Kommentare - Interview zu Polizeiskandal: "Strukturen verhindern Aufklärung"

17. September 2020 - 15:44 Uhr

Extremisten in der Polizei finden und bestrafen - das reiche nicht, sagt Polizeiwissenschaftler Behr angesichts der Vorfälle in NRW. Polizeistrukturen und Solidarität um jeden Preis verhinderten oftmals die Aufklärung, so Behr im tagesschau24-Interview.

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Kommentare

@16:55 von Zwicke

>> Daß Polizisten im Berufsverlauf persönlich-
>> politisch eher weniger zu linksautonomen
>> Tendenzen neigen, ist auch nicht schwer
>> zu verstehen

Ähh, aber rechtsextreme Tendenzen würden Sie verstehen?

@ 18:36 von Blitzgescheit

Das nächste rechtsextreme und nationalsozialistische Taten verharmlosende provozierende Stöckchen, über das wir hier springen sollen.
Hops!

@Werner1955

Was ist das für ein Vergleich? Wird ein Unfall bewusst herbeigeführt?

@Kein Einstein -- wie wahr

Mir scheint sie haben entweder die Aussagen von Herrn Behr nicht verstanden oder sein Aussagen nicht gelesen.
Was Sie als Gesinnungspolizei bezeichnen ist ein effektives Mittel um den Beamten die Möglichkeit zu geben, Unregelmäßigkeiten, auch von Vorgesetzten, zur Anzeige zu bringen, ohne Gefahr zu laufen sich im eigenen Umfeld zu isolieren und die berufliche Karriere auf dem Altar der Zivilcourage zu opfern.
Diese, von Ihnen als Gesinnungspolizei bezeichneten Dienststellen gibt es im europäischen Ausland bereits und sie werden dort durchweg positive bewertet.

@18:32 von hesta15 um 18:20 von andererseits

//Ich plädiere schon seit Jahren das der Geschichtsunterricht an deutschen Schulen einen Besuch der Gedenkstätten Auschwitz oder Buchenwald beinnhalten sollte. Jungen Menschen muss man die Verbrechen, die deutsche vor 80 Jahren begangen haben vor Augen halten//

Geschieht ja vielfach. Und das ist gut so. Aber was, wenn die Eltern Nazis sind? Wer hat den größeren Einfluss?

18:36 von Blitzgescheit

"Differenzierte Sichtweise? - Fehlanzeige.
Stattdessen haben wir einen Politologen, der etwas Strukturen erzählt, ohne dies zu belegen."

Ich dachte, es handelte sich um ein Interview und nicht um eine gelehrte Abhandlung mit Belegen. Aber man kann sich ja täuschen. Ich lerne von Ihnen: Der Politologe hat Unrecht. Denn:

"Dass es Polizisten gibt, die in privaten Chats wutgeladene Kommentare über gewisse Personengruppen abgeben, deren horrende Gewalt, Kriminalität und dreist-aggressives Auftreten sie tagtäglich erleben 'dürfen' [...]"

(Folgt ein ziemlich langer, grammatisch aber trotzdem unkorrekter Satz.) Ich lerne: Sie belegen zwar auch nichts, haben aber trotzdem recht.

"Es wird immer behauptet, dass Hass Gewalt induziert. Naheliegender ist, dass dies umgekehrt ist!"

Also: Es gibt da "gewisse Personengruppen" - zum Beispiel Rechtsradikale – , die Gewalttaten begehen und damit Hass verursachen.

Einverstanden. Dafür hätten Sie aber nicht so viele Worte verlieren müssen.

Am 17. September 2020 um 19:15 von MR.Troc

Zitat: Es würde mich interessieren ob diese Chats während der Dienstzeit stattfanden oder nach Feierabend?..... Privat können doch auch Polizisten/*innen chaten mit wem und über was sie wollen, oder?

Polizisten haben, wie alle Beamten, auch außerdienstlich eine besondere Treuepflicht gegenüber dem Staat. Das schränkt sie in der Meinungsäußerungsfreiheit ein.

Dass ihnen Straftaten, wie das Posten von Nazisymbolen auch außerdientlich verboten sind, ist ja wohl selbstverständlich.

Hinweistelefon

Lächerlicher geht es kaum. Andere Länder haben eine extra Abteilung innerhalb der Polizei, die nur für interne Ermittlungen zuständig ist und die natürlich auch Hinweise entgegen nimmt. Hier dagegen sollen sich Polizisten an Vorgesetze wenden und werden dann bestenfalls als "Kollegenschwein" gechasst und versetzt. Und das betrifft keineswegs nur rechtsextreme Gesinnung, sondern auch ganz Konkret Polizeigewalt gegen Verdächtige. Ein "Hinweistelefon" bringt da gar nichts, denn da muss der Hinweisgeber immer noch damit rechnen, dass dann bei der eigenen Dienststelle angerufen wird: "Der PKA Meier hat behauptet, bei euch gäbe es Misshandlung wehrloser Bürger/Rechtsextreme/sonstwas, ermittelt mal in die Richtung ob da was dran ist." und schon ist die Situation dieselbe wie vorher. Deshalb muss es eine extra Dienststelle für interne Ermittlungen geben.

17. September 2020 um 19:14 von falsa demonstratio

Ihrem Kommentar kann ich mich anschließen, wobei ich ihn auf beide Augen beziehe.
.
Ich bin weder rechts noch links, sondern verlasse mich auf meinen gesunden Menschenverstand und meine Lebenserfahrung, gesammelt über viele Jahrzehnte.

@Kein Einstein

Es ist jeden vernünftigen Mensch schon klar, denke ich, das es Ausnahmen sind bei der Polizei. Ich z.B. hatte bislang nie schlechte Erfahrungen mit der deutschen Polizei, gut hatte bislang auch sehr wenig damit zu tun. Aber ungehindert sollte sowas nicht seinen Lauf nehmen, direkt hindern, das sich da eventuell ein Netzwerk bilden kann.

@ falsa demonstratio

„Ich bekenne mich dazu, einen Generalverdacht zu hegen und der Meinung zu sein, dass sich aus den vielen Vorfällen bei unseren Sicherheitsbehörden eine Art Beweislastumkehr ergibt“

Wer eine Beweislastumkehr fordert, verlässt den Boden der deutschen Demokratie / der deutschen Gerichtsbarkeit.
Auch ein Statement

@18:35 von Jan Petersen

>> ich erlöse Sie aus der Wette > @Am 17. September 2020 um 18:16 von Zwicke ... <<
_
Pardon - werter User ... aber ich öffne aus Sicherheitsgründen prinzipiell keine hier angebotenen Links... aber Gäste - egal welcher politischer Couleur - sind demnächst auf dem kleinen Weingut und in der stimmungsvollen "Besenwirtschaft" stets herzlich willkommen... Denn merke: Im Wein liegt Wahreit...

@17:05 von M. Neumann

>> Deutschland ist doch mittlerweile ein
>> Schlaraffenland für Kriminelle geworden!

Omg, in welchem Dtl. leben Sie denn? In dem Dtl., in dem ich lebe (ich guck mal kurz zum Fenster raus), also ich seh nichts dergleichen.

Wenn Sie allerdings Verbrecher wie U.Hoenes, Deutsche Bank, VW oder Wirecard meinen, da gebe ich Ihnen recht. Aber das sind IMO eher Fälle für das Finanzamt.

Am 17. September 2020 um 19:21 von Jan Petersen

Zitat: Ich habe es auf die Schnelle nicht gefunden, aber rund um den Polizistenmord gab es auch einen Zeugen, der in seinem Auto verbrannte.

Es sind auch Polizisten aufgetaucht, die dem Ku-Klux-Clan angehörten.

@Sisyphos3 16:06

Ich habe auch keinen Thread mitbekommen, von angeblichen vermehrten Teilnehmern von arabischen Clans. Desweiteren gehören in Deutschland weder rechtsradikale Polizisten hin, noch arabische Clans, wenn diese kriminell sind.

RE: Kaneel um 19:05

***Meine persönlichen Erfahrungen mit der Polizei waren fast durchweg positiv.***

Meine Erfahungen bestätigen Ihr positives Bild. Die Polizeibeamten mit denen ich es zu tun hatte haben sich anständig und außerordentlich hifsbereit gezeigt !
.

***Ich schätze die deutsche Polizei. Habe auch sehr viel Respekt vor diesem fordernden Beruf.***

Auch hier stimme ich Ihnen absolut zu.
Daher empfinde ich die "braunen Nestbeschmutzer" als außerordentiches Ärgernis. Die ziehen die gesamte Polizei in den Dreck. Von daher braucht es wohl eine zentrale Anlaufstelle für Anzeigen dieser Art. Die können dann Maßnahmen ergrifen um diesem Klientel auf den faulen Zahn zu fühlen.

Gruß Hador

Interview zu Polizeiskandal: Strukturen verhindern Aufklärung

Der größte Beitrag zur Aufklärung, den jetzt die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen bzw. die Polizei von NRW, aber nicht nur diese, leisten könnten, wäre die völlige Beendigung sämtlicher Geheimniskrämereien, wie im Hinblick auf die bewusst erfolgte Aktenmanipulierung bzw. -vernichtung im Zusammenhang mit wichtigen NSU-Taten oder anderen Taten seitdem wie der Lübcke-Tat, welche zwar mehr oder weniger aufgeklärt wurde, aber es bis heute noch nicht restlos geklärt ist, ob bzw. was Kassel 2019 mit der neunten Tat des NSU in Kassel zu tun hatte. Dies bedeutet daher auch, dass nicht nur die Polizei, sondern auch der Verfassungsschutz mit Personen wie Herrn Christian Temme viel mehr Auskünfte geben sollten. Ansonsten bleibt auch beim Thema "Internetcafe in Kassel" der starke Verdacht, dass bewusst gesehene Taten geduldet werden oder schlimmer noch.
Das Volk hat das Recht darauf informiert zu werden. Sonst wirkt alles nur wie eine bewusste Verschleierung.

@18:48 von melancholeriker

>> "Wer wettet, ist ein Lump". Oder beim VS... <<
_
Bei allem Verständnis für fehlende Diskussionsultur... aber ich bitte Sie doch freundlichst um Mäßigung..!

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