Kommentare - Mieterbund und SPD fordern bundesweite Mietenregulierung

16. April 2021 - 11:13 Uhr

Nach dem Aus des Berliner Mietendeckels fordern SPD und Mieterbund ein rasches Bundesgesetz, um den Anstieg der Mieten zu bremsen. Die Union müsse ihre Blockadehaltung aufgeben. In Berlin protestierten Tausende gegen das Urteil.

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Kommentare

damit diese Gier von Vermietern?

von Erich78 @

Und warum zahlen dann Millionen Menschen jahrzehntelang Miete, aber fliegen jedes Jahr 3-mal in Urlaub, haben das neueste Auto oder Handy?
Ich habe 15 Jahre nur Urlaub vor der Haustür gemacht, meinen alten Diesel gefahren und nur gebrauchte Handy gekauft. Dafür ist meinen Wohnung jetzt abgezahlt und kann nur über das Jammer vieler Mieter mit gleicher „Vita“ lachen.

14:05 von SinnUndVerstand

dass Wohnen ein Menschenrecht ist
"jeder Vogel baut sich ein Nest, bevor er Eier legt!"
spricht Bände und muss nicht weiter kommentiert werden.
.
natürlich spricht das Bände !
bei Menschen die glauben die Gesellschaft wäre für alles zuständig
einschließlich für z.B. Bedingungsloses Grundeinkommen
Was gehört denn ihrer Meinung nach noch alles zu den Menschenrechten ?
Wird man echt in eine Gesellschaft reingeboren und darf darauf hoffen,
ein paar finanzieren einem ein sorgenfreies Leben ?

(Ursache) der Altparteien?

von Vielfalt. @

Und wer hat die gewählt? die Millionen Mieter. Also aufpassen bei der nächsten Wahl und über gute alteernativen zu den Altparteien nachdenken. Auch die grünen sind schon eien Altpartei.

14:11, Sisyphos3 @13:43 von Der Lenz

>>Ach wissen sie, der kleine Mann ...
Wenn ich mir so mein Leben Revue passieren lasse
mit 14 kam ich von der Hauptschule,
Schon beim Abgang, wo wir doch alle gleich waren.
Der eine machte ne Lehre, der andere besuchte ne weiterführende Schule, der 3te hängte halt rum.
Alle 10 Jahre trifft man sich zum Klassentreffen,
Beim Ersten, der eine bereits ein Haus, der andere das 3te Auto, mancher nichts gebacken ...
Dann das übliche, 1 ... 2 Scheidungen, Arbeitslosigkeiten
(damals herrschte im Gegensatz zu heute Vollbeschäftigung)
natürlich es waren immer die anderen Schuld<<

Aber Sie haben, wie immer, wenn man Ihren Kommentaren Glauben schenken will, alles richtig gemacht.

Ihre Selbstgerechtigkeit ist preisverdächtig.

@Vielfalt. um 12:05

>der extrem überregulierte Wohnungsmarkt hat mit freier Marktwirtschaft wenig zu tun.<

Seltene Übereinstimmung gefunden.
Ja; Wohnungsmarkt ist aus diversen Gründen niemals Frei, kann er garnicht sein.
So zu tun als wäre er es, oder könnte es sein ist entweder pure Ideologie oder Zweckpropaganda.
Dieses Feld hat immer einen Privatwirtschaftlichen und einen Staatlich regulatorischen Aspekt. Beide können Probleme bereiten und das Verhältnis muss ständig nachjustiert werden.
Ist so
Wenn man heute enteignen muss muss man Morgen wieder Privatisieren. und das ohne das das eine Im Widerspruch zum anderen Steht. Auf die Probleme die sich aus dem Heutigen notwendigen handeln ergeben werden Morgen notwendige Reaktionen kommen die Übermorgen zu korrigieren sind...

Ursachen (Teil 1)

Viele Fragen nach dem Warum. "Warum hat sich der Staat aus dem Sozialen Wohnbau verabschiedet?" Der Grund ist:

Von "anonymer Seite" wurde damals anfangs der 90er unentwegt gejammert, dass sich der Staat viel zu viel überall einmische & die staatlichen Sozialausgaben den Haushalt quasi komplett auffressen würden. Objektiv betrachtet sogar richtig! Aber subjektiv betrachtet? Das quasi die gesamte Deutsche Einheit fast nur aus den Sozialversicherungen bezahlt wurde, hat selbstverständlich ein riesiges Loch in den Haushalt gerissen! Aber es waren nicht die Rentner oder Sozialhilfeempfänger, die dieses Loch zu verantworten hatten. So weit, so schlecht!
Dann kamen McKinsey & Co. in die überschuldeten Kommunen & haben geschaut, wie man die Löcher stopfen könne. Als erstes haben diese natürlich den Rentern & Sozialhilfeempfängern die Schuld für die miserable Lage der Kommunen gegeben, denn "die armen Unternehmen bezahlen ja fleißig Steuern"! Man flüsterte daher den Kommunen ein...

und zwar in Selbstverwaltung?

draufguckerin @

Welche haben Sie persönlich schon gegründet?

Wer sollte denn für Mieter und alle durch die Häuser verursachten arbeiten und Schäden 365Tage/24Std. persönliche Leistungen erbringen ohne dafür bezahlt zu werden?

14:26, Sisyphos3

>>13:55 von fathaland slim
sie wohnen doch überhaupt nicht zur Miete, wie Sie hier immer wieder stolz verkünden.
.
stolz ?
schaffa schaffa Häusle bauen
der Normalzustand im Süden nicht in Miete zu leben
Auch die Menschen in unserer Republik unterscheiden sich gelegentlich<<

Auf dem Lande ist es normal, nicht zur Miete zu wohnen. In der Stadt nicht. Da unterscheiden sich Nord und Süd nicht groß.

Auch in Stuttgart wohnen die allermeisten Menschen zur Miete. In Bissingen an der Teck ist das schon anders. Ich möchte da nicht beerdigt sein. Mein alter Partner aus International Blues Duo - Tagen ist es. Aus Detroit nach Bissingen. Auch ein Lebensweg.

14:21 von melancholeriker

Antisozial ?
Ich vertrete die Auffassung die Gesellschaft hat der Jugend eine Zukunft zu bieten
und den Alten und Schwachen Sicherheit
Wenn ich Probleme habe mit Menschen die so ein System ablehnen
sich nicht an den gemeinschafts Aufgaben der Gesellschaft beteiligen
lasse ich mich gerne von ihnen als "Unsozial" bezeichnen

nebenbei erwähnt,
wann in unserer Geschichte war das Soziale Netz dichter geknüpft ?
Seit wann gibt es Kindergeld für´s 1. Kind, Sozialhilfe wo keiner nachprüft
ob ein wenig Eigeninitiative das erübrigt gar über BGE nachdenkt

12:13 von Sisyphos3

«jeder Vogel baut sich ein Nest, bevor er Eier legt !»

Wieder so ein bekloppter Vergleich.

Selbst wenn der Mensch in gleicher Art Nestbauer wäre wie der Vogel. Wäre das ganze Land zugepflastert mit Menschennestern, da sich jeder Mensch ein Einzelnest Eigenheim baut, und nix zum Vermieten an andere Vögel.

Es hilft da auch nichts, wenn der eine oder andere Zaunkönig der Vergleiche unter seinem Dach noch ein anderes Nest für Spatz oder Geier zum Vermieten dazu vorsieht.

Die legendäre Art von Nestbau vom Vogel Strauß.
Kopf in den Sand geseteckt, ich habe meine eigene Hütte.
Sollen die anderen Schrägen Vögel doch unter der Brücke schlafen, wenn die sich den Nestbau gar nicht leisten können.

Es gibt nicht ein einziges Land auf Erden, in dem sich jeder Mensch sein eigenes Nest bauen könnte, oder auch nur bauen wollte. So eine Art von Unterschied von Mensch und Vogel.

Der Kaiserpinguin in der Antarktis baut gar keine Nester.
Aber der labert auch nicht rum, wer anders solle das tun.

von schabernack 14:20

Die Deutsche Wohnen besitzt 155.400 Wohnungen. Davon 114.200 in Berlin. Von einer monatlichen Durchschnittsmiete gehen 177 Euro an die Aktionäre. Die Initiative Deutsche Wohnen und Co. enteignen ist zuversichtlich bis zu den Bundestagswahlen die nötigen 175.000 Unterschriften für ein Begehren zu bekommen.

Ursache (Teil 2)

... man müsse die Sozialausgaben & die Staatsquote in diesem Bereich nur konsequent senken, dann würde ganz von alleine alles besser werden. Mit der Veräußerung von Sozialwohnungen könne man dabei zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Haushalt restaurieren, Staatsquote senken. Zumal wir ja ein "reiches Land" wären, in dem es "keine Armut" gäbe. Und außerdem sei die demograph. Entwicklung eindeutig, dass die Bevölkerung überaltere & der Leerstand langfristig zunehme, also es keinen Mangel an Wohnraum gebe & die Mieten deshalb sogar sinken könnten.

So ungefähr ist das damals gelaufen in den goldenen End 90ern und Anfang der 00er Jahre der neuen liberalen "Scheinwelt"! Das klang sooo toll!

Wenn Sie mich fragen: der Staat hat sich hierbei durch massive Naivität schuldig gemacht, dass er diesen Einflüsterungen gefolgt ist. Aber ursächlich waren die von mir im Teil 1 so bezeichneten "Jammerer", die den Stein überhaupt erst ins Rollen gebracht haben. Wer waren diese nur? Hm... mal überleg

14:23 von jochjoch60 / @schabernack

«Also jetzt im Ernst, wollen wir die Mieten gesetzlich billig machen? Was wäre mit Lebensmitteln? Benzin? Strom? Etc. In Berlin gibt es wohl preiswertere Wohnungen, allerdings am Stadtrand. Wir werden es nicht schaffen allen Berlinern auf Ku'damm preiswerte Wohnungen anzubieten.»

Wo rede ich denn von Mieten auf'm Ku'damm billig machen? Genau so wenig wie in Schwabing in München, Königsallee in Düsseldorf, Blankenese in Hamburg, im Hahnwald in Köln. Das waren schon immer Wohnquartiere mit (weit) überdurchschnittlich hohen Miet- und Immobilienpreisen.

"Innenstadt-Vertreibung" von gemischer Wohnbevölkerung unterschiedlicher sozialer Schichten ist das Problem. Man landet dann mit weniger Einkommen am Stadtrand im einförmigen "Ghetto" mit Hochhaus und gar nicht schön. Dort, wo es eng ist, und auch das Corona-Ghetto wohnt.

Es geht auch nicht darum, "Mieten billig zu machen".
Aber darum, dass die nicht ansteigen wie Sau.
Wäre es mit Benzin das gleiche, zahlten Sie nun 5,99 € / Liter.

@ Schabernack

„Der Kuckuck ist der bekannteste Mietnomade.
Daumen runter.“

Da bin ich ganz bei Ihnen. Mietnomaden sind tatsächlich ein absolutes Ärgernis. Ebenfalls Daumen runter

um 11:47 von _NRW

"Vielen Dank liebe CDU + FDP. Danke, dass Ihr nochmal klargestellt habt, dass die Millionen Mieter in Deutschland euch total egal sind."

Das stimmt doch so gar nicht! Union, FDP, viele Vermieter und Juristen haben klar gegen ein Gesetz geklagt, welches nicht der Verfassung gerecht geworden ist. Mehr haben insbesondere Union und FDP nicht klarstellen wollen. Hier muss man ganz eindeutig die Schuld in Richtung Berliner Senat schieben. Man kann kein Unrecht gelten lassen, nur weil es moralisch und menschlich vielleicht auf den ersten Blick richtig zu sein scheint. Seien wir froh, dass wir einen funktionierenden Rechtsstaat haben!

Angesichts der fast schon höhnischen Reaktion einiger Vermieter (insbes. Deutsche Wohnen:"...man muss den Eigentümern gerecht werden"), so auf Nachzahlung zu bestehen, ist allerdings ein Skandal. Ich bin auf die Urteile gespannt und in wie weit man das Land Berlin dafür in Haftung nehmen kann.

@RoyalTramp

Sie beschreiben den marktradikal-neoliberalen Mainstream der 80er und 90er Jahre sehr treffend, machen aber meiner Ansicht nach den Fehler, ihn als deutsches Phänomen zu betrachten.

Es handelte sich aber um eine weltweite Entwicklung. Man kann sie personalisieren und sie auf Maggie Thatcher und Ronald Reagan sowie Helmut Kohl als ihr Anhängsel zurückführen. Damit kommt man der Sache schon näher, aber immer noch nicht wirklich nah genug.

Ein sehr komplexes Thema, über das viele kluge Bücher geschrieben wurden. Die Auswirkungen für den ärmeren Teil der Bevölkerung sind allerdings sehr konkret und überhaupt nicht komplex.

Ein neoliberales Mantra war von Anfang an die Zweidrittelgesellschaft. Was bedeutet, daß es, grob gesagt, zwei Dritteln der Gesellschaft gut und einem Drittel schlecht gehen muss. Dieses Drittel braucht man, um den systemerhaltenden zwei Dritteln immer wieder vor Augen zu führen, was ihnen blüht, wenn sie nicht brav sind. Das Einmaleins der Systemstabilisierung.

Am 16. April 2021 um 12:09 von Thrombosen-Paul

„All der kriminelle Mietwucher, der da auf dem Wohnungsmarkt abgeht und immer mehr Menschen in die Obdachlosigkeit rein treibt, hat schon lange nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun.“

Sie haben Recht.

Mit Marktwirtschaft hat das in Großstädten meist nichts mehr zu tun.

Die organisierte Kriminalität muss Geld anlegen. Man kauft sich Immobilien, die mit Marktpreisen nichts mehr zu tun haben. Spielt auch keine Rolle, Hauptsache es kommt anschließend legales Geld rein.

„Sparkassenbeute in Immobilien umgemünzt,
Geldwäsche, wie aus dem Handbuch

Wie läuft Geldwäsche? Wenn Clans durch Raubüberfälle Geld erbeutet haben, versuchen sie, es in "saubere" Anlagen umzumünzen.

TS Stand: 25.11.2019 11:00 Uhr

@14:32 von RoyalTramp

Wenn die GDL für die Lokführer 6% herausschlägt, hilft das aber der Supermarktkassiererin nicht, wenn der Vermieter die Miete um 6% erhöht, mit der Begründung "Aber die GDL hat doch..." Das ist banalste Logik...

Die banalste Logik sagt, 6% für die Supermarktkassiererin ist gut, 6% mehr Miete ist schlecht. Den Wunsch verstehe ich, der Markt nicht. Ich habe gestern 420€ für Wartung meines Autos bezahlt, vor 10 Jahren waren es 240€. Was mache ich jetzt damit? Auf die Straße demonstrieren? Das Bauen kostet jedes Jahr 5-6% mehr, auch weil die Bauleute mehr verdienen und die Baufirma höhere Löhne zahlt, das ist die banalste Logik. Nur, die ganze Karussell soll, lt. Ihrer Logik an der Miete STOPP machen. Funktioniert aber nicht.

von jochjoch60 14:27

Gibt es keine Regulierung, dann wird durch die Wohnungskonzerne "reguliert". Mit den bekannten Folgen.
Schlecht für Mieter.

@15:15 von schabernack

"Wäre es mit Benzin das gleiche, zahlten Sie nun 5,99 € / Liter."

- wenn es der Preis ist? Ja, das ist die Konsequenz. Man muss immer der Sache aufs Grund gehen und nicht Deckel darauf und basta.

Paprika kosten gerade bis 8€, und jetzt? Soll der Staat ein Paprikapreisdeckel machen?

15:22 von Werner Krausss

und in dieser liga spielt deutschland, weil hier besonders fähige politeliten am werke sind, in der ersten liga mit. im gegensatz zur digitalisierung

Halte Nachzahlung für fragwürdig

Angesichts der Tatsache, dass hier Mieter dafür abgestraft werden sollen, weil sie sich an ein Gesetz des Landes gehalten haben, welches für sie als Laien nicht erkennbar falsch gewesen sein konnte, bin ich auf die jetzt kommende Prozesswelle gespannt. Ich sehe hier eine Haftung des Landes Berlin. Man kann von Mietern nicht erwarten, dass sie sich für alle Eventualitäten vorbereiten oder gar die Kompliziertheit der Gesetzgebung verstehen. Da die Mieter sich auch grundsätzlich als zahlungswillig gezeigt haben, indem sie die entsprechenden Mieten in ihrer damals als gültig aufgefassten Form überwiesen haben, sind hier jetzt vereinzelt aufkommende Befürchtungen, aufgrund der nicht sofort zahlbaren Mietrückstände würde es zu einer Kündigungswelle kommen, nach meiner Auffassung eher nicht zu befürchten. Vielmehr sehe ich hier die Pflicht der Vermieter, bei gerechtfertigten Rückzahlungsansprüchen Zahlungspläne anbieten zu müssen, die sozial verträglich gestaltet sein sollten.

14:26 von Sisyphos3

«schaffa schaffa Häusle bauen
der Normalzustand im Süden nicht in Miete zu leben.»

Auch in Stuttgart wohnen mehr Stuttgarter zur Miete, als welche mit schaffa schaffa Häusle bauten, die sie nun mit kehre kehre umhegen.

In Städten wohnen mehr Menschen zur Miete als in Wohneigentum.
In ländlichen Gegenden ist es gar nicht selten anders.

Immer mehr "Verstädterung" ist irgendwie "Zeitgeist" seit längerer Zeit auch in Deutschland. Aus mehreren Gründen, und ein sehr wichtiger ist der Ort, an dem die Arbeitsstellen sind. Das wird sich erst mal nicht ändern zu wieder mehr auf's Land raus. Gegenteilig breiten sich die Städte ins Umland aus. Es sei denn, geographische Lage wie Stuttgart oder Köln verhindern dies in einige Himmelsrichtungen.

Vergleichsweise ist Deutschland mit keinen Metropolregionen wie bspw. Paris oder London. Schon gar nicht wie Mega-Cities in Asien.

So gesehen, ist Berlin mit Großraum wohl ± 5 Mio. ein Weltdort mit Flair und viel internationaler Attraktivität.

@ 14:34 von werner1955

Genau. Sie schreiben es: Wenn man nicht aufpasst, landet man bei einer "alteernativen" Partei und klebt im braunen Teer fest. Davon hat kein Mieter etwas. Wissen die aber auch und werden das bei der Wahl berücksichtigen.

14:17 von Sternenkind

>>Schrecklich wie die guten Linken / Ultralinken unsere Polizei attackieren.<<

Woran machen Sie fest dass das ausnahmslos Linke waren? Gibt es keine "Rechte" die kaum wissen wie sie ihre Miete bezahlen sollen? Ich vermute dass es auch unter den "Rechten" nicht nur Wohlhabende gibt.

@13:51 von Der Lenz

Ich habe mir mal entsprechende Statistiken angeschaut und da scheint das Baugewerbe in der Tat sehr gut ausgelastet zu sein. Aber das ändert ja nichts daran, dass diese Entwicklung einfach verschlafen wurde. Denn ich möchte bezweifeln, dass nicht absehbar war, dass in bestimmten Regionen zu wenig Wohnraum vorhanden sein wird.

um 12.02 Uhr von re al, Wärmeluftpumpen

Was die deutschen Bauvorschriften und den Kontrollwahn der Behörde betrifft, stimme ich Ihnen voll zu. Sanftes Renovieren und Sanieren, Reparieren ... ist kaum möglich. An meiner Heizung war ein Zündkabel verschlissen. Was sagt der Klempner, bzw die Baufirma? Tut uns leid, Ersatzteile gibt es für diesen Bautyp nicht mehr, Sie brauchen eine neue Heizung. ... hab ich achtkantig rausgeschmissen.
Ersatzteile gibt es nicht immer, aber baugleiche Nachbauten, Klempner, die sich Ersatzteile auf Halde legen ... ein Glück. So ein Zündkabel ist ein Cent- bzw EuroArtikel.
Extrem verteuernde Bauvorschriften verdanken wir überwiegend den Grünen (z.B. "Energieberater", absurde Grenzwerte), aber auch der Bau(teil)industrie. Hochdämmende Fenster in traditionell gedämmten Altbauten führen zu Schimmel, 15cm dicke Plastikdämmung auf Fassaden ist eine Riesensauerei, teuer dazu, und führt ebenfalls zu Schimmel und zu Ungezieferbefall ... Der Staat soll sich da reinhängen, wenn er Ahnung hat, sonst nicht

Mieten

Ob nun eine Deckelung die richtige Maßnahme ist, vielleicht als Akuttmassnahme. Was fehlt oder falsch gelaufen ist ist der Verkauf der Sozialwohnungen oft dicht am Verschenken. Der Bau neuer Sozialwohnungen kommt zu spät und die Koalition hat Jahrzehnte lang nur zugesehen. Der Markt wird es ordnen. Es wat vorhersehbar das uns das irgendwann auf die Füße fällt, ob nun Investionen in Infrastruktur, Bildung Informationstechnologie alles verschlafen zu Tode gespart. Es ist und war mir lange rätselhaft das gerade die CDU/Merkel immer wiedergewählt wurden oder so populär ist.
In vielen, durchaus ärmeren Länder gibt es Förderung für den Eigenerwerb von Haus - und Wohnungseigentum, auch als Absicherung fürs Alter.

14:28 von werner1955

>>SPD fordern ?

Was will den ein ca. 10% Partei noch fordern?<<

Sie haben nicht richtig gelesen! Von der AfD war nicht die Rede.

15:30 von DB_EMD

hat man den Mietern von der Stadtverwaltung nicht angeraten,
das Geld auf die Seite zu legen, es nicht auszugeben ?
Was wäre mit den Abschlagszahlungen für Strom/ Heizung
wenn das Geld nicht reicht, muß man Nachzahlungen leisten.
Auch das ist gelegentlich absehbar, wie bei dem angesprochenen Gesetz

14:32 von werner1955

>>Ich habe 15 Jahre nur Urlaub vor der Haustür gemacht, meinen alten Diesel gefahren und nur gebrauchte Handy gekauft. Dafür ist meinen Wohnung jetzt abgezahlt und kann nur über das Jammer vieler Mieter mit gleicher „Vita“ lachen.<<

Ich wohne auch im eigenen Haus, und habe nicht jedes Jahr Urlaub gemacht. Über den Jammer vieler Mieter kann ich allerdings nicht lachen.
Vielleicht fehlt mir Ihr Humor.

Kehrseite nicht beachtet

Wohnungen mit günstigen Mieten werden vom Gesetzgeber verhindert. In den Jahren bis 2003 haben wir Sozialwohnungen für unter 1.100,- Euro brutto pro m2 gebaut. Nach den ganzen Verschärfungen von Bauvorschriften, Energieeinsparverordnung, etc. sind wir jetzt bei ca. 1.600,- Euro Baukosten pro m2 Sozialwohnung. Dazu kommt eine dramatisch gestiegene Grunderwerbssteuer. In NRW war die Grunderwerbssteuer bis Ende der 90èr bei 1,5%, Jetzt bei 6,5%. All das muss der Mieter am Ende mit bezahlen. Ich find unsere Politik ganz schön scheinheilig. Auch die überhöhten Immobilienpreise sind wegen den 0-Zins Politik entstanden. Auch hier dreht der Staat ordentlich mit an der Kostenschraube. Im Übrigen: das Land Berlin hat Anfang der 2000èr massiv Bestandwohnungen verkauft und viele davon standen leer. Aber auf andere zeigen ist immer besser.

15:25 von jochjoch60

«Paprika kosten gerade bis 8€, und jetzt? Soll der Staat ein Paprikapreisdeckel machen?»

Nö … er sollte die Plastik-Umverpackung vom Paprika deckeln, oder besser gleich ganz verbieten.

Paprika muss man nicht kaufen.
Wohnen muss man aber schon.

Der ewig immer gleiche Irrtum, so zu tun, als sei Wohnraum genau auf dem gleichen Niveau von Wichtigkeit wie alle anderen Konsumgüter.

Wohnraum ist nicht zum Konsum, und hat daher eine ganz einzigartige Stellung im Gemeinwesen … wie Gesundheitsfürsorge sie auch hat.

15:34 von schabernack

Auch in Stuttgart wohnen mehr Stuttgarter zur Miete, als welche mit schaffa schaffa Häusle bauten,
.
älles Reigschmeckte !
aber Spass beiseite, schrieb ich nicht in Städten ist es etwas anders ... ?

und wo sie Köln ansprechen ...
da hatte ich mal nen Kumpel (typische rheinländische Frohnatur)
tolle 3 Zimmer Wohnung im EG (kleiner Garten) eines sehr gepflegten Genossenschaftshauses
man bot im die Wohnung zum Kauf an
er lehnte es aus "idiologischen" Gründen (Arbeiter wohnt in Miete) ab
so erklärte er mir das - ich war beeindruckt !
da zählten so Argumente von mir "wenn er mal in Rente geht"
kommt er mit weniger Rente aus, überhaupt nicht ... wegen mir

@14:32 von werner1955

Sie sagen es, Sie HABEN 15 Jahre Urlaub vor der eigenen Haustür gemacht und Sie HABEN jetzt Ihre Wohnung abgezahlt. Erzählen Sie doch mal wieviel ihre Wohnung damals gekostet hat?
Für eine vergleichbare Wohnung zahlen Sie heute sicherlich das Doppelte, leider haben sich die Gehälter im selben Zeitraum nicht verdoppelt.
Viele der heutigen Mieter hätten mit stabilem Gehalt in den 80ern eine Wohnung oder Haus finanziert bekommen und würden dies heute auch gerne tun- nur wie? Das durchschnittliche Brutto lag 2020 bei 47.700€.( Klingt viel? ist es aber nicht, wenn noch Kinder und sonstige Ausgaben dazu kommen). Wenn Sie eine durchschnittliche Wohnung die in den Peripherien von Ballungsgebieten bei 250.000 +X liegt nicht gerade 35 Jahre abzahlen wollen, dann wohnen Sie eben zur Miete, auch ohne 3x jährlich in den Urlaub zu gehen.
Dasselbe bezahlen Sie in meiner Region alleine schon für ein Grundstück im Dorf in dem es nur einen Bäcker gibt.
Ihr individuelles Beispiel ist nicht vergleichbar.

14:34 von werner1955

>>Also aufpassen bei der nächsten Wahl und über gute alteernativen zu den Altparteien nachdenken.<<

Die von Ihnen so genannten "Altparteien" haben auf diesem Gebiet ohne Zweifel Fehler gemacht. Falls die Menschen, die von dieser schlechten Wohnbaupolitik betroffen sind, die "Neupartei" wählen würden wären sie ja mit dem Klammersack gepudert. Die "Neupartei" würde ja nur Politik für Superreiche machen.

>>Auch die grünen sind schon eien Altpartei.<<

Kann man so definieren. Aber was heißt das? Die von Ihnen favorisierte Partei ist zwar erst ein paar Jahre alt. Aber die möchte eine Politik wie in den 1950er Jahren. Wenn nicht noch weiter zurück. Nein danke.

Danke Stephan Harbarth, C D U

viele CDU-Freunde regen sich hier darüber auf, dass der Mietendeckel eine Erfindung von Rot/Rot/Grün gewesen ist und die nun selbst Schuld sind.
Kein Satz darüber, dass der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Stephan Harbarth ist,
einst stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion..
Hier wurde nicht nur gegen den Mieter entschieden, sondern hauptsächlich politisch..
schliesslich leben wir im Superwahljahr 2021...

Nehmt doch mal Fakten zur Kenntnis !

Liebe Foristen,
wie wäre es mal mit Fakten statt mit Polemik. 5 Gramm Wissen wiegen schwerer als 1000 Tonnen Meinung.
1.) Ja, in vielen Städten sind die Mieten unerträglich hoch, auch einkommens-schwache Mieter brauchen bezahlbaren Wohnraum. Aber:
2.) Angebot und Nachfrage bestimmen in einer freien Marktwirtschaft den Preis. Folge: Um das Problem zu lösen, muss das Angebot die Nachfrage übersteigen. Das heißt: Bauen, bauen, bauen.
3.) Es war die Politik, bundesweit, die über 20 Jahre lang nicht in sozialen Wohnungsbau investiert hat. Und die hunderttausende günstige Wohnungen an die großen Konzerne billig vertickt hat. Und zwar schwarz-gelb wie schwarz-rot und wie rot-rot.
4.) Es ist die Politik, die durch immer höhere Anforderungen und durch den meistbietenden Verkauf von z.B. kommunalen Grundstücken die Kosten für Neubauten immer weiter in die Höhe schraubt.

Das Mietendeckel-Gesetz von Frau Lompscher war einfach grottenschlecht gemacht. Und verstößt gegen das Grundgesetz.

Na so was

Wenn Rot Rot Grün gegen steigende Mieten sind und wissen dass immer mehr Menschen nach Berlin kommen warum werden nicht viel mehr Wohnungen gebaut??

Ach so ich vergaß, Rot Rot Grün will ja keine Flächen versiegeln durch Häuserbau.

Hat Rot Rot Grün noch nie was von Angebot und Nachfrage gehört, oder gibt es das im Sozialismus nicht??

Man kann aber nur einen Tod sterben!

Erich78

da müssen sie warten bis die Zinsen wieder steigen. Das Kapital sucht sich einen sicheren Hafen, wenn der noch Erlöse abwirft dann Bingo!
Also wir können gegen die lockere Geldpolitik der EZB klagen, endlich aufhören marode Staaten oder Betriebe zu stützen, Geld zu drucken. Der Steuerzahler oder eben der Mieter zahlt für das Fest.

um 15:46 von Sisyphos3

"hat man den Mietern von der Stadtverwaltung nicht angeraten, das Geld auf die Seite zu legen, es nicht auszugeben?"

Da bin ich jetzt überfragt. Wenn dem auch so gewesen sein sollte, sehe ich dennoch eine Mitschuld bei Land Berlin. So einfach kann man sich nicht aus der Affaire ziehen.

Vergleichbar mit den Abschlagszahlungen für Strom/Gas etc. ist dieses aber nicht. Mieten sind keine Abschlagszahlungen. Mietverträge haben eine ganz andere Rechtsstellung. Abschlagszahlungen werden z. B. zwar monatlich gezahlt, müssen damit aber nicht zwingend den Mehr-/Minderverbrauch wiederspiegeln. Mieten dagegen sind eindeutig einem Zeitraum und der anfallenden Nutzung zuzuweisen. Entsprechend ergibt sich eine völlig andere Situation. Man muss die Sache auch einmal umgekehrt beleuchten! Was ist mit den Vermietern, die in dem Zeitraum eine Mindermiete entsprechend des Gesetzes gar nicht erst haben gelten lassen. Was ist mit den damals eventuell geahndeten Verstößen? Wie reagiert da Berlin nun?

@15:49 von schabernack

Leider ist der Kontext weg..Sie haben mit Benzin angefangen (-:

"Der ewig immer gleiche Irrtum, so zu tun, als sei Wohnraum genau auf dem gleichen Niveau von Wichtigkeit wie alle anderen Konsumgüter."

Den Unterschied verstehe ich schon, nur dass ich immer selbst meine Miete bezahlt habe und nicht nach dem Staat gerufen.

"Nö … er sollte die Plastik-Umverpackung vom Paprika deckeln, oder besser gleich ganz verbieten."

Klar, verbieten.

Verfassungsbruch

Da verstößt eine Landesregierung in vollem Wissen, aber ohne Gewissen, gegen das Grundgesetz und verkauft es nach einer krachenden Ohrfeige vom Bundesverfassungsgericht auch noch frech als eine Art "zivilen Ungehorsam"! Das muss man sich erst mal klar machen!

Nehmt doch mal die Fakten zur Kenntnis! Teil 2

Gerade in Berlin, aber auch in München (damals durch Finanzminister Söder) wurden zehn- bis hunderttausende Wohnungen billigst vertickt.

Der rot-rot-grüne Berliner Senat war sich nicht zu blöd, vor zwei Jahren Wohnungen von einer Wohnungsbaugesellschaft wieder zurückzukaufen, für meiner Erinnerung nach fast 1 Milliarde € und mit einem hohen Gewinn für die Wohnungsgesellschaft. Kauf von Bestandswohnungen schafft aber keine Entlastung auf dem Wohnungsmarkt. Für eine Mrd. € hätte man auf städtischem Grund = ohne Kaufpreis Grundstück auch mindestens 5.000 günstige, kleinere Wohnungen von 45 - 70 qm neu bauen können... Das hätte Entlastung gebracht!

Das schlechte Lompscher-Gesetz hat übrigens auch die Falschen entlastet. Wer wohnt denn in begehrten 140qm Stuckaltbau in Charlottenburg? Gutverdiener, Doppelverdiener. Deren Mieten wären qua Baujahr deutlich gesunken, weniger die 60qm Wohnungen aus den 70er Jahren. Setzen, sechs - Frau Lompscher!

Also: Neubau, Neubau, Neubau!

15:42 von draufguckerin

>>Extrem verteuernde Bauvorschriften verdanken wir überwiegend den Grünen<<

Jetzt wo Sie sagen! Inden letzten 15,5 Jahren gab es viele dieser verteuernden Bauvorschriften. Und man glaubt es nicht, genau seit dieser Zeit regieren die Grünen im Bund und allen Bundesländern mit absoluter Mehrheit.

15:55 von Sisyphos3

«… da hatte ich mal nen Kumpel (typische rheinländische Frohnatur)
tolle 3 Zimmer Wohnung im EG (kleiner Garten) eines sehr gepflegten Genossenschaftshauses
man bot im die Wohnung zum Kauf an
er lehnte es aus "idiologischen" Gründen (Arbeiter wohnt in Miete) ab
so erklärte er mir das - ich war beeindruckt !
da zählten so Argumente von mir "wenn er mal in Rente geht"
kommt er mit weniger Rente aus, überhaupt nicht ... wegen mir.»

Lehnte die Rheinische Frohnatur den Kauf nur aus ideologischen Gründen ab, gehört der eigentlich ins Krokodilskostüm im Henneschen-Theater, auf dass man ihn dort wegen zu viel Frohnatur allabendlich prügele.

In aller Regel ist es finanziell (viel) besser, man hat im Alter Wohneigentum. Manche Menschen mögen sich aber nicht um Instandhaltung kümmern müssen. Kann man dann auch verstehen.

In der Eigentümergemeinschaft ist meist mind. 1 Depp dabei, der alle anderen nervt. Bei mir 1 aus > 40, der den Kindern auf den Spielrasen "Ziergebüsche" pflanzen wollte.

@ 14:33 von Sisyphos3

Sie haben meinen Hinweis bestens verstanden. Ich verstehe nicht, warum Sie die Menschenrechte, die Sie übrigens ohne große Mühen nachlesen und studieren können, verwechseln mit "die Gesellschaft wäre für alles zuständig" und "ein paar finanzieren einem ein sorgenfreies Leben". Reine Provokation? Haben Sie doch nicht nötig, oder?

Werner Kraus

Der kriminelle Mietwucher muss bekämpft werden, was gemacht werden muss ist bezahlbaren Wohnraum schaffen.
PS. Morgen verlasse ich das Kranken haus.

15:59 von carsten67

wie schon mehrfach hier geschrieben
es sind auch staatliche Vorgaben wie Wärmedämmung,
wer erhöht dauernd die Müllabfuhr Grundsteuer etc. dazu noch die EEG Umlage für Strom, Kaminkehrer beim Überprüfen der Heizungen
Auch das kommt alles dazu
und dann ist es auch ein gewisser Komfort
heute lebt kein Kind mehr wie ich mit dem Bruder auf 12 qm

Wir brauchen

dringend einen Stopp der für das ganze Land gilt, und nicht nur bei Mieten, sondern auch noch für einige andere Dinge, wie zum Beispiel Energie Preise.
Wir bewegen uns ganz oben, und und für Energie alles Art und Miete müssen die Menschen ein großen Teil ihres Einkommens ausgeben, das steht in keinem Verhältnis mehr zum Einkommen.
Aber das Geld zu Geld fließt, und das immer nach oben, sehe ich keine Änderung in den nächsten Jahren. Dazu noch, seit 30 Jahren wird erzählt, wir schrumpfen, auch diese Woche gab es wieder solche Artikel, wir werden aber immer mehr, statt weniger.
Und alle benötigen Wohnraum, kommunaler wurde verhökert, und das nicht nur in Berlin, jetzt ist Jammern groß.

@15:58 von Papa Pig

"Kein Satz darüber, dass der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Stephan Harbarth ist, einst stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion."

Herr Harbarth ist Chef des 1. Senats, das Urteil wurde aber vom 2. Senat gesprochen.

@ 15:59 von carsten67

Sie irren sich: In der Sache wurde über das Mietdeckel-Gesetz gar nicht entschieden; das Verfassungsgericht hat lediglich festgestellt, dass die derzeit geltende Bundesregelung keine zusätzlichen Länderregelungen erlaubt. Nun ist das Thema also wieder auf der Bundesebene. Und damit können auch Menschen, die in Hamburg, München oder Frankfurt auf moderate Mieten angewiesen sind, hoffen, dass es demnächst neue Initiativen gibt zu einer wirksamen Mietenbremse. Das Thema wird den Bundestagswahlkampf mit bestimmen. Und ob ein Söder, der selbst vor einigen Jahren 33000 Wohnungen ohne Not und mit Trickserei an einen privaten Investor verhökert hat, das Vertrauen dieser Mietparteien gewinnt, wage ich mal zu bezweifeln.

Am 16. April 2021 um 15:58 von Papa Pig

Zitat: Kein Satz darüber, dass der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Stephan Harbarth ist, einst stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Entschieden hat der 2.Senat. Herr Harbart gehört dem 1. Senat an. Er war also an der Entscheidung nicht beteiligt.

Zudem werden Urteile von dem gesamten Senat, bestehend aus acht Richter*innen und nicht nur d. Vorsitzenden getroffen.

Frau König, die Vorsitzende des 2. Senats, wurde übrigens auf Vorschlag der SPD zur Bundesverfassungsrichterin gewählt.

Die Umverteilung von unten nach oben geht wieder weiter

Aus dem im Artikel verlinkten Kommentar vom 25.03. ("Mietendeckel zeigt Wirkung"): "Der Berliner Mietendeckel macht sich in der Bilanz des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen deutlich bemerkbar. Die Mieteinnahmen stagnieren"

Jetzt geht werden wohl die Miteinnahmen der "Besitzenden" wieder steigen. Und auf der anderen Seite die Mietausgaben der weniger Begüterten oder "finanziell Abhängigen" auch.

16:06 von DB_EMD

Also Berlins größte Immobilienfirma hat behauptet die Mieten nicht nachzufordern
so war gestern in den Medien zu hören

alles in allem ne üble Sache

Fakten Teil 3

Noch ein Kostentreiber: Die Länder, zumindest Berlin u. Brandenburg, treiben seit Jahren kontinuierlich die Grunderwerbsteuer nach oben g. Dies verteuert Neubau (=den nötigen Grundstückserwerb), respektive den Wohnungskauf. Es ist die Politik, egal welcher Couleur, die erheblich zur Verteuerung beiträgt, auch durch immer mehr Bau- und Sanierungsvorschriften, die dann auf Mieter umgelegt werden. Reines "Investoren-Bashing" greift zu kurz.

Und: Ja, vor ein paar Jahren waren Wohnungen noch billiger zu kaufen. Dafür die Zinsen höher, ich habe noch 5,8% Zins bezahlt. Heute liegt der Zins bei deutlich unter 1%.

Wer heute eine Wohnung für z.B. 300 T€ kauft u. davon 200 T€ finanziert, zahlt dafür unter 166,-- € Zins/Monat. Bei 2% Tilgung zusätzlich =Gesamtbelastung unter 500,-- € Monat = wohl billiger Miete.
Damit ist nicht allen geholfen, auch die 100 T€ Eigenkapital muss man erstmal haben. Wer aber kann, sollte kaufen - schon zur Vermeidung von Altersarmut. Denn Rente ist nicht sicher!

16:16 von Tremiro

also diese Wärmedämmmaßnahmen haben sicherlich die Handschrift der Grünen
ob die jetzt eine absolute Mehrheit haben oder nicht
Ebenso die Abgaswerte der Heizungen, was ja gemessen werden muß

16:10 von jochjoch60 / @schabernack

«Den Unterschied verstehe ich schon, nur dass ich immer selbst meine Miete bezahlt habe und nicht nach dem Staat gerufen.»

Der Staat soll ja nicht die Mieten bezahlen. Aber er hat eine Fürsorgepflicht den Bürgern gegenüber, dass auch Menschen mit weniger Geld Wohnraum finden und bezahlen können, der mehr als Bruchbude mit Tür und Fenster drin ist. Die gleiche Art von Fürsorgepflicht in anderer Ausgestaltung wie bei Gesundheitsfürsorge.

Ich: «Nö … er sollte die Plastik-Umverpackung vom Paprika deckeln, oder besser gleich ganz verbieten.»

«Klar, verbieten.»

Deckeln reicht ja erst mal.
Und Ironie ist noch teurer als der Paprika für 8 € im Plastikpack.

@16:14 von carsten67

"Gerade in Berlin, aber auch in München (damals durch Finanzminister Söder) wurden zehn- bis hunderttausende Wohnungen billigst vertickt."

Ich habe von 33000 in München gelesen.. wenn's stimmt. Also Hunderttausende wäre viel...

@Sternenkind 13:46

Die „Querläufer“ ziehen schon die ganze Zeit unbehelligt, regelbrecherisch durch Deutschlands Straßen (in allen Himmelsrichtungen).

@Am 16. April 2021 um 15:59 von carsten67

Man kann Ihnen nur beipflichten.
Die Politik hat sich über 20 Jahre lang aus dem sozialen WoBau zurückgezogen. Und noch das: Es gibt seit Jahrzehnten ein Gesetz zur Fehlbelegung von Sozialwohnungen für die Leute, die wegen Ihres Einkommens keinen Anspruch auf eine Sozialwohnung mehr haben, aber in eine solchen Wohnung leben. Die sollten dann eine "Fehlbelegungsabgabe" zahlen, also mehr. Dazu sollte das Einkommen jährlich überprüft werden. Was ist passiert? Wurde nie angewendet. Und zu Ihrem Beitrag um 16:14. In Berlin ist nachgewiesene Dummheit mit politisch korrekter Haltung Voraussetzung für eine Einstellung im ÖD. Man sollte um Berlin eine Mauer bauen. Frust aus!

@Sisyphos3 14:22

Kann so nicht stimmen. Wenn das Doppelte der heutigen Miete noch unter der Vergleichsmiete läge, würde Ihre „Zurückhaltung“ längst vom Finanzamt so besteuert, wie es Ihnen nicht gefallen würde.
Aber dieser ganze Post zeigt keine innere Logik.

@carsten67 um 15:59

>Liebe Foristen,
wie wäre es mal mit Fakten statt mit Polemik. 5 Gramm Wissen wiegen schwerer als 1000 Tonnen Meinung.<

Ja
>2.) Angebot und Nachfrage bestimmen in einer freien Marktwirtschaft den Preis. Folge: Um das Problem zu lösen, muss das Angebot die Nachfrage übersteigen. Das heißt: Bauen, bauen, bauen.<

Zum Glück haben wir ja keine Freie Marktwirtschaft sondern eine Soziale.
Freien Markt für wohnen finden sie auf diesem Planeten nicht.
Abgesehen davon wird gebaut, gebaut, gebaut...derzeit mehr als die Baustoffproduktion hergibt.

>3.) Es war die Politik, bundesweit, die über 20 Jahre lang nicht in sozialen Wohnungsbau investiert hat. .<
Ja. Und? Weil man gestern dies tat darf man heute nicht etwas anderes tun?

>4.) Es ist die Politik, die durch immer höhere Anforderungen und durch den meistbietenden Verkauf von z.B. kommunalen Grundstücken die Kosten für Neubauten immer weiter in die Höhe schraubt.<

Und was hat das mit lange fertig gebautem Altbestand zu tun?

@16:43_carsten67-wer kann sollte kaufen...

"Die Länder, zumindest Berlin u. Brandenburg, treiben seit Jahren kontinuierlich die Grunderwerbsteuer nach oben g. Dies verteuert Neubau (=den nötigen Grundstückserwerb), respektive den Wohnungskauf. Es ist die Politik, egal welcher Couleur, die erheblich zur Verteuerung beiträgt, auch durch immer mehr Bau- und Sanierungsvorschriften, die dann auf Mieter umgelegt werden. Reines "Investoren-Bashing" greift zu kurz."

Kaufen kann leider nicht jeder. Für diese Menschen muss es aber auch bezahlbaren Wohnraum geben.

Leider wurde dieser Wohnraum bspw. in Berlin von SPD/Grünen privatisiert. Der fehlt jetzt.

Zudem kamen gerade in Berlin die Sozial-Mieten von einem extrem niedrigen Niveau. Die waren so niedrig, dass davon keine Instandhaltng finanziert weden konnte.

Daher hatte man die Wohnungen ja privatisiert. Politiker halt...

Es muss wieder einen 2. (sozialen) Wohnungsmarkt geben. Das ist auch ein natürliches Korrektiv für den freien Markt.

Da hilft übrigens nur: bauen, bauen, bauen

16:03, Michael O

>>Na so was
Wenn Rot Rot Grün gegen steigende Mieten sind und wissen dass immer mehr Menschen nach Berlin kommen warum werden nicht viel mehr Wohnungen gebaut??

Ach so ich vergaß, Rot Rot Grün will ja keine Flächen versiegeln durch Häuserbau.

Hat Rot Rot Grün noch nie was von Angebot und Nachfrage gehört, oder gibt es das im Sozialismus nicht??

Man kann aber nur einen Tod sterben!<<

Es gibt genug Wohnungen in Berlin. Und viel Leerstand.

Die Wohnung, aus der ich vor zwei Jahren und zwei Monaten geräumt wurde, steht nach wie vor leer, und es ist nicht die einzige im Haus, die leer steht.

Ein altes Ehepaar, die Frau lebte in dritter Generation im Hause, wurde ein halbes Jahr vor uns geräumt. Zum Glück kümmert sich das Neuköllner Bezirksamt um solche Fälle und hat den beiden eine Wohnung in Marzahn besorgt. Besser als nichts, aber alte Bäume pflanzt man eigentlich nicht um.

Die Wohnung, aus der sie geworfen wurden, steht ebenfalls nach wie vor leer.

@hesta15 11:58

„ .... Für was wollen sie die CDU und FDP verantwortlich machen, das RRG die Verfassung verstoßen hat?“

Für die Klage im Sinne der Kapitaleigner, für die jahrelange Unterstützung der vermögenden Klientel (das zu merken, brauchen Deutsche immer ziemlich lange), für den Ausverkauf günstiger Wohnungen, für eine verfehlte Wohnungsbaupolitik, für unsinnige Belastungen des selbstgenutzten (einzigen) Wohneigentums (u.a. Grunderwerbssteuer)
.......

@berelsbub 14:00

Nur dass Vögel keine Mieten bezahlen sondern von mir kostenloses Nistmaterial und Verpflegung serviert bekommen.

@Michael O um 16:03

>Wenn Rot Rot Grün gegen steigende Mieten sind und wissen dass immer mehr Menschen nach Berlin kommen warum werden nicht viel mehr Wohnungen gebaut??<

Liest niemand mehr nachrichten? Braucht niemand jemals einen Handwerker?
Auf dem Bau herrscht schon seit vielen Jahren Hochkonjunktur. Jeder der weis wo bei einem Nagel vorne und hinten ist ist voll ausgebucht.
Nichts, wirklich nichts brummt stärker als der Bausektor. In Berlin gibt es keinen Platz mehr für die aus dem Rest der Welt importierten Bauarbeiter die hier sind weil gebaut, gebaut, gebaut wird

Deshalb ist es ja auch so wichtig die Luxussanierungen zu Stoppen: jeder Bauarbeiter der aus dem Umarbeiten des Bestandes abgezogen wird kann neuen Wohnraum Schaffen statt Alten, der dann auch noch Jahrelang lehrtest umzugestalten.

@Sisyphos3 um 16:26

>> [...] und dann ist es auch ein gewisser Komfort
heute lebt kein Kind mehr wie ich mit dem Bruder auf 12 qm<<

Bei allem Respekt. Sollte es nicht eher heißen, daß Sie heute kein Kind mehr kennen, welches mit dem Bruder auf 12 m2 lebt?

Ich schon.

17:01 von schneegans

da muß ich das Finanzamt bei uns in Schutz nehmen !

Ich hatte mal an Verwandte vermietet (ohne Miete)
keine Probleme.
Dann hatte ich neue Fenster ins Haus gemacht, wollte es steuerlich geltend machen
da rief mich das Finanzamt sogar an
Zitat : "ob das mein Ernst wäre" ich entschuldigte mich
der Finanzbeamte lachte und wir waren wieder "Freunde"

Mietpreisbremse verhindert Investitionen

ich glaube das hat hier noch keiner angesprochen. Investoren sind scheue Rehe und wenn das politische Risko zunimmt, dann ziehen sie weiter und woanders hin...

Es gab bereits in Genf die Erfahrung, dass dort Renovierung und Sanierung durch staatliche Eingriffe in den Mietmarkt quasi zum Erliegen gekommen sind und kaum neue Wohnungen gebaut wurden.

Eine Folge des Mietendeckels war zudem, dass in Berlin die Preise im Neubau - trotz Corona - anzogen.

Viele Berliner Bezirke hatten teilweise ein Preiswachstum im 2-stelligen Bereich.

Es fand also dadurch auch noch eine Marktverzerrung statt, in den nicht regulierten Bereich der Neubauten.

Zudem sank das Angebot an Mietwohnungen durch den Mietdeckel, weil viele Vermieter ihre Wohungen lieber zu verkaufen versuchten.

Wer meint ein Bundesweiter Mietendeckel würde irgend ein Problem beheben... sorry Leute...

@vriegel um 17:04

>Leider wurde dieser Wohnraum bspw. in Berlin von SPD/Grünen privatisiert. Der fehlt jetzt.<

Ehre wem ehre gebührt. Die Privatisierung der Wohnungen um den Haushalt der durch die Unionsgeführte Schwarzrote Koalition zerstört worden war zu sanieren geschah unter Rot-Rot. SPD-PDS um genauer zu sein.
Es war notwendig, genau wie jetzt eine Rückführung der Bestände in Öffentliche Hand nötig ist

>Da hilft übrigens nur: bauen, bauen, bauen<

Läuft bis an die Kapazitätsgrenzen (s.o.)

17:16 von Nirwana1962

stellt sich die Frage
was ist Regel was die Ausnahme ?

Seltsam (oder auch nicht?)...

..., die Leute, die keine verfolgten Menschen aus humanitären Gründen aufnehmen wollen, empfangen die ausländischen Aufkäufer mit offenen Armen und hungern danach, dass Normalverdiener (was eigentlich heutzutage schon Niedriglöhner sind) aus dem eigenen Lande immer mehr ausgesperrt werden.

Darstellung: