Verschärfte Grenzkontrollen: Verärgerung bei den Nachbarn

15. Februar 2021 - 14:27 Uhr

Aus Angst vor den Corona-Mutationen hat Deutschland die Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Tirol verschärft. Saarlands Landeschef Hans will das auch für Frankreich nicht ausschließen. Das sorgt bei den Nachbarn für Unmut.

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Kommentare

"Aus Angst vor den

"Aus Angst vor den Corona-Mutationen hat Deutschland die Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Tirol verschärft. "

*

Welche Mutationen gibt es denn da, die es noch nicht in Deutschland gibt?

LKW

"Auswirkungen spürten auch slowakische Lkw-Fahrer."

*

Woche Gefahr für Risikogruppen geht denn von den LKW-Fahrern aus, die hauptsächlich in ihren Kabinen sitzen und sogar eigenen Schlafplatz dabei haben?

Selbst wenn sie Mal einkaufen gehen, dann geht es nur mit Maske. Abstand muss man eh halten.

Also entweder wirken die AHA-Regeln, oder man kann sie vergessen.

Zum Vergleich: Für Pfleger und Mediziner, die mit Risikogruppen arbeiten, gilt die Erweiterte Quarantäne. Das heißt selbst in Quarantäne wird weiterhin gearbeitet.

Dann muss man deren

Dann muss man deren Botschafter halt zum Gegenbesuch nach Berlin einladen.
Gerade Österreich hat überhaupt keinen Grund über das deutsche Eck zu fahren.
Selber keine Strasse bauen, dann die Maut verhindern, lachen und jetzt fordern? Dann im Sommer mit blockabfertigung für hunderte km Stau sorgen. Da fehlt mir jegliche Empathie für deren Problem.
Pendler sollen sich für die Dauer des lockdown einfach in ein Hotel einquartieren. Die sind für Geschäftsreisenden, wie zb Monteure, weiterhin offen.

Folgerichtig

Obwohl die Grenzschließungen schmerzen, sind diese dennoch notwendig. Das Infektionsgeschehen in den Grenzgebieten zeigt, dass dort ein erhöhter Einzugsbereich für das Virus besteht. Es ist daher nur folgerichtig, diese Gefahrenquelle abzudichten.

Verschärfte Grenzkontrollen: Verärgerung bei den Nachbarn...

In einem anderen Artikel ist davon die Rede, daß jeder zweite Grenzgänger zurückgewiesen wurde. Da braucht man nicht zu raten wen das trifft. LKW-Fahrer oder Berufspendler. Die Maßnahmen wirken sich eher für ärmere Menschen aus.

Und das führende Land der EU macht sich bei den anderen unbeliebter....

Kein Rezept für das 21. Jahrhundert

Es ist immer wieder der alte Reflex: Den bösen Nachbarn aussperren, dann hat man Ruhe. Wann kapieren unsere Politiker endlich, dass diese Denkweise, die das 20. Jahrhundert zur Katastrophe für die Menschheit werden ließ, im 21. Jahrhundert überwunden ist. Der Zusammenhalt in Europa wird nicht funktionieren, wenn man ihn auf Sonntagsreden beschränkt. Es gibt weder den bösen Tschechen, noch den bösen Österreicher oder bösen Franzosen, so dass es eine sinnvolle Maßnahme wäre, die Menschen dieser Staaten auszusperren. Es gibt dort, wie bei uns, Idioten, die die Gefahren nicht sehen wollen. Verallgemeinerungen und Maßnahmen gegen alle Menschen der Nachbarstaaten lösen das Problem nicht, sie ermutigen nur die Ewiggestrigen auf beiden Seiten der Grenzen.

@ Tada - wird halten Viren draußen

Welche Mutationen gibt es denn da, die es noch nicht in Deutschland gibt?

Die Inzidenz ist in Tschechien mehr als zehnmal so hoch und dort grassieren neue Mutationen, die dank Lockdown in Deutschland noch sehr selten sind. Wir müssen uns ja nicht alles ins Land holen, was da so umgeht. Wir haben das Recht, uns abzuschotten.

Eifern wir den Polen nach,...

...mach mer alles auf,
Schließung macht nur Ungemach,
pfeifen wir doch drauf!
Einmal g'führig in den Schnee,
dann noch einen Jagertee...
Wochen später staunen wir
über Zahlen im Revier,
schauen alle ziemlich dumm
über die Verlängerung...

Was fehlt

Ist ein 27+1 Treffen/Videokonferenz in Brüssel in der sich die Staaten der EU koordinieren wie es die Bundesländer tun.
In beiden Fällen herrscht die selbe Problematik, das die kleineren Einheiten, dort die Mitgliedsstaaten, hier die Bundesländer diejenigen sind die die Kompetenzen in der Hand haben wobei viele nicht über den Tellerrand schauen.
Grenzschliessungen innerhalb Deutschlands haben wir ja auch schon gesehen; das hier ist nichts anderes.
Das muss aufhören, aber der Grund dafür muss auch angegangen werden, und zwar zuverlässig.
Viele Staaten um uns rum haben es durch geeier schon geschafft ihre Bevölkerung so zu verärgern das niemand mehr bei garnichts mitmacht.
"Kein Lockdown aber Ausgangssperre"
Liebe Tagesschau; eigentlich versteht man unter Lockdown eher Ausgangssperren, den Einschluss der Bevölkerung, aber macht nix:
Ausgangssperre bleibt eine Maßnahme die todsicher die Akzeptanz gegen null treibt.
Da sollte mal geredet werden, auch mit Österreich.

@ Bender Rodriguez

"Pendler sollen sich für die Dauer des lockdown einfach in ein Hotel einquartieren. Die sind für Geschäftsreisenden, wie zb Monteure, weiterhin offen" Am 15. Februar 2021 um 14:45 von Bender Rodriguez

*

Pendler wohnen in der Nähe und wollen nach der Arbeit zu ihren Familien.

Es sind ja keine Sklaven und keine Nutztiere, die man nach Belieben irgendwo abstellen kann, während man mit seinem eigenen Hintern im weichen Sessel in die Tasten haut.

Wir verlangen ja gar nicht viel von den Fernfahrern

@ Tada:
Woche Gefahr für Risikogruppen geht denn von den LKW-Fahrern aus, die hauptsächlich in ihren Kabinen sitzen und sogar eigenen Schlafplatz dabei haben?

Die Gefahr ist wirklich nicht groß. Aber was spricht dagegen, sie alle zu testen und dann erst rein zu lassen?

@ 14:45 Bender Rodriguez

"Pendler sollen sich für die Dauer des lockdown einfach in ein Hotel einquartieren. Die sind für Geschäftsreisenden, wie zb Monteure, weiterhin offen"

Nicht nur wie @Tada 15:21 schon erwähnt hat, betrachten Sie doch nur die Hotelpreise und stellen dies dem Tageslohn dagegen. Da wird nichts mehr übrig bleiben und wer will schon für nix arbeiten gehen?

Hat die Infektion etwas mit dem Einkommen zu tun?

@ Bernd Kevesligeti:
Da braucht man nicht zu raten wen das trifft. LKW-Fahrer oder Berufspendler. Die Maßnahmen wirken sich eher für ärmere Menschen aus.

In den Kreisen an der Grenze zu Tschechien und zu Österreich sind die Infektionszahlen auffällig hoch. Sollen wir eine Statistik machen, welche Leute mit welchem Einkommen das Virus rüber bringen?

14:45 von Bender Rodriguez

>>Gerade Österreich hat überhaupt keinen Grund über das deutsche Eck zu fahren.
Selber keine Strasse bauen, dann die Maut verhindern, lachen und jetzt fordern? <<

Also die Maut haben Dobrindt/Scheuer durch Dilletantismus verhindert. Und dabei noch einige hundert Millionen Euro verdummbeutelt. Da dürfen Sie Österreich keinen Vorwurf machen.
Ich selbst würde eine Maut bei uns nach österreichischem Vorbild begrüßen. Für Alle und mit Vignetten.

"Jeder Zweite wird abgewiesen": Hoffentlich spricht sich das rum

"Vor allem an den Grenzübergängen zu Tschechien sorgten Berufspendler und Lkw-Fahrer für kilometerlange Staus"

Angesichts des derzeitigen Infektionsgeschehens in Tschechien entbehren diese Kontrollmaßnahmen ja nicht völlig jeder (nachvollziehbaren) Grundlage. Hoffentlich führen die Zustände an den Grenzen dazu, dass jeder, bevor er die sich auf den Weg dorthin macht noch einmal gründlich darüber nachdenkt, ob er die sich (oder seinen Mitarbeitern) wirklich antun muss. Und, falls er dieser Meinung sein sollte, wieso.

Verärgerung bei den Nachbarn ...

Erst mal verständlich. Aber ...

Denn die jeweiligen Länder können die Grenzpendlerinnen/er und Leute welche in der Logistik tätig sind und nach D. oder durch D. müssen, entsprechende Tests anbieten.

Damit läge der "Corona-Passierschein" in Corona-Zeiten vor. Die Grenze dann zu passieren dürfte nicht das Problem sein.

Was zu bemängeln wäre, ist die Tatsache, das auf einmal im Hau-Ruck-Verfahren die hier zur Debatte stehenden Grenzkontrollen - einseitig - von D. angeordnet wurden.

Die angrenzenden Länder sind hier überrascht worden.

Die Schließungen sind durchaus sinnvoll

@ Kommentator:
Es ist immer wieder der alte Reflex: Den bösen Nachbarn aussperren, dann hat man Ruhe. Wann kapieren unsere Politiker endlich ...

Keine Ahnung. Aber diese Grenzschließungen sind richtig
Wir verhindern damit die Ausbreitung der mutierten Viren, wenn die tschechische und österreichische Regierung nicht willens oder in der Lage ist, vernünftige Maßnahmen zu ergreifen.

Am 15. Februar 2021 um 15:21 von Tada

Zitat:
"...Es sind ja keine Sklaven und keine Nutztiere, die man nach Belieben irgendwo abstellen kann, während man mit seinem eigenen Hintern im weichen Sessel in die Tasten haut..."

Waren Sie schon mal als Montagehelfer in Deutschland unterwegs? zu Dritt in einem 18m² großem Zimmer mit einem Waschbecken und eine Gemeinschaftstoilette auf dem Flur? Kein Bad oder Dusche und ohne Kühlschrank. Alles im vergangenen Sommer in München erlebt.
Sie richten über andere und sind nicht besser als die, dies Sie verdammen.

Am 15. Februar 2021 um 15:38 von 0_Panik

Zitat
"...Was zu bemängeln wäre, ist die Tatsache, das auf einmal im Hau-Ruck-Verfahren die hier zur Debatte stehenden Grenzkontrollen - einseitig - von D. angeordnet wurden.

Die angrenzenden Länder sind hier überrascht worden..."

Hier zeigt sich wieder, die EU ist weit vom einheitlichen Handeln auf diesem Gebiet entfernt.
Bei Sanktionen gegen Russland klappt ES ausnahmsweise gut.

Warnung vor Mutanten?

Wie passt diese angeblich so hohe Ansteckungsgefahr der Mutationen eigentlich mit den seit Wochen sinkenden Infektionszahlen zusammen?

Tremiro

Österreich hat die maut nach österreichischen Vorbild, bei uns torpediert.
Wenn Pendler nicht pendeln wollen oder können, sollen sie sich Gedanken über ihren Wohnort machen. Das ist hier kein Basar und man kann nicht Alles haben.
Monteure sind permanent unterwegs. Da ist einem Pendler, der nicht 3h Stau will, locker 3 Wochen Hotel zuzumuten.
Jeder will Alles, keiner will auf irgendwas verzichten. So kann man das Virus nicht bekämpfen.
Warum machen wir nicht gleich einfach alles auf und lassen den Dingen ihren Lauf?

@ Bender Rodriguez, um 14:45

Das ist ein mehr als schiefer Vergleich, aber schnell mal nass-forsch was hinhauen.

Es dürfte ein Unterschied sein, ob Urlauber im Sommer an den Grenzen aufgehalten werden, oder Berufspendler, die hier ihrer (oftmals auch noch besch...) Arbeit nachgehen.

Und bitte: Hören Sie doch auf mit Ihrem realitätsfernen Hotel-Einquartieren-Vorschlag:
Jung, gesund, ledig, voll im Saft - das ist nun mal nicht bei jedem Pendler gegeben, das müsste doch auch Ihnen einleuchten; die meisten dürften eine Familie daheim haben, die sie abends sehen möchten oder müssen, darum sind das schließlich Pendler.

Ja, Empathie könnten Sie gern etwas mehr an den Tag legen.

@kritt.

"Die Inzidenz ist in Tschechien mehr als zehnmal so hoch" Am 15. Februar 2021 um 15:00 von kritt.

*

Na und?
Die Tschechen fallen ja nicht über Deutschland her.
Es kommen nur die Pendler und hier in Deutschland gelten die Hygienekonzepte auch am Arbeitsplatz.

Die Quarantäne läuft übrigens überall gleich ab: Infizierte und Haushaltsmitglieder müssen in Quarantäne.
(Außer natürlich man arbeitet mit Risikogruppen, dann muss man in Quarantäne immer noch zur Arbeit.)

um 14:45 von Bender Rodriguez

Dann muss man deren Botschafter halt zum Gegenbesuch nach Berlin einladen.
Gerade Österreich hat überhaupt keinen Grund über das deutsche Eck zu fahren.
Selber keine Strasse bauen, dann die Maut verhindern, lachen und jetzt fordern? Dann im Sommer mit blockabfertigung für hunderte km Stau sorgen. Da fehlt mir jegliche Empathie für deren Problem.
Pendler sollen sich für die Dauer des lockdown einfach in ein Hotel einquartieren. Die sind für Geschäftsreisenden, wie zb Monteure, weiterhin offen.
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Österreich baut den Brenner Tunnel, um den Güterverkehr auf die Schiene zu bringen.
In Deutschland ist man nicht fähig ein paar Gleise zu bauen.
Was wollen wir dem einbestellten Botschafter
erklären.

Die Tschechen schleppen ...

... das Virus ein.

Super,
die Deutschen, die die Varianten von GB oder Südafrika eingeschleppt haben, sind natürlich nicht "schuld", weil die bösen Briten unn Südafrikaner sie angesteckt haben.
Die konnten das auch weiterbreiten, von Landung in D bis zur Wohnung, unkontrolliert.

Alle anderen sind die Bösen, wir sind die Besten.

Dass wir in Deutschland seit Weihnachten viel zu wenig getestet und keine verlässlichen Zahlen über die Verbreitung der Varianten haben, interessiert nicht.

Man schaue auf Tirschenreuth, sind die hohen Zahlen auf Grund von "Import" entstanden
Das glaubt nicht mal der Bürgermeister dort.

Wie viele Pflegekräfte aus Tschechien haben sich wohl bei ihren Patienten angesteckt?

Wie viele LKW kommen ursprünglich aus Niedrig-Inzidenz-Gebieten und müssen jetzt sinnlos warten?

Die Verunglimpfung der Tschechen (...) geht mir so etwas gegen den Strich, das ist, wie ich gestern schon schrieb, Corona-Rassismus und zum Schämen.

Spuren von Zynismus möglich.

von kritt. 15:33

Nein, warum eine Statistik machen ?
Augenfällig ist aber, daß sowohl die Maßnahmen an den Grenzen, als auch der Lockdown, den Charakter tragen nach unten zu treffen.

Grenzen dicht...

zu machen wäre sicherlich eine gute Methode, um mutierte Viren zurückzuhalten, wenn...
1. Diese Mutanten noch nicht im Land wären.
2. Die Grenzen wirklich dicht wären und nicht löchrig wie ein Käse.
3. Man das frühzeitig machen würde und nicht wenn es schon viel zu spät ist.
Deshalb machen diese Maßnahmen zur jetzigen Zeit keinen Sinn, sondern schüren nur Unmut auf allen Seiten. Lasst den Quatsch und konzentriert euch, liebe Politiker, auf das wesentliche bei der Bekämpfung der Pandemie. Das wäre in meinen Augen:
1. Schnelltests in großer Zahl für Alle, damit man sich BEVOR man das Haus verlässt (Arbeit etc.) ohne große finanzielle Belastung testen kann.
2. Falls „positiv“: Sofort in Quarantäne bleiben und sich sicher sein, dass es keine finanziellen Einbußen geben wird (da muss der Staat, Krankenkasse oder wer auch immer sofort einspringen). Denn wer zuhause bleiben kann ohne Probleme zu bekommen, der bleibt auch zuhause. Betrifft Selbstständige mehr als Angestellte. Bitte anfangen!

@Postquestioner

Was hat jetzt die Unterbringung der Montagearbeiter mit Grenzkontrollen zu tun?

Meinen Sie, von Deutschen kann man sich unter solchen Bedingungen nicht anstecken, nur von Ausländern?

@kritt 15:22 Uhr

"Die Gefahr ist wirklich nicht groß. Aber was spricht dagegen, sie alle zu testen und dann erst rein zu lassen?"

Vielleicht die verschenkte Zeit und das zum Fenster rausgeschmissene Geld (bzw. an die Pharmakonzerne abgedrückte Schutzgeld) für die Tests?

@Sisyphos3 - Nutzen der Grenzschließung

12:15 von Sisyphos3:
"und jetzt können sie mal mutmaßen wie die Infizierten verteilt sind
7-Tage-Inzidenz aktuell in Bayern bei 60 in Tschechien bei 600"

Ich rechne Ihnen das mal vor:

Fakt 1: In Bayern liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 57, in Tschechien bei 495.
Fakt 2: Bayern hat 13,1 Mio Einwohner, Tschechien 10,7 Millionen.

Daraus ergeben sich für die letzten sieben Tage rund 7500 Fälle (Bayern) bzw. 53.000 Fälle (Tschechien).

Fakt 3: Es pendelt nur ein Bruchteil aller Tschechen nach Deutschland. Rechnen wir mal mit 10.700, weil das genau 1/1000 aller Tschechen entspricht.

Wenn wir jeden Eintausensten Tschechen ungetestet(!) nach Bayern reisen ließen, würden diese also 53 Infektionen einschleppen. In Bayern würden die Fallzahlen von 7500 auf 7553 steigen. Das ist ein Anstieg von 0,7 Prozent. Die Inzidenz stiege also von 57,0 auf 57,4 - das ist weniger als die tägliche Schwankung.

Fazit: Die Grenzschließungen sind derzeit sinnfreier, destruktiver Aktionismus.

@ Schneckenmaus, um 15:45

“Wie passt diese angeblich so hohe Ansteckungsgefahr der Mutationen eigentlich mit den seit Wochen sinkenden Infektionszahlen zusammen?“

Ich kann mir das sehr gut erklären, und jeder, der die gesamte Entwicklung und die Diskussionen in den letzten Monaten verfolgt hat, kann das ebenfalls.

Sie bestimmt auch, drum verrate ich nix...

@Bender Rodriguez

"Österreich hat die maut nach österreichischen Vorbild, bei uns torpediert.
Wenn Pendler nicht pendeln wollen oder können, sollen sie sich Gedanken über ihren Wohnort machen" Am 15. Februar 2021 um 15:46 von Bender Rodriguez

*

Und jetzt kommt die Zeit der Rache wegen der Maut?

Daher also weht der Wind.

Mit Pandemie-Bekämpfung hat das allerdings nichts zu tun.

@kritt 15:33 Uhr

"In den Kreisen an der Grenze zu Tschechien und zu Österreich sind die Infektionszahlen auffällig hoch. Sollen wir eine Statistik machen, welche Leute mit welchem Einkommen das Virus rüber bringen?"

Woher haben Sie denn diese Information? Die Corona-Hotspots des RKI zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass sie durch überdurchschnittlich viele Testungen entstehen, die jedoch bei näherem Betrachten in den allermeisten Fällen falsch-positive Ergebnisse (nämlich Testergebnisse ohne Erkrankungsbeginn!) darstellen.

Der Ärger ist mir unverständlich in der jetzigen Situation

der Schutz der Bevölkerung und die Wiederherstellung
normaler Lebensumstände sollte doch wohl die oberste Priorität der Politik darstellen . Noch sind die europäischen Staaten souveräne Einheiten, die über ihre territorialen Belange selbst entscheiden ohne Rücksichtnahme auf EU Befindlichkeiten nehmen zu müssen. Hören wir auf das andere Länder für Ihre eigenständigen Entscheidungen permanent zu kritisieren in einer Phase , da die EU als Institution ziemlich versagt hat ( Impfstoffdebakel , Nordirland / UK Situation ) .

@Schneckenmaus um 15:45

>Wie passt diese angeblich so hohe Ansteckungsgefahr der Mutationen eigentlich mit den seit Wochen sinkenden Infektionszahlen zusammen?<

Ganz prächtig: erstmal wurden ja die Maßnahmen verschärft, was nicht nur die alten sondern auch die neuen Varianten stärker ausbremst.
Dann gibt es das Problem der "Verborgenen dritten Welle". Betrachtet man die Neuen Varianten Isoliert von den Alten steigt ihre Verbreitung nämlich an (während die der Alten schneller fällt).
Das muss nicht heissen das in Summa die neuen Varianten sich weiter ausbreiten als die anderen zu ersetzen, kann es aber; es kann durchaus sein das die Maßnahmen immer noch nicht ausreichen um die Gestiegene Infektiösität zu kompensieren.
Wir werden sehen.

Diese Massnahmen mit

Diese Massnahmen mit Mutationen zu begründen, ist eher albern. Es geht einfach um die Gesamtanzahl und die Möglichkeiten der Weitergabe. Da das nicht eingesehen wird,sehe ich hier schwarz. Nachfragerin brachte ein falsches Bild, mit Streichhölzern, die in Stroh oder ein Feuer geschmissen würden. Das war natürlich wieder falsch. Eher ist es so, dass ein Trupp den Waldbrand erfolgreich löscht und der nächste mit Benzin hinterherrennt und alles wieder entflammt.

@ Bender Rodriguez, um 15:46

“Warum machen wir nicht gleich alles auf und lassen den Dingen ihren Lauf?“

Ja, sind alles Monteure, diese Pendler, was auch sonst?

Zum “Alles Aufmachen“ hatte ich schon weiter oben geschrieben, da sind wir uns ausnahmsweise einig.

Bleibt noch die Frage ...

... des beliebten Tank- und Einkaufstourismus der Deutschen nach Tschechien.

Wer kann widerlegen, dass der Virentransport nach Tschechien
nicht zur Zeit der hohen Inzidenzen in
Sachsen oder Bayern erfolgt ist?
Von München nach Tirol?

Einige Fälle von deutschen Rückkehrern aus GB haben eine längere Inkubationszeit aufgewiesen.

Wenn dies nun auch
mehrheitlich der Fall ist und die tschechischen Pendler sich in D angesteckt haben?

Und Tschechien hatte und hat den Notstand ausgerufen.

Hier zeigt sich wieder mal, dass so mancher Deutsche vor Arroganz gegenüber anderen nicht mehr klar denken kann.

Das ist das gemeinsame Europa, in dem Deutschland und andere Länder sich einer gemeinsam Strategie, wie von Wissenschaftlern und ECDC verweigert haben.

So also sieht europäische Pandemiebekämpfung aus.

Alternative???

Aber was ist die Alternative?
... : Eine Handvoll Mutanten am Flughafen Melbournes und der ganze Staat Victoria geht in einen mind. 5-tägigen lockdown samt Ausgangssperre. Wie kriegen die das hin? Sogar Tennis-Open-Besucher verlassen weisungsgemäß mitten im Match (23:30) das Stadion (ohne sofortige Klageeinreichung), um Punkt 24 Uhr zu Hause zu sein.

@Adeo60 - Wie erklären Sie die vielen grenzfernen Hotspots?

14:51 von Adeo60:
"Obwohl die Grenzschließungen schmerzen, sind diese dennoch notwendig."
> Das ist falsch. Die Grenzschließungen werden erst nötig, wenn im Land weniger Viren sind, als von außen eingeschleppt werden können.

"Das Infektionsgeschehen in den Grenzgebieten zeigt, dass dort ein erhöhter Einzugsbereich für das Virus besteht."
> Auch das ist falsch. Lesen Sie bitte meinen Kommentar an Sisyphos3.
Alternativ können Sie mal versuchen, die grenzfernen Hotspots mit geöffneten Grenzen zu erklären.

"Es ist daher nur folgerichtig, diese Gefahrenquelle abzudichten."
> Die größte Gefahrenquelle sind die Infizierten im Land, die andere Menschen im Land anstecken. Erst wenn diese Hauptquelle abgedichtet ist, muss man sich um die kleineren kümmern. Eine andere Reihenfolge ist sinnlos und zum Scheitern verurteilt.

Warum sind die Östereicher verärgert?

Verstehe ich da was nicht? Geht´s noch? Die Österreicher haben ihrerseits eine 10-tägige Quarantäne angeordnet, sobald man von Deutschland aus nach Österreich einreisen will. Plus Vorweis eines negativen Tests.
Haben wir uns darüber aufgeregt? Nicht dass ich wüsste...
Warum aber regen sich aber die Nachbarn auf, wenn Deutschland eine Ausnahmeregel einführt? Ob man dadurch das Virus bzw. seine Mutanten eingrenzen kann, sei mal dahingestellt. Es geht hier um politisches Gepolter, bei dem sich die Österreicher wieder mal aufspielen, aber selber nicht erstmal vor der eigenen Hautüre kehren.
P.S. Blockabfertigung - übrigens auch ein schönes Thema...

Bender Rodriguez. 14.45

Berufspendler sollen Hotelzimmer mieten ?
Na klar - die da zur Arbeit fahren, sind ja solche, denen es aufs Geld nicht ankommt
Ich bin einiges gewöhnt, aber Sie überraschen mich doch mal wieder

@15:45 von Schneckenmaus

"... Wie passt diese angeblich so hohe Ansteckungsgefahr der Mutationen eigentlich mit den seit Wochen sinkenden Infektionszahlen zusammen ... "

Genau genommen : Gar nicht.
Diese Fragestellung sollte das RKI an Hand der tollen Statistik-Auswertungen mal etwas besser erklären ...

Allerdings muss auch mal was getan werden, um die Infektionen pro Tag abzusenken. Und dazu gehört leider auch die hier in der Debatte stehenden Grenzkontrollen und dazu die negativen Corona-Tests als "Corona-Passierscheine".

Leider ist es so, je höher die Infektionszahlen in einem Landkreis sind, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Infizierte in Alten- u. Pflegeheime oder in andere Einrichtungen mit zu versorgenden und zu betreuenden Einrichtungen an den Arbeitsplatz/Wirkungsbereich gelangen.

Verärgerung bei den Nachbarn

da muß man durch
die Dänen machen es doch auch so ....
macht man da so nen Aufstand ?

@Tada 15:21 @Bender Rodriguez

<>

„Es sind ja keine Sklaven und keine Nutztiere, die man nach Belieben irgendwo abstellen ...“

Man könnte es vielleicht ohne „Sklavengefühl“ eine Weile aushalten, aber das Geld für das Hotel fällt ja nicht vom Himmel.

@ Tada

@kritt.
Na und? Die Tschechen fallen ja nicht über Deutschland her.

Wie meinen Sie das?

Um es mal auf den Punkt zu bringen: Wenn die Tschechen die Situation wieder im Griff haben und die Infektion wieder unter Kontrolle ist, können wir ja wieder öffnen.
Es ist nicht böse gemeint, aber so geht's halt nicht weiter.

@15:00 von Kommentator

Ihre Ausführungen passen nicht in diesem Kontext. Es geht hier ùberhaupr nicht um andere Nationen. Es geht um die offenbar in deutschen Regionen erfolgreichere Coronapolitik. Wenn jemand veràrgert sein darf dann die deutschen Regionen an den Grenzen zu anderen nichtdeutschen Regionen mit hoher Inzedenz, die durch die nicht funktionieren Maßnahmen dazu beitragen dass die Grenzregionen weiter unter hoher Inzedenz leiden. Vielleicht sollte die EU Kommission besser die Länder kritisieren, die mit Corona nicht so erfolgreich umgehen als Deutschland.

Reelle Gefahr, keine Angst

"Aus Angst" hat die Regierung Maßnahmen beschlossen? Oder ist es eher wegen der (real existierenden) Gefahr der zusätzlichen Einreise von Infizierten die ein potentiell tödliches Virus ins Land bringen?

Sorry, aber die Angst-Version ist plumpes Framing. Sechs, setzen.

@0_Panik

"@14:58 von Lampenladen
"... weshalb die LKW`s nicht rein gelassen werden. Die liefern ihre Waren ab und machen sich auf den Rückweg, Kontakte gibts da kaum ... "

Glatter Trugschluss.
Hier kommt es vielfach zu Kontakten.
Denn es ist oft so, dass dann vor Ort die nächste Lieferung besprochen wird" Am 15. Februar 2021 um 15:48 von 0_Panik

*

Mit wie vielen Personen?

Ich glaube nicht, dass da ein Stundenlages Meeting mit der ganzen Belegschaft stattfindet.

Beim Einkaufen hat man mehr Kontaktmöglichkeiten.

Darstellung: