Kommentare - Merkel setzt auf Wohnungsbau - die SPD auf den Mietendeckel

14. Juni 2019 - 17:35 Uhr

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Deutschland ist dramatisch. Während die SPD einen Mietendeckel fordert, setzt Kanzlerin Merkel auf Wohnungsbau. Es müsse attraktiv bleiben, in Wohnraum zu investieren.

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Kommentare

22:59 von wenigfahrer Am 14.

22:59 von wenigfahrer
Am 14. Juni 2019 um 22:11 von karwandler
" Und niemand hat die Pflicht, mit eigenem Verlust für andere Wohnraum zu schaffen."

Also Verluste sind bei den jetzigen Mieten wohl nicht zu befürchten, also ich habe Kreis der Freunde einige die Mehrfamilienhäuser besitzen, ich habe bis jetzt noch keine Klagen gehört, und der neue Mercedes fährt auch gut.
Und die Mieten sind nicht mal teuer, also kein Vergleich zu einer Großstadt.
Da ist nichts mit Verlust, man kann davon Leben.

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Wieso soll man vom Häuser verwalten nicht leben können dürfen?

Haben Sie auch eine Ahnung, was da an Arbeit drin steckt?

Dass Sie Rücklagen bilden müssen in nicht geringer?

Sich um jeden Furz, der jedem Mieter quersteckt kümmern müssen, wenn Sie Sonntags um 22:00 Uhr angerufen werden?

Also nennen Sie mir einen Grund, warum man vom Häuser verwalten nicht leben können soll?

@DerGolem

"Neu
Am 14. Juni 2019 um 23:25 von DerGolem
@ laurisch_karsten 23.02h - geht doch!

..............Können Sie das mit einem Link zu einer Statistik zum Bundesstatistikamt unterlegen?............"

.

Dann frage ich mich wie Sie zu solch einer Aussage als "Fakt" kommen. Sie sollten es dann in meinen Augen eher als Ihre "Meinung" bezeichnen!

22:55, karwandler re schabernack

>>Dann müssen Sie aber auch "Wohnen" vollständig in die Daseinszuständigkeit des Staates überführen.

Eine Mischform mit Privatbesitz geht nicht.<<

Sie meinen also, den Satz "Eigentum verpflichtet" könne man streichen?

Da bin ich, gerade wenn es um die fundamentalen menschlichen Grundbedürfnisse geht, und Wohnen ist ein solches, anderer Meinung.

17:58 von Defender411 Die

17:58 von Defender411
Die Mieten müssen vom Staat geregelt werden!
Diese sind definitiv zu hoch und mit NICHTS zu rechtfertigen!

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Hören Sie bitte auf, zu pauschalieren.

Die Mieten müssen hoch genug

Die Mieten müssen hoch genug sein, um ein Haus in Stand zu halten und bestenfalls modernisieren zu können!

Wer glaubt, dass Handwerker für umme arbeiten, und einem Baumaterial und Arbeitszeiten nachgeschmissen werden, der lebt anscheinend auf dem Mars.

23:25 von DerGolem

Wohneigentum schaffen

am Geld kann es nicht nur liegen, an der Einstellung wohl eher
wenn im Saarland 63 % im eigenen Wohnen in Berlin aber nur 14 %
und ein Kumpel von mir in Köln, hat in so nem Mehrfamilienhaus ne Wohnung,
zahlt ne Miete da könnte der bald 2 x das Ding kaufen
- das man ihm auch von der Genossenschaft zum Kauf angeboten hat
Warum er das nicht tat ??

re erster realist

"Und was soll das mit dem Ausfall der Mieteinnahmen, da der Wohnungsmarkt leergefegt ist, finden sich schnell neue Mieter, also nichts mit Leerstand usw."

Einen Mieter haben heißt nicht in jedem Fall, dass Miete gezahlt wird.

@Joe70

"Am 14. Juni 2019 um 23:26 von joe70
23:11 von laurisch._karsten
"Eigentum verpflichtet".
Aus welcher Märchenwelt sind solche Sprüche? Jedenfalls nicht aus dem real existierenden Kapitalismus.
Es passt zur Regierung, die dazu neigt, fast alle prekären Zustände schön zu reden."
Einfach nur mal im Bundesdeutschen Grundgesetz lesen!
https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgeset…
http://tinyurl.com/y4utn26b
Artikel 14
"Artikel 14
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."

Mieten müssen bezahlbar sein,

Mieten müssen bezahlbar sein, keine Frage.

Dann muss man aber auch so fair sein, und die Wohnung entsprechend dem eigenen Geldbeutel auszusuchen.
Damit meine ich die Ansprüche, die man an eine Wohnung stellt.

Denn die Verhältnismäßigkeit geht da nicht wenigen Mieter ab.

Ansprüche haben alle, aber bitte geschenkt.

Und so funktioniert es leider nicht.

23:26 von joe70

"Eigentum verpflichtet".
.
Gerade bei Mietwohnungen ist das so
oder erklären sie mir mal wie man nem Mieter kündigen kann

18:09 von Defender411 Ganz

18:09 von Defender411
Ganz einfach, mit Grundbedürfnissen macht man keine
Gewinne, die andere in Not bringt! Die Mieten sind, zunächst auf freiwilliger Basis zu senken.

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Aber die Ausstattung soll bitte hochpreistig sein.

re wenigfahrer

"Am 14. Juni 2019 um 22:11 von karwandler

" Und niemand hat die Pflicht, mit eigenem Verlust für andere Wohnraum zu schaffen."

Also Verluste sind bei den jetzigen Mieten wohl nicht zu befürchten"

Diverse Kommentare laufen darauf hinaus, dass die Miete sich am Einkommen der Mieter oder einfach nur an deren Bedürfnissen zu orientieren habe, nicht daran, ob sie für den Vermieter auch kostendeckend sein müsste.

@23:26 von Sisyphos3

"bei dem Mieterschutz
vermute mal bis sie einen aus der Betriebswohnung gekündigt haben
weil er gar nicht mehr dort arbeitet vergehen nicht Jahre sondern Jahrzehnte"

Das Wohnrecht galt nur für die Beschäftigungsdauer. Das war vertraglich festgelegt.

Die Krichengemeinde, für die mein Schwager lange gearbeitet hatte, hat übrigens für die Mitarbeiter auch eine Ferienwohnung an der Ostsee angemietet.
Und die relativ niedrige Miete für die Dienstwohnung hatte ihm tatsächlich das Sparen für ein inzwischen abbezahltes Reihenhaus ermöglicht.

22:51, wenigfahrer

>>Das mag ja alles stimmen, nur zur Wende hatten beide Staaten eine Bevölkerung von 79.113 Mio, und jetzt Stichtag 31.12.2018 gibt die Statistik mit 83 Millionen an.
Wo kommen dann die knapp 4 Millionen her, wenn mehr sterben als geboren werden.
Und das Beitrittsgebiet von 16 Millionen auf 13 gefallen ist, wie neulich berichtet wurde.

Irgendwie passt etwas nicht zusammen, die Zahlen sagen etwas anderes.<<

Wenn Sie sich die Bevölkerungszahlen Deutschlands seit der Wende ansehen, dann erkennen Sie, daß die 80 Millionen schon 1991 überschritten wurden. Seitdem pendelt die Zahl um die 82 Millionen herum. Die 83 Millionen, die Sie erwähnen, sind übrigens eine Schätzung. Statistisch ist die nicht gesichert.

18:38 von Hustensaft Wie tief

18:38 von Hustensaft
Wie tief bin ich gesunken ...
… aber auch ich muss der Kanzlerin zustimmen. Ein Mietendeckel sorgt zwar (vielleicht) dafür, dass die Mieten nicht steigen, schafft aber keine einzige neue Wohnung.

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In der DDR gabs doch einen Mietdeckel.

So wollte freiwillig heute auch keiner mehr wohnen.

Keine Frage, was Wohnungbaugesellschaften an Perversion in die eine Richtung betreiben, kann natürlich auch in die entgegengesetzte Richtung betrieben werden.

23:11 von joe70

Der Privatbesitzer wird immer das Maximale rausholen.
.
wo kaufen sie denn ein
wo es am teuersten ist ?
wenn die Zeiten lausiger werden, würden sie ihrem Vermieter - mehr zahlen
wenn es mal schlecht läuft am Wohnungsmarkt,
wenn der sich aktuell korrekt mit der Miete verhält
vermute mal sie kündigen und suchen sich was attraktiveres
unabhängig davon ob der seine Hypozinsen zahlen kann oder nicht

22:55 von karwandler

«Dann müssen Sie aber auch "Wohnen" vollständig in die Daseinszuständigkeit des Staates überführen.

Eine Mischform mit Privatbesitz geht nicht.»

Mit "Daseinsvorsorge" wählte ich ein Wort, für das ich hätte ein besseres finden können, um das auszudrücken, was ich sagen will.

Es ist eher "eine Lenkungswirkug", die dem Staat im Hinblick auf den Wohnraumbedarf im Land obliegt.

Auch Krankenversicherung und / oder Rente können prinzipiell "in einer Mischform" aus staatlich + privat so organisiert sein, dass der Staat seiner "Lenkungswirkung" bestmöglich nachkommt.

Mag auch "Lenkungswirkung" nicht 100% treffend sein.
Ich denke, Sie verstehen, was ich ausdrücken will.

Ist doch "das Recht auf bezahlbares Wohnen" auch ein ganz entscheidender Bestandteil aller Bemühungen des Staates, "um sozialen Ausgleich und Frieden zu fördern".

"Das mit den Mieten" ist in meinen Augen der brisanteste soziale Sprengstoff, der in DEU seit den 1990-ern äußerst gefährlich glimmt …

Am 14. Juni 2019 um 23:02 von laurisch._karsten

"@DerGolem
Schätzungsweise 20% aller Mieter.........
........... könnten sich eine Eigentumswohnung leisten. Sie tun es aber nicht, weil sie entweder"
Können Sie das mit einem Link zu einer Statistik zum Bundesstatistikamt unterlegen? Ich währe Ihnen dafür verbunden!"

Ich helfe gerne.

„Die Einwohnerzahl Deutschlands hat einen neuen Höchststand erreicht. Ende vergangenen Jahres habe sie 82,8 Millionen betragen,

schätzt

das Statistische Bundesamt.

Allerdings räumt das Statistikamt ein, dass

seine Schätzung

in diesem Jahr unsicherer sei als in den vergangenen.“

etc. ...

Die gekennzeichneten Sätze finden Sie mit der Suchmaschine Ihres Vertrauens.

Ich hätte nie gedacht, dass das Statistische Bundesamt Schätzungen bekannt gibt.

fatha

Nun ja, genau das wird ja gerade gemacht. Die Wohnungssuchenden zahlen dann auch mehr Geld für die freigewordene Wohnung. Vermieter lieben deswegen alte Mietverträge nicht und möchten sie loswerden.

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Die gibt es sicher. Aber so ticken beileibe nicht alle.

Ich kenne eine über 80 jährige Mieterin, die in ihrem Leben noch keine Mieterhöhung bekommen hat. Die Frau zahlt die selbe Miete wie bei Einzug vor 50 Jahren.

Zum 50jährigen Jubiläum hat sie eine Monatsmiete geschenkt bekommen vom Vermieter.

Also das gibts auch!
Vermieter mit sehr sozialer Ader.

23:38 von karwandler re

23:38 von karwandler
re erster realist
"Und was soll das mit dem Ausfall der Mieteinnahmen, da der Wohnungsmarkt leergefegt ist, finden sich schnell neue Mieter, also nichts mit Leerstand usw."

Einen Mieter haben heißt nicht in jedem Fall, dass Miete gezahlt wird.

---

Und Sie wissen vorher NIE, was für einen Tyrannen sie sich in eine Wohnung setzen.

Und wenn erst mal einer drin ist ... dann Prost Mahlzeit.

@deutlich

"
Am 14. Juni 2019 um 23:28 von deutlich
laurisch_karsten 23.11

wer Eigentum hat, der hat auch eine soziale Verpflichtung gegen über denjenigen die kein Eigentum haben.""

.

Das kann ich nachvollziehen. Ich habe eine Eigentumswohnung und mein "Nachbar" war ein Mietnomade. Sowohl der Vermieter, wie Sie, und auch ich hatte ein Problem. Das Problem ist hier die Gestalltung der Gesetze. Ausserdem ist nicht gefordert dass "kleine" Vermieter und Eigentümer wie Sie und ich "enteignet" werden sondern die "Heuschrecken" die sich an der Börse Tummeln und das Grundgesetz missachten.

Privatisierung und freie Marktwirtschaft

Die Lösung der Mietpreiskrise liegt im freien Markt begründet. Der Bau von Mietwohnungen muss sich wieder lohnen. Alle staatlichen Regelversuche enden nur in Chaos, Bürokratie und Korruption. Siehe Russland.

soziale Mieten

Der soziale Wohnungsbau muss mit Subventionen gefördert werden. Die Kommunen sollen sich wieder um den sozialen Wohnungsbau und die Verwaltung der Sozialwohnungen kümmern und eigene Investitionsprogramme entwickeln.
Die Gesetzgebung für solche investiven, sozialen Programme ist gefordert.

@Sisyphos3

"
Am 14. Juni 2019 um 23:40 von Sisyphos3
23:26 von joe70

"Eigentum verpflichtet".
.
Gerade bei Mietwohnungen ist das so
oder erklären sie mir mal wie man nem Mieter kündigen kann"

.

3 nicht gezahlte Mieten reichen aus. Das Problem ist dann der "Gesetzliche" Wust den Mietnomaden rauszu bekommen.

Lebenstandard kostet. Auch

Lebenstandard kostet.

Auch Minimumstandard.

Nur Verfall kriegt jeder umsonst.

Das betrifft die Privatwirtschaft, das betrifft die staatliche Infrastruktur.

re fatahland slim

"Sie meinen also, den Satz "Eigentum verpflichtet" könne man streichen?

Da bin ich, gerade wenn es um die fundamentalen menschlichen Grundbedürfnisse geht, und Wohnen ist ein solches, anderer Meinung."

Der Satz ist ziemlich vage formuliert.

Wie weit soll denn Eigentum dazu verpflichten, dass Eigentum gar nicht mehr Eigentum ist?

Von der Miete zum Eigentum

Die meisten Mieter könnten sich auch was eigenes leisten, wenn sie sich nur ein Herz fassen würden. Dann redet kein Vermieter und kein Staat mehr rein. Die Deutschen sind zu unse ständig und denken zu wenig unternehmerisch.

23:25, DerGolem

>>Und wenn ich 35 J. zurückblicke und meine hochriskante Haus-Finanzierung (mit 10% Eigenkapital bei 1/2 Mio. DM Kosten u. ziemlich hohen Zinsen) beurteile, dann würde ich es wieder so machen.<<

Vor fünfunddreißig Jahren?

Das waren definitiv andere Zeiten.

Ich habe vor dreiunddreißig Jahren 250 DM Miete für eine Dreizimmerwohnung in einer mittleren Großstadt gezahlt, und das war damals ein üblicher Preis, den ich mir auch noch mit ner Freundin geteilt habe. Für einen Auftritt in einem Jugendzentrum oder ähnlichem kriegte man damals nen Hunni, ich musste also drei, vier Mal im Monat irgendwo Klavier spielen und konnte Miete, Essen und Auto bezahlen.

Das kann man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen.

Die Zeiten haben sich definitiv geändert.

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