Kommentare - Naturschutzrichtline: EU-Kommission verklagt Deutschland

18. Februar 2021 - 15:35 Uhr

Seit Jahren bemängelt die EU-Kommission, dass Bund und Länder systematisch zu wenig Naturschutzgebiete ausgewiesen haben. Weil sich trotz der Mahnungen kaum etwas getan hat, klagt die Behörde nun vor dem Europäischen Gerichtshof.

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Kommentare

Richtig super

finde ich richtig super. Ich werde noch ein wahrer EU-Fan. Endlich schert sich jemand um unsere abgefuckte Scholle.
Etwas spät, denn der Raubbau ist seit dem Krieg, über 70 Jahre eskaliert, aber nicht zu spät, um künftige Täter zur Kasse zu bitten.
Die Gemeinden sind ja dazu übergegangen Wälder einem gnadenlosen Raubbau durch Waldbauern zu unterziehen, anstatt unser Gemeingut zu schützen.

Ich schreibe das, weil ich als Kind noch in einem naturbelassenen Forst spazieren ging. Der Wald ist fort, einem Industrie- und Siedlungsgebiet geopfert worden. In den Nachbargemeinden das gleiche Bild. Weil Wald ja kein Acker ist, kann man dort kostengünstig zuschlagen.... Tesla baut- Wald fort!

Wer Reibach mit dem deutschen Wald macht, das Land zersiedelt und zerstört, statt Naherholung zu ermöglichen, sollte m.A. angemessen zur Kasse gebeten werden. Denn im Kern handelt es sich um systematischen Diebstahl am Volkseigentum - unserer Natur.

Entschuldigung

Für Pilzunkundige: das sollte keine Werbung für Pilze sein.
Laut offizieller Lehrmeinung sind Satanspilz und Frühjahrslorchel sehr giftig.
Auch Grünling gilt inzwischen als giftig ...
(Wie man sie essen kann erkläre ich nicht).

Die "guten" Doppelgänger sind der Frühjahrsmorchel und Flockenstielige Hexenröhrling.
Bitte nur diese beiden sammeln, oben nicht.

Gruß, Wolfgang

Eine Stadt wie Hamburg

die nicht in der Fläche wachsen kann,hat trotzdem einen sehr hohen Baumbestand zu verzeichnen.Das ist für die Bewohner sehr lebenswert.

@Wolfgang GA 17:05

"von zu schützenden Gebieten haben wir in D:
- 106 Naturparks mit ca. 27% Fläche von D;
- 16 Nationalparks mit ca. 0,6% Fläche von D;
- 8.883 Naturschutzgebiete mit ca. 6,3% ...

Tja, wenn das nicht reicht, dass mehr als 1/3 der Landfläche von D besonders geschützt wird, dann fällt mir auch wenig ein."

Liegt daran, dass Sie da etwas falsch verstanden haben.

Die Naturparks, die in Ihrer Auflistung den Löwenanteil ausmachen, sind nicht das, was die EU in der FFH besonders schützen möchte.
Sie sind auch keine "besonders geschützten" Gebiete, so dass dann in Ihrer Aufstellung nur noch 6,9% der Landesfläche übrigbleiben, was nicht viel mit den 10% zu tun hat, die vorgeschrieben sind.

@18:21 von Wolfgang GA: klassisches Selbsttor

"Also ein klassisches Selbsttor. Vertrieft, vergessen, ignoriert - egal."

Da muss die EU aber auch mal ein bisschen Verständnis für Deutschland haben. Schießlich hatte Deutschland nur 20 Jahre Zeit, um die Richtlinie umzusetzen.
Seit der Einleitung des Strafverfahrens sind auch nur 6 Jahre vergangen.

Wer soll denn in einem Vierteljahrhundert eine Richtlinie zum Naturschutz umsetzen? Das kann man gar nicht schaffen, wenn die Wirtschaft brummen soll und die Landwirtschaft EU-Export-Champion sein will.

Wer Ironie findet, darf sie behalten.

@schiebaer45 20:26

"Eine Stadt wie Hamburg die nicht in der Fläche wachsen kann,hat trotzdem einen sehr hohen Baumbestand zu verzeichnen.Das ist für die Bewohner sehr lebenswert."

Ja.
Und das hat jetzt mit dem Artikel was genau zu tun?

Oder haben Sie damit für mich unerkennbar auf einen anderen User geantwortet?

19:27 von Tada

«Bevölkerung: Beispiele
Deutschland: 83.190.556
233 Einwohner pro km²

Finnland: 5.536.146
16 Einwohner pro km²»

Japan: ± 127 Mio.
Landesfläche: ± 1,05x so groß wie DEU
336 Einwohner pro km²

Durchschnittlich 336.
Tokyo-City (± 9,5 Mio. Einw.): 15.327

Waldfläche ± 66% der Landesfläche.
75% Fläche unbesiedelbar wegen Vulkan & Kumpan.
Waldfläche Rang 2 weltweit hinter Finnland.

Aber Naturwald, dass man vor lauter Staunen den Mund gar nicht mehr zu bekommt. Bären, Affen, Vögel … man glaubt es kaum.

Oft sind es schlicht geographische Gegebenheiten, die auch sehr über Natur- & Landschaftsschutz mit enzscheiden. Nicht überall gibt es hohes Bergland, das wie mit Kunstrasen bis über die Berggpfel mit Wald überzogen ist. Wo mitten im Berg ein Mund klafft, der 100 m hoch den Wasserfall ausspuckt.

Für die Natur ist es unschätzbarer Vorteil, ist das Land wildes Vulkanland.
Mega-toll wie nirgendwo in Europa.

Ca. 63 Mio. Menschen in 2 Mega-Cities ist dann aber ganz anders "Gegenpol".

um 20:07 von Quakbüdel Pessimist001

Hatten wir in Deutschland alles schon. Es hieß Nachkriegszeit - und ich kann mich gut daran erinnern. Ganz offensichtlich war die damalige Menschheit damit auch nicht zufrieden - sonst sähe die Welt noch heute so aus. Probieren Sie den neuen, alten Lebensstil gern mal ein paar Jahre aus - und dann berichtes Sie nochmal.

#
Auch ich bin in der Nachkriegzeit aufgewachsen.Kein Heizung im Winter,nur in der Küche war der Herd an. Eisblumen an der Fenstern so das wir mit dem warmen Daumen ein Guckloch gemacht haben um zu sehen ob Schnee gefallen ist. Brennholz im Wald suchen und auf dem Buckel nach Hause tragen und noch viele unschöne Dinge habe ich als Kind noch in Errinnerung.

19:29 von schabernack

Stuttgart ist so was "Stadt im Talkessel" im mäßig hohen Bergland. Die Stadt kann nicht nach allen Seiten "auswuchern". Aber mehr ins Umland wuchs auch Stuttgart in den letzten Jahrzehnten.
.

es gibt nicht nur die Stuttgarter Innenstadt, den Talkessel.
Möhringen, Vaihingen, Degerloch, Sillenbuch, der Killesberg wären auch zu nennen
oder die anderen Stadtteile im Norden oder auch Ecken mit wunderschöner Blick über den Neckar,
Rotenberg, Uhlbach
kenne mich jetzt in Köln nur begrenzt aus
aber das Bergische Land sieht doch ganz nett aus

17:07 von Pessimist001

von was reden sie
wo werden Teiche und Feldwege umgepflügt ?
der Waldanteil wächst in Deutschland

um 20:32 von

um 20:32 von DrBeyer
@Wolfgang GA 17:05
...
>>...
Liegt daran, dass Sie da etwas falsch verstanden haben.
Die Naturparks, die in Ihrer Auflistung den Löwenanteil ausmachen, sind nicht das, was die EU in der FFH besonders schützen möchte ...<<
Ich glaube nicht, dass ich etwas falsch verstanden haben. Vllt. hätten Sie meinen Beitrag zu Ende lesen sollen.

Gruß, Wolfgang

18:43 von Bender Rodriguez

"Bei uns gibt es kein Bauprojekt ohne massives Ringen um den Umweltschutz.
Das ist einzigartig. Das kenne ich aus keinem anderen EU Land."

Große Bauprojekte mussten vom Vorhabenträger über lange Zeit VOR deren Verwirklichung nach 1. Sinnhaftigkeit, 2. Rechtmäßigkeit und 3. Finanzierbarkeit überprüft werden. Als 4. Säule ist seit 1990 auch die Umweltverträglichkeit hinzugekommen. Das macht die Prüfung insgesamt gewiss nicht einfacher sondern unbequemer. Es vermeidet aber, dass sich der Vorhabenträger bei der Durchführung des Projekts verhalten kann wie die buchstäbliche Axt im Walde. Seien wir lieber froh, dass zwischen unseren tollen (und meist unrentablen) Flughäfen wegen solcher Auflagen auch noch ein bisschen Natur zu finden ist.

Übrigens: Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist auch in allen anderen EU-Ländern etabliert.

20:01, Wolfgang GA @19:30 von fathaland slim

>> Ich meinte wirklich Satanspilz; esse ihn seit vielen Jahren.<<

Glaube ich nicht.

Schlagen Sie den mal nach, der ist giftig. Der einzige bekannte sicher giftige Röhrling.

20:45 von Sisyphos3 / @schabernack

«kenne mich jetzt in Köln nur begrenzt aus
aber das Bergische Land sieht doch ganz nett aus.»

Das Bergische Land ist ganz toll.
Ein Juwel vor der Tür für alle Kölner rechts vom Rhein.

Ist auch viel zu kleinteilig-bergig für großflächig angelegte Landwirtschaft.
Ganz toll zum Wandern, und mit den kleinen Flüssen auch ganz toll zum Paddeln. Gerade das, was ich beides ja sehr mag.

Von Bergisch-Gladbach-Bensberg gibt es den allerschönsten Ausblick auf die Kölner Bucht mit großer Stadt, den man überhaupt nur finden kann.

@Wolfgang GA 20:47

"Ich glaube nicht, dass ich etwas falsch verstanden haben. Vllt. hätten Sie meinen Beitrag zu Ende lesen sollen."

Habe ich.
Ich fand nur Ihre Schlussfolgerung mit dem 1/3 besonders geschützter Fläche ziemlich verwegen.

Aber wie auch immer - man könnte sicher mal nachfragen, wie das mit der Ausweisung ist.

Ich habe mal kurz in den Wikipedia-Artikel zum Thema "Naturpark" reingelesen und dabei herausgefunden, dass Naturparks z.T. auch aus Landschafts- und Naturschutzgebieten bestehen.
Denken Sie nicht, dass solche zu Naturparks gehörenden Naturschutzgebiete bereits nach FFH ausgewiesen sind?

Und alle anderen Gebiete müssten ja erst noch umgewidmet werden (oder wie das heißt), mit dem ganzen rechtlichen Rattenschwanz bzgl. Nutzung etc.

Das und die fehlenden Ziele wurden ja von der EU angemahnt.

Worauf ich damit hinauswill: Ich könnte mir vorstellen, dass alle Gebiete, die man ausweisen könnte, auch ausgewiesen wurden, erst recht nach dem Beginn des Vertragsverletzungsverfahrens.

20:20, Wolfgang GA

>>Für Pilzunkundige: das sollte keine Werbung für Pilze sein.
Laut offizieller Lehrmeinung sind Satanspilz und Frühjahrslorchel sehr giftig.
Auch Grünling gilt inzwischen als giftig ...
(Wie man sie essen kann erkläre ich nicht).

Die "guten" Doppelgänger sind der Frühjahrsmorchel und Flockenstielige Hexenröhrling.
Bitte nur diese beiden sammeln, oben nicht.

Gruß, Wolfgang<<

Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, daß Sie wirklich den Satanspilz meinen. Den habe ich in meiner gesamten Pilzkarriere nur einmal gefunden, in der Nähe von Göttingen. Es gibt auch noch den Netzstieligen Hexenpilz, der ist auch lecker und sieht dem Satanspilz, welcher allerdings einen fast weißen Hut hat, entfernt ähnlich.

Der Grünling wurde übrigens noch bis vor wenigen Jahren auf Märkten in Berlin verkauft. Ich esse ihn seit vielen Jahren.

Gruß, Christian

um 21:06 von fathaland

um 21:06 von fathaland slim
20:01, Wolfgang GA @19:30 von fathaland slim
>> Ich meinte wirklich Satanspilz; esse ihn seit vielen Jahren.<<

Glaube ich nicht.
Schlagen Sie den mal nach, der ist giftig. Der einzige bekannte sicher giftige Röhrling.
_________
Müssen Sie auch nicht glauben. Ich weiß, was ich essen kann und gut vertrage - vllt. hilft es ja gegen Covid-19?
Zubereitung von russischem Partner gelernt - ebenso wie Fliegenpilz und Frühjahrslorchel.

Gruß, Wolfgang

20:47 von Sisyphos3

«der Waldanteil wächst in Deutschland.»

Der Waldanteil in % an der Gesamtfläche des Landes ist in Deutschland in den letzten 20 Jahren so gut wie unverändert.

Bei ± 33% … zählt man alles als "Wald", bei dem im Personalausweis:
"Gruppe von Baum … und nicht im Garten" drin steht.

Veränderungen sind seither bei 0,x% hinter dem Komma.
Von min. 32,1 bis max. 33,9%.

@ Wolfgang GA um 19.28 Uhr Ketchup aus China

"Schock erhielt ich bei Abfüllanlagen. Unterschiedliche Gläser, Etiketten in div. europäischen Sprachen. Chinesen und Uighuren stolz: fast 80% nach Europa und USA.
Darunter auch bekannte italienische Produkte - natürlich BIO. Made in Italy."

Eindrucksvoll, wie Sie das schildern. Es bestärkt mich darin, möglichst kein Fertigfutter zu kaufen.
Ich war noch nie in China, aber das mit den Tomaten ist mir bekannt. Und ich bin etwas vertraut mit den Transportbedingungen in See-Containern über viele Wochen. Da gammelt das eine oder andere Produkt vor sich hin. Seit ich weiß, dass das italienisches
Tomatenmark, die geschälten Tomaten und "italienischen" Pizzasaucen aus China kommen, verzichte ich gerne darauf und kaufe im Winter nur noch niederländische, frische Tomaten. Die sind inzwischen viel besser als ihr Ruf.

20:00 von schabernack

Wusste schon immer, dass man Magier oder Dämon sein muss, um den Pilz zu jagen und zu erlegen. Aber da gibt es ja auch andere Jagdreviere neben dem Grünwalder. Sicherlich eine sehr interessante Kentnis … das Wissen über den Pilz im Wald. Durch den Wald streifen wird nochmal interessanter, wenn man was kennt, was man ganz gezielt suchen kann.

Pilzkunde würde ich mir gerne in den nächsten Jahren aneignen. Da Sie es ja so mit den Bären haben: es gibt da etwas, das ich im Wald sammele mit dem Tiernamen darin enthalten. Mögen manche gar nicht, ich sehr gerne in vielerlei Verarbeitungsformen.

20:45 von Sisyphos3

«es gibt nicht nur die Stuttgarter Innenstadt, den Talkessel.
Möhringen, Vaihingen, Degerloch, Sillenbuch, der Killesberg wären auch zu nennen …»

Im Degerloch spielen die Stuttgarter Kickers Fußball.
Auf dem Killesberg wohnt der Millionär.
Möhringen sagt mir nichts.
Aber ich nehme an … dort wohnen die Möhren.

Als Kind war ich gar nicht selten in Stuttgart.
So gut wie immer 1x im Jahr im Sommer.
Dort wohnte ein älterer Teil der Verwandtschaft.
Deren Großteil in Heilbronn lebte.
Der Teil in Stuttgart ist aber inzw. fast vollständig verstorben.

«… oder die anderen Stadtteile im Norden oder auch Ecken mit wunderschöner Blick über den Neckar …»

Der Neckar abseits vom Neckar-Kanal ist ein sehr schöner Fluss.
Viele schöne Ufer-Wiesen mit Trauerweiden.
Sehr schöner Fluss zum Paddeln.

Was mich aber schon immer irritiert hat.
War das Schwäbische. Als Kind brauchte ich immer Dolmetscher, die mir verklickerten, was die älteren Schwaben gerade gesagt hatten.

@fathaland slim - 21:06

@Wolfgang GA:
>> Ich meinte wirklich Satanspilz; esse ihn seit vielen Jahren.<<

"Glaube ich nicht.

Schlagen Sie den mal nach, der ist giftig. Der einzige bekannte sicher giftige Röhrling."

Vielleicht hat der User für diesen Pilz eine besondere Art der Zubereitung, wie man sie zum Beispiel vom Fugu-Fisch aus Japan kennt...?

Auf das Rezept würde ich aber dann doch gerne verzichten, weil der Pilzbestand noch so umfangreich ist, dass man nicht zwingend auf Giftpilze ausweichen muss.

21:25, Wolfgang GA

>>Zubereitung von russischem Partner gelernt - ebenso wie Fliegenpilz und Frühjahrslorchel.<<

Fliegenpilze sind, entgegen ihrem Ruf, nur sehr wenig giftig.

Russen haben sehr viel Erfahrung, was Pilze betrifft, und auch ganz tolle Rezepte. Leider vergiften sie sich in Deutschland aber gerne am Grünen Knollenblätterpilz, denn den gibt es zumindest im östlichen Russland nicht. Da sammelt man gerne den gelben, den es hier auch gibt. Ich finde ihn allerdings wenig schmackhaft. Dummerweise schleicht sich, wenn man den sammelt, auch ab und zu mal ein grüner ins Körbchen. Und ein einziger reicht...

Pilze sind wirklich ein faszinierendes Thema. Ich danke der Moderation, daß sie uns diesen kleinen etwas themenfremden Exkurs erlaubt hat.

Andererseits geht es ja um Naturschutz, und da gehören Pilze definitiv hinein.

Vielleicht treffen wir uns ja mal im Wald. Wenn es einen feuchten April geben sollte, wird man mich in den brandenburgischen Waldbrandgebieten finden. Auf Morchelsuche.

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