Kommentare - Bundestag diskutiert über Frauenquote in Vorständen

25. Februar 2021 - 08:21 Uhr

In großen deutschen Unternehmen entscheiden noch immer zumeist Männer. Frauen in Vorständen sind selten. Eine gesetzliche Quote soll das nun ändern. Heute geht es im Bundestag um Für- und Gegenargumente. Von Sabine Henkel.

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Kommentare

Als Frau

Ich meine diese Frage ernst und hätte sehr gerne eine ernstgemeinte Antwort von einer Frau:

Wie wäre es für Sie, zu wissen, dass Sie eine Stelle wegen Ihres Geschlechts und nicht wegen Ihrer Qualifikation erhalten haben?

Nanny-Staat

Ein weiteres Beispiel für ein Staatsverständnis, das gegenüber den Bürgern mit der Attitüde auftritt "Wir wissen besser, was gut für Dich ist, als Du selbst".

Ich bin der Meinung, daß über das Personal eines Unternehmens ausschließlich der oder die Eigentümer bestimmen sollen. Eine Wirtschaft, die durch staatliche Regularien erdrückt wird, hatten wir bis 1989/90 schon einmal. Und es war in aller Klarheit zu besichtigen, wie gut das funktioniert hat. Eine Weile lang kann man so tun, als habe die Realität sich an die Staatsdoktrin anzupassen und dann fährt die Sache gegen die Wand.

ToniB

Naja, das wird das gleiche Gefühl sein, wenn man seine Stelle durch Vitamin B bekommt, anstatt Qualifikation.

"Es gibt hochqualifizierte

"Es gibt hochqualifizierte Männer und Frauen in unserem Land. Und genauso viele Frauen wie Männer, die diese Jobs locker machen können."

Leider wird (wie immmer bei solchen Artikeln) die entscheidende Frage ausgeblendet: WOLLEN auch genauso viele Frauen wie Männer diesen Job machen? Die Tatsache, dass das anscheinend einfach vorausgesetzt wird, zeigt, dass die Diskussion mit ideologischen Scheuklappen geführt wird.

um 09:00 von Toni B.

und wie wäre es erst, wenn man wüsste, dass man die Stelle nur deswegen bekommen hat, weil man ein Mann ist!

Ich will mir das gar nicht ausmalen.

Antwort

Ich antworte Ihnen mal als Mann. Es geht darum, dass man jetzt die Spitzen-Stellen wegen des Geschlechts (Mann) bekommt. Jetzt ist das so, wie würden Sie sich als Mann also fühlen, wenn sie die Stelle nur deswegen bekommen haben? Frauen haben eine fast gleiche, teilweise bessere Hochschulbildungsquote etc., landen aber nicht in Spitzenpositionen. Der Grund ist die Struktur, und Männer die an den Schaltstellen sitzen und nur Ihresgleichen einstellen. Das will man mit der Quote ändern, und ich finde das als Mann mehr als gerecht.

Nicht unsaeglich

"Eine entsprechend begabte Frau " bedeutet in der jetzigen Struktur, dass diese Frau weitaus begabter sein muss um die Stelle zu bekommen. Es sollte aber ausreichen, dass man sich "gegen maennliche Konkurrenz durchzusetzen" kann, wenn man einfach nur besser ist. Und ein Schritt (mehr nicht) in diese Richtung ist eine Quote.

@Toni B., 09:00

Andere Frage: wie wäre es für einen Mann zu wissen, das er eine Stelle trotz mangelnder Qualifikation nur bekommen hat weil er ein Mann ist?

Ein typisches Beispiel

MINT-orientiertes Unternehmen (also das, womit Deutschland seinen Wohlstand verdient) mit drei Vorstandsmitgliedern, ein Technik-Vorstand, der Vorstandsvorsitzende, der auch ein ehemaliger Technik-Vorstand ist (der muss schließlich das Geschäft auch verstehen) und ein Finanzvorstand. Da vor 20 Jahren kaum Frauen das betreffende Studium begonnen haben (solange dauert die Karriere bis zum Vorstand), seitdem auch nicht viel mehr, noch weniger waren bereit die Ochsentour bis in die Höhen mitzumachen, gibt es damit für die beiden ersten Vorstandsposten kaum jemals eine geeignete Bewerberin. Bleibt also nur der Finanzvorstand, wo schon heute oft Frauen erfolgreich tätig sind. Wenn es eine Frauenquote gibt, bedeutet das, dass in Zukunft im Finanzbereich tätige Männer praktisch keine Chance mehr haben, Vorstand zu werden. Ich bin übrigens Mathematiker und weiß, dass sehr viele Frauen mathematisch hochbegabt sind - und in der Mathematik hat sich das Verhältnis sehr geändert, was toll ist.

Gute Frauen statt mittelmäßige Männer

"Gute Frauen statt mittelmäßige Männer" sind unbedingt begrüßenswert. Aber der "Pflicht-Schalter" Frauenquote kann auch schnell kippen, der dann lautet: "Mittelmäßige Frauen statt gute Männer."
Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass jede Person nach Potential, Wissen und Können beurteilt werden soll; es soll nirgendwo das Ticket "Job wegen Geschlecht" anheften. Denn wenn die Quote zur Pflicht würde, kann das im Hintergrund schnell passieren. Also, ich spreche mich grundsätzlich gegen Einstellungen des Geschlechtes wegen aus... da sollte nur auf Leistung geschaut werden.

Fuer Techfirmen unmoeglich zu schaffen

Ich arbeite jetzt in meinem 2ten Hightechkonzern. Zuerst Mobilfunk jetzt Autmobilzulieferer. Der Anteil der Frauen im Management entspricht relativ genau dem Anteil der technischen Frauen in der Belegschaft (ca5-10%).
Diese Quote entspricht auch relativ genau dem Frauenanteil in meinem Studiengang (Informatik).
Wenn wir gezwungen waeren 30% Frauen in allen Fuehrungsebenen zu haben, dann muessten wir ALLE Frauen in der Firma direkt befoerdern. Ob sie wollen oder nicht. Leider sind die meisten Frauen in der Firma auch eher in der Personalabteilung oder im Sales unterwegs.
Wie sollen wir das denn in naher Zukunft schaffen? Wir koennen ja schlecht alle Maedchen an die Technische Uni peitschen.

Ja, diese unsichtbare Struktur

„Der Grund ist die Struktur, und Männer die an den Schaltstellen sitzen und nur Ihresgleichen einstellen. Das will man mit der Quote ändern, und ich finde das als Mann mehr als gerecht.“

Ich hatte bisher immer gedacht, die Firmen stellen im Vorstand nur die am besten geeigneten Personen ein. Nämlich die, die die Firma nach vorne bringen und dafür sorgen, dass das Unternehmen wächst und mehr Gewinn erzielt. Aber nach ihrer Auffassung ist das wohl nicht wichtig. Wichtiger ist es, dass im Vorstand nur Männer sitzen und somit die „patriarchale Struktur“ erhalten bleibt.

@09:29 von Carsten L.

"Es geht darum, dass man jetzt die Spitzen-Stellen wegen des Geschlechts (Mann) bekommt."

Haben Sie auch irgendeinen Beleg für Ihre Behauptung, die nebenbei bemerkt gegen das Grundgesetz verstoßen würde, wenn sie zuträfe.

@09:22 von xeniosson: Weil man ein Mann ist

"um 09:00 von Toni B.

und wie wäre es erst, wenn man wüsste, dass man die Stelle nur deswegen bekommen hat, weil man ein Mann ist!

Ich will mir das gar nicht ausmalen."

Das macht dem Mann gar nichts aus, denn der Mann hält sich grundsätzlich für qualifiziert genug,
Und wenn einen der gute Kumpel, mit dem man auf dem letzten Kongress an der Theke ein paar Bier getrunken hat, für geeignet hält, ist doch alles klar. Männer kennen immer einen, der einen kennt, der gut ins Team passen würde, z.B. weil er Fan des gleichen Fußballvereins ist.

Ich habe ein paar Jahre für eine Unternehmensberatung gearbeitet. Die hat gelegentlich im Auftrag der Kunden Personal gesucht.
Ein Gespräch zur Vorauswahl werde ich nie vergessen.
Es wurde eine Frau für einen Managementposten vorgeschlagen. Darauf der Personalchef des Unternehmens: "Was sollen wir den mit einer Frau auf dem Posten? Die können wir ja nach einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt nicht mal mit in den P... nehmen."

Ein Diskussion

in Zeiten wo wir eigentlich andere Probleme in größeren Mengen haben, typisch Politik sich mit eher nicht ganz so wichtigen Fragen zu beschäftigen.
Als Firmeninhaber einer privaten Firma ohne Staatliche Beteiligung, darf ich schon noch festlegen wen ich einstellen will, und mit wem ich arbeiten möchte.
So sehe ich das als einfacher Bürger ohne Firma, das ist ungefähr so, das mir vorgeschrieben wird was ich zu Hause mache, und wen ich Heiraten oder lieben darf.
Um nur 3 Dinge zu nennen, das sollte jedem selber überlassen werden, ich möchte weder Quoten Mann oder Frau sein.
Würde man auch nach Quoten Männern schreien, wenn oben alles Frauen wären, und gibt es so was in anderen Ländern auch.
Einige Dinge sind in Deutschland ganz besonders übertrieben, die beim Bürger eher auf Unverständnis stoßen, weil er gar keinen Bezug zu diesen Dingen oder Personen hat.

Aber wie schon gesagt, wir haben ja keine anderen wichtigen Probleme.

Quote

Woher nimmt sich die Politik das Recht, in einem demokratischen Staat, in die Personalpolitik eines Betriebes einzugreifen.

Keine Quotenfrau

Jana Schimke: "Viele Frauen, auch in meiner Generation, sagen: Wir wollen keine Quoten-Frau sein. Wir wollen einen anderen Weg gehen. Wir haben andere Erfahrungen in unserem Leben gemacht und wollen dafür wertgeschätzt werden."

Sicher werden Sie wertgeschätzt Frau Schimke. Als Reinigungskraft, Friseurin, KITA-Mitarbeiterin oder auch Altenpflegerin.

Sie sollten nur nicht auf die Idee kommen den Männern die gut bezahlten Führungsposten streitig zu machen, denn da ist Ende der Fahnenstange.

Und sollte Frau auf die Idee kommen die Karriereleiter mal für ein oder zwei Jahre zu verlassen, weil Frau Kinder bekommt, dann ist der Zug eh abgefahren.

"Frauen können Alles" sagt

Frau Giffey. Diese Aussage trifft in ihrer Pauschalität nicht zu. Nicht alle Frauen und nicht alle Männer können alles, schon gar nicht die Position eines Spitzenmanagers. Es gibt zweifellos Frauen, die die Spitzenposten ausfüllen könnten. Aber wie schon die frauenlose Bewerberriege zum CDU Parteivorsitz gezeigt hat, wollen viele Frauen nicht eine Spitzenposition, weil sie die außerordentliche Belastungslage in Spitzenpositionen nicht auf sich nehmen wollen. Angesichts dieser Sachlage halte ich eine verordnete Frauenquote für problematisch, weil dadurch unter Umständen die Menge der zu Opfern an Lifestylefreiheit bereiten und fähigen Kandidaten für Spitzenpositionen eingeengt wird.

@ um 09:00 von Toni B.

In der Politik funktioniert das bei allen Geschlechtern sehr gut.
Bei den Autoherstellern, siehe vorsätzlich herbeigeführter Abgasskandal, auch.
Es kommt dabei doch auch immer auf die zu befürchtenden Konsequenzen an.
Der normale Arbeitnehmer ist hinterher im Zweifel arbeitslos, bis hin zu Harz4.
Politiker und Vorstände bekommen großzügige Abfindungen, gute Renten und lukrative Anschlussverwendungen.
Da lässt man sich doch gerne mal überschätzen.
Egal ob welcher nicht vorhandenen Fähigkeit.

Frauenförderung, nie Gleichstellungsförderung

Es gibt Bereiche, in denen Frauen dominieren, sowohl anzahlmäßig als auch in Führungspositionen, z.B. KiTas, Sonderpädagogik...

In diesen Bereichen wird man nie eine Stellenausschreibung finden, in der es heißt "bei gleicher Eignung werden Männer bevorzugt".

Auch sind z.B. Männer in Rheinland-Pfalz nicht als Gleichstellungsbeauftragte wählbar, auch nicht in solchen Bereichen, wo Frauen 90% des Personals ausmachen. Es muss stattdessen eine Frau sein.

Ungleichbehandlung ist absolut akzeptiert, solange sie Männer benachteiligt.

Die aktuelle Gesetzesinitiative scheint mir okay zu sein. Die Grundrichtung ist es nicht.

Bei Technikprofessuren z.B. Frauenanteile von 50% anzustreben, während in den in Frage kommenden Jahrgängen der Frauenanteil im Studium bei 15 oder 20% gelegen hat, ist massive Männerbenachteiligung.

Frauenquote

Es stellt sich die Frage, ob sich eine Frauenquote überhaupt grundgesetzkonform ausfomulieren läßt. In der Politik sind ähnliche Versuche ja schon gescheitert.

Wie weit..

.. will der Staat seine Bevormundung noch treiben ? Gegen die Debatte an sich ist nichts einzuwenden , doch sollte die "Quotenfrau" nicht noch gesetzlich vorgeschrieben werden ! Da stehen doch schon weitere Gruppen in den Startlöchern, um ihrerseits Forderungen zu stellen. In einer "Quotenrepublik" möchte ich nicht Unternehmer sein. Ich arbeite sehr gern mit Frauen zusammen, habe auch kein Problem damit , von "ranghöheren" Frauen Arbeiten zugewiesen zu bekommen - die fast zwanghafte Feminisierung unseres Staates hat uns jedoch bereits allerlei Probleme beschert . Tüchtige Frauen kommen auch ganz ohne gesetzliche Vorgaben in hohe Positionen - wenn sie das überhaupt wollen!

das Lieblingsthema des Qualitätsfernsehen

Die Frauenquote ist ein Dogma von grünlinken Kreisen, die die tatsächlichen Zustände in Dtl. ignorieren bzw. nicht wahr haben wollen.
In Führungspositionen geht es nach Leistung.
Eine Auswahl nach Geschlecht könnte verheerend sein auf Arbeitsplätze, Aufträge und Existenzen.

Die Besetzung

einer Stelle sollte nicht von einer Quote abhängen,sondern nach der Qualifikation der Bewerberin.

Es scheint, dass etwas aus den Augen verloren wird:

Wenn ich das recht verstanden habe, geht es heute im Bundestag um die Besetzung der Vorstände in börsennotierten deutschen Unternehmen, nicht um Kindergärten, Molkereien, Fuhrunternehmen oder dergleichen.

Und ob sich dort eine Frauenquote rechtlich durchsetzen wird - jetzt werde ich etwas ironisch - wird wohl erst dann untersucht werden, wenn der Beschluss pro Frauenquote gefasst werden sollte.

Ziele festlegen - und dann mal gucken, ob sie überhaupt, und falls ja: wie sie denn erreicht werden können, kennt man ja aus jüngster Vergangenheit.

(Oder warum denkt man da unwillkürlich an das Impfen oder Schnelltests?)

09:00 von Toni B.

>>Ich meine diese Frage ernst und hätte sehr gerne eine ernstgemeinte Antwort von einer Frau:

Wie wäre es für Sie, zu wissen, dass Sie eine Stelle wegen Ihres Geschlechts und nicht wegen Ihrer Qualifikation erhalten haben?<<

Dass ein Beitrag dieser Art zuerst kommt war zu erwarten.
Ein klassisches Beispiel, dass Frauen allein wegen ihres Geschlechts Qualifikation abgesprochen wird.
Ich bin mir aber ziemlich sicher dass Sie damit nicht der Einzige hier bleiben.

wenn ich solche Sätze schon lese

"wenn eine Quote eingeführt wird, dann bedeutet das, dass nicht mehr nach Qualifikation, sondern nach Geschlecht entschieden wird" oder viele ähnliche Aussagen.
Heißt im Umkehrschluss: wenn bisher die Vorstandsposten überwiegend männlich besetzt sind (und die wurden ja angeblich nach Qualifikation besetzt), kann das ja nur daher kommen, dass Männer eben besser qualifiziert sind.
Nicht, dass jemand auf die Idee kommt, diese Behauptung würde schon für sich die gängige Frauendiskriminierung beweisen ...

10:28 von Quakbüdel

>>Wie weit..
.. will der Staat seine Bevormundung noch treiben ? Gegen die Debatte an sich ist nichts einzuwenden , doch sollte die "Quotenfrau" nicht noch gesetzlich vorgeschrieben werden ! Da stehen doch schon weitere Gruppen in den Startlöchern, um ihrerseits Forderungen zu stellen. In einer "Quotenrepublik" möchte ich nicht Unternehmer sein. Ich arbeite sehr gern mit Frauen zusammen, habe auch kein Problem damit , von "ranghöheren" Frauen Arbeiten zugewiesen zu bekommen - die fast zwanghafte Feminisierung unseres Staates hat uns jedoch bereits allerlei Probleme beschert
<<

Ich stimme Ihnen in fast allen Punkten zu, bis auf letzteren Satz. Von welchen Problemen sprechen Sie da denn konkret?

@diabol2704

Ich bin der Meinung, daß über das Personal eines Unternehmens ausschließlich der oder die Eigentümer bestimmen sollen. Eine Wirtschaft, die durch staatliche Regularien erdrückt wird, hatten wir bis 1989/90 schon einmal.

Also man kann ja bei vielem schon die Morgendämmerung des Kommunismus heraufziehen sehen: Tarifverträge, Windräder, Erbschaftssteuer. Aber bei einer Gleichstellungsdebatte den Sozialismus-Teufel an die Wand malen, ich weiß nicht, ob lächerlich da noch eine geeignete Bezeichnung ist.

09:59 von wenigfahrer

>>Einige Dinge sind in Deutschland ganz besonders übertrieben, die beim Bürger eher auf Unverständnis stoßen<<

Auf die Idee dass es auch Dinge gibt die bei Bürgerinnen auf Unverständnis stoßen kommen Sie nicht?

Die Besetzung einer

Die Besetzung einer Arbeitsstelle ist im Bewerbungsprozess doch immer eine Projektion in die Zukunft. Aus den objektiven Erfahrungen der Vergangenheit, in Form von Zeugnissen, Beurteilungen, Lebenslauf.., wird auf die zu erwartende Leistung in der Zukunft geschlossen. Dazu kommt die subjektive, nicht-quantifizierbare Einschätzung/Erfahrung derjenigen die Einstellen.
Ungeeignete Besetzungen verursachen nicht nur den Verlust von Lohnkosten, sondern verursachen große Schäden im laufenden Arbeitszweck und können auch der Zukunft des Unternehmens fatal schaden.
Sollten diese Erwägungen in der Vergangenheit, bei der Besetzung der Stellen, eklatant vernachlässigt worden sein indem geschlechtsspezifisch Bewerbungen bevorzugt wurden? Wurden hier systematisch von der "profitorientierten Industrie" (die sich sonst rücksichtlos dem Gewinn vor Menschheit verschrieben hat) Chancen nicht genutzt? Das wäre doch ein undenkbarer Widerspruch zur verbreiteten "Kapitalismustheorie".

10:13 von M. Höffling

>>Ungleichbehandlung ist absolut akzeptiert, solange sie Männer benachteiligt.<<

Wir armen, armen Männer werden immer benachteiligt. Heul

Also Frauen setzten

sich trotz besserer Abschlüsse meistens nicht in der Wirtschaft durch. Aha, daran können also nur Männer Schuld sein. Warum eigentlich?

Könnte es daran liegen, dass männliche Strategien besser funktionieren? Das Frauen andere Lebensentscheidungen treffen, die sich auch auf die Karriere auswirken. Hier gerade nochmal danke an den Staat, der bewiesen hat das die Kinderbetreuung, die Eltern und insbesondere Frauen, vom Herd wegbekommen sollte so großartig in der Krise gemanagt wurde das die Eltern doch zuhause bleiben konnten.

Das gemischte Teams in vielerlei Hinsicht besser sind, keine Frage. Eine Quote ist aber kein Garant, dass die Führungspositionen besser besetzt werden. Insbesondere bei Berufen, die für wenige Frauen interessant sind. Den komischerweise stellen auch sehr gute Unternehmen mit weiblicher Führung mehr Männer in Entscheidungspositionen ein.

Hier wird mal wieder Ideologie vor Realität gestellt...

10:35 von harry_up

>>Und ob sich dort eine Frauenquote rechtlich durchsetzen wird - jetzt werde ich etwas ironisch - wird wohl erst dann untersucht werden, wenn der Beschluss pro Frauenquote gefasst werden sollte.
Ziele festlegen - und dann mal gucken, ob sie überhaupt, und falls ja: wie sie denn erreicht werden können, kennt man ja aus jüngster Vergangenheit.
<<

Das mag evtl., wie von Ihnen bereits erwähnt erst einmal "ironisch" klingen, aber da haben Sie eigentlich die Sache auf den Punkt gebracht und das Problem ist realistischer als manch eineR denkt. Ziele festlegen, ohne den Weg zu kennen...

überkompensiert

Gleichberechtigung ist wichtig u. deshalb ist eine Quote falsch, da sie in die entgegengesetzte Richtung überkompensiert.
Ich sehe die Ursache darin, dass sich einfach nicht genügend Frauen auf bestimmte Stellen bewerben. Bei z.B. 100 Bewerbern davon 25 Frauen/75 Männer, da ist die Wahrscheinlichkeit einfach höher, dass der geeignetste Kandidat unter den Männern ist (Statistik). Mal angenommen es ist so, dann muss die Firma aufgrund einer Quote eine Frau einstellen
a.) die für die Stelle nicht so gut geeignet ist (wenn sie Pech hat überhaupt nicht)
b.) dem geeignetsten Kandidat muss abgesagt werden.
Ergebnis, eine Benachteiligung von Männern.

Wenn schon Quoten, dann bitte nicht nur in Führungspositionen, dann auch bei der Bundeswehr oder anderen gefährliche Berufen, mit folgendem Männeranteil: Feuerwehr 99%, Holzfäller 98%, Baugewerbe 98%, Bergbau 97%. Warum sollen mehr Männer als Frauen ihre Gesundheit/Leben riskieren?

10:30 von knutwahrheit

>>Eine Auswahl nach Geschlecht könnte verheerend sein auf Arbeitsplätze, Aufträge und Existenzen.<<

Glauben Sie wirklich dass bei mehr Frauen in Vorstandspositionen Arbeits Arbeitsplätze, Aufträge und Existenzen vernichtet würden?
Das grenzt ja schon an eine Phobie.

frosthorn 10:37 Uhr Umkehrschluss

„Heißt im Umkehrschluss: wenn bisher die Vorstandsposten überwiegend männlich besetzt sind (und die wurden ja angeblich nach Qualifikation besetzt), kann das ja nur daher kommen, dass Männer eben besser qualifiziert sind.“

Könnte es vielleicht noch viele andere Faktoren geben? Könnte es sein, dass Frauen andere Vorstellungen über das (Arbeits)Leben haben als Männer? Könnte es sein, dass Frauen nicht so sehr nach Macht und Geld streben?

Die Frage ist doch wieviele Frauen sind dafür qualifiziert und wollen einen solchen Führungsjob haben.

Leider habe ich keine Umfrage gefunden, daher kurz aus der Ärztezeitung:

Von den Studierenden wollen 40% der Männer Oberarzt werden, von den Frauen nur 23%.

80% der Ärzte arbeiten nach dem Studium Vollzeit, bei den Ärztinnen sind es nur 33%.

Eine Geschlechterquote (egal

Eine Geschlechterquote (egal ob Frau oder Mann) ist für mich nur dann akzeptabel, wenn alle Berufsgruppen betroffen sind.
Inklusive des Hebammenberufes und der Müllabfuhr.
Dann wäre es auch absolut glaubwürdig und es gäbe viel weniger Diskussionsstoff (was natürlich auch schade wäre).

Außerdem sollte das diverse Geschlecht (in all seinen Formen) mit einbezogen werden. Oder will man hier per Gesetz diskriminieren?

@Tremiro, 10.47 Uhr

">>Ungleichbehandlung ist absolut akzeptiert, solange sie Männer benachteiligt.<<

Wir armen, armen Männer werden immer benachteiligt. Heul"

Das habe ich nicht gesagt.

Sachliche Argumente gegen die in meinem Beitrag genannten Beispiele haben Sie offenbar keine. Vielleicht weil es keine gibt.

@ Hr. Paschulke, um 10:53

“Frauen können alles...
...sie müssen es eben auch machen.“

Wieder ein sinnfreier Kommentar im Zusammenhang mit dem Artikel.
Darf man ebenso sinnfrei entgegnen?

Kriegen Sie doch einfach mal ein Kind.

Morgendämmerung des Kommunismus

Zitat frosthorn (10:41 Uhr) : "Aber bei einer Gleichstellungsdebatte den Sozialismus-Teufel an die Wand malen, …"

Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt, sogar die zur Planwirtschaft. Egal ob Sie das für lächerlich halten.

Sinn und Zweck eines Unternehmens ist es, Gewinn zu erwirtschaften. Mit welchem Personal dieser Gewinn am besten zu erzielen ist, muß Entscheidung des (Anteils-)Eigentümers sein, denn er trägt auch das Verlustrisiko.

Um was geht es in Führungspositionen?

Und da sind wir im anthropologischen Bereich:
Geht es wirklich immer um die beste, klügste, heilvollste Entscheidung?
Ich habe nicht den Eindruck.
Es geht oft um Durchsetzung, Macht, "Was zu sagen haben"...

Ich hätte gerne eine Frau als Vorgesetzten. Aber meine Erfahrung zeigt mir, daß Frauen eben öfter "Wir" denken statt "ich". Und um "Karriere zu machen" muß man hinreichend oft das "Ich" dem "Wir" vorziehen.
Es ist mein subjektiver Eindruck nach 30 Jahren Arbeit als Ingenieur.

Eine Quote wird sicher an diesen Zusammenhängen nichts ändern. Es ist ein weiterreichendes Problem, was eine Gesellschaft will, wer führt.
Es ist ein kulturelles Problem nach 2000 Jahren Patriachat.
Und es ist oft ein psychologisches Problem: Wenn ein Mann "unter einer Frau dienen" muß. Damit kommen viele nicht zurecht.
Starke Frauen... viele Männer haben da Angst. Auch das ist nur meine Wahrnehmung.

Ach ja: Ich bin männlich. Und genieße das Leben als "Alphawolf" mit einer "Starken Alphawölfin".

@ 11:11 von harry_up

"Kriegen Sie doch einfach mal ein Kind."

Habe ich da was verpasst, seit wann wird eine Frau oder gar eine karriereorientierte Frau gezwungen ein Kind zu bekommen (gibt vielleicht irgendwo Regionen, aber nicht in der EU)?

Als Frau

Genau auf den Punkt gebracht. Es gibt sehr qualifizierte Frauen die nicht wegen einer Quote ihren Job bekommen haben.

Wahnsinn.

Es ist der helle Wahnsinn. Mir hat bisher nicht eine einzige Frau geantwortet und der Grund dafür ist, dass 100% aller Kommentatoren hier männlich sind.

Das gibt einem doch sehr zu Denken.

um 09:00 von Toni B.

"Ich meine diese Frage ernst und hätte sehr gerne eine ernstgemeinte Antwort von einer Frau: Wie wäre es für Sie, zu wissen, dass Sie eine Stelle wegen Ihres Geschlechts und nicht wegen Ihrer Qualifikation erhalten haben?"
.
Sie bekommen eine ernst gemeinte Gegenfrage von einem Mann: Bei meinem Arbeitgeber gibt es 12 Angestellte. Eine davon ist eine Frau: Empfang und Telefonzentrale. Glauben Sie wirklich, für alle anderen Positionen in der Verwaltung wäre keine qualifizierte Frau zu finden gewesen?

@ Toni B.

"Wie wäre es für Sie, zu wissen, dass Sie eine Stelle wegen Ihres Geschlechts und nicht wegen Ihrer Qualifikation erhalten haben?" Am 25. Februar 2021 um 09:00 von Toni B.

*

Ich meine meine Antwort genau so Ernst, wie Sie Ihre Frage:

Ich würde mich nach dem Erhalt meines höheren Gehaltes mit Shopping trösten und es überleben.

Wenn das nicht wirkt, dann müsste ich mir auch eine Reise bezahlen.

Jedenfalls würde ich da besser mit jedem Mann mitfühlen können, der seinen Job nur durch Vitamin B bekommen hatte. Vielleicht könnten wir dann eine Selbsthilfegruppe gründen? Da könnten wir darüber diskutieren, wie schlecht es den Männern geht, weil sie keine Babys bekommen und sie nicht stillen können und ähnliches.

@ Giselbert, um 11:21

“Habe ich da was verpasst...“

Ja.
Das Wort “sinnfrei“ in meiner Antwort. :-)

@ Tremiro

Aha, also ist Gleichberechtigung für Sie nur ein Witz, richtig?
Weil Sie als Mann (?) stark, unabhängig usw. sind dass sie das abfedern können? Stereotype sind also völlig in Ordnung, "wenn es die richtigen trifft"?

Tja, da reihen sie sich in die Reihen der Feministinnen ein, die mit Gerechtigkeit außerhalb ihrer Gesinnungsblase überfordert sind.

Wer bimst den kleinen jungs

Wer bimst den kleinen jungs eigentlich ein, dass Frauen weniger können? Passt irgendwie nicht. Früher waren die Männer arbeiten, die Frauen zu Hause und erzogen die Kinder. D.h. die hatten 10h am Tag, in denen sie den jungs ihre Ansichten eintrichtern konnten.
Wer verdirbt die jungs dann immer wieder?
Da gibt es Logikfehler

Am 25. Februar 2021 um 10:03 von GeMe

Sicher werden Sie wertgeschätzt Frau Schimke. Als Reinigungskraft, Friseurin, KITA-Mitarbeiterin oder auch Altenpflegerin.
#
#
Arbeiten Sie erst einmal an Ihrem Weltbild. Das Sie in Ihrer Blase keine im Beruf erfolgreiche Frau kennen, haben Sie ja bestens zum Ausdruck gebracht.
Im Gegensatz zu Ihnen wertschätze ich auch Frauen & Männer die als Reinigungskraft, Friseurin, KITA-Mitarbeiterin oder auch Altenpflegerin für die Allgemeinheit Ihre Arbeit leisten.
Das diese Arbeit nicht wertgeschätzt wird, liegt an Ihren Lieblingsparteien die für diese Arbeiten nur Hungerlöhne vorsehen.

Einfach machen?

Es ist schon witzig - da unterdrückt und benachteiligt die eine Gruppe die andere über Jahrhunderte systematisch und wenn die Benachteiligten sich Unterstützung wünschen, um festgelegte Denkstrukturen (z.B. Männer sind "Macher", Frauen bekommen eh irgendwann Kinder uvm.) aufzubrechen, wird Ihnen gesagt, sie sollten doch einfach machen und sich die Jobs suchen, die sie haben möchten.

Solange es bei uns normal ist, dass eine Frau primär für Kindererziehung verantwortlich ist, kann es im Job keine Gleichbehandlung geben.

Aus Sicht des Arbeitgebers ist dann eine potentielle Führungskraft auf Jahr zumindest nicht voll einsetzbar und aus Sicht der Frauen macht es keinen Sinn, einen solchen Weg einzuschlagen, weil sie genau wissen, dass er sich nicht mit einer Familiengründung vereinbaren lässt.

Und wie tief die Diskreminierung immer noch verwurzelt ist, davon zeugen diverse "Altherrenwitze", die immer noch als salonfähig angesehen werden.

@10:30 von schiebaer45: nach der Qualifikation

"Die Besetzung

einer Stelle sollte nicht von einer Quote abhängen,sondern nach der Qualifikation der Bewerberin."

Wenn es denn so wäre, wäre ja alles in Ordnung. Sie können als Frau aber noch so gut qualifiziert sein, wenn einer aus dem Kumpelkreis der Männer mit Ihnen um eine Stelle konkurriert, dann bekommt der Mann die Stelle.

Männer stellen Männer ein.

"https://www.zeit.de/arbeit/2020-10/gleichberechtigung-frauenquote-jutta…"

Falls Sie einen ausländischen Namen wie Aslan, Gürkan oder Özgül haben, stehen Sie als Mann trotz hoher Qualifikation vor dem selben Problem. Aber das ist ein weiteres Thema.

Frauen an die Macht

Ein guter Uni-Abschluss oder gutes fachliches Wissen macht noch keine Führungskraft aus.
Frauen halten die Gesellschaft zusammen, sie kennen keine Korruption, gehen nicht über Leichen, sondern arbeiten für den Menschen.
Bei annähernd gleicher Qualifikation sollte immer die Frau vorgezogen werden.

Vielleiocht wollen die Frauen nicht

so ist das jedenfalls in meinem Beruf (Programmierer). In 30 Jahren habe ich kein einziges mal erlebt, dass eine Frau wegen ihrem Geschlecht abgelehnt wurde. Und nur ein einziges mal wurde eine Frau wegen schlechter Leistungen entlassen.

Fakt ist aber, dass sich so gut wie keine Frau auf die Programmierer-Jobs bewirbt.

Ich wüsste gerne mal, welche Erfahrung Frauen gemacht haben, die sich auf solche Management Stellen beworben habe. ich wette, die allermeisten haben es gar nicht versucht.

@ Bender Rodriguez 11:30

Das muss niemand den Jungs "einbimsen", das ist eine gesellschaftliche Einstellung, die uns Tag für Tag überall begegnet.

Siehe Werbung, siehe Sprache, siehe Vorbilder in der Familie und dem Freundeskreis.

Man(n) sieht doch gerade in dieser Krise wieder, wie wenig Gleichberechtigung wir haben. Wer bleibt denn seit einem Jahr vorwiegend zu Hause bei den Kindern?

In aller Regel nicht die Männer ...

Wenn es so wäre, können Sie

Wenn es so wäre, können Sie das den Männern nicht anlasten. Ich fände es schade, glaube es aber nicht.

11:21 von Giselbert

«Kriegen Sie doch einfach mal ein Kind.»

«Habe ich da was verpasst, seit wann wird eine Frau oder gar eine karriereorientierte Frau gezwungen ein Kind zu bekommen (gibt vielleicht irgendwo Regionen, aber nicht in der EU)?»

Sehr viel haben Sie verpasst.
Weil Sie selbstgewählt verbunkert im Haus des Mannes wohnen.

Das besonders schreckliche Schreckgespenst vom Arbeitgeber Mann ist "die karriereorientierte Frau", die dann ganz plötzlich doch Mutter werden möchte. Oder gar durch den miesen Anti-Karriere-Kasper Anti-Baby-Pille-Versager ungewollt schwanger wurde.

Dann ist Gejammer bei Arbeitgeber Mann laut.
Kommt mir meine "Karrierefrau" abhanden mit ihrem Panz.
Bin ich gar nicht vorbereitet drauf … auf sowas.
So was wird, wenn man sich im Haus des Mannes verbunkert.
Im Refugium, das vor Frauen bewahren soll.

Erst recht vor jeder Debatte um "Frauenrechte".
Noch so'n Schreckgspenst, das umher schleicht, und den Mann verunsichert.
So‘ne Art von Realsatire, die im Haus mit wohnt.

Frauenförderung

Als Landesbeamter habe ich jetzt -zig Jahre gesetzlich bestimmte Frauen(be)förderung per Quote im Landesgesetz erlebt.
Das Frauen gleich behandelt werden sollen, brauche ich hoffentlich hier nicht extra zu erwähnen.
Leider wurden mir mehrfach weniger gut beurteilte Frauen vor die Nase gesetzt, weil in der ausgeschriebenen Gehaltsstufe noch keine 50% Frauenanteil erreicht waren.
Da braucht es schon ein dickes Fell, um das gerecht zu finden.

@ 11:23 von Jagu

"Man kann die Frauenquote nicht diskutieren, ohne darüber zu sprechen, wer die Familienarbeit macht. Solange hochqualifizierte Frauen dabei nicht unterstützt werden, ist jede Diskussion sinnlos."

Diese Abstimmung wer was macht, sollte doch in einer gleichberechtigten Partnerschaften kein Problem sein. Im Zweifelsfall stellt man eine Haushaltshilfe ein, so dass die hochqualifizierten Frauen den Rücken frei haben. Aber aus diesem Grund eine Quote zu fordern, halte ich für zweifelhaft.

@ Toni B. Ihre Frage. Hier die Antwort:

"Wie wäre es für Sie, zu wissen, dass Sie eine Stelle wegen Ihres Geschlechts und nicht wegen Ihrer Qualifikation erhalten haben?" Peinlich wäre das.

um 11:43 von Demokrat49

@ Bender Rodriguez 11:30
Das muss niemand den Jungs "einbimsen", das ist eine gesellschaftliche Einstellung, die uns Tag für Tag überall begegnet.

Siehe Werbung, siehe Sprache, siehe Vorbilder in der Familie und dem Freundeskreis.

Man(n) sieht doch gerade in dieser Krise wieder, wie wenig Gleichberechtigung wir haben. Wer bleibt denn seit einem Jahr vorwiegend zu Hause bei den Kindern?

In aller Regel nicht die Männer ...
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Die Person die das meiste Geld nach Hause bringt, geht auch in der Pandemie weiter arbeiten, das Geschlecht dürfte dabei keine Rolle spielen.

@ 11:33 von Gregor 42

"... sollte man da nicht zunächst generell die Frauenberufe den Männerberufe vom Gehalt her gleichstellen? Wer denkt denn an die vielen täglichen Arbeitnehmerinnen in der Berufsalltagswelt? Wieviel verdienen denn diese Frauen?"

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Frauen seltener als Männer eine Forderung nach Gehaltserhöhung stellen. Dieses Problem sehe ich (zumindest teilweise) als selbstverschuldet, die gesetzlichen Grundlagen für gleiches Gehalt existieren ja.

Leidiges Thema

Zunächst einmal arbeite ich als Mann in einem großen, internationalen Konzern, der zumindest in D (1200 MA) eine Überschuss an Frauen hat. Wir haben jetzt seit Jahren weibliche Geschäftsführerinnen, unser Vorstand ist weitgehend paritätisch besetzt (schwankt manchmal bei Neubesetzungen), im Aufsichtsrat sind die Frauen in der Überzahl, Führungskräfte sind etwa 50:50. Geht also, ganz ohne Quote. Ich hatte schon weibliche und männliche direkte Vorgesetzte. Und mir fällt kein Zacken aus der Krone.
Die Frauen sind genauso qualifiziert und engagiert, wie die Männer; es gibt unter den Führungskräften beider Geschlechter welche, die ich nicht bräuchte.
Das ist natürlich der Branche (Gesundheitswesen) geschuldet. IT-Konzerne mögen es mit der nötigen Anzahl an Bewerberinnen schwerer haben.
Ob man mit einer Quote die strukturellen Probleme (Kinderwunsch, andere Ausbildungspräferenzen usw.) lösen kann, weiß ich nicht. Aber Frauen, die können und wollen, sollten nicht an so etwas scheitern.

@11:39 von GeMe

"Wenn es denn so wäre, wäre ja alles in Ordnung. Sie können als Frau aber noch so gut qualifiziert sein, wenn einer aus dem Kumpelkreis der Männer mit Ihnen um eine Stelle konkurriert, dann bekommt der Mann die Stelle."

Dann führen Sie doch einfach mal wissenschaftliche Studien auf, die belegen, dass sich Unternehmen selbst schaden, indem sie schlechter qualifizierte Männer einstellen. Und der von Ihnen gepostete Link belegt gar nichts, außer dass die Autorin Frau Jacobs sich (und damit alle anderen Frauen auch) total ungerecht behandelt fühlt und die Gefühle einer Feministin spiegeln schließlich immer die Realität wider.

@ Diabolo2704 um 9.03 Uhr, Zustimmung

"Ich bin der Meinung, daß über das Personal eines Unternehmens ausschließlich der oder die Eigentümer bestimmen sollen." Richtig. Ergänzend sollte die Arbeitnehmervertretung gehört werden, auch mitentscheiden dürfen, je nach Größe des Unternehmens.
Bei staatlichen Einrichtungen, d.h. Verwaltungen und staatlichen/landeseigenen/kommunalen Betrieben... ist das etwas anderes.
In der freien Wirtschaft schränkt staatliches "Reinregieren" in Unternehmensentscheidungen (bis in Personalfragen und Randbereiche) die Arbeits- und Entscheidungsfähigkeit eines Unternehmens zu stark ein.

@ Giselbert 11:57

Und wie reagiert die Gesellschaft auf Frauen, die andere Frauen einstellen, damit die sich um ihre Kinder kümmern, während sie selbst Karriere machen?

Und wer denk an die Kinder, für die es wichtig ist, dass zumindest in den ersten Jahren ein Elternteil zu Hause ist?

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt Ihr eigener Beitrag.

Sie gehen selbstverständlich davon aus, dass eine Haushaltshilfe eingestellt werden muss, wenn eine Frau arbeiten möchte. Der Mann ist ja (berechtigterweise) bereits bei der Arbeit und kommt in der Überlegung der kinderbetreeuung gar nicht vor, nicht wahr?

@ hesta15

"Die Person die das meiste Geld nach Hause bringt, geht auch in der Pandemie weiter arbeiten, das Geschlecht dürfte dabei keine Rolle spielen."

Exakt - das verdeutlicht, wie weit es mit der Gehältergerechtigkeit in Deutschland (nicht) ist.

Und da die Frauen immer noch deutlich geringer bezahlt werden und typische "Frauenberufe" generell schlecht vergütet werden, hat es eben doch etwas mit dem Geschlecht zu tun.

Wir müssen....

...uns nix vormachen.
Der Mann, der mit aller Macht seine "Vormachtstellung" in der Welt behaupten will, ist im Grunde genommen die zweite Wahl. Stammt er doch ab vom Weiblichen.
Die Art der Chromosomen scheint das doch zu bestätigen.
Über kurz oder lang wird die Frau immer mehr aus der Deckung herauskommen, und sich das holen, was sie verdient hat...mindestens echte Gleichstellung und gerne mehr.
Dann bitte aber nicht ala Schwarzer, die im Grund doch nicht für die Sache der Frau kämpft, sondern nur für sich.

@ Giselbert 12:06

Es ist richtig, dass Frauen weniger fordernd auftreten.

Auch das hat aber etwas mit dem traditionellen und tief verankerten Rollenbild zu tun.

Den Mädchen wird von klein auf beigebracht, dass Mädchen und Frauen stiller und lieber als Jungs sind.

Wenn zwei Mädchen sich streiten und an den Haaren ziehen, sind sie Zicken (im Berufsleben wandelt das sich dann in die "Stutenbissgikeit").

Wenn zzwei Jungs dasselbe tun, sind sie eben "richtige" Jungs (und im Berufsleben "durchsetzungsstark").

@Bender Rodriguez

"Wer bimst den kleinen jungs eigentlich ein, dass Frauen weniger können?" Am 25. Februar 2021 um 11:30 von Bender Rodriguez

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Das kann mit Können nichts zu tun.

Mir wurde schon ins Gesicht gesagt, dass das mit Kindern nicht geht. Dabei ging es nur darum aus Jahrelangen Zeitverträgen eine Festanstellung zu machen.

Umgekehrt habe ich auch von Männern gehört, die richtig Stress bekommen haben, weil sie die Erziehungszeit in Anspruch nehmen wollten.

Nur ist es halt so, dass wir hier 1,4 Kinder pro Frau haben, die meisten Kinder leben mit Geschwistern und eigentlich sind genug kinderlose gut ausgebildete Frauen da, um die Positionen zu besetzen.

@ Jacko08 um 9.43 Uhr, Besser kann man es nicht sagen

"Gute Frauen statt mittelmäßige Männer" sind unbedingt begrüßenswert. Aber der "Pflicht-Schalter" Frauenquote kann auch schnell kippen, der dann lautet: "Mittelmäßige Frauen statt gute Männer."

Netzwerke mittelmäßiger Frauen findet man bereits jetzt in den Verwaltungen vieler Kommunen. Frauen, die sich selbst und ihre (Geschlechts-)genossinen in Stellen hieven, für die sie sich durch nichts auszeichnen als dadurch, dass sie eine Frau sind, gerne auch grün.
Für mich als Frau ist das beschämend, denn jede Frau, die wirklich qualifiziert ist und viel leistet, gerät dadurch in das schiefe Licht, eine Quotenfrau zu sein.

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