Kommentare - Welche globalen Risiken durch hohe Nahrungsmittelpreise drohen

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Nahrungsmittel als Spekualationsware

Im Zuge der Globalisierung wurden Nahrungsmittel zunehmend zum Ziel von profitgetriebenen Spekulanten. Den Händlern geht es dabei gar nicht um die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, sondern nur um Ihren eigenen Gewinn. Die Problematik dieser Entwicklung wird nun durch Corona verstärkt. Hier ist eine verantwortungsvolle Politik gefragt. Aber im Zeitalter des Lobbiymus wird Verantwortung in der Politik zunehmend durch die Interessen großer Konzerne verdrängt. Hier besteht dringend Korrekturbedarf. Sonst bestimmen bald die großen Konzerne der Nahrungsmittelproduktion und -verarbeitung, wer was und wieviel in Zukunft essen darf.

Jeder nimmt sich, was er kriegen kann ...

.. was der Markt hergibt.
Das müsste, glaubt man gerade den Deutschen Verbrauchern, den Verfechtern der hohen Lebensmittelpreise in die Hände spielen.
Die Kehrseite sind freilich Preise, die sich "arme" Staaten nicht leisten können.
Das Problem: Hebt man z. B. die Fleischpreise in D kräftig an (Thema Tierwohl) bleibt es trotzdem bei tierverachtender, billiger Massenproduktion ... denn der größte Teil des Fleisches geht, noch billiger, ins Ausland. Dort pfeift man auf Deutsche Kampagnen und Preise. Wer teurer wird ist weg vom Fenster. Und lediglich vom Absatz in D werden nur die größten Bauern überleben.
Eine weltweite Preis- und Verteilungsregulation ist schlicht utopisch ... wäre aber die einzig lenkende Möglichkeit.
Und so wird es wohl drei (vier) geteilt bleiben: Satt, reicht, hungrig und Tot.

Nahrungsmittelpreise

Seit Wochen machen unsere Discounter verstärkt Werbung für "dauerhaft im Preis gesenkte Waren". Mehr oder weniger erfolgreich lenken sie damit von den Preissteigerungen vieler Produkte des restlichen Sortiments ab.

Deswegen lokal kaufen

Bei uns ist alles Selbstproduktion und hier spürt man nichts. Deswegen lokal oder national Produktion verbessern und Lockdowns abschaffen.

Welche globalen Risiken durch hohe Nahrungsmittelpreise drohen..

Um 16 Prozent höhere Lebensmittelpreise in drei Jahren (seit 2018).
Das wird die Not weiter Bevölkerungsschichten verstärken. Für Mittelamerika bedeutet das Emigrationswellen nach Norden.

Für die Bundesrepublik könnte es dazu führen, daß in Zukunft die meist recht zurückhaltenden Tarifabschlüsse in Frage gestellt werden.

Ich erinnere daran

dass gerade die EU den Strukturwandel in der Landwirtschaft hin zu industrieller Produktion gefoerdert hat. Wer ueberleben wollte musste gross werden oder fuer Demeter produzieren.

Gleichzeitig hat man der Konzentration von Saatgut in den Haenden weniger Konzerne nicht genug entgegengesteuert und/oder kontrolliert.

Das war alles kurzsichtig und hat die Lebensmittelproduktion in die Haende weniger Konzerne gegeben.

Lebensmittel sind keine Ware, die auf Boersen gehandelt werden sollten.

Unterschiede

Wenn ich nur die Situation in Deutschland betrachte, merke ich nichts, oder fast nichts. Fahre ich jedoch beispielsweise nach Frankreich, dann sehe ich, dass die Lebensmittel hier in Deutschland tatsächlich sehr preiswert sind. Gut, die Lebensmittelqualität ist in Frankreich durchschnittlich besser, aber ein Discounter in Deutschland holt hier ganz mächtig auf und setzt sich mit hochwertiger Qualität gegenüber den Versprechungen der anderen Lebensmittelanbietern durch.

"Risiken durch hohe Nahrungsmittelpreise"

Zunächste einmal droht Hunger, das ist doch offensichtlich.
Aber, es wächst auch der Unmut in der Bevölkerung. Es kommt zu Unruhen, Aufständen, zu Bürgerkrieg, Vertreibung und entsetzlichen Verbrechen. Das zeigte sich in der Geschichte immer wieder. Der "arabische Frühling" beispielsweise hatte eine Ursache in steigenden Nahrungsmittelpreisen. Das galt auch für Syrien.
Eine ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln ist also auch im Interesse der wohlhabenden Länder. Leider wächste die Bevölkerung in den armen Ländern stark und es ist von einer Verdoppelung der selben in Afrika bis 2050 auszugehen. Diese hat sich dort seit 1950 bereits verfünffacht. Die Folge ist, daß unzählige junge Menschen keinerlei Perspektive haben und diese sind natürlich unzufrieden und oft gewaltbereit, denn sie wollen sich ein Leben aufbauen, was im eigenen Land kaum möglich ist.
Kommen dann noch steigende Lebensmittelpreise hinzu, wird es kritisch.

Syrien: Christliche Bischöfe verlangten Aufhebung des Embargos.

In einem offenen Brief an das EU-Parlament forderten die Bischöfe verschiedener Konfessionen die EU auf, die Sanktionen, die gerade auch die syrischen Christen betreffen, aufzuheben.
Dann würde sich auch die Nahrungsmittelversorgung bessern.

@ 10:09 von Bernd Kevesligeti

"Welche globalen Risiken durch hohe Nahrungsmittelpreise drohen..
Um 16 Prozent höhere Lebensmittelpreise in drei Jahren (seit 2018).
Das wird die Not weiter Bevölkerungsschichten verstärken. Für Mittelamerika bedeutet das Emigrationswellen nach Norden.

Für die Bundesrepublik könnte es dazu führen, daß in Zukunft die meist recht zurückhaltenden Tarifabschlüsse in Frage gestellt werden."
.
Von Ende 2018 bis jetzt ist der Global Food Price Index um 25 % gestiegen.

@ Orfee, um 10:08

“Bei uns ist alles Selbstproduktion und hier spürt man nichts. Deswegen lokal oder national Produktion verbessern und Lockdowns abschaffen.“

Zugegebenermaßen lässt mich Ihr Kommentar ziemlich ratlos zurück.

Sollte er ironisch gemeint sein, hätten Sie drauf hinweisen sollen.

Ist er ernst gemeint, isses ein Schmarrn.

@ Gaisenpeter

"Den Händlern geht es dabei gar nicht um die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, sondern nur um Ihren eigenen Gewinn" Am 09. März 2021 um 09:58 von Gaisenpeter

*

Natürlich geht es den Händlern um den eigenen Gewinn. Niemand Arbeitet umsonst.

@ bolligru, um 10:20

Ich stimme dem zu, was Sie schreiben.

Allerdings werden Sie gleich zu lesen kriegen, dass in Afrika das Bevölkerungswachstum nachlässt.

Was ja nicht bedeutet, dass es abnähme...

endlich Inflation (Ironie aus)

Man wollte und will ja unbedingt Inflation und tut seit Jahren nichts anderes, als diese anzuheizen. Das Volk schaut zu, eher erfreut, dass es nicht klappt. Nun klappt es, was das Volk weniger freuen wird. Es ist aber zu spät.

10:21 von krittkritt Das

10:21 von krittkritt
Das Beispiel Syrien zeigt anschaulich, wie wichtig eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbaren Lebensmittel ist. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist in Syrien auf der Flucht. Letztlich muß auch der reiche Teil der Welt mit den Folgen leben.
Leider ist die Angelegenheit nicht so einfach, wie es sich auf den ersten Blick darstellt, denn ein starkes Bevölkerungswachstum kann nicht "einfach so" mit immer höheren Lebensmittellieferungen "in den Griff" bekommen werden. In diesem Punkt hat Palmer recht: Es drohen uns Katastrophen, die wir uns noch nicht einmal vorstellen können. Niemand weiß, wie das verhindert werden kann.

hohe Nahrungsmittelpreise - ein Widerspruch in sich

Hieß es nicht die ganze Zeit, dass unsere subventionierten Lebensmittel die Preise auf dem Weltmarkt so weit runterdrücken, dass es billiger ist sie in die Drittweltländer zu exportieren, als dort vor Ort zu produzieren, wodurch die Märkte vor Ort kaputt gemacht werden?

Waren niedrige Nahrungsmittelpreise nicht bislang schädlich gewesen?

Und nun heißt es, hohe Nahrungsmittelpreise führen zu globalen Risiken.

Ich halte das mit Risiken für glaubwürdig, nur passt es nicht zusammen zu den Behauptungen über Subventionen. Denn da müssten die Produzenten in manchen Ländern aktuell frohlocken und Arbeitsplätze schaffen.

Wo ist der Haken?

10:21, krittkritt

>>Syrien: Christliche Bischöfe verlangten Aufhebung des Embargos.
In einem offenen Brief an das EU-Parlament forderten die Bischöfe verschiedener Konfessionen die EU auf, die Sanktionen, die gerade auch die syrischen Christen betreffen, aufzuheben.
Dann würde sich auch die Nahrungsmittelversorgung bessern.<<

Dieser offene Brief stammt von 2013. Ich glaube, seitdem weisen Sie im Forum auf ihn hin, egal worum es geht. So ja auch hier.

Der Aufstand in Syrien brach unter anderem aus, weil es eine jahrelange Dürre gegeben hatte. Den Menschen vertrockneten die Ernten und starb das Vieh.

Die Besatzungsmacht in Syrien ist Russland. Wenn ein Land ein anderes besetzt, so hat es die völkerrechtliche Verpflichtung, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

09:58 von Gaisenpeter

Den Händlern geht es dabei gar nicht um die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, sondern nur um Ihren eigenen Gewinn.
.
Frage
um was geht es denn sonst in der Welt ?
warum kauft man bei KIK ein,
weil die Waren dort so billig sind
oder weil Minimalstandards Arbeitsschutz eingehalten werden ?
... und wo sie schon bei Lebensmittel sind
Wer bestimmt die Politik ?
Parteien die aus Mais und Weizen Treibstoffzusätze machen, dass unsere Ökobilanz stimmt
Lebensmittel die in armen Länder fehlen, weil die hohe Nachfrage die Preise explodieren läßt

Spekulation mit Waren

Verbieten lässt sich das Spekulieren leider nicht. Da es sich dabei aber immer um die Bereicherung einzelner auf Kosten vieler handelt, müsste es deutlich stärker besteuert werden. Man müsste zumindest versuchen, es unattraktiv zu machen.

Alles für die Schweine.

2/3 der nutzbaren Ackerflächen dienen dem Anbau von Futtermitteln für das sogenannte "Nutzvieh", welches inzwischen 95% der tierischen Biomasse auf der Erde ausmacht. Weshalb sich die reichen Staaten in armen Staaten Ackerfächen "grabben", welche ihrerseits Regenwald abholzen. Andere Teile der Lebensmittelversorgung kippen wir in den Tank als sogenannten "Biosprit" (wofür den Grünen nochmal herzlich zu danken ist). Auch in Deutschland wird Ackerland deshalb längst zu teuer für Bauern, die noch etwas Vernünftiges damit anfangen möchten. Und über allem schweben die Fantastilliarden der Notenbanken und machen aus "Assets" wie Boden und Weizen Anlage- und Spekulationsobjekte.

"Soziale Unruhen"? Wären mal eine gute Idee...

10:37 von harry_up

Allerdings werden Sie gleich zu lesen kriegen, dass in Afrika das Bevölkerungswachstum nachlässt.
.
definitiv !
so Spezialisten gibt es hier
die davon überzeugt sind
dass mit Wohlstand auch weniger Kinder einhergehen
(bis dahin sie sich aber die Bevölkerungszahl verdoppelt/verdreifacht haben)

10:37, harry_up

>>@ bolligru, um 10:20
Ich stimme dem zu, was Sie schreiben.

Allerdings werden Sie gleich zu lesen kriegen, dass in Afrika das Bevölkerungswachstum nachlässt.

Was ja nicht bedeutet, dass es abnähme...<<

Doch, das Bevölkerungswachstum nimmt ab.

Der Scheitelpunkt der Weltbevölkerung wird wohl etwa 2050 erreicht sein.

Es müsste auf dieser Erde niemand hungern. Es gibt genug für alle, lediglich an der Verteilung hapert es. Die Verteilung hängt eng mit Geldströmen zusammen. Die fließen von arm nach reich, wenn man sie so fließen lässt, wie sie das möchten. Und das tut man leider viel zu sehr.

Umkehr im Denken ist überfällig

Wenn man die Gelder für Rüstung und Lebensmittelsubventionen in die Verbesserung der Lebensbedingungen in der 3. Welt investieren würde, sähe die Welt anders aus. Aber wo sollten denn die Milliardäre da ihre Profite hernehmen?
.
In der Wirtschaftslehre heißt es, dass Gewinne nötig seien, um Abschreibung und Zukunftsinvestitionen zu ermöglichen. Jedoch fließen die Gewinne in private Taschen, und der Steuerzahler muss Innovation etc. über Staatszuschüsse finanzieren, während die Einkünfte der Reichen dank Fonds, CumEx etc. kaum besteuert werden. Amazon zahlt auf 1 Mio Gewinn 50 Euro Steuern.
.
Aber pscht! Und dass ein Politiker für die Empfehlung von überteuerten Schutzmasken mal eben 660.000 Euro einstreicht zeigt doch, wie verdreht unsere Welt ist.

von Ritchie 10:24

25 Prozent, daß ist ja noch heftiger.
Auch eine Folge der "Ökonomie", der Fonds, die mit Lebensmittel-Aktien handeln, spekulieren....

Irrtümer und Trugschluss des regionalen Nahkaufs

Ich denke, jedes Land hat das Recht auf Nahrungsmittelherstellung und (inter)nationalen Verkauf, um Einnahmen für seine Bewohner zu sichern. Das ist doch auch unser Grundmodell für Volkswirtschaft und Sicherheit der Einnahmen wie Versorgung. Was man angehen muss, ist eher die zwiespältige Einstellung, wer und was produziert und ob man den moralischen Maßstab an andere höher anlegt als an sich selbst. Die Kontroversen laufen auf Ebenen ab, die unwichtig und eher banal wirken. Ob der Veganer seine Früchte (Aovocado, Agave, Aloe Vera) aus Drittländern mit hohem Wasserverbrauch bezieht oder der fleischliebende Zeitgenosse Rind aus Argentinien oder Neuseeland usw. bezieht, kann jeder einzelne von uns selbst regeln und entscheiden. Für mich sind die Streitfragen nach besserer oder schlechterer Moral fehl platziert. Reden und handeln wir nach Nachhaltigkeit und Bedarf, nicht nach Bedürfnis und dem Streit um den besseren Menschen. Dann kommen wir deutlich weiter.

Ich denke man kann das Thema

Ich denke man kann das Thema "Preisspekulation" nicht hoch genug aufhängen. Diese entkoppelt den Preis von Angebot und Nachfrage. Das kann insbesondere Kleinbauern hart treffen, wenn der Preis trotz Missernte in den Keller getrieben wird.

Die ganzen Bauernproteste, die wir bspw. aktuell in Indien sehen, laufen eben darauf hinaus. Beispiel: Die Regierung kauft den Kleinbauern einen Teil der Weizenernte ab zu 26,99 US-Cent pro Kilo ("minimum support price" lässt sich im Internet nachlesen). Der offene Commidities-Markt für Weizen gibt nach Preisspekulationen in den USA jedoch zur Zeit nur 18 US-Cent pro Kilo her. 18 Cent pro Kilo wäre nach Ernteausfällen für viele Kleinbauern ruinös und könnte eine ganze Region in den bankrott treiben, was das ohnehin knappe Angebot zusätzlich kritisch verknappt und sowohl Produzenten als auch Konsumenten schadet. Politische Unruhen sind die ultimative Folge.

Lediglich die Spekulanten profitieren von dieser Preisvolatilität.

10:53, Sisyphos3

>>so Spezialisten gibt es hier
die davon überzeugt sind
dass mit Wohlstand auch weniger Kinder einhergehen<<

Dazu braucht man kein Spezialist zu sein. Das ist der wissenschaftliche Forschungsstand. Der, genau wie die Erkenntnisse zum Klimawandel, vorwiegend von rechts angezweifelt wird.

Die Statistiken sind auch Ihnen bekannt. Warum tun Sie so, als ob das nicht so wäre?

10:54 von fathaland slim

Doch, das Bevölkerungswachstum nimmt ab.

Der Scheitelpunkt der Weltbevölkerung wird wohl etwa 2050 erreicht sein
.
das Wachstum verliert an Dynamik, aber es steigt noch einige Jahrzehnte weiter
in 2050 haben wir 10 Mrd in 2100 dann 11 Mrd, vielleicht ist es dann stabil
Nur wollen diese Menschen alle irgendwann, wenn kein Auto dann ein Moped
oder ne Hütte nicht für 3 Generationen, sondern für sich allein, dazu mit Klimaanlage
ob das die Ressourcen hergeben ?

Wie teuer darf es sein?

Ein Naturprodukt wird angebaut und geerntet. Würde man es vor Ort verbrauchen oder verkaufen, hätten wir wieder die Stufe von Selbstversorger und direkter Vermarktung. Das funktioniert aber nicht mehr so einfach in einer Welt, die sich in Arbeitsbereichen und Grundversorgung dermaßen aufgeteilt und spezialisiert hat, dass man eher ein Träumer ist, wenn man das Rad zurückdrehen will. Landwirtschaft im Nebenerwerb zeigt auch bei uns, dass sie nicht zum Alleinerwerb reicht. Es sei denn in industrieller Anlage und mit entsprechendem sparsamen Konzept. Handel ist aber die Lebenswirklichkeit, weltweit umspannend und soll für alle Einnahmen und Grundversorgung bieten. Heute noch mit Schutzmaßnahmen für Mensch und Umwelt. Aber zu meinen, alles sei nur regional zu bewerkstelligen, halte ich für eine Illusion. Beim Preis aber sind viele Faktoren im Spiel. Wo viele mitverdienen wollen, steigen Preise. Der Hersteller aber profitiert derzeit kaum und nicht automatisch davon. Da muss man rangehen.

@ fathaland slim, um 10:54

re 10:37 harry_up

Hab's doch geahnt :-).

Sie schreiben das ja immer, und immer wieder stoße ich mich daran.

“Das Wachstum nimmt ab“ ist ganz sicher korrekt formuliert und stimmt auch, doch es suggeriert die verkehrte Annahme, dass die Bevölkerungszahl sinkt - wo das ja nun gar nicht stimmt.
(Der “Scheitelpunkt“ 2050 besagt das ja)

Wenn jemand sagt, meine Gewichtszunahme sinkt, ist das nichts weiter als die nette Umschreibung dafür, dass derjenige morgen früh trotzdem mehr wiegt als heute.

Würde er sagen:
“Ich nehme langsamer zu“, wäre das jedem sofort klar.

Russland ist keine Besatzungsmacht in Syrien.

@10:46 von fathaland slim
Oder betrachten Sie die USA bei uns als Besatzungsmacht? Ich glaube nicht. In beiden Fällen ist die Regierung einverstanden, bzw. Syrien hat Russland gegen die Islamisten zu Hilfe gerufen, mit einigem Erfolg, wie ebenfalls christliche syrische Bischöfe betonten.
Das Embargo ist nach wie vor gültig und wirksam und bezieht sich auch auf lebenswichtige Güter und de facto auch auf Medizinprodukte.
Über den Ausbruch des Aufstandes sollten Sie ausführlich recherchierte Dokumentationen zur Kenntnis nehmen, wie die eines Universitätslehrers aus Australien.

@tada

" Hieß es nicht die ganze Zeit, dass unsere subventionierten Lebensmittel die Preise auf dem Weltmarkt so weit runterdrücken, dass es billiger ist sie in die Drittweltländer zu exportieren, als dort vor Ort zu produzieren, wodurch die Märkte vor Ort kaputt gemacht werden?"

Ja, auch. Aber: Infolge des Klimawandels rechnen wir in den kommenden Jahrzehnten weltweit mit dramatischen Einbrüchen der Produktion. Allein in Europa gehen Modellrechnungen von einem Rückgang der Ernteerträge von bis zu 70% in einigen Bereichen aus. Dann trifft es uns gleich doppelt: Bei sinkender Produktion wurden langfristige Produktionskapazitäten abgebaut, weil kurzfristig nicht wirtschaftlich sinnvoll. Und diese zu ersetzen kostet Zeit, die wir nicht haben.

Vielleicht würde es gegen die Preisinflation helfen...

... wenn die EZB nicht für Billionen (= tausende Milliarden) Euro Geld ohne jede Wirtschaftsleistung einfach drucken würde?

Die tausende Milliarden werden für die (Fast)Pleite-EU-Staaten einfach so reingepumpt, wenn diese es als Staatsanleihe benötigen.

Wer ohne Hemmungen Geld druckt, ohne daß dem eine reale Wirtschaftsleistung gegenübersteht, braucht sich doch über Inflation nicht zu wundern?

Seit einiger Zeit kauft die EZB sogar Anleihen von (Fast)Pleite-Unternehmen auf, und denkt sogar über Aktienkäufe nach.

Dadurch steigen Sachwerte wie Gold, Immobilien (und z.B. auch Kryptowährungen) in abartige Höhen, weil die Inflation eben zunimmt.

Für die Bürger, die gespart haben, vor allem in Ländern, die nicht praktisch pleite sind, ist das eine sehr schlechte Nachricht.

10:08 von Orfee

>>Deswegen lokal kaufen

Bei uns ist alles Selbstproduktion und hier spürt man nichts. Deswegen lokal oder national Produktion verbessern und Lockdowns abschaffen.<<

Lokal kaufen ist prima, mache ich nach Möglichkeit.
Aber was haben Lockdowns damit zu tun?

/// Am 09. März 2021 um 10:58

///
Am 09. März 2021 um 10:58 von Bernd Kevesligeti
von Ritchie 10:24

25 Prozent, daß ist ja noch heftiger.
Auch eine Folge der "Ökonomie", der Fonds, die mit Lebensmittel-Aktien handeln, spekulieren....///
.
Der Anteil des Einkommens, der in Deutschland für Lebensmittel ausgegeben wird, hat prozentual in den letzten Jahrzehnten ständig abgenommen. Im übrigen werden Lebensmittelpreise nicht durch " Börsenspekulation " beeinflusst.

11:07 von fathaland slim

Dazu braucht man kein Spezialist zu sein. Das ist der wissenschaftliche Forschungsstand
-
das sind Binsenweisheiten
was sie da wieder mit politisch "rechts" andeuten wollen ??
ebenso ist es ne Binsenweisheit,
dass in besonders armen Ländern Afrikas das Durchschnittsalter bei 15 .... 16 liegt
sollte da ne Frau auch nur 1 Kind bekommen wird die Bevölkerung weiter wachsen

Noch werden genug Lebensmittel für alle produziert.

aber einige wenige weltweit agierende Konzerne haben die Kontrolle für inzwischen mehr als 70% des weltweiten Aufkaufs, der Lagerung, Logistik und Verarbeitung erlangt.
Lebensmittel - allen voran Getreide, Mais, Reis sind zu einem beliebten Spekulationsobjekt geworden. Allen voran u.a. durch die Firmen Cargill, ADM, Bunge (alle USA) und Dreyfus (Niederlande).
Grundnahrungsmittel sind zu einer Waffe geworden.
Aufgeschlossen zu ihnen haben in den letzten Jahren die chinesische Firma Cofco - als Einkäufer und die russische Firma RIF als weltgrößter Exporteur von Getreide.

Die Politik dieser Firmen können ganze Staaten stabilisieren - aber auch destabilisieren. Und das wird inzwischen auch praktiziert.
Nein, diese Firmen agieren nicht losgelöst von der Politik ihrer "Heimatländer".

Übrigens war die Ukraine mal die Kornkammer Europas - lang, lang her ...
Habe selbst die riesigen unbestellten Ländereien gesehen ...

Gruß, Wolfgang

11:12 von harry_up

es kommt eben darauf an was man sagen will !
vor allem aber ob man manipulieren will

11:10, Sisyphos3 @10:54 von fathaland slim

>>das Wachstum verliert an Dynamik, aber es steigt noch einige Jahrzehnte weiter<<

Nein, das Wachstum steigt nicht, es nimmt ab.

Die Bevölkerungszahl steigt natürlich erst einmal weiter, wenn auch langsamer. Der Scheitelpunkt wird etwa 2050 erreicht sein, wie ich schon schrieb.

Bitte die Begrifflichkeiten nicht durcheinander bringen.

///Am 09. März 2021 um 11:07

///Am 09. März 2021 um 11:07 von rin

Ich denke man kann das Thema "Preisspekulation" nicht hoch genug aufhängen. Diese entkoppelt den Preis von Angebot und Nachfrage. Das kann insbesondere Kleinbauern hart treffen, wenn der Preis trotz Missernte in den Keller getrieben wird.///
.
Bei erwarteten Missernten würden " Spekulanten " eher auf höhere Preise in der Zukunft wetten. Im übrigen braucht jeder " Spekulant " einen " Spekulantenpartner ", der genau die Gegenposition eingeht, damit ein Abschluss zustande kommt. Es wird also lediglich Geld von einem Millionär zu einem Anderen verschoben. In Indien zeigt sich der Nachteil von Agrarsubventionen, die die Regierung jetzt abschaffen will: der Druck zu Produktionseffizienz ist gering.

um 10:37 von harry_up

Ich stimme dem zu, was Sie schreiben.

Allerdings werden Sie gleich zu lesen kriegen, dass in Afrika das Bevölkerungswachstum nachlässt.

Was ja nicht bedeutet, dass es abnähme...
-----------
Die stetige Zunahme der Bevölkerung führt auch zu einer Versiegelung von Flächen. Es gibt also immer weniger Landwirtschaftliche Nutzflächen für immer mehr Menschen. Aber das verhängnisvollste ist, das Lebensmittel zum Spekulationsobjekt verkommen sind.

10:08 von pemiku

>>Seit Wochen machen unsere Discounter verstärkt Werbung für "dauerhaft im Preis gesenkte Waren". Mehr oder weniger erfolgreich lenken sie damit von den Preissteigerungen vieler Produkte des restlichen Sortiments ab.
<<

Das habe ich auch so wahr genommen. Auf der einen Seite heißt es "dauerhaft gesenkt", während bei den besonders gefragten Artikeln (Käse nur mal ein Beispiel von vielen) besonders drauf geschüppt wird...

11:14, krittkritt

>>Russland ist keine Besatzungsmacht in Syrien.
@10:46 von fathaland slim
Oder betrachten Sie die USA bei uns als Besatzungsmacht? Ich glaube nicht.<<

Nach dem zweiten Weltkrieg waren die USA das definitiv. Aber das ist lange her.

>> bzw. Syrien hat Russland gegen die Islamisten zu Hilfe gerufen, mit einigem Erfolg, wie ebenfalls christliche syrische Bischöfe betonten.<<

Es gab also nur Islamisten auf der einen und Assad auf der anderen Seite. Die klassische Propagandaerzählung.

Es gibt einen Beistandspakt mit Syrien. Solche Beistandspakte wurden seit Stalin abgeschlossen. Sie bedeuten, daß Russland das Recht hat, sich in innenpolitische Belange des Vertragspartners einzumischen, wenn die dortige Regierung von innen heraus bedroht ist. De facto eine Entmündigung der Bevölkerung.

>>Das Embargo ist nach wie vor gültig und wirksam und bezieht sich auch auf lebenswichtige Güter und de facto auch auf Medizinprodukte.<<

Ist Russland an diesem Embargo beteiligt?

10:08 von Orfee

Glauben Sie ernsthaft, wenn der Lockdown abgeschafft wird, dass dann die Preise wieder sinken?

@SirTaki - 11:03

"Für mich sind die Streitfragen nach besserer oder schlechterer Moral fehl platziert. Reden und handeln wir nach Nachhaltigkeit und Bedarf, nicht nach Bedürfnis und dem Streit um den besseren Menschen. Dann kommen wir deutlich weiter."

So tolle Sätze lassen sich vom Sofa aus dem heimischen Wohnzimmer immer schön locker formulieren.
Die Frage der Moral bei weltweit 9 Milliarden Hungertoten jährlich als obsolet zu stellen ist in unseren Wohlstandsregionen offenbar so weit fortgeschritten, dass die Spekulationsgeschäfte mit dem Elend schon regelmäßige Normalität genießen.

Und zur Sache mit der oft zitierten Nachhaltigkeit mal zurückgefragt - wie gut läuft es denn damit weltweit, um erfolgreich dagegen zu steuern?

11:14 von krittkritt

>>Oder betrachten Sie die USA bei uns als Besatzungsmacht? <<

Ihr Vergleich hinkt (das habe ich jetzt sehr höflich ausgedrückt). Mir ist nicht bekannt dass die USA nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland Zivilisten bombardiert hat.

>>In beiden Fällen ist die Regierung einverstanden<<

Das stimmt.

>>bzw. Syrien hat Russland gegen die Islamisten zu Hilfe gerufen<<

Richtig wäre Diktator Assad hat Russland um Hilfe gerufen.

Preisanstieg

Wenn mit Lebensmitteln jetzt mehr verdient wird, wer in der Wertschöpfungskette bekommt denn den Zaster?
Davon steht im Artikel nichts.

Ich nehme mal an, nicht die Bauern, egal ob in der EU oder in der dritten Welt.
Einer verdient auf jeden Fall: steigen die Preise, dann erhöht sich auch der Betrag, den der Staat über Verbrauchssteuern einnimmt.
Ich bin für die Enteignung von Großkonzernen, denn dort werden die Stellschrauben gedreht.

der Markt sorgt nur für Profite

die einen haben fast nichts und die anderen fast alles. Global und national zeigt sich, daß die globale Politik der Profitmaximierung und Ausbeutung von Natur und Mensch die Ursache unserer Probleme sind. Die Ressourcen der Menschheit werden in Profite für Wenige verwandelt. Die Lebensgrundlage unseres Planeten ist zur Spekulanten freigegebent. Und die Armut ist seit langem auch bei uns angekommen.

11:14, krittkritt

>>Über den Ausbruch des Aufstandes sollten Sie ausführlich recherchierte Dokumentationen zur Kenntnis nehmen, wie die eines Universitätslehrers aus Australien.<<

Sie reden von Tim Anderson. Einem hochideologisch motivierten politischen Aktivisten. Seine Dokumentation ist eine Metastudie. Syrien kennt er gar nicht persönlich. Warum nennen Sie seinen Namen nicht? Wollen Sie nicht, daß die Foristen recherchieren?

Aber warum geben Sie seit vielen Jahren immer nur dieselben zwei oder drei Quellen an? Diversifizieren Sie sich doch ein wenig, das ist klug. Ich kann beispielsweise diesen Artikel hier aus "Spektrum" empfehlen:

"https://www.spektrum.de/news/wie-der-syrische-buergerkrieg-mit-dem-klim…"

Ich hoffe mal,

das kein CDU Mitglied (z.B Landwirt) von hohen Nahrungsmittelpreisen profitiert.

Re : Tada !

Ja es sollte jede Person die arbeitet auch was verdienen, um ( gut ) leben zu können.
Nur sollte grundsätzlich deutlich mehr Gemeinsinn, mehr Menschlichkeit, mehr Solidarität, mehr Empathie, sowie Anstand und Moral als Kompass für eine faire Erzeugung und den Handel gelten. Leider aber wird nur des noch größeren Gewinnes wegen all diese Grundsätze schamlos über Bord geworfen, aus purem Egoismus, Gier und Habsucht. Und leider kriegt die Politik dieses Treiben, teils sogar gewollt, nicht in den Griff, bzw. versucht es nicht einmal wirklich. Sondern es gibt genügend Beispiele, in denen Politiker selbst bereichern, oder die Bereicherung forcieren.
Nicht einmal die Kirche kann sich diesem Vorwurf entziehen, denn auch von den Oberen der angeblich so Gläubigen wird oft genug weiter Schindluder betrieben, um sich weiter die Macht, viel Einfluss und Geld zu sichern. Egal welcher Religion, es gibt überall solche "Sünder" !

Entlarvend

"Die hohen Preise wirkten in vielen Regionen bereits destabilisierend, weil sie die Menschen in Not brächten und sie die Erwartung nährten, die Regierung müsse etwas tun, um ihnen zu helfen. "

*

Ich kann keine Fehler in der Erwartung der Menschen erkennen, aber das klingt do, als ob die jeweiligen Regierungen nicht die richtigen Ansprechpartner dafür wären.

Wofür sind die denn sonst da?

"Aus welchen Gründen auch

"Aus welchen Gründen auch immer..."
Die Menschheit steht vor gewaltigen Herausforderungen.
Bislang unvorstellbares Elend scheint unabwendbar.
Wer jetzt glaubt, er sehe die Lösung der Probleme, der hat nichts verstanden. Alle Lösungsansätze können nur global zielführend sein und ob das gelingt scheint fraglich. Weder der Einzelne noch einzelne Staaten oder Kontinente werden Grundsätzliches bewirken. Letztlich werden alle betroffen sein und das läßt wenig Raum für Hoffnung.
Wird die Vernunft siegen oder wird es eine ausgeprägte Wagenburgmentalität geben? Ein Zwischenweg scheint mit nicht gangbar, denn auf die Vernunft ALLER zu hoffen ist blauäugig.
Mir scheint zu sein wie in einer antiken Tragödie: Man weiß von Anfang an, daß es übelst enden wird.

Ein Weiter so kostet letzten Endes die globale Existenzgrundlage

„Es ist ein Teufelskreis: Wie die Weltbank schreibt, führen [coronabedingte] Einkommensverluste dazu, dass die Menschen weniger Geld für Lebensmittel zur Verfügung haben. Die [ebenfalls coronabedingten] Unterbrechungen der Lieferketten hätten einen lokalen Mangel zur Folge, insbesondere bei verderblicher Ware. Das wiederum treibe den Preis noch weiter an“

Solange es möglich ist, dass Einzelne von diesen höheren Preisen profitieren und deshalb den Mangel künstlich aufrechterhalten gibt es keinen Ausweg aus diesem Teufelskreis. Aber aber nur solange.

„Immer teurere Nahrungsmittel werden zu einem drängenden globalen Problem. Der Mix aus Pandemie und Preisinflation hat in vielen Regionen der Welt bereits dramatische Folgen“

Die sich vor allem am rapiden Verlust von Artenvielfalt und für die Ernährung der Weltbevölkerung unentbehrlichen Naturressourcen zeigen: „Die Gründe für den globalen Preisanstieg sind vielfältig:
(...) Hinzu kommen kritische Wetterlagen an einigen Orten, die (...)"

11:31, Sisyphos3

>>11:07 von fathaland slim
Dazu braucht man kein Spezialist zu sein. Das ist der wissenschaftliche Forschungsstand
-
das sind Binsenweisheiten<<

Die Sie in dem Kommentar, auf den ich antwortete, anzweifelten.

>>was sie da wieder mit politisch "rechts" andeuten wollen ??<<

Ich habe überhaupt nichts angedeutet, sondern eine klare Aussage getroffen.

>>ebenso ist es ne Binsenweisheit,
dass in besonders armen Ländern Afrikas das Durchschnittsalter bei 15 .... 16 liegt<<

Das Durchschnittsalter? Wo denn?

>>sollte da ne Frau auch nur 1 Kind bekommen wird die Bevölkerung weiter wachsen<<

Ja natürlich. Bis Mama und ihre Generationsgenossinnen und -genossen sterben.

Und?

Plädieren Sie dafür, bei diesem natürlichen Prozess nachzuhelfen?

Man könnte diesen Eindruck gewinnen.

Am 09. März 2021 um 10:46 von fathaland slim

Zitat:
"...Die Besatzungsmacht in Syrien ist Russland. Wenn ein Land ein anderes besetzt, so hat es die völkerrechtliche Verpflichtung, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen..."

Sie haben die anderen Besatzer vergessen, welche nicht völkerrechtskonform in Syrien sind.

Versuchen Sie ES doch mal mit Objektivität.

11:12 von harry_up

>>Wenn jemand sagt, meine Gewichtszunahme sinkt, ist das nichts weiter als die nette Umschreibung dafür, dass derjenige morgen früh trotzdem mehr wiegt als heute.
Würde er sagen:
“Ich nehme langsamer zu“, wäre das jedem sofort klar.
<<

Sehr trefflich ausgedrückt. Chapeau!

von Werner40 11:23

Auf Jahrzehnte berechnet wird der Anteil am Einkommen der für Lebensmittel ausgegeben wird vielleicht prozentual abgenommen. Aber wenn die Preise, wie in dem Artikel angedeutet entsprechend steigen, stimmt daß nicht mehr. Es wird
untere Schichten prozentual mehr treffen.
Und sicher spielt dabei auch eine Blasenbildung an den Börsen eine Rolle.

@10:54 von fathaland slim

>> Es müsste auf dieser Erde niemand hungern.<<

Das ist sicher richtig. Bei weiter rasant steigender Weltbevölkerung (seit 1950 verdreifacht) wird’s aber zunehmend schwierig, umso mehr, wenn die Preise nicht steigen sollen. Und über Landschaftsverbrauch und Umweltzerstörung zum Zwecke der Nahrungsmittelproduktion brauchen wir dann auch nicht mehr zu diskutieren.

Re : Tremiro !

Ja Assad hat Putin um Hilfe gebeten, um weiter an der Macht bleiben zu können, weiter das Volk schikanieren, einsperren und foltern, und weiter gut leben zu können.
Weder Assad noch Putin kümmern sich um das eigene Volk, sondern bauen das Land nur nach den eigenen Vorstellungen, mit allen schrecklichen Konsequenzen, dass viele Menschen hungern, keine Wohnung haben, keine Arbeit, dafür aber ein paar Superreiche, die immer reicher werden.

11:16, Dana

>>Vielleicht würde es gegen die Preisinflation helfen...
... wenn die EZB nicht für Billionen (= tausende Milliarden) Euro Geld ohne jede Wirtschaftsleistung einfach drucken würde?

Die tausende Milliarden werden für die (Fast)Pleite-EU-Staaten einfach so reingepumpt, wenn diese es als Staatsanleihe benötigen.

Wer ohne Hemmungen Geld druckt, ohne daß dem eine reale Wirtschaftsleistung gegenübersteht, braucht sich doch über Inflation nicht zu wundern?<<

Sämtliche entwickelten Staaten dieser Erde sind fast pleite, wenn man nur nach dem Schuldenstand geht.

90% des im Umlauf befindlichen Geldes ist so genanntes Giralgeld. Dieses Geld entsteht, wenn Privatbanken Geld verleihen. Es ist nämlich nicht so, daß eine Bank nur Geld verleihen kann, was sie auch hat, wie oft geglaubt wird. Ein Großteil der Geldmenge besteht also, wenn man es so sehen möchte, aus ungedeckten Schecks.

Gedrucktes Geld macht nur etwa 5% der gesamten Geldsumme aus.

Vor einer solchen Entwicklung...

...wird schon länger gewarnt als vor dem Klimawandel - und ähnlich erfolgreich. Bin mal gespannt, was von beiden uns schneller erwischt... oder ob sich noch eine andere Möglichkeit vordrängelt.

Russland liefert nach Syrien

@11:46 von fathaland slim
Es wurde 2015 von der syrischen Regierung gegen den IS zu Hilfe gerufen, und hat damit - wie z.B. der Erzbischof Tobi von Aleppo es ausdrückte - auch die syrischen Christen unterstützt.

Embargo: Russland ist natürlich nicht daran beteiligt, sondern liefert lebenswichtige Güter nach Syrien. Es gibt in Bayern ein Kinderhilfswerk, das tatsächlich die syrische Zivilbevölkerung vor Ort unterstützt, indem es Hilfsgüter von Zeit zu Zeit dort hinbringt. Leider ist das offensichtlich nicht über die "offiziellen" Kanäle möglich, was aber nicht an der syrischen Regierung liegt.

Zu Niedrig

Das Problem mit Nahrungsmittelpreisen ist nicht das sie zu hoch sind, sondern das das Geld nicht an den richtigen Stellen ankommt.
Die Nahrungsmittel-Spekulation ist genau wie die Immobilienpreisexplosion, der Höhenflug des Bitcoin und die Völlig überhitzten Unternehmens und Rohstoffbörsen ein Produkt überproportionaler Gewinne die reinvestiert werden.
Sie sind letztlich das Produkt sinkender Reallöhne bei steigender Produktivität.

Natürlich haben Menschen mit sinkenden Reallöhnen ein Problem mit steigenden Narungsmittelpeisen, genau wie mit steigenden Mieten, oder steigenden Heizkosten.
Natürlich sind auch Klimabedingte Missernten und Flächenverlust durch exzessive Ausbeutung ein Teil des Problems: den Lebensunterhalt nicht sichernde Löhne in der Landwirtschaft sind aber ebenso ein Teil des Puzzles.

11:23, Werner40

>> Im übrigen werden Lebensmittelpreise nicht durch " Börsenspekulation " beeinflusst.<<

Der Begriff "Warentermingeschäfte" ist Ihnen nicht geläufig? Dann schlagen Sie ihn doch mal nach.

Missernten durch Klimawandel, steigende Weltbevölkerung

Palmöl und Sojamonokulturen die den Urwald zerstören. Ungebremste Globale Transporte als Klimakiller. So kann Globalisierung nicht laufen.
Was erwarten wir?
Übrigens z.B. mal den Weizenpreis über die letzten 10 Jahre vergleichen. Es ist eben Angebot und Nachfrage.
Nachsteuern reicht nicht- man muss sich trauen an die Ursachen zu gehen.
Die Kosten der Pandemie werden dramatisch sein - aber auch eine Chance. Werden wir die nutzen?

Woher kommt der Irrglaube,

Woher kommt der Irrglaube, Die Welt könne beliebig viele Menschen einfach so vertragen?
Is klar, dass das zu unlösbaren Konflikten führen wird. Selbst wenn alle mitmachen würden, geht es nicht.

@ Bender Rodriguez, um 11:22 (Vorgängerthread)

Auch wenn o.T., doch es betrifft ja ganz allgemein den Umgang miteinander in diesem Forum:

Sie antworten dem User Eudyalit4 auf seinen Hinwies, er sei erstaunt, mit wie vielen Usern Sie per Du sind:

“Sogar mit dir.
“Sie“ ist zu unpersönlich und mit zu vielen, bisher zu selten bestätigten, Vorschusslorbeeren, behaftet.“

Daraus spricht eine Überheblichkeit, die mir dann doch ziemlich gegen den Strich geht.

Was muss denn ein User hier tun, schreiben, meinen..., um sich Ihr “unpersönliches“, nichtsdestotrotz absolut übliches “Sie“ zu verdienen und sich der “Vorschusslorbeeren“ als würdig zu erweisen?

Mich haut's aus dem Sessel, wenn ich lese, dass man sich bei Ihnen ein “Sie“, um das man Sie bittet oder mit dem man von Ihnen angesprochen werden möchte, quasi erst verdienen muss.

Steigen Sie mal schleunigst von Ihrem Thron, auf den Sie nicht gehören.

Ich bin über Ihre Einstellung, wie Sie merken, wirklich mehr als sauer

Fakt ist, die Weltbevölkerung

Fakt ist, die Weltbevölkerung wächst jedes Jahr unaufhörlich.
Und was 2050 ist, ist 30 Jahre vorher nette Zahlenspielerei, jedoch wissen tut das niemand. Könnte also sein, dass wir 2050 den Höchststand haben, kann aber auch sein, dass wir 2060 den neuen absoluten Höchststand vermelden können. Kann aber auch sein, dass wir 2040 durch diverse Krisen (Krieg, Klima, Pandemie) schon weniger Erdbewohner haben, als aktuell

10:53 von Sisyphos3

«so Spezialisten gibt es hier
die davon überzeugt sind
dass mit Wohlstand auch weniger Kinder einhergehen.»

"Spezialist" muss man dazu nicht sein.

Es genügt, vergleichende Länderstatistiken zu "Geburtsziffern" sich anzuschauen. Genauer gesagt: "Fruchtbarkeitsziffern" pro Frau pro Leben.

Als Näherung gilt, dass ± 2,1 Kinder / Frau / Leben die Bevölkerungszahl annähernd konstant halten. In Ländern mit höherer Säuglings (Kinder) Sterblichkeit muss sie für den gleichen Effekt etwas höher sein.
Bei sehr guter medinzinischer Versorgung in Land (x) auch etwas geringer.

Unter den G7-Staaten ist Frankreich das einzige Land, das tatsächlich bei ± 2,1 liegt. In allen der hier 6 anderen ist die Ziffer geringer. Bis hinunter zu ± 1,3 in Japan. Ca. 500.000 Japaner weniger von 2019 zu 2020. Geht es so weiter mit der Ziffer, werden es wohl 2050 < 100 Mio. Japaner sein.

In Afrika wird die Bevölkerungszahl weiter steigen.
In Indien auch, in China nicht.
In EUR sehr viele Kinder haben die Iren.

Der Markt regelt die Preise

Es ist sehr interessant die Reaktionen auf die Entwicklung auf dem Markt zu beobachten. Der Markt regelt die Preise und wir tuen gut daran das zu akzeptieren. Der Sprit kostet heute 30 % mehr als vor einem Jahr, aber billiger als vor zwei Jahren. Das hat so seine Gründe. Die Tomaten sind billiger im Sommer als im Winter. Ja, natürlich muss man für das Versorgen Menschen sorgen und doch müssen wir damit leben, dass gewisse Dinge auch teurer werden. Das führt zum mehr Angebot und dann fallen wieder die Preise. Mich wundert, dass noch keiner nach Gemüsepreisdeckel oder Getreidepreisspiegel ruft. Das wäre die Einfache Lösung, wohl für eine kurze Zeit.

@Tremiro um 11:48

Auch wenn ich König Assad lieber vorgestern als heute entthront sähe so ist sein Regime doch immer noch die International anerkannte Regierung, was auch etwas über den Wert einer solchen Bezeichnung aussagt, und möglicherweise wären die Russen dem Hilfegesuch auch nicht nachgekommen wäre die anfänglich aufständische Opposition nicht durch eine Besser finanzierte abgelöst worden. Klingt blöd aber eine Übernahme durch den IS und dessen Verbündete hätte ich auch nicht als Verbesserung betrachtet.

@ 10:46 von fathaland slim

Es gab einen offenen Brief schon vor Jahre - aber nach 10 Jahren Bürgerkrieg/Krieg in Syrien haben Vertreter verschiedener Kirchen auch in den letzten Wochen darauf hingewiesen, dass die Sanktionen ihr Ziel, das Assad-Regime zu schwächen, leider verfehlt haben, aber die Versorgungssituation der Bevölkerung in verschiedenen Bereichen wie Nahrungsmittel und Medizin dramatisch verschlechtern haben. Etliche Bischöfe - der melkitische Patriarch Absi, der syrisch-orthodoxe Ignatius Aphrem II., der syrisch-katholische Ignatius Youssef III. und die beiden Bischöfe in Aleppo Antoine Audo (chaldäisch) und Jean-Clement Jeanbart (melkitisch) - haben sich auch an US-Präsident Biden gewandt mit der Bitte, die Sanktionen zu beenden.
Das ist das Kreuz der Sanktionen, die oft die Ärmsten der Armen treffen - in Syrien in meinen Augen ein echtes Dilemma.

>>Und da Lebensmittelpreise

>>Und da Lebensmittelpreise auch Marktpreise sind, werden Investitionen in diesem Segment für Spekulanten auch immer attraktiver, je stärker die Preise steigen - und das hat dann seinerseits weiter anziehende Preise zur Folge. <<

Mehrere Faktoren bestimmen die Risiken!

Es sind die hohen Steuern, Beiträge der Regierung, die zunehmenen Kosten für Energien, was u.a. durch Regierung, aber auch Konzerne zustande kommen. ( Mieten der Eigentümer )

Die hohen Lebensmittelkosten hat mit Nachfrage und Angebot, aber auch mit den Zockern an Börsen zu tun, die die Preise weltweit in die Höhe treiben.

Ich wurde schon mehrfach angegangen als ich sagte: Börsen sind unser Ruin, was ich heute wiederhole.

Ohne Börsen ginge es uns allen - preislich gesehen- besser.

Lebensmittel werden genug produziert; würde für alle weltweit genügen.

D. allein wirft pro Jahr über 20% Lebensmittel auf den Müll.

Handelsverträge mit Afrika treibt 100.000 Kleinbauern in den Ruin.

Abschaffung von Zölle weltweit.

@10:49 von R13P

>> müsste es deutlich stärker besteuert
>> werden. Man müsste zumindest
>> versuchen, es unattraktiv zu machen.

Einfach steuerrechtlich wie Glücksspiel behandeln. Das wären dann schon mal 5% Steuer auf jeden(!) Wetteinsatz. -.-

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