Kommentare - Corona an Schulen: Schleichender Lockdown?

11. November 2020 - 10:30 Uhr

Die Kultusminister betonen immer wieder, Schulen seien sicher. Doch angesichts von Hunderttausenden Quarantänefällen wachsen der Widerspruch und die Sorge vor einem schleichenden Lockdown. Von Patrick Gensing.

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Kommentare

Man will mit Schönreden die Schulen offen halten

Es soll einfach nicht sein, dass in Schulen Infektionen möglich sind, weil man die Schulen unbedingt offen halten will.
So kommt es mir jedenfalls immer mehr vor.
Klar, wenn die Schulen zu wären, könnten viele nicht arbeiten.
Gerade bei den "systemrelevanten" Berufen wäre das für die Gesellschaft ein Problem.

Sind denn die Klassenzimmer immer noch nicht mit dezentralen Lüftungen ausgestattet? Das hätte man doch im Sommer angehen können.
Mir scheint nämlich, dass im Sommer überall nicht viel passiert ist.
Und es war doch klar, dass wir eine gigantische 2. Welle bekommen, wenn man im Sommer sogar das Testen vernachlässigte.
Die vielen symptomlosen Infektionen wurden nie erfasst und die sorgen nun dafür, dass es derzeit sooo viele Neuansteckungen gibt.

Wie will man da Risikokinder in Bezug auf Corona schützen?

In S-H gibt es eine Handreichung für vulnerabe ( gefährdete) Schüler. Ob und wie die Schulen und Gesundheitsämter damit umgehen, bleibt ihnen überlassen.
So geschieht es in einigen Kreisen, dass Gesundheitsämter gar nicht erst ein amtsärztliches Attest für vulnerable Schüler auszustellen bereit sind. Ohne Attest aber keine Befreiung vom Präsenzunterricht
Digitalen Unterricht für vulnerable Schüler sind also anscheinend nur theoretisch vorgesehen und werden in der Praxis gar nicht ermöglicht. Wie kann man aber die Risikokinder in Schulen schützen, wenn es dort zu keinen Schutzmaßnahmen kommt, wie man sie aus anderen sozialen Einrichtungen kennt?
Gefährdet man dadurch nicht das Leben Einzelner? Ja, das ist sicher so, bin ich der Meinung. Und es scheint niemanden Herz zu erweichen, weil man auf die glorreiche Idee gekommen ist, dass Bildung wichtiger sein könnte als Gesundheit und das eigentliche Leben. Unsinn ist das allemal, denn ohne Leben keine Bildung. Das ist ein Nogo!

Tja,langsam fällt ...

... der pinke Elefant im Wohnzimmer (bzw.Klassenzimmer) auf.
Und was am besten (bisher) ist, wenn ein Schulkind in Quarantäne muss, sollte man doch denken, der dazugehörige Haushalt muss auch in Quarantäne.
Aber nein, muss er nicht - nur wenn Symptome auftreten. Obwohl die meisten Infizierten symptomlos sind.
Was soll man dazu noch sagen ....

ganz normal wie immer unterrichten....

ohne Dauerlüften, Masken und Abstandsregeln und einfach abwarten was passiert - wahrscheinlich bekommen ein paar Schüler Corona, danach sind sie imun und alles ist ok

Die Kultusminister betonen immer wieder, Schulen seinen sicher.

Was soll das?
Wie lange dürfen die Verantwortlichen Minister hier noch mit der Gesundheit der Schüler und Lehrer fahrlässig umgehen? In Deutschland herrscht die Schulpflicht. Damit zwingt man Schüler ein gesundheitliches Risiko einzugehen. Das ist nicht verhältnismäßig. Die Halbierung der Klassen wäre das Mindeste. Eine Woche zu Hause lernen, eine Woche Vorort.....wo ist das Problem?

Hygieneplan

In Bayern sind jetzt - nach Aussetzung des hochgepriesenen 3-Stufen-Plans für die Schulen - folgende Maßnahmen vorgesehen:

- Maske tragen
- regelmäßiges Lüften (alle 45 ! min für 5 Min)
- Hände waschen

Und das soll reichen?

Der Dienstherr hat eine Fürsorgepflicht für seine Beamten, doch hier wird mit der Gesundheit der Lehrkräfte, Kinder und ihrer Familien gespielt.

Schüler...

können auch in der Schule übernachten...Feldbetten und Schlafsäcke...geht alles...Kantine gibts auch...und die Wäschereien hätten Hochkunjunktur...man muß nur wollen....

Sicher ist nur, dass nichts

Sicher ist nur, dass nichts sicher ist. Unverhältnismäßig ist es Lehrer und Schüler immer mehr und bewußt den Gefahren auszusetzen, die durch Corona auf vor allem ältere Mitglieder des Lehrkörpers und auf deren Familien ausgehen. Es ist wieder typisch für Schulpolitik, dass statt nach Pragmatik nur wieder nach den jeweiligen Parteiprogrammen vorgegangen wird. Aber Schulpolitik war ja schon immer reines Parteienkalkül, über die daraus entstandenen wirklichen Folgen für Schüler, Lehrer und die daraus sich weiter entwickelnde Volks und Staatsentwicklungen, hat den Politikern schon immer jegliches Gefühl und der Blick gefehlt.

Politik nicht mehr zu ertragen

Die Politik ist nicht mehr zu ertragen. Jetzt werden schleichend die Schulen in einen Lockdown überführt. Dabei gibt es andere sehr gute Lösungen. Z.B. kleinere Klassen mit Unterrichtsverteilung auf den Nachmittag. Aber so lange die Lehrer Angst vorschieben und lieber bei gleicher Bezahlung zu Hause bleiben wollen, wird es keine Lösungen geben. Einige Politiker unterstützen das ja auch noch. Die Schüler bleiben auf der Strecke und in 15 Jahren gibt es eine Generation Corona, wie es die Politik so schön formuliert.

Kein Widerspruch

„Die Kultusminister betonen immer wieder, Schulen seien sicher. Doch angesichts von Hunderttausenden Quarantänefällen wachsen der Widerspruch [...]“

*

Es gibt keinen Widerspruch:

"Insgesamt gab es im Schuljahr 2019/2020 in Deutschland ungefähr 8,33 Millionen Schüler an allgemeinbildenden Schulen." hxxps://de.statista.com/statistik/daten/studie/1321/umfrage/anzahl-der-schueler-an-allgemeinbildenden-schulen/

Mit 300.000 sind gerade mal ca. 3% aller Schüler in Quarantäne. Das heißt nicht, dass sie infiziert sind, oder gar krank, sondern dass Infektionswege in den Schulen wirksam unterbrochen werden.

Zum Vergleich:
Jedes Jahr gibt es 3 bis 4 mal so viele (über 1.000.000) meldepflichtige Unfälle in den Schulen, oder auf dem Schulweg. Und da nicht auf Verdacht, sondern Unfälle, wo ein Kind ernsthaft Schaden genommen hatte.

Schulschließungen

Ich denke, dass die Schulen v.a. wegen den Eltern nicht geschlossen werden sollen.

Der Jahresurlaub wurde bereits im Frühjahr aufgebraucht und die Wirtschaft benötigt die Arbeitskräfte.

Deswegen drückt man wohl ein Auge zu, auch wenn die Zahlen sehr hoch sind.

Einerseits kann ich das verstehen, ich habe selbst zwei kleine Kinder (noch nicht Schule, sondern Krippe und Kindergarten) und keine Ahnung, wie wir die Betreuung sicherstellen, wenn die wieder monatelang zu Hause sind. Im Frühjahr hatte meine Frau schon vier Wochen unbezahlten Urlaub nehmen müssen, weil für drei Monate kein Besuch der Einrichtungen möglich war.

Anderseits werden die Zahlen ohne Schul-, Kindergarten- und Krippenschließungen nicht in den Griff zu bekommen sein.

die allgemeine Schulpflicht....

muss durchgesetzt werden - Partikularinteressen von GEW-Vertretern, Infektiologen u.ä. darf nicht nachgegeben werden nur weil sie z.Z. am lautesten schreien

Sollen sie lieber schliessen

Die Schulen und Kitas sind sowieso so weit, dass sie schließen müssen, weil sie finanziell am Ende sind. In NRW zumindest unser Standort ist der Kindergarten und die Schule an Spenden angewiesen. Der Kindergarten ist verschuldet mit - 100 000 EU (Bilanz letzten Jahres) und wartet auf Spenden, damit sie finanziell noch überleben können. Dabei gibt es auch Aufstände von Seiten der Lehrer, weil sie mit ihrer Bezahlung nicht einverstanden sind. Schlechte Bezahlung, sehr viel Stress in der Schule mit den Schülern und den Corona Maßnahmen, keine neuen Investitionen (seit 10 Jahren versucht man schon die Schule zu renovieren und ohne Spenden nicht möglich), unzufriedene Eltern wegen der schlechten Stimmung.

Man tut Allen einen Gefallen wenn die Schulen und Kitas einfach schließen.

Schulen Quarantäne

Ich höre ständig, die Schulen könnten mit den AHA- Regeln + Lüften offen gehalten werden. Dabei sitzen die Kinder in der Regel dicht an dicht zu ca. 30 Kindern in der Klasse. Bei meinem Enkel gibt es gar kein Desinfektionsmittel und für über 1600 Schüler gerade Mal 2 Toiletten auf dem Hof, die nur während des Unterrichts benutzt werden dürfen, damit sich keine Schlangen bilden! Es ist unverantwortlich, wie die Kultusministerien die Augen einfach vor den Gefahren für die Schüler, Lehrer und Familien verschliessen. Warum teilt man nicht endlich alle Klassen mit entsprechendem unterstützenden Digitalunterricht? Sind die Kinder nichts wert??

Umsetzung

gelüftet wird kaum noch - gejammert es wäre kalt wird umso mehr - und in der Pause wird im Klassenraum gegessen, denn es ist ja kein Lehrer da, der was sagen könnte. Manche Schüler denken ohnehin, Maskenpflicht gelte für sie nicht und nutzen auch im Unterricht jede Unaufmerksamkeit der Lehrkraft aus.

Stand bei mir an einer berufsbildenden Schule in Berlin.

Mehr Ehrlichkeit

Sicher ist, dass nichts sicher ist. Bei der derzeitigen noch immer weitgehend schwer einschätzbaren Lage bezüglich des Infektionsgeschehens würde ich mir mehr Ehrlichkeit wünschen.
.
Schulen bleiben nicht auf, weil sie sicher sind, sondern
- weil die Eltern sonst in arge Bedrängnis kommen würden, wenn sie werktätig sind
- die Kinder sozial vereinsamen könnten
- man die reale Gefahr ein Stück weit verdrängen will
.
Eines ist dann aber doch sicher: monatelang war man in Deutschland völlig überheblich, weil die erste Welle so glimpflich verlaufen ist. Deswegen hielt es niemand für nötig, das halbe Jahr zu nutzen, um Alternativen zum Regelbetrieb der Gesellschaft zu erarbeiten, was auch den Schulbetrieb einschließt.
.
Exponentiell wachsendes Infektionsgeschenen? Schockschwerenot! Wer hätte damit auch rechnen können. Masken und Fenster auf! Alles wird gut.
.
Wird es!?

Da müssen wir durch!

Mit Blick auf das Abflachen der Kurve für die täglichen Neuinfektionen plädiere ich dafür, den eingeschlagenen Weg, die Schulen offen zu halten, weiter zu gehen. Ständige Verbesserungen und Optimierungen müssen aber sein. Auch muß bedacht werden, dass die Infektionen auch im ÖPNV stattfinden, in Ballungsgebieten mehr, als im ländlichen Raum. Regional können Schulschließungen nötig werden, bzw. das Ausweichen auf Online Unterricht.
Meine beiden Kinder sind in der FOS und die Klasse ist etwa zur Hälfte in Präsenzunterricht und zeitgleich online aufgeteilt. Das scheint ganz gut zu funktionieren- ist aber für Grundschulen natürlich nicht gut machbar. Einige Fälle von Corona gibt es auch in der unserer FOS. Einfach ist es nicht, aber wenn die Infektionszahlen unter Kontrolle zu halten sind, ist es ein akzeptabler Weg.

Fußnote

Die Fußnote finde ich vorbildlich!
Vor allem, weil sich ja zu bildungspolitischen Themen grundsätzlich alle qualifiziert fühlen, die schon mal eine Schule von innen gesehen haben - aber dabei nie bedenken, wie eigene Erfahrung und Lage vielleicht das Urteil beeinflussen.
Sehr gut, das gibt ein Bienchen.

Am 11. November 2020 um 10:57 von offene Diskussion

Zitat: Es ist wieder typisch für Schulpolitik, dass statt nach Pragmatik nur wieder nach den jeweiligen Parteiprogrammen vorgegangen wird

Welche Partei hat denn etwas zu Corona in ihrem Parteiprogramm. Ich würde mir überlegen, eine solche vorausschauende Partei zu wählen.

Entlang welcher Parteilinien verläuft denn die Diskussion um Corona und Schulen?

Hallo von Tada....

na dann können wir ja alles laufen lassen.
Alles kein Problem.
Schüler stecken sich nicht an und haben auch keine Angehörigen (z.B. Eltern usw.) die sie anstecken könnten....alles klar.

Die Macht der Zahlen

Aus dem Artikel:

"Mittlerweile liegt die Inzidenz um ein Vielfaches über diesen Grenzwert - und geschätzt 300.000 Schülerinnen und Schüler befinden sich in Quarantäne."

Das kann man anders formulieren:

Mittlerweile liegt die Inzidenz um ein Vielfaches über diesen Grenzwert - und trotzdem ist bei geschätzt 8.030.000 Schülerinnen und Schüler keine Quarantäne nötig. Lediglich 300.000 Schülerinnen und Schüler befinden sich in Quarantäne.

Hier ist Flexibilität und vor allem das Mitdenken aller gefragt

"Das Robert Koch-Institut hatte bereits ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner eine generelle Maskenpflicht und >> geteilte Klassen an den Schulen empfohlen, doch dies setzten die Bundesländer nicht flächendeckend oder gar nicht um"

Warum nicht? Dass geteilte Klassen Voraussetzung dafür sind, dass genug Abstand eingehalten kann um eine Weiterverbreitung des Virus durch infizierte Schlüler zu verhindern sollte doch auch "prinzipientreuen" Bürokraten einleuchten?

Wie auch immer: Wenn man Prioritäten setzen bzw. "selektieren" muss, welche Schüler am dringendsten auf Präsenzunterricht bzw. persönliche Ansprache durch Lehrkräfte und Mitschüler und feste Strukturen angewiesen sind (also am wenigsten auf "Homeschooling" ausweichen können) müsste inzwischen eigentlich jedem, der die Diskussionen zu diesem Thema unter Wissenschaftlern der betroffenen Bereiche seit Beginn der Pandemie verfolgt hat klar sein, dass dies die jüngsten - also die - Grundschüler sind.

um 10:38 von Margitt.

"Es soll einfach nicht sein, dass in Schulen Infektionen möglich sind, weil man die Schulen unbedingt offen halten will.
So kommt es mir jedenfalls immer mehr vor."

Und es ist ein totaler Widerspruch, dass wir mit Abstand keine Stunde zum Essen im Restaurant sitzen dürfen, Schüler dagegen 6 Stunden und mehr zusammen in einem Raum hocken müssen. Und da ist die Gefahr tatsächlich geringer als in der Gastronomie? Das ist doch ein Witz!

Fürsorgepflicht

Das Virus würde in die Schulen hineingetragen. Wie kann da überhaupt nachvollzogen werden? Die Nachverfolgen sind ja meist nicht mehr möglich.

Gibt es bestimmte Merkmale der Infizierten in der Schule die auf Gruppen mit besonders hohen Infiziertenraten?

Das Virus wird in der Schule gestreut und wider in die privaten Haushalte verbreitet.

Die Seuchenschutzhinweise des RKI müssen umgesetzt werden.

Die Schulen müssen wegen der dramatischen Infektionszahlen geschlossen werden. Das Leben der Schüler aber auch der Lehrer muss Vorrang haben.

Alles oder Nichts?

Man hat immer den Eindruck, es gibt nur Extreme: Schulen komplett auf - oder Generation Corona, die abgehängt wird.
Doch natürlich gibt es Kompromisse: Doch die hätte man in den vergangenen Monaten vorbereiten müssen.
Auch wenn es Mehrarbeit ist, wäre es vielen Lehrern an weiterführenden Schulen lieber, parallel im Präsenzunterricht und online zu unterrichten statt sich Tag für Tag dem Risiko auszusetzen.
Statt einfach wieder mit normalen Stundenplänen anzufangen, hätte man auch hier umdenken können, zumindestens für das Winterhalbjahr.
Eventuell hätte man auch andere Räumlichkeiten in der Umgebung nutzen können.
Möglichkeiten zum Kompromiss hätte es gegeben, doch den wollte man nicht.

Schulen sind solange „sicher“

Bis sie nicht mehr „sicher“ sind.

Es ist schon etwas kurios das in Deutschland die KMK erklärt ob Schulen sicher sind. Weshalb haben dann viele Staaten ihre Schulen geschlossen?

Nun hat natürlich Drosten vor einigen Monaten behauptet, dass Schüler nur in geringem Maße am Infektionsgeschehen teilhaben. Nun aber kommt die Kehrtwende: neue Antikörperstudien ergeben wenig überraschend, dass Schüler genauso wie Erwachsene am Infektionsgeschehen teilhaben.

Ohne diese „Erkenntnisse“ hätte man das offenbar nicht wissen können?

@Slowpoke

"Einerseits kann ich das verstehen, ich habe selbst zwei kleine Kinder (noch nicht Schule, sondern Krippe und Kindergarten) und keine Ahnung, wie wir die Betreuung sicherstellen"

Ich habe 3 Kinder - 2 in Kindergarten und 1 schon in der ersten Klasse. Glauben Sie mir es gibt nur noch wenige Lehrer, die gerne ihren Job ausüben. Sie sind mit dem Gehalt, den Umständen und der Schulführung kaum noch zufrieden und sie reflektieren sogar ihre eigenen Probleme und Ängste den Kindern. Die Kinder müssen jetzt während des gesamten Unterrichtes Masken tragen. Kein Kind kann von so einer Schule mehr profitieren. Es ist für alle Beteiligten besser insbesondere aber auch für die Eltern und Kinder die Schulen zu schließen. Da geht kein Mensch mehr gerne hin.

Habe den gleichen Eindruck

An vielen Schulen lassen sich die Fenster gar nicht oder nur auf Kipp öffnen. Handhygiene ist eher schwierig, da nur eiskaltes Wasser aus den Leitungen kommt. Positiv ist aber das der Sommer genutzt wurde um Seife zu beschaffen. Lüften ist kein Konzept, sondern Ausdruck von Hilf- und Planlosigkeit der politisch Verantwortlichen.

Glücklicherweise scheinen viele Schüler keine bis wenige Symptome zu haben, was aber eine ungewollte Verbreitung dadurch einfacher macht, auch gänzlich ohne Partys und privaten Treffen.

11. November 2020 um 10:58 von Tada

>> Jedes Jahr gibt es 3 bis 4 mal so viele (über 1.000.000) meldepflichtige Unfälle in den Schulen, oder auf dem Schulweg. Und da nicht auf Verdacht, sondern Unfälle, wo ein Kind ernsthaft Schaden genommen hatte. <<
.
.
...und da diese Unfälle sooo ansteckend sind müsste man sie verbieten.

Das in zwei Landkreisen Fallzahlen rückläufig sind

Kann eben auch damit zusammenhängen, dass dort die Schulen zu sind.

Auch der scheinbare Erfolg des tschechischen Lockdowns geht evtl auf Schulschliessungen zurück, während die Wirtschaft weiterläuft. Mittlerweile kommen mir aber Zweifel ob der „turnaround“ im Nachbarland gelingt, denn die Todesraten sind unverändert hoch.

In den Niederlanden sind wie auch in Deutschland m.E. nach die rückläufigen Neuinfektionsraten trügerisch, da hie wie dort die Gesundheitsämter zum Teil die Segel gestrichen haben.

10:58 @Tada .. Kein Widerspruch

》... Doch angesichts von Hunderttausenden Quarantänefällen wachsen der Widerspruch [...]...《

》... und Sorge ...《
Im Sinne von Widerstand und Sorge seitens Lehrer*innen (LuL),
Schüler*innen (SuS) und Eltern.

Wie viele infiziert sind, wird kaum getestet, also trotz Meldepflicht nicht bekannt.

Die gestiegenen Infektionszahlen an Schulen kann man in den RKI-Berichten nachlesen, hatte ich für einen Abstand von 2 Wochen neulich geschrieben.
Das war beachtlich, auch die Zahl der Hospitalisierungen.

Ein Unfall ist nicht (!) ansteckend.

Was meine Tochter aus der 9ten Gymnasialklasse berichtet

Das Lüften wird zum Dauerstreitpunkt zwischen der "Mir ist Kalt Fraktion" und den "Ich ersticke Rufern".
Abstandhalten ist Fehlanzeige.
Die Sachen anderer nicht befingern: Völlig unbekannt.
Der Unterricht verläuft undiszipliniert wie eh und je.
Sicher: Es ist nur ein Schlaglicht, eine Momentaufnahme aus nur einer Klasse in nur einer Schule.
Aber: Ich denke, auch hier ist es angebracht, daß jeder beitragen darf, was er beitragen kann.
Es sollte ermöglicht werden, daß Schüler mit ihren Eltern dafür optieren, daß sie FREIWILLIG Homeschooling oder Teleunterricht nutzen. Vielleicht auch ein Modell von 2 Präsenztagen und 3 Homeschoolingtagen. Das würde Schülern, denen das schwerfällt, zu Hause zu lernen, mehr Freiraum im Präsenzunterricht geben.

Wie immer bei mir: Frage zuerst "Was kann ich beitragen?". Dann erst: "Welche Hilfe brauche ich?".

Ein Gesamtkonzept für Schule, Beruf und Öffentlichkeit,

welches Risikogruppen nicht ausgrenzt, sondern jedem, der es möchte, ermöglicht, risikoarm leben zu können, ist nötig.
Dafür einzuhaltende Regeln wären z. B.
1.AHA und Lüften:
in öffentlichen Verkehrsmitteln (d.h. halbe Belegung der Sitzplätze auch zu Stoßzeiten - wir brauchen dringend ein Konzept von Bahn und anderem ÖPNV)
beim Arzt oder sonstigen therapeutischen Einrichtungen
in Supermärkten
Im kulturellen Bereich, im Hotel- und Gaststättenbereich.
2.Maskenpflicht bei Nahrungsmittelproduktion und - Verkauf (angehustete Speisen/Getränke können sehr viel Virenlast haben)
3. Zusätzlich im Beruf
Homeoffice
wenn kein Homeoffice möglich: Bereiche mit strengen AHA-Regeln, sonst AHA im ganzen Betrieb, Lüften
kein gemeinsames Essen
4. In der Schule
Risikoklassen mit getrennten Pausenbereichen, feste Lehrerzuordnung zu diesen Klassen,
AHA Regeln auf Fluren, Treppen, Lüften
5. In Pflege- und Krankenhäusern
Besuch, aber nur mit Schnelltest, AHA
... besser als Lockdown bis zur Impfung

Nicht nur die Lauten hören

Ich bin enttäuscht von dieser einseitigen Darstellung, weil ich Herrn Gensing als gewissenhaften Rechercheur kenne. Zum ganzen Bild gehört, dass bei einer Halbierung der Klassen letztendlich die eine Hälfte gar nicht unterrichtet wird, denn die Lehrer sind ja beschäftigt mit der anderen Hälfte. Das benachteiligt erneut die Schüler, deren Eltern zuhause nicht unterstützen können. Diese Schüler schleppen bereits jetzt erhebliche Defizite mit sich herum, dazu gibt es bereits mehrere Studien. Die Eltern dieser Schüler melden sich eher nicht in Verbänden und Talkrunden zu Wort. Deshalb hätte ich mir gewünscht, dass sie hier eine Stimme bekommen. Vom Lehrerverband kam noch kein einziger Vorschlag, wie die Defizite dieser Schüler behoben werden könnten. Genug Arbeitszeit hätten die Lehrer aufzuholen - allein an unserer Schule sind beim letzten Lockdown hunderte Unterrichtsstunden einfach ausgefallen.

Das hängt vom Epidemieverlauf ab

... ob die Schulen offen bleiben können. Allerdings begünstigt die aktuelle Teststrategie das Offenhalten der Schulen, da viele Infektionen bei Kindern asymptomatische verlaufen und deshalb - außer als Kontaktperson - kein Testanlass gesehen wird.

Wenn das sich leicht beschleunigende exponentielle Wachstum der Todesraten anhält, ist damit zu rechnen das auch mit derselben Rate exponentiell zunehmende Infektionsfälle dem zugrunde liegen („wo Rauch ist, da ist auch Feuer“).

Beide Kurven beziehen sich zwar auf unterschiedliche Bezugszeitpunkte in der Vergangenheit. Wirklich objektiv kann aber nur die Zahl der Coronatoten sein.

@ um 11:08 von Orfee

"...Dabei gibt es auch Aufstände von Seiten der Lehrer, weil sie mit ihrer Bezahlung nicht einverstanden sind.
..."
Lehrer werden nicht schlecht bezahlt. Sie haben relativ schlechte Arbeitsbedingungen. Auch die "schlechten Arbeitsbedingungen" sind keine, wie man den Begriff herkömmlich verwenden würde.
Bezogen auf die gesamtgesellschaftliche Wertschätzung, Kooperationswille und Eignung von Erziehungsberechtigten stimmt dies natürlich. Auch leidet die eigene Qualität durch Quantität von Verantwortung, etc.
Aber die Bezahlung ist gut.

RKI Berichte 31.10. / 06.11.

RKI Berichte zu Fällen an Schulen (Wiederholung)
31.10.
Betreut/untergebracht
(Kinder)
Infiziert: 14.628
Hospitalisierung: 194

Tätigkeit (Lehrer, Betreuer)
Infiziert: 7.123
Hospitalisierung: 245
.

06.11.
Betreut/untergebracht
Infiziert" 16.265
Hospitalisierung: 201

Tätigkeit
Infiziert: 7.919
Hospitalisierung: 261

Differenzen in der einen Woche kann jeder selbst ausrechnen.

Re: qpqr27 am 11. November 2020 um 10:44

"ganz normal wie immer unterrichten....
ohne Dauerlüften, Masken und Abstandsregeln und einfach abwarten was passiert - wahrscheinlich bekommen ein paar Schüler Corona, danach sind sie imun und alles ist ok"

Das ist dieser Herdenimmunität-Schwachsinn, wie ihn Leute von sich geben, die nicht verstanden haben was Herdenimmunität überhaupt ist und wie sie entsteht. Wenn man eine Pandemie einfach ignoriert erreicht man aber keine Herdenimmunität, sondern einen unkontrollierten Flächenbrand. Und wenn man Covid gehabt hat, ist man oft auch nicht nur immun - falls das überhaupt zutrifft - sondern auch für lange Zeit mit teils schweren Krankheitsfolgen belastet. Mitunter für den Rest des Lebens. Manche muss es offensichtlich erst selbst treffen, bevor sie das verstehen.

Mit der Aussage der Kultusminister

"die Schulen seien sicher" beweisen sie einmal mehr ihre Naivität in der Corona-Situation.
Kein normal denkender Mensch hält "Lüften" für ein Konzept. Es ist sehr wichtig, aber kein Konzept es ist nur eine billige Notlüge.
Wie immer wird hier im Bereich der Bildung gespart. Das war früher so und heute ist es nicht besser.
Anstelle die Milliarden in Fluglinien und Reedereien zu versenken sollte man in Filtergeräte investieren damit die Schüler und Lehrer geschützt werden und sich Corona weniger schnell ausbreitet.
Bin mal gespannt wie es an den Schulen weitergehen wird.
Die Lehrer werden verheizt.

Hier in NRW

Da ich ganz in der Nähe von zwei Schulen (Gesamt- und Grundschule) wohne, bekomme ich tagtäglich mit, wenn die Schüler Nachmittags in Richtung Bushaltestelle oder n.H. laufen. Da ist nichts mit Abstand halten, und der Mundschutz sitzt überall, aber am wenigsten auf den Mund. Meist unter dem Kinn gedrückt oder in der Hand gepresst. Da kann man auf Abstand und Lüften an Schulen plädieren, so viel man möchte, wenn alles wieder auf dem Heimweg über Bord geschmissen wird und man teilweise in großen Gruppen eng beieinander läuft und sich viel zu erzählen hat. Wie das präzisiert in den Pausen aussieht, vermag ich nicht zu sagen, aber auch da wird mit Sicherheit nicht immer unbedingt auf Abstand geachtet.

10:38 @Margitt.

Volle Zustimmung.
Wie Frau Isabella Eckerle sagte (wohl bei Hart aber Fair)
" Sommer verpennt "
Alle miteinander

@10:48-Deppapp-gesundheitliches Risiko für Schüler..?

Es ist für Kinder und Jugendliche deutlich gefährlicher an der Influenza zu erkranken.

Dies nur mal vorweg.

Einzelne Kinder, die auf Grund eines schweren Einzelschicksales generell stark auf sich aufpassen müssen mal ausgenommen...

Corona ist bei Kindern nicht sehr verbreitet und wenn, dann sind sie meistens nicht daran erkrankt... und ein PCR-Test kann nun mal nur bedingt ermitteln, ob jemand noch ansteckend ist, bzw. kurzzeitig mit dem Virus in Kontakt kam, dieser aber bereits durch die unspezifische Immunabwehr beseitigt wurde. oft innerhalb sehr kurzer Zeit.

Man kann auch viele Wochen nach Ende der Infektiosität noch positiv getestet werden. Bei den Masern weiß man z. B. dass man auch noch nach Monaten positiv getestet werden kann, obwohl man längst nicht mehr infiziert oder gar ansteckend ist.

Ich gehe daher davon aus, dass der überwiegende Teil der Schüler in Quarantäne nicht oder nicht mehr ansteckend ist, geschweige denn erkrankt ist.

Rat an die Politik: „Hört auf die Wissenschaft!“

So heißt es ja immer wieder. Dahinter steckt das Bild des Wissenschaftlers in der Öffentlichkeit vom integren und unbestechlichen „Wahrheitssucher“.

Meiner Erfahrung geht es in der zeitgenössischen Wissenschaft viel öfter ums „Rechthaben“ als um die „Wahrheit“. Und der „wissenschaftliche Diskurs“ ist nicht selten ein „Markt der Eitelkeiten“. Lässt sich bei Corona auch ganz gut verfolgen.

Deshalb halte ich es für gefährlich wenn Entscheider in der Politik sich nur von einzelnen Koryphäen beraten lassen.

Richtiger wäre es m.E. auf anonymisierte Gutachten analog dem Peer Review System in Fachzeitschriften zurückzugreifen, um den Einfluss von subjektiven Meinungen, Eitelkeiten oder schlichtweg Rechthaberei möglichst zu minimieren - zum Nutzen der ganzen Gesellschaft !

Präsenz Schulpflicht aufheben

Also bei uns lief das auf einer Grundschule gerade folgendermaßen -in Absprache mit dem Gesundheitsamt- ab: Eine Lehrkraft wurde positiv getestet, die zugehörige Klasse nach Vorliegen des Testergebnisses (3 Tage später... ) in Quarantäne geschickt. Laut Schreiben des Gesundheitsamtes sollen die Kinder dieser Klasse zu Hause bleiben. Geschwisterkinder müssen aber weiterhin in die selbe (oder eine andere Schule) zum Unterricht kommen. Eltern dürfen sich frei bewegen. Kann man so einen Infektionsherd eindämmen ? Aus meiner Sicht nein.
Die anderen Lehrkräfte der Grundschule geben weiterhin Unterricht (sie wurden zeitgleich negativ getestet - hatten aber Kontakt zu der infizierten Lehrkraft und der Test ist eine Momentaufnahme ). Schüler wurden bisher keine getestet. Informationen dazu finden sich auf der Internet-Seite der Schule (in NRW) nicht. Es fehlen also Informationen für alle Eltern und der Hinweis sein Kind z.B. aufgrund des Infektionsgeschehens zu Hause lassen zu dürfen.

@qpqr27..

"wahrscheinlich bekommen ein paar Schüler Corona, danach sind sie imun und alles ist ok"

Ich darf mal annehmen, dass Sie niemand kennen, der/die infiziert und krank war und Langzeitfolgen haben..

Wollen Sie verantworten, dass die Schulen offen ohne Maßnahmen sind und die Seuche sich weiter ausbreitet?

und warum sollen ü60-jährige zurückstehen? viele von diesen arbeiten noch und können nicht so schnell ersetzt werden!

Antwort auf den Kommentar

>Man will mit Schönreden die Schulen offen halten<
Ganz genau. Man kann auch niemandem in der Bevölkerung erklären, wieso dichtgedrängter Unterricht mit über 30 Schüler/innen in der Klasse in Gymnasien bzw. mit insgesamt über 300 in der Schule erlaubt und nicht gesundheitlich schädlich ist, aber auch nur im Schwimmbad mit nur drei Personen zu schwimmen ist nicht erlaubt.
Diese Liste liess sich endlos fortsetzen!

Mathe in der Oberstufe - Jugend forscht

Kann man den R-Wert phänomenologisch verstehen? Das wäre doch mal ein Thema für eine Studienarbeit am bayerischen Gymnasium.

Wenn ein Infizierter drei weitere ansteckt, sind das 4, 13, 40, ... also Delta c = c (t+1) - c (t) = R** t (R hoch Zeit t). Dabei interpretiere ich die Basis R als Wachstumsfaktor. Wegen R**t = exp (ln R * t) wird c (t) = Integral von 0 bis t über exp (ln R * t) dt die kumulierten Fallzahlen.

Wenn man mal von den letzten paar Tagen absieht (mögliche Artefakte), dann liefert das für Deutschland R = 1.08.

Damit hat man schon bald Hunderttausende echte aber evtl symptomfreie Infizierte - auch eine entsprechende Zahl Schüler, entsprechend ihrem demographischen Anteil. Q.e.d

An alles Gedacht

Was lohnt das Lüften und Maske tragen, wenn im Hygienekonzept nicht an alles Gedacht wurde.
Meine Kids haben aktuell ganz normal Sport in einer 80 iger Jahre Turnhalle ohne Fenster, im Blockunterricht. Wie soll dort gelüftet werden? Studien zeigen der Virus hält sich Stunden bis Tage auf Oberflächen, wer desinfiziert die Sportgeräte, die Computer Tastatur, Maus, die Tische in den Fachräumen?
Sorry aber so ist anstecken vorprogrammiert. Und ein Teilen der Klassenstufen in Gruppen sinnlos, wenn doch alle im Laufe einer Woche einmal die Maus in der Hand haben ...

Solingen

Danke nach Solingen für Ihr mutiges Vorgehen gegen den Standpunkt der Schulministerin.
Bitte überall die Schulklassen teilen und wo nötig Notbetriebe einrichten. Endlich Lüftungssysteme einkaufen und pro Klasse mehr als ein ! Waschbecken zur Verfügung stellen. Schulbusse in denen Kinder keinen Sitzplatz mehr finden sind auch ein Infektionsherd, besser die normalen Linienbusse, die oft fast leer fahren, mit benutzen dürfen etc.

Hier mal eine Liste mit geschlossenen Schulen für euch

Hier mal eine Liste mit geschlossenen Schulen für euch:

https://tinyurl.com/y5oqxrh5
sueddeutsche.de: Diese Schulen und Klassen in München sind geschlossen 11. November 2020, 10:06 Uhr (Liste München)

dann hier:

https://tinyurl.com/y4whrww8
charivari.de: Aktuelle Schul- und Kindergartenausfälle in München Stadt und Land Aktualisiert: 10.11.2020 - 16:33 (Liste)

dann hier (Liste Stadt Halle):

https://dubisthalle.de/21-neue-corona-infektionen-in-halle-4

dann hier:

https://tinyurl.com/y5t6shhz
mittelbayerische.de: Diese Schulen sind von Corona betroffen 09. November 2020 13:09 Uhr (Liste Stadt Regensburg)

dann weiter in Thüringen mit aktuellem Stand von heute:

https://tinyurl.com/y6xjnrq3
landeswelle.de: Geschlossene Schulen und Kindergärten in Thüringen 11.11.2020

dann weiter im Saarland:

https://tinyurl.com/y3eocbss
sr.de: Mehrere Coronafälle an Schulen im Raum St. Wendel 09.11.2020 | 18:18 Uhr

Schulpflicht?

In Deutschland ist gesetzlich die Schulpflicht geregelt. Wenn man zu leichtfertig mit der Aussetzung des Unterrichts umgeht, läuft man Gefahr, in eine generelle Debatte über die Schulpflicht zu stolpern. Das ist ein Risiko, das vermutlich kaum ein Politiker eingehen will. Ich halte es für durchaus möglich, dass dies einen nicht unerheblichen Einfluss auf die aktuellen Entscheidungen hat.

@ Nettie

"Warum nicht? Dass geteilte Klassen Voraussetzung dafür sind, dass genug Abstand eingehalten kann um eine Weiterverbreitung des Virus durch infizierte Schlüler zu verhindern sollte doch auch "prinzipientreuen" Bürokraten einleuchten?" Am 11. November 2020 um 11:21 von Nettie

*

""prinzipientreuen" Bürokraten " lautet aber ein, dass bei geteilten Klassen wieder die Anzahl der Fächer reduziert wird, denn die Woche hat nun mal nur 7 Tage und Unterrichte per Internet kann das nicht ersetzen, denn der Lehrer ist in der Zeit mit der Gruppe beschäftigt, die er gerade in der Schule hat.

Dann fällt bei meiner Tochter bestimmt wieder Informatik aus, weil diese Lehrer mit den Internetverbindungen zu tun haben. Der Server macht das auch nicht mit, wenn die ganze Schule versorgt werden soll.

Und dann schreien hier Leute: Wir brauche aber Fortschritt und Ausbildung und Digitalisierung!

Wie denn, wenn Kinder nicht in Informatik ausgebildet werden? Mit Oberflächenbenutzern?

@ paganus65

"Was meine Tochter aus der 9ten Gymnasialklasse berichtet Das Lüften wird zum Dauerstreitpunkt zwischen der "Mir ist Kalt Fraktion" und den "Ich ersticke Rufern"." Am 11. November 2020 um 11:42 von paganus65

*

Ist doch kein Problem:

"Mir ist Kalt Fraktion" kommt an die Wand.
"Ich ersticke Rufern" sitzen nur noch an den offenen Fenstern.

*

Abgesehen davon kenne ich das auch aus meiner Schulzeit - schon damals wurde im Unterricht gelüftet und die einen fanden das gut und die anderen sagten "Es sind viele Menschen erfroren, aber es ist noch niemand erstunken".

Viel Widerspruch @Tada

Vor allem zu Ihrer fadenscheinigen Rechnung. 3% der Schüler sind in Quarantäne, ja, aber nur, weil sie auf Infizierte getroffen sind, meist in der Schule. In der Regel werden pro infiziertem Schüler oder Lehrer etwa drei bis fünf weitere Personen isoliert. Nimmt man mal ganz konservativ an, dass nur ein Zehntel der Schüler/Lehrer in Quarantäne auch tatsächlich infiziert ist, kommt man auf eine Inzidenz von 300 zu 100.000, das wäre dann etwa dreimal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung.
Und der Äpfel-Birnen-Vergleich zu Unfällen pro Jahr ist wirklich hanebüchen. Zu diesen Unfällen gehören aufgeschürfte Knie und verdrehte Knöchel - nichts potentiell lebensbedrohliches, nichts ansteckendes, und vor allem Fälle pro Jahr, nicht pro Monat.

Der Widerspruch steckt doch vielmehr darin, dass man fertige Konzepte für hybriden Unterricht hat, sie aber nicht einsetzt, so lange, bis Schulen wirklich komplett schließen müssen. Die KMK steuert uns in den Lockdown, aber Sport und Theater sind verboten

Weiteres Problem

Wenn weiterhin unverändert Präsensunterricht stattfindet, mit allen Klassen zu den üblichen Unterrichtszeiten hat man weiterhin das Problem Schul-Hin- und Rückweg. Nach m. E. gibt es da auch noch keine Lösung. Die vollen Busse und Haltestellen sind auch nicht beruhigend.

Hier werden die defiziete deutlich sichtbar

an den Schulen und Unis ist jetzt um so mehr zu erkennen was die Politik erkannt hat aber nichts geändert.
Schulen ohne ausreichende Möglichkeit,
Räume,Einrichtungen, Digitalisierung alles fehlt und es wurde nicht wirklich etwas unternommen im letzten halben Jahr um die Lage zu verbessern.
Dann imm er noch prall gefüllte Schulbusse kein Aufsichtspernsonal .
Das sind die Gründe warum die Schulen eigentlich garnicht auf sein dürften.

Dann hier der zweite Teil der Liste mit geschlossenen Schulen

Dann hier der zweite Teil der Liste mit geschlossenen Schulen:

https://tinyurl.com/yxfgnt5x
regionalheute.de: Alle Schüler nach Hause geschickt: Coronafälle an Großer Schule 06.11.2020

Wolfenbüttel. Am heutigen Freitagmorgen wurden alle Schüler der Großen Schule mit Lautsprecherdurchsagen dazu aufgefordert, nach Hause zu gehen. Die Schule bestätigte den Schritt gegenüber regionalHeute.de. Laut Gesundheitsamt habe es an der Schule "mehrere Fälle" von Corona-Infektionen gegeben. Laut einem schulinternen Schreiben gelte der Schulausfall vorerst nur für den heutigen Freitag. Eltern seien angehalten, regelmäßig ihre E-Mails auf Nachrichten vom Gesundheitsamt kontrollieren.

dann hier:

https://tinyurl.com/y2lgsjx2
radioherford.de: Immer mehr Coronafälle an Schulen - Inzidenzwert im Kreis Herford gesunken am Samstag, 07.11.2020

dann hier:

https://tinyurl.com/y6o4fa2r
Westerwald-Kurier: Weitere Coronafälle an Schulen und Kitas Nachricht vom 07.11.2020

@Kein Einstein

"...und da diese Unfälle sooo ansteckend sind müsste man sie verbieten." Am 11. November 2020 um 11:39 von Kein Einstein

*

Durch Schulschließungen wären sie aber auch verhindert worden.

Und mit Corona stecken sich die Kinder hauptsächlich in den Familien an.

Man kann keine 100-Prozentige Sicherheit haben.

3% ist annehmbar. (Wobei das nur Quarantänefälle sind, nicht Infektionen.)

Toll,

dass hier immer wieder von Fern- und Präsenzunterricht gesprochen wird. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Schüler sich das was sie normalerweise in der Schule lernen, zu Hause eben nicht alleine aneignen können (im Gegensatz zu Studenten). Die Schulen müssen offen bleiben - Corona kann nicht rechtfertigen, dass eine ganze Generation auf der Strecke bleibt, weil sie nicht die notwendige Schuldbildung mit auf den Weg bekommen hat. Und das, was die Schüler wegen Schulschliessungen verpassen, können sie wohl auch in Zukunft kaum aufholen..

Mir fehlen die Worte...

Gott sei Dank, dass Sie das nicht zu bestimmen haben ! Was passiert denn mit den teils älteren Lehrkräften ? Egal ? Was mit den Kindern, die sich trotzdem anstecken und erkranken und unter teils bleibenden Schädigungen leiden ? Auch egal ? Wenn Sie selbst Kinder haben sollten, würden Sie das auch so sehen, wenn diese schlimm erkranken? Ist ja nicht ausgeschlossen.
Ich bin nicht "coronahysterisch" aber Ihre Einstellungen, mannomann, da kann einem ja übel werden !

10:58 von ablehnervonallem

>>Die Politik ist nicht mehr zu ertragen. Jetzt werden schleichend die Schulen in einen Lockdown überführt. Dabei gibt es andere sehr gute Lösungen. Z.B. kleinere Klassen mit Unterrichtsverteilung auf den Nachmittag. Aber so lange die Lehrer Angst vorschieben und lieber bei gleicher Bezahlung zu Hause bleiben wollen, wird es keine Lösungen geben.<<

Und Ihre Lösungen sind nicht von 12 bis Mittag zu Ende gedacht. Woher soll das ganze Personal für die Doppelschichten (Morgens und Nachmitttags unterrichten) denn kommen... mit "simsalabim" ist es nicht getan. Und irgendwann steht auch den LehrerInnen mal ein Feierabend zu. Sie reden sich Ihre Lösung selber einfach und schön, ist aber in meinen Augen nicht annährend umsetzbar. Da setze ich eher auf die neuen Absauggeräte und Lüften, besser ausgearbeitete Fahrpläne für ÖPNV und intensive wiederholte Aufklärung an Schulen.

@Möbius um 11:39

>>Auch der scheinbare Erfolg des tschechischen Lockdowns geht evtl auf Schulschliessungen zurück, während die Wirtschaft weiterläuft. Mittlerweile kommen mir aber Zweifel ob der „turnaround“ im Nachbarland gelingt, denn die Todesraten sind unverändert hoch.<<

Wieso "scheinbarer Erfolg"?
Die Neuinfektionen gehen zurück.

Und die Toten folgen der Kurve in etwa zwei Wochen Abstand.

Aus Ihrem Kommentar im Impf-Thread:

>>Und wir haben aktuell ganz andere Probleme, nämlich den höchsten täglichen Zuwachs an C19 Toten seit April in Deutschland!<<

Diese zwei Wochen Verzögerung gibt es schon seit dem Frühjahr und somit auch in Deutschland.

Welch eine Überraschung …

… wir haben bundesweit steigende Fallzahlen und an der Schule ist immer noch „heile Welt“!

Ich bin selbst Lehrer und erlebe die Situation am eigenen Leib.
Ständiges / häufiges Lüften führt zu kalten Klassenräumen in denen Schüler und Lehrer frieren bzw. der Zugluft ausgeliefert sind.
Der geringe Luftaustausch bleibt zudem in den meisten Fällen das Problem.
Dies lässt sich physikalisch gut belegen.

Investitionsmittel für eine Raumlüftung gibt es nur für fest eingebaute Anlagen - diese sind frühestens in zwei (eher drei) Jahren im Bau.
Schnelle Lösungen wie professionelle Luftfilter kombiniert mit UV-Filter wären in der Summe kostengünstiger und brächten sofort eine nachhaltige Verbesserung durch eine starke Reduktion der Virenlast in der Luft.

Aber so bleiben wir noch etwas in der Traumwelt „Schule, in der alles in Ordnung ist“.

@ Herr Dr. K (11:42): Das mit dem Lüften bringt nichts

Herr Dr. K

Das mit dem Lüften bringt nichts weil es zu Schimmelbildung in Räumen führt weil dadurch die Wänder auskühlen und zum Fenster rausgeheizt wird was nochdazu das Klima schädigt. Deswegen zu Ihrem Punkt:

4. In der Schule
Risikoklassen mit getrennten Pausenbereichen, feste Lehrerzuordnung zu diesen Klassen, AHA Regeln auf Fluren, Treppen, Lüften

Und im Supermarkt funktioniert das in der Praxis nicht:

1.AHA und Lüften:
in öffentlichen Verkehrsmitteln (d.h. halbe Belegung der Sitzplätze auch zu Stoßzeiten - wir brauchen dringend ein Konzept von Bahn und anderem ÖPNV)
beim Arzt oder sonstigen therapeutischen Einrichtungen
in Supermärkten

In den Supermärkten wird das eh über Belüftungsanlagen in den Raumdecken abgesaugt. Und den ÖPNV sollte man schützen weil er klimaschützender ist als der Pkw-Verkehr. Aber derzeit ist es besser den ÖPNV komplett einzustellen (Bahn, U-Bahn, S-Bahn und Busse).

um 10:58 von Tada

Jedes Jahr gibt es 3 bis 4 mal so viele (über 1.000.000) meldepflichtige Unfälle in den Schulen, oder auf dem Schulweg.
....
Das Prinzip mit dem Verwechseln von Äpfeln und Birnen scheint nie auszusterben.
Verkehrsunfälle sind nicht ansteckend und können keine Pandemie auslösen oder befeuern.

Am 11. November 2020 um 11:42

Am 11. November 2020 um 11:42 von Herr Dr. K.

Im Allgemeinen muss ich Ihnen recht geben. Nur zu Punkt 2 habe ich einen Zusatz :
das sollte eigentlich Gang und Gäbe sein, nicht erst seit Corona ! Genau wie die AHA +L.

@Am 11. November 2020 um 10:51 von Lunatik

GESPIELT ?!?!?

Nach meiner Erfahrung sind sich die Verantwortlichen ihrer Verantwortung sehr bewusst.

Ausserdem sind die Maßnahmen -wenn sie durchgeführt werden- ausreichend.

oder nicht mehr ansteckend ?

von vriegel @
Und solange nicht zweifelsfrei klar ist ob, müssen sie zum Schutz der unschuldigen Menschen zuhause bleiben. Logisch. oder?

@ Herr Dr. K (1:142): Luftreinigungsanlagen sind besser

@ Herr Dr. K

Statt dessen sind Luftreinigungsanlagen an Schulen in allen Klassenzimmern besser, die in den Raumdecken eingearbeitet werden sollten weil die Aerosole nach oben steigen und sich in der Luft verteilen.

Dann ist Home-Office richtig:

3. Zusätzlich im Beruf
Homeoffice

das muss Gesetz werden

wenn kein Homeoffice möglich: Bereiche mit strengen AHA-Regeln, sonst AHA im ganzen Betrieb, Lüften

Auch hier sind Luftreinigungsanlagen besser die in den Raumdecken eingearbeitet werden sollten.

Dann zum Punkt Pflegeheime:

5. In Pflege- und Krankenhäusern
Besuch, aber nur mit Schnelltest, AHA
... besser als Lockdown bis zur mpfung

Da geht es meiner Meinung nach nicht ohne kompletten Lockdown und mehr Personal. Denn das Virus kann in die Pflegeheime eingetragen werden von Besuchern und durch Besucher von dort aus ausgehend wieder in die Bevölkerung getragen werden. Oder aber Pflicht zur Schutzkleidung u. Händedesinfektion für Besucher

11:08 von Orfee

>>Man tut Allen einen Gefallen wenn die Schulen und Kitas einfach schließen.<<

Ich vermute mal stark, dass Sie keine Kinder haben, sonst würden Sie sich solche Texte sparen.

wenn man wirklich nach dem

Infektionsrisiko handeln würde, wären die Schulen geschlossen. Kneipen, Bars usw. würden dauerhaft zubleiben. Restaurants mit hohen Hygienestandards wären offen. Nur hat man dann andere Probleme wenn die Schulen alle zu wären. Weil man im Sommer nicht an den Winter dachte ?

Herr Tempel, der Schulleiter

Herr Tempel, der Schulleiter aus Solingen, der der Weisung der Ministerien öffentlich widerspricht, hat Rückgrat.

Dafür zolle ich ihm meinen Respekt.

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