Kommentare - RKI meldet Höchstwert an Corona-Todesfällen

23. Dezember 2020 - 08:59 Uhr

Laut Robert Koch-Institut starben binnen eines Tages 962 Menschen in Deutschland, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten - erneut ein Höchstwert an Todesfällen. Der Inzidenzwert ist allerdings niedriger als gestern.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Was wäre wenn ...

... wenn es z.B. einen harten kurzen Lockdown Anfang November gegeben hätte, statt nur Flickwerk, welches das Infektionsgeschehen kaum beeinflusst hat? Dann hätten wir heute andere Zahlen. Das Sprichwort, „wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, bewahrheitet sich mal wieder sehr traurig und anschaulich.

Ab jetzt

wird absolut blind geflogen.....

über die Feiertage werden wir überhaupt nicht wissen, wie viele Tests durchgeführt werden etc.... , wer berichtet, eine Einschätzung könnte die Zahl der Positiven Test/ Anzahl aller Tests geben. Geht diese Zahl hoch, könnte es darauf hindeuten das sich das Infektionsgeschehen beschleunigt.... ansonsten, nur Fallzahlen aufzulisten, wird erst nach den Feiertagen so ab 4/10 Januar wieder Sinn machen.

ENDLICH: die Genesenen!

Endlich werden wieder einmal die Genesenen aufgeführt. Ich weiß nicht, warum alle immer auf die Gesamtzahl der Infektionen schauen, wo doch von den ehemals im März, April, Mai,..Infizierten keine Gefahr mehr ausgeht.
Das bedeutet, daß aktuell ca. 0,5 % der Bevölkerung infiziert sind. 99,5 % müssen sich einschränken.
Ich bin KEIN Corona-Leugner, ich trage Maske, ich halte gewisse Maßnahmen für wichtig. Aber Panik zu schüren angesichts dieser Zahlen.....
Und was die Zustimmung zu den Maßnahmen betrifft: ich würde gerne mal sehen, wie die Zahlen aussehen würden, wenn die Kosten auf die verteilt würde, die davon profitieren bzw. kaum Einschränkungen haben. Denn das berichten ebenfalls 2/3 der Bevölkerung. Zuhause bleiben und Geld kriegen - dann kann der Lockdown meinetwegen Monate dauern...

Cui bono?

Wem nützt die tägliche Kommunikation absoluter Infektion- und Todeszahlen? Und warum sperrt sich die ARD - lt. "Der Freitag", der eine entsprechende Anfrage stellte - so sehr gegen eine Erörterung und Berücksichtigung der Dunkelziffer bei den Infektionen, ohne die schließlich keine seriöse Berechnung der Gefährlichkeit einer Krankheit (Infection Fatality Rate) auskommt?
Ja, wir alle wissen, dass Covid 19 in schlimmsten Fällen tödlich ist, und wir alle bedauern dies, und ich denke, dass sich auch der überwiegende Teil der Bevölkerung an die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hält. Dennoch wäre eine differenziertere und detaillierter Betrachtung der täglich verbreiteten Zahlen sehr wünschenswert. Das bloße Verkünden absoluter Zahlen wurde schon zu Beginn der Pandemie vom RKI und Herrn Wieler höchstselbst kritisiert...

Steigende Zahlen! und Verlängerung!

Der sogenannte Lockdown greift nicht.
Läden und Schulen sind nicht
Pandemietreiber.

Solange normal „gearbeitet“ wird in Betrieben, Büros, Fabriken, Handel, Industrie, Behörden, Lagern, Auslieferung, ÖPNV, Unternehmen uvm. findet reger Austausch auch teilweise ohne Maske, ohne Abstand, ohne Lüften statt sowie Kontakte über Flächen und Aerosole, Sanitäranlagen uvm.

Dies wiederum führt zu Übertragung über private Kontakte, nun erst recht ohne Maske und erst recht ohne Abstand.

Sollte noch das schneller übertragbare mutierte Virus im Spiel sein, was wir erst in Kürze erfahren, könnte das ebenso eine Rolle spielen.

Ich erlebe vernünftige Menschen aber mehr und mehr, die nichtmal die Hände im Supermarkt desinfizieren oder Beschränkungen in privater Hinsicht vornehmen, mich wundert´s nicht.
Ich finde es nur schade, denn würde mich freuen, wenn ein Stück Verbesserung bereits Anfang des Jahres zu erwarten wäre .

Aber so wird das nichts, selbst Altmeier spricht von Monaten Verlängerung.

Wann wird sich denn

Wann wird sich denn eingestanden, dass die derzeitige Strategie gescheitert ist und man die Risikogruppen in den Fokus nehmen müsste? Die Zahlen der Neuinfektionen befinden sich auf stabilem Niveau, werden saisonal hoch bleiben und lassen sich offenbar nicht mit Alltagsmasken auf 50/100.000 senken. Ein Strategiewechsel würde wahrscheinlich mit dem gekränkten Ego einiger Politiker und dem von Prof. Drosten einhergehen und wird daher vermieden. Leider!

Die einzige relevanten Zahlen

sind die der Intensivstationen und die Sterbezahlen.

Alles andere ist theoretische Mathematik und geht an der Realität vorbei.

Menschen sterben. Aus Sachsen müssen die ersten Patienten auf andere Länder verteilt werden.

Das sind die Fakten.

Konstante Berichterstattung wäre schön

Könntet ihr nach so vielen Monaten nicht mal eine kleine Konstanz in die Berichterstattung bringen?
Warum gibt es Heute keine Infos zum R0? Ihr berichtet immer wieder über diesen wirklich wichtigen Wert, aber Heute ist er nicht zu sehen. Was ist denn die Voraussetzung über diesen Wert zu berichten?
Und der Höchststand an Toten ist unausweichliche Konsequenz eines Höchststandes an Infizierten vor 4 Wochen, ist das wirklich eine Meldung für die Überschrift?
Und wie kann es sein dass die Datenpanne aus Sachsen auch eine Woche später noch nicht korrigiert wurde?
Ich persönlich würde gerne sachlich informiert werden und gerne nach einem täglichen Muster.
Auch würde ich so langsam gerne mal eine Einschätzung lesen wie effektiv z.B. die Zwangsschließungen von Hotels und Restaurants waren.

@ ThMa

Kein Land konnte die Risikogruppen nachhaltig schützen. Das ist schlicht unmöglich, da sich nur ein kleiner Bruchteil dieser Menschen in Einrichtungen befindet und die überwiegende Anzahl am normalen Leben teilnimmt.

Niemand hat behauptet, dass Masken die Inzident auf 50 drücken können.

Da einzige, was wirklich hilft, ist Abstand. Und das würde auch immer so kommuniziert.

Wo treten die meisten Fälle auf?

Wenn ich das Dashboard des RKI richtig interpretiere dann betrifft die überwiegende Mehrheit der Todesfälle die Menschen ab 80+ von denen viele in Pflegeheimen leben. Das diese besonders gefährdet sind hat man seit dem Frühjahr gewusst - und erst (endlich) letzter Woche etwas unternommen indem Schnelltests jetzt verbindlich eingeführt wurden. Hier hätte man sich viele Todesfälle (nämlich mehr als die Hälfte - siehe RKI) ersparen können.
Was sind die richtigen Maßnahmen? Nach einer britischen Studie (siehe n-tv vor einigen Tagen) lässt sich R um 40% reduzieren bei einer Kontaktbeschränkung auf 4 Pers., bei 8 Pers. sind es noch über 20%! Dagegen bringen die Schließung des Einzelhandels sowie der Gastronomie nur jeweils ca 10%, noch weniger hilfreich sind Ausgangssperren.
Würde man die richtigen Maßnahmen ergreifen (und diese aber auch durchsetzen!) und die unwirksamen sein lassen, dann wäre die Akzeptanz in der Bevölkerung höher als sie jetzt ist.

9:13 Südstaatlerin

Hätte es Anfang November einen wirklich harten Lockdown gegeben, dann hätte es hier in diesem Forum und in der selbst ernannten Querdenker – Szene einen Aufschrei gegeben. Man hätte wieder lamentiert, dass die Bundesregierung COVID-19 nutze, um die Grundrechte einzuschränken und die Wirtschaft zu ruinieren. Noch schlimmer wäre es gewesen, wenn dieser Lockdown, wie schon im Frühjahr, erfolgreich gewesen wäre. Das hätte man dann wieder als Beweis dafür genommen, dass es gar keine Pandemie gebe. Und das teilweise vonseiten derselben Leute, die jetzt lamentieren, dass der Lockdown nicht früh genug gekommen sei.
Und gleich werden sich wieder diejenigen melden, die behaupten, man könne die Pandemie nur dadurch eindämmen, dass man sämtliche Risikopersonen isoliert und von der Welt abkapselt (wie auch immer das funktionieren soll).
Fazit: egal was die Regierung tut, es ist falsch. Denn es geht gar nicht um die Pandemie. Sondern darum zu zeigen, dass man viel klüger sei als die Regierung

@9:14 von Rambay

„Zuhause bleiben und Geld kriegen - dann kann der Lockdown meinetwegen Monate dauern...“

So ungern machen Sie Ihre Arbeit? Da tun Sie mir von Herzen Leid.

@demokrat, 09:27

Das ist schlicht unmöglich, da sich nur ein kleiner Bruchteil dieser Menschen in Einrichtungen befindet und die überwiegende Anzahl am normalen Leben teilnimmt.

Welches normale Leben?

Entweder alle bleiben zuhause, oder nur die Gefährdeten.

Das sind die Alternativen.

Ausnahmen, Rechtfertigungen überall...

Es erscheint immer wahrscheinlicher dass sich die Menschen weder auf Arbeit oder beim Einkaufen infizieren, sondern beim Kontakt mit vertrauten Menschen.

Ich komme seit fast einem Jahr keinem Menschen mehr nahe, weder meinen lieben Eltern und Geschwistern sowie dem Rest meiner großen Familie, noch sonst wem jenseits meiner Kinder und Frau. Gleichzeitig höre ich Hinz und kunz erzählen dass sie ausnahmsweise ein Familientreffen hatten, nur zwei Freunde getroffen haben, zu Weihnachten doch durch die Republik zur Familie reisen und und und... jeden Tag stehen Autos aus dem teils fernen Umland in der Nachbarschaft, nicht selten übers Wochenende. alles nur Ausnahmen und jeder rechtfertigt es irgendwie.

Wann gibts denn endlich mal eine Feldstudie um diese Auswirkungen zu klären?
Wo kommt Mensch sich denn bitte näher als in der eigenen Wohnung?

Die Wirtschaft runterzufahren ist möglicherweise der größte Fehler der Dekade. Nur wird das wohl niemand Verantwortliches rausfinden wollen.

@ 09:27 von Demokrat49

"Niemand hat behauptet, dass Masken die Inzident auf 50 drücken können. Das einzige, was wirklich hilft, ist Abstand. Und das würde auch immer so kommuniziert"

Mit dem Abstand gebe ich Ihnen vollkommen recht - aber bei der Fokussierung der Politik auf die Maske ist leider (vor allem auch seitens der Politik) zu viel Abstand vom Abstand aufgetreten. Diese sträfliche Vernachlässigung hat dazu geführt dass viele Menschen meinen dass man mit Maske keinen Abstand mehr halten müsste.
Die Inzidenzzahl 50 ist eine Ziel-Forderung der Politik für Lockerungen und ist meiner Meinung nach (in dieser Jahreszeit) utopisch. Selbst Länder wie Frankreich und Irland (letzteres diente der Leopoldina als mathematisches Modell für eine erfolgreiche Strategie) haben es bis dato nicht geschafft ihre Inzidenz unter 100 zu drücken (siehe schweizer tagesschau.ch)

Lächerlich

Tut mir leid aber dieser „harte Lockdown“ ist lächerlich, wenn Eltern selbst entscheiden dürfen, ob sie ihre Kinder in die Kita bringen. In Schulen ist es klarer geregelt, obwohl man dort den Abstand einhalten kann. In Kitas geht das nicht und dort gibt es keine klaren Regeln. Wieso wohl stehen Erzieher an oberster Stelle der Krankschreibungen wegen Corona? Wieso war in meiner Einrichtung die Krippe öfter betroffen als der Ü3 Bereich? Genau, weil man zu den Kindern kein Abstand halten kann und es keinen richtigen Schutz gibt. Wir bekommen 3 Masken PRO MONAT gestellt und können nicht hinter einer Plexiglasscheibe sitzen oder haben andere Schutzmaßnahmen die wir treffen können. Es sollte ein Lockdown wie im März/April geben, denn die Öffis sind immer noch super voll!

9:23 Kessl

Der R Wert ist angesichts steigender Todesfälle und steigender Infektionszahlen nun wirklich nicht mehr relevant, um zu verstehen, dass das Infektionsgeschehen längst an Fahrt aufgenommen hat. Deswegen betont das RKI ihn nicht mehr in seinen Veröffentlichungen.
Und was Sachsen angeht, das Land, das mit die meisten selbsternannten Querdenker enthält: Dort haben Kliniken und Gesundheitsämter gerade andere Sorgen, als Ihnen die aktuellsten Zahlen immer zeitnah zu präsentieren. Wenn Sie es nicht glauben, dann melden Sie sich doch bitte in einer der dortigen Intensivstationen oder in einem Gesundheitsamt als Helfer. Danach wissen Sie Bescheid.
Ich finde diese Rechthaberei aus dem Wohnzimmersessel heraus, ohne auch nur die geringste Bereitschaft zu zeigen, sich einmal wirklich in die Situation der Akteure vor Ort zu versetzen, die man sich bei gutem Willen aus den Berichten problemlos erschließen könnte, einfach nur noch unendlich anmaßend.

Risikogruppen 09:27 von Demokrat49 @ ThMa

Vielen Dank für Ihren Kommentar - kurz und bündig.
Immer wieder wird das griffige Schlagwort vom "Schutz der Risikogruppen" bemüht, aber ich kann mich nicht erinnern, dass z.B. ein Herr Lindner sich geäußert hätte, wie er sich diesen konkret vorstellt angesichts der Tatsache, dass - wie Sie geschrieben haben - nur die wenigsten aus dieser sehr großen Bevölkerungsgruppe sich ständig an einem festen Ort befinden.
Ich frage mich immer, ob die Verfechter dieses so schön und griffig klingenden Schlagworts vergessen, dass es sich überwiegend um Menschen handelt, die Familie haben, berufstätig sind, einkaufen müssen - also mitten im Leben stehen.

Nun ja

Das Virus ist ja schon Teil von unserem Alltag. Wir würden es nur mit den allerhärtesten Maßnahmen schaffen, es einzudämmen. Dann aber errichten wir eine Art künstlichen Staudamm, während es in anderen Ländern weiterläuft.
Und irgendwann wird es dann auch bei uns wieder losgehen. Daher müssen wir mit Augenmaß und intelligenten Systemen - etwa Schnelltests am Eingang eines Pflegeheims - das Geschehen kontrollieren. Es kann nicht darum gehen, es komplett einzudämmen.
Prof. Streeck

Höchstwert

Deshalb wird ja auch mit der Impfung nach EU-Zulassung noch vier Tage gewartet.
Der getestete Impfstoff muss erst noch getestet werden.
Wenn man sich die Trägheit dieses Managements betrachtet, stirbt man schon vor Aufregung.

Weitere Aufarbeitung der Daten notwendig...

Laut letzten Meldungen (je nach dem benutzter Quelle) sind zwischen 70 und 90 Prozent der Intensivbetten mit Angehörigen der Risikogruppe belegt. Wer kann es einem Arzt oder Betreiber einer Pflegeeinrichtung verdenken, dass dieser Schritt der medizinischen Fürsorge nun massiv beschritten wird.. niemand möchte auf Seite Eins der Bild Zeitung angeprangert werden, mit dem Vorwurf nicht alles für diese Personen getan zu haben. Die Differenzierung "mit oder an" Covid 19 verstorben kommt dabei deutlich zu kurz. In 2019 wäre gewiss viele dieser Fälle nicht einmal registriert worden, sondern in die normale Sterblichkeit geflossen. Die stichprobenartige Untersuchung per Obduktion reicht hier leider nicht aus um Transparenz zu schaffen.

@ 09:37 von umdenkend

Ein guter Beitrag von Ihnen. Ich habe immer gesagt dass alle Zwangsmaßnahmen letztendlich nichts helfen werden - es kommt einzig und allein auf die Menschen an und ihre Bereitschaft zusammenzuhalten.
Aber in einer Gesellschaft wie der Unseren in der schon seit Jahren eine zunehmende Entfremdung und soziale Kälte um sich greift wird das zunehmend schwieriger - wie sich jetzt an den sog. "Querdenkern" zeigt.
Hier ist aber auch die Politik gefordert mit einer guten Sozialpolitik einen positiven Wandel in der Gesellschaft herbeizuführen. Neben anständigen Löhnen ist aber auch Wertschätzung ein wichtiger Faktor; und hier könnte die Politik gleich Akzente setzen indem sie dafür sorgt, dass Krankenpfleger(innen) und Ärzte/Ärztinnen endlich die gebührende Wertschätzung für ihre Arbeit erhalten!

@Rambay

> Endlich werden wieder einmal die Genesenen aufgeführt.

Werden sie das nicht schon immer?

> Ich weiß nicht, warum alle immer auf die Gesamtzahl der Infektionen schauen, wo doch von den ehemals im März, April, Mai,..Infizierten keine Gefahr mehr ausgeht.

Das ist keinerlei gesicherte Erkenntnis. Man weiß nicht, wie lange die Immunreaktion nach einer Ansteckung anhält und es gibt bekannte Fälle von Mehrfachinfektionen. Selbst eine Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz und mit Sicherheit auch nicht auf Dauer, insbesondere wenn jetzt auch noch Mutationen auftreten, die die Wirksamkeit reduzieren.

Corona wird uns noch lange begleiten, so ernüchternd und nervig das auch sein mag...

Abstand incl Maske ist gut wenn @Demokrat49

>>>Niemand hat behauptet, dass Masken die Inzident auf 50 drücken können.
Da einzige, was wirklich hilft, ist Abstand. Und das würde auch immer so kommuniziert>>>

Eben Beides angewendet wird.
Ein von mir immer wieder beobachtestes Phänomen, sind verschmutzte oder schlecht sitzende Masken! Diese bringen kaum was und sind tatsächlich eine Gefahr für den/die Träger/in!
Ist mir komplett unverständlich wie sich Jemand eine offensichtlich abgeschabte, verschmutzte, labberige Maske ins Gesicht setzen kann.
Dass sowas bei Obdachlosen oder hilflosen Menschen passieren kann ist klar, aber die meine ich nicht!

@ rossundreiter

Okay, dann alle. Und die verhungern dann da und die Firmen schließen.

Konstruktiver Vorschlag!

Daumen hoch!

@A.Schopenhauer - Wem nützt die tägliche Kommunikation

Die tägliche Mitteilung der Corona-Todesfälle ist eigentlich recht hilfreich, wenn man die Zahlen über 7 Tage glättet, um Unregelmäßigkeiten am Wochenende usw. zu berücksichtigen. Die Steigerungsrate der Todesrate war etwa 4 pro Tag pro Million Einwohner und ziemlich stabil vom 16. November bis 14. Dezember. Dann änderte sie sich plötzlich auf 8 während der nächsten 7 Tage. Jetzt ist sie langsam wieder rückläufig. Wenn dieser Trend anhält, dann sind die getroffenen Maßnahmen doch wirksam. Beachten Sie, dass seit vorgestern die Zahl der wöchentlichen Todesopfer pro Million in Deutschland die von Belgien bereits überholt hat und jetzt nahe an der von Italien und den USA liegt.

@09:33 von phme

"Fazit: egal was die Regierung tut, es ist falsch. Denn es geht gar nicht um die Pandemie. Sondern darum zu zeigen, dass man viel klüger sei als die Regierung". Nicht nur das, einige im Forum hier wissen mehr als Virologen, Wissenschaftler u.s.w.. Es sind dann auch gleich die jenigen, die am ersten jammern wenn es sie trifft und nach Luft schnappen. Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln, was einige hier von sich geben. Nochmals: Haltet euch alle auch wirklich alle an die Regeln, dann ist Entspannung in Sicht. Hut ab, wer sich an die Regeln hält.

@ Advocatus Diabo...

Dann habe ich das anders wahrgenommen.

Ich hatte die AHA-Regeln immer so verstanden, dass Abstand eben auch dazu gehört und den Eindruck, dass in jeder Veröffentlichung insbesondere auch seitens der Virologen immer darauf hingewiesen wurde, dass Masken nur zusätzlich helfen können, den Abstand aber gerade nicht ersetzen.

Naja

"Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Bevölkerung gebeten, an den kommenden Feiertagen weiter Kontakte zu reduzieren."

Und dennoch sehen wir täglich, das Fussball gespielt wird.... ohne Maske. Vorstände auf den Tribünen, aber die arbeiten ja....
Politiker reisen rum, obwohl es Videokonferenzen geben könnte... warum?
Musste man Guetterres gerade in dieser Zeit einladen? etc .... endlos.

Es wäre mal Zeit das VIPs über Monate, ja, auch im kommenden Sommer, mit gutem Beispiel voran gehen.... aber Solidarität soll es scheinbar nur von der Bevölkerung geben.

@09:37 von umdenkend

>>Es erscheint immer wahrscheinlicher dass sich die Menschen weder auf Arbeit oder beim Einkaufen infizieren, sondern beim Kontakt mit vertrauten Menschen.

Mit Verlaub, das ist totaler Humbug. Wo haben Sie den denn her? Was ist Ihre Datenquelle?

Bei uns wird die Statistik zu den Infektionsquellen bei lokalen Ansteckungen regelmäßig in der Zeitung veröffentlicht. Vornedran stehen Ansteckungen im Familienkreis, in Schule/Kita, am Arbeitsplatz und dann kommt ein großer Posten "Infektionsquelle konnte nicht ermittelt werden". Das macht auch Sinn, denn Ansteckungen in der Familie in Schule/Kita und am Arbeitsplatz können Sie problemlos nachverfolgen, die beim Einkaufen hingegen nicht.

9:33 @phme

Nehmen sie als Beispiel den harten kurzen Lockdown im Herbst in Melbourne Australien. Die Fallzahlen wurden zur rechten Zeit auf ein absolutes Minimum reduziert. Es kann folglich gehen, wenn man es will.

Ende der Machbarkeit eines Social Distancing.

Ich denke soziale Interaktion liegt im Wesen jeden Menschen und jede Einschränkung hat ihre Grenzen.
Wir leben in einem Einfamilienhaus auf dem "Land", mit Möglichkeiten nach links und rechts draußen zu bewegen. Es gibt hier überall im kleinen Ausnahmen und in Ballungszentren mit Blocks, Mehrfamilienhäusern etc. wird einiges mehr an individuellem Transfer zwischen Wohnungen / sozialen Gruppen stattfinden - und ich kann da niemanden auch nur ein Stück verurteilen. Die Bundesregierung hat auch einen großen Teil der Bevölkerung durch miserable Kommunikation verloren. Hier gibt es kein Entgegenwirken mehr, es kann nur noch darum gehen spezifische Risikogruppen zu schützen, schnellstmöglich zu impfen und ein Medikament zur Behandlung bei aktiver Infektion zu finden.

@ Am 23. Dezember 2020 um 09:34 von Egleichhmalf

Ich bin Soloselbständig, darf kein Geld verdienen. Nebenbei habe ich zwei Kinder zu Hause. Wenn ich dafür bezahlt werde, mache ich das ewig und bevorzugt.
KEIN Geld UND Kinder zu Hause, das ist fäkalsprachewürdig. Ich spiele mit dem Kleinen gerne Lotti Karotti, spiele Fußball, würfle. Irgendwann muß ich aber - wovon nur ? - auch einkaufen...Habe halt nicht Physik studiert.
Mein Vorschlag: Alle, die keine Einkommenseinbußen haben, geben 30 % ihrer Einkünfte für die finanziell arg gebeutelten. Wäre doch auch mal Solidarität...

@ 09:48 von Demokrat49

"Ich hatte die AHA-Regeln immer so verstanden, dass Abstand eben auch dazu gehört und den Eindruck, dass in jeder Veröffentlichung insbesondere auch seitens der Virologen immer darauf hingewiesen wurde, dass Masken nur zusätzlich helfen können, den Abstand aber gerade nicht ersetzen"
Dann haben wir beide (und hoffentlich die meisten hier) dies richtig wahrgenommen und das ist auch gut so.
Leider hat man vor allem in den Innenstädten immer wieder gesehen wie dicht die Menschenmassen waren und wie viele Leute eben keinen Abstand gehalten haben.
In anderen Ländern (zB Island) wurde noch mehr auf Abstand fokussiert

Es reicht schon lange

Obwohl nicht direkt vergleichbar, soviel Tote an einem Tag wie in Australien waehrend der ganzen Pandemie. Ergo, die deutsche Politik sowie ein zu grosser Teil der Bevoelkerung hat klaeglich versagt und zwar bis zu einem Ausmass dass sich Leichen im Krematorium stauen. Wie es dazu kam kann jeder nachvollziehen. Das ist fahrlaessige Toetung!

Maßnahmen um Kliniken zu entlasten, z.B. Verkehr

@09:23 von Demokrat49
Es muss auch darum gehen, Kliniken in anderen Fällen zu entlasten.
Z.B. wurden letztes Jahr 384.000 Personen durch Verkehrsunfälle verletzt.
Im Februar hatte sich eine UN-Konferenz für Verkehrssicherheit in Stockholm dafür ausgesprochen, die Zahl der Verkehrstoten weltweit zu halbieren, indem in allen Ortschaften ein Tempolimit von 30 km/h eingeführt wird.

Und das wäre auch kurzfristig umsetzbar. Ich schreibe das mit der Erfahrung als Überlebender eines Unfalls dank funktionierendem Gesundheitssystems.

Übersterblichkeit

Wieviel Menschen sterben eigentlich ohne Corona täglich in Deutschland ?

an Sonnenbogen

Genau. Es gibt so eine offizielle, theoretische Scheinwelt und dann noch die Realität.
Das gab es in einem Teil Deutschland schon einmal.

09:13 von Südstaatlerin

>>Was wäre wenn ...
... wenn es z.B. einen harten kurzen Lockdown Anfang November gegeben hätte, statt nur Flickwerk, welches das Infektionsgeschehen kaum beeinflusst hat?<<

- Flickschusterei gab es nur dank einiger MPs, die alle eine Extra-Wurst gebraten haben wollten. Aber für ein Rückblick "Was wäre wenn..." ist es eh zu spät, darüber braucht sich niemand mehr den Kopf zu zerbrechen.

@09:23 von Demokrat49

Ihr erster Satz beschreibt die komplette Situation auf den Punkt genau. Dem ist nichts hinzuzufügen. Alles andere ist absolut realitätsfremd und menschenverachtend.

Zitat:

"starben binnen eines Tages 962 Menschen in Deutschland, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten"

So lange weiterhin nicht unterschieden wird, ob jemand "nur" mit oder tatsächlich an Corona verstorben ist, sind diese täglich genannten Zahlen nicht als seriös zu betrachten. Aber wie lautet die alte Weisheit: "Schlechte Nachrichten verkaufen sich immer gut!" Von daher wird auch so wenig über die Genesenen berichtet. Unsere lokale Provinzzeitung ist da schon wesentlich weiter, hier wird sogar angegeben wie viele Intensivbetten von Corona-Patienten und wie viele mit "normalen" Fällen belegt sind. Erstere machen lediglich 1/4, wenn überhaupt, aus!

Inzidenzwert 50

Erst gestern hat ein namhafter Virologe klar festgestellt, dass der ominöse Wert von 50 in Deutschland im Winter unmöglich zu erreichen ist.
Wie soll es also weitergehen? Lockdown bis zum Sommer, damit auch wirklich alle Gastronomiebetriebe, Läaden und Veranstalter pleite sind?

Ein vernunftbegabtes Wesen?

Wir leben direkt an der Grenze zu Luxemburg. Weil natürlich auch bei uns das Meiste geschlossen hat, fahren die Menschen in Scharen ins Nachbarland zum Frisör, Gym, Shoppen oder Kosmetikstudio. Obwohl in den Lokalmedien die luxemburgische Regierung verzweifelt darum bittet es nicht zu tun. Eine Bekannte berichtete stolz, dass Sie jetzt noch einen Termin in einem luxemburger Nagelstudio ergattern konnte. Luxemburgs 7-Tage-Inzidenzwert: 17.12.=>700 / 23.12.=>400!
Als im Frühjahr aber die Grenzen schlossen war der Aufschrei und die Empörung groß.
Die Realität ist: die eigenen Fingernägel sind wichtiger als die Gesundheit Anderer.
Na denn: frohe Weihnachten!

@09:35 von rossundreiter

>>Welches normale Leben?
Entweder alle bleiben zuhause, oder nur die Gefährdeten.
Das sind die Alternativen.<<

Bei solchen Aussagen wird immer übersehen, dass sich alle Gennanten gleichermaßen versorgen müssen, v.a. mit Lebensmitteln und medizinisch. Deswegen ist es unmöglich, die Gefährdeten vollständig abzukapseln, wie in diesem Forum ständig gefordert wird. Sie müssten auch deren "normale" Kontaktpersonen mit abkapseln, wenn Sie die Pandemie ansonsten ohne Gegenwehr laufen lassen wollen, weil Sie dann irgendwann zahlreiche ansteckende Kontaktpersonen haben. Aber auch diese Kontaktpersonen haben Kontaktpersonen im "normalen" Leben. Das können Sie jetzt durchdeklinieren bis zum Ende und dann landen Sie beim harten Lockdown.
Mal davon abgesehen, dass auch ein geringer Prozentsatz außerhalb der Risikogruppen schwere bis tödliche Verläufe zeigt. Bei einigen hunderttausend zu erwartender Toter würde dann auch eine erkleckliche Zahl "nicht Risikogruppe" drunter sein.

10:02 von ferrymenn

>>Übersterblichkeit
Wieviel Menschen sterben eigentlich ohne Corona täglich in Deutschland ?<<

Wesentlich mehr als:
- mit Corona

und noch extrem viel mehr als:
- an den Folgen eines Verkehrsunfalles
- an den Folgen eines Gewaltverbrechens
undsoweiter.

Was schließen wir jetzt daraus?

Endlich ehrlich machen

Seit Anfang November sind unsere Rechte weiter beschnitten - die Zahlen sinken aber nicht. Der Großteil der beklagenswerten Toten besteht aus Heimbewohnern, die weder besonders mobil sind, noch am Glühweinstand Schlange gestanden haben. Damit wird für mich der Lockdown immer fragwürdiger. Die Strategie funktioniert nicht - es wird Zeit eine andere zu überlegen.

@ 09:52 von phme (09:37 von umdenkend)

"Es erscheint immer wahrscheinlicher dass sich die Menschen WEDER auf Arbeit oder beim Einkaufen infizieren, sondern beim Kontakt mit vertrauten Menschen"
"Vornedran stehen Ansteckungen im Familienkreis.."
Also ich sehe hier auch die Aussage dass Ansteckungen vorwiegend im engeren Familienkreis stattfinden.
Gemäß einer Schweizer Studie (tagesschau.ch letzte Woche) kommen 1/3 aller Fälle aus dem familiären Umfeld, ein weiteres Drittel ist diffus (ÖV, Einkauf?) während 11% von der Arbeit und nur insgesamt 10% von Handel + Gaststätten stammen.
Somit hat man durch die Lockdown-Maßnahmen wohl nur 10% unter Kontrolle gebracht (was allerdings wirtschaftlich mehr als alles andere schadet) aber gerade was das familiäre Umfeld betrifft hat hier der Staat wenig Möglichkeiten - das hängt letztendlich von jedem Einzelnen ab. Aber zum Thema Zusammenhalt verweise ich mal auf einen früheren Beitrag zum selben Thema hier.

RKI meldet Höchstwert an Corona-Fällen....

962 Menschen verstarben an einem Tag an Corona.
Vor einigen Wochen waren 0,6 Prozent der Bevölkerung infiziert. Das wird heute schon mehr sein.
In diesem Zusammenhang ist nicht zu verstehen, daß Bereiche vom Lockdown ausgenommen sind: Die Fleischindustrie mit 2,2 Prozent infizierten Beschäftigten.
Und die Paketbranche, mit allein 100 Infizierten nur im Verteilzentrum Garbsen. In diesen Bereichen wird es auch in Zukunft kaum ausreichende Hygiene-Schutzmaßnahmen geben. Egal wie gut da, auch in der Krise verdient wird.

Wahrheiten bei Infektionswegen @phme

>>> "Infektionsquelle konnte nicht ermittelt werden">>>

Sind und werden ein Problem bleiben!
Wer eben doch mal Abends mit Kumpeln ein Bierchen genossen hat.
Ein unüberlegter u längst "vergessener" Schwatz auf der Straße.
Entweder werden solche Begebenheiten bewusst verschwiegen oder schlicht vergessen.
Daran dürfte sich wohl auch nix ändern.

@krittkritt

"Im Februar hatte sich eine UN-Konferenz für Verkehrssicherheit in Stockholm dafür ausgesprochen, die Zahl der Verkehrstoten weltweit zu halbieren, indem in allen Ortschaften ein Tempolimit von 30 km/h eingeführt wird." Am 23. Dezember 2020 um 09:59 von krittkritt

*

Die meisten tötlichen Unfälle passieren aber außerhalb von Ortschaften.

Was "weltweit" angeht, da gibt es mancherorts keinen TÜV und in manchen Ländern kann man sich den Führerschein kaufen. Da kann jeder alles fahren - mit und ohne gute Bremse oder abgefahrene Reifen.

@Mika D, 09:18

„Solange normal „gearbeitet“ wird in Betrieben, Büros, Fabriken, Handel, Industrie, Behörden, Lagern, Auslieferung, ÖPNV, Unternehmen uvm. findet reger Austausch auch teilweise ohne Maske, ohne Abstand, ohne Lüften statt sowie Kontakte über Flächen und Aerosole, Sanitäranlagen uvm.“

Umso wichtiger, ganz genau hinzuschauen, an WAS da gearbeitet wird, bzw. welchem Zweck die betreffende Arbeit dient. Und zu evaluieren, ob die für das Funktionieren des Gemeinwesens auch in Notzeiten wie diesen absolut unentbehrlich ist. Und auf alles, was jetzt nicht wirklich sein muss zu verzichten. Und so die Zahl derjenigen, für die auch jetzt eine für jeden nachvollziehbare tatsächliche Notwendigkeit besteht, „unter Leute“ zu gehen auf das absolute Minimum zu beschränken. Und somit auch „regen Austausch“ bzw. persönliche Kontakte.

@südstaatlerin

@südstaatlerin,

Nein das stimmt, hätten wir einen harten lockwohn am 1.11 gehabt, hätten wir genauso hohe Zahlen wie heute und dürften Weihnachten oder Silvester nicht draußen feiern. Österreich zb einen harter lockdown nach dem anderen und es bringt nichts . Jeden Tag haben wir in D laut RKI etwa 20 bis 30 Tausend neuinfektionen. Wie kann das sein?? Solange man nicht öffentlich erklärt woher das Virus kommt, wird nichts helfen auch Impfungen nicht!

@ phme

"Ich finde diese Rechthaberei aus dem Wohnzimmersessel heraus, ohne auch nur die geringste Bereitschaft zu zeigen, sich einmal wirklich in die Situation der Akteure vor Ort zu versetzen, die man sich bei gutem Willen aus den Berichten problemlos erschließen könnte, einfach nur noch unendlich anmaßend."

Ehrlich gesagt, finde ich das nicht mehr nur anmaßend, sondern empfinde es mittlerweile als Bedrohung, denn implizit reden diese Leute dem Sterben das Wort. Sie wollen im Prinzip, dass sich mehr Menschen infizieren und infolgedessen auch sterben, weil es derer Meinung nach das Gesetz der Natur sei, genannt "natürliche Selektion"... survival of the fittest.

Wenn man Soldaten rechtlich frei nach Tucholsky auch heute noch unbelangt als "Mörder" bezeichnen darf, obwohl so einer vielleicht noch nie eine Waffe auf einen Menschen gerichtet hat, wie darf man dann solche Leute nennen, die bewusst jegliche Schutzmaßnahmen angesichts einer grassierenden Pandemie rundheraus ablehnen?

@Am 23. Dezember 2020 um 09:44 von prof

"> Ich weiß nicht, warum alle immer auf die Gesamtzahl der Infektionen schauen, wo doch von den ehemals im März, April, Mai,..Infizierten keine Gefahr mehr ausgeht.

Das ist keinerlei gesicherte Erkenntnis."

Na, wir haben es hier doch ständig mit Wissenschaftlern zu tun, die Kausalzusammenhänge nur so aus dem hut zaubern ("Ohne Lockdown hätten wir jetzt"...."Wir müssen (...), dann"....). Das dürfte inzwischen doch herausgefunden worden sein.

@ 09:58 von Advocatus Diabo...

>>eider hat man vor allem in den Innenstädten immer wieder gesehen wie dicht die Menschenmassen waren und wie viele Leute eben keinen Abstand gehalten haben.<<

Da muss ich Advocatus Diaboli leider Recht geben. Das habe ich im Frühsommer, zu Beginn der Pandemie, übrigens anders beobachtet.

Allerdings ist der Fokus auf die Maske nicht allein die Verantwortung derer, die AHAL-Regeln propagieren, sondern zu einem guten Teil auch derjenigen, die das Maskentragen zu einem angeblich ungerechtfertigten Eingriff in ihre Grundrechte hochstilisieren und mit Scheinargumenten eine Debatte am Laufen halten, die wirkungsvoll vom eigentlichen Thema (u.a.: AHAL) ablenkt. Aufseiten der Politik hier mit vornedran eine Ansammlung faktenferner Demagogen, die derzeit in allen deutschen Parlamenten sitzt.

Infektionskreisläufe werden nicht unterbrochen

Das Corona nicht besiegt werden kann, liegt u.v.a. daran, dass die bisherigen Corona-Zwangsmaßnahmen f .d. Volk m. ggf. Strafandrohung u. ggf. Bußgeldandrohung nicht da gewünschte Ergebnis erzielen können.

Es gibt zu viele Schwachstellen, wo immer wieder Corona in das Land getragen wird.
Der Welt weite beruflich bedingte Reiseverkehr, wie auch im Bereich der gesamten Logistik, trägt dazu bei.
Die vielen beruflich bedingte Genzpendler zählen mit dazu.

Wie das ZDF in Heute Journal vor 2Tagen kurz bei einem Interview mit einem Virologen berichtete, kursieren Welt weit in der Armee von Corona mittlerweile tausende Corona-Mutanten.
Das macht die Eindämmung von Corona gewiss nicht einfacher.

Es fehlt an einem Kampf-Ansage-Konzept gg. die Armee von Corona und deren Mutanten.

Corona-Massen-Schnell-Tests und die Quarantäne-Hotels als Angebote an die Infizierten können als Super-Bazooka gg. Corona helfen.
Die gesamte Zeche muss aus der Bundeshaushaltskriegskasse gg. Corona bezahlt werden.

Es wäre schön, wenn die

Es wäre schön, wenn die Bürgerschaft unseren Regierenden zeigt, wie ein lockdown innerhalb der Gesellschaft auszusehen hat, ohne jammern, z. B. was mach ich mit den Kindern etc., verhungern wird in unsrem Land keiner . Die Begehrlichkeiten unserer Ministerpräsidenten und der katholischen Kirche , wie zu Weihnachten die Kirchen zu öffnen, finde ich grob fahrlässig, so leitet man kein Volk durch und aus dieser Coronaepedemie.
Hoffe, das wir jene MP nach kommenden Wahlen nie wieder sehen.

Verantwortung der Regierung

Wer hat eigentlich wann und warum entschieden, nicht die maximal verfügbaren Mengen an Biontech Impfstoff zu kaufen ? Wir hätten deutlich früher eine höhere Impfrate erreichen können...
Unsere Regierung hat die Entscheidung "selbstlos" der EU überlassen - gemeinsames Vorgehen macht aber nur dann Sinn, wenn wir dadurch besser und effizienter voran kommen. So entsteht der Eindruck, daß wir wertvolle Zeit verlieren (was am Ende Menschenleben kosten wird). Ein Desaster auch für die Akzeptanz der EU...
Dazu paßt auch noch die Info, daß Biontech nun erhebliche Mengen des Impfstoffs an China verkauft hat - in ein Land, in dem es seit Monaten praktisch keine Infektionen mehr gibt. Das verstehe wer will...

Mehr tun

Wir können nur versuchen uns gegen das Virus zu verteidigen. Kontakte vermeiden, Abstand halten und zu Hause bleiben machen in dieser Zeit Sinn. Nur bekommen es die wenigsten Leute das hin. Die Chinesen haben sofort zu Beginn der Pandemie alles dicht gemacht.
Die Straßen in Wuhan waren wie leer gefegt für mehr als drei Monate. Ohne Rücksicht auf alles andere haben sie alles zu gemacht. Das nenne ich einen Lockdown. Was unsere Regierung beschlossen hat, ist doch wieder nichts Halbes und nichts Ganzes. Wir sehen es an den Maßnahmen im November und Anfang Dezember. Die Fallzahlen erreichen jeden Tag einen neuen Höchststand. Je länger das Virus in uns Menschen lebt, desto mehr werden sich anstecken und wie wir jetzt sehen, wird es mehr Mutationen geben.

Eine Nullnachricht

Also pro Tag starben in Deutschland 2019: 2700 Menschen.
.
So - die Frage ist nun, sind die 1000 Corona Toten täglich zzgl. oder inkl.!? Das macht einfach einen Unterschied. Gerade und insbesondere, wenn man so populistische Schlagzeilen in die Gegend schreit.
.
Also ist die Übersterblichkeit interessant und zwar nicht lokal sondern deutschlandweit. Ja - schlimm ... und im Einzelfall auch dramatisch. Keine Frage!
.
Hier entsteht ja der Eindruck, dass die Lage extrem ist. Bei ... 100 Toten mehr pro Tag sind das im Dezember also 3.000 - im Jahr also 36.000. Und zwar mehr als normalerweise sterben würden. Das werden wir ja kaum erreichen.
.
Und nur mal so...36.000 x 1.000.000 Euro bedeuten "nur" 36 Mrd.! Aktuell geben wir pro Monat 10 Mrd nur für die direkten Hilfen aus.
.
Geht es aber um die Bekämpfung von Armut, ist wirklich jeder Euro für diese 13,5 Mio Menschen immer "rausgeschmissen". Und natürlich wird in Deutschland der Wert eines Lebens sehr unterschiedlich "ökonomisiert".

@ Advocatus Diabo 09:58

Genau deshalb glaube ich auch, dass es nur mit Eigenverantwortung nicht klappt. Schweden scheint von diesem Ansatz auch langsam abzurücken.

Noch eine kleine Ergänzung zu der 50er Inzidenz - soweit ich das verstanden habe, ergab sich diese vorallem aus Überlegungen hinsichtlich der Auslastung von Intensivstationen und der Verfolgbarkeit der Kontakte durch die Gesundheitämter.

Natürlich kann man fragen: "Warum nicht 45 und warum nicht 75?"

Aber als Advocat sind Sie ja bestimmt auch mit dem Ermessensspielraum vertraut, den Behörden häufig anwenden dürfen / müssen. Diesen sollten wir auch zugestehen. ;)

Ich möchte jedenfalls nicht in der Position sein, diesen Wert bestimmen zu müssen. Und wenn er wirklich auch den og. Überlegungen fußt, wäre er ja einigermaßen nachvollziehbar.

@ A. Schoppenhauer

Zitat: "... und ich denke, dass sich auch der überwiegende Teil der Bevölkerung an die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hält ... "

Und genau das kann ich nicht mehr glauben. Wie kann es sein, dass die Infektionszahlen nach wochenlangen Lockdown nicht einmal stagnieren? Kann es sein, dass Teile der Bevölkerung sich durch ihr Alter als priveligiert ansehen, Rücksicht durch Gleichgültigkeit ersetzt haben?
Von nix kommt bekanntlich nix. Also muss das doch Ursachen haben.
Mag sich jemand vorstellen, wie es um den 10. Januar aussehen wird?
Und bis wir eine zumindest annähernd ausreichende Impfquote haben, wird nahezu das ganze Jahr '21 draufgehen.
Lockdown bis in den Sommer ... das wird nochmals viele in die Pleite treiben ... und viele arbeitslos machen. In unserem Ort haben per 31.12.20 dann 25% der Einzelhändler geschlossen, und zwar entgültig ...

@ jimi58

Das geschilderte Phänomen kann man doch auch bei jedem Fußball-Länderspiel beobachten ... Millionen Bundestrainer, die vorher schon wußte, was alles falsch war ..... warum sollte es hier anders sein?

Corona für immer?

Corona ist da, Corona wird bleiben. Wenn es gut läuft, wird die Impfung den Ausbruch der Krankheit Covid-19 verhindern. Das wäre ein Riesenerfolg. Ansonsten nützt die Abriegelung eines Landes allenfalls, eine Notsituation in den Intensivstationen zu verhindern. Auch das wäre ein bedeutender Erfolg. Corona aber wird sich festsetzen, wenn nicht bei uns, so doch dort, wo das Virus gute Voraussetzungen hat. Gelegentliche Besuche bei uns, scheinen da ziemlich wahrscheinlich. Es ist zu hoffen, dass sie nicht unbeherrschbar mutieren.

Versager Staat/Gesundheitswesen ...

Der Vater eines Freundes hat sich mit Corona infiziert. Er war 83 Jahre alt und hat sich trotz hohen Alters fit gehalten und war soweit gesund. Nachdem er positiv getestet wurde weil er symptomatisch war hat man ihn statt im Krankenhaus zu behalten in quarantäne geschickt und damit abgewiesen. 2 Tage später ist er zuhause gestorben. Eine Behandlung hätte ihn wohlmöglich gerettet. Der herbeigerufene Krankenwagen kam direkt mit zwei mannschaftswagen Polizei und den Tot festzustellen und die Straße und das Haus abzuriegeln bevor die Leiche abtransportiert wurde. Den Toten Vater durfte keiner mehr aus der Familie sehen. Er verstarb ohne dass sich jemand von ihm verabschieden konnte außer die Ehefrau. Wie viele von den täglichen Opfern werden noch auf diese Art gestorben. Unglaublich was mein Freund mir am Telefon voller Trauer erzählt hat. Was läuft hier schief? Politik und Gesundheitswesen sind irgendwie nicht mehr zurechnungsfähig. Wenn das überall so läuft ...

@Am 23. Dezember 2020 um 09:41 von phme

"Der R Wert ist angesichts steigender Todesfälle und steigender Infektionszahlen nun wirklich nicht mehr relevant"
Da der R-Wert die Entwicklung des Infektionsgeschehens widerspiegelt ist er sogar der einzig relevante Faktor. Die Toten von Heute sind lediglich unausweichliche Konsequenz der Infizierten vor 4 Wochen, diese Zahl ist in Beton gegossen. Der R-Wert von Heute gibt aber Auskunft wie viele Menschen im Januar sterben werden. Rechthaberei aus dem Wohnzimmersessel finde ich viel weniger Schlimm als Ignoranz den Toten von Morgen gegenüber.

@10:11 von bonaqa79

>> Solange man nicht öffentlich erklärt woher das Virus kommt, wird nichts helfen auch Impfungen nicht!<<

Das müssen Sie uns jetzt aber mal genauer erklären.

Seit den Zeiten von Louis Pasteur und Robert Koch (beide sind schon ein Weilchen tot) gehört es quasi zum Schulwissen, dass eine Ansteckung im Zuge einer grassierenden Infektionskrankheit letztlich von einem anderen Menschen kommt. Und dass man diese Ansteckungen durch Vermeidung direkter und indirekter Kontakte mit dem Infizierten verhindern kann. Und seit den Zeiten von Edward Jenner (der ist noch ein größeres Weilchen tot) wissen wir, dass Impfungen helfen. Seit Jenner, Pasteur und Koch haben sich die Wissenschaften rund um Infektionen fundamental weiter entwickelt, dabei aber die u.g. Grundannahmen stets bestätigt.

Welche bahnbrechenden Erkenntnisse haben Sie, die das jetzt alles plötzlich über den Haufen werfen???

Ich frage mich, wieso der Landkreis Bautzen

nicht abgeriegelt wird? Wenn scheinbar viele in Bautzen auf die Corona Regeln pfeifen, dann hilft nur eins: Abriegeln!

@Sebastian15 - 10:03 Uhr

"Unsere lokale Provinzzeitung ist da schon wesentlich weiter, hier wird sogar angegeben wie viele Intensivbetten von Corona-Patienten und wie viele mit "normalen" Fällen belegt sind. Erstere machen lediglich 1/4, wenn überhaupt, aus!"

"lediglich 1/4". Toll. Na dann ist ja alles gut.

Wenn die verfügbaren Intensivplätze in manchen Kreisen im Gegensatz zu Ihrer Provinz an einer Hand abzuzählen sind, reicht ein Busunfall oder ein paar Herzinfarkte und die Katastrophe ist da.

Machen Sie sich doch mal schlau! Suchmaschinen helfen. "Intensivregister" eingeben.

Mannomann...

@ Rambay

"Ich bin KEIN Corona-Leugner, ich trage Maske, ich halte gewisse Maßnahmen für wichtig. Aber Panik zu schüren angesichts dieser Zahlen....."

Die Panik entspringt nicht der Zahl der Infizierten, sondern der Zahl der Toten & schweren Krankheitsverläufe, die sich auf den Intensivstationen sammeln, deren Kapazitätsgrenzen wiederum lokal bereits erreicht wird! Wir machen den Lockdown ja nicht allein der Infektionszahlen wegen, sondern vor allem um zu verhindern, dass unser Krankenhauswesen zusammenbricht.

Übrigens: ich bin Selbstständiger & verdiene in Zeiten des Lockdowns exakt Null Euro! Trotzdem unterstütze ich die Maßnahmen vorbehaltlos! Meine wirtschaftliche Sicherheit hänge ich nicht höher als das Recht der Menschen auf Leben!

Zumal: ich habe einen einfachen Rat meiner längst verstorbenen Großmutter beherzigt: "Spare beizeiten, dann hast du in der Not!" Soviel zur oft bemühten "Selbstverantwortung"! Wer keine Rücklagen gebildet hat, obwohl er/sie es gekonnt hätte... selbst schuld!

@09:33 von phme

"... Fazit: egal was die Regierung tut, es ist falsch. Denn es geht gar nicht um die Pandemie. Sondern darum zu zeigen, dass man viel klüger sei als die Regierung ..."

Völlig falsch.

Richtig ist nur, dass die Bundesregierung, die MPs, u. d. sonst. Verantwortlichen hätten wissen müssen, dass die - Infektionsketten - zu unterbrechen sind.
Und das ist zu keinem Zeitpunkt mit irgendwelchen Corona-Zwangsmaßnahmen f. d. Volk m. ggf. Strafandrohung u. ggf. Bußgeldandrohung geschehen.

Und d.g. Verantwortlichen hätte wissen müssen, dass es überhaupt nix bringt den
Versuch zu unternehmen Corona einzudämmen.
Das Ergebnis sehen wir nicht nur in D. sondern in der ganze EU.

@10:07 von Krid01: es wird Zeit

" Damit wird für mich der Lockdown immer fragwürdiger. Die Strategie funktioniert nicht - es wird Zeit eine andere zu überlegen."

Dann präsentieren Sie uns bitte mal ihre Vorschläge.
Ich bin sehr gespannt, welche Lösungen Sie anzubieten haben.

Nun ja

Prof. Streeck warnt vor dem Irrglaube, man könne das Virus irgendwie besiegen. Dies werde nicht einmal durch den härtesten Lockdown über Monate gelingen. Nach der zweiten werde es auch eine dritte und vierte Infektionswelle geben. “Wir sind in einer Dauerwelle. Wir müssen uns damit abfinden, das Virus wird normaler Teil unseres Lebens werden.” Das sollte uns aber keine Angst machen, das Virus sei schlichtweg da, nicht nur in diesem Herbst, sondern auch im nächsten Sommer, “und auch in Jahrzehnten noch”.

Verweigerung der Realität

Den Querdenkern wird immer unterstellt Fakten nicht anzuerkennen und die Wissenschaft zu ignorieren. Wenn ich mir das hier so durchlese kommen mir echt zweifel an diesen Aussagen. Warum? Eigentlich sehr einfach. Auch hier wird unterschlagen dass es keinerlei Übersterblichkeit gibt. Auch hier wird unterschlagen das momentan laut Divi genau so viele Intensivbetten zur Verfügung stehen. Auch wird nicht erwähnt das gerade mal knapp 20% dieser Betten durch Corona Patienten belegt sind und dass ganze Krankenhäuser gewchlossen wureden. Es wird leider auch unterschlagen, dass die Krankenhäuser in den letzten Jahren überlastet waren und Triagen stattfinden mussten. Stattdessen wird berichtet, dass sich Leichen vor den Krematorien stapeln ohne zu erwähnen das dieses geschieht, da vermeintliche Covid tote immer verbrannt werden müssen. Dazu kommen sinnlose Massnahmen der Schliessungen die nichts aber auch garnichts bewirken. Das ist reine Realitätsverweigerung

Es kommt auf uns selbst an

Wie viele Tote muss man eigentlich noch hinnehmen und was soll das mit Weihnachten?

Es kommt auf jeden von uns allen an.
Kontakte sollte man auf das absolute Mindestmaß beschränken.

Weihnachten mit mehreren feiern heisst dieses Jahr gleichzeitig sehr häufig, die Totenmesse mit noch Lebenden zu feiern.

Lassen wir es nicht so weit kommen.
Lassen wir den Pflegekräften auch mal eine Verschnaufpause (und zahlen dann auch mal anständig).

Lassen wir uns gemeinsam zeigen, dass doch noch so etwas wie Gemeinsinn in uns steckt. So etwas wie Verantwortung für sich und andere.

Die Zeit der Ego-Trips mit "ich lasse mir nicht vorschreiben ..." hat uns hierher gebracht und ich sage all denen: "Wenn Ihr Euch auch nichts vorschreiben lassen wollt, dann handelt wenigstens so wie es der Schutz und die Liebe von sich selbst und dem Nächsten gebieten".

Das trifft auch auf Gottesdienste zu. Verantwortungsvolle Pfarreien schließen, denn auch die schönsten Hygienekonzepte verringern nur die Ansteckung.

Darstellung: