Kommentare - Wie Banken und Sparkassen von Kunden Strafzinsen kassieren

03. April 2021 - 08:10 Uhr

Viele Banken und Sparkassen verlangen für Giro- und Tagesgeldkonten "Verwahrentgelte" - teils schon ab Einlagen von 10.000 Euro. Damit holen sie sich Negativzinsen der Zentralbank von ihren Kunden zurück. Von Gerrit Rudolph.

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Kommentare

Bargeld lacht

Zwei Möglichkeiten:

1. Bank wechseln
2. Geld abheben

Dazu kommt: Wieder mehr bar bezahlen.

Bei Genossenschaftsbanken: Anteile kaufen (kleine Dividende statt Gebühr, aber Achtung, Haftungsregelungen beachten) und - wenn's die Bank dann zu toll treibt - wieder verkaufen. Letzteres freut die nämlich meist gar nicht.

Grundsätzlich: Bargeld lacht ;-)

Altersvorsorge... wird bestraft

Wer wie empfohlen, fürs Alter etwas zur Seite gelegt hat, wird jetzt bestraft. Diese Politik sollte beendet werden, sonst bricht alles zusammen.

Das hat der Bankkunde selbst in der Hand.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Bankenwechsel ... analog zum Wechsel der Energielieferanten?
Da mag man zwar vom Regen in die Traufe kommen, die Exbank XYZ bekommt aber Probleme, wenn beispielsweise 250 Tsd. Kunden das Institut verlassen.
Für alljene die ohnehin alle Bankgeschäfte online abwickeln, bietet sich so ein Wechsel zu einer Online-Bank sogar an.
Banken sind auch nur Geschäfte, die handeln halt mit Geld und Geltwerten.
Wer sich nicht bemerkbar wehrt, zahlt.
Meine Bank hat Filiale und Automaten abgebaut ... hieße 6 km fahren, das währe zumutbar.
Ergebnis: nahezu alle Kunden sind nun beim Mitbewerber, und das sind etliche Tausend.
Und: die Bank eröffnet zum 01.07.21 eine "Automatenfiliale" ... mit Geld-Automaten und Kontoauszugsdrucker ... könnte zu spät sein...

man staunt nur noch

aber viele banken nehmen den von der ezb verursachten strafzins schon lange und das ab dem ersten €. und bitte, verkneift euch, euer wissen mit dem hinweis, eine andere bank zu nehmen. Ich weis das!

Geldanlage

Man sollte sich genau informieren, ob und in welcher Höhe Strafzinsen abkassiert werden. Generell sollte man sich Gedanken über sinnvolle und effiziente Formen der Geldanlage machen. Das Sparbuch hat längst ausgedient. An Aktienfonds als wichtigem Teil des Anlagevermögens, vor allem den günstigen ETFs, die auch mit kleineren regelmäßigen Beträgen bespart werden können, kommt man nicht vorbei, wenn man Altersvorsorge betreiben möchte. Die niedrigen Zinsen bieten (leider) kaum Alternativen.

Ursache: Geldpolitik der EZB

„Ursache bleibt die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank...“ - genauso ist es! Die Sparkassen und Banken würden den Kunden sicherlich lieber Zinsen für ihre Einlagen geben als „Strafzinsen“ zu verlangen.
Weiter im Artikel steht „Das Ziel der EZB war ebenso klar wie einfach: Die Banken sollten ihre Einlagen nicht unproduktiv herumliegen lassen, sondern als Kredite auf den Markt werfen, um diesen so zu beleben.“ - die Formierung finde ich schon „lustig“: „Kredite auf den Markt WERFEN ...“, sozusagen mit Geld um sich werfen... Ich weiß nicht, wohin das führen wird (bzw. zu einer für viele schmerzlichen Geldentwertung).

Aktienfonds

Wir sparen einen Teil unserer Altersrücklage in Aktienfonds. So haben wir mit Negativ Zinsen kein Problem.

Negativer Zins

Grundsätzlich finde ich negative Zinsen von der EZB und den privaten Banken schon verständlich und sinnvoll.

Strafzinsen

Die 0-Zins-Politik hilft Europa und der Wirtschaft.
Seit Jahren aber geht dieses Handeln zu Lasten der Sparer, die zwischenzeitlich schon Hunderte Milliarden verloren haben.
Nicht nur Banken, auch wurden bei älteren Lebensversicherungen, die eigentlich als Altersvorsorge gedacht waren, die Überschussanteile immer geringer.
Die Reichen und Superreichen waren von dieser Entwicklung nicht betroffen, denn die ließen das Geld "arbeiten" und machten so weiter ihre Gewinne.
Summa summarum also kann man sagen, die Kleineren haben Europa mitfinanziert.
Traurig.

@ Pessimist001

Diese Politik sollte beendet werden, sonst bricht alles zusammen.

Es bricht nichts zusammen. Und wenn, wäre ja die Altersvorsorge zu 100% weg, statt zu 0,5%.

09:08 von H. Hummel

Das hat der Bankkunde selbst in der Hand.
.
natürlich hat er es im Griff
Statt nen Arbeitsplatz in einer Bankfilale zu sichern eben Onlinebanking.
6 km zu fahren nur um Geld abzuheben, spart bestimmt kein CO2

@ Karl Maria Jose...

man staunt nur noch aber viele banken nehmen den von der ezb verursachten strafzins schon lange und das ab dem ersten €.

Ich kenne keine Bank, die unter 10.000 € einen negativen Zins eingeführt hätte.

@Klausewitz um 09:05

Meinen Sie das ernst mit „Bargeld abheben und in den Tresor packen“? Das ist wohl der schlechteste Weg, den man den Leuten empfehlen kann - so verbrennen sie das Geld! Dann schon lieber empfehlen, Gold zu kaufen und in den Tresor legen, aber Bargeld?
Ich jedenfalls empfehle, Geld in Wertpapiere anzulegen (nicht Einzelaktien, wem das zu riskant ist) - es gibt viele ausgewogene Fonds, ETFs, etc., mit denen man ganz gut ansparen kann. Leider wird das in unseren Breitengraden immer noch als „Zockerei“ abgewertet - da sind die Angelsachsen/Amerikaner schon deutlich weiter in der Aktienkultur als wir in D. Man darf sich von solchen seltenen Vorfällen wie bei Wirecard nicht davon abhalten lassen! Wie gesagt, keine Einzelaktien, sondern Fonds (und am besten auf Regionen oder weltweit aufgestellte Fonds). Ist mein Tipp aufgrund meiner Erfahrung damit.

Bei genauem Nachdenken...

...ist die Politik der EZB richtig und Sinnvoll. Denn jeder Euro der auf einem Girokonto landet ist totes Kapital für den Wirtschaftskreislauf. Wenn jeder Haushalt auch nur ein paar Tausend Euros "unter dem Kopfkissen" geparkt hat (ein Girokonto ist nichts anderes), so sind das auf ganz DE hochgerechnet einige Hundert Milliarden Euro (und auf ganz EU noch mehr)! Dagegen muss die EZB vorgehen, auch wenn es den einzelnen schmerzt.

Wenigstens etwas...

Gott sei Dank haben wir nicht auch noch inflationäre Tendenzen. Und wenn man unseren Qualitätsmedien vertrauen kann (und das kann man doch?) sind wohl auch keine in Sicht.

@ um 10:13 von Wolf1905

Gold ist momentan noch viel zu teuer; der Preis wird mit Abklingen der Pandemie weiter fallen.
Der Dax-Level ist momentan so hoch, dass mir schwindelig wird.
In meinen Augen sollten im Moment vor allem wir Kleinanleger sehr vorsichtig sein.

Einige haben schon

vergessen wie viel Geld die Menschen an der Börse verloren haben, weil natürlich jeder die Börse empfiehlt, wenn ich Kommentare so lese.
Wer 10 000 hat, die an der Börse verliert, der hat dann nichts, Menschen die mehr Geld haben, nehmen am Spiel teil, weil die das ausgleichen können.

Der Rest hat Pech, ein Weg wäre, bezahlt mehr mit Bargeld, damit es uns lange erhalten bleibt.

Dazu sage ich nur: Geld weg von solchen Banken

Ich sag dazu nur:

1. Geld weg von Banken die Strafzinsen verlangen
2. Banken die Strafzinsen verlangen, verklagen.

So macht man das. Denn ob Strafzinsen legal sind, wird noch gerichtlich geklärt werden. Denn laut einem Gutachten sind Strafzinsen verfassungswidrig.

https://tinyurl.com/582nurur
dw.com: Gutachten: EZB-Minuszinsen sind rechtswidrig 01.10.2019

Der Hamburger Bankrechtsprofessor Kai-Oliver Knops geht mit der Europäischen Zentralbank hart ins Gericht: Die von der EZB erhobenen Strafzinsen auf Bankguthaben sind rechtswidrig, stellt er in einem Gutachten fest.

Jetzt liegt ein Gutachten vor, wonach die Erhebung solcher Minuszinsen rechtswidrig ist. Für Sparer und andere Kunden der Banken ist das eine gute Nachricht - entfällt damit doch die Basis für die Weitergabe entsprechender Kosten an sie.

@ um 10:18 von ik1985

"Denn jeder Euro der auf einem Girokonto landet ist totes Kapital für den Wirtschaftskreislauf...
Dagegen muss die EZB vorgehen, auch wenn es den einzelnen schmerzt."

Sehr viele aber sind nicht in dieser gesicherten Position, wie Sie es zu sein scheinen.
Und viele "Einzelne" schmerzt es mehr, als Sie sich das wohl vorstellen können.

Hmmm ich bin nun etwas

Hmmm ich bin nun etwas verwirrt... wird das sog. Verwahrentgelt nicht auch für Wertpapierdepots erhoben? Ich dachte Cashguthaben auf dem Konto sowie der Jahresdurchschnitt der Wertpapierwerte im Depot werden addiert (davon 100.000€ Freibetrag abgezogen) und anhand dessen dann 0,5% Verwahrentgelt berechnet? Ich glaube, zumindest bei der comdirect ist es so...

Mit ETFs an der Börse

Mit ETFs an der Börse spekulieren? Die Kurse sind so aufgeblasen, da ist der nächste Crash doch vorprogrammiert...
Fehlt nur noch die Bargeldabschaffung. DANN können die Banken so richtig zuschlagen...

@ schwer gestört (09:45): Sorry anderer Auffassung

@ schwer gestört

Sorry anderer Auffassung. Es ist ungerechtfertigte Bereicherung der Banken. Die Banken haben ein Problem weil viele von denen kurz vor der Pleite stehen und sie nicht rechtzeitig - wie von der EZB verlangt - ihre Finanzpuffer erhöht haben. Siehe:

https://tinyurl.com/b6zkmpr9
Handelsblatt: EZB-Vize: Finanzinstitute sollten Kapitalpuffer zur Verlustabfederung nutzen 16.11.2020 - 11:21 Uhr

oder hier:

https://tinyurl.com/2x34hm2k
bundesbank.de: EZB fordert Banken auf, Kreditrisiken anzugehen und Effizienz zu steigern 28. Januar 2021

Nochdazu sind Strafzinsen verfassungswidrig:

https://tinyurl.com/582nurur
dw.com: Gutachten: EZB-Minuszinsen sind rechtswidrig 01.10.2019

So viel dazu. Und von daher sollen sich diese Banken endlich mal den Kreditrisiken stellen und auch ihre Kapitalpuffer erhöhen.

Falsche Analyse der EZB

Die EZB will die Banken ermutigen, mehr Kredite zu vergeben. Doch die Wirtschaft hat überhaupt kein Problem, günstige Kredite zu bekommen, bekanntlich gibt es eine von der EZB durch die Niedrigzinspolitik ausgelöste Geldschwemme. Insofern rennt die EZB damit offene Türen ein. Meiner Ansicht nach ist das offizielle Ansinnen nicht der eigentliche Grund, die EZB will vielmehr den Staaten günstige Bedingungen für deren Verschuldung schaffen. Der Negativzins wird zunehmend zum Problem für Kleinsparer, die ihre Altersversorgung nicht den volatilen Märkten ausliefern wollen. Wenn irgendwann einmal die Mehrheit der Sparer geschröpft wird, hat das unweigerlich politische Folgen. Die Mittelschicht quasi zu enteignen hat schon einmal zu politischen Verwerfungen geführt.

Wie Banken und Sparkassen von Kunden Strafzinsen kassieren...

Da ist in dem Artikel die Rede von Einlagen ab 10.000 Euro.
Aber später wird es wohl auch für Einlagen darunter eingeführt. Eingeführt von Banken, die gleichzeitig das Filialnetz ausdünnen und Personalabbau betreiben (Deutsche Bank und Commerzbank mit 15 Prozent Staatsanteil).

10:18 von ik1985

das ist aber nicht der grund. sondern, ohne negativzins wären morgen italien, france, spanien und wohl ein paar andere pleite

Aus dem Blickfeld geraten sollte nicht die Rolle der EZB

Die EZB hat dieses Zins-Schlamassel ja mitverursacht ohne Rücksicht auf Verluste. Wie im Artikel ja auch angeführt ist der Plan der EZB ja weitgehend gescheitert, also wäre es ja eigentlich an der Zeit sich was neues zu überlegen, denn das Ziel sollte ja sein günstige Kredite zur Verfügung zu stellen. Nur, die werden kaum in dem Umfang gebraucht und die Kunden in den Zockermarkt der Aktien zu zwingen ist schon eine Frechheit. Denn immerhin haben auch die ganzen Anbieter von Altersvorsorge Produkten Schwierigkeiten die notwendigen Erträge zu erwirtschaften, grob gesagt ist also die EZB-Politik eine unsoziale Renten- und Altersvorsorge-vernichtungspolitik. Der erwünschte positive Einfluss auf die Wirtschaft ist nicht wirklich zu sehen, also ist die EZB in großen Teilen gescheitert. Höchste Zeit, sich mal zu fragen, ob die ganzen Wirtschaftstheorethiker mal neue Theorien erfinden müssten weil die alten Rezepte nicht mehr greifen.

@pemiku um 10:28

Sie schreiben „Gold ist momentan noch viel zu teuer; der Preis wird mit Abklingen der Pandemie weiter fallen.
Der Dax-Level ist momentan so hoch, dass mir schwindelig wird.
In meinen Augen sollten im Moment vor allem wir Kleinanleger sehr vorsichtig sein.“
Ja, mit dem Goldpreis ist es ein auf und ab - ich meinte, dann lieber Gold in den Tresor als Bargeld.
Bzgl. der Höhe des DAX: jedesmal, wenn ein Rekordhoch erzielt wird, denke ich „ist der hoch...“; schauen Sie mal auf den Dow Jones - verdammt hoch, und vielleicht auch überbewertet. Aber: auf lange Sicht steigen solche Indizes, das zeigt die Vergangenheit; und wer nicht auf einmal alles einsetzt, sondern monatlich investiert - das kann auch ein Kleinanleger! - wird AUF LANGE SICHT (10 Jahre sage ich mal) glaube ich einen vernünftigen Schnitt (Rendite) machen. Man darf nur bei Krisen nicht gleich Hals über Kopf aussteigen.
Diesbezüglich finde ich auch, sollte in der schulischen Ausbildung auch mal unterrichtet werden!

Strafzinsen treffen viele Kunden...

Ursache bleibt die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die EZB senkte den Einlagenzins erstmals 2014 in den Minusbereich ab, auf -0,10 Prozent. 

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Im August 2019 wollte der SPD Finanzminister prüfen ob solche Strafzinsen bei Kleinsparen überhaupt rechtens sind...
Bisher ist in dieser Hinsicht vom Kanzlerkandidaten Scholz noch nicht viel geschehen und ich denke da wird sich mit dieser Regierung auch nicht mehr viel ändern...
Fakt ist aber, die Zeche der EZB zahlen mal wieder die Kleinanleger und Kunden in Deutschland, wer auch sonst.

@Pessimist001, 08:39 Uhr - Sparen lohnt sich

Völlig falsch. Altersvorsorge wird zu Recht in den Fokus gerückt. Wichtig ist freilich die richtige Form der Altersvorsorge - und die bedeutet, dass man früh genug einen monatlichen Sparplan entwickelt, auch kleine Beträge lohnen sich. Wer regelmäßig in einen guten Aktienfonds eingezahlt hat, der möglichst weltweit angelegt ist, kann sich heute über ein ordentliches Vermögen freuen. Zusätzlich sollte man, wenn möglich, vermögenswirksame Leistungen nutzen und auch die betriebliche Altersvorsorge ist ein wichtiger Baustein und wer sich dann noch eine Immobilienzusammengespart hat, der dürfte sich auf die Rente freuen. Nicht zu sparen, obwohl man sparen könnte, wäre der absolut falsche Weg.

@schwer gestört, 09:44 Uhr

Sie verfolgen die absolut richtige Strategie. Nicht alles auf eine Karte (Aktien) setzen, aber auf diese renditestarke Anlageform auf keinen Fall verzichten.

@Demokratieschue... um 10:36

Sie sagen dazu:
„1. Geld weg von Banken die Strafzinsen verlangen
2. Banken die Strafzinsen verlangen, verklagen.
So macht man das. Denn ob Strafzinsen legal sind, wird noch gerichtlich geklärt werden. Denn laut einem Gutachten sind Strafzinsen verfassungswidrig.“

Zu 1.: Ja, ist ein Weg
Zu 2.: Auf gar keinen Fall! Den Prozess verliert man, und dann hat man noch die Rechtsanwaltskosten, die durch die Decke gehen! Soviel Zinsen kann man gar nicht erwirtschaften, die diese Kosten decken.
Außerdem: ein Gutachten einer Professors bedeutet noch lange nicht, dass er recht hat oder dass man als Bankkunde Recht bekommt.

@wenigfahrer, 10:32 Uhr

Nur Zocker setzen alles auf Aktien einzelner Unternehmen. Ein weltweit investierter Aktienfonds (ETF) bietet freilich sehr viel Sicherheit. Die Kenntnis über nachhaltige Formen der Geldanlage ist den Deutschen leider immer noch fremd - und das ist schade. Eigentlich sollte man schon in der Schule auf das Thema Altersvorsorge/Geldanlage vorbereitet werden. Andere Europäer sind da sehr viel besser informiert.

09:45gestört

warum?

@wenigfahrer um 10:32

Nicht jeder empfiehlt die Börse, das steht nicht in allen Kommentaren.
Wer 10000 Euro hat, soll die auch nicht auf einmal in der Börse anlegen, sondern monatlich (z. B. 50 Euro) ansparen - Möglichkeiten gibt es da viele.
Es ist auch kein Spiel, wie Sie es nennen (sozusagen Casino); nein, ich nenne es vernünftig sparen.

Ich schreibe hierzu aber nix mehr, sonst meint man vielleicht noch, ich sei in diesem Börsengeschäft tätig und verdiene dabei - nein, bin ich nicht! Ich möchte nur nicht mein sauer verdientes Geld mit dieser EZB Geldpolitik verlieren!

Strafzinsen

Die Politik der EZB hat vieles bewirkt:
Seit Jahren völlig überzogene Immobilienpreise, die das Mieten oder Kaufen einer Wohnung oder gar eines Hauses immer unerschwinglicher machen.
Einen Hype auf mehr oder weniger lukrative Aktien, die - wenn man sich damit nicht auskennt oder unseriös beraten wird - auch ganz hübsch ins Auge gehen können.
Eine generelle Abkehr davon, Rücklagen zu bilden, da sparen sich offenbar nicht mehr lohnt, was in Extremfällen in Privatinsolvenzen und später in Altersarmut gipfeln könnte.
Man könnte sich natürlich auch überlegen, einfach weniger zu arbeiten, um statt Geld Arbeitskraft zu sparen, die wir vielleicht dann noch brauchen, wenn unsere Renten eines Tages auf ihren kurzen Lügenbeinen zusammenbrechen.

Die edlen Motive der EZB für den Strafzins

bezweifele ich.
Zitat;“Das Ziel der EZB war ebenso klar wie einfach: Die Banken sollten ihre Einlagen nicht unproduktiv herumliegen lassen, sondern als Kredite auf den Markt werfen, um diesen so zu beleben.“
Zu Beginn der Maßnahme-Einführung habe ich nur einmal einen Kommentar zur EZB Maßnahme gelesen, den ich für sehr plausibel halte. In diesem Kommentar stand: Die EZB braucht die Einnahmem aus dem Strafzins um die Verluste aus den Anleiheankäufen abzudecken und um weiter Gewinne für die Staaten abführen zu können.

@Wolf1905

"Leider wird das in unseren Breitengraden immer noch als „Zockerei“ abgewertet - da sind die Angelsachsen/Amerikaner schon deutlich weiter in der Aktienkultur als wir in D."

Die Wall Street liegt auf dem gleichen Breitengrad wie z.B. Rom, und in Italien ist Aktienbesitz ähnlich selten wie in D.
Und bitte fallen Sie nicht auf finanzideologische Propaganda herein: einfach nur das Wort "Kultur" hinzuzufügen, macht Aktienzockerei nicht besser.
Und genau das bleibt es auch: Zockerei, die man sich leisten können muss. Und da Sie gerade die USA als positiven Vergleich heranziehen: nach der Bankenkrise haben zahlreiche Berufgruppen große Teile ihrer Altersversorgung verloren, eben weil es kein sicheres staatliches Rentenwesen gibt und den Leuten Aktien als bevorzugte Anlage aufgedrängt werden. Und zwar von der gleichen Branche und unterstützt von der gleichen Lobby, die jetzt bei uns Strafzinsen einführt.

Strafzinsen

Sorry solange ein Haus mit Grundstück in der Gegend wo ich lebe, mehr als 100000€ kostet sind Strafzinsen für Spareinlagen nicht zu rechtfertigen. Das Argument von dem toten Geld, was nur auf dem Konto liegt, ist für mich Nonsens. Zum Thema Wirtschaft ankurbeln, empfehle ich, dass die Verantwortlichen Politiker mal in einen Elektrokiladen gehen und schauen wie viele Produkte sie finden die Made in China sind. Was nützt es den Konsum anzukurbeln, wenn der Konsum heutzutage daraus besteht Produkt aus China zu kaufen?

@Wolf1905, 11:20 Uhr

Ich bin kein Banker, aber jeder sollte sich m.E. mit den Formen der Geldanlage vertraut machen. Durch das cost-average-Prinzip macht insbesondere ein Sparplan für einen weltweit investierenden ASktienfonds (ETF) absolut Sinn. Freilich sollte man auch nur Geld einsetzen, das man dann auch tatsächlich verfügbar hat, um Phasen niedriger Kurse nicht für Auszahlungen nutzen zu müssen, sondern zusätzlich investieren zu können.

In solch einem Fall hilft nur

In solch einem Fall hilft nur konsequent die Bank zu wechseln. Leider ist es so das die meisten Banken recht schnell nachziehen, so das wechseln immer schneller erfolgen muss und immer nerviger wird. Da es bei den Banken aber sowieso keine Zinsen mehr gibt bietet es sich natürlich auch an das Geld einfach nicht mehr auf die Bank zu bringen oder komplett abzuheben. Wenn das genügen Menschen machen würden die Banken ziemlich schnell umschwenken, weil sonst deren Kartenhaus aus Geldschöpfung aus Luft sehr schnell zusammenbrechen würde.

@ Fuchs123

Die EZB hat dieses Zins-Schlamassel ja mitverursacht ohne Rücksicht auf Verluste.

Es ist aber in keinem Industrieland anders. Alle Volkswirtschaften funktionieren nach den gleichen Gesetzen. Die niedrigen Zinsen sind unausweichlich.

@ freundliche

... und ich denke da wird sich mit dieser Regierung auch nicht mehr viel ändern...
Fakt ist aber, die Zeche der EZB zahlen mal wieder die Kleinanleger und Kunden in Deutschland, wer auch sonst.

Die Kleinanleger und Kunden in der Schweiz.
Und daran ist weder die deutsche Regierung noch die EZB verantwortlich.

@08:39 von Pessimist001

"Wer wie empfohlen, fürs Alter etwas zur Seite gelegt hat, wird jetzt bestraft. Diese Politik sollte beendet werden, sonst bricht alles zusammen."

Ergänzung:
Steuerfreier Sparerfreibetrag
1993: 6.000 DM
2021: 801 Euro

Und wer dann für die Vorsorge der Kinder und das Alter in rentierlichere, aber riskantere Anlagen wie Aktien ausweicht, wird dann von Neidern beschimpft: Siehe Daimler Dividende.

Eigenverantwortung und Leistung wird in diesem Land verachtet.

09:44 von schwer gestört

dafür aber mit der angeblich abgeschafften soliabgabe

@ik1985

"Bei genauem Nachdenken ist die Politik der EZB richtig und Sinnvoll. Denn jeder Euro der auf einem Girokonto landet ist totes Kapital für den Wirtschaftskreislauf."

Vorsichtig, denn mit dieser Argumentation könnte man auch "Strafzinsen" bei nichtvermietetem Wohnraum oder unbebauten, spekulativen Grundstückskäufen erheben. Oder auf Gold.

Im übrigen gibt es keine Anlagepflicht für Erspartes, genausowenig wie es eine Arbeitspflicht für Fachkräfte gibt, die in Frührente gehen wollen oder können.
Den angeblich so "sozialverträglichen" Arbeitsplatzabbau zB bei VW könnte man damit genauso besteuern, weil Arbeitskraft dem Wirtschaftskreislauf entzogen wird.

Letztlich können Sie damit nicht nur eine Arbeitspflicht bis zum Tode, sondern auch eine Absenkung der Löhne begründen.

Die EZB verursacht dieses Problem selbst. Es sind v.a. die Banken, die nicht mitspielen wollen. Wozu auch? Wer Geld für 0% von der EZB bekommt, braucht nicht das Geld der Kontobesitzer.

@10:28 von pemiku

"Der Dax-Level ist momentan so hoch, dass mir schwindelig wird. In meinen Augen sollten im Moment vor allem wir Kleinanleger sehr vorsichtig sein."

Bitte fallen Sie nicht auf den sog. "Performancedax" herein. Das ist eine ganz große Mogelpackung. Der Performancedax beinhaltet Bezugsrechte, Dividenden, Zu-/Abgänge aus dem DAX und ist nicht mit den DowJones oder Nikkei zu vergleichen.

Tatsächlich befinden sich die Aktienkurse in der BRD auf einem Niveau von vor 22 Jahren, also dem Stand von 1999:
www.finanzen.net/index/dax-kursindex

Wenn Sie den Kursindex betrachten oder die Gewinne je Aktie, dann werden Sie feststellen, dass Aktien derzeit die einzige solide Geldanlage sind.
Explizit auch für Kleinanleger!

Mein Kriterium:

Seit 10 Jahren habe ich mein Konto bei einer Ethischen Bank - einer wirklich ethischen!
Es gibt nur sehr wenige davon.

Strafzinsen

Ich habe nichts gegen diese Strafzinsen, sie sind ja irgendwo sinnvoll und mich treffen sie nicht. Und die, die es trifft, werden es gar nicht wirklich merken, wenn sie mal ehrlich sind. Was ist schon 0,5%?

So oder so ..

Bei meiner Sparkasse werden erst ab 100.000 Euro Einlagen Strafzinsen fällig .
Aber die Spparkassen arbeiten ja längst mit anderen unattraktiven Geschäftsmodellen , ..um ja nichts mehr an den Kunden abzugeben !
Da wird die Gebührenspirale in immer kürzeren Zeiträumen mal eben angehoben ; Beispiel :
9,90 für das Girokonto pro Monat ; ..bei unser Sparkasse ab Mai'21 .
Sparbriefe oder Tagesgeldkonto oder Sparbuch mit " null " Zinsen , ..aber schön laufend Kreditdarlehen verkaufen , denn da wird kräftig verdient .
Oh halt , Sparbuch , doch Zinsen , ..
Innerhalb eines Jahres 0,02 % , echt wahnsinnig!

@ pemiku

Gold ist momentan noch viel zu teuer

Es ist aber auch nicht sehr sozial, Gold zu horten.

@ Pessimist001

Wer wie empfohlen, fürs Alter etwas zur Seite gelegt hat, wird jetzt bestraft.

Ja, aber mit einer relativ geringfügigen Gebühr. Kein Grund zu Pessimismus. Die meisten Menschen haben ja gar nichts zur Seite gelegt.

Die Kostenfalle Sparkasse ..

Da fällt mir ein , ...die Begründungen zur Erhöhung von Bank- bzw. Sparkassenangeboten beim Girokonto :
Die elektronischen Möglichkeiten !
Nicht doch , ...damit spart man wieder an Personal , ..
haut anschließend die Gebühren mit zeitlicher Verspätung dann den Kunden um die Ohren !
Wer kennt die kundenfreundlichste Bank oder Sparkasse ?
Ich kenne keine ...

@Adeo60 um 11:52

Ja, sehe ich wie Sie.
Aber in diesem Forum sehen es viele auch anders (doch eher wie eine Art von Casino), und das sollen die dann halt so sehen und ihre Finger von Wertpapieren lassen und sich weiter über „Nullzinsen“ ärgern.
Wenn man dann auch noch Äußerungen vom derzeitigen Finanzminister mitbekommt, der anscheinend keine Aktien hat oder sogar hasst (in Google einfach mal „Scholz über Aktien“ eingeben), dann ist klar, dass die Entscheidung, mit Aktien zu sparen, vielen nicht einfacher gemacht wird.

Finanzrepression - Ursachen

Das ist das über geordnete Thema. Ich kann nur jedem raten sich damit zu beschäftigen.

Als Sparer oder Kunde einer klassischen Lebensversicherung ist man der Gelackmeierte.

Es gibt aber Mittel und Wege das zu umgehen.

Zentraler Punkt ist dabei, die Bank als Ort der Geldanlage aufzugeben.

Aber dieses Umdenken muss im Kopf statt finden. Und die Gefahren sind da.

Fehlendes Wissen über größere Zusammenhänge und über Wirtschaft und Finanzen sind ein großes Problem. Vor allem in einem eher linken Mainstream.

Da müsste der Staat viel mehr tun. Aber Lehrer sind Beamte und müssen sich über Geld überwiegend keine Gedanken machen, kennen sich deswegen auch nicht aus damit.

Nicht umsonst ist Vermögen und Wohlstand so ungleichmäßig verteilt.

Sage ich als Wirtschaftsexperte, in dem Wissen, dass der Großteil der Kollegen so denkt.

Re : Bernd Kevesligeti !

Tja, es geht doch bei allen Banken nur um eines, möglichst viel Gewinn zu erzielen, die Boni hoch zu halten, die großen Aktionäre zu erfreuen, Kosten zu sparen, und viele kleine Leute mit den Strafzinsen zu schröpfen.
Die Kleinen schuften, versuchen sich etwas an zu sparen, und werden dafür bestraft. Die Großen haben die riesigen Aktienpakete, rühren keinen Finger, werden aber immer reicher und reicher.
Gerechtigkeit und Gleichheit sieht so nicht aus.

@sisyphos, 10:08

Statt nen Arbeitsplatz in einer Bankfilale zu sichern eben Onlinebanking.

Höre ich da leise Kritik? Machen Sie das beim Brötchenholen auch so?

"Lieber Bäcker! Hier haben Sie etwas Geld. Brötchen können Sie behalten. Ich bin nur gekommen, um Ihren Arbeitsplatz zu sichern."

Ideen haben Sie schon...

Geld ins Bankschließfach oder in den eigenen Tresor. Praktiziere ich seit Jahren so.

Nicht nur bei Guthaben...

sondern auch beim "normalen" Girokonto langte unsere Genossenschaftsbank jetzt zu.

Bei uns haben sich die Gebühren zum 01.04. um 105 % !!! erhöht.

Grundgebühre von 5 auf 6 € ( ok, DAS hätte ich noch mitgetragen ), 1 € für 40 Freibuchungen ( reicht hinten und vorne nicht, bei bargeldlosem Zahlen beim Bäcker & Co ).
So daß wir im Schnitt jetzt bei 10 € und mehr im Monat wären.
Nun hat uns unsere ehemalige Bank als Giro-Kunde ganz verloren...

Der "gute Rat" des Regionalleiters :"Zahlen Sie mehr mit Kreditkarte".
Jau, EINE ist im Kontomodell enthalten, eine ZWEITE kostet aber nochmals. Zumal einige Händler bei Zahlungen mit KK Mindestumsätze ( 20 - 50 € ) fordern. Also beim Bäcker mit KK geht nicht. Sofortüberweisung kostet jetzt 50 ct...

Zum Thema Aktien / Fonds : Wenn man zum Stichtag X sein Erspartes braucht ( Auto, Küche etc... ), und die Kurse unten sind war's das...

Und viele haben halt keine 50€ pro Monat "über" , die sollten sich das tatsächlich unters Kopfkissen packen...

re vriegel: Experte?

>>Fehlendes Wissen über größere Zusammenhänge und über Wirtschaft und Finanzen sind ein großes Problem. Vor allem in einem eher linken Mainstream.<<

Aber dafür gibt es ja selbsterklärte „Wirtschaftsexperten“ wie Sie, denen man einfach nur glauben müsste, dass man keinem „Experten“ glauben dürfte.

>>Aber Lehrer sind Beamte und müssen sich über Geld überwiegend keine Gedanken machen, kennen sich deswegen auch nicht aus damit.<<

Aber dafür haben wir ja die „Wirtschaftsexperten“ wie Sie. Unverdächtig, dem „eher linken Mainstream“ anzugehören und deshalb permanent „medial“ unterdrückt.

Merkwürdig nur, dass diese permanent unterdrückten Experten permanent in den „Mainstreammedien“ zu Wort kommen.
So stark, dass man gar nicht mehr dazu kommt, seine „eher linken Mainstreamideologien“ zu propagieren.

>>Nicht umsonst ist Vermögen und Wohlstand so ungleichmäßig verteilt.<<

Nicht nur das ist sehr sehr sehr ungleich verteilt...

da diese Maßnahme nur begrenzt wirken kann. Kein Bank wird wegen des Strafzinses Kredite mit windigen Kunden vergeben, wenn sie wegen der schlechten Bonität des Kunden den Ausfall des Kredits befürchten muss. Die Zinschance durch den eventuell gewonnenen Kunden wiegt den Ausfall des Kredits nicht auf. Im Gegenteil: Die Banken würden wahrscheinlich mehr riskantere Kredite vergeben können, wenn die garantierte Verlustquelle Strafzins durch den Wegfall des Strafzinses entfallen würde. Außerdem würde die Krisensicherheit der Banken gefördert, wenn sie wegen des Zwangs zur Weitergabe von Strafzinsen nicht mehr die Gefährdung ihres Kundenbestands befürchten müsste.

Die Überlegung Wertpapier ...

Na für echte Kenner eine Alternative , ..aber der Normalbürger mit laienhaften Verständnis zu den Produkten ?
Ja dafür sind dann die Beratungstermine der Institute zuständig !
Denkste ...
Und schon denkste falsch , ..also muss die Beratung dich dann in die richtige Denkweise reinquetschen ...

@vriegel, 12:42

"Sage ich als Wirtschaftsexperte..." -

Wirtschaftsexperte? Echt jetzt? Und ich dachte immer, sie wären Coronaexperte. So kann man sich täuschen.

@10:18 von ik1985

Aus ihrem Kommentar folgt, dass man das Geld, dass man im Zweifel für die Altersvorsorge zurücklegen will, lieber ausgibt, damit die arme Wirtschaft nicht darbt...
Ich habe selten so einen undurchdachten und unsensiblen Kommentar gelesen.

12:44 von Traumfahrer: Gerechtigkeit und Gleichheit

Gerechtigkeit und Gleichheit sieht so nicht aus.
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Wir "armen Kleinen", und die "gierigen Großen" klingt für mich zu sehr nach Stammtischparolen.

Auch die Kleinen, die etwas ansparen wollen, können doch wählen, wie sie anlegen wollen: Sparbuch, Festgeld, Bausparvertrag, Gold, Aktien, ETF's, Investment-Fonds, Lebensversicherung, ...

(Es muss natürlich zunächst einmal überhaupt etwas zum Sparen übrig bleiben)

Und Wissen hilft, sich dabei richtig zu entscheiden.

Hier könnte unser Bildungssystem sicher mehr tun.
Wenn die Lehrer lediglich Sozialromantik predigen und dass alle Kapitalisten böse sind, dann bleibt man gerne in der Geschichte von den "armen Kleinen und die gierigen Großen" stecken.

@Wolf1905 @Adeo60 Das Problem

@Wolf1905 @Adeo60 Das Problem mit den Aktienfonds liegt meines Erachtens in Deutschland an der Art und Weise wie diese arbeiten. Für einen Aktienfond bezahlen sie in Deutschland einen gewissen Betrag an den Fondmanager für jede Transaktion die er tätigt. Dabei ist es egal ob er mit dem Fond Gewinne macht oder Verluste. In vielen andern Ländern zahlen sie einen Prozentsatz vom Gewinn den der Manager für Sie erwirtschaftet, was einerseits natürlich für den Fondmanager ein Ansporn ist sich richtig reinzuknien und für sie heißt Kosten nur wenns Gewinne gibt. Ich habe meine Vermögenswirksamen Leistungen seid Jahren in einem Aktienfond, ziehe ich die Gebühren die bei jeder Transaktion anfallen von der erwirtschafteten Summe ab, hat sich das nicht wirklich gelohnt da die Gesamtsumme der Fondanteile bei verkauf und Abzug der dabei entstehenden Gebühren fast genau der eingezahlten Summe entspricht. Aktien lohnen nur wirklich wenn man etwas davon versteht und selber handelt oder Glück hat.

10:18 von ik1985 riskante Empfehlung

"Denn jeder Euro der auf einem Girokonto landet ist totes Kapital für den Wirtschaftskreislauf."
jeder Euro, der in Wirecard zu Hypekursen investiert wurde, wurde vom "toten Kapital" zum verlorenen Kapital. Die WechselInvestition vom Sparkapital zum Wirtschaftkapital wird erst dann stattfinden, wenn der Anlegerschutz so verstärkt wird, dass der Anleger auch klar beurteilen kann, ob er in eine gestandene Firma investiert oder in ein riskantes Startup.

re 12:44 Traumfahrer: Geschäftspolitisches Desaster

>>Tja, es geht doch bei allen Banken nur um eines, möglichst viel Gewinn zu erzielen, die Boni hoch zu halten, die großen Aktionäre zu erfreuen, Kosten zu sparen, und viele kleine Leute mit den Strafzinsen zu schröpfen.<<

Zunächst: Strafzinsen widersprechen fundamental dem Geist des öffentlich-rechtlichen Auftrag der „Sparkassen“, jedem Bürger sicheres Sparen zu ermöglichen.
Sparkassen wurden gegründet, um eine Alternative zu gewinnorientierten Privatbanken zu bieten.

Insofern halte ich „Strafzinsen“ bei Sparkassen nicht nur für falsch, sondern für absolut idiotisch, da diese damit ihre eigene Existenzgrundlage konterkarieren. Eine verpasste Chance, sich neu zu legitimieren!

Allerdings: Gewinne machen Sparkassen durch die Weitergabe von Negativzinsen nicht!
Und das Gejammer der „armen Kleinsparer“
>>Die Kleinen schuften, versuchen sich etwas an zu sparen, und werden dafür bestraft.<<
überzeugt mich auch nicht.

Das ist Jammern auf wirklich deutlich zu hohem Niveau!

Ich soll ja laut Politik nun

Ich soll ja laut Politik nun selbst mit zu meiner Rente beitragen/vorsorgen,
...also spare ich:
vergeblich, über 100.000 Euro drohen Strafzinsen. Ja, wer spart denn weniger auf lange Zeit?
...also kaufe ich Aktien:
vergeblich, so dynamisch ist keine Aktie langfristig, dass ich die 30 % Quellensteuer durch den Verkauf rauskriege.
...durch einen Aktienfont:
vergeblich, denn dann muss ich auch fast wieder 150.000 Euro reinstecken, die ich im Bedarfsfall nicht mit Verlusten größer 30 % nicht rausziehen kann. Bringt dann monatlich auch nicht viel, etwa einmal 3000 Euro Devidende im Jahr. Soll das reichen?
...durch ein Eigenheim:
vergeblich, das bringt kein Brot.
Wirtschaftlich gesehen ist mein Leben zu lang. Mit Coronaimpfung bin ich aber sicherer als die jungen Geldverdiener.

12:42 von Wolf1905

Was schreiben sie da für ein Unsinn zusammem? Halten sie es für richtig, daß ein uraltes Bankensystem ins Gegenteil läuft? Soll ich mich als alter Rentner, der gerade mal den Rechner an und- ausstellen kann, noch mit der Börse beschäftigen? Ich kann's einfach nicht fassen.

Am 03. April 2021 um 12:46 von rossundreiter

"Geld ins Bankschließfach oder in den eigenen Tresor. Praktiziere ich seit Jahren so."

Da können Sie bei Inflation und Wertverfall das Geld auch wegfließen sehen...

Ich erinnere mich noch an die

Ich erinnere mich noch an die Zeit, als man sein Gehalt in einer Tüte inkl. Gehaltsstreifen bekam. Plötzlich musste man ein Girokonto haben und den Banken flossen monatlich Milliarden an Gehältern und Löhnen in die Kassen... zinslos! Ohne Girokonto keine Arbeit! Heute ist dieser extreme Geldfluss in die Banken ungebremst, und jetzt werden von den Menschen, die keine Alternative haben Zinsen verlangt, damit das Geld auf der Bank, die wiederum mit dem Geld der arbeitenden Bevölkerung noch mehr Geld macht, bleiben kann.
Geht es eigentlich noch unverschämter?!

Am 03. April 2021 um 12:11 von AbseitsDesMains...

Selbst die Dividende wird dann auch nochmal strafbesteuert, weil man es gewagt hat, verdientes und bereits versteuertes Geld erneut zu investieren. Wird es einem zu dumm und man verkauft die Aktien, sind gleich 30% Quellensteuer drauf. So viel kann auch die Daimler Aktie nicht klettern, als dass man da mit einem blauen Auge rauskommt.

So lange ich sehe,

Das ausgeschüttete Boni für Manager und Vorstände höher sind als selbst derGewinn vor Steuern erübrigt sich jede Diskussion über Negativzinsen.
So lange wie mit Zockerei, welche letztendlich auf alle handelbaren Finanzprodukte zurück fallen, mehr Geld erwirtschaftet wird als reine Dividende, ist es keinesfalls für den Kleinsparer eine sichere Altersversorgung. Wenn es dann so wäre, warum sinken die Renten stetig? Rentenkassen haben auch nicht das Geld im Tresor und sind zumindest in Deutschland verpflichtet nur in sichere Anlagen zu investieren.
Selbst eine weltweite Streuung ist nicht sicher, denn ein weltweiter Börsencrash vernichtet immer das Geld der Kleinanleger.

13:12 von heribix gut das Problem beschrieben

"Ich habe meine Vermögenswirksamen Leistungen seid Jahren in einem Aktienfond, ziehe ich die Gebühren die bei jeder Transaktion anfallen von der erwirtschafteten Summe ab, hat sich das nicht wirklich gelohnt"
Ich habe mit meinem Vbg Fonds die gleichen Erfahrungen gemacht. Der Normalanleger kennt nicht die Quellen, welche Fonds gut anlegen können. Allerdings atmen die Aktienfonds im Takt mit der Wirtschaft, in Krisen fallen sie oft sehr tief in Hochkonjunktur stehen sie oft sehr hoch. Die dauerhafte Wertsteigerung ist entgegen dem oft gelobten Langfristertragsversprechen wie bei jeder Geldanlage nicht garantiert.

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