Naturschutzrichtline: EU-Kommission verklagt Deutschland

Kommentare

Widerspruch vieler Interessen

Gleichzeitig wird Wohnraum benötigt, die Bevölkerung muss ernährt werden, sprich die Landwirtschaft braucht Fläche, usw. ... woher soll es denn kommen?

Vielleicht sollte man die Nahrungsmittelexporte einstellen (Schweinezüchtung verbraucht nicht nur Fläche, verschmutzt zudem das Grundwasser). Den Schaden kann man den Landwirten ausgleichen, wird vielleicht noch günstiger, als eine Strafe vom EU-Gerichtshof.

Vielleicht sollte man die Selbstbestimmung zu Themen, die man nicht erfüllen kann/will, nicht abgeben, sonst wird man noch verklagt dazu.

Geht es ums Geld oder um Naturschutz?

"Es geht um die Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Erhaltung natürlicher Lebensräume sowie zum Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen."
Aha. Und dann weiter? Soll das so werden wie beim Emissionshandel? Ich peste in der Luft rum und bezahle einen anderen Staat dafür, dass er das auf seine Kappe nimmt?

Wonach richtet sich das Ausweisen von Naturschutzgebieten überhaupt? Hoffentlich nicht nach der Fläche, denn wir sind ein dicht besiedeltes Land.

In Deutschland wohnen inzwischen sehr viele Menschen, die brauchen natürlich mehr Fläche als z.B. die BürgerInnen in Portugal, Island oder Finnland.

Geht es vielleicht nur ums Geld? Fläche lässt sich nicht vermehren. Sollen wir evtl andere Staaten dafür bezahlen, dass sie für uns Naturschutzflächen ausweisen, so wie das im Emissionshandel geschieht?

"Wirtschaftsinteressen" Vorrang vor der Erhaltung von Lebensraum

einzuräumen ist in Deutschland in der Tat "allgemeine Praxis":

„In allen Bundesländern und auf Bundesebene sei es "allgemeine und anhaltende Praxis" gewesen, keine oder keine messbaren Naturschutzziele für die einzelnen Gebiete festzulegen.
>> "Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Qualität und Wirksamkeit der zu ergriffenen Erhaltungsmaßnahmen".
2015 hatte die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet, die Bedenken konnten im Laufe der Jahre nicht ausgeräumt werden. "Brüssel [habe] seine Forderungen 2019 noch einmal unterstrichen. Seitdem habe Deutschland (…). Mittlerweile sei die Frist "in einigen Fällen vor mehr als zehn Jahren abgelaufen"

Was bleibt der EU-Kommission da noch anderes übrig als zu klagen.

„Im Fall einer Verurteilung Deutschlands durch den Europäischen Gerichtshof drohen hohe Strafzahlungen“

Damit lässt sich das wegen des Verlusts seiner Lebensräume oft unwiederbringlich verlorene Flora-Fauna-Habitat nicht wiederbeschaffen.

15:59 von Giselbert

Gleichzeitig wird Wohnraum benötigt, die Bevölkerung muss ernährt werden,
.
eigentlich sinkt ja unsere Bevölkerung
da braucht man dann statt mehr weniger Wohnraum
und muß man Schweine für den chinesischen Export mästen
sie schreiben es ja, versaut das Grundwasser

Naturschutzrichtlinie: EU-Kommission verklagt Deutschland....

Wer hätte das gedacht ? Liegt Deutschland in Sachen Naturschutz doch nicht ganz vorne ?
Dabei haben Wald- und Naturschutzgebiete eine wichtige Funktion für die Luft(CO2-Abbau) aber auch das Grundwasser. Und den Erhalt der Artenvielfalt.

Der Hambacher- Grünheider und Dannenröder Wald lassen grüßen.

@ 16:03 von draufguckerin

"Geht es vielleicht nur ums Geld? Fläche lässt sich nicht vermehren. Sollen wir evtl andere Staaten dafür bezahlen, dass sie für uns Naturschutzflächen ausweisen ..."

Interessanter Gedanke, dass es nur ums Geld geht .... Klar, einem nicht so dicht besiedelten Land fällt es bestimmt leichter solche Flächen auszuweisen. Gerechtigkeit müsste anders aussehen, Hintergrundinfo hierzu wäre nützlich.

@ 16:19 von Sisyphos3

"eigentlich sinkt ja unsere Bevölkerung
da braucht man dann statt mehr weniger Wohnraum"

Leider ist der Wohnraum dort wo er nicht benötigt wird, ist ja nicht umsonst vielerorts Wohnungsnot!

Außerdem, wie kommen Sie darauf, dass die Bevölkerung in D sinkt? lt. Wiki 2015=82.176.000 und
2020=83.191.000

16:21 von Bernd Kevesligeti

>>Dabei haben Wald- und Naturschutzgebiete eine wichtige Funktion für die Luft(CO2-Abbau) aber auch das Grundwasser. Und den Erhalt der Artenvielfalt.<<

Das ist vollkommen richtig.
Ist Ihnen eigentlich bekannt dass die Waldfläche in Deutschland seit vielen Jahren zunimmt?

@Nettie, 16:10 (Korrektur des letzten Absatzes)

Damit (hohen Strafzahlungen bzw. Geld) lassen sich die wegen des Verlusts ihrer natürlichen Lebensräume oft unwiederbringlich verlorenen (und wegen der Nichteinhaltung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie durch die Regierung anhaltend immer weiter verloren gehenden) Tiere, Pflanzen und ursprünglichen Landschaftstypen nicht wiederbeschaffen.

Gewohnheiten

Es schleicht sich so ein wenig Gewohnheit ein. Hier 30 Jahre zu spät (Grundwasser), jetzt mal 10 Jahre. Die " Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen" auf deren Existenz die Forderungen fussen, ist natürlich noch etwas älter.
An der EU scheitert es also nicht. Die Quantität ist vorgeschrieben , die Qualität macht Arbeit. Arbeit , die wohl jedem der verschiedenen Umweltminister scheinbar zu viel war.
Da spielen wohl auch die Regeln der GroKos mit hinein, die bei jedem Einwurf eines anderen Ministeriums zur Untätigkeit verdammen. (siehe Schmidt , Christian )

Steuergeld zur Zahlung der Strafen scheint ja genügend vorhanden zu sein.

16:21 von Bernd Kevesligeti

Wer hätte das gedacht ? Liegt Deutschland in Sachen Naturschutz doch nicht ganz vorne
-
erstaunlich
wo wir uns doch hierzulande so loben
CO2 8,4 Tonnen/Bürger
die Frankreicher und Eidgenossen 4,5 bzw. 4,2 Tonnen/Bürger
selbst die vielgescholtenen Polen mit ihrer Kohle nur 7,5 t

Wo sollen denn die Flächen für den Naturschutz in D. herkommen

Die meisten Flächen sind bebaut oder sind Äcker oder sind sonst in Privatbesitz.

Welche Flächen hat denn D. überhaupt in Staatsbesitz, um überhaupt - zusätzliche Natuschutzgebiete ausweisen zu können ?

Oder sollen jetzt Äcker oder sonst. landwirtschaftlich genutzte Flächen auf ein mal Naturschutzgebiet werden ?

Wie soll das Alles gehen ?
Wie stellt sich die EU-Kommission das denn vor ?

Peinlich - Klima ...

Echt peinlich, daß Naturschutz und Klimaschutz so blockiert werden. Und mit bösen folgen!

-Soll ich mich freuen, daß Glyphosat noch einige Jahre lang auf die Äcker gegossen wird?

Es gibt Bio-Lebensmittel zu kaufen - es geht also! Toll! Es geht also auch ohne Gift. Warum es anders machenen.

Noch ein paar Gedanken:
Der Klimawandel beschleunigt sich. Immer wieder muß die Prognose korrigiert werden. Wir müssen jetzt (!) alles tun, was uns noch retten kann. Nicht irgendwann, nicht 10%, nicht 50%.
100% !
Warme Jacke statt Heizen.
Laufen statt fahren.
Radfahren statt Urlaubsflieger.
Reparieren statt neu kaufen.
Keine Überproduktion, kein Müll.
3G statt 5G.
Frieden statt Krieg.
Bio Gemüse statt rücksichtsloser Fleischproduktion.
Taschenlampe statt Flutlicht.
Licht aus und im Einklang mit der Natur leben.
Natur statt Autobahn.
...

@Bernd Kevesligeti - 16:21

"Der [...] Grünheider [...] Wald lassen grüßen."
Sie meinen die erntereife Kiefernplantage?

von Tremiro 16:32

Ganz so toll kann es aber nicht sein. Denn warum verklagt die EU-Kommission dann Deutschland ?
Und was ist mit den drei genannten Wäldern ?

Eine große Vielfalt

von zu schützenden Gebieten haben wir in D:
- 106 Naturparks mit ca. 27% Fläche von D;
- 16 Nationalparks mit ca. 0,6% Fläche von D;
- 8.883 Naturschutzgebiete mit ca. 6,3% ...

Tja, wenn das nicht reicht, dass mehr als 1/3 der Landfläche von D besonders geschützt wird, dann fällt mir auch wenig ein.

Aber wir haben ja "eine Ministerin, die keiner kennt", Frau Svenja Schulze (so die DW, 12.03.2018). Vielleicht sollte man die Dame mal fragen, ob ggf. einige Flächen, die der FFH-Richtlinie der EU entsprechen, auch entsprechend ausgewiesen sind - allerdings nicht ordentlich an die EU gemeldet wurden?

Sehr mysteriös ... oder haben Frau Schulze und ihre Vorgängerinnen das einfach nur vergessen oder ignoriert?
Die FFH-Initiative der EU wurde übrigens von D eingebracht und 1988 beschlossen.

Gruß, Wolfgang

Landwirtschft

Auf den Äckern werden die ehemaligen Teiche, Feldränder, Feldwege ... umgepflügt. Bäume an den Feldwegen und Baumgruppen, ... Reste Natur, wurden und werden vernichtet.
Könnte man diese kleinen Flächen nicht unter Naturschutz stellen?
- und jeden Wald! Jede Wiese. Baustop auf jeder naturnahen Fläche.

Ohne den Einfluß, den die

Ohne den Einfluß, den die Agrarpolitik jedes Staates der EU auf die Richtlinien des FFH haben, ergibt ein Blick auf die Missstände nur halbe Relevanz. Daß die Parteifreundinnen von der Leyen und Klöckner in der Angelegenheit wenig Bewegung zugunsten des Natur/Landschaftsschutzes bevorzugen, verwundert nicht.

Am 18. Februar 2021 um 16:51 von Pessimist001

"Warme Jacke statt Heizen.
Laufen statt fahren.
Radfahren statt Urlaubsflieger.
Reparieren statt neu kaufen.
Keine Überproduktion, kein Müll.
3G statt 5G.
Frieden statt Krieg.
Bio Gemüse statt rücksichtsloser Fleischproduktion.
Taschenlampe statt Flutlicht.
Licht aus und im Einklang mit der Natur leben.
Natur statt Autobahn."

Na dann, als erstes Computer und Internet aus, kein Strom mehr, dafür enger zusammenrücken, .... Ich bin gespannt, ob Sie dies durchziehen wollen.

Netz von Naturschutzgebieten einrichten.

Die Sache ist doch ganz einfach. Siehe:

RL 92/43/EWG :
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A31992L0043

oder konsolidiert inkl. RL 2013/17/EU:

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A01992L0043-…

... Spass beiseite, wer kennt sich hier wirklich aus und kann es erklären?
(Klar habe ich ganz oberflächlich hineingepickt, aber um so eine fachfremde Richtlinie zu verstehen brauche ich lange.)

Am 18. Februar 2021 um 17:07 von Pessimist001

"Könnte man diese kleinen Flächen nicht unter Naturschutz stellen?
- und jeden Wald! Jede Wiese. Baustop auf jeder naturnahen Fläche."

... und Ihr Essen bekommen Sie mit dem Ruderboot über den Ozean geliefert?

16:21 von Bernd Kevesligeti

«Wer hätte das gedacht ?
Liegt DEU in Sachen Naturschutz doch nicht ganz vorne ?»

Wer nahm denn jemals an, DEU läge beim Naturschutz "ganz vorne"? Ist auch nicht im ganzen Land einheitlich. Westl. von Köln Richtung Aaachen / BEL / NL nicht so toll. An der Seenplatte in Meck-Pomm ist es toll.

«Dabei haben Wald- & Naturschutzgebiete eine wichtige Funktion für die Luft (CO2-Abbau) aber auch das Grundwasser. Und den Erhalt der Artenvielfalt.»

Gerade darum geht es beim Verfahren. Waldfläche gibt es in DEU gar nicht so wenig. Ca. 33% der Landesfläche sind Wald. Für ein eng besiedeltes Industrieland sogar ein richtig guter Wert im internat. Vergleich.

«Der Hambacher- Grünheider und Dannenröder Wald lassen grüßen.»

Grünheider Wald war Kiefern-Monokultur = Forst statt Wald.
Da wird ersatzweise neuer Forst gebaut.
Alle 3 Waldflächen sind eher klein-symbolhaft.

"Ganz vorne" mit Wald ist Japan. Ca. 66% der Landesfläche.
Es gibt viel zu wenige Vulkane in DEU, die Natur schützen.

17:05 von Wolfgang GA

>>Tja, wenn das nicht reicht, dass mehr als 1/3 der Landfläche von D besonders geschützt wird, dann fällt mir auch wenig ein.<<

Knapp vorbei, es geht nicht um die Menge sondern um die Qualität, bzw. Qualitätsmarkierung.

Aus dem Artikel:>>In allen Bundesländern und auf Bundesebene sei es "allgemeine und anhaltende Praxis" gewesen, keine oder keine messbaren Naturschutzziele für die einzelnen Gebiete festzulegen. "Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Qualität und Wirksamkeit der zu ergriffenen Erhaltungsmaßnahmen."<<

Es wurde also versäumt, zu benennen, was man da eigentlich zu schützen beabsichtigt, statt mittels greenwashing einfach mal ein Gebiet auszuweisen und bei Bedarf ggf. wieder umzuwidmen. Die Verantwortlichen haben nicht einfach gepennt, sondern sich bei ihren Versäumnissen durchaus etwas gedacht. Wenn man also eine bestimmte Pflanze schützen will und das so festlegt, ist eine spätere Nutzung zum Schaden der Pflanze kaum möglich

Hier bin ich froh, dass es die EU gibt.

gefällt mir auch nicht, mache ich aber

Am 18. Februar 2021 um 17:15 von ex_Bayerndödel
Am 18. Februar 2021 um 16:51 von Pessimist001

... gefällt mir auch nicht ex- Bayerndödel. Scheint mir jedoch notwendig.
- ich bin schon weg!
(Energiesparen)

Windparks

Wir sind ein dicht besiedeltes Land und brauchen Platz für Wohnraum, Landwirtschaft und natürlich Naturschutz! Alles schon ganz schön eng! Aber wir haben noch gar nicht über die Vorrangsgebiete für Windparks gesprochen?! Da sollen ja auch noch etliche dazu kommen. Sonst schaffen wir unsere Klimaziele nicht. Aber wie das alles mit Natur- und Artenschutz zusammen passen soll, ist mir schleierhaft! In Deutschland entstehen Windparks in direkter Nähe zu Naturschutzgebieten, Luftlinie 2 km. Ich glaube nicht, dass sich Bienen, Fledermäuse, Kraniche, Störche oder Greifvögel unmittelbar an die Grenzen eines Naturschutzgebietes halten. Die werden leider immer wieder Opfer von Windrädern! Wir müssen uns glaube ich echt mal überlegen, was wir wollen!
Oder heiligt der Zweck die Mittel?

von schabernack 17:26

Im Fall Grünheide ist von 83 Hektar die Rede. NABU und Grüne Liga sind gegen die Abholzung. Und auch eine Bürgerinitiative. Auch vor Gericht.
Und natürlich- "da wird neuer Forst aufgebaut". Nur nicht in der Realität.

17:03 von Bernd Kevesligeti

Und was ist mit den drei genannten Wäldern ?»

Nicht ganz umsonst heißen der Hambacher und der Dannenröder nicht "Wald" sondern "Forst". Der Grünheider war Kiefern-Spargelstangen in zum Ernten angebaut.

Im Hambacher standen auch alte Bäume mit recht großer Artenvielfalt. Kenne ich, dieses Waldstück. Ist ja fast bei mir vor der Tür in Köln. Braunkohlebagger gucken fahren waren wir schon als Kinder in der Grundschule im Fach: "Heimatkunde".

Über den Dannenrödr weiß ich ganz wenig. In erster Linie nur, dass da eine Autbahn durchführen soll, die Verkehr bündeln soll, der bisher auf anderen Strecken durch die Gegend fährt.

Das ist ja auch nicht immer besser, die Ungegend in allen möglichen Orten mit PkW und LkW zu verseuchen. Dauernd durch die Ortschaften fahren mit bremsen müssen, und wieder anfahren. Ist gar nicht besser für Umwelt und CO2.

Wald ist nur ein Faktor beim Umweltschutz. Beim hier ins Auge gefassten nur der kleinere Teil. Setzen Sie mal die 3 Waldflächen in Relation.

16:32 von Tremiro

>>Ist Ihnen eigentlich bekannt dass die Waldfläche in Deutschland seit vielen Jahren zunimmt?<<

Dass die Waldfläche in Deutschland z.B. von 2002 bis 2012 um 0,4% zugenommen hat, hat allerdings keinerlei Einfluß auf den Natur- und Artenschutz. Wenn ein uralter Wald mit sehr hoher Diversität an Pflanzen und Tieren abgeholzt wird und an anderer Stelle durch Neuaufforstung einer Monokultur ersetzt wird zählt das als Wald, aber nicht als Naturschutz.

Deshalb klagt die EU-Kommission. Wenn man den alten Wald als Naturschutzgebiet ausweist, in dem etwas besonders seltenes und nicht "verpflanzbares" vorkommt, können die ihre Axt wieder einpacken und müssen anderswo zuschlagen und ihre neue Landebahn ...

Das ist übrigens der Grund für den Unwillen, den EU-Richtlinien nachzukommen.

@Pessimist, 16.51h

Alles gute Votschläge.
Bisher haben diejenigen, die solche Vorschläge machen, leider immer nur daran gedacht, dass andere diese verwirklichen sollen.
Darum wirds nichts werden.
Manche Ihrer Ratschschläge sind auch schlicht nicht umsetzbar.

@ all: wenn ihr das hier gelesen hättet dann würdet ihr nicht so

@ all

Wenn Ihr wüsstet, um was es bei dieser Klage geht - ich habe die Inhalte auf der Webseite der EU gelesen - dann würdet ihr alle hier nicht so reden sondern der EU recht geben. Lest mal das hier:

https://tinyurl.com/4286nucr
ec.europa.eu: Vertragsverletzungsverfahren: Deutschland muss bei Umweltschutz und Anerkennung von Berufsqualifkationen nachbessern

und das hier:

https://tinyurl.com/3q4jtpsz
ec.europa.eu: Vertragsverletzungsverfahren: Kommission leitet in sechs Fällen rechtliche Schritte gegen Deutschland ein

Das wir verdammt teuer. Und wer soll das jetzt wieder bezahlen?? Denn so wie ich die aktuellen Stellungnahmen der EU-Generalanwälte lese, dann wird das verdammt teuer. Da wird es einige Verurteilungen setzen. Einige der Verfahren sind so gut verloren.

Der einzige kleine Trost ist, dass auch Österreich, Slowenien und andere ebenso dran glauben müssen. Auch die wurde verklagt.

re von schabernack 17:26

"Alle drei Waldflächen sind eher klein-symbolhaft".
Das ist wahr. Symbolhaft für die Interessen, die bedient werden und zwar auch gewaltsam. Und im Fall des Dannenröder Waldes auch, wer dabei war (Tarek).

17:03 von Bernd Kevesligeti

>>Und was ist mit den drei genannten Wäldern ?<<

Das weiß ich nicht. Die haben Sie ins Spiel gebracht.

an ex_Bayerndödel

Ich weiß nicht, was sie gegen diese Anregungen haben?
Ein Teil der Einschränkungen werde kommen müssen. Welche und in welchem Umfang kann hier nict analysiert werden.
Allein die Spielerei mit dem Bitcoin z.B. braucht gigantische Serverleistung und manch anderer Unsinn auch. Ansonsten ist alles gut was unseren übergroßen ökologischen Fußabdruck verkleinert.
Die Naturschutzrichtlinie nicht einzuhalten ist mir sachlich unverständlich.

Pröhi

"einerlei Einfluß auf den Natur- und Artenschutz. Wenn ein uralter Wald mit sehr hoher Diversität an Pflanzen und Tieren abgeholzt wird und an anderer Stelle durch Neuaufforstung einer Monokultur ersetzt"
In Deutschland gibt es so gut wie keine uralten Wälter mehr. Nur noch alten Forst.

17:55 von werner1955

>>EU-Kommission verklagt Deutschland ?
Dann sollten wir eine Dexit machen.<<

Dann bräuchten wir auch keinen denglischen Dexit mehr, sondern hätten einen deutschen Draus und nach belieben riesige Parkplätze mit Hundeklos wo einst die Natur sprießte. Vielleicht Ihr, aber nicht mein Geschmack.

Ich finde es gut, wenn die EU uns auf die Finger kloppt, wenn wir uns nicht an die gemeinsam beschlossenen Regeln halten.

@Sisyphos 3

"eigentlich sinkt ja unsere Bevölkerung "
Das Gegenteil ist richtig. Seit Jahren steigt die Einwohnerzahl in Deutschland. Dass ist auch ein Grund für den Wohnungsmangel, weil der Wohnraum nicht im gleichen Umfang mitwächst und die Immobilienpreise deshalb absurd steigen. Ich wohne in einer 60.000-Einwohner-Stadt im Raum Düsseldorf und Köln und dort kosten 90 qm-Wohnungen, die vor 5 Jahren noch für 350.000 Euro zu haben waren heute eine halbe Million.

D und FFH-Richtlinie

Laut Angaben des Bundesamtes für Naturschutz hat Deutschland mit Stand 2017 insgesamt 4544 FFH-Gebiete ausgewiesen, die 9,3 % der terrestrischen und 29 % der marinen Fläche Deutschlands umfassen.

Da viele der Gebiet noch nicht nach nationalem Rechte geschützt und somit in den Status eines besonderen Erhaltungsgebiets erhoben wurde, begann im Jahr 2015 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland. (nach Wiki, FFH-Richtlinie)
______
Also ein klassisches Selbsttor. Vertrieft, vergessen, ignoriert - egal.

Gruß, Wolfgang

an ex_Bayerndödel

"... und Ihr Essen bekommen Sie mit dem Ruderboot über den Ozean geliefert?"

Das ist so Unsinn. Noch exportieren wir gewaltige Mengen Nahrungsmittel. Nur eine Kleinigkeit: Von Hühner essen wir in erster Linie das Brustfleisch und liefern den "unbrauchbaren" Teil nach Afrika, wo die Kühlketten fehlen und die regionale Tierproduktion kaputt geht. Nur ein Beispiel. Außerdem könnte die große Menge an Lebensmitteln, die weggeworfen werden, reduziert und unsinnige Qualitätsansprüche gesenkt werden. Was sie da äußern ist billige Polemik.

um 18:03 von Tremiro 17:03

um 18:03 von Tremiro
17:03 von Bernd Kevesligeti
>>Und was ist mit den drei genannten Wäldern ?<<

Das weiß ich nicht. Die haben Sie ins Spiel gebracht.
_________
Wald bei und um Grünheide war u.a. ein phantastisches Pilzrevier. U.a. Maronen, Steinpilze, Pfifferlinge, Satanspilz, Täublinge, Waldchampignons usw.
Das war wohl ein recht gesunder Boden ...

Gruß, Wolfgang

17:55 von werner1955

«EU-Kommission verklagt Deutschland ?
Dann sollten wir eine Dexit machen.»

Macht sofort den Wald grüner, den Frosch fröhlicher, die Wildbiene glücklicher, Monokultur weniger, das Auto mit weniger Abgas.

Laubbäume werfen gar keine Blätter mehr ab im Winter, und man kann sogar die Gute Alte Deutsche Eiche als Weihnachtsbaum nehmen.

Nur einige wenige der 1.001 Segnungen vom Dexit.
Hosiannah und Hallelujah.

ach so, EU?

Leider nützt es gar nichts, Naturschutzgebiete auszuweisen. Dadurch wird nicht zu Natur, was keine mehr ist. Und schon gar nicht, wenn weiterhin - wie bisher - keinerlei Schutz der Naturschutzgebiete vor Nährstoffeinträgen besteht, sprich vor dem Dünger der Landwirtschaft (und dem aus dem Verkehr sowieso). Naturschutzgebiete wären eine tolle Idee, wenn man das Wort Schutz ernst meint, große Pufferzonen etabliert, in denen nicht gedüngt werden darf. Sonst kann man es lassen. Ist ohnehin fast überall zu spät für Naturschutz. Und apropos EU: die EU war es, die dafür gesorgt hat, dass die bei uns übliche Form der Landwirtschaft, sprich eine solche, die der Natur absolut feindlich agiert, in alle Länder der EU getragen wurde, in solche Länder, die vorher noch Natur hatten, so wie Slowenien, Kroatien, Polen oder Rumänien. Verheerend. Ein Fortschritt wäre es, wenn einmal Leute über Naturschutz reden, die ein kleines Bisschen von Naturschutz verstehen.

17:41 von Katie21

In Deutschland entstehen Windparks in direkter Nähe zu Naturschutzgebieten, Luftlinie 2 km.
.
haben sie sich mal unser Land angeschaut ?
so dicht besiedelt
wie wollen sie das Abstände halten zu Häusern, zu Naturschutzgebieten, zu irgendwas
klar in Kanada oder selbst in Skandinavien wo nur 1/10 der Menschen /km² lebt ist es einfacher

17:59 von Demokratieschue...

«Der einzige kleine Trost ist, dass auch Österreich, Slowenien und andere ebenso dran glauben müssen. Auch die wurde verklagt.»

Sehr tröstlich für mich und meinen Geldbeutel, wenn nicht nur ich mein Auto durch eigenes Verschulden gegen den Baum fuhr, sondern die ganze Nachbarschaft in der gleichen Nacht das gleiche tat.

TOP!!

Ich finde die EU immer besser. Bin froh, dass noch andere unserem Land "auf die Finger " schauen und (sich) notfalls (be)klagen!!

Das eigentliche Problem ...

sind nicht die trügerischen Naturschutzgebiete und umweltscheinheilige Blühwiesen und Ausgleichsflächen sondern Mäh-Roboter, Kettensägen, Glyphosat, Kiesgärten neue Kohlekraftwerke und Tagebaue und Bio-Kraftstoffe, Gewerbegebiete und der Flächenverbrauch allgemein.

Die entsprechenden Karten sind auf Wikipedia zu finden:
hxxps://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsdichte

Man kann nicht alles haben: große Volkswirtschaft sein, größten Naturschutzgebiete haben, breiteste und beste Straßen, Platz für alles und jeden.

Irgendwann ist der Platz halt weg und alle sitzen jemandem auf dem Schoß.

18:17 von Stern2100

"eigentlich sinkt ja unsere Bevölkerung "
.
schrieb ich nicht "eigentlich ..."
also hausgemacht unser "Problem".
Die Geburtsrate sinkt, lediglich die Zuwanderung ist erheblich höher als die Auswanderung
und wenn sie schreiben 90 qm Wohnung
ich wohne in einer Gegend (630.000 Einwohner hat die Stadt)
da stehen 60 Jahre alte 1 ...2 Familienhäuser auf vergleichsweise großen Grundstücken.
Jedes 2te Jahr wird eines davon abgerissen, durch ein Haus mit 9 Eigentumswohnungen ersetzt.
Also Landschaftsverbrauch kann ich nicht erkennen

Bei uns gibt es kein

Bei uns gibt es kein Bauprojekt ohne massives Ringen um den Umweltschutz.
Das ist einzigartig. Das kenne ich aus keinem anderen EU Land.

Da stimmt irgendwas nicht. Mal abgesehen davon, wo soll man große nsturschutzflächen ausweisen?
Oder anders, subventioniert das ordentlich. Da muss mehr rumkommen, pro m2 als bei einem Gewerbegebiet. Dann wird jeder sowas haben wollen.
Schließlich profitieren da auch Städte und dicht besiedelte Gebiete von.

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