Kommentare - Schottlands Regierung will neues Unabhängigkeitsvotum

13. Dezember 2019 - 16:23 Uhr

Die Tories können nun mit ihren Brexit-Plänen durchmarschieren - und Schottland zieht Konsequenzen: Schon kommende Woche will Regierungschefin Sturgeon ein neues Unabhängigkeitsreferendum anschieben.

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Kommentare

17:00, wenigfahrer

>>Wir werden sehen, was wirklich kommt, das ist ein Problem von GB, haben wir selber nicht reichlich Probleme.<<

Viele Probleme machen an keiner Grenze Halt.

13. Dezember 2019 um 16:58 von Magfrad

"Warum die Kammern eine Referendum zustimmen werden? Weil man keinen Krieg mit Schottland riskieren wird wegen einem Unabhängigkeitsreferendum und weil die Schottischen Wähler 2014 betrogen wurden."

Ich glaube erstmal nicht dass Schotten oder Nordiren in den Krieg ziehen werden. Beide werden sich höchstwahrscheinlich bestmöglich mit der Situation arrangieren.

"Krieg mit Schottland"

Grundgütiger!

Was kommt als nächster Kommentar? Boris Johnson wurde von Außerirdischen entführt und ist durch einen vorprogrammierten Klon ersetzt worden, der nur noch den Einmarsch der Marsianer vorbereiten muss?

Anstatt ständig Mehrheiten und Wahlrechte zu kritisieren, oder Träume von Schottlands Unabhängigkeit zu favorisieren, wäre es eher zielführend, sich zu fragen, wie es dazu kam, ohne die Schuld bei den, für manch einen anscheinend stupiden, Wählern zu suchen.

Man kann nicht für eine Diskussionskultur werben und dann im gleichen Moment die Gegenseite abseits des Themas angreifen.

Politische Gestaltung beinhaltet auch, dass man die Verantwortung dafür tragen muss, wenn etwas nicht wie gewünscht lauft. Das sehen wir ja dann.

Einen schönen Abend zusammen!

@ 16:48 von Einfach Unglaublich

Die Warnung, dass Schottland bei einer Separierung aus der EU flöge und nur schwierig wieder reinkäme, hat nicht die EU ausgesprochen, sondern die Engländer. Die EU hat diese leider korrekte Rechtslage nur, pflichtgemäß, bestätigt. Die einzigen, die Wähler völlig ohne jede Aufklärung in ihr Unheil rennen lassen, sind die Brexiteers. Als Teil vom UK hat Schottland gar keine Chancen, wieder in die EU zu kommen. Doch hat Schottland einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern: Es erfüllt bereits, und das seit Jahren, alle EU-Standards - und hat eine Menge Öl ...

@16:47 fathaland slim

Einerseits ist das Problem, dass das britische Mehrheitswahlrecht das Ergebnis bekanntermaßen verzerrt: den 43,6% für die leave-Tories stehen 50,3% der Parteien gegenüber, für remain bzw. neues Referendum stimmten (Labour 32,2; LiberalDem 11,5; schottischeNP 3,9; Grüne 2,7), und alle Stimmen für unterlegene Kandidat*innen in einem Wahlkreis fallen komplett unter den Tisch und finden proportional keine Berücksichtigung bei der Zusammensetzung des Parlaments. Andererseits ist das Problem, dass Johnson außer "get Brexit done" völlig blank ist und nicht in Ansätzen klar ist, was er denn programmatisch umsetzen will bzw. welche Versprechungen er mit Leben füllen könnte. Dem Siegesrausch werden wohl schnell die Kopfschmerzen folgen...

Vergleich mit anderen

@Karwandler

Zitat: "Allerdings, das ist anders."

Als Antwort auf die "Katalonienfrage".

Ich muss ihm Recht geben. Es ist anders. Katalonien möchte sich von einem EU-Land loslösen und Schottland möchte sich evtl. von einem Land loslösen, welches evtl. bald kein EU-Mitgliedstaat mehr sein wird.

Das ist wie GUT und BÖSE - nur umgekehrt.

Die Schotten hatten bereits ein paar Anläufe und der nächste Anlauf wird kommen. Ein "Scotixt" ist dabei nicht unwahrscheinlich.

Man wird es sehen - ich wage da keine Prognose.

"Braveheart"

Der Film "Braveheart" gibt- bei aller Grausamkeit - nur einen geringen Einblick in die Untaten der Engländer gegen die Keltischen Bewohner der beiden Inseln.
Nicht nur im Mittelalter, sondern besonders auch nach dem Sieg des importierten Königs, der noch nicht einmal Englisch sprach, über den rechtmäßigen Thronfolger Charles, brach eine Welle äußerst grausamer ethnischer Säuberung an- wer Glück hatte, wurde nach Australien deportiert, die jungen Schotten als Sklaven verkauft, aber viele wurden einfach niedergemetzelt.
Wundert es da, dass die immer ausgebeuteten Schotten ihre verrückten Unterdrücker loswerden wollen?

13. Dezember 2019 um 17:02 von Einfach Unglaublich

"Bei einer Vereinigung braucht es keine Erneuerung der EU Mitgliedschaft. Gab es bei Deutschland auch nicht."

Schlechter Vergleich. Die DDR wurde aufgelöst und in die BRD integriert. Eine Wiedervereinigung der deutschen Länder im eigentlichen Sinne ist das nicht.
Die BRD wurde dadurch größer und keine großartigen Anpassungen notwendig.

Gestern waren noch

einige User felsenfest davon überzeugt, daß Johnson der Verlierer sein wird. Woher wissen schon wieder einige, daß das schottische Volk in der EU bleiben will? Statt wieder auf Umfragen zu setzen, sollte doch besser richtig gewählt werden.

Selbstbewusstes Schottland

Schottland sollte sich von den konservativen Briten trennen, die nicht über den Tellerrand schauen können, und in der EU bleiben.

Wenn hier andauernd

die Frage nach der Unabhängigkeit Schottland und die nach der Unabhängigkeit Kataloniens mit einem: Ätsch, genau das Gleiche, abgehandelt wird, zeigen die betreffenden Foristen leider (freiwillig) ihre Unfähigkeit oder Unwilligkeit, die unterschiedlichen verfassungsrechtlichen und historischen Voraussetzungen zu würdigen.

Good bye England, welcome Scotland

Als linker Demokrat muss ich weinenden Auges der Tatsache ins Auge blickend anerkennen, dass sich die Engländer mehrheitlich und demokratisch gegen Europa und europäische Regeln entschieden haben.
Sehr bedauerlich und damit auch abgehakt.

Wir sollten uns damit konstruktiveren Partnerschaften, zum Beispiel mit Schottland zuwenden. Scotch war mir immer irgendwie lieber als Gin.

Schottlands Regierung will neues Unabhängigkeitsvotum

"Die Wahlergebnisse in Großbritannien haben auch Schattenseiten für Premier Johnson. Denn in Schottland und Nordirland gewinnen die Nationalisten hinzu. Das dürfte Unabhängigkeitsbestrebungen stärken."
Es ist doch völlig gleichgültig, ob man die Bürger dieser Länder als Nationalisten oder als
Separatisten bezeichnet. Tatsache ist, dass sie dem Vereinigten Königreich nicht mehr angehören und sich ständig ihre Politik von London vorschreiben lassen wollen. Das Vereinigte Königreich ist so oder so nur noch Geschichte. Das sollten jetzt auch die Foristen begreifen, die für den Brexit waren.

Separation rechtlich möglich?

Ich frage mich, ob das staatsrechtlich möglich ist, wenn es in Katalonien nicht funktioniert hat. Die katalonischen Separatisten sitzen nun im Gefängnis oder werden gesucht.

Und der Gedanke, dass die Queen in ihrem Stammschloss Balmoral Ausländerin sein wird, ist kurios. Hoffentlich wird Visafreiheit vereinbart.

Es scheint für die Schotten aber keinen anderen Weg zu geben, als es zu versuchen, so traurig es ist.

Wenn man andere Meinungen nicht mehr tollerieren kann

Lustig, dass man in GB nur für die konservative, nationalistische Ideologie gerne das ganze Land an Amerika verkauft nur um es aus den"Klauen der EU"die man selbst mitbestimmt hat retten.Kulturell hat die EU uns weniger bevormundet als Amerika.
Ist mit der AfD das selbe. Nationalstaatliche und sogar ausländische Bevormundung ist absolut OK, solange sich diese zur einer nationalistischen Ideologie bekennen. Von Meuthen bis Gauland sie biedern sich aus ideologischer Verblendung sogar den selbst erklärten "Feinden Deutschlands" (Trumps Worte) an, sie wünschen
sich sogar dass die deutschen Wirtschaft einbricht und die
nationalistischer Regime floriert. Das hatten wir schonmal: Das sich Volkideologien auch schnell in Hass gegen das eigene Volk verkehren wenn es nicht spuhrt haben wir hierzulande auch schon erlebt.Auch hier im Forum würden einige lieber die Schotten als Partner ausschlagen weil sie es wagen ihre ihre Nationalideologie zu wiedersprechen.

Das ist es ...

... wovor die Briten am meisten Angst hatten:

dass die Deutschen mit dem Ergebnis der Wahl nicht zufrieden sind.

lol

16:47 von fathaland slim

Um das noch mal deutlich zu machen:

Würde das britische Wahlsystem die reale Stimmenverteilung abbilden, dann wären die Tories weit entfernt von einer Mehrheit.

Das Ergebnis ist dem so genannten Mehrheitswahlsystem geschuldet.

Herr Johnson muss jetzt Farbe bekennen und seine vollmundigen Versprechungen mit Leben erfüllen.

Mal sehen.
////
*
*
Zu Zeiten der Layborsiege hat das Wahlsystem niemanden interessiert.
*
Aber deren vollmundige Versprechungen haben sich noch nirgendwo erfüllt.

Die Schotten hatten ihre Chance

Wir haben 2 Fakten:
- Die Schotten sind, das haben sie vor gar nicht allzu langer Zeit gezeigt, als sie gegen einen Austritt stimmten, für einen Verbleib im Vereinigten Königreich
- Die Schotten sind mehrheitlich für einen Verbleib in der EU

Welcher dieser beiden Aspekte ihnen wichtiger ist, das mag Frau Sturgeon fleißig mutmaßen, aber es kann doch nicht sein, dass man alle paar Jahre über eine Abspaltung abstimmt.
Das sind Fragen, über die man vielleicht einmal pro Generation entscheiden kann, nicht jedes mal, wenn einem die Entscheidungen aus London nicht zusagen.

re einfach unglaublich

"Hat die mit knapper Mehrheit gewählte neue Kommussionspräsidenten die Schotten jetzt schon darauf hingewiesen, dass sie sich bei einem EU Beittittsgesuch hinten anstellen müssen, Hinter Nord-Mazedonien, Albanien und der Türkei?"

Muss sie nicht.

Die Beitrittsgesuche zur EU werden nicht nach Eingangsdatum abgearbeitet. Sonst gäbe es längst schon Stau hinter der Türkei.

@17:17 von tettigonia

"Achja, solange man gegen die EU Obrigkeit hetzt ist das OK. Wenn man gegen die tatsaechlichen schickanenen der Nationalistischen Zentralregierung in Londen wettert ist das anakronistisch und nicht erlaubt?"

Ich hetze nicht. Jedes foederale System hat irgendwie eine Zentralregierung. Dass die in London nationalistisch ist, wusste ich nicht.

@ andererseits

Ihre populistischen anti-Johnson Ausführungen in Ehren.

Fakt ist: ein schottisches Unabhängigkeitsreferendum bedarf der Genehmigung der britischen Regierung.

Am 13. Dezember 2019 um 17:06 von Messi

"Fakt ist: Schottland wird finanziell massiv von England unterstützt. Und viele Schotten arbeiten in England - nicht umgekehrt. Wirtschaftlich sind das Welten zwischen Schottland und England."

Was sie schreiben ist tatsächlich nur in Boris Phantasie so. Schottland kann sehr wohl auf eigenen Beinen stehen, genauso wie es für grosse Teile der Stromversorgung Englands aufkommt.

17:14, west-fale

>>Da war doch etwas Ähnliches in Katalonien.Mit Guardia Civil und Prozess in Madrid incl. langjähriger Freiheitsstrafen. In Schottland liegen die Dinge sicherlich " gaaaanz," anders. Oder?<<

Ja, die Rechtslage ist eine fundamental andere.

Großbritannien hat keine Verfassung, die Unabhängigkeitsreferenden verbietet.

@ 17:08 von KalliBayern

"Weshalb gibt es für uns kein Referendum?"

Weil das Königreich Bayern Geschichte ist!

Kann sein, daß......

ich mich täusche, aber zumindest ist der Populist Johnson sehr ähnlich dem Populisten Höcke! Beide haben nur Sprüche und Parolen auf Lager, aber nicht die Spur eines Plans! Sollte man Mitleid aufbringen für die Johnson-Wähler, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden?

@ fat slim

Den Amerikanern scheint es nicht gelungen zu sein, Ihnen das Mehrheitswahlrecht nahe zu bringen.

Wissen Sie nicht wie der Bundesrat zusammengesetzt ist?

Oder kennen Sie den Unterschied zwischen BundesTag und BundesRat nicht?

@ daneel

Die Meldungen der deutschen Medien im letzten halben Jahr, die uns ja weismachen wollten, dass die Engländer in der Mehrheit für einen Verbleib in der EU sind.

Boris Johnson mag bei vielen Sachfragen gelogen haben. Die deutschen Medien hingegen haben uns meines Erachtens nichts "weißmachen" wollen. Dass in der Volksabstimmung 52% für den Brexit waren, wurde doch in der deutschen Presse ausgiebig berichtet. Da hat auch kein Medium etwas anderes behauptet.

17:09 von Magfrad @StöRschall 16:51

Interresant das sie jetzt auf Seiten von Spaltern und Nationalisten sind. So einfach wie sie hier tun geht das nicht. Auch haben die Schotten dabei mehr zu verlieren als sie denken. Was Demokratie ist haben sie nicht so ganz verstanden. Mal gewinnt man, mal verliert man und dann sollte man das Ergebnis auch Respektieren.

Was nicht zusammengehört, wird niemals zusammenwachsen!

Es wird höchste Zeit, dass sämtliche Grenzen sowie Staatengebilde Europas einmal ergebnissoffen auf den Prüfstand kommen und ggf. deutlich berichtigt werden... Im übrigen kann man nur froh sein, dass Frau Barley innerhalb der SPD keinerlei relevante Position mehr einnimmt: bei derart unsinnig-verqueren Wortmeldungen wie den hier wiedergegebenen.......

re autograf

"Die Schotten können nicht einfach die Unabhängigkeit erklären, weil nur das Staatsvolk als Ganzes souverän ist"

Verlassen Sie sich darauf: Es hätte 2014 kein Referendum in Schottland gegeben, wenn es ein verfassungsrechtliches Hindernis gegeben hätte.

Ihre Ausführungen kollidieren mit der Realität, und die Realität gewinnt.

bitte genau lesen

@:
Am 13. Dezember 2019 um 17:17 von tettigonia
@IBELIN,Nachfrager - Ideologische Diskussion

"Achja, solange man gegen die EU Obrigkeit hetzt ist das OK. Wenn man gegen die tatsaechlichen schickanenen der Nationalistischen Zentralregierung in Londen wettert ist das anakronistisch und nicht erlaubt?"

Bitte lesen sie meine Beiträge dazu etwas genauer. Ich habe keine Schuldzuweisung gegeben, sondern nur Fragen aufgestellt.

@ 16:48 von Einfach Unglaublich

"... herzlichen Glückwunsch an den Gewinner, Boris Johnson. Er hat alles richtig gemacht."

Auch Boris Johnson wird bald merken, dass Lügen kurze Beine haben.

Haha

All denen die gegen die EU sind: alleine die Exportkontrollen für Exporte in die Hauptabnehmer deutscher Produktion, nämlich unsere Nachbarländer, der Zoll und vieles mehr, wird die deutsche Wirtschaft in Null Komma Nichts hinrichten. Na aber was erzähle ich Mitbürgern die in jeder Modernisierung nur Gefahr und deindustrialisierung sehen.

re von fathaland slim 17:15

Ihr Kommentar ist interessant:Da hat ein Forist ein sehr taktisches Verhältnis zum Separatismus.Und er wettert gegen die "Londoner Elite".Aber offenbar nur gegen diese.Denn wenn es um hier geht,zeigt er doch immer sehr konservative Positionen.

Aber das fällt Ihnen offenbar nicht auf ?

@16:38 von Frank von Bröckel

Nationalisten sind alle diejenigen Briten, die diesen Separatismus der Schotten und Iren ausdrücklich ABLEHNEN!

Äh ja. Genau aus diesem Grund hat das Vereinigte Königreich vier Fußballnational- äh Moment, sind das dann Separationsmannschaften?!

Aber es stimmt schon !

Findet "Separation" im Sinne der EU statt, gibt es keinerlei Kritik und man spricht diesen Menschen urplötzlich "jedes Recht gesellschaftlicher und politischer Selbstentfaltung" zu. Andersherum natürlich nicht,...da ist`s dann schnell Essig mit dem Demokratieverständnis aller EU.

Wer Europa im Wandel aufhalten will, egal wohin es wandern sollte, dem wird sehr,sehr schnell der Makel des Despoten und Tyrannen anhaften.

London hat...Rom , Madrid, Lissabon, Kopenhagen, Helsinki, Warschau, Prag, Budapest...usw. gezeigt,...dass eine Trennung von der EU (ohne Krieg und Kollaps) möglich ist.

Wer werden die ersten Nachahmer sein ?

Es kommt auf die Gesetze an

@ Charlottenburger:
Separation rechtlich möglich?
Ich frage mich, ob das staatsrechtlich möglich ist, wenn es in Katalonien nicht funktioniert hat. Die katalonischen Separatisten sitzen nun im Gefängnis oder werden gesucht.

Sie scheinen die spanische Verfassung nicht so recht zu kennen und Sie scheinen zu glauben, dass das Recht in Großbritannien einfach genau so wie in Spanien sein muss.

re barbarossa 2

"Gestern waren noch

einige User felsenfest davon überzeugt, daß Johnson der Verlierer sein wird."

Soweit ich sehe war das nur eine einzige Userin, deren felsenfeste Überzeugungen mich fast jedesmal irritieren.

"Woher wissen schon wieder einige, daß das schottische Volk in der EU bleiben will? Statt wieder auf Umfragen zu setzen, sollte doch besser richtig gewählt werden."

Erstens haben die Schotten beim Brexit Referendum pro EU abgestimmt, zweitens haben gestern fast alle Wahlkreise die Partei gewählt, die contra Brexit ist.

Also ganz aus der Luft gegriffen ist die Vermutung wirklich nicht ...

17:29 von karwandler

Wenn hier andauernd

die Frage nach der Unabhängigkeit Schottland und die nach der Unabhängigkeit Kataloniens mit einem: Ätsch, genau das Gleiche, abgehandelt wird, zeigen die betreffenden Foristen leider (freiwillig) ihre Unfähigkeit oder Unwilligkeit, die unterschiedlichen verfassungsrechtlichen und historischen Voraussetzungen zu würdigen.
////
*
*
Bei der Labourforderung nach einem 2. Referendum hatten Sie keine verfassungsrechtlichen Bedenken.
*
Ätsch sagten Ihnen die britischen Wähler.
*
Aber wer noch gestern das Gegenteil wusste, der hofft jetzt auf die Schotten.
*
Kommt nur mir das bilig vor?

13. Dezember 2019 um 17:21 von tettigonia

"Das hat die EU NIE getan, ganz im Gegenteil sie hat die Regionen oft gegen über der Nationalstaatlichen Willkür verteidigt"

Das will keiner hören, der die EU verachtet. Der sieht nur ausgegebenes Geld und nicht mehr.

@ tettigonia

Wenn man andere Meinungen nicht mehr tollerieren kann

Auch wenn man eine andere Meinung toll findet, muss man sie ja noch nicht unbedingt teilen.

17:20, IBELIN

>>@17:03 von B. Pfluger
"Lediglich das unglückliche Wahlsystem hat also den Sieg Johnson's möglich gemacht."

Angesichts dieser Zahlen und dieses Erdrutschsieges ist das Wahlsystem egal. Man kann sich auch die absoluten Zahlen ansehen. Die Torries liegen dabei bei 43% und Labour bei 32%. Eine ebenso klare Angelegenheit.<<

Es gibt nicht nur diese beiden Parteien in Großbritannien. Auch wenn aufgrund des die "Großen" begünstigten Mehrheitswahlsystems dieser Eindruck bei oberflächlicher Betrachtung entstehen kann.

@KalliBayern - 17:08

"Schade, dass unsere ach so tolle Demokratie mich nicht gefragt hat, ob ich dieses EU-Monster möchte oder nicht. Weshalb gibt es für uns kein Referendum?"

Da in Demokratien Mehrheitsverhältnisse den Ausschlag geben, wäre eine Befragung ihrerseits eigentlich ziemlich bedeutungslos.

Interessant wäre natürlich - sofern Sie Ihrem Namen nach auch Bürger dieses Freistaates sind - wenn Bayern die Bundesrepublik Deutschland per Referendum verlässt, um künftig als unabhängiger Amigo-Staat weiter zu existieren. Heimatverbundenes Führungspersonal, mit eigener Maut, fähiger Landesbank und eigener Sprache - das hätte schon was.

17:21 von Autograf

100 % Zustimmung. Das sind mal Fakten

@daneel (16:30)

Poland und Ungarn werden zu Recht sanktioniert, wenn sie Demokratie missachten; warum das Vereinigte Königreich nicht? Das Wahlsystem ist das eigentliche Problem.
____

Wo ist das ein Problem? Die Briten haben ein Mehrheitswahlrecht. Jeder Wahlkreis schickt einen Abgeordneten, der seine Interessen vertreten soll - was soll daran nicht demokratisch sein? Anders als in Verhältniswahlrecht werden eben keine Parteien, sondern Personen gewählt. Und der Zweitplatzierte geht leer aus - so ist das eben in einer Demokratie.

was GB wirklich geschehen ist

Schon köstlich zu sehen, wie die Propheten von gestern heute ihre Prognosen ins Gegenteil uminterpretieren. Dabei ist nur haargenau das selbe passiert wie damals beim Referendum : ein Ergebnis, welches meilenweit von einem nur halbwegs statistisch gesicherten Wert enfernt liegt - also wieder nur ein Zufallsergebnis. Da könnt ihr noch soviel hineininterpretieren. Aber etwas kann man schon ableiten : das Volk bewegt sich schwankend wie das Gras im Wind an der Grenzlinie zwischen ertragener Demokratie und heimlich herbeigesehntem starken Mann und im Zweifelsfall geht das Fressen vor der politischen Intelligenz. Nirgendwo ist die poitische Kraft vorhanden, der es gelingt, einen rationalen Kurs jenseits des Wahl-Termin-Opportunismus aufzuzeigen. Die deutsche SPD hat einnen bittern Preis gezahlt. Nur sie ?Man sehe sich all die Desintegrationen an .

re boris.1945

"Zu Zeiten der Layborsiege hat das Wahlsystem niemanden interessiert."

Das Wahlsystem war das gleiche, aber keiner hat danach behauptet, jetzt gaäbe es eine Mehrheit für irgendeinen Volkswillen.

Diese Umdeutung ist neu.

@LESEN - GRÜBELN - ...

Was passiert, wenn die Schotten dann am Ende doch unglücklich sind? Dürfen die dann wieder zurück nach England?

Zum Lesen und Grübeln gehört halt auch das Verstehen... Schottland war nie ein Teil Englands. Deshalb heißt der Landesname United Kingdom of Great Britain (das sind England, Schottland und Wales) and Northern Ireland. Sie können dann maximal ins britische Restkönigreich zurückkehren.

13. Dezember 2019 um 17:26 von andererseits

"Andererseits ist das Problem, dass Johnson außer "get Brexit done" völlig blank ist und nicht in Ansätzen klar ist, was er denn programmatisch umsetzen will bzw. welche Versprechungen er mit Leben füllen könnte. Dem Siegesrausch werden wohl schnell die Kopfschmerzen folgen..."

Die Aufstockung von Polizei und Krankenhäuser kann man mit der Einschränkung von Sozialprogrammen für Minderheiten erreichen. Die können sich nicht wehren und sind ohnehin durch die nationalistische Politik schwer unter Druck geraten.
Vielleicht haben sie schon vergessen mit welcher Rücksichtslosigkeit der Brexit beworben wurde und wie schnell Menschen, die in England geboren und aufgewachsen sind, aber nicht englisch Aussehen, auf der Straße von britischen Bürgern angegangen wurden.

Imaginaere vs echte Bevormundung

Nun wir haben Johnsons Lügen Märchen von "350 Millionen Pfund" wöchentlich, Fahrradgesetzen deren Wortlaut er genau umgekehrt hat, Gurkennormen und Wurstdefinitionen, die schon lange vor Gründung der EU in den Nationalstaaten existierten auf der einen Seite. Auf der anderen haben wir eine Britische Zentralregierung (genau wie die Franzoesische den Korsen und die Spanische den Catalanen) der den Schotten alles mögliche diktiert, wie sie ihren Aushalt zu führen hat, was ihrer Kultur zu sein hat und das und an welchen Stellen sie Atomkraftwerke zu bauen haben. Kein Brite erlangt Mündigkeit von der EU zurück in dem er sich von einem Populisten von ausgedachten Bedrohungen beschützen laesst. Bei den Schotten mag das etwas anders sein.

Was in Zusammenhang mit dieser Wahl....

....kaum Erwähnung findet ist das kaum messbare Ergebnis für die britischen Grünen im Gegensatz zu manchem Höhenflug der Parteikollegen auf dem Kontinent. Das zeigt, dass man auf der Insel andere Sorgen hat.....

Europäer

Wir sind ja alle Europäer. - Vieleicht sind aber die Schotten die besseren als die Briten...

@ C4

Die Schotten sind, das haben sie vor gar nicht allzu langer Zeit gezeigt, als sie gegen einen Austritt stimmten, für einen Verbleib im Vereinigten Königreich

Na und? Diskussionen sind dazu da, dass man seine Meinung auch ändern kann. Wenn die Mehrheit jetzt für einen Austritt ist, verlässt Schottland die Union. Was ist denn schon dabei. Wird das schottische Kreuz eben aus dem Union Jack heraus genommen.

@Frank von Bröckel (16:38)

Hier scheint ein kleines Missverständnis vorzuliegen!
Die hier angesprochenen Schotten und Iren sind sogenannte ausdrücklich KEINE Nationalisten, sondern sogenannte Separatisten!
Nationalisten sind alle diejenigen Briten, die diesen Separatismus der Schotten und Iren ausdrücklich ABLEHNEN!
____

Nein, hier liegt kein Missverständnis vor, sondern Sie haben unrecht.
Nationalisten (in Irland auch Republikaner) sind für einen eigenen Nationalstaat und einen Austritt aus der Union (dem Vereinigten Königreich, nicht der Europäischen Union), während diejenigen, die für einen Verbleib sind, als Unionisten (also für die Union mit England gemäß dem Union Act) bezeichnet werden. Das Wort Nationalisten hat auf den britischen Inseln eine ganz andere Bedeutung als in Deutschland.

Blasengebilde...

Das Ganze ist wieder ein Narativ, das seit eh und eh aufgeblasen wird, um Vorteile innerhalb des UK regelmässig wiederkehrenden Verhandlungsprozesses herauszuholen. Die Schotten werden im UK bleiben. Die Regierung wird jetzt das UK voranbringen und analog der Schweiz formidabel aufbauen. Das passt natuerlich den ewig Gestrigen , wie Corbyn nicht. Aber so wird es kommen! Und dann werden sich auch die Medien mit Ihren Kommentaren wundern, wie sehr sie danaben lagen . Das bürokratische Europa wird jetzt einen benchmarker haben, der zeigt wie man/frau es besser machen kann, oder auch nicht. Das ist gut fuer Europa!

@Kamminer

""Weshalb gibt es für uns kein Referendum?"

Weil das Königreich Bayern Geschichte ist!"

Die Geschicht lehrt auch, dass die Möglichkeit der Restauration besteht.

Guter Nationalismus, schlechter Nationalismus...

ist doch immer wieder verwunderlich, wie Manche hier immer zweierlei Maß anlegen können. Wenn in D bei Fußballweltmeisterschaften die Nationalflagge geschwenkt wird, kriegen sie die Krise- aber bei schottischem, irischem, katalanischen oder ukrainischem Nationalismus kriegen sie warme Gefühle...

@fathaland slim

"Großbritannien hat keine Verfassung, die Unabhängigkeitsreferenden verbietet."

Erfahrungsgemäß spielen Verfassungen in Europa nur eine untergeordnete Rolle, das als Verfassung betrachtete deutsche Grundgesetz verbietet auch Auslandseinsätze der Bundeswehr.
Papier ist geduldig.

@1.Senator (16:42)

Genau so sollten es die...
...Iren auch machen!
Erst ein Referendum zum
Zusammenschluß eines souveränen
Gesamtirlands und dann ein Votum
für eine gemeinsame, unabhängige
EU-Mitgliedschaft!

___

Ist eh nur eine Frage der Zeit. 1921 waren 90% der Menschen in Nordirland protestantisch und Unionisten. Heutzutage ist es Halbe-halbe. In näherer Zukunft werden die katholischen Republikanen in der Mehrheit sein, wie sie es an der Grenze in Derry etc. schon sind, wie man am Wahlegebnis sieht.
Wer sich fragt, warum das so ist, sollte sich Monty Pythons Sinn des Lebens ansehen. Ein Körnchen Wahrheit ist da dran.

re c4--

"Welcher dieser beiden Aspekte ihnen wichtiger ist, das mag Frau Sturgeon fleißig mutmaßen, aber es kann doch nicht sein, dass man alle paar Jahre über eine Abspaltung abstimmt.
Das sind Fragen, über die man vielleicht einmal pro Generation entscheiden kann, nicht jedes mal, wenn einem die Entscheidungen aus London nicht zusagen."

Frau Sturgeon mutmaßt?

Wenn Johnson mutmaßt, dass die Wahl ihm den Auftrag gegeben hat, den Brexit zu vollzien, dann kann Sturgeon aber erst recht mutmaßen, dass die Wahl ihr den Auftrag gegeben har, Schottland in der EU zu halten.

@ Mass Effect

Interresant das sie jetzt auf Seiten von Spaltern und Nationalisten sind.

Ich bin ebenfalls bei Schottland auf Seiten der Abspaltung von GB und bei Katalanien für einen Verbleib bei Spanien. Ich möchte ganz einfach eine starke EU, die sich nicht auseinander dividieren lässt.

@16:49 von fathaland slim

Schottische und irische Nationalisten sind Separatisten. Das liegt in der Natur der Sache.

Kommt darauf an, wie man Nation definiert. Gibt es eine Vereinigtkönigreichisch-Großbritannische Nation? Ich habe ja schon Probleme mit dem Begriff "deutsche Nation". Ist da jetzt der Zither spielende, Gamsbarthut und Lederhose tragende, Weißwurst essende Bayer oder doch der im Friesennerz gekleidete, Grünkohl mit Pinkel mampfende und boßelnde Norddeutsche gemeint?

@cbecker (16:48)

Aber warum ein Referendum ? Wenn man die Unabhängigkeit will, warum erklärt man die nicht einfach ? England wird schon keine Besatzungssoldaten schicken.
____

Weil es zwischen England und Schottland eine vertraglich geregelte Realunion gibt (Act of Union von 1707), welches beide Länder verbindet. Und genau dieses Gesetz müsste aufgehoben werden, um die Union zu lösen. Was viele vergessen: Schottland ist keine Provinz eines Zentralstaats wie Katalonien, sondern ein eigenständiges Land in einer Union. Und so wie Polen und Litauen sich trennen konnten oder Österreich und Ungarn oder Tschechien und die Slowakei, so können das auch England und Schottland. Die Queen ist Königin beider Länder - an der Stelle würde sich also nichts ändern. Aus der Realunion würde wieder eine Personalunion. So wie in Australien, Kanada oder Neuseeland auch.

18:00 von karwandler

re boris.1945

"Zu Zeiten der Layborsiege hat das Wahlsystem niemanden interessiert."

Das Wahlsystem war das gleiche, aber keiner hat danach behauptet, jetzt gaäbe es eine Mehrheit für irgendeinen Volkswillen.

Diese Umdeutung ist neu.
///
*
*
Netter Scherz.
*
Haben die etwa nicht regiert, als ob das dem Volkswillen entsprechen würde?

re einfach unglaublich

"Fakt ist: ein schottisches Unabhängigkeitsreferendum bedarf der Genehmigung der britischen Regierung."

Fakt ist: die britische Regierung hat kaum Spielraum, die Genehmigung zu verweigern, wenn sie von der schottischen Regierung verlangt wird.

@Franz von Bröckel

zumindest für Schottland gilt das nicht: durch den act of union wurden England und Schottland 1707 zu Großbritannien vereint. Schottland kann diesen Vertrag jederzeit kündigen. Separatismus wäre das nicht.

@Cosmopolitan_Citizen (16:54)

Die Anhänger der Partei als Nationalisten zu bezeichnen ist ein sprachlicher Fehltransfer aus dem Englischen ins Deutsche. Der SNP geht es nicht um die völkische Überhöhung des Schottentums - was "Nationalist" zum Ausdruck brächte - sondern um den Anspruch als Nation erstmal anerkannt zu werden.
____

Kein sprachlicher Fehltransfer, sondern eine Fehldeutung. Die Schotten wollen einen Nationalstaat - so wie die deutschen Nationalisten im 19. Jahrhundert auch. Was Sie meinen, sind Chauvinisten - ein Attribut, das der Nationalismus erst in der Hochphase des Imperialismus im ausgehenden 19. Jahrhundert bekam.

@16:45 von hjb

Die Schotten haben doch erst abgestimmt und sich für den Verbleib im Vereinigten Königreich entschieden und warum sollte beide Kammern des Parlaments in London einem weiteren Referendum zustimmen? Die EU lässt gerne solange Abstimmen bis es passt

Die Einwohner des UK haben sich doch erst 1975 für den Verbleib in der EU entschieden, die Regierung des UK lässt gerne solange Abstimmen bis es passt!

(Vielleicht merken sie selber, wo ihre Argumentation hinkt...) Falls nicht: 2019 ist nicht 1975, die Zeiten haben sich geändert. Und 2019 ist auch nicht 2014, damals wurde den Schotten eine Blockade des EU-Beitritts durch das Rest-UK angedroht, was mangels dessen Mitgliedschaft in der EU nach dem Brexit nicht mehr möglich ist. (Was Spanien angeht, steht auf einem anderen Blatt.)

@deutlich (18:07)

Guter Nationalismus, schlechter Nationalismus...
ist doch immer wieder verwunderlich, wie Manche hier immer zweierlei Maß anlegen können. Wenn in D bei Fußballweltmeisterschaften die Nationalflagge geschwenkt wird, kriegen sie die Krise- aber bei schottischem, irischem, katalanischen oder ukrainischem Nationalismus kriegen sie warme Gefühle...

_____

Das nennt sich inklusiver Nationalismus und exklusiver Nationalismus. Und das erste kann ganz schnell in das zweite umschwenken, wie uns unsere Geschichte gelehrt hat.

Das UK-Wahlsystem ist super!

In UK kann es keinen so großen Bundestag wie in D geben. Bei uns sollte der Bundetag aus 598 Mitglieder bestehen, hat aber aktuell 709 (glaube ich zumindest). Warum nicht das UK-Wahlsystem übernehemen? Wer den Wahlkreis gewinnt ist gewählt, alles andere hinfällig (2. Stimme, Überhangmandat). Ich finde die jetzige Wahl absolut demokratisch und super für Europa. Bin mal gespannt wie die ganzen negativen Auswirkungen für UK wirklich spürbar werden. Alle werden merken, dass ein Leben ohne der EU auch möglich ist und vielleicht besser und vor allem billiger! Nachdem aber in D alle schon auf EU und Klimaschutz eingeschworen sind, habe ich leider für D keine Hoffung mehr.

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