Kommentare - Überflutungen: Karten mit eingeschränkter Aussagekraft

04. November 2019 - 15:13 Uhr

"Hamburg drohen regelmäßige Überflutungen", "Wird der Norden 2050 jährlich überflutet?" So und ähnlich lauten Schlagzeilen zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Doch versinkt Norddeutschland tatsächlich im Meer? Von P. Gensing.

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Kommentare

17:40, zöpfchen

>>Sie vergessen, dass der heutige Irak, Jemen oder auch Ägypten zu antiker Zeit Hochkulturen waren. Das ist heute sicherlich nicht mehr der Fall. Die Gründe dafür müssten genauer analysiert werden.<<

Das wurde schon vor langer Zeit genauer analysiert. Von Historikern.

Was die analysiert haben, das lernt man im Geschichtsunterricht.

Viele haben da aber gepennt oder geschwänzt.

@15:53 von MolkeHP

Wann wird eine Karte
erstellt die darstellt welche Umweltschäden durch die Produktion von E-Autos hervorgerufen werden.
Davon redet kein Mensch auch nicht die besonders aktiven Klimaschützer und schon garnicht die Bundesregierung auch nicht die Presse.
Ausnahmen bestätigen die Regel:
Auszug aus den Nachtrichten von ARD bitte selbst nachlesen.

Das stimmt nicht ganz. Über Umweltschäden, die durch die Produktion von E-Autos hervorgerufen werden, habe ich schon viel (und lange vor der ARD) gelesen. Wer allgemein an Wissenschaft interessiert ist, ist auch diesbezüglich bestens informiert.

@ ex_Bayerndödel

Zum gefühlten 1 millionsten Mal:

Es geht nicht darum, den Temperaturanstieg zu bekämpfen, denn den kann man nicht verhindern, da dem u.a. auch natürliche Ursachen zugrunde liegen, auf die wir keinen Einfluss haben, wohl aber auf den anthropogenen Einfluss.

Darum geht es auch beim Klimaschutz nicht! Sondern es geht darum, den Temperaturanstieg so moderat wie irgend möglich zu halten, dass die Konsequenzen, die sich daraus ergeben noch irgendwie mit unseren gegenwärtigen Mitteln und Ressourcen beherrschbar sind.

Was verstehen Sie daran nicht? Und was stört Sie daran so vehement?

@17:39 von ex_Bayerndödel

Sorry, aber vielleicht sollten Sie sich ganz einfach an Tatsachen halten, statt irgendwelche Phantasien auf mich zu anzuwenden. Tatsache ist nun einmal, dass steigende Temperaturen auch steigenden Gehalt an CO2 in der Luft bewirken. Aber so bekannte Erkenntnisse müssen wohl von bestimmten Menschen geleugnet werden.

Erst wollte ich was zu Ihren Kommentaren hier schreiben, aber ich glaube, das kann ich mir sparen. Die sprechen einfach für sich.

@ex_Bayerndödel

Sie schrieben: "Nun, wie bekämpfen Sie einen Temperaturanstieg bedingt durch das Ausklingen einer Eiszeit, der einen Anstieg des CO2-Gehalts in der Luft hervorruft?"
.
Das sind Ammenmärchen, die Sie hier verbreiten. Es gibt KEINE wissenschaftliche Argumentation, die begründen könnte, warum die Temperatur ca. 10.000 Jahren warten sollte, um anzusteigen.

@17:50 von Frank von Bröckel

Und bei vergleichbare Zyklone wie dem im Jahre 1970 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 185 km/h und 10(!) Meter hohen Wellen, müssten die dann fast durchgehende Küstenschutzanlagen schon wirklich gigantische Ausmaße besitzen,

Und weil es gelegentlich derartige Unwetter gibt, gegen die man mit einfachen Mitteln nichts erreichen kann, macht man gleich gar nichts? Das scheint mir nicht die richtige Einstellung zu sein.

ex_Bayerndödel 17:39 & 17:45

"Tatsache ist nun einmal, dass steigende Temperaturen auch steigenden Gehalt an CO2 in der Luft bewirken. Aber so bekannte Erkenntnisse müssen wohl von bestimmten Menschen geleugnet werden."

Tatsache ist nun einmal, dass es Korrelation und Kausalität gibt. Und eine Kausalität einfach umzudrehen ist natürlich eine einfache Methode, um gesicherte Tatsachen zu ignorieren, aber das machen auch nur bestimmte Menschen. Und als nächstes kommt dann "Auch der Mensch atmet CO2 aus"

@ 17:39 von ex_Bayerndödel

„ Tatsache ist nun einmal, dass steigende Temperaturen auch steigenden Gehalt an CO2 in der Luft bewirken.“

Sie schaffen es erneut, mich zu verblüffen, indem Sie mal eben Ursache und Wirkung vertauschen. Also wenn ich Sie richtig verstehe, dann steigt die Temperatur sowieso, weil die Eiszeit ausklingt und die Erhöhung der CO2-Konzentration ist eine Folge des Temperaturanstiegs. Nicht etwa die Verbrennung fossiler Rohstoffe erhöht den CO2-Gehalt.

Ganz ehrlich - da sind mir die Sonnenflecken als Ursache noch lieber. Die Theorie lässt zumindest nicht mit Schulwissen aus der Mittelstufe widerlegen.

@16:07 von karwandler

Wäre es nicht sinnvoller mal nachzudenken, ob das denn mit Entweder-Oder zu lösen ist?

Die notwendigen Ressourcen sind nur einmal vorhanden. Entweder, sie werden in Vorsorge vor den Folgen des Klimawandels investiert, oder in den Versuch, den Klimawandel aufzuhalten. Oder man teilt sie auf und sie reichen weder für das eine noch für das andere.

Ich persönlich wäre dafür, sie in die Vorsorge zu investieren, denn das scheint mir effektiver zu sein, als den Klimawandel vielleicht möglicherweise fast aufhalten zu wollen - und es dann wahrscheinlich doch nicht zu schaffen.

Am 04. November 2019 um 17:54 von karwandler

"Ach so, am CO2 Anstieg hat nur die ausklingende Eiszeit schuld?
Und ich dachte schon ..."

Nun, die ausklingende Eiszeit ist ein Faktor, der oft geleugnet wird. Also, ein bisschen weiterdenken, ist immer von Vorteil.

18:20, Nebellicht

>>Wasserniveau ist nicht Menschengemacht
guckt man in sehr alte Karten, so waren vor Jahrmillionen beispielsweise die Philippinen keine Inseln sondern für Mensch und Tiere vom asiatischen Festland begehbar. Der CO2 Gehalt war zu der Zeit über viermal so hoch wie heute.
Mensch glaubst du wirklich dass du die Naturgewalten zähmen kannst?<<

Und schaut man in noch ältere Karten, dann waren Afrika, Europa und Amerika ein einziger Kontinent, der den Südpol bedeckte. Da konnten Mensch und Tier zu Fuß von Frankfurt nach Chicago laufen.

Was das aber jetzt genau mit dem Einfluss des Menschen auf die heutige Welt zu tun haben soll, das erschließt sich mir nicht so richtig.

@18:19 von fathaland slim

Der CO2-Gehalt der Luft steigt wegen der Erwärmung?

Die Korrelation funktioniert in beide Richtungen. Ich halte es für eine grobe Vereinfachung, lediglich die Korrelation zwischen Kohlendioxidanteil der Atmosphäre und der Temperatur zu betrachten, dafür sind die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und Temperatur viel zu komplex.

Ist es auch eine bekannte Erkenntnis, daß durch Verbrennen fossilen Kohlenstoffs der CO2-Gehalt der Luft sinkt?

Wer hat das jemals behauptet?

Übrigens gab es im Laufe der Zeit auch durchaus Erwärmungen ohne begleitende Kohlendioxidanstiege, und ebenso umgekehrt Änderungen des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre ohne entsprechende Änderungen der Temperatur.

Am 04. November 2019 um 18:19 von fathaland slim

"Der CO2-Gehalt der Luft steigt wegen der Erwärmung?
Diese bekannte Erkenntnis war mir bisher nicht bekannt.
Ist es auch eine bekannte Erkenntnis, daß durch Verbrennen fossilen Kohlenstoffs der CO2-Gehalt der Luft sinkt?"

Leider kann ich mit dieser von Ihnen ins Spiel gebrachten Erkenntnis nicht dienen, aber Sie sollten ein bisschen mehr Literatur nutzen, dann wird auch Ihnen der Zusammenhang zwischen steigender Temperatur und CO2-Gehalt bewusst werden. Durch steigende Temperaturen geht CO2, welches im permanent gefrorenen Boden gebunden ist, in die Atmosphäre über. Ich dachte, dies sei Ihnen bewusst ... aber scheinbar unterliege ich hier einer weiteren Täuschung.

17:56 von fathaland slim

«Haben Sie sich mal mit den geologischen, meteorologischen und hydrologischen Gegebenheiten in Bangladesh beschäftigt?
Deichbau an der Nordsee ist einfacher und billiger. Und zwar erheblich.»

Mit dem weit ausgedehnten Mangroven-Sumpf-Gebiet der "Sunderbans" an der Küste hat Bangladesh den besten denkbaren natürlichen Schutz gegen Flutwellen + Überschwemmungen vom Meer her.

Schutzwälle, Deiche, Dämme kann man da gar nicht errichten. Könnte / täte man es dennoch. Baute man dann andererseits "Wälle" gegen die (Monsun) Fluten, die im Flussdelta von Ganges + Brahmaputra "ins Meer fließen wollen".

Auch "der genialste" Wasserbauer aus den NL oder aus JAP (den beiden führenden Nationen darin, in dieser Reihenfolge) könnte in Bangladesh keinen Küsten-Hochwasser-Schutz verwirklichen. Der in dem Maße schützt, wie manche meinen, dass er schützen könne + müsse. Aber nicht schützt, weil Bangladesh die Hände in den Schoß der Untätigen legt.

Auch nicht mit Gold könnte das irgendwer bezahlen …

Überflutungen: Karten mit eingeschränkter Aussagekraft

Lieber Royal Tramp, Sie schreiben da sehr optimistisch :"Was heißt hier: Mittel? Das ist doch totaler Quatsch! Sand gibt es überall, den es zum Deichbau bräuchte. Das wäre schonmal ein Anfang."
Meine Meinung dazu :
Bitte befragen Sie mal einen (wirklichen!) Fachmann ob beispielsweise der Sand der riesigen afrikanischen Wüsten zum Betonieren =>geeignet<= ist.......
Sie werden erstaunt sein über die Antwort....

Deichbau und Wasserpegel und Eiszeit

Deichbau ist nicht so einfach. Nur irgendwas da hin schaufeln reicht nicht. Dann sind die „Deiche“ bei der ersten Sturmflut dahin. Wie man ein Flussdelta eindeichen soll ist mir eh schleierhaft.
Die angegebenen Flächen sind ja auf noch moderate Pegelstände bezogen. Derzeit werden alle Prognosen der Eisschmelze regelmäßig von der Realität überholt. Wenn alles geschmolzen ist sind wir bei 70 bis 80m.
Also müssen an den Küsten in den nächsten Jahrhunderten Mittelgebirgsketten an Deichen aufgehäuft werden, wenn das Land bewahrt werden soll.
Die einzige Eiszeit die im Moment ausläuft ist die von der Eisdiele. Die machen jetzt zum großen Teil zu. Aber die Saison wird länger. Dass die menschgemachte Erwärmung weitere CO2- und Methanemissionen nach sich zieht ist klar, aber das ist nur eine Folge der massenweisen Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Der physikalische Zusammenhang ist nun wirklich nicht kompliziert. Das immer noch so viel Unsinn unterwegs ist, ist ein Armutszeugnis.

@17:59 von karwandler

Jetzt bitte ein riesiges Staudammprojekt aus dem genannten Bereich. Name genügt und Höhe der Staumauer.

So genau kann ich keine nennen, aber die Hauptstadt der Azteken, das heutige Mexico City, lag in einem aufgestauten See (https://bit.ly/2qokc5K). Ansonsten würden mir noch Kambodscha (https://bit.ly/2pwssR4) und Ceylon (https://bit.ly/34pwlFW) als Beispiele für absichtlich aufgestaute Gewässer einfallen.

Immer wieder erstaunlich, was

Immer wieder erstaunlich, was Menschen für einen Aufwand betreiben, um Offenkundiges pauschal abzustreiten. Die Erde ist überraschenderweise ein Ökosystem. Wenn man es fortlaufend zerstört, geht es kaputt. Wenn einer die letzten Bäume in seinem Garten umhaut, damit der Grill nicht ausgeht und in den Pool pullert, weil es zu weit zum Klo ist und sich dann wundert, daß es bei Sonnenschein nicht mehr so ein Flair hat, ist man zu Hause bei Klimaskeptikern und dann verstehe ich das immer noch nicht, was sie davon haben mit ihren die geringste Verantwortung ablehnenden Argumenten

18:52, riewekooche

>>@18:19 von fathaland slim
"Der CO2-Gehalt der Luft steigt wegen der Erwärmung?"

Die Korrelation funktioniert in beide Richtungen. Ich halte es für eine grobe Vereinfachung, lediglich die Korrelation zwischen Kohlendioxidanteil der Atmosphäre und der Temperatur zu betrachten, dafür sind die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und Temperatur viel zu komplex.<<

Sie erklären einfach eine Kausalität zur Korrelation, und dann passt es. Chapeau!

>>Übrigens gab es im Laufe der Zeit auch durchaus Erwärmungen ohne begleitende Kohlendioxidanstiege, und ebenso umgekehrt Änderungen des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre ohne entsprechende Änderungen der Temperatur.<<

Die Klimageschichte der Erde ist besser erforscht, als Sie denken. Inklusive ihrer Korrelationen und Kausalitäten.

18:52, ex_Bayerndödel

>>Leider kann ich mit dieser von Ihnen ins Spiel gebrachten Erkenntnis nicht dienen, aber Sie sollten ein bisschen mehr Literatur nutzen, dann wird auch Ihnen der Zusammenhang zwischen steigender Temperatur und CO2-Gehalt bewusst werden. Durch steigende Temperaturen geht CO2, welches im permanent gefrorenen Boden gebunden ist, in die Atmosphäre über. Ich dachte, dies sei Ihnen bewusst ... aber scheinbar unterliege ich hier einer weiteren Täuschung.<<

Sie verwechseln CO2 mit Methan.

Ein bestimmter Club prognostizierte das

baldige Massensterben der Menschheit durch Hungersnöten wegen der Klimaerwärmung und die vollständige Erschöpfung des Erdöl und anderen natürlichen Ressourcen.

Aber was ist tatsächlich passiert?

Es sind fast 50 Jahre vergangen und nichts von dem ist eingetreten.
Die Lebensmittelproduktion ist so hoch wie noch nie und wir schwimmen in Erdöl.

Bereits in den 1930er Jahre wurden die gleichen drohenden Katastrophen verkündet, die jahrzehntelang wiederholt wurden, scheinbar unbeeindruckt vom Nichteintreffen dieser.

"Alle Gletscher im Osten Grönlands schmelzen rapide dahin", schrieb man 1939.

Was ist passiert? Nichts!

Ende der 1980er Jahre begann die globale Erwärmung und das Schmelzen des Polareises auf einer katastrophalen Skala vorhergesagt und der damit verbundene Anstieg des Meeresspiegels.

Der Wald stirbt!

Klimakatastrophen stehen heute auf dem Programm

Küste von HH versinkt, aber auch NL.
Ist mir bekannt seit den 70/80er Jahren!

Ach, in 2050 ist es so weit?!

Ja, ja

18:21 von Anna-Elisabeth

@15:36 von Barthelmus: «Hier sind die Niederländer weltweit führend.»

«Ja, die Aktivitäten der Niederländer haben auch mich schwer beeindruckt.»

Die Niederländer waren schon vor Jahrhunderten die weltweit versiertesten "Wasserbauer" bei Entwässerung, Eindeichung, Hochwasserschutz.

Wasserbauer aus den NL waren in der Zeit, als JAP sich selbst gewählt von der Außenwelt abschottete (1603-1850) so gut wie die einzigen Ausländer, die man bewusst ins Land einlud.

Stand + steht man auch dort vor ständigen großen Herausforderungen.
Was den Hochwasserschutz angeht. Der führende WB aus den NL sagte bei seiner 1. Inspektion in den Bergen in JAP zu den geplanten Projekten:

«Das sind keine Flüsse ! Das sind Wasserfälle !»

Gebaut hat man dennoch damals gemeinsam. Heute baut JAP alleine.

Von 2000-2016 das Projekt "Hochwasserschutz Tokyo". Gegen Wellen + Tsunamis + steigenden Meeresspiegel + aus den Bergen zurück laufendes Wasser der Flüsse.

Kostete umgerechnet ca. 20 Mrd. Euro …

Das wäre doch eine sinnvolle Aufgabe

für die UN, den Küstenschutz voranzubringen und armen Staaten bei der Finanzierung beizustehen. Ähnlich wie die großen Impfkampagnen, die ja große Erfolge zeigten. Oder traut sich die UNO praktizierte Hilfe nicht mehr zu und beschränkt sich auf Verbreitung düsterer Szenarien? Geldgeber würden sich bestimmt finden. Angefangen von Rockefeller-Stiftungen über Clinton-Stiftungen und ehemalige Vizepräsidenten

17:22 von rasenheizung

Was für eine Milchmädchenrechnung!

Vermutlich zählt keiner 2 und 2 zusammen, weil es kompletter Unsinn ist.

Gehen sie mal vereinfacht davon aus, dass die Fläche, die vom Meer bedeckt ist, so groß ist wie die Landfläche.

Dann müssen sie für das Vermeiden von einem Meter Meeresspiegelerhöhung auf allen Landflächen einen Meter Wasser stapeln.

Den Rest der "Hochrechnung" kriegen Sie hoffentlich selbst hin ...
///
*
*
Deshalb bezahlt die Rentnergeneration in den norddeutschen Küstenländern neben der Grundsteuer auch schon einigejahre eine darauf basierende Deichabgabe zu deren Ertüchtigung und Erhöhung.
*
Aber das ist wegen der Panikmache wohl nicht zur Veröffentlichung geeignet.

In diesem Artikel der `Zeit´

In diesem Artikel der `Zeit´ wird u.a. dargestellt, was Überflutungen an weiteren Folgen nach sich ziehen. Es stehen ja nicht nur Keller unter Wasser.
Es geht z.B. auch um den steigenden Salzgehalt in den Böden und im Grundwasser.
Überhaupt ist der Artikel recht interessant.
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-
09/sonderbericht-klimawandel-ipcc-report-
ergebnisse-weltklimarat-klimaschutz

@ Tarek94

Zitat: "Bangladesh ist eine Demokratie, die Wähler dort bestimmen auf demokratischem Wege selbst, ob Deiche gebaut werden oder nicht..."

Zunächst mal ist Bangladesh eines der ärmsten Länder der Welt, was Milliardenprojekte wie gross angelegte Deiche ziemlich unmöglich macht. Über welche Deiche sollen die Wähler denn abstimmen, wenn das Geld nicht mal für Schulen und Krankenhäuser reicht.

Dann ist Bangladesh auch noch eine der korruptesten Gesellschaften der Welt. Ich habe das als Seemann mehrmals besucht und konnte mir ein (wenn auch zugegeben oberflächliches) Bild aus erster Hand machen. In dem Land läuft absolut nichts, ohne dass die entsprechenden Stellen vorher gehörig geschmiert werden.

Von wegen Demokratie.

"Ratschläge aus Deutschland sind deshalb nicht notwendig."

Aber Ratschläge, die so tun, als ob Bangladesh genau funktioniert wie Deutschland, sind auch nicht notwendig.

Am 04. November 2019 um 18:59 von ottokar

"Die einzige Eiszeit die im Moment ausläuft ist die von der Eisdiele."

Einfach einmal mit der Erdgeschichte, nicht nur in den letzten 150 Jahren beschäftigen, dann kommt auch die Erkenntnis.

@ dr.bashir

Zitat: "Das Problem ist, dass in z.B. Bangladesh oder an den afrikanischen Küsten aber vermutlich niemand Deiche bauen wird."

Volle Zustimmung! Die erste Klimawandel Diskussion in der UNO fand bereits in den 90er Jahren statt. Damals schwärmte der russische UN-Botschafter noch davon, welch grosse ökonomische Vorteile eine wärmere Welt (vor allem ein esfreies Nordmeer) hätte. Als er sagte: "und wenn der Meeresspiegel zehn Meter steigt, bauen wir die Deiche eben zehn Meter höher", stand der Botschafter der Malediven auf und erwiderte: "Darf ich Sie darauf hinweisen, dass der höchste Berg meines Landes vier Meter hoch ist."

Zitat: "Aber vermutlich gelingt es Vielen, die Probleme in anderen Teilen der Welt an sich abperlen zu lassen, so lange der Nachschub an Bananen gesichert ist."

Da haben Sie leider recht!

Am 04. November 2019 um 17:18 von Tada

"Wie nennt man denn das Verfahren, bei dem Schluchten verschlossen werden, um Wasser zu stauuen (Fluss- und Regenwasser), um später genug Wasser für die Trockenzeit zu haben?
Bitte um Antwort.
(Strom hat man damals damit natürlich nicht erzeugt.)"

Sie haben Recht.

Das kennt man schon lange und nennt sich Talsperre.
Wasserkraftwerk ist das Stichwort.

Talsperren (Plural) und Wasserkraftwerke gibt es sogar auf dem platten Land in Ostfriesland.

RWE betreibt sogar Kundeninformation (Werbung ) damit.

Strom erzeugt man damit auch.
Allerdings erst seit fast 100 Jahren.

@riewekooche

">>Der CO2-Gehalt der Luft steigt wegen der Erwärmung?<<

Die Korrelation funktioniert in beide Richtungen."

Sie verwechseln Korrelation mit Kausalität.

Bei einer Korrelation geht es primär nicht um Ursache-Wirkung, sondern um Statistik.

Bei Kausalität dagegen geht es um Ursache und Wirkung.

@ schabernack

Stimme allem, was sie geschrieben haben zu. Dass ein Deich die Fluten des Ganges und Brahmaputra nur noch schlimmer machen würde ist logisch, aber weitgehend unbekannt. Danke für diese Erklärung!

Und ja, auch das stimmt beinahe: "Mit dem weit ausgedehnten Mangroven-Sumpf-Gebiet der "Sunderbans" an der Küste hat Bangladesh den besten denkbaren natürlichen Schutz gegen Flutwellen + Überschwemmungen vom Meer her."

Leider muss man sagen "HATTE Bangladesh den besten denkbaren natürlichen Schutz..."

Grosse Teile der tausend Jahre alten Mangrovenwälder sind abgeholzt worden und die Küste ist heute flächendeckend mit industriell bewirtschafteten Garnelenfarmen uberwuchert. Garnelen sind DAS Exportgut Bangladeshs, wir haben schon vor 20 Jahren ganze Schiffsladungen von dort abgefahren. Der statistische Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Garnelenexport und wachseden Flutschäden ist unübersehbar.

@Royal Tramp

"@ DrBeyer
>>Sie vergleichen ernsthaft extreme Blüten der Zivilisation mit dem heutigen Armenhaus der Welt? Der Vergleich scheint mir sehr zu hinken...<<

Nein, der Vergleich ist völlig zutreffend, denn weder bezogen auf die Menschenkraft noch auf den Stand der Technologie bezogen, können es selbst die blühendsten Hochkulturen mit den ärmsten Ländern der heutigen Welt aufnehmen."

Darum geht es aber nur sekundär. Die Pyramiden von Gizeh wurden vor einigen tausend Jahren gebaut, als die Technologie noch nicht ganz so weit war wie heute.

Das Entscheidende ist das Geld. Die Pyramiden konnten nur gebaut werden, weil genug Geld da war. Und in den von dem User genannten Hochkulturen war (jedenfalls relativ zum damaligen Durchschnitt) viel mehr Geld vorhanden als in heutigen armen Ländern.

Und deshalb hinkt der Vergleich auf allen drei Beinen.

re riewekooche

"So genau kann ich keine nennen, aber die Hauptstadt der Azteken, das heutige Mexico City, lag in einem aufgestauten See (https://bit.ly/2qokc5K)."

Nachdem schon der erste Link Ihre Behauptung vom "aufgestauten See" nicht bestätigen konnte habe ich mir die Zeit geschenkt, den anderen auch noch nachzugehen.

Am 04. November 2019 um 19:21 von fathaland slim

"Sie verwechseln CO2 mit Methan."

Ganz und gar nicht, sondern ich weiß, dass nicht nur Methan im Permafrost gebunden ist. Leider gibt es immer wieder Menschen, die für alles eine einfache Lösung sehen, Populisten eben. Ich wusste nicht, dass Sie zu dieser Spezies gehören.

@ex_Bayerndödel

"Am 04. November 2019 um 17:54 von karwandler
>>Ach so, am CO2 Anstieg hat nur die ausklingende Eiszeit schuld?
Und ich dachte schon ...<<

Nun, die ausklingende Eiszeit ist ein Faktor, der oft geleugnet wird. Also, ein bisschen weiterdenken, ist immer von Vorteil."

Ja, diesen Vorteil würde ich Ihnen auch mal empfehlen.
Sie hatten es so formuliert, als wenn nur die ausklingende Eiszeit schuld wäre. Was natürlich völliger Unsinn ist.

Wie groß der Einfluss der ausklingenden Eiszeit ist, ist übrigens noch nicht ganz klar. Es gibt auch Forscher, die nach den Milankovic-Zyklen inzwischen schon wieder mit der nächsten Eiszeit rechnen würden, wenn der Mensch nicht dazwischengegrätscht hätte.

Und was das Leugnen angeht: Kein seriöser Wissenschaftler leugnet die Möglichkeit, dass die möglicherweise noch ausklingende Eiszeit einen Einfluss auf die Erderwärmung haben könnte.

@ fathaland slim

Tut mir leid zu widrsprechen, aber user ex_Bayerndödel hat recht. Die im Permafrost gebundene Biomasse wir bei Erwärmung als Methan UND Kohlendioxid freigesetzt. Die grössere Gefahr kommt vom Methan, da es als Treibhausgas vier mal effektiver ist, als Kohlendioxid, aber in der reinen Masse steigt der Kohlendioxid-Anteil.

Ich will damit auf gar keinen Fall denen helfen, die den Zusammenhang zwischen Kohlendioxid und Klimawandel generell in Frage stellen, aber es ist wichtig, dass wir, die wir die menschgemachte Erwärmung wissenschaftlich begründen wollen und können uns an die Fakten halten. Sonst kommt gleich wieder jemand und sagt: "Alles Panikmache, Nachts ist es auch heute immer noch kälter, als draussen."

Richtige Karten bitte.

Karten mit eingeschränkter Aussagekraft made in the USA.......Natürlich falsch. Deiche sind nicht berücksichtigt worden. Im übrigen auch nicht die Überschwemmungsgebiete der Flüssen. Bekanntlich hat es da in den Niederlanden vor einigen Jahren am Rhein und an der Maas größere Überschwemmungen gegeben die eine Völkerwanderung verursacht haben.

Danke für die Veröffentlichung liebe Tagesschau, aber gibt es da denn keine richtige Veröffentlichung in der EU.
Bitte.

Am 04. November 2019 um 19:29

Am 04. November 2019 um 19:29 von morgentau19

"Was ist passiert? Nichts!"

Ich habe keine Zeit, Ihnen aufzuzählen, was so alles passiert ist und passiert, aber vielleicht sollten Sie mal ein Fenster öffnen, sinnbildlich natürlich und ein bißchen Sauerstoff um den Kopf kann auch nicht schaden.
Unser Planet hat einiges bis jetzt toleriert und es ist nicht der Verdienst dieser ganzen Durchblicker auf dem Sofa, daß er uns noch nicht komplett gekündigt hat.

18:59 von ottokar

«Wie man ein Flussdelta eindeichen soll ist mir eh schleierhaft.»

Wurde doch bereits erklärt, wie man das macht:

Nicht herum lungern. In die Hände spucken.
Sand aufschaufeln. Den gibt es überall.
"Schlimmstenfalls" unter Wasser auf dem Meeresgrund.
Wohl anschließend in Deichform platt trampeln.
Fertig ist der Deich. Und Bangladesh ist gut geschützt.
Oder Hamburg oder …

«Die einzige Eiszeit die im Moment ausläuft ist die von der Eisdiele.»

Eine außergewöhnlich bestens gelungene Formulierung …

17:27 von Frank von Bröckel

ja Bangla Desh
lebten in diesem Land 1950 noch ca, 42 Mill Menschen
sind es aktuell etwa 167 Mill
irgendwo müssen die natürlich auch wohnen
vermute mal dort wo früher kein Mensch gewohnt hätte
in besonders überflutungsgefährdeten Gebieten
das wäre jetzt für mich ein Beispiel menschengemachter Probleme

Riewekooche

sorry, aber in Mexico war es keine Stausee von Menschen erschaffen. Es war andersrum. Der See war zuerst und darauf gründeten die Azteken Tenochtitlan und legten schwimmende Gärten an, um die Bevölkerung zu versorgen. Daher war die Hauptinsel nur über Brücken oder Boote zu erreichen

Eine Frechheit

Diese Berichte sind geschäftsschädigend. Seit Jahrhunderten leben die Niederländer unterhalb des Meeresspiegels. Die Deiche müssen eben erhöht werden. Wenn die Elbe und die Weser nicht ständig vertieft werde, ist auch die Fließgeschwindigkeit in den Flüssen kleiner, auch bei Flut.

Am 04. November 2019 um 18:52 von ex_Bayerndödel

"Durch steigende Temperaturen geht CO2, welches im permanent gefrorenen Boden gebunden ist, in die Atmosphäre über. Ich dachte, dies sei Ihnen bewusst ... aber scheinbar unterliege ich hier einer weiteren Täuschung."

Nein, Sie unterliegen keiner Täuschung.

Die langsamen Freisetzung von CO2 aus Gestein in Form von CO2, durch Vulkanspalten und heißen Quellen, ist riesig.

Die Emissionen liegt zwischen 65 und 319 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

Verfeuern von fossilen Brennstoffen führt zu Emissionen von ca. 30 Milliarden Tonnen p.a.

Also nur das 100 fache seit den letzten 100 Jahren.

19:58, ex_Bayerndödel

>>Am 04. November 2019 um 19:21 von fathaland slim
"Sie verwechseln CO2 mit Methan."

Ganz und gar nicht, sondern ich weiß, dass nicht nur Methan im Permafrost gebunden ist. Leider gibt es immer wieder Menschen, die für alles eine einfache Lösung sehen, Populisten eben. Ich wusste nicht, dass Sie zu dieser Spezies gehören.<<

Das Hauptproblem beim Auftauen der Permafrostböden ist das austretende Methan. Davon können Sie auch nicht mit Ihren sattsam bekannten Versuchen der persönlichen Verächtlichmachung ablenken. Sie gehen nach hinten los. Einfache Lösungen biete ich nun wirklich nicht an.

20:03 von DrBeyer

Es gibt auch Forscher, die nach den Milankovic-Zyklen inzwischen schon wieder mit der nächsten Eiszeit rechnen würden, wenn der Mensch nicht dazwischengegrätscht hätte.
.
toll
haben wir also ne Klimakatastrophe sozusagen verhindert
indem wir Massen von CO2 in die Atmosphäre ausstießen
und so einer neuerlichen Eiszeit entkamen :-)

20:12, Sisyphos3

>>17:27 von Frank von Bröckel
ja Bangla Desh
lebten in diesem Land 1950 noch ca, 42 Mill Menschen
sind es aktuell etwa 167 Mill
irgendwo müssen die natürlich auch wohnen
vermute mal dort wo früher kein Mensch gewohnt hätte
in besonders überflutungsgefährdeten Gebieten
das wäre jetzt für mich ein Beispiel menschengemachter Probleme.<<

Ganz Bangladesh ist überflutungsgefährdet. 90% des Landes liegen höchstens einige Meter über dem Meeresspiegel. Menschen haben dort trotzdem immer gelebt, denn das Schwemmland ist sehr fruchtbar.

@19:32 von schabernack

Danke für den interessanten Kommentar.

Gruß
A-E

Es gibt ja offensichtlich Legionen

gut mit Steuergeldern finanzierter Wissenschaftler, die mit mehr oder minder valider Modelle apokalyptische Szenarien verbreiten. Gibt es denn keine Praktiker, die funktionierende Schutzmaßnahmen für die Küsten realisieren ? Oder ist nur Geld für Panik machen vorhanden, für Lösungen aber nicht?

19:42 von Sasquatch

welch grosse ökonomische Vorteile eine wärmere Welt (vor allem ein esfreies Nordmeer) hätte
.
des einen Freud des anderen Leid

brachte man kürzlich ein Beispiel dass die armen Eisbären verhungern,
weil sie wegen des fehlenden Eises nicht mehr an die Robben rankommen - ihrer Beute
wie das wohl die Robben sehen :-)

ex-Bayerndödel (ausklingende Eiszeit??)

Der globale Temperaturanstieg von aktuell ca. 0,3°C pro Jahrzehnt hat nichts mit ihrer "ausklingenden Eiszeit" zu tun. Diese massive (!) Erwärmung in erdgeschichtlich so kurzer Zeit wurde durch die Emission anthropogener Teibhausgase verursacht. Das bestätigen Ihnen auch gerne 97% der Klimawissenschaftler.
Irgendwie benehmen Sie sich hier wie ein Autofahrer, der in der Einbahnstraße allen entgegenkommenden Fahrern empört den Vogel zeigt.

Da habe ich gerade letzte

Da habe ich gerade letzte Woche auf einer Gemeinderatssitzung darauf hingewiesen, bei der Aufstellung neuer Bebauungspläne zu bedenken, dass wir Küstennah leben, und so mit in naher Zukunft Überschwemmungsgebiet sind. Das sollte man doch berücksichtigen und die Pläne nicht genehmigen. Da gab es nur Kopfschütteln bei den politisch Verantwortlichen. Man solle doch nicht jeden Quatsch glauben, der in den Medien steht.

19:54 von Sasquatch / @schabernack

«Leider muss man sagen "HATTE Bangladesh den besten denkbaren natürlichen Schutz...

Grosse Teile der tausend Jahre alten Mangrovenwälder sind abgeholzt worden und die Küste ist heute flächendeckend mit industriell bewirtschafteten Garnelenfarmen überwuchert. Garnelen sind DAS Exportgut Bangladeshs, wir haben schon vor 20 Jahren ganze Schiffsladungen von dort abgefahren. Der statistische Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Garnelenexport und wachseden Flutschäden ist unübersehbar.»

Ja, Sie haben sicher Recht.

"Das mit den Garnelen" in Bangladesh war mir gar nicht so bewusst.

Wahrscheinlich waren meine Gedanken beim Schreiben bildlich noch bei den Abenteuerfilmen, die ich als Kind mit Begeisterung über einen Seeräuber / Freiheitskämpfer in den Sunderbans sah.

Selbst den Namen des Films + des Helden habe ich vergessen
(bzw. fällt mir nicht ein).

Für Bangladesh (andere Länder) tragisch, wenn einst bestehender natürlicher Küstenschutz wegen Profitmaximierung nicht mehr ist …

15:43 von ex_Bayerndödel

Wohl wahr, allerdings kann man damit keine neuen Steuern generieren.

20:20 von fathaland slim

Menschen haben dort trotzdem immer gelebt,
.
bestritt ich das
heute halt 170 Mill in den 50ern eben 40 Millionen
und wenn ein Gebiet überflutet wir wo 100 Leute wohnen
oder eben 1.000
macht sich das auch bei den Opferzahlen bemerkbar
übrigens auch in Überschwemmungsgebiete gibt es Ecken wo die Gefahr groß ist
- oder sehr groß - zu ertrinken

@ Werner Krausss

"Die langsamen Freisetzung von CO2 aus Gestein in Form von CO2, durch Vulkanspalten und heißen Quellen, ist riesig."

Völlig richtig. Das ist der Kohlenstoffzyklus, ein Jahrhunderte langer Kreislauf, mit dem Mutter Natur erstaunlich gut klar kommt.

Ich möchte nur ergänzen (nicht widersprechen), dass dieser Zyklus nur dann funktioniert, wenn das Gleichgewicht erhalten bleibt. Wenn das Gleichgewicht kippt, kommt es zur Katastrophe. Dabei ist es egal, ob die Ursache natürlich ist (wie beim Perm-Trias-Massenaussterben vor 250 Mio Jahren) oder Mensch gemacht, wie heute. Wenn eine Wippe auf beiden Seiten mit einer Tonne Gewicht in der Balance gehalten wird, reicht es, wenn sich ein Spatz auf eine Seite der Wippe setzt, um das Ganze zu kippen. Da ist es völlig egal, ob wir das Gleichgewicht mit einer Million Tonnen oder mit einer Milliarde Tonnen beeinflussen. Ich fürchte, wir können das Kippen nicht mehr vermeiden, wir können nur noch beeinflussen, wie schnell wir in den Abgrund rutschen.

15:21 von Hackonya2

meine Güte was für Aussichten !
dann hätten wir womöglich mit Aachen nen Hochseehafen am Atlantik
und müssten zudem die ganzen Franzosen aufnehmen
was sich auf jeden Fall positiv auf unsere Eßkultur hierzulande auswirkt
.... eine echte Herausforderung allerdings die vielen Stellplätze
der Wohnwagen der Holländer
die dann ja auch kommen :-)

@18:20 von Nebellicht

"Mensch glaubst du wirklich dass du die Naturgewalten zähmen kannst?"

Nee, aber wir können aufhören, sie herauszufordern und lernen, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten mit ihnen zu leben. Und man kann nach weiteren Möglichkeiten suchen, dieses "Miteinander" von Mensch und Natur lebenswert zu gestalten.

@15:53 von MolkeHP

..."Umweltschäden durch die Produktion von E-Autos hervorgerufen werden.
"..."Zitat:Widerstand der lokalen Bevölkerung"

Ja, solche Artikel sind immer ein gefundenes Fressen für Klimawandelleugner. Aber man muss auch die Verhältnismässigkeiten sehen. Die Bevölkerung um die Lithiumvorkommen ist klein und die Landwirtschaft dort auch heute schon minimal und kaum rentabel. Die meisten Leute dort wären froh, wenn dort Lithiumabbau stattfinden würde und sie etwas vom Kuchen abbekommen könnten, dami sie nicht von dem spärlichen Ackerbau leben müssten. Und da hapert es, dass die lokale Bevölkerung nichts abbekommt. Aber das ist nicht die Schuld der Elektroautos, sondern der politischen Gestaltung des Lithiumabbaus. Die Ökosyteme dort machen geben mir eher zu denken. Aber auch das hat Lösungen wie derselbe Artikel aufzeigt. Und die Folgen des Klimawandels wären für die Leute und die Ökosysteme dort viel katastrophaler als jedes abbaubedingtes Problem.

19:58 von karwandler

@riewekooche: «Nachdem schon der erste Link Ihre Behauptung vom "aufgestauten See" nicht bestätigen konnte habe ich mir die Zeit geschenkt, den anderen auch noch nachzugehen.»

Ein anderer der Links geht um Angkor Wat in Kambodscha.
Da ist es auch kein als Talsperre aufgestauter See.

Aber das Bewässerungssystem der Tempelanlagen, das "in aufgestauter Weise" in Seen und Kanälen das Wasser des Mekong zu den unterschiedlichen Zeiten des Wasserstands in gleich bleibendem Maß kanalisiert …

@15:43 von ex_Bayerndödel

"...Schutzmaßnahmen auszugeben, statt den Menschen vorzugaukeln, sie könnten die durch die ausklingende Eiszeit bedingte Klimaerwärmung aufhalten?"

Es gibt sie immer noch. Die Leute die nicht kapieren, oder kapieren wollen, dass die natürlichen Klimaschwankungen und Zyklen schon in die heutigen Klimamodelle einberechnet sind. Das was wir heute an Erwärmung sehen ist MENSCHGEMACHT. Das sagen praktisch alle Studien zu dem Thema. Und diese Studien sind von Menschen gemacht, die etwas vom Thema verstehen und die tatsächlich auch schon von Klimazyklen gehört haben....
Und irgendwelche Gegenmeinungen wir es zu jedem Thema geben. Es gibt auch noch etliche Menschen die allen Ernstes glauben, die Welt sei flach. Aber von solchen Randmeinungen sollten wir nicht unser Handeln abhängig machen.

20:12 von melancholeriker

Bitte, bitte nennen sie doch mal einige der Klaimakatastrophen, die seit einigen Jahrzehnten vom Club of Rome und den heutigen Grünen vorausgesagt wurden und tatsächlich eingetoffen sind!

Ich verbuche das alles als Panikmache, als Angstmacherei.

Damit kann ein Volk besser regiert werden.

Wo ist denn HH unter Wasser?
So weit ich mich erinnere, sollte es ungefähr bis Höhe Niedersachsen sein....

Das wurde uns in den 70/80er Jahre erzählt!

Also, bitte Butter bei de Fisch, wie es der Hamburger sagt....

@ Frank von Böckel

"Ihre Ausführungen in dieser Angelegenheit klingen eher witzig, aber haben sehr wenig mit der Realität zu tun!"

Ich hatte geschrieben, dass BD der einzige Flächenstaat der Welt sei, dessen Topographie dermaßen ungünstig ist, dass es hier tatsächlich internationaler Hilfe benötigen würde, da BD selbst zu arm ist, das zu stemmen. Aber das Argument "arm" lasse ich in Bezug auf andere Länder nicht gelten.

Wie ich bereits schrieb: Hätten nicht auch unsere Vorväter unter ärmlichsten Bedingungen die Ärmel hochgekrempelt und Deiche gebaut, gäbe es wahrscheinlich die heutigen Küsten nicht. Wie einfach ist es unter gegenwärtigen technischen Bedingungen ähnliches zu leisten? Einen Laster zum Beladen mit Sand und Steinen sowie einen Bagger wird man doch wohl noch organisieren können, oder? Und heute gibt es deutlich mehr Hände, die da anpacken könnten!

DARAN kann es also nicht liegen, warum die betroffenen Regionen in Afrika und Asien beim Hochwasserschutz nicht vorankommen!

@Dr Beyer

Klitzekleine, aber nicht ganz unwichtige Korrektur ihrer Ausführungen:

Zu Zeiten des Pyramidenbau im alten Ägypten war das Geld noch überhaupt NICHT erfunden worden,wirklich ALLES wurde damals noch im Tauschhandel abgewickelt!

Im bettelarmen Bangladesh ist das in großen Teilen des Landes heutzutage immer noch nicht wesentlich anders, sehr häufig werden dort zum Beispiel geleistete Arbeitstunden mit Nahrungsmittel oder anderen Konsumgüter abgegolten!

Die allermeisten Leute dort sind wirklich sehr, sehr arm, großartige Küstenschutzanlagen können sich diese OHNEHIN wirklich extrem armen Länder SOWIESO nicht leisten!

@ deutlich

"Oder ist nur Geld für Panik machen vorhanden, für Lösungen aber nicht?"

Und wieder die Geschichte von den aus dem Staatshaushalt überbezahlten Wissenschaftlern. Ich habe Umweltschutz studiert. Wollen Sie wissen, warum ich nicht Wissenschaftler geworden bin: Weil man mit dem Gehalt keine Familie ernähren kann.

Die Studie stammt von der NASA. Diese bezieht 0,49% des US-Staatshaushaltes.

Die in den 90er Jahren fertiggestellten Deltawerke in Holland haben 2,7 Milliarden Euro gekostet, die Themse-Gates kosteten 1,4 Milliarden. Wollen Sie uns ersthaft erzählen, dass die NASA oder irgende eine andere beliebige staatliche Organisation irgendwo auf der Welt mehr Geld für eine Panikstudie ausgibt, als Holland und England für diese Lösungen ausgegeben haben?

Ach ja: Die für die nächsten zwei Jahrzehnte geplante Erhöhung der Hamburger Deiche ist mit 550 Millionen Euro veranschlagt, fünf Mal mehr, als Deutschland pro Jahr in Forschung und Wissenschaft investiert.

@16:11 von oooohhhh

"Wir lesen die tolle Studie natürlich und haben erstmal Angst, weil nur im Kleingedruckten der Hinweis auf die überflutungsregulierenden künstlichen Schutzmassnahmen steht."

Also dass Sie die Studie gelesen haben, bezweifle ich sehr, denn dann wüssten Sie, dass es da kein "Kleingedrucktes" gibt. Die Studie beschreibt die Ergebnisse einer Methode die besser als vorherige Methoden die wahre Höhe über Null von Landstrichen erfasst. Die Tatsache, dass am oder unter dem Meerespiegel liegen nicht zwangsläufig Überflutung bedeutet wird auch in der Studie wahrgenommen. Dennoch ist die Lösung mit den Deichen wenigen reichen Küsten vorbehalten, das können sich andere Teile der Welt nicht leisten. Deshalb sagt auch die Weltbank ganz klar: Klimaschutz heute ist Dimensionen billiger als Katastrophenmangement morgen.

"Es gibt ja offensichtlich

"Es gibt ja offensichtlich Legionen gut mit Steuergeldern finanzierter Wissenschaftler, die mit mehr oder minder valider Modelle apokalyptische Szenarien verbreiten. Gibt es denn keine Praktiker, die funktionierende Schutzmaßnahmen für die Küsten realisieren ? Oder ist nur Geld für Panik machen vorhanden, für Lösungen aber nicht?"

Gibt es. Die Deiche in Norddeutschland werden schon lange erhöht. Und wissen Sie auch, dass die Deichschützer sich jeweils an den aktuellsten Zahlen des Weltklimarates orientieren?
Der Weltklimarat beurteilt nicht nur den aktuellsten Stand der Forschung und gibt daraus folgende Prognosen heraus, sondern hat auch die Aufgabe, den Regierungen die Grundlagen für ihr Handeln gegen die Gefahren des Wandels zu liefern.
Dazu zählt aber auch, den negativen Einfluss des Menschen zu begrenzen.
Das ist ebenfalls eine Erkenntnis aus den wissenschaftlichen Daten.
Ich weiß, gefällt ihnen nicht.

20:49 von vrenifossi

Und diese Studien sind von Menschen gemacht, die etwas vom Thema verstehen
.
was war hier die Tage zu lesen
1,8 Billionen Euro würde es hierzulande kosten
ein klimaneutrales Deutschland zu schaffen
Wahnsinn was man da Geld scheffeln kann
aber wer ist schon bestechlich ....

@ Wielstadt

"Ich glaube, ein kleines bisschen komplizierter ist Hochwasserschutz dann doch."

Nein, ein hinreichender Hochwasserschutz ist tatsächlich im Prinzip bereits das Auftürmen von Sand & Steinen. Es kommt hierbei allein auf die Breite der Basis und die Höhe des Deichkamms an.

Richtig ist: Langfristiger Hochwasserschutz ist sehr technologisch & damit kostenaufwendig, wie z.B. Flusswehren gegen den ozeanischen Wasserdruck. Aber den muss man auch nicht von heute auf morgen hinbekommen. Ein ganz simples Deich- & Entwässerungssystem könnte hier bereits schon helfen, um die gröbsten Konsequenzen abzumildern, und so den Regionen Zeit zu verschaffen, auch solch deutlich technisierten Projekte über mehrere Generationen hinweg auch finanziell zu stemmen.

Aber dazu müssten die Menschen in den betroffenen Regionen auch einfach mal anfangen, was dafür zu tun. Aber da passiert nüschts! Da verlassen sich alle auf den Staat & der sich auf die internationale Hilfe! Sich selbst helfen ist angesagt!

um 20:41 von Anna-Elisabeth @18:20 von Nebellicht

"Mensch glaubst du wirklich dass du die Naturgewalten zähmen kannst?"

Nee, aber wir können aufhören, sie herauszufordern und lernen, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten mit ihnen zu leben. Und man kann nach weiteren Möglichkeiten suchen, dieses "Miteinander" von Mensch und Natur lebenswert zu gestalten. ""
#
Genau so ist es,wir müssen lernen mit der Natur im Einklang zu leben.Wir werden sicherlich die Natur nur in sehr kleinen Massen verändern können.Weniger CO2 in die Luft pusten z.B.

Unabhängig vom C02

Manche hier scheinen zu leugnen, dass wir derzeit tatsächlich in einer Eiszeit leben. Eiszeit ist, wenn die Pole der Erde vereist sind. In der Geschichte der Erde ist das Recht selten der Fall gewesen.

Jetzt haben wir das Känozoische Eiszeitalter.
Es hat, wie jedes andere, seine Warmzeiten und Kaltzeiten, wobei wir gerade in einer Warmzeit leben.
In den Kaltzeiten gab es definitiv nicht so viele Menschen auf dem Planeten.

Am 04. November 2019 um 20:20 von fathaland slim

"90% des Landes liegen höchstens einige Meter über dem Meeresspiegel. Menschen haben dort trotzdem immer gelebt, denn das
Schwemmland
ist sehr fruchtbar."

Wirklich passender Kommentar.

Statt

Schwemmland

hatte ich ohne Brille

Schwimmbad

gelesen.

21:03 von Sisyphos3

«was war hier die Tage zu lesen
1,8 Billionen Euro würde es hierzulande kosten
ein klimaneutrales Deutschland zu schaffen
Wahnsinn was man da Geld scheffeln kann
aber wer ist schon bestechlich ....»

Für welchen Zeitraum kosten welche Maßnahmen 1,8 Bio. Euro …?
Wer "scheffelt" wie viel welches Geld von wem …?
Wer ist bestechlich …?

@17:15 von vriegel

"Ich jedenfalls finde das Stilmittel Übertreibung und Hysterie für fehl am Platz."

Ich stimme Ihnen im Prinzip zu. Aber wenn über 97% aller seriösen Studien zu dem Thema ein sehr düsteres Bild aufzeigen, dann würde ich die Aussagen des Herrn Latif kaum als hysterisch, aber definitiv nicht als übertrieben bezeichnen. Tatsächlich sollte man sich wirklich Sorgen machen, denn das was auf uns, aber noch viel mehr auf die nächsten Generationen durch den menschgemachten Klimawandel zukommt wird für viele auf dieser Welt schlicht und ergreifend Tod bedeuten, für noch viel mehr Migration und für die allermeisten Übrigen zumindest massive Einbussen an Lebenqualität. Ich denke eine Gewisse Besorgnis ist das schon wert....

@ Onyeali

"Bitte befragen Sie mal einen (wirklichen!) Fachmann ob beispielsweise der Sand der riesigen afrikanischen Wüsten zum Betonieren =>geeignet<= ist....... Sie werden erstaunt sein über die Antwort...."

Dann haben Sie aber nur wenig Ahnung über die Beschaffenheit der Sahara. Sie sehen da scheinbar nur die oberflächlichen Flugsand- und Wanderdünen, die man auf einer Safari so schön bewundern kann. Aber diese machen a) nur einen kleinen Teil der Sahara und b) schon gar nicht den Untergrund aus. Und c) Steine und Felsen gibt es da, wie Sand am Meer sprichwörtlich. Zur Befestigung 1A und für Mörtel auch super! Das hat exakt genauso auch schon beim antiken Hafenbau funktioniert!

Keiner sagt übrigens, dass das easy peasy wäre. Aber einfach mal anfangen!Weiter die Hände in die Taschen zu stecken und mit den Schultern zu zucken und zu warten, ist einfach nicht! Und wenn es nur ist, dass dadurch mehr Zeit gewonnen wird, einen viel besseren Hochwasserschutz auf die Beine zu stellen!

@Sasquatch

"Ach ja: Die für die nächsten zwei Jahrzehnte geplante Erhöhung der Hamburger Deiche ist mit 550 Millionen Euro veranschlagt, fünf Mal mehr, als Deutschland pro Jahr in Forschung und Wissenschaft investiert." Am 04. November 2019 um 20:57 von Sasquatch

Popelige 550 Millionen?

Sie scheinen über die Baukosten der Elbphilharmonie nicht informiert zu sein:

Rund 866 Millionen Euro - soll jetzt zu den "zehn teuersten Wohlkenkratzer überhaupt" gehören.

(Ich hoffe natürlich, dass die Kosten für die Deicherhöhung sich nicht ebenfalls verelffachen. In dem Fall muss in der Elbphilharmonie nur schrecklich genug gesungen und gespielt werden, damit das Meer sich zurückzieht.)

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