Kommentare - Biden in Kenosha: "Den Sündenfall unseres Landes aufarbeiten"

04. September 2020 - 08:23 Uhr

Unterschiedlicher hätten die Besuche in Kenosha nicht sein können. Biden inszeniert sich als Tröster, der das gespaltene Land zusammenbringen will, Trump als Hüter von Recht und Ordnung. Julia Kastein über den Kontrast der Auftritte.

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Kommentare

Sklaverei - einer der Sündenfälle

"Wir kommen endlich zu dem Punkt, an dem wir den Sündenfall unseres Landes aufarbeiten. Den Sündenfall der Sklaverei."
-
Gut gesprochen von Biden! Ich hoffe, dass die Mehrheit der AmerikanerInnen da mit ihm mitgehen kann, nicht nur die Benachteiligten.
Was Biden in meinen Augen dabei vergisst oder verschweigt, ist, dass die Sklaverei nur ein Sündenfall in der Gründung der USA ist. Die Vernichtung und Vertreibung der Ur-AmerikanerInnen zu thematisieren, würde seine Wahlchancen aber wohl eher nicht erhöhen. Die Mehrheit der Menschen wird sich nicht damit auseinandersetzen wollen, in einem Staat zu leben, der auf Unrecht fußt und aufgrund von Unrecht zur Weltmacht geworden ist, um als Weltmacht weiteres Unrecht in der Welt zu verbreiten. Gerade in einem Land, in dem der Nationalstolz so verbreitet ist (wir sind die Besten), wird diese Einsicht nicht zu erzielen sein und kann nur auf Ablehnung stoßen.
Insofern ist es schon ein Anfang, sich mit wenigstens einem Sündenfall zu befassen.

@Sisyphos3

"und sie hätten gemeinsam gebetet

eines was mich an den vielen Dingen in den USA besonders stört
deren Bigotterie"
-
Ich wusste auch noch gar nicht, dass man am Telefon gemeinsam beten kann. Konferenzschaltung mit Gott?

Biden - ein Präsident der Versöhnung

Ich bin eigentlich kein Freund von Aktionen, fast müsste man sagen Rallyes, die doch nur einem Zweck dienen - Fishing for Compliments. Aber immerhin hat sich Biden mit sehr viel Empathie präsentiert, ist ausgleichend und versöhnend aufgetreten, während Trump - allein durch das einseitige Protegieren bestimmter Gruppen - wieder einmal die Rolle des Spalters eingenommen hat. Ich denke die USA brauchen mehr denn je einen Präsidenten, der den gesellschaftlichen Ausgleich sucht, der an Werten festhält, die unter Trump leider verloren gegangen sind. Wahrheit und Lüge müssen wieder erkennbar und voneinander zu trennen sein, denn dies ist die Grundlage für Verlässlichkeit.

Was steht uns da noch bevor

Der Beginn eines Wahlkrieges statt eines Wahlkampfes wird den USA vor alker Welt bevorstehen, ein Präsident der z.B. offen zur Wahlfälschung aufruft, wofür man hierzulande übrigens bis zu 5 Jahre Gefängnisstrafe bekommt, und: gefallene Soldaten sind "loser and suckers", daneben rassitische und beleidigende Ausfälle im Überfluß. Auf der anderen Seite Joe Biden, der mir beinahe so vorkommt, als stünde die nächste Papstwahl an. Man kann nur hoffen, das Joe Biden und Kamala Harris das Durchhaltevermögen haben, diesen Präsidenten abzulösen, die Welt hat genug von diesem Mann, allerdings: Selbst wenn er am 3. November abgewählt wird, seine Amtszeit endet dann immer noch erst am 21. Januar 2021, und bis dahin kann man noch vieles "anstellen"....

@Nordbraut

Man kann natürlich beten wie man will, aber nur beten reicht nicht, es sollte auch mal was getan werden. Gott gab dem Menschen Verstan, Hände und Füße, dann sollte man diese auch nutzen.

Kontrastprogramme.

Sowohl Trump als auch Biden war gebeten worden, derzeit nicht nach Kenosha zu kommen - und beide sind hingereist.

Das war auch schon alles an Gemeinsamkeiten dieser Besuche.

Für meinen Geschmack hätte Biden gut daran getan, sich ebenfalls mit den geschädigten Geschäftsleuten zu unterhalten, wenn es auch ihm um Stimmenfang ging. Mit Jacob zu beten - schön und gut, aber es wirkt wenig mitreißend und eher aufgesetzt.
Und auch mit den Polizeikräften hat er offenbar kein Treffen gehabt, was diese eher als Missachtung ihrer sicher nicht einfachen Arbeit werten werden.

Herrjeh, könnte dieser Mann doch ein einziges Mal auch nur ansatzweise, im positiven Sinne(!), einmal “auf die Pauke hauen“, anstatt immer nur den soften Gentleman abzugeben!

Biden unterscheidet sich

Biden unterscheidet sich wohltuend von Trump, der einen Besuch bei der Familie des durch 7 in den Rücken abgefeuerte Schüsse querschnittsgelähmten Jacob Blake eben weder platzen lässt, weil die Angehörigen ihren Anwalt dabei haben möchten, noch die trumpsche martialische und empörend einseitige eskalierende Wortwahl pflegt.
Wie weit Trump noch sinken kann (in der Verzweiflung über seine sinkenden Wahlchancen) sieht man daran, dass er jetzt schon zur mit bis zu 5 Jahren Haft belegten Wahlfälschung aufruft; ob Trump es selbst auch so hält, dass er versucht, seine Stimme doppelt abzugeben? Briefwähler ist er ja bekanntermaßen schon...

@Sisyphos3 - und sie hätten gemeinsam gebetet

Was soll daran schlecht sein ?

"Gemeinsam" beten und reden ist besser

als nur zur Show eine ungelesene Bibel hochzuhalten und genau das gegenteil
zu dessen Inhalten zu tun

@Adeo60 um 08:39

"Ich bin eigentlich kein Freund von Aktionen, fast müsste man sagen Rallyes, die doch nur einem Zweck dienen - Fishing for Compliments."
-
Das sehe ich auch so. Ich fand es im ersten Moment gut, dass Biden sich nicht hat sehen lassen in Kenosha. Ich kann aber nachvollziehen, dass er es tun musste. Und er hat das Beste daraus gemacht, finde ich. Gut, dass er genau das angesprochen hat. Dass auch er die schreckliche Tragödie in Kenosha für seine Wahlkampfzwecke benutzt. Dass es ihm aber nicht um sich geht, sondern darum, das Land vor vier weiteren Jahren Trump zu bewahren, mag man als Floskel abtun, aber bei diesem Gegner Trump ist das Argument sehr stichhaltig. Es ist Biden gelungen, einen 100%-Gegenentwurf zu Trumps Auftritt zu präsentieren. Die BürgerInnen der USA haben nun die Wahl, was Sie sich für ihre Zukunft wünschen. Zumindest kann sich später keiner darüber beklagen, keine echte Wahl gehabt zu haben, weil sich beide Optionen zu ähnlich wären.

08:33 von Sisyphos3

"und sie hätten gemeinsam gebetet
eines was mich an den vielen Dingen in den USA besonders stört deren Bigotterie"

Ich gebe Ihnen, recht dass Trumps Bigotterie bei uns allen Brechreiz hervorruft, wenn er gleichzeitig das Land weiter spaltet und vergiftet. Im Grunde tritt er ehrlichen Glauben nur mit Füßen, indem er ihn zu einem Fake-Wahlkampfmanöver macht.

Aber nicht jedes gemeinsame Gebet ist Bigotterie. Ich denke, den Beistand, den Joe Biden Jacob Blake geleistet hat, war "ein Gebet" im Wortsinn.

Ich denke, Sie können beruhigt sein.

Augewogen

Wie ich finde, ein informativer und ausgewogener Bericht.

Schlimm, dass das überhaupt nötig ist, aber immerhin

gut, dass Biden Trump in Kenosha nicht allein die Bühne überlassen hat.

Ein Eindruck, der sich beim Lesen des Artikels immer mehr verfestigt: "Law-and-Order" und Anstand und Menschlichkeit sind in der „Welt der Politik“ offenbar unvereinbare Gegensätze.

Sündenfall Sklaverei? Erstens

Sündenfall Sklaverei?
Erstens waren das die Europäer, die billig Arbeitskräfte brauchten und die Afrikaner, die billig Arbeitskräfte beim Nachbarstamm klauen konnten. Das war ein Handel. Die Amerikaner haben das aber nicht abgestellt, als sie unabhängig wurden.
Nein, die haben sogar einen Krieg dafür geführt.

Und so hat halt jedes Land seine Leichen im Keller.

Am 04. September 2020 um

Am 04. September 2020 um 08:52 von harry_up
Kontrastprogramme.

Bitte den Artikel lesen !

" Biden dagegen erklärte bei seinem gut einstündigen Treffen mit Polizisten, Geschäftsbesitzern und der "Black-Lives-Matter"-Bewegung in einer Kirche in Kenosha"

@ Sisyphos3 ( 08:33 )

Ich weiß nicht, woran Sie an der zitierten Textstelle Bigotterie ausmachen. Viele Menschen sind nun mal mehr oder weniger glaubig. Ich zähle mich nicht dazu. Aber ich zweifle nicht an der Gläubigkeit von anderen Personen nur anhand der Erwähnung eines gemeinsamen Gebets.
___
Wenn Hr. Biden besonders schlau gewesen wäre, hätte er sich auch noch um ein Treffen / Telefongespräch mit den zwei Beteiligten Polizisten bemüht: Nicht nur um zu zeigen, dass er nicht gegen die Polizei eingestellt ist ( wie die GOP behauptet ), sondern um ein wirkliches Zeichen der Versöhnung zu setzen.

wenn's denn nur so einfach wäre

wie wir uns das hier vorstellen. Klar, Trump ist ein Spalter, er will das auch sein, das ist sein Charakter, das ist seine selbstgewählte Strategie. Das ist aber auch das, womit er bei fast der Hälfte der amerikanischen Wähler ankommt.
Unter der Spaltung leidet das Land, und fast alle Missstände, die wir dort beobachten, lassen sich auf diese gespaltene Gesellschaft zurückführen. Bis hin zur Gewalt.
Konsequenz? "Amerika braucht einen Präsidenten, der das Land wieder vereint". Darin scheinen sich alle einig zu sein. Ist ja auch wirklich nachvollziehbar, diese Denke.
Aber Trumps Hälfte der Gesellschaft will überhaupt nicht mit der anderen Hälfte versöhnt werden. Sie will eine geteilte Gesellschaft, weil es für die meisten gute Kombinationen gibt, innerhalb derer sie zu dem Anteil der Gewinner gehören. Und die werden Trump unterstützen.
Das Problem ist eben nicht, dass viele US-Wähler das Problem mit der Spaltung nur noch nicht verstanden hätten. Sondern dass es nicht gelöst haben wollen.

Warum reist Biden Trump hinterher?

Ich hätte da etwas mehr Initiative erwartet von einen, der Präsident werden will.
Ich befürchte, wir werden uns auf weiter vier Jahre Trump einrichten müssen

@ 08:55 von Karl Klammer

Sie bringen es exakt auf den Punkt! Wobei man natürlich insgesamt sagen muss, dass die Zur-Schau-Stellung religiöser Akte in den USA insgesamt für uns hier etwas befremdliches hat - oder um's biblisch zu formulieren: etwas pharisäerhaftes...

Wie tief sind die Republikaner gesunken?

Trump vergiftet das Land, nur um wiedergewählt zu werden. Jedes Mittel wäre ihm recht.

Dabei bräuchte das Land doch "nur", dass den Schwarzen (und allen anderen Minderheiten) Respekt, Anerkennung und Sicherheit gegeben würde.

Eigentlich eine Erkenntnis, auf die man auch ohne Hochbegabung kommen kann.

Stattdessen zuzulassen, dass das Land in einen Flächenbrand von einem Egomanen hineingetrieben wird, das ist unendlich schwach und unwürdig.

Man muss die Reps an Erich Kästners Wort erinnern: So tief dürft ihr niemals sinken und den Kakao (von Trump), durch den man euch, zieht auch noch trinken.

In diesem Sinne haben heute Joe Biden und Jacob Blake mehr Stärke und Sinn für ihr Land bewiesen als Trump und alle Republikaner in den letzten vier Wochen zusammen.

Am 04. September 2020 um 08:39 von Adeo60

Ihnen ist aber schon klar, das Wahlkampf etwas anderes ist als die Wirklichkeit die nach den Wahl kommt.
Ich mag Trump nicht, aber unter Biden wird nichts besser, Arm und Reich bleiben und über Militär wollen wir nicht erst reden.
Wahlkampf ist das eine, die USA ist was ganz anderes.

Am 04. September 2020 um

Am 04. September 2020 um 08:33 von Sisyphos3
und sie hätten gemeinsam gebetet

Statt das " Bigotterie " zu nennen könnte man ja mal auf die Idee kommen es als empathisch, rücksichtsvoll oder so zu nennen. Niemand sollte vergessen, das da jemand schwer verletzt im KH liegt, da kann man schon mal auf einen Besuch verzichten, wenn man kein Angehöriger ist.

@ karl klammer

Wie ich Sisyphos3 verstehe - und mich in dem Punkt inhaltlich anschließe - heßt das, die sollen nicht mit Bibel in der Hand theatralisch einen auf ehrenwert und moralisch machen, sondern einfach ehrenwert und moralisch handeln.
Nicht Fassade, sondern Substanz.
So wirkt das bigott und veruracht (mir) eine gewisse Übelkeit.

Aber das im evangelikalen USA wird das wohl anders gesehen. Was bin ich froh, dort nicht leben zu müssen. Gottesstaaten sind mir immer suspekt.

Nobelpreis

Na, es koennte schon sein das der Biden der Merkel den Friedensnobelpreis vor der Nase wegschnappt...

@ 09:04 von pwg51

Wäre Trump ein Narzist, würde er wahrscheinlich genau diese Weltsicht haben: da reist MIR jemand hinterher... Und sollte jemand vor ihm da sein, in der Variante: da reist MIR jemand voraus.
Ups.

@wenigfahrer

Politiker machen Versprechungen, ob Sie diese einhalten oder nicht, das wissen weder Sie, noch ich daher kann man das im Vorfeld nicht beurteilen, ob es besser oder schlechter wird.

Ein US-Präsident muss versöhnen und einigen statt ...

… aufheizen und spalten. Der Kontrast zwischen Biden und Trump in Kenosha ist deutlich.

•   Trump zielt nur auf die eigene Wiederwahl und nicht …

  auf das was die Menschen in Kenosha und vielen anderen Orten in diesen Tagen umtreibt.
  Deswegen setzt er nicht auf inhaltliche Botschaften auf den Felder Pandemiebekämpfung,
  Wirtschaft und gesellschaftliche Versöhnung sondern auf verfälschende Zerrbilder,
  Aufputschen der Stimmung und "law&order".

•   Biden hingegen lädt alle ein …

  … zu einem Diskurs, der die Menschen aufeinander zugehen lassen soll. Angehörige von
  Jacob Blake, Polizisten, Bürger, Menschen aus der Nachbarschaft und Kirchenvertreter.
  Ein Präsident muss nicht perfekt sein aber seine Botschaft muss sich an die GANZE
  Nation richten und ihr Perspektiven und positiv besetzte Visionen aufzeigen.

In Kenosha zeigt sich ganz

In Kenosha zeigt sich ganz wunderbar, wie unfähig beide Kandidaten sind.
Mr Trump zeigt sich weiterhin selbstsüchtig und emphatielos und „Sleepy Joe“ macht erst seinem Namen alle Ehre und wacht ein paar Tage zu spät auf und wirkt dann völlig künstlich und ferngesteuert beim medienwirksamen Gebet...

@sonnenbogen

Wie man jetzt auf Merkel kommt?

@ ich1961

Niemand wirft Biden vor sich mit dem Opfer getroffen zu haben und ihm zuzuhören und Trost zu spenden. Auch wenn sie beide gemeinsam gebetet haben, so ist das deren Sache.
Was aber einigen aufstößt ist dieses so vor sich herzutragen.
Nicht, dass man das falsch versteht, ich hoffe inständig, dass Biden das Rennen macht, aber diese Art der Anbiederei geht mir gehörig auf den Senkel. Nach meiner Meinung sollte ein Politiker maximal säkular auftreten. Ob da privat gebetet wird - egal. Aber Privatsache.
In den USA wird das offensichtlich mehrheitlich anders gesehen. Wer da nicht öffentlichkeitswirksam eine Bibel vor sich her trägt oder betet ist gleich aus dem Rennen...
Und da das zu Pflichtprogramm gehört, ist es eben auch völlig unglaubwürdig. Eben Fassade, keine Substanz, eine schlechte Hollywood-Kulisse...

Am 04. September 2020 um 09:14 von Hackonya2

" Politiker machen Versprechungen, ob Sie diese einhalten oder nicht, das wissen weder Sie, noch ich daher kann man das im Vorfeld nicht beurteilen, ob es besser oder schlechter wird. "

Ich hab ja als Wähler schon einige Wahlen erlebt, und konnte bislang nicht feststellen das so gekommen ist, wie es in den Wahlversprechen war.
Das gilt eben auch für die USA, auch Biden ist kein Saubermann, aber das ist natürlich mein rein persönlicher Eindruck.
Wir werden ja erleben was passiert, und wie sich dadurch die Welt entwickelt, wir bräuchten mal eine Entspannung, aber das ist wohl ein frommer Wunsch.

@wenigfahrer um 09:07

Ihr Kommentar zeugt von Resignation. Dann braucht man niemals wählen zu gehen. "Arm und Reich bleiben" natürlich auch unter Biden. Was erwarten Sie? Es gibt aber dennoch einige Unterschiede zwischen der Zukunft, wie sie sich Biden vorstellt und der unter Trump. Ich glaube, so offensichtlich wie bei dieser Wahl, waren die Unterschiede zwischen zwei Herausforderern noch nie, und werden sie vermutlich auch nie wieder werden. Wer jetzt noch davon redet, es mache keinen Unterschied, wer gewählt wird, dem kann man nicht mehr helfen!

Trump geht "All-in", weil er nichts anderes mehr zu ...

... bieten hat.

In der Pandemie-Bekämpfung bescheinigen ihm die Umfragen, dass er von einer großen Mehrheit negativ beurteilt wird.

Die Karte Ökonomie zieht nicht mehr wie früher, denn die US-Wirtschaft hat mehr gelitten als sie es hätte tun müssen, weil Trump aus persönlichen Gründen zu früh auf Wiedereröffnung gedrängt hat.

Nun bleibt nur noch das rhetorisch befeuerte "Krawall-Thema" der gesellschaftlichen Unruhen, um sich als Law&Order-Sheriff zu produzieren. Dazu heizt Trump das Klima auf.

Biden hat die Chance sich als beruhigende Kraft mit inhaltlich gut gesetzten Messages zu positionieren. Das muss er konsequent und engagiert tun.

Re: Nordbraut am 04. September 2020 um 08:36

"Die Mehrheit der Menschen wird sich nicht damit auseinandersetzen wollen, in einem Staat zu leben, der auf Unrecht fußt und aufgrund von Unrecht zur Weltmacht geworden ist, um als Weltmacht weiteres Unrecht in der Welt zu verbreiten."

Nunja, die USA haben ja nicht nur Unrecht in der Welt verbreitet. Zu einem nicht unerheblichen Teil sogar ganz im Gegenteil. Ich selbst bin den USA z.B. extrem dankbar dafür, dass ich nicht unter einem Nazi-Regime aufwachsen musste (soviel auch zum Thema "Nationalstolz", der ja auch bei uns eine sehr ungute Geschichte hat). Trump und seinen Neonazis kann ich dafür allerdings wohl eher nicht dankbar sein. Bidens Vorstoß ist immerhin ein hoffnungsvoller Anfang, dem hoffentlich noch weitere folgen werden.

09:11 von asimo / Karl Klammer

danke für die Klarstellung
es scheint wohl bei einigen hier etwas anders rübergekommen zu sein
-
Glaube ist eine Sache - auch ehrenhaft wer religiös ist
aber wie ich das in den USA empfinde
- entspricht es nicht meiner Vorstellung von Glaubwürdigkeit eher von Verlogenheit

Trump beweist laufend seine

Trump beweist laufend seine menschliche und professionelle Unfähigkeit für das Präsidentenamt. Biden ist allemal die bessere Wahl.

@wenigfahrer

Wenn die Politiker was vom Himmel versprechen, dann sollte man sich Gedanken machen, ob es überhaupt umsetzbar ist und wie glaubhaft dieser Politiker ist. Auf leere Versprechungen fallen auch irgendwann die dummen Wähler nicht mehr rein.

@ 09:22 von asimo

Sie sehen keinen Unterschied, ob man "Öffentlichkeitswirksam eine Bibel vor sich herträgt" (wie Trump es tat, nachdem er friedlich Demonstrierende für dieses Posing mit Polizeigewalt vertreiben ließ) oder ob man mit jemandem, der schwer verletzt in der Klinik liegt, betet?
Letzteres muss einem nicht gefallen - aber den Unterschied sollte man fairerweise nicht verkennen.

Sündenfall unseres Landes aufarbeiten?

Na klar, es ist Wahlkampf und da werden schon mal Versprechen gemacht, die nicht eingehalten werden können. Nicht noch dass Mr. Biden in die Rolle des Messias schlüpft, der die Menschheit auch vom Sündenfall bereits erlöst haben soll.
- Die Sklaverei ist nicht der Grund, weshalb es in Kenosha zu Vandalismus kam. Vielleicht möchte Biden eben mit seiner Nachricht eben doch auch reichen Menschen die Steuervergünstigung wegnehmen um es den Armen zu geben?
Das wäre Sozialismus.
Jedenfalls konnte der Dow Jones am gestrigen Tag keinen Höhenflug verzeichnen.

Re: Nordbraut am 04. September 2020 um 08:59

"Es ist Biden gelungen, einen 100%-Gegenentwurf zu Trumps Auftritt zu präsentieren. Die BürgerInnen der USA haben nun die Wahl, was Sie sich für ihre Zukunft wünschen. Zumindest kann sich später keiner darüber beklagen, keine echte Wahl gehabt zu haben, weil sich beide Optionen zu ähnlich wären."

Da stimme ich Ihnen in Bezug auf Biden zu. Allerdings möchte ich anmerken, dass wer stolz auf die US-amerikanische Verfassung ist und in einer Demokratie und einem Rechtsstaat leben will, faktisch keine echte Wahl hat. Denn nach dem was Trump in zunehmendem Maße an den Tag legt (öffentliche Aufrufe an seine Wähler zu Gesetzesverstößen) wird immer klarer und unabstreitbarer, dass er niemals ein legaler und legitimer US-Präsident sein kann. Der Mann gehört in ein Gefängnis.

@Monty_Burns um 09:27

"Nunja, die USA haben ja nicht nur Unrecht in der Welt verbreitet. Zu einem nicht unerheblichen Teil sogar ganz im Gegenteil."
-
Vielen Dank für diese Ergänzung! Das stimmt natürlich. Ich bin auch keine USA-Gegnerin, die alles schlecht machen will, was diese in der Welt in ihrer Rolle als Weltpolizei bewirkt haben. Die Befreiung Deutschlands, die ohne das Eingreifen der USA wohl nicht möglich gewesen wäre, ist selbstverständlich ein Segen.
Der Nationalstolz in Deutschland ist denke ich ein ganz anderer als in den USA. Hier mögen nur sehr wenige so etwas wie "Stolz auf die deutsche Geschichte" formulieren, da wir aus guten Gründen natürlich sofort an das dunkelste Kapitel denken. Ich kenne nur wenige AmerikanerInnen, aber ich glaube, dass in Amerika eher die Wenigsten an das dunkle Kapitel ihrer eigenen Geschichte denken. Und wenn sich nun einer finden sollte, der genau dieses Ziel verfolgt, die Geschichte aufzuarbeiten, dann wird der sicher einigen Gegenwind spüren.

@pwg51

Ich hatte eigentlich auch erwartet, dass dieser Wettlauf um die Gunst der Wählerschaft in Kenosha nicht praktiziert wird. Aber es geht, wie so oft in diesen Zeiten, um Bilder und Oberflächlichkeit. Schlimm in der aktuellen Situation finde ich allerdings den dreisten Versuch von Trump, die Wahlen einmal mehr zu manipulieren, indem er seine Wähler zu einer zweifachen Stimmabgabe - und damit zu gesetzwidrigem Verhalten - aufruft. Er könnte damit für zusätzliches Chaos sorgen und genau das Erreichen, was er möchte. Er, der vor Manipulation warnt, betrügt in aller Öffentlichkeit. Noch bedenklicher aber ist, dass William Barr, der Justizminister, dieses Verhalten auch noch mit trägt und zu rechtfertigen versucht. Er weiß noch nicht einmal, dass Trump damit gegen BundesR verstößt. Welch ein Lakai, der für den Schutz des Rechtsstaat verantwortlich sein sollte...

@Stein des Anstoßes 09:06 - Die Republikaner sind völlig in ...

... der Hand von Trump und seinen Hilfstruppen an der Basis der GOP.

Die Frage, ob es noch ein inhaltliches Eigenleben in der Republikanischen Partei gibt, ist beantwortet und die Antwort lautet schlicht "Nein".

Die Grand Old Party von Abe Lincoln gibt es nicht mehr und alles was sie an Prinzipien hochgehalten hat, also

• freie Marktwirtschaft
• keine Intervention des Staates in die Privatwirtschaft
• Freihandel
• keine oder geringe Staatschulden
• "rule of law"

hat sie dem Demagogen Trump geopfert.

Trump weiß Druck auszuüben und wer in der GOP noch ein Wahlamt haben will, muss sich beugen oder wird durch die radikalisierte Base abgestraft.

Insofern wäre es auch für die GOP eine Chance zur Befreiung, wenn Trump - was noch offen ist - abgewählt würde. So sehen das nicht wenige Republikaner. Hunderte haben ein Endorsement für Biden abgegeben.

@ 09:07 von wenigfahrer

Die Versuche, Trump und Biden als Kandidaten einzuebnen (Zitat: "unter Biden wird nichts besser"), wirken auf mich wie das letzte Aufgebot aus einem argumentativ wie charakterlich blanken Trump-Lager.

Kein Wumms

Sorry, aber Biden war hier zu langsam und auch dieser Auftritt hat meiner Meinung nach nicht das Zeug, irgendwie das Blatt zu Gunsten der Demokraten zu wenden. Es wirkt eher hölzern und wenig warmherzig und da Biden tagelang nicht in der Öffentlichkeit war, wirkt es nun wie hinterher gewackelt. Es muss von den Demokraten wirklich mehr kommen. Trump setzt immer die Themen, auch wenn sie teilweise völlig daneben sind, aber er diktiert alles und Biden wirk dagegen wirklich müde und reagiert dann Tage später. Ich stelle mir nur Obama vor, wie er nun aufgetreten wäre und versucht hätte, die Leute zu einen. Dagegen sind die heutigen Kandidaten leider nur Pappnasen, doch leider mit genausoviel Macht. Und auch Trump Thema mit der Briefwahl spielt er sehr geschickt, denn wenn das System tatsächlich sicher wäre, könnte ja niemand, der bereits per Briefwahl seine Stimme abgegeben hätte, nochmal im Wahllokal stimmen, dies würde nur Funktionieren, wenn das ganze System nicht sicher wäre....

09:11 von asimo

@ karl klammer
Wie ich Sisyphos3 verstehe - und mich in dem Punkt inhaltlich anschließe - heßt das, die sollen nicht mit Bibel in der Hand theatralisch einen auf ehrenwert und moralisch machen, sondern einfach ehrenwert und moralisch handeln.
Nicht Fassade, sondern Substanz.
So wirkt das bigott und veruracht (mir) eine gewisse Übelkeit.
Aber das im evangelikalen USA wird das wohl anders gesehen. Was bin ich froh, dort nicht leben zu müssen. Gottesstaaten sind mir immer suspekt.

Bei einem Land, in dem Menschen „christlichen Glaubens“ mit einem Sturmgewehr auf dem Schoß in der Kirche sitzen, glaube ich nicht an den „Glauben“.

@wenigfahrer, 09:07 Uhr

Unter einem Präsidenten Biden kann es nur noch besser werden. Trump hat sein Land gegen die Wand gefahren und die Welt unsicherer gemacht. Dem charismatischen Obama ist ein Tumber Immobilienhändler ins Amt gefolgt, der intellektuell und menschlich völlig überfordert zu sein scheint.

@ 09:16 von berelsbub

Wenn Sie Trumps (in einer Polizeiakademie per Abstimmung priorisiert...) Beschimpfung "sleepy Joe" - und damit Trumps Niveau - übernehmen, sollten Sie (aufgrund einer realen Begebenheit quasi selbstgewählt...) auch von "grabing Donald" sprechen.
Wenn schon denn schon.

Ein Millionär gibt dem anderen die Klinke in die Hand

Diese "Mandatsträger", die nicht im geringsten Nachempfinden können, wie es dem einfachen Erwerbstätigen und Rentner geht! Sie sitzen / stehen in Ihrem Elfenbeintürmen und "Predigen" Ihre Überzeugungen und Handlungsanweisungen von oben herab, man gut das Sie dieses Elend nur temporär ertragen müssen und sich dann in Ihre heimeligen Villen, wo Sie alles vor dem .... erledigt bekommen, zurückziehen können. Armut zu sehen reicht auch, darin existieren zu müssen ist Ihnen fremd. Es wird keine Änderungen im Gesellschaftlichen Umfeld in den USA geben, wer dort auch immer regiert! Leider ist es bei uns mittlerweile auch so, man schaue sich nur die Privatvermögen vieler Politiker/ -innen mal an, Bodenhaftung und auf Augenhöhe zur "normalen" Bevölkerung? Ich stelle dies in Frage!

RE : Stein des Anstosses !

Ja , die Bigotterie, die bei Vielen herrscht, stört auch mich. Würden die Menschen sich nach den zehn Geboten richten und sich dementsprechend verhalten und ihr Tun danach gestalten, dann bräuchten viele nicht so oft beten.
Das heißt jetzt nicht, dass das Beten nicht gut wäre, das muss jeder für sich selbst wissen.
Normalerweise sollten die Menschen in der Lage sein, sich menschlich zu verhalten, die negativen Eigenschaften in den Hintergrund rücken, zu schauen, dass sie mit anderen gut auskommen, sie achten und respektieren.
Leider aber gibt es Gestalten, die scheinen nur aus negativen Eigenschaften zu bestehen, und diese total und grundsätzlich immer aus zu leben, zum rein eigenen Nutzen und zum Schaden vieler anderer. Dass diese Personen auch noch die Frechheit besitzen, die Bibel und ihre Worte zu missbrauchen, ist purer Frevel und zeugt von ihrer rücksichtslosen Art, um so an der Macht zu bleiben und noch mehr Geld zu scheffeln. Die sind schlimmer wie Tiere !!!

@09:16 berelsbub

Nachtrag: Korrekterweise müsste es eigentlich "pussygrabing Donald" heißen...

Wahlversprechen

Also ich richte mich bei Wahlen weniger nach den Versprechungen,sondern eher nach dem Gesamtkonzept und den Rahmenbedingungen welche dahinter stehen .
Natürlich wird es auch nicht so sein,Biden wird heute Präsident und alles wird gleich anders und besser.
Vorausgesetzt natürlich wenn Er es werden sollte,was ich hoffe.
Biden wäre aber schon ein entscheidender Fortschritt.
Wer schnelle Wunder erwartet wird klar enttäuscht werden.

Biden gegen Trump...

... da wäre ich wohl Nichtwähler.

@ andererseits 09:45

Sehr gerne...
Grabing Donald...

Re : andererseits !

Ja , die religiösen Fanatiker sind nicht nur in den USA verbreitet und treiben ihr unsägliches Unwesen. Und leider kriegen auch etliche Politiker dies nicht hin, sich klar gegen eine kirchliche und religiöse Einmischung in die Politik, zu positionieren.
das Ganze dann noch als Show zu inszenieren, ist einfach nur entsetzlich, und nur einem dienlich, die Stimmen dieser Fanatiker zu sichern. Dabei sind es genau die, die mit für etliches Leid mit verantwortlich sind, weil sie sich nicht dazu hinreißen lassen können, dabei mit zu helfen, so manche tiefe Wunde zu heilen. Die Evangelikaner sind zum größten Teil alles Weiße, sehr oft durchseucht von Rassisten, die weiter den Hass schüren, im Glauben Gottes.
Trump ist genauso, der will nicht heilen, sondern nur weiter spalten, Biden dagegen ist zu brav und bieder, aber beiden steht dieses Beten in keinem Fall.
Für Biden wäre es gut gewesen, alle zusammen zu bringen, damit sie miteinander reden und sich die Hand geben !

@ andererseits

„Nachtrag: Korrekterweise müsste es eigentlich "pussygrabing Donald" heißen...“

Das ist mir jetzt zu platt. Ein bisschen Restniveau schadet nie

Re: baumgart67 am 04. September 2020 um 09:41

"Sorry, aber Biden war hier zu langsam und auch dieser Auftritt hat meiner Meinung nach nicht das Zeug, irgendwie das Blatt zu Gunsten der Demokraten zu wenden. Es wirkt eher hölzern..."

In der Ruhe liegt die Kraft. Trump zerlegt sich ja mit seinem immer panischeren Angriffs-Kurs zunehmend selbst und ruft schon öffentlich zu strafbaren Handlungen auf. Das mag für unreife Geister, die geistig in einer Ego-Shooter und Action-Film-Welt schwelgen, seinen Reiz haben, aber für Erwachsene, die für ihr Leben, ihr Land und ihre Familie Verantwortung tragen, kann das wohl kaum attraktiv sein.

09:02 von Bender Rodriguez

... auch wenn Sie kein "Zweitens" benannt haben ;-) ...

... stimme ich Ihnen zu.

Diesen "Sündenfall" in all seiner Komplexität aufzuarbeiten würde Herr Biden nicht schaffen, selbst wenn er hundert Jahre würde, aber vielleicht kann er die Aufarbeitung wenigstens anstoßen und dann müßten sich ganze Kontinente beteiligen - nicht nur die USA ...

Noch weitere 4 Jahre Trump...

... als US Präsident, und der großartige, leider viel zu früh verstorbene Frank Zappa hätte einen neuen Songtitel: „The greatest Idiot as US President on Earth“... wie damals 1973 mit „Dickey‘s such an Asshole“, wobei er Richard Nixon meinte...
Aber hoffentlich wird im November solch ein Songtitel nur Theorie bleiben.

da weiß ich was mir lieber ist!

"Biden inszeniert sich als Tröster, ... Trump als Hüter von Recht und Ordnung."

Trost benötigt man wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, Recht u. Ordnung verhindert, dass es überhaupt erst geschieht.

Also Recht u. Ordnung oder anders ausgedrückt Prävention, ist mir da lieber.

@ andererseits

"Sie sehen keinen Unterschied, ob man "Öffentlichkeitswirksam eine Bibel vor sich herträgt" (...) oder ob man mit jemandem, der schwer verletzt in der Klinik liegt, betet?"

Letztlich sehe ich da tatsächlich nur wenig Unterschied. Nicht so sehr in der Sache (ich glaube, dass Trump ein charckterloser Hampelmann ist, während Biden indessen durchaus einen gewissen Wertekatalog mitbringt), als in der Art des Marketings.
Das Schlimme ist: Man kann es Biden kaum vorwerfen - er hängt in der Rolle fest, die Bürger erwarten es. Wer Präsident werden will, muss sich anbiedern. Die US-Gesellschaft tickt mehreitlich wohl so.
IMHO ein unwürdiges Spiel.

Und nochmal zur Klarstellung: Ich finde es gut, dass Biden dorthin gefahren ist. Ich wünsche ihm viel Glück und hoffe, dass er gewählt wird. Aber so richtig nach meinem Geschmack ist Biden halt auch nicht - mir hätte Sanders gefallen, aber der ist in den USA wohl nicht mehrheitsfähig...

wenn nicht noch ein unerwarteter....

"Phönix aus der Asche steigt" in Form eines Footballstars, Rappers oder BigBrother-Gewinners macht Trump das Rennen

@ 09:58 von berelsbub

Was das Niveau angeht, bin ich ganz bei Ihnen, aber dann auch wahrheitsgemäß:
Mit "sleepy Joe" senkte Trump das Niveau; das haben Sie übernommen.
Und "you can grab them by the pussy" ist ein Originalzitat von Trump (und spiegelt sein Niveaulosigkeit gegenüber Frauen wider); ich teile also Ihre Kritik an Trump: "Ein bisschen Restniveau schadet nie" - ich bin aber skeptisch, ob sich daran noch etwas ändern lässt.

Waffen in den USA

Es ist doch sehr offensichtlich was die Wahlkampfführung von D. Trump anrichtet. Er hat sich auch schon gegen alle Eventualitäten gewappnet. Wenn die Wahl für Trump verloren geht weiß er jetzt schon woran es gelegen hat.
Der Besuch von Joe Biden war ein harter Kontrast zum Besuch von D. Trump. Und wieder wird deutlich das die USA von ihrem Gewaltniveau herunter kommen muss. Es scheint mir so, als ob in den Staaten immer noch das Recht des stärkeren gilt, das in vielen Wildwestfilmen gezeigt wird. Das es in der Gesellschaft so einen drang zu Waffen gibt, senkt die Lebensqualität doch sehr stark. Es ist ja nicht so das ein solches vorhaben generell zum scheitern verurteilt ist. Die europäischen Waffengesetze würden auch den Vereinigten Staaten gut stehen. Natürlich haben die Polizisten Angst vor den vielen Waffen und greifen vielleicht schon aus Vorsicht zur eigenen Waffe. Ein Argument mehr für neue Waffengesetze.

@baumgart67 - Biden hatte kein Wumms

Sie verkennen hier die aktuelle Lage

Biden hatte bewußt kein weiteres ÖL
ins Feuer gekippt um Trumps Truppen
keine möglichkeit zu geben, um erneut von außerhalb
weiter mit Gewalt zu antworten.

Denn Trump braucht Hass und brennende Vorstädte um sich zu profilieren

@ 10:04 von asimo

Was Ihre Vorliebe für Bernie Sanders betrifft, bin ich ganz bei Ihnen - leider auch bei der Einschätzung, dass ein Land, das die Demokraten als linksradikal und kommunistisch etikettieren lässt ohne darüber laut loszulachen, (noch) nicht soweit ist.
Wenn ich mir aber die Priorisierung politischer Themen, Haltungen und Positionen der U35-Wähler*innen in den USA anschaue, kann das in einigen Jahren ganz anders aussehen; es war ja schon bemerkenswert, wie viel Zustimmung Bernie Sanders in dieser Altersgruppe hatte.

@frosthorn 09:04 - Eine kluge Analyse der gesellschafttlichen ..

... Situation. Auch wenn sie nur einen Ausschnitt der US-amerikanischen Realität erfassen kann.

Richtig daran ist, dass die Politik das "Mauerbaus" - zwischen gesellschaftlichen Schichten, Menschen mit unterschiedlichen ethnischen Wurzeln, Stadt vs. Land, politischen Meinungen und kulturellen Identitäten - ihre Befürworter hat. Trump hat diese Situation ausgenutzt und Spaltung in diese Segmente zum Prinzip erhoben, auf welche er seine Wiederwahlstrategie baut.

Was diese Sicht nicht abbildet, ist die Tatsache, dass es in vielen der genannten Sphären Mehrheiten in der Gesellschaft gibt, welche bereit sind, gesellschaftliche Solidarität über den eigenen Tellerrand hinaus zu üben. Viele Umfragen deuten in diese Richtung und es gibt nicht wenige US-Amerikaner, welcher dieser Rabulistik in der politischen Auseinandersetzung müde sind.

Re : Naturfreund 064 !

Ja, das Gesamtkonzept sollte schon stimmen. Dazu gehört aber auch, all die unterschiedlichen Positionen in einer offenen und fairen Diskussion zusammen zu bringen. Dazu gehört gerade in den USA etliche Dinge wie Ausbildung der Polizei deutlich zu verbessern, die Menschen soweit wie möglich zusammen zu bringen, Verständnis füreinander fördern, gleiche Bedingungen für alle schaffen, den Menschen zuhören und und und ................................................. !
So etwas geschieht aber nicht von Heute auf Morgen, dies braucht Jahre, viel Ausdauer, Wille und Konstanz in friedlichen Diskussionen mit allen Gruppen der Gesellschaft. Außerdem darf die Schere zwischen Arm und Reich nicht noch weiter auseinander gehen. Es muss viel für den Respekt für alle Menschen viel getan werden. Dazu bedarf es viele Anstrengungen und gute Vorbilder, die diese Dinge auch so leben !!

Re: Nordbraut am 04. September 2020 um 09:37

"Und wenn sich nun einer finden sollte, der genau dieses Ziel verfolgt, die Geschichte aufzuarbeiten, dann wird der sicher einigen Gegenwind spüren."

Ja, das ist wohl leider wahr. Genau genommen gibt es ja sogar mehrere dunkle Kapitel, sowohl in der US-Geschichte, als auch in unserer deutschen. In der US-Geschichte z.B., neben der Sklaverei, das der annähernden Ausrottung der indigenen Bevölkerung und die McCarthy-Ära, die ja übrigens in Trump deutlich nachhallt, dessen Spritus Rector auch lange Zeit der gleiche war wie McCarthys: der Mafia-Anwalt Roy Cohn, der auch Nixon und Reagan beraten hat. Unsere Vorfahren wiederum haben u.a. auch den Völkermord an den Herero und Nama zu verantworten. Und die Hexenverfolgungen waren nirgends so drastisch wie in Deutschland. Ich denke, dass man das bei seinem Nationalstolz nie so ganz vergessen sollte.

09:41 von Thomas D.

zumindest fällt es uns!! bei unserem Gottverständnis etwas schwer
aber was soll´s andere Menschen andere Sitten

denke das zu sagen darf erlaubt sein !
man regt sich ja auch über US amerikanische Waffengesetze auf
und dass dieser Trump ne gewisse Popularität besitzt
warum darf man da nicht "kritisch" sein

@ 10:06 andererseits

„Was das Niveau angeht, bin ich ganz bei Ihnen, aber dann auch wahrheitsgemäß:
Mit "sleepy Joe" senkte Trump das Niveau; das haben Sie übernommen.“

Da bin ich jetzt nicht so empfindlich, wie sie.

Sleepy = schläfrig...

ist doch noch völlig harmlos. Damit könnte ich locker leben. Da gibt es selbst in der Deutschen Politik (die ja nicht so auf Show aus ist) deutlich schlimmere Einwände gegen politische Mitstreiter.

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