Corona und Ältere: "Monatelange Isolierung unzumutbar"

16. April 2020 - 14:08 Uhr

Gerade ältere Menschen in Pflegeheimen treffen die Corona-Maßnahmen besonders hart. Für sie brauche es Wege, wie Besuche wieder stattfinden könnten, sagt VdK-Präsidentin Bentele im Interview mit tagesschau.de.

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Kommentare

Isolierung

"tagesschau.de: Es wird der Vorschlag diskutiert, dass Risikogruppen weiter in Quarantäne bleiben, damit die anderen in der Gesellschaft sich wieder freier bewegen können. Was halten Sie davon?"
.
Ich stelle mir nicht die Frage, was ich davon halte, sondern wie so etwas vonstatten gehen soll. Wird dann auch jeder, der mit dieser Risikogruppe in Kontakt tritt, isoliert? Anders geht es ja nicht, oder bekommen diese Menschen Astronautenanzüge, damit sie das Virus nicht in die Quarantänegruppe einschleppen?

Monatelange Isolierung ist unzumutbar

das Leben ist kein Wunschkonzert
jetzt ist es eben so dass die Situation so ist dass man gewisse Maßnahmen getroffen hat
damit sollten sich eben die Menschen abfinden
für mich zum Beispiel ist diese permanente Jammerei sehr schwer verständlich
kann man nicht einfach mal den Zustand akzeptieren, statt immer zu jammern
damit wird es auch nicht besser
gerade bei dieser VDK Präsidenten kann ich das nicht verstehen
die hat doch gewiss auch Probleme in ihrem nicht einfachen Leben
die hat sich doch auch damit arrangiert, dass manches eben nicht geht
einen Weg gefunden das Beste daraus zu machen

Verwundert

Wie sollte das funktionieren? Bei Menschen in Pflege- und Senioreneinrichtungen mag das möglich sein. Aber was ist mit den anderen Risikogruppen, die man in jeder Altersklasse findet? Junge Mütter und Väter mit geschwächtem Immunsystem aufgrund Chemo. Menschen jeden Alters mit Diabetes, Bluthochdruck oder sonstigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Asthma? Wie und wo sollte da die Quarantäne funktionieren.?

Vor 50-60 Jahren noch hat man seine Eltern und Großeltern

... zu Hause selber gepflegt und dafür auf Lohnarbeit, weite Reisen und ständige Treffen mit anderen (ausser den engen Nachbarn) verzichtet.
Aber so viel soziale Wärme ist ja längst verloren gegangen, jetzt denkt jeder junge Mensch nur noch an Karriere und eigenen (möglichst schnellen) beruflichen Aufstieg.
Und dann wird auch regelmässig schön Urlaub weit in der Ferne genommen, am Strand unter Palmen oder beim Skifahren. Oder Freunde oder Bekannte tun das, oder deren Freunde oder Bekannte... und schwupps, wird aus dem Luxus ein Infizierter Bürger.

Einige Fragen

Warum ist eine Isolierung für eine Risikogruppe nicht zumutbar, wenn sie für alle (inklusive der Risikogruppe) zumutbar ist? Warum wird überhaupt immer von "Isolierung" geredet wenn es um den Schutz von Risikogruppen geht? Warum kann man nicht einfach besondere Schutzmaßnahmen ergreifen, wie z.B. Maskenpflicht bei Kontakten, oder regelmäßige und intensive Tests der Personen, die mit Risikogruppen Kontakt haben? Habe ich hier Probleme mit der Logik?

Monate Isolierung unzumutbar

Die Älteren, die auch die größte Risikogruppe sind, sollen nicht monatelang isoliert werden. Das ist verständlich. Das will sicherlich keiner.

Was aber niemand anspricht, ist, dass kleine Kinder - sprich Kindergartenkinder - monatelang isoliert werden sollen. Das scheint keinen zu stören. Hier in Hessen wäre es bei einem Lockdown bis zu - sprich nach - den Sommerferien 5 Monate, die die Kleinen nicht zu ihren Freunden, zu ihren Erziehern dürfen.

Wenn es für die Einen nicht zumutbar ist, wieso geht es dann für die Anderen?

@ 14:29 von WM-Kasparov-Fan

„ Aber so viel soziale Wärme ist ja längst verloren gegangen, jetzt denkt jeder junge Mensch nur noch an Karriere und eigenen (möglichst schnellen) beruflichen Aufstieg.“

Es sind ja nicht Alle so, viele, aber nicht alle. Wir hatten unsere Uroma zuhause. War nicht einfach, aber haben wir mit vereinten Kräften hinbekommen. War aber leichter, da ich zuhause war. Wenn aber die ganze Familie arbeiten muss, um überhaupt über die Runden zu kommen oder wie bei meinen Schwiegereltern, die selber schon beide über 75 waren und dann einfach nicht mehr gesund und stark genug waren, um seine 99 jährige Oma weiter zu pflegen, dann wird es schwierig. Auch leben heute nicht mehr so viele Generationen unter einem Dach, das macht es zusätzlich komplizierter.

Lebens- und praxisnah

Den Ausführungen von Frau Bentele kann man nur uneingeschränkt zustimmen.

„Bentele: Ich bin der Überzeugung, dass wir die Menschen nicht so lange isolieren können, bis es einen Impfstoff gibt. Wir müssen jetzt (...) Regelungen finden, um ihnen Kontakte zu ermöglichen (…)
Die Menschen jetzt viele Monate zu isolieren, kann definitiv nicht der Weg sein. Das wäre unzumutbar für Menschen, die (...) vielleicht nicht wissen, wie lange sie noch leben können.
Eine wirklich schlimme Vorstellung ist zudem, dass man jemanden, der im Sterben liegt, nicht mehr sehen kann (...)
>>> Bei allem Verständnis für strenge Regeln muss man hier Menschlichkeit und Augenmaß walten lassen.
(…) Zunächst mal braucht es genügend Schutzkleidung für das Personal, damit alle bestmöglich vor Ansteckung geschützt sind. Aber auch, um in Zukunft Besuche (…) zu ermöglichen. (…) auch organisieren, wie sich die Menschen untereinander treffen können, >>> wenn sie gesund sind"

Extrem hilfreich wären hier sichere Soforttests.

@ 14:32 von Gong23

„ Warum kann man nicht einfach besondere Schutzmaßnahmen ergreifen, wie z.B. Maskenpflicht bei Kontakten, oder regelmäßige und intensive Tests der Personen, die mit Risikogruppen Kontakt haben?“

Stimmt, aber leider hapert es an den Testkapazitäten. Bei uns wartet man im Moment geschlagene 7 Tage auf ein Ergebnis.

Wie soll es sonst funktionieren?

Wie wäre es zunächst mal mit FFP3 Masken für alle Risikogruppen, also auch die Diabetiker und Chemo-Patienten? Klar, es gibt kein Null-Risiko, für Niemanden, auch jetzt nicht mit Lockdown und Wirtschaftscrash. Aber Tatsache ist: Je schneller die Infektion sich unter den Menschen, die nicht oder wenig gefährdet sind, ausbreitet, je schneller sind wir durch die Krise durch. Schauen Sie sich mal die Zahlen in den Niederlanden an, dort sind Fallzahlen und auch Todeszahlen seit zwei Wochen rückläufig -- obwohl, oder wie ich glaube, *weil* es dort die laxesten Kontaktbeschränkungen gibt, nach Schweden. Die Holländer haben's kapiert: Es geht nicht darum, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sondern die Zahl der ernsthaften Erkrankungen kontrollierbar zu halten. Und da ist es einfach nur logisch, in den Risikogruppen das Infektionsrisiko niedrig zu halten, und nicht in den Nicht-Risikogruppen.

Isolierung

Ich kann aus eigener Erfahrung einmal schildern, was passiert, wenn man Menschen nicht mehr besuchen kann. Wir haben eine schwerbehinderte Tochter in einem Heim, die wir regelmäßig an den Wochenden oder im Urlaub nach Hause geholt haben. Dies ist uns derzeit nicht mehr möglich. Besuche sind ebenfalls verboten. Was das für die Psyche unserer Tochter und auch uns selbst bedeutet, kann sich jedermann vorstellen. Dies ist für alle sehr belastend, zumal auch keine Lockerung in Sicht ist. Wir hätten zwar unsere Tochter nach Hause holen können. Uns wurde jedoch eindeutig zu verstehen gegeben, dass eine Rückkehr dann erst nach Ende der Pandemie erfolgen könne. Da dies nicht abzusehen ist, würde eine Aufnahme unserer Tochter ein Risiko dartsellen, da wir nicht abschätzen können, ob nicht einer von uns wegen Krankheit oder Job ausfallen wird. Wir befinden uns somit einem furchtbaren Dilemma, wofür es keine Lösung zu geben scheint. Mir und meiner Tochter geht es darum psychisch sehr schlecht.

@ 14:42 von Gong23

„ Wie wäre es zunächst mal mit FFP3 Masken für alle Risikogruppen, also auch die Diabetiker und Chemo-Patienten?“

Diese Masken sind an sich was sehr gutes. Problematisch wird es bei COPD und Asthma Patienten. Es strengt einen das Atmen mit dieser Art Masken enorm an. Ein COPD Kranker würde kaum Luft bekommen und sich wahrscheinlich in einer Panikreaktion die Maske runterreißen. Leider gibt es hier pro und contra

re

Meine 99- Jährige Mutter ist an Demenz erkrankt und in einem Seniorenheim untergebracht.
Ein Besuch bei ihr gestaltet sich so, dass sie heruntergebracht wird und dann innen vor der geschlossenen Glastür steht.
Meine Schwester und ich stehen draußen.
Dann fängt Sie an zu weinen.
Während der wenigen Minuten absoluter Hilflosigkeit in der auch eine sprachliche Kommunikation unmöglich ist, da das wechseln der Batterien Ihres Hörgeräts wohl nicht zum Pflegeangebot gehört, geht diese Tür immer wieder auf.
Menschen mit Schlüsseln betreten das Haus. Ohne Schutzkleidung und ohne Mundschutz.
Anscheinend Mitarbeiter.
Eine unerträglich beschämende Situation.
Und das soll dauerhaft so weiter gehen?
Da bleibt die Menschlichkeit völlig auf der Strecke.

Domino-Problem

Wir haben durch Kontakt-Einschränkung den Virus erheblich abgebremst!
Wir könnten den Virus und die damit verbundenen Probleme loswerden, wenn es gelänge, alle Infektionsketten zu unterbrechen!!!
Die Aufgabe scheint unmöglich.
Aber sie ist es nicht.
Nehmen wir zum Beispiel ein Dorf.
Darf niemand hinein und hinaus und ist das Dorf definitiv coronafrei (testen), kann man innerhalb des Dorfes alle Schutzmaßnahmen beenden. Auf diese Weise kann man sich von Bereich zu Bereich hangeln.
So wie eine Gruppe Menschen in der Lage ist, Millionen Dominosteine aufzustellen.
Wir haben die Ansteckungsrate von circa 4 auf etwa 1,1 gesenkt, was hält uns davon ab, sie auf 0,5 zu senken ?
Das ist eine riesige Herausforderung, gewiß,
aber auch nicht schwieriger als der erste Flug zum Mond.

um 14:24 von Sisyphos3

Wenn ich die Reaktionen von älteren Menschen, die ich betreue, mit den Ihren vergleiche (z. B. Ihre i. Bzg. auf Schuldenmacherei), sehe ich eigentlich nur EINEN o. P. u. K. jammern. Nebenbei mit einer Respektlosigkeit zum Fremdschämen, was zum Glück über die Anonymität gewährleistet ist.

14:24 von Sisyphos3

Artikel: «Monatelange Isolierung ist unzumutbar»

«das Leben ist kein Wunschkonzert
jetzt ist es eben so dass die Situation so ist dass man gewisse Maßnahmen getroffen hat … damit sollten sich eben die Menschen abfinden … diese permanente Jammerei»

Menschen in Alten-Pflege-Einrichtungen / -Wohnheimen haben sich nun über einige Wochen mit Kontaktverboten zu Angehörigern abgefunden. War als Maßnahme in der akuten Situation der letzten Wochen wohl auch die richtige Entscheidung der Politik, es so zu handhaben.

Nun beginnt nach den Wochen "eine andere Zeit", in der sich 1. die Infektionslage in DEU "entspannt". Und 2. mehr Masken + andere Schutzausrüstung zur Verfügung stehen.

Gar nichts Dämlicheres kann man tun, als eben nicht zu überlegen,wie man Regularien anpassen kann. Gar nicht haben sich "die Alten" ohne eigene Meinung mit irgendwas "abzufinden". Nur weil einige in den vermeintlichen Nicht-Risiko-Gruppen über "Jammerei" selbst rumjammern, weil überlegen zu mühsam ist …!

und mal ganz allgemein - möchte ich was sagen

Was für ne lahme und erbärmliche Gesellschaft zeigt sich aktuell
unsere Groß/Urgroßeltern - Millionen Menschen, waren auf der Flucht
oder saßen wochenlang in Kellern, weil sie den Bombenkrieg überleben wollten
haben jahrelang den Ehemann nicht gesehen, den Vater, den Sohn, weil der in Russland war,
wussten nicht ob der lebt, jemals wieder zurückkommt
danach kein Dach überm Kopf, wussten nicht wo sie Essen kriegen, für sich und die Kinder
mehr noch, wussten umgeben von Trümmern nicht, wie das Leben weitergeht
haben die auch so gejammert ?
über Menschenrechte gefaselt, Reisefreiheit angemahnt
was ist aus diesen Menschen geworden, Null Belastbarkeit nur Selbstmitleid
natürlich haben wir Probleme ... das Klopapier ist alle .... !
aber Leute, warum reißt ihr euch nicht mal zusammen es gab schon ganz andere Probleme,
in unserem Land, die gelöst wurden

rer Truman Welt

Das ist in der Tat eine sehr schwierige Situation. Zum einen das Risiko für den einzelnen Heimbewohner, aber dazu auch hinsichtlich der Verbreitung des Virus im Heim. Es wäre vermutlich für jeden dort Infizierten mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Todesurteil. Wer übernimmt dafür die Verantwortung? Anderseits ist eine Langzeitisolation Lebenswillen und -mut raubend mit für einzelne vergleichbarem Ergebnis. Das ist höchst zwiespältig.
Aber genau dieses Klientel macht 90% der Todesfälle in Verbindung mit Cov-19 aus. Ich muß sagen, da fällt mir so schnell Gutes auch nicht zu ein ausser vielleicht die Frage, wer braucht dieses verdammte Virus schon ?

Mündige Bürger

Zunächst gilt es zu bedenken, daß auch die Alten mündige Bürger sind. Meine Stiefmutter zum Beispiel ist jetzt 80 Jahre alt und geht immer noch spazieren und zum Einkaufen. Dabei achtet sie natürlich auf den Mindestabstand. Ich besuche sie derzeit nicht, halte aber alle paar Tage telefonischen Kontakt. Sie würde es sich nie gefallen lassen, wenn sie ein gesperrt würde! Ich denke, daß man auch bei Alten Besuche so organisieren könnte, daß keine Ansteckungsgefahr besteht. Zum Beispiel könnten Besucher in Alten- und Pflegeheimen Masken tragen und sich desinfizieren. Wichtig ist natürlich auch regelmäßiger telefonischer Kontakt. Wer einen anderen anruft, der zeigt damit, daß er an ihn oder sie denkt. Die jetzt gebotene soziale Distanzierung darf nicht zu einer menschlichen Distanzierung führen!

"Monatelange Isolierung unzumutbar"?

Ich lese mir gern die Kommentare durch, aber die letzten Tage bekam ich Pickel in den Augen. Einige Kommentare wirkten von Angst, Panik, Wut und Verzweiflung geprägt, mit dem Rationalen hatte es nichts mehr zu tun.
Es geht nicht darum Generationen gegeneinander auszuspielen oder Menschen wegzusperren, es geht um einen passablen Weg den Laden am laufen zu halten.
Leider ist es noch niemanden gelungen in Verhandlungen mit einem Virus zu treten, da gibt es keine Möglichkeiten. Entweder man passt sich an oder zahlt den Preis, Evolution, nix Demokratie.

@Meyners, 14:39

Hmmm, ich sehe das gerade bei Kindergartenkindern anders. Man muss doch zwischen „Wollen“ und „Brauchen“ unterscheiden. Sicher wollen die Kleinen wieder mit Freunden spielen oder auf den Spielplatz. Aber was sie brauchen, ist die Geborgenheit in liebevollen Familien, mit Zeit zum Spielen und Kuscheln. Dann nehmen sie auch keinen Schaden.

Dramatisch ist natürlich, dass nicht alle Kinder in ihren Familien tatsächlich geborgen sind (egal ob ein oder zwei Elternteile).

14:50 von melancholeriker

was zum Glück über die Anonymität gewährleistet ist
.
stimmt
möchte ja nicht dass meine Familie diffamiert wird
oder mein Auto angezündet
wo habe ich mich im aktuellen Beitrag übers Schuldenmachen ausgelassen ?
und jammern .... mir reicht's die paar Jahre noch
und sollte man Kind mit der Situation hierzulande nicht zurecht kommen - zukünftig
soll sie auswandern, ich habe sie mit genügend finanziellen Mitteln ausgestattet

Monatelang?

Wer redet denn von Monaten?
Aktuell haben nicht mal 1% Corona durchgemacht und das hat mehr als einen Monat gedauert, wir bräuchten 60% für eine Herdenimmunität, mit anderen Worten 60 Monate. Ich würde das nicht mehr Monate nennen, sondern über jahrelange Isolierung reden.
Wir können unsere Hoffnung auch an die Impfstoff hängen, bei HIV, HCV, Malaria, Borelliose usw. suchen wir seit Jahrzehnten und haben keinen gefunden.
Warum erzählt man uns nicht die Wahrheit, sondern spricht von mehreren Monaten?

So geht es nicht

Wir verlieren alles was Menschen ausmacht.Und auch der Tod gehört zum menschlichen dasein.Das sollte sich Mal alle hinter die Ohren schreiben.Unser gesamtes bisheriges Leben muss neu gedacht werden.Der Quatsch mit dem Geld und Wirtschaftswachstum über alles muss aufhören.So will doch keiner mehr arbeiten gehen.

Corona und Ältere: "Monatelange Isolierung unzumutbar"

Kennt noch jemand den Film ,Jahr 2022,die überleben wollen?Im Oiginal hiess der wohl SoylentGreen.
Mein Vorschlag also:Altersbegrenzung bis 67,dann ab in die Sterbeklinik (natürlich privat und Gewinnorientiert betrieben),
ein leckeres Säftchen trinken,
einen Clip anschauen,wie die Erde mal war und nach einer halben Stunde ist alles vorbei.
Das hätte nur Vorteile:
1. Auch die Jüngeren ,die fordern,die ältere Generation zu isolieren,hätten Planungssicherheit.
2. bis 67 kann jeder ,egal in welchem Job auch immer, noch arbeiten.
3. Wir brauchen keine Rentenvorsorge mehr.
4. Aus den Leichen können wir ja Kekse machen,aber nur echt mit 53 Zähnen.
(mein Gott,da hab ich ja noch 11 Jahre.Was soll ich mit der ganzen Zeit nur anfangen?IRONIE AUS)
Ich hab auch schon Kommentare gelesen(hier in Deutschland),wer nicht arbeitet,soll auch nicht essen.Aber mit welchen Menschen fangen wir da an?

14:24 @Sisyphos3

"... diese permanente Jammerei sehr schwer verständlich ..."

Ja, Ihre ist mir schwer verständlich.

Bezgl. alter, schwacher, nicht leistungsfähiger Menschen stellen Sie sicher
gern als überlegend dar.
Mir geht dann jedes Mal bei Ihren Kommentaren das Messer in der Tasche auf.

Hausgemachte Probleme

Mit einem ordentlichen Ausbau der Internetinfrastruktur würde ein großer Teil der Probleme lösbar sein, aber bis vor kurzem galt ja noch, dass wir "kein Internet an jedem Milchkännchen brauchen". Jetzt sitzen viele Leute grundlos isoliert zu Hause, weil es schwer ist sinnvolle Maßnahmen zu finden, die sich breitflächig anwenden lassen.
Die Isolation ist nicht nur für Ältere schädlich. Sie ist schädlich für alle, die andere Menschen zur Orientierung brauchen. Deswegen sind unsere Jüngsten anders, aber auch hart, betroffen.
Viele aktuelle Probleme hätten minimiert oder verhindert werden können, wenn die Sparsamkeit nicht den Weg unseres Landes seit Jahrzehnten vorgeben würde.

14:50, melancholeriker

>>um 14:24 von Sisyphos3
Wenn ich die Reaktionen von älteren Menschen, die ich betreue, mit den Ihren vergleiche (z. B. Ihre i. Bzg. auf Schuldenmacherei), sehe ich eigentlich nur EINEN o. P. u. K. jammern. Nebenbei mit einer Respektlosigkeit zum Fremdschämen, was zum Glück über die Anonymität gewährleistet ist.<<

Ich sehe vor allem einen schon wirklich erstaunlichen Mangel an Empathie, also der Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzufühlen.

14:52 von schabernack

ich kann nicht beurteilen was gut und was verantwortbar für die Senioren ist
wann ihr Zitat: "eine andere Zeit" beginnt - beginnen kann
die Entscheidung muß ich unseren Vorturnern überlassen
ein Verwandter von mir (82) den wir sonst 3 x die Woche treffen
mit dem haben wir seit 6 Wochen keinen Kontakt
warum - weil er Angst hat - es so wünscht
zugegeben seine Entscheidung - soll man jetzt jede Heimbewohnerin fragen - wie sie´s gerne hätte
separieren weil ihre Zimmernachbarin Angst hat - dann - vor einer Ansteckung
was ist mit den Dementen ? wer fragt die

Sisyphos3

Ja, das tägliche Gejammere kann ich auch nicht mehr hören.

Dabei dürfte gerade diese Zielgruppe, die vielleicht noch den Krieg mitgemacht hat, mehr aushalten und verzichten, als die Jüngeren.
Immerhin geht es um Leben und Tod.

Ich denke, viele Menschen können sich heute selbst nicht mehr aushalten und brauchen Konsum und ein Event nach dem anderen.

14:32 @Gong23 ... Probleme mit der Logik?

Nein, ich denke nicht, denn Sie führen Alternativen zur "Isolation" auf.
Masken, Schutzbekleidung für Pflegepersonal und enge Angehörige.

Auch die Risikogruppen sollten regelmäßig getestet werden,
insbesondere wenn sich bei Betreuenden ein positiver Test ergibt.

Die Testlabore sind aus- bzw. überlastet,
Schutzbekleidung fehlt.
Ich habe heute Masken bestellt, 20 Stck. Brutto 166.36€ - boah

Hmm, also dürfen unsere

Hmm, also dürfen unsere beiden kleinen Kinder ihre Grosseltern jetzt bis zur Durchimpfung ( immer beachten der Impfstoff kommt vllt 2021 aber die Durchimpfung nicht) erstmal 2 Jahre nicht mehr sehen? Es tut mir leid das sagen zu müssen, aber zumindest die einen Grosseltern werden dann vllt nicht mehr leben (über 80) .
So wie die meisten potentiellen Coronaopfer bis zum Ende der Durchimpfung nicht mehr leben würden, da Sie aufgrund ihres Alters und/oder der Vorerkrankungen bis dahin versterben werden...
Ich denke nicht dass ein solcher Zustand über Jahre aufrecht erhalten werden kann, auch nicht über viele Monate. In unserer. Familie sind wir uns einig- wir geben den Regierenden nochmal 2 Wochen, wenn Sie es bis dahin immer noch nicht geschafft haben Schutzkleidung und Intensivbetten in ausreichenden Maß zu besorgen, fällt für uns das Kontaktverbot.

Lockerung des Besuchsverbot

Das Besuchsverbot in Altenheimen muss gelockert werden für schwer demente Personen. Meine 99-jährige hochdemente und schwerhörige Oma sitzt in völliger Isolation. Sie braucht ihre Bezugsperson! Man kann ihr nicht erklären, warum kein Besuch mehr kommt. Auch wenn die Pfleger sich die größte Mühe geben. Die soziale Isolation verschlechtert den Allgemeinzustand schwerwiegend und das führt auch zu Komplikationen wie Aggressionen gegenüber den Pflegern oder Depressionen.
Bitte schaffen Sie das Besuchsverbot ab oder schwächen Sie es zumindest soweit ab, dass zumindest schwer demente Menschen von Ihren Bezugspersonen besucht werden können. Dazu sind ja auch Auflagen denkbar bspw., dass der Besuch auf eine Person beschränkt wird, er nur im Zimmer bleiben darf mit der besuchten Person, zeitlich beschränkt wird im Hinblick auf die Aufenthaltszeit und auch die Häufigkeit der Besuche kann eingeschränkt werden. Es gibt weniger einschränkende Mittel als ein komplettes Besuchsverbot!

14:50 von fraka ... Bleiben Sie tapfer

"...Da bleibt die Menschlichkeit völlig auf der Strecke. "
Ich verstehe Sie sehr gut und musste echt schlucken bei Ihrem Beitrag.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Mutter alles Gute.

Rücksicht nehmen

Gerade die Bedürftigen, die Alten, die Kranken haben schon Sorgen, Nöte und Einschränkungen genug.

Wir müssen uns als Gesellschaft (und damit jeder Einzelne) darum bemühen, dass diese Menschen jetzt nicht noch mehr zu leiden haben. Sie einfach zu isolieren ist nicht nur nicht praktikabel, sondern auch egoistisch und kaltherzig.
Vielen Dank an @wissanich und @fraka, dass Sie Ihre persönlichen Erfahrungen hier teilen. Alles Gute für Sie und Ihre Familien!

Theorie und Praxis...

.... sind oft sehr unterschiedlich ! Die Theorie besagt ,Besuche in Altenheimen sollen erfolgen, aber die Praxis sagt ganz was anderes aus! Mal nachfragen im Altenheim bringt die ganze Wahrheit ! Haben Sie Mut ....

14:28 von Minka04

«Wie sollte das funktionieren? Bei Menschen in Pflege- und Senioreneinrichtungen mag das möglich sein … Aber was ist mit den anderen Risikogruppen, die man in jeder Altersklasse findet? Junge Mütter und Väter … Menschen jeden Alters mit Diabetes, Bluthochdruck oder sonstigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Asthma? Wie sollte das funktionieren? »

Gar nicht kann gar nichts für alle und immer und überall "funktionieren".

Das kann kein Staat, kein Mediziner, keine Pflegeinstitution, keine private Unterstützung durch Helfer garantieren. Seien alle Hände der Hilfe auch so gut und vorausschauend, wie sie erdenklich menschenmöglich auch nur sein könnten.

Nie werden alle Individuen in allen Risikogruppen zu quasi 100% geschützt werden können. Nicht vom Staat, nicht von anderen.
Bedauerlicherweise ist es so, dass Schutz vor Corona bei einzelnen "mit Mehrfach-Negativ-Faktor" sehr, sehr schwierig ist.

In jedem Einzelfall die best mögl. Lösung finden.
Es geht gar nicht anders als derart.

@Minka04: Keine Patentlösungen heisst nicht keine Lösung

Es gibt keine Patentlösungen, das behaupte ich auch nicht. Isolation ist schlimm, nicht nur für alte und Behinderte, auch für Kinder die jetzt wochenlang nicht mit ihren Freund*innen spielen können. Ich will auch keine Maske tragen, aber wenn ich herzkrank wäre würde ich es wohl zumindest dann tun wenn ich Leuten begegne. Es geht nicht um Patentlösungen für alles und alle die man hier in 1000 Zeichen vermitteln kann, sondern dass man endlich einem konstruktiv nachdenkt wie man aus der Situation wieder herauskommt. Und das sehe ich nirgendwo: Wissenschaftler beten nur Zahlen herunter, Politkern fällt nichts anderes ein als Leute einzusperren (ganz schlecht für's Immunsystem, übrigens), und die Presse macht Panik und diffamiert jeden konstruktiven Gedanken als Spinnerei oder Verschwörungstheorie.

@ Am 16. April 2020 um 14:39 von Meyners

"Was aber niemand anspricht, ist, dass kleine Kinder - sprich Kindergartenkinder - monatelang isoliert werden sollen."

Sie vergleichen (zumindest für viele Regionen in Deutschland) Äpfel mit Birnen. Isolierung oder Quarantäne bedeutet, dass die Menschen ihr Umfeld (Haus/Wohnung) nicht verlassen können. Das dürfen die Kinder allerdings schon. Ich sehe (beinahe) täglich Familien in Parks und auf Spazierwegen. Die "Bewegungsfreiheit" ist also, weitgehend, nicht eingeschränkt, wenngleich ich auch glaube, dass dies für die Kinder nicht einfach ist.

Vielleicht sollten hier zunächst die Begrifflichkeiten geklärt werden, sonst reden wir aneinander vorbei.

ältere Menschen leiden unter der Isolation

Das kann ich dort gut nachvollziehen, wo ältere Menschen aus gesundheitlichen Gründen das Haus oder das Heim wirklich nicht verlassen KÖNNEN.
Andererseits bin ich immer wieder erstaunt, wenn ich die wenigen Male für dringende Besorgungen mein Haus verlasse, wie viele Seniorinnen / Senioren draußen herumlaufen, ein Schwätzchen halten und Dir beim Anstehen auch noch mit dem Rollator in die Hacken fahren.
In der Schlange vor einem Geschäft bat eine wartende Mutter mit ihrer kleinen Tochter ein älteres Ehepaar doch mehr Abstand zu halten. Als Antwort kam dann: "Dann nähen Sie Ihrem Kind doch einen Mundschutz, wenn Ihnen das so wichtig ist!"
Liebe "Risikogruppe" bitte nicht nur von anderen angemessenes Verhalten verlangen! Danke.

@ 14:40 von Nettie

Auch ich stimme Frau Bentele zu: „Ich bin der Überzeugung, dass wir die Menschen nicht so lange isolieren können, bis es einen Impfstoff gibt. Wir müssen jetzt (...) Regelungen finden, um ihnen Kontakte zu ermöglichen." Ich bin sicher, dass die Leute vom Fach das genauso sehen; aber es ist schwierig, den richtigen Mittelweg zwischen Schutz und notwendigen sozialen Kontakten zu finden.
Nicht hilfreich sind pauschale Abwertungen der Bedürfnisse älterer Menschen oder deren Etiekttierungen als "Jammerei", die man leider auch hier in den Kommentaren findet.

>> Aktuell haben nicht mal 1%

>> Aktuell haben nicht mal 1% Corona durchgemacht und das hat mehr als einen Monat gedauert, wir bräuchten 60% für eine Herdenimmunität, mit anderen Worten 60 Monate.<<

Das ist quantitativ falsch. 1) Der Anstieg ist exponentiell und nicht linear, 2) die 1% sind mit großer Sicherheit unterschätzt weil viele leichte Verläufe nicht erfasst werden. Gehen Sie von ca. 10% aus. Qualitativ aber haben Sie recht und es läuft auf das hinaus was ich auch sage: Wir tun uns mit den Kontaktbeschränkungen für alle keinen Gefallen. Und zwar niemandem von uns, nicht den Alten, nicht den Kranken, niemandem. Wenn wir nur die Risikogruppen schützen würden könnten wir de Sache in einigen Monaten hinter uns haben, wenn wir uns weiterhin nur mit Isolationsmaßnahmen für alle überbieten wie Herr Söder das will, werden wir über Jahre nicht aus der Situation herauskommen. Die Holländer haben's kapiert, und die Schweden auch.

Isolierung

Praktisch völlig unsinnig, da auch die besten Masken nur bis zu 90% Schutz bieten und Isolierung ist unmenschlich. In der SW Presse stand heute dass in einem Pflegeheim 239 Menschen an Corona erkrankt sind, davon 151 Bewohner. 105 haben nichts, 46 haben Beschwerden aber nur leichte keiner kritische.
Laut worldometer sind heute an diesem jetzigen Tag bis 15:19 Uhr schon 103.000 Menschen gestorben !!! Durch Korona sind weltweit bisher 136.000 gestorben.Und vom 01.01.20 bis 16.04.20 sind bisher 17 Millionen Menschen gestorben und 41 Millionen geboren worden.
Die größte Todesursache ist Übergewicht durch Zuckerprodukte. Durch Luftverschmutzung in Deutschland sterben jedes Jahr ca. 45.000 Menschen auch Kinder und viele ältere Menschen. Und was ist mit Alkohol und Zigaretten da starben dieses Jahr ca. 2 Millionen. Also wenn wir alles verbieten was zum Tod führt dürfen wir nicht mehr Auto, Motorrad und Fahrrad fahren, nicht mehr Rauchen und keinen Alkohol mehr
trinken. Tolle neue Welt.

re tada

"Mal sollte eher überlegen, welche profilaktische Maßnahmen...

... den betroffenen Gruppen helfen können. Inhalation zum Beispiel."

Dann verlinken Sie mal bitte den Beleg, dass Inhalation gegen Corona-Ansteckung hilft.

Ist ja ganz neu.

Isolation ist unmöglich

Meine Mutter lebt bei uns im Haushalt und ist pflegebedürftig. Wie sollte ich sie isolieren? Ich muss außerdem arbeiten.

15:05 von mibeh122

Ich hab auch schon Kommentare gelesen(hier in Deutschland),wer nicht arbeitet,soll auch nicht essen.
.
also ich kenne einige Staaten da gibt's keine Sozialhilfe
wie leben/überleben da die Menschen
und kannte bis zur Änderung der Sozialgesetze einen Staat sehr gut,
da musste man, wenn man behandelt werden wollte, im Krankenhaus vorab bezahlen
wie sich das in der Praxis darstellt ?
ganz einfach wenn man ein Bett dort findet schön
Behandlung ? mit Glück schaut ne Schwester oder ein Arzt
wenn er was dafür kriegt,
dann gibt's ein Rezept für Medikamente, die können die Angehörigen in der Apotheke holen
- oder auch nicht, die Klinik hat das nicht
da leben wir doch eigentlich im Paradies

In der medizinischen Elite

In der medizinischen Elite des Landes ist man sich wohl sicher, dass es viel besser ist an Vereinsamung zu sterben als MIT Corona.

Ein schwieriges Thema

Ältere Menschen sind am meisten in Bezug auf Corona gefährdet und statistisch die größte Risikogruppe. Hier gilt es, meiner Meinung nach, die höchsten Schutzmaßnahmen zu ergreifen und dazu gehört nunmal die Isolation. Ich denke dieser Maxime hat sich alles unterzuordnen und es sollte versucht werden, den älteren Menschen unter diesen Rahmenbedingungen ein schönstmögliches Leben zu ermöglichen? Mache ich im übrigens mit meinen Eltern (beide 80) in Absprache genauso, d.h. Besorgungen etc. führe ich selbst durch.

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