Ihre Meinung zu: Vor Finanzministertreffen: Italiens wachsende EU-Skepsis

7. April 2020 - 7:21 Uhr

Die Zustimmung der Italiener zu Europa hat in der Corona-Krise gelitten. Ministerpräsident Conte fürchtet, dass die Skepsis noch zunehmen könnte, sollte sich die EU nicht auf gemeinsame Hilfen verständigen. Von Jörg Seisselberg.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1
Durchschnitt: 1 (4 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Gib mir dein Geld oder ich werd euroskeptisch

Die Denke der italienischen Populisten werde ich nie verstehen können. Sie drohen mit antieuropäischer Haltung, wenn die anderen Länder nicht auf die Eurobonds einschwenken. Das ist doch völlig durchschaubar. Dabei sind großzügige Hilfen längst vereinbart, nur nicht die Vergesellschaftung der Schulden.

Jaja, die Zustimmung

Jaja, die Zustimmung schwindet? Man hat erkannt, dass man auch in der Gemeinschaft solidarisch sein muss, und sich anzustrengen hat. Oho, die "reichen Länder" wollen nicht solidarischvihr Geld verplempern? Sowas böses aber auch. Selber mal bis 70 arbeiten? Nö, lieber mit 55 aufhören und es sich gut gehen lassen. Die Solidarität wurde schon richten.
Ne, ne. Durch solche Einstellung wird sich der reiche Norden früh genug überlegen, ob die EU noch Sinn hat.
Ich will nicht für andere arbeiten, die das selber nicht einsehen. Ob das nun Griechenland oder Italiener sind, ob wegen Staatspleite oder Virus.
So geht's einfach nicht.

Einheitliches Europa?

Wenns drauf ankommt, kocht doch jeder sein eigenes Süppchen. Da ist Deutschland nicht anders.
Ich frage mich bis heute, warum es in der EU keine einheitliche Verkehrspolitik, Agrarpolitik, Klimapolitik etc. gibt? Oder setzen Länder wie D sie einfach nicht um?
Ich brauche keine Reisefreiheit, es gäbe wichtigeres!

es ist nie schlecht der Realität ins Auge zu schauen
was wird von der EU gefordert ?
was trägt man zu dieser Gemeinschaft bei

500 Mill Menschen der unterschiedlichsten Kulturen zusammenzuführen
kann so nicht gutgehen
letztlich glaubt jeder er verliert - seine nationale Identität definitiv
(sollte er eine haben und die ihm wichtig sein)
und zur aktuellen Situation
Verdi wurde von italienischen Balkonen gesungen Il Canto degli Italiani /Brüder Italiens
Patriotismus oder Nationalismus - hierzulande ne klare Sache

Paradebeispiel

Im Gespräch mit der ARD sagte Conte wachsende Europa-Skepsis voraus, sollte sich die EU nicht auf gemeinsame Hilfen verständigen können.

Wenn ich jemandem den Begriff "Erpressung" erklären sollte würde ich wohl auf dieses Beispiel zurückgreifen.
Natürlich könnte mich der Andere dann fragen, was die Italiener in der Hand haben, um den solventen Restteil der EU zu erpressen.

es wird zeit für eine Daxit

Deutschland sollte mal drohen die EU zu verlassen, wenn die anderen sich nicht ein wenig einbinden.
Ohne die Geldhahn Deutschlands wird es hier in die EU weniger gut gehen

Jetzt kommt das jammern...

Jahre lang beklagten sich die Südländer über die Wirtschafts und sparempfehlungen der Nordeuropäischenländer und kümmerten sich nie wirklich drum ihre Haushalte in Ordnung zu bringen... Jetzt auf einmal sollen diese, für die nicht gemachten Hausaufgaben gerade stehen... Und nach der Krise wird dann lustig weiter so gemacht wie vorher.. Oder?

Die EU-Skepsis

gibt es in Italien doch schon lange. Laßt sie doch gehen.

Beschämend

In der Krise hört man in Deutschland nahezu nichts von Parteipolitik und Gezänk.
Beschämend finde ich es, daß der italienische Regierungschef nun versucht, Euro-Bonds durch die Hintertür zu erzwingen. Daß er die Vergemeinschaftung der Schulden ohne Not zum emotional aufgeladenen Thema macht, zum Gradmesser der Hilfsbereitschaft. Daß er damit einen neuen Spaltkeil einschlägt.
Ich selbst bin gegen DIESE EU. Ich wünsche mir eine EU, die weiniger zentralistisch und mehr subsidär arbeitet. Aber JETZT ist sicher nicht die Zeit, zu spalten. JETZT ist die Zeit, möglichst viele Patienten zu retten, egal, wo in der EU sie gerade sind.
Deswegen sollten gerade Spitzenpolitiker JETZT diese EU so nehmen, wie sie ist. Niemand sollte versuchen, aus der Krankheitskrise politisches Kapital zu schlagen. Denn das befördert nur Skepsis, Spaltung und Verschwörungstheorien. Und es zieht die Zeit bis zur Hilfe in die Länge. Zeit, die die Patienten nicht haben.

08:38 von lh

warum es in der EU keine einheitliche Verkehrspolitik, Agrarpolitik, Klimapolitik etc. gibt
.
weil das jeder anders sieht !
warum regiert in Bayern die CSU und in Bremen die SPD (Linke/Grünen)
liegt es an der "besseren" Politik ?
weiß nicht, bei 1.100 Euro Schulden zu 30.000 - kann es das eher nicht sein
im Saarland wohnen 60 % in der eigenen Hütte - in Berlin gerade mal 17 %
eine andere Einstellung
und wie sie feststellten Zitat :
"Ich brauche keine Reisefreiheit, es gäbe wichtigeres!"
für mich ist die Reisefreiheit wichtig - ein gemeinsames Zahlungsmittel
dazu noch ein ausgeglichener Staatshaushalt

ob das Bier in Dänemark nach dem gleichen Reinheitsgebot gebraut werden muß wie hierzulande ....
die Nudeln überall wie in Italien nur Hartweizen und keine Eier haben dürfen
in Holland Rauschgift verkauft werden darf - hier bestraft wird

in Schweden man wegen käuflichem Sex ins Gefängnis kommt
hierzulande die Damen Steuer und Sozialabgaben zu zahlen haben
die Liste ist unendlich lang

Für Eurobonds

Ich bin in der Corona-Krise auf jeden Fall für Eurobonds. Jeder Staat zahlt seine Anleihen selbst zurück, aber die starke Gemeinschaft haftet gemeinsam und erreicht am Weltmarkt sensationelle Zinsen. Als starkes Bündnis ist die EU völlig einzigartig in der Welt. Das sollten wir auch ausnutzen. Nur gemeinsam sind wir stark.

"wir zahlen denen die dolce-vita"

Die wachsende Europa-Skepsis kommt nicht von ungefähr. Wir, die anderen Mitgliedsstaaten haben Italien die letzten Jahre immer wenn es darauf ankam im Stich gelassen (siehe Flüchtlingskrise). Wenn wir Italien jetzt und nach der Krise nicht finanziell unterstützen werden dies andere Länder tun. China und Russland werden sich darum kümmern und die EU wird Einfluss auf ihrem eigenen Gebiet verlieren. So ist es bereits in Griechenland passiert.
Mit einer zerstörten Wirtschaft in Italien und Spanien und einer angespannten Wirtschaftlichen Lage in Frankreich und Griechenland werden wir nicht mehr viel verkaufen können. Vor allem dann nicht wenn ein offensichtlich wahnhafter US Präsident nach der Krise erst mal nen Protektionismus komplett aufdreht.
Der Otto-normal-Bürger scheint das nicht zu raffen und denkt sich "wir zahlen denen die dolce-vita" oder so ein Blödsinn. Dabei versteht er nicht, dass es um UNSEREN Wohnstand und um die EU-Einheit geht!

Keine italienische Schulden?

Wie hat Premier Conte noch vor kurzem getönt: "Deutschland wird bei Einführung der Euro-Bons (oder Corona-Bons, wie auch immer)keine Schulden Italiens bezahlen müssen!"
Ach, und dann wird bei der nächsten Parlamentswahl wieder ein "Berlusconi" und ein "Salvini" gewählt, die sich einen "feuchten Kehricht" um die Versprechungen eines Herrn Conte scheren?
So geht es nicht!

Für mich ist dies nichts weiter als

der Versuch einer Erpressung.

Italien lebt seit Jahren über seine Verhältnisse. Korruption, Vetterwirtschaft, Mafia und Rente mit 62 oder 58.

Die schütten ihr Geld zum Fenster raus und jetzt sollen die restlichen Europäer das Dolce Vita mit finazieren. Geht's noch? Deutschland musste einen harten Reformweg gehen mit der Agend 2010. Ein Reformversuch kostete Matteo Renzi seinen Job weil es die Italiener nicht wollten.

Sorry so geht es nicht. Die Vergemeinschaftlichung der Schulden ist der Sargnagel an der EU und der Geschenk für alle europakritischen Kräfte in den nördlichen EU Ländern (die dann für den Süden zahlen sollen).

Die EU wurde nicht geschaffen, damit die Einen rackern bis 67 (oder wie schon vorgeschlagen bis 70) und die Anderen gehen mit spätestens 62 in Rente. Das hat auch nichts mit Solidarität zu tun. Die EZB hat seit 2008 die Zinsen unten gehalten. Man hat die Chance in Italien nicht genutzt, wenn sie gehen wollen... goodbye. Mal sehen wo die Kohle dann herkommt

Gibts...

...die Corona-Bonds, oder auch unter Tarnnamen wie
Solidaritäts-Bonds?
Wer dann der Zahlemann sein wird dürfte ja jedem klar
sein.
Da stellt sich doch glatt die Frage:
War es doch ein sehr cleverer Schritt der Briten die EU
zu verlassen?

08:44 von onkelbond

Jahre lang beklagten sich die Südländer
.
es ist eben deren Einstellung
die sich fundamental von der unseren unterscheidet

was macht man in einer Ehe, wenn sie das Meer, er die Berge liebt ?
sie Kinder will und er einen Sportwagen
auf Schuhe steht und er auf Modelleisenbahnen
man überlegt sich ob das ne tragfähige Beziehung gibt
auf Dauer gut geht - trennt sich womöglich
bleibt eben "gute Freunde" wie man so schön sagt
was ist eine EU anders als ne Beziehung

Finanzministertreffen: Italiens wachsende EU

Nun, wie auch immer, die EU muss in Einzelfall erklären, wie EU weite Anforderungen, z. B. Hygienestandards, Produktionsbedingungen, die zu Gestehungspreisen über denen von Drittländern führen, insbesondere durch die schwächeren Volkswirtschaften verdaut werden sollen. Europa kann sich nicht damit zufrieden geben, moralische Standpunkte zu besetzen, wenn diese Geld kosten, muss es auch sagen, aus welchen Quellen diese Gelder fließen sollen. Wenn wir also keinen ökonomischen Zusammenbruch einzelner Regionen riskieren wollen und gleichzeitig eine nachholende Modernisierung z. B. der Süd- und Südosteuropäer einfordern, dann muss Europa wohl einen einige hundert Milliarden schweren Fond auflegen, aus dem ein Anschub der schwächeren Wirtschaften geleistet werden kann. Wie immer die Maßnahmen dann kontrolliert werden, der Fall GR sollte uns belehren, das Streichen allein kein gangbarer Weg ist.

Was sind Eurobonds?

Über Eurobonds bekomme ich immer nur die gleichen wenig aussagekräftigen Informationen, wie zum Beispiel dies:
"Europäische Staatsanleihen, für die alle Steuerzahler in der EU haften würden…"
Die wichtigste Information fehlt regelmäßig: in welchem Umfang haften? Als Gesamtschuldner oder nur anteilig?
Falls eine gesamtschuldnerische Haftung gemeint ist, dann sind natürlich Behauptungen von Herrn Conte hinsichtlich keiner Haftung Deutschlands sehr kritisch zu sehen. Bei einer anteiligen Haftung wäre das Risiko überschaubarer aber dennoch nicht ohne Grummeln im Bauch: grundsätzlich gehören Geld ausgeben und Schulden machen in einer Hand. Wenn dies geändert wird, dann sollten hohe Hürden bezüglich der Belastungen anderer Staaten geschaffen werden. Eventuell ist Herr Conte bereit das italienische Finanzministerium der EU zu unterstellen, wenn Italien die Euro (Corona) Bonds nicht zurückzahlt?

um 08:53 von Sisyphos3

Danke, Sisyphos!
Genau das ist es!
Besser kann man nicht beschreiben, warum die EU das Motto führt: In varietate concordia, in Vielfalt Eintracht!
Deswegen ist die EU um so besser, je mehr die Nationalstaaten und die Regionen ihre Eigenheiten ausleben können.

Italien macht das sehr

Italien macht das sehr charmant. Entweder kommt ihr alle für unsere Schulden auf oder wir finden euch alle doof!

Menschen mit einem solchen Stilmittel haben früher auf dem Schulhof wenig zu lachen gehabt

Die Europäische Währungsunion ...

beruht auf fehlerhaften Verträgen und wird durch die Dominanz Deutschlands und sein falsches Verhalten (zu geringe Lohnsteigerungen im Vergleich zum Wachstum der deutschen Produktivität und daraus folgenden steigenden Leistungsbilanzüberschüssen) Italien, Spanien und Frankreich weiterhin keine Möglichkeiten zum Abbau ihrer zu hohen Arbeitslosigkeit bieten!
Entweder Frankreich stellt sich nun zusammen mit Spanien und Italien gegen dieses falsche Verhalten der Deutschen und deren Phobie gegen eine Staatsfinanzierung durch die Zentralbank oder die Eurozone wird nie aus der Krise kommen!
Zur Erinnerung:
In Japan besitzt die Zentralbank ca. 50 % der japanischen Staatsanleihen und Japan geht es viel besser als der Eurozone!

Der Mensch ist ein soziales Tier

Wann begreifen die Leute endlich, dass der Weg niemals langfristig alleine beschritten werden kann? Auch Deutschland wird wohl in Zukunft feststellen müssen, dass das ganze Import-Export Geld einen feuchten Kehricht wert ist, wenn die Waren fehlen.
Zusammenarbeit und KONTAKT ist gefragt. Die Langzeitschäden, die im Moment in Kauf genommen werden, sind noch gar nicht abzusehen. Hört doch endlich auf gegeneinander zu arbeiten...

bei

uns fing es schon in den 90iger Jahren an das Zuschläge " abgekauft " wurden
- "für nen Appel und nen Ei " - und so ging das munter weiter, Einschränkungen und Lohnabschläge ohne Ende. Wann kommt sowas in Italien oder Frankreich ? Dann könnte man eventuell noch mal über Eurobonds reden, sonst n i c h t .

rer Truman Welt

Bei aller Reflektion daß Deutschland ein Exportland und an Handelsvereinfachungen deshalb hochgradig interessiert ist. Aber es kann dennoch nicht sein, dass Länder es nicht schaffen, auf die Beine zu kommen, mehr im Land verteilen bzw. sich leisten als sie erwirtschaften, das mit Krediten finanzieren und dann die Gemeinschaft dafür herhalten soll. Italien ist überhaupt nicht mehr in der Lage seine Schulden, die bisher aufgelaufen sind jemals zurück zu zahlen und neue Schulden schon gar nicht. Das gilt ebenso für Spanien und Portugal, um nur einige zu nennen. Sie werden niemals ohne Schulden machen auskommen. Sie leben auf einen viel zu hohen Lebensstandard. Der Euro ist alleine schon deshalb Produkt, dessen Verfallsdatum jetzt bereits eingeleitet ist. Die Billionen Euro, die jetzt aufgenommen werden, beschleunigen das definitive Ende des Euro. Je höher die Schulden, desto schneller das Ende. Die w. o. genannten Länder tragen einen erheblichen Teil zu diesem Scheitern bei.

@danke Wuhan

„.....am Weltmarkt sensationelle Zinsen?“ und
„gemeinsam sind wir stark“....eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied....

Die EU

hat schon in der Flüchtlingsfrage versagt. Jetzt wollen Länder Geld die dieses vorher mit beiden Händen rauswarfen. Merkel handelt richtig. Auch in den USA ist ein gemeinsamer Schuldenberg nicht gegeben.

Wer einmal lügt.....

Schon die Teilnahme am Euro haben sich südeuropäische Länder mit geschönten Zahlen erschlichen. Und jetzt sollen wir ihnen tatsächlich glauben, dass die "Corona-Bonds" nur zur Aufarbeitung der Pandemiefolgen dienen sollen?

08:59 von taxi132

Der Otto-normal-Bürger scheint das nicht zu raffen .....um die EU-Einheit geht!
.
solange sie (glauben) das zu raffen !
500 Mill Menschen in der EU ticken eben nicht gleich
in jedem Land ein anderes Renteneintrittsalter
in Rumänien - wenn sie sonst auch bettelarm sind - wohnen 96 % in der eigenen Wohnung/Haus
hierzulande gerade mal 52 %
in Ungarn wählt das Wahlvolk rechts, wie in Polen etc auch
wie sieht das bei uns aus ?
klar lassen sich mit reichen Partner bessere und lohnendere Geschäfte machen
aber sicherlich nicht wenn ich denen das Geld schenke

Konzeptfehler EU

Die EU sollte sich wieder als reine Wirtschaftsgemeinschaft verstehen.

Die Corona Krise hat doch gezeigt, dass alles andere utopisch ist. Die Länder sind und begreifen sich als unabhängige NATIONALE Einheiten.

Nicht nur die Länder, auch die Bundesländer treffen eigene, unterschiedliche Regelungen und Maßnahmen. Das ist auch verständlich und richtig, wenn je nach Situation vor Ort entschieden wird.

Eine politische supranationale Vertretung ist nicht nur nicht nötig - sie ist auch nicht möglich, da ab einer gewissen Anzahl die Länder zu unterschiedliche Interessen haben. Ungarn und Polen haben andere Überzeugungen, was auch per se nicht schlecht ist.

Lieber ein Europa der Regionen als einen Einheitsbrei.

Welche Extrakosten meinen die denn?

die jetzt angeblich besonders Italien zu tragen hätte?

Kosten des Wirtschaftsstillstandes und Wiederanlaufes hat jedes Land zu tragen.

Die menschlichen Opfer sind zweifelsohne schlimm. Aber das ist in kalten Zahlen keine Zusatzbelastung sondern das vorzeitige Ableben einer größeren Anzahl Mitmenschen im kostenintensiven Alter ist ökonomisch eine Entlastung. Klingt hart, ist aber so.
Dafür Geld zu verlagen bedeutet noch die Toten zu Geld machen zu wollen.
Einfach nur widerlich.

keine Haftung Italiens?

zu was braucht es dann Eurobonds? dann könnte man doch auch die von Scholz vorgeschlagenen €-Hilfen in Milliardenhöhe annehmen....ach so, da würde man eben selbst mit Zins und Zinseszins in der Haftung stehen.....

Die hat nicht jetzt erst gelitten

Italien (und viele andere Mitgliedstaaten) finden Europa gut, so lange Geld fließt. Das jetzige „Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten“ war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, aber das wollten und wollen die meisten Politiker nicht wahr haben. Spätestens seit Salvinis Nein zur Einhaltung der Schuldengrenze hätte das allen klar sein müssen. Deshalb darf es nie und nimmer Euro-Bonds geben und man müßte als EU auch mal den Mut haben, zu einigen Kandidaten „Nein“ oder ggf. auch „Auf Wiedersehen“ zu sagen.

09:13 von Felina2

Die EU hat schon in der Flüchtlingsfrage versagt.
.
und warum ?
doch nur weil es zu unterschiedliche Vorstellungen gibt !
wie wollen sie sich einigen,
wenn einer sagt alle reinlassen und der andere die Grenzen geschlossen haben will
wollen sie den Visagradstaaten unseren deutschen Willen aufzwingen
oder dürfen die uns ihre Vorstellung aufzwingen
eine Ehe funktioniert nur wenn es genügend Gemeinsamkeiten gibt
warum soll das in einer EU anders sein
wer geht da ins Frauenhaus ?

die Idee- oder die Realität ?

Die EU ist eine Soidaritätsgemeinschaft zur Verhinderung von Selbstmordprozessen wie der 1. und der 2. Weltkrieg. Das ist wohl völlig in Vergessenheit geraten. Eine solche Idee (!) braucht aber eine gemeinsame Basis - und zwar eine ausreichende wirtschaftliche. Es ist jedem bekannt gewesen, daß die Mitgliedsstaaten der EU weit entfernt von einer wirtschaftlichen Homogenität waren. Der Versuch, eine Homogenität durch die Ablösung der nationalen Währungen zu schaffen ist schief gegangen, vorhersehbar wie Fachleute sagen. Jenseits eines Mindestmaßes an sozialer Gleichheit ist aber Solidarität nur Wunschtraum - so sind die Menschen. Es gibt 2 Möglichkeiten : 1. man gibt die Idee von der EU auf 2. man gleicht die sozialen Unterschiede hinreichend aus unter Verwendung des christlichen Gedankens:
der Reiche gebe dem Armen - na ja, das ist auch nichts anderes als Eurobonds, denn es ist sehr unwahrscheinlich, daß die dahinter stehenden Gelder je zurückgezahlt werden.

Schattenwirtschaft in Italien 20%

Italien hat eine Schattenwirtschaft in der Grössenordnung von ca 20%. Bei meinen Aufenthalten in Italien habe ich viele Bars und Geschäfte ohne Registrierkasse gesehen. Da mal ein bischen schärfer die Steuergesetze anwenden, dann kommt auch wieder Geld rein.

@smirker

Endlich mal einer der das Problem von der richtigen Seite beschreibt. Wenn manche Leute nicht mal private Schulden von Staatsschulden unterscheiden können und meinen damit gerade jetzt im Trüben fischen zu können, dann muss seit den 70ern im Politik-und Wirtschaftskundeunterricht so einiges schief gelaufen sein. Inclusive der "schwäbischen Hausfrau", dem "Sparhans" und was sonst noch alles über die Zeit unwidersprochen aus der populistischen Mottenkiste geholt wurde.

@ 09:05 von smirker

Nun was ist denn falsch an den Verträgen zur Währungsunion. Die war übrigens unmittelbare Forderung Frankreichs für die Zustimmung zur Deutschen Einheit. Die wird gerne vergessen...

Nun die Probleme liegen nicht in den Lohnsteigerungen. Die werden immer noch nicht vom Staat vorgegeben sondern von den Tarifpartnern. Wenn die Gewerkschaften zu schwach sind ist das halt so.

Was Deutschland gemacht hat, waren harte Reformen unter Schröder. Vor der Agenda 2010 (also Ende der 90ziger) galt in der EU Deutschland als schwacher Mann der wieder zur Lokomotive werden sollte. Es ist schon erstaunlich wie schnell Menschen vergessen können.

Man kann Geld nur einmal ausgegeben und auch ein Staat kann das nur so und Schulden helfen nix, wie man in Griechenland sehen konnte oder in Argentienen. Wer über seine Verhältnisse lebt bekommt irgendwann immer die Rechnung. Und man denke nur an die Gelbwesten als man in F versucht hat Reformen durchzusetzen. Ohne Reformen wird es aber nicht gehen...

Finanzstark versus finanzschwach

Was mir an der jetzigen Diskussion stört, ist, dass Deutschland immer als das finanzstarke (und geizige) Land dargestellt wird, welches sich unsolidarisch mit dem finanzschwachen Italien zeigt.

Das ist meiner Ansicht nach irreführend. Italien ist zwar stark verschuldet, aber kein wirklich armes Land. Gemäß Wikipedia („Liste der Länder nach Vermögen pro Kopf") beträgt das Vermögen pro Kopf in Italien 234.000 € und somit etwa 10% mehr als in Deutschland (216.000 €). Zum Vergleich: in Lettland (ebenfalls ein Euroland) beträgt das Vermögen pro Kopf lediglich 60.000 €, also nur ein Viertel von dem Vermögen eines durchschnittlichen Italieners.

Wenn es hier wirklich um Solidarität zwischen finanzstarken und -schwachen Ländern geht, fände ich es unlogisch, wenn ein wirklich armes Land wie Lettland, welches seinen Haushalt im Griff hat (Bonität A), gesamtschuldnerisch haften müsste für ein reicheres Land wie Italien, bei dem ein Zahlungsausfall viel wahrscheinlicher ist (Bonität BBB).

Am 07. April 2020 um 08:38 von lh

>>Ich brauche keine Reisefreiheit, es gäbe wichtigeres!<<

Sie brauchen das vielleicht nicht, aber eine exportorientierte Wirtschaft schon. In meiner Firma warten 81 Mitarbeiter in Kurzarbeit (darunter Alleinerziehende , die jetzt mit 67% vom Netto auskommen müssen) auf die Aufhebung der Reisebeschränkungen.

Vor Finanzministertreffen:Italiens wachsende EU-Skepsis....

Und nicht nur Italiens.Ministerpräsident Conte sagte,daß "die EU eine Verabredung mit der Geschichte hat".Selbst bürgerliche Politiker und Zeitungen in Frankreich(Le Monde) äußern sich kritisch zur Zukunft des Konstrukts.Ob es bald noch ein paar neue Referenden gibt ?

Vielleicht aber wird Berlin seine Ablehnung von Corona-Bonds aufgeben.Im Interesse des Erhalts des Exportraums(Überschüsse).

Ohne Abwertung geht kein Europa!

Keine Abwertung ist gut für die deutsche Wirtschaft!
z.B. Hätte Kanada den US $ Dollar, würde Kanada Pleite sein! Kanada lebt nur, weil es die diversen Möglichkeiten der Abwertungen nutzt. Zudem kommen eigene Zinswerte, so bekommt man in Kanada 2% Zinsen auf seine Sparbücher!

Der Euro ist der Tod der EU.

Grüße aus Kanada...
gsb

Am 07. April 2020 um 08:55 von danke Wuhan

>>Ich bin in der Corona-Krise auf jeden Fall für Eurobonds<<

Wenn Sie sparsam sind, Ihr Nachbar aber sich immer wieder überschuldet, sind sie dann auch für gemeinsame Schulden ? Sagen Sie dann auch, nur gemeinsam sind wir stark ?
Nach einer Zeit werden Sie feststellen, dass ihr Nachbar genau da wieder ist, wo er vorher war ....und Sie sind die Hälfte Ihres Geldes los. So funktioniert das nicht.

09:06 von Arestid

Der Mensch ist ein soziales Tier
.
da muß mir was entgangen sein ...
ich erkenne das nur gelegentlich

Conte nervt nur noch!

Anstatt in der Vergangenheit wichtige Reformen im Land umzusetzen und zu sparen, wurde dort erst einmal ein Bürgergeld eingeführt und das Rentenalter runtergesetzt. Hier wurde Geld vom Staat erst einmal großzügig an die privaten Haushalte verteilt. Geld, das den Statthaushalt massiv belastet, nicht vorhanden ist und die Staatschulden massiv erhöht. Hätten der Staat das Geld stattdessen mal besser in die eigene Wirtschaft investiert. Jetzt soll Deutschlands durch Bonds auch noch für Italiens Misswirtschaft haften? Conte weis schon, wie man Schulden macht und andere Länder in die Pflicht nimmt. Nein Danke.

Am 07. April 2020 um 09:06 von Arestid

>>Hört doch endlich auf gegeneinander zu arbeiten...<<

Italien erhält jedes Jahr Transferleistungen in Milliardenhöhe. Dazu kommt noch deren Schattenwirtschaft von ca 20%. Warum soll die EU noch mehr geben ? Damit dort noch mehr im Sand versickert ?

Bitte schön

Volksabstimmung zurück zur Lira und raus aus der EU. Auf was warten denn die Italiener!
Ihr bekommt als Bonus dafür die Euro Schulden als Dankbarkeit erlassen , nur raus aus der EU und dem Euro!

Schöner Ausspruch

Das sagt doch eigentlich alles:
„I pay - I say“

Welcher Privatmann oder welches Unternehmen hätte es überhaupt jemals so weit kommen lassen, wie Europa jetzt mit Italien, Griechenland und neuerdings mit Ungarn und Polen ist?

@danke Wuhan

Welche sensationellen Zinsen sollen wir denn noch bekommen, außer die, die die EZB schon seit 2008 gewährt? Nämlich Null-Zinsen?

Die EZB hat in Massen Staatsanleihen aufgekauft und damit Staatsfinanzierung betrieben. Ob das so rechtlich richtig war, da streiten sich heute noch die Geister. Und das wie gsagt zu null Prozent Zinsen. Mehr geht nicht außer man schenkt dem betreffenden gleich das Geld.

Mit der Null-Zins-Politik der EZB hatten die Länder die Möglichkeit ihre Haushalte zu reformieren. Sie haben es nicht genutzt.
So hat Italien z. B. in der letzten Regierung das Rentenalter gesenkt, was Milliarden kostet. Die Kohle hat Italien nur leider nicht und finanziert das auf Pump. Bei einer solchen Politik ist es eine Frage der Zeit bis ich pleite bin.

Vielleicht sollte man wirklich überlegen, zwei Währungen einzuführen. Ich finde den Euro toll, aber ich befürchte er wird die EU zerstören, solange es Länder gibt die über ihre Verhältnisse leben und den Leuten nur Geld versprechen.

Ich kann die Eurobonds-Skeptiker nicht verstehen

Nein, wir zahlen auch mit Eurobonds keinen Cent für Italiens Schulden, die müssen diese nach wie vor alleine zurückzahlen. Wir ermöglichen Italien lediglich einen günstigeren Zinssatz indem wir bürgen.

Deutschland müsste erst dann einen Cent bezahlen, wenn Italien irgendwann zahlungsunfähig wäre - aber dann zahlen wir sowieso für Italiens Schulden und haben noch ganz andere Probleme.

Eine Gemeinschaft sollte immer füreinander da sein - auch und vor allem in schlechten Zeiten. Deutschland hat Jahrzehnte vom Euro überproportional profitiert - jetzt können wir helfen ohne auch nur einen einzigen Cent in die Hand zu nehmen. Wir sollten das auf jeden Fall machen, denn alle Alternativen kosten viel mehr Geld! Ein Austritt Italiens aus der EU wäre für Deutschland eine zusätzliche Katastrophe von der wir uns sehr sehr lange nicht erholen könnten. Dann sind wir irgendwann diejenigen die nach Eurobonds schreien.

Erst ESM!

Es ist entlarvend, wie kategorisch man seitens Italien die Bonds fordert. Mit keinem Wort beschäftigt man sich mit dem bestehenden ESM als Hilfsfond. Sollte man merken, dass das nicht reicht, kann es ja notwendig sein, über Bonds mit begrenzter Laufzeit zu reden. Aber dieser kategorische Erpressungsversuch "Bonds oder Feind" ist unerträglich.
...und liebe Tagesschau gestattet mir den Hinweis: Der Schwerpunkt der wiedergegebenen Meinungen in euren Reportagen liegt sehr stark auf ein paar Bond-Befürwortern...das scheint nicht ganz die Stimmungslage der zahlenden Staaten wiederzugeben.

Geteilte Verantwortung für Verschuldung und Fiskalpolitik?

Ob die Italiener auch noch überzeute Europäer wären, wenn sie ständig für die Schulden anderer, z.B. Deutschlands aufkommen müssten?

Was mir an Eurobonds missfällt ist das Ansinnen, Verantwortung für die Verschuldung anderer zu übernehmen, ohne die Verantwortung für die Fiskalpolitik dieser Länder zu haben: geteilte Verantwortung für Schulden aber nationale Verantwortung in der Fiskalpolitik. Wäre Italien denn bereit, in der Haushaltspolitik genauso Verantwortung zu teilen, wie bei den Eurobonds?

Euro-Bonds

Das Thema Eurobonds kann man eigentlich abhaken. Es würde in Deutschland und auch einigen anderen EU-Staaten keine Mehrheit finden. 10 Jahre Berlusconi kann sich nicht jedes Land leisten und die Schulden aus dieser Zeit auch nicht.
Die Griechen haben diesen bitteren Weg bereits hinter sich, mit Halbierung der Renten, Verkauf des „Tafelsilbers“ etc. Wenn auch Deutschland seine Kreditwürdigkeit durch abenteuerliche Verpflichtungen verliert, was bleibt dann noch von der EU? Eine Lösung wäre ein weiteres Zusammenrücken der EU, Verlagerung von großen Teilen der Finanzpolitik nach Brüssel, um auf das Finanzgebaren der EU-Staaten starken Einfluss zu nehmen. Die ersten, die das ablehnen, werden die Italiener sein. Es liegen nun mehrere Vorschläge auf dem Tisch, alle zusammen sind starke Finanzhilfen in der Krise. Dies muss auch Conte würdigen.

09:24 von SchleswigHolsteiner

Italien hat eine Schattenwirtschaft in der Grössenordnung von ca 20%
.
weiß doch jeder
mein letztes Hotel in Griechenland musste ich auch bar bezahlen ...
deren Einstellung zu Staat und Gesellschaft
da ist es eben schwierig Geld zu fordern, wenn keiner was reinzahlt
ist eben ne grundsätzlich Sache wie betrachte ich das Miteinander und die Finanzierung
jeder Weg ist akzeptabel nur sollte eben Konsens herrschen
lauter Einzelkämpfer oder ne Solidar Gemeinschaft

Ich bin entsetzt darüber wie

Ich bin entsetzt darüber wie viel Hass und Verachtung hier Italien entgegengebracht wird. Es ist doch nicht Italiens Schuld, dass wir Deutschen uns unser Sozialsystem von der Schröder-Hartz-Maschmeyer-Clique widerstandslos haben zerstören lassen. Dass die italienische Wirtschaft durch das deutsche Lohndumping kaputtkonkurriert wurde. Dass die EU Italien wie Griechenland mit der Flüchtlingsproblematik im Stich lässt.
Vorwürfe aus dem reichsten EU-Land, das sich an seinen Exporten jahrelang auf Kosten der anderen fettgefressen hat sind in diesen Zeiten absolut fehl am Platz. "Sie leben auf einem viel zu hohen Lebensstandard" Geht's noch? Wie ist denn der Lebensstandard in den kleinen Dörfern in Italien?

Bonds

Italien droht mit dem Austritt aus der EU, beschimpft die möglichen Geldgeber. Ähnlich so Spanien und Frankreich +++. Die angeboten Hilfen in Milliaden sind nicht gut genug weil sie mit der Verplichtung zu Reformen verbunden sind. Europa der Egoisten ist nicht Reformfähig. Wie damals England die trotz reichlich Sonderregeln am Ende beschließen sich vom Acker machen und die Rechnung nicht zu bezahlen. Marcon Beschreibung des NATO Zustands passt auf die EU.

09:38 von To_LE

So hat Italien z. B. in der letzten Regierung das Rentenalter gesenkt, was Milliarden kostet
.
im Gegenzug hat man eben im Gesundheitsbereich gespart
so wollte es doch der Bürger ?

wachsende EU-Skepsis in Italien

ja natürlich-Italiener haben im Durchschnitt ein höheres Vermögen als die Deutschen, Italiener müssen nur 20 Arbeitsjahre nachweisen und gehen mit 84% vom letzten Netto in Rente.
Von den Einkommen, Pensionen und Arbeitsjahren italienischer Beamter will ich gar nicht erst anfangen.
Alles finanziert über Schulden und nochmals Schulden.
Und für diese Schulden sollen nun alle EU-Staaten bürgen?
Damit steigt Italiens Bonität und unsere sinkt.
Jede Volkswirtschaft in der EU muss sich selber finanzieren können, sonst hat sie in der EU keinen Platz!

Taxi Genau, wir retten die

Taxi

Genau, wir retten die "notleidenden", um später wieder Geschäfte machen zu können. Dieser EU-Begründung ist doch bekloppt. Wenn ich vorher Geld verteilen muss, um das dann wieder mit meinen Waren zurück zu bekommen, was habe ich dann verdient? Nix, ich habe die Waren verschenkt. Das sollte jedem Banker und BWLer doch selber einleuchten. Zu blöd, das diese Menschen es geschafft haben, überhaupt wahrgenommen zu werden. Wo wir doch besser den Ingenieuren zuhören sollten.

09:15, Sebastian15

>>Wer einmal lügt.....
Schon die Teilnahme am Euro haben sich südeuropäische Länder mit geschönten Zahlen erschlichen.<<

Südeuropäische Länder. Soso.

Für diese Behauptung haben Sie doch gewiss Belege?

Den Hasspropaganda ist doch ganz gewiss nicht Ihre Absicht.

Italien ist übrigens EU-Nettozahler.

um 09:13 von Felina2

>>"Die EU hat schon in der Flüchtlingsfrage versagt."<<

Hat sie das wirklich? War es denn nicht so das der weitaus überwiegende Teil der Mitgliedsstaaten sich nicht von Luxemburg (Asselborn), Frankreich und erst recht Deutschland zur Aufnahme illegaler Migranten gängeln lassen wollte? Mit welchem Recht auch sollten die das tun? Genauso stellt sich jetzt die Frage warum Deutschland für die Schulden von Ländern aufkommen sollen die verschwenderischer damit umgehen oder umgegangen sind? Die EU ist gut und die EU ist wichtig. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen das die Souveränität der Mitgliedsstaaten in vielen Bereichen erhalten bleiben muss denn dazu sind die Unterschiede (Rente, Steuerlast der Bürger etc.) noch zu groß.

09:36 von SchleswigHolsteiner

Zitat:"Italien erhält jedes Jahr Transferleistungen in Milliardenhöhe."
Deutschland auch! Und beide sind Netto-Beitragszahler...

09:17, Einfach Unglaublich

>>Die EU sollte sich wieder als reine Wirtschaftsgemeinschaft verstehen.<<

Das war nie ihre Absicht.

>>Lieber ein Europa der Regionen als einen Einheitsbrei.<<

Also jedes Land ein Einheitsbrei. Hauptsache er schwappt nicht über die nach dem zweiten Weltkrieg festgelegten nationalen Grenzen.

Italien sollte

bei seinen Äußerungen mal kleine Brötchen backen, auch Deutschland ist gerade dabei unendlich viele Milliarden zu setzen, wohin ist noch nicht ganz klar.
Dann noch für andere Bürgen, und sich höhere Zinsen anlasten, das kann nicht der Ernst der Italiener sein.
Das Problem des Euro ist lange bekannt, genau wie die ständige Ausweitung der EU an sich, zu schnell gewachsen und teilweise auch nicht bis zu Ende gedacht, weil die Gründerväter ja nicht wissen konnten, wie die Welt später aussehen wird.

Deutschland hat versucht den Haushalt zu sanieren, mit Folgen die man sehen kann, hat aber auch heute Geld für die Not.
Was haben die Italiener gemacht, außer ständig wählen und neue Regierungen ?.

Ob die Italien jetzt die EU kritisch sieht, oder auch nicht, das ist nicht von belang, denn das war vorher schon so.
Und Deutschland zahlt schon das Meiste ein, mal ist auch gut.
Es bedarf einer Reform der EU, und das schon lange, das betrifft Geld, und auch Aufnahmen.

Die Italiener ann ich verstehen

Die wachsende EU-Skepsis kann ich verstehen, ob sie angebracht ist oder nicht, sei einmal dahingestellt. Bislang hat sich das vereinigte Europa bei Krisen nicht gerade als dynamisch handlungsfähig dargestellt, ob Jugoslawienkrieg, Flüchtlingskrise oder aktuell die Corona-Pandemie. Und Frau Merkel wartet – wie immer – auf die „europäische Lösung“. Na, dann warten wir mal.

09:18, Wichtigwichtel

>>Die menschlichen Opfer sind zweifelsohne schlimm. Aber das ist in kalten Zahlen keine Zusatzbelastung sondern das vorzeitige Ableben einer größeren Anzahl Mitmenschen im kostenintensiven Alter ist ökonomisch eine Entlastung. Klingt hart, ist aber so.
Dafür Geld zu verlagen bedeutet noch die Toten zu Geld machen zu wollen.
Einfach nur widerlich.<<

Ich hoffe, Sie sehen das auch dann noch so, wenn Sie selbst aus Alters- und Gesundheitsgründen zum Kostenfaktor werden. Wie meine Tante Grete immer sagte, wenn Leute solcherart Meinungen vertraten: "Hoffentlich haben Sie den Strick schon in der Tasche!"

Gemeinsame Schulden

Wenn man gemeinsame Schulden, also Kredite für die andere Länder mit bürgen, haben will muß man unabdingbar auch eine gemeinsame Haushaltspolitik zulassen.
Wenn ein Land Schulden machen muss, für die Andere geradestehen, müssen diese Anderen auch die Verwendung der Gelder beeinflussen können. Eine Haushaltspolitik des lockeren Geldes darf nicht eine Haftung anderer nach sich ziehen.
Wenn, um ein Beispiel zu nennen, Frankreich Coronabonds haben will, dann muss deren Haushalt auch gemeinsam verabschiedet werden bis alle Schulden aus diesen Bonds getilgt wurden.

ich gebe dem It. Ministerpräsidenten...

... Conte recht.
Er hat ja nicht nur Skepsis gegenüber der EU geäußert, sondern sie vorher bereits scharf kritisiert, wegen fehlender medizinischer Hilfeleistung und fehlender Soliarität in den ersten 3 schweren Märzwochen für Italien.
Zu Recht !
Nicht nur fehlende Hilfe, nein, EU-Länder wie Deutschland haben in diesen Wochen Exportverbote, sprich auch nach Italien, von Schutzausrüstung verhängt.
Erst nachdem Ärzte, med. Personal und med. Gerätschaft aus Kuba, China und Russland in Norditalien eintrafen und massiv halfen und diese Bilder um die Welt gingen, war es den EU-Ländern Ende März dermaßen peinlich, dass sie flugs anfingen einzelne erkrankte it. Bürger in eigenen Krankenhäusern zu behandeln.
Die EU zeigt sich in dieser Corona-Krise hilflos, ohnmächtig und überflüssig wie ein Kropf.
Sämtliche EU-Regeln sind außer Kraft, weil jedes Land seine eigenen Notfallregeln macht und eigene Notstandsgesetze in Kraft setzt.

Drohpotenzial...

Das die Bevölkerung in allen EU Staaten eine zunehmende Entfernung zum EU Apparat vollzieht, ist ja nichts neues.
Ich verstehe im Bezug dazu nur nicht ganz, welches Drohpotenzial die Aussage mit der verstärkenden Skepsis der italienischen Bevölkerung gegenüber der EU, entwickeln soll?
Was will den Conte dahingehend unternehmen - den ITAXIT?
Dann kann Italien aber gleich den Bordstein hochklappen bei den Schulden, die schon vor der Krise da waren.

Das Melken

der Deutschen scheint in den südeuropäischen Staaten der Sinn der EU zu sein. Wenn sich die Nettozahler darauf einlassen, nur um eine ohnehin politisch und finanziell schon lange nicht mehr funktionierende EU künstlich zu kitten, werden am Ende die EU, der Euro und Deutschland (deren Bürger) kaputt sein. Und auch umbenannte Eurobonds, so wie man es jetzt hinterrücks zu planen scheint, haben denselben Effekt. Die EU ist zu einem Erpressersystem verkommen. Und die Geberländer werden regelmäßig politisch und finanziell erpresst. Die Politiker vergessen bei all ihren Wohltaten der letzten Jahre, dass sie gar kein Geld haben, sondern das Geld der Bürger, die dafür hart arbeiten, verteilen.

Eurobonds, nur faule Argumente

Da wird von den Berfürwortern gesagt das mit den Eurobonds Italien leichter Geld am Kapitalmarkt bekommen würde. Ist doch logisch das potentielle Kapitalgeber bei nicht liquide Kandidaten wie Italien sich das Risiko absichern lassen, das macht jede Versicherung übrigens, auch Ihre Kfz- Versicherung. Bauen Sie viele Unfälle, bezahlen Sie einen höheren Tarif. Aber nein, die nicht vorhandene Liquidität von Italien soll denn künftig Deutschland "ausgleichen". Wo sind den beispielsweise die Reformansätze von Italien um deren Situation zu verbessern? Pustekuchen! So wird das nichts mit einer stabilen EU Liebe italienischen Freunde.

09:18, Zundelheiner

>>keine Haftung Italiens?
zu was braucht es dann Eurobonds? dann könnte man doch auch die von Scholz vorgeschlagenen €-Hilfen in Milliardenhöhe annehmen....ach so, da würde man eben selbst mit Zins und Zinseszins in der Haftung stehen.....<<

Zinseszins gibt es bei Staatsschulden nicht. Es handelt sich um so genannte festverzinsliche Wertpapiere mit einer festgelegten Laufzeit. Bei den so genannten Eurobonds geht es darum, diesen Zinssatz eurozonenweit zu vereinheitlichen, so daß die Schwächsten nicht die höchsten Zinsen zahlen müssen. Nicht mehr und nicht weniger.

@ 09:53 von Sisyphos3

Ja so wollte sie es... aber dann soll er auch die Rechnung dafür selbst bezahlen.

Wenn ich nicht weit genug in die Zukunft blicke, und mir nur meine aktuelle Lebenssituation wichtig ist, dann ist das so.

Italien oft rigoroser als Deutschland.

@09:24 von SchleswigHolsteiner
Vor Corona, mit Familie in einem gut besuchten Café in der Münchner Innenstadt:
Trotz neuer Verordnung, dass jeder Gast einen ausgedruckten Rechnungszettel bekommen soll, schreiben die Kellner wie vor 50 Jahren mit Kuli auf einen Block und rechnen ganz altmodisch selbst zusammen.

Italien dagegen: Die Verpflichtung, jeder - auch der Gast - muss einen Rechnungsausdruck haben, wirkt normalerweise.

Auch für die Geldwäsche scheinen die alten Klischees nicht mehr ganz zu stimmen. Deutschland verweigert in der EU Transparenzregeln die Zustimmung.

09:55 von fathaland slim

also was die Zahlen betrifft die Griechenland ablieferte für den EURO Eintritt
dürfte doch unstrittig sein
ebenso die diskreten Bemerkungen / Druck auf Deutschland zum Thema Kriegsschulden WK2
mit denen die ihre Forderungen regelmäßig untermauern

Vielleicht.......

sollte Conte und dieitalienischen Medien sich mal fragen, woher die Skepsis gegenüber dem italienischen Finanzverhalten und damit den Euro-Bondes kommt? Bei Wikipedia z.B. ist einfach zu überprüfen, daß Italien mehr Mittel aus dem Marshallplan erhalten hat, als Deutschland. Dabei waren die Zerstörungen erheblich größer! Was hat der Staat Italien mit all seinen Regierungen, ähnlich wie Frankreich, mit den Finanzen gemacht, außerwie mit einem Füllhorn Gelder zu verteilen und Wahlen zu kaufen? Auch G.Conte ist nicht zu trauen! Man höre auch endlich mit dem Gesülze als Kunde des deutschen Exports auf. Auch vor den römischen Verträgen wurde nach Italien exportiert! Es wird schon seinen Grund haben, wenn Holland, Deutschland, Finnland und Österreich gegen Euro-Bonds, d.h. Übernahme der Garantie für die Schulden anderer Staaten, sind. In einem Großteil von Italien beherrscht eben das "dolce far niente" alles!Es steht zu befürchten, daß Euro-Bonds für alles mögliche verwendet werden!

10:00 von hwnw

nicht gerade als dynamisch handlungsfähig dargestellt,
.
wenn grundverschiedene Ansichten zu nem Thema bestehen
kann sich das auch schwierig gestalten

Italiens wachsende EU-Skepsis

Ich verstehe die Italiener!

Solidarität, Zusammenstehen und Hilfen in Corona-Zeiten aus anderen EU-Ländern?

Gab es nicht.

Schweigen war zu vernehmen.

China, Russland und Kuba haben geholfen!

Als es wieder um Geld ging, (Euro-Bonds) hörte man wieder Stimmen, u.a. U. v.d.Leyen...

Was für ein Bündnis.....

09:36, Pax Domino

>>Bitte schön
Volksabstimmung zurück zur Lira und raus aus der EU. Auf was warten denn die Italiener!
Ihr bekommt als Bonus dafür die Euro Schulden als Dankbarkeit erlassen , nur raus aus der EU und dem Euro!<<

Sie haben kein Vermögen.

Anders kann ich mir Ihr großzügiges Angebot, Italien die Schulden zu erlassen, nicht erklären.

Was meinen Sie, was dann auf dem Rentenmarkt los wäre.

Wenn Sie wissen, was das ist.

Ich weiß auch nicht, ob Sie wissen, daß Italien Gründungsmitglied der EU ist.

@ 09:51 von Basil Disco

"Es ist doch nicht Italiens Schuld, dass wir Deutschen uns unser Sozialsystem von der Schröder-Hartz-Maschmeyer-Clique widerstandslos haben zerstören lassen. Dass die italienische Wirtschaft durch das deutsche Lohndumping kaputtkonkurriert wurde."

Nun zerstört wurde hier gar nichts. Vielmehr waren die von Ihnen so benannten vorausschauend genug, dass bei abnehmender Bevölkerung, einem sich ändernden Beschäftigungsbildung in der Industrie das damalige System auf Dauer nicht mehr finanzierbar war. Wie gesagt, Geld was man ausgeben will, muss vorher einer verdienen, denn es fällt nun mal nicht vom Himmel.

Wenn Sie Deutschland heute als reichstes Land beschreiben (was es nicht ist, da die Italiener wesentliche mehr Vermögen haben) dann ist dies genau die Folge der von Ihnen kritisierten Reformpolitik. Ein Blick in die wirtschaftliche Situation der 90ziger und 2000sender Jahre Jahre, einschl. der damaligen Massenarbeitslosigkeit würde da helfen.

In der Krise wird der Charakter Egoismus deutlich sichtbar.

Die Idee von "Alle Menschen (alle europäischen Bürger) werden Brüder" ist deutlich gescheitert. Obwohl dieser idealistische Traum von Solidarität schon sehr sehr alt ist.
Der Antrieb der EU bestand seit seiner Gründung leider ausschließlich aus wirtschaftlichem Eigennutz. Ich mache jede Wette, hätte statt der NATO der RGW gesiegt, also nicht der Kapitalismus über den Sozialismus, sondern anders herum, gäbe es viel weniger Egoismus. Zwar kein Wirtschaftswachtum und keinen Wohlstand, aber auch keine Konkurrenz und damit keine Krisen.

10:04 von fathaland slim

"Hoffentlich haben Sie den Strick schon in der Tasche!"
.
also der Gunter Sachs hatte seine Flinte bereits geladen unterm Bett liegen
wobei da vielleicht weniger das Geld als das Verlieren seiner Würde in seinem Focus stand

09:40 von Dr. Dr. Sheldon..

"Nein, wir zahlen auch mit Eurobonds keinen Cent für Italiens Schulden, die müssen diese nach wie vor alleine zurückzahlen."

Stimmt so nicht, den indirekt werden eigene Kredite für Deutschland teurer und Italien sieht dadurch keiner Pflicht Reformen entsprechen ESM-Kriterien im eigenem Lans durchzuführen. Und was im Fall eines Zahlungsausfalls? Abschreiben?

Am 07. April 2020 um 09:55 von fathaland slim

>>Italien ist übrigens EU-Nettozahler.<<
Sind in Ihren Berechnungen auch die Stützungskäufe und Rückkäufe der EZB berücksichtigt ? Nur weil die EU ein Land als Nettozahler ausweist, muss es nicht so sein.

09:40 von Dr. Dr. Sheldon...

indem wir bürgen.
.
dann erklären sie mal den Begriff "Bürgen"
auch hinsichtlich der Risiken
wenn der Kreditgeber glauben täte sein eingesetztes Kapital wäre sicher
warum bräuchts da Sicherheit

@Basil Disco 09:51

Leider wundert mich dieser Hass und diese Verachtung überhaupt nicht. Viele halten sich eben für etwas besseres. Dann wundern wir Deutsche uns wenn wir im Ausland sind und dort unbeliebt sind. Ich empfinde kein Hass gegenüber Italien, ich finde auch nicht, dass Deutschland oder die Rest-EU in irgendeinerweise erpresst wird und ich finde es auch nicht richtig in der jetzigen Phase in der in Italien die Menschen wegsterben über die wirtschaftlichen Probleme des Landes vor der Coronakrise zu meckern. Diese Arroganz einiger Deutscher muss mal aufhören, ich sage bewusst einiger weil es nicht alle Deutschen sind.

um 10:04 von fathaland slim

>>"Ich hoffe, Sie sehen das auch dann noch so, wenn Sie selbst aus Alters- und Gesundheitsgründen zum Kostenfaktor werden. Wie meine Tante Grete immer sagte, wenn Leute solcherart Meinungen vertraten: "Hoffentlich haben Sie den Strick schon in der Tasche!""<<

Wissen Sie eigentlich wie teuer heute bei uns die Versorgung eines alten Mitbürgers ist? Da sind im Monat schnell mal ein paar tausend Euro fällig. Um nicht den falschen Eindruck zu erwecken; ich befürworte jegliche Versorgung unserer alten Menschen und das haben die verdient. Worauf ich vielmehr hinweisen möchte ist der Umstand das diese Finanzierung schon eine große (aber gute) Last für uns ist und da haben wir keinerlei Luft mehr um über Eurobonds noch unsere Nachbarn mitzufinanzieren, besonders wenn man bedenkt das unsere Wirtschaft auch am Boden liegt.

Am 07. April 2020 um 09:22 von Esche999

"Die EU ist eine Soidaritätsgemeinschaft zur Verhinderung von Selbstmordprozessen wie der 1. und der 2. Weltkrieg. Das ist wohl völlig in Vergessenheit geraten."
#
#
Die EWG oder EG hatte vor der EU eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung, da jedes Land ua. seine eigene Fiskalpolitik hatte. Das versprechen das die EU den Wohlstand aller EU Bürger mehren sollte ist nicht umgesetzt worden. Aus welchen Gründen auch immer.
Die jetzige EU zerstört die Solidaritätsgemeinschaft und fördert den Nationalismus.

@Wolff

Wo haben sie das her?
Hat den Deutschland zuviel Schutzausrüstung das sie nicht nach Italien exportieren wollte und wenn ja wo sind die Masken?

um 09:58 von Peter Meffert

>>"Zitat:"Italien erhält jedes Jahr Transferleistungen in Milliardenhöhe."
Deutschland auch! Und beide sind Netto-Beitragszahler..."<<

Ich möchte ja nicht alles auf die Goldwaage legen, aber bei dem Begriff "Nettozahler" überflügeln wir die Italiener bei weitem (ist aber ok so. Eurobonds wären aber nicht ok).

08:53 von Sisyphos3

Sehr schön zusammengefasst!

Diese paar simplen Beispiele zeigen, dass das Projekt EU viel zu schnell zusammengeschustert wurde.

Das kann nur schief gehen!

Bitte verstehen sie mich recht: Ich war zu Beginn eine begeisternde EU-Freundin.
Wir haben im engeren Freundeskreis viel diskutiert und auch gestritten.

Heute gebe ich meinen damaligen EU-Skeptikern recht!

PS. Übrigens, wir verstehen uns heute noch, wenn wir über Politik sprechen.

Bonds

Die Befürworter der Bonds zum Beispiel Wirtschaftvertreter die angeblich von erst Nein zu Ja gewechselt sind unterstelle ich mangelnde Habilität. Klar tolle Geschäfte machen kann man nur mit Ländern die am Eurotropf hängen., für die Kosten, Bonds darf dann der Steuerzahler haften.
《Ein Loch ist im Eimer oh Conte...》

Wenn sich Ahnungslosigkeit...

... mit Selbstgerechtigkeit, Ressentiment und sogar blankem Hass paaren, dann entsteht etwas, was man ein wenig polemisch als den hässlichen Deutschen bezeichnet.

Hier im Thread trifft man ihn.

@09:51 von Basil Disco

"Vorwürfe aus dem reichsten EU-Land, das sich an seinen Exporten jahrelang auf Kosten der anderen fettgefressen hat sind in diesen Zeiten absolut fehl am Platz. "Sie leben auf einem viel zu hohen Lebensstandard" Geht's noch? Wie ist denn der Lebensstandard in den kleinen Dörfern in Italien?"
_______________________________________________

Diese Märchen vom "reichen Deutschland" wird auch noch in 500 Jahren wiederholt werden, so wie der Ausspruch „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen!“ den Marie Antoinette nie gesagt hat.
Wir haben 1 Million schlecht bezahlte Leiharbeiter, fast 1,5 Millionen müßen aufstocken, 4 Millionen HARTZ IV Empfänger, zwei Millionen Kinder sind auf Hartz IV angewiesen, rund eine Million dieser Kinder fallen unter Kinderarmut.
Durchschnitt Vermögen BRD: 51.400 Euro
Durchschnitt Vermögen Italien: 163.900 Euro
Italiener haben eine gegenüber Deutschen rund 50% höhere Eigentumsquote.
Was für ein reiches Deutschland bitte? 1%?

Italien

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Euro-Bonds, da diese auf kurz oder lang ohnehin notwendig sein werden. Dafür hängt unsere Wirtschaft viel zu sehr auch an Unternehmen im Süden der EU.

ABER!!! Mich stört es gewaltig, dass ein wesentlicher Punkt gerade Italien betreffend, einfach nicht erwähnt wird! Die Italiener haben 2019 privat 2,5 mal mehr Vermögen angehäuft als wir Deutschen. Und da kann es nicht sein, dass man von einer gemeinsamen Haftung von Schulden spricht, wenn der italienische Binnenmarkt nach wie vor nicht in Gang kommt, wenn die eigenen Bevölkerung lieber auf dem Geld sitzt und es nicht ausgeben will.

Eigentor

Hier baut Conte meiner Meinung nach eine künstliche Drohkulisse auf. Ich bin der festen Überzeugung das Italien mehr von der EU profitiert, als wenn Italien nicht in der EU wäre. Dies auszuführen würde den Rahmen hier sprengen. So gesehen ist das für Conte nichts anderes als das Spiel mit dem Feuer und ich hoffe das Merkel und Scholz und Kurz und die Holländer hart bleiben?

um 10:17 von seifensieder

>>"Stimmt so nicht, den indirekt werden eigene Kredite für Deutschland teurer und Italien sieht dadurch keiner Pflicht Reformen entsprechen ESM-Kriterien im eigenem Lans durchzuführen. Und was im Fall eines Zahlungsausfalls? Abschreiben?"<<

Danke für Ihre Richtigstellung. Die Naivität einiger Beiträge ist wirklich beachtenswert.

Es sind die gleichen Pleite-Staaten...

...die mit den haargenau gleichen
"Argumenten" ihre EURO-Skepsis
untermauern wollen!!
Italien, Spanien, Portugal und
Griechenland sind und waren schon
immer Staaten die NOCH NIE in
irgendeiner Weise gehaushaltet
haben! Hierbei spielt der EURO
überhaupt keine Rolle!! Auch zu
Zeiten von Lira, Peseten und
Escudos war die Jammerei die
Gleiche! Oder hat jemand der in
Italien vor 50 jahren Urlaub gemacht
hat das Riesen-Bündel Lira-Scheine
vergessen, das man für den Kauf
eines halben Pfunds Butter
benötigte!?!
Genau DIESE Staaten wurden schon
einmal mit zig Milliarden EURO
Angesichts der Finanzkrise gerettet!
Nicht einer dieser Staaten hat trotz
der EU-Auflagen auch nur einen
Cent des Geldes für die Sanierung
des Staatshaushaltes verwendet!!
Statt dessen wurden jeweils neue
Regierungen gewählt, die auf die
klaren Vereinbarungen geschissen
haben! So what?!?
Wer noch den Namen der Banca
Monte dei Paschi di Siena im
Kopf hat weiß, dass gerade
Italien ein "black hole" und
Finanzmoloch ist...!!

hoffentlich kippt die D-Regierung nicht um

Bleibt zu hoffen, dass die D Regierung standhaft bleibt (ich persönlich bezweifle dies).

"Für sie sind die Corona-Bonds nichts anderes als Euro-Bonds - die Deutschland seit Jahren strikt ablehnt, weil sie ein erster Schritt zu gemeinsamen Schulden seien."
Genau das sehe ich auch!

D zahlt 25% des EU-Budgets, kann sich jeder sicher denken, wer letztlich drauflegt, welcher Steuerzahler am meisten belastet wird.

10:17, seifensieder

>>09:40 von Dr. Dr. Sheldon..
"Nein, wir zahlen auch mit Eurobonds keinen Cent für Italiens Schulden, die müssen diese nach wie vor alleine zurückzahlen."

Stimmt so nicht, den indirekt werden eigene Kredite für Deutschland teurer und Italien sieht dadurch keiner Pflicht Reformen entsprechen ESM-Kriterien im eigenem Lans durchzuführen. Und was im Fall eines Zahlungsausfalls? Abschreiben?<<

Wie kommen Sie auf die Idee, daß die Kredite teurer werden, wenn der Euroraum in seiner Gesamtheit haftet?

Der Fall eines Zahlungsausfalls tritt nur dann ein, wenn Italien kein Geld mehr leihen kann, um abgelaufene Anleihen zu ersetzen.

Sollte dies passieren, dann bleibt weltweit finanzpolitisch kein Stein auf dem anderen.

Sobald Geld ins Spiel kommt, ist das Vertrauen weg

"Die Zustimmung der Italiener zu Europa hat in der Corona-Krise gelitten. Ministerpräsident Conte fürchtet, dass die Skepsis noch zunehmen könnte, sollte sich die EU nicht auf gemeinsame Hilfen verständigen"

Und das zu Recht. Denn diese Skepsis beruht auf fehlendem Vertrauen - was schon aus dem Argument, Eurobonds führten zu einem "Kontrollverlust" hervorgeht.

Am Schlimmsten an diesem Streit um Macht ("Kontrolle"), der sehr deutlich den auf einem fehlgeleiteten Verständnis der Prinzipien von ökonomischer Vernunft, Selbstbestimmung (und vor allem Solidarität) beruhenden fehlenden Zusammenhalt innerhalb der EU illustriert finde ich, dass es am Geld bzw. dessen gesellschaftlichen "Spaltungspotential" gelegen haben wird, wenn Europa endgültig auseinanderfallen sollte. Weil es, wie ich hier bereits des Öfteren angedeutet habe, in seiner derzeitigen(!) Funktion einer konstruktiven Zusammenarbeit im Wege steht. Denn dafür ist Vertrauen (gegenseitiges) unabdingbar. Und Geld zerstört dieses.

um 10:17 von WM-Kasparov-Fan

>>".. Ich mache jede Wette, hätte statt der NATO der RGW gesiegt, also nicht der Kapitalismus über den Sozialismus, sondern anders herum, gäbe es viel weniger Egoismus..."<<

Die Wette halte ich dagegen. Der Sozialismus wird doch immer durch den Eigennutz ad absurdum geführt sobald die Genossen in die Lage versetzt werden sich zu bereichern. Das war schon bei Honey so, Kim steht dem nicht nach und sogar der eine oder andere Grünling bei und soll ja Ferrari fahren oder aufrichtige Sozialdemokraten villenähnliche Anwesen besitzen.

10:20, SchleswigHolsteiner

>>Am 07. April 2020 um 09:55 von fathaland slim
>>Italien ist übrigens EU-Nettozahler.<<
Sind in Ihren Berechnungen auch die Stützungskäufe und Rückkäufe der EZB berücksichtigt ? Nur weil die EU ein Land als Nettozahler ausweist, muss es nicht so sein.<<

Die Tatsache, daß ein Land Nettozahler ist, hat mit seiner Verschuldung nichts zu tun.

10:29, morgentau19

>>08:53 von Sisyphos3
Sehr schön zusammengefasst!

Diese paar simplen Beispiele zeigen, dass das Projekt EU viel zu schnell zusammengeschustert wurde.<<

Ja, siebzig Jahre sind viel zu schnell...

Es ist erfreulich ..

.. zu lesen, daß die meisten Foristen die Bemühungen der ital. Politik als eine besondere Art von Erpressung empfinden, denn das entspricht auch meiner Meinung. Die EU war von Anbeginn eine Art Fehlkonstruktion, welche uns Deutsche sehr viel Geld gekostet hat. Vermutlich war dies sogar die Absicht der sogenannten "Gründungsväter". "Maastricht - c´est Versailles sans guerre !" äußerte damals bereits ein französischer Staatsmann. Nun mag Geben ja seliger sein als Nehmen - doch sollte das keine Dauereinrichtung sein.

Ekelhaft

Da bricht er sich wieder Bahn in Hunderten Kommentaren, der neokoloniale deutsche Chauvinismus gegenüber Italienern und anderen "Faulpelzen", die ihr tolles Lebensgefühl auf unseren Steuergeldern aufbauen würden.

Natürlich fährt auch der chauvinistische Deutsche gerne zum Urlaub nach Italien und freut sich darüber, dass er dort mit seinen deutschen Euros bezahlen kann. Aber wenn es dann um Solidarität geht, da ist es schnell vorbei mit der Freundschaft.

Mit dem ESM gibt ein Land seine Souveränität in Bezug auf Finanzen auf, der ESM wird praktisch Regierungsmitglied. Dieses Regierungsmitglied zwang Italien, Griechenland und Co. u.a. zu massiven Einsparungen im Gesundheitswesen. Merkt ihr überhaupt noch was?
Wo ist euer Mitgefühl? Ihr macht mich fassungslos.

Stammtischgeschwätz bringt niemanden etwas!

@Sisyphos3
"in Rumänien - wenn sie sonst auch bettelarm sind - wohnen 96 % in der eigenen Wohnung/Haus hierzulande gerade mal 52 %"
Was soll das bitte Aussagen?? In Rumänien gibt es auch viel mehr Platz wie hier. Trotzdem sind die Menschen viel ärmer.

"in Ungarn wählt das Wahlvolk rechts, wie in Polen etc auch wie sieht das bei uns aus ?"
Was die Menschen wo wählen bleibt immer noch deren Sache. Auch das hat nichts mit dem Thema zu tun.

"klar lassen sich mit reichen Partner bessere und lohnendere Geschäfte machen aber sicherlich nicht wenn ich denen das Geld schenke"
Sie schenken GAR NICHTS! Auch in der Schuldenkrise hat niemand was geschenkt bekommen!
Ganz im Gegenteil: Deutschland hat sogar von der Krise profitiert. Aufgrund der in der Krise gesunkenen Zinsen auf deutsche Staatsanleihen konnten wir die letzten viereinhalb Jahren mehr als 100 Milliarden Euro einsparen. Dies ist mehr als die rund 90 Milliarden Euro, die Griechenland Deutschland (z.B. über den ESM) schuldet.

10:23, eine_anmerkung @10:04 von fathaland slim

>> Um nicht den falschen Eindruck zu erwecken; ich befürworte jegliche Versorgung unserer alten Menschen und das haben die verdient. Worauf ich vielmehr hinweisen möchte ist der Umstand das diese Finanzierung schon eine große (aber gute) Last für uns ist und da haben wir keinerlei Luft mehr um über Eurobonds noch unsere Nachbarn mitzufinanzieren, besonders wenn man bedenkt das unsere Wirtschaft auch am Boden liegt.<<

Machen Sie sich bitte kundig, was eine Staatsanleihe ist.

um 09:51 von Basil Disco

>>"..Vorwürfe aus dem reichsten EU-Land, das sich an seinen Exporten jahrelang auf Kosten der anderen fettgefressen hat sind..."<<

Ein oft gebrachtes Argument (Exportüberschüsse) das aber zu kurz greift und damit keines ist denn durch die Nullzinspolitik (die nebenbei die deutschen Sparvermögen wegfrisst) wird dieser Überschuss mehr als kompensiert. Einfach formuliert. Es werden unsere Waren (Exportüberschuss) mit dem Geld gekauft welches wir dem Käufer vorher in die Hand gelegt haben.

10:32, eine_anmerkung

>> Ich bin der festen Überzeugung das Italien mehr von der EU profitiert, als wenn Italien nicht in der EU wäre. <<

Italien hat diesen Verein mitgegründet.

Armer Staat, reiche Bürger - oder umgekehrt

Deutschland sei ein „Reiches Land“, hört man oft in Deutschland UND in Italien (natürlich). Aber woran macht man das eigentlich fest ? Und stimmt das überhaupt?

Das Vermögen der privaten Haushalte kann es jedenfalls nicht sein. Sowohl Italien, als auch Frankreich und Griechenland haben größere Haushaltsnettovermögen laut EuroStat als Deutschland. Grund: viele wohnen in Deutschland zur Miete, außerdem gibt es in Deutschland den größten Niedriglohnsektor in der EU. Die beiden Weltkriege haben zwar auch Vermögen vernichtet, ich halte das aber nicht mehr für die zentrale Ursache nach 75 Jahren.

@10:30 von fathaland slim

Wenn sich Ahnungslosigkeit...
... mit Selbstgerechtigkeit, Ressentiment und sogar blankem Hass paaren, dann entsteht etwas, was man ein wenig polemisch als den hässlichen Deutschen bezeichnet.
Hier im Thread trifft man ihn.
_______________________________________________

Ihnen ist aber schon klar, das mehrere Punkte dieser Auflistung, oftmals auch auf ihre Kommentare zutrifft?
Treffen sie sich sozusagen selbst?

um 10:32 von DB_EMD

>>"ABER!!! Mich stört es gewaltig, dass ein wesentlicher Punkt gerade Italien betreffend, einfach nicht erwähnt wird! Die Italiener haben 2019 privat 2,5 mal mehr Vermögen angehäuft als wir Deutschen. Und da kann es nicht sein, dass man von einer gemeinsamen Haftung von Schulden spricht, wenn der italienische..., wenn die eigenen Bevölkerung lieber auf dem Geld sitzt und es nicht ausgeben will."<<

Hinzu kommt das die Italiener im durchschnitt mit 55 in Rente gehen und deren Rente auch i.d.R. höher ist als die der Deutschen. Aber die Italiener sind tolle Menschen und unsere Freunde. Sie sprechen aber einen wichtigen Umstand indirekt an. Solange nicht gleiches Lohnniveau, gleiche Steuerlast, gleiche Rentenbezüge etc. vorherrschen braucht über eine Verallgemeinerung der Schulden nicht nachgedacht werden. Das wäre in jedem Fall ungerecht den Deutschen, Österreicher und Holländer gegenüber und die Bevölkerung würde das so wahrnehmen und nicht wollen.

EU ist nicht für das italienische Desaster verantwortlich

Die EU wird immer dazu missbrauchter von den eigenen politischen Unzulänglichkeiten abzulenken. Man hätte die Italiener auch bis 65 Jahren arbeiten lassen können und das dadurch gesparte Geld in die Gesundheitsversorgung stecken können. Politisch war das nicht gewollt aber verantwortlich dafür sind die italienischen Politiker und nicht die EU! Auch wurde Italien nicht gezwungen so viele Schulden zu machen oder den Vertrag von Maastricht zu unterschreiben. Auch das waren bewusste politische Entscheidungen.
Die Defizitgrenzen wurden von Italien schon zu guten Zeiten nicht eingehalten und werden auch nicht in Zukunft eingehalten werden. Ausweg: der Euro darf weiter existieren und jedes Land, bzw. Länderverbunde führt/en eine Parallelwährung ein.

Was völlig ...

... in der Berichterstattung totgeschwiegen wird.
Die EU und weit vorneweg die deutsche Regierungen haben die verschuldeten Südländer der EU (Griechenland, Italien, Portugal, Spanien) massiv gezwungen die Vorgaben des sogenannten Stabilitäts- und Wachstumspaktes der EU zu erfüllen. Insgesamt 63 Reglen und Vorgaben von 2011 bis 2018.
Im Kern ging und geht es dabei um das bekannte neoliberale Mandra weniger Staat (Staatsausgaben runter und Staat aus der Daseinsfürsorge raus) sowie um Privatisierung (wie massiv im Gesundheitswesen und Pflege)
Sprich die EU und allen voran Deutschland haben Italien und Spanien gezwungen ihre Gesundheit und Pflege kaputt zu sparen und deshalb der massive Zusammenbruch unter dem Corona-Virus dort. Es täte gut, wenn sich mal eine Regierungsverantwortlicher aus deutschem Lande dafür mal entschuldigen würde.

Transparenz

hin oder her, im Moment wäre ich dringend dafür die Verantwortlichen würden das erstmal hinter verschlossenen Türen austragen, statt alles in die Öffentlichkeit zu tragen. Das fördert hier wie da die EU-Skepsis, die einen fühlen sich im Stich gelassen, die anderen ausgenutzt. Das kann wohl kaum Sinn der Sache in einer solchen Krise sein. So könnte die EU tatsächlich zerbrechen, was für ALLE ein immenser Schaden wäre.

um 10:30 von fathaland slim

>>"... mit Selbstgerechtigkeit, Ressentiment und sogar blankem Hass paaren, dann entsteht etwas, was man ein wenig polemisch als den hässlichen Deutschen bezeichnet.

Hier im Thread trifft man ihn."<<
.
.
Lieber Fati! Trotz unserer diametral auseinandergehenden Meinungen würde ich Sie nicht als "hässlichen Deutschen" bezeichnen sondern finde Sie im Gegenteil eigentlich sehr nett.

Am 07. April 2020 um 10:16 von fathaland slim

>>Ich weiß auch nicht, ob Sie wissen, daß Italien Gründungsmitglied der EU ist.<<

Italien war Gründungsmitglied der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft).

Steuer und Abgabenlast in D am höchsten

Der ganzen OECD! Dies gilt zumindest für „unselbständige“ Arbeit. Kapital und Unternehmen werden in Deutschland nicht sehr hoch besteuert (vor allem ersteres nicht).

In Italien zahlen die Bürger weniger Steuern und Sozialabgaben. Deshalb allein schon ist der Staat oft viel klammer als Deutschland und hat weniger Geld für Finanzierung öffentlicher Aufgaben (zB Autobahnen!) und muss eher häufiger Schulden aufnehmen. Da Deutschland einen so großen Steuerhebel hat, sind auch die Zinsen zur Refinanzierung viel niedriger als in Italien.

Gerecht wäre es, wenn Italien eine Zwangshypothek auf Wohneigentum erheben würde. Dann bräuchten sie auch keine Euro-Bonds mehr.

Vielleicht sollten

Die Italiener bei Ihrer Euroskepsis lieber austretten.Ein Land in dem soviel Schwarz und am Staat vorbei gewirtschaftet wird und danach auf andere schimpft sollte vielleicht lieber alleine gehen.Wird aber nicht passieren da die EU die Einzige Möglicjkeit ist dieses Marrode System am Laufen zu halten.Da wird sich jeder hüten ,ausser zu schimpfen ,irgendetwas zu unternehmen.Leider
@fathaland slim
Nicht nur,man muss auch verstehen das diese Ewige Jammerei der Länder die seit Jahrzehnten nichts ändern und dann immer Verlangen einem auf den Zeiger geht.Bsp?
Das Italienische Parlament ist ein Wasserkopf sondergleichen ,praktisch ein Selbstbedienungsladen.Alle Versuche dieses zu verkleinern sind gescheitert.Die Schwarzarbeit in Italien ist nicht nur ein Kavaliersdelikt sondern eher Normalfall,das dadurch der Staat immer gelähmter wird und in Zeiten wie diesen in einer Krise (nunja die Krise ist in Italien eine Dauerhafte) endet.Griechenland hatte seit Jahrzehnten auf Kosten der EU gelebt

Lächerliche Diskussion

Sowohl Italien als auch Spanien waren schon vorher Bankrott, mit Corona hat das gar nichts zu tun.
Ich lebe in Spanien und vernünftige Spanier sagen mir, die Deutschen wären schön blöd wenn sie uns Geld geben würden.
Spanien verschwendet überall Geld ohne Ende, leistet sich doppelt soviele Beamte wie Deutschland bei halber Einwohnerzahl.
Wenn hier Geld herkommt, dann ist es für immer verloren. Niemand denkt daran das jemals zurück zu bezahlen.
Es gibt MEDE, dass wollen sie aber nicht, weil man dann sieht was sie mit dem Geld machen.
Italien ist keinen Deut besser, dort heißen die Verbrecher Mafia, bei uns sind es Politiker.

Am 07. April 2020 um 10:30 von fathaland slim

>>... mit Selbstgerechtigkeit, Ressentiment und sogar blankem Hass paaren, dann entsteht etwas, was man ein wenig polemisch als den hässlichen Deutschen bezeichnet.
Hier im Thread trifft man ihn.<<

Ich zähle mich nicht zu den Italien bashern. Ich arbeite gerne dort , mag die Menschen und akzeptiere deren Lebenstil. Das Motto der EU "Gemeinsam in Vielfalt"...ein gutes Motto. Das heisst aber nicht, dass ich deren Lebensart und Stil auch bezahlen muss.

@

Es geht nicht um die Dauer von 70 Jahren sondern um den Grundlegenden Anfang:Reines Wunschdenken ,Rosa Brille und Illusionen.Auch wenn ne Ehe 70 Jahre dauert kann Sie doch unter Falschen Vorraussetzungen geschlossen und die Reinste Hölle sein

@10:12 von Sisyphos3

>>09:55 von fathaland slim

also was die Zahlen betrifft die Griechenland ablieferte für den EURO Eintritt
dürfte doch unstrittig sein
ebenso die diskreten Bemerkungen / Druck auf Deutschland zum Thema Kriegsschulden WK2
mit denen die ihre Forderungen regelmäßig untermauern<<

Bezogen wurde sich aber auf "die Südländer". Das Griechenlands Beitritt für viele Politiker mehr eine Bauch- als eine Kopfentscheidung ist bekannt. Aber am stärksten betroffen sind m.W. Spanien und Italien (von Griechenland habe ich da bisher nicht viel gehört) - und da gibt es diesen Vorwurf nicht.
Alles wild durcheinander zu werfen, weil manche Länder aus ähnlichen Himmelsrichtungen kommen ist doch wirklich nicht zielführend.

Zudem ist jetzt meiner Meinung nach nicht die Zeit für Grundsatzdiskussionen dieser Art. Wir müssen mit der Situation zurecht kommen so wie sie ist.

Am 07. April 2020 um 09:51 von Basil Disco

>>Vorwürfe aus dem reichsten EU-Land, das sich an seinen Exporten jahrelang auf Kosten der anderen fettgefressen hat sind in diesen Zeiten absolut fehl am Platz.<<

Haben Sie gewusst, dass die Hälfte aller Griechen mehr besitzt, als alle Deutschen zusammen ? Der Immobilienbesitz ist in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern niedrig.

um 10:44 von fathaland slim

>>"Machen Sie sich bitte kundig, was eine Staatsanleihe ist."<<

Keine Angst lieber Fati; aufgrund meiner Vorbildung weiss ich das.

10:25 von sosprach

sosprach an mich:
"Wo haben sie das her?
Hat den Deutschland zuviel Schutzausrüstung das sie nicht nach Italien exportieren wollte und wenn ja wo sind die Masken?"
Sosprach, informieren sie sich doch erst, bevor sie hier posaunen.
Der Exportstopp wurde offiziell und regierungsamtlich von der deutschen Regierung verkündet - klaro !

„Wenn sich

„Wenn sich Ahnungslosigkeit...
... mit Selbstgerechtigkeit, Ressentiment und sogar blankem Hass paaren, dann entsteht etwas, was man ein wenig polemisch als den hässlichen Deutschen bezeichnet.

Hier im Thread trifft man ihn.“

Jetzt gehen mal wieder die Argumente aus und schon ist jeder, der nicht ein Freund der Bonds ist, das oben beschriebene. Peinlich und ein Offenbarungseid von einem „Diskussionstil“

Wegelagerer34, 10:07

Das Melken der Deutschen scheint in den südeuropäischen Staaten der Sinn der EU zu sein. Wenn sich die Nettozahler darauf einlassen, nur um eine ohnehin politisch und finanziell schon lange nicht mehr funktionierende EU künstlich zu kitten, werden am Ende die EU, der Euro und Deutschland (deren Bürger) kaputt sein.

Italien ist Nettozahler!

bezahlt unsere Schulden, oder ...

... wir haben Euch nicht mehr lieb.
.
Die Italiener haben schnell begriffen dass sich da eine schöne Gelegenheit bietet. Aus dem Schlechten das Gute ziehen ... eigentlich eine schöne Charaktereigenschaft.
.
Die Italiener sollen erstmal ihren Haushalt in Ordnung bringen. Den Missbrauch von EU Leistungen beenden. Und die Corona-Hilfen der EU (waren das nicht über 700 Mrd. Euro??) sinnvoll einsetzen.
.
Aber diese Krise als Vorwand zu verwenden um 40 Jahre Schuldenpolitik auf breitere Schultern zu verteilen ... geht gaaaar nicht.
.
Andererseits bin ich mir sicher dass sich Deutsche Politiker schon Mittel und Wege einfallen lassen werden dem Deutschen Steuerzahler diese Europäischen Schulden schmackhaft zu machen. Irgendein kreativer Name wird sich schon finden lassen.

Hilfe steht doch außer Frage

Italien hat in der Vergangenheit schon enorme Milliarden Summen aus der EU erhalten, das wird nicht mehr erwähnt. Außerdem wird so getan, als bekäme man keine Hilfe. Stimmt auch nicht. Italien soll geholfen werden aber das Land sollte bitte diese Krise nicht nutzen sich auf Kosten Deutschlands und anderer zu entschulden! Keine Euro Bonds! Dafür würde die EU nicht geschaffen... dann sollte man sie tatsächlich abschaffen! Wir selbst haben doch auch große Probleme und sind mit 104.000 Infizierten an 4. Stelle in der Welt. Deutschland nimmt gerade wahnsinnig hohe Schulden auf um das zu stemmen. Sollen wir zusätzlich auch den größten Teil der Schulden von Italien und Spanien und Frankreich übernehmen. Ein klares Nein aber Hilfe ja, wobei sich die Länder nicht aus ihrer Verantwortung ziehen können. Das wäre einfach Schmarotzertum ... so nicht ... auch wenn man das in den betreffenden Ländern natürlich anders sieht. Aber dort ist man nicht objektiv sondern denke eigennützig.

Finanzministertreffen...

Mit Nachdruck forderte Conte von den anderen EU-Regierungschef, Corona-Bonds einzuführen. "Europäische Hilfen gleich Corona-Bonds" hat sich seitdem in den Köpfen vieler Italiener festgesetzt. 
###
Egal wie diese Fonds auch heißen werden. Euro, Corona oder Solidarität-Bonds. Sie werden kommen...Dafür werden die Finanzminister besonders der großen Geberländer schon Sorgen. Sozusagen ein neuer Marshall Plan wie ihn die Tage schon Von der Leyen gefordert hat. Nur das es heute nicht wie darmals von den USA finanziert werden soll, sondern von den EU Mitgliedstaaten selber. Die einen mehr, die anderen weniger. In dieser Krise zeigt sich wie groß die Sollidarität in der EU untereinander wirklich ist. In der Vergangenheit war sie ja in anderen Dingen schon nicht mehr sehr groß. Fakt ist leider, die EU wird immer weiter auseinanderdriften und die Skeptiker werden Oberhand gewinnen...

„Wenn sich

„Wenn sich Ahnungslosigkeit...
... mit Selbstgerechtigkeit, Ressentiment und sogar blankem Hass paaren, dann entsteht etwas, was man ein wenig polemisch als den hässlichen Deutschen bezeichnet.

Hier im Thread trifft man ihn.“

Drei der ersten vier Schlagworte passen zu 110% zum Verfasser selber. Es bleibt, wie es ist.
Zeigt man mit einem Finger auf andere, zeigen vier Finger auf einen selbst. Herrlich dieses schöne Wetter heute

@ 09:40 von Dr. Dr. Sheldon..

"Nein, wir zahlen auch mit Eurobonds keinen Cent für Italiens Schulden, die müssen diese nach wie vor alleine zurückzahlen."

Aber auch nur solange I alleine zurückzahlen kann!

Warum sollen wir für jemanden bürgen und das Risiko eines Zahlungsausfalls übernehmen, der seit Jahre über seine Verhältnisse lebt?
Und dieses Risiko sehe ich bei I mehr als gegeben.

Ich finde das gegenüber dem deutschen Steuerzahler nicht vertretbar und erklärbar.

@10:41 von nomatch

>>Wir wollen sie ja unterstützen. Mit dem ESM, den man aber leider irgendwann zurückzahlen muss.<<

Staatsanleiehn müssen ebenfalls zurückgezahlt werden.

@ um 09:18 von Wichtigwichtel

"Welche Extrakosten meinen die denn?
die jetzt angeblich besonders Italien zu tragen hätte?

Kosten des Wirtschaftsstillstandes und Wiederanlaufes hat jedes Land zu tragen.

Die menschlichen Opfer sind zweifelsohne schlimm. Aber das ist in kalten Zahlen keine Zusatzbelastung sondern das vorzeitige Ableben einer größeren Anzahl Mitmenschen im kostenintensiven Alter ist ökonomisch eine Entlastung. Klingt hart, ist aber so.
Dafür Geld zu verlagen bedeutet noch die Toten zu Geld machen zu wollen.
Einfach nur widerlich."
.
Ich gehe mal davon aus, dass Sie weder selbstsüchtig noch zynisch sein wollen, sondern einfach nur wenig wissend sind.
Zum einen hinterlässt Covid-19 auch bei vielen Jüngeren eine fibröse Lunge, die die Arbeitsfähigkeit herabsetzt und hohe Gesundheitskosten bringt.
Zum andern sind die "kostenintensiven Alten" ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, dessen Einbruch in Italien wie auch in Deutschland eine extreme Rezession mit hoher Arbeitslosigkeit bringen würde.

Legen sie doch nicht jedes

Legen sie doch nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Sie wissen genau was der User damit gemeint hat.

DANKE

Danke für die kompetenten Kommentare, wie erfrischend euren konstruktiven Gedanken zu folgen! Wir haben die besten Männer dieser Welt!

10:40 von fathaland slim

eigentlich ! klappt es doch verhältnismäßig gut mit der EU

wenn man sich überlegt, dass Frankreich unser "Erbfeind" war über Jahrzehnte
und jetzt - zumindest meiner Meinung nach - ein total entspanntes Verhältnis herrscht
und sind wir mal ehrlich
herrscht zwischen Süddeutschen und Norddeutsche immer eitel Sonnenschein
werden Bayern in Berlin nicht gelegentlich mitleidig als Hinterwäldler betrachtet
das scheint wohl in der Natur der Menschen zu liegen

@@10:00 von hwnw

>>Bislang hat sich das vereinigte Europa bei Krisen nicht gerade als dynamisch handlungsfähig dargestellt, ob Jugoslawienkrieg, Flüchtlingskrise oder aktuell die Corona-Pandemie. Und Frau Merkel wartet – wie immer – auf die „europäische Lösung“.<<

Wer nicht auf eine europäische Lösung warten will, der darf sich nicht über die EU beschweren - denn die kann nur europäische Lösungen liefern.
Eine Lösung der Flüchtlingskrise wurde nicht von "der EU" blockiert, sondern von einzelnen Ländern die keine Verantwortung übernehmen wollten. Da sollte man dann auch ganz genau benennen wen man meint - denn das waren keine Verfechter der EU, sondern ihre stärksten Feinde.

@10:53 von wolf 666

"Was völlig ...in der Berichterstattung totgeschwiegen wird.
Die EU und weit vorneweg die deutsche Regierungen haben die verschuldeten Südländer der EU (Griechenland, Italien, Portugal, Spanien) massiv gezwungen die Vorgaben des sogenannten Stabilitäts- und Wachstumspaktes der EU zu erfüllen."

Genauso so ist das, ich kann mich noch gut erinnern an den Aufschrie letzten Jahres als Italien so etwas ähnliches wie Harz4 eingeführt hat, damit es weinigsten ein klein wenig soz. Absicherung gibt.

Ich fordere Solidarität mit

Ich fordere Solidarität mit dem deutschen Steuerzahler.

re schleswigholsteiner

"Am 07. April 2020 um 10:16 von fathaland slim

>>Ich weiß auch nicht, ob Sie wissen, daß Italien Gründungsmitglied der EU ist.<<

Italien war Gründungsmitglied der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft)."

Gründungsakt der EU war der Vertrag von Maastricht und als Unterzeichner war folglich auch Italien Gründungsmitglied.

Unbeschadet der Vorläuferinstitutionen.

09:03 von berelsbub

die sind aber unter den hiesigen foristen meinungsführend

11:03 von WiPoEthik

nicht die Zeit für Grundsatzdiskussionen dieser Art.
.
geschieht das in den angesprochenen Beiträgen
also ich denke nicht
gerade sind weiss Gott wichtigere Dinge zu lösen

10:20 von SchleswigHolsteiner

Zitat:"Nur weil die EU ein Land als Nettozahler ausweist, muss es nicht so sein."
Und nur weil Galilei gesagt hat, die Erde drehe sich um die Sonne, muss es nicht so sein...

EU-Skepsis

Das findet man in mehreren EU-Ländern aber , aus deren Sicht , nicht ohne Grund ! Die Hoffnungslosigkeit der höchstverschuldeten Länder wächst täglich. Deshalb wollen die ja auch das alle Länder in Haftung kommen. Und wenn es denn so käme, ist alles in einem Topf und zwar bestehend aus Haben und Soll aller Länder. Meist sind die Länder verschuldet aber die höchsten Verschuldungen sind bei : Italien, Frankreich , AUCH Deutschland und Griechenland. Die Staatsverschuldung steigt in Deutschland im Moment um 1,4 Billionen Euro an ! Das gesamte Schuldenpaket in Deutschland ist dann 7,6 Billionen Euro. Davon sind 6,2 bereits vor längerer Zeit vom Institut für Generationenverträge ,Freiburg, erechnet worden und jetzt die neue Steigerung dann sind wir bei 7,6 Billionen.
Über den Daumen gepeilt sind also die nächsten, noch ungeborenen 65 Generationen, bereits verschuldet !!!!! Nur der Ordnung halber , wie entschuldet sich ein Staat ? Nur, und allein ,durch Währungsreform ..... vielen Dank !

10:10 von fathaland slim

schon mal was davon gehört, daß man/frau schulden auch zurückzahlen muss, nicht durch noch mehr neue ersetzen? aber für einen linken ist das wohl nicht erkennbar

11:06 von geselliger misa...

Deutschen Steuerzahler diese Europäischen Schulden schmackhaft zu machen
.
>Solidarität< oder die große Europäische Idee
hat da irgendeiner Zweifel

11:06 von geselliger misa...

Zitat:"Und die Corona-Hilfen der EU (waren das nicht über 700 Mrd. Euro??) sinnvoll einsetzen."
Die sind noch gar nicht geflossen. Und gehen alle nach Italien? Dann ist ja alles gut... An alle Finanzexperten hier: "Eurobonds" oder wie sie auch heißen finanzieren nur NEUE Kredite, die Altschulden bleiben davon unberührt. Die Aussage, damit würden DIE Staatsschulden Italiens vergemeinschaftet, ist einfach falsch und eine durchsichtige Hetze gegen die "unverantwortlichen Südländer". Und Conte hat völlig recht, wenn er darauf hinweist, dass der jungen Bundesrepublik ein Großteil Ihrer Schulden aus dem 2.WK erlassen wurde und sich Deutschland (BRD + DDR!) durch quasi symbolische Zahlungen aus seiner Verantwortung für die Verwüstungen eben dieses 2.WKs gestohlen hat. Wenn Deutschland Kriegsentschädigungen in tatsächlicher Höhe hätte leisten müssen, würden wir heute noch auf ein Wirtschaftswunder warten.

Sollen die Italiener bitte in

Sollen die Italiener bitte in Zukunft selber für Ihre Schulden zahlen. Ach so, geht nicht. Die Nachfrage an deutschen Produkten würde zusammenbrechen.
MfG

08:38 Ih

>>Ich frage mich bis heute, warum es in der EU keine einheitliche Verkehrspolitik, Agrarpolitik, Klimapolitik etc. gibt? Oder setzen Länder wie D sie einfach nicht um?
Ich brauche keine Reisefreiheit, es gäbe wichtigeres!<<

Die EU kann sich ja nicht mal auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner einigen, wie jetzt bei den Euro-Bonds oder dem vorherigen EU-Haushalt. Das Chaos wäre bei gemeinsame Verkehrs- und Agrarpolitik ebenso vorher programmiert. Die reichen Länder müssen zahlen, die armen Länder nehmen!
Und ich brauche übrigens schon die Reisefreiheit!

11:23 von Peter Kock

Verschuldung ...
.
nur ein EU Problem ?
wer steht für die 30.000 Euro Schulden pro Kopf in Bremen grade
die Bayern die nur 1.200 Euro haben sicherlich als erste
ob man dafür Verständnis haben muß
Solidarität hin oder her

um 10:44 von USAUSAUSA

>>"Da bricht er sich wieder Bahn in Hunderten Kommentaren, der neokoloniale deutsche Chauvinismus gegenüber Italienern und anderen "Faulpelzen", die ihr tolles Lebensgefühl auf unseren Steuergeldern aufbauen würden."<<

Also ich finde Ihren Kommentar weder richtig noch fair? Niemand hat unsere italienische Freunde und EU-Partner als "Faulpelze" bezeichnet oder können Sie mir einen entsprechenden Kommentar zeigen? Also, bleiben Sie bitte sachlich.

11:29 von kleinermuck2012

halten sie das für ne sinnvolle Sache
dass wir denen unsere Produkte schenken
nur damit wir weiter arbeiten und produzieren können
uns nicht langweilig wird :-)

Besonders betroffene Staaten unterstützen

Ich lese immer, man müsse besonders betroffene Staaten unterstützen. Wer unterstützt also uns?

11:23 von Peter Kock

Zitat:"Nur der Ordnung halber , wie entschuldet sich ein Staat ? Nur, und allein ,durch Währungsreform ..... vielen Dank !"
Ein leistungs- und zahlungsfähiger Staat entschuldet sich nie! Er zahlt die laufenden Schulden zurück und nimmt dafür neue Kredite auf. So macht das zumindest Deutschland seit Generationen. Solange die Gläubiger wissen, dass Ihre Forderungen (Zins und Tilgung) erfüllt werden, ist das kein Problem. Und wenn der Staat wie D eine hohe Bonität genießt, zahlt er auch weniger Zinsen (D z.Zt. 0%). Staaten wie Italien oder Griechenland müssen aber höhere Zinsen zahlen und können deshalb die Umschuldung irgendwann auch nicht mehr finanzieren. Das ist das Problem. Natürlich müssen zu gemeinsamen Anleihen auch ökonomische Reformen kommen, aber wir wissen ja seit Hartz4, wie populär solche volkswirtschaftlich sinnvollen, für den Einzelnen aber problematische Maßnahmen sind.

Italiener sind wie Kinder...

sie schreien nach Hilfen, sie schreien nach der EU, sie sind an aber auch rein garnichts Schuld...so geht es nicht.
Eigenverantwortung war schon immer wichtig und die EU nimmt diese keinem Land ab. Die EU schafft in bestimmten, GEMEINSAM verabredeten Bereichen, Chancengleichheit. Dafür fordert man in manchen kleinsten Winkel Europas Regionen, dafür "zahlen" andere wirtschaftlich gut aufgestellte Gebiete. Dazu soll es eine einheitliche politische und rechtliche Grundlage für wirtschaftlichen Austausch geschaffen werden. Das hilft allen, die schwächer sind und eben keine besondere Marktmacht haben um sie das Recht "zu biegen", wie man es will.
Von einer gegenseitigen Haftung, gar Beschenkerei, hat keiner geredet. Und das kann der doch immer so stolze Italiener auch nicht wollen...

Was Ihr wollt?

Vielleicht fehlt es dem Einen oder dem Anderen an Vorstellungskraft was passieren würde, wenn Länder wie Italien, Spanien und auch Frankreich gemeinsam aus der EU austreten würden! Diese drei würden sich wahrscheinlich zu einer mediterranen Wirtschaftsgemeinschaft zusammen schließen. Chinesen und Russen, die nur darauf warten die europäische Tür aufzureißen, wären dort dauerhaft präsent! Deutschland würde einen riesen Binnenmarkt verlieren und erhebliche wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssen. Dann wäre es mit der sagenumwobenen Wirtschaftsmacht Deutschland passe! Denn Deutschland ist Exportnation mit wenigen eigenen Ressourcen. Diese müssten sie wieder teuer einkaufen werden. Nur ein Beispiel: Spanien hat nicht nur historische Wurzeln in Lateinamerika und genießt auch dort noch großen politischen und wirtschaftlichen Einfluss. Das wird von der EU genutzt, hauptsächlich von Deutschland wegen Rohstoffe. Das bräche komplett weg, wenn dies von Chinesen und Russen genutzt wird!!!!!

@11:24 von Karl Napf

>>10:10 von fathaland slim

schon mal was davon gehört, daß man/frau schulden auch zurückzahlen muss, nicht durch noch mehr neue ersetzen? aber für einen linken ist das wohl nicht erkennbar<<

Es ist bei Staatsanleiehn der Standardfall, dass eine Staatsanleihe de facto durch eine Nachfolgeanleihe ersetzt wird.
Kein Land (mit etwas wirtschaftlichem Sachverstand) hat es zum Ziel alle Schulden zurückzuzahlen und das Schuldenniveau auf 0% zu senken.
Die schwäbische Hausfrau mag ihr Heim erfolgreich verwalten - ist aber keine gute Ratgeberin für ein ganzes Land. Länder ticken anders. Das sollte man sowohl rechts als auch links wissen.

@ lh, am 07. April 2020 um 08:38

"Ich frage mich bis heute, warum es in der EU keine einheitliche Verkehrspolitik, Agrarpolitik, Klimapolitik etc. gibt?"

Sie haben aktuell noch die so wichtige Gesundheitspolitik vergessen! Man könnte auch andere Bereiche nennen!
Nunja, die Antwort ist einfach: Weil die meisten Mitgliedsländer nicht wollten (Stichwort: nationale Souveränitätsrechte!), dass Brüssel ihnen in diese Bereiche hineinregiert und entsprechend wurde die Architektur der EU angelegt. Gerade die nationalistischen Kräfte in den verschiedenen Ländern (sie es die RN unter Le Pen in Frankreich, die Lega in Italien oder die AFD hierzulande) predigen doch immer, dass ihr eigenes Land Vorrang habe und man die Schotten einfach nur dichtmachen müsse. Dabei zeigt sich doch gerade in dieser Krise, dass diese mit nationalen Bordmitteln alleine nicht zu bewältigen ist! Europäische Solidarität heißt allerdings nicht, dass die einen auf Kosten der anderen leben. Seine Hausaufgaben muss trotzdem jeder selber machen.

So ist die EU also nur eine Melkkuh?

Ich habe den Salvini nicht vergessen! Ich habe auch die Euro-Krise in Italien nicht vergessen. Und ich habe NICHTS gesehen, dass It. seinen Staatshaushalt saniert hätte. Und ich habe nichts gesehen, dass It. seine Schattenwirtschaft in Form von Mafia und N'drangheta ausgedünnt hätte. ES BRÄUCHTE KEINE EUROBONDS MEHR!

@JMzuHause 09.00

wenn Alle für die Zinsen und Tilgung haften, dann zahlt D und Andere, wenn Italien nicht kann . Entweder Conte versteht das nicht (was ich für unwahrscheinlich halte) oder er lügt bewußt.

@11:36 von Oberfussmeister

>>Ich lese immer, man müsse besonders betroffene Staaten unterstützen. Wer unterstützt also uns?<<

Gefordert werden von den besonders stark betroffnen Ländern Eurobonds - die dürften wir natürlich auch nutzen.

um 11:04 von SchleswigHolsteiner

>>
Haben Sie gewusst, dass die Hälfte aller Griechen mehr besitzt, als alle Deutschen zusammen ? Der Immobilienbesitz ist in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern niedrig.
<<

Bemerkenswert ! Können Sie vielleicht mal ein oder zwei Immobilien in Deutschland nennen, die nicht besessen werden (Genauer: Die nicht irgendjemand gehören, denn Besitz ist ja nicht Eigentum).

11:36 von eine_anmerkung

@um 10:44 von USAUSAUSA

>>"Da bricht er sich wieder Bahn in Hunderten Kommentaren, der neokoloniale deutsche Chauvinismus gegenüber Italienern und anderen "Faulpelzen", die ihr tolles Lebensgefühl auf unseren Steuergeldern aufbauen würden."<<

Also ich finde Ihren Kommentar weder richtig noch fair? Niemand hat unsere italienische Freunde und EU-Partner als "Faulpelze" bezeichnet oder können Sie mir einen entsprechenden Kommentar zeigen? Also, bleiben Sie bitte sachlich."

Der Kommentar von USAUSAUSA ist vielleicht unsachlich, trifft aber die Kernaussage der meisten Kommentare hier. Falls Sie das nicht glauben, scrollen Sie einfach nochmal durch.

11:24 von Karl Napf

Zitat:"schon mal was davon gehört, daß man/frau schulden auch zurückzahlen muss, nicht durch noch mehr neue ersetzen? aber für einen linken ist das wohl nicht erkennbar"

Genau das machten alle deutschen Finanzminister seit 1949. Alles Linke oder was? Wer den Unterschied zwischen Privatschulden und Staatsschulden nicht erkennt und keine Ahnung davon hat, wie der Rentenmarkt funktioniert, sollte sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen!

Ist schon klar,........

warum Italien für €-Bonds ohne jede Kontrollmöglichkeit ist. Ökonomische Vernunft findet man in Italien nicht, denn damit werden keine Wahlen gewonnen! Warum wohl hatte früher die Lira fast keinen Wert? Eine wie auch immer geartete Garantie für Staatsschulden wird in Italien für eine "carte blanche" angesehen, mit der soziale Geschenke auf billigem Kredit verteilt werden. Ich glaube ohne Mafia etc. wäre der Staat schon lange zerfallen! Wenn jemand den italienischen Lebensstil liebt, dann sollte er so ehrlich sein und "dem" Deutschen sagen, wie blöd er ist. Was würden die Italiener machen, wenn die Deutschen den Lebensstil übernehmen und auch nur auf Pump leben?

um 11:38 von Apollo1995

>>".. wenn Länder wie Italien, Spanien und auch Frankreich gemeinsam aus der EU austreten würden! Diese drei würden sich wahrscheinlich zu einer mediterranen Wirtschaftsgemeinschaft zusammen schließen..."<<

Ein solches Szenario in so weit weg von der Realität wie die Erde von dem Mond. Ich finde es nicht gut unbedarfte Leser mit solchen Kommentaren evtl. zu verunsichern die bar jeder Grundlage sind.

@10:21 von Sisyphos3

"wenn der Kreditgeber glauben täte sein eingesetztes Kapital wäre sicher
warum bräuchts da Sicherheit"

Für Privatpersonen ist das vielleicht schwer zu verstehen, für uns Unternehmer ist das Alltag.

Je besser die Bonität, umso besser die Zinsen. Wenn die ganze EU (es ist ja nicht nur Deutschland) bürgt, dann gibt es bessere Zinsen, als wenn Italien das macht.
VW würde für die Marke VW keinen Kredit beantragen, die machen das immer für den Konzern, weil es dann bessere Konditionen gibt. Auch wenn die Marke VW nicht pleite gehen wird ohne den Konzern mit in die Pleite zu ziehen, so ist aber das Gesamtrisiko für Banken geringer, weil alle Aktiva mit einbezogen werden.

Auch für Deutschland bedeutet das nicht höhere Zinsen, sondern sogar noch niedrigere, weil auch hier die Haftung auf die gesamte EU verteilt wird.

Somit ist die Aussage, das kostet uns etwas, weil wir mehr Zinsen zahlen prinzipiell falsch.

10:45 von eine_anmerkung

Zitat:"denn durch die Nullzinspolitik (die nebenbei die deutschen Sparvermögen wegfrisst) "
Nur die deutschen? Oder vielleicht auch die italienischen, französischen, belgischen...?

Zinsen

Ich habe mal nachgesehen: die Zinsen auf italienische Staatsanleihen haben sich binnen Jahresfrist auf unter 1 % nahezu halbiert. Angesichts so niedriger Zinsen bin ich mir nicht sicher, ob Herrn Contes Ziele bei der Forderung nach Corona – Bonds eine weitere Senkung dieses Zinssatzes sind.
Wenn die Zinsen der Grund für die Forderung sind, dann sollte mit der Forderung gewartet werden, bis überhaupt nennenswerte Zinsen für italienische Anleihen gefordert werden.

Warum Eurobonds fair sind:

Jedes Land würde seine Schulden alleine zurückzahlen, aber die Zinssätze wären für die Schwächeren viel niedriger.

Um das mit der Corona-Krise zu schaffen, leihen sich die Mitgliedsländer der EU jede Menge Geld. Länder wie Deutschland zahlen dafür keine Zinsen, sie bekommen sogar noch Geld dazu. Andere, wie Spanien und Italien zahlen steigende Zinsen. Die wirtschaftlich Schwächeren kommt die Krise also besonders teuer - und Kreditgeber verdienen an der Krise.

Die Lösung ist einfach: Alle Länder machen zusammen Schulden - Eurobonds (oder auch Coronabonds) genannt. Jedes Land würde seine Schulden alleine zurückzahlen, aber die Zinssätze wären für die Schwächeren viel niedriger. Die Starken helfen mit ihrer Kreditwürdigkeit. Das ist einfach und in einer Krise selbstverständlich. Aber die Starken, voran Deutschland, die Niederlande und Österreich, verweigern sich.

@11:36 von Oberfussmeister

"Ich lese immer, man müsse besonders betroffene Staaten unterstützen. Wer unterstützt also uns?"

Alle, falls sie es noch nicht mitbekommen haben uns geht es nur durch unseren Export gut. Stellen sie sich einfach mal vor keiner kauft mehr bei uns.

um 11:39 von WiPoEthik

>>
Kein Land (mit etwas wirtschaftlichem Sachverstand) hat es zum Ziel alle Schulden zurückzuzahlen und das Schuldenniveau auf 0% zu senken.
Die schwäbische Hausfrau mag ihr Heim erfolgreich verwalten - ist aber keine gute Ratgeberin für ein ganzes Land. Länder ticken anders. Das sollte man sowohl rechts als auch links wissen.
<<

Schuldenaufnahme für Investitionen ist angemessen. Ansonsten sollte ein Staat nicht für Zinsen Gelder bei jenen aufnehmen, die die Beträge eigentlich als Steuern hätten zahlen sollen, jedenfalls nicht in Zeiten von Positivzinsen für Staatsanleihen.

EU funktioniert nur, wenn sich all an die Regeln halten

@ paganus65, 07. April 2020 um 09:02 von

'Eigenheiten' . . . eine euphemistische Umschreibung für die verantwortungslose Schuldenpolitik, die einige EU in den letzten Jahren Betrieben haben und damit die wirtschaftliche und soziale Stabilität des gesamten EU-Raumes (siehe Euro!) gefährdet haben! Das 'Ausleben' der kulturellen und regionalen Besonderheiten der EU-Mitgliedsländer bleibt durch die EU-Mitgliedschaft völlig unberührt. Aber, auch wenn ich als Privatperson einem exklusiven Club beigetreten bin, so muss ich mich halt einfach an die Regeln halten, die dort gelten, und kann nicht einfach so weitermachen als gebe es nur mich selbst und meine egoistischen Interessen. Ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen, dass mit einer EU-Mitgliedschaft eben nicht nur Rechte, sondern auch Plichten und Regeln verbunden sind. Jedes Land kann seine nationalistischen Egoismen gerne ausleben, wenn es dies möchte, aber bitte nicht innerhalb der Solidargemeinschaft EU!

Am 07. April 2020 um 11:38 von Apollo1995

>>Chinesen und Russen, die nur darauf warten die europäische Tür aufzureißen, wären dort dauerhaft präsent<<

Der wirtschaftliche Teil wird schon von den Chinesen bedient, genauso wie auch hier bei uns. Die Immobilien werden jetzt schon von China gekauft, siehe Venedig. Die Schulden Italiens werden aber auch die Chinesen nicht bezahlen...und die Russen ganz bestimmt auch nicht.

um 11:43 von Peter Meffert

>>"Der Kommentar von USAUSAUSA ist vielleicht unsachlich, trifft aber die Kernaussage der meisten Kommentare hier. Falls Sie das nicht glauben, scrollen Sie einfach nochmal durch."<<

Ich denke man (Sie und Ihr werter Mitkommentator) sollten die Sache differenzierter sehen? Es geht hier keineswegs um persönliche Angriffe gegen unsere EU- Freunde und EU-Partner aus Italien. Es geht hier vielmehr um das Thema Eurobonds und die damit verbundenen Auswirkungen und da ist Kritik von den Betroffenen (Zahlemeister) durchaus angebracht und gerechtfertigt. Stellen Sie sich die Situation mal im umgekehrten Vorzeichen vor? Wie würden wohl die Italiener dann reagieren?

@08:55 von danke Wuhan - Für Eurobonds

"Ich bin in der Corona-Krise auf jeden Fall für Eurobonds. Jeder Staat zahlt seine Anleihen selbst zurück, aber die starke Gemeinschaft haftet gemeinsam und erreicht am Weltmarkt sensationelle Zinsen."

Leider sind die meisten unzureichend informiert und meinen deshalb, Deutschland müsse bei Eurobonds für andere Länder haften und bezahlen.

10:29 von eine_anmerkung

Zitat:"Ich möchte ja nicht alles auf die Goldwaage legen, aber bei dem Begriff "Nettozahler" überflügeln wir die Italiener bei weitem"
Sie haben natürlich recht. Ich weiß aber nicht, wieviele User hier dem Irrglauben unterliegen, Italien sei wegen seiner "Schluderwirtschaft" ein Empfängerland.

Erst EU Finanzamt, dann EU Bonds

Ein europäisches Finanzamt bedeutet eine Vereinheitlichung der Steuersysteme und einen gemeinsamen Haushalt. Dann wären Eurobonds auch kein Problem mehr.

Gegen die Aufgabe der Steuer- und Haushaltsautonomie aber gibt es erbitterten Widerstand in der EU, zB auch aus Frankreich.

Diese ganze Diskussion ist überflüssig. Warum muss Italien das Steueraufkommen Deutschlands anzapfen wollen anstatt sein eigenes Steuersystem entsprechend anzupassen?

Das war schon im Fall Griechenlands das Problem: das Sozialsystem war viel großzügiger als das deutsche, bei geringerer Abgabenlast für die Haushalte und größeren Haushaltsnettovermögen. Griechenland hingegen verwies nur auf die Probleme (Arbeitslosigkeit!), Einschnitte ins „eigene Fleisch“ wollte man tunlichst vermeiden, fürchtete den „Druck der Straße“. Mit Italien ist das genauso.

um 11:47 von Peter Meffert

>>"..Wer den Unterschied zwischen Privatschulden und Staatsschulden nicht erkennt und keine Ahnung davon hat, wie der Rentenmarkt funktioniert, sollte sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen!"<<

Bitte unterlassen Sie die persönlichen Angriffe auf unseren Mitkommentator den ich nebenbei gesagt außerordentlich schätze.

@ um 11:37 von Peter Meffert

"…
Ein leistungs- und zahlungsfähiger Staat entschuldet sich nie! Er zahlt die laufenden Schulden zurück und nimmt dafür neue Kredite auf. So macht das zumindest Deutschland seit Generationen. Solange die Gläubiger wissen, dass Ihre Forderungen (Zins und Tilgung) erfüllt werden, ist das kein Problem. Und wenn der Staat wie D eine hohe Bonität genießt, zahlt er auch weniger Zinsen (D z.Zt. 0%). Staaten wie Italien oder Griechenland müssen aber höhere Zinsen zahlen und können deshalb die Umschuldung irgendwann auch nicht mehr finanzieren. …"
.
Auf italienische Staatsanleihen werden weniger als 1 % Zinsen gezahlt. Da sollte sich Italien auch weiterhin umschulden können.

09:18 @Wichtigwichtel .. Extrakosten

" ... vorzeitige Ableben einer größeren Anzahl Mitmenschen im
kostenintensiven Alter ist ökonomisch eine Entlastung. ...
...
Dafür Geld zu verlagen bedeutet noch die Toten zu Geld machen zu wollen. ..."

Ihr Kommentar ist
... Einfach nur widerlich. ...,
pietät-und geschmacklos.
Sie sollten sich schämen.

@ Basil Disco 9:51

Ich glaub ich spinne!!!!
Schauen Sie sich doch mal an, wie hoch die Eigentums-Quote in Deutschland im Verhältnis zu Italien ist und sie werden feststellen, dass viel mehr Italiener Wohneigentum haben als Deutsche. Bsp geht auch mit Renteneintrittsalter und -höhe. Wir haben eben hier unsere Hausaufgaben gemacht und die Italiener hatten Zeit genug, das auch zu tun. Als Salvini meinte sich nicht an die Euro Stabilitätskriterien zu halten, hat Italien den letzten Funken Glaubwürdigkeit verspielt.

@10:37 von fathaland slim

>>Wie kommen Sie auf die Idee, daß die Kredite teurer werden, wenn der Euroraum in seiner Gesamtheit haftet?<<

Die Kredite werden (ggf.) für Deutschland teurer, weil Deutschland Teil des Euroraums ist und daher auch für die Euro-Bonds haften würde.
Die Gesamthaftung Deutschlands würde daher massiv steigen. Dieses erhöhte Risiko könnte(!) sich dann auch auf deutsche Staatsanleihen niederschlagen.
Eurobonds sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein ungünstiger Deal für Deutschland. Das heißt aber nicht, dass wir es nicht tun sollten, wenn der Rest der EU davon im Übermaß profitiert.

Sollten wir Eurobonds einsetzen, müssen wir jedoch äußerst restriktiv damit umgehen. Es benötigt dann entsprechende Regelungen und Automatismen die dafür sorgen, dass die Situation nicht aus dem Ruder laufen kann.
Es darf nicht passieren, dass irgendwann ein Trump/Erdogan-Verschnitt in einem der Länder das Sagen hat das Schuldenschwert des Damokles über der EU schwingt um uns zu erpressen.

11:41, deutlich

>>@JMzuHause 09.00
wenn Alle für die Zinsen und Tilgung haften, dann zahlt D und Andere, wenn Italien nicht kann .<<

Könnten Sie mir ein Szenario entwerfen, welches dazu führen könnte, daß Italien nicht können könnte?

Wie Sie ja hoffentlich wissen, werden Staatsschulden als so genannte fest verzinsliche Wertpapiere ausgegeben. Die haben eine festgelegte Laufzeit, dann werden sie zurückgezahlt und an ihrer Stelle neue ausgegeben. Ein Land kann dann diese Schulden nicht mehr zurückzahlen, wenn der Rentenmarkt keine neuen festverzinslichen Papiere zu zahlbaren Zinsen akzeptiert. So wie es Griechenland geschehen ist.

Mit so genannten Eurobonds ist das unmöglich.

>>Entweder Conte versteht das nicht (was ich für unwahrscheinlich halte) oder er lügt bewußt.<<

Sie nennen Herrn Conte also einen bewussten Lügner. Ich unterstelle Ihnen hingegen, daß Ihre Ahnungslosigkeit, die sich weiter oben offenbart, echt ist. Sonst müsste ich Sie ja einen Lügner nennen...

@ 11:41 von deutlich

"wenn Alle für die Zinsen und Tilgung haften, dann zahlt D und Andere, wenn Italien nicht kann . Entweder Conte versteht das nicht (was ich für unwahrscheinlich halte) oder er lügt bewußt."

Das muss Deutschland und die anderen dann sowieso. Wenn Italien die Eurozone verlässt würde nicht nur die deutsche Wirtschaft noch viel mehr leiden, auch die Euro würde extrem abgewertet - dann zahlen auch alle Bürger direkt die Kosten.

Aber wann ist denn ein Tilgungsausfall wahrscheinlicher, wenn der Schuldner extrem niedrige Zinsen zahlen muss, oder wenn er sehr hohe zahlen muss? Da die Staaten mehr Zinsen als Tilgung zahlen, kann ein niedriger Zinssatz eine Staatsverschuldung besser reduzieren als alle anderen wirtschaftlichen Maßnahmen.

11:50, Atze Grauer

>>Warum Eurobonds fair sind:
Jedes Land würde seine Schulden alleine zurückzahlen, aber die Zinssätze wären für die Schwächeren viel niedriger.<<

Mehr ist zu dem Thema eigentlich gar nicht zu sagen.

um 11:49 von Peter Meffert

>>"Zitat:"denn durch die Nullzinspolitik (die nebenbei die deutschen Sparvermögen wegfrisst) "
Nur die deutschen? Oder vielleicht auch die italienischen, französischen, belgischen...?"<<

Guter Mann, befassen Sie sich bitte mal mit dem Thema Sparquoten und den von mir genannten EU-internen wirtschaftlichen Interdependenzen. Nebenbei bemerkt ist in diesem Thema eine gewisse Frau Weidel äußerst kompetent.

Wenn auch mit anderen Ursachen

Erinnerungen an Griechenland werden geweckt...
Es rächt sich jetzt, dass Italien in den letzten Jahrzehnten kaum stabile Regierungen hervorgebracht hat und es zu viele Neuwahlen gab.

Da es an Kontinuität und Stabilität bei den politischen Ausrichtungen z. B. in den Bereichen Wirtschaft und Finanzen gab, fehlen jetzt Reserven und Ressourcen, um auf diese Krise passend zu reagieren.

Europa steht in der Pflicht, seine Schwächen Staaten zu schützen.
Sonst kommt es lawinenartig zu Zusammenbrüchen zunächst von Unternehmen, dann von Banken und zuletzt auch von Staaten.

Tourismus ist auf absehbare Zeit out als Einnahmequelle. Gerade in Italien hängen sehr viele Jobs - direkt, wie indirekt - am Tourismus.

Die Rechten versuchen schon jetzt Stimmung gegen die Regierung zu machen. Menschen, denen Geld, Nahrung und Perspektive fehlt, glauben beinahe an Alles.

Darin sehe ich die Gefahr nicht nur für Italien, auch für andere Regionen!

Vertrauen und Sicherheit bedeutet sozialen Frieden.

10:44 von USAUSAUSA

Zitat:"Da bricht er sich wieder Bahn in Hunderten Kommentaren, der neokoloniale deutsche Chauvinismus gegenüber Italienern und anderen "Faulpelzen", die ihr tolles Lebensgefühl auf unseren Steuergeldern aufbauen würden.
Natürlich fährt auch der chauvinistische Deutsche gerne zum Urlaub nach Italien und freut sich darüber, dass er dort mit seinen deutschen Euros bezahlen kann. Aber wenn es dann um Solidarität geht, da ist es schnell vorbei mit der Freundschaft."
Ich würde mir Ihre Wortwahl nicht zu eigen machen. Aber in der Sache stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu. Die Mischung aus Arroganz und Unwissenheit, die hier in vielen Kommentaren zu sehen ist, ist tatsächlich kaum zu überbieten.

@ Peter Meffert

Hallo Herr Meffert ,
wichtig ist ja nur , dass Sie keine Probleme mit einer Verschuldung von über 7 Billionen Euro haben und das über 60 noch nicht geborenene
Generationen bereits verschuldet sind !

11:51, Klärungsbedarf

>>Schuldenaufnahme für Investitionen ist angemessen. Ansonsten sollte ein Staat nicht für Zinsen Gelder bei jenen aufnehmen, die die Beträge eigentlich als Steuern hätten zahlen sollen, jedenfalls nicht in Zeiten von Positivzinsen für Staatsanleihen.<<

Wer ein wenig Vermögen besitzt und dies anlegen möchte, wird dies, wenn er konservativer Anleger ist, zu einem erheblichen Teil am Rentenmarkt tun.

Also Staatsschulden kaufen.

Dieses Geld hätte er nicht als Steuern zahlen müssen. Es ist sein Vermögen.

11:50 von Atze Grauer

ihre ansätze sind ja richtig. nur, italien und france haben garnicht die absicht, die schulden zurückzuzahlen. die wollen das geld zum persönlichen verbrauch von anderen geschenkt bekommen

Refinanzierungskosten für Deutschland würden steigen

Euro Bonds helfen nur den „Schwachen“ ohne die „Starken“ zu belasten? Das ist Blödsinn!

Mit den niedrigen Refinanzierungskosten des Bundes wäre dann nämlich Schluss ! Jetzt reden alle über Solidarität. Und wenn dann die Bundesrepublik ihre Steuern erhöhen muss, Jammern wieder alle, wie ungerecht das sei da doch die Italiener nicht so viel Steuern zahlen müssen!

Die deutschen Produkte werden auch so in Italien gekauft. Das ist nämlich eine Frage des Preises. Und die sind in jedem Land anders und die Deutschen sind schwer zu unterbieten, da oft garnicht in Deutschland produziert wird, sondern in Rumänien, Portugal oder Marokko oder oder oder ...

10:37 von fathaland slim

"Wie kommen Sie auf die Idee, daß die Kredite teurer werden, wenn der Euroraum in seiner Gesamtheit haftet?"

Ganz einfach, Italien steckt in einer Schuldenkrise und muss daher hohe Risikoprämien an Investoren zahlen. Coronabonds würden dem Abhilfe schaffen, weil Anleger sie als einen sicheren Hafen ansehen und sie daher trotz einer eher geringeren Rendite kaufen würden. Dies würde wiederum der deutschen Regierung das Schulden machen etwas verteuern, weil hiesige Anleihen als sicherer Hafen Konkurrenz bekämen.

@ eine Anmerkung

Richtig , was Sie schreiben !

Keine Verallgemeinerung von Schulden

Es ist nun Corona. Morgen gibt’s den nächsten Grund für den Wunsch, dass die gut wirtschaftenden Länder die Schulden der anderen bezahlen. Niemand hätte In Italien,Spanien,Griechenland oder Frankreich noch einen Grund, gut zu wirtschaften. Deutschland wird es schon bezahlen.
Natürlich muss man sich in der Situation unterstützen und da geht deutlich mehr als jetzt. Aber dafür gibt es nicht nur Euro Bonds.

11:57 von Goati3

Zitat:"Als Salvini meinte sich nicht an die Euro Stabilitätskriterien zu halten, "

Und vorher Berlusconi! Merken Sie was? Rechtsnationalisten hatten noch nie ein Interesse daran, sich an Regeln zu halten, die sie nicht selbst aufgestellt haben.

11:54 , eine_anmerkung

>>um 11:47 von Peter Meffert
"..Wer den Unterschied zwischen Privatschulden und Staatsschulden nicht erkennt und keine Ahnung davon hat, wie der Rentenmarkt funktioniert, sollte sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen!"

Bitte unterlassen Sie die persönlichen Angriffe auf unseren Mitkommentator den ich nebenbei gesagt außerordentlich schätze.<<

Der von Ihnen zitierte Satz ist Ihrer Ansicht nach ein persönlicher Angriff?

Interessant.

um 11:50 von sprutz

>>
Alle, falls sie es noch nicht mitbekommen haben uns geht es nur durch unseren Export gut. Stellen sie sich einfach mal vor keiner kauft mehr bei uns.
<<

Davon redet ja niemand. Unabhängig von bestehenden Vorgaben ist es auch wirtschaftlich sinnvoll, einen einigermaßen ausgeglichenen Außenhandel zu haben. Das zu erreichen wäre inzwischen in Deutschland ein langer, schwieriger Prozess, denn es ist nicht nur eine Frage der Binnennachfrage, sondern auch die Angebotsseite muss angepasst werden.

09:03 @berelsbub .. Schulhof

Auf dem Schulhof wurden immer die Schwächeren verdroschen.

Wir sind hier nicht auf dem Schulhof.

Oder vielleicht doch, wenn man hier so einige Kommentare liest, meinen winige, als vermeintlich Stärkere (superfleißige, tolle Deutsche) auf die Italiener eindreschen zu müssen.
Sie haben ja den Finanzminister im Rücken.

11:56 von Ritchi

Zitat:"Auf italienische Staatsanleihen werden weniger als 1 % Zinsen gezahlt. Da sollte sich Italien auch weiterhin umschulden können."
Das ist richtig. Aber es geht bei diesem Thema nicht nur um Italien, auch wenn das jetzt hier im Mittelpunkt steht, und die Zeiten werden sich auch wieder ändern.

Hallo Dr. Dr. Sheldon

ich bin vollkommen Ihrer Meinung, sie schreiben mir von der Seele! Endlich mal ein intelligenter Kommentar.

um 11:51 von Martin Vomberg

Zitat:"'Eigenheiten' . . . eine euphemistische Umschreibung für die verantwortungslose Schuldenpolitik, die einige EU in den letzten Jahren Betrieben haben und damit die wirtschaftliche und soziale Stabilität des gesamten EU-Raumes (siehe Euro!) gefährdet haben! "
Das ist schlichtweg falsch! Was ich mit "Eigenheiten" meine ist: Nicht alles zu vereinheitlichen. Regionale Identitäten achten. Sizilien ist nicht Tirol. Bayern ist nicht Hamburg... Das muß auch innerhalb der EU gelten.
Und wenn Sie von "nationalistischen Egoismen" reden, müssen Sie sich auf einen anderen Kommentar beziehen. Weder NationalISMUS noch Egoismen befürworte ich mit einem einzigen Wort.
Ja: An die Regeln halten. Da stimme ich Ihnen zu. Aber die Regeln so gestalten, daß sie mehr Frieden und weniger Zwist bringen, daß sie nicht überregulieren.
Deswegen war die EU subsidär geplant worden. Das ist Brüssels Regulierungseifer über das Ziel hinausgegangen. Wenn sich das einschwingt, wird die EU etwas richtig tolles.

11:53 von Atze Grauer

einfach mal den beipackzettel der eurobonds durchlesen

Aha, also gelten für

Aha, also gelten für Deutschland in Puncto Solidarität andere Regeln. Interessant...

12:01 von Peter Kock

Zitat:"Hallo Herr Meffert ,wichtig ist ja nur , dass Sie keine Probleme mit einer Verschuldung von über 7 Billionen Euro haben und das über 60 noch nicht geborenene Generationen bereits verschuldet sind !"

Haben Sie meinen Post gelesen und verstanden? Dieses "Nichtproblem" teile ich mit allen Finanzministern seit Gründung der BRD, den Anlegern auf dem Rentenmarkt und den meisten Volkswirtschaftlern.

11:57, WiPoEthik

>>Eurobonds sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein ungünstiger Deal für Deutschland. Das heißt aber nicht, dass wir es nicht tun sollten, wenn der Rest der EU davon im Übermaß profitiert.<<

Ich glaube nicht, daß Eurobonds einen ungünstigeren Deal für Deutschland darstellen würden. Denn der Euroraum in seiner Gesamtheit würde ja haften. Einer der wirtschaftsstärksten und stabilsten Währungsräume der Welt.

>>Es darf nicht passieren, dass irgendwann ein Trump/Erdogan-Verschnitt in einem der Länder das Sagen hat das Schuldenschwert des Damokles über der EU schwingt um uns zu erpressen.<<

Natürlich nicht.

Deswegen muss man jetzt endlich die Hausaufgaben nachholen, die man bei der Euroeinführung versäumt hat.

Das geht natürlich, um das zu vermeiden, was Sie beschreiben, nur mit einer Einschränkung der finanzpolitischen Souveränität der einzelnen Mitglieder.

Und genau das ist es, was die EU-Gegner nicht wollen.

Deswegen ihre Ablehnung von Eurobonds.

Sinnvoll handeln

Italien hatte Probleme und durch Corona sind diese noch weiter gewachsen. Wir können jetzt sagen, dass Italien seine Hausaufgaben nicht gemacht hat und mit dem Schlamassel alleine klar kommen muss, ob das in Zukunft aber eine Weise Entscheidung war, wage ich zu bezweifeln.

Wenn Europa es nicht einmal in dieser Krise hinbekommt über seinen Schatten zu springen, dann ist die EU in der Tat ein Schönwetterverein. Die Kanzlerin sollte mal abwägen was befristete Coronabonds Deutschland im schlimmsten Fall kosten würden und dieses einem Scheitern der EU und massiven Exportausfällen in Südeuropa gegenüberstellen.

In Italien wackeln die Banken beträchtlich und die EZB hat schon vor der Krise gesagt, dass ein Ausfall Italiens sogar die EZB überfordern könnte. Von daher würde ich als Kanzlerin in die gemeinsame Haftung für Italien mit einsteigen.

Rückblickend betrachtet wird man sich in 10 Jahren fragen, wie vielleicht 10-50 Mrd. deutsches Steuergeld solch ein Zankapfel sein konnte.

Reicher Norden vs. armer Süden

Eine gemeinsame Verschuldungshaftung könnte man in großen Teilen umgehen, wenn der Euro-Raum bereit wäre, sich in Teilen selbst zu finanzieren. Dazu könnten die reichen Nordländer durchaus den Süden mehr unterstützen. Im Gegenzug könnte man dann auch die Investitionen aus dem Euro-Raum direkt tätigen. Chinesen müssen in der EU keine Brücken oder Häfen bauen. Das können wir auch selber!

um 11:50 von Atze Grauer

>>"Die Lösung ist einfach: Alle Länder machen zusammen Schulden - Eurobonds (oder auch Coronabonds) genannt. Jedes Land würde seine Schulden alleine zurückzahlen, aber die Zinssätze wären für die Schwächeren viel niedriger. Die Starken helfen mit ihrer Kreditwürdigkeit. Das ist einfach und in einer Krise selbstverständlich. Aber die Starken, voran Deutschland, die Niederlande und Österreich, verweigern sich."<<

Wo liegt der Fehler? Die "Kreditwürdigkeit" der Starken "puffert" (monetär) die günstigen Kredite für die Schwachen. Das Perpetuum mobile der Finanzwirtschaft gibt es leider noch nicht.

Sie verschweigen dabei, dass

Die Zinsen für die von Ihnen "Starken Länder"
steigen werden.

Eurobonds, oder "Coronabonds", wie diese jetzt genannt werden würde ich befürworten, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt wären.

1. Annähernd gleicher Schuldenstand gemessen am BIP jeden Landes

2. Gleich hohe Besteuerung und Abgabenlast Prozentual zum Einkommen

3. Einheitliches Renteneintittsalter und gleiche Rentenberechnung.

Nicht hier sinkt das Rentenniveau und in den Südländern steigt es.

Wenn sie Südländer Fordern, müssen diese auch die schmerzhaften Prozesse der Nordländer durchlaufen. Das ist eine grundsätzliche Forderung der Nordlander. Wir sind einfach nicht bereit, den Südländern ihr DOLCE VITA zu finanzieren und unsere Bevölkerung dafüe über Gwebühr zu strapzieren. Schlieplich sind die Bürger der Nordländer nicht die Sklaven der Südländer. Wenn es anders herum wäre, würden es die Südländer auch von den Nordländern ebenso fordern.

12:03, Karl Napf

>>11:50 von Atze Grauer
ihre ansätze sind ja richtig. nur, italien und france haben garnicht die absicht, die schulden zurückzuzahlen. die wollen das geld zum persönlichen verbrauch von anderen geschenkt bekommen<<

Sie sind doch nicht wirklich so ahnungslos, was das Prinzip der Staatsanleihe betrifft?

Wenn das wirklich so wäre, dann wäre das allerdings echt bitter.

12:03 von Karl Napf

Zitat:" nur, italien und france haben garnicht die absicht, die schulden zurückzuzahlen. die wollen das geld zum persönlichen verbrauch von anderen geschenkt bekommen"

Ihre Behauptung wird durch Wiederholung nicht wahrer. Eurobonds bekommt man nicht geschenkt, man muss dafür Zinsen zahlen. Im Übrigen hat auch Deutschland noch nie ein Interesse daran gehabt, seine Staatsschulden zurückzuzahlen. Die werden fast immer nur umgeschuldet.

@11:48 von Dr. Dr. Sheldon...

>>Je besser die Bonität, umso besser die Zinsen. Wenn die ganze EU (es ist ja nicht nur Deutschland) bürgt, dann gibt es bessere Zinsen, als wenn Italien das macht.
(...) Auch wenn die Marke VW nicht pleite gehen wird ohne den Konzern mit in die Pleite zu ziehen, so ist aber das Gesamtrisiko für Banken geringer, weil alle Aktiva mit einbezogen werden.<<

Nicht vergessen, dass auch die Passiva mit einbezogen werden.

>>Auch für Deutschland bedeutet das nicht höhere Zinsen, sondern sogar noch niedrigere, weil auch hier die Haftung auf die gesamte EU verteilt wird.<<

Glauben Sie, dass die EU Negativzinsen wird zahlen müssen? Das war zumindest bis vor kurzem für Deutschland (bei einigen Anleihetypen) der Fall.
Die EU wird Anleihen in bedeutend größeren Volumina ausgeben als Deutschland das tun würde - dadurch wird der Zins wahrscheinlich nicht besser ausfallen als die Deutschlands bei eigenen Staatsanleiehen.

Die EU-Länder insgesamt würden aber sicherlich zinstechnisch profitieren.

@11:54 von Möbius

"Das war schon im Fall Griechenlands das Problem: das Sozialsystem war viel großzügiger als das deutsche, "

Na dann teilen sie uns doch mal mit wie viel und wie lange es zb. Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe es in Griechenland gibt. Wir sind alle gespannt auf ihre Antwort um die Großzügigkeit einschätzen zu können.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: