Kommentare - Überflutungen: Karten mit eingeschränkter Aussagekraft

04. November 2019 - 15:13 Uhr

"Hamburg drohen regelmäßige Überflutungen", "Wird der Norden 2050 jährlich überflutet?" So und ähnlich lauten Schlagzeilen zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Doch versinkt Norddeutschland tatsächlich im Meer? Von P. Gensing.

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Kommentare

Überflutung

Das habe ich schon vor Ewikeiten gehört, das irgendwann Niederlande und Norddeutschland komplett unter Wasser, also wieder zu Meer werden soll, ich hoffe es ja mal nicht.

Wer nicht weichen will, muss deichen.

Ostfriesland und vor allem Holland zeigen, wie Menschen Probleme lösen können.
Deiche dienen nicht nur zum Schutz gegen das Wasser, sondern auch zur Neulandgewinnung.
Hier sind die Niederländer weltweit führend. Durch Eindeichung und anschließende Trockenlegung entstanden landwirtschaftlich nutzbare Flächen.
Heute leben mehr als 300.000 Menschen auf dem einstigen Meeresgrund in der Provinz Flevoland.

Wäre es da nicht sinnvoller, Geld für

Schutzmaßnahmen auszugeben, statt den Menschen vorzugaukeln, sie könnten die durch die ausklingende Eiszeit bedingte Klimaerwärmung aufhalten?

"Hamburg drohen regelmäßige Überflutungen"

so regelmäßig, dass in elbnahen Stadteilen bereits vor vielen Jahrzehnten bauliche Flutschutzmaßnahmen getroffen wurden. Was für eine Neuigkeit.

Verletzlichkeit der Bevölkerung größer?

"Da ist die Verletzlichkeit der Bevölkerung größer"

Was soll das bitte heißen? Vertragen Asiaten weniger Wasser wie Europäer?

Natur veraendert sich

Panikmache veraendert sich nie, bleibt immer Panikmache.

Egal was ist, Loesungen findet man nur mit Kopf, nie ohne.

"Sein oder Nicht-Sein" gleich "Haben oder Nicht-Haben"???

"Viele Länder in Asien oder Afrika haben, anders als die Industrieländer, oft nicht die Mittel, sich anzupassen. Da ist die Verletzlichkeit der Bevölkerung größer, da entscheidet ein halber Meter mehr oder weniger dann tatsächlich über Sein oder Nicht-Sein."

Also gebieten sämtliche in internationalen Statuten (u.a. auch der UN-Menschenrechtskonvention) gemeinsam festgelegten Richtlinien, dass den Menschen in den betroffenen Ländern diese Mittel zur Verfügung gestellt werden. Und angesichts der jetzt schon regelmäßig eintretenden akuten Notsituationen und der allen seriösen wissenschaftlichen Prognosen nach unmittelbaren und immer größeren Bedrohung durch zukünftig zu erwartende Naturkatastrophen heißt das: Unverzüglich.

Wann wird eine Karte

erstellt die darstellt welche Umweltschäden durch die Produktion von E-Autos hervorgerufen werden.
Davon redet kein Mensch auch nicht die besonders aktiven Klimaschützer und schon garnicht die Bundesregierung auch nicht die Presse.
Ausnahmen bestätigen die Regel:
Auszug aus den Nachtrichten von ARD bitte selbst nachlesen.
Zitat:Widerstand der lokalen Bevölkerung
Im Departement Potosi, in dem der Salzsee liegt, war es erst im Oktober zu Protesten gegen das Projekt gekommen. Die Bevölkerung befürchtete, nicht ausreichend von dem Projekt zu profitieren. Außerdem verbraucht der Abbau von Lithium viel Wasser. Das hat Folgen für den Grundwasserspiegel in den betroffenen Regionen und insbesondere für indigene Gemeinschaften, die in einer sowieso trockenen Region rund um die Salzseen Landwirtschaft betreiben.
Ende:
Es wird mal wieder so nach dem Motto gehandelt wasch mir den Pelz mache mich aber nicht nass.
Oder ist es wieder Industriepolitik ala Merkel.

Klimawandel wird (bei uns) nur teuer

Nasse Füße? Deiche bauen. Das macht man in Norddeutschland und den Niederlanden seit Jahrhunderten. So weit keine Neuigkeit.
Aber es wird eben mit steigenden Pegeln und häufigeren, stärkeren Stürmen zunehmend aufwendiger - Küstenschutz wird erheblich teurer werden. Und wenn mal ein Deich nicht standhält, kann es schnell ziemlich unangenehm werden, wenn da küftig so viel mehr Wasser als früher aufläuft.

Das ist aber alles noch technisch beherrschbar. Genauso übrigens wie die zunehmenden Erdrutsche und Gerölllawinen in den Alpen, wenn dort der Permafrost in höheren Lagen taut und dann eben der Berg nicht mehr so zusammenhält wie bisher. In diesen Regionen wird es schon öfter mal "umziehen" heißen, da helfen keine Schutzbauten.

Wegen der hohen Kosten einerseits, vor allem aber wegen der paar Milliarden Menschen weltweit, für die niemand in Schutzbauten investieren wird, andererseits - Priorität sollte sein, die schwersten Wirkungen des Klimawandels zu vermeiden.

meine güte

jede woche ,jeden Monat und jedes jahr die gleiche Mär,man das haben die leute im Mittelalter schon gewusst und wir haben das in den 60iger jahren in der Schule gelernt das das passieren wird . Man kann es gar nicht mehr hören,dann anstatt zu schwatzen und die leute verrückt zu machen dann macht Schutzmassnahmen,meine herrn ist das so schwer anstatt die leute weiter zu verunsichern aber ist als wenn da jeder Experte seinen Senf dazu geben will oder muss.

@Tarek94

"Vertragen Asiaten weniger Wasser wie Europäer?"

Statistisch gesehen sind Asiaten durchschittlich von kleinerer Statur als Europäer, also dauert es statistisch gesehen länger bis den Europäern das Wasser bis zum Hals steht.

Also statistisch gesehen, ja.

@15:43 von ex_Bayerndödel

"...statt den Menschen vorzugaukeln, sie könnten die durch die ausklingende Eiszeit bedingte Klimaerwärmung aufhalten?"

Die letzte Eiszeit endete vor etwa 10000 Jahren. Seitdem "klingt sie aus". Allerdings in den letzten 30 Jahren viel massiver als in den 10000 Jahren davor. Ist das Ihre These? Tut mir leid, aber das kommt mir extrem unglaubwürdig vor.

Ist das die neueste Theorie um den von menschen gemachten Klimawandel zu leugnen? Neben Sonnenflecken oder was weiß ich sonst noch.

Prognosen sind halt schwierig,

vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.
Die unkorrigierten / unkommentierten Karten
geistern nun schon geraume Zeit durch die Medienlandschaft. Die innewohnende Dramatik hat sich auch viel besser "verkauft",
als die entschärfte Variante.
Aber heisst das nun Entwarnung für Europa und Attention nur für Asien & Afrika.
Oder liegt, wie so oft, die Wahrheit etwa zwischen den Extremen.
Was meinen die Experten?

re ex-bayerndödel

"Wäre es da nicht sinnvoller, Geld für

Schutzmaßnahmen auszugeben, statt den Menschen vorzugaukeln, sie könnten die durch die ausklingende Eiszeit bedingte Klimaerwärmung aufhalten?"

Wäre es nicht sinnvoller mal nachzudenken, ob das denn mit Entweder-Oder zu lösen ist?

Es ist sicher richtig, darauf

Es ist sicher richtig, darauf hinzuweisen, dass es einen Unterschied macht, ob technische Schutzmassnahmen ergriffen worden sind / werden. Zumal das Meer sehr träge reagiert und wir daher heute das erleben, was wir vor einigen Jahrzehnten verursacht haben und diese Trägheit auch bei Massnahmen wirkt, die weiterer Erwärmung entgegenwirken.
Abgesehen von der durchaus nicht im Voraus beantwortbaren Frage nach der langfristigen Wirksamkeit der Schutzmassnahmen, ergibt sich aus der Darstellung im Artikel, dass reiche Staaten wie Deutschland gut beraten sind, armen massiv beizustehen, da die bei Untätigkeit zu erwartenden sozialen Verwerfungen vor keiner Grenze Halt machen werden.

Was haben wir?

Wir lesen die tolle Studie natürlich und haben erstmal Angst, weil nur im Kleingedruckten der Hinweis auf die überflutungsregulierenden künstlichen Schutzmassnahmen steht.
-> das Problem:
Aha Wo ist die Überschrift, die Zusammenfassung - für wirkliche Inhalte hat leider keiner Zeit, bzw. Das Ergebnis eine von Alarmismus geprägte Meinungsbildung, die bei der zu Fehleinschätzungen führt.

Liebe Deichbaufans

Der Artikel bestreitet ja nicht, dass die schlimmsten Auswirkungen durch Küstenschutzmaßnahmen abgemildert werden könnten. Das steht sogar drin. Da steht auch drin, dass Holland oder Hamburg nicht die Problemgebiete Nummer 1 sind.

Das Problem ist, dass in z.B. Bangladesh oder an den afrikanischen Küsten aber vermutlich niemand Deiche bauen wird.

Aber vermutlich gelingt es Vielen, die Probleme in anderen Teilen der Welt an sich abperlen zu lassen, so lange der Nachschub an Bananen gesichert ist.

In Thailand wird schon gehandelt

Die Regierung Thailands hat bereits zig Milliarden Euro im Haushalt eingeplant, um den Hochwasserschutz zu verbessern und die Staudammkapazitäten für Dürrezeiten zu erweitern.
So sieht asiatische Realpolitik im Gegensatz zur europäischen Moralpolitik aus!

Sehen Sie, für jemanden der sich jeden Tag..

wirklich SEHR intensiv mit der Aufrechterhaltung der Staatsgewalt auch in den kommenden Jahrzehnten beschäftigt, stellt sich für mich persönlich sehr viel eher die Frage, wieviele Leute habe ich in der Realität tatsächlich(!!) auch im Jahre 2050 zum Küstenschutz zur Verfügung!

Und GENAU in diesen Bereich sieht die Zukunft doch eher ziemlich düster aus, weil heutzutage die jungen Leute eher die Küsten verlassen, um anschließend in die Großstädte im Inland zu ziehen!

Gut, die weiterhin boomende Hamburg ist in diesen Bereich ABER erwiesenermaßen NUR die Ausnahme und ausdrücklich NICHT die Regel!

Aber wer kümmert sich dann zukünftig um den Küstenschutz hier im Deutschland?

Eine durchaus berechtigte Frage, finde ich!

"Das Problem ist, dass in

"Das Problem ist, dass in z.B. Bangladesh oder an den afrikanischen Küsten aber vermutlich niemand Deiche bauen wird."

Bangladesh ist eine Demokratie, die Wähler dort bestimmen auf demokratischem Wege selbst, ob Deiche gebaut werden oder nicht. Ratschläge aus Deutschland sind deshalb nicht notwendig.

Wissenschaftler können sich täuschen

"Viele Länder in Asien oder Afrika haben, anders als die Industrieländer, oft nicht die Mittel, sich anzupassen. Da ist die Verletzlichkeit der Bevölkerung größer, da entscheidet ein halber Meter mehr oder weniger dann tatsächlich über Sein oder Nicht-Sein."
Auch wenn Mojib Latif oft richtig liegt, hier fehlt im der Blick in die Geschichte.
Am Euphrat und Tigris unter Sumerern, Assyrern..., in Ägypten der Phraonen, im China der Kaiser, im Jemen der Sabäer, im Reich der Azteken, bei den Römern... wurden riesige Staudamm-, Kanalisierungs- und Bewässerungsprojekte gestemmt. Die Mittel hat jedes Land. Wenn etwas fehlt dann der Wille.

@15.57-da heißt es dann schon mal umziehen

Auftauender Permafrostboden in den Alpen ist sicher fur die Zeit der Umstellung eine Gefahr. Es gibt ja genügend Gebirge, auf denen kein Gletscher ist und da hält der Berg ja auch.

Aber in der Tauphase wird es natürlich extrem gefährlich und man wird sicher auch mal evakuieren/ umsiedeln müssen.

Tja...

Wenn Holland nicht wär, läg Aachen am Meer. Könnte durchaus so kommen, allerdings pumpen die Holländer auch Unsummen in den Hochwasserschutz.

Hamburger Jung

sagt : Wer nicht wicken will muss dieken ( Wer nicht weichen will, muss deichen ) Damit hat Hamburg kein Problem.Seit der schweren Sturmflut 1962 wurden die Deiche heute von 5,20 auf 7,50 mtr. erhöht Und Flutmauern mit Toren im Hafen Gewerbe errichtet.

Was erfahren wir im Artikel?

Karten für die Zukunft sind unzuverlässig, weil sie wichtige Aspekte nicht berücksichtigen und Prognosen ebenso. Aber um Panik zu schüren, sind sie trotzdem tauglich. Wer schlau ist, baut Deiche und lernt schwimmen. Die andern lamentieren und hüpfen.

Anpassung der Wasserwirtschaft

Einerseits niedrige Flusspegel und andererseits ansteigende Meeresspiegel.

Warum zählt da niemand 2+2 zusammen?!?

Das Wasser kommt ja von schmelzenden Gletschern zumeist Über Flüsse ins Meer.

Die Wassermassen müsste man doch aufhalten können.

Renaturierung von Flüssen ist da nur ein Thema. Stauwerke mit kontrolliertem und langsamerem Wasserfluss das andere.

Und nicht zuletzt könnte man bspw in Grönland über große Stauseen nachdenken, wenn die schmelzenden Gletscher dort angeblich die größte Gefahr sind.

Gleichzeitig dann noch mit Wasserkraftwerken kombinieren. Bzw Pumpspeicherwerken.

Hä?

Was soll das? Jeder der aus dieser Region gebürtig kommt, weiß, dass diese Landstriche schon vor 500 Jahren massivst von Sturmfluten und Hochwassern bedroht und überlaufen wurden.
...und deshalb hat der Friese irgendwann den Deich gebaut, was ja offensichtlich in dieser „hochmodernen“ Karte keine Berücksichtigung gefunden hat. Demnach ist diese Karte genauso aktuell wir vor 500 Jahren. Na Bravo!

16:14 von dr.bashir

«Das Problem ist, dass in z.B. Bangladesh oder an den afrikanischen Küsten aber vermutlich niemand Deiche bauen wird.»

Gerade in Bangladesh kommt hinzu, dass man dort gar keine Deiche zum Meer hin bauen kann, selbst wenn genügend Geld dazu vorhanden wäre.

Kann man an der Küstenlinie der "Sunderbans" nicht. Dem weltweit am weitesten ausgedehnten Gebiet an Mangroven-Sümpfen + 1.001 kleinen Flussarmen …

re marcus2

"Auch wenn Mojib Latif oft richtig liegt, hier fehlt im der Blick in die Geschichte.
Am Euphrat und Tigris unter Sumerern, Assyrern..., in Ägypten der Phraonen, im China der Kaiser, im Jemen der Sabäer, im Reich der Azteken, bei den Römern... wurden riesige Staudamm-, Kanalisierungs- und Bewässerungsprojekte gestemmt."

Bewässerung über sinnreich angelegte Kanalisierung ist richtig. Staudammprojekte allerdings ist Unsinn.

Außerdem spricht Herr Latif über den Küstenschutz und der kommt in ihren Beispielen gar nicht vor.

Deiche werden nicht berücksichtigt?

Wundert das jemand? Was würde denn für den verbesserten Küstenschutz beschlossen? Hat irgendjemand etwas von der Politik dazu gehört?

*

Letztens im Mühlenmuseum erfuhr ich, warum in Niederlanden Windmühlen so eine Bedeutung haben:

Die waren nicht hauptsächlich für Mehl da.
Die haben mit Windkraft Wasser (zurück) ins Meer gepumpt - oder wie das Verfahren korrekt heißt.

@Marcus2

"Am Euphrat und Tigris unter Sumerern, Assyrern..., in Ägypten der Phraonen, im China der Kaiser, im Jemen der Sabäer, im Reich der Azteken, bei den Römern... wurden riesige Staudamm-, Kanalisierungs- und Bewässerungsprojekte gestemmt."

Sie vergleichen ernsthaft extreme Blüten der Zivilisation mit dem heutigen Armenhaus der Welt? Der Vergleich scheint mir sehr zu hinken...

"Die Mittel hat jedes Land. Wenn etwas fehlt dann der Wille."

Das ist aber wirklich sehr pauschal. Und dadurch unzutreffend.

"Viele Länder in Asien oder

"Viele Länder in Asien oder Afrika haben, anders als die Industrieländer, oft nicht die Mittel, sich anzupassen."

Was heißt hier: Mittel? Das ist doch totaler Quatsch! Sand gibt es überall, den es zum Deichbau bräuchte. Das wäre schonmal ein Anfang.

Das Problem in Asien und Afrika sind nicht die "fehlenden" Mittel sondern meistens das fehlende Problembewusstsein, dass man sich dagegen schützen kann und muss. Da passiert zu wenig, aber nicht weil das Geld dafür fehlt, sondern weil die lokalen Regierungen lieber ihre Hauptstädte und goldenen Paläste ausbauen und die Menschen vor Ort sich nicht bewusst sind, dass sie auch mit eigener Hände Arbeit gemeinschaftlich etwas erreichen könnten, wenn schon der Staat versagt.

Der gängige Fatalismus ist: wenn der Staat nichts unternimmt, wird es schon nicht so schlimm werden. Oder O-Ton: "Wenn der Staat nichts unternimmt, können wir einfachen Leute noch weniger unternehmen."

Also sitzt man da und wartet auf die Katastrophe...

Florenz, Pisa, Gent waren im Mittelalter florierende Hafenstädte

Rom in der Antike ebenfalls. Nun liegen sie nur noch an Flüssen. Mit steigendem Wasser könnten sie wieder zu Hafenstädten werden. Das alles ist nur ein Kreislauf, an den man sich anpassen muß und das mit Erfolg getan hat.

Überflutungen ...

"Hamburg drohen regelmäßige Überflutungen"
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Ja. Hamburg drohen in der Tat regelmäßige Überflutungen... Und das warscheinlich schon deutlich früher und Hausgemacht ! Den Hamburg hat lange dafür gekämpft das die Elbe weiter auf 14,50m vertieft wird. Und das nur weil noch größere und noch breitere Containerschiffe in Hamburg ihre Fracht löschen sollen. Das kann zur Folge haben das sich der Tidehub der schon jetzt höher ist verdoppelt. Sollte alles schief laufen, die Elbe auflaufendes Wasser haben und ein schwerer Orkan aus Nord/West noch mehr Wasser in die Elbe drücken, könnte es in Hamburg zu Überflutungen kommen. Ist 1962 schon mal passiert und das kann jederzeit wieder passieren. Der blanke Hans läßt Grüßen...

Deiche sind nicht beliebig erhöhbar

Deichhöhe und -breite müssen in einem gewissen Verhältnis stehen. D.h., wenn man einen Deich um einen Meter erhöhen möchte, muss man die Deichbreite ggf. um ein Vielfaches erhöhen, was eine wesentliche Erhöhung des erforderlichen Baumaterials bedeutet. Dies bedeutet nicht nur wesentlich höhere Kosten sondern auch einen wesentlich höheren Landverbrauch durch die Deiche. Die Niederlande haben daher eine umfassende Erhöhung der Deiche, um die Erhöhung des Meeresspiegels durch die Klimaänderung aufzufangen, von vornherein als unmöglich aufgegeben. Während sich natürliche Klimaänderungen über Jahrhunderte langsam entwickeln, erleben wir hier durch den von Menschen verursachten Klimawandel eine Geschwindigkeit, der wir mit unseren Mitteln nicht beikommen können. Die von uns in durch Überschwemmung, Bergrutsch, Trockenheiten und Stürmen gefährdeten Gebieten angesammelten Güter, von den Menschen ganz zu schweigen, können nicht mal schnell verlegt werden.

@16.53- Latif und wer recht hat

Ich habe Prof Latif auch schon persönlich kennen gelernt. Ganz sicher ein fähiger Mann und ein exzellenter Wissenschaftler.

Wobei ich bei ihm auch einen Hang zur Hysterie glaube erkannt zu haben.

Weniger aus der persönlichen Begegnung, als aus machen Schriften von ihm.

Vielleicht gehört Klappern ja auch zum Handwerk, um vermeintlich mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu bekommen?

Ich jedenfalls finde das Stilmittel Übertreibung und Hysterie für fehl am Platz.

Die Welt wird dadurch nicht gerettet. Das übernehmen andere...

Re 16:11 von oooohhhh

"Wir lesen die tolle Studie natürlich und haben erstmal Angst, weil nur im Kleingedruckten der Hinweis auf die überflutungsregulierenden künstlichen Schutzmassnahmen steht.
-> das Problem:
Aha Wo ist die Überschrift, die Zusammenfassung - für wirkliche Inhalte hat leider keiner Zeit, bzw. Das Ergebnis eine von Alarmismus geprägte Meinungsbildung, die bei der zu Fehleinschätzungen führt."

Es ist natürlich immer gut, wenn man
a) lesen kann, und
b) dies auch tut
Vor Allem, bevor man sich künstlich über irgendwas aufregt. Gelle?
c) es dann auch versteht, bevor man es weiterverbreitet, und die Legende natürlich mit anhängt. Dieser Punkt richtet sich an die Medien.

@karwandler

"Staudammprojekte allerdings ist Unsinn."Am 04. November 2019 um 16:53 von karwandler

Tatsächlich?
Wie nennt man denn das Verfahren, bei dem Schluchten verschlossen werden, um Wasser zu stauuen (Fluss- und Regenwasser), um später genug Wasser für die Trockenzeit zu haben?

Bitte um Antwort.

(Strom hat man damals damit natürlich nicht erzeugt.)

@ 16:38 von vriegel

Das hat erst einmal mit Gletschern nichts zu tun. Alle Berge oberhalb der heutigen Frostgrenze sind mit gefrorenem Wasser durchsetzt. Dessen Auftauen verändert die innere Struktur der Berge und das bedeutet schlichtweg Instabilität. Für die Übergangszeit, rechnen wir ruhig mal mit ein paar Jahrhunderten, werden daher die Hochgebirge und alle unmittelbar darunter liegenden Gebiete, einschließlich der Überflutungsgebiete der ableitenden Flüsse, mit schweren Schäden zu rechnen haben. Das ist schlichtweg unvermeidlich, wenn im Hochgebirge dauerhaftes Tauwetter herrscht.

Wäre es da nicht sinnvoller,

Wäre es da nicht sinnvoller, Geld für Schutzmaßnahmen auszugeben, statt den Menschen vorzugaukeln, sie könnten die durch die ausklingende Eiszeit bedingte Klimaerwärmung aufhalten?
Ebenso könnte man zur Senkung der Zahl der Verkehrstoten auch den theoretischen Teil bei der Führerscheinprüfung wegfallen lassen und stattdessen das Geld in die Weiterentwicklung von Airbags stecken. Das wäre aber ebensowenig zielführend wie eine ausschließliche Konzentration auf die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels.
Wie bei jeder ungewünschten Entwicklung ist die einzig sinnvolle Vorgehensweise eine Mischung aus Ursachenbekämpfung und Schadensbegrenzung.

Was für eine Milchmädchenrechnung!

Vermutlich zählt keiner 2 und 2 zusammen, weil es kompletter Unsinn ist.

Gehen sie mal vereinfacht davon aus, dass die Fläche, die vom Meer bedeckt ist, so groß ist wie die Landfläche.

Dann müssen sie für das Vermeiden von einem Meter Meeresspiegelerhöhung auf allen Landflächen einen Meter Wasser stapeln.

Den Rest der "Hochrechnung" kriegen Sie hoffentlich selbst hin ...

16:44 von vriegel

«Anpassung der Wasserwirtschaft
Einerseits niedrige Flusspegel und andererseits ansteigende Meeresspiegel.»

Nicht überall auf der Welt sinken die Pegelstände der Flüsse. Gerade in Süd-Ost-Asien steigen sie. Nicht kontinuierlich über das ganze Jahr verteilt gleichmäßig.

Aber durch vermehrten und häufigeren Starkregen.
Auch außerhalb der bisher dafür bekannten Jahres- / Regenzeiten.

Nur wenige Länder in der Region haben ausreichend Geld wie JAP, um dagegen (in gewissen Grenzen) Vorsorge durch Wasserbau-Maßnahmen zu treffen.

«Das Wasser kommt ja von schmelzenden Gletschern zumeist Über Flüsse ins Meer. Die Wassermassen müsste man doch aufhalten können.»

Wie soll man bspw. in Bangladesh Wassermassen aufhalten, die durch stärker abschmelzende Gletscher im Himalaya in die Flüsse fließen?
Brahmaputra + Ganges münden dort ins Meer.

"Extrembeispiel", aber exemplarisch doch für viele andere.
EUR ist gar nicht vom ansteigenden Meer + schmelzenden Gletschern am stärksten betroffen …

re deutlich

"Was erfahren wir im Artikel?

Karten für die Zukunft sind unzuverlässig, weil sie wichtige Aspekte nicht berücksichtigen und Prognosen ebenso."

Eigentlich sagt der Artikel sehr deutlich, was die Karte kann und was nicht. Unzuverlässig wird Sie nur bei oberflächlicher Betrachtung/Wiedergabe.

@Tarek 94

Bangladesh ist viel zu arm für einen effektiven Küstenschutz, und fast das gesamte Land Bangladesh besteht aus einem einzigen gigantischen Flussdelta mit kaum nennenswerten landschaftlichen Erhebungen im ganzen Land!

Tote im Bangladesh durch Zyklone:

2007: mindestens 3447, mindestens 300.000 Obdachlose!

1991: 138.000 Tote, 10 Millionen Obdachlose!

1970: 300.000 bis 500.000 Tote, ??? Millionen Obdachlose!

Sie lesen hier völlig richtig, 300.000 bis 500.000 bei einer einzigen(!!) Sturmflut in Bangladesh, in deren Gebiet sturmflutbringende Zyklone SOGAR ziemlich häufig vorkommen!

Und die SOWIESO bettelarmen Einwohner von Bangladesh begraben dann wie üblich(!!) ihre hunderttausenden Toten, bauen ihre Häuser wie üblich(!!) wieder neu auf, bis zum nächsten verheerenden Zyklon, der dann wieder fast das gesamte Land verwüsten wird. Und dann beginnt das Ganze halt wieder wie üblich von vorne!

alles korrekt

die berichterstattung mag falsch sein, die karten sind es nicht.

die karten beruhen auf simplen topologischen daten und die roten gebiete werden völlig korrekt als "land in risk" bezeichnet.

dass man die deiche verstärken könnte und somit die niederlande und hamburg sicher eine weile schützen könnte ist zwar richtig - aber die ersteller dieser karten haben auch nie das gegenteil behauptet.

@ DrBeyer

"Sie vergleichen ernsthaft extreme Blüten der Zivilisation mit dem heutigen Armenhaus der Welt?" Am 04. November 2019 um 16:59 von DrBeyer

Interessanter Ansatz.
Was macht aus einer Blüte der Zivilisation ein Armenhaus und umgekehrt?
(Darf man Armenhaus sagen?)

Es wird so kommen

und noch schlimmer. Auffällig ist doch, dass keiner übers Jahr 2100 hinaus denken mag. Grönland schmilzt ab, und der Wasserstand wird um 8 Meter steigen. Das hat wohl noch 150 oder 200 Jahre Zeit, und bis dahin hilft verschärfter Deichbau. Damit machen sich alle Mut, aber ab einem Punkt X ist es damit vorbei. Es geht immer weiter, und wenn die Antarktis abtaut, liegt die deutsche Küste irgendwann an den Mittelgebirgen. Und auf dem Weg dahin wird es keine Verschnaufpause geben, wo man sich mal für 100 Jahre neu einrichten könnte.

Am 04. November 2019 um 16:06 von dr.bashir

"Die letzte Eiszeit endete vor etwa 10000 Jahren. Seitdem "klingt sie aus". Allerdings in den letzten 30 Jahren viel massiver als in den 10000 Jahren davor. Ist das Ihre These? Tut mir leid, aber das kommt mir extrem unglaubwürdig vor.
Ist das die neueste Theorie um den von menschen gemachten Klimawandel zu leugnen? Neben Sonnenflecken oder was weiß ich sonst noch."

Sorry, aber vielleicht sollten Sie sich ganz einfach an Tatsachen halten, statt irgendwelche Phantasien auf mich zu anzuwenden. Tatsache ist nun einmal, dass steigende Temperaturen auch steigenden Gehalt an CO2 in der Luft bewirken. Aber so bekannte Erkenntnisse müssen wohl von bestimmten Menschen geleugnet werden.

16:39 von schiebaer45 ... 1962 wurden die Deiche...

Welche Illusionen Welt weit - Hamburg oder besser die Elbe hatten vor längerem keinen bedeutenden Tidenhub, vor noch längerer Zeit sind die Menschen aus dem Hamburgischen Finkenwerder per Pedes übet die Elbe, (wo sie heut am tiefsten ist), um ihrem Kirchgang nachzugehen... inzwischen ist durch Ausbaggern und sonstigen Unsinn der Tidenhub auf über drei Meter angestiegen - Deiche werden uns auf Dauer nicht retten udn wenn dann mal was erbricht, das werden wir uns Lachhaftigkeiten wie die große Mandränke zurückwünschen.
Nich Deiche bauen, sondern das Flachland höher legen und gründliche Drainieren, das muss die Forderung bei fortschreitendem Klimawandel sein. - mal sehen, wer die Rechnung zahlt.

Das waren damals Hochkulturen

@04. November 2019 um 16:34 von Marcus2
Wissenschaftler können sich täuschen

"Auch wenn Mojib Latif oft richtig liegt, hier fehlt im der Blick in die Geschichte.
Am Euphrat und Tigris unter Sumerern, Assyrern..., in Ägypten der Phraonen, im China der Kaiser, im Jemen der Sabäer, im Reich der Azteken, bei den Römern... wurden riesige Staudamm-, Kanalisierungs- und Bewässerungsprojekte gestemmt. Die Mittel hat jedes Land. Wenn etwas fehlt dann der Wille."
Sie vergessen, dass der heutige Irak, Jemen oder auch Ägypten zu antiker Zeit Hochkulturen waren. Das ist heute sicherlich nicht mehr der Fall. Die Gründe dafür müssten genauer analysiert werden.

15:53, MolkeHP

>>Oder ist es wieder Industriepolitik ala Merkel.<<

Industriepolitik a la Merkel ist Industriepolitik wie immer und überall im Kapitalismus.

Am 04. November 2019 um 17:22 von Möchteauchmalwa...

"Ebenso könnte man zur Senkung der Zahl der Verkehrstoten auch den theoretischen Teil bei der Führerscheinprüfung wegfallen lassen und stattdessen das Geld in die Weiterentwicklung von Airbags stecken. Das wäre aber ebensowenig zielführend wie eine ausschließliche Konzentration auf die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels.
Wie bei jeder ungewünschten Entwicklung ist die einzig sinnvolle Vorgehensweise eine Mischung aus Ursachenbekämpfung und Schadensbegrenzung."

Nun, wie bekämpfen Sie einen Temperaturanstieg bedingt durch das Ausklingen einer Eiszeit, der einen Anstieg des CO2-Gehalts in der Luft hervorruft?

16:14, dr.bashir

>>Aber vermutlich gelingt es Vielen, die Probleme in anderen Teilen der Welt an sich abperlen zu lassen, so lange der Nachschub an Bananen gesichert ist.<<

Gut zugespitzt auf den Punkt gebracht. Danke.

@ Frank von Bröckel

Bangladesh ist tatsächlich wohl der Flächenstaat, der am massivsten von den genannten Veränderungen betroffen ist, und die notwendigen Schutzmaßnahmen kaum alleine stämmen wird können. Daher braucht Bangladesh die Hilfe der internationalen Gemeinschaft.

Aber in den meisten mir bekannten betroffenen Ländern sind die natürlichen Gegebenheiten nicht so krass nachteilig wie in BD. Dort könnte man mit einfachen Küstenschutzmaßnahmen schon viel gewinnen. "Arm" ist hierbei kein Argument. Bei uns hat man auch vor über 600 Jahren mit dem Deichbau angefangen, also zu einer Zeit, wo die Mehrheit der Menschen komplett verarmt war. Aber man hat gemeinschaftlich in die Hände gespuckt und hat nicht erst auf den "Staat" (oder damals den Fürsten) gewartet und "internationale Hilfe" gab es noch weniger.

DAS ist mit das Problem in Afrika und Asien! Man sitzt da wartet darauf, dass der Staat was unternimmt, und wenn nicht, soll gefälligst die internationale Gemeinschaft helfen! Das ist die Realität!

@Royal Tramp

Ihre Ausführungen in dieser Angelegenheit klingen eher witzig, aber haben sehr wenig mit der Realität zu tun!

Zwar verfügt das OHNEHIN bettelarme Bangladesh zwar "NUR" über eine offizielle Küstenlinie von 580 km, tatsächlich ist das gesamte Land in der Realität in Wahrheit ein riesiges Flussdelta, das nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt!

Und bei vergleichbare Zyklone wie dem im Jahre 1970 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 185 km/h und 10(!) Meter hohen Wellen, müssten die dann fast durchgehende Küstenschutzanlagen schon wirklich gigantische Ausmaße besitzen, um dieses OHNEHIN bettelarme Land vor vergleichbaren Sturmfluten auch dauerhaft zu beschützen!

Wirklich gigantische Ausmaße wohlgemerkt!

16:20, smirker

>>In Thailand wird schon gehandelt
Die Regierung Thailands hat bereits zig Milliarden Euro im Haushalt eingeplant, um den Hochwasserschutz zu verbessern und die Staudammkapazitäten für Dürrezeiten zu erweitern.
So sieht asiatische Realpolitik im Gegensatz zur europäischen Moralpolitik aus!<<

Thailand scheint das Paradies zu sein.

Moralfrei natürlich.

Sehen das die "indigenen" Einwohner des Landes eigentlich ebenso, oder ist das eher die Sichtweise dort lebender wohlhabender Europäer, die ja schon lange dort ihr Privilegiertenparadies bewohnen?

re ex-bayerndödel

"Nun, wie bekämpfen Sie einen Temperaturanstieg bedingt durch das Ausklingen einer Eiszeit, der einen Anstieg des CO2-Gehalts in der Luft hervorruft?"

Ach so, am CO2 Anstieg hat nur die ausklingende Eiszeit schuld?

Und ich dachte schon ...

Ob die Karten

jetzt völlig exakt sind oder nicht, Tatsache ist, bei steigendem Meeresspiegel und weiteren Wetterextremen kann sich jeder selbst denken was passieren wird, fragt sich nur wie lange es dauert. Da hilft auf Dauer weder Deichbau noch irgendetwas anderes, mal abgesehen davon, dass das selbst in D nicht mal eben so gewuppt, sondern erst ewig darüber debattiert wird und wenn es mal angeht Jahrzehnte dauert.

16:28, Tarek94

>>"Das Problem ist, dass in z.B. Bangladesh oder an den afrikanischen Küsten aber vermutlich niemand Deiche bauen wird."

Bangladesh ist eine Demokratie, die Wähler dort bestimmen auf demokratischem Wege selbst, ob Deiche gebaut werden oder nicht. Ratschläge aus Deutschland sind deshalb nicht notwendig.<<

Haben Sie sich mal mit den geologischen, meteorologischen und hydrologischen Gegebenheiten in Bangladesh beschäftigt?

Deichbau an der Nordsee ist einfacher und billiger. Und zwar erheblich.

Bangladesh ist ein sehr armes Land. Demokratische Entscheidungen sind gut und schön, aber Kohle braucht man auch.

17:39 von Duzfreund

«Nicht Deiche bauen, sondern das Flachland höher legen und gründliche Drainieren, das muss die Forderung bei fortschreitendem Klimawandel sein. - mal sehen, wer die Rechnung zahlt.»

Sehr wahrscheinlich werden die Rechnung die Bewohner bergiger Regionen zahlen müssen, wenn man ihnen "zum Höher-Legen des Flachlands" die Berge weg baggert, und das Gestein an die Küsten schafft.

Wo nimmt wer sonst das Material zum Auffüllen an den Küsten in DEU her? Wenn nicht aus den Alpen, dem Schwarzwald, dem Harz, …

Man könnte den Brocken abtragen. Der steht eh so dumm vereinzelt rum, und passt auch gar nicht so recht in den Rest der umgebenden Landschaft …

re tada

"@karwandler

"Staudammprojekte allerdings ist Unsinn."Am 04. November 2019 um 16:53 von karwandler

Tatsächlich?
Wie nennt man denn das Verfahren, bei dem Schluchten verschlossen werden, um Wasser zu stauuen (Fluss- und Regenwasser), um später genug Wasser für die Trockenzeit zu haben?"

Damit Sie sich noch mal orientieren können, es ging um diese Behauptung:

"Am Euphrat und Tigris unter Sumerern, Assyrern..., in Ägypten der Phraonen, im China der Kaiser, im Jemen der Sabäer, im Reich der Azteken, bei den Römern... wurden riesige Staudamm-, Kanalisierungs- und Bewässerungsprojekte gestemmt."

Jetzt bitte ein riesiges Staudammprojekt aus dem genannten Bereich. Name genügt und Höhe der Staumauer.

16:06 von dr.bashir

Ist das die neueste Theorie um den von Menschen gemachten Klimawandel zu leugnen? Neben Sonnenflecken oder was weiß ich sonst noch.

100 Punkte !
Tatsächlich gehört die Eiszeit, der plötzlich eingefallen ist, dass sie noch ausklingen muss, zu den `Thesen´ der AfD.
Zusammen mit `Sonne´ und Erdachse. Und diversem anderem esoterisch angehauchten Kram.
https://www.afd-fraktion-lkharburg.de/index.php/klimafrage/

Achtung Ironie!

Wenn wir einfach Prognosen zu Klimaänderungen, Meeresspiegelanstieg, etc. ignorieren, dann passiert auch nichts!
Einfach nicht hinhören, bzw. wegschauen, so hat das die letzten 25 Jahre geklappt, warum nicht noch bis ans eigene Lebensende?

um 17:39 von Duzfreund

"" Nicht Deiche bauen, sondern das Flachland höher legen und gründliche Drainieren, das muss die Forderung bei fortschreitendem Klimawandel sein. - mal sehen, wer die Rechnung zahlt.""
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Da Hamburg eine Hafenstadt ist und die Wirtschaft mit all den Arbeitsplätzen davon abhängt müssen Deiche gebaut und erhöht werden. Natürlich gebe ich Ihnen Recht das kann nicht immer so weitergehen. Hamburg hätte auch in Cuxhaven noch die Möglichkeit einen Tiefsee Hafen zu bauen. Das Stückgut müsste dann eben mit der Bahn nach Hamburg gefahren werden. Wäre eine Ausweislösung.

Genau das ist das Problem ...

... auch Deiche halten nicht endlos Wassermassen stand, sind enorm aufwendig und teuer im Unterhalt und lasen sich vor allem nicht endlso erhöhen. Auch wenn eine steigender Meeresspiegel die reichen Länder nicht als erstes treffen wird, ist unser Küstenschutz weder technisch, noch finanziell noch sozial endlos machbar. Wenn vielleicht auch nicht 2050, irgendwann heißt es dann eben auch in HH, HB oder Rotterdam Land unter.
Aber bis dahin sind Hunderte Millionen Menschen in ärmeren Ländern längst ertrunken!

7:18, Tada

>>@karwandler
"Staudammprojekte allerdings ist Unsinn."Am 04. November 2019 um 16:53 von karwandler

Tatsächlich?
Wie nennt man denn das Verfahren, bei dem Schluchten verschlossen werden, um Wasser zu stauuen (Fluss- und Regenwasser), um später genug Wasser für die Trockenzeit zu haben?

Bitte um Antwort.<<

Talsperre.

Davon gibt es viele hunderte in Deutschland.

@16:28 von Tarek94

Bangladesh ist eine Demokratie, die Wähler dort bestimmen auf demokratischem Wege selbst, ob Deiche gebaut werden oder nicht.

Genauso, wie die Wähler dort selbst bestimmen, ob die Arbeiterinnen in den Textilfabriken gerecht entlohnt und der Arbeitsschutz eingehalten wird?

Machen wir uns nichts vor. Die Handlungsfreiheit von bitterarmen Staaten wie Bangladesh ist extrem eingeschränkt.

@ DrBeyer

"Sie vergleichen ernsthaft extreme Blüten der Zivilisation mit dem heutigen Armenhaus der Welt? Der Vergleich scheint mir sehr zu hinken... "

Nein, der Vergleich ist völlig zutreffend, denn weder bezogen auf die Menschenkraft noch auf den Stand der Technologie bezogen, können es selbst die blühendsten Hochkulturen mit den ärmsten Ländern der heutigen Welt aufnehmen. Wie denn auch? Inwiefern waren z.B. die 4 Mio. Babylonier 1500 v.Chr. "weiter entwickelt" als die heute 40 Mio. Iraker? Und an Baggern und etlichem technischem Gerät mehr mangelt es im Irak auch nicht. Und das ist jetzt nur auf den Irak bezogen. Gilt praktisch für alle betroffenen armen Länder.

In jeglicher Hinsicht sind die Länder und auch die Menschen besser ausgestattet, um so ein Generationenprojekt in Angriff zu nehmen, als unsere Vorfahren zu jedweder Zeit. Und trotzdem schaffen es die "modernen Menschen" nicht, sowas auf die Beine zu stellen? Man muss halt einfach mal anfangen und die Schippe in die Hand nehmen!

17:18 von Tada

«Wie nennt man denn das Verfahren, bei dem Schluchten verschlossen werden, um Wasser zu stauuen (Fluss- und Regenwasser), um später genug Wasser für die Trockenzeit zu haben?»

"Schluchten verschließen" nennt der Volksmund "Staudämme bauen".

Müssen aber erst einmal Schluchten vorhanden sein.
Bevor wer welche verschließen kann.

Sind bspw. in ÄGY, in den NL, in Bangladesh aber keine Schuchten vorhanden. In vielen weiteren Ländern eben so wenige. Wenige bis gar keine Schluchten zum Verschließen …

"Die Schlucht am Nil" verschließt gegenwärtig im Bau ÄTH. Was ÄGY gar nicht behagt. Sieht man dort doch gravierende Auswirkungen auf den Wasserstand des Nils + die heimische Landwirtschaft auf sich zukommen.

"Schluchten verschließen" wurde erst möglich, nachdem Die Alten Römer mit dem Baustoff "Pozzolan" den Vorläufer des heutigen Betons erfanden, der auch unter Wasser aushärtete + stabil blieb.

Hätten Die Alten Ägypter Schluchten gehabt.
Hätten sie aber gar nicht verschließen können …

17:39, ex_Bayerndödel

>>Am 04. November 2019 um 16:06 von dr.bashir
"Die letzte Eiszeit endete vor etwa 10000 Jahren. Seitdem "klingt sie aus". Allerdings in den letzten 30 Jahren viel massiver als in den 10000 Jahren davor. Ist das Ihre These? Tut mir leid, aber das kommt mir extrem unglaubwürdig vor.
Ist das die neueste Theorie um den von menschen gemachten Klimawandel zu leugnen? Neben Sonnenflecken oder was weiß ich sonst noch."

Sorry, aber vielleicht sollten Sie sich ganz einfach an Tatsachen halten, statt irgendwelche Phantasien auf mich zu anzuwenden. Tatsache ist nun einmal, dass steigende Temperaturen auch steigenden Gehalt an CO2 in der Luft bewirken. Aber so bekannte Erkenntnisse müssen wohl von bestimmten Menschen geleugnet werden.<<

Aha.

Der CO2-Gehalt der Luft steigt wegen der Erwärmung?

Diese bekannte Erkenntnis war mir bisher nicht bekannt.

Ist es auch eine bekannte Erkenntnis, daß durch Verbrennen fossilen Kohlenstoffs der CO2-Gehalt der Luft sinkt?

Wasserniveau ist nicht Menschengemacht

guckt man in sehr alte Karten, so waren vor Jahrmillionen beispielsweise die Philippinen keine Inseln sondern für Mensch und Tiere vom asiatischen Festland begehbar. Der CO2 Gehalt war zu der Zeit über viermal so hoch wie heute.
Mensch glaubst du wirklich dass du die Naturgewalten zähmen kannst?

04. November 2019 um 15:53 von MolkeHP

"Wann wird eine Karte
erstellt die darstellt welche Umweltschäden durch die Produktion von E-Autos hervorgerufen werden."

Wann wird eine Karte erstellt, die die reellen Naturschäden durch die Ölförderung verursacht wird?Davon wird seltener geredet als über die bösen Batterien.Auch ungern wird darüber geredet wieviel Wasser durch Fracking und Ölsandförderung verunreinigt (und unbrauchbar) wird.Dass insbesondere die Braunkohleförderung durch die Offenlegung des Bodens sehr viele Giftstoffe in die freie Natur abgibt. Tiefenförderung bringt übrigens auch immer radioaktives Material nach oben (Öl, Steinkohle).
Bei der Lithiumerzeugung verdampft das Wasser größtenteils was natürlich ein Problem ist in einer Gegend mit wenig Niederschlag ist. Gigantische Kondensatoren über die Anlagen basteln und schon ist dieses Problem kleiner.

Ihr und mein Beitrag hat hier übrigens nichts mit dem Artikel zu tun, aber da die TS schon ihren Beitrag durchgelassen hat, hoffe ich, dass meiner auch durchkommt.

@17:03 von RoyalTramp

Was heißt hier: Mittel? Das ist doch totaler Quatsch! Sand gibt es überall, den es zum Deichbau bräuchte. Das wäre schonmal ein Anfang.

Einfach ein paar Tausend Arbeiter mit Spaten auszustatten und Sand schaufeln lassen? Ich glaube, ein kleines bisschen komplizierter ist Hochwasserschutz dann doch.

Nur zum Vergleich: Das Delta-Projekt in den Niederlanden hat laut Wikipedia 6 Milliarden Gulden gekostet.

@15:36 von Barthelmus

"Hier sind die Niederländer weltweit führend. Durch Eindeichung und anschließende Trockenlegung entstanden landwirtschaftlich nutzbare Flächen.
Heute leben mehr als 300.000 Menschen auf dem einstigen Meeresgrund in der Provinz Flevoland."

Ja, die Aktivitäten der Niederländer haben auch mich schwer beeindruckt. Deutschland ist mir der Elbvertiefung - zumindest teilweise - noch in der Phase der Gefahrenvergrößerung.

Nochmal:wer schlau ist trifft Vorsorge

und baut Deiche u.v.a. Es sei denn, man nimmt die Prognosen nicht ernst. Wer aber meint, die Höhe der CO2-Steuer in D oder der CH sei entscheidend, der hat sich eh schon lang aus dem Kreis der Ernst zu Nehmenden verabschiedet. Oder es geht ihm/ihr um ganz andere Ziele

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