobs bekommt man in Öffentlichen Dienst z. B. als Professor für Genderwissenschaften, als Gleichstellungs- oder xy-Beauftragter. Da zu muss man entweder das richtige Parteibuch haben oder, heutzutage noch wichtiger, die richtige Meinung vertreten (=Opportunist sein).

Die Zeiten, wo man durch Lernen, gute Ausbildung und hartes Arbeiten etwas erreicht sind vorbei. Der Wohlstand der Gesellschaft wird nach steuerliche Wegnahme nach Gut und Böse, richtiger und falscher Meinung verteilt.

Kann man das so stehen lassen?

"Man hat als armer Mensch ein höheres Risiko, an Corona zu erkranken und zu sterben, als ein reicher", sagte der Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Adolf Bauer, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Pandemie habe bewirkt, "dass Teile der Mitte der Gesellschaft gefährdet sind, in Armut abzurutschen".

Ich denke das kann man so nicht stehen lassen; hier werden zwei unterschiedliche Sachverhalte vermischt. Ich denke nunmal nicht das es zwischen der Gefahr an Corona zu erkranken und dem Umstand ob ich arm oder reich bin eine Korrelation gibt (hier in Deutschland). Ungeachtet davon gibt es aber einige, die trotz oder sogar wegen Corona sehr viel reicher werden und sehr viele, die wegen Corona ärmer werden und/oder sogar Ihre Existenzgrundlage verlieren.

@ Thrombosen-Paul, um 13:59

Immer zu einem Scherz aufgelegt, der User.
Da war längere Zeit ein scheinbar seelenverwandter User “qpqr27“, der ganz ähnliche ziemlich wenig aussagekräftige Wenigzeiler zum besten gab.
Die Vermutung liegt nahe...

Sozialer Abstieg ja, Armut nein

Man sollte nicht überdramatisieren. Richtig ist, die reiche deutsche Oberschicht, gestärkt durch die Globalisierung und eine beispiellose Immobilienblase, hat nicht nur keine Einbußen gehabt durch die Pandemie sondern fette Gewinne eingefahren.

Und richtig ist auch, viele „kleine“ Selbständige die eben nicht als systemrelevant eingestuft wurden, wie die Apotheker, Anwälte oder Zahnärzte, haben ihre Existenz verloren. Viele Leute haben auch ihren Job verloren. Nicht alle kehren aus der Kurzarbeit in den Job zurück.

Nicht alle können so einfach „umsatteln“ - wohin denn auch, denn außer auf dem Bau gibt es keine Binnenkonjunktur. Die Börse und die Exportnation Deutschland werden gestützt durch den Boom in China. Und das begünstigt wiederum die Anteilseigner.

Gut haben es auch die Beamten und viele Angestellte im öffentlichen Dienst. Die hatten zumindest keine Einbußen.

Die sozialen Verwerfungen werden auch politische Folgen haben. Wer kann zB Bio-Fleisch u. grüne Energie bezahlen?

Wahlkampfgeschwätz

Warum sich ehrenwerte Forscher wie Prof.Dr. Böllert in diese PR einspannen lassen ist unklar, möglicherweise nicht autorisiert.
Die Mitte schrumpft?
Da arbeitet doch das Finanzamt jeden Monat seit Jahrzehnten dran.
Kann jeder auf seinem Lohnzettel sehen... deshalb wollen viele auch nicht mehr voll oder gar verantwortlich arbeiten, denn vom mehr bleibt wenig bis nix...
Wir sind Spitze lt.OECD weltweit bei den Abgaben ( 2 Verdiener mit 2 Kindern)...
Was neu und unverschämt ist:
Wir alle sollen mit Bezos, Klatten und Co darauf vorbereitet werden noch mehr Steuern zu zahlen.
Die og. sind nämllich zu wenig oder weg wenn ums Steuernzahlen geht.
d.h. wer bleibt?
Die Mitte - nur dann kommt mehr rein ins Steuer und SozialabgabenLoch.
Ich höre schon die Überschriften: "Wegen Corona muss der Gürtel enger geschnallt werden."
Resultat in 10Jahren die Mitte schrumpft noch weiter. ups weg is Sie.
Zitat. US Präsidenten Inaugurationsrede 1980:
"Der Staat löst kein Problem, er ist das Problem."

13:37 von Sisyphos3

>>da macht man sich die verschiedensten Gedanken
angefangen
wer dort hauptsächlich arbeitet und wer dort Kunde ist,
an was das wohl liegen mag !
Ein nach Arbeit suchender Hartz4ler hat doch nicht weniger Zeit zur Verfügung als ein Rentner
<<

Ich verstehe nicht ganz den von Ihnen geschilderten Zusammenhang zwischen Rentner und Hartz-IV-Bedürftige, die auf die Tafel angewiesen sind, mit der Zeit, die beide gleichermaßen haben. Was wollen Sie damit nun eigentlich ausdrücken?

Sehr bitter

Die Tafeln sind keine staatliche Einrichtung und doch verlässt sich der Staat in der Versorgung der Ärmsten darauf. Das allein zeigt doch schon sehr schön das Interesse des Staates am Ausgleich.
Lieber öfter mal nichts essen und auch nicht wohnen, dann kann man sich auch endlich mal ein paar Aktien kaufen. Ich bin leider zu Willensschwach dafür, aber laut diverser Politiker ist das der Weg um selbst etwas Wert sein zu dürfen.
Da Wahlkampf ist werden es jetzt temporär aber einige Politiker das anders sehen, da sie sowieso erst nach der Wahl etwas ändern können. Was genau können sie jetzt noch nicht sagen oder ist sehr schwammig oder kann dann auf Grund des Koalitionsvertrages nicht umgesetzt werden.
Also läuft gerade der typische Vorwahlkampf:
1. Studie
2. Gequatsche
3. Versprechen
4. Wahl
5. Vergessen

Kurzarbeit

Was ich nicht verstehe ist der Umgang mit der Kurzarbeit in der Pandemie? Da werden Erwerbstätige von Ihren Firmen wegen Corona auf Kurzarbeit gesetzt (mit den entsprechenden Gehaltseinbußen). Aber damit nicht genug, denn die auf Kurzarbeit gesetzten Mitarbeiter müssen im Nachgang das erhaltene geringere Gehalt höher versteuern? Die Logik verstehe ich nicht? Es soll doch in der Pandemie versucht werden Härten abzufedern? Warum reduziert man bei Kurzarbeitern nicht grundsätzlich die Steuerlast? Das hätte noch den Vorteil das die schnell und unbürokratisch gehen würde und nicht betrogen werden könnte weil die Daten der Steuerzahler ja bei den Ämtern vorliegen?

Die armen Armen,

bekommen jeden Euro vom Amt vorgerechnet das ja kein Euro zuviel bezahlt wird.
Die armen Politiker bekommen jetzt 70€ im Monat weniger an Diäten, war Hier zu lesen, alle müssen den Gürtel enger schnallen.
BioNTech hat bei 2,05 Milliarden Umsatz 1,13 Milliarden Gewinn erzielt.
Das ist eine Gewinnmarge von 55%,
nebenbei gab es letztes Jahr 375 Millionen vom Bund als Zuschuß.
Für mich wäre von Interesse wer die Aktien von BioNTech hält, ich, hätte einen Verdacht!
Müssen ja nicht immer Provisionen sein.

um 13:37 von Sisyphos3

,,4 Jahre war ich ehrenamtlich an einer Tafel
da macht man sich die verschiedensten Gedanken
angefangen
wer dort hauptsächlich arbeitet und wer dort Kunde ist,
an was das wohl liegen mag !
Ein nach Arbeit suchender Hartz4ler hat doch nicht weniger Zeit zur Verfügung als ein Rentner"

Gut, daß das jetzt auch all die Foristen wissen, die in dieser Woche dazukamen. Ihre Geringschätzung allen Menschen gegenüber, die sich nicht allein versorgen können (Alleinerziehende, Hartz4 Bezieher vor allem) füllt das Forumsarchiv. Ich hoffe, Sie haben diese Zeit genossen. Ihr Blick dürfte eine Strafe gewesen sein für die Kunden.

Seit Schröders ,,Reform" ist diese Haltung wieder chic in Deutschland, weshalb ich fast dankbar bin, dass Sie Sie so ,,vollkommen" und entsprechend gefällig für alle selbstbezogenen Zeitgenossen einbringen.

Die Mitte rutscht ab. Das ist

Die Mitte rutscht ab. Das ist den Niedriglohn geschuldet.
Will keiner hören, ist aber so. Und mit dem Niedriglohn soll man eigene Rente ansparen und die jetzigen Rentner ( die noch "fürstliche Löhne hatten) bezahlen. Das das nicht gehen kann, ist völlig klar. Da ist für die heutige Mittelschicht nur die Rente mit 87 eine Lösung.
Von der Werkbank in die Urne. Das erspart einem dann wenigstens das Flaschensammeln.
Btw, wird eigentlich mal zugegeben, das hartz4 nur ein rechentrick ist und die Minijobber immer arbeitslos waren?

@eine_anmerkung, 15:08

D.h. immer weniger steuerzahlenden Erwerbstätigen stehen immer mehr Leistungsempfänger gegenüber. Wie lange geht das noch gut?

Ganz einfach: unbegrenzt. Rechnet man nämlich die pandemiebedingten Einbrüche heraus, dann haben die steuerzahlenden Erwerbstätigen seit 1950 in jedem Jahr mehr erwirtschaftet als im Jahr zuvor. Das heißt, es wurde nicht nur genug, sondern mehr als genug für alle erarbeitet. Und zwar jedes Jahr. Und völlig unabhängig davon, ob das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Leistungsempfängern 90:10, 70:30 oder 50:50 war. Jedes Jahr mehr Kartoffeln. Nie eine wirkliche Rechtfertigung, zu sagen "die Kartoffeln reichen nicht mehr für alle", denn es wurden ja nicht weniger. Grundrechenarten, ganz einfach.

um 13:47 von Traumfahrer

>>"...Was mir unverständlich ist, wieso kriegt ein Vorstand einer Versicherung über sieben Millionen im Jahr, während eine Krankenschwester maximal ein 25. Teil davon im Jahr erhält, obwohl sie Tag und Nachts für kranke Menschen arbeitet ???
Da ist ein riesiges Missverhältnis, denn dieser Vorstand leistet sicher nie so viel Arbeit, dass so ein Gehalt rechtfertigt."<<

Ich gehe mit allem konform was Sie sagen mit einer kleinen Einschränkung (komisch was? Sie sind ein Linker und ich bin ein AfD-Wähler und damit Rechter). Die Vorstandsgehälter sind sicherlich in den meisten Fällen überzogen, jedoch lastet auf den Schultern dieser Menschen auch eine gehörige Verantwortung die man auch berücksichtigen muss und sollte. Aber vom Grundsatz haben Sie wie gesagt recht mit allem dem was Sie sagen.

@frosthorn

>>..und am besten, wie heute, gleich noch flankiert von Meldungen über Einkommensmillionäre, die sich an der Krise den Platinüberzug für die bereits goldene Nase verdienen. <<

Das ist aber nicht anders zu erwarten.
Unter Schröder wurde das letzte bisschen im Interesse des Bürgers denken wegkommerzialisiert.
Frau Merkel hat dies nur konsequent weiter geführt.

Bei Schröder mag man sich angesichts des S in der SPD noch wundern... bei der Union hingegen nicht. Diese sind sich nur treu geblieben, immer grundsätzlich im Interesse der Industrie und notfalls gegen das Interesse der Bürger zu handeln.

Dieser knallharte Trend des Umverteilens nach oben wird uns erhalten bleiben solang die Union am Ruder ist.
Selbst wenn diese nun abgewählt werden und z.B. die Grünen übernehmen ist noch lange nicht gesagt, dass dies sich ändert. Denn wie gestern hier zu lesen war, findet die EU, dass alle deutschen Abgeordneten etwas zu nahe an der Industrie stehen.

15:21 von Jacko08

vielleicht hilft es ihnen weiter
meinen Beitrag von vorne beginnend zu lesen
Zitat:
"wer dort hauptsächlich arbeitet und wer dort Kunde ist,"

und überhaupt, wo habe ich einen Zusammenhang zwischen Rentnern und Bedürftige hergestellt
ich versuchte (bei ihnen mit wenig Erfolg)
einen Zusammenhang zwischen dort tätigen Menschen herzustellen
Zitat:
"Ein nach Arbeit suchender Hartz4ler hat doch nicht weniger Zeit zur Verfügung als ein Rentner"

und um noch deutlicher zu werden
in der Regel arbeiten dort zumindest ehrenamtlich Rentner
warum nicht Hartz4ler die ja eigentlich ebenso viel freie Zeit haben

Re : heathersfan !

Pardon, da habe ich mich verrechnet, sie verdient natürlich deutlich weniger, so etwa 40 000 bis 45 000 Euro im Jahr, also noch deutlich weniger, und wahrscheinlich auch noch höhere Abgaben als der Vorstand, der sicher all seine Möglichkeiten nutzt, um Steuern und Abgaben zu sparen.
Was mich ärgert, ist die große Diskrepanz zwischen Oben und Unten, die so nicht wirklich sein müsste, wenn es nicht so viel Egoismus, Gier und Habsucht gäbe, und die Oberen auch von sich aus einen gerechteren Anteil zu einem sozialeren Staat beisteuern würden.
Leider aber hat die Politik viel zu viel Steuersparmodelle installiert und fördert nur die Oberen, ohne wirklich an alle zu denken. Es kommen immer nur Versprechungen, Ankündigungen und viele hohle Reden !

Den Begriff der 2/3-Gesellschaft

soll Peter Glotz geprägt haben.
Inzwischen sind mehr Menschen als in den 80er Jahren sozial abgehängt.
Man muss aber sagen, dass jetzt unter Corona die Selbständigen im Einzelhandel und in der Gastronomie stärker unter Druck geraten sind.
Ich kenne einige, die haben noch geschlossen und werden auch nicht wieder aufmachen.
Das ist schade.
Gerade wer Miete oder Pacht zu zahlen hat, ist jetzt gekniffen, denn er muss auch im Lockdown zahlen hat aber kaum Einnahmen.
Das hätte nicht sein müssen. Der Bundestag hat versäumt, hier die Forderungen der Vermieter und Verpächter von Geschäftsräumlichkeiten gesetzlich runterzuschrauben, solange die Läden und Cafés gesetzlich dicht gemacht waren.

11. Mai 2021 um 15:16 von eine_anmerkung.

Ich denke nunmal nicht das es zwischen der Gefahr an Corona zu erkranken und dem Umstand ob ich arm oder reich bin eine Korrelation gibt (hier in Deutschland).

Es gibt eine Korrelation, sonst wäre es nicht aufgefallen. Sie fragen ob es kausale Zusammenhänge gibt und die werden nach leichtem Nachdenken offenbar. Angewiesen sein auf ÖPNV, Billiglohnjobs wo Krankheit schon Existenzbedrohend sein kann, selber einkaufen/kochen, weil die Zusatzkosten für den Lieferdienst nicht drin sind, schwere körperliche Belastungen usw.
Die Schuhe des armen Menschen sind langfristig teurer als die eines reichen Menschen, weil der Arme sie kauft wenn er sie benötigt und die er sich leisten kann, aber dafür gehen sie auch schneller kaputt.

15:29 von melancholeriker

Sie haben diese Zeit genossen.
Ihr Blick dürfte eine Strafe gewesen sein für die Kunden.
.
warum müssen sie mich eigentlich beleidigen oder diskriminieren ?
Ich habe dort gearbeitet, warum ist ganz allein meine Sache

ich frage ja auch nicht warum sie soziales tun oder es bleiben lassen
weniger noch sie sich deshalb vor mir rechtfertigen müßten

um 15:30 von Bender Rodriguez

>>"Die Mitte rutscht ab. Das ist den Niedriglohn geschuldet. Will keiner hören, ist aber so.."<<

Damit haben Sie zweifelsfrei Recht und das will keiner hören weil diese Aussage im Gegensatz zu unserer momentanen offenen Einwanderungspolitik steht. Nicht oder niedrigqualifizierte Menschen strömen in unser Land und diese sind schwerpunktmäßig nur für das Niedriglohnsegment zu gebrauchen. Dies führt zu einem Verdrängungswettbewerb und es wird immer schwieriger Mindestlöhne durchzusetzen. Aber ein auskömmlicher Mindestlohn wäre notwendig um sich eine kleine Altersversorgung aufzubauen. Die Mitte muss dieses Defizit mit immer höheren Abgaben auffangen.

@15:32 von Traumfahrer

Es wäre schön, wenn unsere Politiker auch einmal die Begriffe wie "Bescheidenheit" und "Demut" als Vorbilder vorleben würden.
Stattdessen machen sich die Repräsentanten des Staats die Taschen voll und man wundert sich, wie ein junger Gesundheitsminister die vielen Millionen für eine Luxusvilla in Berlin aufbringen kann.

15:29 von melancholeriker (Nachtrag)

eines könnten sie mir aber beantworten, wenn´s nicht zu viel verlangt ist
warum arbeiten in Tafeln vor allem Rentner als Ehrenamtliche
warum nicht auch andere Gruppen die nicht beschäftigt sind - entsprechen auch Zeit haben ?

15:08 von eine_anmerkung.

Zieht man Beamte, "... Zieht man Selbstständige etc. ab, so bleiben nur noch circa. 15 Mio. die in einem sozialsversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis den Landen Bundesrepublik schwerpunktmäßig am Laufen halten, Tendenz fallend.
D.h. immer weniger steuerzahlenden Erwerbstätigen ..."

Sie werfen Sozialabgaben mit Steuern in einen Topf, das ist sachlich völlig falsch.

Beamte und Selbständige zahlen ebenso Steuern,
nur diese sind privat kranken- und pflegeversichert.

um 15:36 von Sparpaket

>>"Man muss aber sagen, dass jetzt unter Corona die Selbständigen im Einzelhandel und in der Gastronomie stärker unter Druck geraten sind.
Ich kenne einige, die haben noch geschlossen und werden auch nicht wieder aufmachen.
Das ist schade.
Gerade wer Miete oder Pacht zu zahlen hat, ist jetzt gekniffen, denn er muss auch im Lockdown zahlen hat aber kaum Einnahmen."<<

Es klingt an dieser Stelle sicherlich Makaber, aber mir fällt da der Vorschlag von Herrn Habeck (Grünen) eine das die Gastronomen die Zeit doch für den Einbau einer neuen Heizung nutzen könnten? Übrigens der einzige konstruktive Beitrag der Grünen während der Corona-Krise der mit bekannt ist. Ob dieser "konstruktive" Beitrag denn auch zielführend ist steht auf einem anderen Blatt.

11. Mai 2021 um 15:32 von Sisyphos3

in der Regel arbeiten dort zumindest ehrenamtlich Rentner
warum nicht Hartz4ler die ja eigentlich ebenso viel freie Zeit haben

Wer ehrenamtlich arbeitet steht dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung und ist so nicht mehr Anspruchsberechtigt. HartzIV beziehende Menschen müssten illegal ehrenamtlich arbeiten. Sollte das Amt da etwas finden, können alle Ansprüche ungültig werden und eine Rückzahlung der Leistungen (alle und rückwirkend) gefordert werden. So wurde es mir einmal von einem Jobcenter Mitarbeiter erklärt.

Re : eine_ Anmerkung !

Für diese unsäglichen Verwerfungen ist auch zu einem großen Teil die Politik mit schuldig, weil sie nicht die nötigen Schritte unternommen hat und unternimmt, diese Verwerfungen in irgend einer Weise ab zu federn.
Herr Heil versucht es zumindest, in dem er einen höheren Mindestlohn fordert, sowie bessere und ausgeglichenere Bildungschancen für die eh schon Benachteiligten.
Es sollte aber auch von der Politik sehr gewollt sein, die großen Profiteure der Pandemie an den Folgen und den Kosten deutlich höher zu beteiligen, und nicht wieder nur den Normalo alles bezahlen lassen.
In diesem Zusammenhang sollte vor allem die CDU/CSU Fraktion sich mal bewegen und nicht immer blockieren, damit ihre Klientel ja nicht zu sehr "leidet", die ach so Armen !!!

um 15:37 von IckeDette

>>"Es gibt eine Korrelation, sonst wäre es nicht aufgefallen. Sie fragen ob es kausale Zusammenhänge gibt und die werden nach leichtem Nachdenken offenbar. Angewiesen sein auf ÖPNV, Billiglohnjobs wo Krankheit schon Existenzbedrohend sein kann, selber einkaufen/kochen, weil die Zusatzkosten für den Lieferdienst nicht drin sind, schwere körperliche Belastungen usw."<<

Reden wir da nicht aneinander vorbei? Sie beschreiben die Folgen nach einer Corona-Erkrankung die für Arme sicherlich schlimmer sind als für Reiche. Mein Ansatz war aber einen Schritt vorher, d.h. ist die Wahrscheinlichkeit an Corona zu erkranken für Arme höher als für Reiche? Ich denke das kann man pauschal so nicht sagen auf Deutschland bezogen?

Auch die Maßnahmen

der Regierung tragen dazu bei, daß Menschen ihre Existenz verlieren, wie zum Beispiel die Markthändler. Denen wurden im März 2020 alle Märkte geschloßen und keiner hat ein Interesse daran. Die Supermärkte verkaufen alles was geht und die Kunden drängen sich, keinen jucks. Bei Wochen und Bauernmärkten wurde alles ,außer Lebensmittel und Blumen verboten. Früher wurden Waren des Täglichen Gebrauchs zugelassen. Man kann solche Verbote nicht nachvollziehen. Für die Politik sind Gewerbetreibende völlig schnuppe, es geht nur um die Großbetriebe.

Jeder ist seines Glückes Schmied

Die Sozialneiddiskussion ist schwer zu ertragen! In unserem Lande kann jeder fleißig und erfolgreich sein. Es ist armselig, immer wieder eine Umverteilung von erfolgreichen und damit wohlhabenden auf nicht erfolgreiche Bürger zu fordern! Neid & Missgunst waren in Deutschland schon immer modern. Wirklich erbärmlich und nicht ernst zu nehmen!

um 15:43 von Leipzigerin59

>>"Sie werfen Sozialabgaben mit Steuern in einen Topf, das ist sachlich völlig falsch."<<

Sie haben Recht; Sozialabgaben ist der Bezug.

15:10 von heathersfan ; ein Irrweg, leider

Nur leider hilft es nicht den Lohn einer 3 Schicht Pflegefraft in der Klinik zu erhöhen...
Das führt ersten zu viel zu wenig Netto mehr+ NUR zur Arbeitsverdichtung, weil die Klinik für den Fall(Krankenkassendeutsch für kranke Patienten) von der Kasse nicht einen cent mehr bekommt.
Arbeitsverdichtung seit 1995 ist u.a. im gesundheitswesen ,der Hauptgrund für die Unattraktivitaet des Berufes.

Machen wir uns ehrlich:
Sozialumbau und mehr Netto für die die arbeiten wollen würde Sinn machen!!!

Es gibt viele die das nicht (mehr) tun, viele die glauben(Verwaltung ) es zu tun.

Der rest muss rudern nund ist immer mehr sauer und WILL nicht nochmehr Steuern zahlen.

Daran sollte jeder Ende September denken beim Kreuzchen machen...

...die Mitte...

Gibt es die Mitte noch?
Die Gier hat unsere Gesellschaft gespalten.
Die Auswirkungen sind die Stärkung von Rechten und Linken.
Hier hat die Politik total versagt.
Der Neid und der Hass gewinnt an Oberhand.

Am 11. Mai 2021 um 15:43 von Leipzigerin59

Zitat: Beamte und Selbständige zahlen ebenso Steuern, nur diese sind privat kranken- und pflegeversichert.

Ich bin selbstständig und zahle in die gesetzliche Krankenversicherung - freiwillig, den doppelten Beitrag.

Selbst in der Pandemie sorgt

Selbst in der Pandemie sorgt eine christliche und eine soziale Partei, jedenfalls dem Namen nach, dass immer mehr Menschen immer weniger Hygienekonzept sich leisten können.
Hier sieht man eine Alternative, die man bei den Maßnahmen angehen kann.

um 15:37 von Sisyphos3 15:29 von melancholeriker

[,,Sie haben diese Zeit genossen.
Ihr Blick dürfte eine Strafe gewesen sein für die Kunden.]

,,.
warum müssen sie mich eigentlich beleidigen oder diskriminieren ?
Ich habe dort gearbeitet, warum ist ganz allein meine Sache

ich frage ja auch nicht warum sie soziales tun oder es bleiben lassen
weniger noch sie sich deshalb vor mir rechtfertigen müßten"

Erstmal Danke an die Mod. für die Freischaltung des bezugsgebenden Beitrags.

Ich möchte Ihnen zugute halten, daß Sie scheinbar nie arbeitslos waren und deshalb nicht wissen, daß man als Arbeitssuchender keine Zeit hat, sich bei der
,Tafel' als Wohltäter und für Studienzwecke an den Armen der Nation im Licht des Anspruchs auf große Dankbarkeit zu sonnen.

Beleidigend ist wohl auch eher, daß Sie Putzfrauen, alleinerziehenden Frauen und Pflegerinnen nichtmal den vollen unbestimmten Artikel zugestehen. Wenn ich Ihnen z. B. käme mit 'n Rentner, wäre hier was los.

Zu all dem kommen ja noch die

Zu all dem kommen ja noch die enormen Preissteigerungen bei Lebensmittel, der Miete oder den Heiz und Stromkosten dazu, die in den Nachrichten aber kaum eine Rolle spielen. Der Grund für diesen Preisanstieg ist aber nicht Corona allein. Die ab Januar geltende CO2 Steuer macht z.B. den Sprit um 7,5 Cent pro Liter teurer. Die dadurch entstehenden Mehrkosten beim Bauern, den Transporteuren oder des Handels werden natürlich auf die Endverbraucher umgelegt, so das wieder die am stärksten belastet werden die eh schon am wenigsten haben. Das dicke Ende der Kriese wird aber erst richtig sichtbar werden wenn die das Ende der Insolvenz Meldepflicht richtig durchschlägt. Traurig mit anzusehen was ein Virus aus unsrem Land gemacht hat.

die Mitte

da koennen wir uns bei der 16. jaehrigen Regierung bedanken deren Vorsitzende immer noch hohe Popularitaetswerte geniesst. Sozialer Abstieg, steigende Mieten.. kaputtgesparte Infrastruktur.
Viele haben proffitiert viele aber auch verlohren.
Gleichzeitig helfen wir andere mit Milliardenbetraege, ob nun in Europa, marode Staaten, die Luecke die England beim Austritt hinterlassen hat, bauen dort mit Steuermitteln Infrastrutur waehrend unsere verfaellt.
Es ist eben nicht die Coronakrise alleine sie wirkt nur als Brandbeschleuniger - die Defizieten waeren nur eben spaeter sichtbar geworden.

@ Am 11. Mai 2021 um 15:17 von harry_up

>>Am 11. Mai 2021 um 15:17 von harry_up
@ Thrombosen-Paul, um 13:59

Immer zu einem Scherz aufgelegt, der User.
Da war längere Zeit ein scheinbar seelenverwandter User “qpqr27“, der ganz ähnliche ziemlich wenig aussagekräftige Wenigzeiler zum besten gab.
Die Vermutung liegt nahe...<<

Ihre Ansicht teile ich ebenfalls. Hatte die gleichen Gedanken auch schon.

Re : eine_ Anmerkung !

Nein ich bin weder links, schon gar nichts rechts.
Das ist das Eine. Zum anderen, ich war über zwanzig Jahre im Rettungsdienst unterwegs, Tag, Nacht und am Wochenende. Mein Gehalt war etwa so wie bei der Krankenschwester, habe vielen Menschen geholfen, sie gerettet, ins Leben zurück geholt, war bei Geburten dabei, wurde beleidigt, beschimpft, angegriffen, behindert, und hatte einen Chef, dreimal so hohe Gehalt, aber keine Ahnung von unserem Job. Arbeitszeit wie üblich Mo- FR zu den normalen Bürozeiten.
Ja sicher mag ein Vorstand mehr Verantwortung für mehr AN haben, nur in diesem Fall geht meine Kritik eben in die Richtung, dass so gut wie alle Versicherungen immer nur ein Ziel haben, viel Geld verdienen, wenig ausgeben, also auch wenige Leistungen ausschütten.
Das heißt für mich, dieser Vorstand macht die Vorgaben, dass wenig ausbezahlt werden soll, irgend wie, egal wie ! So etwas ist für mich ein Betrug am Kunden, der mit Versprechungen geködert wurde.

Das trotz Kurzarbeit die Wirtschaft brummt

Sollte zu denken geben. Offenbar geht es auch so.

Das die Digitalisierung und die ständige Verlagerung von Produktion in Niedriglohnländer massive Überkapazitäten auf dem „Arbeitsmarkt“ bzw. vielmehr innerhalb der Betriebe geschaffen hat, wird nun durch Corona wie in durch ein Brennglas fokussiert !

Was wird/soll mit all diesen Menschen geschehen? Soll man die Verkäuferin im Modegeschäft jetzt zur Systemanalytikerin umschulen und die Flugbegleiterin zur Patentanwältin ? Die Kosmetikerin kann ja sich zur Kranführerin umschulen lassen - schließlich glänzt gerade jetzt besonders das Betongold !

Nein. Wenn Deutschland nur noch durch eine Handvoll spezialisierter Fachkräfte zukünftig vor allem in China sein Geld verdienen will, muss es m.E. entweder ein Programm zur Belebung der Binnenkonjunktur geben oder ein bedingungsloses Grundeinkommen!

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