Kommentare - Haus- und Betriebsärzte: 25 Millionen Impfungen pro Monat - machbar

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Eins nach dem anderen

Das zentrale Problem ist immer noch die Knappheit des Impfstoffs. Jetzt darüber zu spekulieren, mit welcher Geschwindigkeit dieser appliziert werden kann, wenn (!) erst einmal genug da ist, das sind ungelegte Eier. Erst einmal müssen jetzt mühsam für die verfügbaren Dosen diejenigen aufgesucht werden, die bei einer eskalierenden dritten Welle sonst die Intensivstationen und leider auch Leichenhallen füllen würden. Für die anderen ist eine Impfung erst einmal nicht dringend. Letztes Jahr hatte man angenommen, wirksame Impfstoffe würden erst im Laufe dieses Jahres zur Verfügung stehen, also zu einem Zeitpunkt wo nach heutigem Wissen bereits fast die ganze deutsche Bevölkerung durchgeimpft sein wird. Wir haben noch wirklich Glück gehabt. Also warten wir in Ruhe ab, statt im Hinblick auf die Wahlen politische Panik zu verbreiten. Die Impfzentren arbeiten alle noch auf halber Flamme, da ist viel mehr Kapazität. Und sobald auch Hausärzte impfen, ist die Bevölkerung im nu durch.

Die Angst vor der Rücksichtslosigkeit einzelner

... lässt es offensichtlich nicht zu, dass die meisten Menschen auch (Eigen)Verantwortung übernehmen können und wollen. Für sich selbst, für andere, für die Gesellschaft. Und das gilt auch für alle Arztpraxen, die nicht nur flächendeckend vorhanden sind, sondern auch die nötigen Kompetenzen haben: Jede Ärztin und jeder Arzt übernimmt täglich Verantwortung für sich, die Patienten und die Gesellschaft. Aber bei einer Covid-Impfung ist genau das nicht mehr erlaubt und wird politisch radikal unterbunden. Aus Angst, dass einzelne abweichen.
Das ist wirklich ein Armutszeugnis für die verantwortlichen Personen.

„"Zu viele Vorgaben und Prüfverfahren halten uns nur unnötig auf. Das sollten wir unbedingt vermeiden", erklärt [der Präsident der Bundesärztekammer] Reinhardt in der "Rheinischen Post". Haus- und Fachärzte wüssten am besten, welche ihrer Patienten besonders gefährdet seien“

Das sollte man meinen. Aber in der Politik verwechselt man offenbar gern das Schaffen von Rahmenbedingungen und Koordinierung mit „Vorgaben machen“ und Gängelei.

Millionen Impfungen müssen beginnen

"Die Strukturen und das Know-how seien vorhanden, um schnell und in hoher Frequenz mit dem Impfen zu beginnen."

Lasst es uns endlich tun. Bis der Impfstoff in hoher Frequenz eintrifft sollte das geklärt sein. Pragmatisch, schnell, einfach.

Der Hausarzt und Facharzt sollten helfen.
Gefrierschränke und Kühlung sind ja hoffentlich in Praxen gesichert? Sonst schnell noch den Turbo Gefrierschrank anschaffen.
Auswahl des Impfstoffs ist dann auch gegeben?

Generell Impfen, wo machbar, so schnell wie machbar ist richtig.

Nun besagen Studien, es müssen die Leute mit viel Kontakt geimpft werden, um die insgesamt Infizierung einzudämmen, klingt richtig. Auch betreffend Mutationen.

Der Kreis Priorität Stufe 1 sollte ja fertig geimpft sein?
Somit fallen sehr schwere Fälle weniger auf. Stufe 2 startet. Noch weniger schwere Fälle.
Nun gehts um das gesamte Infizierungsgeschehen und die berühmte Inzidenz, die dann im Sommer endlich sinken sollte.

Hurra! Land in Sicht?

Mal wieder typisch für Deutschland

Es kann schnell, kompetent und effektiv gehandelt werden... aber dafür müssten Politiker, die von der Sache nichts verstehen, den Weg frei machen. Vergesst es. Wieder werden Verbände und Funktionärsinteressen bedient, eine Bürokratie gepflegt als gäbe es keinen dringenden Handlungsbedarf.
Auf der anderen Seite: wenn die Impfungen in der Hand der niedergelassenen Ärzte liegen, gibt auch wieder Gemecker dass die sich nur die Taschen vollmachen wollen, dass sie Macht ausüben, Impfungen nach Gutdünken priorisieren, unnötige Impfungen durchführen, bestimmte Vakzine fördern, die Menschen falsch beraten, Impfzwischenfälle vertuschen...
Wie Du´s machst, es ist verkehrt. Das ist Deutschland heute.

Nicht nur nachdenken - handeln!

Es ist schön und gut wenn man erst einmal nachdenkt bevor man etwas tut - aber alles hat seine Grenzen. Irgendwann muss man auch mal handeln - und genau das tut die Regierung seit Monaten nicht!
Man hätte von Anfang an die Haus- und Betriebsärzte in das Impfprogramm einbinden können statt irgendwie nach der perfekten Lösung zu suchen während Impfstoff im Kühlschrank vor sich hingammelt.
Notfalls muss man alles impfen was einem vor die Spritze kommt!

Der Kreis Priorität Stufe 1 sollte ja fertig geimpft sein

Mein Vater über 80 hat erst im April seinen Impftermin. Meine Mutter Mitte siebzig hat es noch nicht mal bis zu einem Termin geschafft (NRW). Ebenso Ihr gleichaltriger Bekanntenkreis. Vorbildlich achten sie darauf, Kontakte einzuschränken, jammern nicht, sondern sind dankbar, dass sie in absehbarer Zeit geimpft werden. Niemals aber möchten sie, dass das Land für sie stillsteht und die Jugendlichen bis nachmittags in ihren Zimmern zwecks Homeschooling eingesperrt werden, Kinder keine Vereine besuchen können, etc...

Am 10. März 2021 um 08:10 von Mika D

Der Kreis Priorität 1 ist noch nicht fertig geimpft.

Inzwischen folgen aber schon Ärzte, Lehrer, PfegerInnen, ErzieherInnen, OBs und Bischöfe lasse ich mal weg, Sachsen will die Grenzkreise zu Tschechien unabhängig vom Alter vorziehen, Söder spricht von jungen Leuten, Studenten und Grenzgängern, die vorgezogen werden sollen.

Fazit - Priorität 2 (über 70) wird hinten angestellt.

Das trifft‘s

Beim Ausdruck „Bürokratie-Oskar“ musste ich grinsen. Aber das trifft‘s.

Also: Pragmatisch vorgehen mit der Prämisse einer asap- Durchimpfung der Bevölkerung.

impfen beim Hausarzt

Die Hausärzte sind doch das aller naheliegendste.
vermutlich klappt das auch besser als in vielen zentralen Stellen V.a. in CDU regierten Ländern.
Ich jedenfalls finde das prima und längst überfällig. Dann ist es auch sicher möglich, statt dem Zrug von Astra Zeneca, nach Wundch Biontech oder Sputnik V zu bekommen. Bis ich als 67jähriger Asthnstiker "dran" bin klappt das vielleicht. Hoffentlich können sich ei irgendwann CDU Politiker, die mit Masken etc. gut kassiert haben, sich mit dem Geld keinen Vortritt erkaufen

Na wenn das mit den 25

Na wenn das mit den 25 Millionen pro Monat klappt sind wir ja am Ende besser als die Amerikaner. Aber wir reden ja erstmal alles nur schön, statt schön zu handeln. Nur wenn die Ärzte jetzt über die impfreihenfolge entscheiden, wozu haben sich StiKo und Ethikrat dann solche Mühe gemacht, diese zu empfehlen. Dann hoffen wir mal, dass die Ärzte ordentlich dafür bezahlt werden, damit keiner die Hand aufhalten muss.

@M1971

Das Problem in unserer Gesellschaft ist doch momentan, dass in den letzten 25 Jahren, der krankhaften Egoismus als unbedingt notwendige Kerntugend für Erfolg etabliert wurde.

Ausbeutung von Arbeitnehmern, Gewinnmaximierung auf kosten der Gesundheit der Mitarbeiter (überall nur Rumpfmannschaft), zurückfahren des Sozial- und Bildungssystems, Einführung des Profitzwangs in das Gesundheitswesen, Vollkommen ungeregelte Gier auf den Finanzmärkten....
Und all das ohne persönliche Konsequenzen für die Verantwortlichen, wenn das ganze an die Wand gefahren wird und Tausende oder gar Millionen unter den Folgen leiden (nicht eine Verurteilung für die Crash von 2008 oder den großangelegten Betrug bei VW(die für Aktienkursverschlechterung zählt nicht)).

Wenn das soziale Gefüge, meiner Meinung nach mit Absicht, so dermaßen zerrüttet wird... sorgt man sich zurecht über mögliche mangelnde Solidarität...

08:24 von Advocatus Diabo...

>>Man hätte von Anfang an die Haus- und Betriebsärzte in das Impfprogramm einbinden können<<

Und was was hätten die verimpfen sollen?
Schon mal davon gehört dass es erst ab April genügend Impfstoff gibt, um entsprechend viele Menschen impfen zu können?

Ins Schwarze treffen

"Nur gut drei Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig geimpft"

*

Wichtig ist, dass die richtigen 3% geimpft sind.
Und danach sieht es aus, wenn weniger Menschen an Corona sterben.

Betriebsärzte sind schön und gut, aber wie viele Senioren arbeiten denn noch?

Aber leider nicht in Deutschland.

In den letzten Monaten haben ich immer wieder gehört wie toll Deutschland ist. Leider sah dann die Realität ganz anders aus. Bitte keine Ankündigungen, einfach machen.
Vielleicht kann man das Ganze noch bürokratisch verhindern durch eine zentrale Terminvergabe für die Impfung beim Hausarzt.

08:36 von Sonnenstern

Nur wenn die Ärzte jetzt über die impfreihenfolge entscheiden,
wozu haben sich StiKo und Ethikrat dann solche Mühe gemacht, diese zu empfehlen.
.
halten sich die Verantwortlichen an die Vorschläge des Ethik Rates
Also wenn ein 80 ... 90 Jähriger vor mir geimpft wird
ist das für mich nachvollziehbar
wenn 30 Jährige Lehrer vor mit dran kommen nicht
ganz zu schweigen von anderen Personenkreisen

25 Millionen Impfungen pro Monat

Wäre wirklich schön , wir warten alle dringend darauf und jetzt soll Herr Spahn zeigen was er kann ? Wenn es so geht , wie bis jetzt , wird das wieder nichts !

„Zu viele Vorgaben und Prüfverfahren halten uns nur unnötig auf.

Stimmt. Da kann man dem Präsidenten der Bundesärztekammer nur zustimmen.

Die Hausärzte kennen ihre Patienten und ihren derzeitigen Gesundheitszustand besser als eine Krankenkasse oder irgendeine Behörde, die die Patienten vermutlich noch nie gesehen geschweige denn untersucht hat. Lasst die Hausärzte die Priorisierung selbst vornehmen. Und selbst wenn einzelne dabei von der von Bürokraten vorgegebenen Impfreihenfolge abweichen, mein Gott, Hauptsache es geht endlich vorwärts!

Solidarität

Ich möchte daran erinnern, dass noch vor einigen Monaten kritisiert wurde, dass die Prioritätensetzung beim Impfen auf die Ärzte abgeladen werden könnte. Warum können die Ärzte nicht eingebunden werden und es wird trotzdem nach offizieller Priorisierung vorgegangen? Es wird auf ein "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst"-Prinzip hinauslaufen, alles andere ist doch total naiv. Passt auch zum Verlauf der Pandemie, die oft ausgesprochene Solidarität ist doch ein Witz. Im Vogtlandkreis wird schon der Anfang gemacht. Mir wird da nur noch schlecht bei...

@rjbhome

"Dann ist es auch sicher möglich, statt dem Zrug von Astra Zeneca, nach Wundch Biontech oder Sputnik V zu bekommen." Am 10. März 2021 um 08:36 von rjbhome

*

Genau wegen solcher Starallüren gibt es zusätzlich Verzögerungen beim Impfen.

Und dafür wird ein längerer Lockdown verlangt, wo sich Familien nicht treffen können und Schulen auf Sparflamme laufen.

Klug ist das nicht.

Ich finde, wer es sich leisten kann beim Impfstoff wählerisch zu sein, der ist gar nicht vorerkrankt und braucht auch nichts zu bekommen.

@08:44 von Tada

"Betriebsärzte sind schön und gut, aber wie viele Senioren arbeiten denn noch?"

Sollten wir wirklich mal Impfstoff für 25 Mio. Impfungen im Monat haben, ist das nicht unser Problem. Dann gehen die Senioren zum Hausarzt und die Arbeitnehmer erledigen die Impfung in der Kaffeepause, anstatt sich stundenlang in ein Wartezimmer zu setzen und eine Tag Urlaub dafür nehmen zu müssen.

Dass wir so viel Impfstoff haben glaube ich erst, wenn ich es sehe.

08:28 von Nelke785

Der Kreis Priorität Stufe 1 sollte ja fertig geimpft sein
Mein Vater über 80 hat erst im April seinen Impftermin. Meine Mutter Mitte siebzig hat es noch nicht mal bis zu einem Termin geschafft (NRW).
.
erstaunlich
in der Schule meiner Tochter sind bereits einige Lehrer geimpft
und mein Schwager erhielt im Dezember seine 1. Impfung
vielleicht fehlt es gelegentlich auch an einer gewissen Eigeninitiative der Angehörigen ?
Wobei ich es vorteilhafter empfunden hätte, man bezieht die Einwohnermeldeämter mit ein
aber dann wäre ja wieder der Aufschrei gekommen "Datenschutz"

Die Tendenz

die Ethikkommission ignorieren zu wollen, zeigt deutlich auf, wie weit die Politik und Verbände sich nur um Ihre Klientel kümmern ....

Aber gut, wo ist denn der Vorschlag das Hausärzte bereit sind, "umsonst", zu impfen ' oder warum wird da eine so starke Lobbyarbeit gemacht? Privatpatienten zuerst?

Die wissen zu viel.

Man kann die bisherige Linie, niedergelassene Ärzte zu meiden und statt dessen Impfzentren zu errichten, besser verstehen, wenn man weiß, dass es vielfach Ärzte waren, die bei der Schweinegrippe von der Impfung abgeraten hatten. Das hat die Pharmaindustrie damals Milliarden gekostet - der Impfstoff lag wie Blei in den Regalen und musste am Ende entsorgt werden.

So ein Hippokratischer Eid ist eben gelegentlich auch hinderlich. Das kann die Bundeswehr besser.

(Quelle: "Profiteure der Angst", Arte 2009, youtube.com/watch?v=3k_H2tdlT-A)

Äpfel und Birnen

Das liegt nicht nur zum einen daran, dass dort mehr Impfstoff vorhanden ist, sondern das liegt derzeit - und die Zukunft muss sich erst herausstellen - allein daran. Die frühere Verfügbarkeit von Impfdosen in großen Massen in USA, Israel und UK sind die Folge besonderer, in Deutschland und den meisten anderen Ländern nicht kopierbarer Umstände. Zumal diese drei Länder sich vorher durch besonders ineffizientes Pandemie-Management ausgezeichnet haben, mit der Folge, dass die dortigen Sterblichkeiten durch Corona weit höher als in Deutschland sind. Die dortigen (derzeitigen oder gerade abgewählten) Regierungen mussten also - um politisch überleben zu können - zu verzweifelten Maßnahmen greifen, die wir uns ersparen können, da wir weltweit immer recht gut dastanden.

Der einfache Weg über die Hausärzte ist

zu einfach und wo soll man da Provisionen generieren?

Impfzentren müssen eingerichtet werden, Provision?
Logistikfirmen, Provisionen?
Usw.

08:50 von Pool Roboter

jedes Auswahlverfahren wäre besser als das aktuelle
ob ihr Vorschlag Hausärzte
oder wie der von ihnen nicht favorisierte Krankenkassenvorschlag
immerhin wissen die dort was der Patient an Medikamenten abgerechnet bekommt
und dann ist ja wohl klar wer Bluthochdruck hat, Diabetes hat oder ne was weiß ich für ne Erkrankung
Allerdings !!
das nützt alles nichts ohne Impfstoff

Was für eine Diskussion

Da wird hier einerseits gerne über das zu umständliche Deutschland schwadroniert und andererseits kommen beim Thema "Impfen durch Hausärzte" gleich mal wieder Bedenken auf, dadurch könnte von der vorgeschriebenen Impfreihenfolge abgewichen werden. Meine Güte, wird wirklich niemand mehr vertraut? Natürlich wird es in manchen Fällen dazu kommen, dass ein Arzt z.B. ein Familienmitglied außer der Reihe impft. Na und?

Sollte es wirklich 25 Mio. Impfungen im Monat geben, ist das komplett egal. Dann ist jeder Risikopatient an Pfingsten geimpft. So alt und krank ist unser Land dann auch wieder nicht.

Sehr begrüßenswert finde ich, dass hier im Forum die früher so verbreitete Impfskepsis dem Impfneid gewichen ist ("warum wird eine 30-jährige Lehrerin vor mir geimpft"). Wir machen Fortschritte, auch wenn Neid keine angenehme Eigenschaft ist.

Hausärzte priorisieren dann selbst?

Bitte nicht.
Ich sehe die Gefahr, dass ein Wettlauf beginnt.
Wer es schafft, seinen Hausarzt zu überzeugen, der ist dann auf der sicheren Seite.
Konkurrenz wäre der falsche Weg in der Pandemie.
Hier helfen nur Regeln, die auch befolgt werden. Impfen beim Hausarzt ja, aber nach Regeln.
Wir dürfen nicht alles aufweichen.
Aber der Trend geht allgemein zum Widerspruch.
Zitat aus der Webseite der Stadt Salzgitter:

„ Inzidenzwerte sind nicht geeignet, einen verlässlichen und nachvollziehbaren Orientierungsrahmen für die Bevölkerung zu schaffen", so die Oberbürgermeister Ulrich Mädge (Hansestadt Lüneburg), Frank Klingebiel (Stadt Salzgitter) und Klaus Mohrs (Stadt Wolfsburg) übereinstimmend.

Quelle:
https://www.salzgitter.de/pressemeldungen/2021/nst-corona-vo.php

Fazit:
in Deutschland gibt es jetzt schon die fatale Tendenz, die Pandemie-Hygiene-Regeln immer mehr aufzuweichen.
Deshalb:
Impfen beim Hausarzt ja, aber nach den Regeln der STIKO.

Die Zahl der

Die Zahl der Corona-Todesfälle ist trotz hoher Inzidenzwerte stark rückläufig. Das zeigt, dass die gefährdesten Menschen bereits geimpft sind. Wie die weitere Reihenfolge und Anzahl der Impfungen pro Monat verläuft ist dagegen sekundär. Es könnte aber noch weiterhin einige Todesfälle von Ü80-jährigen geben, die sich partout nicht impfen lassen wollen.

@ 08:36 von rjbhome

Die Produktion von Sputnik V reicht noch nicht einmal im Entferntesten für die russische Bevölkerung. Bis die Produktion von dem Impfstoff wirklich so angelaufen ist, dass wir auch nennenswerte Mengen (also nicht nur ein paar zehntausend Dosen, wie sie bisher in willfährigen Ländern angekommen sind) abbekommen könnten, ertrinken wir in der Produktion von Johnson&Johnson (nur eine Impfung erforderlich). Denn wenn die USA so etwa im Mai durchgeimpft sind, wird der Impfstoff im großen Stil ins Ausland verkauft. Sputnik V soll aber frühestens im Herbst in größeren Mengen produziert werden können.

Schutz nicht gegen Corona

Bei Berichten zu den Impfungen heißt es immer, daß "gegen das Coronavirus geimpft" wird.

Soweit ich weiß, ist das nicht richtig.
Die Impfung schützt vor der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelösten Infektionskrankheit Covid-19.

Nach der Impfung ist man nicht vor einer Infektion durch das Coronavirus geschützt.
Als Geimpfte/r kann man nach einer Infektion das Virus auch auf andere Menschen übertragen.

Zudem ist nicht klar, wie lange die Impfung vor der Erkrankung an Covid-19 schützt.

Geimpfte müssen weiterhin sich und andere durch Masken etc. schützen.
Das wird leider kaum mal klar formuliert.

Ich befürchte, daß ein Großteil der geimpften Menschen weder Maske tragen noch Abstand halten werden.
Weil sie schlecht informiert wurden.

Bitte den Bundestag nicht vergessen!

In USA ist die Impfkampagne voll im Gange. Dort hat man (O-Ton Biden), dem Virus den Krieg erklärt. Und so wie die USA global militärisch-logistisch exzellent organisiert ist, laufen auch die Impfungen wie am Schnürchen ab. Und so, wie wir in D militärisch organisiert sind.....
Wir haben in D, im Gegensatz zu USA und GB eine sehr gute Dichte von Krankenhäusern und Ärzten. Warum kommt man jetzt erst auf die Idee, die Stellen, die ohnehin generell mit Impfungen beschäftigt sind, in die Kampagne einzubinden?
Ach ja, da stemmt sich die FDP, Herr Lindner dagegen- der Bundestag muss auf jeden Fall noch eingebunden werden! Vielleicht ist es besser, wenn jeder seine Impfanfrage an den Abgeordneten seines Wahlkreises richtet.

08:48 von Sisyphos3

>>Also wenn ein 80 ... 90 Jähriger vor mir geimpft wird
ist das für mich nachvollziehbar
wenn 30 Jährige Lehrer vor mit dran kommen nicht<<

Ich habe Verständnis für Sie wenn Sie entsprechend alt sind, und/oder Vorerkrankungen haben.
Vermutlich kommen Sie aber (wie ich auch) nicht täglich mit 20 - 30 Menschen in einem Raum zusammen.

Na endlich .....

Nachdem das Land sich seit Wochen darauf konzentriert, sich wie trotzige Kleinkinder gegenseitig die Reihenfolge bei den Impfungen streitig zu machen und alle Verfahren daraufhin optimiert (sprich verlangsamt werden), dass ja alles schön der Reihe nach geht, kommt man jetzt wieder auf das eigentliche Ziel zurück:

So schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu impfen.

Das ist sehr zu begrüßen. Ich möchte wetten, dass so letztendlich sogar auch die Priorisierten schneller drankommen.

@Mika D

Turbo Gefrierschrank
Ein Gefrierschrank, der -70 °C gewährleistet, ist mit Sicherheit eine Riesen-Investition (wenn so etwas überhaupt flächendeckend zur Verfügung gestellt werden kann), die nach den Impfungen keinen Wert mehr hat. Aber inzwischen ist BioNTech ja sowieso auf - 15 ° runtergegangen, also "normal"....

Darüber hinaus haben Sie natürlich recht: Auf geht's, pack mer's!

08:57 von sonnenbogen

>>Aber gut, wo ist denn der Vorschlag das Hausärzte bereit sind, "umsonst", zu impfen ' oder warum wird da eine so starke Lobbyarbeit gemacht?<<

Warum sollten die umsonst impfen? Haben Sie Ihren Beruf (zumindest teilweise) ohne Lohn/Gehalt ausgeübt?

Zu Beginn eine

Zu Beginn eine Impfreihenfolge festzulegen war sinnvoll und ethisch geboten. Es war völlig richtig, Menschen über 80 und Menschen, die mit ihnen in täglichem nahen Kontakt sind, vorrangig zu impfen. Jetzt geht's in eine neue Phase, und da ist eine neue Priorisierung geboten, vor allem in Bezug auf effektive Verwendung des vorhandenen Impfstoffes und auf Abbau bürokratischer Hürden sowie unter Einbeziehung fachlicher Expertise impfender Hausärzt*innen.
Gesundheitsminister Spahn hat längst seinen Kredit verspielt, den er im letzten Jahr durchaus angesammelt hatte. Vielleicht ist er schon zu sehr mit Zukunftsplanung nach September 2021 beschäftigt? Nur die wenigsten glauben, dass er da noch mit der Rolle des Gesundheitsministers einerseits beauftragt und andererseits zufrieden sein wird.
Darüber hinaus zeigt sich die Union insgesamt in einem desolaten Zustand und unfähig zu Krisenbewältigung. Die Wähler*innen sollten ihnen eine Regierungspause gönnen.

08:58 von marvin

Deplazierter geht es nicht.

Tolle Ideen?

Sicher ist es richtig, die Hausärzte sobald möglich in die Impfungen einzubeziehen. Im Augenblick lenkt diese tolle Idee nur von dem eigentlichem Problem ab. Ansonsten starrt man weiterhin allein auf das Impfen. Gleichzeitig bleibt man in allem was man tut halbherzig. Wie kann man sonst einen derart lachsen Umgang mit den Kontrollen verantworten. Gleichzeitig scheitern alle Konzepte, die allein auf Impfen bauen oder mit unstimmigen Konzepten arbeiten.
Der in weiten Teilen der Welt laufenden optimalen Mutantenzüchtung aufgrund dauerhaft hoher Inzidenzen toleriert man.
Und so läuft man offenen Auges hinter der Virusentwicklung her. So hofft man weiterhin auf die Mythenbildung, dass nicht schon vor langen Jahren bekannt war, was uns erwartete.
Statt auf das Impfen als alleinige Lösung zu starren, sollte man endlich ein Gesamtkonzept zur Beherrschung nicht nur dieser Pandemie, sondern auch der mit großer Wahrscheinlichkeit folgenden, arbeiten. Die Bausteine sind durchaus bekannt.

Hype

Da überschlagen sich jetzt die Zahlen mal wieder, wann wieviele Menschen geimpft werden könnten. Statt soviel zu spekulieren, sollte man einfach mal impfen Termine abarbeiten, endlich in Hessen auch mal Mobile Teams zu den Leuten schicken die zu Hause geimpft werden sollen. Das alles ist auch abhängig davon, dass der Impfstoffnachschub funktioniert und gut organisiert ist.
Man sollte die Menschen jetzt nicht zuschütten mit Vermutungen was, wann, wie sein könnte, sondern gesicherte und beschlossene Dinge verkünden. Alles andere verwirrt weil man mit unnützen Infos zugeschüttet wird.

09:04 von dr.bashir

>>Sehr begrüßenswert finde ich, dass hier im Forum die früher so verbreitete Impfskepsis dem Impfneid gewichen ist ("warum wird eine 30-jährige Lehrerin vor mir geimpft"). Wir machen Fortschritte, auch wenn Neid keine angenehme Eigenschaft ist.<<

Gut erkannt! Besser kann man es nicht beschreiben.

@ 09:01 von Emil67

Wie meinen Sie, kommen die Mengen an benötigten Impfstoffen zu den Hausärzten? Es ist viel kostengünstiger 10.000 Dosen an ein Impfzentrum in einem Kreis zu verteilen, als je 100 Dosen an 100 Ärzte ...

Haus-und Betriebsärzte: "25 Millionen Impfungen im Monat"

25 Millionen Impfungen im Monat seien machbar, so heißt es im Artikel.
Wenn sie endlich eingebunden würden.

Das bedeutet also, daß das bis jetzt nicht geschieht. Warum nur und an wem liegt es ? Und warum liegen da andere vorne ?

Ich lese immer nur Hausarzt

Was ist ein Hausarzt? Gibt's Bußgelder, wenn man gar keinen hat, so, wie Hausbesitzern ja auch vorgeschrieben ist, einen Schornsteinfeger zu haben? Ich, Ü70, war seit ca. 5 Jahren bei keinem Arzt, bin altersgemäß etwas sporttreibend, habe schon lange nicht mal mehr einen Schnupfen gehabt.
Der Dorfarzt kam seit einem Dutzend Jahre nicht in Frage (unstrittiger schlimmer Kunstfehler). Wen wird er wohl zuerst in der Impfreihenfolge dran nehmen, seine Klientel, die sein Wartezimmer und seine Kasse füllen, oder jemanden, den er gar nicht mehr kennt? Haben die Ärzte eine Verpflichtung, Anmeldungen zur Impfung anzunehmen?
Und wie steht es, wenn ich mich in der nächsten Stadt in irgendeiner Praxis zur Impfung anmelden will? Dürfen mich Ärzte in einem benachbarten Bundesland impfen, was ja in den Impfzentren (hier unerreichbar ohne Auto) nicht statthaft ist?

Impfplan der Bundesregierung bis Herbst?

Es gibt immer sehr viele haette - waere - wenn. Wir brauchen belastbare Zahlen von der Bundesregierung, sprich: einen fuer alle einsehbaren Impfplan auf wochentlicher Basis bis in den Herbst hinein. Auf wochentlicher Basis soll die Zahl der geplanten Impfungen mit den tatsaechlich durchgefuehrten Impfungen angeglichen werden. Das ganze basierend auf den derzeit freigegebenen Impfstoffen und den aktuell vertraglich zugesagten Lieferungen der Hersteller. Kann ggf. angepasst werden, wenn mehr Impfstoffe dazu kommen, oder es zu Lieferverzoegerungen kommt. Dann kann jedeR abschaetzen, wann sie/er dran sind. Wir brauchen endlich belastbare Zahlen ueber den aktuellen Monat und ueber Spekulationen hinaus.

@ 08:56 von dr.bashir

"Dass wir so viel Impfstoff haben glaube ich erst, wenn ich es sehe." Wenn Sie Chef von BioNTech wären, würden Sie dann die Produktion aus reiner Bosheit drosseln und mit der richtigen Produktion erst im Sommer beginnen? Dann, wenn Johnson&Johnson, weil die USA durchgeimpft sind, den Weltmarkt mit riesigen Mengen weit praktischeren Impfstoffs (nur eine Impfung nötig!) überschwemmen? Nein, BioNTech, Moderna und Co. können nur jetzt ihr Geschäft machen. Daher produzieren sie was sie können, denn jeder, der jetzt mit ihrem Impfstoff geimpft ist, ist ein Gewinn für sie und ist für die Konkurrenz verloren. Daher werden sie auch die versprochenen Quantitäten einhalten. Egal was es sie kostet. Genau so funktioniert Marktwirtschaft. Sie produziert nach Bedarf, nicht nach Plan und Unternehmer finden Wege, den Bedarf zu decken. Ok, wenn es plötzlich um milliardenfachen sofortigen Bedarf geht, Wunder können sie auch nicht bewirken, aber fast.

08:48 von sisyphos3

Genau das habe ich immer wieder in meinen Beiträgen kritisiert. Die StiKo und Ethikrat haben leider nur beratende Funktion. Andernfalls hätte es dieses Durcheinander nicht gegeben. Ich bin jetzt wenigstens registriert. Wenn jetzt die Impfung durch die Haus-und betriebsärzte kommt, wer soll da noch durchblicken. Dann die impfzentren schließen. Geht aber auch nicht, dann schaffen wir die 25 Millionen monatlich nicht. Ein Hickhack und immer noch nicht durchdacht.

09:04 von dr.bashir Volle

09:04 von dr.bashir

Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar und ein Danke dafür.
Ich freue mich auch über die zunehmende Impfbereitschaft - wenn es geht ohne Neiddebatte.

Sisyphos3

Impfung
vielleicht fehlt es gelegentlich auch an einer gewissen Eigeninitiative der Angehörigen ?

In NRW wird man angeschrieben, da nützt der Angehörige leider nichts. Aber Danke für den Wink. Das im Dezember bei Ihnen junge Menschen in der Schule geimpft wurden, kann schlichtweg nicht auf legalem Wege stimmen, da ich als Krankenschwester einer Intensivstation, frühestens ab Ende Dezember geimpft werden konnte.

09:04 von dr.bashir

Danke!
Das in dieser Blase tut gut.

Der Skeptiker

Geimpfte müssen weiterhin sich und andere durch Masken etc. schützen.
Das wird leider kaum mal klar formuliert.

Ich befürchte, daß ein Großteil der geimpften Menschen weder Maske tragen noch Abstand halten werden.
Weil sie schlecht informiert wurden.

Genauso ist es es. Man merkt das jetzt schon an dem Verhalten mancher älterer Menschen. Jeder scheint sich selbst der Nächste zu sein. Und Das Wort Rücksicht ist für viele Ältere in dieser Pandemie ein Fremdwort.

@09:07 von DerSkeptiker

Meine Güte...

"Bei Berichten zu den Impfungen heißt es immer, daß "gegen das Coronavirus geimpft" wird.

Soweit ich weiß, ist das nicht richtig.
Die Impfung schützt vor der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelösten Infektionskrankheit Covid-19"

Dann wird man auch nicht gegen das Grippevirus geimpft, sondern gegen die, durch Influenzaviren ausgelöste Infektionskrankheit "Grippe".

"Nach der Impfung ist man nicht vor einer Infektion durch das Coronavirus geschützt.
Als Geimpfte/r kann man nach einer Infektion das Virus auch auf andere Menschen übertragen"

Da wissen Sie schon mehr, als der Rest der Welt.

"Zudem ist nicht klar, wie lange die Impfung vor der Erkrankung an Covid-19 schützt"

Stimmt, aber was man weiß ist, dass wenn man nicht geimpft wird, man gar nicht geschützt ist.

@08:43 von Tremiro

"Schon mal davon gehört dass es erst ab April genügend Impfstoff gibt, um entsprechend viele Menschen impfen zu können?"
Zum Einen hätte man der vorhandenen Impfstoff (incl der noch in Kühlschränken lagernden Impfdosen) schneller verimpfen können.
Zum Anderen ist das Anmeldeverfahren in den Impfzentren ein einziges Chaos da man meist telefonisch nicht durchkommt und per Internet alles so kompliziert ist dass man ohne Hilfe von internetfähiger Familie keine Chance hat das technisch hinzubekommen.
Die ständig sich ändernden Impfreihenfolgen der Impfkommision tun dann noch ihr übriges um das Chaos zu vollenden. Die Hausärzte jedoch kennen ihre Patienten und wissen besser zu priorisieren.

GB

hat ja von Anfang an mit AZ geimpft, da bestand kein Problem mit der Kühlung. Also konnten die Hausärzte gut mit eingebunden werden. Ging ja bei uns nicht, da wir mit Biontech begonnen hatten, und das so stark gekühlt werden muss(te).
Trotzdem hätte auch bei uns mit Beginn des massiven AZ-Einsatzes auch die Hausarzt-Option gezogen werden müssen.
Ich vermute, Spahn und Konsorten hatten aber Bedenken, dass die Hausärzte anders priorisieren könnten als offiziell vorgesehen.
Wenn der Bürgermeister oder Sparkassendirektor eines kleinen Ortes bei seinem Hausarzt wegen einer vorgezogenen Impfung angefragt hätte, wäre er wohl kaum abgewiesen worden...

Für Hausärzte bin ich seit langen

Einmal, weil die allermeisten genügend Erfahrungen haben durch die jährlichen Grippeimpfungen, dann kennen sie ihre meisten Patienten besser als jedes anonyme Impfzentrum,
dann sind sie auch viel leichter für ältere erreichbar und nicht unwichtig, viele ältere Jahrgänge vertrauen ihren Hausarzt viel mehr als unbekannten.
Wenn die Betriebsärzte genügend Zeit haben, sollten sie vorerst, so lange nicht genügend Impfstoff vorhanden, mobile Teams für die Hausärzte bilden, bzw diese in den Praxen unterstützen. Wenn genug Impfstoff vorhanden, das sie ohne lange Terminvorgabe impfen können, dann auch in Eigenregie.

@8:57 von sonnenbogen

„Aber gut, wo ist denn der Vorschlag das Hausärzte bereit sind, "umsonst", zu impfen ' oder warum wird da eine so starke Lobbyarbeit gemacht? Privatpatienten zuerst?“

Warum um Himmels Willen sollten die Ärzte ihrem Beruf nachgehen, ohne Geld dafür zu bekommen? Machen Sie das? Oder geht es nur darum, dass ‚die Ärzte‘ ja sowieso alle so reich sind? Falls ja: Wer hat Sie daran gehindert, selbst Medizin zu studieren?
Und klar: Vielleicht kommen die Privatpatienten im Schnitt früher dran. Aber das sind so wenige, dass das schnell erledigt ist. Und jeder Geimpfte ist ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft (es sei denn, Sie lassen sich lieber von einem Privatpatienten anstecken).

Impfreihenfolge

"Hausärzte dürfen die Impfreihenfolge selbst festlegen."
Man ahnt schon wie die aussehen könnte:
Erst die Spezl, dann die Privatpatienten (oder umgekehrt) und ganz zum Schluss diejenigen, die keinen Hausarzt haben, weil sie nur alle 10Jahre einmal zum Arzt gehen.

Ich hoffe inständig....

....dass die normale hausärztliche Versorgung dann nicht beeinträchtigt wird, weil die Ärzte nur noch mit Impfen beschäftigt sind und man mit "normalen" Krankheiten keinen Termin mehr kriegt. War doch bei der Telefonnummer 116 117 anfangs genau dasselbe, sie war dauerbesetzt von jenen, die einen Impftermin haben wollten und wer angerufen hat weil er ärztliche Hilfe brauchte kam nicht durch.

@08:57 von sonnenbogen

"Aber gut, wo ist denn der Vorschlag das Hausärzte bereit sind, "umsonst", zu impfen"

Googeln Sie einfach mal, wie viel Honorar ein Arzt für die Impfung eines Kassenpatienten bekommt. Dafür nimmt ein Handwerker keinen Schraubenzieher in die Hand.

@Sparpaket

"Impfen beim Hausarzt ja, aber nach den Regeln der STIKO".
Sollten die versprochenen Impfstoffe in den nächsten Wochen zur Verfügung stehen, ist die fragwürdige Impfstoffpriorisierung ohnehin obsolet. In den Hausarztpraxen sollten unbürokratisch alle geimpft werden, die das wollen.

09:05 von Sparpaket

//Ich sehe die Gefahr, dass ein Wettlauf beginnt.
Wer es schafft, seinen Hausarzt zu überzeugen, der ist dann auf der sicheren Seite.
Konkurrenz wäre der falsche Weg in der Pandemie.
Hier helfen nur Regeln, die auch befolgt werden. Impfen beim Hausarzt ja, aber nach Regeln.//

Den Wettlauf haben wir längst, nämlich gegen die Ausbreitung des Virus und gegen Virus-Mutanten.
Deshalb: es war richtig, Ü-80-jährige und Menschen mit schweren Vorerkrankungen zuerst zu impfen, weil die mit Abstand das größte Risiko haben. Aber danach muss es schnell und pragmatisch gehen (soweit ausreichend Impfstoff zur Verfügung) = Impfen am Fließband, so wie es z.Zt. in USA läuft. Ich räume aber auch ein, dass der Eindruck entsteht, dass USA und GB von den Impfstoffherst. bevorzugt beliefert werden.

09:07 von DerSkeptiker

Doch, ich habe schon mehrfach genau auf die von Ihnen dargelegten Fakten hingewiesen. Nur scheinen wir beide die einzigen zu sein, die das so sehen. Die Politik weist darauf gar nicht hin. Also deshalb nochmal ganz groß:
IMPFUNG, MASKEN AUF AHA-REGELN.
Keine reisewelle im Sommer, kein rudelkuscheln. Ich möchte keinen Lockdown im nächsten Herbst und Winter. Wir werden erst frühestens nächstes Jahr wissen, was die Impfung gebracht hat. Dafür sollte die Regierung mit großen Werbeplakaten werben, da wäre das Geld gut angelegt.

99% Diskussion über 5% die sich nicht

möglicher Weise nicht impfen lassen wollen.
95% Imfwillige warten seit Monaten.
Nur bei der Wahl hat man die Wahl.

@ Tremiro, um 08:43

re 08:24 von Advocatus Diaboli

Klar, wenn kein Impfstoff da ist, kann nicht geimpft werden.

Der scheinbar immer noch nicht sonderlich geliebte AZ liegt aber seit geraumer Zeit in den Kühlschränken, doch bis gestern “ringen“ (so heißt das ja üblicherweise) die Verantwortlichen um die Beteiligung der Hausärzte - ein Gedanke, der jedem normal denkenden Menschen bei dem Wort “impfen“ als erstes in den Sinn kommt.

Denn natürlich kennt der seine älteren Patienten am besten und könnte die Reihenfolge selber festlegen.
Aber da muss kontrolliert werden, dass auch niemand reinrutscht, der noch nicht dran ist.

09:04 von dr.bashir : Unsportlichkeiten...

...Sie kennen das doch sicherlich:
Erstmal unterstell ich anderen die selbe egoistische Motivation, die mich selbst antreibt, nur um mich dann zu beschweren, dass andere mit ihrem Egoismus anscheinend erfolgreicher sind.
Oder mal fußballerisch:
Meine Fouls sind taktisch und notwendig, blöd nur wenn der Schiri das pfeift, aber dann ist der Schiri schuld.
Fouls des Gegners sind nie taktisch und wenn der Schiri nicht pfeift, weiss ich ja, wer den bezahlt...
Wie die Menschen, so das Spiel...

@DerSkeptiker, 9.07 Uhr, Maske trotz Impfung

"Nach der Impfung ist man nicht vor einer Infektion durch das Coronavirus geschützt.
Als Geimpfte/r kann man nach einer Infektion das Virus auch auf andere Menschen übertragen... Geimpfte müssen weiterhin sich und andere durch Masken etc. schützen."

Das stimmt nur bedingt. Bei allen Impfstoffen ist der Schutz zwei Wochen nach der letzten Impfdosis so gut, dass sich niemand mehr selbst zu schützen braucht. Beim Biontech-Impfstoff ist nachgewiesen, dass die Virenlast voll geschützter, aber infizierter Leute so niedrig ist, dass das Risiko andere anzustecken gegen Null geht (aus Podcast Drosten). Bei anderen Impfstoffen dürfte das ähnlich sein, auch wenn es nicht belegt ist.

Es muss jedem Geimpften klar sein, dass in den ersten zwei, drei Wochen nach der ersten Dosis kein echter Schutz besteht und der Vollschutz erst zwei Wochen nach der zweiten Dosis einsetzt.
Innerhalb dieser Grenzen: Ja, zunächst mal weiter mit Maske und Abstand. Danach aber: Die Zumutung ist dann definitiv vorbei!

Impfen ist sicher hilfreich

um die Anzahl der durch Covid vom Tod bedrohten zu senken. Wenn man es beschleunigen kann, warum nicht? Allerdings ist es sehr traurig, dass nicht alle Möglichkeiten der Bekämpfung von der Regierung in Betracht gezogen werden. In Braunschweig scheitert die klinische Studie für das entwickelte Medikament derzeit am Geld. (Quelle NDR) Hätten wir eine medikamentöse Alternative, müsste man auch nicht befürchten, dass nach ein paar Monaten alle erneut geimpft werden müssen. Verteidigung nur auf einer Ebene ist mir zu wenig.

@09:34 von Autograf

Ich verstehe nicht ganz, was Ihr Post mit meinem zu tun hat. Ich mache keiner Firma einen Vorwurf. Fakt ist, dass wir bisher in über 2 Monaten 12,5 Mio. Dosen Impfstoff von 3 verschiedenen Firmen bekommen haben. Dass da evtl. ein paar fehlen, im Vergleich zu den ursprünglich versprochenen Mengen, mag sein. Aber Produktionsprobleme gibt es, speziell am Anfang immer. Alles gut.

Und trotzdem sind 25 Mio. Dosen pro Monat eine riesige Steigerung im Vergleich zu den bisherigen Lieferung. Und die müssen erst mal kommen.

Wenn sie denn kommen, dann gibt es gar keine Frage, dass mehr Ärzte impfen müssen. Und dann sollten wir keine Zeit mit Theoriediskussionen verschwenden. Eine Coronaimpfung ist nicht komplizierte, als eine Grippeimpfung. Das bekommen Haus- und Betriebsärzte schon hin. Die Praxis wird halt am Anfang ziemlich voll sein und das Telefon dauernd klingeln. Da werden schon ein paar Extrastunden anfallen.

@Autograf, 9.25 Uhr

"Es ist viel kostengünstiger 10.000 Dosen an ein Impfzentrum in einem Kreis zu verteilen, als je 100 Dosen an 100 Ärzte"

Und deshalb soll das Land jetzt weiter im Impfgetrödel verharren? Ungeimpfte Leute sterben, Existenzen ruiniert werden, Kontaktbeschränkungen weiter herrschen?

Ihre Prioritäten sollten Sie ganz klar überdenken!

@ marvin, um 08:58

Da können Sie gerne zitieren, was Sie wollen, auch wenn der Zusammenhang mit der Coronaimpfung nirgends zu erkennen ist.
Sie wollen die Hausärzte also abstrafen für irgendwas, das mit dem Impfen vor 12 Jahren gegen Schweinegrippe zusammenhängt?

Aber Sie sind sicher so konsequent und gehen seither nicht mehr zum Hausarzt.

Selten liest man derartigen Unsinn.

um 09:25 von Autograf…

Wie meinen Sie, kommen die Mengen an benötigten Impfstoffen zu den Hausärzten? Es ist viel kostengünstiger 10.000 Dosen an ein Impfzentrum in einem Kreis zu verteilen, als je 100 Dosen an 100 Ärzte ...

Die neuen Impfstoffe von AZ, J&J können mäßig gekühlt transportiert und gelagert werden. Da sollten die Logistikkosten nicht sonderlich ins Gewicht fallen.

@09:34 von Sonnenstern

"Wenn jetzt die Impfung durch die Haus-und betriebsärzte kommt, wer soll da noch durchblicken"

Wo ist das Problem? Haben die USA, GB oder Israel nicht nur mehr Impfstoff, sondern sind auch noch schlauer als wir? Die blicken auch durch. Wenn man die Bürokratie weglässt und Menschen einfach impft, wie bei der Grippe auch, dann läuft das. Wenn man aber für jede Impfung noch extra Excel-Listen führen muss und Bestätigungen ausfüllen, dann wird es schwierig.

Oder glauben Sie, dass in dem von Ihnen erwarteten Chaos dann Menschen sich unberechtigterweise mehrmals impfen lassen, wie bei der Abgabe der Gratismasken, weswegen man aufwändige Gutscheine drucken lassen musste?

Wenn wir alles so kompliziert machen, dann brauchen wir auch nicht mehr Impfstoff, weil wir den sowieso nicht verimpft bekommen.

09:04 von Dr.bashir

„Sollte es wirklich 25 Mio. Impfungen im Monat geben, ist das komplett egal. Dann ist jeder Risikopatient an Pfingsten geimpft. So alt und krank ist unser Land dann auch wieder nicht.“
Können Sie sich eigentlich ansatzweise in einen risikopatienten hineinversetzen, für den eine COVID-19 Infektion tödlich sein kann. Der soll bis Pfingsten warten, während der Hausarzt ein Familienmitglied außer der Reihe impft. Sie können gerne mit mir tauschen. Ich habe besch... Jahr hinter mir und jetzt noch bange Wochen vor mir. Danke für Ihre Empathie.

Margareta K.

Am 10. März 2021 um 09:45 von Margareta K.
08:28 von Nelke785
Meine Mutter (im Seniorenheim) hat beide Impfungen erhalten. Sie hat sich darüber gefreut.
Aber: eigentlich wäre es lieber gewesen, wenn die jungen, in der Arbeitswelt stehenden bevorzugt worden wären.

Das finde ich sehr rührend und in meinem Bekanntenkreis denken alle Älteren so wie Ihre Mutter. Mit 90 sind viele dankbar, Ihr Leben gehabt zu haben. Das Hauptproblem ist leider nur, wie die Menschen sterben mussten. Zu wenig Pflegekräfte, keine Angehörigen...wobei, als ich früher auf einer Krebsstation gearbeitet habe, sind die meisten erst dann gestorben, wenn die Angehörigen nach Hause gegangen sind. Trotzdem konnten sich viele von ihren Liebsten nicht mehr verabschieden und das verurteile ich sehr.

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