Ihre Meinung zu: Welche globalen Risiken durch hohe Nahrungsmittelpreise drohen

9. März 2021 - 10:38 Uhr

Immer teurere Nahrungsmittel werden zu einem drängenden globalen Problem. Der Mix aus Pandemie und Preisinflation hat in vielen Regionen der Welt bereits dramatische Folgen. Von Thomas Spinnler.

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Kommentare

Nahrungsmittel als Spekualationsware

Im Zuge der Globalisierung wurden Nahrungsmittel zunehmend zum Ziel von profitgetriebenen Spekulanten. Den Händlern geht es dabei gar nicht um die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, sondern nur um Ihren eigenen Gewinn. Die Problematik dieser Entwicklung wird nun durch Corona verstärkt. Hier ist eine verantwortungsvolle Politik gefragt. Aber im Zeitalter des Lobbiymus wird Verantwortung in der Politik zunehmend durch die Interessen großer Konzerne verdrängt. Hier besteht dringend Korrekturbedarf. Sonst bestimmen bald die großen Konzerne der Nahrungsmittelproduktion und -verarbeitung, wer was und wieviel in Zukunft essen darf.

Jeder nimmt sich, was er kriegen kann ...

.. was der Markt hergibt.
Das müsste, glaubt man gerade den Deutschen Verbrauchern, den Verfechtern der hohen Lebensmittelpreise in die Hände spielen.
Die Kehrseite sind freilich Preise, die sich "arme" Staaten nicht leisten können.
Das Problem: Hebt man z. B. die Fleischpreise in D kräftig an (Thema Tierwohl) bleibt es trotzdem bei tierverachtender, billiger Massenproduktion ... denn der größte Teil des Fleisches geht, noch billiger, ins Ausland. Dort pfeift man auf Deutsche Kampagnen und Preise. Wer teurer wird ist weg vom Fenster. Und lediglich vom Absatz in D werden nur die größten Bauern überleben.
Eine weltweite Preis- und Verteilungsregulation ist schlicht utopisch ... wäre aber die einzig lenkende Möglichkeit.
Und so wird es wohl drei (vier) geteilt bleiben: Satt, reicht, hungrig und Tot.

Nahrungsmittelpreise

Seit Wochen machen unsere Discounter verstärkt Werbung für "dauerhaft im Preis gesenkte Waren". Mehr oder weniger erfolgreich lenken sie damit von den Preissteigerungen vieler Produkte des restlichen Sortiments ab.

Deswegen lokal kaufen

Bei uns ist alles Selbstproduktion und hier spürt man nichts. Deswegen lokal oder national Produktion verbessern und Lockdowns abschaffen.

Welche globalen Risiken durch hohe Nahrungsmittelpreise drohen..

Um 16 Prozent höhere Lebensmittelpreise in drei Jahren (seit 2018).
Das wird die Not weiter Bevölkerungsschichten verstärken. Für Mittelamerika bedeutet das Emigrationswellen nach Norden.

Für die Bundesrepublik könnte es dazu führen, daß in Zukunft die meist recht zurückhaltenden Tarifabschlüsse in Frage gestellt werden.

Ich erinnere daran

dass gerade die EU den Strukturwandel in der Landwirtschaft hin zu industrieller Produktion gefoerdert hat. Wer ueberleben wollte musste gross werden oder fuer Demeter produzieren.

Gleichzeitig hat man der Konzentration von Saatgut in den Haenden weniger Konzerne nicht genug entgegengesteuert und/oder kontrolliert.

Das war alles kurzsichtig und hat die Lebensmittelproduktion in die Haende weniger Konzerne gegeben.

Lebensmittel sind keine Ware, die auf Boersen gehandelt werden sollten.

Unterschiede

Wenn ich nur die Situation in Deutschland betrachte, merke ich nichts, oder fast nichts. Fahre ich jedoch beispielsweise nach Frankreich, dann sehe ich, dass die Lebensmittel hier in Deutschland tatsächlich sehr preiswert sind. Gut, die Lebensmittelqualität ist in Frankreich durchschnittlich besser, aber ein Discounter in Deutschland holt hier ganz mächtig auf und setzt sich mit hochwertiger Qualität gegenüber den Versprechungen der anderen Lebensmittelanbietern durch.

"Risiken durch hohe Nahrungsmittelpreise"

Zunächste einmal droht Hunger, das ist doch offensichtlich.
Aber, es wächst auch der Unmut in der Bevölkerung. Es kommt zu Unruhen, Aufständen, zu Bürgerkrieg, Vertreibung und entsetzlichen Verbrechen. Das zeigte sich in der Geschichte immer wieder. Der "arabische Frühling" beispielsweise hatte eine Ursache in steigenden Nahrungsmittelpreisen. Das galt auch für Syrien.
Eine ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln ist also auch im Interesse der wohlhabenden Länder. Leider wächste die Bevölkerung in den armen Ländern stark und es ist von einer Verdoppelung der selben in Afrika bis 2050 auszugehen. Diese hat sich dort seit 1950 bereits verfünffacht. Die Folge ist, daß unzählige junge Menschen keinerlei Perspektive haben und diese sind natürlich unzufrieden und oft gewaltbereit, denn sie wollen sich ein Leben aufbauen, was im eigenen Land kaum möglich ist.
Kommen dann noch steigende Lebensmittelpreise hinzu, wird es kritisch.

Syrien: Christliche Bischöfe verlangten Aufhebung des Embargos.

In einem offenen Brief an das EU-Parlament forderten die Bischöfe verschiedener Konfessionen die EU auf, die Sanktionen, die gerade auch die syrischen Christen betreffen, aufzuheben.
Dann würde sich auch die Nahrungsmittelversorgung bessern.

@ 10:09 von Bernd Kevesligeti

"Welche globalen Risiken durch hohe Nahrungsmittelpreise drohen..
Um 16 Prozent höhere Lebensmittelpreise in drei Jahren (seit 2018).
Das wird die Not weiter Bevölkerungsschichten verstärken. Für Mittelamerika bedeutet das Emigrationswellen nach Norden.

Für die Bundesrepublik könnte es dazu führen, daß in Zukunft die meist recht zurückhaltenden Tarifabschlüsse in Frage gestellt werden."
.
Von Ende 2018 bis jetzt ist der Global Food Price Index um 25 % gestiegen.

@ Orfee, um 10:08

“Bei uns ist alles Selbstproduktion und hier spürt man nichts. Deswegen lokal oder national Produktion verbessern und Lockdowns abschaffen.“

Zugegebenermaßen lässt mich Ihr Kommentar ziemlich ratlos zurück.

Sollte er ironisch gemeint sein, hätten Sie drauf hinweisen sollen.

Ist er ernst gemeint, isses ein Schmarrn.

@ Gaisenpeter

"Den Händlern geht es dabei gar nicht um die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, sondern nur um Ihren eigenen Gewinn" Am 09. März 2021 um 09:58 von Gaisenpeter

*

Natürlich geht es den Händlern um den eigenen Gewinn. Niemand Arbeitet umsonst.

@ bolligru, um 10:20

Ich stimme dem zu, was Sie schreiben.

Allerdings werden Sie gleich zu lesen kriegen, dass in Afrika das Bevölkerungswachstum nachlässt.

Was ja nicht bedeutet, dass es abnähme...

endlich Inflation (Ironie aus)

Man wollte und will ja unbedingt Inflation und tut seit Jahren nichts anderes, als diese anzuheizen. Das Volk schaut zu, eher erfreut, dass es nicht klappt. Nun klappt es, was das Volk weniger freuen wird. Es ist aber zu spät.

10:21 von krittkritt Das

10:21 von krittkritt
Das Beispiel Syrien zeigt anschaulich, wie wichtig eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbaren Lebensmittel ist. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist in Syrien auf der Flucht. Letztlich muß auch der reiche Teil der Welt mit den Folgen leben.
Leider ist die Angelegenheit nicht so einfach, wie es sich auf den ersten Blick darstellt, denn ein starkes Bevölkerungswachstum kann nicht "einfach so" mit immer höheren Lebensmittellieferungen "in den Griff" bekommen werden. In diesem Punkt hat Palmer recht: Es drohen uns Katastrophen, die wir uns noch nicht einmal vorstellen können. Niemand weiß, wie das verhindert werden kann.

hohe Nahrungsmittelpreise - ein Widerspruch in sich

Hieß es nicht die ganze Zeit, dass unsere subventionierten Lebensmittel die Preise auf dem Weltmarkt so weit runterdrücken, dass es billiger ist sie in die Drittweltländer zu exportieren, als dort vor Ort zu produzieren, wodurch die Märkte vor Ort kaputt gemacht werden?

Waren niedrige Nahrungsmittelpreise nicht bislang schädlich gewesen?

Und nun heißt es, hohe Nahrungsmittelpreise führen zu globalen Risiken.

Ich halte das mit Risiken für glaubwürdig, nur passt es nicht zusammen zu den Behauptungen über Subventionen. Denn da müssten die Produzenten in manchen Ländern aktuell frohlocken und Arbeitsplätze schaffen.

Wo ist der Haken?

10:21, krittkritt

>>Syrien: Christliche Bischöfe verlangten Aufhebung des Embargos.
In einem offenen Brief an das EU-Parlament forderten die Bischöfe verschiedener Konfessionen die EU auf, die Sanktionen, die gerade auch die syrischen Christen betreffen, aufzuheben.
Dann würde sich auch die Nahrungsmittelversorgung bessern.<<

Dieser offene Brief stammt von 2013. Ich glaube, seitdem weisen Sie im Forum auf ihn hin, egal worum es geht. So ja auch hier.

Der Aufstand in Syrien brach unter anderem aus, weil es eine jahrelange Dürre gegeben hatte. Den Menschen vertrockneten die Ernten und starb das Vieh.

Die Besatzungsmacht in Syrien ist Russland. Wenn ein Land ein anderes besetzt, so hat es die völkerrechtliche Verpflichtung, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

09:58 von Gaisenpeter

Den Händlern geht es dabei gar nicht um die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, sondern nur um Ihren eigenen Gewinn.
.
Frage
um was geht es denn sonst in der Welt ?
warum kauft man bei KIK ein,
weil die Waren dort so billig sind
oder weil Minimalstandards Arbeitsschutz eingehalten werden ?
... und wo sie schon bei Lebensmittel sind
Wer bestimmt die Politik ?
Parteien die aus Mais und Weizen Treibstoffzusätze machen, dass unsere Ökobilanz stimmt
Lebensmittel die in armen Länder fehlen, weil die hohe Nachfrage die Preise explodieren läßt

Spekulation mit Waren

Verbieten lässt sich das Spekulieren leider nicht. Da es sich dabei aber immer um die Bereicherung einzelner auf Kosten vieler handelt, müsste es deutlich stärker besteuert werden. Man müsste zumindest versuchen, es unattraktiv zu machen.

Alles für die Schweine.

2/3 der nutzbaren Ackerflächen dienen dem Anbau von Futtermitteln für das sogenannte "Nutzvieh", welches inzwischen 95% der tierischen Biomasse auf der Erde ausmacht. Weshalb sich die reichen Staaten in armen Staaten Ackerfächen "grabben", welche ihrerseits Regenwald abholzen. Andere Teile der Lebensmittelversorgung kippen wir in den Tank als sogenannten "Biosprit" (wofür den Grünen nochmal herzlich zu danken ist). Auch in Deutschland wird Ackerland deshalb längst zu teuer für Bauern, die noch etwas Vernünftiges damit anfangen möchten. Und über allem schweben die Fantastilliarden der Notenbanken und machen aus "Assets" wie Boden und Weizen Anlage- und Spekulationsobjekte.

"Soziale Unruhen"? Wären mal eine gute Idee...

10:37 von harry_up

Allerdings werden Sie gleich zu lesen kriegen, dass in Afrika das Bevölkerungswachstum nachlässt.
.
definitiv !
so Spezialisten gibt es hier
die davon überzeugt sind
dass mit Wohlstand auch weniger Kinder einhergehen
(bis dahin sie sich aber die Bevölkerungszahl verdoppelt/verdreifacht haben)

10:37, harry_up

>>@ bolligru, um 10:20
Ich stimme dem zu, was Sie schreiben.

Allerdings werden Sie gleich zu lesen kriegen, dass in Afrika das Bevölkerungswachstum nachlässt.

Was ja nicht bedeutet, dass es abnähme...<<

Doch, das Bevölkerungswachstum nimmt ab.

Der Scheitelpunkt der Weltbevölkerung wird wohl etwa 2050 erreicht sein.

Es müsste auf dieser Erde niemand hungern. Es gibt genug für alle, lediglich an der Verteilung hapert es. Die Verteilung hängt eng mit Geldströmen zusammen. Die fließen von arm nach reich, wenn man sie so fließen lässt, wie sie das möchten. Und das tut man leider viel zu sehr.

Umkehr im Denken ist überfällig

Wenn man die Gelder für Rüstung und Lebensmittelsubventionen in die Verbesserung der Lebensbedingungen in der 3. Welt investieren würde, sähe die Welt anders aus. Aber wo sollten denn die Milliardäre da ihre Profite hernehmen?
.
In der Wirtschaftslehre heißt es, dass Gewinne nötig seien, um Abschreibung und Zukunftsinvestitionen zu ermöglichen. Jedoch fließen die Gewinne in private Taschen, und der Steuerzahler muss Innovation etc. über Staatszuschüsse finanzieren, während die Einkünfte der Reichen dank Fonds, CumEx etc. kaum besteuert werden. Amazon zahlt auf 1 Mio Gewinn 50 Euro Steuern.
.
Aber pscht! Und dass ein Politiker für die Empfehlung von überteuerten Schutzmasken mal eben 660.000 Euro einstreicht zeigt doch, wie verdreht unsere Welt ist.

von Ritchie 10:24

25 Prozent, daß ist ja noch heftiger.
Auch eine Folge der "Ökonomie", der Fonds, die mit Lebensmittel-Aktien handeln, spekulieren....

Irrtümer und Trugschluss des regionalen Nahkaufs

Ich denke, jedes Land hat das Recht auf Nahrungsmittelherstellung und (inter)nationalen Verkauf, um Einnahmen für seine Bewohner zu sichern. Das ist doch auch unser Grundmodell für Volkswirtschaft und Sicherheit der Einnahmen wie Versorgung. Was man angehen muss, ist eher die zwiespältige Einstellung, wer und was produziert und ob man den moralischen Maßstab an andere höher anlegt als an sich selbst. Die Kontroversen laufen auf Ebenen ab, die unwichtig und eher banal wirken. Ob der Veganer seine Früchte (Aovocado, Agave, Aloe Vera) aus Drittländern mit hohem Wasserverbrauch bezieht oder der fleischliebende Zeitgenosse Rind aus Argentinien oder Neuseeland usw. bezieht, kann jeder einzelne von uns selbst regeln und entscheiden. Für mich sind die Streitfragen nach besserer oder schlechterer Moral fehl platziert. Reden und handeln wir nach Nachhaltigkeit und Bedarf, nicht nach Bedürfnis und dem Streit um den besseren Menschen. Dann kommen wir deutlich weiter.

Ich denke man kann das Thema

Ich denke man kann das Thema "Preisspekulation" nicht hoch genug aufhängen. Diese entkoppelt den Preis von Angebot und Nachfrage. Das kann insbesondere Kleinbauern hart treffen, wenn der Preis trotz Missernte in den Keller getrieben wird.

Die ganzen Bauernproteste, die wir bspw. aktuell in Indien sehen, laufen eben darauf hinaus. Beispiel: Die Regierung kauft den Kleinbauern einen Teil der Weizenernte ab zu 26,99 US-Cent pro Kilo ("minimum support price" lässt sich im Internet nachlesen). Der offene Commidities-Markt für Weizen gibt nach Preisspekulationen in den USA jedoch zur Zeit nur 18 US-Cent pro Kilo her. 18 Cent pro Kilo wäre nach Ernteausfällen für viele Kleinbauern ruinös und könnte eine ganze Region in den bankrott treiben, was das ohnehin knappe Angebot zusätzlich kritisch verknappt und sowohl Produzenten als auch Konsumenten schadet. Politische Unruhen sind die ultimative Folge.

Lediglich die Spekulanten profitieren von dieser Preisvolatilität.

10:53, Sisyphos3

>>so Spezialisten gibt es hier
die davon überzeugt sind
dass mit Wohlstand auch weniger Kinder einhergehen<<

Dazu braucht man kein Spezialist zu sein. Das ist der wissenschaftliche Forschungsstand. Der, genau wie die Erkenntnisse zum Klimawandel, vorwiegend von rechts angezweifelt wird.

Die Statistiken sind auch Ihnen bekannt. Warum tun Sie so, als ob das nicht so wäre?

10:54 von fathaland slim

Doch, das Bevölkerungswachstum nimmt ab.

Der Scheitelpunkt der Weltbevölkerung wird wohl etwa 2050 erreicht sein
.
das Wachstum verliert an Dynamik, aber es steigt noch einige Jahrzehnte weiter
in 2050 haben wir 10 Mrd in 2100 dann 11 Mrd, vielleicht ist es dann stabil
Nur wollen diese Menschen alle irgendwann, wenn kein Auto dann ein Moped
oder ne Hütte nicht für 3 Generationen, sondern für sich allein, dazu mit Klimaanlage
ob das die Ressourcen hergeben ?

Wie teuer darf es sein?

Ein Naturprodukt wird angebaut und geerntet. Würde man es vor Ort verbrauchen oder verkaufen, hätten wir wieder die Stufe von Selbstversorger und direkter Vermarktung. Das funktioniert aber nicht mehr so einfach in einer Welt, die sich in Arbeitsbereichen und Grundversorgung dermaßen aufgeteilt und spezialisiert hat, dass man eher ein Träumer ist, wenn man das Rad zurückdrehen will. Landwirtschaft im Nebenerwerb zeigt auch bei uns, dass sie nicht zum Alleinerwerb reicht. Es sei denn in industrieller Anlage und mit entsprechendem sparsamen Konzept. Handel ist aber die Lebenswirklichkeit, weltweit umspannend und soll für alle Einnahmen und Grundversorgung bieten. Heute noch mit Schutzmaßnahmen für Mensch und Umwelt. Aber zu meinen, alles sei nur regional zu bewerkstelligen, halte ich für eine Illusion. Beim Preis aber sind viele Faktoren im Spiel. Wo viele mitverdienen wollen, steigen Preise. Der Hersteller aber profitiert derzeit kaum und nicht automatisch davon. Da muss man rangehen.

@ fathaland slim, um 10:54

re 10:37 harry_up

Hab's doch geahnt :-).

Sie schreiben das ja immer, und immer wieder stoße ich mich daran.

“Das Wachstum nimmt ab“ ist ganz sicher korrekt formuliert und stimmt auch, doch es suggeriert die verkehrte Annahme, dass die Bevölkerungszahl sinkt - wo das ja nun gar nicht stimmt.
(Der “Scheitelpunkt“ 2050 besagt das ja)

Wenn jemand sagt, meine Gewichtszunahme sinkt, ist das nichts weiter als die nette Umschreibung dafür, dass derjenige morgen früh trotzdem mehr wiegt als heute.

Würde er sagen:
“Ich nehme langsamer zu“, wäre das jedem sofort klar.

Russland ist keine Besatzungsmacht in Syrien.

@10:46 von fathaland slim
Oder betrachten Sie die USA bei uns als Besatzungsmacht? Ich glaube nicht. In beiden Fällen ist die Regierung einverstanden, bzw. Syrien hat Russland gegen die Islamisten zu Hilfe gerufen, mit einigem Erfolg, wie ebenfalls christliche syrische Bischöfe betonten.
Das Embargo ist nach wie vor gültig und wirksam und bezieht sich auch auf lebenswichtige Güter und de facto auch auf Medizinprodukte.
Über den Ausbruch des Aufstandes sollten Sie ausführlich recherchierte Dokumentationen zur Kenntnis nehmen, wie die eines Universitätslehrers aus Australien.

@tada

" Hieß es nicht die ganze Zeit, dass unsere subventionierten Lebensmittel die Preise auf dem Weltmarkt so weit runterdrücken, dass es billiger ist sie in die Drittweltländer zu exportieren, als dort vor Ort zu produzieren, wodurch die Märkte vor Ort kaputt gemacht werden?"

Ja, auch. Aber: Infolge des Klimawandels rechnen wir in den kommenden Jahrzehnten weltweit mit dramatischen Einbrüchen der Produktion. Allein in Europa gehen Modellrechnungen von einem Rückgang der Ernteerträge von bis zu 70% in einigen Bereichen aus. Dann trifft es uns gleich doppelt: Bei sinkender Produktion wurden langfristige Produktionskapazitäten abgebaut, weil kurzfristig nicht wirtschaftlich sinnvoll. Und diese zu ersetzen kostet Zeit, die wir nicht haben.

Vielleicht würde es gegen die Preisinflation helfen...

... wenn die EZB nicht für Billionen (= tausende Milliarden) Euro Geld ohne jede Wirtschaftsleistung einfach drucken würde?

Die tausende Milliarden werden für die (Fast)Pleite-EU-Staaten einfach so reingepumpt, wenn diese es als Staatsanleihe benötigen.

Wer ohne Hemmungen Geld druckt, ohne daß dem eine reale Wirtschaftsleistung gegenübersteht, braucht sich doch über Inflation nicht zu wundern?

Seit einiger Zeit kauft die EZB sogar Anleihen von (Fast)Pleite-Unternehmen auf, und denkt sogar über Aktienkäufe nach.

Dadurch steigen Sachwerte wie Gold, Immobilien (und z.B. auch Kryptowährungen) in abartige Höhen, weil die Inflation eben zunimmt.

Für die Bürger, die gespart haben, vor allem in Ländern, die nicht praktisch pleite sind, ist das eine sehr schlechte Nachricht.

10:08 von Orfee

>>Deswegen lokal kaufen

Bei uns ist alles Selbstproduktion und hier spürt man nichts. Deswegen lokal oder national Produktion verbessern und Lockdowns abschaffen.<<

Lokal kaufen ist prima, mache ich nach Möglichkeit.
Aber was haben Lockdowns damit zu tun?

/// Am 09. März 2021 um 10:58

///
Am 09. März 2021 um 10:58 von Bernd Kevesligeti
von Ritchie 10:24

25 Prozent, daß ist ja noch heftiger.
Auch eine Folge der "Ökonomie", der Fonds, die mit Lebensmittel-Aktien handeln, spekulieren....///
.
Der Anteil des Einkommens, der in Deutschland für Lebensmittel ausgegeben wird, hat prozentual in den letzten Jahrzehnten ständig abgenommen. Im übrigen werden Lebensmittelpreise nicht durch " Börsenspekulation " beeinflusst.

11:07 von fathaland slim

Dazu braucht man kein Spezialist zu sein. Das ist der wissenschaftliche Forschungsstand
-
das sind Binsenweisheiten
was sie da wieder mit politisch "rechts" andeuten wollen ??
ebenso ist es ne Binsenweisheit,
dass in besonders armen Ländern Afrikas das Durchschnittsalter bei 15 .... 16 liegt
sollte da ne Frau auch nur 1 Kind bekommen wird die Bevölkerung weiter wachsen

Noch werden genug Lebensmittel für alle produziert.

aber einige wenige weltweit agierende Konzerne haben die Kontrolle für inzwischen mehr als 70% des weltweiten Aufkaufs, der Lagerung, Logistik und Verarbeitung erlangt.
Lebensmittel - allen voran Getreide, Mais, Reis sind zu einem beliebten Spekulationsobjekt geworden. Allen voran u.a. durch die Firmen Cargill, ADM, Bunge (alle USA) und Dreyfus (Niederlande).
Grundnahrungsmittel sind zu einer Waffe geworden.
Aufgeschlossen zu ihnen haben in den letzten Jahren die chinesische Firma Cofco - als Einkäufer und die russische Firma RIF als weltgrößter Exporteur von Getreide.

Die Politik dieser Firmen können ganze Staaten stabilisieren - aber auch destabilisieren. Und das wird inzwischen auch praktiziert.
Nein, diese Firmen agieren nicht losgelöst von der Politik ihrer "Heimatländer".

Übrigens war die Ukraine mal die Kornkammer Europas - lang, lang her ...
Habe selbst die riesigen unbestellten Ländereien gesehen ...

Gruß, Wolfgang

11:12 von harry_up

es kommt eben darauf an was man sagen will !
vor allem aber ob man manipulieren will

11:10, Sisyphos3 @10:54 von fathaland slim

>>das Wachstum verliert an Dynamik, aber es steigt noch einige Jahrzehnte weiter<<

Nein, das Wachstum steigt nicht, es nimmt ab.

Die Bevölkerungszahl steigt natürlich erst einmal weiter, wenn auch langsamer. Der Scheitelpunkt wird etwa 2050 erreicht sein, wie ich schon schrieb.

Bitte die Begrifflichkeiten nicht durcheinander bringen.

///Am 09. März 2021 um 11:07

///Am 09. März 2021 um 11:07 von rin

Ich denke man kann das Thema "Preisspekulation" nicht hoch genug aufhängen. Diese entkoppelt den Preis von Angebot und Nachfrage. Das kann insbesondere Kleinbauern hart treffen, wenn der Preis trotz Missernte in den Keller getrieben wird.///
.
Bei erwarteten Missernten würden " Spekulanten " eher auf höhere Preise in der Zukunft wetten. Im übrigen braucht jeder " Spekulant " einen " Spekulantenpartner ", der genau die Gegenposition eingeht, damit ein Abschluss zustande kommt. Es wird also lediglich Geld von einem Millionär zu einem Anderen verschoben. In Indien zeigt sich der Nachteil von Agrarsubventionen, die die Regierung jetzt abschaffen will: der Druck zu Produktionseffizienz ist gering.

um 10:37 von harry_up

Ich stimme dem zu, was Sie schreiben.

Allerdings werden Sie gleich zu lesen kriegen, dass in Afrika das Bevölkerungswachstum nachlässt.

Was ja nicht bedeutet, dass es abnähme...
-----------
Die stetige Zunahme der Bevölkerung führt auch zu einer Versiegelung von Flächen. Es gibt also immer weniger Landwirtschaftliche Nutzflächen für immer mehr Menschen. Aber das verhängnisvollste ist, das Lebensmittel zum Spekulationsobjekt verkommen sind.

10:08 von pemiku

>>Seit Wochen machen unsere Discounter verstärkt Werbung für "dauerhaft im Preis gesenkte Waren". Mehr oder weniger erfolgreich lenken sie damit von den Preissteigerungen vieler Produkte des restlichen Sortiments ab.
<<

Das habe ich auch so wahr genommen. Auf der einen Seite heißt es "dauerhaft gesenkt", während bei den besonders gefragten Artikeln (Käse nur mal ein Beispiel von vielen) besonders drauf geschüppt wird...

11:14, krittkritt

>>Russland ist keine Besatzungsmacht in Syrien.
@10:46 von fathaland slim
Oder betrachten Sie die USA bei uns als Besatzungsmacht? Ich glaube nicht.<<

Nach dem zweiten Weltkrieg waren die USA das definitiv. Aber das ist lange her.

>> bzw. Syrien hat Russland gegen die Islamisten zu Hilfe gerufen, mit einigem Erfolg, wie ebenfalls christliche syrische Bischöfe betonten.<<

Es gab also nur Islamisten auf der einen und Assad auf der anderen Seite. Die klassische Propagandaerzählung.

Es gibt einen Beistandspakt mit Syrien. Solche Beistandspakte wurden seit Stalin abgeschlossen. Sie bedeuten, daß Russland das Recht hat, sich in innenpolitische Belange des Vertragspartners einzumischen, wenn die dortige Regierung von innen heraus bedroht ist. De facto eine Entmündigung der Bevölkerung.

>>Das Embargo ist nach wie vor gültig und wirksam und bezieht sich auch auf lebenswichtige Güter und de facto auch auf Medizinprodukte.<<

Ist Russland an diesem Embargo beteiligt?

10:08 von Orfee

Glauben Sie ernsthaft, wenn der Lockdown abgeschafft wird, dass dann die Preise wieder sinken?

@SirTaki - 11:03

"Für mich sind die Streitfragen nach besserer oder schlechterer Moral fehl platziert. Reden und handeln wir nach Nachhaltigkeit und Bedarf, nicht nach Bedürfnis und dem Streit um den besseren Menschen. Dann kommen wir deutlich weiter."

So tolle Sätze lassen sich vom Sofa aus dem heimischen Wohnzimmer immer schön locker formulieren.
Die Frage der Moral bei weltweit 9 Milliarden Hungertoten jährlich als obsolet zu stellen ist in unseren Wohlstandsregionen offenbar so weit fortgeschritten, dass die Spekulationsgeschäfte mit dem Elend schon regelmäßige Normalität genießen.

Und zur Sache mit der oft zitierten Nachhaltigkeit mal zurückgefragt - wie gut läuft es denn damit weltweit, um erfolgreich dagegen zu steuern?

11:14 von krittkritt

>>Oder betrachten Sie die USA bei uns als Besatzungsmacht? <<

Ihr Vergleich hinkt (das habe ich jetzt sehr höflich ausgedrückt). Mir ist nicht bekannt dass die USA nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland Zivilisten bombardiert hat.

>>In beiden Fällen ist die Regierung einverstanden<<

Das stimmt.

>>bzw. Syrien hat Russland gegen die Islamisten zu Hilfe gerufen<<

Richtig wäre Diktator Assad hat Russland um Hilfe gerufen.

Preisanstieg

Wenn mit Lebensmitteln jetzt mehr verdient wird, wer in der Wertschöpfungskette bekommt denn den Zaster?
Davon steht im Artikel nichts.

Ich nehme mal an, nicht die Bauern, egal ob in der EU oder in der dritten Welt.
Einer verdient auf jeden Fall: steigen die Preise, dann erhöht sich auch der Betrag, den der Staat über Verbrauchssteuern einnimmt.
Ich bin für die Enteignung von Großkonzernen, denn dort werden die Stellschrauben gedreht.

der Markt sorgt nur für Profite

die einen haben fast nichts und die anderen fast alles. Global und national zeigt sich, daß die globale Politik der Profitmaximierung und Ausbeutung von Natur und Mensch die Ursache unserer Probleme sind. Die Ressourcen der Menschheit werden in Profite für Wenige verwandelt. Die Lebensgrundlage unseres Planeten ist zur Spekulanten freigegebent. Und die Armut ist seit langem auch bei uns angekommen.

11:14, krittkritt

>>Über den Ausbruch des Aufstandes sollten Sie ausführlich recherchierte Dokumentationen zur Kenntnis nehmen, wie die eines Universitätslehrers aus Australien.<<

Sie reden von Tim Anderson. Einem hochideologisch motivierten politischen Aktivisten. Seine Dokumentation ist eine Metastudie. Syrien kennt er gar nicht persönlich. Warum nennen Sie seinen Namen nicht? Wollen Sie nicht, daß die Foristen recherchieren?

Aber warum geben Sie seit vielen Jahren immer nur dieselben zwei oder drei Quellen an? Diversifizieren Sie sich doch ein wenig, das ist klug. Ich kann beispielsweise diesen Artikel hier aus "Spektrum" empfehlen:

"https://www.spektrum.de/news/wie-der-syrische-buergerkrieg-mit-dem-klimawandel-zusammenhaengt/1335050"

Ich hoffe mal,

das kein CDU Mitglied (z.B Landwirt) von hohen Nahrungsmittelpreisen profitiert.

Re : Tada !

Ja es sollte jede Person die arbeitet auch was verdienen, um ( gut ) leben zu können.
Nur sollte grundsätzlich deutlich mehr Gemeinsinn, mehr Menschlichkeit, mehr Solidarität, mehr Empathie, sowie Anstand und Moral als Kompass für eine faire Erzeugung und den Handel gelten. Leider aber wird nur des noch größeren Gewinnes wegen all diese Grundsätze schamlos über Bord geworfen, aus purem Egoismus, Gier und Habsucht. Und leider kriegt die Politik dieses Treiben, teils sogar gewollt, nicht in den Griff, bzw. versucht es nicht einmal wirklich. Sondern es gibt genügend Beispiele, in denen Politiker selbst bereichern, oder die Bereicherung forcieren.
Nicht einmal die Kirche kann sich diesem Vorwurf entziehen, denn auch von den Oberen der angeblich so Gläubigen wird oft genug weiter Schindluder betrieben, um sich weiter die Macht, viel Einfluss und Geld zu sichern. Egal welcher Religion, es gibt überall solche "Sünder" !

Entlarvend

"Die hohen Preise wirkten in vielen Regionen bereits destabilisierend, weil sie die Menschen in Not brächten und sie die Erwartung nährten, die Regierung müsse etwas tun, um ihnen zu helfen. "

*

Ich kann keine Fehler in der Erwartung der Menschen erkennen, aber das klingt do, als ob die jeweiligen Regierungen nicht die richtigen Ansprechpartner dafür wären.

Wofür sind die denn sonst da?

"Aus welchen Gründen auch

"Aus welchen Gründen auch immer..."
Die Menschheit steht vor gewaltigen Herausforderungen.
Bislang unvorstellbares Elend scheint unabwendbar.
Wer jetzt glaubt, er sehe die Lösung der Probleme, der hat nichts verstanden. Alle Lösungsansätze können nur global zielführend sein und ob das gelingt scheint fraglich. Weder der Einzelne noch einzelne Staaten oder Kontinente werden Grundsätzliches bewirken. Letztlich werden alle betroffen sein und das läßt wenig Raum für Hoffnung.
Wird die Vernunft siegen oder wird es eine ausgeprägte Wagenburgmentalität geben? Ein Zwischenweg scheint mit nicht gangbar, denn auf die Vernunft ALLER zu hoffen ist blauäugig.
Mir scheint zu sein wie in einer antiken Tragödie: Man weiß von Anfang an, daß es übelst enden wird.

„Es ist ein Teufelskreis: Wie die Weltbank schreibt, führen [coronabedingte] Einkommensverluste dazu, dass die Menschen weniger Geld für Lebensmittel zur Verfügung haben. Die [ebenfalls coronabedingten] Unterbrechungen der Lieferketten hätten einen lokalen Mangel zur Folge, insbesondere bei verderblicher Ware. Das wiederum treibe den Preis noch weiter an“

Solange es möglich ist, dass Einzelne von diesen höheren Preisen profitieren und deshalb den Mangel künstlich aufrechterhalten gibt es keinen Ausweg aus diesem Teufelskreis. Aber aber nur solange.

„Immer teurere Nahrungsmittel werden zu einem drängenden globalen Problem. Der Mix aus Pandemie und Preisinflation hat in vielen Regionen der Welt bereits dramatische Folgen“

Die sich vor allem am rapiden Verlust von Artenvielfalt und für die Ernährung der Weltbevölkerung unentbehrlichen Naturressourcen zeigen: „Die Gründe für den globalen Preisanstieg sind vielfältig:
(...) Hinzu kommen kritische Wetterlagen an einigen Orten, die (...)"

11:31, Sisyphos3

>>11:07 von fathaland slim
Dazu braucht man kein Spezialist zu sein. Das ist der wissenschaftliche Forschungsstand
-
das sind Binsenweisheiten<<

Die Sie in dem Kommentar, auf den ich antwortete, anzweifelten.

>>was sie da wieder mit politisch "rechts" andeuten wollen ??<<

Ich habe überhaupt nichts angedeutet, sondern eine klare Aussage getroffen.

>>ebenso ist es ne Binsenweisheit,
dass in besonders armen Ländern Afrikas das Durchschnittsalter bei 15 .... 16 liegt<<

Das Durchschnittsalter? Wo denn?

>>sollte da ne Frau auch nur 1 Kind bekommen wird die Bevölkerung weiter wachsen<<

Ja natürlich. Bis Mama und ihre Generationsgenossinnen und -genossen sterben.

Und?

Plädieren Sie dafür, bei diesem natürlichen Prozess nachzuhelfen?

Man könnte diesen Eindruck gewinnen.

Am 09. März 2021 um 10:46 von fathaland slim

Zitat:
"...Die Besatzungsmacht in Syrien ist Russland. Wenn ein Land ein anderes besetzt, so hat es die völkerrechtliche Verpflichtung, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen..."

Sie haben die anderen Besatzer vergessen, welche nicht völkerrechtskonform in Syrien sind.

Versuchen Sie ES doch mal mit Objektivität.

11:12 von harry_up

>>Wenn jemand sagt, meine Gewichtszunahme sinkt, ist das nichts weiter als die nette Umschreibung dafür, dass derjenige morgen früh trotzdem mehr wiegt als heute.
Würde er sagen:
“Ich nehme langsamer zu“, wäre das jedem sofort klar.
<<

Sehr trefflich ausgedrückt. Chapeau!

von Werner40 11:23

Auf Jahrzehnte berechnet wird der Anteil am Einkommen der für Lebensmittel ausgegeben wird vielleicht prozentual abgenommen. Aber wenn die Preise, wie in dem Artikel angedeutet entsprechend steigen, stimmt daß nicht mehr. Es wird
untere Schichten prozentual mehr treffen.
Und sicher spielt dabei auch eine Blasenbildung an den Börsen eine Rolle.

@10:54 von fathaland slim

>> Es müsste auf dieser Erde niemand hungern.<<

Das ist sicher richtig. Bei weiter rasant steigender Weltbevölkerung (seit 1950 verdreifacht) wird’s aber zunehmend schwierig, umso mehr, wenn die Preise nicht steigen sollen. Und über Landschaftsverbrauch und Umweltzerstörung zum Zwecke der Nahrungsmittelproduktion brauchen wir dann auch nicht mehr zu diskutieren.

Re : Tremiro !

Ja Assad hat Putin um Hilfe gebeten, um weiter an der Macht bleiben zu können, weiter das Volk schikanieren, einsperren und foltern, und weiter gut leben zu können.
Weder Assad noch Putin kümmern sich um das eigene Volk, sondern bauen das Land nur nach den eigenen Vorstellungen, mit allen schrecklichen Konsequenzen, dass viele Menschen hungern, keine Wohnung haben, keine Arbeit, dafür aber ein paar Superreiche, die immer reicher werden.

11:16, Dana

>>Vielleicht würde es gegen die Preisinflation helfen...
... wenn die EZB nicht für Billionen (= tausende Milliarden) Euro Geld ohne jede Wirtschaftsleistung einfach drucken würde?

Die tausende Milliarden werden für die (Fast)Pleite-EU-Staaten einfach so reingepumpt, wenn diese es als Staatsanleihe benötigen.

Wer ohne Hemmungen Geld druckt, ohne daß dem eine reale Wirtschaftsleistung gegenübersteht, braucht sich doch über Inflation nicht zu wundern?<<

Sämtliche entwickelten Staaten dieser Erde sind fast pleite, wenn man nur nach dem Schuldenstand geht.

90% des im Umlauf befindlichen Geldes ist so genanntes Giralgeld. Dieses Geld entsteht, wenn Privatbanken Geld verleihen. Es ist nämlich nicht so, daß eine Bank nur Geld verleihen kann, was sie auch hat, wie oft geglaubt wird. Ein Großteil der Geldmenge besteht also, wenn man es so sehen möchte, aus ungedeckten Schecks.

Gedrucktes Geld macht nur etwa 5% der gesamten Geldsumme aus.

Vor einer solchen Entwicklung...

...wird schon länger gewarnt als vor dem Klimawandel - und ähnlich erfolgreich. Bin mal gespannt, was von beiden uns schneller erwischt... oder ob sich noch eine andere Möglichkeit vordrängelt.

Russland liefert nach Syrien

@11:46 von fathaland slim
Es wurde 2015 von der syrischen Regierung gegen den IS zu Hilfe gerufen, und hat damit - wie z.B. der Erzbischof Tobi von Aleppo es ausdrückte - auch die syrischen Christen unterstützt.

Embargo: Russland ist natürlich nicht daran beteiligt, sondern liefert lebenswichtige Güter nach Syrien. Es gibt in Bayern ein Kinderhilfswerk, das tatsächlich die syrische Zivilbevölkerung vor Ort unterstützt, indem es Hilfsgüter von Zeit zu Zeit dort hinbringt. Leider ist das offensichtlich nicht über die "offiziellen" Kanäle möglich, was aber nicht an der syrischen Regierung liegt.

Zu Niedrig

Das Problem mit Nahrungsmittelpreisen ist nicht das sie zu hoch sind, sondern das das Geld nicht an den richtigen Stellen ankommt.
Die Nahrungsmittel-Spekulation ist genau wie die Immobilienpreisexplosion, der Höhenflug des Bitcoin und die Völlig überhitzten Unternehmens und Rohstoffbörsen ein Produkt überproportionaler Gewinne die reinvestiert werden.
Sie sind letztlich das Produkt sinkender Reallöhne bei steigender Produktivität.

Natürlich haben Menschen mit sinkenden Reallöhnen ein Problem mit steigenden Narungsmittelpeisen, genau wie mit steigenden Mieten, oder steigenden Heizkosten.
Natürlich sind auch Klimabedingte Missernten und Flächenverlust durch exzessive Ausbeutung ein Teil des Problems: den Lebensunterhalt nicht sichernde Löhne in der Landwirtschaft sind aber ebenso ein Teil des Puzzles.

11:23, Werner40

>> Im übrigen werden Lebensmittelpreise nicht durch " Börsenspekulation " beeinflusst.<<

Der Begriff "Warentermingeschäfte" ist Ihnen nicht geläufig? Dann schlagen Sie ihn doch mal nach.

Missernten durch Klimawandel, steigende Weltbevölkerung

Palmöl und Sojamonokulturen die den Urwald zerstören. Ungebremste Globale Transporte als Klimakiller. So kann Globalisierung nicht laufen.
Was erwarten wir?
Übrigens z.B. mal den Weizenpreis über die letzten 10 Jahre vergleichen. Es ist eben Angebot und Nachfrage.
Nachsteuern reicht nicht- man muss sich trauen an die Ursachen zu gehen.
Die Kosten der Pandemie werden dramatisch sein - aber auch eine Chance. Werden wir die nutzen?

Woher kommt der Irrglaube,

Woher kommt der Irrglaube, Die Welt könne beliebig viele Menschen einfach so vertragen?
Is klar, dass das zu unlösbaren Konflikten führen wird. Selbst wenn alle mitmachen würden, geht es nicht.

@ Bender Rodriguez, um 11:22 (Vorgängerthread)

Auch wenn o.T., doch es betrifft ja ganz allgemein den Umgang miteinander in diesem Forum:

Sie antworten dem User Eudyalit4 auf seinen Hinwies, er sei erstaunt, mit wie vielen Usern Sie per Du sind:

“Sogar mit dir.
“Sie“ ist zu unpersönlich und mit zu vielen, bisher zu selten bestätigten, Vorschusslorbeeren, behaftet.“

Daraus spricht eine Überheblichkeit, die mir dann doch ziemlich gegen den Strich geht.

Was muss denn ein User hier tun, schreiben, meinen..., um sich Ihr “unpersönliches“, nichtsdestotrotz absolut übliches “Sie“ zu verdienen und sich der “Vorschusslorbeeren“ als würdig zu erweisen?

Mich haut's aus dem Sessel, wenn ich lese, dass man sich bei Ihnen ein “Sie“, um das man Sie bittet oder mit dem man von Ihnen angesprochen werden möchte, quasi erst verdienen muss.

Steigen Sie mal schleunigst von Ihrem Thron, auf den Sie nicht gehören.

Ich bin über Ihre Einstellung, wie Sie merken, wirklich mehr als sauer

Fakt ist, die Weltbevölkerung

Fakt ist, die Weltbevölkerung wächst jedes Jahr unaufhörlich.
Und was 2050 ist, ist 30 Jahre vorher nette Zahlenspielerei, jedoch wissen tut das niemand. Könnte also sein, dass wir 2050 den Höchststand haben, kann aber auch sein, dass wir 2060 den neuen absoluten Höchststand vermelden können. Kann aber auch sein, dass wir 2040 durch diverse Krisen (Krieg, Klima, Pandemie) schon weniger Erdbewohner haben, als aktuell

10:53 von Sisyphos3

«so Spezialisten gibt es hier
die davon überzeugt sind
dass mit Wohlstand auch weniger Kinder einhergehen.»

"Spezialist" muss man dazu nicht sein.

Es genügt, vergleichende Länderstatistiken zu "Geburtsziffern" sich anzuschauen. Genauer gesagt: "Fruchtbarkeitsziffern" pro Frau pro Leben.

Als Näherung gilt, dass ± 2,1 Kinder / Frau / Leben die Bevölkerungszahl annähernd konstant halten. In Ländern mit höherer Säuglings (Kinder) Sterblichkeit muss sie für den gleichen Effekt etwas höher sein.
Bei sehr guter medinzinischer Versorgung in Land (x) auch etwas geringer.

Unter den G7-Staaten ist Frankreich das einzige Land, das tatsächlich bei ± 2,1 liegt. In allen der hier 6 anderen ist die Ziffer geringer. Bis hinunter zu ± 1,3 in Japan. Ca. 500.000 Japaner weniger von 2019 zu 2020. Geht es so weiter mit der Ziffer, werden es wohl 2050 < 100 Mio. Japaner sein.

In Afrika wird die Bevölkerungszahl weiter steigen.
In Indien auch, in China nicht.
In EUR sehr viele Kinder haben die Iren.

Der Markt regelt die Preise

Es ist sehr interessant die Reaktionen auf die Entwicklung auf dem Markt zu beobachten. Der Markt regelt die Preise und wir tuen gut daran das zu akzeptieren. Der Sprit kostet heute 30 % mehr als vor einem Jahr, aber billiger als vor zwei Jahren. Das hat so seine Gründe. Die Tomaten sind billiger im Sommer als im Winter. Ja, natürlich muss man für das Versorgen Menschen sorgen und doch müssen wir damit leben, dass gewisse Dinge auch teurer werden. Das führt zum mehr Angebot und dann fallen wieder die Preise. Mich wundert, dass noch keiner nach Gemüsepreisdeckel oder Getreidepreisspiegel ruft. Das wäre die Einfache Lösung, wohl für eine kurze Zeit.

@Tremiro um 11:48

Auch wenn ich König Assad lieber vorgestern als heute entthront sähe so ist sein Regime doch immer noch die International anerkannte Regierung, was auch etwas über den Wert einer solchen Bezeichnung aussagt, und möglicherweise wären die Russen dem Hilfegesuch auch nicht nachgekommen wäre die anfänglich aufständische Opposition nicht durch eine Besser finanzierte abgelöst worden. Klingt blöd aber eine Übernahme durch den IS und dessen Verbündete hätte ich auch nicht als Verbesserung betrachtet.

@ 10:46 von fathaland slim

Es gab einen offenen Brief schon vor Jahre - aber nach 10 Jahren Bürgerkrieg/Krieg in Syrien haben Vertreter verschiedener Kirchen auch in den letzten Wochen darauf hingewiesen, dass die Sanktionen ihr Ziel, das Assad-Regime zu schwächen, leider verfehlt haben, aber die Versorgungssituation der Bevölkerung in verschiedenen Bereichen wie Nahrungsmittel und Medizin dramatisch verschlechtern haben. Etliche Bischöfe - der melkitische Patriarch Absi, der syrisch-orthodoxe Ignatius Aphrem II., der syrisch-katholische Ignatius Youssef III. und die beiden Bischöfe in Aleppo Antoine Audo (chaldäisch) und Jean-Clement Jeanbart (melkitisch) - haben sich auch an US-Präsident Biden gewandt mit der Bitte, die Sanktionen zu beenden.
Das ist das Kreuz der Sanktionen, die oft die Ärmsten der Armen treffen - in Syrien in meinen Augen ein echtes Dilemma.

>>Und da Lebensmittelpreise

>>Und da Lebensmittelpreise auch Marktpreise sind, werden Investitionen in diesem Segment für Spekulanten auch immer attraktiver, je stärker die Preise steigen - und das hat dann seinerseits weiter anziehende Preise zur Folge. <<

Mehrere Faktoren bestimmen die Risiken!

Es sind die hohen Steuern, Beiträge der Regierung, die zunehmenen Kosten für Energien, was u.a. durch Regierung, aber auch Konzerne zustande kommen. ( Mieten der Eigentümer )

Die hohen Lebensmittelkosten hat mit Nachfrage und Angebot, aber auch mit den Zockern an Börsen zu tun, die die Preise weltweit in die Höhe treiben.

Ich wurde schon mehrfach angegangen als ich sagte: Börsen sind unser Ruin, was ich heute wiederhole.

Ohne Börsen ginge es uns allen - preislich gesehen- besser.

Lebensmittel werden genug produziert; würde für alle weltweit genügen.

D. allein wirft pro Jahr über 20% Lebensmittel auf den Müll.

Handelsverträge mit Afrika treibt 100.000 Kleinbauern in den Ruin.

Abschaffung von Zölle weltweit.

@10:49 von R13P

>> müsste es deutlich stärker besteuert
>> werden. Man müsste zumindest
>> versuchen, es unattraktiv zu machen.

Einfach steuerrechtlich wie Glücksspiel behandeln. Das wären dann schon mal 5% Steuer auf jeden(!) Wetteinsatz. -.-

Kritt tremoro

>>Oder betrachten Sie die USA bei uns als Besatzungsmacht? <<
Was soll sie sonst sein?
Ihr könnt das ja auch positiv mit Schutzmacht umschreiben. Ist aber das gleiche.

@ Tada um 10:41

>Waren niedrige Nahrungsmittelpreise nicht bislang schädlich gewesen?<

Ja, und das sind sie nach wie vor:

Die niedrigen Erzeugerpreise die zu einem Niedrigen einkommen der Hersteller führen: an dieser Stelle sind die Preise auch nicht relevant gestiegen.

>Und nun heißt es, hohe Nahrungsmittelpreise führen zu globalen Risiken.<

Natürlich. Um es Simpel zu machen: wenn der Handel dem Bauern die ganze Ernte abkauft und der sich davon hinterher nicht genug Lebensmittel um sich bis zur nächsten zu ernähren leisten kann haben wir ein Problem, und nicht nur in Huston.

Das selbe Problem haben die vielen Arbeitnehmer deren Reallohn seit vielen Jahren gefallen ist ebenfalls.

@marvin (10:50)

"...Nutzvieh, welches inzwischen 95% der tierischen Biomasse auf der Erde ausmacht.

Das stelle ich mir schwierig vor, da von den 2,3 Milliarden Tonnen tierische Biomasse alleine bis zu 400 Millionen Tonnen auf Krill entfallen (hab' ich auf phoenix.de gelesen).

Ich halte es auch für sinnvoll, weniger Tierfutter und statt dessen mehr pflanzliche Nahrung für Menschen zu produzieren (und schon mal gar keinen "Bio-Sprit). Aber mit offensichtlich falschen Zahlen zu argumentieren, schadet mehr als es nutzt.

11:57, sonnenbogen

>>Ich hoffe mal,
das kein CDU Mitglied (z.B Landwirt) von hohen Nahrungsmittelpreisen profitiert.<<

Warum hoffen Sie das?

Bloße Parteimitgliedschaft ist erst einmal Privatsache. Und Landwirte profitieren eher selten von hohen Nahrungsmittelpreisen. Das Geld bleibt anderswo hängen. Davon abgesehen ist der Anteil der Landwirte, die Mitglied der Union sind, wohl stark überproportional im Vergleich zur übrigen deutschen Bevölkerung.

12:05, Sparer

>>@10:54 von fathaland slim
>> Es müsste auf dieser Erde niemand hungern.<<

Das ist sicher richtig. Bei weiter rasant steigender Weltbevölkerung (seit 1950 verdreifacht) wird’s aber zunehmend schwierig, umso mehr, wenn die Preise nicht steigen sollen. Und über Landschaftsverbrauch und Umweltzerstörung zum Zwecke der Nahrungsmittelproduktion brauchen wir dann auch nicht mehr zu diskutieren.<<

Ich möchte dann mal ein wenig polemisch werden, wenn es denn erlaubt ist:

Am besten sterben wir aus, dann wird alles gut.

Wie höhere Preise zu einer besseren Verteilung führen könnten, das erschließt sich mir nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall.

12:14, Der Lenz

>>Die Nahrungsmittel-Spekulation ist genau wie die Immobilienpreisexplosion, der Höhenflug des Bitcoin und die Völlig überhitzten Unternehmens und Rohstoffbörsen ein Produkt überproportionaler Gewinne die reinvestiert werden.
Sie sind letztlich das Produkt sinkender Reallöhne bei steigender Produktivität.<<

Und wieder einmal bringen Sie die Problemlage mit wenigen Worten leicht verständlich auf den Punkt.

Klasse.

12:17, Bender Rodriguez

>>Woher kommt der Irrglaube, Die Welt könne beliebig viele Menschen einfach so vertragen?<<

Woher kommt Ihr Irrglaube, daß irgend jemand so einen Quatsch behaupten würde?

Nahrungsmittelpreise und Energiepreise

Dass die Nahrungsmittelpreise steigen werden, liegt in Europa auch an den steigenden Energiepreisen. Da die EU ihren Bürger*innen einen Greendeal verordnet hat, werden auch deshalb die Nahrungsmittel teurer werden.

@11:23 von Werner40

>> Im übrigen werden Lebensmittelpreise
>> nicht durch " Börsenspekulation "
>> beeinflusst.

Damit die Börsenspekulanten Gewinne machen, gibt es 3 Möglichkeiten:

Var1: die Lebensmittelpreise steigen
Var2: die Bauern verdienen weniger
Var3: die Gewinne entstehen wie durch Zauberhand aus dem Nichts

Sie glauben also an Var3, und nicht an eine Kombination aus Var1 und Var2? oO

Harry up

Ich bin über Ihre Einstellung, wie Sie merken, wirklich mehr als sauer

Und das kann ich dir auch nicht verbieten. Du kannst Gemütsregungen entwickeln, wie du willst.
Ich Sieze nicht. Warum sollte ich? Wenn Euch das nicht gefällt, dürft ihr nicht an einen Stammtisch gehen.

@Bender Rodriguez um 12:35

>>>Oder betrachten Sie die USA bei uns als Besatzungsmacht? <<
Was soll sie sonst sein?
Ihr könnt das ja auch positiv mit Schutzmacht umschreiben. Ist aber das gleiche.<

Ja und?
Machen sie mal den historischen Vergleich der verschiedenen Imperien ( Von Imperium = Oberste Befehlsgewalt, und den haben in der NATO nun mal faktisch die USA).
Da kann ich das Leben im Imperium Amerikana wirklich nur empfehlen.

Übrigens...

...egal, was knapp und teuer wird, sei es Essen, Wasser, Wohnraum... immer zeigt sich, dass Spekulanten die Situation eigentlich erst zum Problem machen.

Da ich allerdings keine Ahnung habe, wie man das ändern soll, bleibt vermutlich nur das Warten auf den nächsten großen Knall. Und so komplex, wie eine globale Zvilisation nun mal ist, könnte das für die Menschheit dann auch der letzte sein...

12:28, Der Lenz

>>und möglicherweise wären die Russen dem Hilfegesuch auch nicht nachgekommen wäre die anfänglich aufständische Opposition nicht durch eine Besser finanzierte abgelöst worden. Klingt blöd aber eine Übernahme durch den IS und dessen Verbündete hätte ich auch nicht als Verbesserung betrachtet.<<

Natürlich nicht.

Es ist übrigens interessant, sich mit dem syrischen Bürgerkrieg unter dem Aspekt zu beschäftigen, welche Oppositionsgruppen vorrangig bekämpft wurden, bzw. welche Reihenfolge es da gab. Zuerst wurden nämlich die Säkularen, die Intellektuellen des Landes, ausgeschaltet. Was leicht war, denn die hatten am wenigsten Geld. Anschließend dann die von SA und den Emiraten unterstützten Islamisten, und dann erst, ganz zum Schluss, der IS. Eine Entwicklung, die der Journalist Christoph Reuter in seinem Buch "Die schwarze Macht" genauso vorausgesagt hatte. Die Gründe dafür sind macchiavellistische. Wer Islamisten bekämpft, dem ist der Applaus sicher. Wichtig in der Endphase eines Krieges.

12:33, andererseits

Sanktionen treffen, wenn sie nicht personenbezogen sind oder ausschließlich militärische Güter betreffen, immer die falschen. Nämlich die Bevölkerung eines Landes. Weswegen ich hier noch nie einen Kommentar geschrieben habe, in dem ich Sanktionen fordere oder befürworte.

Viele machen es sich zu einfach

Überschrift lesen, Artikel schnell über fliegen und rein ins Forum und auf den "primär enemy" warten oder um, ob passend oder nicht gleich mal seine pol. Meinung schreiben oder halt ein Seitenhieb auf Politiker die man nicht mag.
Die Ursachen für Hungersnöte, steigende Preise sind sehr vielschichtig und das bezieht sich sowohl auf globale als auch regionale Ursachen.
So lange man das nicht erkennt gibt es keine Lösung.
Schauen sie sich die genannten Länder an aber noch besser die nicht namentlich genannten. Sie haben alle kaum einen direkten Bezug zu D.oder Europa Aber es sind sehr viele dabei wo seit Jahren kriegerische Auseinandersetzungen sind und ein weiterer Teil, wo man , gerade Farmer, vom Tourismus lebt. Wo Hotels und Restaurants Hauptabnehmer der Produkte sind, und die dort Beschäftigten mit normaler weise stabilen Einkommen die Käufer. So kann man mehr und mehr Ursachen erkennen. Nebenbei, diese Frage, stellte ich 2x den Grünen mit Ihren verbieten der Flüge... Keine Antwort

re 10:21 krittkritt: Verbesserungen

>>Syrien: Christliche Bischöfe verlangten Aufhebung des Embargos.
...
Dann würde sich auch die Nahrungsmittelversorgung bessern.<<

Wenn sie schon unbedingt über Syrien reden wollen, bitte:
Die Nahrungsmittelversorgung würde sich überall verbessern, wenn den Autokraten dieser Welt die Versorgung ihrer eigenen Bevölkerung nicht so verdammt gleichgültig wäre. Weil sie aus ganz anderen Gründen an der Macht bleiben.

Und Syrien kann hier tatsächlich als ein Paradebeispiel dienen.

12:58, Bender Rodriguez

>>Harry up
"Ich bin über Ihre Einstellung, wie Sie merken, wirklich mehr als sauer"

Und das kann ich dir auch nicht verbieten. Du kannst Gemütsregungen entwickeln, wie du willst.
Ich Sieze nicht. Warum sollte ich? Wenn Euch das nicht gefällt, dürft ihr nicht an einen Stammtisch gehen.<<

Sie scheinen da etwas mißverstanden zu haben.

Das ist hier ein Diskussionsforum, in dem respektvoll miteinander umgegangen werden sollte, und kein Hooliganstammtisch.

Spekulationen

auf Lebensmittel sollten einfach verboten werden, genau wie alles andere, was ein Mensch zum (Über-)leben braucht: Wasser, Luft. Aber wie wir in der gesammten Menschheitsgeschichte bisher gelernt haben, sind es immer die Kapitalisten gewesen, die heute wie auch damals, dem Mammon mehr Aufmerksamkeit schenk(t)en als dem Menschenleben.

hohe Nahrungsmittelpreise drohen ?

Logisch, wenn wir sinnvollen guten Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion verhindern, wie Gen oder Pflanzenschutz und die noch vorhandenen Fläche für Bio Sprit misbrauchen.

Welche globalen Risiken durch hohe Nahrungsmittelpreise....

In dem Artikel werden als dramatische Beispiele auch Nigeria und Syrien genannt.
Sicher ist da das Embargo zu nennen. Ebenso der Wertverfall der Landeswährung. Auch Nachbarländer wie Jordanien und der Libanon werden genötigt keinen Handel mit Syrien zu treiben. Ein Aspekt ist aber auch, daß im Norden, der von Islamisten oder der Türkei kontrolliert wird und im Osten des Landes, wo US-Truppen stehen, daß Öl, die Bodenschätze nicht Syrien zur Verfügung stehen, sondern von anderen Akteuren genommen werden.

@ 12:19 von harry_up

Dem kann ich nur zustimmen.
Allerdings glaube ich, dass einem User, der ständig sein genervtsein vor sich her trägt und damit versucht, anderen den Mund zu verbieten, nicht wirklich beizukommen ist.
Ich denk mir dann an einem bestimmten Zeitpunkt meinen Teil.
Wie sagt der Volksmund so treffend: Jeder blamiert sich so gut er kann.

Art der Ernährung entscheidend

Auch wenn es viele nicht gerne hören: tierische Lebensmittel werden deutlich flächen- und ressourcenintensensiver produziert als rein pflanzliche - ca. 2/3 der landwirtschaftlichen Nutzfläche geht für Tierfutter drauf. Umstellung auf pflanzliche Lebensmittel ist daher keine Ökospinnerei, sondern tatsächlich ein wichtiger Beitrag zur dauerhaften Versorgungssicherheit einer bislang stetig wachsenden Weltbevölkerung. Leider sind die meisten Leute so egoistisch, dass sie das, trotz oftmals besseren Wissens, nicht anerkennen wollen.
Vielleicht kann Laborfleisch in den nächsten Jahrzehnten hier für Entlastung sorgen (?). Doch bis dahin bleibt Verzicht das Mittel der Wahl. Leider sehen viele gleich ihre Freiheitsrechte eingeschränkt, wenn sie mal was Gutes für Ärmere und für zukünftige Generationen tun sollen.

10:08 von Orfee

Haben Sie Ihren Kommentar eigentlich selbst verstanden?

Wenn ja, sollten Sie ihn vielleicht näher erläutern.

@12:58 von Bender Rodriguez

>> Wenn Euch das nicht gefällt, dürft ihr
>> nicht an einen Stammtisch gehen.

Ich hatte bisher nicht das Gefühl, daß tagesschau.de eine Kneipe mit Stammtisch ist. oO

12:53, Stern2100

>>Dass die Nahrungsmittelpreise steigen werden, liegt in Europa auch an den steigenden Energiepreisen. Da die EU ihren Bürger*innen einen Greendeal verordnet hat, werden auch deshalb die Nahrungsmittel teurer werden.<<

Ich möchte Sie an die Überschrift des Artikels, den wir hier kommentieren, erinnern. Sie lautet: "Welche globalen Risiken durch hohe Nahrungsmittelpreise drohen". Daß Ihnen der ökologische Umbau der europäischen Wirtschaft nicht passt, das sie Ihnen ja unbenommen. Es hat aber mit dem hier diskutierten Thema nichts zu tun. Es geht um ein globales Problem, und das wird vom europäischen "Green Deal" nicht berührt.

@10:08 von Orfee:

"Bei uns ist alles Selbstproduktion und hier spürt man nichts. Deswegen lokal oder national Produktion verbessern und Lockdowns abschaffen."

Deutschland importiert ca. 17% der benötigte Futtermittel. Bei Soja sind es 65%.

Deutschland hat 2020 Nahrungsmittel im Wert von 49,9 Mrd Euro importiert und für ca. 56,2 Mrd Euro exportiert.

Import und Export halten sich also fast die Waage.

Um mit den in Deutschland produzierten Futtermitteln auszukommen müsste man die Produktion tierischer Produkte um grob überschlagen um ca. 15% senken.

Wäre sicher kein Problem, wenn man die Preise für diese Produkte (Milch, Milchprodukte, Eier, Fleisch) um 15% bis 20% erhöht.

@12:46 von fathaland slim

>>Am besten sterben wir aus, dann wird alles gut.<<

Das habe ich mit keinem Wort angedeutet. Dass aber das rasante Wachstum der Weltbevölkerung vielfältige Probleme mit sich bringt, ua auch bei der Ernährungssituation, ist mE völlig klar. Wenn Sie anderer Meinung sind, geht das mE an der Realität völlig vorbei.

>>Wie höhere Preise zu einer besseren Verteilung führen können, das erschließt sich mir nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall<<

Auch das habe ich mit keinem Wort behauptet. Es ging mir um Angebot und Nachfrage.

Ich fände es schön, wenn Sie sich mit Ihren Kommentaren auf das beziehen würden, was ich schreibe, und nicht auf das, was Sie hineininterpretieren.

@ Bender Rodriguez, um 12:58

“Ich Sieze nicht. Warum sollte ich? Wenn Euch das nicht gefällt, dürft ihr nicht an einen Stammtisch gehen.“

Ah, dann schmeißen Sie doch mal 'ne Runde.
Wie, geht nicht...

Ach, das hier ist ja gar keiner.

Ich will es nochmal erklären, auch wenn's nicht ankommt:

Beim duzen gehen die Formulierungen viel leichter auf ein Niveau, das man am Stammtisch durchaus wegtut, denn man sieht sein Gegenüber, die Stimme, die Mimik, die Körperhaltung - das alles macht manche entgleiste Äußerung wett.

Ein plattes “Du“, verbunden mit einer “heiklen“, vielleicht als beleidigend zu wertenden Formulierung, schriftlich verfasst, lesbar für Hunderte, ist etwas anderes.

Da ich Ihre Antwort kenne, können Sie sich die gleich sparen...

12:06 von Traumfahrer Re : Tremiro !

>>Ja Assad hat Putin um Hilfe gebeten, um weiter an der Macht bleiben zu können, weiter das Volk schikanieren, einsperren und foltern, und weiter gut leben zu können.
Weder Assad noch Putin kümmern sich um das eigene Volk, sondern bauen das Land nur nach den eigenen Vorstellungen, mit allen schrecklichen Konsequenzen, dass viele Menschen hungern, keine Wohnung haben, keine Arbeit, dafür aber ein paar Superreiche, die immer reicher werden.<<

Besser kann man es nicht beschreiben.

/// Am 09. März 2021 um 12:56

///
Am 09. März 2021 um 12:56 von saschamaus75
@11:23 von Werner40

>> Im übrigen werden Lebensmittelpreise
>> nicht durch " Börsenspekulation "
>> beeinflusst.

Damit die Börsenspekulanten Gewinne machen, gibt es 3 Möglichkeiten:

Var1: die Lebensmittelpreise steigen
Var2: die Bauern verdienen weniger
Var3: die Gewinne entstehen wie durch Zauberhand aus dem Nichts

Sie glauben also an Var3, und nicht an eine Kombination aus Var1 und Var2? oO///
.
Weder, noch. Das Spiel geht anders. Damit Börsenspekulant 1 eine Wette eingehen kann, braucht er einen Spekulationspartner 2, der die Gegenposition vertritt. Geht die Wette für 1 auf, zahlt Spekulant 2 an 1; geht die Wette für 1 nicht auf, dann zahlt 1 an 2. Spekulanten unter sich. Ein Nullsumenspiel.

12:14, krittkritt

>>Russland liefert nach Syrien
@11:46 von fathaland slim
Es wurde 2015 von der syrischen Regierung gegen den IS zu Hilfe gerufen, und hat damit - wie z.B. der Erzbischof Tobi von Aleppo es ausdrückte - auch die syrischen Christen unterstützt.

Embargo: Russland ist natürlich nicht daran beteiligt, sondern liefert lebenswichtige Güter nach Syrien. Es gibt in Bayern ein Kinderhilfswerk, das tatsächlich die syrische Zivilbevölkerung vor Ort unterstützt, indem es Hilfsgüter von Zeit zu Zeit dort hinbringt. Leider ist das offensichtlich nicht über die "offiziellen" Kanäle möglich, was aber nicht an der syrischen Regierung liegt.<<

Ich empfehle fogendes Interview mit einer Mitarbeiterin des Welternährungsprogrammes der UN:

https://www.tagesschau.de/ausland/wfp-fleischer-101.html

Der Löwenanteil der Nahrungsmittel- und Medikamentenhilfe kommt von den Vereinten Nationen.

Erpressung und Spekulationsgewinne

um 12:56 von saschamaus75
@11:23 von Werner40
>>>> Im übrigen werden Lebensmittelpreise
>> nicht durch " Börsenspekulation "
>> beeinflusst.

Damit die Börsenspekulanten Gewinne machen, gibt es 3 Möglichkeiten:

Var1: die Lebensmittelpreise steigen
Var2: die Bauern verdienen weniger
Var3: die Gewinne entstehen wie durch Zauberhand aus dem Nichts

Sie glauben also an Var3, und nicht an eine Kombination aus Var1 und Var2? oO<<
________
Werte(r) saschamaus75 ich pflichte Ihnen bei - auch aus eigener Erfahrung.

2001 Gouverneur von Krasnodar musste/wollte moderne Landtechnik importieren. Finanzierung ohne Geld?
Tochter von Dreyfus bot sich an, mit "kleinen" Forderungen: neben Landtechnik sollte Krasnodar auch Saatgut, Dünger und Pestizide über Dreyfus erwerben. Dafür kauft Dreyfus neues Getreide zu 70% Preis Vorjahr. Garantie durch Sperbank noch erforderlich.
-> Nicht annehmbar!

Wir organisierten seriöse Finanzierung durch eine Bank in Österreich und D - ohne Dreyfus!

Gruß, Wolfgang

um 13:07 von fathaland slim…

>>12:58, Bender Rodriguez
Ich Sieze nicht. Warum sollte ich? Wenn Euch das nicht gefällt, dürft ihr nicht an einen Stammtisch gehen.<<

von fathaland slim…Sie scheinen da etwas mißverstanden zu haben.
Das ist hier ein Diskussionsforum, in dem respektvoll miteinander umgegangen werden sollte, und kein Hooliganstammtisch.

Wer nach Aufforderung das duzen nicht unterlässt, macht sich der Beleidigung schuldig. Man könnte jemanden anzeigen und es würde zu einer Verurteilung kommen. Natürlich ist das anonyme Forum prädestiniert, einfach weiter zu duzen. Einfach jämmerlich…

11:32 von Wolfgang GA Noch werden genug Lebensmittel für alle pr

Auch Rhodesien war mal Kornkammer Afrikas. Aber dann kam zur Freude aller guten Menschen Mugabe an die Macht. Ich hoffe, mit dieser Formulierung nun den Gedanken der Ettikette entsprochen zu haben

@ rin

"Aber: Infolge des Klimawandels rechnen wir in den kommenden Jahrzehnten weltweit mit dramatischen Einbrüchen der Produktion" Am 09. März 2021 um 11:14 von rin

*

Ich denke, ein Problem ist auch, dass die Menschen bereits in solcher Anzahl vorhanden sind, dass nicht mehr genug bewohnbare Gebiete zur Verfügung stehen. Dann weichen die Menschen aus auf Gebiete, die regelmäßig von Dürren oder Überschwemmungen betroffen sind.

Wo früher einfach weitergezogen wurde ist jetzt alles bereits bewohnt.

Seit der Geburt meines Vaters hat sich die Weltbevölkerung immerhin mehr als verdoppelt.
(2,5 Mal mehr Menschen)

Da nützt auch nicht, dass die Bevölkerung langsamer wächst, denn alle brauchen etwas zu Essen, nicht nur die Neugeborenen.

@ 12:58 von Bender Rodriguez

Und ich duze nicht, wo das "du" nicht vereinbart ist. Nennt man normale Höflichkeit oder Etikette.
Und ein Stammtisch ist das hier dankenswerterweise noch nicht, auch wenn einige heftig daran arbeiten, das Niveau abzusenken.
Zur Erinnerung: Das hier ist ein Diskussionsforum, eine Plattform zum Austausch von Argumenten und Meinungen.

@ fathaland slim

"Die Besatzungsmacht in Syrien ist Russland. Wenn ein Land ein anderes besetzt, so hat es die völkerrechtliche Verpflichtung, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen."

Das ist sachlich einfach falsch, Russlanad wurde vom syrischen Präsidenten um Hilfe gebeten.
Besatzungsmacht in Syrien sind die USA, die im Norden des Landes die Ölfelder besetzt haben und damit dem syrischen Staat die eigenen Ressourcen vorenthalten.

12:03, Postquestioner

>>Am 09. März 2021 um 10:46 von fathaland slim
Zitat:
"...Die Besatzungsmacht in Syrien ist Russland. Wenn ein Land ein anderes besetzt, so hat es die völkerrechtliche Verpflichtung, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen..."

Sie haben die anderen Besatzer vergessen, welche nicht völkerrechtskonform in Syrien sind.<<

Ja, die Türkei. Für die gilt das gleiche, was ich über die Russen schrieb.

Und es ist für die Menschen gewiss ein großer Unterschied ob ihnen völkerechtskonform oder völkerrechtswidrig Bomben auf den Kopf geworfen werden.

>>Versuchen Sie ES doch mal mit Objektivität.<<

Nö.

Ich schreibe hier meine Meinung. Eine Meinung kann niemals objektiv sein. Allerdings versuche ich, tatsachenbasiert zu argumentieren. Wer diese Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen will, der kann mir natürlich gern mangelnde Objektivität vorwerfen. So spart man sich dann die inhaltliche Auseinandersetzung.

@ Bender

„Und das kann ich dir auch nicht verbieten. Du kannst Gemütsregungen entwickeln, wie du willst.
Ich Sieze nicht.“

Sie müssen sich noch ca. 20 Jahre gedulden, dann wächst das Sie aus der Gesellschaft heraus. Viele Firmen agieren schon in der kompletten Belegschaft mit dem ganz normalen „Du“, ist es doch Ausdruck von Gleichstellung und dem Abbau von Hierarchie. Das ganze entwickelt ein Zugehörigkeitsgefühl und stärkt das Team.
Die zumeist älteren Herrschaften haben 60 Jahre das „Sie“ als Ausdruck von Respekt eingetrichtert bekommen. Das Respekt aber nun überhaupt nichts mit „Du“ oder „Sie“ zu tun hat, lernen die älteren Semester nicht mehr, wird aber das „Sie“ zunehmend durch jüngere Generationen begraben.
Lehrer, die sich duzen lassen, waren vor 30 Jahren undenkbar, ist es jetzt Ausdruck einer neuen Generation Lehrer. Wie gesagt, das „Sie“ stirbt saus. Die Masse der Länder dieser Erde verzichten auf diesen Quatsch vollumfänglich. Mangelnder Respekt wird da wohl nicht der Grund sein

hohe Nahrungsmittelpreise ?

fathaland slim @

dann können wir ja dankbar sein das unser leistungsstarke gute Landwirtsacht Mich, Geflügel und Schweinefleisch billig exportieren.

11:31 von Sisyphos3

«ebenso ist es ne Binsenweisheit,
dass in besonders armen Ländern Afrikas das Durchschnittsalter bei 15 .... 16 liegt.»

Statistiken sind kein Take Whatever You Want vom All You Can Eat Buffet.

In mehreren Ländern (8) in Afrika liegt das "Medianalter" bei ≤ 17 Jahren. Es gibt genau so viele Menschen im Land, die älter als Median (x) sind. Wie es gleich viele gibt, mit Lebensalter jünger als Median (x). Median ist aber ungleich Durschnittsalter.

Ab welchem Alter sollten denn Mädchen Kinder gebären, damit das Durchschnittsalter 15 / 16 Jahre wäre? Wie viele Kinder pro Frau pro Jahr?

Der niedrigste Median ist in Niger mit 15,0 Jahren bei durchschnittlicher Lebenserwartung von 62,1 Jahren. Außerhalb von Afrika sind mit Afghanistan + Ost-Timor 2 Länder auch in diesem Bereich.

Bei beidem Höchstalter-Spitzenreiter ist Japan (45,9 / 84,4 Jahre).

Diese meine Zahlen hier sind nun nicht mega-aktuell.
Aber aus dem Erhebungszeitraum von 2015 bis 2017.
Aber mehr als nur mal so behauptet.

13:16, Sparer @12:46 von fathaland slim

>>"Am besten sterben wir aus, dann wird alles gut."

Das habe ich mit keinem Wort angedeutet. Dass aber das rasante Wachstum der Weltbevölkerung vielfältige Probleme mit sich bringt, ua auch bei der Ernährungssituation, ist mE völlig klar. Wenn Sie anderer Meinung sind, geht das mE an der Realität völlig vorbei.

>>Wie höhere Preise zu einer besseren Verteilung führen können, das erschließt sich mir nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall<<

Auch das habe ich mit keinem Wort behauptet. Es ging mir um Angebot und Nachfrage.

Ich fände es schön, wenn Sie sich mit Ihren Kommentaren auf das beziehen würden, was ich schreibe, und nicht auf das, was Sie hineininterpretieren.<<

Ich habe meiner Antwort die Warnung vorangestellt, daß sie polemisch ist.

Man kann Polemik dazu benutzen, eine Sache zuzuspitzen. Was ich hiermit tun wollte.

Es geht hier im Artikel nämlich um weltweit anziehende Lebensmittelpreise. Die haben mit Bevölkerungswachstum wenig und mit Geldmengenwachstum viel zu tun.

Der Artikel etwas irreführend

Weil die Lebensmittelpreise wirken von Land zu Land unterschiedlich.
So haben gerade billige Importe von Milcherzeugnisse und Milchpulver, von Konserven und Halbprodukten, aus Europa nicht unwesentlich dazu beigetragen das in vielen Ländern in Nordafrika, traditionellen Milchwirtschaft, viele Farmer aufgeben mußten in Folge dann auch Farmer die entsprechend Futtermittel produzierten. Dasselbe bei Tomaten.
Es ist nicht nach zu vollziehen warum sich die FAO und Welthandelsorganisation gegen die hohen Zölle in Europa wenden, gerade weil diese ein Ausverkauf verhindern sollen.
Es ist auch nicht nach zu vollziehen warum Europa die strengen Regeln ,Pestizideu. Andere Chemie, lockern sollen um es afrikan. Ländern zu erleichtern zu Exportieren.
Sicher muss etwas getan werden, aber den Afrika. Export zu erleichtern würde nur wenigen Helfen und den Hunger vergrößern. Es müssen andere Lösungen gefunden werden

Es ist schade. Meine

Es ist schade. Meine Erklärung, warum es so ist, wie es ist, kommt nicht durch. Es besteht also der Konsens, der Planet vertrüge beliebig viele Menschen, solange die nur christlich (oÄ) und solidarisch genug wären?

Syrienkonflikt, Nahrung - Migration wird wie eine Waffe genützt?

@13:01 von fathaland slim
Ein wichtiger Beitrag zum Aufbau Al-Kaida-naher Gruppierungen wie auch dem IS war die Verknappung der Lebensmittel in den Flüchtlingslagern in und um Syrien.
Ich habe bis heute keine schlüssige Erklärung dafür gefunden, warum plötzlich die Gelder für die Nahrung in den Flüchtlingslagern fast halbiert wurden. Das wurde zu einer wesentlichen Ursache für die "Fluchtwelle".
Der frühere Staatssekretär im Verteidigungsministerium Willy Wimmer (CDU) hat darauf verwiesen, dass bei Stabsbesprechungen immer auch Folgen wie Fluchtbewegungen in die Überlegungen eingingen.
Flüchtlinge sind also Teil der Politik.
Durch Anfragen der Linkspartei im Bundestag kam heraus, dass unsere Hilfen nach den großen Fluchtbewegungen überwiegend in dschihadistische Gegenden fließen. So z.B. nach Idlib, wo sich gerade auch Al-Kaida- und IS-nahe Gruppierungen eingefunden haben.
Dass Islamisten von unserer Seite bekämpft werden, würde ich in diesem Zusammenhang als unrealistisch ansehen.

13:09, werner1955

>>hohe Nahrungsmittelpreise drohen ?
Logisch, wenn wir sinnvollen guten Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion verhindern, wie Gen oder Pflanzenschutz und die noch vorhandenen Fläche für Bio Sprit misbrauchen.<<

Es gibt keine Lebensmittelknappheit, sondern eher das Gegenteil.

Wir haben keine Produktionskrise.

12:58 von Bender Rodriguez

Das Forum hier ist eine Diskussionsplattform für (wie ich meine) höfliche Menschen die gesittet miteinander umgehen.
Als Stammtisch für Rüpel habe ich das Forum bisher noch nicht angesehen.

Hui...

Stammtisch, Siezen & Duzen, syrischer Bürgerkieg...

Ich hätte zu allem so viel zu sagen. Aber bei dem Durcheinander möchte ich vor allem der Moderation mein Mitgefühl aussprechen.

13:26, Karl Maria Jose...

>>11:32 von Wolfgang GA Noch werden genug Lebensmittel für alle pr
Auch Rhodesien war mal Kornkammer Afrikas. Aber dann kam zur Freude aller guten Menschen Mugabe an die Macht. Ich hoffe, mit dieser Formulierung nun den Gedanken der Ettikette entsprochen zu haben<<

Welche guten Menschen haben sich denn über den blutigen Diktator Mugabe gefreut?

Offensichtlich erfülle ich nicht Ihre Definition eines guten Menschen. Und kenne auch keine.

Das ist hier ein

Das ist hier ein Diskussionsforum, in dem respektvoll miteinander umgegangen werden sollte, und kein Hooliganstammtisch.

Ich spreche von einem Stammtisch. Ein Forum ist etwas ähnliches. Marktplatz, Öffentlichkeit, etc. Bitte selbst nachschlagen, im Lateinwörterbuch.

Wie man sich in Zeiten des völlig falschen Gendersprech über ein joviales "Du" aufregen kann?

@13:21 von Werner40

>> Damit Börsenspekulant 1 eine Wette
>> eingehen kann, braucht er einen
>> Spekulationspartner 2, der die
>> Gegenposition vertritt.

Und genau dieser Spekulationspartner2 ist bei einem Warentermingeschäft eben der Produzent. -.-

Grübelübel

Wer nach Aufforderung das duzen nicht unterlässt, macht sich der Beleidigung schuldig. Man könnte jemanden anzeigen und es würde zu einer Verurteilung kommen.

Ist das ernst gemeint? Beleidigung?
Nie im Leben. Das würde wegen Geringfügigkeit eingestellt.
Abgesehen davon, würde man alle Kinder beleidigen, wenn man sie Duzt? Oder haben die keinen Respekt verdient?

Aber ich bitte Euch, kommt BTT.

13:31, berelsbub

>>Die zumeist älteren Herrschaften haben 60 Jahre das „Sie“ als Ausdruck von Respekt eingetrichtert bekommen. Das Respekt aber nun überhaupt nichts mit „Du“ oder „Sie“ zu tun hat, lernen die älteren Semester nicht mehr, wird aber das „Sie“ zunehmend durch jüngere Generationen begraben.
Lehrer, die sich duzen lassen, waren vor 30 Jahren undenkbar, ist es jetzt Ausdruck einer neuen Generation Lehrer. Wie gesagt, das „Sie“ stirbt saus. Die Masse der Länder dieser Erde verzichten auf diesen Quatsch vollumfänglich. Mangelnder Respekt wird da wohl nicht der Grund sein<<

Seltsamerweise werde ich von jungen Menschen fast immer gesiezt.

Die Duzmode ist eher ein Phänomen meiner Generation (Jahrgang 56). Ich habe früher jeden geduzt und tue dies in der realen Welt immer noch sehr oft.

Hier im Forum gelten aber andere Regeln, die ich unterstütze. Es mag reine Symbolik sein, aber das förmliche "Sie" ist Ausdruck zumindest eines Mindestmaßes an Respekt.

Ergänzung zu GeMe 13:14

"Deutschland hat 2020 Nahrungsmittel im Wert von 49,9 Mrd Euro importiert und für ca. 56,2 Mrd Euro exportiert.
Import und Export halten sich also fast die Waage".
Das ist nur die monetäre Nahrungsmittelbilanz. Europa kann sich nur zu ca. 60% aus eigener Fläche heraus mit Nahrungsmitteln versorgen (stand mal in nem Spiegel-Online-Artikel). In Nährstoffen ausgedrückt ist die Bilanz negativ - wir müssen aus anderen Regionen netto importieren. Die Differenz kommt unter anderem dadurch zustande, dass Ausgangsrohstoffe wie z.B. Soja in der EU zu höherwertigen Lebensmitteln, wie Fleisch, Eier, Milch usw. "veredelt" werden. Dass diese hier so günstig sind hat unter anderem mit Subventionen und Industrialisierung der Landwirtschaft zu tun. Dass diese "veredelten" Lebensmittel in anderen, auch ärmeren, Länder ihren Absatz finden, ist ebenfalls auf die Subventionen zurückzuführen.

13:38, krittkritt

Sie wollen ernsthaft behaupten, die Weltgemeinschaft würde in Syrien aus taktischen Überlegungen heraus den Islamismus fördern?

um 13:26 von Karl Maria

um 13:26 von Karl Maria Jose...
11:32 von Wolfgang GA Noch werden genug Lebensmittel für alle pr
>>Auch Rhodesien war mal Kornkammer Afrikas. Aber dann kam zur Freude aller guten Menschen Mugabe an die Macht. Ich hoffe, mit dieser Formulierung nun den Gedanken der Ettikette entsprochen zu haben<<
_______
Absolute Zustimmung!
Einen weitere Kommentar - wie man ein Land herunterwirtschaften kann, sich und seinen Clan bereichert und die Menschen hungern - will ich mir hier sparen.

Gruß, Wolfgang

13:38, Bender Rodriguez

>> Es besteht also der Konsens, der Planet vertrüge beliebig viele Menschen, solange die nur christlich (oÄ) und solidarisch genug wären?<<

Nein.

Wie kommen Sie auf diese Idee?

@ fathaland slim

Seltsamerweise werde ich von jungen Menschen fast immer gesiezt.

Die Duzmode ist eher ein Phänomen meiner Generation (Jahrgang 56). Ich habe früher jeden geduzt und tue dies in der realen Welt immer noch sehr oft.

Hier im Forum gelten aber andere Regeln, die ich unterstütze. Es mag reine Symbolik sein, aber das förmliche "Sie" ist Ausdruck zumindest eines Mindestmaßes an Respekt.„

Ich kenne zumeist nur das duzen und dieses ist auch zu begrüßen, über Generationen hinweg. Und im realen Leben macht da tatsächlich - aus meiner Erfahrung - keiner so ein hysterisches Fass auf, wie hier im Forum. Vielleicht kenne ich einfach auch nur zu viele entspannte Menschen im wahren Leben und habe damit einfach großes Glück

12:58 von Bender Rodriguez

«Ich Sieze nicht. Warum sollte ich?
Wenn Euch das nicht gefällt, dürft ihr nicht an einen Stammtisch gehen.»

Pubertäres Gehabe vom Sinnfrei.
Buchstaben-Sparen von jeweils einem vom "Sie" zum "du".

Tun Sie die gesparten in der Kneipe am Stammtisch ins Sparkästchen, damit Sie nach dem Arbeitsleben nach der Auszahlung für die Rente mehr Buchstaben für in die Buchstabensuppe zum Reintun haben?

Um so mehr pubertär, das Duzen auch dann nicht zu unterlassen, wenn man Sie höflich um Siezen bittet. Verblindet gar nicht erkannt, dass Duzen von Angesicht zu Angesicht inkl. Gestik und Mimik was ganz anderes ist, als schriftliche Formulierungen noch mit Zeichenbegrenzung dazu.

Mein Empfinden zu Duzen vs. Siezen ist weit gefasst, gar nicht auf das Eine mit nur Sie gefordert. Ablehnung einer derartigen Bitte ist wie der volltrunkene Flegel in der Kneipe ums Eck. Von dem man schon genau weiß, wenn er reinkommt, dass man ihn wird nachhause tragen müssen, weil er alleine nicht mehr stehen kann.

12:58 von Bender Rodriguez

"Bitte bleiben Sie höflich. Bitte wählen Sie einen Ton, den Sie auch in einem persönlichen Gespräch anschlagen würden – und in dem Sie selbst angesprochen werden möchten."

Auszug aus der Netiquette, denen SIE auch mal zugestimmt haben. Nur mal zur Erinnerung.

Auch am Stammtisch kann man höflich bleiben.

Hat was mit Respekt und Erziehung zu tun.

13:23 von fathaland slim

Die Vereinten Nationen engagieren sich zweifelsohne in Syrien für die Bevölkerung. Auch NGO's sind vor Ort im Einsatz für die Bevölkerung, wie ich über eigene Kontakte weiß. Seit Beginn des Krieges 2011 in Syrien unterstützt u.a. Misereor in Syrien Partnerorganisationen, um den Opfern des Krieges beizustehen.

Und was Sie zu mir auf die Sanktionen geantwortet haben, unterschreibe ich zu 100%.

@fatherland slim @Stern2100

"Es geht um ein globales Problem, und das wird vom europäischen Green Deal" nicht berührt".
Ich habe die Energiepreise deshalb erwähnt, weil diese bei der globalen Betrachtung im Artikel unverständlicher Weise unerwähnt blieben. Da das von Ihnen sicherlich auch gefeierte "Pariser Abkommen" gleichfalls von den Industriestaaten, nicht jedoch von China, eine Decarbonisierung fordert, hat das durchaus etwas mit dem Thema zu schaffen. Dass von Ihnen in verschiedenen Beiträgen relativierte Thema des verheerenden Bevölkerungswachstum übrigens auch.

@ fathaland slim

„Die Duzmode ist eher ein Phänomen meiner Generation (Jahrgang 56). Ich habe früher jeden geduzt und tue dies in der realen Welt immer noch sehr oft.“

Das ist doch schön und spricht für einen Umgang auf Augenhöhe. Hier und im realen Leben

@13:31 von berelsbub

>> Viele Firmen agieren schon in der
>> kompletten Belegschaft mit dem
>> ganz normalen „Du“,

Ähh, die kennen sich aber auch persönlich und haben sich dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das per 'Du' angeboten. -.-

13:28, Shuusui

>>@ fathaland slim
"Die Besatzungsmacht in Syrien ist Russland. Wenn ein Land ein anderes besetzt, so hat es die völkerrechtliche Verpflichtung, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen."

Das ist sachlich einfach falsch, Russlanad wurde vom syrischen Präsidenten um Hilfe gebeten.<<

Im Rahmen eines brüderlichen Beistandspaktes bester stalinistischer Tradition.

>>Besatzungsmacht in Syrien sind die USA, die im Norden des Landes die Ölfelder besetzt haben und damit dem syrischen Staat die eigenen Ressourcen vorenthalten.<<

Ja, die Besetzung der syrischen Ölfelder ist ein Skandal. Syrien hat allerdings sehr wenig Öl. Es spielte für die Wirtschaft des Landes immer eine eher geringe Rolle.

/// Am 09. März 2021 um 13:47

///
Am 09. März 2021 um 13:47 von saschamaus75
@13:21 von Werner40

>> Damit Börsenspekulant 1 eine Wette
>> eingehen kann, braucht er einen
>> Spekulationspartner 2, der die
>> Gegenposition vertritt.

Und genau dieser Spekulationspartner2 ist bei einem Warentermingeschäft eben der Produzent. -.-///
.
Nein, falsch. Kein Produzent wird gezwungen ein Warentermingeschäft abzuschliessen.

um 13:47 von Bender Rodriguez

Grübelübel
Wer nach Aufforderung das duzen nicht unterlässt, macht sich der Beleidigung schuldig. Man könnte jemanden anzeigen und es würde zu einer Verurteilung kommen.
Ist das ernst gemeint? Beleidigung?
Nie im Leben. Das würde wegen Geringfügigkeit eingestellt.
Abgesehen davon, würde man alle Kinder beleidigen, wenn man sie Duzt? Oder haben die keinen Respekt verdient?
Aber ich bitte Euch, kommt BTT.

Z. B. Polizisten zu duzen ist Beamtenbeleidigung, siehe D. Bohlen. Bei Nichtbeamten ist es wie ich es oben beschrieben habe. Ihrerseits hat das duzen nichts mit Respekt zu tun, sondern ist das genaue Gegenteil. Es ist als Herabwürdigung gemeint und daher kann es auch juristisch verfolgt werden.

um 13:48 von fathaland slim

Nein. Das "Sie" ist nur Zeichen von Distanz, nicht von Respekt. Respekt wird durch Wortwahl und Inhalt ausgedrückt. Wer mich frech anlügt, hat keinen Respekt vor mir, auch wenn er mich zehnmal siezt.
_

13:43 von Bender Rodriguez

Dieser Aussage stimme ich zu. Wie ein anderer Forist schon oft schrieb, auch ich kann das nur nicht in so schöne Worte kleiden.

13:31 von berelsbub @ Bender

Kann schon sein, dass es einen Wandel zum vermehrten "Du" gibt. Ist mir sowohl beim Einkaufen als auch in Lokalen durch jüngeres Personal aufgefallen. Einerseits gewöhnungsbedürftig, andererseits fühlte ich mich gleich ein paar Jahre jünger. Das war allerdings ein respektvollen Duzen, woran es dem hiesigen, von Ihnen adressierten User mangelt.
Davon abgesehen kann ein "Du" eine Gleichwertigkeit vorgaukeln, die es dann in der Realität (Verhältnis Chef/in - Angestellte/r) nicht gibt.
Ein Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen entwickelt sich ganz bestimmt nicht durchs Duzen. Da müssen die realen Bedingungen stimmen und tatsächliches Mitspracherecht etc. gewährleistet sein.

Re: Tinkotis 12:38

"...Nutzvieh, welches inzwischen 95% der tierischen Biomasse auf der Erde ausmacht.

Das stelle ich mir schwierig vor, da von den 2,3 Milliarden Tonnen tierische Biomasse alleine bis zu 400 Millionen Tonnen auf Krill entfallen (hab' ich auf phoenix.de gelesen).
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Die Studie, auf welchevermutlich Marvin (10:50) meint, untersuchte die Biomasse von Landwirbeltieren (so genannte Tetrapoden) und schließt die Biomasse von Amphibien bis zum Menschen ein. Tatsächlich beträgt nach dieser Untersuchung die Biomasse der wild lebenden Tetrapoden nur wenige Prozent, um die 5% (!). Der Rest verteilte sich zu ca. knapp 1/3 auf den Menschen selbst und zu knapp 2/3 auf die Nutztiere des Menschen. Ich fand das auch unglaublich, doch wenn man bedenkt, wie dicht gedrängt wir selbst und unsere Tiere leben, erschien es mir letztlich doch plausibel. Schon krass, wie wir Menschen den Planeten beeinflussen!

Zum Suchen der Studie mal Begriffe wie "biomass, tetrapods" eintippen

@13:36 von fathaland slim

>> Dass aber das rasante Wachstum der
>> Weltbevölkerung vielfältige Probleme
>> mit sich bringt, ua auch bei der
>> Ernährungssituation

Die Menschheit produziert derzeit jährlich Lebensmittel für 12 Mrd. Menschen. IMO also doch ein reines (durch Geldgier erzeugtes) Verteilungsproblem.

keine Lebensmittelknappheit?

fathaland slim @

Dann sollten wir in den freien Welthandel auch nicht eingreifen.

Hohe Preise sollen ja besonders bei uns unnötigen Konsum, Verzicht und umweltgerechten Produktion fördern.

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