Ihre Meinung zu: Schottlands Regierung will neues Unabhängigkeitsvotum

13. Dezember 2019 - 16:23 Uhr

Die Tories können nun mit ihren Brexit-Plänen durchmarschieren - und Schottland zieht Konsequenzen: Schon kommende Woche will Regierungschefin Sturgeon ein neues Unabhängigkeitsreferendum anschieben.

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Kommentare

eben nicht

"Das Ergebnis kann einem gefallen oder nicht. Es ist jedoch zustande gekommen aufgrund einer zweifelsfrei demokratischen Wahl. "

"Und wie die Wahlen bestätigen, ist die große Mehrheit der Briten dafür, dieses aufgeblasene Monstrum EU schleunigst zu verlassen und das von ihnen erarbeitete Geld im eigenen Portemonnaie zu behalten."

"Also entweder ist dieses "Pro-Brexit" Wahlergebnis manipiliert oder es waren die Meldungen in der deutschen Medienlandschaft im letzten halben Jahr, die uns ja weiss machen wollten, dass die Engländer in ihrer Mehrheit für einen Verbleib in der EU sind."

Wie es in einem anderen Tagesschau-Artikel heute heißt, haben selbst bei dieser Wahl, wo Corbyn viel vergeigt hat, mehr gegen als für Brexit gestimmt. Das Ergebnis kommt von dem zutiefst undemokratischen Wahlsystem.

Poland und Ungarn werden zu Recht sanktioniert, wenn sie Demokratie missachten; warum das Vereinigte Königreich nicht? Das Wahlsystem ist das eigentliche Problem.

Tatkräftige Unterstützung

Das Referendum in Schottland sollte die Bevölkerung der EU tatkräftig unterstützen. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Ansonsten wird Englands alles unternehmen ein solches Referendum zu torpedieren.

Es...

war zu erwarten das bei einem Sieg der Torries zum House of Commons (Unterhaus). Das Schottland ein zweites Referendum zur Unabhängigkeit anstrebt. Das Erste wurde unter falschen Voraussetzungen durchgeführt. Ich hoffe das Schottland unabhängig wird.

Hier scheint ein kleines Missverständnis vorzuliegen!

Die hier angesprochenen Schotten und Iren sind sogenannte ausdrücklich KEINE Nationalisten, sondern sogenannte Separatisten!

Nationalisten sind alle diejenigen Briten, die diesen Separatismus der Schotten und Iren ausdrücklich ABLEHNEN!

Genau so sollten es die...

...Iren auch machen!
Erst ein Referendum zum
Zusammenschluß eines souveränen
Gesamtirlands und dann ein Votum
für eine gemeinsame, unabhängige
EU-Mitgliedschaft!
Die Zeit ist nach 30 Jahren meines
Erachtens endlich auch hier reif
dafür!
Großbritanien macht es genau so
wie Donald Trump, GB-first und
scheiß was auf die Anderen!
Und genau so sollte es die EU auch
endlich machen, anstatt weiter
zuzulassen, dass sich GB auf Kosten
des restlichen Europas politisch
wie wirtschaftlich saniert...!!

Small England kann sich ja

Small England kann sich ja auf Trump verlassen. Oder doch nicht ?

Muss man das so sehen wie in Katalonien

oder ist das anders.

Nun ja, vielleicht ist die Zeit gekommen und auch...

...reif dafür, sich von Londons Politik zu trennen.

---

Jedes Volk sollte das Recht haben sich selbst regieren zu dürfen.
Das mag einigen komisch vorkommen, daß ich als Brexit Gegner dies sage,
da es ja bedeuten würde bzw. könnte
ich halte nichts von einer Union wie die EU.
Weit gefehlt.
Und im Übringen kann man die Verbund der Staaten innerhalb der EU nicht mit dem Bund des vereinigten Königreich vergleichen.

Die Engländer sind es nur nicht mehr gewohnt Macht abzugeben, denn sie haben diese schon zu lange für sich beansprucht.
Da müssen die "wilden" Schotten u. "aufmüpfigen" Iren stets hinter ihren Erwartungen zurückstecken.

Ich persönlich würde mir wünschen, daß Schottland u. auch Irland &Wales in der EU bleiben u. davon profetieren.

Sollen sich doch die Brexit Befürworter und allen voran Boris Johnson von Trump&Co abhängig machen.
Dieser hat ja schon ganz tolle Handelsvorschläge für die Engländer parat :-)

God save the Queen, but without
Scotland, Irland & Wales.

Warum?

Die Schotten haben doch erst abgestimmt und sich für den Verbleib im Vereinigten Königreich entschieden und warum sollte beide Kammern des Parlaments in London einem weiteren Referendum zustimmen? Die EU lässt gerne solange Abstimmen bis es passt (siehe VVE). Manchmal klappt es halt nicht (siehe VVE oder Brexit). Gerne wird dann nachgetreten bzw. es werden Horrorszenarien heraufbeschworen (z. B. Zerfall Großbritanniens). Ich wünsche dem Vereinigten Königreich viel Erfolg auf seinem Weg.

Dann könnten andere Landesteile folgen?

Wales zB ist stark landwirtschaftlich ausgerichtet. Der Brexit könnte die Preise für Lammfleisch heftig sinken lassen, weil das europ. Festland wegfällt. Und Nordirland? Eine de facto Außengrenze werden sie ja wohl beim geordneten Brexit schon sein. Dann kann man es auch gleich vollziehen?
---
Gut gelungfne Spaltung, ihr Populisten Farage und Johnson. Wenigstens waren in dieser Wahl keine Blödeleien wie die 350 Mio wöchentlich im Rennen. Schade halt, dass es im Prinzip nur 1 Kandidaten gab: Johnson und Gegen-Johnson, die Wahl zw Pest und Cholera.

Konsequenzen

Natürlich wird Johnson Schottland jetzt Unabhängigkeit gewähren, denn wer Brexit will muss konsequent auch Schexit (aus UK) zulassen.
Ich lebe in England und prüfe auch schon mit den Anwohnern meiner Straße ob wir ebenfalls austreten können. Am besten wäre es, wenn jeder Mensch sein eigenes Land hätte, dann könnten wir die Probleme auf diesem Planeten bestimmt in nullkommanichts lösen.
In Wahrheit sind die nationalistischen Alleingänge der falsche Weg für unseren Planeten und unsere Kinder, weil wir auf diese Weise gar nichts im Sinne einer nachhaltigen und friedlichen Zukunft geregelt bekommen.
Demokratie ist Mist, solange der Egoismus im Menschen stärker ist als der Sinn für dauerhaften Frieden und Erhalt unseres einzigen Planeten.

Um das noch mal deutlich zu machen:

Würde das britische Wahlsystem die reale Stimmenverteilung abbilden, dann wären die Tories weit entfernt von einer Mehrheit.

Das Ergebnis ist dem so genannten Mehrheitswahlsystem geschuldet.

Herr Johnson muss jetzt Farbe bekennen und seine vollmundigen Versprechungen mit Leben erfüllen.

Mal sehen.

Die Schotten werden am Ende auch ihre Unabhängigkeit bekommen

Auch wenn es letztlich in London entschieden wird. Der Druck auf Boris Johnson wird durch die SNP und die Schottische Bevölkerung so stark sein, dass er am Ende einem Referendum zustimmt und auch in Westminster eine Mehrheit das Referendum zulassen wird. Wenn die Schotten UK verlassen wollen, dann werden sie auch die Chance dazu bekommen. Auch eine Wiedervereinigung Irlands mit Nordirland ist sehr gut möglich und wahrscheinlich. Johnson wird einen harten Preis bezahlen für seinen Brexit.

Aber warum ein Referendum ?

Aber warum ein Referendum ? Wenn man die Unabhängigkeit will, warum erklärt man die nicht einfach ? England wird schon keine Besatzungssoldaten schicken.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Was passiert, wenn die Schotten dann am Ende doch unglücklich sind? Dürfen die dann wieder zurück nach England?

@tagesschau: Schade dass die Kommentierung beim anderen Artikel so unverhofft geschlossen wurde. Abgeschickt wurde mein Kommentar noch rechtzeitig eigentlich.

Dann kommt er halt hier rein:

@Demokratienschüler

Zitat von Demokratienschüler
"Zu Schottland kommt ja noch die Wiedervereinigung von Irland und Nordirland dazu. Und dann werden beide - zusammen mit den Orkney-Inseln und den Shetland-Inseln in die EUh heimkehren und damit ist England in die Bedeutungslosigkeit gestuerzt und ein kleiner Zwerg."

Ich erinnere Sie gerne an Ihrer Prognose vom Vortag, wo Sie Johnson eine Wahlniederlage vorhergesagt haben. Vielleicht bringt eine neue Glaskugel eine bessere Sicht.

Zitat aus dem Artikel den ich kommentierte: "Die Menschen sehnen sich nach Hoffnung", sagte Swinson."

Ja mag sein, und wahrscheinlich haben die Menschen vermutlich deshalb leider so gewählt.

Erst einmal...

... herzlichen Glückwunsch an den Gewinner, Boris Johnson. Er hat alles richtig gemacht.

Und postwendend haben die Remainers im Forum den Schuldigen ausgemacht. Diesmal sind es nicht mehr die abstimmungsfaulen jungen Wähler, Russland oder China- es ist das Mehrheitswahlrecht.

Und es gibt noch ein Deja Vue. Die Schotten wollen über eine Unabhängigkeit abstimmen. Die hatte 2014 ja die Junkersche EU verhindert, indem sie die Schotten warnten, dass sie dann auch aus der EU rausflögen.

Hat die mit knapper Mehrheit gewählte neue Kommussionspräsidenten die Schotten jetzt schon darauf hingewiesen, dass sie sich bei einem EU Beittittsgesuch hinten anstellen müssen, Hinter Nord-Mazedonien, Albanien und der Türkei? Und ob Spanien gerne Separatisten in der EU sähe? Es hat ja auch das Kosovo völkerrechtlich nicht anerkannt.

Aber hier im Forum wird man wieder erleben wie die Kritiker der (katalanischen) Unabhängigkeitsbewegung zu den stärksten Befürwortern der (schottischen) Separatisten werden.

16:38, Frank von Bröckel

>>Die hier angesprochenen Schotten und Iren sind sogenannte ausdrücklich KEINE Nationalisten, sondern sogenannte Separatisten!<<

Schottische und irische Nationalisten sind Separatisten.

Das liegt in der Natur der Sache.

Dann sollen..

sie doch wieder in den Highlands Dudelsack spielen und um Braveheart trauern. Es werden immer mehr, die einen Nationalstaat ohne EU-Daumenschrauben wollen.

16:38 von Frank von Bröckel

aber sind das nicht allesamt irgendwie populisten? die wollen doch anders als die führenden in brüssel und strassburg

@daneel

Zitat: "Das Wahlsystem ist das eigentliche Problem."

Oder vielleicht doch der Mensch, der wählen gegangen ist?

16:43, IBELIN

>>Muss man das so sehen wie in Katalonien
oder ist das anders.<<

Verfassungsrechtlich ist das anders.

Das ist die Konsequenz

Das ist die Konsequenz Johnsons.

Die dürfen sie dann spüren.

@um 16:30 von daneel

Wie es in einem anderen Tagesschau-Artikel heute heißt, haben selbst bei dieser Wahl, wo Corbyn viel vergeigt hat, mehr gegen als für Brexit gestimmt.

Ach ja? Weil das der "Experte" im Tagesschau-Artikel so sagt ist das dann auch so? Ist denn Labour gegen den Brexit? Ist denn Corbyn gegen den Brexit? Warum hat er nicht damit Wahlkampf gemacht? Warum hat er sich im Wahlkampf nie positioniert?

Das ist doch genau das Problem hier: Da wird mal eben ein Experte der gut "passt" zitiert. Der zählt mal schnell die Zahlen zusammen - und kommt so auf 52 - 48 gegen den Brexit. Völlig ausser acht lässt er dabei, dass Labour inklusive ihrer Anhängerschaft total gespalten ist.

Wer wirklich gegen den Brexit ist hätte die Liberaldemokraten in England, sie SNP in Schottland und in Wales Plaid Cymru wählen müssen. Das waren die Parteien die sich dezidiert gegen den Brexit geäussert haben. In Schottland hat die SNP entsprechend gewonnen. In England die Liberaldemokraten verloren.

@ Gassi Wenn ich die Wahl

@ Gassi

Wenn ich die Wahl hätte zw. Pest und Cholera, dann würde ich Cholera wählen.

-> bessere Heilungschancen

@Frank v. Bröckel: Fehltransfer der Begrifflichkeit Nationalist

Die "Scottish National Party" ist die dominierende Partei Schottlands mit dem Anspruch, Schottland als Nation - nicht nur als Region - zu vertreten.

Die Anhänger der Partei als Nationalisten zu bezeichnen ist ein sprachlicher Fehltransfer aus dem Englischen ins Deutsche. Der SNP geht es nicht um die völkische Überhöhung des Schottentums - was "Nationalist" zum Ausdruck brächte - sondern um den Anspruch als Nation erstmal anerkannt zu werden.

@ Biokreatur

Und was haben Sie dann nochmal gegen die katalanische Unabhängigkeit?

@Biocreature

Also meines Wissens nach ist Irland unabhängig und ein Brexit führt nicht dazu, dass Irland auch austreten muss.

Oder meinten Sie Nordirland?

16:47 von fathaland slim

so isses. deshalb müsste eigentlich auch hillary in den USA regieren. zumindest dann wäre ein grossteil der deutschen glücklich

@16:44 von Biocreature

"Nun ja, vielleicht ist die Zeit gekommen und auch…
...reif dafür, sich von Londons Politik zu trennen."

Ich denke, dass dieser Trennungsunsinn anachronistisch ist.

Wenn man sich in der EU durchsetzen kann, dann kann man das auch zu Hause. Dieser Trennungsunsinn der Schotten ist hat seinen Ursprung im Erdoel ( das Dallas Europas) und nicht in der unabhaengigen Lebensgestaltung. Insofern ist er monetaer motiviert und nicht ideell.

@hjb 16:45

Warum die Kammern eine Referendum zustimmen werden? Weil man keinen Krieg mit Schottland riskieren wird wegen einem Unabhängigkeitsreferendum und weil die Schottischen Wähler 2014 betrogen wurden. Damals hat eine Mehrheit für den Verbleib im Königreich gestimmt, weil die Tories versprochen haben, dass Großbritannien in der EU bleibt. Wir wissen alle was danach passierte. Die Tories und ganz vorne Boris Johnson haben sich den Mist mit den Schotten selber eingebrockt.

@ Danneel

Was haben Sie am Mehrheitswahlrecht nicht verstanden?

Wollen Sie den Bundesrat verbieten lassen, weil dieser nach den MEHRHEITEN in den einzelnen Ländern zusammengesetzt ist?

@ Friedel peter

Und ein unabhängiges Katalonien auch?

ednew 16:50

Das werden die Schotten sehr gerne machen. Es sagt viel über Sie aus, dass Sie nun pauschal die Schotten verunglimpflichen nur weil die keine Lust haben auf eine Politik von der Sie so begeistert sind. Wo sind denn die ganzen Staaten die einen Nationalstaat ohne EU Daumenschrauben wollen? Kein anderes EU Land hat an sowas Interesse. Blöd wenn die Realität nicht so funktioniert wie man will was?

Am 13. Dezember 2019 um 16:34 von friedrich peter...

" Tatkräftige Unterstützung

Das Referendum in Schottland sollte die Bevölkerung der EU tatkräftig unterstützen. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Ansonsten wird Englands alles unternehmen ein solches Referendum zu torpedieren. "

Nichts dagegen, dann sollten aber Referendums in andern Ländern auch unterstützt werden, und da sehe ich eher schwarz.
Auch wenn die Presse ganz sicher auf die Idee in Schottland aufspringen wird, und es gut finden wird.
Wir werden sehen, was wirklich kommt, das ist ein Problem von GB, haben wir selber nicht reichlich Probleme.

mal gut,mal böse

Wenn Nationalisten sich abspalten um zur EU zu gerhören, oder in der EU zu bleiben, dann sind sie gut.
Wenn Nationalisten sich gegen die EU stellen, dann sind diese böse.

Ich denke, dass die Schottland und Irlandfrage viele EU-Bürger die Augen öffnen wird.

re ibelin

"Muss man das so sehen wie in Katalonien

oder ist das anders."

Allerdings, das ist anders.

@ 13 Senator

Was fantasieren Sie da?

Bei einer Vereinigung braucht es keine Erneuerung der EU Mitgliedschaft. Gab es bei Deutschland auch nicht.

re von Magfrad 16:47

Aber jetzt sind Sie für Separatismus ?
Das geht doch aber nicht,denn wenn ein Unabhängigkeitsreferendum angesetzt wird,dann kommt doch die Guardia Civil.

16:30 von daneel

"Die Meldungen der deutschen Medien im letzten halben Jahr, die uns ja weismachen wollten, dass die Engländer in der Mehrheit für einen Verbleib in der EU sind"
Aus einem heute erschienen Artikel (Interview mit Anthony Glees) geht deutlich hervor, dass
die Stimmen FÜR einen Verbleib bei 52% liegen und die der Brexit Befürworter bei 48%.
Lediglich das unglückliche Wahlsystem hat also den Sieg Johnson's möglich gemacht.
Also haben die deutschen Medien uns NICHTS
weisgemacht.

@ alles außer Wahrheit

Na wenigstens geben Sie es ja zu, dass Sie die Demokratie für Mist halten.

@ 16:38 von Frank von Bröckel

Sie können Ihre Spitzfindigkeiten ja gerne mal mit eingefleischten Schotten oder Nordiren diskutieren. Nicht umsonst schicken diese Inselbewohner eigene Nationalmannschaften auf den Rasen.

bitte bedenken

"Am 13. Dezember 2019 um 16:34 von friedrich peter...
Tatkräftige Unterstützung

Das Referendum in Schottland sollte die Bevölkerung der EU tatkräftig unterstützen. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Ansonsten wird Englands alles unternehmen ein solches Referendum zu torpedieren."

Wäre das nicht auch eine Form der Wahleinmischung?
Etwas das wir anderen Ländern vorwerfen?

Jeder soll für sich entscheiden was seiner eigenen Meinung nach besser für sein Land ist.
Wir als Außenstehende haben die Entscheidungen anderer Länder zu respektieren. Ob es uns passt oder nicht.

Weil das ist Demokratie!

Ein Referendum in Schottland wäre kein Selbstläufer

... zumal die wirtschaftliche und soziale Verflechtung der Landesteile England und Schottland relativ stark ist.

Das Risiko von Verwerfungen wäre für eine Mehrheit der schottischen Wähler zu unkalkulierbar. Deswegen ist der Ausgang eines Referendums kein Selbstläufer.

Nein, Schottland wird gebraucht, um innerhalb des Vereinigten Königreichs die Stimme der Vernunft und der Rationalität zu sein, welche den Kapriolen aus Downingstreet 10 Grenzen setzt.

Das einzige, das die Motivation der Schotten für eine Loslösung von UK anfachen könnte, ist die sprichwörtliche snobistische Arroganz von Boris Johnson. Wenn er sich im Griff behält, wird es kein Votum für ein Ausscheiden von Schottland geben.

@um 16:47 von Magfrad

Wenn die Schotten UK verlassen wollen, dann werden sie auch die Chance dazu bekommen. Auch eine Wiedervereinigung Irlands mit Nordirland ist sehr gut möglich und wahrscheinlich. Johnson wird einen harten Preis bezahlen für seinen Brexit.

Diese Mär liest man hier ja immer wieder. Aber welchen Preis denn? Fakt ist: Schottland wird finanziell massiv von England unterstützt. Und viele Schotten arbeiten in England - nicht umgekehrt. Wirtschaftlich sind das Welten zwischen Schottland und England.

Schottland ist ein wunderbares Land. Aber wirtschaftlich unterentwickelt. Ich wäre mir nicht mal sicher ob Schottland in der EU auch ein Geberland wäre (wie es GB ja immer war).

Nicht dass wir uns falsch verstehen: Das schottische Volk soll ruhig selbst bestimmen dürfen ob es zum UK gehören will oder nach Unabhängigkeit strebt. Wie beim Referendum 2014. Aber das mit dem hohen Preis bezahlen müssen Sie dann schon nochmal präzisieren. Und zwar für beide Seiten - Schottland und England.

Dann ist das so !

Wollen die Schotten nicht folgen und sich dann doch lieber von London trennen,...dann ist das doch ok.

Europa hat sich in den letzten zwei-dreihundert Jahren dutzende Male (teils radikal) verändert...und das wird es auch weiterhin machen. Und auch damals gab es Kritiker und Treiber der Veränderungen.

"Europa"... heißt steter Wandel, Fortentwicklung und/oder Anpassung,...sagen ja auch stets die EU-Granden.

Das wird schon...

Ich ...

... hätte das nicht besser schreiben können. Schade, dass unsere ach so tolle Demokratie mich nicht gefragt hat, ob ich dieses EU-Monster möchte oder nicht. Weshalb gibt es für uns kein Referendum?

@ fat slim

Für einen, der jahrelang in den USA gelebt haben will, tun Sie sich ja sehr schwer mit dem Mehrheitswahlrecht.

Was machen Sie eigentlich, wenn in D die Stichwahl bei der Bürgermeisterwahl wegfällt?

Die UN anrufen?

re einfach unglaublich

"Und es gibt noch ein Deja Vue. Die Schotten wollen über eine Unabhängigkeit abstimmen. Die hatte 2014 ja die Junkersche EU verhindert, indem sie die Schotten warnten, dass sie dann auch aus der EU rausflögen."

Die Schotten musste keiner extra über die Banalität aufklären, dass die Sezession von einem EU Staat inkompatibel ist mit Beibehaltung der EU Mitgliedschaft.

Das Thema wurde im Vorlauf des Referendums reflektiert und zwar, anders als beim Brexit Referendum, wahrheitsgemäß.

Separatisten oder Nationalisten?

Man kann Schotten und Iren nicht ihre Nationalität absprechen, sie sind schon seit Jahrhunderten, lange vor Gründung des Vereinigten Königreichs, eigenständige Nationen. Wenn sie selbständig werden wollen, ist das nur aus englischer Sicht eine Form von Separatismus. Historisch ist das eine nationalistische Bestrebung. Und mit Populismus hat das überhaupt nichts zu tun, Herr Karl Napf.

@StöRschall 16:51

Die SNP wird es einfach haben ein Unabhängigkeitsreferendum machen zu können. Man wird Boris Johnson ganz einfach sagen: "Lieber Boris, du hast deinen Brexit und dieses Referendum war legal. Nun musst du uns unser Referendum machen lassen, egal was da am Ende bei rauskommt". Johnson und die Tories werden jetzt mit den eigenen Waffen geschlagen.

Erwartbar

"Premierminister Johnson hatte seine ablehnende Haltung zu solchen Plänen bereits zum Ausdruck gebracht."

Johnson hätte weniger Verhandlungsmasse für die zukünftigen Freihandelsverträge. Da dürfen die britischen Bürger halt mal eben nicht selbst über das Schicksal entscheiden, außer es geht um ein politisch nicht bindendes Referendum. Das braucht man um die Freiheit zum Ausverkauf erst zu erhalten.
Es gibt zwei Entwicklungsrichtungen, die absehbar sind. Mal schauen welche eingeschlagen wird. Bei beiden wird Schottland keine Erlaubnis zum Volksentscheid erhalten.
Und es wird auch spannend welche Rolle die Ölvorkommen in den Handelsverträgen mit den USA spielen werden. Schließlich könnte sich die anstrebende Energiewelthandelsmacht weitere Energiequellen sichern. Der Klimawandel ist ja schließlich bei beiden Regierungen kein ernsthaftes Thema.

Das ist die logischste

Das ist die logischste Konsequenz: Die Schott*innen haben mir gut 2/3 Mehrheit gegen den Brexit gestimmt; das Regierungschefin Sturgeon jetzt ein neues Unabhängigkeitsreferendum für Schottland anstrebt, ist politisch erwartbar und ausrechenbar gewesen. Und alle Brexit-Befürworter, die da jetzt aufheulen oder gar mit Wortspielchen "Nationalisten" vs "Separatisten" sprachliche Nebelbomben werfen, sollten sich selbstkritisch fragen, warum sie mit so unterschiedlichem Maß messen. Den Schotten steht das selbstverständlich zu, ihre politische Zukunft autonom zu bestimmen, um nicht in den nationalistischen separatistischen Abwärtsstrudel nach dem vollzogenen Brexit auf den verschiedenen Ebenen (sozial, ökonomisch, ökologisch, kulturell...) hineingezogen zu werden.

bitte bedenken

Am 13. Dezember 2019 um 16:30 von daneel:
"Poland und Ungarn werden zu Recht sanktioniert, wenn sie Demokratie missachten; warum das Vereinigte Königreich nicht? Das Wahlsystem ist das eigentliche Problem."

Demokratie bedeutet Mehrheitsverhältnisse.
Wenn die Mehrheit für oder gegen etwas ist, dann kann dieses per Gesetz geändert werden.

Natürlich ist die Demokratie ein Feind seiner selbst und der Freiheit.
Je nach Mehrheit kann dies auch in eine Diktatur führen wie man es in anderen Ländern sehen kann.

Wenn ein Teil der Bevölkerung an überhand gewinnt, oder rapide abnimmt, kann dies die ganze politische Landschaft aufwühlen.
Wenn immer weniger der Kirche vertrauen, dann werden CDU/CSU eines Tages Geschichte sein.(nur als Beispiel)

Wieso "befürchten" ?

Natürlich nähren solche Meldungen die Hoffnung(!) auf eine Vereinigung Irlands und eine Unabhängigkeit Schottlands. Ich kann aus deutscher Sicht nur nicht nachvollziehen, warum man das so negativ sieht. Ich träume mal: Irland vereinigt, Schottland unabhängig, England merkt, dass Johnsons Wahlversprechen nicht gegenfinanziert sind und überlegt sich das mit dem Brexit, der dann ja nur ein Engxit ist.
England gehört ja ohne Zweifel zu unserer europäischen Familie und dann nehmen wir sie wieder auf. Mit weniger Extrawürsten.
Ich habe höchstens Furcht davor, dass dieser Traum nicht in Erfüllung geht. Ich hoffe auf die Schotten und die Iren.

16:59, Einfach Unglaublich

>>@ Danneel
Was haben Sie am Mehrheitswahlrecht nicht verstanden?

Wollen Sie den Bundesrat verbieten lassen, weil dieser nach den MEHRHEITEN in den einzelnen Ländern zusammengesetzt ist?<<

Kann es sein, daß Sie den Begriff "Mehrheitswahlrecht" nicht verstehen?

@ 16:45 von hjb

Sie kennen natürlich die Antwort auf Ihre Frage: Der Brexit verändert grundlegend die Situation, daher ist auch ein neues Unabhängigkeitsreferendum in Schottland logisch und konsequent.

16:42 von tinchen

Wer sich auf Trump verlässt, der ist verlassen.
Vertragsabschlüsse mit den USA dauern ewig und bis dahin ist Trump Geschichte.
Und wie überlebt GB bis die eventuellen
Verträge greifen?
Das Selbe gilt auch für die noch auszuhandelnden Verträgt mit der EU.
Diesem Land stehen düstere Zeiten bevor.
Hinzu kommt die nun ausbrechende innenpolitische Zerreissprobe mit Schottlands
Abspaltung und möglichem Nordirischen
Anschluss an die Republik Irland.
Mal sehen was dann noch von GB übrig bleibt um für die USA attraktiv zu sein.

Schottland will Unabhängigkeitsvotum

Die Schotten hätten das Recht, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, sagte Sturgeon.
###
Das haben sie. Die Herren in London müssen akzeptieren das Schottland aus den Vereinten Königreich austreten will sobald das Rest GB aus der EU ausgetreten ist. Wenn Schottland in einen Referendum dies in Wahlen bestätigt, kann London sich diesen Wunsch nicht widersetzen...Die Torries wollten den Brexit und haben ihn in Wahlen bestätigt. Das Schottische Parlament will ein Unabhängigskeit Referendum weil die Bevölkerung mehrheitlich gegen den Brexit und pro EU gestimmt haben. Sturgeon hat völlig Recht. Schottland hat das Recht sein Schicksal in die Eigenen Hände zu nehmen.

Unabhängigkeitsreferendum Schottland

Da war doch etwas Ähnliches in Katalonien.Mit Guardia Civil und Prozess in Madrid incl. langjähriger Freiheitsstrafen. In Schottland liegen die Dinge sicherlich " gaaaanz," anders. Oder?

17:00 von Magfrad

Wo sind denn die ganzen Staaten die einen Nationalstaat ohne EU Daumenschrauben wollen?

Davon gibt es genug, nur hält man diese Nehmerländer mit finanziellen Argumenten bei Laune.

@16:51 von fathaland slim

">>Muss man das so sehen wie in Katalonien
oder ist das anders.<<
Verfassungsrechtlich ist das anders."

Sie meinen deswegen ist das Bestreben der einen ungesetzlich und das der anderen gesetzlich.

Ich denke, Menschen haben dieselben Rechte. Da sollte man vielleicht das Papier anpassen.

17:02, Bernd Kevesligeti

>>re von Magfrad 16:47
Aber jetzt sind Sie für Separatismus ?
Das geht doch aber nicht,denn wenn ein Unabhängigkeitsreferendum angesetzt wird,dann kommt doch die Guardia Civil.<<

In Spanien ist das so, in England nicht.

Warum?

Weil die verfassungsrechtliche Lage eine komplett andere ist.

Außerdem gibt es in Großbritannien keine Guardia Civil und auch nichts mit ihr vergleichbares.

@ 16:45 von hjb

Ich versuche es mal zu erklären: Stellen Sie sich vor, es gibt in Deutschland 2020 einen Volksentscheid (ok, das Instrument gibt es hier nicht, aber was solls) über den Verbleib in der Nato. Eine knappe Mehrheit ist dafür. Ein paar Jahre später kommt der wiedergewählte Trump, unterwirft die Nato völlig seinem Kommando und verwendet sie, statt US-Truppen, zum Kampf gegen Nordkorea. Hierzu werden alle Nato-Statuten geändert, also auf den Kopf gestellt. Würden Sie da auch sagen, dass die Deutschen im Jahr 2022 an ihre Entscheidung in 2020 gebunden sind? Die Souveränität eine Staatsvolkes ist nichts statisches, sondern etwas dynamisches - sie kann jederzeit nach völlig freier Wahl ausgeübt werden. Grenzen (z.B. die parlamentarische Demokratie mit Wahlperioden) gibt es nur aus praktischen, nicht konzeptionellen Gründen.

Nebenbei.,,,

Es wählten gestern (aus 4 Millionen Stimmberechtigten) 1 Million WENIGER Schotten für die SNP als 2014 FÜR einen Verbleib im UK.
Just saying.......

17:01, Der Nachfrager

>>Wenn Nationalisten sich abspalten um zur EU zu gerhören, oder in der EU zu bleiben, dann sind sie gut.
Wenn Nationalisten sich gegen die EU stellen, dann sind diese böse.<<

Die katalanischen Nationalisten stellen sich nicht gegen die EU.

@IBELIN,Nachfrager - Ideologische Diskussion

Achja, solange man gegen die EU Obrigkeit hetzt ist das OK. Wenn man gegen die tatsaechlichen schickanenen der Nationalistischen Zentralregierung in Londen wettert ist das anakronistisch und nicht erlaubt?

13. Dezember 2019 um 16:45 von hjb

"Die Schotten haben doch erst abgestimmt und sich für den Verbleib im Vereinigten Königreich entschieden und warum sollte beide Kammern des Parlaments in London einem weiteren Referendum zustimmen?"

In der Zwischenzeit hat Schottland mindestens zweimal dem Verbleib in der EU zugestimmt, was das Parlament geflissentlich ignoriert hat.

"Die EU lässt gerne solange Abstimmen bis es passt (siehe VVE)."

Das wir eine Verfassung brauchen um die EU stabil aufzubauen ist bei Ihnen wahrscheinlich noch nicht angekommen.

"Manchmal klappt es halt nicht (siehe VVE oder Brexit). "

Welche Entscheidung hatte die EU nochmal beim Brexit? Ah ... keine

"Gerne wird dann nachgetreten"

Besonders gerne wird derzeit umgedeutet. Nein das ist flasch. Besonders gerne wird derzeit gelogen und vergangene Vorfälle anders dargestellt als sie wirklich gelaufen sind (siehe Anfang meiner Antwort).

bitte berücksichtigen

"Am 13. Dezember 2019 um 16:48 von cbecker
Aber warum ein Referendum ?

Aber warum ein Referendum ? Wenn man die Unabhängigkeit will, warum erklärt man die nicht einfach ? England wird schon keine Besatzungssoldaten schicken."

Es kann schwierig werden für andere die auch nach Unabhängigkeit streben, wie Katalonien.

16:47 von fathaland slim

"Würde das britische Wahlsystem die reale Stimmenverteilung abbilden, dann wären die Tories weit entfernt von einer Mehrheit."

Hier in den USA das gleiche Problem.
Wir nennen das System "The winner takes it all"

@17:03 von B. Pfluger

"Lediglich das unglückliche Wahlsystem hat also den Sieg Johnson's möglich gemacht."

Angesichts dieser Zahlen und dieses Erdrutschsieges ist das Wahlsystem egal. Man kann sich auch die absoluten Zahlen ansehen. Die Torries liegen dabei bei 43% und Labour bei 32%. Eine ebenso klare Angelegenheit.

@ 16:48 von cbecker

Die Schotten können nicht einfach die Unabhängigkeit erklären, weil nur das Staatsvolk als Ganzes souverän ist, nicht jede kleine Klitsche. Deshalb konnte ja auch z.B. Katalonien oder Krim sich nicht einfach per Abstimmung separieren (oder vereinnahmen lassen). Schottland benötigt für eine Unabhängigkeitserklärung die Zustimmung des ganzen britischen Volkes. Anders war es z.B. teilweise in Jugoslawien und der UdsSR, wo einzelne Teilrepubliken ein verbrieftes Separierungsrecht hatten (tja, Papier ist geduldig), das sie schon bei der Vereinigung sich ausbedungen hatten. Entsprechendes galt auch für den Freistaat Bayern, aber nicht für die Südstaaten der USA. Auch beim Völkerrecht muss man manchmal auf das Kleingedruckte achten.

@ Messi 16:53 - Die zählbaren Fakten dieser Wahl ...

... sprechen für sich, dazu bedarf es keiner Experten.

(1) Die Parteien, die für den Brexit sind, haben 46,5 % der Wählerstimmen erhalten, also Con, BRX und DUP.

(2) Die Parteien, die für Remain oder ein neues Referendum eintraten, haben 52,1 % erhalten. Labour, SNP LibDEM, Green, Plaid, Alliance, Sin Fein und kleinere.

(3) Wer bei dieser Wahl Tories gewählt hat, wusste, dass er zu 100 % für den Brexit stimmt.

(4) Wer bei Labour sein Kreuz gemacht hat, war sich bewusst, dass die Partei ein 2. Referendum zum Programm-Punkt gemacht hat.

(5) Die frühere Aufteilung von Remain/Brexit auf die großen Parteien exisitiert nicht mehr.

(6) Insofern hat die Wahl für Boris Johnson kein "mächtiges Mandat" einer Wählermehrheit für den Brexit gebracht. Er wird ihn aber ohne Rücksicht darauf mit seiner Mandate-Mehrheit, die sich nur auf 43,6 % der Wähler stützen kann, rigoros durchziehen.

Nationalstaatliche Bevormundung

Es ist verblendet zu denken das mit einem EU Austritt sich irgendwas in Sachen Bürokratie und Bevormundung ändert. Dies sind nämlich keine Erfindungen der EU, sonder der Nationalstaaten die sie Gründeten. Gerade in Länder wie Frankreich, Spanien oder GB ist die Bevormundung der Bevölkerung in den Regionen und die teils massive Unterdrückung ihrer Kultur lange dokumentiert. Das hat die EU NIE getan, ganz im Gegenteil sie hat die Regionen oft gegen über der Nationalstaatlichen Willkür verteidigt.

re einfach unglaublich

"Was haben Sie am Mehrheitswahlrecht nicht verstanden?

Wollen Sie den Bundesrat verbieten lassen, weil dieser nach den MEHRHEITEN in den einzelnen Ländern zusammengesetzt ist?"

Der Bundesrat wird nicht gewählt. Weder nach Mehrheits- noch nach Verhältniswahlrecht.

Und er ist auch nicht nach Mehrheiten in den Bundesländern gebildet.

Sowas von komplett falsch ...

17:02 von karwandler

re ibelin

"Muss man das so sehen wie in Katalonien

oder ist das anders."

Allerdings, das ist anders.
////
*
*
Denn Spanien will nicht raus aus der EU.
*
Deshalb wünscht man Separatismus nur für GB.

17:00, wenigfahrer

>>Wir werden sehen, was wirklich kommt, das ist ein Problem von GB, haben wir selber nicht reichlich Probleme.<<

Viele Probleme machen an keiner Grenze Halt.

13. Dezember 2019 um 16:58 von Magfrad

"Warum die Kammern eine Referendum zustimmen werden? Weil man keinen Krieg mit Schottland riskieren wird wegen einem Unabhängigkeitsreferendum und weil die Schottischen Wähler 2014 betrogen wurden."

Ich glaube erstmal nicht dass Schotten oder Nordiren in den Krieg ziehen werden. Beide werden sich höchstwahrscheinlich bestmöglich mit der Situation arrangieren.

"Krieg mit Schottland"

Grundgütiger!

Was kommt als nächster Kommentar? Boris Johnson wurde von Außerirdischen entführt und ist durch einen vorprogrammierten Klon ersetzt worden, der nur noch den Einmarsch der Marsianer vorbereiten muss?

Anstatt ständig Mehrheiten und Wahlrechte zu kritisieren, oder Träume von Schottlands Unabhängigkeit zu favorisieren, wäre es eher zielführend, sich zu fragen, wie es dazu kam, ohne die Schuld bei den, für manch einen anscheinend stupiden, Wählern zu suchen.

Man kann nicht für eine Diskussionskultur werben und dann im gleichen Moment die Gegenseite abseits des Themas angreifen.

Politische Gestaltung beinhaltet auch, dass man die Verantwortung dafür tragen muss, wenn etwas nicht wie gewünscht lauft. Das sehen wir ja dann.

Einen schönen Abend zusammen!

@ 16:48 von Einfach Unglaublich

Die Warnung, dass Schottland bei einer Separierung aus der EU flöge und nur schwierig wieder reinkäme, hat nicht die EU ausgesprochen, sondern die Engländer. Die EU hat diese leider korrekte Rechtslage nur, pflichtgemäß, bestätigt. Die einzigen, die Wähler völlig ohne jede Aufklärung in ihr Unheil rennen lassen, sind die Brexiteers. Als Teil vom UK hat Schottland gar keine Chancen, wieder in die EU zu kommen. Doch hat Schottland einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern: Es erfüllt bereits, und das seit Jahren, alle EU-Standards - und hat eine Menge Öl ...

@16:47 fathaland slim

Einerseits ist das Problem, dass das britische Mehrheitswahlrecht das Ergebnis bekanntermaßen verzerrt: den 43,6% für die leave-Tories stehen 50,3% der Parteien gegenüber, für remain bzw. neues Referendum stimmten (Labour 32,2; LiberalDem 11,5; schottischeNP 3,9; Grüne 2,7), und alle Stimmen für unterlegene Kandidat*innen in einem Wahlkreis fallen komplett unter den Tisch und finden proportional keine Berücksichtigung bei der Zusammensetzung des Parlaments. Andererseits ist das Problem, dass Johnson außer "get Brexit done" völlig blank ist und nicht in Ansätzen klar ist, was er denn programmatisch umsetzen will bzw. welche Versprechungen er mit Leben füllen könnte. Dem Siegesrausch werden wohl schnell die Kopfschmerzen folgen...

Vergleich mit anderen

@Karwandler

Zitat: "Allerdings, das ist anders."

Als Antwort auf die "Katalonienfrage".

Ich muss ihm Recht geben. Es ist anders. Katalonien möchte sich von einem EU-Land loslösen und Schottland möchte sich evtl. von einem Land loslösen, welches evtl. bald kein EU-Mitgliedstaat mehr sein wird.

Das ist wie GUT und BÖSE - nur umgekehrt.

Die Schotten hatten bereits ein paar Anläufe und der nächste Anlauf wird kommen. Ein "Scotixt" ist dabei nicht unwahrscheinlich.

Man wird es sehen - ich wage da keine Prognose.

"Braveheart"

Der Film "Braveheart" gibt- bei aller Grausamkeit - nur einen geringen Einblick in die Untaten der Engländer gegen die Keltischen Bewohner der beiden Inseln.
Nicht nur im Mittelalter, sondern besonders auch nach dem Sieg des importierten Königs, der noch nicht einmal Englisch sprach, über den rechtmäßigen Thronfolger Charles, brach eine Welle äußerst grausamer ethnischer Säuberung an- wer Glück hatte, wurde nach Australien deportiert, die jungen Schotten als Sklaven verkauft, aber viele wurden einfach niedergemetzelt.
Wundert es da, dass die immer ausgebeuteten Schotten ihre verrückten Unterdrücker loswerden wollen?

13. Dezember 2019 um 17:02 von Einfach Unglaublich

"Bei einer Vereinigung braucht es keine Erneuerung der EU Mitgliedschaft. Gab es bei Deutschland auch nicht."

Schlechter Vergleich. Die DDR wurde aufgelöst und in die BRD integriert. Eine Wiedervereinigung der deutschen Länder im eigentlichen Sinne ist das nicht.
Die BRD wurde dadurch größer und keine großartigen Anpassungen notwendig.

Gestern waren noch

einige User felsenfest davon überzeugt, daß Johnson der Verlierer sein wird. Woher wissen schon wieder einige, daß das schottische Volk in der EU bleiben will? Statt wieder auf Umfragen zu setzen, sollte doch besser richtig gewählt werden.

Selbstbewusstes Schottland

Schottland sollte sich von den konservativen Briten trennen, die nicht über den Tellerrand schauen können, und in der EU bleiben.

Wenn hier andauernd

die Frage nach der Unabhängigkeit Schottland und die nach der Unabhängigkeit Kataloniens mit einem: Ätsch, genau das Gleiche, abgehandelt wird, zeigen die betreffenden Foristen leider (freiwillig) ihre Unfähigkeit oder Unwilligkeit, die unterschiedlichen verfassungsrechtlichen und historischen Voraussetzungen zu würdigen.

Good bye England, welcome Scotland

Als linker Demokrat muss ich weinenden Auges der Tatsache ins Auge blickend anerkennen, dass sich die Engländer mehrheitlich und demokratisch gegen Europa und europäische Regeln entschieden haben.
Sehr bedauerlich und damit auch abgehakt.

Wir sollten uns damit konstruktiveren Partnerschaften, zum Beispiel mit Schottland zuwenden. Scotch war mir immer irgendwie lieber als Gin.

Schottlands Regierung will neues Unabhängigkeitsvotum

"Die Wahlergebnisse in Großbritannien haben auch Schattenseiten für Premier Johnson. Denn in Schottland und Nordirland gewinnen die Nationalisten hinzu. Das dürfte Unabhängigkeitsbestrebungen stärken."
Es ist doch völlig gleichgültig, ob man die Bürger dieser Länder als Nationalisten oder als
Separatisten bezeichnet. Tatsache ist, dass sie dem Vereinigten Königreich nicht mehr angehören und sich ständig ihre Politik von London vorschreiben lassen wollen. Das Vereinigte Königreich ist so oder so nur noch Geschichte. Das sollten jetzt auch die Foristen begreifen, die für den Brexit waren.

Separation rechtlich möglich?

Ich frage mich, ob das staatsrechtlich möglich ist, wenn es in Katalonien nicht funktioniert hat. Die katalonischen Separatisten sitzen nun im Gefängnis oder werden gesucht.

Und der Gedanke, dass die Queen in ihrem Stammschloss Balmoral Ausländerin sein wird, ist kurios. Hoffentlich wird Visafreiheit vereinbart.

Es scheint für die Schotten aber keinen anderen Weg zu geben, als es zu versuchen, so traurig es ist.

Wenn man andere Meinungen nicht mehr tollerieren kann

Lustig, dass man in GB nur für die konservative, nationalistische Ideologie gerne das ganze Land an Amerika verkauft nur um es aus den"Klauen der EU"die man selbst mitbestimmt hat retten.Kulturell hat die EU uns weniger bevormundet als Amerika.
Ist mit der AfD das selbe. Nationalstaatliche und sogar ausländische Bevormundung ist absolut OK, solange sich diese zur einer nationalistischen Ideologie bekennen. Von Meuthen bis Gauland sie biedern sich aus ideologischer Verblendung sogar den selbst erklärten "Feinden Deutschlands" (Trumps Worte) an, sie wünschen
sich sogar dass die deutschen Wirtschaft einbricht und die
nationalistischer Regime floriert. Das hatten wir schonmal: Das sich Volkideologien auch schnell in Hass gegen das eigene Volk verkehren wenn es nicht spuhrt haben wir hierzulande auch schon erlebt.Auch hier im Forum würden einige lieber die Schotten als Partner ausschlagen weil sie es wagen ihre ihre Nationalideologie zu wiedersprechen.

Das ist es ...

... wovor die Briten am meisten Angst hatten:

dass die Deutschen mit dem Ergebnis der Wahl nicht zufrieden sind.

lol

16:47 von fathaland slim

Um das noch mal deutlich zu machen:

Würde das britische Wahlsystem die reale Stimmenverteilung abbilden, dann wären die Tories weit entfernt von einer Mehrheit.

Das Ergebnis ist dem so genannten Mehrheitswahlsystem geschuldet.

Herr Johnson muss jetzt Farbe bekennen und seine vollmundigen Versprechungen mit Leben erfüllen.

Mal sehen.
////
*
*
Zu Zeiten der Layborsiege hat das Wahlsystem niemanden interessiert.
*
Aber deren vollmundige Versprechungen haben sich noch nirgendwo erfüllt.

Die Schotten hatten ihre Chance

Wir haben 2 Fakten:
- Die Schotten sind, das haben sie vor gar nicht allzu langer Zeit gezeigt, als sie gegen einen Austritt stimmten, für einen Verbleib im Vereinigten Königreich
- Die Schotten sind mehrheitlich für einen Verbleib in der EU

Welcher dieser beiden Aspekte ihnen wichtiger ist, das mag Frau Sturgeon fleißig mutmaßen, aber es kann doch nicht sein, dass man alle paar Jahre über eine Abspaltung abstimmt.
Das sind Fragen, über die man vielleicht einmal pro Generation entscheiden kann, nicht jedes mal, wenn einem die Entscheidungen aus London nicht zusagen.

re einfach unglaublich

"Hat die mit knapper Mehrheit gewählte neue Kommussionspräsidenten die Schotten jetzt schon darauf hingewiesen, dass sie sich bei einem EU Beittittsgesuch hinten anstellen müssen, Hinter Nord-Mazedonien, Albanien und der Türkei?"

Muss sie nicht.

Die Beitrittsgesuche zur EU werden nicht nach Eingangsdatum abgearbeitet. Sonst gäbe es längst schon Stau hinter der Türkei.

@17:17 von tettigonia

"Achja, solange man gegen die EU Obrigkeit hetzt ist das OK. Wenn man gegen die tatsaechlichen schickanenen der Nationalistischen Zentralregierung in Londen wettert ist das anakronistisch und nicht erlaubt?"

Ich hetze nicht. Jedes foederale System hat irgendwie eine Zentralregierung. Dass die in London nationalistisch ist, wusste ich nicht.

@ andererseits

Ihre populistischen anti-Johnson Ausführungen in Ehren.

Fakt ist: ein schottisches Unabhängigkeitsreferendum bedarf der Genehmigung der britischen Regierung.

Am 13. Dezember 2019 um 17:06 von Messi

"Fakt ist: Schottland wird finanziell massiv von England unterstützt. Und viele Schotten arbeiten in England - nicht umgekehrt. Wirtschaftlich sind das Welten zwischen Schottland und England."

Was sie schreiben ist tatsächlich nur in Boris Phantasie so. Schottland kann sehr wohl auf eigenen Beinen stehen, genauso wie es für grosse Teile der Stromversorgung Englands aufkommt.

17:14, west-fale

>>Da war doch etwas Ähnliches in Katalonien.Mit Guardia Civil und Prozess in Madrid incl. langjähriger Freiheitsstrafen. In Schottland liegen die Dinge sicherlich " gaaaanz," anders. Oder?<<

Ja, die Rechtslage ist eine fundamental andere.

Großbritannien hat keine Verfassung, die Unabhängigkeitsreferenden verbietet.

@ 17:08 von KalliBayern

"Weshalb gibt es für uns kein Referendum?"

Weil das Königreich Bayern Geschichte ist!

Kann sein, daß......

ich mich täusche, aber zumindest ist der Populist Johnson sehr ähnlich dem Populisten Höcke! Beide haben nur Sprüche und Parolen auf Lager, aber nicht die Spur eines Plans! Sollte man Mitleid aufbringen für die Johnson-Wähler, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden?

@ fat slim

Den Amerikanern scheint es nicht gelungen zu sein, Ihnen das Mehrheitswahlrecht nahe zu bringen.

Wissen Sie nicht wie der Bundesrat zusammengesetzt ist?

Oder kennen Sie den Unterschied zwischen BundesTag und BundesRat nicht?

@ daneel

Die Meldungen der deutschen Medien im letzten halben Jahr, die uns ja weismachen wollten, dass die Engländer in der Mehrheit für einen Verbleib in der EU sind.

Boris Johnson mag bei vielen Sachfragen gelogen haben. Die deutschen Medien hingegen haben uns meines Erachtens nichts "weißmachen" wollen. Dass in der Volksabstimmung 52% für den Brexit waren, wurde doch in der deutschen Presse ausgiebig berichtet. Da hat auch kein Medium etwas anderes behauptet.

Small Britain

Small Britain - mal schau'n was jetzt die Schotten machen. Schotten sie sich ab? - Und was ist mit der Queen? - Ich denke, sie ist not amused. Was ist los auf der Kugel. Trump, Johnson, Erdogan, Orban ...... Klimawandel, Sinneswandel - einfach too much.

17:09 von Magfrad @StöRschall 16:51

Interresant das sie jetzt auf Seiten von Spaltern und Nationalisten sind. So einfach wie sie hier tun geht das nicht. Auch haben die Schotten dabei mehr zu verlieren als sie denken. Was Demokratie ist haben sie nicht so ganz verstanden. Mal gewinnt man, mal verliert man und dann sollte man das Ergebnis auch Respektieren.

Was nicht zusammengehört, wird niemals zusammenwachsen!

Es wird höchste Zeit, dass sämtliche Grenzen sowie Staatengebilde Europas einmal ergebnissoffen auf den Prüfstand kommen und ggf. deutlich berichtigt werden... Im übrigen kann man nur froh sein, dass Frau Barley innerhalb der SPD keinerlei relevante Position mehr einnimmt: bei derart unsinnig-verqueren Wortmeldungen wie den hier wiedergegebenen.......

re autograf

"Die Schotten können nicht einfach die Unabhängigkeit erklären, weil nur das Staatsvolk als Ganzes souverän ist"

Verlassen Sie sich darauf: Es hätte 2014 kein Referendum in Schottland gegeben, wenn es ein verfassungsrechtliches Hindernis gegeben hätte.

Ihre Ausführungen kollidieren mit der Realität, und die Realität gewinnt.

bitte genau lesen

@:
Am 13. Dezember 2019 um 17:17 von tettigonia
@IBELIN,Nachfrager - Ideologische Diskussion

"Achja, solange man gegen die EU Obrigkeit hetzt ist das OK. Wenn man gegen die tatsaechlichen schickanenen der Nationalistischen Zentralregierung in Londen wettert ist das anakronistisch und nicht erlaubt?"

Bitte lesen sie meine Beiträge dazu etwas genauer. Ich habe keine Schuldzuweisung gegeben, sondern nur Fragen aufgestellt.

@ 16:48 von Einfach Unglaublich

"... herzlichen Glückwunsch an den Gewinner, Boris Johnson. Er hat alles richtig gemacht."

Auch Boris Johnson wird bald merken, dass Lügen kurze Beine haben.

Haha

All denen die gegen die EU sind: alleine die Exportkontrollen für Exporte in die Hauptabnehmer deutscher Produktion, nämlich unsere Nachbarländer, der Zoll und vieles mehr, wird die deutsche Wirtschaft in Null Komma Nichts hinrichten. Na aber was erzähle ich Mitbürgern die in jeder Modernisierung nur Gefahr und deindustrialisierung sehen.

re von fathaland slim 17:15

Ihr Kommentar ist interessant:Da hat ein Forist ein sehr taktisches Verhältnis zum Separatismus.Und er wettert gegen die "Londoner Elite".Aber offenbar nur gegen diese.Denn wenn es um hier geht,zeigt er doch immer sehr konservative Positionen.

Aber das fällt Ihnen offenbar nicht auf ?

@16:38 von Frank von Bröckel

Nationalisten sind alle diejenigen Briten, die diesen Separatismus der Schotten und Iren ausdrücklich ABLEHNEN!

Äh ja. Genau aus diesem Grund hat das Vereinigte Königreich vier Fußballnational- äh Moment, sind das dann Separationsmannschaften?!

Aber es stimmt schon !

Findet "Separation" im Sinne der EU statt, gibt es keinerlei Kritik und man spricht diesen Menschen urplötzlich "jedes Recht gesellschaftlicher und politischer Selbstentfaltung" zu. Andersherum natürlich nicht,...da ist`s dann schnell Essig mit dem Demokratieverständnis aller EU.

Wer Europa im Wandel aufhalten will, egal wohin es wandern sollte, dem wird sehr,sehr schnell der Makel des Despoten und Tyrannen anhaften.

London hat...Rom , Madrid, Lissabon, Kopenhagen, Helsinki, Warschau, Prag, Budapest...usw. gezeigt,...dass eine Trennung von der EU (ohne Krieg und Kollaps) möglich ist.

Wer werden die ersten Nachahmer sein ?

Es kommt auf die Gesetze an

@ Charlottenburger:
Separation rechtlich möglich?
Ich frage mich, ob das staatsrechtlich möglich ist, wenn es in Katalonien nicht funktioniert hat. Die katalonischen Separatisten sitzen nun im Gefängnis oder werden gesucht.

Sie scheinen die spanische Verfassung nicht so recht zu kennen und Sie scheinen zu glauben, dass das Recht in Großbritannien einfach genau so wie in Spanien sein muss.

re barbarossa 2

"Gestern waren noch

einige User felsenfest davon überzeugt, daß Johnson der Verlierer sein wird."

Soweit ich sehe war das nur eine einzige Userin, deren felsenfeste Überzeugungen mich fast jedesmal irritieren.

"Woher wissen schon wieder einige, daß das schottische Volk in der EU bleiben will? Statt wieder auf Umfragen zu setzen, sollte doch besser richtig gewählt werden."

Erstens haben die Schotten beim Brexit Referendum pro EU abgestimmt, zweitens haben gestern fast alle Wahlkreise die Partei gewählt, die contra Brexit ist.

Also ganz aus der Luft gegriffen ist die Vermutung wirklich nicht ...

17:29 von karwandler

Wenn hier andauernd

die Frage nach der Unabhängigkeit Schottland und die nach der Unabhängigkeit Kataloniens mit einem: Ätsch, genau das Gleiche, abgehandelt wird, zeigen die betreffenden Foristen leider (freiwillig) ihre Unfähigkeit oder Unwilligkeit, die unterschiedlichen verfassungsrechtlichen und historischen Voraussetzungen zu würdigen.
////
*
*
Bei der Labourforderung nach einem 2. Referendum hatten Sie keine verfassungsrechtlichen Bedenken.
*
Ätsch sagten Ihnen die britischen Wähler.
*
Aber wer noch gestern das Gegenteil wusste, der hofft jetzt auf die Schotten.
*
Kommt nur mir das bilig vor?

13. Dezember 2019 um 17:21 von tettigonia

"Das hat die EU NIE getan, ganz im Gegenteil sie hat die Regionen oft gegen über der Nationalstaatlichen Willkür verteidigt"

Das will keiner hören, der die EU verachtet. Der sieht nur ausgegebenes Geld und nicht mehr.

@ tettigonia

Wenn man andere Meinungen nicht mehr tollerieren kann

Auch wenn man eine andere Meinung toll findet, muss man sie ja noch nicht unbedingt teilen.

17:20, IBELIN

>>@17:03 von B. Pfluger
"Lediglich das unglückliche Wahlsystem hat also den Sieg Johnson's möglich gemacht."

Angesichts dieser Zahlen und dieses Erdrutschsieges ist das Wahlsystem egal. Man kann sich auch die absoluten Zahlen ansehen. Die Torries liegen dabei bei 43% und Labour bei 32%. Eine ebenso klare Angelegenheit.<<

Es gibt nicht nur diese beiden Parteien in Großbritannien. Auch wenn aufgrund des die "Großen" begünstigten Mehrheitswahlsystems dieser Eindruck bei oberflächlicher Betrachtung entstehen kann.

@KalliBayern - 17:08

"Schade, dass unsere ach so tolle Demokratie mich nicht gefragt hat, ob ich dieses EU-Monster möchte oder nicht. Weshalb gibt es für uns kein Referendum?"

Da in Demokratien Mehrheitsverhältnisse den Ausschlag geben, wäre eine Befragung ihrerseits eigentlich ziemlich bedeutungslos.

Interessant wäre natürlich - sofern Sie Ihrem Namen nach auch Bürger dieses Freistaates sind - wenn Bayern die Bundesrepublik Deutschland per Referendum verlässt, um künftig als unabhängiger Amigo-Staat weiter zu existieren. Heimatverbundenes Führungspersonal, mit eigener Maut, fähiger Landesbank und eigener Sprache - das hätte schon was.

17:21 von Autograf

100 % Zustimmung. Das sind mal Fakten

@daneel (16:30)

Poland und Ungarn werden zu Recht sanktioniert, wenn sie Demokratie missachten; warum das Vereinigte Königreich nicht? Das Wahlsystem ist das eigentliche Problem.
____

Wo ist das ein Problem? Die Briten haben ein Mehrheitswahlrecht. Jeder Wahlkreis schickt einen Abgeordneten, der seine Interessen vertreten soll - was soll daran nicht demokratisch sein? Anders als in Verhältniswahlrecht werden eben keine Parteien, sondern Personen gewählt. Und der Zweitplatzierte geht leer aus - so ist das eben in einer Demokratie.

was GB wirklich geschehen ist

Schon köstlich zu sehen, wie die Propheten von gestern heute ihre Prognosen ins Gegenteil uminterpretieren. Dabei ist nur haargenau das selbe passiert wie damals beim Referendum : ein Ergebnis, welches meilenweit von einem nur halbwegs statistisch gesicherten Wert enfernt liegt - also wieder nur ein Zufallsergebnis. Da könnt ihr noch soviel hineininterpretieren. Aber etwas kann man schon ableiten : das Volk bewegt sich schwankend wie das Gras im Wind an der Grenzlinie zwischen ertragener Demokratie und heimlich herbeigesehntem starken Mann und im Zweifelsfall geht das Fressen vor der politischen Intelligenz. Nirgendwo ist die poitische Kraft vorhanden, der es gelingt, einen rationalen Kurs jenseits des Wahl-Termin-Opportunismus aufzuzeigen. Die deutsche SPD hat einnen bittern Preis gezahlt. Nur sie ?Man sehe sich all die Desintegrationen an .

re boris.1945

"Zu Zeiten der Layborsiege hat das Wahlsystem niemanden interessiert."

Das Wahlsystem war das gleiche, aber keiner hat danach behauptet, jetzt gaäbe es eine Mehrheit für irgendeinen Volkswillen.

Diese Umdeutung ist neu.

@LESEN - GRÜBELN - ...

Was passiert, wenn die Schotten dann am Ende doch unglücklich sind? Dürfen die dann wieder zurück nach England?

Zum Lesen und Grübeln gehört halt auch das Verstehen... Schottland war nie ein Teil Englands. Deshalb heißt der Landesname United Kingdom of Great Britain (das sind England, Schottland und Wales) and Northern Ireland. Sie können dann maximal ins britische Restkönigreich zurückkehren.

13. Dezember 2019 um 17:26 von andererseits

"Andererseits ist das Problem, dass Johnson außer "get Brexit done" völlig blank ist und nicht in Ansätzen klar ist, was er denn programmatisch umsetzen will bzw. welche Versprechungen er mit Leben füllen könnte. Dem Siegesrausch werden wohl schnell die Kopfschmerzen folgen..."

Die Aufstockung von Polizei und Krankenhäuser kann man mit der Einschränkung von Sozialprogrammen für Minderheiten erreichen. Die können sich nicht wehren und sind ohnehin durch die nationalistische Politik schwer unter Druck geraten.
Vielleicht haben sie schon vergessen mit welcher Rücksichtslosigkeit der Brexit beworben wurde und wie schnell Menschen, die in England geboren und aufgewachsen sind, aber nicht englisch Aussehen, auf der Straße von britischen Bürgern angegangen wurden.

Imaginaere vs echte Bevormundung

Nun wir haben Johnsons Lügen Märchen von "350 Millionen Pfund" wöchentlich, Fahrradgesetzen deren Wortlaut er genau umgekehrt hat, Gurkennormen und Wurstdefinitionen, die schon lange vor Gründung der EU in den Nationalstaaten existierten auf der einen Seite. Auf der anderen haben wir eine Britische Zentralregierung (genau wie die Franzoesische den Korsen und die Spanische den Catalanen) der den Schotten alles mögliche diktiert, wie sie ihren Aushalt zu führen hat, was ihrer Kultur zu sein hat und das und an welchen Stellen sie Atomkraftwerke zu bauen haben. Kein Brite erlangt Mündigkeit von der EU zurück in dem er sich von einem Populisten von ausgedachten Bedrohungen beschützen laesst. Bei den Schotten mag das etwas anders sein.

17:25 von LesenIstVonVorteil "Krieg mit Schottland"

Danke, guter Kommentar.

Was in Zusammenhang mit dieser Wahl....

....kaum Erwähnung findet ist das kaum messbare Ergebnis für die britischen Grünen im Gegensatz zu manchem Höhenflug der Parteikollegen auf dem Kontinent. Das zeigt, dass man auf der Insel andere Sorgen hat.....

Europäer

Wir sind ja alle Europäer. - Vieleicht sind aber die Schotten die besseren als die Briten...

@ C4

Die Schotten sind, das haben sie vor gar nicht allzu langer Zeit gezeigt, als sie gegen einen Austritt stimmten, für einen Verbleib im Vereinigten Königreich

Na und? Diskussionen sind dazu da, dass man seine Meinung auch ändern kann. Wenn die Mehrheit jetzt für einen Austritt ist, verlässt Schottland die Union. Was ist denn schon dabei. Wird das schottische Kreuz eben aus dem Union Jack heraus genommen.

@Frank von Bröckel (16:38)

Hier scheint ein kleines Missverständnis vorzuliegen!
Die hier angesprochenen Schotten und Iren sind sogenannte ausdrücklich KEINE Nationalisten, sondern sogenannte Separatisten!
Nationalisten sind alle diejenigen Briten, die diesen Separatismus der Schotten und Iren ausdrücklich ABLEHNEN!
____

Nein, hier liegt kein Missverständnis vor, sondern Sie haben unrecht.
Nationalisten (in Irland auch Republikaner) sind für einen eigenen Nationalstaat und einen Austritt aus der Union (dem Vereinigten Königreich, nicht der Europäischen Union), während diejenigen, die für einen Verbleib sind, als Unionisten (also für die Union mit England gemäß dem Union Act) bezeichnet werden. Das Wort Nationalisten hat auf den britischen Inseln eine ganz andere Bedeutung als in Deutschland.

Blasengebilde...

Das Ganze ist wieder ein Narativ, das seit eh und eh aufgeblasen wird, um Vorteile innerhalb des UK regelmässig wiederkehrenden Verhandlungsprozesses herauszuholen. Die Schotten werden im UK bleiben. Die Regierung wird jetzt das UK voranbringen und analog der Schweiz formidabel aufbauen. Das passt natuerlich den ewig Gestrigen , wie Corbyn nicht. Aber so wird es kommen! Und dann werden sich auch die Medien mit Ihren Kommentaren wundern, wie sehr sie danaben lagen . Das bürokratische Europa wird jetzt einen benchmarker haben, der zeigt wie man/frau es besser machen kann, oder auch nicht. Das ist gut fuer Europa!

@Kamminer

""Weshalb gibt es für uns kein Referendum?"

Weil das Königreich Bayern Geschichte ist!"

Die Geschicht lehrt auch, dass die Möglichkeit der Restauration besteht.

Guter Nationalismus, schlechter Nationalismus...

ist doch immer wieder verwunderlich, wie Manche hier immer zweierlei Maß anlegen können. Wenn in D bei Fußballweltmeisterschaften die Nationalflagge geschwenkt wird, kriegen sie die Krise- aber bei schottischem, irischem, katalanischen oder ukrainischem Nationalismus kriegen sie warme Gefühle...

@fathaland slim

"Großbritannien hat keine Verfassung, die Unabhängigkeitsreferenden verbietet."

Erfahrungsgemäß spielen Verfassungen in Europa nur eine untergeordnete Rolle, das als Verfassung betrachtete deutsche Grundgesetz verbietet auch Auslandseinsätze der Bundeswehr.
Papier ist geduldig.

@1.Senator (16:42)

Genau so sollten es die...
...Iren auch machen!
Erst ein Referendum zum
Zusammenschluß eines souveränen
Gesamtirlands und dann ein Votum
für eine gemeinsame, unabhängige
EU-Mitgliedschaft!

___

Ist eh nur eine Frage der Zeit. 1921 waren 90% der Menschen in Nordirland protestantisch und Unionisten. Heutzutage ist es Halbe-halbe. In näherer Zukunft werden die katholischen Republikanen in der Mehrheit sein, wie sie es an der Grenze in Derry etc. schon sind, wie man am Wahlegebnis sieht.
Wer sich fragt, warum das so ist, sollte sich Monty Pythons Sinn des Lebens ansehen. Ein Körnchen Wahrheit ist da dran.

re c4--

"Welcher dieser beiden Aspekte ihnen wichtiger ist, das mag Frau Sturgeon fleißig mutmaßen, aber es kann doch nicht sein, dass man alle paar Jahre über eine Abspaltung abstimmt.
Das sind Fragen, über die man vielleicht einmal pro Generation entscheiden kann, nicht jedes mal, wenn einem die Entscheidungen aus London nicht zusagen."

Frau Sturgeon mutmaßt?

Wenn Johnson mutmaßt, dass die Wahl ihm den Auftrag gegeben hat, den Brexit zu vollzien, dann kann Sturgeon aber erst recht mutmaßen, dass die Wahl ihr den Auftrag gegeben har, Schottland in der EU zu halten.

@ Mass Effect

Interresant das sie jetzt auf Seiten von Spaltern und Nationalisten sind.

Ich bin ebenfalls bei Schottland auf Seiten der Abspaltung von GB und bei Katalanien für einen Verbleib bei Spanien. Ich möchte ganz einfach eine starke EU, die sich nicht auseinander dividieren lässt.

@16:49 von fathaland slim

Schottische und irische Nationalisten sind Separatisten. Das liegt in der Natur der Sache.

Kommt darauf an, wie man Nation definiert. Gibt es eine Vereinigtkönigreichisch-Großbritannische Nation? Ich habe ja schon Probleme mit dem Begriff "deutsche Nation". Ist da jetzt der Zither spielende, Gamsbarthut und Lederhose tragende, Weißwurst essende Bayer oder doch der im Friesennerz gekleidete, Grünkohl mit Pinkel mampfende und boßelnde Norddeutsche gemeint?

@cbecker (16:48)

Aber warum ein Referendum ? Wenn man die Unabhängigkeit will, warum erklärt man die nicht einfach ? England wird schon keine Besatzungssoldaten schicken.
____

Weil es zwischen England und Schottland eine vertraglich geregelte Realunion gibt (Act of Union von 1707), welches beide Länder verbindet. Und genau dieses Gesetz müsste aufgehoben werden, um die Union zu lösen. Was viele vergessen: Schottland ist keine Provinz eines Zentralstaats wie Katalonien, sondern ein eigenständiges Land in einer Union. Und so wie Polen und Litauen sich trennen konnten oder Österreich und Ungarn oder Tschechien und die Slowakei, so können das auch England und Schottland. Die Queen ist Königin beider Länder - an der Stelle würde sich also nichts ändern. Aus der Realunion würde wieder eine Personalunion. So wie in Australien, Kanada oder Neuseeland auch.

17:26 von andererseits @16:47 fathaland slim

jetzt wächst wieder zusammen, was zusammen passt

18:00 von karwandler

re boris.1945

"Zu Zeiten der Layborsiege hat das Wahlsystem niemanden interessiert."

Das Wahlsystem war das gleiche, aber keiner hat danach behauptet, jetzt gaäbe es eine Mehrheit für irgendeinen Volkswillen.

Diese Umdeutung ist neu.
///
*
*
Netter Scherz.
*
Haben die etwa nicht regiert, als ob das dem Volkswillen entsprechen würde?

re einfach unglaublich

"Fakt ist: ein schottisches Unabhängigkeitsreferendum bedarf der Genehmigung der britischen Regierung."

Fakt ist: die britische Regierung hat kaum Spielraum, die Genehmigung zu verweigern, wenn sie von der schottischen Regierung verlangt wird.

@Franz von Bröckel

zumindest für Schottland gilt das nicht: durch den act of union wurden England und Schottland 1707 zu Großbritannien vereint. Schottland kann diesen Vertrag jederzeit kündigen. Separatismus wäre das nicht.

@Cosmopolitan_Citizen (16:54)

Die Anhänger der Partei als Nationalisten zu bezeichnen ist ein sprachlicher Fehltransfer aus dem Englischen ins Deutsche. Der SNP geht es nicht um die völkische Überhöhung des Schottentums - was "Nationalist" zum Ausdruck brächte - sondern um den Anspruch als Nation erstmal anerkannt zu werden.
____

Kein sprachlicher Fehltransfer, sondern eine Fehldeutung. Die Schotten wollen einen Nationalstaat - so wie die deutschen Nationalisten im 19. Jahrhundert auch. Was Sie meinen, sind Chauvinisten - ein Attribut, das der Nationalismus erst in der Hochphase des Imperialismus im ausgehenden 19. Jahrhundert bekam.

@ Nur Wahrheit (16:46)

"Am besten wäre es, wenn jeder Mensch sein eigenes Land hätte, dann könnten wir die Probleme auf diesem Planeten bestimmt in nullkommanichts lösen.
In Wahrheit sind die nationalistischen Alleingänge der falsche Weg für unseren Planeten und unsere Kinder, weil wir auf diese Weise gar nichts im Sinne einer nachhaltigen und friedlichen Zukunft geregelt bekommen.
Demokratie ist Mist, solange der Egoismus im Menschen stärker ist als der Sinn für dauerhaften Frieden und Erhalt unseres einzigen Planeten."
------
Demokratie will, glaube ich, den "Egoismus im Menschen" ... irgendwie .... schwierig ... "Demokratie ist Mist"? Diese Wahrheit kenne ich persönlich nicht. Lassen Sie uns einfach darüber reden, auch über Egoismen dieses Menschen. In einer Demokratie geht das schon. Sie sagen doch weiter oben, dass "Alleingänge" ("nationalistisch)" falsch wären (immer mehr Wahrheiten hier ... unterwegs).

@16:45 von hjb

Die Schotten haben doch erst abgestimmt und sich für den Verbleib im Vereinigten Königreich entschieden und warum sollte beide Kammern des Parlaments in London einem weiteren Referendum zustimmen? Die EU lässt gerne solange Abstimmen bis es passt

Die Einwohner des UK haben sich doch erst 1975 für den Verbleib in der EU entschieden, die Regierung des UK lässt gerne solange Abstimmen bis es passt!

(Vielleicht merken sie selber, wo ihre Argumentation hinkt...) Falls nicht: 2019 ist nicht 1975, die Zeiten haben sich geändert. Und 2019 ist auch nicht 2014, damals wurde den Schotten eine Blockade des EU-Beitritts durch das Rest-UK angedroht, was mangels dessen Mitgliedschaft in der EU nach dem Brexit nicht mehr möglich ist. (Was Spanien angeht, steht auf einem anderen Blatt.)

@deutlich (18:07)

Guter Nationalismus, schlechter Nationalismus...
ist doch immer wieder verwunderlich, wie Manche hier immer zweierlei Maß anlegen können. Wenn in D bei Fußballweltmeisterschaften die Nationalflagge geschwenkt wird, kriegen sie die Krise- aber bei schottischem, irischem, katalanischen oder ukrainischem Nationalismus kriegen sie warme Gefühle...

_____

Das nennt sich inklusiver Nationalismus und exklusiver Nationalismus. Und das erste kann ganz schnell in das zweite umschwenken, wie uns unsere Geschichte gelehrt hat.

Das UK-Wahlsystem ist super!

In UK kann es keinen so großen Bundestag wie in D geben. Bei uns sollte der Bundetag aus 598 Mitglieder bestehen, hat aber aktuell 709 (glaube ich zumindest). Warum nicht das UK-Wahlsystem übernehemen? Wer den Wahlkreis gewinnt ist gewählt, alles andere hinfällig (2. Stimme, Überhangmandat). Ich finde die jetzige Wahl absolut demokratisch und super für Europa. Bin mal gespannt wie die ganzen negativen Auswirkungen für UK wirklich spürbar werden. Alle werden merken, dass ein Leben ohne der EU auch möglich ist und vielleicht besser und vor allem billiger! Nachdem aber in D alle schon auf EU und Klimaschutz eingeschworen sind, habe ich leider für D keine Hoffung mehr.

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