Kommentare - Corona-Maßnahmen: Lockern - aber wie?

22. Februar 2021 - 11:59 Uhr

Berliner Amtsärzte wollen bei den Corona-Maßnahmen weg von der Fokussierung auf die Inzidenz, auch Berlins Regierender Bürgermeister Müller plädiert für weitere Kriterien. Kanzlerin Merkel will Lockerungen offenbar an mehr Tests koppeln.

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Kommentare

Man muss einfach besser

Man muss einfach besser rechnen.
Brutale Hotspots, wie Fanilienfeiern, Hochzeiten, altersheine, Krankenhäuser muss man mal ausrechnen.
Dann bekommt man den Wert, der "im Alltag" relevant ist.
Denn was bringt es, das Kino zu schließen, wenn corona im Altersheim tobt, oder beim Wurstmacher,?

Lockern aber wie

Genau wie in Bayern, die systemrelevanten Blumenläden zuerst. Gerade in dem Bundesland dessen MP sonstige Öffnung blockiert. Wir diskutieren über schulöffnungen, aber öffnen Blumenläden! Unsere Kinder lernen nicht viel, aber Blumen stehen auf dem Tisch. Ist ja aber irgendwie Biologie? Gehts noch?

„Lockern - aber wie?“

Vor allem durch das Fokussieren auf eine effiziente IMPF- statt Lockerungsstrategie. Indem man bei der Bürokratie locker- und stattdessen Flexibilität und Pragmatismus bzw. die Berücksichtigung tagesaktueller Informationen und Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen durch praxiserfahrene und als zuverlässig bekannte Fachleute zulässt.

„Es sei ein "großer Unterschied", ob bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Menschen über 80 durchgeimpft und alle Infizierten symptomfreie Kinder seien - oder ob vor allem Risikogruppen betroffen seien“

Menschen über 80 - UND alle, bei denen die Wahrscheinlichkeit bzw. das Risiko, dass sie andere infizieren (und so das Virus exponentiell weiterverbreiten) am höchsten ist.

Die Erstellung der Zahlen ist das Problem.

"Die Inzidenzen seien von Testkapazitäten und dem Testwillen der Menschen abhängig. Dadurch komme es zu Schwankungen, die die infektiologische Lage nicht widerspiegelten" -

Damit ist klar, dass die Herkunft der Zahlen nicht nach wissenschaftlichen statistischen erfolgt.

Ich sehe kein Konzept mehr

Der Impfungsplan von kranken und alten Menschen bis hinauf zu den jüngeren Jahrgängen schien logisch und objektiv. Jetzt melden sich Berufsgruppen zu Wort, die das ändern und vorgezogen werden wollen. Das kippt das System. Lockerungen werden wir ins Auge fassen müssen, wenn Kinder beschult und ohne Lücken unterrichtet werden sollen. Warum man nicht auf leer stehende Gebäude in Hotels, Jugendherbergen, Bürgersäle zurück greift, um ältere Jahrgänge zu unterrichten und die Grundschulklassen dafür in die Schulräume ausweitet, verstehe ich nicht. Flexibel sein muss man überall, wo Menschen zusammen kommen. Aber mehr Tests bringen auch nicht mehr, finde ich. Wichtig sind die Impfungen. Solange die Mengen nicht vorhanden sind, muss man die AHD-Regeln ausweiten.

Eine Frage: Was veranlasst

Eine Frage: Was veranlasst hier heute immer noch User, den längst widerlegten gefährlichen Unsinn, SARS-CoV-2 sei lediglich ein "Erkältungsvirus" wieder aufzuwärmen? Macht es diese User nicht zumindest nachdenklich, dass Fachleute und Verantwortliche weltweit das anders einordnen? Es gibt viele unterschiedliche Corona-Viren, und einige davon verursachen in der Tat nur leichte Symptome. Das ist bei SARS-CoV-2 - wie übrigens auch bei SARS-CoV-1 oder beim Mers-Virus vor etlichen Jahren - deutlich anders, da gibt es schwere und schwerste und tödliche Verläufe sowie auch erhebliche Langzeitschädigungen, und zwar unabhängig vom Alter.
Weiß eigentlich seit Monaten jeder, der sich etwas eingehender mit der Materie befasst. Anders und ganz allgemein formuliert: Eine Haltung "Ich interessiere mich nicht für Fakten, ich hab schon meine Meinung" ist in der derzeitigen Lage nicht wirklich hilfreich.
Noch anders formuliert: Leugnung der Gefährlichkeit ist keine verantwortbare Öffnungs-Strategie.

@Nordbraut (Vorgängerthread)

"Wer geht denn in die "Zahl der Infizierten" ein? Das sind die, die infiziert wurden und noch nicht wieder genesen oder verstorben sind. Deshalb spielen die Genesung und die Sterbezahlen durchaus eine Rolle bei der Ermittlung der Inzidenz."

NEIN! In die Inzidenz geht NICHT die Zahl der Infizierten ein, sondern nur die Infektionen (=NEU Infiziert). Jeder wird genau einmal gezählt, bei der Meldung der Infektion. Ob er dann verstirbt, infiziert bleibt, erkrankt oder symptomlos bleibt und gesundet- EGAL. Morgen ist seine Zahl "1" nicht mehr in der neuen Inzidenz enthalten...

@13:12 von Sonnenstern

"die systemrelevanten Blumenläden zuerst"

Klar - das Prinzip ist "wie bekomme ich die Meckerer leiser". Natürlich könnte man auch Bibliotheken und Theater öffnen. Aber der Frühling kommt und da verlangt das Volk nach Blumen für den Balkonkasten. Deswegen sind Friseure auch so wichtig. Schließlich haben sich die meisten Leute über ihre Haare aufgeregt, nicht über einen verpassten Museumsbesuch.

Wenn man nicht alles öffnen kann, dann das, nach dem die Meisten verlangen.

Lockern aber wie

Es muss vor allem immer wieder daran gedacht werden lockern ja, aber in Maßen. Eben weiter Kontakte beschränken auf wenige Personen, reduzierte Kunden-und gästezahlen. Hatten wir doch im letzten Jahr auch und es hätte richtig funktioniert, wenn im Sommer nicht das reisen frei gegeben worden wäre. Ich hoffe, das wird Frau Merkel auch wieder klar, denn die hatte einen Sommer wie letztes Jahr in Aussicht gestellt. Dann haben wir wieder einen Winter wie dieses Jahr. Und bitte jetzt nicht mit den Impfungen anfangen.

@ Bender Rodriguez um 13.09

Berechnen können wir alles, aber kommen damit auch nicht weiter, wie die Sprünge bei den Meldungen und Inzidenzwerten zeigen. Was soll Alltag sein? Mir ist nicht bekannt, dass Altersheimbewohner in Gruppen ins Kino gehen und dort Ansteckung erfolgt. Genau weiß doch niemand, woher die meisten Herde kommen. So zumindest kolportieren Medien es. Politiker sollten sich nicht auf die springenden Erkenntnisse der Virologen allein verlassen, sondern Entscheidungen treffen, die langfristig wirken. Vorsichtige Öffnung des Handels, Gastronomie und Gemeinschaftseinrichtungen. Und wir Menschen sollten endlich damit leben lernen, dass das Virus da ist und nicht alles möglich ist. Und nicht jeden Tag neue Zahlen diskutieren, die mittags schon überholt sein können.

@Ritchi

"Die täglichen gemeldeten Zahlen der Neuinfizierten sind die am Vortag eingegangenen Meldungen. Da diese Zahlen eine Verzögerung von bis zu einer Woche beinhalten, werden diese anschließend den jeweiligen Testtagen zugeordnet und aus Letzteren werden die Inzidenzen ermittelt. Da die tägliche Veröffentlichung nicht dem Tag der Probenentnahme entspricht ergibt sich eine Verschiebung zwischen den Inzidenzen und den täglich gemeldeten Zahlen."

Das erklärt es nicht, denn die Inzidenz ist eine Momentaufnahme und die kann nicht steigen wenn die Infektionen sinken, es sei denn, dass die Inzidenz rückwirkend verändert wird (und damit der Vergleichswert von gestern ein anderer ist als es morgen und in einer Woche für den selben Tag sein wird)- DAS ist aber sinnfrei, weil es jegliche Vergleichbarkeit zerstört.

Kakophonie

Jetzt fordert wieder jede(r) irgendetwas. Man wittert Öffnungsoptionen und jede Lobby aber auch jeder Einzelmensch hat da so seine Vorlieben. Und jeder betont selbstverständlich, dass sein Vorschlag total super ist weil die von ihm präferierten Locations ein total tolles Hygienekonzept haben und es sowieso keine Daten gäbe, die belegten, dass das nun gerade verstärkt zu den Infektionen beiträgt.

Jetzt klappt das nicht mit der Inzidenz von 50 oder 35 und schwupps möchte sich jetzt jeder irgendeinen Wert zusammenrechnen, der Öffnungen ermöglicht.

Am Besten in jedem Bundesland einen anderen.

13:24 von Epilog Danke für

13:24 von Epilog

Danke für die treffenden Worte !
Ich habe in den letzten 4 Tagen von 3 Todesfällen ( davon 2 eindeutig an Covid19 verstorben 60 u. 68 Jahre ) im Bekanntenkreis gehört - das macht einen dann schon etwas sprachlos. Die " Einschläge kommen immer näher " !
Für mich ist das erschreckend.

lockern - aber wie

Wie lange reden wir noch über lockern? Die Diskussion dreht sch im Kreis oder besser noch es wird aneinander vorbei geredet. Dabei nimmt die Orientierungslosigkeit zu.
Die erste Frage wäre Lockerungen "wann". Zögerlich wurden die Inzidenzgrenzen herabgesetzt. Keine der Marken scheint heute erreichbar. Resignation,
Warten auf den Frühling, Warten auf die Impfungen - warten warten warten.
Die Antwort auf die Ausgangsfrage muß heißen: so schnell wie möglich. Das heißt, unverzüglich den Mutanten entgegenwirken. Was Zögern bringt, haben wir hinreichend erlebt.
Den neuen Mutanten muß mit einem angemessen verschärften Lockdown entgegen getreten werden. Dieser unterstützt durch den Frühling, abgesichert durch die Impfungen verspricht eine zügige Senkung der Inzidenz. Bei niedriger Inzidenz (möglichst nahe 10) sind dann weitgehende Lockerungen möglich. Das Mutationsgeschen wird eingedämmt. Lokale Maßnahmen verhinder einen erneuten Anstieg.

@Free Naqalny

"Nein, die Zahl der Neuinfektionen liegt ja jetzt höher als letzten Montag."

Laut Meldung nicht, da sind sie minimal NIEDRIGER als letzten Montag. Bei gestiegener Inzidenz = unmöglich. Egal wie der Ereignishorizont ist: Das ist technisch unmöglich oder es werden falsche Daten verwendet.

Lockern - aber wie?

Bitte so das zu den 67.000 tausend zusätzlichen Corona toten nicht noch mehr hinzukommen.

Wenn das nicht sicher zu erreichen ist bitte auf Lockerungen sofort verzichten .

@Rentner2017

"@09:27 von Skywalker
Nicht die Gesamtzahl der Infektionen sondern die Summe der NEUinfektionen der letzten 7 Tage liegt der 7-Tage-Inzidenz zugrunde. Der Teiler liegt immer bei rd. 83,166 Mio. Einwohner."

Ja sag ich doch immer. Übrigens ist für Infektion = Neu-Infektion, weil man sich nur einmal infiziert. Infektionen ist nicht gleich der Infiziertenzahl.

Mich besorgen ehrlich gesagt

Mich besorgen ehrlich gesagt vor allem die Covid-19-Leugner und Verschwörungleute, die sich zu Demos treffen, bei denen sie so ungeheuerliche Sätze wie "Drosten in den Knast! Merkel in den Knast! Lauterbach in den Knast!" aus Lautsprechern skandieren. Das lässt mich doch stark daran zweifeln, ob wir in der Bekämpfung der Pandemie alle dabei haben; es scheint eher so, dass ein gewisser Prozentsatz da in der eigenen Blase lebt und nicht mehr durch Argumente und Zusammenhänge zu erreichen ist. Und da liegt einer der Gründe, warum wir auf Lockerungen wohl noch warten müssen, denn auch in der Vergangenheit zeigte sich, dass diese Ansammlungen oft zu Hotspots und Virenschleudern wurden. Verkehrte Welt: Die, die für baldige Öffnung krakeelen, verhindern de facto diese baldige Öffnung mit.

lockerungen als Fremdwort

Lockerungen heißt also, die geknebelten und entrechteten Unternehmer und Freiberufler die Fussfesseln zu lösen, aber Hände und Knebel im Mund sollen bleiben?

Oder heißt Lockerungen das die Kantinen in den Behörden für Beamte wieder auf machen -weil das wichtig ist.

Oder bedeutet Lockerung vielleicht die Einsicht, das der Lockdown nicht mehr durchzuhalten ist ?

Könnte Lockerung auch sein, dass das Parlament alleine nach öffentlicher und freier Aussprache über die Corona Massnahmen entscheidet.

Oder bedeutet Lockerungen nur, die Zügel ein bisschen los zu lassen mit dem selbst gegebenen Recht nach gusto - wieder anzuziehen - staatlic gewollter sadismus

Egal wie eine planlose Lockerung mit der Drohung alles wieder zurück zu nehmen - ist ein Spiel mit dem Feuer.

Der derzeitige Zustand begünstigt einige auf Kosten vieler. Die Anzahl der wirtschaftlichen Verlierer ist ein Vielfaches von allen bisher infizierten.

Brutale Hotspots,

Bender Rodriguez @
Wieso mal Ausrechnen.
Diese massenhaft unvernüfigen sin din der Folge die Gründe dafür warum unsere Seniorenheim geleert werden.

Wie wollen Sie 67.000 tote wegrechnen?

Ganz schlechte Idee!

Wir können die Risikogruppen noch gar nicht identifizieren. Es gibt einen massiven Anteil von Menschen mit LongCovid-Symptomen, unabhängig von der Schwere des beobachteten Verlaufs und des Alters. Einfach mal informieren. Bei sukzessiven Lockerungen wird es zu einer almählichen Durchseuchung der Bevölkerung kommen, mit unabsehbaren Folgen für die Volkswirtschaft. Da werden dann durch Organschäden viele jüngere Menschen gar nicht mehr das Lebensalter der jetzigen "Riskikogruppe" erreichen. Ist das erstrebenswert? Es gibt in meinen Augen keine Alternative zu NoCovid!

Weiter so!?

Mit der Gießkanne konsequent hilflos, halbherzig restriktiv - nein, ich denke, das kann nichts werden!

Warum nicht einfach die Landkreise belohnen (zb durch Impfungen) in denen der Inzidenzwert stabil unter 35 bleibt?

Ladenleerstand und Ladensterben

Wenn wir nicht die Kurve bekommen, die bislang per Verordnung geschlossenen Betriebe wieder zu öffnen, dann werden wir garnicht so viele Hilfsgelder zahlen können wie eigentlich nötig wären, um einen gewissen Grundbestand der Gewerbe zu erhalten. Und wer soll das alles zahlen? Die junge Generation ist heute schon mit einer finanziellen Erblast befrachtet, dass uns mittleren Jahrgängen auch die Grenzen unserer Finanzierungsfreude klar sein müssen. Selbständige aus allen Branchen wissen immer um ihre Existenzrisiken. Fragt man auch den Weftarbeiter, der gerade seinen Job verliert? Oder die Verkäufergruppen oder Honorarlehrkräfte in den Berufsschulen, die auch um ihre Arbeit bangen?- Ausbildungsplätze verwaisen, Auszubildende bangen um den Abschluss. Da müssen wir anpacken. Das ist die künftige Arbeitnehmergeneration. Die muss eine Perspektive bekommen.

Nun ja

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist zufrieden mit der aktuellen Situation in den Kliniken und kann sich Lockerungen der bestehen Corona-Maßnahmen vorstellen. „Die Lage hat sich im Vergleich zum Höchststand der zweiten Welle entspannt“, sagte der designierte Hauptgeschäftsführer Gerald Gaß.

@ 13:09 von Bender Rodriguez

Sie vergaßen in Ihrer Aufzählung die vielen Protestdemos von sog. Querdenkern und anderen Faktenleugnern, die nachweislich zur Virusverbreitung beigetragen haben.

Merkels Paketlösung

"Merkel plant offenbar, mögliche Lockerungen mit umfangreichen Tests zu begleiten."
> Die zustätzlichen Tests lassen die Inzidenz steigen. Die erste Reflexhandlung unserer Politik wird darin bestehen, die Lockerungen sofort wieder einzukassieren.

"Zudem habe sie 'Paketlösungen' für drei verschiedene Bereiche vorgeschlagen - nämlich für persönliche Kontakte, für Schulen und Berufsschulen sowie Sportgruppen, Restaurants und Kultur."
> Die Paketlösung kennen wir bereits: Alles, was die Arbeitskraft der Bevölkerung sicherstellt, muss ermöglicht werden. Alles andere kann warten.

@13:32 von Skywalker

"Bei gestiegener Inzidenz = unmöglich"

Weil Sie das hier so standhaft vertreten versuche ich es noch mal. Wir reden nicht über die heutige Inzidenz. Die muss natürlich niedriger sein, wenn die Zahl der Neuinfektionen niedriger ist.

Wir reden immer über die 7-Tage-Inzidenz, d.h. der Durchschnitt der Inzidenzen der letzten 7 Tage. Und die kann sehr wohl steigen, wenn es einen Tag leicht sinkt, an anderen Tagen aber stärker gestiegen ist.

Es fällt ja auch jeden Tag ein Tag aus dem Durchschnitt heraus, nämlich der Wert von vor 8 Tagen. Und wenn der niedrig war, dann steigt der Durchschnitt.

Machen Sie sich eine Excel-Tabelle und tragen 7 beliebige Werte ein und lassen in einer Zelle den Durchschnitt berechnen. Und dann spielen Sie mal mit den Zahlen herum.

13:39 von perchta

Das wurde hier schon diskutiert, das geht nicht, weil man die Kreise nicht abriegeln kann. Es käme zu Einkaufs-und Sonstigem Tourismus. Und den kann man nicht kontrollieren, weil fremde Kennzeichen heute wunschkennzeichen sein können und ein bloßer „Verdacht „ reicht nicht aus.

Massentests lassen die Zahlen stark steigen.

"Wir werden notfalls auch wieder Einschränkungen beschließen müssen, wenn die Zahlen wie in anderen europäischen Ländern wieder stark steigen." (Müller)

Die Zahlen können nur stark steigen, wenn auch wir irgendwann einmal mit den Massentests anfangen. Österreich und Tschechien haben es vorgemacht - und wurden dafür von Deutschland mit Grenzschließungen abgestraft.

Mit dem Virus leben

- das müssen wir lernen. Eine No-Covid Strategie kann bei Inselstaaten funktionieren wie Neuseeland - aber nicht in Europa.
Nur wer über ein gesichertes Einkommen verfügt kann weiteren Lockdown‘s das Wort reden. Einhalten der Hygiene-Regeln, dann kann man auch lockern.

Die Anzahl der Intensivpatienten ist z. B. viel aussagekräftiger! (derzeit 3.000 - also 0,004% der Bevölkerung). Nur mal so zur besseren Einordnung...

Testung ist kein Patentrezept

Gestern negativ, heute positiv. Vor lauter Eifer übersehen wir, dass ein Testverfahren keine Garantie zum Schutz geben kann, wie man selbst im Bekannten- und Kollegenkreis zu hören bekommt. Und gestern in einer Klinik als Patient eingeliefert, Corona Test negativ. Eigentümliche Symptome entwickelt- zweiter Test auch negativ. Einen Tag später ins Koma gefallen- Diagnose Covid. Und sechs Tage später verstorben. Eine Geschichte, die ich gerade miterlebte. Auch Pflegeienrichtungen gehen hoch, obwohl getestet wurde. Also, was kann ein Test anderes sein, als ein Hilfsmittel. Impfungen werte ich deutlich höher. Und hier werden wir kranke Menschen vorziehen müssen- denn auch junge Menschen in Berufen mit viel Publikum und als Pendler haben Anspruch auf diesen wirksamen Schutz. Wir anderen müssen warten.

@Skywalker @drbashir

Sie erscheinen mir beide wissenschaftlich-mathematisch recht versiert. Was halten Sie denn von dem u.g. Rechenmodell? Könnte dieser Wert schneller einen Umschwung vorhersagen als der reguläre R-Wert?

Der Osnabrücker Arzt Thomas Kochmann hat eine eigene Modellrechnung entwickelt, den „kleinen r-Wert“. Er addiert die Inzidenzen der letzten 7 Tage und dividiert diese durch die Summe der Inzidenzen der 7 Tage davor. Dies erlaube eine schnellere Standortbestimmung sowie schnelleren Ausblick bzgl. der Infektionsentwicklung. (Quelle: NOZ, 20.02.21)

Stufenplan und das Frühwarnsystem erarbeiten : Wieso jetzt ?

Den Stufenplan und das Frühwarnsystem können die Experten mit der Bundesregierung, den MPs, u. d. sonst. Verantwortlichen im Laufe des Jahres 2021 erarbeiten und auf rechtliche Bahnen bringen. Darauf können wir nicht mehr warten. Hier ist die Zeit von den Verantwortlichen im Sommer2020 verplempert worden.

Was jetzt zu erfolgen hat sind die Öffnungen, wie Schulen und Kitas.
Und auch die Außenbereiche von Gaststätten und Restaurants müssen öffnen dürfen.
Dazu Blumenläden (die Gräber müssen jetzt schön gemacht werden), Friseur-Läden ohnehin, dazu auch kleine Kleider-Boutiquen, usw.

lockerung bedeutet mehr coronatote?

ein arrgument, dass nur eine Phrase ist. Wenn man wüßte wo die infektionen geschehen und wie es zu zahlreichen toten außerhalb der krankenhäuser kommen - könnte gehandelt werden - es wieß aber niemand - und lockerung bedeutet micht verzicht auf Vorsicht!

Genau darüber ärgern sich die

Genau darüber ärgern sich die Menschen in unserem Land. Es werden immer neue Ziele formuliert, Grenzwerte neu bestimmt. Selbst die Amstärzte sehen den Wert einer 7- Tageinzidenz nicht als alleinigentscheidend an.

Erinnern Sie sich an die ursprünglich ausgesprochenen Ziele aller grundrechtseinschränkender Maßnahmen?
(Ausgesprochen durch alle maßgeblichen Politiker vor ca. einem Jahr)

Die Ziele sind:
1. Schutz der "Vulnerablen"
2. Verhinderung der Überlastung der Krankenhäuser

Sobald die "vulnerablen" Menschen geimpft sind, wird es kaum noch schwere Verläufe oder gar Todesfälle geben, die Krankenhäuser werden entlastet und somit die ursprünglich ausgegebenen Ziele erreicht sein.
100%igen Schutz wird es leider nie geben, auch nicht gegen Corona oder irgend einer anderen Krankheit.
Sicher ist nur eines: Unsere Wirtschaft ächzt unter der Last.

13:32 von Skywalker

>>Laut Meldung nicht, da sind sie [Neuinfektionen] minimal NIEDRIGER als letzten Montag. Bei gestiegener Inzidenz = unmöglich.<<

Ich will es mal so sagen. Wenn ein Mittelwert über 7 Tage steigt, ist es selbstverständlich möglich, dass ein Tageswert bzw. ein Tagesvergleichswert (Montag zu Montag) unter diesem Mittelwert liegt.

Aber lassen Sie sich davon nicht beirren, ich weiß, was Sie damit ausdrücken wollen.

Die muss eine Perspektive bekommen?

von SirTaki @
Das wird nur ohne die EU und mit einer anderen Gesellschaft etwas werden.

Mit den Regelbrechern und feierwütigen wie jetzt massenhaft am Wochenende zu sehen, wird das nichts mehr werden.

Regeln gelten nur dann wenn ich es für Richtig halte oder einen persönlichen Vorteil davon habe. Rechts vor links in Straßenverker.

14:01 von Steuer.mann

„ und lockerung bedeutet micht verzicht auf Vorsicht!“
Das hätten Sie mal in Großbuchstaben schreiben sollen. Genau das ist der Punkt. Nur leider vergessen unsere Politiker immer wieder darauf hinzuweisen. Deshalb vertieft sich der Eindruck, dass nach der Impfung alle Vorsicht außer acht bleiben kann.

Am 22. Februar 2021 um 13:18 von krittkritt

"Die Inzidenzen seien von Testkapazitäten und dem Testwillen der Menschen abhängig. Dadurch komme es zu Schwankungen, die die infektiologische Lage nicht widerspiegelten" -
__________
Ich würde eine Teststrategie begrüssen, die mehr auf die Menschen, jeden Alters in Alltagssituationen zugeht anstatt darauf zu warten, dass diese (auch wg. Symptomen )
zu Ärzten oder Teststationen gehen.
Warum bringt man die Teststationen nicht ZU den Menschen ? z.B. Parkplätze von Supermärkten, vor Naherholungsgebieten, an Jogging/Radfahrrouten ? Da hätte man einen guten Durchschnitt, die Leute brauchen nicht selbst aktiv irgendwohin gehen, sich anstellen usw.
Wenn auf dem Parkplatz des z.B. Rewe ein Zelt stünde, hätte ich mich längst mal testen lassen (bin erst 1x vor OP gestestet)
Zur Teststation, die irgendwo steht, gehe ich nicht ( auch aus Bequemlichkeit ) das geht bestimmt vielen so. Wenn man Einblick ins Inf.-Geschehen möchte, wäre das aber sinnvoll.

@3:35 von werner1955

"... zusätzlichen Corona toten nicht noch mehr hinzukommen ... Wenn das nicht sicher zu erreichen ist bitte auf Lockerungen sofort verzichten ... "

Oder es wird nach dem Willen der Mehrheit verfahren, welche für die Öffnungen sind.

Und wer das nicht will, bleibt für immer zu Hause und geht niemals mehr vor die Tür.

Am 22. Februar 2021 um 13:22 von SirTaki

Warum man nicht auf leer stehende Gebäude in Hotels, Jugendherbergen, Bürgersäle zurück greift, um ältere Jahrgänge zu unterrichten und die Grundschulklassen dafür in die Schulräume ausweitet, verstehe ich nicht.
___________
Habe ich auch schon überlegt und verstehe es auch nicht.
__________
Aber mehr Tests bringen auch nicht mehr, finde ich.
_________
Ich habe soeben einen Bericht über Covid19 in Israel gesehen. Die testen ÜBERALL. Die unterschiedlichsten Leute. Alte, Junge, auf der Strasse, in Einkaufscentren, in der Gastro usw. man könnte dann auf anonymisierten Listen Daten sammeln hinsichtlich Ort d. Tests, Alter, Beruf und vieles mehr. Da könnte man wichtige Erkenntnisse gewinnen, warum das in DE nicht passiert, ich weiss es nicht. Oder was spricht dagegen ?

Skywalker

7-Tage Inzidenz.

Das bedeutet durchschnitt der letzten 7 tage, im vergleich zu den vorherigen,

Die letzten 2 Tage waren es mehr als in der Woche davor.
Selbst das es heute weniger sind wiegt das nicht auf, womit insgesamt ein Plus und damit ein R-Wert über 1 bleibt
Rein theoretisch Funktioniert das auch mit einem Aussreisser - Maximalstand vor 6 Tagen (z.b. ein einzelner großer Ausbruch dessen Beteiligte alle an einem Tag getestet wurden) und seit dem klaren absinken, es muss in summa nur größer sein als der Vergleichswert.

@13:36 von SinnUndVerstand

"... Und da liegt einer der Gründe, warum wir auf Lockerungen wohl noch warten müssen, denn auch in der Vergangenheit zeigte sich, dass diese Ansammlungen oft zu Hotspots und Virenschleudern wurden ... "

Wie kann das richtig sein ?

Am vergangenen Wochenende waren bei dem schönen warmen Wetter viele Menschen unterwegs und haben sich auch in kleinen Gruppen an schönen Plätzen in der Stadt und in der Natur getroffen.

Und das wird auch in der Zukunft so sein.

Und dann haben wir immer Hotspots ?
Wer glaubt das denn noch ?

um 14:05 von werner1955

Nein, es geht nicht um einfache "Regeln" des Verhaltens. Und auch diese kann man am Ende kaum erzwingen.
Es geht um massive Einschränkungen der Grundrechte, um die Einschränkung der so hart erkämpften Freiheitsrechte.
Die Menschen wollen frei leben und die allermeisten respektieren, daß der Schutz der "Vulnerablen" wichtig ist. Auch darf es nicht zu einer Überlastung der Krankenhäuser kommen. Beides ist selbstverständlich.
Aber:
Ein berührungsfreies Leben hinter einer Maske war bisher immer die Ausnahme. Ein Leben in Angst vor einer Ansteckung ist auf Dauer extrem belastend.

Am 22. Februar 2021 um 13:35 von werner1955

Bitte so das zu den 67.000 tausend zusätzlichen Corona toten nicht noch mehr hinzukommen.

Wenn das nicht sicher zu erreichen ist bitte auf Lockerungen sofort verzichten .
_________
Ich habe das Gefühl, Sie kopieren immer wieder den absolut gleichen Text.
Da Sie keine Garantie, egal, ob mit oder ohne Lockerungen, dafür bekommen werden, dass niemand mehr an Corona stirbt, müssen Sie Alternativen ins Auge sehen ! Desto Impfung, desto weniger Gefahr. Das ist die m.M. nach einzige Lösung.

@13:59 von SirTaki

"... Testung ist kein Patentrezept ... Gestern negativ, heute positiv. Vor lauter Eifer übersehen wir, dass ein Testverfahren keine Garantie zum Schutz geben kann ... "

Schnell-Tests:
Es ist eine Möglichkeit von mehreren Ansätzen einer Strategie gg. Corona. Und das ist völlig unstreitig.
U.v.a. Ländern hat das Australien und Neuseeland vor gemacht.

@SinnUndVerstand - Quellen von Faktenleugner überprüfen!

13:49 von SinnUndVerstand:
"Sie vergaßen in Ihrer Aufzählung die vielen Protestdemos von sog. Querdenkern und anderen Faktenleugnern, die nachweislich zur Virusverbreitung beigetragen haben."

Diesen "Nachweis" würde ich gern mal sehen.

Ihre Behauptung widerspricht nämlich den bisher veröffentlichten wissenschaftlichen Studien, nach denen weniger als 10% aller Infektionen draußen stattfanden.

(Quelle: https://kurzelinks.de/z3te)

@14:00 von Kaneel

Er addiert die Inzidenzen der letzten 7 Tage und dividiert diese durch die Summe der Inzidenzen der 7 Tage davor

Rechnen kann man viel. Was der Wert zeigt ist dann das Gleiche, als wenn man sich einfach auf einer Graphik den Verlauf der 7-Tage-Inzidenzen über die Zeit anschaut; nämlich wie ist es heute im Vergleich zu vor einiger Zeit.

Kann man gerne machen, ist auch nicht falsch, aber mir ist die übliche Graphik lieber.

Der R-Wert ist mir auch zu wenig anschaulich. Der hat auch in der Zeit, in der die Inzidenzen konstant nach unten gingen, täglich geschwankt, mal nach oben, mal nach unten.

Inzidenzen sind, bei all ihren Schwächen, für jeden nachvollziehbar. Jeden Tag eine konstante Zahl von Testungen zu haben ist nicht realistisch. Vor allem, wenn man überwiegend Menschen mit Symptomen und Kontaktpersonen testet. Da muss man natürlich, wenn die Zahl der Infizierten sinkt, weniger testen. Es melden sich dann ja weniger mit Symptomen.

Un die Zahlen, die da sind könnte man auch zur Verfügung stellen

So wäre doch für eine Tagesschau mal das mindeste, die aktuellen Zahlen an den Vorwürfen der Berliner Ärzte zu messen, indem man z.B. die Anzahl der Tests berücksichtigt und in Relation stellt zu den steigenden Inzidenzzahlen oder (noch besser) die Quote der Toten je Infizierten unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Sterbezeit ab Zeitpunkt der Infektion. Das wäre alles möglich und aus meiner Sicht nach einem Jahr immer gleicher Berichterstattung sogar mal ganz informativ :-).

Der entscheidende Satz des

Der entscheidende Satz des Artikels auf Tagesschau.de sollte unterstrichen werden:

"Es sei ein "großer Unterschied", ob bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Menschen über 80 durchgeimpft und alle Infizierten symptomfreie Kinder seien - oder ob vor allem Risikogruppen betroffen seien. Danach müsse man die politischen Maßnahmen ausrichten."

https://www.tagesschau.de/inland/debatte-lockerungen-101.html

Frau Bundeskanzlerin will umfangreiche Tests

Aus dem Artikel:
"... Merkel plant offenbar, mögliche Lockerungen mit umfangreichen Tests zu begleiten ... "

Dann wäre es gut, wenn sie mal darlegt, wie es vor sich gehen soll.

Einfach immer nur Massen-Schnell-Tests einführen, um sich dann zu wundern dass die Infektionszahlen durch die Decke gehen, um dann zu sagen wir machen wieder dicht und zu, kann nicht die Lösung sein.

Vielmehr muss der negativ Schnell-Test als "Zutrittsbefugnis" gelten. Und das muss fortan so sein.

Verbesserungen gehen immer.
Aber später, und auf keinen Fall, auf die Verbesserungen warten ... Und alles schön dicht und zu lassen ...

Re : werner1955 !

Ja man könnte auf Lockerungen verzichten, und alles noch ein paar Monate so laufen lassen, ohne dass die Infektionszahlen wirklich signifikant sinken.
Denn es sind jeden Tag viel zu viele Menschen unterwegs, meistens zur oder wegen der Arbeit, zu Einkaufen, zu Arzt, oder sonst noch ein paar Möglichkeiten.
Aber leider wird vergessen, eben mal genau zu entschlüsseln, wo sind all die Infektionsherde, und diese dann gezielt zu schließen. Auch hätten ALLE sich am Lock Down beteiligen sollen, nicht einen großen Teil der Industrien und Wirtschaft normal weiter laufen lassen sollen, als wäre kein Virus da. Und es gibt bei allen Regelungen zu viele Ausnahmen, die dann zu einer weiteren Gefahr werden.
Ja man kann so weiter machen, dann werden aber sehr viele Betriebe für immer schließen und viele Menschen ihre Arbeit verlieren, weil die Politik und die Lobby einen totalen Lock Down erfolgreich verhindert haben, wegen des Geldes !

@Bod51

"- das müssen wir lernen. Eine No-Covid Strategie kann bei Inselstaaten funktionieren wie Neuseeland - aber nicht in Europa."

Dann erklären Sie doch einmal bitte konkret, welcher Punkt des Strategiepapiers der NoCovid-Arbeitsgruppe nicht umgesetzt werden kann, da Deutschland keine Insel ist. Nennen Sie mir außerdem das Beispiel eines Staates, welches eine NoCovid-Strategie umsetzen wollte, keine Insel ist und damit gescheitert wäre. Erklären Sie mir, wie Vietnam eine NoCovid-Strategie umgesetzt hat, obwohl dieser Staat bekanntlich keine Insel ist.

@Sonnenstern - Hotspot Blumenladen?

13:12 von Sonnenstern:
"Wir diskutieren über schulöffnungen, aber öffnen Blumenläden!"

Und das ist auch völlig richtig so. Die Chance, sich in einem Blumenladen anzustecken ist praktisch null. Dafür sorgen der kurze (und seltene) Aufenthalt, die Maskenpflicht und die geringe Zahl der anwesenden Personen.
Es gibt keinen Grund, solche Läden geschlossen zu halten.

14:26 von Nachfragerin + SinnUndVerstand

Diesen "Nachweis" würde ich gern mal sehen.

@OhneSinnUndVerstand: Mich würde es auch interessieren und bitte nicht mit der Studie der "Bushaltestellen" kommen. die Studie wurde jetzt oft genug von Fachleuten zerrissen.

Die Politik ist sich bis

Die Politik ist sich bis heute nicht einig über das Vorgehen im Lockdown. Es gibt keine Strategie, alles nur Flickschusterei. Ich befürchte: noch drei mal Lockdown - dann ist wieder Weihnachten. Wenn bis dahin nicht viele Existenzen vernichtet sind!

@ 0_Panik (14.22) : Thema Australien und Neuseeland

Die beiden Länder machen uns nichts vor.
Das hatten wir doch schon:

Australien:
25,4 Millionen Einwohner,
3 Einwohner pro km²
Jahreszeit: Sommer

Neuseeland:
4,9 Millionen Einwohner,
18 Einwohner pro km²
Jahreszeit: Sommer

Deutschland:
83.190.556 Einwohner,
233 Einwohner pro km²
Jahreszeit: Winter

Amtsärzte sagen: ...

"... Inzidenzen seien von Testkapazitäten und dem Testwillen der Menschen abhängig. ..."

Testkapazitäten seit KW52 nur zu maximal 60% ausgelastet.
Bitte bei ALM e.V. oder RKI nachlesen.
Rückverfolgung von Varianten
mindestens 8 Wochen zu spät.

Alles Fakten.

14:45 von nachfragerin

Genau diese Diskussion wollte ich nicht, Blumen über Bildung zu stellen. Dann geht das wieder los, ja da und dort infiziert man sich ja auch nicht.

@SirTaki - Man sollte den Virologen besser zuhören.

13:29 von SirTaki:
"Politiker sollten sich nicht auf die springenden Erkenntnisse der Virologen allein verlassen, sondern Entscheidungen treffen, die langfristig wirken."

Genau das passiert schon lange. Unsere Politiker hören nämlich lieber den Wirtschaftsverbänden zu. Die Maßnahmen schonen das Wirtschaftswachstum und haben die langfristige Wirkung, der Bevölkerung einen Dauerlockdown zuzumuten.

Ich bin mir sicher, dass wir mit einer konsequenten Umsetzung der Empfehlungen der Virologen schon weiter wären.

@proehi 14:04, @Skywalker 13:32

Laut Meldung nicht, da sind sie [Neuinfektionen] minimal NIEDRIGER als letzten Montag. Bei gestiegener Inzidenz = unmöglich.

Nicht ganz: Das ist möglich, weil zwei leicht abweichende Berechnungsmodelle vorliegen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist die Zahl der Fälle, die dem RKI am Vortag noch nicht gemeldet wurde. Die 7-Tage-Inzidenz berücksichtigt aber die Zahl der Infektionen mit einem *Meldedatum* innerhalb der letzten Woche. Da nicht immer die gleiche Zeit zwischen Meldedatum und dem Eintreffen der Daten beim RKI vergeht, kann es hier zu leichten Abweichungen kommen, die aber die Gesamttendenz nicht verfälschen.

Ich will es mal so sagen. Wenn ein Mittelwert über 7 Tage steigt, ist es selbstverständlich möglich, dass ein Tageswert bzw. ein Tagesvergleichswert (Montag zu Montag) unter diesem Mittelwert liegt.

Was genau meinen Sie? Wenn ich heute n Infektionen mehr habe als letzten Montag, dann ist das Mittel auch exakt n/7 höher als gestern.

14:09 von Sonnenstern

>>14:01 von Steuer.mann
„ und lockerung bedeutet micht verzicht auf Vorsicht!“
Das hätten Sie mal in Großbuchstaben schreiben sollen. Genau das ist der Punkt. Nur leider vergessen unsere Politiker immer wieder darauf hinzuweisen. Deshalb vertieft sich der Eindruck, dass nach der Impfung alle Vorsicht außer acht bleiben kann.<<

Wenn das der Punkt ist, sind die Coronamaßnahmen um deren Lockerung es geht, in der Konsequenz eigentlich keine Vorsichtsmaßnahmen. Die Frage ist ja eigentlich, wann welche Vorsichtsmaßnahmen unter Beibehaltung der übrigen Maßnahmen zu lockern sind.

Insgesamt verringert sich das Infektionsrisiko der Geimpften signifikant. Weshalb bei entsprechender Durchimpfung Lockerungen unausweichlich sind.

Wo ist da Ihr Problem mit Ihrem vertieften Eindruck?

Coronavirus und mögliche Öffnungen!

Nun es sollte langsam mal ein Plan kommen, der Perspektiven bietet. Was aber immer noch nicht klar benannt wird, wo und wie sich so viele Menschen anstecken. Das ist in meinen Augen fahrlässig und verantwortungslos. denn dies ist ein sehr wichtiges Kriterium, um all die Infektionsherde zu finden, und den Betrieben, die sauber sind und sehr gute Hygiene- Konzepte haben, die Möglichkeit geben, wieder zu öffnen.
Wenn ich sehe, dass in bestimmten gebieten sehr hohe Zahlen sind, dann sollte doch mal ganz genau hingeschaut werden, warum dies so ist.
Nur da sehe ich nichts, was in dieser Richtung getan wird. Irgend wie gewinne ich den Eindruck, dass die rechte Hand nicht weiß, was die Linke so treibt. Da wird es schwierig zu öffnen !

um 13:50 von Nachfragerin


"Merkel plant offenbar, mögliche Lockerungen mit umfangreichen Tests zu begleiten."
> Die zustätzlichen Tests lassen die Inzidenz steigen. Die erste Reflexhandlung unserer Politik wird darin bestehen, die Lockerungen sofort wieder einzukassieren.

Für wie dumm halten sie die Politiker? Immer wieder wird erklärt, dass es eine enorme Dunkelziffer Infizierter gibt. Wenn mehr getestet wird, werden die unerkannten Infizierten schneller ermittelt und können niemanden mehr anstecken. Das ist allen, die die Entscheidungen treffen bewusst.

Impfen, Impfen, Impfen ...

In der jetzigen Situation hilft kein Lavieren mehr, sondern nur noch: Impfen, Impfen, Impfen, Impfen, Impfen, Impfen ...

Und zwar mit den besten Impfstoffen, die es auf dem Markt gibt.

Und wenn der Markt trotz Geld und guter Worte das nicht hergibt, dann eben durch Zwangslizenzen und entspr. Förderung anderer Produzenten.

Zum Wohle der Allgemeinheit.

@bolligru 14:32

"Es sei ein "großer Unterschied", ob bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Menschen über 80 durchgeimpft und alle Infizierten symptomfreie Kinder seien - oder ob vor allem Risikogruppen betroffen seien. Danach müsse man die politischen Maßnahmen ausrichten."

Zum Thema Risikogruppen: Es kristallisiert sich heraus, dass wir LongCovid als eigenständige Autoimmunkrankheit betrachten sollten; man weiß heute noch nicht, ob das irgendwann wieder heilt. Die Risikofaktoren für diese Autoimmunerkrankung sind bisher unbekannt, es betrifft jedoch einen massiven(!) Anteil der Infizierten. Das Problem könnte in Zukunft das größte der ganzen Pandemie werden, auch aus volkswirtschaftlicher Sicht.

14:54 von proehi

Sie haben mich komplett missverstanden. Wenn lockern ohne komplette durchimpfung, müssen trotzdem die Masken im Gesicht bleiben, die AHA-regeln sind weiter einzuhalten. Die Impfung ist-noch- kein Allheilmittel. Auch danach sind diese Maßnahmen weiter Pflicht, wollen wir keinen Rückfall trotz Impfung riskieren. Einfach lesen, was geschrieben wird und nicht zwischen den Zeilen irgendwas suchen.

Lockdown vs. Lockerung

Kleinteilige Diskussionen über Blumen- oder Buchläden führen zu nichts. Erstens haben wir keine Daten zur Infektionsgefahr von beiden und zweitens gilt alles, was man zu einer Gruppe sagt, auch für andere Gruppen.

Jeder Lockdown und jede Lockerung ist immer ein politischer Kompromiss, der selbst bei Schulen, immer noch nicht mit wissenschaftlichen Daten unterlegt ist. Wenn es nur um Reduktion der Infektionen ginge, dann müsste man No-Covid machen. Aber es gibt auch soziale, wirtschaftliche, politische und sonstige Gründe, die in die Entscheidung hineinspielen.

Also sind viele von diesen Statistikdiskussion eigentlich eine Pseudorationalisierung von aus anderen Gründen gewünschten Handlungen. Ansonsten gäbe es keine Erklärung dafür, warum ich in eine U-Bahn darf, aber nicht in eine Bibliothek.

Richtlinienkompetenz gefordert

Die Kanzlerin bestimmt die Richtlinien der Politik - auch Corona betreffend.
Und sie hat dank ihrer wissenschaftlichen Ausbildung die fachliche Kompetenz dafür.

Sie sollte daher dafür sorgen, dass Spahn die im Konsens vereinbarten Prioritäten beim Impfen einhält.

Lehrer und ihre Lobby dürfen sich nicht "vordrängeln" - genau so wenig wie z.B. Politiker.

Die designierten Kanzlerkandidaten und ebenso die in Wahlkampfvorbereitungen befindliche MPs sollten Merkel dabei unterstützen.

um 14:26 von Nachfragerin

>>13:49 von SinnUndVerstand:
"Sie vergaßen in Ihrer Aufzählung die vielen Protestdemos von sog. Querdenkern und anderen Faktenleugnern, die nachweislich zur Virusverbreitung beigetragen haben."<<

von Nachfragerin: Diesen "Nachweis" würde ich gern mal sehen.
Ihre Behauptung widerspricht nämlich den bisher veröffentlichten wissenschaftlichen Studien, nach denen weniger als 10% aller Infektionen draußen stattfanden.

SWR-Aktuell: Die "Querdenken"-Demonstrationen im November 2020 haben dazu beigetragen, dass sich das Corona-Virus innerhalb Deutschlands stark verbreitet hat. Das zeigt jetzt eine aktuelle Studie des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim (ZEW) und der Humboldt-Universität zu Berlin.

Unverständlich

Wie armselig ist eine Gesellschaft welche sich selbst in Angesicht einer Pandemie keine valide Alternative zur Bildung unserer Bevölkerung vorstellen kann, als Alle ein einen großen Raum zu stecken und einen Redeführer vorzusetzen?

Man muss nicht mal mit neuen Konzepten experimentieren, sondern einfach auf etablierte Modelle in der Welt schauen. Egal ob Schweden oder Online-Weiterbildung als Beispiel genommen wird.
Wir, die Bevölkerung, und die Politik müssen umdenken!

Ich erwarte mehr von Unseren Kultusministern. VIEL mehr.
Vor allem mehr Kooperation mit den Gesundheitsministerium. Beides wird sicher gern unterstützt von diversen Universitäten und Studien.
Der Modus-Operandi unserer Regierung ist mir inzwischen unverständlich.
Und falls ich ein falsches Bild davon habe, wünsche ich mir erheblich mehr Aufklärung.

Bildung ist das einzige was uns noch retten kann. Aber das geht nur wenn man diese auch richtig vor-lebt!

@ Esel_85

"Wir können die Risikogruppen noch gar nicht identifizieren." Am 22. Februar 2021 um 13:39 von Esel_85

*

Nach einem jähr weißt man mit großer Genauigkeit, wer auf den Intensivstationen landet. Damit sind Risikogruppen ganz klar.

jetzt zu schreiben, wir könnten Risikogruppen nicht identifizieren ist wie wenn man jetzt das Virus nicht identifizieren könnte.

Ja, es gibt auch junge Sportler unter den Erkrankten, aber diese hatten schon immer ein erhöhtes Risiko bestimmter Erkrankungen, wenn sie übertreiben. ("Sport ist Mord")
Da ist es wichtig zu wissen, dann man nach Corona-Infektion den Sport erstmal nicht normal weitermachen darf, sondern eine Pause braucht und langsam wieder anfängt.

Re : Nachfragerin !

Ja , die Arbeitskraft die soll erhalten bleiben, weil es bei alledem nur um eines geht, ums große Geldverdienen, Geld, Geld, Geld, Geld, und irgend wann am Schluss kommt vielleicht der Mensch.
Dass so viele unter den Beschränkungen leiden, dass Kinder in ihrer Entwicklung gestört und behindert werden, dass mit Sicherheit, wenn nicht bald etliche Bereiche wieder öffnen können, viele ihre Existenz verlieren, viele ihre Arbeitsplätze verlieren, das wird von "Oben" in Kauf genommen. Sind ja nur billige und jederzeit ersetzbare Personen, die später noch billiger wieder vielleicht einen Job bekommen.
Dagegen liest es sich für Oma Merkel bestimmt gut, dass Daimler so viel Geld an Aktionäre ausschüttet.
Und keiner da "Oben" kommt mal auf die Idee, sich nach Alternativen für die Inzidenzwerte um zu schauen, die nicht wirklich ein klares Bild ergeben. So kann man aber halt vieles den Menschen vorlügen !!!

@14:53 von Pyranor

"Wenn ich heute n Infektionen mehr habe als letzten Montag, dann ist das Mittel auch exakt n/7 höher als gestern"

Sie vergessen, dass in die Inzidenz von gestern ein Tag einging (vor 8 Tagen), der heute nicht mehr dabei ist. Und der hatte auch n/7 Einfluss auf den gestrigen Wert. Deswegen macht es einen Unterschied, ob dieser Wert hoch oder niedrig war.

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