Kommentare - Streit über AstraZeneca-Impfstoff: Hoffen auf einen Kompromiss

Kommentare

Astra Zeneca soll das Geld zurückbezahlen

Es fragt sich doch, ob wir diesen Impfstoff überhaupt brauchen. In der Testgruppe mit 2 vollen Dosen erzielte er laut Medienberichten nur 62% Wirkung. Das ist schon einmal sehr bescheiden im Verhältnis zu den anderen Impfstoffen. Hinzu kommt, dass nicht wie bei Grippeimpfungen sicher ist, dass Geimpfte, bei denen die volle Wirkung sich nicht entfaltet und die sich daher mit Covid-19 infizieren, dann einen milderen Verlauf haben. Es besteht die Befürchtung eines schwereren Verlaufs. Es gibt bessere Impfstoffe und es wird auch noch bessere in Zukunft geben. Allein von dem Biontech/Pfizer-Impfstoff hat die EU so viele Dosen geordert, das die gesamte Bevölkerung damit geimpft werden kann. Wenn also AstraZeneca sich nicht in der Lage sieht, den Impfstoff wie verabredet zu liefern, sollten wir auf diesen Impfstoff ganz verzichten. Zumal die angekündigten Dosen kaum helfen werden, uns aus dem Lockdown zu befreien. Also Vertrag auflösen und Geld zurückverlangen.

@ 17:01 Jubella20 Astra Zeneca

Soviel ich weiß haben die EU-Parlamentarier bisher nur den, teilweise geschwärzten, CureVac-Vertrag und nur in bestimmten Lesesälen zu sehen bekommen.

Das EU-Parlament fordert schon seit längerem die Offenlegung der Verträge.

Die Aussagen über die Wirksamkeit sind unterschiedlich, da die Dosismenge bei der 1. Impfung verschieden war.
Das muss man gründlich überprüfen.

Der Preis ist niedriger, weil es ein Vektor-Impfstoff ist, mit altbekanntem und erprobten Verfahren.

Die Massenproduktion bzw. Anpassung an Mutationen ist ggf. schwieriger,
wird andererseits jährlich gegen Influenza auch vorgenommen.

Das Vorgehen der EU-Kommission ist kritisch zu betrachten,
meint
Mrs. Dalloway

Also...

...erstmal bin ich froh das ich meiner Mutter einen baldigen Impftermin in NRW besorgen konnte. Auch bin ich froh das der BioNTech-Impfstoff auf der Bestätigung stand.
Welchen Impfstoff ich später bekomme?
So what.
Wenn er hilft!

@ 17:01 von Jubella20

„ Die schlechte Wirksamkeit war schon Ende Sommer bekannt!“

Die Studie zur Zulassung des Impfstoffes, die mir heute extra heruntergeladen habe, ist am 8.12.20 in „The Lancet“ veröffentlicht. Wohl kaum „Ende des Sommers“. Und „schlechte Wirksamkeit“ muss meiner Meinung nach noch untersucht werden. Es gab eine Dosierung mit schlechterer Wirksamkeit (62%) und ein mit besserer (90%). Allerdings finde ich die Studie an der Stelle ein wenig diskussionswürdig. Da hätte ich noch gerne mehr Daten. Auch zu Menschen über 60 wird wohl noch was gemacht werden müssen.

Aber auch die 62% Wirksamkeit für einen Impfstoff wären vor einem halben Jahr noch sehr akzeptabel gewesen.

Aber im Moment hätte ich auch lieber den von Biontech. Aber da ich derzeit gar keinen bekomme, wäre Astra auch besser als nichts.

@fathaland slim, 15:41

"Das Problem beim Impfstoff ist schlicht und ergreifend, daß nicht genügend produziert werden kann, da noch nicht genügend Impfstofffabriken vorhanden sind. Die baut man nicht mal eben einfach so. So schnell geht das nicht. Das ist logistisch und technisch höchst anspruchsvoll"

Das bezweifle ich auch nicht. Aber es ist nicht nur machbar, sondern ganz offensichtlich auch dringend nötig. Und es wäre zumindest gut, wenn die Probleme sich jetzt tatsächlich aufs Logistische und Technische beschränken würden, damit unverzüglich angefangen werden kann und dabei nicht wertvolle Zeit verloren wird. Das nötige Know-how sollte jedenfalls überall verfügbar sein. Genauso wie die Bereitschaft der Bürger, mitzuhelfen so gut sie können.

17:30, werner1955

>>Was genau könnte das Europaparlament Ihrer Ansicht nach tun?
fathaland slim @

Das was Sie sonst auch immer tun. Verhandeln bis ein klares und gutes Ergebniss für alle Bürger in dewr EU erreicht ist<<

Was verhandelt ein Parlament denn, und mit wem?

@ um 15:41 von fathaland slim

"…
Das Problem beim Impfstoff ist schlicht und ergreifend, daß nicht genügend produziert werden kann, da noch nicht genügend Impfstofffabriken vorhanden sind. Die baut man nicht mal eben einfach so. So schnell geht das nicht. Das ist logistisch und technisch höchst anspruchsvoll."
.
Für mRNA-Impfstoff braucht es keine Fabriken. Da genügt im wesentlichen ein Automat, der die Sequenz herstellt. Auch die Fetttröpfchen sind kein Hexenwerk. Ebenso sind Abfüllmaschinen genügend vorhanden.
Langsam scheint eine Einigung stattzufinden, so dass auch Pharmafirmen ohne eigenen Produkt in die Fertigung einsteigen wollen.

17:59, Ritchi @ um 15:41 von fathaland slim

>>Für mRNA-Impfstoff braucht es keine Fabriken. Da genügt im wesentlichen ein Automat, der die Sequenz herstellt. Auch die Fetttröpfchen sind kein Hexenwerk. Ebenso sind Abfüllmaschinen genügend vorhanden.<<

Und warum rollt die Massenproduktion bei BionTech/Pfizer dann nicht schon längst? Es wäre ja auch im ureigensten Interesse der Firma, die den Impfstoff ja verkaufen möchte.

So ganz kann das nicht stimmen, was Sie schreiben.

@Nettie 15:15 + 17:49

"nach meinem Dafürhalten liegt das Problem hier eher an brachliegendem bzw. ungenutztem menschlichen Potential"

Da liegt Ihr Dafürhalten aber leider daneben. Es sind in der Tat logistische und materielle Gründe.

"Und es wäre zumindest gut, wenn die Probleme sich jetzt tatsächlich aufs Logistische und Technische beschränken würden"

Sie scheinen das fathaland slim nicht so richtig glauben zu wollen. Warum eigentlich nicht?

"damit unverzüglich angefangen werden kann und dabei nicht wertvolle Zeit verloren wird."

Aber es wird doch längst angefangen!
Schauen Sie in das belgische Pfizer-Werk, das während des laufenden Betriebes umgebaut wird, schauen Sie nach Marburg, schauen Sie auf den Biontech-Stammsitz, an dem bereits im letzten Frühjahr mit Bauarbeiten begonnen wurde.

Ich habe das Gefühl, dass so manchem gar nicht klar ist, dass es schon fast an ein Wunder grenzt, dass es zum jetzigen Zeitpunkt bereits mehrere einsatzfähige Impfstoffe gibt.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.
Die Moderation

Darstellung: