Kommentare - Impeachment-Verfahren: Trumps Anwälte kommen ins Schwimmen

10. Februar 2021 - 08:43 Uhr

Zum Auftakt des Amtsenthebungsverfahrens gegen Ex-US-Präsident Trump haben die Demokratischen Ankläger eindringlich für eine Fortsetzung des Prozesses geworben. Trumps Anwälte brachte das aus dem Konzept - ein Schuldspruch bleibt aber unwahrscheinlich. Von Jule Käppel.

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Kommentare

eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus

was erwartet man, was kann man bei so einer Sache erwarten ?
eine symbolische Wirkung hat das ganze schon (für mich zumindest)
aber wer von den Republikanern hat schon den Mut
immerhin - auch wenn das hier im Thread keiner zu begreifen scheint -
der kriegte 47 % der Stimmen
also gegen wen will man sich wenden ? die eigenen Wähler, das eigene Volk
das Problem ist doch, hätte der in ein paar Staaten nur einige tausend Stimmen mehr bekommen
wäre der wiedergewählt und was dann ?

Der Mann mit dem Atombombenkoffer trägt die volle Verantwortung

Trump war bis zur Amtsübergabe noch im Dienst und muß sich voll für seine Taten verantworten.
Diesem hatte auch der Senat gemäß der Verfassung zugestimmt.

Die Anhörung heute von Zeugen und Beweisen dürfte noch einiges
an Fakten zu Tage bringen.

Mit der dürftigen Wahlbetrugsmasche Strategie
werden Trumps Anwälte nur noch mehr die Republikaner schädigen.

"Trumps Anwälte brachte das

"Trumps Anwälte brachte das aus dem Konzept - ein Schuldspruch bleibt aber unwahrscheinlich"

Und somit ist das ganze Verfahren für die Katz.
Und es wird Trump in seinen Größenwahn bestätigen: " noch nie wurde ein Potus 2 man angeklagt. Alles ist an mir abgeprallt"
Er wird als der beste Präsi ever sterben.
Toll gemacht, liebe Demokraten.

09:07 von Karl Klammer

Die Anhörung heute von Zeugen und Beweisen dürfte noch einiges
an Fakten zu Tage bringen.
.
geht es darum
ein Teil seiner Befürworter in der Bevölkerung fühlen sich ohnehin betrogen
und die Politiker in Senat/Repräsentantenhaus wollen wiedergewählt werden
und der Trump scheint ja noch einflussreich genug um die eine oder andere Karriere zu vernichten

Impeachment

Ein machtgieriger, egomanischer Ex-Präsident mit nach wie vor zu viel Macht.
Machtgierige, feige republikanische Senatoren, die davor zittern, Trump würde mit abfälligen Äußerungen über sie ihre Wähler so beeinflussen, dass sie nicht wiedergewählt werden, wenn sie sich gegen ihn stellen usw.
Trump hat durch sein Verhalten der Demokratie in den USA nicht nur geschadet, sondern sie aus den Fugen geraten lassen.
Daher glaube auch ich nicht, dass Trump verurteilt werden wird. LEIDER !!!
Biden steht nun vor einer kaum zu bewältigenden Aufgabe

Lächerlich

Trump hat kein Amt.
Deswegen kann man ihn auch keines Amtes entheben.

Der private Rachefeldzug von Nancy Pelosi ist lächerlich.

Sie missbraucht den Kongress, um ihre persönliche Abrechnung mit Trump fortzuführen.

Redemanuskripte zu zerreißen war ihr nicht genug.

Lead impeachment manager

Lead impeachment manager Jamie B. Raskin zeigte das video unedited und sagte:

“a sound I will never forget: the sound of pounding on the door like a battering ram, the most haunting sound I ever heard.”

Endlich, es wird Zeit diese corrupte Partei zu hindern abzulenken und daran zu erinnern was fuer Folgen Trump's rhethoric hatte.

Man könnte sich doch einigen,

dass Trump nie wieder zu einem politischen Amt zugelassen wird. Egal ob Bürgermeister von Hollywood oder Potus.
Damit wäre allen gedient.

@Sisyphos3 - es geht um den Angriff auf das Kapitol

Die zur verfügung gestellten Twitterprotokolle
z.b zwischen Proud Boys etc.

Diese Fakten können die ""vereidigten"" Senatoren nicht ignorieren
und haben selbst noch über das Wochenende bedenkzeit.

56 zu 44

Ich sehe das Ergebnis 56 zu 44 als einen Grund zum Jubeln. Wenigstens einige Republikaner/innen haben Mut. Vielleicht sind diese Abweichler/innen schon jetzt auf der schwarzen Liste von Donald Trump und den Proud Boys. Vielleicht wird der Riß quer durch die Republikaner irgendwann einmal in Wild West Manier geklärt, lange vor der neuen Trump Kandidatur in 2024. Oder ein Wunder geschieht und mehr Republikaner/innen finden Mut und verbieten "make Trump great again".

@09:01 von Sisyphos3

„der kriegte 47 % der Stimmen“

Sicherlich falsch. Die Republikaner bekamen 47 % der Stimmen.

Ich gehe jede Wette ein, dass ein großer Anteil darunter lieber einen Republikaner Biden gewählt hätte. Aber viele sind eben – wie bei uns – keine Wechselwähler, die ihre Wahl aufgrund von Wahlprogrammen (gab's welche in den USA?) oder fundierten (statt alternativen) Fakten treffen. Sie wählen die Partei, die sie schon immer gewählt haben. Selbst wenn ein Trampel an der Spitze steht.

Und dass die Abstimmung im Senat namentlich erfolgt, mag auch so manchen davon abhalten, seinem Gewissen zu folgen.

@Einfach Unglaublich - Lächerlich

Das er voll haftbar ist konnten sie wohl nicht der Senatsendscheidung entnehmen

Übrigens hat Mitch McConnell mit der Terminverschiebung der Aufklärung einen Bären Dienst erwiesen.

Jetzt kann alles öffentlich ohne immunität
und ohne Geheimausschüssen verhandelt werden.

Leider hat Donald Trump Lügen

Leider hat Donald Trump Lügen und die Ablehnung von Verantwortungsübernahme zum Kern politischen Handelns gemacht und durch seine narzisstischen Inszenierungen bei vielen Messiaserwartungseffekte geweckt. Deshalb ist es wichtig, dieses Amtsenthebungsverfahren solide, unaufgeregt und unerschrocken zu bearbeiten. Die Anhänger Trumps wird man dadurch nur in Minderheiten erreichen, dafür ist politische Arbeit notwendig. Und dabei muss man leider wohl konstatieren, dass ein bestimmter Prozentsatz an Rassisten, Antidemokraten, gewaltbereiten Rechtsextremen und Verschwörungsgläubigen, die zu Trumps Amtszeit mit seinem Rückenwind lautstark und in Wort und Tat aggressiv auftraten, nicht zu erreichen ist.
Den republikanischen Senatsmitgliedern, die sich ja mehrheitlich christlich begreifen, sollte man einen Spiegel vorhalten mit der Frage, wohin sie denn ihr Gewissen als moralische Instanz führt.

@ um 09:27 von Einfach Unglaublich

Nicht lächerlich, sondern bedenklich, wenn man einen solch egomanischen, rücksichtslosen, ungehobelten, Hass säenden Typen wie Trump unterstützt.

Warum haben sie solche Angst vor Trump?

Der vorherige US-Präsident war, vorsichtig ausgedrückt nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte. Das hat er wohl mit Mr. Bush jr. gemeinsam. Allerdings war er definitiv der größte Elefant im Porzellanladen, den die USA je aufboten.
Angesichts dessen, daß Trump wohl der unfähigste Präsident war, den die USA je hatten, frage ich mich, wieso man dort solche Angst davor hat, daß er zurückkommen könnte?
Oder sind die "Demokraten" doch nur schlechte Verlierer und müssen unbedingt noch einen "Sieg" im Nachhinein einfahren?

Dieses Impeachment-Verfahren …

… ist eine politische, von der Verfassung so vorgesehene Maßnahme, die - ebenfalls aus politischen Gründen - scheitern kann - und dies vermutlich auch tun wird.
Wie sieht es aber mit einem streng juristischen Verfahren aus? Kann und müsste DT nicht auch für seine Aufwiegelung von der Staatsanwaltschaft angeklagt werden?
Würde mich interessieren.

@09:27 von Einfach Unglaublich

„Trump hat kein Amt. Deswegen kann man ihn auch keines Amtes entheben.“

Damit folgen Sie der Argumentation des 2. Trump-Anwalts, der vorbrachte, dass es beim Impeachment laut Verfassung *ausschließlich* um die Amtsenthebung geht und eben dies ja nicht mehr möglich ist.

Der gute Mann hat in seiner Argumentation aber unterschlagen, dass *jedes* Lesen eines Textes immer eine subjektive Interpretation (schon beim Lesen) ist. Hier ist es notwendig, auch den Sinn und Zweck der Verfassung einzubeziehen und auch, dass die „Verfasser“ nicht alle Grenzfälle erahnen konnten, die sich 100 Jahre später begeben könnten – zB. dass ein Amtsträger noch kurz vor seinem Dienstende ein schweres Verbrechen begeht, das 5 Monate zuvor zur Amtsenthebung geführt hätte.

Das Impeachment wurde gestartet, während Trump im Amt war. Die Verfassung darf nicht als Freibrief für die letzten Dienstwochen oder -tage im Amt ausgelegt werden.

Die Seiten gewechselt

Aus dem Artikel:

"Der Auftritt der Demokraten hat Trumps Anwälte aus dem Konzept gebracht. "Was wir vor hatten, haben wir geändert, weil wir die Präsentation der Anklageseite gut fanden", sagte Bruce Castor, Trumps Anwalt, dem Plenum. Er legte keinen überzeugenden Auftritt hin."

Offensichtlich fand Bruce Castor die Präsentation der Anklage sehr gut. So gut, daß ich während der ersten Minuten von Castors Rede dachte, er hätte die Seiten gewechselt und wäre jetzt Vertreter der Anklage. Kein überzeugender Auftritt ist wirklich sehr mild formuliert. Castor hat es komplett vergeigt.

Ganz anders Raskin, der deutlich machte, worum es geht. Nämlich darum, daß ein Präsident bis zur letzten Minute seiner Amtszeit dafür verantwortlich ist, was er tut. Und er hat Recht. Es darf keine Januar-Ausnahme geben.

Das Impeachment-Verfahren ist völlig richtig. Ob es letztlendlich zu einer Ämtersperre Trumps führen wird, ist eine andere Frage. Ich glaube nicht, zu wenige GoPs haben ein Gewissen.

09:27 von Einfach Unglaublich

"Lächerlich"

Ja, sagen sie das Brian Sicknick's family, oder sagen sie es den officers die verloren Auge und Finger und sagen sie es family and friends des officers who committed suicide.

Ihr knick ist spot on

Amtsenthebung

Das Vorbringen, Herr Trump hätte kein Amt mehr inne, ist ein Scheinargument. Wenn er tatsächlich kein Amt hätte, dann hätte er auch keine Ansprüche auf Personenschutz, Fahrer, Büro mit Personal und Pension.

Nota bene : Auch Ex-Präsidenten werden mit Mr. President angeredet - und das nicht ohne Grund.

All das muß einem nicht mehr aktiven Präsidenten aberkennbar sein und dafür muß es auch ein geregeltes Verfahren geben. Das ist das Impeachment.

@Glasbürger

"Am 10. Februar 2021 um 09:54 von Glasbürger
Warum haben sie solche Angst vor Trump?

Der vorherige US-Präsident war, vorsichtig ausgedrückt nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte. Das hat er wohl mit Mr. Bush jr. gemeinsam. Allerdings war er definitiv der größte Elefant im Porzellanladen, den die USA je aufboten."

Ich habe es schon öfter hier geschrieben, Wenn sie Elefanten mit Trump vergleichen, tun Sie den Elefanten Unrecht. Elefanten würden im Porzellanladen - sofern sie reinpassen - niemals etwas zertrampeln. Diese Tiere sind hochsensibel und vorsichtig - im Gegensatz zu Trump.

09:29 von Old Lästervogel Sie

09:29 von Old Lästervogel

Sie haben sicher recht, aber das Volk muss auch mitbekommen, worum es geht und was passiert ist und noch wird. Darum geht es
- denke ich - vorrangig.

@Die Seiten gewechselt 10:07 von Anderes1961

" zu wenige GoPs haben ein Gewissen."

Ich darf Sie im Namen von Charly M. leicht korrigieren:
Ihr Gewissen ist ihrem Sein geschuldet,
also der (Noch-)Abhängigkeit von den 'Trumpisten' in der eigenen Partei.

Und die wenigsten werden diese Phase überwinden,
das ist leider gültige Lebenserfahrung

Wenn ich mir den Zustand der

Wenn ich mir den Zustand der USA im Moment so anschaue, finde ich dieses Land macht sich zur zeit nur noch lächerlich. Wenn es nicht so groß und bis an die Zähne bewaffnet wäre und dadurch gefährlich, sollte man es einfach links liegen lassen und sich den wirklich wichtigen Dingen zuwenden. Probleme haben wir genug auf der Welt.

Da springt einem ...

... als Überschrift in einer Top-Meldung bei ARD-TS entgegen:
"Trumps Anwälte kommen ins Schwimmen"
Und wenig später liest man:
"ein Schuldspruch bleibt aber unwahrscheinlich."
Was ist das denn? Eine Nachricht ist es nicht.
Weil, wie kann man als Anwalt schwimmen, wenn ziemlich feststeht, mein Mandant kann nicht verurteilt werden.

Amerika

Ob Trump jemals wieder ein Amt inne haben darf ist eigentlich unerheblich. Sobald er eine(n) seiner rechten Familienmitglieder irgendwo einkauft, dann redet auch er wieder mit. Mit Demokratie hat das nichts zu tun, was aber vermutlich der GOP auch egal ist.

Entscheiden tut am Ende das Volk durch Wahlen. Wie wir aus der eigenen Vergangenheit (und vllcht auch Gegenwart) wissen, ist das Volk aber auch dumm genug.

Trump darf nie wieder ein

Trump darf nie wieder ein öffentliches Amt bekleiden.
Er ist sogar jetzt noch hochgefährlich, da er den Menschen den Floh ins Ohr setzte betrogen worden zu sein.

Er hat und tut es weiterhin, er gefährdet die nationale Sicherheit der USA, und seine Anhänger sind zu allem bereit..

Donald Trump

wird der erste und wohl auch einzige US-Präsident sein, der in zwei Impeachment -Verfahren frei gesprochen wird.
Ob ihm das jetzt nützt oder schadet, haben die Demokraten hoffentlich gründlich durchdacht, denn von vornherein war ein Erfolg so gut wie ausgeschlossen.

@artist22

"
Am 10. Februar 2021 um 10:24 von artist22
@Die Seiten gewechselt 10:07 von Anderes1961

" zu wenige GoPs haben ein Gewissen."

Ich darf Sie im Namen von Charly M. leicht korrigieren:
Ihr Gewissen ist ihrem Sein geschuldet,
also der (Noch-)Abhängigkeit von den 'Trumpisten' in der eigenen Partei.

Und die wenigsten werden diese Phase überwinden,
das ist leider gültige Lebenserfahrung"

Das ist das, was ich mit "kein Gewissen" meinte. Danke, daß Sie das noch mal deutlich gemacht haben. Meine Formulierung habe ich ich aus rhetorischen Gründen gewählt.

@Man könnte sich doch einigen, 9:29 Old Lästervogel

"dass Trump nie wieder zu einem politischen Amt zugelassen wird. "

Das ist der letze Sinn des Impeachments.
Denn dazu bedarf es keiner 2/3 Mehrheit.
Einfache reicht.

Und im wird noch vieles auf die Füsse fallen.
Ich erinnere an das Telefongespräch mit Raffensberger & Co.,
der für ihn 11780 Stimmen finden sollte.
“So what are we going to do here, folks? I only need 11,000 votes. Fellas, I need 11,000 votes. Give me a break.”

aus:
https://www.vice.com/en/article/xgz4yz/trumps-georgia-phone-call-may-ha…
kurz: https://is.gd/6gGeIf

@Einfach Unglaublich, 9:27

„Lächerlich

Trump hat kein Amt.
Deswegen kann man ihn auch keines Amtes entheben.

Der private Rachefeldzug von Nancy Pelosi ist lächerlich.

Sie missbraucht den Kongress, um ihre persönliche Abrechnung mit Trump fortzuführen.

Redemanuskripte zu zerreißen war ihr nicht genug.“

Trump hatte damals ein Amt. Also muss er sich auch verantworten für das, was er in der Zeit getan hat.

Wenn ich in meinen Job richtig ernsthaft Mist baue, muss ich dafür doch auch gerade stehen, selbst wenn ich nur befristet angestellt war und der Vertrag schon ausgelaufen ist.

@krittkritt

"Am 10. Februar 2021 um 10:31 von krittkritt
Die "Wahlbetrugsmasche" sollte trotzdem aufgeklärt werden.

@09:07 von Karl Klammer
Sonst wird ein Makel bleiben wie auf dem nicht-gewählten Präsidenten Bush. Der Wahlgewinner war späteren Recherchen zufolge Al Gore!"

Auch, wenn Sie es offensichtlich nicht wahrhaben wollen. Es gibt nix mehr aufzuklären. Die "Wahlbetrugsmasche" ist aufgeklärt. Dazu gibt es 59 Urteile amerikanischer Gerichte. Und falls Sie es noch nicht mitbekommen haben, hier noch mal das Ergebnis der Aufarbeitung: 0 Urteile für Trump. Es gab keinen Wahlbetrug. Ich werde den Eindruck nicht los, daß Sie gerne tote Pferde reiten. Ist hier schon des öfteren aufgefallen.

Wenn ich.....

meine Meinung äußern darf, dann möchte ich darauf hinweisen, daß es letztlich bei den Demokraten nur noch um Symbolik geht und wer sich bei den Republikanern traut, sich gegen Trump zu stellen. Alles andere ist nur Spiegelfechterei. Ich bin jetzt nur gespannt, ob dieser Kommentar auch wieder gerötet wird.

Wenn es so einfach ist...

nach all den Jahren der populistischen Demagogie so einfach davon zu kommen, dann ist dem Machtmissbrauch Tor und Tür geöffnet.
Es ist ein Armutszeugnis und zeigt wie angeschlagen die Demokratie inzwischen ist,
es steht zu befürchten das sich der "Trumpismus" wie ein Geschwür weiter verbreiten wird....
Und da braucht es eine Null Toleranz Strategie
den es ist unerträglich was diese 4 Jahre angerichtet haben in einem Land das sich der Freiheit und Gleichheit verschrieben hat.

Am 10. Februar 2021 um 09:29 von Old Lästervogel

Einigen-mit wem und auf welcher Rechtsgrundlage? Entweder wird er als schuldig verurteilt und darf kein Amt mehr ausüben, oder er wird freigesprochen.so ein bisschen schuldig und politisches Berufsverbot sieht das Rechtssystem in diesem Fall nicht vor.

@krittkritt, 10:31

„Die "Wahlbetrugsmasche" sollte trotzdem aufgeklärt werden.

@09:07 von Karl Klammer
Sonst wird ein Makel bleiben wie auf dem nicht-gewählten Präsidenten Bush. Der Wahlgewinner war späteren Recherchen zufolge Al Gore!“

Sie haben Recht, sowas sollte man nicht einfach stehen lassen. In Myanmar versuchen das ja gerade auch welche - wenn auch wenig glaubhaft. Insofern ist eine juristische Aufklärung angebracht.

Nur nach meinem Kenntnisstand gab es in den USA diverse Gerichte, wo Trumps Anwälte geklagt haben und die sich zu den Vorwürfen dann auch geäußert haben. Da sind keine hinreichenden Belege für Betrug gefunden worden.
Das wäre ja ein ernstzunehmender Teil von Aufarbeitung, die dann schon gelaufen ist, oder?

Haben Sie das auch mitbekommen? Oder sehen Sie das anders?

10:31, krittkritt

>>Die "Wahlbetrugsmasche" sollte trotzdem aufgeklärt werden.
@09:07 von Karl Klammer
Sonst wird ein Makel bleiben wie auf dem nicht-gewählten Präsidenten Bush. Der Wahlgewinner war späteren Recherchen zufolge Al Gore!<<

Das Reiten von toten Pferden scheint wirklich Ihr Hobby zu sein.

Noch einmal:

Die Vetreter der Wahlbetrugsthese haben bisher nichts produziert, was auch nur ein einziges US-Gericht zur Aufnahme eines Verfahrens bewegt hätte. Sie wissen, daß Trump zahlreiche Richter, nicht nur für den Supreme Court, ernannt hat. Sollten Sie also den US-Gerichten unterstellen, von Trumpgegnern unterwandert zu sein, so möchte ich bitten, vor dieser Tatsache nicht die Augen zu verschließen.

Bush Jr. ist, ebenso wie Trump, mit einer Minderheit der Wählerstimmen ins Amt gekommen. Im Gegensatz zur vorliegenden Situation hing es, was Sieg oder Niederlage betrifft, an einem einzigen Bundesstaat, nämlich Florida. Da hat Supreme Court die x-te Auszählung gestoppt und Gore das akzeptiert.

@ 10:16 von Anderes1961

Sie haben recht. Entschuldigung!
Natürlich will ich den Elefanten nicht zu nahe treten.
Mr. Trump führte sich im Amt auf, wie die berühmte Axt im Walde.

Die Verurteilung des Lukullus

(eine Oper von Brecht/Dessau) endet die Befragung mit „Ins Nichts mit ihm und ins Nichts mit allen wie er!“
Kurz - er wird verurteilt.
Ähnliches ist beim Impeachment gegen DT nicht zu erwarten. Ist das bedauerlich?

Im gestrigen Telefonat mit einem amerikanischen Freund in Florida, der sich "Independent" betrachtet, meinte, dass eine Verurteilung von Trump in eine Katastrophe führen könnte. Nein, er mag weder DT noch seine "Politik". "Wir brauchen keinen ultrarechten Märtyrer". Er fühle sich ggw. in den Staaten wie auf einem Pulverfass.
Besser sei es, DT wirtschaftlich einen Todesstoß zu versetzen.

Was mich umtreibt ist die Frage, wenn die Führungen der westlichen Staaten nun wissen, was DT für ein untauglicher Präsident war, warum gab es keine konzertierte Aktionen des Westens, ihn schon früher im Regen stehen zu lassen? Geradezu erbärmlich, wie sich einige versuchten, bei ihm einzuschleimen.

Gruß, Wolfgang

09:20 von pemiku

"Ein machtgieriger, egomanischer Ex-Präsident mit nach wie vor zu viel Macht."

Worin besteht denn seine Macht... Wollen Sie sich damit über das Wesen der Demokratie beklagen? Dass die Macht eben nicht im Amt liegt, sondern letztendlich in der Unterstützung von Bürgern?
Man kann zwar weiter versuchen Trump und die Republikaner gegeneinander auszuspielen oder Trump vom Wahlzettel 2024 zu streichen doch seine Wähler wird man so nicht gewinnen und die Spaltung im Land vertiefen.

um 09:27 von Einfach Unglaublich

"Der private Rachefeldzug von Nancy Pelosi ist lächerlich."
.
Offensichtlich ist Frau Pelosi nicht die Einzige, die das Impeachment vorantreibt. Aber solch lächerlichen Kleinigkeiten kann man ja auch unterschlagen. Einfach unglaublich!

@Hanno Kuhrt, 10:46

„Donald Trump

wird der erste und wohl auch einzige US-Präsident sein, der in zwei Impeachment -Verfahren frei gesprochen wird.
Ob ihm das jetzt nützt oder schadet, haben die Demokraten hoffentlich gründlich durchdacht, denn von vornherein war ein Erfolg so gut wie ausgeschlossen.“

Zumindest sind die Republikaner an der Stelle nun gezwungen, Farbe zu bekennen. Daran werden die Menschen sich vielleicht dann noch länger erinnern.

Und wer weiß, vielleicht kommen sie ja doch noch zu der Überzeugung, dass die Chance günstig genug ist, sich von Trump zu distanzieren. Wenn die Ankläger der Demokraten gute Argumente liefern und auch in der Öffentlichkeit dafür Zuspruch zu erkennen ist, wäre es so vielleicht relativ gesehen noch ein leicht(er)es zu sagen, dass Trump an der Stelle doch zu weit gegangen ist.

@10:14 von Diabolo2704

"Das Vorbringen, Herr Trump hätte kein Amt mehr inne, ist ein Scheinargument. Wenn er tatsächlich kein Amt hätte, dann hätte er auch keine Ansprüche auf Personenschutz, Fahrer, Büro mit Personal und Pension.

Nota bene : Auch Ex-Präsidenten werden mit Mr. President angeredet - und das nicht ohne Grund.

All das muß einem nicht mehr aktiven Präsidenten aberkennbar sein und dafür muß es auch ein geregeltes Verfahren geben. Das ist das Impeachment."

In der Juristerei kann man nun mal Auslegung aus verschiedensten Perspektiven betreiben. Lächerlich ist da nix. Einleuchtend ist, dass das Instrument vor allem dafür gedacht ist den Präsidenten von der Macht zu entfernen was nun einfach mal obsolet ist. Im Hinblick auf Wiederwahl wurde das wohl noch nie betrachtet und ausgelegt.

10:31 von krittkritt

>>Die "Wahlbetrugsmasche" sollte trotzdem aufgeklärt werden.

@09:07 von Karl Klammer
Sonst wird ein Makel bleiben wie auf dem nicht-gewählten Präsidenten Bush. Der Wahlgewinner war späteren Recherchen zufolge Al Gore<<

Auweia! Sie reiten immer noch dieses seit Monaten tote Pferd.
Haben Sie nicht mitbekommen dass ca. 60 Gerichte keinen Grund gefunden haben dass die Wahl nicht korrekt wäre?
Zum Teil haben Gerichte die Klage gar nicht angenommen. Dies ist äußerst peinlich für den Kläger wenn ein Gericht ihm damit sagt dass seine Klage völlig unsinnig ist.
Erkennen auch Sie bitte die Realität an, auch wenn Ihr Favorit abgewählt wurde.

09:58 von Egleichhmalf

"Kann und müsste DT nicht auch für seine Aufwiegelung von der Staatsanwaltschaft angeklagt werden?"
Nicht nur, die vorherige Kenntnis und das Unterlassen von Gegenmaßnahmen sind ebenso strafrechtlich zu bewerten.
Für einen zu der Zeit amtierenden Präsidenten ist dies eine schwerwiegende Pflichtverletzung bis hin zur Untersützung einer terroristischen Vereinigung, das sollte durchaus entsprechend abschließend gerichtlich bewertet und gewürdigt werden. Schon alleine um derartiges Verhalten in Zukunft zweifelsfrei einordnen zu können.

Es wäre schon nett wenn H.

Es wäre schon nett wenn H. Trump kein öffentliches Amt mehr bekleiden dürfte. Verwirrte die ihn wählen würden gibt es leider genug.
Aber jetzt einen Rachefeldzug abzuhalten finde ich verfehlt. Rache bringt nichts.
Trump hat für genügend Feindschaft gesorgt.
Und sich mit den seltsamsten Leuten verbündet.
Armes Amerika.

um 09:01 von Sisyphos3

,,...immerhin - auch wenn das hier im Thread keiner zu begreifen scheint -
der kriegte 47 % der Stimmen
also gegen wen will man sich wenden ?..."

Der Thread war erst eine Minute alt und Sie waren der Erste. Und doch hatten Sie schon alles gelesen...?!

Seit Monaten wurden hier Gründe, Analysen, Fakten und Meinungen diskutiert über das ,,Phänomen", das dieser 'Block 47' mit oder ohne Wahlergebnis in den USA darstellt und warum davon eine große Gefahr ausgeht. Die Zustimmung hat nicht immer etwas mit Überzeugung zu tun oder lauteren Absichten. Haben Sie vergessen, wie leicht es dieser Mann aus Braunau hatte, bei ,,uns" solch eine Zustimmung zu kassieren mit Krawall, Hetze, Toben, nationalistischem Pathos und Schmeicheleien für die Zukurzgekommenen? Millionen sind da ergeben hinterhergedackelt und haben ihr Herrchen brav bis zum Ende verteidigt. Ich verstehe nicht, was so verwundernwert wäre an Ihren 47%. Warum sind Sie nicht froh über die 52 der Vernünftigen? Lieber beim 1en Prozent?

@ 10:31 von krittkritt

Eine Frage: Warum versuchen Sie, das tote Pferd "Wahlbetrug" zu reiten und mit "-maschinerie" noch aufzupeppen? Sämtliche juristischen Prozesse und Nachzählprozedere sind durch, es gab und gibt keine Belege.
Oder unterstellen Sie, dass unter Trump und seinen ständigen Schlägen unter die Gürtellinie die amerikanische Justiz ihre Unabhängigkeit verloren hat? Dann bewegen wir uns allerdings auf einer ganz anderen Ebene.

@09:58 von Egleichhmalf

"Wie sieht es aber mit einem streng juristischen Verfahren aus? Kann und müsste DT nicht auch für seine Aufwiegelung von der Staatsanwaltschaft angeklagt werden?
Würde mich interessieren."

Juristisch würde das wohl komplett scheitern weil er nun mal keine konkrete Anstiftung betrieben hat. Dieses zwischen den Zeilen lesen und ihn bewusst so verstehen wollen wie es Extremisten tun würden ist halt zu dünn.
Manche versteigen sich ja sogar dazu, seine konkreten Gedanken und Intentionen zu kennen.
Ein streng juristisches Verfahren, in dem nicht schon vorher feststeht wie "Richter" mit Demokratenparteibuch abstimmen werden, wie es in diesem Verfahren der Fall ist, würde ich absolut begrüssen.

10:57 von karlheinzfaltermeier

wenn ich darf, möchte ich mich dem kommentar und auch der frage vollumfänglich anschliessen!

@Glasbürger

"
Am 10. Februar 2021 um 11:06 von Glasbürger
@ 10:16 von Anderes1961

Sie haben recht. Entschuldigung!
Natürlich will ich den Elefanten nicht zu nahe treten.
Mr. Trump führte sich im Amt auf, wie die berühmte Axt im Walde."

Alles gut, Sie müssen sich dafür nicht entschuldigen. Man muß in der Tat ein wenig aufpassen mit der Wahl seiner Metaphern, ich habe auch schon hin und wieder daneben gegriffen. Das passiert. Aber ein wenig Achtsamkeit ist angebracht (gilt natürlich auch für mich), denn Worte sind nicht einfach bloß Worte. Wenn sie geschrieben und oder ausgesprochen werden, lösen sie im Kopf des Empfängers etwas aus.

Die Formulierung "Axt im Walde" gefällt mir schon deutlich besser. Ich hoffe, daß die Elefanten nun endlich ihren Frieden finden und nicht mehr mit Trump verglichen werden. :-)

Interessanter Beitrag

Ein sehr interessantes Interview mit Herrn Lütjen. Kritisch und unvoreingenommen, so etwas höre ich gern alle Tage.

Im Vergleich zu Trumps (derzeit im TV zu erlebenden) Anwälten

dürfte jeder Müllwerker oder Kanalarbeiter mehr Ehrgefühl im Leib haben.
Die zu letztgenannten Berufsgruppen Zählenden machen ob ihres äußeren Erscheinungsbildes in aller Regel nur nicht so einen „seriösen“ Eindruck.

10:57 von karlheinzfaltermeier

«… dann möchte ich darauf hinweisen, daß es letztlich bei den Demokraten nur noch um Symbolik geht und wer sich bei den Republikanern traut, sich gegen Trump zu stellen. Alles andere ist nur Spiegelfechterei.»

"Spiegelfechterei" ist dabei gar nichts.
"Symbolik" ist dabei fast alles.

1. ist die Verhandlung im Senat im politischen Sinn wie eine Verhandlung im juristischen Sinn vor dem US Supreme Court.

2. ist es in diesem Fall ein Präzendenzfall, den es so noch nie gab.
Nie stand ein Präsdent, der nicht mehr im Amt ist, so vor Gericht.

3. wiesen 57 Senatoren (= das Richtergremium) den Antrag der Anwälte zurück, das ganze sei verfassungswidrig, weil nicht mehr im Amt. Präzendenzurteil. Auf solchen Urteilen baut die gesamte US-Justiz auf. Nun geklärt.

4. kann es nicht sein, dass ein nicht wiedergewählter Präsident bis zur Amtsübergabe machen kann, was er will, ohne dass es dafür eine Gerichtsbarkeit gibt.

5. werden ganz sicher nicht 17 Republikaner für das Impeachment votieren.

@Wolfgang GA

"[...] Im gestrigen Telefonat mit einem amerikanischen Freund in Florida, der sich "Independent" betrachtet, meinte, dass eine Verurteilung von Trump in eine Katastrophe führen könnte. Nein, er mag weder DT noch seine "Politik". "Wir brauchen keinen ultrarechten Märtyrer". Er fühle sich ggw. in den Staaten wie auf einem Pulverfass.
Besser sei es, DT wirtschaftlich einen Todesstoß zu versetzen. [...]"

Interessante These, die Ihr Freund da hat. Hat er Ihnen auch eine Begründung genannt? Die würde mich wirklich interessieren. Wenn ja, könnten Sie sie bitte hier noch posten?

Trumps Zweites Impeachment - Irrwitzige Veranstaltung?

Europäischen Juristen dürfte sich der Magen umdrehen:
1. Ankläger Raskin gibt während der Anklage eine Zeugenaussage ab.
2. Im emotionalen Video wird die Chronologie der Geschehnisse durcheinander geworfen.
3. Der Anwalt des Angeklagten lobt die gute Vorbereitung der Anklage, spricht dann von "Rache" und Schauprozess.

Zu Punkt 1: Die abstimmenden Senatoren, die zum Zeitpunkt der Stürmung im Capitol anwesend waren, sind sämtlich BETROFFEN, somit befangen.
Zu Punkt 2: Achronologische Bildaneinanderreihung im Video der Anklage, mag als gestalterische Montage im amerikanischen TV reisserische Wirkung erzielen, in Europa bezeichenen Media Professionals dies als "verfälschend".
Punkt 3: Wenn die Verteidigung die Anklage gut findet, und einen Racheakt an Trump vermutet, dann muss es wohl veritable Gründe geben, den Ex-Präsidenten des Amtes zu entheben. Z.B. 6 Tote?
Fazit: Selbst wenn das Impeachment scheitert, wirkt die Anklage nach.
Unwählbar - so sollte Trump am Ende dastehen.

@ 09:58 von Egleichhmalf

"Dieses Impeachment-Verfahren …
… ist eine politische, von der Verfassung so vorgesehene Maßnahme, die - ebenfalls aus politischen Gründen - scheitern kann - und dies vermutlich auch tun wird.
Wie sieht es aber mit einem streng juristischen Verfahren aus? Kann und müsste DT nicht auch für seine Aufwiegelung von der Staatsanwaltschaft angeklagt werden?
Würde mich interessieren."
Das Amtsenthebungsverfahren ist kein juristisches Verfahren und steht einem juristischen Verfahren nicht entgegen. Eine Anklage ist somit weiterhin möglich. Wenn man die US-Verfassung liest, dann ist der Art. II nur auf eine Person gerichtet, die noch im Amt ist. Da es aber kein juristisches Verfahren ist, können Kongress und Senat machen was sie wollen. Wenn Sie das Ganze mehr interessiert, empfehle ich Ihnen die englische Wikipedia zu lesen. Die deutsche Wikipedia ist nur in der Diskussion okay, ansonsten beruft sie sich ohne Zitat auf die Verfassungsväter, eine übliche Methode, wenn die Argumente fehlen.

um 11:16 von Olivia59 09:20 von pemiku

["Ein machtgieriger, egomanischer Ex-Präsident mit nach wie vor zu viel Macht."]

,,Worin besteht denn seine Macht... Wollen Sie sich damit über das Wesen der Demokratie beklagen? Dass die Macht eben nicht im Amt liegt, sondern letztendlich in der Unterstützung von Bürgern?"

Korrekt benutzen Sie hier die Gegenwartsform. Die Macht 'besteht' ja immer noch, wenn auch ohne das magische Twitter - Zepter.
Der Traum aller zu wenig wertgeschätzten Kinder... Allmacht haben und Alle bestrafen dürfen, die böse sind oder wenigstens nicht respektvoll genug. Und die natürlich, die sich über das stabile Genie hinterrücks lustigmachen, eigentlich aber nur neidisch sind auf die große Zustimmung. Besonders aber sollen die ihr Fett kriegen, die auch reich sind, aber eben anders, mit Bildung und so und vielleicht sogar Arbeit.

Wenn das keine Macht ist, auf dem WC zu sitzen und die Hassgefühle hunderter Millionen Leute steuern zu können, die stolz followen, dann hab ich social media nicht verstanden.

@Einfach Unglaublich, 09:27

Sie übernehmen die Argumentation der trumpschen Anwälte. Wer nicht mehr im Amt ist, kann auch nicht aus dem Amt entfernt werden. Die meisten Juristen halten ein Impeachment dennoch für verfassungsrechtlich zulässig. Dies vor allem auch deshalb, weil ein abgewählter, aber noch im Amt befindlicher Präsident ansonsten für sein kriminelles Tun, ja sogar für einen Staatsstreich, nicht belangt werden könnte. Gerade in der Phase er Amtsübergabe wäre dies ein Freibrief, gewaltsam an der Macht zu bleiben. Dies kann nicht im Sinne der Verfassung sein. Zudem wurde Trump noch während seiner Amtszeit mit dem Impeachment bedacht.
Es geht im übrigen doch nicht um einen Rachefeldzug von Pelosi. Haben Sie denn nicht die schrecklichen Bilder von der Stürmung des Capitols durch den gewalttätigen Mob in Erinnerung, die Todesangst der Abgeordneten, den Aufruf von Trump, das Land zu verteidigen, sein Verständnis für die Chaoten? In der Tat - Einfach Unglaublich...

11:16, Olivia59

>>Man kann zwar weiter versuchen Trump und die Republikaner gegeneinander auszuspielen oder Trump vom Wahlzettel 2024 zu streichen doch seine Wähler wird man so nicht gewinnen und die Spaltung im Land vertiefen.<<

Ein Teil von Trumps Wählern ist nicht zu gewinnen. Er lebt in einer parallelen Realität. Da ist nichts zu machen. Argumente prallen wirkungslos ab. Es handelt sich um eine Sektenmentalität. Haben Sie schon einmal versucht, mit einem Zeugen Jehovas zu diskutieren? So bitter wie es ist, aber mit dieser Spaltung müssen wir leben. Gefährlich wird es dann, wenn die Bewohner dieser Parallelrealität die Gesetze der "Realität der anderen" nicht mehr akzeptieren. So wie die von Trump befeuerten Capitolstürmer. Die Spaltung vertieft Trump und nicht die anderen.

10:31 von krittkritt

«Die "Wahlbetrugsmasche" sollte trotzdem aufgeklärt werden.

Sonst wird ein Makel bleiben wie auf dem nicht-gewählten Präsidenten Bush. Der Wahlgewinner war späteren Recherchen zufolge Al Gore!»

101 bis 1.001 Gerichte in den USA wiesen Klagen zurück, und ließen nicht eine einzige der Luftnummern an Klage-Gejammer der Trupistians wegen: "Stolen Election" zu. Weil das außer Gefasel vom ersten Moment an gar nichts war.

Genauer gesagt … war die Wahl schon Monate vor dem Termin Anfang November 2021 "stolen", was monatelanges Gefasel vorbereiten sollte. Vorbereiten sollte, um im Fall der Niederlage Trumps einen Staatsstreich anzetteln zu können. Trump on his own war das gar nicht. Er war immer nur das Sprachrohr vor Mikros und Kameras. Ideengeber ganz andere.

Der Vergleich zu GW Bush vs. Al Gore aus dem Jahr 2000 kann gar nichts. Damals ging es um Stimmennachzählung bzw. deren Ende. Und der Unterlegene (Al Gore) hat akzeptiert, und nicht versucht, einen Staatsstreich anzuzetteln.

09:07 von Karl Klammer

Meines Wissens nach ist ein Impeachment ja nicht mit einer Gerichtsverhandlung zu vergleichen, wo Zeugen und Beweise genügen. In diesem Fall liegt die Crux bei den Republikanern. Es müssen genug von denen ihr OK zur Amtsenthebung geben (17 Personen), erst dann wird es durchgezogen werden können. Sämtliche deutsche Journalisten vor Ort haben allerdings schon "auf wenig Aussicht" gesetzt. Also egal, wieviel Fakten und Beweise noch dargelegt werden. Eigentlich müssten im theoretischen Sinn schon die Videoaufzeichnungen von der Erstürmung des Kapitols und Trumps vorherige Rede und Aufwiegelei ausreichen. Eigentlich...

Blamable Vorstellung der Trump-Anwälte

Wer gestern auf CNN die Reden der Trump-Anwälte , vor allem den völlig wirren, unstrukturierten Beitrag von RA Castor, aber auch die langatmigen, fahrigen Aussagen von RA Schoen gehört hat, konnte erkennen, wie wenig Substanz hinter der Verteidigungsstrategie steckt. Fast schien es, als sei das schlechte Gewissen greifbar, einen Mann zu verteidigen, der einer schlimmen Tat überführt ist, aber keinerlei Unrechtsbewusstsein zeigt. Ganz anders der Impeachment Chef-Ankläger Raskin: Rhetorisch brillant, emotional und inhaltlich überzeugend. Zudem in Video, dass betroffen machte und die dramatischen Momente der Erstürmung des Capitols vor Augen führte. Die Reps müssen sich entscheiden: Stehen sie noch für demokratische Grundwerte, für Recht und Ordnung oder bleiben sie Gefangene eines Feindes der Verfassung. Sind sie Vasallen oder Senatoren mit einem Rest von Rückgrat...?

@Nettie

"Am 10. Februar 2021 um 11:46 von Nettie
Im Vergleich zu Trumps (derzeit im TV zu erlebenden) Anwälten

dürfte jeder Müllwerker oder Kanalarbeiter mehr Ehrgefühl im Leib haben.
Die zu letztgenannten Berufsgruppen Zählenden machen ob ihres äußeren Erscheinungsbildes in aller Regel nur nicht so einen „seriösen“ Eindruck."

Schon wieder so ein schiefes Bild, gerade noch habe ich es bei einem anderen User kritisiert. Müllwerker (heißt seit vielen Jahren Entsorger) und Kanalarbeiter sind sehr seriöse und durchaus anspruchsvolle Berufe. Deren äußeres Erscheinungsbild quasi durch die Blume als unseriös zu bezeichnen, finde ich ziemlich danaben.

Ein wenig mehr Achtsamkeit bei der Wortwahl wäre wünschenswert.

11:10 von Wolfgang GA

>>Was mich umtreibt ist die Frage, wenn die Führungen der westlichen Staaten nun wissen, was DT für ein untauglicher Präsident war, warum gab es keine konzertierte Aktionen des Westens, ihn schon früher im Regen stehen zu lassen? Geradezu erbärmlich, wie sich einige versuchten, bei ihm einzuschleimen.<<

Mit Ihrem letzten Satz meinen Sie sicherlich die Herren Orban und Kaczyinski.
Die hier im Forum überwiegend negativ kritisierte Frau Merkel hat sich bei Trump, wie Sie sicherlich wissen, nicht eingeschleimt.
Für Rechtspopulisten wie Mr. Trump sind intelligente, erfolgreiche Frauen der reine Horror.

@Schwebe, 11:36 Uhr - Standpunkt

Lieber Herr Schwebe,

Sie haben doch sicherlich auch das Video gesehen, in dem noch einmal die dramatischen Bilder von der Erstürmung des Capitols und die reißerische Rede von Trump gezeigt wurden. Auch die anschließenden verständnisvollen Worte, die er an den gewalttätigen Mob richtete. Nun mal Hand aufs Herz: Berühren Sie derartige Vorkommnisse denn gar nicht? Sind das die Werte, für die Sie stehen, für die Amerika stehen soll...? Ganz klar: Hass, Hetze, sprachliche Verrohung und Gewalt haben in der politischen Auseinandersetzung, ja im Leben schlechthin nichts zu suchen. Was auch bei uns mit Pegida-Demos und mitgeführten Galgen begonnen hat, mit den Szenen von Reichsbürgern, Rechtsextremisten u.a. gewaltbereiten Chaoten vor dem Reichstag, darf keine Fortsetzung finden. Ich bin sicher, Sie sehen das ähnlich. Sagen Sie es einfach einmal in aller Deutlichkeit. Bleiben Sie gesund!

12:06, Jacko08

>> Sämtliche deutsche Journalisten vor Ort haben allerdings schon "auf wenig Aussicht" gesetzt. <<

Ich nehme an, daß Sie auch in den USA niemanden finden, der dem Impeachment-Prozess eine Erfolgsaussicht einräumt. Das schließt diejenigen, die ihn vorantreiben, ein. Sie betrachten es aber als ihre politische Pflicht, es trotzdem zu versuchen.

um 11:47 von

um 11:47 von Anderes1961
@Wolfgang GA
"[...] Im gestrigen Telefonat mit einem amerikanischen Freund in Florida, der sich "Independent" betrachtet, meinte, dass eine Verurteilung von Trump in eine Katastrophe führen könnte. Nein, er mag weder DT noch seine "Politik". "Wir brauchen keinen ultrarechten Märtyrer". Er fühle sich ggw. in den Staaten wie auf einem Pulverfass.
Besser sei es, DT wirtschaftlich einen Todesstoß zu versetzen. [...]"

Interessante These, die Ihr Freund da hat. Hat er Ihnen auch eine Begründung genannt? Die würde mich wirklich interessieren. Wenn ja, könnten Sie sie bitte hier noch posten?
_______
Rick meinte, dass wir es uns wohl in Europa nicht vorstellen können, dass "die Chaoten immer noch bewaffnet und mit Fahnen pro Trump durch die Gegend ziehen". Slogans wie "resistance", "push back", "Trump is our President" seien noch die harmlosen. Und das täglich, wenn Rick ins Office geht.

Gruß, Wolfgang

Viele

Scheinen zu vergessen das nach Demokratischen Prinzipien, bei denen immer noch one-man-one-vote gilt Trump eigentlich nie gewählt wurde, denn das "popular vote" hat damals Hillary mit ausreichendem Abstand gewonnen. So wie Biden jetzt.
Selbst wenn Trump mit seinen Klagen durchgekommen währe, währe die demokratische Legitimation durch die meisten Stimmen immer noch bei Biden gewesen. Es wäre nur eine weitere dem Volk durch ein undemokratisches Wahlsystem gestohlene Wahl gewesen, wie es so viele schon gab.
Und das ist das woran Trump eigentlich anknüpft:
Seine Wähler, und die Republikaner wissendes sie Schon mehrfach gegen den Willen ihres eigenen Volkes regiert haben, das sie schon lange keine Mehrheit mehr haben.
Und dieser Wissen, diesem Vorwurf des Wahldiebstals (auch durch ihr eigenes Gewissen -viele haben so etwas trotzaltem noch) setzen sie ihre eigene Erzählung entgegen; ich glaube nicht das sie sich selber glauben.

@Ritchi Amtsenthebungsverfahren- kein Gerichtsverfahren?

Zitat:"Wie sieht es aber mit einem streng juristischen Verfahren aus? Kann und müsste DT nicht auch für seine Aufwiegelung von der Staatsanwaltschaft angeklagt werden?
Würde mich interessieren."

Ja, das hätte man sich gewünscht. Denn die Anklage müsste auf den Ausgangspunkt, der Falschbehauptung, Trump hätte die Wahl gewonnen, aufbauen müssen.
Es war eine Lüge, die Trump hunderte male öffentlich wiederholt hat. Demagogie.

Und dementsprechend wären Senatoren, die am Tag der finalen Auszählung die "Objections" gegenüber der Zertifizierung vorbrachten, ebenfalls Lügner, somit Mitverschwörer.
Da im Senat fast alle Anwesenden Zeugen der Tat waren, Opfer einige sogar Mitverschwörer, kann der Senat wegen Befangenheit gar kein Urteil fällen. OPFER, ZEUGEN oder MITTÄTER können kein Urteil fällen, oder?
Ich hätte nicht erwartet, dass Trumps zweites Impeachment derart hahnebüchen abläuft.

verteidiger arbeiten für erfolgsvergütung...

und denen steht mit sicherheit der schweiß auf der stirn.

bis zur letzten amtsminute ist der inhaber selbstverständlich voll zur verantwortung zu ziehen.

das amtsenthebungsverfahren ist eine vorstufe für weitere konsequenzen, auch um eine politische rückkehr in verantwortung auszuschließen.

@Wolfgang GA, 11.10 Uhr

Ich erinnere mich noch gut an die Rede von Kanzlerin Merkel an der Harward Universität, in der Sie mit deutlichen Worten gegen Hass und Hetze sowie gegen die Austauschbarkeit von Wahrheit und Lüge gekämpft hatte. Mutige Worte vor einem dankbaren Publikum. Aber Sie haben Recht, es hätte mehr konzertierten Widerstand gegen Trump geben sollen. Eine Verurteilung Trumps wäre mit Blick auf seine Taten folgerichtig. Bezeichnend ist doch, dass die meisten Reps von Angst getrieben sind - nicht nur der Sorge um ihre weitere politische Karriere, sondern Angst um ihr Leben. Aber bewältigt man Angst, indem man den Initiator gewähren lässt? Auf Republikaner, die für das Wahlverfahren zuständig waren, wurde massiver Druck ausgeübt - von Trump persönlich. Auch diese Taten blieben letztlich ohne Konsequenz. Die USA brauchen einen Prozess der Selbstreinigung. Die Trump-Jünger müssen zurückgewonnen werden - und das gelingt nur durch die Demaskierung ihres Heilsbringers, durch die Einsicht der Senatoren

09:01 von Sisyphos3

«immerhin - auch wenn das hier im Thread keiner zu begreifen scheint -
der kriegte 47 % der Stimmen.»

Ganz zauberhaft,wie man bereits im allerersten Kommentar eines neuen Threads vorausahnen kann, was an anderen Kommentaren noch kommt, und wer was begreift.

Hätten Sie mal besser die Copy & Paste Funktion heute früh was länger schlafen lassen, und tatsächlich mal was Neues geschrieben. Wäre dann nicht schon von vorne herein so plump gewesen. Aber zu spät …

Ja … 47% hat er gekriegt … der Gefönte.
Für das aktuelle Impeachment komplet uninteressant.
Auch 49% ist abgewählt in einem Wahlsystem wie das in den USA.

Der Nicht-Wiedergewählte kann mit juristischen Mitteln gegen ein seiner Meinung nach nicht rechtmäßiges Wahlergebnis angehen. Hat die Ex-Luftnummer im White House mit Luftnummer-Gejammer versucht. Außer Spesen nichts gewesen. Woher denn auch.

Dann hat er versucht, den Staatsstreich anzuzetteln.
Nun hat er Impeachment the 2nd.
Und weiter jammern wird er zusammen mit den 47%.

10:41 von Jim456

>>Ob Trump jemals wieder ein Amt inne haben darf ist eigentlich unerheblich. Sobald er eine(n) seiner rechten Familienmitglieder irgendwo einkauft, dann redet auch er wieder mit. Mit Demokratie hat das nichts zu tun, was aber vermutlich der GOP auch egal ist.
<<

Diese Bedenken teile ich. Da gibt es noch einige des Trump-Clans, die irgendwann auch wieder erscheinen könnten. Und wenn es nur wegen ihres Namens ist, den sie inne haben. Ich habe Donald Trumps Jr. Rede auch damals mitgehört. Er steht seinem alten Herrn in nichts nach, so war mein Eindruck.

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