Kommentare - LGBTQ in Ungarn: "Wir wollen sichtbar sein"

15. Dezember 2020 - 08:53 Uhr

Ungarns Parlament stimmt heute über eine Verfassungsreform ab, nach der nur noch Hetero-Paare als Eltern anerkannt werden sollen. Das stößt nicht nur bei Regenbogenfamilien im Land auf Unmut. Von Nikolaus Neumaier.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

12:41 von Kaneel

Die Welt in D. hat sich mittlerweile weiter gedreht
.
nochmals !
wer widerspricht dem
aber das GG hat sich nicht verändert, als Grundlage unserer Gesetze
sollte das nicht auch geändert werden, bevor man daran geht Gesetze zu ändern ?
und mir fällt es nicht schwer, Zitat " prägenden ehemaligen Gesetzen/ Ordnungen loszulassen"
die Verfassung/GG ist nicht ehemalig, sie besteht seit 70 Jahren in unveränderter Form
sich daran halten zu wollen - da liegt das Problem

@Blink

das ist doch gerade das Problem, extreme Ideologen kann man mit der logischen Fortsetzung ihres Weltbildes nicht beeindrucken.

Vielmehr wird nach dem Credo gehandelt: verwirre mich nicht mit Tatsachen, meinen Meinung steht fest.

Es werden immer Argumente vorgeschoben, oft gelogenen um die eigene Meinung zu unterstützen.
Wenn dann nachgefragt wird ob ein prügelnder Vater und eine Alkoholiker-Mutter wirklich besser sind als ein fürsorgliches Gleichgeschlechtliches Elternpaar kommt:
Das ist was ganz was Anderes!
oder: Das ist doch nur eine Minderheit.
oder es wird gleich geschrien und beleidigt.

Ich halte es mit Mark Twain:
"Streite dich niemals mit einem Idioten (sorry lieber Admin ist nun mal ein Zitat), er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich mit Erfahrung."

Re : frosthorn !

Da ist es wieder, dass manche glauben und denken, sie haben das Recht, andere in irgend einer Weise zu diffamieren, diskriminieren und an zu greifen. Kein Mensch hat das Recht, dies zu tun, egal welcher Hautfarbe, Religion, Rasse oder irgend einer Orientierung. Denn diejenige Person, die so etwas tut, hat und zeigt keine Achtung, kein Respekt und keinerlei Akzeptanz anderen gegenüber.
Wenn wir alle dies mal endlich gelernt haben, und uns gegenseitig so nehmen, wie wir sind, dann sind wir auf einem besseren Weg als bisher.
Wir alle sollten in unserem Denken und Handeln endlich in der heutigen und veränderten Zeit ankommen, und in gegenseitigem Respekt versuchen all die tatsächlich wichtigen Probleme der Zeit miteinander zu bewältigen. Keine/r ist besser als die / der andere, jede Person hat seine /ihre "Fehlerchen", und niemand ist perfekt ! Vielleicht hilft solche eine Einstellung zur besseren Verständigung !

@fathaland slim um 12:22Uhr

Provozieren Sie wirklich gerne? Oder wie soll ich Ihre Frage verstehen, ob Sie als Schwuler auch zur LGBT-Gruppe gehören? Ich dachte immer, sie beherrschen Englisch hervorragend und wüßten wofür das "G" steht. Habe ich mich so geirrt oder fühlen Sie sich durch das "G" diskriminiert? In Ihrem Kommentar behaupten Sie auch, daß "Niemand auch nur ansatzweise das behauptet, was ich enterstelle". Seit wann sind Sie zum Sprecher der LGBT gewählt worden oder sind Sie nur erfüllt von Sendungsbewußtsein kombiniert mit der Opferrolle? Soll ich Ihnen wirklich erklären den Unterschied im Verhalten der Teilnehmer an CSD-Demos und dem Verhalten eines Wowereit oder Biolek oder Spahn usw.? Ich wiederhole: eine gesetzliche Diskriminierung ist nicht akzeptabel. Als alter Hetero und Vater werde ich wohl nie ein LGBT-Mitglied jubelnd umarmen, aber ich umarme auch nicht fremde Frauen, obwohl mir das mehr liegen würde. Aber das ist wieder ein anders Thema.

@ 10:21 von wer_wie_was

Eine Frage: Meinen Sie mit dem "Vorbild Natur", dass dort Homosexualität i.S.v. gleichgeschlechtlich gelebter Sexualität wie selbstverständlich vorkommt? Dann haben Sie vollkommen recht: wissenschaftlich belegt gibt es nämlich mehr als 1500 Tierarten, bei denen Homosexualität ausgelebt wird - von der Giraffe bis zum Fisch.

@karlheinzfaltermeier

"[...] Ansonsten teile ich Ihre Ansicht, daß fast immer der Eindruck erweckt wird, nur eine LGBT-Beziehung ist eine gute, gewaltfreie Beziehung ohne Störungen jeder Art. Natürlich werden die LGBT-Anhänger auch das wieder abstreiten, aber trotzdem die permanente Harmonie vertreten und verkünden. Wenn ich mir dann die Berichte über "christopher-street-day"-Demonstrationen ansehe, dann habe ich von den Personen, die sich mit Vorliebe in die Opferrolle drängen und sich dort wohl fühlen nicht unbedingt einen positiven Eindruck. Echte Diskriminierung ist nicht akzeptabel. Die Frage ist nur, ob da nicht auch "gefühlte" Diskriminierung vorliegt?"

Der klassische Strohmann; etwas sagen, was niemand behauptet, um es scheinbar grandios zu widerlegen.

Grenzwertig auch Ihr Versuch, Vorurteile mit Vorurteilen belegen zu wollen.

Im übrigen gibt es keinen Unterschied zwischen "echter" und "gefühlter" Diskriminierung, weil das immer mit Gefühlen verbunden ist. Auf beiden Seiten.

12:39 von Sausevind

Die Mehrheit darf quasi die Minderheit ausradieren.
Ihr die Menschenrechte rauben.
.
das scheint mir ein schwierigeres Thema zu sein als hier in 1.000 Worten zu erklären
die Menschenrechte sind das "goldene Kalb" unserer westlichen Gesellschaft
so wie in Arabien/Afghanistan Indonesien Allah nicht in Frage gestellt werden darf
So war eben hierzulande vor Jahrhunderten der Kaiser/weltliche Ordnung gottgegeben

Zitat : "die Ehe verweigert bekommen dürfen"
wo bitteschön habe ich das gefordert ?
Gerade bei so Themen denke ich sollte man vielleicht schon genauer lesen.
Es gab hierzulande auch schon die Meinung "Kindersex ist Menschenrecht"
wenn es den Kindern "nicht schadet ...." so wurde damals argumentiert
ist das jetzt auch diktatorisch, das kritisch zu sehen ?

um 12:18 von BILD.DirEinDuHä...

Danke für diesen Beitrag. Hätte ich nicht in Stunden in diese bestechende Form gebracht. Die ,,Gefährder" des Selbst(wert)bildes im Leben von verunsicherten Heterosexuellen habe ich bislang nicht so deutlich gesehen, aber gemessen an der brutal aggressiven Abwehr Homosexualität gegenüber, vor allem unter ungeküssten Männern in erzkatholischen, strengst muslimischen und sonstig patriarchalischen Ghettos, kommen dort erhebliche Selbstakzeptanzprobleme zutage, die sich ein Ventil suchen. Unterm Spiegel ist der Eisberg immer größer.

@ um 12:06 von Tada

Die Orientierung an der Natur ist geradezu vorbildlich.
So weit es diesbezügliche Forschungen bisher gezeigt haben, gibt es nur verschwindend geringe Arten auf der Welt, bei denen Homosexualität nicht selbstverständlich ist.
Man könnte sagen: Von der Amöbe bis zum Elefanten ist Homosexualität ganz selbstverständlich vorhanden und kein Problem.
Ein Problem war und ist das nur bei Menschen.
Da sind uns sämtliche Tierarten um Jahrmillionen voraus.
Und es kommt noch schlimmer. Bei den „Bonobo“ - Schimpansen ist Sex mit jedem(!) Gruppenmitglied, unabhängig von Alter und Geschlecht, ein wahrscheinlich seit Millionen von Jahren bewährtes Mittel, um Aggressionen zu verhindern.

"Wir wollen sichtbar sein"

Warum ?
ist das nicht ne sehr intime und persönliche Sache ?
die doch niemanden was angeht !
Also ich zumindest spreche nicht über das was im Schlafzimmer abgeht / nicht abgeht

und mal ganz nebenbei,
wer seine(n) PartnerIn betrügt verstößt auch gegen kein Gesetz
trotzdem kann die Reaktion des Umfelds sich von Bewunderung bis Ablehnung bewegen
also Reden ist Silber Schweigen - gelegentlich - Gold

...ttestEineMeinung #Schuldumkehr #Whataboutism

@15. Dezember 2020 um 12:05 von karlheinzfaltermeier :

"...Die Frage ist nur, ob da nicht auch "gefühlte" Diskriminierung vorliegt?"

Aus meiner persönlichen Beobachtung im sozialen Umfeld kann ich mit einem klaren JA antworten.
Beim Lesen einiger Kommentare hier ebenfalls.

Auch ihres Kommentars, denn anders kann ich mir nicht erklären wie sie angesichts des kommentierten Artikels diese Frage überhaupt aufwerfen können.

Die faktenfreie Unterstellung einer Idealisierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen ist da nur noch das Sahnehäubchen.

Whataboutism vom Feinsten.
Drängen sie sich damit nicht eher selbst in eine Opferrolle?

11:07 von Olivia59

>> "Westliche Wertegemeinschaft" ist hauptsächlich Mythos – es kommt doch niemand auf die Idee mit den USA ernsthaft über Todesstrafe zu debattieren.
<<

Da gebe ich Ihnen definitiv mit recht. Bei den Worten "westliche Werte", die einige wie eine Monstranz vor sich her tragen, kräuseln sich mir allerdings auch die Nackenhaare. Niemand kann mir exakt sagen, was man (die Allgemeinheit) darunter versteht; denn jeder sieht diese Werte in einem anderen Licht.

@DerVaihinger 9:53

Niemand drängt sich in den Vordergrund. Gäbe es keinerlei Gewichtung bei der Zugestehung von Rechten zuungunsten irgendwelcher Menschengruppen (Homosexuelle, Andersfarbige, o.a.), müsste man auch nichts thematisieren und alle würden fröhlich selbstverständlich nebeneinander leben.

@von Huhn 9:57

„Das hatte - ich rate jetzt einfach mal ins Blaue - vielleicht auch damit zu tun, dass der Kleine sich über Spielkameraden gefreut hat.
Im Urlaub oder zu Besuch bei anderen, suchen und finden sich die Kinder immer - sonst ist es ja langweilig.“

Die einfachste Erklärung ist oft auch die logischste und beste.

raus aus der EU mit denen

derartige gesetze sind in meinen augen nicht mit den regeln, werten und vorstellungen der EU vereinbar,
also raus aus der EU mit denen, es reicht nun wirklich.

mal sehen wie dort reagiert wird, wenn man ein solches ausschlussverfahren einleitet, ob man dort dann entsprechend reagiert, sonst können wir auf ungarn auch verzichten.

umgekehrt denke ich das ungarn auf die EU nicht verzichten kann.

@von Huhn 9:59 zu blink

Ich glaube, dass hat Forist blink extra so überspitzt (und nicht ernst gemeint), damit die echte „Fehldenke“ besonders klar wird.

@frosthorn

"Am 15. Dezember 2020 um 10:46 von frosthorn
der Reflex

mit dem ich gerechnet hatte, ist schon da, einige Beiträge beweisen das.
Kaum wird auf die Rechte von Homosexuellen aufmerksam gemacht, fühlen sich schon die ersten Heterosexuellen diskriminiert.
Es ist zwar lächerlich, aber auch nachvollziehbar: die Gleichberechtigung von Minderheiten greift in eins der wesentlichen Rechte der Mehrheit ein, nämlich das Recht, diese Minderheiten zu diskriminieren. Und das muss natürlich erbittert verteidigt werden.
Welche Ängste stecken da wohl dahinter?"

Genau diese Frage stelle ich mir auch immer, seit meiner Jugend und das ist schon ein Weilchen her. Wovor haben Menschen, die Vorurteile pflegen, eigentlich Angst? Eine Antwort habe ich bis heute nicht, trotz aller Grübelei. Ich verstehe es einfach nicht.

@Deppapp 10:01

Es braucht keine besonderen Studien über diese Art der Diskriminierung. Dass Menschen unter jeglicher Art der Diskriminierung leiden, ist bekannt. Das Problem ist nicht der Fakt der Familienkonstellation sondern die Diskriminierung dieses Fakts.

EU <--> und ihre uneinheitlichen Länder

Wie soll man als EU handlungs- und entscheidungsfähig sein, wenn ihre Mitgliedstaaten so viele Meinungen vertreten wie die Zahl der Mitgliedstaaten ist?
M. E. sollte ein Bündnis nur Staaten enthalten, die annähernd dieselben Standards haben und die nicht so unterschiedlich sind, wie es die Mitgliedsstaaten der derzeitigen EU sind.
Hat man etwa bei der Aufnahme solcher Staaten geglaubt, dass wir die noch "erziehen" könnten und denen Demokratie beibringen könnten?
Das ist unrealistisch.
Länder, die 50 Jahre in ihren Vorstellungen hinter den westlichen Ländern zurück liegen, werden das sooo schnell nicht ändern.

re 12:18 BILD.DirEinDuHä...: Vielfalt

>>Wenn das Glück anderer Menschen den "Wert" der Familie in Frage stellt, dann doch eher, weil die eigene mehr von diesen Werten zusammengehalten wird als von Liebe.

Es geht den Eiferern für "Moral und Anstand" dabei nur um Eines - über das Leben anderer zu bestimmen, um das eigene nicht hinterfragen zu müssen.
...
Wir sollten eines nicht vergessen - Vielfalt ist nicht der Untergang der eigenen Lebensweise sondern ihr Garant<<

Danke für die Klarheit, mit der Sie Selbstverständliches verständlich machen!

@12:51 von DrBeyer

"Ich muss zugeben, dass auch mich beim Lesen der Nachricht über diese Sex-Party eine gewisse Schadenfreude übermannt hat.

Obwohl im Nachhineinauch auch eine gewisse Nachdenklichkeit darüber aufkommt, dass dieser Mann das beste Beispiel für die unfassbaren Zwänge, die man unter Orban erdulden muss, ist.
Das ist ja ein bisschen so, als wenn Juden an den Rassengesetzen mitgeschrieben hätten"

In diesem Fall sind es aber wie in der Kirche selbst verursachte karrieregetriebene Paradoxien. Niemand zwingt die Leute in die Partei oder die Kirche, wenn sie die Vorstellungen nicht teilen.
Vielleicht sind es ja auch U-Boote ... hatte selbst schonmal überlegt in die FDP einzutreten um dort sozialer Politik das Wort zu reden ;-)

@David Séchard 10:13

„Haben Sie den Text aufmerksam gelesen?
Ihre Hetrosexualität ist weltweit akzeptiert. Sie werden dahingehend nicht mit Problemen konfrontiert.“
Das ist für manchen in der Logik zu einfach.

12:58 von Sisyphos3 12:41 von Kaneel

und mir fällt es nicht schwer, Zitat " prägenden ehemaligen Gesetzen/ Ordnungen loszulassen"

Okay, ich nehme Sie da durchaus anders wahr, da Sie sehr häufig auf die Vergangenheit rekurrieren, als ob Sie diese festhalten wollen.

Wenn der Gesetzestext veraltet ist, sollte dieser m.E. schleunigst angepasst werden.
Forist @falsa demonstratio kann dazu möglicherweise mehr sagen.

@ nie wieder SPD

„Bei den „Bonobo“ - Schimpansen ist Sex mit jedem(!) Gruppenmitglied, unabhängig von Alter und Geschlecht, ein wahrscheinlich seit Millionen von Jahren bewährtes Mittel, um Aggressionen zu verhindern.“

Das ist ja hoffentlich kein Appell an die Menschheit, dieses Verhalten zu übernehmen. Das Strafgesetzbuch und hoffentlich auch der Anstand ALLER steht dem ganzen Treiben kolossal entgegen.
Wenn ich nur an Sex mit Kindern denke, wird mir ganz schlecht...

@13:15 von Jacko08

"Niemand kann mir exakt sagen, was man (die Allgemeinheit) darunter versteht; denn jeder sieht diese Werte in einem anderen Licht."

Naja, user fathaland slim meint damit natürlich die Werte der Aufklärung doch die halten halt kaum dem Realitätscheck stand und der Weg ist das Ziel reicht mir nicht von Leuten oder sogar Nationen in ihrer Aussenpolitik, die so tun als wären sie bereits die Blüte der Zivilisation.

13:15 von Sisyphos3

"Wir wollen sichtbar sein"
Warum ?
ist das nicht ne sehr intime und persönliche Sache ?
die doch niemanden was angeht !
Also ich zumindest spreche nicht über das was im Schlafzimmer abgeht / nicht abgeht

Wenn Sie andere Posts aufmerksam gelesen hätten, wüssten Sie das es gar nicht um den Sex und das Schlafzimmer, sondern darum geht dass auch homosexuelle Paare beim Spaziergang möglicherweise Händchen halten wollen ohne sich fragen zu müssen, ob diese dafür komisch angeschaut oder angepöbelt werden. Das ist für Heterosexuelle das Selbstverständlichste von der Welt.

Im gesellschaftlichen Leben (Arbeit/Verein etc.) ist es durchaus üblich andere nach dem Familienstand zu fragen. Soll dann betreten geschwiegen oder gelogen werden?

13:08 von Sisyphos3

<< 12:39 von Sausevind

Zitat : "die Ehe verweigert bekommen dürfen"
wo bitteschön habe ich das gefordert ?
Gerade bei so Themen denke ich sollte man vielleicht schon genauer lesen. <<

,.,.,

Ich lese gerade IHRE Beiträge sehr oft, bevor ich antworte:

weil es ja Ihre Methode ist, häufig etwas nur anzudeuten, damit man Sie nicht beim Wort nehmen kann.

MICH legt man dabei aber nicht rein, da Sie im Prinzip immer dasselbe schreiben:
Menschen habe man im Stich zu lassen, falls sie keine Deutschen seien.

Das ist Ihre ständige Forderung.
Und man habe eben immer gerade die Menschen im Stich zu lassen, nach Ihren Texten, die in ihrem Staat keine Menschenrechte bekommen.

@Kaneel 10:19

„Ich frage mich immer wieder woher denn diese Angst vieler Konservativer kommt, ihnen könnte etwas weggenommen werden, wenn anderen die gleichen Rechte zugestanden werden. Die Institution der Ehe verliert doch nicht an Wert, wenn gleichgeschlechtliche Paare heiraten können und dies dann auch gleich betitelt wird und nicht mit einem alternativen Begriff.“
Das habe ich auch noch nie begriffen.
Aber es gibt so eine seltsame Lebensdenke, dass alles außerhalb eines gewissen Schemas gerechtfertigt werden muss. Selbst wenn man den Lebensmenschen als Partner nie getroffen hat, wird das (in natürlich harmloserer Form) misstrauisch beäugt (auch heutzutage ist vieles auf „gerade Zahlen“ ausgerichtet).

11:09 von Sisyphos3

Das von Ihnen zitierte Urteil ist über 60 Jahre alt. Sie wissen vermutlich nicht dass damals in der Justiz, noch mehr als in der Politik, Altnazis saßen.

12:52 von Sisyphos3 / @schabernack, 12:20

«Aber wäre das nicht korrekter indem man das im GG neu formuliert,
statt das irgendwelchen Richter zu überlassen das ihrer Meinung nach zeitgemäß zu interpretieren.»

Auch das von Ihnen zitierte Urteil des BVerfG von 1959 war eine Auslegung der Verfassungsrichter von damals, wie der entsprechende Text zum Sachverhalt im GG zu verstehen sei.

Es bedarf immer der Definition, was unter dem Begriff: "Familie" (im juristischen Sinn) zu verstehen ist. War 1949 so, als das GG in Kraft trat.
War 1959 so, und ist es 2020.

Ändern kann man das GG, wurde bereits auch öfters geändert. Aber man muss es nicht ändern bei Fragestellungen, die man besser + flexibler mit Gesetzen zu einzelnen Fragestellungen regeln kann. Das GG ist das grundlegende Regelwerk, das über gesetzliche Möglichkeiten bestimmt. Das ändert man nicht ohne Not zu sehr häufig wegen (x) oder (y).

Die Verfassung in JAP wurde seit 1947 nicht in 1 Zeichen geändert.
Gesetze aber schon viele, oder auch ganz neue erlassen.
Geht auch.

um 13:15 von Sisyphos3

["Wir wollen sichtbar sein"]

,,Warum ?
ist das nicht ne sehr intime und persönliche Sache ?
die doch niemanden was angeht !
Also ich zumindest spreche nicht über das was im Schlafzimmer abgeht / nicht abgeht"

Ihr Kopfkino ist eigentlich nicht Gegenstand dieser Diskussion, macht jedoch ganz gut anschaulich, was das Problem ist in Ungarn, Polen und ähnlichen von Unterdrückung humanem Lebens durchorganisierten Kleptokratien.

Nicht eine(r) aus dieser Bewegung ist je auf die Idee gekommen, etwas zu thematisieren, was in oder auf oder unter der Decke passiert. Warum also tun Sie das?

LGTBQ in Ungarn: "Wir wollen sichtbar sein"

Die Regierung in Budapest (auch die in Warschau) betreibt einen nationalreaktionären Staatsumbau. Er betrifft sicher LGTBQ aber auch vorher schon das Arbeitsrecht.
Aber wie ist das jetzt mit dem Rechtsstaatsmechanismus der EU ? Da hört man nicht mehr viel davon.
Auf dem letzten EU-Gipfel sprach der polnische Ministerpräsident Morawieckie lakonisch vom sogenannten Rechtsstaatsmechanismus. Er und Orban gelten als Sieger des Gipfels.
Wohl auch, weil Berlin und andere einen Ausbruch von Widersprüchen in der Union unbedingt vermeiden wollen.

Am 15. Dezember 2020 um 12:52 von Sisyphos3

Zitat: Aber wäre das nicht korrekter indem man das im GG neu formuliert,
statt das irgendwelchen Richter zu überlassen das ihrer Meinung nach zeitgemäß zu interpretieren

In Art. 6 I GG heißt es: "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung."

Warum sollte man das GG ädern?

@Fri-Bu

„Man achtet ja auch sonst sehr auf das "Natürliche".
?????????????????

@13:07 von Anderes1961 @@karlheinzfaltermeier

//Im übrigen gibt es keinen Unterschied zwischen "echter" und "gefühlter" Diskriminierung, weil das immer mit Gefühlen verbunden ist. Auf beiden Seiten.//

Das sehe ich anders. Beispiel (aus dem echten Leben):
Eine Frau möchte Ihrem Mann (Schwabe) ein so richtig gutes Rasierwasser schenken. Die Verkäuferin zeigt ihr stolz ein gutes und gleichzeitig günstiges Rasierwasser. Die Frau (Spanierin) fühlt sich diskriminiert, weil sie der Überzeugung ist, dass die Verkäuferin aufgrund ihres Aussehens davon ausgegangen sei, dass sie sich ein teures Rasierwasser nicht leisten könne. Ihr Mann hat versucht, ihr zu erklären, dass "Schwaben nun mal so ticken" und dass die Verkäuferin es sicher nur gut gemeint habe. Die Frau wollte das unter keinen Umständen glauben.
Es ist leider häufig der Fall, dass beste Absichten als Diskriminierung betrachtet werden. Das kann auch passieren, wenn man sichtbar Behinderten Hilfe anbietet.

@Olivia59

"[...]In diesem Fall sind es aber wie in der Kirche selbst verursachte karrieregetriebene Paradoxien. Niemand zwingt die Leute in die Partei oder die Kirche, wenn sie die Vorstellungen nicht teilen.
Vielleicht sind es ja auch U-Boote ... hatte selbst schonmal überlegt in die FDP einzutreten um dort sozialer Politik das Wort zu reden ;-)"

Nehmen Sie es mir nicht übel, ich habe schon verstanden, worum es Ihnen geht und teile Ihre Meinung. Dennoch kann ich mir einen "Funfact" am Rande nicht verkneifen:

Das mit der FDP ist ebenso ein Vorurteil. Menschen, die sich in der FDP für soziale Politik einsetzen gibt es durchaus. Ein Gerhart Baum - unter Kanzler Schmidt Innenminister - tut das zum Beispiel schon seit Jahrzehnten. Aber leider sind diese Menschen in der FDP tatsächlich eine Minderheit, die auch schon mal gegen Vorurteile kämpfen müssen...

Aus dem Artikel:

Auch Gergely, einem jungen Mann, passt nicht, dass die Regierung Familienpolitik mit der Verfassung machen will. Er sagt: "Wegen mir können sie das klassische Familienmodell unterstützten wie sie wollen, aber sie sollen nicht andere Lebensweisen verbieten. Solche Verbote haben nie ein gutes Ende."

Für mich der wesentliche Satz aus dem Bericht.
Ich würde nicht nur im Streit um das klassische Familienbild verharren sondern die berechtigte Frage stellen "Was kommt dann als nächstes?"

Die Politik von Fidez und PiS in Polen deuten sehr deutlich auf Elemente hin, die eben nicht ein Bild in Richtung Toleranz und Freiheit zeichnen. So kommt es auch nicht von ungefähr, dass gerade diese beiden Staaten bei dem von der EU beabsichtigten Prinzip der Rechtsstaatlichkeit so vehement querschießen.

Neben den Einflussnahmen bei Presse und Justiz zeigte der zurückliegende Wahlkampf von Andrzej Duda in Polen noch mal deutlich, welche Gedankenwelt das Denken dieser Politiker bestimmt.

@10:13 von David Séchard

"Ihre Hetrosexualität ist weltweit akzeptiert. Sie werden dahingehend nicht mit Problemen konfrontiert."

Noch nicht. Doch die Leute, die diese Theorie vom Genderspektrum vertreten und uns Normalos als CIS-Frauen und Männer bezeichnen stellen das binäre Geschlechterkonzept im Grundsatz in Frage, was natürlich auch die Heterosexualität obsolet macht.
Wir waren alle bisher nur zu faul unsere wahre Identität im Spektrum herauszuarbeiten.

@ Kaneel, Sisyphos

Das Grundgesetz wurde bereits mehrfach geändert.

Es muss jedoch nicht geändert werden, um z.B. das Gesetz zu Lebenspartnerschaft zu legitimieren. Dieses ist bereits vom aktuellen Art. 3 GG gedeckt. Auch jedwede Diskrimierungen aufgrund sexueller Orientierung, Identität etc. werden durch Art. 3 - wenn auch nicht explizit, so doch konkludent - verboten.

Es wäre aus meiner Sicht trotzdem wünschenswert, eine Klarstellung aufzunehmen und auch das Diskrimierungsverbot aufgrund sexueller Identität bzw. Präferenz ausdrücklich festzuschreiben.

Das ist offensichtlich notwendig, wenn ich mir einige Kommentare hier so durchlese ...

13:45 von Kaneel

« Im gesellschaftlichen Leben (Arbeit/Verein etc.) ist es durchaus üblich andere nach dem Familienstand zu fragen. Soll dann betreten geschwiegen oder gelogen werden?»

Ganz ausdrücklich ganz ausgezeichnet gutes Argument !

Ich habe das Gefühl, ...

... dass es immer viele Menschen gibt, die jemanden brauchen, auf den Sie ihre Unzufriedenheit kanalisieren müssen. Und das muss leicht gehen. Und es geht leicht, wenn man sich einer „Grölgruppe“ anschließen kann.
Regierende/Staaten suchen sich bestimmte Gruppen als Blitzableiter, um von ihren dubiosen Geschäften und dem „Scheffeln in die eigene Tasche“ abzulenken.

@Am 15. Dezember 2020 um 12:53 von Anna-Elisabeth

>>Am 15. Dezember 2020 um 12:53 von Anna-Elisabeth
@09:55 von frosthorn

//Für "die Konservativen" war Homophobie auch schon immer ein Zeichen für moralische Integrität und damit positiv besetzt, während gleichgeschlechtliche Liebe als verwerflich und immer als am Rande zur Kriminalität stehend wahrgenommen wurde.//

>>In meiner (religiös-konservativen) Familie war Homosexualität ein Tabuthema. Ich vermute, meine Eltern hielten es für eine Sünde. Es wurde aber nie darüber gesprochen. Nur einmal, als sich herausstellte, dass ein Cousin schwul ist, befand die gesamte Verwandtschaft, dass dies ein schweres Los für die Eltern sei. Ich selbst habe lange gebraucht, Homosexualität als etwas Normales zu betrachten. (...)<<

Meine Mutter war erzkonservativ katholisch geprägt und Homosexualität war pfui bäh. Bei jeder Möglichkeit hat Sie dagegen gewettert & uns vor den Gefahren dieser Sünde gewarnt.
Andererseits habe ich meine Mutter, aus diversen Gründen, irgendwann nicht ernst genommen.

12:20, Anderes1961 @fathaland slim

>>"Was genau in der Natur wollen Sie sich zum Vorbild nehmen? Vom Wolfsrudel bis zur Bonellia viridis und ihrem Zwergmännchen, das Angebot ist riesig."

Vielleicht meinte der User die Papageienfische, die je nach Bedarf das Geschlecht wechseln können.<<

Oder vielleicht Crepidula fornicata, die Pantoffelschnecke, die in so genannten Zeugungsketten aufeinandersitzt? Das oberste Tier ist männlich, alle anderen darunter weiblich. Setzt sich auf das oberste Tier ein weiteres, dann wird dieses Männchen ebenfalls zum Weibchen.

@Anna-Elisabeth

"Das sehe ich anders. Beispiel (aus dem echten Leben):
Eine Frau möchte Ihrem Mann (Schwabe) ein so richtig gutes Rasierwasser schenken. Die Verkäuferin zeigt ihr stolz ein gutes und gleichzeitig günstiges Rasierwasser. Die Frau (Spanierin) fühlt sich diskriminiert, weil sie der Überzeugung ist, dass die Verkäuferin aufgrund ihres Aussehens davon ausgegangen sei, dass sie sich ein teures Rasierwasser nicht leisten könne. Ihr Mann hat versucht, ihr zu erklären, dass "Schwaben nun mal so ticken" und dass die Verkäuferin es sicher nur gut gemeint habe. Die Frau wollte das unter keinen Umständen glauben.
Es ist leider häufig der Fall, dass beste Absichten als Diskriminierung betrachtet werden. Das kann auch passieren, wenn man sichtbar Behinderten Hilfe anbietet."

Wir haben beide Recht. :-) Denn in Ihrem Beispiel sind - wie Sie selbst beschreiben - Gefühle im Spiel.

Eine Unterscheidung ist nötig, da gebe ich Ihnen Recht. Aber so einfach wie mit "echt" und "gefühlt" ist es leider nicht.

@Anderes1961 um 13:07Uhr

Bei allem Respekt, aber es ist mir reichlich egal, ob Sie eine andere Meinung als "grenzwertig" beurteilen, denn schon dies deutet an, daß Sie sich ein Urteil anmaßen. Für Sie mag es keinen Unterschied machen, aber für mich schon, denn ich sehe da schon einen Unterschied, ob jemand durch ein Gesetz diskriminiert wird oder um es provokant auszudrücken, eine Wohnung wegen fehlendem sicheren Einkommen nicht bekommt, aber grundsätzlich seine Neigung vorschiebt. Wie beim Antisemitismus ist auch beim LGBT-Thema die Opferrolle sehr bequem und wird leider auch mißbraucht. Oder halten Sie wirklich jeden Vorwurf der Diskriminierung für gerechtfertigt?

re Jacko08: Wertemonstranz

>> Bei den Worten "westliche Werte", die einige wie eine Monstranz vor sich her tragen, kräuseln sich mir allerdings auch die Nackenhaare. Niemand kann mir exakt sagen, was man (die Allgemeinheit) darunter versteht; denn jeder sieht diese Werte in einem anderen Licht.<<

Minderheiten- und Menschenrechte sind keine „westlichen“ Werte, sondern universelle Werte. Dargelegt nicht zuletzt in der Charta der Vereinten Nationen. Die auch die östlichen, südlichen und nördlichen Nationen unterschrieben haben.

Und sie werden auch nicht „wie eine Monstranz“ herumgetragen, sondern man tritt für sie ein! Und das nicht nur im „Westen“, sondern auch im Osten, Süden und Norden.

Überhaupt erkenne ich in der wiederentdeckten Fixierung auf den „Westen“ kein westliches, und auch kein südliches und nördliches Phänomen, sondern eher ein spezifisch „östliches“ Problem.
Dort scheint man zunehmend die Menschenrechte als das zu fürchten, was sie sind:
Eine Einmischung! Natürlich vom „Westen“!

12:33, Olivia59 @12:14 von fathaland slim

>>@12:14 von fathaland slim
">>Werte werden im gesellschaftlichen Diskurs ausgehandelt, der intensiv dann doch wieder nur national stattfindet.<<

Wie falsch diese Aussage ist, erkennt man schon dann, wenn man sich die Nationalität der Philosophen der Aufklärung, die das formuliert haben, was ich als die für mich verbindlichen Werte betrachte, vergegenwärtigt."

Philosophen sind zwar Vordenker und können den Diskurs wesentlich mitbestimmen doch was eine Gesellschaft letztendlich annimmt und ausprägt ist völlig offen. Diese LGBT-Progressivität wird bestimmt nicht von public intellectuals oder Aufklärern der Giordano-Bruno Stiftung vorangetrieben.<<

Das, was Sie mit dem tollen Schlagwort "LGBT-Progressivität" bezeichnen, ergibt sich aus den philosophischen Grundlagen unserer Kultur. Sie scheinen von denen wenig zu wissen, wenn Ihnen auch dazu nur Schlagworte wie "Public Intellectuals" einfallen oder die Giordano Bruno Stiftung.

Weil dies niemanden wirklich interessiert

Es geht doch immer nur darum, dass einige ihre Meinung durchzusetzen versuchen.
Vor nicht langer Zeit gab es eine Talkshow über Rassismus, in der etliche "Weiße" über Rassismus gesprochen hatten, wie sich Farbige fühlen usw.
Zum Schluss platzte dem einzigen Farbigen bei der Talkshow der Kragen und er sagte, dass er nicht die Beleidigungen von Menschen auf der Straßen als Rassismus empfindet, sondern das, was die anderen Talkshowteilnehmer gerade verantstalten - ihm zu sagen, wie er zu empfinden hat.
Das ist das gleiche wie seit 1990, wenn Leute aus dem Westteil des Landes den Ostler sagen, wie es vor 1990 dort war, wie sie gelebt, was sie gegessen, gedacht und getan haben. So etwas nennt man Übenahme der Deutungshoheit.

@Anna-Elisbeth Nachtrag

"//Im übrigen gibt es keinen Unterschied zwischen "echter" und "gefühlter" Diskriminierung, weil das immer mit Gefühlen verbunden ist. Auf beiden Seiten.//

Das sehe ich anders. Beispiel (aus dem echten Leben):
Eine Frau möchte Ihrem Mann (Schwabe) ein so richtig gutes Rasierwasser schenken. Die Verkäuferin zeigt ihr stolz ein gutes und gleichzeitig günstiges Rasierwasser. Die Frau (Spanierin) fühlt sich diskriminiert, [...]"

Noch ein Nachtrag zu meiner Antwort: Mir ist da spontan etwas eingefallen, wie man eventuell besser beschreiben könnte, was der User karlheinzfaltermeier wahrscheinlich meinte. Man könnte unterscheiden zwischen individuellen Vorurteilen und gesellschaftlichen Vorurteilen. Das trifft es vielleicht besser. Aber nochmal: Diskriminierung hat immer etwas mit Gefühlen zu tun, egal ob individuell oder gesellschaftlich.

@10:19 von Kaneel

>> Das kann doch im 21. Jhrd. in Europa
>> eigentlich nicht sein.

§ 175 StGB wurde ERST am 10.03.1994 ersatzlos aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Das sind gerade mal 26(!) Jahre. oO

Und nur 6 Jahre vor dem "21. Jhrd."!

Wer Ungleichheit so verabscheut ...

..., sollte die Ungleichheit der Vermögensverhältnisse auf der Welt viel mehr verabscheuen und dagegen kämpfen.

@fathaland slim

"Am 15. Dezember 2020 um 14:08 von fathaland slim
12:20, Anderes1961 @fathaland slim

>>"Was genau in der Natur wollen Sie sich zum Vorbild nehmen? Vom Wolfsrudel bis zur Bonellia viridis und ihrem Zwergmännchen, das Angebot ist riesig."

Vielleicht meinte der User die Papageienfische, die je nach Bedarf das Geschlecht wechseln können.<<

Oder vielleicht Crepidula fornicata, die Pantoffelschnecke, die in so genannten Zeugungsketten aufeinandersitzt? Das oberste Tier ist männlich, alle anderen darunter weiblich. Setzt sich auf das oberste Tier ein weiteres, dann wird dieses Männchen ebenfalls zum Weibchen."

Diese amüsante Reihe an Beispielen, was die Natur so alles hervorbringt, könnte man fast endlos fortsetzen. Aber ich mache es kurz und zitiere einen alten Werbespruch:

"Nichts ist unmöglich..."

14:00 von Demokrat49

es wäre sicherlich der "sauberste" Weg,
das GG mal zu überarbeiten
Es fit für das 21. Jahrhundert zu machen
Bei uns wird ja auch über das US amerikanische Wahlsystem (Wahlmänner) diskutiert
ob das heute noch wirklich zeitgemäß ist.
Warum nicht mal erst vor der eigenen Haustüre zu beginnen

14:00 von Olivia59

«Doch die Leute, die diese Theorie vom Genderspektrum vertreten und uns Normalos als CIS-Frauen und Männer bezeichnen stellen das binäre Geschlechterkonzept im Grundsatz in Frage, was natürlich auch die Heterosexualität obsolet macht.»

Gar nichts macht Heterosexualität "obsolet".
Und auch niemand betreibt, dies in eine solche Richtung zu führen.

Menschen sind keine Einzeller, die sich durch Zellteilung vermehren können. Auch keine Clownfische wie der putzige "Nemo", bei denen ein einziges Alpha-Weibchen am Riff seine Untergebenenschaft aus Männchen dominiert und rumscheucht. Wird das Weibchen tot … wird das stärkste Männchen zum Weibchen, und darf selbst scheuchen.

Auch weit entfernt ist die Menschheit von Science Fiction Szenarien, in denen Männer nur noch "Sperma-Spender" sind für ansonsten quasi automatisierte Befruchtung im Reagenzglas zum Arterhalt.

Genau so wenig dominieren "LGBTs" die Diskussionen um Geschlechterrollen mit dem Ziel der Abschaffung von Heterosexualität.

14:17, teachers voice

>>Überhaupt erkenne ich in der wiederentdeckten Fixierung auf den „Westen“ kein westliches, und auch kein südliches und nördliches Phänomen, sondern eher ein spezifisch „östliches“ Problem.
Dort scheint man zunehmend die Menschenrechte als das zu fürchten, was sie sind:
Eine Einmischung! Natürlich vom „Westen“!<<

Damit hast Du den Nagel auf den Punkt getroffen, lieber Teach!

Ich wollte immer schon mal so etwas schreiben, konnte es nur nicht in solch treffende Worte kleiden:=)

14:12 von Anderes1961 @Anna-Elisabeth

"Das sehe ich anders. Beispiel (aus dem echten Leben):
.
da kann ich eines aus dem "echten Leben" nachliefern

Ne Gruppe Schwaben standen in Tuscaloosa zusammen und diskutierten über die "niggr" heißt Leute die alles abnicken/ungeprüft zustimmen (auch "Arschkriecher" genannt)
Natürlich haben das einige Einheimische gehört und von niggr auf Nigger geschlossen
Wie üblich weltweit immer das negative gesucht
Ein großes Theater bis das geklärt war, falls das überhaupt geklärt werden kann

re 14:00 Olivia59: Spektrum

>>Doch die Leute, die diese Theorie vom Genderspektrum vertreten und uns Normalos als CIS-Frauen und Männer bezeichnen stellen das binäre Geschlechterkonzept im Grundsatz in Frage, was natürlich auch die Heterosexualität obsolet macht.<<

Sie scheinen wirklich Angst davor zu haben, nicht „normal“ zu sein. Das ist durchaus menschlich und damit bekommen Sie ein gutes Gefühl auch für die Ängste anderer Menschen.

Tatsächlich muss dieses „binäre Geschlechterkonzept“ in Frage gestellt werden. Weil es dieses „Konzept“ überhaupt nicht gibt. Wer sollte dieses Konzept denn aufgestellt haben?

Werte Olivia, egal welchem „Konzept“ Sie sich zugehörig fühlen, Sie bleiben einfach „Olivia“. Ganz konzeptfrei, ganz „identisch“ - und ganz menschlich.

Vor allem aber sind Sie in jedem Falle ganz „normal“!

@karlheinzfaltermeier

"Am 15. Dezember 2020 um 14:15 von karlheinzfaltermeier
@Anderes1961 um 13:07Uhr

[...] denn ich sehe da schon einen Unterschied, ob jemand durch ein Gesetz diskriminiert wird oder um es provokant auszudrücken, eine Wohnung wegen fehlendem sicheren Einkommen nicht bekommt, aber grundsätzlich seine Neigung vorschiebt. Wie beim Antisemitismus ist auch beim LGBT-Thema die Opferrolle sehr bequem und wird leider auch mißbraucht. Oder halten Sie wirklich jeden Vorwurf der Diskriminierung für gerechtfertigt?"

Ich verstehe, worauf Sie hinauswollen. Aber Sie machen wieder den Fehler und wollen Vorurteile durch Vorurteile begründen, auch wenn Sie es provokant nennen. Und nein, es geht nicht um Opferrollen, die angeblich mißbraucht werden. Und ja, ich halte jeden Vorwurf der Diskriminierung für gerechtfertigt, weil es immer um Gefühle geht. Die Unterscheidung, die Sie möglicherweise meinen, ist vielleicht individuelle und gesellschaftliche Diskriminierung. Können wir uns darauf einigen?

13:50 von melancholeriker

was wollen sie mir damit sagen ?

In Ungarn ist ne stockkonservative Regierung dran
die auf breite Unterstützung der Bevölkerung bauen kann
das ist erst mal Fakt
das sollten auch Zeitgenossen wie sie akzeptieren

@Anna-Elisabeth 12:53

Das kann ich gut nachvollziehen. Aber es zeigt auch, wie man sich aus Erziehungskreisen befreien kann, wenn man sich den vielfältigen Informationsmöglichkeiten öffnet.
Für einige Heranwachsende sehe ich allerdings Düsternis, wenn ich mir die wachsenden rechten Gruppierungen so anschaue, in denen Kinder von klein auf schlimmste Weise indoktriniert werden. (In USA Klerikale, in D die kleinen Germanen ect.)

@14:17 von fathaland slim

"Das, was Sie mit dem tollen Schlagwort "LGBT-Progressivität" bezeichnen, ergibt sich aus den philosophischen Grundlagen unserer Kultur. Sie scheinen von denen wenig zu wissen, wenn Ihnen auch dazu nur Schlagworte wie "Public Intellectuals" einfallen oder die Giordano Bruno Stiftung."

Das liegt daran, das die Gender-Studies für mich nur schwer mit Kants Vernunftbegriff in Einklang zu bringen sind.
Diese Art von Einsicht in die Natur der Dinge ist ja wohl mehr Befindlichkeiten aus persönlichen Erfahrungen geschuldet.
Alles legitim doch die daraus resultierenden Wertemassgaben sind nur bedingt mit der Idee der Aufklärung vereinbar.

14:19 von saschamaus75

§ 175 StGB wurde ERST am 10.03.1994 ersatzlos aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Das sind gerade mal 26(!) Jahre. oO

Und nur 6 Jahre vor dem "21. Jhrd."!
.
schon deshalb sollte man vorsichtig sein
wenn man mit den Fingern auf andere Länder zeigt
denke nicht vor 25 Jahren wohl aber vor 50 ... 100 Jahren
war die Meinung über Schwule hierzulande recht eindeutig

@ Schneegans

„Wer Ungleichheit so verabscheut ...
..., sollte die Ungleichheit der Vermögensverhältnisse auf der Welt viel mehr verabscheuen und dagegen kämpfen.“

Vielfalt ist der Welt größtes Geschenk.
Der Eisbär möchte auch nicht in die Sahara ziehen, nur weil der Eisbär dort prozentual unterrepräsentiert ist.
Und auch Vermögensverhältnisse sind sehr vielfältig.
Aber Geld / Vermögensverhältnisse machen ja bekanntlich eh nicht glücklich, daher muss man da auch nicht wetteifern. Ich persönlich bin um Welten näher am ärmsten Menschen der Welt dran, als am reichsten Menschen der Welt und führe ein absolut zufriedenstellendes Leben. Der Eisbär ohne Geld zum Beispiel auch. Dem ist es nur wichtig, nicht in die Sahara zu müssen.

15. Dezember 2020 um 13:45 von Kaneel


Wenn Sie andere Posts aufmerksam gelesen hätten, wüssten Sie das es gar nicht um den Sex und das Schlafzimmer, sondern darum geht dass auch homosexuelle Paare beim Spaziergang möglicherweise Händchen halten wollen ohne sich fragen zu müssen, ob diese dafür komisch angeschaut oder angepöbelt werden. Das ist für Heterosexuelle das Selbstverständlichste von der Welt.

Ich möchte gerne noch hinzufügen, dass diese Handlungen bei Heterosexuellen auch nicht immer Standard war und gesellschaftlich erkämpft wurde (unverheiratete Paare, Hände halten, öffentlich küssen). Hat man heute nur gerne vergessen, obwohl das historisch gesehen auch noch nicht so lange her ist. Ich hoffe das man zukünftig auch zu einer Normalität finden kann, bei der die heutigen Diskussionen absurd erscheinen.

14:08 von fathaland slim

«Oder vielleicht Crepidula fornicata, die Pantoffelschnecke, die in so genannten Zeugungsketten aufeinandersitzt? Das oberste Tier ist männlich, alle anderen darunter weiblich. Setzt sich auf das oberste Tier ein weiteres, dann wird dieses Männchen ebenfalls zum Weibchen.»

Ganz sehr "männerfeindlich" sind die Anglerfische in der Tiefsee.
Mit den Lateinern in deren Namen bin ich wenig bewandert.

Jedenfalls suchen die Männchen nach den Weibchen im Dunkel der Tiefsee. Wohl anhand von Pheromonen … und ganz schön schwierig.

Wenn gefunden … die sehr kleinen Mänchen die im Vergleich sehr großen Weibchen. "Dann docken sie an" hinter der Bauchflosse der Weibchen. Sie "verwachsen" mit dem gefundenen Weibchen … und bleiben so lebenslang, solange auch das Weibchen lebt.

Fast Science Fiction aus den unergründlichen Tiefen des Tierreichs, wo noch so viele unentdeckte Rätsel der Geschlechtlichkeit darauf warten, enträtselt zu werden.

"My heroes" … sind die schwulen Pinguine im Kölner Zoo.

@ Am 15. Dezember 2020 um 14:00 von Olivia59

>>Am 15. Dezember 2020 um 14:00 von Olivia59
@10:13 von David Séchard

"Ihre Hetrosexualität ist weltweit akzeptiert. Sie werden dahingehend nicht mit Problemen konfrontiert."

Noch nicht. Doch die Leute, die diese Theorie vom Genderspektrum vertreten und uns Normalos als CIS-Frauen und Männer bezeichnen stellen das binäre Geschlechterkonzept im Grundsatz in Frage, was natürlich auch die Heterosexualität obsolet macht.
(...)<<

Ihre Ängste teile ich nicht und ich sehe auch nicht zukünftig die Heterosexualität in Gefahr nur weil mit Begriffen wie CIS gesprochen wird.

@10:21 von wer_wie_was

>> Ich behaupte mal...das beste für ein Kind
>> ist, wenn es Mutter und Vater, Mama und
>> Papa, hat

Ich behaupte mal...das Beste für ein Kind ist, wenn es liebevoll großgezogen wird und sich körperlich und geistig frei entfalten kann. -.-

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,
die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir, beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.
Die Moderation

Darstellung: