Kommentare - Mieterbund und SPD fordern bundesweite Mietenregulierung

16. April 2021 - 11:13 Uhr

Nach dem Aus des Berliner Mietendeckels fordern SPD und Mieterbund ein rasches Bundesgesetz, um den Anstieg der Mieten zu bremsen. Die Union müsse ihre Blockadehaltung aufgeben. In Berlin protestierten Tausende gegen das Urteil.

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Kommentare

17:04, vriegel

>>Leider wurde dieser Wohnraum bspw. in Berlin von SPD/Grünen privatisiert. Der fehlt jetzt.

Zudem kamen gerade in Berlin die Sozial-Mieten von einem extrem niedrigen Niveau. Die waren so niedrig, dass davon keine Instandhaltng finanziert weden konnte.

Daher hatte man die Wohnungen ja privatisiert. Politiker halt...<<

Ein vollkommen falscher Kausalzusammenhang.

Ein Instandhaltungsproblem gab es in Westberlin nie.

Allerdings ein Finanzproblem. Die Stadt war nämlich nahezu bankrott, wegen des Bankenskandals. Der lag an Diepgen und Landowsky, beides CDU-Politiker. Deren Senat wurde von Klaus Wowereit gestürzt, der dann erst einmal den Karren aus dem Morast ziehen musste. Sein Finanzsenator hieß Thilo Sarrazin. Der hat dann das Tafelsilber verkauft.

So was war damals modern.

um 16:36 von SinnUndVerstand

Nun ist das Thema also wieder auf der Bundesebene. Und damit können auch Menschen, die in Hamburg, München oder Frankfurt auf moderate Mieten angewiesen sind, hoffen, dass es demnächst neue Initiativen gibt zu einer wirksamen Mietenbremse.

Aha, auf Bundesebene! So lange die CD/SU einen Anteil von mehr als 25% der Sitze im Bundestag "erringt", wird es nichts mit einer wirksamen Mietpreisbremse. Dafür werden schon die Lobbyisten der Wohnungskonzerne sorgen und gleich die fertigen [unwirksamen] Gesetzestexte mitbringen.

So ist das seit 1981 in der Lobby-Republik Deutschland und ich fürchte, das wird sich auch nicht ändern.

@Sisyphos3 17:17

Sie sind ein großartiger Märchenerzähler.

Würde bei weniger ernsten Sachverhalten glatt Spaß machen.

@ jochjoch60

Vorschlag: Sprechen Sie doch mal mit den Mietern der Liegenschaft, was die bezahlen können! Dann können Sie ja mit den Mietern gemeinsam eruieren, was für diese eine zumutbare Mieterhöhung darstellt.

Ich weiß: das ist mit ein bisschen Aufwand verbunden, und man weiß auch nicht so Recht, ob die Mieter dann auch immer die Wahrheit sagen. Aber wenn sich bisher zwischen Ihnen und den Mietern keine Gräben aufgetan haben, dann muss Ihnen da eigentlich nicht Angst und Bange sein. Die meisten Mieter würden das Gesprächsangebot gerne annehmen und sogar Erhöhungen zustimmen, sofern diese nicht ihre Finanzkraft deutlich übersteigen. Diese Chance sollte man nutzen.

Denn fair muss auch fair bleiben!

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@mispel um 15:41

>Aber das ändert ja nichts daran, dass diese Entwicklung einfach verschlafen wurde. Denn ich möchte bezweifeln, dass nicht absehbar war, dass in bestimmten Regionen zu wenig Wohnraum vorhanden sein wird.<

Schwierig. Berlin schrumpfte real nach der Wiedervereinigung. Nach dem Wegfall der Bundesförderungen schloss viel Industrie die bis dahin von Subventionen gelebt hat. Die Einkommensorientierte Bevölkerung folgte.
Ein viertel der Einwohner ging und hinterließ Leerstand.
Tja. Das war die Situation zu dem Zeitpunkt als man die Großflächigen Planungen hätte machen müssen um für einen Zuzug einer kompletten Großstadt jährlich vorbereitet zu sein.
Natürlich hätte man darauf setzen können; aber keine Bank hätte einem dafür Kredit gewährt. Und nachdem das Plus von 40 Mllrden ein minus von 60 geworden war schon gar nicht.

Mietendeckel in ganz BRD

Dass die vermeintliche zukünftige Bürgermeisterin von Berlin für einen bundesweiten Mietendeckel ist, wundert mich nicht. Immerhin gewinnt sie dadurch die Sympathie der Linken und Grünen.
Man sollte das auf Berlin begrenzen, und diese Stadt mit bundesweiten Abgaben subventionieren, wie das seit dem 2. Weltkrieg üblich war. Wenn die Stadt aufgrund fehlender Investitionen dann verarmt, kann man Carepakete einfliegen, eine sinnvolle Nutzung des BER wäre damit sichergestellt, und man könnte dann später dort Rollschuh fahren, wie man das heute in Tempelhof tut.
Die Geschichte wiederholt sich bekanntlich.
Ich selbst halte nichts von Planwirtschaft (heute heißt das „Politik mit Lenkungswirkung“.
Mit traurigen Grüßen, usw.

@Sisyphos3 12:10

Hinter Luxussanierungen steckt also die „Klimarettungsidee“, also der modernisierungshungrige Mieter ...?
Hinter der Vertreibung (mit z. T. verbrecherischen Methoden) zugunsten der Zerstückelung in einem Haus auch?

Ich sag‘s ja, Märchen.

17:04 von vriegel

Daher hatte man die Wohnungen ja privatisiert. Politiker halt...
.
logisch das war doch geplant
gibt Unzufriedenheit bei den Mietern
und was wählen die dann GRÜN/Rot

Am 16. April 2021 um 12:13 von Taeler

"SPD-Forderung
"Es müsste aber auch die Forderung sein, dass die Löhne im Bauwesen reduziert werden. "

Der Schritt geht dann doch zu weit. Wenn Sie glauben, die Löhne im Baugewerbe wären Schuld an den hohen Baupreisen sollten Sie mal etwas genauer hinschauen.
Ich bin Zimmerergeselle, habe offiziell eine 41 Stunden Woche, bin gut ausgebildet, übernehme als Vorarbeiter viel Verantwortung und muss mich ständig weiterbilden, da die Ansprüche größer und die technischen Ausführungen immer anspruchsvoller werden. Häufig vom Gesetzgeber vorgegeben! Noch dazu liege ich beruflich nicht gerade auf der faulen Haut. Bin der Witterung permanent ausgesetzt. Stundenlohn ist deutlich unter 20 Euro. Vergleichen Sie das mal mit anderen Branchen, bitte!
Hohe Kosten beim Bauen sind immer verrücktere Vorgaben hinsichtlich der Energieeinsparungen (Dämmstoffe, etc.)
Was glauben Sie warum die KFW Förderungen ab Juli ins Bundesamt für Wirtschaft eingegliedert wird?

17:28 von schneegans

auch wenn sie es nicht glauben
es war so

@jochjoch60 14:13

Die Eigentumsquote in Deutschland gehört zu den niedrigsten in Europa. Das hat seine Gründe (Info empfohlen, sprengt hier den Rahmen).
Die „sogenannten Kommunisten“ haben damit nun gar nichts zu tun.

(Wollen wir die Heuschreckenüberfälle westlicher Kapitaleigner und Steuerkünstler hier erörtern, werden wir gar nicht fertig).

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