Kommentare - Biden in Kenosha: "Den Sündenfall unseres Landes aufarbeiten"

04. September 2020 - 08:23 Uhr

Unterschiedlicher hätten die Besuche in Kenosha nicht sein können. Biden inszeniert sich als Tröster, der das gespaltene Land zusammenbringen will, Trump als Hüter von Recht und Ordnung. Julia Kastein über den Kontrast der Auftritte.

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Kommentare

@Am 04. September 2020 um 11:10 von Mister_X

Zitat: "Die Tatsache, dass heute Afroamerikaner in Straftaten überrepräsentiert sind und durchschnittlich deutlich schlechter in Sachen Bildungsabschlüsse abschneiden ist eine direkte Folge davon"

Das die Sklaverei ohne Umschweife ein Menschheistverbrechen war, da gebe ich Ihnen unumwunden Recht.

Das Ende der Sklaverei in den USA wurde 1865 proklamiert.

Damit aber die (massiv!) überproportionalen Kriminalitätsraten, die schlechteren Bildungsabschlüsse etc. zu erklären wird der Sache und vor allem auch den Schwarzen nicht gerecht. Gerade auf diese Weise haben Demokraten / Linke den Schwarzen in den USA erst eine Opfermentalität eingeimpft, die sie in diesem Sumpf stecken lässt. Gerade die USA mit einem freien und offenem System bietet die Chancen für Schwarze, sich aus diesem 'circulus vitiosus' selber zu befreien.

Das ist eine Meinung, die nicht nur ein "schröööööcklicher AfD-Wähler" wie ich vertrete, sondern viele namhafte schwarze Konservative wie Candace Owens, Larry Elder etc

um 10:42 von qpqr27

"diese Wahl wird sowieso ne Farce...
am Ende übernimmt "Captain America" und der heißt Trump"

Sarkasmus, der Trost der Mut - und Lieblosen.
Damit kann niemand etwas anfangen.
Es ist eine Farce. Da geben Ihnen Milliarden Menschen recht. Was aber, wenn Trump sowas wie eine Reifeprüfung ist für die, die sich noch nicht abgefunden haben mit der unvermeidlichen totalen Verblödung dieses Landes?

Im Donnerhall der wilden Übertrumpungsfaxen, mit denen der Verrückte seine Angst überspielt, verlieren sich die Bemühungen und Anstrengungen derer, die in den US klaren Verstand bewahrt haben, auf eher farbechten Plattformen in der Peripherie, gehen aber nicht verloren, weil sie auf gemächlich gewachsenen Überzeugungen beruhen und nicht im Zirkus eines Horrorclowns aufgerührt werden. Das hat Bestand. Auch nach dieser Farce.

@Googol, 10:38 - Biden steht für Frieden und Versöhnung

Schlimm, dass Sie mit Begriffen wie "Kriegsherr" operieren...! Biden und Obama haben die USA zu hohem Ansehen in der Welt geführt. Kein Vergleich zu Trump, der den Globus mit Handelskriegen überzogen und die USA gespalten hat. Natürlich waren die USA bereits unter den Vorgängerregierungen ein geteiltes Land, aber Wahrheit und Lüge waren nicht austauschbar geworden, wie nun unter Trump. Die Bündnispartner waren Freunde, die gemeinsame Werte geteilt haben - und die Feinde waren die Diktatoren. Obama bekannte sich zu den eigenen Geheimdiensten und stellte diese nicht gegenüber Moskau bloß, seine Reden waren brillant und überzeugend, nicht im Format eines 6. Klässlers, er ging mit Regierungschefs anderer Länder respektvoll um, löste Krisen gemeinsam mit Verbündeten und Experten, er hielt sich an Verträge, Recht und Gesetz, schützte die Demokratie und den Rechtsstaat. Leider ließen ihm die Reps wenig Möglichkeiten, seine Vision einer besseren Welt umzusetzen.

Amerikas Politische Auftritte

Hm, also wenn Mr. Trump für Recht und Ordnung einstehen würde, dann wäre er längst aus seinem derzeitigen Amt zurückgetreten. Wenn Mr. Biden als politisch engagierter Tröster gewertet wird, dann...ergibt das ehrliche Patriotismuschancen: für alle Amerikaner! Da ist nämlich endlich wieder ein Mensch! Ein Mensch der privat und politisch seinen Staat, seine Mitmenschen und Gesetz und Ordnung liebt- respektiert, und sich dazugehörig fühlt! Inmitten dieses zerstörerischen Klimawandels auf der Welt, bedarf es nämlich überall mitmenschlicher Heimatliebe. Und keine leblosen, angehimmelt werden wollenden, Kandidatenplakate von Mr. Trump, an "Billigwänden" von ärmlichen Gebäuden angetackert, die klimatisch getroffen gerade in den Fundamenten durch einen Hurrycane dem Erdboden gleich gemacht wurden. Ich persönlich bin zuversichtlich, dass auch Amerikanische Staatsoberhäupter, wie zuvor u. a. Präsident Obama, gute Überlebenschancen für Staat und Klima- Pioniergeist sind. Punkt!
Frau D. Brauer

@Am 04. September 2020 um 11:10 von Mister_X

Zitat: "Die Schwarzen wurden in den USA über Jahrhunderte benachteiligt. Nach der Sklaverei führte die Segregation zu einer systematischen Benachteiligung in allen Bereichen (Gesundheitversorgung, Bildung, Jobs, Justiz uvm.).
Die Tatsache, dass heute Afroamerikaner in Straftaten überrepräsentiert sind und durchschnittlich deutlich schlechter in Sachen Bildungsabschlüsse abschneiden ist eine direkte Folge davon."

Dass die Sklaverei ein Menschheitsverbrechen war, ist common sense. Deswegen wurde sie ja auch 1865 in den USA abgeschafft, während sie in manchen Ländern noch immer existiert.

Inwiefern 150 Jahre später diese immer noch als Erklärung für die oben genannten Phänomene herangezogen werden, ist mir nicht klar. Dadurch ändern sich die Probleme der Schwarzen nicht.

Ich habe nach Belegen für einen angeblich "institutionellen Rassismus" / "rassistische Polizeigewalt" gefragt, die Sie mir leider nicht liefern können.

Wieso?

Trump macht Politik jenseits der Realität - Gefühlte Wahrheiten

Mit Trump ist ein Anti-Held auf den Präsidenten-Sessel gelangt, der offenbar gar nicht erst vorhat,Politik in der Realität zu machen.

Nicht nur als Show-Master einer Reality-TV ist Anmutung aus dem Augenwinkel, ist die pompöse Fassade alles für Trump.Wirksame Politik muss zwar Realitäten analysieren, wie z.B. Stand der Ressourcen, einigermaßen verlässliche Voraussagen zu den Folgen des Klimawandels etc.,aber mit Trump geht es nur noch um gefühlte Wahrheiten:Man baut z.B.die Brücke eben nicht da, wo Ingenieure nachweisen könnten, dass sie ein tragfähiges Fundament hätte oder Planer herausfinden,dass sie Wirtschaftsräume verbindet.Man setzt sie in der Welt der gefühlten Wahrheiten dort hin, wo sie halt am schönsten aussieht.Wo sie sich gut macht.Wo man sich fotogen ablichten lassen kann.Um in diesem Bild zu bleiben: Die Politik der gefühlten Wahrheiten ist buchstäblich auf Sand gebaut.

Trump hat weltweit den Verlust der Vernunft hoffähig gemacht. Und ohne Vernunft ist guter Rat teuer.

@ Schrammelvatti

„Und wäre Joe Biden (ist es eigentlich lustig ihn immer "Sleepy Joe" zu nennen?) vor Trump nach Kenosha gereist, dann hätten viele gemault dass es die Aufgabe von Trump ist als erstes dorthin zu reisen -.-„

So hat jeder seine Sicht auf die Dinge.
Ich habe „Sleepy Joe“ und „pussygrabbing Donald“ (um einen anderen User zu zitieren) für ihren medienwirksamen und unauthentischen Auftritt kritisiert und das begründet.
Sie können das Verhalten beider Kandidaten / oder nur eines Kanditaten herausragend finden, ist ihr gutes Recht, aber schlicht nicht meine Meinung

@H.Hummel 11:04

Biden fehlt das zündende Element? Dies ist Ihr Eindruck und der steht Ihnen ja auch zu. Die Menschen hier schätzen es, dass er nicht so wie Trump ist. Das Duell wird übrigens zum Vorteil für ihn. Trump und sein Team haben die Messlatte so tief gestellt (Demenz, schlafend etc), Biden wird die mühelos überspringen. In den Duellen wird man auch die intellektuelle Überlegenheit Bidens sehen und im Gegensatz zu Clinton hat er die Fähigkeit einen Gegner anzugreifen und dies wird er im Duell auch tun. Sarah Palin kann davon ein Lied singen. Die Frau ist damals gegen ihn im Duell untergegangen. Dies hat mit die Wahl für Obama entschieden 2008

11:07 von qpqr27

«für 95 % der Wähler … kommts nur auf Äußerlichkeiten an und da macht Biden eben einen verschlafenen Eindruck …»

Und Mr. Trump wird wegen der Äußerlichkeit: "Super Frisur" gewählt.

Gerade in der Frühen Vorweihnachtszeit Anfang November.
Kommt: "Orange mit Toupet und Krawatte" immer bestens an.

@Magfrad, 11:13 Uhr

Volle Zustimmung. Trump hat der Deutschen Wirtschaft massiv geschadet, weil ihm für seine America-First Politik Deutschland und Europa im Wege stand. Deshalb auch seine Unterstützung der Brexit-Politik von Boris Johnson. Sein Umgang mit Kanzlerin Merkel war rüpelhaft. Deren Rede vor der Harvard Universität das völlige Gegenstück zu der inhaltsleeren Sprache von Trump. Dazu noch seine Abkehr von der Klimaschutzpolitik und der Nato. Nein, es kann nicht im deutschen Interesse liegen, dass Trump eine zweite Amtszeit erhält.

re Sisyphos3

" rechtfertigt ein schlechterer Bildungsabschluß die Kriminalität ?"

Habe ich das geschrieben?
Es besteht ein Zusammenhang zwischen schlechten Bildungschancen, schlechten Wohngegenden und daraus resultierenden schlechten Zukunftchancen und dem Abdriften in die Illegalität...

@ Nordbraut

„Sprechen wir von dem gleichen, orangenen Schwabbelchen, dessen "Gesicht" immer so rosig schimmert, wenn der dümmlich in die Kamera grinst?“

Weiter oben haben sie für humorlose und zugegebener Maßen schlechte Witze eines Users kein Verständnis und dann arbeiten sie sich am Aussehen (nicht am Verhalten) eines Menschen ab...
Passt das zusammen?

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Sehr geehrte User,

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Die Moderation

Der Hüter von Recht und Ordnung

geht buchstäblich über Leichen.
Er lobt DIE Polizei, die reihenweise
Schwarze abknallt.

@  08:36 von Nordbraut

Jein (wenigstens ein Sündenfall).
Denn wie müssen sich, oft sogar noch in Reservaten, die Indianer fühlen?
Und dann von einer generellen Aufarbeitung zu sprechen, ist schon eine zwei Klassen Opfer Gesellschaft.
Und wann sollten die dran kommen in 15 Jahren?
Auf dem zweiten Blick halte ich davon nichts. Wenn schon denn schon. Gerecht

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