Ihre Meinung zu: Haus- und Betriebsärzte: 25 Millionen Impfungen pro Monat - machbar

10. März 2021 - 8:37 Uhr

Haus- und Betriebsärzte halten ein viel schnelleres Tempo beim Impfen für möglich, wenn sie endlich mit eingebunden würden. Praxen könnten zudem selbst über die Impfreihenfolge ihrer Patienten entscheiden.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.285715
Durchschnitt: 3.3 (7 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Eins nach dem anderen

Das zentrale Problem ist immer noch die Knappheit des Impfstoffs. Jetzt darüber zu spekulieren, mit welcher Geschwindigkeit dieser appliziert werden kann, wenn (!) erst einmal genug da ist, das sind ungelegte Eier. Erst einmal müssen jetzt mühsam für die verfügbaren Dosen diejenigen aufgesucht werden, die bei einer eskalierenden dritten Welle sonst die Intensivstationen und leider auch Leichenhallen füllen würden. Für die anderen ist eine Impfung erst einmal nicht dringend. Letztes Jahr hatte man angenommen, wirksame Impfstoffe würden erst im Laufe dieses Jahres zur Verfügung stehen, also zu einem Zeitpunkt wo nach heutigem Wissen bereits fast die ganze deutsche Bevölkerung durchgeimpft sein wird. Wir haben noch wirklich Glück gehabt. Also warten wir in Ruhe ab, statt im Hinblick auf die Wahlen politische Panik zu verbreiten. Die Impfzentren arbeiten alle noch auf halber Flamme, da ist viel mehr Kapazität. Und sobald auch Hausärzte impfen, ist die Bevölkerung im nu durch.

Die Angst vor der Rücksichtslosigkeit einzelner

... lässt es offensichtlich nicht zu, dass die meisten Menschen auch (Eigen)Verantwortung übernehmen können und wollen. Für sich selbst, für andere, für die Gesellschaft. Und das gilt auch für alle Arztpraxen, die nicht nur flächendeckend vorhanden sind, sondern auch die nötigen Kompetenzen haben: Jede Ärztin und jeder Arzt übernimmt täglich Verantwortung für sich, die Patienten und die Gesellschaft. Aber bei einer Covid-Impfung ist genau das nicht mehr erlaubt und wird politisch radikal unterbunden. Aus Angst, dass einzelne abweichen.
Das ist wirklich ein Armutszeugnis für die verantwortlichen Personen.

„"Zu viele Vorgaben und Prüfverfahren halten uns nur unnötig auf. Das sollten wir unbedingt vermeiden", erklärt [der Präsident der Bundesärztekammer] Reinhardt in der "Rheinischen Post". Haus- und Fachärzte wüssten am besten, welche ihrer Patienten besonders gefährdet seien“

Das sollte man meinen. Aber in der Politik verwechselt man offenbar gern das Schaffen von Rahmenbedingungen und Koordinierung mit „Vorgaben machen“ und Gängelei.

Millionen Impfungen müssen beginnen

"Die Strukturen und das Know-how seien vorhanden, um schnell und in hoher Frequenz mit dem Impfen zu beginnen."

Lasst es uns endlich tun. Bis der Impfstoff in hoher Frequenz eintrifft sollte das geklärt sein. Pragmatisch, schnell, einfach.

Der Hausarzt und Facharzt sollten helfen.
Gefrierschränke und Kühlung sind ja hoffentlich in Praxen gesichert? Sonst schnell noch den Turbo Gefrierschrank anschaffen.
Auswahl des Impfstoffs ist dann auch gegeben?

Generell Impfen, wo machbar, so schnell wie machbar ist richtig.

Nun besagen Studien, es müssen die Leute mit viel Kontakt geimpft werden, um die insgesamt Infizierung einzudämmen, klingt richtig. Auch betreffend Mutationen.

Der Kreis Priorität Stufe 1 sollte ja fertig geimpft sein?
Somit fallen sehr schwere Fälle weniger auf. Stufe 2 startet. Noch weniger schwere Fälle.
Nun gehts um das gesamte Infizierungsgeschehen und die berühmte Inzidenz, die dann im Sommer endlich sinken sollte.

Hurra! Land in Sicht?

Mal wieder typisch für Deutschland

Es kann schnell, kompetent und effektiv gehandelt werden... aber dafür müssten Politiker, die von der Sache nichts verstehen, den Weg frei machen. Vergesst es. Wieder werden Verbände und Funktionärsinteressen bedient, eine Bürokratie gepflegt als gäbe es keinen dringenden Handlungsbedarf.
Auf der anderen Seite: wenn die Impfungen in der Hand der niedergelassenen Ärzte liegen, gibt auch wieder Gemecker dass die sich nur die Taschen vollmachen wollen, dass sie Macht ausüben, Impfungen nach Gutdünken priorisieren, unnötige Impfungen durchführen, bestimmte Vakzine fördern, die Menschen falsch beraten, Impfzwischenfälle vertuschen...
Wie Du´s machst, es ist verkehrt. Das ist Deutschland heute.

Nicht nur nachdenken - handeln!

Es ist schön und gut wenn man erst einmal nachdenkt bevor man etwas tut - aber alles hat seine Grenzen. Irgendwann muss man auch mal handeln - und genau das tut die Regierung seit Monaten nicht!
Man hätte von Anfang an die Haus- und Betriebsärzte in das Impfprogramm einbinden können statt irgendwie nach der perfekten Lösung zu suchen während Impfstoff im Kühlschrank vor sich hingammelt.
Notfalls muss man alles impfen was einem vor die Spritze kommt!

Der Kreis Priorität Stufe 1 sollte ja fertig geimpft sein

Mein Vater über 80 hat erst im April seinen Impftermin. Meine Mutter Mitte siebzig hat es noch nicht mal bis zu einem Termin geschafft (NRW). Ebenso Ihr gleichaltriger Bekanntenkreis. Vorbildlich achten sie darauf, Kontakte einzuschränken, jammern nicht, sondern sind dankbar, dass sie in absehbarer Zeit geimpft werden. Niemals aber möchten sie, dass das Land für sie stillsteht und die Jugendlichen bis nachmittags in ihren Zimmern zwecks Homeschooling eingesperrt werden, Kinder keine Vereine besuchen können, etc...

Am 10. März 2021 um 08:10 von Mika D

Der Kreis Priorität 1 ist noch nicht fertig geimpft.

Inzwischen folgen aber schon Ärzte, Lehrer, PfegerInnen, ErzieherInnen, OBs und Bischöfe lasse ich mal weg, Sachsen will die Grenzkreise zu Tschechien unabhängig vom Alter vorziehen, Söder spricht von jungen Leuten, Studenten und Grenzgängern, die vorgezogen werden sollen.

Fazit - Priorität 2 (über 70) wird hinten angestellt.

Das trifft‘s

Beim Ausdruck „Bürokratie-Oskar“ musste ich grinsen. Aber das trifft‘s.

Also: Pragmatisch vorgehen mit der Prämisse einer asap- Durchimpfung der Bevölkerung.

impfen beim Hausarzt

Die Hausärzte sind doch das aller naheliegendste.
vermutlich klappt das auch besser als in vielen zentralen Stellen V.a. in CDU regierten Ländern.
Ich jedenfalls finde das prima und längst überfällig. Dann ist es auch sicher möglich, statt dem Zrug von Astra Zeneca, nach Wundch Biontech oder Sputnik V zu bekommen. Bis ich als 67jähriger Asthnstiker "dran" bin klappt das vielleicht. Hoffentlich können sich ei irgendwann CDU Politiker, die mit Masken etc. gut kassiert haben, sich mit dem Geld keinen Vortritt erkaufen

Na wenn das mit den 25

Na wenn das mit den 25 Millionen pro Monat klappt sind wir ja am Ende besser als die Amerikaner. Aber wir reden ja erstmal alles nur schön, statt schön zu handeln. Nur wenn die Ärzte jetzt über die impfreihenfolge entscheiden, wozu haben sich StiKo und Ethikrat dann solche Mühe gemacht, diese zu empfehlen. Dann hoffen wir mal, dass die Ärzte ordentlich dafür bezahlt werden, damit keiner die Hand aufhalten muss.

@M1971

Das Problem in unserer Gesellschaft ist doch momentan, dass in den letzten 25 Jahren, der krankhaften Egoismus als unbedingt notwendige Kerntugend für Erfolg etabliert wurde.

Ausbeutung von Arbeitnehmern, Gewinnmaximierung auf kosten der Gesundheit der Mitarbeiter (überall nur Rumpfmannschaft), zurückfahren des Sozial- und Bildungssystems, Einführung des Profitzwangs in das Gesundheitswesen, Vollkommen ungeregelte Gier auf den Finanzmärkten....
Und all das ohne persönliche Konsequenzen für die Verantwortlichen, wenn das ganze an die Wand gefahren wird und Tausende oder gar Millionen unter den Folgen leiden (nicht eine Verurteilung für die Crash von 2008 oder den großangelegten Betrug bei VW(die für Aktienkursverschlechterung zählt nicht)).

Wenn das soziale Gefüge, meiner Meinung nach mit Absicht, so dermaßen zerrüttet wird... sorgt man sich zurecht über mögliche mangelnde Solidarität...

08:24 von Advocatus Diabo...

>>Man hätte von Anfang an die Haus- und Betriebsärzte in das Impfprogramm einbinden können<<

Und was was hätten die verimpfen sollen?
Schon mal davon gehört dass es erst ab April genügend Impfstoff gibt, um entsprechend viele Menschen impfen zu können?

Ins Schwarze treffen

"Nur gut drei Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig geimpft"

*

Wichtig ist, dass die richtigen 3% geimpft sind.
Und danach sieht es aus, wenn weniger Menschen an Corona sterben.

Betriebsärzte sind schön und gut, aber wie viele Senioren arbeiten denn noch?

Aber leider nicht in Deutschland.

In den letzten Monaten haben ich immer wieder gehört wie toll Deutschland ist. Leider sah dann die Realität ganz anders aus. Bitte keine Ankündigungen, einfach machen.
Vielleicht kann man das Ganze noch bürokratisch verhindern durch eine zentrale Terminvergabe für die Impfung beim Hausarzt.

08:36 von Sonnenstern

Nur wenn die Ärzte jetzt über die impfreihenfolge entscheiden,
wozu haben sich StiKo und Ethikrat dann solche Mühe gemacht, diese zu empfehlen.
.
halten sich die Verantwortlichen an die Vorschläge des Ethik Rates
Also wenn ein 80 ... 90 Jähriger vor mir geimpft wird
ist das für mich nachvollziehbar
wenn 30 Jährige Lehrer vor mit dran kommen nicht
ganz zu schweigen von anderen Personenkreisen

25 Millionen Impfungen pro Monat

Wäre wirklich schön , wir warten alle dringend darauf und jetzt soll Herr Spahn zeigen was er kann ? Wenn es so geht , wie bis jetzt , wird das wieder nichts !

Stimmt. Da kann man dem Präsidenten der Bundesärztekammer nur zustimmen.

Die Hausärzte kennen ihre Patienten und ihren derzeitigen Gesundheitszustand besser als eine Krankenkasse oder irgendeine Behörde, die die Patienten vermutlich noch nie gesehen geschweige denn untersucht hat. Lasst die Hausärzte die Priorisierung selbst vornehmen. Und selbst wenn einzelne dabei von der von Bürokraten vorgegebenen Impfreihenfolge abweichen, mein Gott, Hauptsache es geht endlich vorwärts!

Solidarität

Ich möchte daran erinnern, dass noch vor einigen Monaten kritisiert wurde, dass die Prioritätensetzung beim Impfen auf die Ärzte abgeladen werden könnte. Warum können die Ärzte nicht eingebunden werden und es wird trotzdem nach offizieller Priorisierung vorgegangen? Es wird auf ein "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst"-Prinzip hinauslaufen, alles andere ist doch total naiv. Passt auch zum Verlauf der Pandemie, die oft ausgesprochene Solidarität ist doch ein Witz. Im Vogtlandkreis wird schon der Anfang gemacht. Mir wird da nur noch schlecht bei...

@rjbhome

"Dann ist es auch sicher möglich, statt dem Zrug von Astra Zeneca, nach Wundch Biontech oder Sputnik V zu bekommen." Am 10. März 2021 um 08:36 von rjbhome

*

Genau wegen solcher Starallüren gibt es zusätzlich Verzögerungen beim Impfen.

Und dafür wird ein längerer Lockdown verlangt, wo sich Familien nicht treffen können und Schulen auf Sparflamme laufen.

Klug ist das nicht.

Ich finde, wer es sich leisten kann beim Impfstoff wählerisch zu sein, der ist gar nicht vorerkrankt und braucht auch nichts zu bekommen.

@08:44 von Tada

"Betriebsärzte sind schön und gut, aber wie viele Senioren arbeiten denn noch?"

Sollten wir wirklich mal Impfstoff für 25 Mio. Impfungen im Monat haben, ist das nicht unser Problem. Dann gehen die Senioren zum Hausarzt und die Arbeitnehmer erledigen die Impfung in der Kaffeepause, anstatt sich stundenlang in ein Wartezimmer zu setzen und eine Tag Urlaub dafür nehmen zu müssen.

Dass wir so viel Impfstoff haben glaube ich erst, wenn ich es sehe.

08:28 von Nelke785

Der Kreis Priorität Stufe 1 sollte ja fertig geimpft sein
Mein Vater über 80 hat erst im April seinen Impftermin. Meine Mutter Mitte siebzig hat es noch nicht mal bis zu einem Termin geschafft (NRW).
.
erstaunlich
in der Schule meiner Tochter sind bereits einige Lehrer geimpft
und mein Schwager erhielt im Dezember seine 1. Impfung
vielleicht fehlt es gelegentlich auch an einer gewissen Eigeninitiative der Angehörigen ?
Wobei ich es vorteilhafter empfunden hätte, man bezieht die Einwohnermeldeämter mit ein
aber dann wäre ja wieder der Aufschrei gekommen "Datenschutz"

Die Tendenz

die Ethikkommission ignorieren zu wollen, zeigt deutlich auf, wie weit die Politik und Verbände sich nur um Ihre Klientel kümmern ....

Aber gut, wo ist denn der Vorschlag das Hausärzte bereit sind, "umsonst", zu impfen ' oder warum wird da eine so starke Lobbyarbeit gemacht? Privatpatienten zuerst?

Die wissen zu viel.

Man kann die bisherige Linie, niedergelassene Ärzte zu meiden und statt dessen Impfzentren zu errichten, besser verstehen, wenn man weiß, dass es vielfach Ärzte waren, die bei der Schweinegrippe von der Impfung abgeraten hatten. Das hat die Pharmaindustrie damals Milliarden gekostet - der Impfstoff lag wie Blei in den Regalen und musste am Ende entsorgt werden.

So ein Hippokratischer Eid ist eben gelegentlich auch hinderlich. Das kann die Bundeswehr besser.

(Quelle: "Profiteure der Angst", Arte 2009, youtube.com/watch?v=3k_H2tdlT-A)

Äpfel und Birnen

Das liegt nicht nur zum einen daran, dass dort mehr Impfstoff vorhanden ist, sondern das liegt derzeit - und die Zukunft muss sich erst herausstellen - allein daran. Die frühere Verfügbarkeit von Impfdosen in großen Massen in USA, Israel und UK sind die Folge besonderer, in Deutschland und den meisten anderen Ländern nicht kopierbarer Umstände. Zumal diese drei Länder sich vorher durch besonders ineffizientes Pandemie-Management ausgezeichnet haben, mit der Folge, dass die dortigen Sterblichkeiten durch Corona weit höher als in Deutschland sind. Die dortigen (derzeitigen oder gerade abgewählten) Regierungen mussten also - um politisch überleben zu können - zu verzweifelten Maßnahmen greifen, die wir uns ersparen können, da wir weltweit immer recht gut dastanden.

Der einfache Weg über die Hausärzte ist

zu einfach und wo soll man da Provisionen generieren?

Impfzentren müssen eingerichtet werden, Provision?
Logistikfirmen, Provisionen?
Usw.

08:50 von Pool Roboter

jedes Auswahlverfahren wäre besser als das aktuelle
ob ihr Vorschlag Hausärzte
oder wie der von ihnen nicht favorisierte Krankenkassenvorschlag
immerhin wissen die dort was der Patient an Medikamenten abgerechnet bekommt
und dann ist ja wohl klar wer Bluthochdruck hat, Diabetes hat oder ne was weiß ich für ne Erkrankung
Allerdings !!
das nützt alles nichts ohne Impfstoff

Was für eine Diskussion

Da wird hier einerseits gerne über das zu umständliche Deutschland schwadroniert und andererseits kommen beim Thema "Impfen durch Hausärzte" gleich mal wieder Bedenken auf, dadurch könnte von der vorgeschriebenen Impfreihenfolge abgewichen werden. Meine Güte, wird wirklich niemand mehr vertraut? Natürlich wird es in manchen Fällen dazu kommen, dass ein Arzt z.B. ein Familienmitglied außer der Reihe impft. Na und?

Sollte es wirklich 25 Mio. Impfungen im Monat geben, ist das komplett egal. Dann ist jeder Risikopatient an Pfingsten geimpft. So alt und krank ist unser Land dann auch wieder nicht.

Sehr begrüßenswert finde ich, dass hier im Forum die früher so verbreitete Impfskepsis dem Impfneid gewichen ist ("warum wird eine 30-jährige Lehrerin vor mir geimpft"). Wir machen Fortschritte, auch wenn Neid keine angenehme Eigenschaft ist.

Hausärzte priorisieren dann selbst?

Bitte nicht.
Ich sehe die Gefahr, dass ein Wettlauf beginnt.
Wer es schafft, seinen Hausarzt zu überzeugen, der ist dann auf der sicheren Seite.
Konkurrenz wäre der falsche Weg in der Pandemie.
Hier helfen nur Regeln, die auch befolgt werden. Impfen beim Hausarzt ja, aber nach Regeln.
Wir dürfen nicht alles aufweichen.
Aber der Trend geht allgemein zum Widerspruch.
Zitat aus der Webseite der Stadt Salzgitter:

„ Inzidenzwerte sind nicht geeignet, einen verlässlichen und nachvollziehbaren Orientierungsrahmen für die Bevölkerung zu schaffen", so die Oberbürgermeister Ulrich Mädge (Hansestadt Lüneburg), Frank Klingebiel (Stadt Salzgitter) und Klaus Mohrs (Stadt Wolfsburg) übereinstimmend.

Quelle:
https://www.salzgitter.de/pressemeldungen/2021/nst-corona-vo.php

Fazit:
in Deutschland gibt es jetzt schon die fatale Tendenz, die Pandemie-Hygiene-Regeln immer mehr aufzuweichen.
Deshalb:
Impfen beim Hausarzt ja, aber nach den Regeln der STIKO.

Die Zahl der

Die Zahl der Corona-Todesfälle ist trotz hoher Inzidenzwerte stark rückläufig. Das zeigt, dass die gefährdesten Menschen bereits geimpft sind. Wie die weitere Reihenfolge und Anzahl der Impfungen pro Monat verläuft ist dagegen sekundär. Es könnte aber noch weiterhin einige Todesfälle von Ü80-jährigen geben, die sich partout nicht impfen lassen wollen.

@ 08:36 von rjbhome

Die Produktion von Sputnik V reicht noch nicht einmal im Entferntesten für die russische Bevölkerung. Bis die Produktion von dem Impfstoff wirklich so angelaufen ist, dass wir auch nennenswerte Mengen (also nicht nur ein paar zehntausend Dosen, wie sie bisher in willfährigen Ländern angekommen sind) abbekommen könnten, ertrinken wir in der Produktion von Johnson&Johnson (nur eine Impfung erforderlich). Denn wenn die USA so etwa im Mai durchgeimpft sind, wird der Impfstoff im großen Stil ins Ausland verkauft. Sputnik V soll aber frühestens im Herbst in größeren Mengen produziert werden können.

Schutz nicht gegen Corona

Bei Berichten zu den Impfungen heißt es immer, daß "gegen das Coronavirus geimpft" wird.

Soweit ich weiß, ist das nicht richtig.
Die Impfung schützt vor der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelösten Infektionskrankheit Covid-19.

Nach der Impfung ist man nicht vor einer Infektion durch das Coronavirus geschützt.
Als Geimpfte/r kann man nach einer Infektion das Virus auch auf andere Menschen übertragen.

Zudem ist nicht klar, wie lange die Impfung vor der Erkrankung an Covid-19 schützt.

Geimpfte müssen weiterhin sich und andere durch Masken etc. schützen.
Das wird leider kaum mal klar formuliert.

Ich befürchte, daß ein Großteil der geimpften Menschen weder Maske tragen noch Abstand halten werden.
Weil sie schlecht informiert wurden.

Bitte den Bundestag nicht vergessen!

In USA ist die Impfkampagne voll im Gange. Dort hat man (O-Ton Biden), dem Virus den Krieg erklärt. Und so wie die USA global militärisch-logistisch exzellent organisiert ist, laufen auch die Impfungen wie am Schnürchen ab. Und so, wie wir in D militärisch organisiert sind.....
Wir haben in D, im Gegensatz zu USA und GB eine sehr gute Dichte von Krankenhäusern und Ärzten. Warum kommt man jetzt erst auf die Idee, die Stellen, die ohnehin generell mit Impfungen beschäftigt sind, in die Kampagne einzubinden?
Ach ja, da stemmt sich die FDP, Herr Lindner dagegen- der Bundestag muss auf jeden Fall noch eingebunden werden! Vielleicht ist es besser, wenn jeder seine Impfanfrage an den Abgeordneten seines Wahlkreises richtet.

08:48 von Sisyphos3

>>Also wenn ein 80 ... 90 Jähriger vor mir geimpft wird
ist das für mich nachvollziehbar
wenn 30 Jährige Lehrer vor mit dran kommen nicht<<

Ich habe Verständnis für Sie wenn Sie entsprechend alt sind, und/oder Vorerkrankungen haben.
Vermutlich kommen Sie aber (wie ich auch) nicht täglich mit 20 - 30 Menschen in einem Raum zusammen.

Na endlich .....

Nachdem das Land sich seit Wochen darauf konzentriert, sich wie trotzige Kleinkinder gegenseitig die Reihenfolge bei den Impfungen streitig zu machen und alle Verfahren daraufhin optimiert (sprich verlangsamt werden), dass ja alles schön der Reihe nach geht, kommt man jetzt wieder auf das eigentliche Ziel zurück:

So schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu impfen.

Das ist sehr zu begrüßen. Ich möchte wetten, dass so letztendlich sogar auch die Priorisierten schneller drankommen.

@Mika D

Turbo Gefrierschrank
Ein Gefrierschrank, der -70 °C gewährleistet, ist mit Sicherheit eine Riesen-Investition (wenn so etwas überhaupt flächendeckend zur Verfügung gestellt werden kann), die nach den Impfungen keinen Wert mehr hat. Aber inzwischen ist BioNTech ja sowieso auf - 15 ° runtergegangen, also "normal"....

Darüber hinaus haben Sie natürlich recht: Auf geht's, pack mer's!

08:57 von sonnenbogen

>>Aber gut, wo ist denn der Vorschlag das Hausärzte bereit sind, "umsonst", zu impfen ' oder warum wird da eine so starke Lobbyarbeit gemacht?<<

Warum sollten die umsonst impfen? Haben Sie Ihren Beruf (zumindest teilweise) ohne Lohn/Gehalt ausgeübt?

Zu Beginn eine

Zu Beginn eine Impfreihenfolge festzulegen war sinnvoll und ethisch geboten. Es war völlig richtig, Menschen über 80 und Menschen, die mit ihnen in täglichem nahen Kontakt sind, vorrangig zu impfen. Jetzt geht's in eine neue Phase, und da ist eine neue Priorisierung geboten, vor allem in Bezug auf effektive Verwendung des vorhandenen Impfstoffes und auf Abbau bürokratischer Hürden sowie unter Einbeziehung fachlicher Expertise impfender Hausärzt*innen.
Gesundheitsminister Spahn hat längst seinen Kredit verspielt, den er im letzten Jahr durchaus angesammelt hatte. Vielleicht ist er schon zu sehr mit Zukunftsplanung nach September 2021 beschäftigt? Nur die wenigsten glauben, dass er da noch mit der Rolle des Gesundheitsministers einerseits beauftragt und andererseits zufrieden sein wird.
Darüber hinaus zeigt sich die Union insgesamt in einem desolaten Zustand und unfähig zu Krisenbewältigung. Die Wähler*innen sollten ihnen eine Regierungspause gönnen.

08:58 von marvin

Deplazierter geht es nicht.

Tolle Ideen?

Sicher ist es richtig, die Hausärzte sobald möglich in die Impfungen einzubeziehen. Im Augenblick lenkt diese tolle Idee nur von dem eigentlichem Problem ab. Ansonsten starrt man weiterhin allein auf das Impfen. Gleichzeitig bleibt man in allem was man tut halbherzig. Wie kann man sonst einen derart lachsen Umgang mit den Kontrollen verantworten. Gleichzeitig scheitern alle Konzepte, die allein auf Impfen bauen oder mit unstimmigen Konzepten arbeiten.
Der in weiten Teilen der Welt laufenden optimalen Mutantenzüchtung aufgrund dauerhaft hoher Inzidenzen toleriert man.
Und so läuft man offenen Auges hinter der Virusentwicklung her. So hofft man weiterhin auf die Mythenbildung, dass nicht schon vor langen Jahren bekannt war, was uns erwartete.
Statt auf das Impfen als alleinige Lösung zu starren, sollte man endlich ein Gesamtkonzept zur Beherrschung nicht nur dieser Pandemie, sondern auch der mit großer Wahrscheinlichkeit folgenden, arbeiten. Die Bausteine sind durchaus bekannt.

Hype

Da überschlagen sich jetzt die Zahlen mal wieder, wann wieviele Menschen geimpft werden könnten. Statt soviel zu spekulieren, sollte man einfach mal impfen Termine abarbeiten, endlich in Hessen auch mal Mobile Teams zu den Leuten schicken die zu Hause geimpft werden sollen. Das alles ist auch abhängig davon, dass der Impfstoffnachschub funktioniert und gut organisiert ist.
Man sollte die Menschen jetzt nicht zuschütten mit Vermutungen was, wann, wie sein könnte, sondern gesicherte und beschlossene Dinge verkünden. Alles andere verwirrt weil man mit unnützen Infos zugeschüttet wird.

09:04 von dr.bashir

>>Sehr begrüßenswert finde ich, dass hier im Forum die früher so verbreitete Impfskepsis dem Impfneid gewichen ist ("warum wird eine 30-jährige Lehrerin vor mir geimpft"). Wir machen Fortschritte, auch wenn Neid keine angenehme Eigenschaft ist.<<

Gut erkannt! Besser kann man es nicht beschreiben.

@ 09:01 von Emil67

Wie meinen Sie, kommen die Mengen an benötigten Impfstoffen zu den Hausärzten? Es ist viel kostengünstiger 10.000 Dosen an ein Impfzentrum in einem Kreis zu verteilen, als je 100 Dosen an 100 Ärzte ...

Haus-und Betriebsärzte: "25 Millionen Impfungen im Monat"

25 Millionen Impfungen im Monat seien machbar, so heißt es im Artikel.
Wenn sie endlich eingebunden würden.

Das bedeutet also, daß das bis jetzt nicht geschieht. Warum nur und an wem liegt es ? Und warum liegen da andere vorne ?

Ich lese immer nur Hausarzt

Was ist ein Hausarzt? Gibt's Bußgelder, wenn man gar keinen hat, so, wie Hausbesitzern ja auch vorgeschrieben ist, einen Schornsteinfeger zu haben? Ich, Ü70, war seit ca. 5 Jahren bei keinem Arzt, bin altersgemäß etwas sporttreibend, habe schon lange nicht mal mehr einen Schnupfen gehabt.
Der Dorfarzt kam seit einem Dutzend Jahre nicht in Frage (unstrittiger schlimmer Kunstfehler). Wen wird er wohl zuerst in der Impfreihenfolge dran nehmen, seine Klientel, die sein Wartezimmer und seine Kasse füllen, oder jemanden, den er gar nicht mehr kennt? Haben die Ärzte eine Verpflichtung, Anmeldungen zur Impfung anzunehmen?
Und wie steht es, wenn ich mich in der nächsten Stadt in irgendeiner Praxis zur Impfung anmelden will? Dürfen mich Ärzte in einem benachbarten Bundesland impfen, was ja in den Impfzentren (hier unerreichbar ohne Auto) nicht statthaft ist?

Impfplan der Bundesregierung bis Herbst?

Es gibt immer sehr viele haette - waere - wenn. Wir brauchen belastbare Zahlen von der Bundesregierung, sprich: einen fuer alle einsehbaren Impfplan auf wochentlicher Basis bis in den Herbst hinein. Auf wochentlicher Basis soll die Zahl der geplanten Impfungen mit den tatsaechlich durchgefuehrten Impfungen angeglichen werden. Das ganze basierend auf den derzeit freigegebenen Impfstoffen und den aktuell vertraglich zugesagten Lieferungen der Hersteller. Kann ggf. angepasst werden, wenn mehr Impfstoffe dazu kommen, oder es zu Lieferverzoegerungen kommt. Dann kann jedeR abschaetzen, wann sie/er dran sind. Wir brauchen endlich belastbare Zahlen ueber den aktuellen Monat und ueber Spekulationen hinaus.

@ 08:56 von dr.bashir

"Dass wir so viel Impfstoff haben glaube ich erst, wenn ich es sehe." Wenn Sie Chef von BioNTech wären, würden Sie dann die Produktion aus reiner Bosheit drosseln und mit der richtigen Produktion erst im Sommer beginnen? Dann, wenn Johnson&Johnson, weil die USA durchgeimpft sind, den Weltmarkt mit riesigen Mengen weit praktischeren Impfstoffs (nur eine Impfung nötig!) überschwemmen? Nein, BioNTech, Moderna und Co. können nur jetzt ihr Geschäft machen. Daher produzieren sie was sie können, denn jeder, der jetzt mit ihrem Impfstoff geimpft ist, ist ein Gewinn für sie und ist für die Konkurrenz verloren. Daher werden sie auch die versprochenen Quantitäten einhalten. Egal was es sie kostet. Genau so funktioniert Marktwirtschaft. Sie produziert nach Bedarf, nicht nach Plan und Unternehmer finden Wege, den Bedarf zu decken. Ok, wenn es plötzlich um milliardenfachen sofortigen Bedarf geht, Wunder können sie auch nicht bewirken, aber fast.

08:48 von sisyphos3

Genau das habe ich immer wieder in meinen Beiträgen kritisiert. Die StiKo und Ethikrat haben leider nur beratende Funktion. Andernfalls hätte es dieses Durcheinander nicht gegeben. Ich bin jetzt wenigstens registriert. Wenn jetzt die Impfung durch die Haus-und betriebsärzte kommt, wer soll da noch durchblicken. Dann die impfzentren schließen. Geht aber auch nicht, dann schaffen wir die 25 Millionen monatlich nicht. Ein Hickhack und immer noch nicht durchdacht.

09:04 von dr.bashir Volle

09:04 von dr.bashir

Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar und ein Danke dafür.
Ich freue mich auch über die zunehmende Impfbereitschaft - wenn es geht ohne Neiddebatte.

Sisyphos3

Impfung
vielleicht fehlt es gelegentlich auch an einer gewissen Eigeninitiative der Angehörigen ?

In NRW wird man angeschrieben, da nützt der Angehörige leider nichts. Aber Danke für den Wink. Das im Dezember bei Ihnen junge Menschen in der Schule geimpft wurden, kann schlichtweg nicht auf legalem Wege stimmen, da ich als Krankenschwester einer Intensivstation, frühestens ab Ende Dezember geimpft werden konnte.

08:30 von Marmolada

“Fazit - Priorität 2 (über 70) wird hinten angestellt.“

Und die Leute, die auf Grund von Risiko in Gruppe 2 sind.
Meine Ärztin meinte vergangene Woche, dass ich gut auf mich achten muss. Mit meiner fortschreitenden COPD brauche ich von einem leichten Verlauf gar nicht erst auszugeben.
Schöne Aussichten.

09:04 von dr.bashir

Danke!
Das in dieser Blase tut gut.

08:28 von Nelke785

Meine Mutter (im Seniorenheim) hat beide Impfungen erhalten. Sie hat sich darüber gefreut.
Aber: eigentlich wäre es lieber gewesen, wenn die jungen, in der Arbeitswelt stehenden bevorzugt worden wären.

Der Skeptiker

Geimpfte müssen weiterhin sich und andere durch Masken etc. schützen.
Das wird leider kaum mal klar formuliert.

Ich befürchte, daß ein Großteil der geimpften Menschen weder Maske tragen noch Abstand halten werden.
Weil sie schlecht informiert wurden.

Genauso ist es es. Man merkt das jetzt schon an dem Verhalten mancher älterer Menschen. Jeder scheint sich selbst der Nächste zu sein. Und Das Wort Rücksicht ist für viele Ältere in dieser Pandemie ein Fremdwort.

@09:07 von DerSkeptiker

Meine Güte...

"Bei Berichten zu den Impfungen heißt es immer, daß "gegen das Coronavirus geimpft" wird.

Soweit ich weiß, ist das nicht richtig.
Die Impfung schützt vor der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelösten Infektionskrankheit Covid-19"

Dann wird man auch nicht gegen das Grippevirus geimpft, sondern gegen die, durch Influenzaviren ausgelöste Infektionskrankheit "Grippe".

"Nach der Impfung ist man nicht vor einer Infektion durch das Coronavirus geschützt.
Als Geimpfte/r kann man nach einer Infektion das Virus auch auf andere Menschen übertragen"

Da wissen Sie schon mehr, als der Rest der Welt.

"Zudem ist nicht klar, wie lange die Impfung vor der Erkrankung an Covid-19 schützt"

Stimmt, aber was man weiß ist, dass wenn man nicht geimpft wird, man gar nicht geschützt ist.

@08:43 von Tremiro

"Schon mal davon gehört dass es erst ab April genügend Impfstoff gibt, um entsprechend viele Menschen impfen zu können?"
Zum Einen hätte man der vorhandenen Impfstoff (incl der noch in Kühlschränken lagernden Impfdosen) schneller verimpfen können.
Zum Anderen ist das Anmeldeverfahren in den Impfzentren ein einziges Chaos da man meist telefonisch nicht durchkommt und per Internet alles so kompliziert ist dass man ohne Hilfe von internetfähiger Familie keine Chance hat das technisch hinzubekommen.
Die ständig sich ändernden Impfreihenfolgen der Impfkommision tun dann noch ihr übriges um das Chaos zu vollenden. Die Hausärzte jedoch kennen ihre Patienten und wissen besser zu priorisieren.

GB

hat ja von Anfang an mit AZ geimpft, da bestand kein Problem mit der Kühlung. Also konnten die Hausärzte gut mit eingebunden werden. Ging ja bei uns nicht, da wir mit Biontech begonnen hatten, und das so stark gekühlt werden muss(te).
Trotzdem hätte auch bei uns mit Beginn des massiven AZ-Einsatzes auch die Hausarzt-Option gezogen werden müssen.
Ich vermute, Spahn und Konsorten hatten aber Bedenken, dass die Hausärzte anders priorisieren könnten als offiziell vorgesehen.
Wenn der Bürgermeister oder Sparkassendirektor eines kleinen Ortes bei seinem Hausarzt wegen einer vorgezogenen Impfung angefragt hätte, wäre er wohl kaum abgewiesen worden...

Für Hausärzte bin ich seit langen

Einmal, weil die allermeisten genügend Erfahrungen haben durch die jährlichen Grippeimpfungen, dann kennen sie ihre meisten Patienten besser als jedes anonyme Impfzentrum,
dann sind sie auch viel leichter für ältere erreichbar und nicht unwichtig, viele ältere Jahrgänge vertrauen ihren Hausarzt viel mehr als unbekannten.
Wenn die Betriebsärzte genügend Zeit haben, sollten sie vorerst, so lange nicht genügend Impfstoff vorhanden, mobile Teams für die Hausärzte bilden, bzw diese in den Praxen unterstützen. Wenn genug Impfstoff vorhanden, das sie ohne lange Terminvorgabe impfen können, dann auch in Eigenregie.

@8:57 von sonnenbogen

„Aber gut, wo ist denn der Vorschlag das Hausärzte bereit sind, "umsonst", zu impfen ' oder warum wird da eine so starke Lobbyarbeit gemacht? Privatpatienten zuerst?“

Warum um Himmels Willen sollten die Ärzte ihrem Beruf nachgehen, ohne Geld dafür zu bekommen? Machen Sie das? Oder geht es nur darum, dass ‚die Ärzte‘ ja sowieso alle so reich sind? Falls ja: Wer hat Sie daran gehindert, selbst Medizin zu studieren?
Und klar: Vielleicht kommen die Privatpatienten im Schnitt früher dran. Aber das sind so wenige, dass das schnell erledigt ist. Und jeder Geimpfte ist ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft (es sei denn, Sie lassen sich lieber von einem Privatpatienten anstecken).

Impfreihenfolge

"Hausärzte dürfen die Impfreihenfolge selbst festlegen."
Man ahnt schon wie die aussehen könnte:
Erst die Spezl, dann die Privatpatienten (oder umgekehrt) und ganz zum Schluss diejenigen, die keinen Hausarzt haben, weil sie nur alle 10Jahre einmal zum Arzt gehen.

Ich hoffe inständig....

....dass die normale hausärztliche Versorgung dann nicht beeinträchtigt wird, weil die Ärzte nur noch mit Impfen beschäftigt sind und man mit "normalen" Krankheiten keinen Termin mehr kriegt. War doch bei der Telefonnummer 116 117 anfangs genau dasselbe, sie war dauerbesetzt von jenen, die einen Impftermin haben wollten und wer angerufen hat weil er ärztliche Hilfe brauchte kam nicht durch.

@08:57 von sonnenbogen

"Aber gut, wo ist denn der Vorschlag das Hausärzte bereit sind, "umsonst", zu impfen"

Googeln Sie einfach mal, wie viel Honorar ein Arzt für die Impfung eines Kassenpatienten bekommt. Dafür nimmt ein Handwerker keinen Schraubenzieher in die Hand.

@Sparpaket

"Impfen beim Hausarzt ja, aber nach den Regeln der STIKO".
Sollten die versprochenen Impfstoffe in den nächsten Wochen zur Verfügung stehen, ist die fragwürdige Impfstoffpriorisierung ohnehin obsolet. In den Hausarztpraxen sollten unbürokratisch alle geimpft werden, die das wollen.

09:05 von Sparpaket

//Ich sehe die Gefahr, dass ein Wettlauf beginnt.
Wer es schafft, seinen Hausarzt zu überzeugen, der ist dann auf der sicheren Seite.
Konkurrenz wäre der falsche Weg in der Pandemie.
Hier helfen nur Regeln, die auch befolgt werden. Impfen beim Hausarzt ja, aber nach Regeln.//

Den Wettlauf haben wir längst, nämlich gegen die Ausbreitung des Virus und gegen Virus-Mutanten.
Deshalb: es war richtig, Ü-80-jährige und Menschen mit schweren Vorerkrankungen zuerst zu impfen, weil die mit Abstand das größte Risiko haben. Aber danach muss es schnell und pragmatisch gehen (soweit ausreichend Impfstoff zur Verfügung) = Impfen am Fließband, so wie es z.Zt. in USA läuft. Ich räume aber auch ein, dass der Eindruck entsteht, dass USA und GB von den Impfstoffherst. bevorzugt beliefert werden.

09:07 von DerSkeptiker

Doch, ich habe schon mehrfach genau auf die von Ihnen dargelegten Fakten hingewiesen. Nur scheinen wir beide die einzigen zu sein, die das so sehen. Die Politik weist darauf gar nicht hin. Also deshalb nochmal ganz groß:
IMPFUNG, MASKEN AUF AHA-REGELN.
Keine reisewelle im Sommer, kein rudelkuscheln. Ich möchte keinen Lockdown im nächsten Herbst und Winter. Wir werden erst frühestens nächstes Jahr wissen, was die Impfung gebracht hat. Dafür sollte die Regierung mit großen Werbeplakaten werben, da wäre das Geld gut angelegt.

99% Diskussion über 5% die sich nicht

möglicher Weise nicht impfen lassen wollen.
95% Imfwillige warten seit Monaten.
Nur bei der Wahl hat man die Wahl.

@ Tremiro, um 08:43

re 08:24 von Advocatus Diaboli

Klar, wenn kein Impfstoff da ist, kann nicht geimpft werden.

Der scheinbar immer noch nicht sonderlich geliebte AZ liegt aber seit geraumer Zeit in den Kühlschränken, doch bis gestern “ringen“ (so heißt das ja üblicherweise) die Verantwortlichen um die Beteiligung der Hausärzte - ein Gedanke, der jedem normal denkenden Menschen bei dem Wort “impfen“ als erstes in den Sinn kommt.

Denn natürlich kennt der seine älteren Patienten am besten und könnte die Reihenfolge selber festlegen.
Aber da muss kontrolliert werden, dass auch niemand reinrutscht, der noch nicht dran ist.

09:04 von dr.bashir : Unsportlichkeiten...

...Sie kennen das doch sicherlich:
Erstmal unterstell ich anderen die selbe egoistische Motivation, die mich selbst antreibt, nur um mich dann zu beschweren, dass andere mit ihrem Egoismus anscheinend erfolgreicher sind.
Oder mal fußballerisch:
Meine Fouls sind taktisch und notwendig, blöd nur wenn der Schiri das pfeift, aber dann ist der Schiri schuld.
Fouls des Gegners sind nie taktisch und wenn der Schiri nicht pfeift, weiss ich ja, wer den bezahlt...
Wie die Menschen, so das Spiel...

@DerSkeptiker, 9.07 Uhr, Maske trotz Impfung

"Nach der Impfung ist man nicht vor einer Infektion durch das Coronavirus geschützt.
Als Geimpfte/r kann man nach einer Infektion das Virus auch auf andere Menschen übertragen... Geimpfte müssen weiterhin sich und andere durch Masken etc. schützen."

Das stimmt nur bedingt. Bei allen Impfstoffen ist der Schutz zwei Wochen nach der letzten Impfdosis so gut, dass sich niemand mehr selbst zu schützen braucht. Beim Biontech-Impfstoff ist nachgewiesen, dass die Virenlast voll geschützter, aber infizierter Leute so niedrig ist, dass das Risiko andere anzustecken gegen Null geht (aus Podcast Drosten). Bei anderen Impfstoffen dürfte das ähnlich sein, auch wenn es nicht belegt ist.

Es muss jedem Geimpften klar sein, dass in den ersten zwei, drei Wochen nach der ersten Dosis kein echter Schutz besteht und der Vollschutz erst zwei Wochen nach der zweiten Dosis einsetzt.
Innerhalb dieser Grenzen: Ja, zunächst mal weiter mit Maske und Abstand. Danach aber: Die Zumutung ist dann definitiv vorbei!

Impfen ist sicher hilfreich

um die Anzahl der durch Covid vom Tod bedrohten zu senken. Wenn man es beschleunigen kann, warum nicht? Allerdings ist es sehr traurig, dass nicht alle Möglichkeiten der Bekämpfung von der Regierung in Betracht gezogen werden. In Braunschweig scheitert die klinische Studie für das entwickelte Medikament derzeit am Geld. (Quelle NDR) Hätten wir eine medikamentöse Alternative, müsste man auch nicht befürchten, dass nach ein paar Monaten alle erneut geimpft werden müssen. Verteidigung nur auf einer Ebene ist mir zu wenig.

@09:34 von Autograf

Ich verstehe nicht ganz, was Ihr Post mit meinem zu tun hat. Ich mache keiner Firma einen Vorwurf. Fakt ist, dass wir bisher in über 2 Monaten 12,5 Mio. Dosen Impfstoff von 3 verschiedenen Firmen bekommen haben. Dass da evtl. ein paar fehlen, im Vergleich zu den ursprünglich versprochenen Mengen, mag sein. Aber Produktionsprobleme gibt es, speziell am Anfang immer. Alles gut.

Und trotzdem sind 25 Mio. Dosen pro Monat eine riesige Steigerung im Vergleich zu den bisherigen Lieferung. Und die müssen erst mal kommen.

Wenn sie denn kommen, dann gibt es gar keine Frage, dass mehr Ärzte impfen müssen. Und dann sollten wir keine Zeit mit Theoriediskussionen verschwenden. Eine Coronaimpfung ist nicht komplizierte, als eine Grippeimpfung. Das bekommen Haus- und Betriebsärzte schon hin. Die Praxis wird halt am Anfang ziemlich voll sein und das Telefon dauernd klingeln. Da werden schon ein paar Extrastunden anfallen.

@Autograf, 9.25 Uhr

"Es ist viel kostengünstiger 10.000 Dosen an ein Impfzentrum in einem Kreis zu verteilen, als je 100 Dosen an 100 Ärzte"

Und deshalb soll das Land jetzt weiter im Impfgetrödel verharren? Ungeimpfte Leute sterben, Existenzen ruiniert werden, Kontaktbeschränkungen weiter herrschen?

Ihre Prioritäten sollten Sie ganz klar überdenken!

@ marvin, um 08:58

Da können Sie gerne zitieren, was Sie wollen, auch wenn der Zusammenhang mit der Coronaimpfung nirgends zu erkennen ist.
Sie wollen die Hausärzte also abstrafen für irgendwas, das mit dem Impfen vor 12 Jahren gegen Schweinegrippe zusammenhängt?

Aber Sie sind sicher so konsequent und gehen seither nicht mehr zum Hausarzt.

Selten liest man derartigen Unsinn.

um 09:25 von Autograf…

Wie meinen Sie, kommen die Mengen an benötigten Impfstoffen zu den Hausärzten? Es ist viel kostengünstiger 10.000 Dosen an ein Impfzentrum in einem Kreis zu verteilen, als je 100 Dosen an 100 Ärzte ...

Die neuen Impfstoffe von AZ, J&J können mäßig gekühlt transportiert und gelagert werden. Da sollten die Logistikkosten nicht sonderlich ins Gewicht fallen.

@09:34 von Sonnenstern

"Wenn jetzt die Impfung durch die Haus-und betriebsärzte kommt, wer soll da noch durchblicken"

Wo ist das Problem? Haben die USA, GB oder Israel nicht nur mehr Impfstoff, sondern sind auch noch schlauer als wir? Die blicken auch durch. Wenn man die Bürokratie weglässt und Menschen einfach impft, wie bei der Grippe auch, dann läuft das. Wenn man aber für jede Impfung noch extra Excel-Listen führen muss und Bestätigungen ausfüllen, dann wird es schwierig.

Oder glauben Sie, dass in dem von Ihnen erwarteten Chaos dann Menschen sich unberechtigterweise mehrmals impfen lassen, wie bei der Abgabe der Gratismasken, weswegen man aufwändige Gutscheine drucken lassen musste?

Wenn wir alles so kompliziert machen, dann brauchen wir auch nicht mehr Impfstoff, weil wir den sowieso nicht verimpft bekommen.

09:04 von Dr.bashir

„Sollte es wirklich 25 Mio. Impfungen im Monat geben, ist das komplett egal. Dann ist jeder Risikopatient an Pfingsten geimpft. So alt und krank ist unser Land dann auch wieder nicht.“
Können Sie sich eigentlich ansatzweise in einen risikopatienten hineinversetzen, für den eine COVID-19 Infektion tödlich sein kann. Der soll bis Pfingsten warten, während der Hausarzt ein Familienmitglied außer der Reihe impft. Sie können gerne mit mir tauschen. Ich habe besch... Jahr hinter mir und jetzt noch bange Wochen vor mir. Danke für Ihre Empathie.

Margareta K.

Am 10. März 2021 um 09:45 von Margareta K.
08:28 von Nelke785
Meine Mutter (im Seniorenheim) hat beide Impfungen erhalten. Sie hat sich darüber gefreut.
Aber: eigentlich wäre es lieber gewesen, wenn die jungen, in der Arbeitswelt stehenden bevorzugt worden wären.

Das finde ich sehr rührend und in meinem Bekanntenkreis denken alle Älteren so wie Ihre Mutter. Mit 90 sind viele dankbar, Ihr Leben gehabt zu haben. Das Hauptproblem ist leider nur, wie die Menschen sterben mussten. Zu wenig Pflegekräfte, keine Angehörigen...wobei, als ich früher auf einer Krebsstation gearbeitet habe, sind die meisten erst dann gestorben, wenn die Angehörigen nach Hause gegangen sind. Trotzdem konnten sich viele von ihren Liebsten nicht mehr verabschieden und das verurteile ich sehr.

@ sonnenbogen, um 08:57

“...wo ist denn der Vorschlag das die Hausärzte bereit sind, “umsonst“, zu impfen oder warum wird da so eine starke Lobbyarbeit gemacht?
Privatpatienten zuerst?“

Man muss schon einigermaßen schlecht aufgestanden sein, wenn man von einem Hausarzt erwartet, dass der seine Arbeit unentgeltlich macht.

Glauben Sie auch nur einen Moment, dass die Ärzte in den Impfzentren für “Gottes Lohn“ impfen?

Und dann schnell noch eine aus der Luft gegriffene, neidtriefende Vermutung hinterher...

Derartige Kommentare zeigen, warum das Impfen bei uns so schleppend anlief, was eben nicht nur an zu wenig Impfstoff liegt.

@ Mika D

//Der Kreis Priorität Stufe 1 sollte ja fertig geimpft sein?//

Ich befürchte erst zur Hälfte. Ein Problem sind die Senioren, die bettlägerig sind oder sonst nicht in der Lage die Impfzentren aufzusuchen.
In Hessen gibt es laut Bericht der hessenschau vom Montag 50.000 Ü80, die sich Anfang Januar für das mobile Impfen daheim gemeldet hatten. Sie alle haben noch keinen Termin und die zentrale Stelle hat ein Problem den mobilen Teams die Adressen zu übermitteln. .....
Hier könnten vielleicht auch die Hausärzte besser handeln, die bei Schwerkranken die mittlerweile selten gewordenen Hausbesuche machen.

Überfälliger Schritt

Die Impfung durch Hausärzte ist ein längst überfälliger Schritt.
Welche sonstige Impfung wird mit einem so unötig hohen Aufwand für Impfwillige betrieben als die gegen Corona.
Keine !!!
Geduld ist dennoch nötig. Selbst das gerade so Hochgelobte Mekka der Impfpower USA kann halt auch nicht alle seine Bürger an einem Tag Impfen und Menschen die gar keine Impfung wollen gibt es dort wie hier sicher eine Menge !
Nur eines bitte nicht wieder ! Versprechungen die sich später als Lutblase erweisen ich glaube das ist es was die meisten
richtig nervt.

@09:45 von Nelke785

"Jeder scheint sich selbst der Nächste zu sein. Und Das Wort Rücksicht ist für viele Ältere in dieser Pandemie ein Fremdwort"

Was soll das denn wieder? Egoisten und Rücksichtslose gibt es in jeder Bevölkerungsgruppe. Egal ob es sich um Impfvordrängler handelt oder um die Party-People in Stuttgart oder auf Sansibar. Oder die, die auf Behindertenparkplätzen parken oder Hotelliegen mit dem Handtuch blockieren.

Pauschale Schuldzuweisungen an "die Alten", "die Jungen", "die Politiker" usw. sind so falsch wie überflüssig.

@ 09:45 von Margareta K.

@ 09:45 von Margareta K.

Danke für diesen Kommentar. Bei allem Priorisierungsgezeter hat man völlig vergessen, die Alten und Gefährdeten mal um ihre Meinung zu fragen. Viele von denen sehen die Priorität bei den Jungen, den Familien und natürlich bei ihren eigenen Kindern und Enkeln.

Aber nein, es muss ja alles schön gemäß Kommission xyz reguliert sein. Bis hin dazu, dass man Impfungen anprangert, wo sonst der Impfstoff weggeworfen worden wäre. Das ist völlig absurd.

Es ist gut, dass man sich über gute Reihenfolgen Gedanken gemacht hat. Aber neben der Reihenfolge zählt das effiziente Ergebnis mehr.

Die beste Kommission ist in diesem Fall eindeutig die, die sich überflüssig macht. Das hat mit 'machen' zu tun. Aber auch mit Respekt vor dem, was die Menschen wirklich denken und wollen.

09:42 von Tamaios2016

//Wo gibt es noch diejenigen in Parlamenten oder Regierungen, die zuvor im wahren Leben unter Beweis gestellt haben, dass sie Mangement können und im Leben den Real -Life Test bestanden haben, bspw. Selbständige, Handwerker, Führungskräfte aus Unternehmen, Freiberufler ? Corona zeigt schmerzlich, dass unsere Probleme auch systemisch sind.//

Richtig gesagt, wir brauchen mehr Pragmatiker in Regierung und Parlament. Systemisch müssen wir, nach den bish. Erfahrungen, einsehen, dass das föderale System für die Bekämpfung einer Pandemie nicht geeignet ist. Wir sind in einem Notstand, wie bei einer Naturkatastrophe, und da braucht es Notstandsgesetze, die auch mal demokratische Grundrechte, zeitlich begrenzt, aufheben, wenn dadurch Menschenleben und Gesundheit geschützt werden.

Das Impfkonzept der Bunderegierung

War von Anfang an ein Rohrkrepierer. Ich weiß nicht, welche hochbezahlten Berufstheoretiker sich das ausgedacht haben-aber jeder der sich mit der Situation bei Massenimpfungen auch nur rudimentär auskennt wusste, dass es so nicht funktionieren wird. Haus und Betriebsärzte hätten von Anfang an eingebunden werden müssen. Die Schwachpunkte der Konzepte zeigen, dass hier Leien am Werk waren, wie bei fast allen Fehentscheidungen, die die Politik in den letzten Jahren getroffen hat. Die theoretische Berechnung hat in diesem Land die Fachkompetenz ersetzt.

@sonnenbogen

"Die Tendenz
die Ethikkommission ignorieren zu wollen, zeigt deutlich auf, wie weit die Politik und Verbände sich nur um Ihre Klientel kümmern ...." Am 10. März 2021 um 08:57 von sonnenbogen

*

Die Ethikkommission hat den Risikogruppen ganz sicher nicht empfohlen zickig zu werden, wenn sie nicht zwischen den Impfstoffen frei wählen können.

@9:21 von andererseits

>> Darüber hinaus zeigt sich die Union insgesamt in einem desolaten Zustand und unfähig zu Krisenbewältigung. Die Wähler*innen sollten ihnen eine Regierungspause gönnen<<

Ich bin auch überzeugt, dass die Grünen die Krise hätten viel besser bewältigen können als die Koalition aus Union und SPD.
Schade nur, dass sie es in den Bundesländern , in denen sie an der Regierung beteiligt sind, nicht bewiesen haben.

09:55 von Sonnenstern Sie

09:55 von Sonnenstern

Sie haben ja so recht !

Aber das wollen die meisten nicht hören und wissen schon mal gar nicht.
**Die - ach so furchtbaren - Einschränkungen und Bevormundungen sind ja nicht erträglich und müssen sofort nach der Impfung weg . **
Ironie aus !

09:51 von Jubella20

09:51 von Jubella20

Zitat: "Man ahnt schon wie die aussehen könnte:
Erst die Spezl, dann die Privatpatienten (oder umgekehrt) und ganz zum Schluss diejenigen, die keinen Hausarzt haben, weil sie nur alle 10Jahre einmal zum Arzt gehen."

Ich habe eine gute Hausärztin und ich kenne viele andere gute. Da würde das Impfen sehr gut laufen. Ihre Verallgemeinerung ärztlicher Verantwortungslosigkeit finde ich nicht angemessen. (obwohl es diese natürlich gibt).

Wer nie zum Arzt geht, wird von der Lösung nicht so gut erfasst, da stimme ich zu. Aber nur weil eine Lösung nicht gleich alles löst ist sie nicht schlecht. Im Übrigen könnte dies ja auch ein Grund sein, sich einen Hausarzt zu suchen, oder? Erwarten Sie, dass man den Leuten die Impfung hinterherträgt?

09:49 von Sparer

>>Wenn der Bürgermeister oder Sparkassendirektor eines kleinen Ortes bei seinem Hausarzt wegen einer vorgezogenen Impfung angefragt hätte, wäre er wohl kaum abgewiesen worden...<<

Weiter oben hat der geschätzte Forist "dr.bashir" um 9:04 einen passenden Beitrag zu diesem Thema geschrieben.

@ rjbhome, um 08:36

Solange Sie den AZ-Impfstoff noch als “Zrug“ (soll wohl “Zeug“ heißen) betiteln, kann es Ihnen so schlecht nicht gehen.

Dann noch flott eine blödsinnige “Hoffnung“ anhängen und man kann wieder tief durchatmen...

M. Höffling

Es muss jedem Geimpften klar sein, dass in den ersten zwei, drei Wochen nach der ersten Dosis kein echter Schutz besteht und der Vollschutz erst zwei Wochen nach der zweiten Dosis einsetzt.
Innerhalb dieser Grenzen: Ja, zunächst mal weiter mit Maske und Abstand. Danach aber: Die Zumutung ist dann definitiv vorbei!

Das ist zu kurz gedacht. Sie können Überträger sein. Das ist noch nicht ausgeschlossen.

@ 09:45 Margareta K.

Dass Ihre Mutter zur priorisierten Gruppe gehörte, war richtig und sinnvoll, denn die Sterberate nach einer Covid-19-Erkrankung ist signifikant höher in der Altersgruppe ab 80. Und wenn nun das Impftempo erhöht wird und damit die tägliche Impfrate steigt, werden andere Faktoren eine Rolle spielen (müssen).
Ich bin allerdings noch skeptisch, wie viele Arztpraxen tatsächlich in die Impfstrategie einbezogen werden können: Viele Praxen sind durch die erhöhten Vorschriften, logistischen Mehraufwand, Hygieneauflagen und auch aufgrund der Dauerbelastung seit Ausbruch der Pandemie längst an ihre Grenzen gekommen.

09:58 von M.Höfling

„Das stimmt nur bedingt. Bei allen Impfstoffen ist der Schutz zwei Wochen nach der letzten Impfdosis so gut, dass sich niemand mehr selbst zu schützen braucht. Beim Biontech-Impfstoff ist nachgewiesen, dass die Virenlast voll geschützter, aber infizierter Leute so niedrig ist, dass das Risiko andere anzustecken gegen Null geht (aus Podcast Drosten). Bei anderen Impfstoffen dürfte das ähnlich sein, auch wenn es nicht belegt ist“
Nur dass wir nicht biontec verimpft bekommen, was in Anbetracht dessen, dass wir ein Virus bekämpfen wollen, angezeigt wäre. Bei anderen Impfstoffen ist das noch nicht angezeigt.
Ich möchte trotz Impfung nicht infiziert werden, denn eine Garantie für einen weniger schweren Krankheitsverlauf kann keiner geben. Also daher bitte alle Masken aufsetzen.

Vollmundige Ankündigungen!

Erst die Realität wird zeigen ob das auch funktioniert! Bisher haben wir ein komplett überbürokratisiertes Einladnug, Überweisung, Procedere an dem viele hochbetagte Menschen komplett verzweifeln! 80 jährige welche (NRW)bisher noch nicht einmal die "Einladung" ihrer KK erhalten haben! Aber ein Zentrum welches schon munter Lehrer u Polizisten impft, während die Prio Guppe zum großen Teil immer noch in die Röhre gucken muss u Hausärzte die bisher Null Infos haben.
Ob das klappen wird, wie ach so vollmundig angekündigt, wage ich zu bezweifeln und Wenn, werden Ärzte wohl Probleme haben, ausreichend Impfstoff zu erhalten.
Veräppeln können sich die Impfberechtigten von daher auch erstmal weiterhin selbst!

09:58 von Punk66 // Hätten

09:58 von Punk66

// Hätten wir eine medikamentöse Alternative, müsste man auch nicht befürchten, dass nach ein paar Monaten alle erneut geimpft werden müssen. //

Warum " befürchten " ? Gegen Grippe muss auch jedes Jahr erneut geimpft werden. Was ist an dem " Pieks " so dramatisch ?

// Verteidigung nur auf einer Ebene ist mir zu wenig. //

Sehen Sie sich mal hier um :

"https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19"

@dr.bashir

"Sehr begrüßenswert finde ich, dass hier im Forum die früher so verbreitete Impfskepsis dem Impfneid gewichen ist" Am 10. März 2021 um 09:04 von dr.bashir

*

Warum sollen sich Impfskeptiker denn noch melden?

Klar ist, dass man mindestens 2x geimpft werden muss, unklar ist ob das nicht jedes Jahr so sein wird, genug Impfstoff ist nicht einmal dafür vorhanden, um jeden 1x zu impfen.

Impfskeptiker kommen doch gar nicht in die Verlegenheit sich gegen eine Impfung zu wehren.

*

Auch ich schreibe jetzt weniger weil es Lockerungen gibt. Schulen waren mir besonders wichtig. Ich gehe davon aus, dass spätestens nach Ostern alles fast normal weiterlaufen wird.

The show must go on.

So ein Weltuntergangsszenario ist auch Mal ganz nett, aber nach einem Jahr ist auch wieder gut. Vor allem wenn die Leute, die beschützt werden sollen nun zwischen Impfstoffen auswählen wollen. Dann geht es denen noch zu gut und sie müssen gar nicht beschützt werden.

09:55 von Sonnenstern

>> Dafür sollte die Regierung mit großen Werbeplakaten werben, da wäre das Geld gut angelegt.<<

Mit dieser Forderung rennen Sie bei der Regierung offene Türen ein.
Seit vielen Wochen sind im Gemeindeblatt der Stadt, in den Tageszeitungen und sonst wo, die Anzeigen unter dem Motto: Wir krempeln die Ärmel hoch.

Am 10. März 2021 um 08:28 von Nelke785

Der Kreis Priorität Stufe 1 sollte ja fertig geimpft sein
--------------------------------------------
Ja sollte-bis heute fehlen aber bei der Risikogruppe 1 (insgesamt ca. 9 Millionen) noch 3 Millionen Menschen, die noch nicht einmal die erste Impfung bekommen haben. Bei 4 Millionen dieser Gruppe fehlt noch die Zweitimpfung. Es sind praktisch also 50% der Prio 1 Gruppe geimpft-bis Ende März sollte diese Gruppe durchgeimpft sein-eine weitere Fehleinschätzung unserer Bundesregierung.

Betriebsärzte ?

Die können doch nur Menschen mit der geringsten Priorität impfen! Sollen diese jetzt vor den Risikogruppen geimpft werden? Und wer über nimmt dann die Verantwortung für die zu erwartenden mehr toten?

Am 10. März 2021 um 08:40 von Deeskalator

Ausbeutung von Arbeitnehmern, Gewinnmaximierung auf kosten der Gesundheit der Mitarbeiter (überall nur Rumpfmannschaft), zurückfahren des Sozial- und Bildungssystems, Einführung des Profitzwangs in das Gesundheitswesen, Vollkommen ungeregelte Gier auf den Finanzmärkten....
----------------------------------------------------
Was sie schreiben kann nicht stimmen, denn die Lebenserwartung der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land ist so hoch, wie noch nie zuvor-Tendenz steigend.

Mobile Impfteams, auch in den Arztpraxen.

Leider wird nicht erklärt, warum dieser Gedanke ins Leben gerufen wurde.

Da man um die Enge in Arztpraxen weiß, würde der zusätzliche Platzbedarf eher zu chaotischen als geordneten Abläufen führen.

Alles muss geregelt werden, bis ins Kleinste und leider auch häufig Unwesentlichste, das sich dann gerne ins Kontraproduktive verkehrt...

09:55 von harry_up

>>Aber da muss kontrolliert werden, dass auch niemand reinrutscht, der noch nicht dran ist.<<

Und falls doch einer reinrutscht? Soll dann dem Arzt die Approbation entzogen werden? Oder für Arzt und Geimpften mehrere Wochen verschärfter Kerker?
Meine Güte, über was man sich alles aufregen kann.

25 Millionen Impfungen pro Monat ???

Es wird in diesem Impfchaos alles schöngeredet, um das Volk zu beruhigen.
Schon im Vorfeld kündigt nun auch Johnson & Johnson mögliche Lieferprobleme mangels gelieferter Grundstoffe an.
Haben andere Länder wieder mal mehr bezahlt als die EU und werden bevorzugt beliefert ???
Ich habe es soooo satt, bezüglich des Impffortschritts im Konjunktiv (Möglichkeitsform) zu lesen und zu hören. Google ich dann die tatsächlichen Zahlen der Geimpften in meinem Stadtkreis, kann ich nur entsetzt den Kopf schütteln.

Am 10. März 2021 um 09:55 von Sonnenstern

Nehmen sie mal alle Artikel der letzten beiden Wochen zusammen, plus die aktuelle Jahreszeit, plus nächste politische Aktivitäten.
Dann sehen sie, selbst ohne Glaskugel.
1. eine Reisewelle wird kommen, logisch jeder Mensch macht was erlaubt ist., und man kann auf Grund letzter Umfragewerte nicht auch noch sein größtes Wahlclientel vergraulen, sprich Angestellte + Verwaltungsbeamte...siehe digitaler Impfpass Auftrag an IBM,
2. es wird immer gesagt z.b auch vom MP aus B-W Impfstoff auf Halde, Freigabe halt auch für Betriebsärzte...ein Tag später, keine extra Lieferungen mehr an KH zur Impfung von Ärzte, Pfleger usw., sie müssen sich bei Impfzentren melden, wegen nicht genügend Impfstoff.
3. Sommer kommt, Länder erlauben mehr und mehr Einreise mit Impfung...Betriebsärzte werden immer Lauter, nur wer wird dort geimpft... Viele, die in keiner priorisierten Gruppe fallen + Familie, die oft auch dort betreut werden
Also, mehr mobile Impfteams, so lange nicht genug Impfstoff

Am 10. März 2021 um 08:48 von Peter Kock

25 Millionen Impfungen pro Monat
Wäre wirklich schön , wir warten alle dringend darauf und jetzt soll Herr Spahn zeigen was er kann ? Wenn es so geht , wie bis jetzt , wird das wieder nichts !
----------------------------------------------
Alle Konzepte der Bundesregierung, die auf theoretischen Rechenmodellen basieren haben bisher versagt-das wird mit den 25 Millionen Impfungen / Monat nicht anders sein. Das die schön gerechneten Daten nichts taugen müsste ja nun auch der letzte Politiker in Berlin kapiert haben.

09:11 von Tremiro

keine Frage Tremirto ... keine Frage

jeder findet für seine Situation Argumente und zwar durchaus nachvollziehbare.
Ich bin kein Fachman,
weiß nicht wie die Gefährdung für nen "Eingesperrten" 90 Jährigen im Altenheim ist
so wenig wie für nen 12 Jährigen in ner vollen Schule ....
bezüglich Ansteckung in Verbindung mit der Gefahr des Versterbens der betreffenden Person

10:09 von Sonnenstern Sie

10:09 von Sonnenstern

Sie werden so oder so nicht bis Pfingsten warten müssen, wenn Sie so schlecht dran sind.
Ich gehe davon aus, das die Priorisierungen im großen und ganzen bleiben werden .
Und Ihr Hausarzt weiß um Ihre Situation und sollte dementsprechend handeln.

Alles Gute und bleiben - oder werden - Sie gesund.

Impfreihenfolge

Angesichts der enormen Herausforderungen, die diese Pandemie mit sich bringt, ist das Impfprozedere in diesem Land wie scheinbar auch der ganzen EU ein unverhältnissmäßig aufgebauschter Verwaltungsakt, der diesem "Notstand" in keinster Weise gerecht wird. Wir brauchen eine Kraftanstrengung, die über die 5 Tage Woche mit den typischen Öffnungszeiten einer Amtsstube hinausgeht. Schneller impfen bedeutet für mich impfen im Akkord. Auch an den Wochenenden. Und das bedeutet auch für mich, dass eine Bevorzugung nur der älteren Generation langsam in eine Bevorzugung aller Impfwilligen münden muss! Es kann nicht sein, dass man insbesondere die arbeitende Bevölkerung weiterhin im Unklaren lässt, bis wann die Impfvorgänge der Generation 70+ als primäre Empfängergruppe abgeschlossen sein soll! Ich erkenne durchaus die Gefährung dieser Gruppe an und fand den Weg bisher auch richtig. Nur so langsam müssen wir die Sicht auf alle Menschen im Land richten!

Am 10. März 2021 um 08:48 von Peter Kock

25 Millionen Impfungen pro Monat
Wäre wirklich schön , wir warten alle dringend darauf und jetzt soll Herr Spahn zeigen was er kann ? Wenn es so geht , wie bis jetzt , wird das wieder nichts !
-----------------------------------------------
Herr Spahn hat ja nun ein Jahr lang ausgiebig gezeigt, was er alles nicht kann-meine Erwartungshaltung ist daher eher gedämpft.

Priorisierung über 80jährige-

Priorisierung
über 80jährige- definitiv!
Über 70jährige- definitiv!
Pflegekräfte, Ärzte etc- definitiv!
Menschen mit schweren (!!!) vorerkrankung- definitiv!
Aber nun kommen wir zu Lehrer*Innen? Für Lehrer*Innnen sollte es möglich sein Abstand zu Schülern zu halten... bei Kindergärtner*Innen sieht die Sache viel anders aus...
Was ist mit Verkäufern mit beratender Funktion? Gastronomie-Mitarbeitern (ach ja die haben ja alle zu! --> dann müssen sie halt auch länger zu lassen(???))
Hausärzte sollten ihre Patienten kennen und daher die Notwendigkeit entscheiden können. Es gibt genug Menschen die auch mehr als einer Beschäftigung nachgehen (müssen)-können ja nicht alle im büro sitzen.
Sicher kann es durch einzelne Hausärzte zu falscher (käuflicher) Priorisierung kommen. Aber der prozenzsatz sollte verschwindend gering sein

10:13 von harry_up

Also Ärzte im impzentrum bekommen 100€ und mehr. Zusätzlich zu ihrem sonstigen Lohn. Der Hausarzt pro Impfung und die 20€. Dafür entgeht ihm in der Zeit vielleicht eine teurere Untersuchung. Und nicht schon wieder neidisch auf privatpatienten gucken. Wenn die Vorteile hätten wäre ich schon lange geimpft.

dr.bashir

Pauschale Schuldzuweisungen an "die Alten", "die Jungen", "die Politiker" usw. sind so falsch wie überflüssig.

Es sollte als Tatsache und nicht als Schuldzuweisung verstanden werden, sowie als Aufruf.

10:13 von gila.b // Ich

10:13 von gila.b

// Ich befürchte erst zur Hälfte. //

So sieht der Impf - Fortschritt heute aus :

Pflegebedürftige in Heimen:

**71% Voller Impfschutz (657.202)
93% Erste Impfung (854.776)
ca. 922 Tsd Menschen ges. **

Quelle :
"https://interaktiv.morgenpost.de/corona-impfungen-deutschland-bundeslaender-weltweit/"

10:14 von Dr.bashir @nelke785

„Pauschale Schuldzuweisungen an "die Alten", "die Jungen", "die Politiker" usw. sind so falsch wie überflüssig.“
Ich bin auch gegen die oder die anderen bösen. Aber gehen Sie mal in den Supermarkt, mittlerweile egal zu welcher Tageszeit und Sie werden die Aussage von Nelke 785 bestätigt finden.

Wie lange wird denn noch diskutiert?

Was las ich neulich für eine bezeichnende Überschrift: Die Welt schaut auf Deutschland und schüttelt den Kopf. Besser kann man das nicht formulieren. Deutschland, das ist das Land, in dem zuerst Gesetze, dann sich fast täglich widersprechende Anordnungen, dann Formulare, Stempel, massiver Verwaltungsaufwand und Bürokratie und -selbstverständlich- Betrügereien auf allen Ebenen als offenbar einzige Antwort auf eine Pandemie gefunden werden. Eine kopflose, weil fachlich vollkommen danebenliegende Regierung, selbstherrliche Landesfürsten im Wahlkampfmodus, viele hundert Impfungsselbstverordner - und da wundert man sich, dass es bisher "nur" 71000 Tote gab. Die Zahl wird aber dank des bisherigen Verordnungschaos' sicher weiter steigen, schneller, als wir schaun können. Nun sollen die Hausärzte ran. Das geht in Bayern, BaWü oder Hamburg- Mönkebergstraße. Unsere Landärztin hier in Sachsen-Anhalt ist mittlerweile 80, die wenigen weitab liegenden Praxen sind überfüllt, Impftermine? Hahaha!

Am 10. März 2021 um 09:06 von Werner40

Die Zahl der Corona-Todesfälle ist trotz hoher Inzidenzwerte stark rückläufig. Das zeigt, dass die gefährdesten Menschen bereits geimpft sind.
----------------------------------------------
Diese Gruppe, von ca. 9 Millionen Bürgern hat bisher ca. 8,1 Millionen Impfdosen erhalten. 5,5 Millionen haben eine Dosis erhalten, 2,6 Millionen davon auch die 2. Dosis, 3 Millionen dieser Gruppe noch gar keine Impfung.

https://impfdashboard.de

09:25 von Autograf

Es ist viel kostengünstiger ....
-
das wäre noch die Frage !
Bei Grippeimpfstoff hat man sich doch auch nicht so schwerfällig angestellt
Wie kommt ein Arzt an seinen Tetanusimpfstoff den für Masern Mumps und FSME
und wie funktioniert das mit den Blutuntersuchungen für die Labore
macht man da auch so ein organisatorisches Drama draus

War gestern

bei meinem Hausarzt. Routine-Check. Hab ihm vorgeschlagen, schon einmal eine Liste anzufertigen und mich drauf zu setzten. Hat er abgelehnt mit der Begründung, dass er noch keine Infos über die Regelungen hätte.

Hier wird immer unterstellt, dass bei den Hausärzten die Reihenfolge durcheinander geraten könnte und bestimmte Personen bevorzugt werden würden. Im Herbst hab ich eine Grippeschutzimpfung bekommen und selbstverständlich gewartet bis ich mit Termin dran war.

Ich schätze, dass mein Hausarzt hunderte Grippeschutzimpfungen in jedem Herbst verimpft. Noch nie hab ich davon gehört, dass es Unregelmäßigkeiten bei der Terminvergabe gegeben hat.

um 09:45 von Nelke785

"Jeder scheint sich selbst der Nächste zu sein. Und Das Wort Rücksicht ist für viele Ältere in dieser Pandemie ein Fremdwort"

Rücksicht ist sicherlich geboten. Nur ist diese Rücksicht derzeit scheinbar wie eine Art Blankoscheck mit Dauergültigkeit für nur eine Generation ausgestellt. Und das kann ich nicht nachvollziehen. Angesichts der im Augenblick bekannten Zahlen, wie viele Impfstoffe im Monat zur Verfügung stehen und wie viele ältere Menschen noch geimpft werden müssen, würde ich gerne einmal erfahren, wann genau dieser Vorgang rein statistisch abgeschlossen sein müsste. Und das am besten sogar verbindlich! Auch würde mich aufgrund der unübersichtlichen Terminvergabe der Zentren einmal interessieren, wie hoch die Auslastungen eigentlich sind. Kommen wirklich alle zum Termin oder erscheinen einige gar nicht. Müsste man das nicht dann sogar sanktionieren, weil wertvolle Zeit verstrichen ist? Werden deshalb sogar Impfstoffe vernichtet werden müsen? Fragen, Fragen, Fragen...

um 10:20 von Hanno Kuhrt

Das Impfkonzept der Bunderegierung
War von Anfang an ein Rohrkrepierer. Ich weiß nicht, welche hochbezahlten Berufstheoretiker sich das ausgedacht haben-aber jeder der sich mit der Situation bei Massenimpfungen auch nur rudimentär auskennt wusste, dass es so nicht funktionieren wird. Haus und Betriebsärzte hätten von Anfang an eingebunden werden müssen

Sie haben komplett „vergessen“, dass es vor einigen Monaten nur Impfstoff gab, der bei -70 Grad gelagert werden musste.

@ Sonnenstern, um 10:09

re @ 09:04 von Dr.bashir

Wie Sie kürzlich schrieben, ist Ihre Erkrankung sehr ernsthaft, was ich aus unmittelbarem Erleben bestätigen kann.

Natürlich müssen Risikopatienten - so sehe ich das zumindest - absolut bevorzugt geimpft werden.

Und gerade das ist doch ein starkes Argument dafür, dass der Hausarzt, bei dem Sie ja sicher auch als Patientin geführt werden, Sie und “seine“ sämtlichen Risikopatienten bevorzugt impft.
Schnell, ohne Warterei, ohne gesonderten Antrag. Abweichend von Spahns Meinung, die vorgesehene Impfreihenfolge möge beibehalten werden - doch mit dem Zusatz:
Onkel Doktor darf evtl. aus eigenem Ermessen die Prioritäten selbst festlegen.
Ja klar, was denn könnte sinnvoller sein??

Warum bloß wird bei und immer alles zerredet, fragt man sich...

Ihnen alles Gute - und einen baldigen “Pieks“!

@09:25 von Autograf

"Wie meinen Sie, kommen die Mengen an benötigten Impfstoffen zu den Hausärzten? Es ist viel kostengünstiger 10.000 Dosen an ein Impfzentrum in einem Kreis zu verteilen, als je 100 Dosen an 100 Ärzte ..."

Bei den Briten funktioniert es und anscheinend besser als hier?!

Sind deren Politiker schlauer als unsere?

10:23 von Humanokrat

dass man den Leuten die Impfung hinterherträgt?
.
der Eindruck entsteht !
wenn hier berichtet wird, der eine Opa hat nicht mal nen Impftermin
und andere sind schon seit Monaten geimpft
Es wäre, meiner Meinung nach, besser gewesen
jeder kriegte nen Schrieb wie eine Wahlberechtigung auch
melden sie sich dann und dort zum Impfen
wer nicht kommt hat Pech gehabt beim Impfen wie beim Wählen
wobei man beim Impfen ja ne Alternative vorschlagen kann
- was den Laden bzw. eine staatliche Organisation enorm durcheinander bringt

10:30 von tremiro

Die sollten werben:
Impfung, Maske auf, aha-regeln einhalten. Das fehlt.

Hätte, wäre, wenn...

In meinem Stadtkreis hat man es tatsächlich "geschafft", in knapp 3 (!!!) Monaten nur etwas mehr als EIN DRITTEL der Ü80 Senioren zu impfen.
Das sind die ernüchternden Zahlen.

Tada

Auch ich schreibe jetzt weniger weil es Lockerungen gibt. Schulen waren mir besonders wichtig. Ich gehe davon aus, dass spätestens nach Ostern alles fast normal weiterlaufen wird.

Es ist für unsere Kinder bis zur 6. Klasse wirklich ein Traum in Erfüllung gegangen, wieder per Wechselunterricht in die Schule gehen zu können. Leider gammeln unsere Klassen ab Stufe 7 weiter vor sich hin...Meine Sorge ist wieder der Kahlschlag bei höheren Inzidenzen, ohne die flexiblen Ressourcen zu nutzen, die den Kollaps auf Intensivstationen verhindern können...

Am 10. März 2021 um 08:09 von Nettie

Haus- und Fachärzte wüssten am besten, welche ihrer Patienten besonders gefährdet seien“
________
D'accord. Gestern war im TV die Rede von Bedenken, die man habe, dass möglicherweise die Hausärzte u.U. Privatpatienten bei der Impfreihenfolge bevorzugen könnten. Man wolle hier prüfen.
Ein dazu befragter Mediziner äusserte sich empört. Was ich durchaus verstehen kann.
In Anbetracht der Tatsache, dass sich bereits vor Wochen alle möglichen "Altvorderen" in den Zentren vorgedrängelt haben, eine Unverschämtheit ! Davon abgesehen, selbst wenn das in manchen Fällen geschähe, ginge es immer noch schneller, als in den Zentren. Ganz davon abgesehen, dass manwenn's grad passt, ja eh nichts auf die Reihenfolge des Ethikrates gibt.
Da kann man wieder nur mit dem Kopf schütteln !

10:31 von zoro1963 Warum

10:31 von zoro1963

Warum können Betriebsärzte nur Menschen mit der geringsten Priorität impfen ?

Es gibt genügend Arbeitnehmer, die sich in der 1.,2. oder 3. Gruppe wiederfinden ! Wir haben über 37 Mio. Menschen in diesen Gruppen.

Quelle :
"https://interaktiv.morgenpost.de/corona-impfungen-deutschland-bundeslaender-weltweit/"

08:40 von Deeskalator

Wenn das soziale Gefüge, meiner Meinung nach mit Absicht, so dermaßen zerrüttet wird.
.
in unserer Gesellschaft hat jeder nen Anspruch auf ne Wohnung
jeder kann zur Schule gehen, jeder zum Arzt
stimmen sie mir dem zu ?
nur arbeiten, sich an den Aufgaben des Sozialstaates zu beteiligen,
diese Verpflichtung hat der Einzelne gegenüber der Gesellschaft nicht
Von daher stimme ich ihrer Auffassung zu, "das soziale Gefüge ist zerrüttet"

Noch ein Projekt, noch eine Studie...

... anstatt endlich mal sich mit "best practise" zu befassen. Müssen die Hausärzte jetzt erstmal das Impfen lernen?

In unserem Land fehlt mir eine Praxis der "best practise", in der bewährte Konzepte einfach erstmal übernommen werden. Evaluieren kann man hinterher immer noch, wenn etwas z.B. in einem anderen Land erprobt wurde.

Unsere Zögerlichkeit, die Suche nach Besonderheiten, die Bedenkenträgerei - das bremst uns alle unglaublich aus. Schluss damit!

Vielleicht sollte man mit einer Machbarkeitsstudie anfangen. Prüfen, ob es machbar ist, eine Machbarkeitsstudie zur Möglichkeit, dass Hausärzte impfen könnten, erscheint mir unglaublich wichtig. Insbesondere sollte jede Impfung dreifach beantragt und fünffach geprüft werden.

was sich aber in wenigen Wochen ändern soll.

dass es noch nicht ausreichend Impfstoff gibt,
.
eine recht vage Aussage
"soll" .... "kann" ... "möglicherweise"
Vertrauen gibt das nicht

Ja aber das liegt an den @10:31 von Hanno Kuhrt

>>>Es sind praktisch also 50% der Prio 1 Gruppe geimpft-bis Ende März sollte diese Gruppe durchgeimpft sein-eine weitere Fehleinschätzung unserer Bundesregierung.>>>

Stark hinterherhinkenden Bundesländern! Beispiel Erna 81 NRW, noch nicht einmal KK Einladung bis Dato erhalten! Ich habe für "Erna" telefonisch bei ihrer KK nachgefragt (AOK HH/Rheinland) Nette Antwort, nächster Lauf Einladungen, frühestens Ende Mai! Aber eher auch später...Wir würden ja gerne schneller aber NRW....
Also, "Erna" kommt in NRW aus jetziger Sicht, ggf im Juli/August dran. (Falls Ende Mai, denn ihre Einladng rausgeht!)

Herr Gassen spricht mir aus der Seele

Es tobt eine Pandemie mit Tausenden von Toten und Schwerkranken und anstatt schnell und flexibel zu handeln, trödelt die Bundesregierung und stolpert über ihre eigene Bürokratie.
"Bürokratie-Oscar" - Genau das ist es.

09:06 von Werner40

"Die Zahl der Corona-Todesfälle ist trotz hoher Inzidenzwerte stark rückläufig. Das zeigt, dass die gefährdesten Menschen bereits geimpft sind.
.
Momentan steigen die Ansteckungen und Todesfälle leider wieder!
War voraussehbar!
Und die Ü70,80 jährigen,
sowie die Risikopatienten,
zu denen ich gehöre, 72 Risikopatient, trotzt Anmeldung noch keinen Impftermin,
sind noch längst nicht geimpft und fertig geimpft!
Ihr positives Bild stimmt ganz und gar nicht!

um 10:36 von pemiku

25 Millionen Impfungen pro Monat ???
Es wird in diesem Impfchaos alles schöngeredet, um das Volk zu beruhigen.
Schon im Vorfeld kündigt nun auch Johnson & Johnson mögliche Lieferprobleme mangels gelieferter Grundstoffe an.
Haben andere Länder wieder mal mehr bezahlt als die EU und werden bevorzugt beliefert ???
Ich habe es soooo satt, bezüglich des Impffortschritts im Konjunktiv (Möglichkeitsform) zu lesen und zu hören...

Sehen sie sich noch einmal ihren Text an und prüfen, ob da nicht auch Mutmaßungen oder Unterstellungen drin sein könnten. Kleiner Tipp: Der Satz fängt an mit: „Haben…

@Sonnenstern, 10.26 Uhr, AHA freiwillig weiter einhalten

"Ich möchte trotz Impfung nicht infiziert werden, denn eine Garantie für einen weniger schweren Krankheitsverlauf kann keiner geben. Also daher bitte alle Masken aufsetzen."

Bei voll Geimpften unter sich reduziert sich das Risiko auf praktisch Null. Bei Biontech ist laut Drosten (der ja weiß Gott vorsichtig ist) das Risiko nachgewiesenermaßen ebenfalls nahe Null, noch einen Ungeimpften anstecken zu können. Ob es belastbare Studien zu anderen Impfstoffen gibt, weiß ich nicht, vielleicht mittlerweile schon. Bei allen voll Geimpften, die trotzdem erkranken, ist die Virenlast aber reduziert, die Ansteckungsgefahr damit niedriger.

Spätestestens wenn jeder geimpft ist, der geimpft sein will, ist Schluss mit AHA, mit Kontaktbeschränkungen und dergleichen!

Wer will, darf dann natürlich immer noch zu Hause bleiben, Masken tragen, Abstand halten... freiwillig.

@ Hanno Kuhrt, um 10:08, um 10:20

Da bin ich vollkommen Ihrer Meinung.

Wer gestern zu später Stunde LANZ verfolgt hat, bekam von dem dort anwesenden Chef der CDU/CSU Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus einen kleinen Einblick in die verflochtenen und überaus zahlreichen, sich gegenseitig verlangsamenden, Behörden und Institutionen, welche allein an der Finanzierung der Kita beteiligt sind.

So, das Ganze multipliziert mit 10 oder 15, dann erhält man eine Idee, warum die Abläufe bei der Impfung so schleppend, oft unverständlich und zuweilen wider- bis unsinnig erscheinen.

Der ebenfalls anwesende Blogger Lobo, der eher “des Volkes Stimme“ verkörperte, geriet mehrfach aus der Fassung, traf aber aus meiner Sicht durchaus den Nagel auf den Kopf.

und in welcher Reihenfolge??

Der Hausarzt... es gibt wie überall "sunne und solche"... hat Jeder Bürger tatsächlich einen solchen ??? - und wenn nicht ??? Pech gehabt ??? Und der Arzt soll das dann als Einzelperson und wonach entscheiden ??? .."Stammgäste" und Privatpatienten oder die sich mit Ellbogen und Überredungskünsten aller Art am ehesten durchboxen, zuerst...???
Mir ist da eine, wenn auch vielleicht bürokratisch langsamere, aber gerechtere Impfungsreihenfolge durch Behörden lieber...
Ich befürchte noch größere Unregelmäßigkeiten, Ungerechtigkeiten, als jetzt ohnehin schon ....

Hausärzte und Impfungen

Anfrage bei meinem Hausarzt ergab: Impfen bei ihm. Nein. Nachfrage dann: ab wann denn geplant. Antwort: Gar nicht. Interview eines Virologen gestern mit Warnung: Hausärzte könnten die Priorisierungsliste nach eigenem Gusto auslegen und unterlaufen. Politik stellt Impfdosen in größeren Mengen in Aussicht, plant und salbadert von Testungen im Selbstversuch und spricht von Anlaufstellen. Ist das nun ein vorgezogener Aprilscherz? Ich, nicht nur allein, fühle mich vergackeiert. Widersprüchliche Auskunft. Pläne geschmiedet und als nahe Umsetzung angekündigt. Passiert ist nichts. Dafür werden die Leute verunsichert und sitzen zwischen den Stühlen. Hausärzten wird Impfen nach eigenem Gusto unterstellt. Die Politik zieht Berufsgruppen vor, obgleich Mediziner den Gesundheitszustand als Kriterium vertreten. Und etliche Zeitgenossen urlauben, feiern usw. als sei nichts gewesen. Ist da ein System erkennbar? Ich sehe nur pures Chaos. Organisiert oder auch nicht. Unglaublich!

Am 10. März 2021 um 08:19 von unbeteiligter B...

dass sie Macht ausüben, Impfungen nach Gutdünken priorisieren, unnötige Impfungen durchführen, bestimmte Vakzine fördern, die Menschen falsch beraten, Impfzwischenfälle vertuschen...
_________
Ich weiss ja nicht, welche Erfahrungen Sie schon so mit Ärzten gemacht haben. Es müssen ganz schön gruselige gewesen sein, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Selbst WENN der ein- oder andere priorisiert würde, so handelt man doch z.Zt. auch bewusst gegen die Vorgaben des Ethikrates.
Unnötige Impfungen ? Gibt es die, und wenn ja, wieso ? Die Impfstoffe werden angeliefert. Ich glaube nicht, dass es überhaupt zu Kontakten zwischen Arzt und Vakzin-Hersteller kommt. Und aus welchem Grund sollten Ärzte falsch beraten ? Tun sie das im Allgemeinen ? Vertuschen sie sonst auch "Zwischenfälle" ? Das klingt mir hier wieder sehr nach Verschwörungstheorie.
Zur Abwechslung sind es hier mal die Ärzte. Sonst sind es ja meist "Politiker" unbestimmter Couleur.

@ Tremiro, um 10:35

re 09:55 von harry_up

Warum steigern Sie sich da so hinein?

Sie haben mich missverstanden.
Mir wäre es völlig wurscht, ob da jemand “dazwischenrutscht“, der eigentlich nicht an der wie auch immer sortierten Reihe ist.

Was alles machbar ist wird

Was alles machbar ist wird uns regelmässig, allerdings aus dem Ausland vorgeführt.

Impfgeschwindigkeit

Von einer Lieferung von 25 Mio. Dosen pro Monat sind wir noch weit entfernt. Aber trotzdem liegen Mio. Dosen im Kühlschrank. Gestern gab es wieder neuen Impfstoff, so dass 12,5 Mio. Dosen insgesamt geliefert wurden und 8,1 Mio. verimpft. Wir impfen aber derzeit nur 1,5 Mio. Menschen pro Woche, d.h. wenn sich das nicht beschleunigt, wird der Lagerbestand immer größer.

So lange das so bleibt liegt es nicht am fehlenden Impfstoff, wenn >80-jährige noch nicht geimpft sind.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: