Kommentare - LGBTQ in Ungarn: "Wir wollen sichtbar sein"

15. Dezember 2020 - 08:53 Uhr

Ungarns Parlament stimmt heute über eine Verfassungsreform ab, nach der nur noch Hetero-Paare als Eltern anerkannt werden sollen. Das stößt nicht nur bei Regenbogenfamilien im Land auf Unmut. Von Nikolaus Neumaier.

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Kommentare

Traditionelles "Familienbild"

Ich behaupte jetzt einfach mal, auch in Anbetracht der Zahlen an Kindesmissbrauchsfällen und der Befürchtungen der zuständigen Stellen in Lockdownzeiten, dass es besser für das Kind ist, wenn es zwei Väter/Mütter hat, die es lieben, als einen Vater, der es schlägt.

Wenn LGBTQ-Eltern so schlimm und eine traditionelle Familie so gut ist, warum brauchen wir dann eigentlich aktuell Jugendämter?

Mit der Begründung des Kindeswohls müsste man dann nämlich konsequenterweise auch einen Elternpass einführen und nicht geeignete Personen chemisch zwangssterilisieren. Dafür wird aber nur ein absoluter Bruchteil der Befürworter von Einschränkungen für LGBTQ sein und in religiösen Kreisen vermutlich niemand.

Von mir aus...

Soll jeder nach seiner Einstellung glücklich werden.Das ist ok...
Ich frage mich nur warum das immer LGBT -mäßig propagiert werden muß.
Ich renne auch nicht herum und demonstriere für meine Hetrosexualität.
Im letzte Urlau hatten wir LGBT Nachbarn mit Kind. Der kleine fand wohl das Mutter Vater Kind auch nicht so schlecht ist. So hatte ich dann im Urlaub 3 Kinder

@skydiver-sr, 09.37h

Ihre Frage wird doch durch die Überschrift beantwortet.
"Wir wollen sichtbar sein".
Sichtbar sein bedeutet für mich allerdings nicht, sich immer und überall in den Vordergrund zu drängen.

"die Konservativen" hatten noch nie

ein Problem damit, ihre "richtige" Art zu leben, in Gesetze zu gießen und anderen vorzuschreiben, sich dem anzupassen. Für "die Konservativen" war Homophobie auch schon immer ein Zeichen für moralische Integrität und damit positiv besetzt, während gleichgeschlechtliche Liebe als verwerflich und immer als am Rande zur Kriminalität stehend wahrgenommen wurde. Hierfür wurde auch eigens der Narrativ einer Korrelation von Homosexualität und Pädophilie erfunden.
Dies gilt übrigens keinesfalls nur für den religiös engagierten Teil der Gesellschaft, kann also nicht auf den Einfluss rückständiger Kirchen geschoben werden.
Ich möchte solche Gesetze in der EU nicht haben und hoffe, die europäisch Gemeinschaft wird das nicht hinnehmen.
Wir müssen da übrigens auch in unserem eigenen Land noch viele dicke Bretter bohren.

@skydiver-sr, 9:37

Ich frage mich nur warum das immer LGBT -mäßig propagiert werden muß.
Ich renne auch nicht herum und demonstriere für meine Hetrosexualität.

Ähhh, vielleicht, will Sie im Gegensatz zu den LGBT auch nicht wegen Ihrer Heterosexualität diskriminiert werden?

@ Nettie

"Was „die Regierung“ wünscht, darf wirklich nicht länger für irgendjemanden schicksalsentscheidend sein."

Das sag ich jeden Tag, aber ich bin auch Anarchist.

09:37 von skydiver-sr

"Der kleine fand wohl das Mutter Vater Kind auch nicht so schlecht ist. So hatte ich dann im Urlaub 3 Kinder"

Das hatte - ich rate jetzt einfach mal ins Blaue - vielleicht auch damit zu tun, dass der Kleine sich über Spielkameraden gefreut hat.
Im Urlaub oder zu Besuch bei anderen, suchen und finden sich die Kinder immer - sonst ist es ja langweilig.

Womit ich Ihnen nicht absprechen möchte, dass Sie eine gute Familie haben, der Kleine vielleicht auch. :)

09:37, skydiver-sr

>>Von mir aus...
Soll jeder nach seiner Einstellung glücklich werden.Das ist ok...
Ich frage mich nur warum das immer LGBT -mäßig propagiert werden muß.
Ich renne auch nicht herum und demonstriere für meine Hetrosexualität.<<

Haben Sie Ihre Frau noch nie öffentlich geküsst? Gehen Sie nie Hand in Hand über die Straße? Reden Sie nie öffentlich völlig selbstverständlich über Ihre Ehe?

>>Im letzte Urlau hatten wir LGBT Nachbarn mit Kind. Der kleine fand wohl das Mutter Vater Kind auch nicht so schlecht ist. So hatte ich dann im Urlaub 3 Kinder<<

Kann es vielleicht sein, daß eher Ihre beiden Kinder für den Kleinen ausschlaggebend waren?

09:28 von blink

"Ich behaupte jetzt einfach mal, auch in Anbetracht der Zahlen an Kindesmissbrauchsfällen und der Befürchtungen der zuständigen Stellen in Lockdownzeiten, dass es besser für das Kind ist, wenn es zwei Väter/Mütter hat, die es lieben, als einen Vater, der es schlägt.

Wenn LGBTQ-Eltern so schlimm und eine traditionelle Familie so gut ist, warum brauchen wir dann eigentlich aktuell Jugendämter?

Mit der Begründung des Kindeswohls müsste man dann nämlich konsequenterweise auch einen Elternpass einführen und nicht geeignete Personen chemisch zwangssterilisieren. Dafür wird aber nur ein absoluter Bruchteil der Befürworter von Einschränkungen für LGBTQ sein und in religiösen Kreisen vermutlich niemand."

Das sehe ich ähnlich, wobei ich nicht bis zu einer möglichen Zwangssterilisierung denke. Da zucke ich eher zusammen.

Gibt es irgendwelche Erfahrungsberichte über Kinder,

die von homosexuellen oder lesbischen Paaren erzogen wurden? Oder Studien?
Würde mich schon interessieren, ob diese Kinder darunter litten oder leiden, weil sie von der Gesellschaft diskriminiert wurden oder werden.
Die Sicht der Adoptierten kommt hier meiner Ansicht nach immer zu kurz.

Das ist keine Doppelmoral

"Dass es gerade erst einen Sexskandal um einen ehemaligen Europaabgeordneten der Partei Fidesz gegeben hat und darum in EU-Mitgliedstaaten auch über den doppelten Moralbegriff der ungarischen Regierungspartei diskutiert wird,"

*

Das ist keine Doppelmoral, das ist genau das, was diese Männer anstreben. Von ihrer Mentalität her passen sie eher nach Saudi-Arabien, als in die EU. Da könnten sie sich so richtig ausleben.

09:38 von blink

@blink, wir wissen doch, dass den Rechtspopulisten und autoritären Regimes wie in Polen oder Ungarn vielleicht das traditionelle Familienbild am Herzen liegt, keinesfalls aber das Kindeswohl.
Aber das kennen wir Deutschen aus unserer Geschichte nur zu genau.

@skydiver-sr

"Im letzte Urlau hatten wir LGBT Nachbarn mit Kind. Der kleine fand wohl das Mutter Vater Kind auch nicht so schlecht ist. So hatte ich dann im Urlaub 3 Kinder" Am 15. Dezember 2020 um 09:37 von skydiver-sr

*

Seien Sie nicht albern. "Der kleine" wollte mit anderen Kindern spielen, wer da Essen serviert hatte und sich sonst kümmert ist den Kindern egal. Da hätten Sie auch 2 Köpfe haben können, das wäre dem Kind egal gewesen.

Deshalb habe ich meine Kinder gleich mit 1 Jahr in die Krippe gegeben. Erwachsene sind für Kinder einfach nur langweilig und bremsen sie aus.

(Hätten Sie Ihre Kinder zu dem kleinen rüber gelassen, hätten Sie den Urlaub nur mit Ihrer Frau verbracht.)

@ Am 15. Dezember 2020 um 09:37 von skydiver-sr

>>Von mir aus...
Soll jeder nach seiner Einstellung glücklich werden.Das ist ok...
Ich frage mich nur warum das immer LGBT -mäßig propagiert werden muß.
Ich renne auch nicht herum und demonstriere für meine Hetrosexualität.
(...)<<

Haben Sie den Text aufmerksam gelesen?
Ihre Hetrosexualität ist weltweit akzeptiert. Sie werden dahingehend nicht mit Problemen konfrontiert.
Und in D ist mittlerweile auch Homosexualität weitgehend akzeptiert, auch wenn es ein langer Weg war. Aber hier geht es nicht um D sondern um Ungarn. Und das dort eben die LGBT-Gemeinde nicht leben kann wie sie will. Man wirft Ihnen Steine in den Weg. Sie sollen ausgeschlossen werden.

In Ungarn muss die LGBT-Gemeinde auf sich aufmerksam machen, um nicht stigmatisiert zu werden und alle möglichen Rechte zu verlieren.

Ich frage mich immer wieder

Ich frage mich immer wieder woher denn diese Angst vieler Konservativer kommt, ihnen könnte etwas weggenommen werden, wenn anderen die gleichen Rechte zugestanden werden. Die Institution der Ehe verliert doch nicht an Wert, wenn gleichgeschlechtliche Paare heiraten können und dies dann auch gleich betitelt wird und nicht mit einem alternativen Begriff.

Es geht der LGBTQ-Bewegung doch nicht darum etwas „Besonderes“ sein zu wollen, sondern sich nicht verstecken zu müssen, wie György Mészáros sagt, also im Öffentlichen Leben präsent sein zu können, genau wie alle anderen auch.

In einer arte-Doku wurden polnische „Aktivisten“ mit der Kamera begleitet. Es waren wenige junge Menschen, die mit einem Stand auf ihre Belange aufmerksam machen wollten und die von 60 Polizisten geschützt werden mussten. Das kann doch im 21. Jhrd. in Europa eigentlich nicht sein.

Die Beispielperson aus dem Bericht

ist laut Angaben Roma. Roma und Sinti sind patriarchalische , authoritaer konservative Bevoelkerungsgruppen, die sicher im Konservativismus den konservativen Ungarn in nichts nachstehen. Ich denke das ist ein wichtiger Punkt, um die Lebenssituation von schwulen Romas zu verstehen.

Sicher koennen gleichgeschlechtliche Paare Kinder genauso gut lieb haben und erziehen wie heterosexuelle.

Was man auch sicher tun koennte als aufgeklaerter Mensch ist Abstand nehmen von "die sind so" und "die sind so" Schemen.

Idealerweise sollten sicher Kinder in Familien grosswerden, in denen sich Mama und Papa ewig liebhaben , die Kinder gewollt sind und ein sicheres zu Hause bis zum Ausfliegen geniessen.

Dieses Idealerweise ist offensichtlich natuerlicherweise limitiert und so muss man mit den Wirklichkeiten zurechtkommen. Deswegen haben alle Bemuehungen Berechtigung, was fuer Kinder ein zu Hause schafft, in dem diese sich wohl fuehlen und gedeihen koennen.

Orban wird weiter machen. Das

Orban wird weiter machen. Das "grüne" Licht dazu hat er doch eben von der EU bekommen.
Die EU war mal ein sehr schöner Gedanke. Was aber daraus geworden ist, durch diese ewigen Kompromisse, hat leider nicht mehr sehr viel mit Werten zu tun.
Wir wissen seit Jahren was in Polen und Ungarn passiert. Was tun wir dagegen? Eigentlich nichts, denn da werden Gesetze und Richtlinien verwässert bis sie nicht mehr zu erkennen sind.
Wenn sich die EU nicht bald selbst reformiert kann sie sich auch selbst abschaffen.
Entweder leben wir in dieser Gemeinschaft, die sich EU nennt, nach deren Regeln und Werten, oder man verlässt Sie. Ist eigentlich ganz einfach!
Aber da es bei der EU weniger um Menschen, als vielmehr um wirtschaftliche Interessen geht, werden wir auf Reformen warten müssen. Und so wie ich Europa kenne, werde ich es nicht mehr erleben... Das gemeinsame Europa.

Traditionelles Familienbild

Ich behaupte mal...das beste für ein Kind ist, wenn es Mutter und Vater, Mama und Papa, hat, welche es lieben und mit gutem Beispiel voran gehen um das nachfolgende Leben in diese Welt einzuführen. Das beinhaltet auch, dass die beiden sich erkennen und ehren. Auch wenn das letzte Wort leider etwas aus der Mode gekommen ist...ich finde es passt sehr gut in diesen Kontext. Ich finde, wenn wir schon nicht an eine göttliche Ordnung glauben wollen...dann doch wenigstens an die natürliche...oder!?
Und wenn wir die Natur in dieser Frage zum Vorbild nehmen...ist eigentlich schon alles gesagt!
Ich verbleibe mit einem nachdenklichen Gruß.

Doppelmoral

Es ist auffällig, wenn bestimmte Themen negiert und an den Rand gedrängt werden sollen. Die Doppelmoral genau dieser Menschen, die Themen verbannen, wirft Fragen auf.

Grundsätzlich ist es m.M.n. ein immenser Fortschritt, dass Menschen jeglicher Couleur und jeglichen Geschlechts gleichberechtigt leben können und ein Rückschritt in traditionelle Denkmuster, wenn Vorgaben diesbezüglich gemacht werden.

Ob es nun z.B. der Brüsseler EU Mitarbeiter oder Mitglieder der Kirche sind, es ist nicht selten so, dass Wasser gepredigt und Wein getrunken wird. Das wird durchschaut von vielen.

Die Welt ist bunt, es gibt nicht nur schwarz und weiss, jeder der etwas anderes behauptet begibt sich auf gefährliches Glatteis.

LGBT !

Es sollte grundsätzlich kein Mensch, warum auch immer, diskriminiert werden, denn wir Menschen sind alle gleich, auch wenn wir unterschiedlich aussehen und unterschiedlich handeln und denken.
Es sind die Verborten, die ein Problem mit der Achtung, dem Respekt und der Akzeptanz von anderen haben. Da kommen in bestimmten "westlichen" Ländern aber gleich mehrere Dinge zusammen, die es Menschen extra schwer machen, die sie ausgrenzen und stigmatisieren. Da ist eine total verklemmte Kirche, ihre uralten Moral- Ansichten, rechtnationale und völkische Denkweise und jede Menge Rechtsextreme, die unter dem Deckmantel der reinen Ehe ihre Phantasien versuchen aus zu leben und angeblich nicht gleich-geschaltete Personen drangsalieren und schikanieren.
Auch wenn selbst in D da noch einiges besser werden sollte, so Länder wie Ungarn und Polen gehören nicht in die EU. Denn die beiden sind mit ihren Ansichten und Absichten echt nur Gift für eine frei und respektvolle EU !

@skydiver-sr

"
Am 15. Dezember 2020 um 09:37 von skydiver-sr
Von mir aus...

Soll jeder nach seiner Einstellung glücklich werden.Das ist ok...
Ich frage mich nur warum das immer LGBT -mäßig propagiert werden muß.
Ich renne auch nicht herum und demonstriere für meine Hetrosexualität.
Im letzte Urlau hatten wir LGBT Nachbarn mit Kind. Der kleine fand wohl das Mutter Vater Kind auch nicht so schlecht ist. So hatte ich dann im Urlaub 3 Kinder"

Das muß so lange propagiert werden, so lange es noch Forenbeiträge wie diesen gibt. So einfach ist das manchmal.

10:01 von Deppapp

Gibt es irgendwelche Erfahrungsberichte über Kinder,
die von homosexuellen oder lesbischen Paaren erzogen wurden? Oder Studien?
Würde mich schon interessieren, ob diese Kinder darunter litten oder leiden, weil sie von der Gesellschaft diskriminiert wurden oder werden.
Die Sicht der Adoptierten kommt hier meiner Ansicht nach immer zu kurz.

Vor einigen Jahren gab es in der ARD häufiger Dokumentationen/Reportagen über dieses Thema und es wurde auch auf Studien verwiesen, nach denen es diesen Kindern ausgezeichnet geht. Übrigens gibt es auch eigene Kinder von homosexuellen (beschreibt sowohl männlich als auch weiblich) Menschen.

Am 15. Dezember 2020 um 09:39 von Nettie

" "Die Regierung wünscht, dass wir unsichtbar werden“

Was „die Regierung“ wünscht, darf wirklich nicht länger für irgendjemanden schicksalsentscheidend sein. "

Da müssen wohl da nächste mal anders wählen, oder ein Land suchen wo das möglich ist. In welchem Land gibt denn die Regierung nicht vor wie der Mensch zu leben hat ?, alles ist irgendwie vom Staat durch Gesetze oder Verordnungen geregelt.

Und ich frag mich immer, haben wir nicht schon reichlich Probleme, brauchen wir noch welche dazu.

09:53 von DerVaihinger @skydiver-sr, 09.37h

Ihre Frage wird doch durch die Überschrift beantwortet.
"Wir wollen sichtbar sein".
Sichtbar sein bedeutet für mich allerdings nicht, sich immer und überall in den Vordergrund zu drängen.

Wenn Menschen für gleiche Rechte eintreten funktioniert das doch nicht, indem diese "unsichtbar" sind. In Deutschland ist einerseits vieles erreicht, aber Ihre Äußerungen sowie die des Users auf den Sie sich beziehen zeigt auf, dass dieses Thema immer noch nicht selbstverständlich in unser aller Alltag integriert ist.

Re : skydiver- sr !

Vielleicht hängt es einfach damit zusammen, dass immer noch viele der LGBT- Gemeinde die gleichen Rechte und Freiheiten gönnt, sie nicht wirklich respektiert und achtet als Menschen wie du und ich, ohne einen einzigen Vorbehalt.
Hast du dich mal gefragt, warum sich diese "Gruppe" bemerkbar macht ????
Sicher doch am Ehesten, weil sie immer wieder Diskriminierung und Diffamierung erfahren, drangsaliert und schikaniert werden.
Vor sehr vielen Jahren war es ein Tabubruch, wenn sich jemand als homosexuell outete. Aber selbst heute ist dies noch leider immer ein Thema, das polarisiert, weil nicht jeder den anderen so akzeptieren kann und will, wie diese Person ist. Anscheinend haben viele, die damit ein Problem haben, ihr Weltbild noch nicht den heutigen Gegebenheiten an gepasst. bestimmt gibt es trotzdem viele Menschen, die im "Dunkeln" ihre "Phantasien" leben, sich aber dafür dann schämen, warum auch immer !

es braucht Zeit

"Wir wollen sichtbar sein." Das ist verständlich und dazu braucht es die Unterstützung aller demokratischen Kräfte. Auch Frauen wurden die Gleichberechtigung und Frauenrechte nicht auf dem Silbertablett präsentiert. Wir mussten uns durchbeißen, müssen uns heute noch von irgendwelchen bierseligen Kerlen als Emanzen betiteln lassen.
In den Medien werden immernoch grenzwertige Weibchen als ModeratorInnen bevorzugt, dabei ist es in Westeuropa und den USA noch am besten. High Heels, in denen man kaum alleine laufen kann, dünn wie Kinder, kurze Kleidchen, schamhaft übergeschlagene Beine, piepsige Stimme ... das alles sind Attribute der abhängigen Frau aus dem letzten Jahrhundert. Dagegen sind z.B. Powerfrauen wie Dunja Halali oder Isabell Varell (in Turnschuhen) ein Lichtblick.

LGBTQ-Menschen sind nicht besser als alle anderen, sie sollten akzeptiert werden, die gleichen Rechte und Pflichten haben.Durch das gesellschaftliche Sichtbarwerden werden sich Vorurteile abbauen, das dauert leider.

entscheidend das wie, nicht das wer

Es ist wichtiger, dass ein Kind liebevoll und vernünftig erzogen wird, als wer dies tut. Ob hetero oder homo spielt dabei keine Rolle, Hauptsache man ist sich der Verantwortung bewusst und gibt den Kindern was für deren Entwicklung förderlich ist.

der Reflex

mit dem ich gerechnet hatte, ist schon da, einige Beiträge beweisen das.
Kaum wird auf die Rechte von Homosexuellen aufmerksam gemacht, fühlen sich schon die ersten Heterosexuellen diskriminiert.
Es ist zwar lächerlich, aber auch nachvollziehbar: die Gleichberechtigung von Minderheiten greift in eins der wesentlichen Rechte der Mehrheit ein, nämlich das Recht, diese Minderheiten zu diskriminieren. Und das muss natürlich erbittert verteidigt werden.
Welche Ängste stecken da wohl dahinter?

um 09:37 von skydiver-sr

,,Von mir aus...
Soll jeder nach seiner Einstellung glücklich werden.Das ist ok...
Ich frage mich nur warum das immer LGBT -mäßig propagiert werden muß.
Ich renne auch nicht herum und demonstriere für meine Hetrosexualität."

Wurden Sie schon einmal diskriminiert wegen Ihrer ,,anstößigen" und fremden Heterosexualität? Gut, das mal in Echtzeit zu erleben, wie das Lernen im Internet funktioniert.

Übrigens haben Sie gerade
demonstriert.

Für die ,,richtige" Sexualität.

20:21 von IBELIN

@IBELIN, ich habe den Text so verstanden, dass das adoptierte Kind einen Roma-Hintergrund hat, nicht der homosexuelle Adoptivvater.
Aber Sie haben recht: diese Fidesz-Leute stehen in der Tradition des ungarischen Faschismus, sie hassen alles, was nicht in Ihr erbärmlich-mickriges Weltbild passt.
Dazu kommt eine grenzenlose Heuchelei, denkt man an den Skandal um den homosexuellen Fidesz-Eiropaabgeordneten in Brüssel.
Für aufgeklärte, dem Humanismus und dem christlichen Menschenbild verpflichtete Konservative ist es aber wohl eine Beleidigung, mit solchen Faschisten in einen Topf geworfen zu werden, oder?

10:21, wer_wie_was

>>Und wenn wir die Natur in dieser Frage zum Vorbild nehmen...ist eigentlich schon alles gesagt!<<

Inwiefern denn?

Was genau in der Natur wollen Sie sich zum Vorbild nehmen? Vom Wolfsrudel bis zur Bonellia viridis und ihrem Zwergmännchen, das Angebot ist riesig.

09:39 von Nettie

Was „die Regierung“ wünscht, darf wirklich nicht länger für irgendjemanden schicksalsentscheidend sein.
-
wünscht es "die" Regierung
oder wünscht es die Gesellschaft
vielleicht sollte das mal geklärt werden

Wenn eine Gesellschaft den erxkonservativen Orban mit 49 % wiederwählte
und dazu noch ne Partei 19 % kriegt die rechts davon steht
kann ich mir eher nicht vorstellen dass die Gesellschaft von ihrer Regierung zu was gezwungen wird,
eher dass diese mit der Politik zufrieden ist - von "Minderheiten" mal abgesehen

Toleranz oder Gleichstellung?

Es wäre ein gewaltiger Fortschritt, wenn Menschen überall auf der Welt akzeptiert würden in ihrer Homosexualität oder einer anderen Lebensform. Sichtbarkeit der Vielfalt sollten wir von jedem Staat gerade als Europäer verlangen.

Bei der Forderung einer Gleichstellung mit heterosexuellen Paaren ist in Deutschland juristisch und finanziell schon viel erreicht worden. Das vergißt man gern in LBTQ- Kreisen. Dabei ist man manchmal m.E. über das Ziel hinausgegangen. Z.B. können Frauen schon immer Kinder bekommen, Männer nicht. Man könnte logischerweise fragen, warum 2 Männer ein Kind adoptieren dürfen.... Man achtet ja auch sonst sehr auf das "Natürliche". Das wäre aber ein anderes Thema.
Gerade wir Menschen in Europa sollten ein Beispiel von Toleranz sein. Anders-Sein auszuhalten ist für mich ein Zeichen der Stärke einer Gesellschaft. Das heißt aber auch, einige radikale Scharfmacher nicht zu unterstützen, die es leider in diesen Kreisen ebenfalls gibt.

@wer_wie_was

Aus erziehungswissenschaftlicher Sicht ist es spannend zu beobachten wie Nachkriegsgenerationen angelehnt an das Amerikanische Leitbild der 50er die christliche Kernfamilie als die natürliche Familienform darstellen.

Historisch gesehen ist sie ein Mythos!! Vater-Mutter-Kind ist eher die Ausnahme als der Normalfall in der menschlichen Geschichte. Andere Formen des Zusammenlebens (Frauensippe, bäuerliche Großfamilie etc.) hat es viel länger gegeben.

Vorherrschende Familienformen korrelieren mit der für sie vorherrschenden Wirtschaftsform. Und der Kapitalismus glänzt am besten eben durch die christliche Kernfamilie ähnlich wie Großfamilien im (späten) Mittelalter gut funktionierten.

@Deppapp um 10:01

Es gab schlimmer Kinder die mit Homosexuellen Eltern, und deren gleichgeschlechtlichen Partnern aufwuchsen, wenn es auch meist als "Alleinerziehende" gehandelt wurde.
Ich hatte mehrere in meinem direkten Umfeld als Kind und in meiner Jugend und ja, die Diskriminierung durch dritte; Kinder wie Erwachsene, war "Alltag".

Volkssouveränität anerkennen

Die Orientierung an der Natur ist naheliegend.

Die Bevölkerung hat das Recht sich selbst Regeln zu geben. Demokratie ist gut.

Fremde Staaten sollten sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines fremden Landes einmischen.

@10:21 von Mischa007

"Wenn sich die EU nicht bald selbst reformiert kann sie sich auch selbst abschaffen.
Entweder leben wir in dieser Gemeinschaft, die sich EU nennt, nach deren Regeln und Werten, oder man verlässt Sie. Ist eigentlich ganz einfach!"

Die EU war neben den wirtschaftlichen Absichten in erster Linie ein Friedensprojekt, das auch schwierige Partner einbindet und zur Kooperation "zwingt".
Werte werden im gesellschaftlichen Diskurs ausgehandelt, der intensiv dann doch wieder nur national stattfindet. Die EU als Institution ist jedenfalls keine Quelle und Garant für Werte, die in Form von Regeln einfach so verordnet werden. "Westliche Wertegemeinschaft" ist hauptsächlich Mythos – es kommt doch niemand auf die Idee mit den USA ernsthaft über Todesstrafe zu debattieren.

09:37 von skydiver-sr

«Im letzte Urlau hatten wir LGBT Nachbarn mit Kind. Der kleine fand wohl das Mutter Vater Kind auch nicht so schlecht ist. So hatte ich dann im Urlaub 3 Kinder.»

Dem Kleinen Ihrer Nachbarn war es schnuppe, dass / ob Sie und Ihre Frau ein heterosexuelles Paar sind. Der wollte Kontakt zu Ihren 2 Kindern, und mit denen spielen.

Gerade Kindern ist es egal, ob die Eltern (die Personen, die sich in Liebe um sie kümmern) Mann + Frau, 2x Mann, oder 2x Frau sind. Kindern wird so ein Hetero- / Homo-Unterschied immer von den Unverständigen in der Gesellschaft erst reingequatscht. Sinnlos zum Quadrat, was originär in der Welt der Kinder gar nicht vorkommt. So was muss man Kindern erst mal eintrichtern, damit sie ausreichend indoktriniert später auch auf so'ne spinnerten Ideen kommen.

Kinder leben nach, was Erwachsene ihnen vorleben.
Im Positiven … Negativen … und im Verblendeten.

«Ich renne auch nicht herum und demonstriere für meine Hetrosexualität.»

Sie haben auch keine Nachteile !

Hier in Florida ist es fuer

Hier in Florida ist es fuer Same-Sex Couples auch nicht einfach, besonders nicht fuer gay and lesbian parents.
Meine Partnerin und ich muessen uns sehr oft wehren gegen beschimpfungen, und ich habe nicht genug Finger um zu zaehlen wie oft wir meine Tochter in eine neue Schule anmelden mussten weil sie wurde von Mitschueler angefeindet.
In unserer LGBT-community sind wir willkommen, im wirklichen Leben nicht immer. Traurig

Eine Ehe ist in Ungarn kraft der Verfassung

seit 2012 als "Vereinigung aus Mann und Frau"
.
darf ich vielleicht auf das Grundgesetz verweisen und ein BVerfG Urteil zum selben Thema ?
Zitat :
"Ehe ist auch für das Grundgesetz die Vereinigung eines Mannes und einer Frau zur grundsätzlich unauflöslichen Lebensgemeinschaft, und Familie ist die umfassende Gemeinschaft von Eltern und Kindern, in der den Eltern vor allem Recht und Pflicht zur Pflege und Erziehung der Kinder erwachsen."
(BVerfG, Urteil vom 29.07.1959, AZ: 1 BvR 205, 332, 333, 367/58, 1 BvL 27, 100/58, BVerfGE 10,59)

von daher wundert es mich schon etwas
und bevor man mich jetzt "zerfleischt" ich bin für dieses Urteil nicht verantwortlich zitiere es nur

@Anders1961

Sagen sie mal...sie haben schon gemerkt das man auch anderer Meinung sein darf in diesem Forum.
Ihre Antwort würde ich verstehen,wenn ich jemanden beleidigt hätte o.ä.
Das nehmen sie zur Kenntnis

10:22, Mika D

>>Ob es nun z.B. der Brüsseler EU Mitarbeiter oder Mitglieder der Kirche sind, es ist nicht selten so, dass Wasser gepredigt und Wein getrunken wird. Das wird durchschaut von vielen.<<

"Brüsseler EU-Mitarbeiter trifft es nicht. Bei dem Herrn, der auf einer rauschenden Party unter nackten Männern mit Drogen angetroffen wurde, handelt es sich um einen engen Vertrauten Orbans, der maßgeblich an dem hier diskutierten Gesetzeskomplex mitgeschrieben hat. Eine gewisse Schadenfreude kann ich nicht verhehlen.

11:00, Nachtion

Danke für diesen Kommentar. Es lohnt sich wirklich, die Klassiker zu lesen. Sie wissen, was ich meine.

@sky-diver-sr um 09:37Uhr

Wie zu erwarten war, werden Sie nicht viel Zustimmung erhalten. Dabei ist es kein Beweis, daß Vater/Mutter den Ausschlag für das Verhalten des fremden Kindes gab, denn es könnten ja auch Ihre eigenen Kinder gewesen sein, zu denen es Kontakt suchte. Ansonsten teile ich Ihre Ansicht, daß fast immer der Eindruck erweckt wird, nur eine LGBT-Beziehung ist eine gute, gewaltfreie Beziehung ohne Störungen jeder Art. Natürlich werden die LGBT-Anhänger auch das wieder abstreiten, aber trotzdem die permanente Harmonie vertreten und verkünden. Wenn ich mir dann die Berichte über "christopher-street-day"-Demonstrationen ansehe, dann habe ich von den Personen, die sich mit Vorliebe in die Opferrolle drängen und sich dort wohl fühlen nicht unbedingt einen positiven Eindruck. Echte Diskriminierung ist nicht akzeptabel. Die Frage ist nur, ob da nicht auch "gefühlte" Diskriminierung vorliegt?

Mein Gott. Wo die Liebe

Mein Gott. Wo die Liebe hinfällt. Lasst die Leute doch machen und kümmert euch nicht so sehr um den Nachbarn und werdet selber glücklich.
Für jeden Topf gibt es einen Deckel und auch zwei Töpfe können gut ineinander passen

@Initiative Neue... 

„Die Orientierung an der Natur ist naheliegend.“ Am 15. Dezember 2020 um 11:07 von Initiative Neue... 

*

Ha! Da haben Sie von Natur keine Ahnung.
Menschen leben von Natur aus in Sippen und in Sippen werden Kinder großgezogen.

Die Beziehung der Eltern zueinander ist da absolut egal. Da gibt es solche Vielfalt an Verheiratet und nicht Verheiratet, das würde hier einen ganzen Artikel brauchen, keine 1000 Zeichen.

In der Sippe gibt es immer genug Männer und Frauen, die den Kindern als Bezugspersonen dienen.

Schon der Begriff Eltern ist dreifaltig:
- leibliche Eltern (zeugen das Kind)
- soziale Eltern (erziehen das Kind)
- rechtliche Eltern (entscheiden über das Kind)
Es kann alles in einem sein, muss es aber nicht.

15. Dezember 2020 um 10:21 von wer_wie_was


Und wenn wir die Natur in dieser Frage zum Vorbild nehmen...

Ich möchte jetzt ungerne aufzählen was es alles in der Natur der "Paarbeziehungen" gibt, weil es nicht durch die Moderation kommt. Homosexuelle Beziehung und Adoption durch homosexuelle Tiere ist da allerdings auch vertreten.
Sonst kann ich aus der Menschenwelt von (mindestens) einem Paar erzählen was keine Lust auf Verhütung hatte, Alkohol und Drogen konsumierte, die "versehentlich" empfangenen Kinder unbedingt behalten wollte bis das Jugenamt fast schon zu spät die Kinder von den beiden wegnehmen musste. Als die Kinder denn mal wahrgenommen wurden, war das eine davon in einem völlig desolaten Zustand, genau wie die Eltern. So viel zum Thema Natur.
Apropos ist Natur per Definition alles was nicht mit dem Menschen zu tun hat. So greift der Naturbegriff hier gar nicht wirklich. Der Mensch hat sich per Definition aus der Natur ausgeschlossen.

@ Sisyphos3 (11:09)

Ehe und Familie sind halt zwei verschiedene Sachen.

Sie sind doch mit den meisten ihrer Familienmitglieder NICHT verheiratet, bilden aber trotzdem eine Familie. (Vielleicht sehen sie das anders?)

Ehe ist nur relevant gewesen, als es ums Erben ging. Da gab es auch noch Ehen zu Linken Hand und Ehen zu Rechten Hand.
Uneheliche Kinder hatten nicht dieselben Erbrechte, wie eheliche Kinder.
Kinder aus Ehen zu Rechten Hand und aus Ehen zu Linken Hand hatten unterschiedliche Rechte.
"Mit Kind und Kegel" eben. Kegeln waren uneheliche Kinder.

@11:07 von Initiative Neue...

"Fremde Staaten sollten sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines fremden Landes einmischen."

Wenn Ehe und Adoption quasi auf Menschenrechtsebene gehievt werden besteht tatsächlich eine Verpflichtung sich einzumischen, zumindest bei Verbündeten wo man über die EU auch tatsächlich etwas bewirken kann. Aus meiner Perspektive ist es aber überzogen die progressive Tagesagenda immer gleich als unausweichlichen Massstab für alle zu erheben. Diese Länder hängen offensichtlich hinterher und müssen das selbst gesellschaftlich aushandeln. Mit Druck erreicht man nur das Gegenteil.

15. Dezember 2020 um 11:09 von Sisyphos3

Urteil vom 29.07.1959

Zu dieser Zeit war Homosexualität grundsätzlich illegal und als Krankheit eingestuft. Die Gerichte würden heute anders urteilen, da das Wissen erweitert ist.

@berelsbub

"Für jeden Topf gibt es einen Deckel und auch zwei Töpfe können gut ineinander passen" Am 15. Dezember 2020 um 12:05 von berelsbub

*

Ich habe Tränen gelacht.
Der Spruch ist gut, den merke ich mir!

11:07, Olivia59

>>Werte werden im gesellschaftlichen Diskurs ausgehandelt, der intensiv dann doch wieder nur national stattfindet.<<

Wie falsch diese Aussage ist, erkennt man schon dann, wenn man sich die Nationalität der Philosophen der Aufklärung, die das formuliert haben, was ich als die für mich verbindlichen Werte betrachte, vergegenwärtigt.

>> Die EU als Institution ist jedenfalls keine Quelle und Garant für Werte, die in Form von Regeln einfach so verordnet werden.<<

Natürlich nicht. Die Quelle von Werten ist die philosophische Tradition, nicht irgendeine Institution.

>>"Westliche Wertegemeinschaft" ist hauptsächlich Mythos – es kommt doch niemand auf die Idee mit den USA ernsthaft über Todesstrafe zu debattieren.<<

Wie kann man denn auch mit einem Land debattieren? Innerhalb der USA findet seit langem eine intensive Diskussion statt. Mittlerweile hätte nach allen bekannten Umfragen die Todesstrafe auf nationaler Ebene keine Mehrheit mehr. Einzelne Bundesstaaten ausgenommen.

@skydiver-sr 11:13

"@Anders1961
Sagen sie mal...sie haben schon gemerkt das man auch anderer Meinung sein darf in diesem Forum.
Ihre Antwort würde ich verstehen,wenn ich jemanden beleidigt hätte o.ä.
Das nehmen sie zur Kenntnis"

Zum einen ist Ihr Tonfall völlig daneben, nicht der des von Ihnen angesprochenen Users.

Und zum anderen sollten Sie zur Kenntnis nehmen, dass Sie sehr wohl jemanden beleidigt haben, nämlich in gewisser Weise die gesamte LGBTQ-Community.

Wie Sie als empfindsamer Heterosexueller eigentlich schon anhand der vielen anderen Reaktionen hätten merken können ...

Die Riesenschritte... zurück

Ungarn macht in diesem Zeitalter Riesen-Schritte... rückwärts! Warum etwas verbieten, was der Mensch nicht ändern kann? Jeder normale Menschenverstand muss doch wissen, dass die Liebe und Zugehörigkeit, die Gefühle zu einem anderen Menschen, nicht per Gesetz verordnet werden können... wenn es verboten wird, wird es heimlich geschehen. Was für einen Sinn soll das ergeben?

..ttestEineMeinung #Weltuntergang ? #Heuchelei !

Jaja, die Verteidiger des Abendlandes treten an gegen den Verfall unserer "christlichen" Werte.
Und es gibt genug, die ihnen zujubeln, weil sie es nicht ertragen, dass die Welt sich ständig ändert.

Der geneigte Atheist könnte jetzt das Gleichnis vom Splitter im Auge des Anderen und dem Balken im eigenen anführen:

Wenn die Homosexualität anderer die eigene Männlichkeit, gefährdet, dann vielleicht weil sie an die eigenen Zweifel erinnert.
Wenn das Glück anderer Menschen den "Wert" der Familie in Frage stellt, dann doch eher, weil die eigene mehr von diesen Werten zusammengehalten wird als von Liebe.

Es geht den Eiferern für "Moral und Anstand" dabei nur um Eines - über das Leben anderer zu bestimmen, um das eigene nicht hinterfragen zu müssen.

Denkt man das weiter, kann man sich fragen, wo am Ende die "Norm" liegen wird. Und wieviel der eigenen Lebensweise dazu passt.

Wir sollten eines nicht vergessen - Vielfalt ist nicht der Untergang der eigenen Lebensweise sondern ihr Garant.

11:09 von Sisyphos3

«darf ich vielleicht auf das Grundgesetz verweisen und ein BVerfG Urteil zum selben Thema ?
Zitat : … BVerfG, Urteil vom 29.07.1959 …»

Urteil von 1959. Schon was 61 Jahre lang her.
Älter, als ich an Lebensalter alt bin.

Inzwischen 2020 gibt es in DEU ein Gesetz zur "Gleichgeschlechtlichen Eheschließung". Dieses Gesetz hat niemand vor dem BVerfG mit Erfolg beklagt, so dass es das Gericht wieder verworfen hätte mit Bezug zum einstigen Urteil von 1959. Hat sich mit der Zeit im Verlauf von 61 Jahren auch beim BVerfG ein Wandel in der Rechtssprechung zum "Gesellschaftsmodell" ergeben.

Adoption von Kindern allerdings ist bei gleichgeschlechtlicher Ehe auch in DEU noch anders geregelt als bei Ehepaaren von Mann + Frau. Sogar bei ehelich geborenen Kindern in lesbischen Ehen muss die nicht geboren habende Frau erst die Adoption beantragen, bevor sie auch rechtlicher Vormund des neugeborenen Kindes sein kann.

"Jeder Mann als Trinker & Schläger" in einer Hetero-Ehe ist dies automatisch.

@fathaland slim

"
Am 15. Dezember 2020 um 10:56 von fathaland slim
10:21, wer_wie_was

>>Und wenn wir die Natur in dieser Frage zum Vorbild nehmen...ist eigentlich schon alles gesagt!<<

Inwiefern denn?

Was genau in der Natur wollen Sie sich zum Vorbild nehmen? Vom Wolfsrudel bis zur Bonellia viridis und ihrem Zwergmännchen, das Angebot ist riesig."

Vielleicht meinte der User die Papageienfische, die je nach Bedarf das Geschlecht wechseln können.

12:05, karlheinzfaltermeier

>>Ansonsten teile ich Ihre Ansicht, daß fast immer der Eindruck erweckt wird, nur eine LGBT-Beziehung ist eine gute, gewaltfreie Beziehung ohne Störungen jeder Art. Natürlich werden die LGBT-Anhänger auch das wieder abstreiten, aber trotzdem die permanente Harmonie vertreten und verkünden.<<

Niemand behauptet auch nur ansatzweise das, was Sie unterstellen. Ein klassischeres Strohmann-Argument habe ich kaum jemals gesehen.

Was ist eigentlich ein LGBT-Anhänger? Was habe ich mir darunter vorzustellen? Falle ich als schwuler Mann unter diesen Begriff?

>>Wenn ich mir dann die Berichte über "christopher-street-day"-Demonstrationen ansehe, dann habe ich von den Personen, die sich mit Vorliebe in die Opferrolle drängen und sich dort wohl fühlen nicht unbedingt einen positiven Eindruck.<<

Sie beziehen Ihre Kenntnis über den CSD also aus Berichten. Ich schlage vor, mal an einem solchen Karneval teilzunehmen. Wenn dies das Zelebrieren einer Opferrolle sein soll, dann bin ich gern Opfer.

11:59 von fathaland slim * zu Doppelmoral

"Brüsseler EU-Mitarbeiter trifft es nicht. Bei dem Herrn, der auf einer rauschenden Party unter nackten Männern mit Drogen angetroffen wurde, handelt es sich um einen engen Vertrauten Orbans, der maßgeblich an dem hier diskutierten Gesetzeskomplex mitgeschrieben hat. Eine gewisse Schadenfreude kann ich nicht verhehlen.!"

Ich muss zugeben, das toppt es.

Zudem fand das Ganze während des Kontaktverbots und der Ausgangsbeschränkung statt, meine ich gelesen zu haben.

Doppelmoral par excellence.

10:21 von wer_wie_was

"Ich behaupte mal...das beste für ein Kind ist, wenn es Mutter und Vater, Mama und Papa, hat, welche es lieben und mit gutem Beispiel voran gehen um das nachfolgende Leben in diese Welt einzuführen"

,.,.

Haben Sie eine Ahnung, wie viele Kinder unter einem ihrer Elternteile leiden und bis ans Lebensende geschädigt werden?

Es macht keinen Sinn, sich ein Paradies auszumalen und die Fakten auszublenden.

xxxxx

" Ich finde, wenn wir schon nicht an eine göttliche Ordnung glauben wollen...dann doch wenigstens an die natürliche...oder!?
Und wenn wir die Natur in dieser Frage zum Vorbild nehmen...ist eigentlich schon alles gesagt!"

,.,.,

Zählt der Hass für Sie auch zur Natur?
Oder die Gehässigkeit?
Sind das nicht alles 'natürliche' Eigenschaften des Menschen?

Wenn diese 'natürlichen' Eigenschaften für Sie im Zentrum stehen, dann akzeptieren Sie das Leid der Kinder.
Es sei halt 'natürlich', dass Kinder unter gehässigen Eltern leiden.

Zählt Krieg für Sie zur "Natur", in dem Väter sterben?

@12:14 von fathaland slim

">>Werte werden im gesellschaftlichen Diskurs ausgehandelt, der intensiv dann doch wieder nur national stattfindet.<<

Wie falsch diese Aussage ist, erkennt man schon dann, wenn man sich die Nationalität der Philosophen der Aufklärung, die das formuliert haben, was ich als die für mich verbindlichen Werte betrachte, vergegenwärtigt."

Philosophen sind zwar Vordenker und können den Diskurs wesentlich mitbestimmen doch was eine Gesellschaft letztendlich annimmt und ausprägt ist völlig offen. Diese LGBT-Progressivität wird bestimmt nicht von public intellectuals oder Aufklärern der Giordano-Bruno Stiftung vorangetrieben.

10:06 von Tada

>>Von ihrer Mentalität her passen sie eher nach Saudi-Arabien, als in die EU. Da könnten sie sich so richtig ausleben.<<

Ungarn passt eher ins 18. /19. Jahrhundert anstatt nach Saudi-Arabien. Denn in diesem Zeitalter wurden auch noch Menschen mit anderen Ansichten als Hexe*r öffentlich in Europa verbrannt... jeder Mensch musste christliche Werte und einen hohen Glauben an den Tag legen, wie man es aus der Historie kennt.

@12:02 von fathaland slim, Nachtion

"Danke für diesen Kommentar. Es lohnt sich wirklich, die Klassiker zu lesen. Sie wissen, was ich meine."

Frei nach dem Motto... man muss erstmal das Vorhandene dekonstruieren um Platz für Neues zu schaffen. Bäuerliche Grossfamilien gegen Kleinfamilien auszuspielen ist doch absolute Augenwischerei.
Die kirchliche Vorstellung von Ehe und Familie, was sich im heutigen Kontext im Wesentlichen auf Frau/Mann bezieht ist nun mal die etablierte Vorstellung. Das kam nicht in den 50ern durch die USA.

um 10:57 von Sisyphos3

<< 09:39 von Nettie

"Was „die Regierung“ wünscht, darf wirklich nicht länger für irgendjemanden schicksalsentscheidend sein."
-
wünscht es "die" Regierung
oder wünscht es die Gesellschaft
vielleicht sollte das mal geklärt werden <<

,.,.,

Das können wir hier vor Ort direkt klären.
Sie haben ja schon selber die Antwort gegeben ("von Minderheiten abgesehen").

Falls Sie der Meinung sind, dass Minderheiten - also z.B. Homosexuelle - ganz selbstverständlich von der Regierung die Ehe verweigert bekommen dürfen, weil ja die Mehrheit denen das nicht erlauben will - dann ist das ein diktatorisches Denken.

Die Mehrheit darf quasi die Minderheit ausradieren.
Ihr die Menschenrechte rauben.

Dazu sage ich 'pfui'.

11:09 von Sisyphos3

Sie verweisen immer wieder darauf, was in Ihrer Kindheit/Jugend anders war. Die Welt in D. hat sich mittlerweile weiter gedreht. Ich kenne Katholiken der Basis für die Homosexualität oder auch Trennung und Wiederheirat von (heterosexuellen) Menschen selbstverständlich und völlig unproblematisch ist. Warum fällt es Ihnen so schwer von den Sie anscheinend sehr prägenden ehemaligen Gesetzen/ Ordnungen loszulassen?

Und es gibt nun mal weltweite Bewegungen für Menschenrechte und Menschen, die sich anderen verbunden fühlen und sich gegenseitig unterstützen.

@Skydiver-sr

"[...] Ich renne auch nicht herum und demonstriere für meine Hetrosexualität.
Im letzte Urlau hatten wir LGBT Nachbarn mit Kind. Der kleine fand wohl das Mutter Vater Kind auch nicht so schlecht ist. So hatte ich dann im Urlaub 3 Kinder"

Meine Antwort:
Das muß so lange propagiert werden, so lange es noch Forenbeiträge wie diesen gibt. So einfach ist das manchmal.

Ihre Antwort:

"Sagen sie mal...sie haben schon gemerkt das man auch anderer Meinung sein darf in diesem Forum.
Ihre Antwort würde ich verstehen,wenn ich jemanden beleidigt hätte o.ä.
Das nehmen sie zur Kenntnis"

Sie merken immer noch nicht, daß Sie unterschwellig die Vorurteile verbreiten, gegen die Minderheiten ankämpfen müssen. Und solange es solche Vorurteile gibt, so lange muß das auch propagiert werden. Nein, beleidigt haben Sie niemanden, Ihre Meinung dürfen Sie selbstverständlich haben. Aber Sie können aber nicht von mir erwarten, daß ich Ihre Vorteile teile.

11:07 von Initiative Neue..

"Fremde Staaten sollten sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines fremden Landes einmischen."

,.,.,

Es handelt sich hier um Menschen, nicht um Staaten.
Also handelt es sich um menschliche Angelegenheiten, nicht um staatliche.

Das könnte einem Staat wohl noch so passen, dass er das Recht hätte, das Wohl der Individuen zu zerstören.

Dann ist die Weltgemeinschaft aufgerufen, die diskriminierten Menschen zu unterstützen.

Das ist doch wohl selbstverständlich.

10:25 von Traumfahrer

>>Es sind die Verborten, die ein Problem mit der Achtung, dem Respekt und der Akzeptanz von anderen haben. Da kommen in bestimmten "westlichen" Ländern aber gleich mehrere Dinge zusammen, die es Menschen extra schwer machen, die sie ausgrenzen und stigmatisieren.<<

Das ist ganz bestimmt nicht nur in "bestimmten westlichen Ländern" der Fall. Schauen Sie mal nach Russland, oder in den gesamten Osten (Türkei angefangen bis Saudi-Arabien und China). Dann in den Süden, in mehrheitlich afrikanische Staaten, oder auch in den Westen in die USA: da meine ich speziell die Trumpisten! In den meisten Ländern dieser Welt fehlt die Akzeptanz, Achtung und der Respekt dafür.

@Mika D 12:22, re fathaland slim 11:59

Ich muss zugeben, dass auch mich beim Lesen der Nachricht über diese Sex-Party eine gewisse Schadenfreude übermannt hat.

Obwohl im Nachhineinauch auch eine gewisse Nachdenklichkeit darüber aufkommt, dass dieser Mann das beste Beispiel für die unfassbaren Zwänge, die man unter Orban erdulden muss, ist.
Das ist ja ein bisschen so, als wenn Juden an den Rassengesetzen mitgeschrieben hätten ...

Am 15. Dezember 2020 um 12:05 von karlheinzfaltermeier

Zitat: Ansonsten teile ich Ihre Ansicht, daß fast immer der Eindruck erweckt wird, nur eine LGBT-Beziehung ist eine gute, gewaltfreie Beziehung ohne Störungen jeder Art.

Wr sollte denn so einen Eindruck erwecken wollen - jedenfalls niemand, dem alles Menschliche nicht fremd ist.

12:20 von schabernack

Urteil von 1959. Schon was 61 Jahre lang her.
Älter, als ich an Lebensalter alt bin.
.
sie mögen beachten, das GG ist 10 Jahre älter
meine Rede, dass man gelegentlich auch die Verfassung den "geänderten" Lebensumständen anpasst
ohne gleich als Verfassungsfeind gebrandmarkt zu werden
zugegeben ich sehe das mit Ehe etwas konservativer, aber warum soll man gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht zulassen ?
Aber wäre das nicht korrekter indem man das im GG neu formuliert,
statt das irgendwelchen Richter zu überlassen das ihrer Meinung nach zeitgemäß zu interpretieren

12:05 von karlheinzfaltermeier

«Wenn ich mir dann die Berichte über "christopher-street-day"-Demonstrationen ansehe, dann habe ich von den Personen, die sich mit Vorliebe in die Opferrolle drängen und sich dort wohl fühlen nicht unbedingt einen positiven Eindruck.»

Dann kommen Sie bspw. ganz einfach mal nach Köln, wenn es den nächsten "Christopher Street Day" dort gibt. Ist wegen Corona ja noch nicht tatsächlich planbar.

Der viel bessere Straßenkarneval als der mit den Jecken mit der Pappnas im Winter, wenn das Wetter immer so usselig ist. Keine Kamelle, keine Strüssjer. Aber besser Wetter, mehr echt gute Laune, viel mehr echte Kreativität zu spüren.

Nehmen Sie alle Kinder mit, die Sie zu diesem Ausflug überreden können. Für die ist das Abenteuerspielplatz der guten Laune mit 1.001 Entdeckungen, wie Leben auch sein kann.

Es kann auch anderswo als in Köln sein.
Aber nur in Köln war ich bisher selbst beim CSD.
War immer fröhlich, friedlich, und bunt in vieler Art.
Auch Heteros und Kinder sind gerne gesehen …

@09:55 von frosthorn

//Für "die Konservativen" war Homophobie auch schon immer ein Zeichen für moralische Integrität und damit positiv besetzt, während gleichgeschlechtliche Liebe als verwerflich und immer als am Rande zur Kriminalität stehend wahrgenommen wurde.//

In meiner (religiös-konservativen) Familie war Homosexualität ein Tabuthema. Ich vermute, meine Eltern hielten es für eine Sünde. Es wurde aber nie darüber gesprochen. Nur einmal, als sich herausstellte, dass ein Cousin schwul ist, befand die gesamte Verwandtschaft, dass dies ein schweres Los für die Eltern sei. Ich selbst habe lange gebraucht, Homosexualität als etwas Normales zu betrachten. Geholfen hatte dabei, dass ich meinem religiösen Umfeld (nicht meiner Familie) den Rücken gekehrt hatte und mein großes Interesse an den Naturwissenschaften.

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