Kommentare - Libyen: Ein Funken Hoffnung im zerrissenen Land

06. Juni 2020 - 07:38 Uhr

In Libyen ringen viele Mächte um Einfluss und Macht. Doch nach der Niederlage des abtrünnigen Generals Haftar in Tripolis könnte die Diplomatie zumindest vielleicht eine Chance bekommen, analysiert Daniel Hechler.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

@ 11:43 von roland0601

Über die Opferzahlen während Gaddafis Diktatur gibt es wenig wirklich belastbaren Zahlen, zu vieles geschah abseits von Öffentlichkeit und auch ohne die Chance journalistischer Recherche. Aber ein paar Details sind vielleicht doch bedrückend eindrücklich: so wurden im Gefängnis in Abu Salim 1996 bis zu 1200 Gefangene ohne jedes Verfahren hingerichtet; 2004 gab Gaddafi das aufgrund der erdrückenden Beweislast zu. Noch 2007 demonstrierten Menschen, um Aufklärung zu fordern.

re 11:55 Googol: Nichts gebracht?

>>Die Libyen-Konferenz von Frau Merkel hat NICHTS gebracht. Und Frau Merkel wurde offenkundig belogen und nicht ernst genommen.

Daran merken wir, dass keine der Parteien in Merkel eine Handlungsfähigkeit sahen.<<

Und Sie glauben, „Frau Merkel“ hätte gedacht, „die Parteien“ würden einfach so auf sie hören?

Nein, so läuft Politik nicht und so läuft auch die Beurteilung von Politik nicht. Dann wäre Politik ja nur erfolgreich, wenn es keine Probleme mehr gäbe.

Tatsächlich ermöglicht gerade der unter „Frau Merkel“ durchgesetzte Beschluss die Fortsetzung der Politik und die Benennung von Tatbeständen.

Das sich die Türkei und Russland nicht an Absprachen und Verträge halten, ist ein Argument gegen die Verträge und Absprachen? Nein, es sind Argumente gegen die Türkei und gegen Russland! Und diese mögen diese gar nicht!

Und so können auf der Basis dieser Argumente jetzt die nächsten Schritte unternommen werden.

So geht Politik! Immer weiter! Mit langem Atem. Haben nicht alle!

Sab1012

"Ich finde es erstaunlich, wie sie auf der einen Seite......."
Kann ihrem Kommentar nur zustimmen.

Ich kann es nicht bestätigen aber warum Herr Gaddafi weg musste war (so das Gerücht), dass er das Öl nicht mehr in Dollars abrechnen wollte.

@ andererseits

Dass die EU sich nicht traut, die Türkei in die Schranken zu verweisen und mit drastischen Sanktionen zu belegen, weil Erdogan der EU mit Wirtschaftsflüchtlingen droht, finden Sie nicht erwähnenswert?

@ 0_Panik, 12:23

„Problem: Zeit ist in Libyen viel Geld“

Nicht nur in Libyen.

„So sind in Libyen und Afrika die Kriegsspielregeln“

Die Weltgemeinschaft - und die hat derzeit bald acht Milliarden Mitglieder - ist aber nicht dazu verdammt, den „Kriegsspielen“ ihrer (vermeintlichen) Herrscher solange tatenlos zuzusehen und sich darauf zu beschränken, die vom „Spielfeldrand“ aus zu kommentieren (wenn sie nicht gerade damit „beschäftigt“ sind, deren Folgen zu „reparieren“). Wenn sie (bzw. die Bürger der Welt - egal wo sie leben) sich endlich dazu aufraffen würde, sich „zusammenzusetzen“, vor allem über das Netz (das heißt nicht umsonst WWW), nicht zuletzt, um die Entwicklung dieses Wirtschaftssteuerungsinstruments endlich auf den Weg zu bringen - die Politiker werden das, wie Sie richtig erkannt haben („Alle Kriegsparteien sagen: Erst mal das Geld und dann "... ein demokratisches und transparentes digitales „Wirtschaftssteuerungsinstrument“...“) wohl kaum tun - dürfte das alles gar nicht so lange dauern.

11:01 andererseits

"Ich bin überzeugt dass die Weltgemeinschaft bei Völkermord und Massakern nicht wegsehen kann......"

Nein das sollte man nicht aber in Libyen gab es keinen Völkermord und die Massaker gingen erst richtig los nach der Bombardierung und nach Gaddafis tot.
Ich möchte ihnen auch ihre edle Gesinnung nicht absprechen aber sie glauben doch nicht im ernst, dass es bei den Kriegen und Bombardierungen jemals um das jeweilige Volk, Demokratie und Menschenrechte ging?
Ich zum Beispiel würde am liebsten in Brasilien einmarschieren um den indigenen Völkern im Urwald ihre Lebensgrundlage zu erhalten und sie vor Krankheiten zu schützen denen sie hilflos ausgesetzt sind. Sehen sie das wär meine Priorität. Und jetzt schauen sie mal wie der "Westen" diese Menschen vor Mord schützt.

@ 13:05 von jukep

Kein Wunder, dass Sie für diese abwegige Behauptung keine Bestätigung oder Belege haben: es ist Unfug und gehört ins Reich der Fabel bzw. ihrer derzeit beliebten Geschwister "Verschwörungserzählungen" (den gängigen Begriff mit Kombi "...theorie" verwende ich nicht mehr, er beleidigt den grundsätzlich positiven Begriff "Theorie") und vernebelt die Tatsache, dass Gaddafi mit äußerster Brutalität gegen die eigene Bevölkerung vorging und weitere Massaker zu befürchten waren.

Immer wieder

Immer wieder Rußland und Türkei. Wie lange müssen diese beiden Diktatoren noch die Weltordnung in einigen Staaten bestimmen. Damit muß endlich Schluß sein. Ächtet sie, z.B. daß kein Urlauber in die Türkei fliegt.

@ 11:53 & 11:55 Googol

Die Situation in Libyen sehen einige anscheinend nur durch die bekannte Brille mit den beiden gefärbten Gläsern "bloß keine Flüchtlinge aus Libyen rauslassen!" und "Merkel muss weg!" Mit dem Bericht über die schwierige Lage der Menschen vor Ort und den noch schwierigeren Fragen einer stabilen politischen Ordnung hat dieser nationalzentristische Blick allerdings nichts zu tun.

Darstellung: